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Grüner Veltliner Radikal 2023 (bio)

Der Grüner Veltliner Radikal 2023 (bio) von Herbert Zillinger aus Ebenthal im Weinviertel zeigt kompromisslose Präzision, straffe Mineralität und konzentrierte, vielschichtige Frucht – ein charaktervoller Naturwein mit klarer Handschrift. Jetzt bei V

Grüner Veltliner „Radikal“ 2023 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel


Geschichte & Herkunft

Herbert und Carmen Zillinger bewirtschaften ihr Weingut in Ebenthal im südlichen Weinviertel und verfolgen seit vielen Jahren einen konsequent biodynamischen, möglichst natürlichen Weinbau. Die Weine der „Erdkreis“-Linie stellen den Boden besonders stark in den Mittelpunkt; die Rebsorte dient als Ausdrucksmittel der jeweiligen Herkunft. Der „Radikal“ zählt zu den charakterstärksten und am längsten gereiften Weinen des Hauses.

Lage & Terroir

Für den 2023er stammt der Grüne Veltliner aus den ältesten Rebanlagen des Weinguts und aus der Selektion der alten Kalkvogel-Reben. Der Untergrund wird als Verbindung von Sandstein und Kalkstein beschrieben; Händlerquellen nennen ergänzend Löss, Kies und Schotter. Gerade diese steinige, kalkgeprägte Herkunft bildet die Grundlage für die ausgeprägte Mineralität und die eher würzig-strukturelle als primär fruchtbetonte Stilistik.

Jahrgang 2023

Der Wein ist trocken und besitzt laut Weingutsangabe 13,5 % vol. Alkohol und 6,1 g/l Säure. Er verbindet damit reife Substanz mit genügend Frische und Spannung.

Vinifikation & Ausbau

Der „Radikal“ wird konsequent naturweinorientiert vinifiziert. Die Trauben erhalten Schalenkontakt beziehungsweise teilweise Maischegärung. Danach erfolgt eine spontane Vergärung und lange Reife auf der Vollhefe. Der Wein wird unfiltriert und ungeschönt abgefüllt; beim 2023er wird zudem auf eine Schwefelzugabe verzichtet. Als Ausbau werden großes Holz und teilweise Stahltank angegeben. Die Produktion erfolgt biodynamisch und ist nach AT-BIO-402 zertifiziert. Die lange Hefereife und der Schalenkontakt erklären die ungewöhnliche Textur: Der Wein besitzt deutlich mehr Gerbstoff und Griff als ein klassisch reduktiv ausgebauter Grüner Veltliner.

Verkostung

Im Glas zeigt sich der 2023er leicht trüb mit tief kupfergoldener beziehungsweise goldener Farbwirkung. Die Nase ist intensiv und komplex, mit gelber Frucht, Quitte und würzigen Grüner-Veltliner-Noten. Dazu treten Kräuter, Tee, Rauch sowie leicht oxidativ anmutende und hefige Nuancen. Auch Bienenwachs und Sauerteigbrot werden beschrieben.

Am Gaumen

Dicht, kraftvoll und ausgesprochen strukturiert. Die Frucht ist nicht vordergründig, sondern eingebettet in Phenolik, feinen Gerbstoff und eine salzige Mineralität. Die Säure wirkt eher seidig als spitz, hält den Wein aber lebendig und sorgt gemeinsam mit dem Grip für Spannung.
Besonders prägnant ist die Kombination aus würziger Veltliner-Kraft, cremiger Tiefe, mineralischer Salzigkeit und einem leicht bitteren, sehr charaktervollen Finale. Jancis Robinson beschreibt den 2023er als texturbetont, mit feinem Grip, tiefem Kern und einem präzisen bitteren Gerbstoffrahmen.

Aromatik

  • Quitte
  • gelbe Frucht
  • Birne
  • Kräuter und Tee
  • würzige Veltliner-Noten
  • Rauch
  • Bienenwachs
  • Sauerteigbrot
  • feine exotische Anklänge
  • mineralische und salzige Töne

Auszeichnungen

Der 2023er wurde von Jancis Robinson mit 18+ Punkten bewertet. Besonders hervorgehoben wurden die enorme Komplexität, die texturbetonte Struktur, der tiefe Kern, die Vitalität und die außergewöhnliche Länge. Auch Weinfurore führt den Wein mit 18/20 Punkten.

Reifepotenzial

Das Potenzial ist außergewöhnlich hoch. Das Weingut selbst gibt für den 2023er eine Lagerfähigkeit von 20 bis 30 Jahren an. Auch der Fachhandel sieht den Wein über viele Jahre entwicklungsfähig; Weinfurore nennt ein Trinkfenster von etwa 2025 bis 2033, während andere Quellen deutlich längere Perspektiven sehen.
Mit weiterer Reife dürften sich Quitte und gelbe Frucht stärker in Richtung getrocknete Früchte, Kräuter, Tee, Nuss, Wachs und komplexe mineralisch-herbe Töne entwickeln.

Servieren

Bei etwa 13–15 °C servieren, gern aus einem großen Weißweinglas. Aufgrund der ausgeprägten Struktur und der Naturwein-Vinifikation empfiehlt sich eine deutliche Belüftung; mehrere Stunden in der Karaffe können sinnvoll sein.

Speisenbegleitung

Besonders spannend zu:

  • gebratenem Zander oder Steinbutt
  • kräftigen Fischgerichten
  • Jakobsmuscheln
  • Geflügel und Perlhuhn
  • Ente und Gans
  • Kalbfleisch
  • geröstetem oder gegrilltem Gemüse
  • Kürbis- und Pilzgerichten
  • asiatisch gewürzten Speisen
  • gereiftem Hartkäse

Durch Phenolik und Mineralität eignet sich der Wein besonders gut zu Gerichten mit Röstaromen, Kräutern und komplexen Saucen. Auch der Fachhandel empfiehlt ihn ausdrücklich als vielseitigen Menüwein.

Rebsorte: Grüner Veltliner
Trinktemperatur: 14-16
Jahrgang: 2023
Alkoholgehalt: 13,5 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Bio: Ja
Vegan: Naturwein
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Österreich
Region Österreich: Weinviertel
Trinkempfehlung: bis 2040
Säuregehalt: 6,5 g/l
Qualität: Österreichischer Biowein. Naturwein
Verschluss: Schraubverschluss
Inverkehrbringer: Weingut Johannes Zillinger, 2245 Götzendorf, Österreich
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Edelstahltank
Purer Kalksandstein prägt diese karge, südlich exponierte Riede in Ollersdorf
Speiseempfehlung

Sehr guter Begleiter von herbstlichen Salaten mit Kürbisspalten, Walnüssen und Birnen. Auch zu Speisen von hellem Fleisch oder Fisch, z. B. Seezungenröllchen mit Kräuter-Zitronensoße. Passt zu asiatis

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