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Nahe

Deutscher Wein - Vielfalt, Qualität und Herkunft

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Schäfer Fröhlich
Fröhlich trocken 2022 QW
1006010-22N
  Fröhlich Riesling trocken 2022 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Ein klarer, trockener Nahe-Riesling mit der typischen Handschrift von Schäfer-Fröhlich: präzise, mineralisch und spannungsreich, dabei saftig und sehr trinkanimierend. Der Jahrgang 2022 verbindet reife Rieslingfrucht mit feiner Kräuterwürze und kühler Mineralität. Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Charakter & Verkostung In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Birne, dazu Limette, Zitrone und weiße Johannisbeere. Feine weiße Blüten, Kräuter und Feuersteinnoten ergänzen das frische Aromenspiel. Am Gaumen trocken, saftig und geradlinig, mit klarer Steinfrucht und lebendiger Zitrusfrische. Die präzise Säure sorgt für Spannung, während die mineralische Struktur einen feinen salzigen, steinigen Zug vermittelt. Das Finale ist frisch, trocken und mineralisch, mit Pfirsich, Zitrusschale, Kräutern und einem langen, leicht salzigen Nachhall. Ein eleganter, unkomplizierter Riesling mit viel Trinkfluss und klarer Nahe-Charakteristik. Aromatik Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Birne → Limette → Zitrone → weiße Johannisbeere → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → Salz Jahrgang 2022 Der 2022er zeigt eine schöne Verbindung aus reifer Frucht und frischer Säure. Er ist bereits sehr zugänglich, besitzt aber genügend Struktur für weitere Entwicklung. Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2031 Serviertemperatur: 8–10 °C Passt besonders gut zu Forelle Saibling Zander Garnelen Muscheln Sushi Spargel Ziegenkäse Geflügel leichten Gemüsegerichten Besonders schön zu Forelle mit Zitronenbutter und frischen Kräutern. Auch als Aperitif ist er hervorragend geeignet.  

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Schäfer Fröhlich
Nahe Gewürztraminer trocken 2025
1006004-25N
  Nahe Gewürztraminer trocken 2025 Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Ein trockener Gewürztraminer mit ungewöhnlich viel Frische und Präzision. Statt übermäßiger Süße und Schwere steht hier die aromatische Würze im Mittelpunkt: exotische Frucht, Blüten und Gewürze treffen auf eine klar trockene, mineralische Struktur. Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Charakter & Verkostung In der Nase Litschi, Rosenblüten und reife Birne, dazu Aprikose, gelbe Pflaume und Orangenschale. Typische Gewürztraminer-Noten von Ingwer, Muskat, Gewürznelke und orientalischen Gewürzen verleihen dem Wein seinen charakteristischen Duft. Am Gaumen trocken, aromatisch und saftig, mit exotischer Frucht und feiner Würze. Die für Gewürztraminer oft üppige Aromatik wird durch eine frische Säure und mineralische Spannung angenehm ausbalanciert. Ein leicht cremiger Schmelz sorgt für Fülle, ohne schwer zu wirken. Das Finale ist lang, würzig und aromatisch, mit Litschi, Rosenblüte, Orangenzeste und feiner Ingwer- und Muskatwürze. Ein charaktervoller, trockener Gewürztraminer mit viel Duft, Würze und überraschender Frische. Aromatik Litschi → Rosenblüte → Aprikose → Birne → gelbe Pflaume → Orange → Ingwer → Muskat → Gewürznelke → exotische Gewürze → feine Mineralität Jahrgang 2025 Der junge 2025er steht ganz im Zeichen seiner intensiven Primäraromatik. Gerade die Kombination aus exotischer Frucht und trockener Struktur macht ihn ausgesprochen spannend. Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2032Serviertemperatur: 9–11 °C Nicht zu kalt servieren – bei etwas Temperatur entfaltet der Gewürztraminer seine aromatische Tiefe deutlich besser. Passt besonders gut zu asiatischer Küche Thai-Curry indischen Gerichten Sushi Dim Sum würzigem Geflügel Foie gras kräftigen vegetarischen Gerichten Munster Blauschimmelkäse Besonders spannend zu Thai-Curry mit Garnelen, Kokosmilch, Limette und Koriander. Auch würziger Blauschimmelkäse bildet einen hervorragenden Kontrast zu seiner aromatischen Frische.

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Schäfer Fröhlich
Nahe Weisser Burgunder VDP.Gutswein 2024
1006001-24N
Weißer Burgunder „Nahe“ VDP.GUTSWEIN 2024 · trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der Weißburgunder ist bei Schäfer-Fröhlich eine interessante Ergänzung zur stark vom Riesling geprägten Kollektion. Das Weingut bewirtschaftet rund 19–24 Hektar und ist zu etwa 85 % mit Riesling und zu 15 % mit Burgundersorten bepflanzt. Seit 2001 gehört Schäfer-Fröhlich dem VDP an. Die Familie betreibt seit über 200 Jahren Weinbau an der Nahe. Gerade die kargen, steinigen Böden der mittleren Nahe eignen sich hervorragend für Burgundersorten. Der Weißburgunder wird dabei nicht als weich und breit angelegt, sondern trägt deutlich die Handschrift von Tim Fröhlich: Klarheit, Frische, Mineralität und Grip. Der 2024er ist als VDP.GUTSWEIN klassifiziert und gehört damit zur Basis der herkunftsgeprägten Qualitätspyramide des Hauses. Der Jahrgang 2024 2024 war ein ausgesprochen interessantes Jahr mit einem moderaten Sommer und einer späten, relativ normalen Lese. Laut Tim Fröhlich waren die Bedingungen dort, wo Frostschäden ausblieben, außergewöhnlich gut. Die Burgundersorten konnten sehr gute, reife Trauben hervorbringen. Beim Weißburgunder führt das zu einem Wein, der reif und extraktreich, gleichzeitig aber überraschend kühl und frisch wirkt. Der Wein hat 12,5 % vol. Alkohol und wird trocken ausgebaut. Er reifte teils im Tonneau und teils im Edelstahl. Auszeichnungen & Bewertungen Für den 2024er gibt es eine Bewertung von 91–92 Punkten bei Lobenberg. Besonders hervorgehoben werden die Klarheit, weiße Blüten, weißer Pfirsich, Pfefferminze, Salz und der für Schäfer-Fröhlich ungewöhnlich straffe Grip. Wichtig: Die häufig zu findende Bewertung von 95 Punkten betrifft den Weißburgunder „S“ 2024, nicht den hier genannten VDP.Gutswein. Verkostung In der Nase zunächst weiße Blüten und weißer Pfirsich, dazu feine Birnen- und Melonennoten. Dahinter zeigt sich eine dezente Pfefferminz- und Kräuterwürze. Die offizielle Beschreibung des Weinguts nennt ausdrücklich Ananas und Melone sowie ein deutliches Burgunderaroma. Mit etwas Luft kommen Zitrus, gelbe Frucht und eine feine nussige Note hinzu. Am Gaumen zeigt sich der Wein überraschend straff für einen Weißburgunder. Er besitzt Extrakt und Cremigkeit, bleibt aber durch Säure und Mineralität klar auf der trockenen, frischen Seite. Eine leichte Holzprägung ist vorhanden, wirkt aber nicht dominant. Sie gibt dem Wein eher Textur und Tiefe. Besonders schön ist der für Schäfer-Fröhlich typische salzige Grip. Genau hier unterscheidet sich dieser Weißburgunder von vielen weicheren und breiteren Weißburgundern. Das Finale ist cremig, trocken, salzig und lang, mit Melone, Pfirsich, Kräutern und einem feinen mineralischen Nachhall. Aromatik Ananas → Melone → weißer Pfirsich → Birne → gelber Apfel → Zitrone → weiße Blüten → Pfefferminze → Kräuter → Mandel → feine Buttercreme → Mineralität → Salz Die Aromatik ist weniger spektakulär als bei einem großen Riesling, dafür sehr harmonisch und burgundisch. Holz & Ausbau Der Ausbau in Tonneau und Edelstahl ist bei diesem Wein besonders interessant. Das Holz soll nicht als Vanille- oder Röstaroma im Vordergrund stehen. Vielmehr gibt es dem Wein mehr Schmelz, Struktur und Textur. Das Ergebnis ist ein Weißburgunder mit zwei Seiten: Edelstahl → Frische, Klarheit, Zitrus Tonneau → Cremigkeit, Tiefe, feiner Schmelz Diese Kombination funktioniert 2024 ausgesprochen gut. Reifepotenzial Der Wein ist bereits gut zugänglich. Durch Extrakt, Säure und den teilweisen Holzausbau besitzt er aber mehr Reserven als ein einfacher Einstiegswein. Trinkfenster: etwa 2025–2031 Serviertemperatur: 9–11 °C 2026 ist er bereits sehr schön zu trinken. Ich würde ihn nicht eiskalt servieren. Bei 10 °C im großen Burgunderglas kann er sich wesentlich besser entwickeln. Eine lange Dekantierung ist nicht notwendig; 20–30 Minuten im Glas reichen. Speisenbegleitung Dieser Weißburgunder ist wesentlich vielseitiger als ein klassischer Riesling: gebratener Zander Saibling Forelle Kabeljau Jakobsmuscheln Geflügel Kalb Spargel Sellerie Kürbis Pilze Risotto Pasta mit hellen Saucen Ziegenkäse Comté Besonders passend finde ich gebratenen Zander mit Sellerie, brauner Butter und Haselnüssen. Auch Risotto mit Steinpilzen ist eine hervorragende Kombination: Die cremige Textur des Gerichts greift die Tonneau-Komponente auf, während Säure und Salz für Spannung sorgen.  

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Schäfer Fröhlich
Nahe Weisser Burgunder VDP.Gutswein 2025
1006001-25N
Verkostungsnotiz Der Weißburgunder „Nahe“ 2025 zeigt die typische Handschrift von Schäfer-Fröhlich: klar, präzise und mineralisch, ohne in die Breite zu gehen. In der Nase verbinden sich Birne, gelbes Kernobst und weißer Pfirsich mit weißen Blüten, Netzmelone und einem Hauch Ananas. Dahinter liegen feine mineralische und cremige Nuancen. Am Gaumen wirkt der Wein saftig, geradlinig und angenehm extraktreich. Die reife Frucht wird von einer frischen Säure getragen, während der Ausbau in Edelstahl und großem Holz für zusätzlichen Schmelz und Struktur sorgt. Das Holz bleibt dabei im Hintergrund und dient vor allem der Textur. Der Nachhall ist frisch, mineralisch und leicht salzig. Der 2025er ist damit ein Weißburgunder, der Frische und Substanz miteinander verbindet – unkompliziert genug für den täglichen Genuss, aber mit deutlich mehr Tiefe als ein gewöhnlicher Basiswein. Die Geschichte des Weins Der Weißburgunder ergänzt die stark vom Riesling geprägte Kollektion von Schäfer-Fröhlich und zeigt, dass Tim Fröhlich auch mit Burgundersorten einen ausgesprochen präzisen, mineralischen Stil verfolgt. Das Weingut bewirtschaftet rund 24 Hektar und gehört seit 2001 dem VDP an. Die Familie betreibt in Bockenau seit rund 200 Jahren Weinbau. Beim Weißburgunder steht nicht die breite, üppige Burgunderstilistik im Vordergrund. Vielmehr geht es um Klarheit, Frische, Mineralität und Grip. Der 2025er wird sowohl in Edelstahl als auch in großem Holz ausgebaut. Dadurch erhält er zusätzliche Textur und Schmelz, ohne dass die Frische und der Herkunftscharakter verloren gehen. Speisenempfehlung Sehr schön zu gebratenem Zander, Steinbutt, Forelle oder Jakobsmuscheln, aber auch zu Kalbsfilet, hellem Geflügel und cremigem Risotto. Seine frische, mineralische Art macht ihn außerdem zu einem ausgezeichneten Begleiter von Spargel, Pilzgerichten und Pasta mit hellen Saucen. Glasempfehlung Ein mittelgroßes Weißweinglas mit leicht bauchiger Form. So kommen Frucht, Mineralität und der dezente Schmelz des Holzausbaus gut zur Geltung.

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Schäfer Fröhlich
Riesling Nahe 2022
1006027-22N
  Riesling „Nahe“ 2022 Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „Nahe Riesling“ ist der klassische Einstieg in die Riesling-Kollektion von Schäfer-Fröhlich und zeigt bereits auf Gutswein-Niveau sehr deutlich die Handschrift des Hauses. Schäfer-Fröhlich bewirtschaftet rund 21 Hektar in den besten Lagen der Nahe; etwa 85 % der Rebfläche sind mit Riesling bepflanzt. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau. Tim Fröhlich hat das Weingut zu einem der angesehensten Rieslingbetriebe Deutschlands entwickelt. Charakteristisch ist die Arbeit mit den beiden großen Bodentypen der Region: Vulkan- und Schiefergestein. Beim Nahe Riesling werden Trauben aus verschiedenen Parzellen zusammengeführt. Dadurch ist er weniger der Ausdruck einer einzelnen Lage als vielmehr ein kompakter Querschnitt durch die mineralische Welt von Schäfer-Fröhlich. Der Jahrgang 2022 2022 war warm und trocken. Beim Gutsriesling ist die Wärme aber nicht mit Schwere gleichzusetzen. Der Wein besitzt vielmehr eine gute Verbindung aus reifer Frucht, kräftiger Struktur und mineralischer Spannung. Der Wein wurde trocken und spontan vergoren und im Stahltank ausgebaut. Angegeben werden 11,0 % vol. Alkohol. Als optimale Trinkreife werden 2023–2030 genannt. Auszeichnungen & Bewertungen Für den 2022er werden unter anderem 93 Punkte James Suckling und 16,5/20 Punkte Weinfurore angegeben. Das ist für einen Gutswein bemerkenswert und zeigt, wie ernst Schäfer-Fröhlich bereits die Einstiegsebene nimmt. Verkostung In der Nase zunächst weiße Apfelblüte, weißer Pfirsich und Zitronengras. Dazu kommen Limette, frischer Apfel und eine dezente Kräuterwürze. Mit etwas Luft entwickelt sich eine deutlich mineralischere Seite: nasser Stein, Schiefer, Zitrusschale und eine leicht erdige Würze. Am Gaumen wirkt der Wein kernig und stoffig, mit guter Säure und deutlichem Grip. Die Frucht bleibt frisch und eher schlank, während die Mineralität für die nötige Tiefe sorgt. Besonders schön ist die für Schäfer-Fröhlich typische Kombination aus Zitrusfrucht, Kräutern und mineralischer Phenolik. Das Finale ist trocken, frisch und leicht salzig. Aromatik weißer Pfirsich → grüner Apfel → Apfelblüte → Zitrone → Zitronengras → Limette → Stachelbeere → Ananas → Zitronenmelisse → Kräuter → Schiefer → nasser Stein → Salz Reifepotenzial Der Nahe Riesling ist in erster Linie ein Wein für den relativ frühen Genuss, besitzt aber mehr Entwicklungspotenzial, als seine Einstufung als Gutswein vermuten lässt. Trinkfenster: etwa 2024–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C 2026 befindet sich der 2022er damit in einer sehr guten Phase: Die ursprüngliche Frische ist noch vorhanden, während sich bereits mehr mineralische und kräuterige Komponenten zeigen. Speisenbegleitung Seine moderate Alkoholstärke und die lebendige Säure machen ihn sehr vielseitig: Huhn Pute Gans gebratener Fisch Forelle Salate Spargel leichte Pasta Ziegenkäse Frischkäse Besonders gut funktioniert gebratenes Geflügel mit Kräutern und Zitronensauce. Auch zu einer einfachen Forelle mit brauner Butter und Zitrone ist er hervorragend geeignet.

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Schäfer Fröhlich
Riesling Nahe 2025
1006027-25N
Verkostungsnotiz Der Nahe Riesling trocken 2025 von Schäfer-Fröhlich ist ein präziser, ausgesprochen mineralischer Gutsriesling und eine sehr schöne Visitenkarte des Weinguts. In der Nase zeigen sich Grapefruit, Amalfi-Zitrone und grüner Apfel, begleitet von wilden Kräutern und einer kühlen, steinigen Würze. Die Frucht wirkt dabei eher frisch und zitrisch als üppig. Stuart Pigott beschreibt den Jahrgang als ausgesprochen frisch und kühl, mit wilder Kräuterwürze, Grapefruit und Amalfi-Zitrone. Am Gaumen präsentiert sich der 2025er straff, geradlinig und sehr animierend. Eine präzise Säure gibt dem Wein viel Spannung, während die mineralische, leicht karge Struktur für Länge sorgt. Der Wein wirkt bewusst schlank und fokussiert und zeigt bereits in der Gutswein-Kategorie die charakteristische Handschrift von Tim Fröhlich: Klarheit, Energie und kühle Mineralität. Mit 91 Punkten von Vinous gehört der 2025er zudem zu den bemerkenswerten Gutsrieslingen des Jahrgangs. Pinard de Picard hebt die präzise Säurestruktur, zarte Exotik und die kühle mineralische Finesse hervor. Die Geschichte des Weins Der Nahe Riesling ist der Gutsriesling von Schäfer-Fröhlich und damit der direkte Einstieg in die Rieslingwelt des Bockenauer VDP-Weinguts. Er vereint Trauben aus unterschiedlichen Herkünften und zeigt dadurch weniger die Handschrift einer einzelnen Lage als vielmehr den übergreifenden Charakter des Nahe-Terroirs und des Weinguts. Pinard de Picard bezeichnet ihn treffend als Wein, mit dem sich das Weingut besonders gut kennenlernen lässt. Schäfer-Fröhlich bewirtschaftet rund 24 Hektar und ist seit 2001 Mitglied im VDP. Der Betrieb blickt auf Weinbau seit 1800 zurück und setzt klar auf Riesling: Rund 85 % der Rebfläche sind mit dieser Rebsorte bepflanzt. Zu den renommierten Lagen gehören unter anderem Felseneck, Stromberg, Halenberg, Frühlingsplätzchen, Kupfergrube und Felsenberg. Der 2025er wurde im Edelstahl ausgebaut. Dadurch bleibt die kühle Frische des Rieslings erhalten und die mineralische Herkunft kann unverfälscht zur Geltung kommen. Der Jahrgang 2025 gilt bei Schäfer-Fröhlich als besonders gelungen: Tim Fröhlich beschreibt ihn als einen Jahrgang mit Energie, reifen, aber präsenten Säuren und niedrigen pH-Werten – eine Kombination, die den Weinen Spannung und Lebendigkeit verleiht. Speisenempfehlung Ein hervorragender Begleiter zu gebratenem Zander, Forelle, Wolfsbarsch und anderen Süß- oder Salzwasserfischen. Seine straffe Säure und mineralische Würze passen ebenso zu Jakobsmuscheln, Garnelen, Austern und Sushi. Sehr schön auch zu Ziegenkäse, Spargel, asiatischer Küche mit Kräutern und Zitrusnoten oder einem leichten Geflügelgericht.

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Schäfer Fröhlich
Riesling trocken vom Vulkangestein 2021, QW
1006015-21N
Riesling „Vom Vulkangestein“ 2021 · QW trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „Vom Vulkangestein“ ist die vulkanische Ergänzung zum „Vom Schiefergestein“ und zeigt eine andere geologische Seite der Weinberge von Schäfer-Fröhlich. Der Wein stammt aus vulkanisch geprägten Parzellen rund um Bockenau und Schloßböckelheim. Hier dominieren Gesteine wie Porphyr und Rhyolith. Die kargen Böden erwärmen sich schnell, speichern aber zugleich genügend Wasser für die alten Rieslingreben. Schäfer-Fröhlich nutzt diese unterschiedlichen Gesteinstypen sehr bewusst. Während der „Vom Schiefergestein“ eher kühl, rauchig und salzig wirkt, bringt der „Vom Vulkangestein“ meist mehr Kraft, gelbe Frucht und eine dunkle, steinige Würze. Wie für das Weingut typisch, wird der Riesling spontan vergoren und mit ausreichend Zeit auf der Feinhefe ausgebaut. Der Jahrgang 2021 2021 war an der Nahe ein vergleichsweise kühler und später Jahrgang. Nach mehreren warmen Jahren brachte er wieder Weine mit stärkerem Fokus auf Säure, Frische und Herkunft. Für den „Vom Vulkangestein“ ist das besonders interessant: Die natürliche Kraft der vulkanischen Böden verbindet sich mit der kühleren Jahrgangsstruktur. Dadurch wirkt der 2021er straffer und mineralischer als die warmen Jahrgänge 2020 oder 2022. Geschichte im Glas Der Wein zeigt sehr schön, wie sich das vulkanische Terroir von Schäfer-Fröhlich ausdrücken kann. In der Jugend steht zunächst eine rauchige, leicht reduktive Mineralität im Vordergrund. Mit Luft öffnet sich der Wein zunehmend und zeigt gelbe Frucht und Kräuter. Die Kombination aus Rauch + gelber Frucht + Feuerstein + Säure ist charakteristisch für diesen Stil. Verkostung In der Nase zunächst Feuerstein, Rauch und mineralische Würze. Dahinter kommen gelber Apfel, Pfirsich, Aprikose und etwas Grapefruit zum Vorschein. Mit Luft entwickeln sich Zitronenschale, Kräuter, weiße Blüten und eine leicht pfeffrige Note. Am Gaumen wirkt der Wein präzise, straff und ausgesprochen mineralisch. Die Säure des 2021er Jahrgangs gibt ihm viel Zug. Die Frucht bleibt eher im Hintergrund und dient als Gegengewicht zur Mineralität. Besonders auffällig ist der salzige und leicht rauchige Mittelteil. Das Finale ist trocken, steinig und kräuterwürzig mit einer schönen zitrischen Frische. Aromatik Pfirsich → Aprikose → gelber Apfel → Grapefruit → Zitrone → Zitronenschale → weiße Blüten → Kräuter → Pfeffer → Feuerstein → Rauch → Porphyr → Salz Mit Flaschenreife sind Tee, getrocknete Kräuter, Rauch und dezente Petrolnoten zu erwarten. Reifepotenzial Der 2021er hat durch seine Säure eine gute Grundlage für die Entwicklung. Trinkfenster: etwa 2025–2032 Serviertemperatur: 9–11 °C Im Jahr 2026 sollte er bereits sehr interessant sein. Bei einer noch jungen Flasche reichen 30–45 Minuten Luft. Speisenbegleitung Sehr gut zu: Zander Saibling Steinbutt Forelle Hummer Jakobsmuscheln Kalb Geflügel Morcheln Steinpilzen Sellerie Kürbis Spargel gereiftem Hartkäse Besonders passend wäre gebratener Zander mit Selleriepüree, brauner Butter und gerösteten Haselnüssen. Auch Kalb mit Morcheln funktioniert hervorragend: Die dunkle Würze des Vulkangesteins greift die Pilzaromen auf, während die Säure für Frische sorgt.  

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Schäfer Fröhlich
Grauburgunder 'S' trocken 2024
1006019-24N
Grauburgunder „S“ trocken 2024 Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Ein trockener, präziser Grauburgunder mit deutlich mehr Spannung und mineralischer Frische als ein klassischer, breit angelegter Pinot Gris. Der „S“ zeigt die eher kühle, elegante und terroirgeprägte Handschrift von Schäfer-Fröhlich: saftige Frucht, feine Würze, cremiger Schmelz und eine straffe Struktur. Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Charakter & Verkostung In der Nase gelber Apfel, Birne und Quitte, dazu Mirabelle, reife Zitrone und etwas Aprikose. Feine weiße Blüten, Kräuter und mineralische Feuersteinnuancen ergänzen die Frucht. Im Hintergrund zeigen sich dezente Nuss- und Hefenoten. Am Gaumen trocken, saftig und konzentriert, mit gelber Frucht, feiner Zitrusfrische und einer angenehm cremig-würzigen Textur. Die Säure ist präzise und sorgt für Spannung, während eine feine salzige Mineralität den Wein fokussiert und bis ins Finale trägt. Der Nachhall ist lang, trocken und würzig-mineralisch, mit Birne, gelbem Apfel, Zitronenzeste, Kräutern und einem leicht nussigen Ausklang. Ein eleganter Grauburgunder mit Schmelz, Mineralität und deutlich mehr Finesse als bloße Fruchtfülle. Aromatik gelber Apfel → Birne → Quitte → Mirabelle → Aprikose → reife Zitrone → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → Haselnuss → feine Hefewürze → Salz Jahrgang 2024 Der 2024er wirkt frisch und präzise, mit schöner Frucht und einer lebendigen Säure. Gerade diese Spannung macht ihn vielseitig zu Tisch. Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2033Serviertemperatur: 10–12 °C Am besten aus einem größeren Weißweinglas servieren und 15–30 Minuten Luft geben. Passt besonders gut zu Kalbsfilet gebratenem Zander Steinbutt Jakobsmuscheln Geflügel Spargel Pilzgerichten Risotto cremiger Pasta mildem bis mittelkräftigem Käse Besonders gelungen zu Kalbsfilet mit Morcheln und cremiger Sauce. Auch Jakobsmuscheln mit brauner Butter und gerösteten Haselnüssen greifen seine cremige Textur und feine Nusswürze sehr schön auf.

Inhalt: 0.75 Liter (28,67 €* / 1 Liter)

21,50 €*
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Schäfer Fröhlich
Grauburgunder 'S' trocken 2025
1006019-25N
Grauburgunder „S“ trocken 2025 Verkostungsnotiz Der Grauburgunder „S“ 2025 von Schäfer-Fröhlich verbindet die cremige, kraftvolle Seite des Grauburgunders mit der für das Weingut typischen kühlen Mineralität und präzisen Säurestruktur. In der Nase zeigen sich reife gelbe Frucht, Birne und etwas Apfel, begleitet von feinen nussigen und würzigen Anklängen. Dazu kommt eine dezente rauchig-mineralische Note, die dem Wein zusätzliche Tiefe verleiht. Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig, dicht und elegant, mit feinem Schmelz und einer klaren, animierenden Säure. Die Frucht wirkt reif und konzentriert, bleibt aber durch die mineralische Spannung präzise. Im langen Finale verbinden sich gelbe Frucht, feine Würze und eine leicht salzige Mineralität. Der Ausbau im Holz unterstützt die Struktur, ohne den Wein von seiner Herkunft und Frische zu lösen. Der „S“ steht für die Selektion aus besonders guten Parzellen und markiert bei Schäfer-Fröhlich die gehobene Qualitätsstufe zwischen Gutswein und den großen Lagenweinen. Der Grauburgunder wird trocken ausgebaut und zeigt eindrucksvoll, wie eigenständig und terroirgeprägt diese Rebsorte an der Nahe sein kann. Die Geschichte des Weins Das Weingut Schäfer-Fröhlich aus Bockenau gehört zu den renommiertesten Betrieben der Nahe. Tim Fröhlich führt das Familienweingut und hat es mit seiner konsequenten Herkunftsphilosophie zu einem festen Namen unter den deutschen Spitzenweingütern gemacht. Im Mittelpunkt stehen Riesling und Burgundersorten sowie die charakteristischen Schiefer- und Vulkanböden der Nahe. Die „S“-Weine stehen für eine sorgfältige Selektion aus hochwertigen Parzellen. Der Grauburgunder wird dabei nicht als breit angelegter, alkoholreicher Burgunder interpretiert, sondern mit Frische, Mineralität und klarer Herkunftsprägung vinifiziert. Die Weinberge rund um Bockenau und die angrenzenden Nahelagen sind von unterschiedlichen Gesteinen geprägt. Schiefer, Quarzit und vulkanische Gesteine sorgen für eine große geologische Vielfalt. Diese kühlen, steinigen Böden bilden die Grundlage für Weine mit Spannung und langem Nachhall. Speisenempfehlung Der kräftige, aber präzise Stil macht den Grauburgunder zu einem hervorragenden Begleiter für gebratenen Fisch und Meeresfrüchte. Besonders passend sind Steinbutt, Zander oder Wolfsbarsch mit Beurre blanc, ebenso Jakobsmuscheln oder Garnelen. Auch Kalbsgerichte, Geflügel mit cremigen Saucen, Pilzrisotto und Pasta mit Parmesan harmonieren ausgezeichnet. Für die vegetarische Küche bietet sich beispielsweise gebratener Sellerie mit Nussbutter oder cremiges Steinpilzrisotto an.

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Schäfer Fröhlich
Weisser Burgunder 'S' 2024
1006012-24N
Weisser Burgunder „S“ 2024 · trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „S“ ist die anspruchsvollere Weißburgunder-Selektion von Schäfer-Fröhlich. Das Weingut führt ihn heute als VDP.Ortswein; im aktuellen VDP-Katalog ist er als „S“, VDP.ORTSWEIN, Weisser Burgunder trocken aufgeführt. Schäfer-Fröhlich ist vor allem für Riesling berühmt, bewirtschaftet aber auch ältere Burgunderanlagen. Gerade beim „S“ wird deutlich, dass Tim Fröhlich Weißburgunder nicht als einfachen, weichen Burgunder versteht, sondern mit derselben Philosophie wie beim Riesling arbeitet: Selektion, Spontangärung, zurückhaltender Ausbau und möglichst deutlicher Herkunftsausdruck. Die Weine des Hauses entstehen auf sehr unterschiedlichen Gesteinsböden der Nahe. Diese geologische Vielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil der Stilistik von Schäfer-Fröhlich. Der Jahrgang 2024 2024 war ein sehr spannender Jahrgang. Tim Fröhlich bezeichnete ihn als außergewöhnlich gelungen, sofern die jeweiligen Parzellen von Frostschäden verschont geblieben waren. Die Weine zeigen viel Finesse, kühle Säure und Extrakt bei moderatem Alkohol. Beim Weißburgunder „S“ ergibt sich daraus eine besonders schöne Kombination aus Reife und Frische. Der Wein besitzt 13,0 % vol. Alkohol und 2,5 g/l Restzucker. Ausbau Der Ausbau ist für den Charakter des Weins entscheidend: 6 Monate Tonneau + 8 Monate Edelstahl. Das Holz wird nicht eingesetzt, um einen stark vanilligen oder buttrigen Wein zu erzeugen. Es gibt vielmehr Schmelz, Textur und burgundische Tiefe, während der Edelstahl die Frische bewahrt. Damit hat der Wein zwei sehr unterschiedliche Komponenten: Tonneau → Schmelz, Cremigkeit, Würze Edelstahl → Zitrus, Frische, Präzision Auszeichnungen & Bewertungen Der Jahrgang 2024 erhielt: 95 Punkte Lobenberg 91 Punkte Falstaff   Die Differenz ist interessant: Lobenberg bewertet den Wein ausgesprochen hoch und sieht ihn als großen, sehr spannungsreichen Weißburgunder. Falstaff betont stärker seine elegante, florale und geschmeidige Seite. Verkostung Die Nase ist zunächst floral und feinwürzig. Es zeigen sich weiße Blüten, Flieder, Orangenblüte und Muskatblüte, dazu Honigmelone und Nektarine. Dahinter kommen Salbei und Rosmarin. Mit Luft wird der Wein komplexer. Es erscheinen Quitte, Birne, Ananas, weißer Pfirsich, Zitrone und Orange. Dazu kommen feine rauchige und steinige Noten wie Feuerstein, Schiefer und nasses Geröll. Am Gaumen beginnt er elegant und geschmeidig, mit feinem Schmelz. Die Phenolik ist seidig und sorgt für Struktur, ohne den Wein kantig wirken zu lassen. Die Säure ist für einen Weißburgunder nicht aggressiv, sondern fein eingebunden. Gerade das macht den 2024er so attraktiv. Im Mittelteil verbinden sich Honigmelone, Nektarine und Zitrus mit mineralischer Würze. Das Finale wird trockener und steiniger: Zitrus, Kräuter, Feuerstein und eine feine salzige Mineralität bleiben lange am Gaumen. Aromatik Honigmelone → Nektarine → weißer Pfirsich → Quitte → Birne → Ananas → Orange → Zitrone → weiße Blüten → Flieder → Muskatblüte → Salbei → Rosmarin → Feuerstein → Rauch → Schiefer → Salz Das Interessante ist die Verbindung von heller, reifer Frucht mit rauchig-mineralischer Würze. Charakter des 2024ers Der Wein besitzt drei klar erkennbare Ebenen: Burgunder: Schmelz, Cremigkeit, Birne, Melone Frische: Zitrone, Orange, feine Säure Schäfer-Fröhlich: Feuerstein, Rauch, Kräuter, Schiefer, Mineralität Genau diese Kombination macht ihn deutlich interessanter als einen rein fruchtbetonten Weißburgunder. Reifepotenzial Der Wein ist noch sehr jung. Lobenberg sieht ein Trinkfenster von 2027–2040. Für mich ist das plausibel: Die Kombination aus Extrakt, Säure, Phenolik und Holz gibt dem Wein genügend Substanz für eine lange Entwicklung. Optimales Trinkfenster: 2027–2038 Potenzial: bis etwa 2040 Serviertemperatur: 10–12 °C 2026 kann man ihn bereits trinken, aber er ist dann noch deutlich jugendlicher. Bei einer jungen Flasche würde ich 45–60 Minuten Luft geben. Am besten in einem großen Burgunderglas. Speisenbegleitung Der „S“ 2024 ist vielseitiger als viele kräftige Chardonnay- oder Weißburgunder-Stile. Sehr gut zu: Hummer Jakobsmuscheln Steinbutt Zander Saibling Kalbsfilet Geflügel Morcheln Steinpilzen Sellerie Kürbis Risotto Pasta mit hellen Saucen Spargel Comté Besonders schön: Jakobsmuscheln mit Sellerie, brauner Butter und Haselnuss. Die Cremigkeit des Weins nimmt die Butter auf, während Zitrus und Mineralität die Süße der Jakobsmuschel ausbalancieren. Auch Kalbsfilet mit Morcheln ist eine hervorragende Kombination

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Schäfer Fröhlich
Weisser Burgunder 'S' 2025
1006012-25N
Verkostungsnotiz Der Weißburgunder „S“ trocken 2025 von Schäfer-Fröhlich zeigt, wie präzise und mineralisch Tim Fröhlich die Burgundersorten der Nahe interpretieren kann. Der Jahrgang verbindet reife Frucht mit kühler Spannung und einer für Weißburgunder bemerkenswerten Tiefe. In der Nase zunächst gelbe Birne, Mirabelle und weißfleischiger Pfirsich, dazu Kumquat und Kaktusfeige. Mit Luft kommen Orangenblüte, Rauch, Lanolin, etwas Brioche und Tonkabohne hinzu. Eine feine würzige und steinige Komponente verleiht dem Wein zusätzliche Komplexität. Am Gaumen wirkt der 2025er reif, voll und saftig, bleibt dabei aber erstaunlich kühl und fokussiert. Die seidige, cremige Textur wird von einer feinen Phenolik und einer präzisen, reifen Säure getragen. Mineralische Spannung sorgt für Zug und Länge. Der Ausbau in 500-Liter-Tonneaux und zu einem kleineren Teil im Edelstahl bringt Schmelz und dezente Holznoten, ohne die Frucht oder den mineralischen Charakter zu überdecken. Die Trauben stammen aus selektionierten, 40 bis 50 Jahre alten Rebanlagen in sehr guten Bockenauer Parzellen, darunter vor allem eine Lage auf rotem Schiefer, die bereits vom Großvater von Tim Fröhlich bepflanzt wurde. Der niedrige Ertrag und die vollständige Handlese unterstreichen den Anspruch dieses Weines. Die Geschichte des Weins Das „S“ steht bei Schäfer-Fröhlich für eine Selektion der besten Trauben. Für den 2025er werden ausschließlich ausgewählte Trauben aus sehr guten Parzellen verwendet. Ein wesentlicher Teil stammt von 40 bis 50 Jahre alten Reben, die auf rotem Schiefer wurzeln und bereits vom Großvater von Tim Fröhlich gepflanzt wurden. Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Betrieben der Nahe. Die Familie betreibt dort seit 1800 Weinbau; Tim Fröhlich bewirtschaftet heute gemeinsam mit seiner Familie rund 16 Hektar. Unterschiedliche Gesteinsböden und die konsequente Orientierung am jeweiligen Terroir bilden die Grundlage der Weine. 2025 wurden sämtliche Weine vollständig von Hand gelesen. Die Lese begann am 15. September und dauerte bis Ende September. Für den Weißburgunder „S“ kamen nur selektionierte Trauben in den Keller. Der Ausbau erfolgte in hochwertigen französischen 500-Liter-Tonneaux, ergänzt durch einen kleineren Anteil Edelstahl. Speisenempfehlung Ein ausgesprochen vielseitiger Essensbegleiter: hervorragend zu gebratenem Zander mit Beurre blanc, gebratenem Steinbutt, Jakobsmuscheln, Kalbsrücken oder Geflügel mit cremiger Sauce. Seine cremige Textur und die mineralische Spannung harmonieren außerdem ausgezeichnet mit Pilzgerichten, Spargel mit Morcheln und mild gereiftem Hartkäse. Glasempfehlung Ein großes Weißweinglas bzw. Burgunderglas, das der cremigen Textur, der feinen Holzwürze und der mineralischen Tiefe ausreichend Raum gibt.

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Schäfer Fröhlich
Riesling trocken vom Vulkangestein 2022, QW
1006015-22N
  Riesling „vom Vulkangestein“ 2022 · QW trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „vom Vulkangestein“ gehört zur Terroirwein-Linie von Schäfer-Fröhlich und bildet das vulkanische Gegenstück zum „Vom Schiefergestein“. Das Weingut führt beide Weine heute ausdrücklich als VDP.Ortswein bzw. Terroirweine. Die vulkanisch geprägten Weinberge des Hauses liegen vor allem im Bereich Bockenau/Schloßböckelheim. Besonders charakteristisch sind Porphyr und Rhyolith. Das vulkanische Gestein gibt den Rieslingen eine andere Persönlichkeit als die Schieferböden: mehr Druck, Würze und eine dunklere, steinige Mineralität. Die große Referenz dafür ist bei Schäfer-Fröhlich die Kupfergrube; auch der Stromberg südlich von Bockenau steht auf kargem, eisen- und kupferhaltigem Porphyr. Schäfer-Fröhlich beschreibt seine Stromberg-Rieslinge entsprechend als tief mineralisch und salzig komplex. Der Jahrgang 2022 2022 war ein warmes und trockenes Jahr. Beim Vulkangestein kommt diese Reife sehr schön zur Geltung, ohne dass der Wein seine Frische verliert. Der 2022er besitzt 12 % vol. Alkohol, 4,4 g/l Restzucker und wird trocken ausgebaut. Falstaff beschreibt ihn als straff, zugkräftig und mineralisch; besonders hervorgehoben werden Rauch, Zündholz, grüner Apfel, Zitrone, weißer Pfirsich und Kräuter. Damit ist er gegenüber dem 2021er etwas fruchtiger und geschmeidiger, während der 2021er stärker über Säure und kühle Spannung kommt. Auszeichnungen & Bewertungen 91+ Punkte Falstaff. Ulrich Sautter hebt besonders die rauchige Nase, lebendige Säure, mineralische Würze und den guten Trinkfluss hervor. Verkostung Die Nase beginnt sehr typisch für Schäfer-Fröhlich mit Rauch und Zündholz. Dahinter kommen grüner Apfel, frische Zitrone und weißer Pfirsich. Mit Luft wird der Wein deutlich aromatischer: Grapefruit, Zitronenschale, Kräuter, Zitronenmelisse, Estragon und etwas Senfsaat treten hervor. Eine feine rote Beerenanklänge werden ebenfalls beschrieben. Am Gaumen ist er straff, schlank und zugkräftig, aber nicht dünn. Die Säure ist lebendig und verleiht dem Wein eine sehr gute Spannung. Besonders charakteristisch ist die salzige Vulkangestein-Mineralik. Sie gibt dem Wein im Mittelteil Grip und Tiefe. Gleichzeitig sorgt die reife Frucht für Geschmeidigkeit. Vinoterra beschreibt ihn als dicht und konzentriert, mit salziger Mineralität und langem Abgang. Das Finale ist trocken, zitrisch, rauchig und mineralisch, mit bemerkenswerter Länge für einen Terroir-/Ortswein. Aromatik grüner Apfel → weißer Pfirsich → Nektarine → Grapefruit → Zitrone → Zitronenschale → Ananas → rote Beerenanklänge → Zitronenmelisse → Estragon → Senfsaat → Feuerstein → Rauch → Vulkanstein → Salz Die Kombination aus Rauch, Zitrus und salziger Mineralität ist für mich die stärkste Seite dieses Jahrgangs. Reifepotenzial Für eine gut gelagerte Flasche würde ich ihn heute nicht zu früh abschreiben: Trinkfenster: 2025–2030 Serviertemperatur: 9–10 °C 2026 ist er sehr schön zu trinken. Die anfängliche Rauchigkeit sollte sich mit etwas Luft öffnen. Belüftung: etwa 30–45 Minuten; alternativ im großen Rieslingglas entwickeln lassen. Speisenbegleitung Sehr passend zu: Zander Saibling Forelle Steinbutt Jakobsmuscheln Geflügel Kalb Pilzgerichten Steinpilzen Morcheln Sellerie Spargel asiatischer Küche indischer Küche Gerade Pilze sind eine hervorragende Kombination: Die erdigen Aromen greifen die dunkle Mineralität und Kräuterwürze des Weins auf. Auch asiatische Küche wird als passende Kombination empfohlen. 

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Schäfer Fröhlich
Chardonnay 'S' 2023, QW
1006028-23N
  Chardonnay „S“ 2023 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Ein präziser, trockener Chardonnay mit der typischen Schäfer-Fröhlich-Handschrift: kühl, mineralisch und straff, dabei mit feiner Cremigkeit und viel Spannung. Der Jahrgang 2023 bringt reife gelbe Frucht und Zitrusfrische in ein sehr ausgewogenes Verhältnis.Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Charakter & Verkostung In der Nase gelber Apfel, Birne und reife Zitrone, dazu Mirabelle, etwas Pfirsich und weiße Blüten. Dahinter zeigen sich Feuerstein, feine Kräuter, geröstete Haselnuss und dezente Rauch- und Hefenoten. Am Gaumen trocken, präzise und saftig, mit klarer gelber Frucht und lebendiger Säure. Die Textur ist cremig und dicht, gleichzeitig bleibt der Wein dank seiner mineralischen Struktur straff und fokussiert. Eine feine salzige Würze sorgt für zusätzlichen Druck. Das Finale ist lang, trocken und mineralisch, mit Zitronenzeste, gelbem Apfel, feiner Nuss und einem eleganten rauchig-steinigen Nachhall. Ein strukturierter Chardonnay mit Finesse, Mineralität und hervorragendem Spannungsbogen. Aromatik gelber Apfel → Birne → Zitrone → Mirabelle → Pfirsich → weiße Blüten → Feuerstein → Kräuter → Haselnuss → Rauch → Salz Jahrgang 2023 Der 2023er wirkt etwas frischer und spannungsreicher als der 2022er. Die Säure ist präzise und gibt dem Wein trotz seiner Dichte einen sehr guten Trinkfluss. Trinkfenster: jetzt bis etwa 2031–2035Serviertemperatur: 10–12 °C Idealerweise 20–30 Minuten belüften und aus einem großen Weißweinglas servieren. Passt besonders gut zu Jakobsmuscheln Hummer Steinbutt Zander Kalbsfilet Geflügel Morcheln Steinpilzen Spargel cremigem Risotto Comté Besonders stark zu Jakobsmuscheln mit brauner Butter, Sellerie und gerösteten Haselnüssen.

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Schäfer Fröhlich
Chardonnay 'S' 2022 QW
1006028-22N
  Chardonnay „S“ 2022 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Ein charaktervoller, trockener Chardonnay von der Nahe, der weniger auf opulente Holzaromatik als auf Klarheit, Mineralität und Spannung setzt. Der Jahrgang 2022 verbindet reife gelbe Frucht mit einer straffen, würzigen Struktur. Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Charakter & Verkostung In der Nase gelber Apfel, Birne und reife Zitrone, dazu Mirabelle und etwas Pfirsich. Feine Noten von weißen Blüten, Kräutern, Feuerstein und gerösteten Nüssen geben dem Wein zusätzliche Tiefe. Dezente Holz- und Hefearomen bleiben elegant im Hintergrund. Am Gaumen trocken, dicht und präzise, mit saftiger gelber Frucht und lebendiger Säure. Die Textur wirkt cremig und zugleich straff, getragen von einer markanten mineralischen Würze. Feine salzige Noten sorgen für Spannung und Länge. Das Finale ist lang, trocken und mineralisch, mit Zitruszeste, gelbem Apfel, feiner Würze und einem leicht rauchigen Nachhall. Ein eleganter Chardonnay mit Druck, Mineralität und sehr guter Balance zwischen Frucht, Holz und Säure. Aromatik gelber Apfel → Birne → Zitrone → Mirabelle → Pfirsich → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → geröstete Nuss → feine Rauchwürze → Salz Jahrgang 2022 Der 2022er zeigt bereits Schmelz und aromatische Reife, besitzt aber genügend Säure und mineralische Spannung für eine weitere Entwicklung. Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2034Serviertemperatur: 10–12 °C Am besten in einem größeren Weißweinglas servieren und 20–30 Minuten Luft geben. Passt besonders gut zu Hummer Jakobsmuscheln Steinbutt gebratenem Zander Kalbsfilet Geflügel cremigen Pilzgerichten Spargel Risotto Comté Besonders überzeugend zu Jakobsmuscheln mit brauner Butter, Sellerie und gerösteten Haselnüssen. Auch zu Kalbsfilet mit Morcheln passt seine cremige Textur und mineralische Würze hervorragend.

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Schäfer Fröhlich
Riesling trocken Vom Schiefergestein 2020, Qw
1006016-20N
Riesling „Vom Schiefergestein“ 2020 · QW trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „Vom Schiefergestein“ ist ein besonders charakteristischer Ortswein von Schäfer-Fröhlich. Er stammt aus Bockenauer Schieferlagen und bringt bereits auf dieser Stufe sehr deutlich die Handschrift von Tim Fröhlich zum Ausdruck. Die Trauben stammen aus Bockenauer Steillagen mit blauem Devonschiefer, unter anderem aus dem Umfeld des Felsenecks. Für den 2020er werden Reben im Alter von etwa 15 bis 30 Jahren genannt. Der Schieferboden sorgt für die für diesen Wein typische Verbindung aus kühler Mineralität, Kräuterwürze und salziger Spannung. Schäfer-Fröhlich arbeitet bei seinen Rieslingen konsequent mit Spontangärung. Der 2020er wurde spontan im Edelstahl vergoren und anschließend mehrere Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Der Jahrgang 2020 2020 war an der Nahe ein ausgesprochen guter Jahrgang für trockenen Riesling. Die Weine konnten eine hohe aromatische Reife erreichen, ohne ihre Säure und Frische zu verlieren. Beim Schiefergestein zeigt sich das besonders schön: reife gelbe Frucht trifft auf eine sehr lebendige Säure und eine ausgeprägte Schiefermineralität. Der Wein besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 5,5 g/l Restzucker und 8,5 g/l Säure. Auszeichnungen Der 2020er erhielt von Falstaff 91–93 Punkte. Ulrich Sautter betonte insbesondere die präzise Frucht, Feuerstein, Mandarine, Zitronenschale, reifen Pfirsich, grünen Apfel und die sehr lebendige Säure mit langem Nachhall. Noch bemerkenswerter ist die Bewertung von 94 Punkten James Suckling. Dort wird die rauchig-reduktive Art des Weins hervorgehoben, die sich mit Luft in Richtung Feuerstein entwickelt. Verkostung Die Nase ist zunächst typisch Schäfer-Fröhlich: leicht reduktiv, rauchig und steinig. Nach einigen Minuten im Glas öffnet sich der Wein und zeigt Mandarine, Zitronenschale, reifen Pfirsich und grünen Apfel. Dazu kommen Feuerstein, Kräuter und eine feine Tabakwürze. Gerade diese Kombination macht den Wein spannender als einen rein fruchtbetonten Riesling. Am Gaumen ist er klar, konzentriert und ausgesprochen lebendig. Die Säure besitzt viel Zug, wird aber durch die Frucht und den Extrakt gut abgefedert. Die Mineralität wirkt nicht nur aromatisch, sondern auch taktil: Der Wein besitzt Grip und eine salzige Spannung, die ihn immer wieder nach vorne zieht. Das Finale ist für einen Ortswein bemerkenswert lang und endet trocken, zitrisch, rauchig und salzig. Aromatik Mandarine → Zitronenschale → Grapefruit → reifer Pfirsich → grüner Apfel → Limette → Feuerstein → Kräuter → Tabak → nasser Schiefer → Salz Mit weiterer Flaschenreife können getrocknete Kräuter, Tee, Rauch und dezente Petrolnoten hinzukommen. Reifepotenzial Der Wein wurde bereits als trinkreif angeboten, besitzt aber deutlich mehr Entwicklungspotenzial als ein einfacher Gutswein. Ein Händler nennt 2028 als Trinkgrenze; andere Beschreibungen betonen ausdrücklich, dass sich Geduld bei gereiftem Bockenauer Riesling lohnt. Trinkfenster: etwa 2025–2030 Serviertemperatur: 9–11 °C Im Jahr 2026 ist der 2020er aus meiner Sicht in einer sehr schönen Trinkphase: Die jugendliche Frucht ist noch vorhanden, gleichzeitig beginnt die Schieferwürze stärker hervorzutreten. Eine lange Dekantierung ist nicht nötig. 20–30 Minuten im Glas reichen meist aus; bei stärkerer Reduktion darf es auch etwas länger sein. Speisenbegleitung Der Wein ist sehr vielseitig und funktioniert besonders gut zu: Forelle Saibling Zander gebratenem Fisch Spargel grünem Gemüse asiatischer Küche Sushi leichten Geflügelgerichten Ziegenkäse Weichkäse Sehr schön wäre Forelle mit brauner Butter, Zitrone und Kräutern. Auch zu grünem Spargel mit Zitronenbutter passt die Kombination aus Säure, Schiefer und Kräutern hervorragend.  

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Schäfer Fröhlich
Riesling trocken Vom Schiefergestein 2022, Qw
1006016-22N
Riesling „Vom Schiefergestein“ 2022 · QW trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „Vom Schiefergestein“ ist ein charaktervoller trockener Riesling von Schäfer-Fröhlich, der die mineralische Seite der Bockenauer Weinberge bereits auf Ortswein-Niveau zeigt. Schäfer-Fröhlich bewirtschaftet rund 21 Hektar in der Nahe und ist besonders für seine steilen, kargen Weinberge bekannt. Tim Fröhlich hat das Weingut zu einem der führenden Rieslingbetriebe Deutschlands entwickelt. Der Wein stammt aus Bockenauer Schieferlagen, insbesondere aus Parzellen im Umfeld des Felsenecks. Der blaue Devonschiefer prägt die Stilistik: eher kühl, rauchig, salzig und kräuterwürzig als breit und üppig. Wie bei den großen Weinen des Hauses spielt auch hier die Spontangärung eine wichtige Rolle. Die dadurch entstehende leichte Reduktion und Rauchigkeit gehört zur typischen Schäfer-Fröhlich-Handschrift. Der Jahrgang 2022 2022 war ein warmes, trockenes Jahr. Die Herausforderung bestand darin, die Reife der Trauben zu bewahren, ohne die Weine schwer erscheinen zu lassen. Beim „Vom Schiefergestein“ gelingt das sehr gut. Der Jahrgang bringt etwas mehr gelbe Frucht und Körper als der kühlere 2020er, während die Schiefermineralität und die Säure für Spannung sorgen. Der Wein wirkt dadurch reifer, saftiger und etwas großzügiger, bleibt aber klar trocken und mineralisch. Auszeichnungen & Bewertungen Der 2022er wurde unter anderem von James Suckling mit rund 92 Punkten bewertet. Damit bestätigt er erneut die außergewöhnliche Qualität, die Schäfer-Fröhlich auch bei seinen Ortsweinen erreicht. Verkostung In der Nase zunächst rauchig und leicht reduktiv, mit Feuerstein und kühler Schieferwürze. Danach öffnen sich Pfirsich, Aprikose, gelber Apfel und Grapefruit. Dazu kommen Zitronenschale, Kräuter und eine feine mineralische Erdigkeit. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit deutlich mehr Frucht als der 2020er. Die Säure ist lebendig und sorgt dafür, dass der Wein trotz der warmen Jahrgangsbedingungen nicht breit wirkt. Eine feine Phenolik verleiht ihm Grip und Struktur. Im Mittelteil kommt eine fast cremige Textur hinzu, die anschließend wieder von Zitrus und Salz abgelöst wird. Das Finale ist trocken, rauchig, zitrisch und salzig, mit einer schönen Schieferwürze. Aromatik Pfirsich → Aprikose → gelber Apfel → Grapefruit → Zitrone → Zitronenschale → Limette → Feuerstein → Kräuter → Schiefer → Rauch → Salz Mit zunehmender Reife dürften getrocknete Kräuter, Tee, Rauch und dezente Petrolnoten stärker hervortreten. Reifepotenzial Der Wein ist bereits gut zugänglich, besitzt aber genügend Säure und Mineralität für einige weitere Jahre. Trinkfenster: etwa 2025–2031 Serviertemperatur: 9–11 °C Für den aktuellen Genuss genügt es, die Flasche 20–30 Minuten vor dem Servieren zu öffnen. Bei stärkerer Reduktion darf er auch länger im Glas stehen. Speisenbegleitung Besonders passend: Forelle Saibling Zander Steinbutt Spargel grüner Spargel Geflügel Kalbfleisch Kräuterküche Sushi Ziegenkäse Gemüsegerichte Sehr schön zu Forelle mit brauner Butter, Zitrone und Kräutern. Auch Kalbsmedaillons mit Kräutern und einer leichten Zitronenbutter funktionieren hervorragend.

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Schäfer Fröhlich
Weisser Burgunder 'R' trocken 2023
1006026-23N
  Weisser Burgunder „R“ 2023 · trocken Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der „R“ ist die Spitzeninterpretation des Weißburgunders bei Schäfer-Fröhlich. Er steht deutlich über dem klassischen Weißburgunder und dem „S“ und wird als besonders selektierter Qualitätswein aus den besten, ältesten Rebstöcken erzeugt. Der Jahrgang 2023 hat 13,0 % vol. Alkohol. Besonders interessant ist die Herkunft: Der Wein stammt aus roten Schiefer-Steillagen. Für den „R“ werden die kargsten Partien und inzwischen ausdrücklich die ältesten Rebstöcke ausgewählt – es handelt sich also weniger um eine reine Traubenselektion als um eine Weinbergsselektion. Das rote Schiefergestein gibt dem Weißburgunder eine ungewöhnlich mineralische und würzige Dimension. Dadurch wirkt er nicht wie ein klassischer, weicher Weißburgunder, sondern besitzt viel mehr Tiefe, Griff und Spannung. Ausbau Die Trauben werden als ganze Trauben eingemaischt und erhalten eine längere Maischestandzeit. Anschließend werden sie schonend abgepresst und rein spontan vergoren. Der Ausbau erfolgt überwiegend in 500-Liter-Tonneaux. Das Holz ist dabei nicht als dominantes Vanille- oder Röstaroma gedacht, sondern dient vor allem der Entwicklung von Schmelz, Struktur und Komplexität. Das erklärt den besonderen Stil des „R“: Burgunderhafte Cremigkeit trifft auf die mineralisch-rauchige Handschrift von Schäfer-Fröhlich. Der Jahrgang 2023 2023 brachte insgesamt reife und konzentrierte Trauben. Beim „R“ wird diese Reife durch die alten Reben und die strenge Selektion noch verstärkt. Der Wein besitzt genügend Körper und Extrakt, bleibt aber durch die Säure klar und präzise. Im Vergleich zum „Weisser Burgunder“ 2023 ist der „R“ wesentlich dichter, tiefer und strukturierter. Auszeichnungen & Bewertungen Für den Weisser Burgunder „R“ 2023 gibt Lobenberg 95 Punkte. Das Trinkfenster wird mit 2025–2039 angegeben. Zum Vergleich: Der „R“ 2023 kostet beim Weingut 39 € pro 0,75-l-Flasche, während der normale Weisse Burgunder 12,90 € und der „S“ 19,90 € kostet. Das zeigt auch die klare qualitative Stellung innerhalb der Burgunderkollektion. Verkostung Die Nase ist zunächst zurückhaltend, rauchig und mineralisch. Mit Luft kommen weißer Pfirsich, gelbe Steinfrucht, Birne und Zitrusschale zum Vorschein. Dazu gesellen sich Haselnuss, Kräuter, feine Würze und eine dezente rauchige Note. Am Gaumen ist der Wein voll, rund und dicht, ohne schwer zu wirken. Die Textur ist cremig und seidig, gleichzeitig besitzt der Wein einen deutlichen mineralischen Griff. Besonders auffällig ist die Verbindung von Schmelz und Spannung: Das Tonneau gibt Breite und Tiefe, während Schiefer, Säure und Phenolik für Struktur sorgen. Das Finale ist lang und trocken, mit gelber Frucht, Nuss, Kräutern, Rauch und einer salzigen mineralischen Note. Aromatik weißer Pfirsich → Aprikose → Birne → gelbe Steinfrucht → Zitrone → Zitronenschale → Haselnuss → Mandel → Kräuter → Rauch → roter Schiefer → feine Würze → Salz Mit Flaschenreife dürften Nuss, Tee, getrocknete Kräuter, Rauch und mineralische Würze stärker hervortreten. Reifepotenzial Das ist kein Weißburgunder, den man möglichst jung trinken muss. Trinkfenster: etwa 2025–2039 Optimale Serviertemperatur: 10–12 °C 2026 befindet er sich bereits in einer sehr guten Phase, hat aber noch eine lange Zukunft. Bei einer jungen Flasche würde ich 45–90 Minuten Belüftung empfehlen. Ein großes Burgunderglas ist hier deutlich besser als ein kleines Weißweinglas. Speisenbegleitung Der „R“ besitzt genügend Kraft für gehaltvolle Küche: Hummer Languste Jakobsmuscheln Steinbutt Seezunge Kalbsbries Kalbsfilet Geflügel mit Morcheln Steinpilze Trüffel Risotto Sellerie Kürbis gereifter Comté milde Blauschimmelkäse Besonders stark wäre Kalbsbries mit Morcheln, brauner Butter und gerösteten Haselnüssen. Auch Hummer mit Sellerie und Beurre blanc passt hervorragend. Die cremige Textur des Gerichts nimmt den Schmelz des Weins auf, während Säure und Mineralität für Spannung sorgen.  

Inhalt: 0.75 Liter (48,73 €* / 1 Liter)

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Schäfer Fröhlich
Riesling "Felsenberg" VDP.Großes Gewächs 2022
1006017-22N
  Riesling „Felsenberg“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2022 Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich zählt zu den führenden Riesling-Erzeugern der Nahe. Die Familie betreibt seit über 200 Jahren Weinbau; Tim Fröhlich führt das Gut heute mit seiner Frau Nicole. Der Betrieb bewirtschaftet rund 24 Hektar und ist seit 2001 Mitglied im VDP. Der Felsenberg liegt allerdings nicht in Bockenau, sondern im benachbarten Schloßböckelheim. Die Lage gehört zu den wichtigsten VDP.GROSSEN LAGEN des Weinguts. Ihre markante Südexposition und der vulkanisch geprägte Porphyrboden verleihen den Rieslingen eine unverwechselbare Kombination aus Wärme, Reife und steiniger Spannung. Der Felsenberg ist bei Schäfer-Fröhlich insbesondere für seine rauchig-mineralische, würzige und kraftvolle Stilistik bekannt. Während andere Nahe-Lagen stärker über Schiefer oder Quarzit geprägt sind, bringt das Vulkangestein häufig mehr Druck und eine dunklere mineralische Würze in den Wein. Der Jahrgang 2022 2022 war ein warmer und trockener Jahrgang. Die Herausforderung bestand darin, trotz hoher Reife die für die Nahe so wichtige Frische zu bewahren. Beim Felsenberg funktioniert das besonders gut: Die alten Reben und der karge, steinige Untergrund liefern Konzentration, während die Wahl des Lesezeitpunkts die Säure und Spannung erhält. Der 2022er zeigt deshalb mehr Kraft und Fülle als der kühlere 2021er, bleibt aber klar und präzise. Ausbau & Stil 100 % Riesling, trocken, mit der für Schäfer-Fröhlich charakteristischen spontanen Vergärung. Der Wein verbindet reife Frucht mit einer markanten mineralischen und würzigen Komponente. Im Glas zeigt er bereits viel Tiefe, besitzt aber noch deutliche Jugend und Entwicklungspotenzial. Verkostung In der Nase zunächst rauchig und steinig, danach öffnen sich weißer Pfirsich, Weinbergpfirsich, Grapefruit und Zitrone. Dazu kommen Minze, Thymian und andere frische Gartenkräuter. Am Gaumen kompakt, kraftvoll und gleichzeitig präzise. Die reife Steinfrucht wird von einer lebendigen Säure getragen. Besonders charakteristisch ist die salzige, rauchige Mineralität, die dem Wein enormen Druck verleiht. Feiner Gerbstoff sorgt für zusätzlichen Griff. Der Abgang ist lang, trocken, würzig und ausgesprochen mineralisch. Aromatik weißer Pfirsich → Weinbergpfirsich → Grapefruit → Zitrone → Limette → Gartenkräuter → Minze → Thymian → Feuerstein → Rauch → Porphyr → Salz Mit zunehmender Reife dürften getrocknete Kräuter, Rauch, Honig, Nuss und dezente Petrolnoten stärker hervortreten. Reifepotenzial Der Felsenberg 2022 besitzt eine hervorragende Kombination aus Konzentration, Säure und Mineralität. Trinkfenster: etwa 2027–2040+ Serviertemperatur: 9–11 °C Jung unbedingt 1–2 Stunden belüften. Der Wein profitiert von einem großen Rieslingglas und entwickelt sich über mehrere Stunden weiter. Speisenbegleitung Steinbutt Hummer Jakobsmuscheln Zander Saibling Wolfsbarsch Kalbsfilet Geflügel mit Morcheln Steinpilze Sellerie gereifter Comté Perfekte Kombination: Steinbutt mit Morcheln, brauner Butter und Kräutern. Die cremige Sauce wird von der Säure aufgefangen, während die mineralische Würze des Weins die Röstaromen und Kräuter aufgreift.

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Schäfer Fröhlich
Riesling Felsenberg Großes Gewächs 2021, QW
1006017-21N
  Riesling Felsenberg VDP.GROSSES GEWÄCHS 2021 · QW Schäfer-Fröhlich – Schloßböckelheim / Nahe Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Der Felsenberg bei Schloßböckelheim zählt zu den VDP.GROSSEN LAGEN des Weinguts. Die steile Südexposition und die vulkanischen Porphyrböden sind prägend: karges Gestein, schnelle Erwärmung und gleichzeitig eine lange Reifephase schaffen Rieslinge mit Druck, rauchiger Mineralität und präziser Säure. Schäfer-Fröhlich nutzt hier alte Rebanlagen, deren tiefreichende Wurzeln die mineralischen und würzigen Eigenschaften des Standorts besonders intensiv aufnehmen. Der Felsenberg gilt deshalb als Wein der Steinigkeit und Spannung, weniger als ein reiner Fruchtwein. Der Jahrgang 2021 2021 war an der Nahe ein kühlerer, späterer Jahrgang mit vergleichsweise moderaten Temperaturen. Für Riesling war das ausgesprochen interessant: Die langsamere Reife bewahrte Säure, Frische und aromatische Präzision. Gerade im Felsenberg führt dies zu einem Wein mit schlankerem Körper, straffer Säure und außergewöhnlicher Spannung. Die vulkanische Mineralität tritt sehr deutlich hervor. Ausbau & Stil Der Felsenberg GG wird aus Riesling erzeugt und trocken ausgebaut. Schäfer-Fröhlich setzt bei seinen Spitzenweinen auf spontane Vergärung, wodurch die Weine ihre komplexe, häufig leicht rauchig-reduktive Mineralität entwickeln können. Der 2021er ist weniger breit als ein warmer Jahrgang, dafür kühler, präziser und fokussierter. Verkostung In der Nase weißer Pfirsich, Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Limette, dazu Zitrone und Grapefruit. Mit Luft kommen Feuerstein, Rauch, Kräuter und eine feine steinige Würze hinzu. Am Gaumen trocken, straff und konzentriert, mit einer bemerkenswert klaren Säure. Die Frucht wirkt eher kühl und hell, während die Mineralität viel Raum einnimmt. Grapefruit, Zitronenzeste, Feuerstein und eine salzige Würze ziehen sich bis in den langen Abgang. Der Wein besitzt einen feinen Gerbstoffgriff und wirkt dadurch besonders fokussiert. Das Finale ist sehr lang, trocken, salzig und rauchig-mineralisch. Aromatik weißer Pfirsich → Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Limette → Grapefruit → Zitronenzeste → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → Rauch → Porphyr → Salz Mit weiterer Reife sind getrocknete Kräuter, Honig, Rauch und dezente Petrolnoten zu erwarten. Reifepotenzial Der 2021er besitzt durch seine straffe Säure und mineralische Struktur ausgezeichnete Voraussetzungen für lange Flaschenreife. Trinkfenster: etwa 2026–2040+ Serviertemperatur: 9–11 °C Heute sollte man ihm 30–60 Minuten Luft geben. Bei fortgeschrittener Flaschenreife genügt meist eine kurze Belüftung. Speisenbegleitung Steinbutt Seezunge Zander Saibling Jakobsmuscheln Hummer Kalbsfilet Geflügel mit Morcheln Steinpilze Spargel gereifter Comté Ideal: Steinbutt mit Morcheln, brauner Butter und frischen Kräutern. Die salzige Mineralität und straffe Säure des 2021ers schneiden hervorragend durch die cremige Sauce.

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Schäfer Fröhlich
Kupfergrube Riesling Grosses Gewächs 2021 QW
1006023-21N
Riesling „Kupfergrube“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2021 · QW Schäfer-Fröhlich – Schloßböckelheim / Nahe Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den großen Riesling-Erzeugern der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau; heute wird das Weingut von Tim und Nicole Fröhlich geführt. Schäfer-Fröhlich bewirtschaftet rund 21 Hektar, davon etwa 85 % Riesling. Neben Felseneck und Halenberg zählen Felsenberg und Kupfergrube zu den wichtigsten VDP.GROSSEN LAGEN des Hauses. Die Schloßböckelheimer Kupfergrube liegt unmittelbar neben dem Felsenberg und besitzt dennoch einen deutlich anderen Charakter. Die bis zu 70 % steile Lage liegt spektakulär zwischen der Nahe und einer felsigen Vulkanwand. Die Parzelle von Schäfer-Fröhlich wurde ursprünglich um 1914 als Versuchsweinberg der Preußischen Staatsdomäne angelegt. Die Reben sind heute über 50 Jahre alt. Der entscheidende Unterschied zu den Schieferlagen des Weinguts liegt im Boden: Die Kupfergrube steht auf Porphyr-Verwitterungsböden mit Rhyolith und Melaphyr, reich an Feinerde und Gestein. Die extrem warmen, vulkanischen Böden schaffen ein besonderes Mikroklima und ermöglichen eine vollständige Ausreifung der Trauben. Schäfer-Fröhlich beschreibt den daraus entstehenden Wein als dunkel mineralisch. Der Jahrgang 2021 2021 war ein anspruchsvoller Jahrgang mit später Reife. Gerade die besten Nahe-Lagen konnten daraus jedoch sehr präzise und charaktervolle Rieslinge hervorbringen. Bei Schäfer-Fröhlich zeigen die 2021er laut Meininger's Sommelier besonders viel Herkunftscharakter und wenig störenden Jahrgangseinfluss. Der Kupfergrube 2021 besitzt 12,5 % vol. Alkohol, etwa 4,5 g/l Restzucker und wird trocken ausgebaut. Der Jahrgang steht hier weniger für üppige Frucht als für Spannung, Rauch, Kräuter und vulkanische Mineralität. Auszeichnungen & Bewertungen 96 Punkte James Suckling, 95–96 Punkte Wine Advocate, 94 Punkte Falstaff, 92 Punkte Mosel Fine Wines. James Suckling beschreibt den Wein als ausgesprochen geradlinig und energiegeladen mit deutlicher Rauchigkeit und Feuersteinprägung. Wine Advocate hebt die Präzision, Eleganz, Finesse und stimulierende Salzigkeit hervor. Verkostung Die Nase ist zunächst rauchig, hefig und pfeffrig, typisch für die noch jugendliche Kupfergrube. Dazu kommen Feuerstein, Anis, Kräuter, Wacholder und nasser Stein. Mit Luft zeigt sich zunehmend gelbfruchtige Aromatik: Zitrone, Limette, gelbfleischige Steinfrucht, dazu eine ungewöhnlich dunkle Würze. In der Tiefe finden sich Anklänge an Lakritz, schwarze Johannisbeere und Pilze. Am Gaumen ist der Wein straff, saftig und fest gewirkt. Die reife Säure sorgt für Spannung, während die Phenolik einen deutlichen Griff verleiht. Die Frucht wirkt konzentriert, aber nicht breit. Besonders charakteristisch ist die taktile Mineralität: Der Wein fühlt sich regelrecht steinig und druckvoll an. Gleichzeitig besitzt er eine feine Cremigkeit, die die straffe Struktur abrundet. Das Finale ist lang, trocken, kräuterwürzig und mineralisch, mit Limette, Minze, nassem Stein und einer feinen erdigen Würze. Aromatik Zitrone → Limette → gelbe Steinfrucht → Grapefruit → weißer Pfirsich → Anis → Wacholder → Minze → Kräuter → Feuerstein → Porphyr → Rauch → Lakritz → Salz Mit Reife dürften getrocknete Kräuter, Tee, Rauch, Pilz, Nuss und dezente Petrolnoten stärker hervortreten. Reifepotenzial Die Kupfergrube 2021 ist ein Wein mit eindeutigem Langstreckenpotenzial. Wein.plus sieht das Trinkfenster bei 2025–2038+; Mosel Fine Wines empfiehlt 2026–2036. Trinkfenster: etwa 2026–2038+ Serviertemperatur: 9–11 °C Der Wein beginnt jetzt interessant zu werden, befindet sich aber noch deutlich in seiner Entwicklung. Eine Belüftung von 1–2 Stunden ist bei einer jungen Flasche sinnvoll. Speisenbegleitung Die dunkle Vulkanwürze macht diesen Riesling besonders vielseitig: Steinbutt Zander Saibling Hummer Jakobsmuscheln Kalb Kalbsbries Geflügel Morcheln Steinpilze Sellerie gebratener Lauch gereifter Comté Besonders überzeugend: Zander mit Sellerie, brauner Butter und gerösteten Haselnüssen. Auch Kalbsbries mit Morcheln ist hervorragend. Die cremige Textur des Gerichts wird von der Säure aufgefangen, während Rauch, Kräuter und vulkanische Würze des Weins die Röstaromen aufnehmen.

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Schäfer Fröhlich
Kupfergrube Riesling Grosses Gewächs 2022 QW
1006023-22N
  Riesling „Kupfergrube“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2022 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommiertesten Riesling-Erzeugern der Nahe. Der Familienbetrieb in Bockenau wird von Tim Fröhlich geführt und bewirtschaftet rund 21 Hektar Rebfläche. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP. Die Schloßböckelheimer Kupfergrube zählt zu den markantesten Lagen des Hauses. Die bis zu 70 % steile Lage liegt unmittelbar an der Nahe und ist von einer eindrucksvollen vulkanischen Felswand geprägt. Historisch bemerkenswert ist, dass der Weinberg um 1914 als Versuchsweinberg der damaligen Preußischen Staatsdomäne angelegt wurde. Der Untergrund unterscheidet die Kupfergrube deutlich von den Schieferlagen des Weinguts: Porphyr, Rhyolith und Melaphyr prägen den Boden. Die warmen, steinigen Vulkanböden bringen Rieslinge mit einer charakteristischen dunklen, rauchigen und tiefen Mineralität hervor. Der Jahrgang 2022 2022 war ein warmes und trockenes Jahr, das den Rieslingen viel Reife und Konzentration bescherte. In der Kupfergrube wird diese Wärme durch das vulkanische Terroir besonders deutlich, bleibt aber dank der Säure in Balance. Der Wein besitzt 12,5 % vol. Alkohol, rund 4,7 g/l Restzucker und 8,5 g/l Säure. Er wurde trocken ausgebaut. Im Glas zeigt sich der 2022er entsprechend konzentriert, kraftvoll und reif, gleichzeitig aber mit der für Schäfer-Fröhlich typischen Präzision. Auszeichnungen & Bewertungen 96 Punkte Tesdorpf, 95 Punkte James Suckling, 94 Punkte Vinum, 94 Punkte Falstaff, 17,5/20 Punkte Weinwisser. Verkostung Die Nase beginnt mit Feuerstein, Rauch und dunkler vulkanischer Würze. Dahinter zeigen sich reifer Pfirsich, Aprikose und gelbe Steinfrucht, ergänzt durch Grapefruit und Zitronenschale. Mit Luft wird der Wein komplexer. Es erscheinen grüne Kräuter, Heu, etwas Anis und eine feine pfeffrige Würze. Die rauchige Mineralität bleibt dabei das verbindende Element. Am Gaumen saftig, konzentriert und kraftvoll, aber keineswegs schwer. Die Säure ist straff und zitrisch und gibt dem Wein eine klare vertikale Linie. Eine feine Phenolik sorgt für Griff. Gleichzeitig besitzt der Wein eine cremige, fast seidige Textur. Besonders eindrucksvoll ist der Wechsel von reifer Frucht zu salziger, dunkler Mineralität. Das Finale ist lang, trocken und steinig, mit Rauch, Zitrus, Kräutern und einem markanten salzigen Nachhall. Aromatik Pfirsich → Aprikose → gelbe Steinfrucht → Grapefruit → Zitrone → Zitronenzeste → grüner Apfel → Anis → Kräuter → Heu → Feuerstein → Porphyr → Rauch → Salz Mit zunehmender Reife entwickeln sich voraussichtlich Tee, getrocknete Kräuter, Nuss, Rauch und dezente Petrolnoten. Reifepotenzial Der Wein besitzt ausreichend Säure, Konzentration und Mineralität für eine lange Entwicklung. Trinkfenster: etwa 2026–2038+ Serviertemperatur: 9–11 °C Jung profitiert der Wein von 60–90 Minuten Belüftung. Mit zunehmender Reife wird die Nase komplexer und weniger von der anfänglichen Rauchigkeit und Reduktion geprägt. Speisenbegleitung Steinbutt Zander Saibling Hummer Jakobsmuscheln Kalbsfilet Kalbsbries Geflügel Morcheln Steinpilze Sellerie gerösteter Lauch gereifter Comté Besonders passend ist Zander mit Sellerie, brauner Butter und gerösteten Haselnüssen. Auch Kalbsbries mit Morcheln und Kräutern passt ausgezeichnet zur dunklen Würze und zur salzigen Mineralität des Weins.

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Schäfer Fröhlich
Stromberg Riesling VDP.Grosses Gewächs 2022, Qw
1006025-22N
Riesling „Stromberg“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2022 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Der Stromberg gehört zu den charaktervollsten und zugleich weniger bekannten Spitzenlagen von Schäfer-Fröhlich. Die Lage befindet sich in Bockenau und gehört zu den VDP.GROSSEN LAGEN des Weinguts. Der Weinberg liegt an einem steilen Südhang und ist stark von Schiefer und vulkanischem Gestein geprägt. Die kargen Böden zwingen die alten Reben tief ins Gestein und sorgen für einen Riesling mit hoher mineralischer Spannung. Im Vergleich zum Halenberg und Felseneck wirkt der Stromberg häufig dunkler, kräuteriger und etwas kühler, mit einer ausgeprägten rauchig-mineralischen Handschrift. Schäfer-Fröhlich arbeitet hier – wie bei seinen anderen Spitzenweinen – mit Spontangärung und langem Hefelager. Dadurch entstehen die für das Weingut typischen rauchigen und reduktiven Noten, die sich mit der Flaschenreife immer stärker mit der Herkunft verbinden. Der Jahrgang 2022 2022 war warm und trocken. Die besten Parzellen konnten dennoch ihre Säure bewahren und sehr konzentrierte, langlebige Rieslinge hervorbringen. Beim Stromberg zeigt sich der Jahrgang in Form von reifer gelber Frucht, Kraft und viel Extrakt, ohne dass der Wein schwer oder alkoholisch wirkt. Die Säure sorgt für einen geradlinigen Verlauf und macht den Wein trotz der Wärme ausgesprochen trinkanimierend. Auszeichnungen & Bewertungen Der Stromberg 2022 wurde von internationalen Verkostern sehr hoch eingeschätzt. Besonders hervorzuheben sind 95 Punkte James Suckling. Damit gehört der Wein klar zur Spitzengruppe der trockenen Rieslinge des Jahrgangs. Verkostung Die Nase beginnt typisch für Schäfer-Fröhlich mit Rauch, Feuerstein und einer leicht reduktiven Note. Nach einiger Zeit im Glas kommen Pfirsich, Aprikose, gelber Apfel und Grapefruit hinzu. Dahinter liegen getrocknete Kräuter, Minze und eine dunkle steinige Würze. Der Gaumen zeigt deutlich die Klasse der Lage: konzentriert, dicht und gleichzeitig präzise. Die Frucht ist reif, aber nicht süß wirkend. Eine lebendige Säure verleiht dem Wein Spannung, während die Phenolik einen feinen, fast salzigen Grip erzeugt. Im Mittelteil entwickelt sich eine cremige Textur, bevor die Mineralität wieder stärker hervortritt. Das Finale ist sehr lang, trocken und mineralisch, mit Rauch, Kräutern, Zitrus und einer markanten salzigen Note. Aromatik Pfirsich → Aprikose → gelber Apfel → Grapefruit → Zitrone → Zitronenschale → Minze → getrocknete Kräuter → Feuerstein → Schiefer → Rauch → Salz Mit zunehmender Reife dürften sich Tee, Tabak, getrocknete Kräuter, Rauch, Nuss und dezente Petrolnoten entwickeln. Charakter des Stromberg Der Stromberg besitzt eine interessante Position innerhalb der Großen Gewächse von Schäfer-Fröhlich. Halenberg wirkt häufig etwas fruchtiger und geschmeidiger. Felseneck ist stärker von kühler Präzision und Schiefermineralität geprägt. Kupfergrube besitzt die dunkelste und vulkanischste Würze. Der Stromberg verbindet diese Elemente: Kühle, Kräuter, Rauch, gelbe Frucht und salzige Mineralität. Reifepotenzial Der Stromberg 2022 ist eindeutig ein Wein für die lange Strecke. Trinkfenster: etwa 2027–2040+ Serviertemperatur: 9–11 °C Aktuell kann der Wein noch sehr jugendlich und verschlossen wirken. Eine Belüftung von 1–2 Stunden ist empfehlenswert. Aus einer guten Kellerflasche dürfte er ab etwa 2027 deutlich mehr von seiner inneren Komplexität zeigen. Speisenbegleitung Durch seine Konzentration und Mineralität passt er hervorragend zu anspruchsvoller Küche: Steinbutt Zander Saibling Hummer Jakobsmuscheln Kalbsbries Kalbsfilet Geflügel mit Morcheln Steinpilze Sellerie gerösteter Lauch Spargel gereifter Comté Besonders stark: Kalbsbries mit Morcheln, brauner Butter und Kräutern. Die Röstaromen des Gerichts greifen die Rauch- und Feuersteinnoten des Weins auf, während die Säure die cremige Sauce auffängt.  

Inhalt: 0.75 Liter (90,67 €* / 1 Liter)

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Schäfer Fröhlich
Halenberg Riesling VDP.Grosses Gewächs 2022, Qw
1006024-22N
Riesling „Halenberg“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2022 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den großen Riesling-Erzeugern der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau; heute wird das Gut von Tim und Nicole Fröhlich geführt. Seit 2001 ist Schäfer-Fröhlich Mitglied im VDP. Der Betrieb bewirtschaftet rund 21 Hektar, davon etwa 85 % Riesling. Zu den wichtigsten VDP.GROSSEN LAGEN gehören neben dem Felseneck auch der Halenberg in Monzingen, Felsenberg, Kupfergrube und Stromberg. Der Monzinger Halenberg liegt östlich von Monzingen und ist eine bis zu 70 % steile Süd-/Südwestlage auf etwa 160 bis 220 Metern Höhe. Der Boden besteht aus einem Konglomerat von blaugrauem Schiefer und Quarzit. Die steinigen, leicht erwärmbaren Böden sind eher trocken; die alten Reben werden dadurch stark gefordert und bringen kleine, besonders aromatische Beeren hervor. Schäfer-Fröhlich charakterisiert die Halenberg-Weine ausdrücklich durch ihre dunkle, puristische Würze. Der Jahrgang 2022 2022 war ein warmes und trockenes Jahr, was dem Halenberg viel Konzentration und Wucht verliehen hat. Gleichzeitig bewahrt der Wein dank seiner Säure und des kargen Schiefer-Quarzit-Terroirs eine bemerkenswerte Spannung. Der 2022er besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 4,1 g/l Restzucker und 8,2 g/l Säure und ist trocken ausgebaut. Im Vergleich zum eher kühlen und drahtigen 2021er zeigt 2022 mehr Kraft, Stoffigkeit und Reife, ohne seine mineralische Herkunft zu verlieren. Auszeichnungen & Bewertungen 96 Punkte James Suckling, 95 Punkte Vinum, 18/20 Punkte Weinwisser, 93 Punkte Falstaff. James Suckling hebt besonders die florale und flintige Nase, enorme Kompaktheit, Rasse, Mineralität und Energie hervor. Falstaff beschreibt den Wein als wuchtig, substanzreich und von gut tragender Säure. Verkostung Die Nase öffnet sich zunächst mit Feuerstein, Rauch und dunkler Schieferwürze. Dahinter kommen Grapefruit, Limette und Zitronenzeste, ergänzt von weißem Pfirsich und feinen floralen Noten. Mit Luft entwickelt sich der Wein deutlich weiter: Kräuter, nasser Stein und eine balsamische Würze treten hervor. Die Frucht bleibt präzise und eher kühl, obwohl der Jahrgang viel Wärme mitbringt. Am Gaumen zunächst saftig und kraftvoll, dann zunehmend straff. Der Wein besitzt viel Stoff, gleichzeitig eine bemerkenswert klare Säure. Die Phenolik verleiht ihm Griff und verhindert, dass die Konzentration schwer wirkt. Charakteristisch ist die Verbindung aus Wucht und Schwung: Der Wein ist kraftvoll, aber nicht breit. Die Mineralität zieht ihn immer wieder in die Länge. Das Finale ist lang, salzig, rauchig und zitrisch, mit einer markanten schieferigen Würze. Aromatik Grapefruit → Limette → Zitronenzeste → Pomelo → weißer Pfirsich → Birne → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → nasser Schiefer → Rauch → Salz Mit zunehmender Reife sind getrocknete Kräuter, Tee, Rauch, Nuss und dezente Petrolnoten zu erwarten. Reifepotenzial Der 2022er Halenberg ist trotz seiner bereits beeindruckenden Präsenz noch ein junger Wein. Die Kombination aus Säure, Mineralität und Konzentration spricht für eine lange Entwicklung. Trinkfenster: etwa 2026–2040+ Serviertemperatur: 9–11 °C Die aktuelle Trinkreife wird von Vinum Maximum bereits ab 2023 angegeben, mit einem möglichen Entwicklungsfenster bis 2040. Jung würde ich ihm 60–90 Minuten Luft geben. Danach zeigt er wesentlich mehr Kräuter-, Stein- und Würznoten. Speisenbegleitung Steinbutt Zander Saibling Seezunge Jakobsmuscheln Hummer Kalb Geflügel Morcheln Steinpilze Sellerie Spargel gereifter Comté Besonders passend ist Kalbsfilet mit Morcheln und brauner Butter. Die salzige Säure des Halenbergs nimmt der Sauce die Schwere, während die dunkle Schieferwürze hervorragend mit den Pilzaromen harmoniert.  

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Schäfer Fröhlich
Halenberg Riesling VDP.Grosses Gewächs 2023
1006024-23N
  Riesling „Halenberg“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2023 · QW Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe Geschichte & Herkunft Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommiertesten Riesling-Erzeugern der Nahe. Der Familienbetrieb in Bockenau wird von Tim Fröhlich geprägt und ist seit 2001 Mitglied im VDP. Der Monzinger Halenberg ist eine der bedeutendsten Lagen des Hauses. Die bis zu rund 70 % steile Süd- bis Südwestlage liegt bei etwa 160–220 Metern Höhe. Der karge Untergrund besteht vor allem aus blaugrauem Schiefer und Quarzit. Die steinigen Böden erwärmen sich leicht und trocknen vergleichsweise schnell aus. Dadurch werden die alten Reben stark gefordert und entwickeln kleine, aromatisch konzentrierte Beeren. Der Halenberg steht bei Schäfer-Fröhlich für eine etwas wärmere, reifere und dunkler gewürzte Rieslingstilistik als die stärker kristallin wirkenden Bockenauer Lagen. Der Jahrgang 2023 2023 brachte nach den warmen Jahren 2021 und 2022 einen für die Nahe sehr überzeugenden Riesling-Jahrgang hervor. Meininger's Sommelier bezeichnete die 2023er Kollektion von Schäfer-Fröhlich sogar als die schönste seit 2020. Die Weine zeigen mehr Duftigkeit, elegante Säure und eine besonders gute Balance. Beim Halenberg zeigt sich der Jahrgang allerdings nicht zierlich: Er besitzt Konzentration, reife Frucht und viel Stoff, bleibt aber durch Säure und Mineralität erstaunlich frisch. Der Wein hat 12,5 % vol. Alkohol, wird trocken ausgebaut und spontan vergoren. Auszeichnungen & Bewertungen 97 Punkte James Suckling, 93 Punkte Falstaff, 18,5/20 Punkte Vinum. Besonders stark ist die 18,5/20-Bewertung von Vinum: Harald Scholl beschreibt den Wein als eleganten, hochfeinen und zugleich anhaltenden Riesling mit festem mineralischem Unterbau. Verkostung Die Nase beginnt mit einer für Schäfer-Fröhlich typischen Reduktion und rauchigen Würze. Darunter liegt eine überraschend reife Frucht: Pfirsich, Erdbeere und Johannisbeere, begleitet von Grapefruit und frischer Minze. Mit Luft kommen Schiefer, Kräuter, Rauch und eine feine balsamische Würze hinzu. Die Frucht wirkt dabei nicht süß, sondern reif und konzentriert. Am Gaumen zunächst salzig und straff, anschließend entwickelt sich eine weiche, fast cremige Fülle. Die Säure ist präzise und trägt die große Fruchtkonzentration hervorragend. Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen reifer Frucht, herber Würze, Salz und feiner Phenolik. Der Wein besitzt viel Volumen, ohne seine Eleganz zu verlieren. Das Finale ist lang, salzig, rauchig und mineralisch, mit reifem Pfirsich, Grapefruit, Minze und einer feinen steinigen Würze. Aromatik reifer Pfirsich → Weinbergspfirsich → Erdbeere → Johannisbeere → Grapefruit → Minze → Wildkräuter → weißer Pfeffer → Feuerstein → Schiefer → Rauch → Salz Mit weiterer Reife dürften getrocknete Kräuter, Tee, Rauch, Nuss und dezente Petrolnoten hinzukommen. Reifepotenzial Der Halenberg 2023 ist noch sehr jung. Die Kombination aus Konzentration, Säure, Phenolik und Mineralität verspricht eine lange Entwicklung. Vinum nennt ein Trinkfenster von 2027–2048, während Weinfurore den optimalen Zeitraum mit 2026–2039 angibt. Für eine hochwertige Lagerung würde ich mich eher an der längeren Einschätzung orientieren. Trinkfenster: etwa 2027–2045+ Serviertemperatur: 9–11 °C Jung sollte man ihm 60–90 Minuten Luft geben. Die anfängliche Reduktion ist Teil des Stils und verschwindet mit Belüftung zunehmend. Speisenbegleitung Der 2023er besitzt genügend Kraft für etwas reichhaltigere Gerichte: Steinbutt mit brauner Butter Zander Saibling Jakobsmuscheln Hummer Kalbsfilet Kalbsbries Geflügel mit Morcheln Steinpilze Sellerie Pasta mit Pilzen gereifter Comté Besonders passend: Kalbsbries mit Morcheln, brauner Butter und Kräutern. Die reife Frucht und die weiche Fülle verbinden sich mit der Sauce, während Säure und Salz für Frische sorgen.  

Inhalt: 0.75 Liter (96,00 €* / 1 Liter)

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