Merlot Veneto IGT 2023 – 1 Liter
Cavazza – Vicenza, Venetien
Der Merlot Veneto IGT 2023 von Cavazza ist ein unkomplizierter, klassisch-venetischer Merlot: saftig, weich, rotfruchtig und angenehm würzig. Die Literflasche passt perfekt zu seinem Charakter als unkomplizierter Haus- und Speisenwein. Der Wein stammt von den Colli Berici rund um Vicenza, wo Merlot bei Cavazza bereits seit Jahrzehnten kultiviert wird.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein mittleres, leuchtendes Rubinrot. In der Nase stehen Kirsche, Pflaume und rote Johannisbeere im Vordergrund. Dazu kommt eine dezente Pfefferwürze und eine leicht kräuterige Note. Am Gaumen ist er trocken, weich und saftig, mit sanftem Tannin, mittlerem Körper und einer gut eingebundenen Säure. Die rote Frucht bleibt im Mittelpunkt; im Nachhall kommen nochmals Erdbeere und Kirsche zum Vorschein.
Ein unkomplizierter Merlot mit viel Trinkfluss – fruchtig, weich und angenehm frisch.
Herkunft & Terroir
Die Merlot-Reben wachsen auf den Colli Berici in der Provinz Vicenza, unter anderem in den Gemeinden Alonte und Orgiano. Die Böden sind ton- und kalkhaltig, was dem Wein neben der Frucht eine gewisse Struktur verleiht. Cavazza baut Merlot dort bereits seit den 1980er-Jahren an; die Reben werden im Guyot erzogen und sind etwa 20 Jahre alt.
Ausbau
Die Trauben werden vollständig entrappt und etwa acht Tage auf den Schalen vergoren. Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahl. Anschließend reift der Wein für einige Monate in Betontanks bzw. Edelstahl, ohne einen dominanten Holzeindruck. Das ist für diesen Stil genau richtig: Frucht und Frische statt Vanille und Röstaromen.
Jahrgang 2023
Der 2023er ist ein Wein für den jungen, unkomplizierten Genuss. Er besitzt genügend Säure und Tannin, um zum Essen zu funktionieren, ist aber nicht auf lange Kellerreife ausgelegt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2026/27 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Cavazza nennt für den aktuellen technischen Stil 12,5 % vol.; Händlerangaben für die 2023er Literabfüllung führen 12 % vol. auf.
Perfekt zu
Hier ist der Merlot ausgesprochen vielseitig:
Antipasti und Salumi
Pizza
Pasta mit Ragù
Lasagne
Pasta mit Fleischsauce
Salsiccia
Schweinefleisch
Kalb
Braten
Kaninchen
einfache Grillgerichte
milde bis mittelkräftige Käse
Cavazza empfiehlt ihn insbesondere zu Ofen-Pasta mit Fleischsauce sowie Schweinefleisch, Braten und Kaninchen.
Mein Favorit: Pasta al forno mit Ragù. Die saftige rote Frucht des Merlot harmoniert mit Tomate und Fleisch, während die Säure für Frische sorgt.
Verkostungsnotiz:Dichtes strahlendes Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase intensive Aromen von Zwetschgen, Brombeer- und Himbeerkom-pott, Spuren von Kakao, Toffee und Tabak, umrahmt von leichten Unterholztönen sowie unterschwellige Noten getoasteten Brotes. Am Gaumen wieder herausragende, komplexe Frucht- und feine Holznuancen, mit vibrierender Frische und cremiger Extraktsüße gesegnet. Ein eleganter und harmonischer Wein mit langanhaltendem Nachhall und animierenden, charmant-süßen Nuancen. Bodega Pago de Larrainzar - Ayegui, NavarraPago de Larrainzar ist ein modernes Familienweingut, das seinen Sitz auf einem schönen, historischen Gelände in der Nähe eines Klosters hat. Vor 150 Jahren hat der Ururgroßvater des heutigen Eigentümers in Ayegui - einem Örtchen, das am Jakobsweg gelegen ist - erste Reben gepflanzt und damit den Grundstock für dieses Traditionshaus gelegt. Die Goldmedaille für einen hervorragenden Tempranillo-Wein, der 1929 auf der Weltausstellung in Barcelona geehrt wurde, bezeugt das weinbauliche Können der Familie. Einige Jahre war das Gut allerdings in einen „Dornröschenschlaf“ gefallen, bis Miguel Canalejo - damals ein erfolgreicher Unternehmer in Pamplona - einen passionierten Traum verwirklichte, nämlich das alte Weingut wieder zum Leben zu erwecken.2001 war die Zeit reif, die unterbrochene Familientradition des Weinbaus fortzusetzen. So begann man 2002 mit dem Bau eines modernen Kellereigebäudes, das nach den Plänen des lokalen Architekten, Fernando Redón Huici, Gewinner des 2003 Principe de Viana Award for Arts, konzipiert wurde. Zwei von Miguels Kindern, Miguel Canalejo Lasarte (Technischer Direktor) und Irene Canalejo Lasarte (Marketing und Verkauf) stehen ihm zur Seite. Zu ihrer Unterstützung holten sie Alberto Alcantarilla Morales als Außenbetriebsleiter und den bekannten Önologen, Ignacio de Miguel Poch, mit ins Team.Heute gehören 17 Hektar Weinberge zum Besitz, mit den Sorten Tempranillo, Garnacha, Merlot und Cabernet Sauvignon bepflanzt. Das Weingut hat verschiedene Klone der französischen und spanischen Sorten selektioniert und arbeitet versuchsweise mit unterschiedlichsten Erziehungsmethoden, um die Ergebnisse im Weinberg zu optimieren. Neueste Erkenntnisse werden dabei in Einklang mit den Erfahrungen über das Land selbst gebracht. Können, Sorgfalt und intensive Arbeit im Weinberg sind eine solide Basis für beste Trauben.Die sortenrein ausgebauten Weine des Weinguts werden letztlich nach vielfältigen Verkostungsversuchen zu drei unnachahmlichen Cuvées komponiert: Pago de Larrainzar, Raso de Larrainzar und Angel de Larrainzar. Sie sind allesamt exklusiv in ihrer Zusammenstellung, elegant und ausgewogen balanciert.Zum 10-jährigen Wiederbestehen des Weinguts wurde 2013 die Cuvée „Angel de Larraizar“ kreiert. Sie ist eine Hommage an den Gründer des Weinguts, an „Angel“ Larrainzar, den Urgroßvater der Familie. Die Familie Larrainzar ist überzeugt, dass sich in dieser Cuvée Tradition und Moderne perfekt verbunden haben, und so zum Ausdruck einer lebendigen Vergangenheit werden. Der „Angel de Larrainzar ist ein körperreicher Wein mit außerordentlicher Frische, der großes Trinkvergnügen bereitet.
Cabernet Veneto IGT 2023
Cavazza – Vicenza, Venetien
Der Cabernet Veneto IGT 2023 von Cavazza ist ein klassisch-venetischer Cabernet Sauvignon mit roter und dunkler Frucht, feiner Kräuterwürze und balsamischer Frische. Kein schwerer, internationaler Cabernet, sondern ein eher schlanker, unkomplizierter und gastronomischer Rotwein. Die Kellerei baut ihn auf den Colli Berici bei Vicenza an.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein leuchtendes Rubinrot. Die Nase ist typisch Cabernet, aber angenehm zugänglich: Waldbeeren, Brombeere und Heidelbeere, dazu Unterholz, etwas Minze und feine krautige Noten. Die aktuelle technische Beschreibung von Cavazza nennt außerdem balsamische Nuancen und Marasca-Kirsche. Am Gaumen ist der 2023er trocken, frisch und mittelkräftig, mit einer guten Säure und griffigem, aber nicht übermäßig schwerem Tannin. Dunkle Beeren und Kirsche werden von einer angenehm balsamischen Kräuterfrische begleitet. Das Finale ist saftig, würzig und von guter Länge, mit schwarzer Frucht und einem Hauch Minze.
Ein geradliniger Cabernet mit italienischer Leichtigkeit: fruchtig, kräuterwürzig, frisch und angenehm tanninbetont.
Herkunft & Terroir
Die Cabernet-Reben wachsen auf den Colli Berici in der Provinz Vicenza, konkret in den Hügellagen der Gemeinde Alonte. Cavazza kultiviert Cabernet Sauvignon dort bereits seit den 1980er-Jahren. Die Böden sind kalkhaltig und eisenreich. Diese geologische Grundlage ist typisch für die Hügel rund um Vicenza und unterstützt die Verbindung aus Frucht, Würze und mineralischer Frische.
Rebsorte & Ausbau
Der Wein besteht aus 100 % Cabernet Sauvignon. Die Reben werden im Guyot erzogen und sind durchschnittlich etwa 20 Jahre alt. Die Lese erfolgt in der zweiten Oktoberhälfte. Die Trauben werden vollständig entrappt und verbringen etwa acht Tage auf der Maische. Die Gärung erfolgt bei rund 24 °C im Edelstahl, anschließend wird die Reife für einige Monate in Betontanks fortgesetzt. Der bewusste Verzicht auf einen dominanten Holzausbau ist hier ein Vorteil: Cabernet-Frucht, Kräuter und Frische bleiben im Vordergrund.
Jahrgang 2023
Der 2023er ist als junger Cabernet jetzt sehr zugänglich. Er besitzt genügend Säure und Tannin, um nicht flach zu wirken, ist aber nicht auf jahrzehntelange Lagerung ausgelegt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027 Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: nicht notwendig; 20–30 Minuten Luft im Glas reichen.
Die aktuelle technische Angabe nennt 12,5 % vol., 5,3 g/l Gesamtsäure und 4 g/l Restzucker.
Perfekt zu
Sein größter Trumpf ist die unkomplizierte Kombination mit italienischer Küche:
Salumi
Salsiccia
gegrilltes Fleisch
Rind
Kalb
Pasta mit Fleischsauce
Lasagne
Ravioli mit kräftiger Füllung
Polenta mit Ragù
Ofengerichte
Besonders passend: Tagliatelle mit Ragù alla bolognese. Die Säure hält die Kombination frisch, während Cabernet-Frucht und Kräuterwürze mit Fleisch und Tomate harmonieren.
Auch gegrillte Salsiccia mit Polenta ist eine sehr stimmige Kombination.
Merlot Veneto IGT 2024
Cavazza – Vicenza, Venetien
Der Merlot Veneto IGT 2024 von Cavazza ist ein frischer, saftiger und unkomplizierter Merlot von den Colli Berici. Ein klassischer venezianischer Speisenwein, bei dem rote Frucht, Frische und weiches Tannin im Vordergrund stehen – ohne dominanten Holzeinfluss. Der Jahrgang 2024 wurde von Falstaff mit 90 Punkten bewertet.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet er rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtbetont: Kirsche, rote Johannisbeere und dunklere Beerenfrucht, ergänzt durch eine feine Pfeffernote. Beim 2024er kommen laut Falstaff besonders schwarze Johannisbeere, Amarena-Kirsche und ein Hauch Lavendel zur Geltung. Am Gaumen präsentiert er sich trocken, saftig und weich, mit mittlerem Körper und sanften, eleganten Tanninen. Die gute Säure hält den Wein frisch und trinkanimierend. Das Finale ist fruchtig und harmonisch, mit wiederkehrenden Noten von Kirsche und Beeren.
Ein unkomplizierter Merlot mit viel Trinkfluss: saftig, weich, fruchtbetont und angenehm würzig.
Herkunft & Terroir
Cavazza kultiviert Merlot auf den Colli Berici in der Provinz Vicenza, insbesondere in den Hügellagen von Alonte. Die Familie baut die Sorte dort bereits seit den 1980er-Jahren an.Die Böden sind ton- und kalkhaltig und geben dem Wein neben der Frucht eine gewisse Struktur. Die Reben sind im Durchschnitt etwa 20 Jahre alt und werden im Guyot erzogen.
Ausbau
Der Merlot wird bewusst frucht- und terroirbetont ausgebaut. Die vollständig entrappten Trauben vergären etwa acht Tage bei rund 24 °C im Edelstahl. Anschließend reift der Wein einige Monate in Betontanks. Dominanter Holzeinfluss ist damit kein Bestandteil des Stils. Das Ergebnis ist ein Wein, bei dem Kirsche, Beeren, Frische und weiches Tannin klar im Mittelpunkt stehen.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist jetzt bereits sehr schön zugänglich. Mit 12,5 % vol. bleibt er angenehm leichtfüßig und eignet sich hervorragend als unkomplizierter Speisenwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027/28 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Für einen jungen Merlot dieser Stilistik darf die Temperatur ruhig etwas niedriger sein als bei einem kräftigen, holzgereiften Rotwein.
Perfekt zu
Seine Stärke liegt in der unkomplizierten Kombination mit italienischer Küche:
Pasta mit Ragù
Lasagne
Pasta al forno
Pizza
Salumi
Salsiccia
Schweinefleisch
Kalb
Braten
Kaninchen
gegrilltes Fleisch
mittelkräftiger Käse
Cavazza empfiehlt ihn ausdrücklich zu überbackenen ersten Gängen mit Fleischsauce sowie Schweinefleisch, Braten und Kaninchen.
Mein Favorit: Tagliatelle mit Ragù alla bolognese. Die saftige Kirsch- und Beerenfrucht nimmt die Tomate auf, während Säure und Tannin genügend Struktur für das Fleisch liefern.
Verkostungsnotiz:Funkelndes, dichtes Rubinrot mit purpurnen Reflexen. In der Nase verführerischer, frischer Duft nach Kirschen, reifen dunklen und roten Waldbeeren sowie Preiselbeeren, Anklänge würziger Kräuter. Am Gaumen sehr saftig und fruchtbetont, vollmundig, mit feingliedriger Säure und mildem Tannin.Bodegas y Viñedos Artuke, Rioja Alavesa, SpanienDer kleine Familienbetrieb Bodegas y Viñedos Artuke liegt nahe dem Dorf Baños de Ebro in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Rioja und umfasst etwa 22 Hektar an Rebfläche. Gegründet wurde das Weingut von Miguel Blanco im Jahr 1991, als er sich entschied, statt einfachem Bulk-Wein (Fass-, bzw. Tankware) Qualitätswein zu produzieren und flaschenweise abzufüllen. Heute leiten seine beiden Söhne Arturo und Kike, die beiden Namensgeber, die Geschicke des Unternehmens. Beide sind Mitglieder der Vereinigung "Rioja'n'Roll, einem Zusammenschluss junger Produzenten, die sich zum Ziel gesetzt haben, einzigartige Weine zu machen, die Ausdruck ihres jeweilgen, individuellen Terroirs sind. Beseelt von dieser Vision führten die Beiden eine akribische Untersuchung der Böden in ihren 32 Parzellen durch, die sich in Baños de Ebro, Ábalos and San Vicente de la Sonsierra befinden. Die Rebgärten liegen meist in einer Höhe zwische 500 - 630 Metern und sind im Schnitt 30 Jahre alt. Jüngste Herausforderung jedoch ist eine kürzlich erworbene Rebanlage namens "El Cerro de las Mulas" (Berg der Maulpferde), an den Ausläufern des Cantabrischen Gebirges. Hier in etwa 730 Metern über dem Meeresspiegel, auf felsigen, kargen Böden kultivieren die Blancos nach biodynamischen Grundsätzen Tempranillo. Auch hier verzichten die Beiden auf drahtrahmengestütze Erziehungssysteme. Alle Rebstöcke auch in den Junganlagen, werden als Buschweine kultiviert. Wir sind gespannt auf die daraus resultierenden Weine. Die aktuelle Kollektion dieser talentierten, leidenschaftlichen Winzer jedenfalls, hat uns voll überzeugt.
VerkostungsnotizIntensives, strahlendes Rubingranat, in der Nase betörender Duft nach Brombeeren und Schwarzkirsche, leicht erdig-würzige Noten, Anklänge von Mineralität. Am Gaumen vollmundig und saftig, mit delikater Fruchtsüße und animierender Säure, ein von kühler Mineralik geprägter, ausdrucksvoller Wein, elegant und von großer Nachhaltigkeit. Weingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Primitivo Salento IGP „Simposio“ 2023
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Simposio 2023 ist ein klassischer, unkomplizierter Primitivo aus dem Salento: vollmundig, weich und ausgesprochen fruchtbetont. Der Wein wird aus Primitivo erzeugt und bringt 14 % vol. Alkohol sowie etwa 4 g/l Restzucker mit. Der Ausbau erfolgt rund vier Monate in gebrauchten Barriques, wodurch zusätzliche Würze und Cremigkeit entstehen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in einem dunklen, leuchtenden Rubinrot. In der Nase dominieren reife Pflaume, Brombeergelee und Schwarzkirsche. Dazu kommen würzige Nuancen sowie Anklänge von dunkler Schokolade und Lakritz. Die Aromatik ist großzügig und unmittelbar zugänglich. Am Gaumen präsentiert sich der Simposio vollmundig, weich und rund. Die dunkle Frucht ist saftig und konzentriert, während das mürbe Tannin für Struktur sorgt. Eine begleitende Säure hält die Fruchtsüße und den warmen Charakter angenehm in Balance. Der Ausbau im gebrauchten Barrique gibt dem Wein eine zusätzliche würzige und leicht schokoladige Dimension, ohne die typische Primitivo-Frucht zu überdecken. Das Finale ist lang, warm und fruchtig-würzig, mit Pflaume, Brombeere, Lakritz und dunkler Schokolade.
Ein sonnenverwöhnter Primitivo mit viel Frucht, weichem Schmelz und ausgesprochen unkompliziertem Trinkfluss.Brindisi ist die Heimat von Cantine Risveglio.
Die Genossenschaft wurde 1958 von Winzern aus Brindisi gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Zusammenschluss der örtlichen Weinbauern. Heute verbindet die Kellerei traditionelle apulische Rebsorten mit moderner Kellertechnik.
Der Primitivo ist eine der charakteristischen Rebsorten Apuliens. Das warme, trockene Klima des Salento ermöglicht eine sehr gute Reife und erklärt die für die Region typische Kombination aus dunkler, reifer Frucht, Wärme und weicher Textur.
Beim Simposio 2023 wird dieser Stil bewusst zugänglich umgesetzt. Die viermonatige Reife in gebrauchten Barriques rundet die Frucht ab und bringt zusätzliche Würze, während die Säure für Balance sorgt.
Mit seiner Kombination aus reifer Frucht, 14 % Alkohol, weichem Tannin und moderater Restsüße ist der Simposio vor allem ein Wein für unkomplizierten Genuss und die große italienische Tafel.
Perfekt zu
Pasta mit Fleischragout, Lasagne, Salsiccia, gegrilltem oder geschmortem Rind, Lamm, Geflügel, Salumi und gereiftem Hartkäse. Auch dunkle Schokolade passt hervorragend.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Verkostungsnotiz
Der Primitivo „Simposio“ 2024 bringt die sonnenverwöhnte Rotweinstilistik Apuliens ins Glas. Die Rebsorte Primitivo ist bekannt für ihre intensive dunkle Frucht, ihre würzige Aromatik und ihren weichen, vollmundigen Charakter. Typisch sind Noten von reifen Kirschen, Pflaumen und dunklen Beeren, ergänzt durch Anklänge von Gewürzen und mediterranen Kräutern.
Am Gaumen präsentiert sich ein Primitivo dieser Stilistik meist rund und saftig, mit geschmeidigen Tanninen und einem warmen, fruchtbetonten Nachhall. Der Wein eignet sich besonders für alle, die kräftige, zugängliche Rotweine mit südlichem Charakter schätzen.
Speiseempfehlungen
Rind: Rinderschmorbraten, Steak oder geschmorte Rinderbäckchen
Lamm: Lammkoteletts mit Rosmarin und Knoblauch
Pasta: Lasagne, Pasta mit kräftigem Fleischragout oder gefüllte Cannelloni
Wild: Wildragout mit dunkler Sauce
Käse: gereifter Pecorino oder würziger Hartkäse
Dessert: dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil
Rinderschmorbraten mit dunkler Sauce. Die reife Frucht und die weichen Tannine harmonieren mit den kräftigen Röstaromen und der würzigen Sauce.
Hausmarke Rot 2019, QW
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich · In Bio-Konversion
1. Einleitung
Der Hausmarke Rot 2019 von Gober & Freinbichler steht für den unkomplizierten, zugänglichen Einstieg in die Rotweinstilistik des Mittelburgenlands. Während die großen Blaufränkisch-Lagenweine des Hauses vor allem durch Herkunftstiefe und feine Tanninstruktur überzeugen, liegt der Reiz einer Hausmarke in der Verbindung von saftiger Frucht, harmonischer Struktur und vielseitiger Einsetzbarkeit.
Das Mittelburgenland ist vor allem für Blaufränkisch bekannt. Die Rebsorte bringt dunkle Kirschen, Beerenfrucht, eine lebendige Säure und würzige Akzente mit. Welche Rebsorten den Hausmarke Rot 2019 konkret bilden, ist allerdings nicht ausreichend gesichert. Deshalb sollte der Wein nicht ohne bestätigte Angaben als reinsortiger Blaufränkisch oder als bestimmte Cuvée beschrieben werden.
Der Jahrgang 2019 ist inzwischen gereift. Bei guter Lagerung können sich die ursprünglichen Fruchtaromen mit würzigen und erdigen Noten verbinden. Eine aktuelle Verkostung wäre nötig, um den heutigen Reifezustand und die genaue sensorische Ausprägung dieser Abfüllung zuverlässig zu beurteilen.
2. Die Geschichte dieses Weins und seiner Herkunft
Gober & Freinbichler ist in Horitschon beheimatet, einem der traditionsreichen Weinbauorte des Mittelburgenlands. Die Region hat sich besonders mit Blaufränkisch einen Namen gemacht: Die Weine verbinden dunkle Frucht mit würziger Tiefe und einer Säurestruktur, die ihnen Frische und Reifepotenzial verleihen kann.
Die Böden rund um Horitschon sind vielfältig. Tiefgründige Lehm- und Tonböden spielen ebenso eine Rolle wie andere geologische Formationen in den benachbarten Weinorten. Ohne genaue Angaben zur Herkunft der Trauben lässt sich der Hausmarke Rot jedoch keinem bestimmten Boden oder einer einzelnen Lage zuordnen.
Der Name „Hausmarke“ deutet auf einen Wein hin, der die Handschrift des Betriebs in einer zugänglichen Form vermitteln soll. Anders als bei einem ausdrücklich ausgewiesenen Riedenwein steht dabei nicht zwingend die Interpretation einer einzelnen Parzelle im Mittelpunkt, sondern der eigenständige Stil des Weinguts. Bei Gober & Freinbichler ist die regionale Rotweinkultur dafür ein naheliegender Bezugspunkt.
Der Hinweis „in Konversion bio“ beschreibt die Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung. Er ist nicht mit einer bereits abgeschlossenen Bio-Zertifizierung gleichzusetzen. Für die genaue Kennzeichnung des Jahrgangs 2019 sollte daher die damalige Produkt- oder Etikettenangabe maßgeblich sein.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Stilistische Einordnung; keine unabhängig bestätigte aktuelle Verkostung dieser konkreten Abfüllung.
Farbe
Zu erwarten ist ein kräftiges Rubinrot mit dunklerem Kern. Mit zunehmender Flaschenreife können granatrote Reflexe hinzukommen. Eine genaue Beurteilung der Farbe ist ohne Sichtprobe nicht möglich.
Nase
Die regionale Rotweinstilistik lässt an dunkle Kirschen und reife Beeren denken, ergänzt durch dezente Kräuterwürze und möglicherweise erdige Nuancen. Bei einem zugänglichen Hauswein sollte die Frucht im Vordergrund stehen, ohne von dominanten Holz- oder Röstaromen überlagert zu werden. Diese Beschreibung ist eine stilistische Erwartung und kein gesicherter Aromabefund des Jahrgangs.
Gaumen
Im Idealfall zeigt sich der Wein saftig und ausgewogen, mit einer klaren Frucht, angenehmer Säure und einer unkomplizierten Tanninstruktur. Ein solcher Stil macht einen Rotwein vielseitig einsetzbar: Er kann genügend Substanz für herzhafte Gerichte mitbringen, sollte aber auch ohne aufwendige Speisenbegleitung Freude bereiten.
Welche Rebsorten, welcher Ausbau und welches Verhältnis von Frucht zu Tannin den Hausmarke Rot 2019 tatsächlich prägen, lässt sich ohne verifizierte Produktdaten nicht genauer festlegen. Eine detaillierte Verkostungsbeschreibung sollte diese Angaben nicht durch bloße Vermutungen ersetzen.
Abgang und Reifepotenzial
Für einen regional geprägten Hauswein stehen Harmonie und Trinkfluss im Vordergrund. Ein ausgewogener Nachhall mit Frucht und dezenter Würze wäre stilistisch passend. Da der Jahrgang 2019 bereits einige Jahre Flaschenreife hinter sich hat, ist der aktuelle Zustand besonders von Lagerung und Verschluss abhängig. Ob die Frucht noch frisch wirkt oder sich bereits gereifte Noten entwickelt haben, lässt sich ohne Flaschenprobe nicht zuverlässig sagen.
4. Technische Daten
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Hausmarke Rot
Jahrgang
2019
Herkunft
Mittelburgenland, Österreich
Weingutsstandort
Horitschon
Rebsorte(n)
Nicht verlässlich bestätigt
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Geschmacksrichtung
Nicht analytisch bestätigt
Alkohol
12,5 %
Restzucker
1,0 g/lt
Gesamtsäure
5,5 g/lt
Boden
Top Riede: Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Tiefgründige, eisenhaltige Böden aus Lehm und Ton mit enormer Wasserspeicherfähigkeit. 40-45 Jahre alte Reben. In Konversion zu ökologischem Weinbau (Bio Austria: AT-BIO-302).
Gärung und Ausbau
15 Monate Ausbau ohne Schönung im Großen Holz. Nur grob filtriert
Verschluss
Drehverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Bewirtschaftung
In Konversion zum ökologischen Weinbau; abgeschlossene Bio-Zertifizierung für den Jahrgang nicht bestätigt
Empfohlene Trinktemperatur
Etwa 15–17 °C als allgemeine Empfehlung für ausgewogene Rotweine
Trinkreife
Abhängig von Lagerung und Flaschenzustand
5. Speiseempfehlungen
Wiener Schnitzel mit Petersilienkartoffeln
Gebratene Schweinemedaillons mit Kräutern
Pasta mit Sugo aus Rindfleisch
Faschierte Laibchen mit Erdäpfelpüree
Gegrillte Bratwürste mit Senf
Ofengemüse mit Rosmarin
Pilzrisotto
Mittelgereifter Bergkäse
VerkostungsnotizLeuchtendes, dunkles Rubinrot. In der Nase verführerischer Duft von Kirschen und viel Beerenaroma. Am Gaumen angenehm frisch und fruchtig, wieder elegante Kirschnoten, schmeichlerisch-beschwingt, mit sehr milder Säure. Die traditionelle, fruchtig-milde Rotweincuvée aus den beiden Leitsorten des Carnuntums: Unglaublich süffig! Weingut Artner - Höflein, CarnuntumAuf einer Fläche von 30 Hektar bewirtschaftet das Weingut Artner in Höflein im Herzen des Weinbaugebietes Carnuntum, Weingärten, die vorwiegend auf steinigen Kalk- und Lössböden liegen. Die Lagen genießen den klimatischen Einfluss des Neusiedler Sees sowie der nahe gelegenen Donau. Das Weingut Artner hat sich insbesondere auf die heimischen Rebsorten, wie Zweigelt und Blaufränkisch spezialisiert. Jedoch auch internationale Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot werden angebaut und vinifiziert.Als perfekte Ergänzung betreibt die Familie in Wien ein Hauben-Restaurant mit Schwerpunkt traditionellen heimischen Gerichten. Beim Heurigen im alten Bauernhof in Höflein kann man auch die Weine und Ziegenkäsespezialitäten der Familie genießen.
Nero d’Avola Sicilia DOC 2025
Funaro – Santa Ninfa/Trapani | Sizilien | bio
Der Nero d’Avola 2025 von Funaro ist ein reinsortiger, biologisch erzeugter Sicilia DOC und zeigt die sizilianische Leitrebsorte in ihrer fruchtbetonten, saftigen und unkomplizierten Art. Die Trauben stammen aus dem Gebiet von Salemi, rund 140 Meter über dem Meeresspiegel.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich in leuchtendem Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtig mit Kirsche, Brombeere und roten Beeren, begleitet von feinen Kräuteranklängen. Der Wein wirkt nicht marmeladig, sondern frisch und klar in seiner Frucht. Am Gaumen ist er reich und saftig, mit einer für Nero d’Avola typischen, lebendigen Säure. Das Tannin bleibt weich und angenehm eingebunden, wodurch der Wein bereits jung sehr zugänglich ist. Das Finale ist fruchtbetont und besitzt eine schöne, anhaltende Frische. Ein unkomplizierter, moderner Nero d’Avola: dunkel-fruchtig, saftig und frisch mit schönem mediterranem Charakter.
Die Trauben stammen aus dem Funaro-Weinberg bei Salemi auf etwa 140 Metern Höhe. Der Boden ist reich an organischer Substanz und besitzt eine schluffig-tonige Struktur mit kiesigem Skelett. Die Lese erfolgt zwischen der ersten und zweiten Septemberdekade in den kühleren Morgenstunden.Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben etwa zehn Tage auf den Schalen mazeriert und bei konstant etwa 20 °C im Edelstahl vergoren. Nach der natürlichen malolaktischen Gärung reift der Wein weiter im Edelstahl, bevor er abgefüllt wird und noch auf der Flasche nachreifen darf. Holz spielt keine prägende Rolle – entsprechend klar und saftig bleibt die Frucht.Der Jahrgang 2025 wird mit 14,5 % vol. und rund 5,9 g/l Säure angegeben.
Perfekt zu
Der Wein ist ein ausgesprochen vielseitiger Begleiter zu italienischer Küche:
Pizza
Pasta mit Tomatensauce
Pasta al Ragù
Lasagne
Salsiccia
gegrilltes Fleisch
Burger
Antipasti und Salumi
gegrilltes Gemüse
Auberginen- und Tomatengerichte
mittelkräftiger Käse
Besonders stimmig ist Pasta al Ragù: Die saftige Kirsch- und Beerenfrucht nimmt die Tomate auf, während die Säure für Frische sorgt.
Auch zu einer Pizza mit Salsiccia oder würziger Salami ist er ideal.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Syrah Terre Siciliane IGP 2024
Funaro – Santa Ninfa/Trapani | Sizilien | bio
Der Syrah 2024 von Funaro ist ein reinsortiger, biologisch erzeugter Syrah aus den Weinbergen der Tenuta di Salemi. Er steht für einen unkomplizierten, mediterranen Stil: viel rote Frucht, schwarzer Pfeffer und Lakritz, getragen von weichen Tanninen und einer angenehmen Frische.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtig mit roten Beeren und reifen Kirschen, dazu kommen die für Syrah charakteristischen Noten von schwarzem Pfeffer und Lakritz. Am Gaumen präsentiert er sich weich, ausgewogen und saftig. Die Frucht steht im Vordergrund, während die harmonischen, gut eingebundenen Tannine für Struktur sorgen. Eine feine Würze begleitet den Wein bis ins Finale. Der Nachhall ist fruchtig, würzig und angenehm frisch.
Ein unkomplizierter, mediterraner Syrah mit viel Frucht, Pfefferwürze und weichem Tannin.Die Syrah-Trauben stammen aus der Tenuta di Salemi auf etwa 140 Metern Höhe. Der Boden ist reich an organischer Substanz und besitzt eine schluffig-tonige Struktur, die den Reben eine gute Wasserversorgung ermöglicht.Die Lese findet gewöhnlich Ende August bis Anfang September statt – bewusst in den kühleren Stunden des Tages. Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben etwa zehn Tage auf den Schalen mazeriert und bei rund 20 °C im Edelstahl vergoren. Anschließend folgt die natürliche malolaktische Gärung.Der weitere Ausbau erfolgt im Edelstahl, bevor der Wein auf der Flasche verfeinert wird. Holz spielt bei diesem Wein keine Rolle. Dadurch bleibt die charakteristische Frucht- und Pfefferaromatik des Syrah klar und unverfälscht erhalten. Der Jahrgang 2024 wird mit 14 % vol. angegeben.
Perfekt zu
Der Syrah ist ein sehr vielseitiger Begleiter:
Salsiccia vom Grill
gegrilltes Hähnchen
Schweinefleisch
Lamm
Pasta mit Ragù
Pizza mit Salami
Couscous mit Fleisch oder Gemüse
mediterrane Gemüsegerichte
Salumi
mittelkräftige und gereifte Käse
Besonders schön ist die Kombination mit sizilianischem Couscous mit Gemüse und würziger Salsiccia: Die Pfeffernoten des Syrah greifen die Würze des Gerichts auf, während die saftige rote Frucht für einen schönen Kontrast sorgt.
Auch zu gegrillter Salsiccia ist er ausgesprochen stimmig.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Blaufränkisch Vielfalt 2019, QW
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich · In Bio-Konversion
1. Einleitung
Der Blaufränkisch Vielfalt 2019 von Gober & Freinbichler steht für einen zugänglichen, zugleich herkunftsbetonten Zugang zur wichtigsten Rotweinsorte des Mittelburgenlands. Blaufränkisch verbindet hier dunkle und rote Beerenfrucht mit pfeffriger Würze, lebendiger Säure und einer markanten, aber idealerweise gut eingebundenen Tanninstruktur.
Schon der Name „Vielfalt“ legt den Schwerpunkt auf die facettenreiche Ausdruckskraft der Rebsorte. Im Unterschied zu einem ausdrücklich als Riedenwein bezeichneten Blaufränkisch lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, dass der Wein aus einer bestimmten Einzellage stammt oder mehrere konkrete Lagen vereint. Eine genaue Herkunfts- und Ausbauzuordnung sollte deshalb auf gesicherten Produktangaben beruhen.
Der Jahrgang 2019 bietet einen passenden Rahmen für einen Blaufränkisch, bei dem Frucht und Struktur zusammenfinden. Nach mehreren Jahren Flaschenreife können sich die anfänglich fruchtigen Aromen zunehmend mit würzigen und erdigen Nuancen verbinden. Wie ausgeprägt diese Entwicklung bei der konkreten Flasche ist, hängt von ihrer Lagerung ab.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe
Dunkles Kirschrot mit rubinroten Reflexen. Die Farbe wirkt konzentriert, bleibt dabei jedoch typisch für einen Blaufränkisch, dessen Ausdruck nicht allein auf Dichte, sondern auch auf Frische und Klarheit beruht.
Nase
Im Duft dominieren saftige, dunkle Kirschen. Die Frucht ist eher herb und kühl als süß oder marmeladig. Dazu kommen dezente Holztöne und eine zurückhaltende Würze, die an Kräuter und grünen Pfeffer denken lässt. Die Aromatik ist bewusst geradlinig: Statt einer Vielzahl übereinanderliegender Duftnoten steht die präzise Interpretation der Kirschfrucht im Vordergrund.
Gaumen
Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck konsequent fort. Die dunkle Kirsche wirkt saftig, herb und klar umrissen. Eine frische, kühlende Säure verleiht dem Wein Zug und verhindert, dass die Frucht breit oder schwer erscheint. Zugleich sorgt die Extraktdichte für genügend Substanz, sodass die straffe Säure nicht karg wirkt.
Das Holz bleibt dezent im Hintergrund. Es prägt den Wein nicht mit dominanten Röstaromen, sondern fügt sich in die Gesamtstruktur ein. Die Tannine wirken im stilistischen Gesamtbild eher griffig als üppig; entscheidend ist die Balance zwischen Fruchtextrakt, Säure und einer angenehm trockenen Anmutung.
Abgang und Reifepotenzial
Der Nachhall ist für diesen Wein besonders charakteristisch: Die kühle Kirschfrucht bleibt lange präsent, begleitet von einer feinen pfeffrigen Würze. Der Eindruck ist geradlinig und nachhaltig, ohne unnötige Schwere. Gerade diese Konzentration auf wenige, klar erkennbare Elemente macht den Wein reizvoll.
Der Jahrgang 2019 ist inzwischen gereift. Die frische Säure und die klare Fruchtstruktur sprechen grundsätzlich für eine gewisse Entwicklungsfähigkeit. Ob die Flasche aktuell noch jugendliche Kirschfrucht zeigt oder bereits stärker gereifte Noten entwickelt hat, hängt von der Lagerung ab. Bei guter Aufbewahrung dürfte die Balance aus Frucht, Säure und Tannin weiterhin den Kern des Weins bilden.
4. Technische Daten
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Blaufränkisch Vielfalt
Jahrgang
2019
Herkunft
Mittelburgenland, Österreich
Weingutsstandort
Horitschon
Herkunft der Trauben
Horitschon und Neckenmarkt
Rebsorte
Blaufränkisch
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Geschmacksrichtung
Trocken
Alkohol
12,5 % vol.
Restzucker
1,0 g/l
Gesamtsäure
5,6 g/l
Boden
Gärung
Ausbau
Großes Holzfass laut Produktangabe
Verschluss
Drehverschluss laut Produktangabe
Flaschengröße
0,75 l
Bewirtschaftung
Trinktemperatur
14–16 °C
Trinkreife
Gereift; Zustand abhängig von Lagerung und Flaschenentwicklung
5. Speiseempfehlungen
Gegrillte Schweinefiletmedaillons mit Kräutern
Rindersteak mit Pfefferjus
Geschmorte Rinderbrust
Entenkeule mit Rotkraut
Lammkoteletts mit Rosmarin
Gebratene Kräuterseitlinge mit Polenta
Kartoffelgratin mit Bergkäse
Mittelgereifter Bergkäse
Epifanio Tinto Roble Ribera del Duero D.O. 2023
Bodegas Epifanio Rivera · Pesquera de Duero · Spanien
Der Epifanio Tinto Roble 2023 ist ein fruchtbetonter, zugänglicher Rotwein aus der spanischen Region Ribera del Duero. Aus 100 % Tempranillo – hier traditionell Tinto Fino genannt – gekeltert, verbindet er saftige Schwarzkirsche und Brombeere mit feiner Würze und dezenten Röstaromen. Der sechsmonatige Ausbau im französischen und amerikanischen Eichenholz gibt ihm zusätzliche Tiefe, ohne die Frucht in den Hintergrund zu drängen. Am Gaumen wirkt er rund und konzentriert, mit reifen Tanninen und einer angenehmen Frische.Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Wein in einem kräftigen Rubinrot. In der Nase dominieren Schwarzkirschen, Brombeeren und Holunder, begleitet von Lakritz, einer feinen Kräuterwürze und dezenten Röstnoten. Am Gaumen präsentiert sich der Tempranillo saftig und ausgewogen. Die dunkle Frucht wird von fein eingebundenen Tanninen getragen, während Anklänge von Vanille und gerösteten Gewürzen den Ausbau im Holz erkennen lassen.
Die Säure sorgt für Frische und Balance, der Nachhall bleibt fruchtig und angenehm würzig. Der Epifanio Tinto Roble ist ein unkomplizierter, charaktervoller Ribera del Duero, der sich besonders für den Genuss in seiner Jugend eignet.
Die Geschichte des Weins
Bodegas Epifanio Rivera ist ein Familienweingut in Pesquera de Duero, im Herzen der renommierten Weinregion Ribera del Duero. Die Familie Rivera-Aparicio baute lange Zeit Trauben für andere renommierte Weingüter der Region an, bevor sie 2004 begann, eigene Weine unter dem Namen Epifanio Rivera abzufüllen. Die Weinberge umfassen rund 20 Hektar und beherbergen Reben unterschiedlichen Alters.
Der Tinto Roble wird aus 100 % Tempranillo hergestellt. Die Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Nach der Gärung reift der Wein sechs Monate in französischen und amerikanischen Eichenfässern. Dieser vergleichsweise kurze Ausbau bewahrt die Frucht und ergänzt sie um feine Holz- und Gewürznoten.
Speisenempfehlung
Seine dunkle Frucht, die dezente Holzwürze und die ausgewogene Tanninstruktur machen den Epifanio Tinto Roble zu einem vielseitigen Begleiter der mediterranen Küche.
Fleisch: gegrilltes Rind, Kalbsbraten oder Schweinefilet
Spanische Küche: Serrano-Schinken, Chorizo und Tapas
Pasta: würzige Pasta mit Tomatensauce oder Ragù
Grillgerichte: gegrilltes Gemüse und marinierte Fleischspieße
Käse: Manchego und andere mittelkräftige Hartkäse
VerkostungsnotizBrilliantes, kräftiges Rubinrot. In der Nase herzhafte Noten von Waldhimbeeren, Kirschen und Blutorangen, Anklänge von feuchtem Unterholz und Schwarzbrot, umspielt von heller Würze. Am Gaumen feinduftig und elegant, viel helle Fruchtnuancen gesellen sich zur gut balancierten Säure und zu feinkörnigem Tannin. Ein Wein wie aus einem Guss (!), mit seidiger Textur und angenehmem Nachhall.Die größtenteils alten Reben bringen einen dunklen und würzigen Pinot-Stil hervorWeingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Verkostungsnotiz:Mittleres, leuchtendes Purpurrot. In der Nase feiner Blütenduft (weiße Blüten und Veilchen), zarte Kirscharomen sowie Hagebutte, Toast-, Kaffee- und Vanilleanklänge. Am Gaumen angenehme Nuancen roter Früchte, ausdrucksvoll, frisch und gut strukturiert, rund und harmonisch, Säure und Tannine schön ausgereift. Ein unkomplizierter Wein mit cremigem Abgang, der an Karamell erinnert.Hacienda El TerneroDie 250 Hektar große Hacienda El Ternero liegt mit 60 Hektar Ertragsweingärten (weitere 60 Hektar Neuanlagen), Olivenbäumen (3 ha) und bewaldetem Hügel-land sehr idyllisch im Herzen des Rioja Alta auf einer Höhe von 650 m über dem Meeresspiegel. Innerhalb der Rioja-Gemeinden von Sajazarra, Anguciana, Galbárruli und Villalba, in der Nähe der Obarenesberge, befinden sich die Weinberge von El Ternero. Verwaltungstechnisch gehört das Gut allerdings, als Enklave in Burgos, zu Castilla y Leon.Die Anfänge der Hacienda El Ternero gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück, als die Ländereien zum Zisterzienzerkloster Santa María de Herrera gehörten. Der Name „El Ternero“ (deutsch: Kalb) geht auf die Tätigkeit der mittelalterlichen Mönche zurück, die u.a. mit der Aufzucht von Kälbern ihren Unterhalt bestritten. Mit den feinen Kalbsleder-Erzeugnissen wurden die Schreibstuben der umliegenden Klöster für kostbare Manuskriptarbeiten beliefert. Um Wein für kirchliche Zeremonien zu keltern, betrieben schon die Mönche Weinbau, was zahlreiche Dokumente aus dieser Zeit bezeugen. Als 1835 die Säkularisation spanischer Klöster begann, wurde auch der ursprüngliche Klosterbesitz in das Eigentum eines adligen Lords überführt, und das Dorf Ternero begründet. Vier wohlhabende, baskische Familien erwarben Ende des 19. Jahrhunderts das Gut mit seinen Ländereien, um dort an den Wochenenden dem Jagdvergnügen nachgehen zu können.Der heutige Besitzer ist Fernando García Alcubilla, Spross einer Familie aus dem Rioja (Logroño), der sich 2009 seinen langgehegten Traum vom eigenen Weingut verwirklichte. Inspiriert durch seinen Großvater, der als Manager bekannter Rioja-Weingüter arbeitete, vergingen mehr als 10 Jahre bis Fernando García Alcubilla auf der Suche nach einem geeigneten Weingut sein Herz an die Hacienda El Ternero verlor.Von den umliegenden Bergen vor extremer, winterlicher Kälte geschützt, gedeihen hier u.a. die Rebsorten Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Viura. In dem günstigen Mikroklima entwickelt sich auf lehmigen und Kalkstein haltigen Böden ein eher atlantischer Stil von Riojaweinen, der durch eine attraktive Aromatik, ein geschmeidiges Mundgefühl und durch eine angenehme Säure charakterisiert wird. El Ternero-Weine bestechen zudem mit ihrer zurückhaltend-eleganten Art, die durch feinkörnige Tannine und nur leichtes Toasten der Barriquefässer harmonisch ergänzt und vollendet werden.Die Hacienda El Ternero nutzt für kellerwirtschaftliche und administrative Zwecke auch heute noch viele der historische Klostergebäude, eine alte Schule, ein Hospital und eine Herberge für Pilger des Jakobwegs, sowie eine Eremitage. In diesen alten Gemäuern reifen die Erzeugnisse von El Ternero, wie in alten Zeiten, in französischen Barriques zu einem der besten Weine des Rioja.Der D.O.Ca. Rioja Control Board hat das Weinjahr 2015 offiziell als “sehr gut” eingestuft. 2015 war der früheste Lesebeginn in der Geschichte des Rioja. Die zügige Lese der durchwegs gesunden und vollreifen Trauben brachte hervorragende Ergebnisse, sowohl in Menge als auch in Qualität! Die Weine dieses Jahrgangs sind durch eine außergewöhnliche Frische und Eleganz geprägt, ergänzt durch ein ausgezeichnetes Reifungspotential.
Salento Rosso IGP „Susù“ 2023
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Susù 2023 ist eine besonders schöne Gelegenheit, die autochthone Rebsorte Susumaniello pur kennenzulernen. Cantine Risveglio erzeugt den Wein aus 100 % Susumaniello von rund 40–50 Jahre alten Rebstöcken in Brindisi. Die Reben stehen auf mittleren Böden in nur 10–20 m Höhe und werden traditionell als Alberello Pugliese erzogen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in einem intensiven Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv und erstaunlich fein: Brombeere, schwarze Johannisbeere und Schwarzkirsche treffen auf würzige Aromen und dezente Röstaromen. Dazu kommen feine Anklänge von Vanille und dunklen Gewürzen. Am Gaumen ist der Susù kräftig, weich und saftig, dabei deutlich frischer als viele schwere Rotweine aus Apulien. Die dunkle Beerenfrucht besitzt viel Extrakt, während die lebendige Säure und die typische, leicht herbe Tanninstruktur des Susumaniello für Spannung sorgen. Eine dezente Salzigkeit gibt dem Wein zusätzlichen Zug. Der viermonatige Ausbau in französischem Eichenholz bringt zusätzlichen Schmelz und Würze, ohne den eigenständigen Charakter der Rebsorte zu überdecken. Das Finale ist lang, würzig und fruchtbetont, mit dunklen Beeren, feinem Tannin und einem leicht salzigen Nachhall.
Ein charaktervoller Apulier mit viel Frucht und Schmelz – aber gleichzeitig erstaunlich frisch und elegant.
Susù ist der reinsortige Botschafter einer fast vergessenen Rebsorte.
Susumaniello ist eine traditionelle rote Rebsorte des Salento, die insbesondere im Raum Brindisi zuhause ist. Cantine Risveglio widmet ihr mit dem Susù einen eigenen reinsortigen Wein. Das Weingut arbeitet dafür mit alten Rebstöcken, die etwa 40 bis 50 Jahre alt sind.
Die Trauben stammen aus einem nur etwa einen Hektar großen Weinberg. Rund 5.000 Rebstöcke liefern dort vergleichsweise kleine Mengen; die Handlese erfolgt Anfang Oktober. Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben entrappt und für 15–20 Tage temperaturkontrolliert in Stahltanks vergoren. Anschließend reift der Wein vier Monate in französischen Eichenbehältern.
Das Ergebnis zeigt sehr schön, weshalb Susumaniello derzeit wieder stärker ins Rampenlicht rückt: Die Sorte besitzt intensive Farbe, dunkle Frucht und Struktur, bringt aber gleichzeitig eine bemerkenswerte Säure und Frische mit. Genau diese Kombination macht sie eigenständiger als viele üppige, alkoholreiche Rotweine des Südens.
Der 2023er wurde sogar mit den 5 Grappoli von Bibenda 2026 ausgezeichnet – einer der bedeutenden italienischen Weinführerpreise.
Perfekt zu
Orecchiette mit kräftigem Ragù, gegrilltem Fleisch, Lamm, Kaninchen, Wild, Schmorgerichten, Salsiccia, Salumi und gereiftem Pecorino. Besonders gut funktioniert der Wein auch zu gereiftem Hartkäse.
Serviertemperatur: ca. 16–18 °C.
Zweigelt „Classic“ Carnuntum DAC 2024, GRASSL, Göttlesbrunn – Carnuntum
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Grassl liegt in Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum und ist stark auf charaktervolle Rotweine aus regionaltypischen Rebsorten ausgerichtet. Zweigelt nimmt rund die Hälfte des Sortenspiegels ein und bildet damit eine zentrale Säule des Weinguts. Die Weinberge werden nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Der Zweigelt Classic ist als Carnuntum DAC ein gebietstypischer Rotwein und steht für die fruchtbetonte, unkomplizierte und zugleich substanzreiche Seite der wichtigsten roten Rebsorte Carnuntums.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen südostexponierten Lagen im Weinbaugebiet Carnuntum. Die bis zu 50 Jahre alten Reben stehen auf sandig-lehmigen, gut wasserspeichernden Böden, die eine gleichmäßige Reife ermöglichen. Der Mix aus jüngeren und älteren Rebanlagen trägt zur Vielschichtigkeit und Würze des Weines bei. Die südöstliche Ausrichtung sorgt für gute Sonneneinstrahlung, während die lehmigen Bodenanteile auch in trockeneren Phasen eine gute Wasserversorgung gewährleisten.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde mit 13,0 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,2 g/l Restzucker ausgebaut. Damit zeigt er eine trockene, frische und ausgesprochen trinkfreundliche Stilistik.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden Anfang September 2024 in zwei Selektionsdurchgängen von Hand gelesen. Die kontrollierte Vergärung erfolgte mit natürlichen Hefen in Edelstahlbehältern bei rund 30 °C. Durch sanftes Überfluten des Tresterhutes und eine Maischestandzeit von 12 bis 16 Tagen wurde Farbe, Frucht und Struktur schonend extrahiert. Anschließend erfolgte der biologische Säureabbau in gebrauchten Barriques und Holzgärständern. Die Reifung dauerte bis zur Abfüllung im September 2025. Dadurch erhält der Wein zusätzliche Geschmeidigkeit und Würze, ohne dass der Holzcharakter die Zweigelt-Frucht dominiert.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Zweigelt kräftig und klar fruchtbetont. Schwarzkirsche und blaue Beeren prägen das Bukett, ergänzt von einer kühlen, würzigen Komponente. Der Duft wirkt saftig, dunkelbeerig und zugleich animierend.
Am Gaumen
Saftig und dicht mit einer angenehm weichen Textur. Die dunkle Beerenfrucht setzt sich am Gaumen fort und wird von feiner Säure getragen. Die Tannine sind fein und gut eingebunden. Eine dezente kühle Würze sorgt für zusätzliche Spannung, während das Finale weich und fruchtbetont ausklingt.Der Wein verbindet damit Fruchtfülle und unkomplizierten Trinkfluss mit ausreichend Struktur für die Begleitung einer vielseitigen Küche.
Aromatik
Schwarzkirsche
rote und blaue Beeren
Brombeere
Cassis
dunkle Pflaume
feine Pfefferwürze
dezente Kräuterwürze
leicht erdige Nuancen
sanfte Holz- und Röstanklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Zweigelt Classic 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder einem vergleichbaren großen Weinführer dokumentiert. Die bei Falstaff mit 92 Punkten bewertete 2024er Abfüllung von Philipp Grassl ist der höher eingestufte Rubin Carnuntum 2024 und nicht der Zweigelt Classic; diese Bewertung sollte daher nicht auf den Classic übertragen werden.
Reifepotenzial
Der Zweigelt Classic ist in erster Linie für den frühen und unkomplizierten Genuss konzipiert. Die Kombination aus frischer Säure, feinen Tanninen und moderatem Alkohol ermöglicht dennoch einige Jahre Flaschenreife. Als Orientierung werden etwa fünf Jahre Lagerfähigkeit angegeben.Seine Stärke liegt allerdings klar in der jugendlichen Kirsch- und Beerenfrucht sowie im saftigen Trinkfluss.
Servieren
Optimal bei 14–16 °C. Ein mittelgroßes Rotweinglas ist vollkommen ausreichend. Dekantieren ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Pasta mit kräftigen Saucen
Pizza mit würzigem Belag
zarten Fleischgerichten
Kalb und Schwein
Geflügel vom Grill
Wildgerichten mit nicht zu kräftiger Sauce
mediterraner Küche
Gemüse aus dem Ofen
mildem und weichem Käse
Auch die Empfehlungen des Weinguts nennen Pasta, zarte Fleisch- und Wildgerichte sowie helle und weiche Käsesorten.
Negroamaro Salento IGP „72100“ 2023
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der 72100 Negroamaro 2023 ist ein reinsortiger Ausdruck des wichtigsten Rotweins von Brindisi. Schon der Name verweist auf die Postleitzahl der Stadt und damit ganz bewusst auf die Herkunft. Die Trauben stammen aus alten, rund 50–60 Jahre alten Alberello-Reben aus den Lagen Giancola und Cillarese. Cantine Risveglio beschreibt diese beiden Cru als Zeugnisse der langen Weinbautradition rund um Brindisi.
Der Jahrgang 2023 erhielt bei Falstaff 90 Punkte und wurde 2026 mit dem Puglia Trophy ausgezeichnet.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 72100 in einem tiefen Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv, klar und würzig: rote und dunkle Beerenfrucht verbindet sich mit Schwarzkirsche, Brombeere und Pflaume, dazu kommen feine Gewürznoten und eine dezente balsamische Würze. Am Gaumen zeigt sich der Negroamaro weich, saftig und ausgewogen, mit angenehmer Frische. Die reife Frucht wirkt nicht schwer, sondern wird von einer lebendigen Säure getragen. Das Tannin ist präsent, aber gut eingebunden und verleiht dem Wein Struktur. Charakteristisch ist die Kombination aus süditalienischer Wärme und überraschender Frische. Genau diese Balance hebt den 72100 von vielen üppigeren Negroamaro-Interpretationen ab. Der Ausbau erfolgt nach einer 15–20-tägigen temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl. Anschließend reift der Wein vier Monate im 50-hl-Edelstahlsilo und weitere vier Monate in Barriques. Das Finale ist fruchtig, würzig und angenehm trocken, mit dunkler Beerenfrucht und feinem Tannin.
Ein charaktervoller Negroamaro aus Brindisi – saftig, würzig und erstaunlich frisch.
72100 ist mehr als ein Name – es ist ein Herkunftsbekenntnis.
Die Zahl 72100 ist die Postleitzahl von Brindisi. Cantine Risveglio verbindet sie mit einem Wein, dessen Trauben aus alten Weinbergen rund um die Stadt stammen. Besonders die Lagen Giancola und Cillarese gelten als zwei traditionelle Cru des Gebiets.
Die alten Reben – etwa 50 bis 60 Jahre alt – werden traditionell als Alberello Pugliese erzogen. Die niedrige Buschform ist perfekt an das heiße und trockene Klima des Salento angepasst und trägt dazu bei, trotz der schwierigen Bedingungen aromatisch konzentrierte Trauben zu erzeugen.
Im Keller wird der Wein bewusst nicht überinszeniert. Nach der Gärung im Edelstahl erhält er durch den viermonatigen Barriqueausbau zusätzliche Würze und Rundung. Der Holzanteil bleibt dabei so dosiert, dass die typische Frucht und Würze des Negroamaro im Mittelpunkt stehen.
Der 2023er bestätigt diesen Stil eindrucksvoll: Falstaff verlieh ihm 90 Punkte und würdigte damit einen Wein, der seine Herkunft und die Eigenart des Negroamaro überzeugend zum Ausdruck bringt.
Perfekt zu
Orecchiette mit Ragù, Pasta al forno, Salsiccia, gegrilltem Fleisch, Lamm, geschmortem Rind, Auberginen, Parmigiana di melanzane und gereiftem Pecorino.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Verkostungsnotiz
Der „Susù“ von Cantine Risveglio ist ein charaktervoller Rotwein aus der autochthonen apulischen Rebsorte Susumaniello. Im Glas zeigt er ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Sein Bouquet ist geprägt von roten Beeren, begleitet von würzigen und balsamischen Nuancen.
Am Gaumen verbindet er Wärme und Fülle mit einer angenehmen Frische. Die für Susumaniello typische Tanninstruktur gibt dem Wein Rückgrat, während eine feine salzige Note und der würzige Nachhall für zusätzliche Spannung sorgen. Der Ausbau in französischer Eiche rundet die Struktur ab, ohne den eigenständigen Charakter der Rebsorte zu überdecken.
Speiseempfehlungen
Rind: Rinderschmorbraten mit dunkler Sauce oder gegrilltes Steak
Lamm: Lammkoteletts mit Rosmarin und Knoblauch
Wild: Hirschragout oder Reh mit kräftiger Sauce
Pasta: Lasagne oder Pasta mit langsam geschmortem Fleischragout
Käse: gereifter Pecorino, würziger Hartkäse oder mittelalter Bergkäse
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