Secco Carlo rosé, Deutscher Perlwein, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann ist fest in Walsheim in der Südpfalz verwurzelt. Die Familie betreibt dort seit Generationen Weinbau; heute führt Markus Pfaffmann das Weingut gemeinsam mit seiner Familie. Die Weinberge liegen in und um Walsheim sowie in den angrenzenden Gemeinden der Südlichen Weinstraße. Traditionelle Lagen wie Walsheimer Silberberg, Nussdorfer Kirchenstück und Knöringer Hohenrain bilden die Grundlage des Sortiments. Der Carlo Rosé gehört zur unkomplizierten, feinperligen Secco-Linie des Hauses. Der Wein ist offiziell als „Deutscher Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure“ ausgewiesen und wird trocken angeboten.
Stil & Herkunftscharakter
Der Carlo Rosé steht weniger für einen bestimmten Einzellagencharakter als für den fruchtbetonten, leichten Stil der Südpfalz. Die sonnenverwöhnten Weinberge bringen reife rote Frucht hervor, während die Kohlensäure für Frische und Leichtigkeit sorgt. Als Rebsorten werden Spätburgunder und Blauer Portugieser angegeben.
Vinifikation
Der Perlwein wird trocken ausgebaut und anschließend mit Kohlensäure versetzt. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wodurch die Primärfrucht erhalten bleibt. Je nach aktueller Abfüllung liegen Alkohol und analytische Werte leicht unterschiedlich; die aktuelle Weingutsexpertise nennt 11 % vol., während Händlerangaben teilweise 11,5 % vol. ausweisen.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles, frisches Rosé. Die Perlage ist fein und unkompliziert, der Duft ausgesprochen fruchtbetont. Im Vordergrund stehen junge Erdbeeren und saftiger Apfel, begleitet von Limette und einer zarten Kräuterwürze. Die Frucht wirkt frisch und saftig, nicht marmeladig oder schwer.
Am Gaumen
Leicht, lebendig und erfrischend. Die feine Kohlensäure verstärkt den fruchtigen Eindruck und macht den Wein ausgesprochen trinkanimierend. Erdbeere und Apfel werden von frischer Limette begleitet; im Nachhall kommt eine dezente Kräuterwürze hinzu. Trotz der Bezeichnung trocken besitzt der Carlo Rosé eine deutlich fruchtige, weiche Wirkung. Die aktuelle Expertise beschreibt ihn ausdrücklich als leichten Rosé mit frischem Limetten- und Kräuternachhall.
Aromatik
junge Erdbeere
roter Apfel
Limette
rote Beeren
dezente Kräuterwürze
frische, sommerliche Frucht
Reifepotenzial
Der Carlo Rosé ist eindeutig für den jungen Trinkgenuss konzipiert. Die aktuelle Weingutsexpertise nennt ein Trinkfenster von jetzt bis 2027. Die Stärke liegt in Frische, Frucht und Perlage – eine längere Lagerung ist nicht vorgesehen.
Servieren
Sehr kalt bei 6–8 °C servieren.
Ideal als Aperitif, auf der Terrasse oder zu unkomplizierten sommerlichen Gerichten.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Bruschetta
Mozzarella mit Tomaten und Pesto
Antipasti
mediterranen Salaten
Meeresfrüchtesalat
Garnelen
leichten Fischgerichten
sommerlichen Gemüsegerichten
Geflügel
Erdbeer- und Beerenvorspeisen
Das Weingut empfiehlt insbesondere mediterrane Antipasti sowie Salat mit Meeresfrüchten.
Verkostungsnotiz:Dichtes strahlendes Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase intensive Aromen von Zwetschgen, Brombeer- und Himbeerkom-pott, Spuren von Kakao, Toffee und Tabak, umrahmt von leichten Unterholztönen sowie unterschwellige Noten getoasteten Brotes. Am Gaumen wieder herausragende, komplexe Frucht- und feine Holznuancen, mit vibrierender Frische und cremiger Extraktsüße gesegnet. Ein eleganter und harmonischer Wein mit langanhaltendem Nachhall und animierenden, charmant-süßen Nuancen. Bodega Pago de Larrainzar - Ayegui, NavarraPago de Larrainzar ist ein modernes Familienweingut, das seinen Sitz auf einem schönen, historischen Gelände in der Nähe eines Klosters hat. Vor 150 Jahren hat der Ururgroßvater des heutigen Eigentümers in Ayegui - einem Örtchen, das am Jakobsweg gelegen ist - erste Reben gepflanzt und damit den Grundstock für dieses Traditionshaus gelegt. Die Goldmedaille für einen hervorragenden Tempranillo-Wein, der 1929 auf der Weltausstellung in Barcelona geehrt wurde, bezeugt das weinbauliche Können der Familie. Einige Jahre war das Gut allerdings in einen „Dornröschenschlaf“ gefallen, bis Miguel Canalejo - damals ein erfolgreicher Unternehmer in Pamplona - einen passionierten Traum verwirklichte, nämlich das alte Weingut wieder zum Leben zu erwecken.2001 war die Zeit reif, die unterbrochene Familientradition des Weinbaus fortzusetzen. So begann man 2002 mit dem Bau eines modernen Kellereigebäudes, das nach den Plänen des lokalen Architekten, Fernando Redón Huici, Gewinner des 2003 Principe de Viana Award for Arts, konzipiert wurde. Zwei von Miguels Kindern, Miguel Canalejo Lasarte (Technischer Direktor) und Irene Canalejo Lasarte (Marketing und Verkauf) stehen ihm zur Seite. Zu ihrer Unterstützung holten sie Alberto Alcantarilla Morales als Außenbetriebsleiter und den bekannten Önologen, Ignacio de Miguel Poch, mit ins Team.Heute gehören 17 Hektar Weinberge zum Besitz, mit den Sorten Tempranillo, Garnacha, Merlot und Cabernet Sauvignon bepflanzt. Das Weingut hat verschiedene Klone der französischen und spanischen Sorten selektioniert und arbeitet versuchsweise mit unterschiedlichsten Erziehungsmethoden, um die Ergebnisse im Weinberg zu optimieren. Neueste Erkenntnisse werden dabei in Einklang mit den Erfahrungen über das Land selbst gebracht. Können, Sorgfalt und intensive Arbeit im Weinberg sind eine solide Basis für beste Trauben.Die sortenrein ausgebauten Weine des Weinguts werden letztlich nach vielfältigen Verkostungsversuchen zu drei unnachahmlichen Cuvées komponiert: Pago de Larrainzar, Raso de Larrainzar und Angel de Larrainzar. Sie sind allesamt exklusiv in ihrer Zusammenstellung, elegant und ausgewogen balanciert.Zum 10-jährigen Wiederbestehen des Weinguts wurde 2013 die Cuvée „Angel de Larraizar“ kreiert. Sie ist eine Hommage an den Gründer des Weinguts, an „Angel“ Larrainzar, den Urgroßvater der Familie. Die Familie Larrainzar ist überzeugt, dass sich in dieser Cuvée Tradition und Moderne perfekt verbunden haben, und so zum Ausdruck einer lebendigen Vergangenheit werden. Der „Angel de Larrainzar ist ein körperreicher Wein mit außerordentlicher Frische, der großes Trinkvergnügen bereitet.
VerkostungsnotizIn der Nase zeigen sich charakteristische Duftnoten heller Früchte, wie Hagebutte, Ribisel oder Herzkirschen, ergänzt durch feinwürzige Spuren. Am Gaumen finden sich Aromen von dunklen Waldbeeren, Kirschen und Zwetschken, von saftiger Struktur, die mit einem reifen, seidigen Tanningerüst durchwoben ist, mittleres Gewicht bei elegantem Körper. Würzige Nuancen bis in den Abgang. Weingut Gober & FreinbichlerErst sieben Jahre alt ist das gemeinsame Weingut von Dominik Gober und Gerald Freinbichler. Die beiden sind jedoch keineswegs Quereinsteiger oder Newcomer. Dominik absolvierte 2007 die Weinbauschule in Eisenstadt und schloss 2014 seine Weiterbildung zum Weinund Kellermeister ab. Gerald war seit 2005 als Sommelier und Eventgastronom tätig. Und beide arbeiteten vor ihrem gemeinsamen Weinguts-Projekt schon einige Jahre lang zusammen: beim Weingut Weninger im Mittelburgenland kümmerte sich Dominik bereits um die Weinbereitung, Gerald verantwortete den Export und Vertrieb. Die beiden wussten also ganz genau, was sie wollten und hatten eine gemeinsame Leidenschaft: Den Blaufränkisch. Die Lagen in Neckenmarkt und Horitschon im Mittelburgenland sind wie gemacht dafür, die Vielfältigkeit dieser Rebsorte zu zeigen. Und dabei sind sie bei Weitem noch nicht so bekannt wie andere Burgenländer Lagen. Das perfekte Pflaster für junge Winzer, die Lust auf Herausforderungen haben. Die Bodenformationen reichen von tiefgründigen Lehm- und Tonböden über karge Schieferlagen bis hin zu feinem Muschelkalk. Die „Vermählung“ dieser Bodentypen führt zu Weinen, die mit Tiefe, Würze und Kraft punkten können und dabei immer Saftigkeit, feine Tannine und Fruchtnuancen zeigen. Natürlich gibt es neben Blaufränkisch auch die anderen „Klassiker“ aus Österreich zu entdecken: sei es würziger Zweigelt oder eine frisch-fruchtige weiße Cuvée, im Sortiment von Dominik und Gerhard wird jeder Weinliebhaber fündig. Wie gut die beiden ihre fünf Hektar im Griff haben, zeigt sich auch daran, dass sie bereits 2019 vom Gault & Millau Österreich mit dem Titel „Entdeckung des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Nicht der schlechteste Start für ein Weingut, das bestimmt noch eine große Zukunft vor sich haben wird
Weiss Gold 2024 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein Weingut 2015 in Gundelsbach im Remstal. Der Betrieb ist inzwischen auf gut zwölf Hektar angewachsen und arbeitet seit 2016 vollständig biologisch-dynamisch; aktuell ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Leon Gold absolvierte seine Ausbildung zum Techniker für Weinbau und Oenologie in Weinsberg und sammelte zuvor Erfahrungen unter anderem bei Leiner und Beurer. Der „Weiss Gold“ gehört zu den bekanntesten Basisweinen des Hauses. Die Cuvée war bereits mit dem Premierenjahrgang ein großer Erfolg und steht für einen bewusst unkomplizierten, fruchtbetonten und sehr trinkanimierenden Stil.
Lage & Terroir
Die Weinberge rund um Gundelsbach stehen auf den für das Remstal typischen Keuperformationen. Genannt werden Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und Mergel. Der Standort verbindet warme, sonnenexponierte Weinberge mit einer geologisch vielfältigen Unterlage.Beim „Weiss Gold“ steht allerdings nicht die Präzision einer einzelnen Lage im Mittelpunkt, sondern die aromatische und unkomplizierte Interpretation verschiedener regionaler Trauben.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt 11,5 % vol. Alkohol. Damit bleibt er leichtfüßig und unkompliziert. Die verfügbare technische Angabe nennt 6,7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Das Verhältnis aus moderatem Alkohol, lebendiger Säure und etwas Fruchtsüße unterstützt den ausgesprochen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus Kerner, Müller-Thurgau, Muskateller und Riesling. Die Trauben stammen aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen. Für den Jahrgang 2024 wird eine längere Kaltmazeration nach der Lese, schonendes Pressen über 24 Stunden und eine längere Spontangärung beschrieben. Der Wein bleibt anschließend auf der Hefe und wird mit sehr geringer Schwefelmenge stabilisiert. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wodurch die ausgeprägte Primärfrucht und die Frische der aromatischen Rebsorten erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits in der Nase zeigt der 2024er seine aromatische Seite. Weiße Blüten und gelbe Früchte stehen im Vordergrund, dazu kommen Nektarine und Ananas. Muskateller und Kerner verleihen der Cuvée eine florale und leicht exotische Duftigkeit.Weitere Verkostungsnotizen beschreiben besonders intensive Muskatnoten, Birne und reife Mirabelle sowie florale Rosenanklänge und einen Hauch weißen Pfeffers.
Am Gaumen
Saftig, leicht und verspielt. Birne und Zitrusfrucht werden von einer feinfruchtigen Säure getragen. Limette bringt Frische, während der moderate Alkohol den Wein schlank und unkompliziert hält. Eine zarte Mineralität sorgt für etwas zusätzlichen Griff.Der Nachhall bleibt fruchtig, frisch und animierend. Der Wein ist weniger auf Tiefe und Länge als auf unmittelbare Zugänglichkeit und hohen Trinkfluss ausgelegt.
Aromatik
Muskat und Muskatblüte
weiße Blüten
Rose
Birne
Mirabelle
Nektarine
Ananas
Limette
feine Kräuter- und Gewürznoten
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die Quellen stellen vielmehr den unkomplizierten, fruchtigen Charakter und den hohen Trinkfluss in den Vordergrund.
Reifepotenzial
Der „Weiss Gold“ ist klar auf den jungen Trinkgenuss ausgerichtet. Die aktuelle Händlerangabe sieht das Trinkfenster bei 2026 bis 2029. Seine Stärke liegt in der frischen Frucht, der floralen Aromatik und der unmittelbaren Trinkfreude. Eine längere Lagerung ist möglich, bringt aber keinen wesentlichen qualitativen Mehrwert.
Servieren
Am besten bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas ist vollkommen ausreichend. Karaffieren ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
Sushi
leichten Fischgerichten
Garnelen und Meeresfrüchten
asiatischer Küche
Gemüsegerichten
mild gewürztem Geflügel
Spargel
Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Durch die aromatische und frische Art funktioniert der Wein ebenso gut als unkomplizierter Aperitif.
Grenache, Cinsault, Syrah, Cabernet Sauvignon & Carignan. Zitrusfrüchte, reife Nektarinen und frische Feigen, floral; im Mund klar, saftig und belebend, mit weißfruchtigem Finish. Die Provence läßt grüßen.
Cabernet & Zweigelt Rosé 2022, QW SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher hat seinen Sitz in Platt im Retzer Land im Weinviertel und wurde 1968 gegründet. Heute werden rund 14 Hektar bewirtschaftet, davon etwa 9 Hektar in Platt und 5 Hektar in Obermarkersdorf. Neben den klassischen Weinviertler Weißweinsorten gehören auch Zweigelt, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot und Barbera zum Sortiment. Der Betrieb arbeitet naturnah und setzt auf Begrünung, Kompost und möglichst schonende Bewirtschaftung der Weinberge.Der „Cabernet & Zweigelt Rosé“ ist eine trocken ausgebaute Rosé-Cuvée aus den roten Sorten Zweigelt und Cabernet. Der Wein gehört zur fruchtbetonten, unkomplizierten Seite des Hauses und verbindet die saftige Beerenfrucht des Zweigelt mit der würzigeren Cabernet-Komponente.
Lage & Terroir
Die Weinberge in Platt liegen in einer geschützten Kessellage. Vorherrschend sind kalkhaltige Lehm- und Lössböden, die sowohl für die Burgundersorten als auch für die Rotweinsorten des Weinguts gute Bedingungen bieten. Das eher kühle Weinviertler Klima unterstützt bei den Rotweinen und Rosés eine frische, elegante Frucht und bewahrt die Weine vor übermäßiger Schwere.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde trocken mit 11,7 % vol. Alkohol, 5,3 g/l Säure und 1,0 g/l Restzucker ausgebaut. Damit ist er leichtfüßig, trocken und auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet.
Vinifikation & Ausbau
Die Rosé-Cuvée wird aus Zweigelt und Cabernet erzeugt. Die allgemein beschriebene Kellerarbeit des Weinguts setzt bei den Rotweinsorten auf eine schonende Verarbeitung sowie Gärung in Edelstahltanks beziehungsweise offenen Bottichen; anschließend werden die Rotweine nach dem biologischen Säureabbau im Tank oder Barrique ausgebaut. Für den 2022er Rosé selbst ist ein Ausbau im Edelstahl die naheliegende und stilistisch passende Einordnung, eine konkrete technische Angabe zum exakten Ausbau ist in den verfügbaren Quellen jedoch nicht eindeutig dokumentiert.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein ausgesprochen fruchtbetont. Zarte rote Farbe begleitet Aromen von weißer und schwarzer Johannisbeere sowie Himbeere. Die Beerenfrucht wirkt frisch, klar und saftig, ohne in eine marmeladige Richtung zu gehen.
Am Gaumen
Frisch, fruchtig und saftig mit leichtem Körper. Die lebendige Säure sorgt für Spannung und Trinkfluss, während die Beerenaromen den Wein weich und zugänglich wirken lassen. Die trockene Ausrichtung bleibt klar erkennbar; der geringe Restzucker unterstützt lediglich die Fruchtwirkung. Der Nachhall ist unkompliziert, frisch und animierend.
Aromatik
Himbeere
weiße Johannisbeere
schwarze Johannisbeere
rote Beeren
zarte Kräuterwürze
frische, saftige Frucht
dezente mineralische Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2022 ist keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder Gault&Millau dokumentiert. Der Händler führt den Wein entsprechend ohne externe Bewertung.Das Weingut selbst ist allerdings im Falstaff Weinguide vertreten und wird dort mit drei Sternen geführt; diese Auszeichnung bezieht sich auf den Betrieb und nicht auf den konkreten Rosé-Jahrgang.
Reifepotenzial
Der Wein ist klar auf den jungen Trinkgenuss ausgerichtet. Seine Stärke liegt in der frischen Beerenfrucht und der lebendigen Säure. Für eine längere Flaschenlagerung ist er nicht konzipiert; der 2022er sollte daher vor allem aufgrund seiner Frische und Saftigkeit genossen werden.
Servieren
Ideal bei 7–9 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas bringt die Fruchtaromatik am besten zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
leichten Blattsalaten
Salaten mit Garnelen oder Krabben
gegrilltem Lachs
Forelle und anderen leichten Fischgerichten
Kalbsgerichten
sommerlichem Gemüse
mediterranen Vorspeisen
leichten Pasta-Gerichten
VerkostungsnotizLeuchtendes, dunkles Rubinrot. In der Nase verführerischer Duft von Kirschen und viel Beerenaroma. Am Gaumen angenehm frisch und fruchtig, wieder elegante Kirschnoten, schmeichlerisch-beschwingt, mit sehr milder Säure. Die traditionelle, fruchtig-milde Rotweincuvée aus den beiden Leitsorten des Carnuntums: Unglaublich süffig! Weingut Artner - Höflein, CarnuntumAuf einer Fläche von 30 Hektar bewirtschaftet das Weingut Artner in Höflein im Herzen des Weinbaugebietes Carnuntum, Weingärten, die vorwiegend auf steinigen Kalk- und Lössböden liegen. Die Lagen genießen den klimatischen Einfluss des Neusiedler Sees sowie der nahe gelegenen Donau. Das Weingut Artner hat sich insbesondere auf die heimischen Rebsorten, wie Zweigelt und Blaufränkisch spezialisiert. Jedoch auch internationale Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot werden angebaut und vinifiziert.Als perfekte Ergänzung betreibt die Familie in Wien ein Hauben-Restaurant mit Schwerpunkt traditionellen heimischen Gerichten. Beim Heurigen im alten Bauernhof in Höflein kann man auch die Weine und Ziegenkäsespezialitäten der Familie genießen.
Muskat Rosé 2025, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Weinstadt-Gundelsbach im Remstal und wurde 2015 gegründet. Leon Gold bewirtschaftet die Weinberge konsequent biologisch-dynamisch und ist seit 2016 Demeter-zertifiziert. Inzwischen umfasst die Rebfläche rund 18 Hektar. Die Weine entstehen mit besonderem Augenmerk auf Biodiversität, Handarbeit und einer klaren, eigenständigen Herkunftscharakteristik.Der Muskat Rosé gehört zu den eigenständigen, unverwechselbaren Weinen des Hauses. Grundlage ist Muskat-Trollinger, eine traditionelle württembergische Spezialität mit ausgeprägter aromatischer Muskatnote. Der Wein verbindet diese alte schwäbische Rebsorte mit einer modernen, bewusst unkomplizierten Rosé-Stilistik.
Lage & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold liegen in den Steillagen rund um Gundelsbach. Geologisch prägen Keuperschichten mit Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und buntem Mergel die Rebflächen. Das Zusammenspiel aus Kleinklima, exponierten Weinbergen und biologisch-dynamischer Bewirtschaftung bildet die Grundlage für charaktervolle Weine mit eigenständiger Mineralität. Beim Muskat Rosé steht allerdings weniger eine einzelne Lage als die typische Sortenaromatik des Muskat-Trollingers im Mittelpunkt.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang 2025 wurde mit 11,5 % vol. Alkohol, 6,9 g/l Säure und 9 g/l Restzucker abgefüllt. Damit bewegt sich der Wein im feinherben Bereich: Die Säure sorgt für Frische und Zug, während die moderate Restsüße die intensive Muskat- und Fruchtaromatik abrundet.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird biologisch erzeugt und als Gutswein geführt. Die vorhandenen technischen Angaben weisen einen Schraubverschluss aus. Der Ausbau ist klar auf Frische, Frucht und die unverwechselbare Aromatik des Muskat-Trollingers ausgerichtet.
Verkostung
Bereits die Farbe unterstreicht den eigenständigen Charakter: zartes Altrosa mit pinken Reflexen. In der Nase steht unmittelbar die typische Muskatnote im Vordergrund. Dazu gesellen sich Muskatblüte, Granatapfel, Piment d’Espelette und eine sehr feine, fast ölige Anmutung, die an Himbeerkernöl erinnert. Die Aromatik ist intensiv, aber nicht schwer. Gerade die Verbindung aus floraler Würze, roten Früchten und pikanten Gewürzanklängen macht den Wein ungewöhnlich charaktervoll.
Am Gaumen
Saftig und fruchtbetont mit einer angenehm würzig-herben Kontur. Die Frucht steht unmittelbar im Mittelpunkt, wird aber von der frischen Säure und einer dezenten phenolischen Struktur ausbalanciert. Der feinherbe Charakter sorgt für Rundung, ohne den Wein breit erscheinen zu lassen. Im Finale bleibt eine Kombination aus roten Früchten, Muskatwürze und leicht pikanter Kräuter- beziehungsweise Gewürzprägung zurück. Der Nachhall ist fruchtfüllig und animierend.
Aromatik
Muskatblüte
Granatapfel
Himbeere
rote Beeren
feine florale Noten
Piment d’Espelette
würzige Kräuter
dezente pikante Nuancen
leicht ölige, nussig-fruchtige Anklänge
Auszeichnungen
Der Muskat Rosé 2025 erhielt 89 Punkte bei VINUM. Damit ist für den exakt genannten Jahrgang eine belastbare externe Bewertung dokumentiert.
Bemerkenswert ist außerdem der Erfolg des Weinguts bei der Württemberger Weinmeisterschaft „Edition Rosé 2025“: Leon Gold gewann die Abstimmung zum Rosé-Meister 2025. Im dafür zusammengestellten Verkostungspaket war der Muskat Rosé des Weinguts allerdings der Jahrgang 2024; die Auszeichnung darf daher nicht als direkte Jahrgangsprämierung des 2025ers verstanden werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Die Kombination aus lebendiger Säure und moderater Restsüße hält ihn für einige Jahre stabil; aktuell wird ein Trinkfenster bis etwa 2031 angegeben. Seine größte Stärke liegt jedoch in der jugendlichen Muskat-, Beeren- und Blütenaromatik.
Servieren
Ideal bei etwa 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas bringt die aromatische Muskatnote besonders schön zur Geltung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
leichten asiatischen Gerichten
Thai-Küche
vietnamesischer Küche
würzigem Geflügel
Grillgemüse
orientalisch gewürzten Vorspeisen
milden Currys
fruchtig-pikanten Gerichten
als Aperitif
Riesling „Vom Keuper“ 2025 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 von Leon Gold in Weinstadt-Gundelsbach gegründet. Der Betrieb liegt in einem Seitental des Remstals, umgeben von Weinbergen, Streuobstwiesen und Wald. Heute werden rund 18 Hektar Rebfläche biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Im Mittelpunkt stehen lebendige, möglichst unverfälschte Weine mit ausgeprägtem Herkunftscharakter. Der Riesling „Vom Keuper“ bildet die Basis der Qualitätspyramide und zeigt bereits auf dieser Stufe die geologische Handschrift des Weinguts: Keuperböden, spontane Vergärung und ein bewusst reduzierter Ausbau stehen im Vordergrund.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen auf Keuperformationen in etwa 280 bis 450 Metern Höhe. Die Reben sind zwischen 10 und 40 Jahre alt. Im Remstal finden sich unterschiedliche Keupergesteine wie Gipskeuper, Schilfsandstein und bunte Mergel; sie prägen die Weine mit einer markanten, würzig-mineralischen Grundierung. Gerade beim Riesling tritt dieser mineralisch-würzige Untergrund deutlich hervor. Der Wein verbindet die kühle Höhenlage mit einer saftigen, reifen Frucht und einem festen mineralischen Griff.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12 % vol. Alkohol, rund 7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Trotz des Restzuckers wirkt der Wein im Gesamteindruck trocken bis feinfruchtig, da die Säure für ausreichend Spannung sorgt.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden biodynamisch erzeugt und spontan auf der Maische einige Stunden angegoren. Anschließend erfolgt die Vergärung im Edelstahltank. Der weitere Ausbau dauert etwa fünf Monate im Stahl. Der Wein wird mit Schraubverschluss gefüllt.Die kurze Maischestandzeit verleiht dem Riesling zusätzlichen Griff und Substanz, ohne seine Frische zu verlieren. Der Edelstahl bewahrt die klare Frucht und die präzise mineralische Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er ausgesprochen offen und aromatisch. Muskat und Williams-Christ-Birne prägen den ersten Eindruck, begleitet von floralen Nuancen. Die Aromatik wirkt lebendig, klar und unmittelbar. Falstaff beschreibt den Wein als sehr blumig und aromatisch präsent.Dazu kommen mineralische und kräuterwürzige Anklänge, die den Riesling eindeutig in seiner württembergischen Herkunft verankern. Die mineralische Charakteristik vom Keuper beziehungsweise Sandstein bleibt dabei ein wichtiger Gegenpol zur Frucht.
Am Gaumen
Saftig, geradlinig und erstaunlich fest für einen Wein dieser Preisklasse. Straffe Frucht trifft auf saftigen Extrakt und eine lebendige Säure. Die einige Stunden dauernde Maischevergärung sorgt für feinen Grip und eine leicht phenolische Struktur.Der Abgang wirkt mineralisch, würzig und animierend. Die 12 % vol. Alkohol tragen zusätzlich zur Leichtigkeit bei, ohne dass dem Wein Substanz fehlt.
Aromatik
Williams-Christ-Birne
weißfleischige Birne
Muskat
florale Noten
Zitrusanklänge
feine Kräuterwürze
Keuper- und Gesteinsmineralität
leicht erdige Nuancen
saftige gelbe Frucht
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt bei Falstaff im Tasting vom 10. Juli 2026 insgesamt 90 Punkte. Ulrich Sautter beschreibt den Wein als federleicht und filigran mit Muskat- und Williams-Christ-Aromen sowie einem saftigen, geradlinigen Gaumen.Darüber hinaus wurde der Wein in der Falstaff-Liste der besten Württemberger 2025 bis 10 Euro mit 90 Punkten geführt.
Reifepotenzial
Der Riesling ist in erster Linie auf Frische, aromatische Direktheit und Trinkfluss ausgerichtet. Die gute Säurestruktur ermöglicht dennoch eine Entwicklung über mehrere Jahre. Als Trinkempfehlung werden derzeit etwa bis 2030 angegeben.Mit etwas Reife kann die ausgeprägte Primärfrucht stärker von Kräuterwürze, nussigen Nuancen und mineralisch-erdigen Tönen ergänzt werden.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein klassisches Rieslingglas unterstützt sowohl die florale Frucht als auch die mineralisch-würzige Seite. Eine kurze Belüftung kann dem Wein zusätzliche Tiefe geben; der Händler empfiehlt ausdrücklich auch eine Dekantierung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
frischen Salaten
Gemüsegerichten
Spargel
gegrilltem oder gedünstetem Seefisch
Forelle und Saibling
leichter asiatischer Küche
Brotzeit und Abendbrot
Geflügel mit leichten Saucen
vegetarischer Küche
Die Kombination mit frischen Salaten, Biogemüse und leichtem Seefisch wird auch vom Fachhandel ausdrücklich empfohlen.
Rosé trocken 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den renommierten Betrieben der Pfalz und ist Mitglied im VDP. Philipp Kuhn übernahm den Familienbetrieb Anfang der 1990er-Jahre und entwickelte ihn konsequent zu einem qualitätsorientierten Weingut mit starkem Fokus auf Riesling und Burgundersorten. Die Weinberge liegen vor allem rund um Laumersheim und in den kalkgeprägten Herkünften der nördlichen Pfalz. Der Rosé ist als trockener Gutswein auf unkomplizierten, frischen Trinkgenuss ausgerichtet und zeigt die fruchtbetonte Seite der roten Rebsorten des Hauses.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen des Weinguts. Die kalkreichen Böden rund um Laumersheim verleihen auch den leichteren Weinen eine gewisse mineralische Frische und sorgen dafür, dass die Frucht nicht breit oder schwer wirkt. Beim Rosé steht allerdings weniger der einzelne Boden im Mittelpunkt als die Kombination aus reifer Beerenfrucht, Frische und einem klaren, trockenen Ausbau.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich jung, frisch und ausgesprochen trinkanimierend. Der Jahrgang bringt eine saftige Frucht und eine lebendige Säure mit. Durch den trockenen Ausbau bleibt der Wein schlank und präzise, ohne an Fruchtfülle zu verlieren.
Vinifikation & Ausbau
Für den Rosé werden rote Trauben schonend verarbeitet, sodass ein hellfarbiger, frischer Most entsteht. Der Ausbau erfolgt auf Frische und Frucht ausgerichtet und bewahrt die natürliche Beerenaromatik. Die biologische Bewirtschaftung steht dabei für einen möglichst naturnahen Umgang mit den Weinbergen.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein frisch und fruchtbetont. Rote Beeren stehen im Vordergrund, begleitet von feinen Zitrusnoten und einer leicht floralen Würze. Erdbeere und Himbeere verleihen ihm einen sommerlichen Charakter.
Am Gaumen
Saftig, trocken und leichtfüßig. Die rote Frucht wirkt frisch und klar, während die lebendige Säure für Spannung sorgt. Ein feiner mineralischer Zug gibt dem Wein zusätzlichen Halt. Der Abgang ist erfrischend, fruchtig und animierend. Kein schwerer oder breit angelegter Rosé, sondern ein klarer, trockener Stil mit viel Trinkfluss.
Aromatik
Erdbeere
Himbeere
rote Johannisbeere
rote Kirsche
Grapefruit
Zitrusfrucht
feine florale Noten
dezente Mineralität
Reifepotenzial
Der Wein ist für den jungen Genuss gedacht. Seine Stärken liegen in Frische, Frucht und unkompliziertem Trinkfluss. Am besten innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre genießen.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas ist vollkommen ausreichend.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
mediterranen Salaten
Antipasti
gegrilltem Gemüse
Bruschetta
Garnelen
gegrilltem Fisch
sommerlichen Pastagerichten
Geflügel
mild gewürzten asiatischen Gerichten
leichten Grillgerichten
Auch als Aperitif eignet sich der trockene Rosé hervorragend.
Roter Oktober Cuvée 2018, SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher liegt in Platt bei Retz im Weinviertel und wurde 1968 gegründet. Wolfgang Seher übernahm den Betrieb 2002 und entwickelte ihn zu einem qualitätsorientierten Familienweingut mit rund 18 Hektar Rebfläche. Die Weinberge verteilen sich auf Platt und Obermarkersdorf. Naturnaher Weinbau mit Begrünung, reduzierter Pflanzenschutzintensität und konsequenter Ertragsregulierung gehört zur Arbeitsweise des Hauses. Der „Rote Oktober“ ist die charaktervolle Rotweincuvée des Weinguts. Der 2018er verbindet Zweigelt mit Merlot sowie kleineren Anteilen von Pinot Noir und St. Laurent und verbindet damit Frucht, Würze und einen gewissen burgundischen Akzent.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus Weinbergen in Platt und Obermarkersdorf. Die Böden werden als kalkreiche Lehm- und Molasseböden beschrieben. Sie bieten eine gute Grundlage für Rotweine mit reifer Frucht, saftiger Struktur und würziger Tiefe. Das eher kontinentale Weinbauklima des Weinviertels unterstützt eine gute aromatische Ausreife, während die kalkreichen Böden für Struktur und mineralische Anklänge sorgen.
Jahrgang 2018
Der 2018er wurde trocken ausgebaut und verfügt über 13,5 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,4 g/l Restzucker. Damit präsentiert er sich trocken, reif und zugleich ausreichend frisch.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus etwa 60 % Zweigelt, 30 % Merlot sowie je 5 % Pinot Noir und St. Laurent. Die Vergärung erfolgt im Stahltank und in offenen kleinen Bottichen. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe im gebrauchten Barrique und im 500-Liter-Fass. Falstaff führt für den Ausbau zwölf Monate gebrauchte Barriques, zwölf Monate Barrique sowie zwölf Monate im 500-Liter-Fass an. Damit erhält der Wein eine deutliche, aber nicht ausschließlich vom Holz bestimmte Struktur. Im Duft zeigt sich der 2018er dunkel und würzig. Waldbeeren und dunkles Beerenkonfit bilden den Fruchtkern, begleitet von Tabakwürze, feiner Holzwürze und einem Hauch Schokolade. Die Reife des Jahrgangs ist klar erkennbar, ohne dass die Frucht an Spannung verliert. Weitere Verkostungsnotizen nennen Brombeeren, Kirsche, Schokolade und Bitterschokolade sowie einen leicht rumtopfigen Eindruck.
Am Gaumen
Saftig und körperreich mit reifer, dunkler Frucht. Brombeere und dunkle Beeren verbinden sich mit Schokolade und einer feinen Würze. Die Tannine sind bereits gut eingebunden und wirken reif und weich. Ein dezenter Nougattouch rundet das Mundgefühl ab.Das Finale bleibt würzig und fruchtbetont, mit Brombeere, Bitterschokolade und einer angenehm nachhaltigen Struktur. Falstaff hebt ausdrücklich die gute Einbindung der Tannine und die Eignung als Speisenbegleiter hervor.
Waldbeeren
Brombeere
dunkles Beerenkonfit
reife Kirsche
Bitterschokolade
Schokolade
Tabak
feine Holzwürze
Nougat
dezente Rumtopfnoten
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2018 wurde von Falstaff im Tasting vom 27. Juni 2022 mit 90 Punkten bewertet. Peter Moser beschrieb ihn als saftig, mittelkomplex und mit gut eingebundenen Tanninen, feiner Tabakwürze, dunklem Beerenkonfit und schokoladigen Nuancen. )
Reifepotenzial
Vinoterra gab als Trinkempfehlung bis etwa 2027 an. Der Wein befindet sich damit inzwischen in einer gereiften Phase. Die weichen Tannine und die bereits entwickelten Schokoladen-, Tabak- und Würznoten sprechen für einen Wein, der heute besonders harmonisch und zugänglich ist.Bei optimaler Lagerung kann sich die Aromatik noch etwas weiter in Richtung getrocknete Beeren, Tabak, Unterholz und würzige Tertiärnoten entwickeln.
Servieren
Ideal bei 16–18 °C. Ein großes Rotweinglas unterstützt die dunkle Frucht und die würzigen Reifearomen. Eine kurze Belüftung von etwa 20–30 Minuten kann die Cuvée zusätzlich öffnen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Lamm
Wildgerichten
geschmortem Rind
Kalb mit kräftiger Sauce
Enten- und Gänsegerichten
Pasta mit Ragout
Pilzgerichten
kräftigem Hartkäse
Salento Rosso IGP „Buccianera“ 2020
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Buccianera 2020 ist ein charaktervoller Cuvée aus den drei traditionellen roten Rebsorten rund um Brindisi: Negroamaro, Malvasia Nera di Brindisi und Susumaniello. Die Trauben stammen von 32–42 Jahre alten Reben, die traditionell als Alberello Pugliese erzogen werden. Die späte Handlese erfolgt Anfang Oktober.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2020er in einem kräftigen Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv und einladend: reife Pflaume, Brombeere und Schwarzkirsche stehen im Mittelpunkt. Dazu kommen feine Röstnoten und Vanille, die vom Ausbau im Holz stammen. Am Gaumen präsentiert sich der Buccianera weich, vollmundig und saftig. Viel dunkle Frucht und Extrakt werden von einer feinnervigen Säure getragen. Das Tannin ist angenehm weich und gut integriert, wodurch der Wein trotz seiner Kraft sehr zugänglich bleibt. Der sechsmonatige Ausbau im Barrique bringt zusätzliche Würze, Schmelz und dezente Röstaromen, ohne die typische Frucht der apulischen Rebsorten zu überdecken. Das Finale ist lang, würzig und warm, mit dunklen Beeren, Pflaume und feinen Vanillenoten.
Ein klassischer Brindisi-Rotwein: kraftvoll und samtig, aber mit genügend Frische für einen erstaunlich guten Trinkfluss.
Buccianera ist ein echtes Bekenntnis zur Weintradition von Brindisi.
Cantine Risveglio wurde 1958 von einer Gruppe von Winzern aus Brindisi gegründet. Heute arbeitet die Genossenschaft mit rund 50 aktiven Produzenten und etwa 150 Hektar Rebfläche. Im Mittelpunkt stehen die traditionellen Rebsorten der Region.
Für den Buccianera werden Negroamaro, Malvasia Nera di Brindisi und Susumaniello miteinander kombiniert. Damit vereint der Wein drei Rebsorten, die den Charakter des Salento maßgeblich geprägt haben. Die alten Buschreben sind bestens an das heiße, trockene Klima angepasst und liefern kleine, aromatisch konzentrierte Trauben.
Nach der späten Handlese werden die Trauben entrappt und zunächst 15–20 Tage temperaturkontrolliert in konischen Edelstahltanks vergoren. Anschließend folgt eine längere Reifephase, beim Jahrgang 2020 insgesamt sechs Monate im Barrique.
Das Ergebnis ist kein übermäßig schwerer oder alkoholischer Süditaliener, sondern ein saftiger, runder und würziger Rotwein, bei dem die drei Rebsorten sehr harmonisch zusammenspielen: Negroamaro liefert dunkle Frucht und Struktur, Susumaniello Frische und Würze, während Malvasia Nera für aromatische Fülle sorgt.
Besonders schön zeigt sich der 2020er heute mit etwas Flaschenreife: Die Frucht wird zunehmend von würzigen und balsamischen Noten ergänzt.
Perfekt zu
Lamm, Rind, Wild, Schmorgerichten, Pasta mit Fleischragout, Salsiccia, kräftigen Salumi sowie mittelreifem und gereiftem Hartkäse. Auch zu dunkler Schokolade funktioniert die Kombination sehr gut.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
„C’D’C’“ Rosso Terre Siciliane IGP 2023
Baglio del Cristo di Campobello – Campobello di Licata, Agrigento | Sizilien
Der C’D’C’ Rosso 2023 ist der zugängliche, fruchtbetonte Rotwein von Baglio del Cristo di Campobello und zugleich der Hauswein der Fattoria. Die Cuvée verbindet Nero d’Avola, Syrah und Merlot – je nach Quelle wird zusätzlich Cabernet Sauvignon aufgeführt; die aktuelle Produzentenseite nennt für den 2023er keine detaillierte Rebsortenaufteilung.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in intensivem Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtbetont: Brombeeren, Himbeeren und Schwarzkirsche stehen im Mittelpunkt, ergänzt von Pflaumenkompott, Amarena und einem Hauch Schokolade und süßem Espresso. Im Hintergrund zeigen sich feine balsamische und würzige Nuancen. Am Gaumen ist der C’D’C’ rund, weich und saftig. Die dunkle und rote Frucht steht klar im Vordergrund, unterstützt von einer guten Säure und weichen, gut eingebundenen Tanninen. Das Finale ist angenehm anhaltend und fruchtbetont, mit Brombeere, Schwarzkirsche und einer feinen balsamischen Würze. Falstaff bewertete den Jahrgang 2023 mit 90 Punkten und hebt besonders die Frucht, die tanninhaltige Struktur und das persistente Finale hervor.
Ein unkomplizierter, moderner Sizilianer mit viel Frucht, weicher Struktur und schönem Trinkfluss.Der Name C’D’C’ steht für die Idee einer Vereinigung verschiedener Rebsorten und kultureller Einflüsse Siziliens. Die Produzentenseite beschreibt ihn als eine „Synthese“ der roten Rebsorten des Hauses und stellt die Vorstellung des sizilianischen „Entschleierns“ – des Sichtbarmachens und Enthüllens – in den Mittelpunkt.Die Weinberge von Baglio del Cristo di Campobello liegen bei Campobello di Licata in der Provinz Agrigento, in hügeliger Lage auf etwa 250 bis 400 Metern Höhe. Für den 2023er wurden die Trauben zwischen der ersten und zweiten Septemberdekade von Hand in kleinen Kisten gelesen.Nach der klassischen Rotweinbereitung folgt eine 10- bis 15-tägige Maischegärung auf den Schalen bei kontrollierter Temperatur. Anschließend reift der Wein sechs Monate im Edelstahl und mindestens weitere sechs Monate auf der Flasche. Holz spielt beim C’D’C’ 2023 somit keine prägende Rolle – entsprechend klar und saftig bleibt die Frucht. Der Jahrgang besitzt 13,5 % vol., eine Gesamtsäure von 5,10 g/l und einen pH-Wert von 3,50. Insgesamt wurden 28.036 Flaschen erzeugt; die Produzentenseite nennt als Freigabe November 2025.
Besonders attraktiv ist der Wein deshalb für alle, die sizilianische Frucht und mediterranen Charakter, aber keinen schweren oder stark holzbetonten Rotwein suchen.
Perfekt zu
Der C’D’C’ ist ein hervorragender Allrounder für die mediterrane Küche:
gegrilltes Fleisch
Salsiccia
Burger
Pasta mit Ragù
Lasagne
Pizza
Auberginen- und Tomatengerichte
gegrilltes Gemüse
Antipasti
Salumi
mittelkräftiger Käse
Besonders gut passt er zu Pasta al Ragù: Die fruchtige Art des Weins greift die Tomaten- und Fleischnoten auf, während die Säure für Frische sorgt.
Auch zu Salsiccia vom Grill ist die Kombination sehr stimmig – Frucht und weiches Tannin begleiten das würzige Fleisch, ohne es zu überdecken.
Serviertemperatur: etwa 14–16 °C laut Produzent.
Verkostungsnotiz:Kräftiges, leuchtendes Rubinrot. In der Nase delikater Duft nach reifen Waldbeeren, daneben Noten von feinen Gewürzen wie Nelke, Tabak und Süßholz, etwas Marzipan. Am Gaumen vollmundig und saftig, viel Frucht, reifes Tannin und feiner Schmelz, eingebunden in eine feingliedrige Säurestruktur. Ein charaktervoller Wein mit feinfruchtigem Finale.Azienda Agricola Tezza, Verona, VenetienDas Unternehmen, das im Valpantena-Tal liegt, wurde 1960 von den Großeltern Virginia und Giovanni gegründet. Deren Söhne Paolo, Giuseppe und Renzo begannen mit der Produktion von Weinen. Seit 1998 wird das Weingut von den Cousins Flavio, Vanio und Federico geleitet. Diese haben das Weingut auf rund 25 Hektar ausgedehnt.Valpolicella-Weine werden oft als leichtere italienische Rotwein eingestuft und meist jung als angenehm leichte Sommerweine getrunken. Dieses Image stammt aus einer Zeit als die Region des Valpolicella noch in einer Art Dornröschenschlaf schlummerte. Während andere Weinanbaugebiete Italiens, allen voran die Toscana und das Piemont, sich anschickten internationale Karriere zu machen, hatte das Valpolicella-Gebiet vorübergehend den Anschluss verloren. Seit den 80 er-Jahren werden allerdings auch im Veneto, insbesondere im Valpolicella, große Anstrengungen unternommen, hochwertige Qualitätsweine zu produzieren. Man besinnt sich wieder der traditionellen Herstellverfahren.Bei der Herstellung des Amarone della Valpolicella DOC werden die geernteten Trauben zunächst über Wochen getrocknet. Dann erfolgt die Maischegärung unter Hefezusatz über einem längeren Zeitraum. Es handelt sich beim Amarone um einen trockenen Rotwein, der jedoch wie ein Süßwein ausgebaut wird. Der Amarone ist ein schwerer Wein, der eine große Aromafülle und einen hohen Alkoholgehalt aufweist. Von den bisweilen vorhandenen Bitternoten erhielt er seinen Namen (italienisch amaro = bitter). Der Amarone gilt neben dem Barolo, dem Brunello di Montalcino und den Weinen aus Bolgheri (Sassicaia und Masseto) als einer der großen Rotwein Italiens.Die Spitzenweine des Valpolicellagebiets können also sehr wohl komplexe, konzentrierte Weine sein. Sie zeigen das wahre Potential einer Region, die durch weinbauliches und kellerwirtschaftliches Können der Valpolicellaregion wieder zu internationalem Ansehen verhilft. Zu diesen Weinen gehört auch der Amarone des Weinguts Tezza. Die Produkte der Kellerei Tezza genießen inzwischen weltweites Ansehen und haben bereits diverse Preise und Auszeichnungen erhalten.
VerkostungsnotizKräftiges, klares Kirschrot mit violetten Randaufhellungen. In der Nase angenehme, intensive Fruchtaromen dominiert von dunkler Frucht und von Kirsche, daneben Spuren von Rosmarin, Lavendel und balsamische Noten. Am Gaumen vollmundig, jugendlich-frisch und fruchtig, fein-ausbalancierte Säure, feine Holznuancen im Hintergrund. Ein angenehm-frischer, trinkfreudiger Rotwein mit schönem Finish.Als Speisenbegleiter universell einsetzbar. Ein schöner Barbecue-Begleiter!Bodega TesaliaDie Bodega Tesalia liegt in der hügeligen Sierra de Grazalema in Cádiz nahe der historischen Ortschaft Arcos de la Frontera, einer Stadt deren Ursprung auf die Zeit der Römer zurückgeht (der römische Gründungsname Arx-Arcis bedeutet: Festung auf der Höhe). Diese Ansiedlung war wegen ihrer privilegierten Lage über viele Jahrhunderte hochbegehrt und viel umkämpft. Tesalia ist zugleich die Geschichte der Golding - romantische, aber etwas verrückte Engländer, die sich in den kleinen Ort im äußersten Süden Spaniens verliebten. Richard Golding und seine Tochter Natalia waren verzaubert von der Schönheit der Landschaft und davon überzeugt, dass sich hier ein Wein anbauen ließe, der mit jedem Schluck einen wahrhaftigen Eindruck dieser wunderbaren Landschaft offenbaren würde. Für ein derart ambitioniertes Projekt war talentierte Unterstützung gefragt. So vereinten die beiden ein hochkompetentes Team bestehend aus Ignacio de Miguel (einem der prestigereichsten Önologen des Landes), José Ramón Lissarrague (Lehrer in der Madrider Landwirtschaftlichen Fachhochschule) und dem niederländischen "Master of Wine" Cees Van Casteren. Zur Bodega Tesalia gehören 106 Hektar eigenes Land, wovon 22 Hektar für den Weinanbau vorgesehen sind. 12,5 Hektar nach Norden ausgerichtete, hügelige Flächen sind bereits mit Reben der Rebsorten Tintilla de Rota, Petit Verdot, Syrah und Cabernet Sauvignon bestockt. Weitere 30 Hektar sind der Aufzucht edler Pferde und verschiedener Pferde-Wettkämpfe gewidmet, der Rest ist Farmland. Die Trauben stammen von Rebflächen, welche zugleich von den Einflüssen des Mittelmeers und denen des Atlantiks geprägt werden. Das Klima ist zwar mit einer Jahres-Durchschnittstemperatur von 17,3 °C eher heiß und sonnig, wird aber durch Fallwinde aus den Grazalema-Bergen und der kühlenden Wirkung der Meeresbrisen moderiert. Die jährlichen 600 bis 700 mm Niederschlag fallen überwiegend in den Wintermonaten. Mit seinem lehmhaltigen Boden und dem schieferhaltigen Unterboden ist dieses Areal weniger fruchtbar, aber ideal für eine optimale Ausreifung der Trauben. Alle Trauben werden nachts von Hand gelesen, nochmals selektiert und zunächst sortenrein ausgebaut. Die beiden einzigen in der Bodega Tesalia hergestellten Weine Tesalia und Tesalia Arx genießen lange Reifezeiten überwiegend in französischem Barrique. Sie überzeugen nicht nur mit einer exklusiven Ausstattung, sondern auch mit ihrer außergewöhnlichen Qualität – quasi ein «grand cru classé» de Andalucía. Konzentration, Eleganz, Komplexität, Balance, Länge und Reifepotential der Weine stehen dafür
Leuchtendes Granatrot mit violetten Reflexen. In der Nase zeigen sich reife Kirscharomen und feine Würznoten. Am Gaumen kräftige Fruchtnuancen, saftig und animierend, harmonisch eingebunden, dabei von reifen Tanninen umwoben.
Brindisi Rosso Riserva DOC „Simposio“ 2020
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Simposio Riserva 2020 ist eine klassische, kraftvolle Brindisi-Cuvée aus 80 % Negroamaro und 20 % Malvasia Nera. Die Trauben stammen aus den Weinbergen rund um Brindisi, auf etwa 30–40 Metern Höhe, mit südwestlicher Ausrichtung. Die Reben werden traditionell als Alberello Pugliese erzogen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2020er in einem tiefen, leuchtenden Rubin- bis Granatrot. Die Nase ist intensiv und komplex: Schwarze Johannisbeere, Pflaume, Brombeere und reife Kirsche treffen auf feine Röstnoten, Vanille und Gewürze. Mit etwas Luft kommt die typische mediterrane Würze des Negroamaro immer stärker zum Vorschein. Am Gaumen ist der Simposio kraftvoll, warm und weich, dabei erstaunlich ausgewogen. Die reife dunkle Frucht besitzt viel Extrakt und Schmelz, während die feingliedrige Säure für Frische sorgt. Das Tannin ist weich und fast süßlich wirkend, wodurch der Wein trotz seiner Kraft sehr zugänglich bleibt. Der Ausbau ist klassisch und auf Rundung ausgerichtet: Nach 15–20 Tagen temperaturkontrollierter Gärung im Edelstahl reift der Wein 12 Monate in Eichenfässern, anschließend nochmals 12 Monate auf der Flasche. Cantine Risveglio nennt für den Wein 14 % vol. Alkohol. Das Finale ist lang, warm und würzig, mit dunkler Beerenfrucht, Vanille und feinem Tannin.
Ein klassischer Riserva aus Brindisi – vollmundig, samtig und würzig, mit schöner Reife und viel mediterranem Schmelz.
Simposio ist eine Hommage an die traditionellen roten Rebsorten von Brindisi.
Cantine Risveglio wurde 1958 von einer Gruppe von Winzern in Brindisi gegründet und zählt heute rund 50 aktive Produzenten mit etwa 150 Hektar Rebfläche. Die Genossenschaft hat sich besonders der Aufwertung der traditionellen Rebsorten des Salento verschrieben.
Für den Simposio werden Negroamaro und Malvasia Nera kombiniert. Der Negroamaro bringt die dunkle Frucht, Struktur und typische würzige Tiefe; die Malvasia Nera ergänzt Aromatik, Rundung und Fruchtschmelz.
Die niedrige Alberello-Erziehung ist perfekt an das warme, trockene Klima des Salento angepasst. Die Erträge bleiben begrenzt, während die Trauben eine intensive aromatische Reife erreichen.
Der Jahrgang 2020 wurde im Juli 2025 auch von Luca Maroni mit 92 Punkten bewertet.
Besonders interessant ist der lange traditionelle Ausbau: 12 Monate Eichenfass plus 12 Monate Flaschenreife geben dem Wein seine samtige Textur und verbinden die reife Frucht mit Vanille, Gewürzen und dezenten Röstnoten.
Perfekt zu
Geschmortem Rind, Lamm, Wild, Kaninchenragout, Salsiccia, Pasta mit kräftigem Fleischragout, Polenta mit Steinpilzen, Schmorgerichten, Salumi und gereiftem Hartkäse.
Serviertemperatur: 16–18 °C.
Verkostungsnotiz: 2020 Vallado “Tres Melros” DOC Douro Branco, Quinta do Vallado
Brilliantes, leuchtendes Strohgelb. In der Nase feine Blütenaromen, reife und tropische Fruchtnoten (Melone, grüner Apfel und Zitrusfrüchte). Am Gaumen frisch und ausdauernd, wieder mit viel weißblütigen, zitrischen und weiß-früchtigen Noten, mit schöner Mineralität ausgestattet, gute Struktur, geschmeidig und wunderbar ausgewogen. Angenehmer, animierend-frischer Abgang.„Tres Melros“ bedeutet „Drei Amseln“, das sind die auf dem Etikett abgebildeten Amselarten, welche immer wieder in den Weinbergen von Vallado gesichtet werden: Die gewöhnliche, schwarze Amsel und zwei geschützte Arten: Der White throated dipper und die Blaumerle.
Verkostungsnotiz:Leuchtend-helles Lachsfarben mit provenzalischer Rosétönung. In der Nase expressives Duft-Potpourri der Provence: Aromatische Zitrusfrüchte, sonnenverwöhnte Erdbeeren, vollreife Aprikosen und weiße Pfirsiche, eingebettet in die Würze sommerlicher Wildkräuter der Provence. Am Gaumen voll-mundig, sehr seidig weich und elegant, mineralisch mit feinherber Trockenheit und animierender Säure. Ein außerordentlich feiner, vielschichtiger Wein mit mineralisch salzigem Abgang und einem seidig weichen Finish. Saint André de Figuière - La Londe les Maures, ProvenceDas Familienweingut wurde von dem energischen und leidenschaftlichen Alain Combard gegründet. Er begann seine Winzer-Karriere im Chablis, wo er zusammen mit seinem Freund Michel Laroche sehr erfolgreich Wein produzierte. 22 Jahre später kehrte er in seine Heimat Provence zurück, um dort Saint André de Figuière zu übernehmen.Schon bald erntete er großes Lob für seine Weiss- und Rotwein. Dennoch richtete er das Weingut sehr früh auf die Produktion von Rosés aus und der Erfolg gibt ihm heute recht.Alain Combards Respekt vor der Natur spiegelt sich in der Arbeitsweise und Philosophie wieder. Es wird konsequent nach ökologischen Weinbau-Richtlinien gearbeitet und die Linie "Vielle Vigne" ist nach dem ECOCERT-Label zertifiziert. Demzufolge wird auf die Verwendung jeglicher chemischer Produkte verzichtet und so insbesondere das empfindliche Gleichgewicht des Bodens bestens geschützt. Das ist sicherlich ein wesentlicher Faktor für die großartigen Weine der Familie Combard.
OCCAM DELI Rotwein Cuvée trocken 2020, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Der OCCAM gehört zur unkomplizierteren, international geprägten Rotweinstilistik des Hauses Philipp Kuhn. Anders als die großen Lagenweine steht bei dieser Cuvée nicht eine einzelne Rebsorte oder Lage im Vordergrund, sondern die harmonische Verbindung mediterran geprägter Sorten.
Lage & Terroir
Die 2020er Cuvée basiert auf Trauben von Lösslehm mit feinem Kalksteingries und massivem Kalkstein im Unterboden. Diese Böden verbinden gute Wasserversorgung mit Wärme und kalkiger Struktur.
Jahrgang 2020
Der Wein besitzt 13 % vol. Alkohol und 5,4 g/l Säure. Er ist trocken ausgebaut.
Vinifikation & Ausbau
Als Rebsorten werden Merlot und verschiedene Cabernet-Sorten angegeben. Die Sorten werden getrennt ausgebaut und reifen über rund 13 Monate in kleineren, mehrfach belegten Barriques. Dadurch entsteht Würze und Struktur, ohne dass das Holz zu dominant werden muss.
Verkostung
Im Glas präsentiert sich der Wein dunkel rubinrot. Die Nase zeigt schwarze Johannisbeere und Kirsche, ergänzt durch Dörrpflaume, rauchig-würzige Noten, Kräuter, Pfeffer und einen Hauch Lebkuchengewürz.
Am Gaumen
Viel Fruchtextrakt und wärmende Würze. Die Holznote ist gut in die Frucht integriert, während die Tannine präsent, aber weich wirken. Die moderate Säure unterstützt die reife Frucht und sorgt für Balance. Der Nachhall ist samtig, würzig und mediterran geprägt.
Aromatik
schwarze Johannisbeere
Kirsche
Dörrpflaume
dunkle Beeren
Pfeffer
Kräuter
Rauch
Lebkuchengewürz
geröstetes Holz
warme mediterrane Würze
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2020er OCCAM sind keine belastbaren externen Punktbewertungen eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert.
Reifepotenzial
Der Wein ist auf unkomplizierten, geschmeidigen Trinkgenuss ausgerichtet. Die Händlerempfehlung reicht bis 2027; aufgrund des inzwischen erreichten Alters befindet er sich damit in einer reifen und attraktiven Trinkphase.
Servieren
16–18 °C. Eine kurze Belüftung von 20–30 Minuten ist empfehlenswert.
Speisenbegleitung
Gegrilltes Fleisch, mediterrane Schmorgerichte, Pasta mit Ragout, Lasagne, Pizza mit kräftigem Belag, Burger, Lamm und mittelkräftiger Käse.
Brindisi Rosso Riserva DOC „Simposio“ 2021
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Simposio Riserva 2021 ist eine klassische Brindisi-Cuvée aus 80 % Negroamaro und 20 % Malvasia Nera. Die Trauben stammen aus den Weinbergen rund um Brindisi, die auf etwa 30–40 Metern Höhe liegen und überwiegend als traditionelle Alberello Pugliese erzogen werden. Der Wein bringt 14 % vol. mit.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2021er in einem dichten, leuchtenden Rubin- bis Granatrot. Die Nase ist intensiv und vielschichtig: Schwarze Johannisbeere, Pflaume und Brombeere bilden den dunkelfruchtigen Kern. Dazu kommen reife Kirsche, feine Gewürze, Vanille und dezente Röstaromen. Am Gaumen präsentiert sich der Riserva kraftvoll, warm und weich, dabei erstaunlich harmonisch. Die dunkle Frucht besitzt viel Extrakt und Schmelz, während eine feingliedrige Säure für Frische sorgt. Das Tannin wirkt weich und geschmeidig, sodass der Wein trotz seiner Konzentration sehr zugänglich bleibt. Der Ausbau ist klassisch: Nach 15–20 Tagen temperaturkontrollierter Gärung im Edelstahl reift der Wein 12 Monate in Eichenfässern und anschließend weitere 12 Monate auf der Flasche. Dadurch verbinden sich Frucht, Würze und Holz zunehmend zu einem runden Gesamtbild. Das Finale ist lang, würzig und warm, mit dunkler Beerenfrucht, Pflaume, Vanille und sanftem Tannin.
Ein klassischer Riserva aus Brindisi – vollmundig, samtig und mit schönem mediterranem Schmelz.Der Simposio bringt zwei traditionelle Rebsorten von Brindisi zusammen.
Cantine Risveglio wurde 1958 von einer Gruppe von Winzern in Brindisi gegründet und ist bis heute eng mit dem Weinbau der Region verbunden. Der Fokus liegt auf den traditionellen Rebsorten des Salento und deren charakteristischem Ausdruck.
Beim Simposio übernimmt der Negroamaro den kräftigen, dunkelfruchtigen und würzigen Part, während Malvasia Nera zusätzliche aromatische Fülle und Rundung beisteuert. Die Weinberge liegen niedrig und profitieren vom warmen, trockenen Klima des Salento. Die traditionelle Alberello-Erziehung ist besonders gut an diese Bedingungen angepasst.
Der lange Ausbau macht den Unterschied: 12 Monate Eichenfass plus 12 Monate Flaschenreife geben dem Wein Zeit, seine reife Frucht mit Würze und feinen Holznoten zu verbinden. Der 2021er wird aktuell bis etwa 2030 als trinkreif empfohlen.
Damit ist der Simposio Riserva ein schöner Wein für alle, die einen klassischen, runden und gereiften Süditaliener suchen – mit genügend Struktur zum Essen, aber ohne übermäßige Schwere.
Perfekt zu
Geschmortem Rind, Lamm, Wild, Kaninchenragout, Salsiccia, Pasta mit kräftigem Fleischragout, Polenta mit Steinpilzen, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse. Auch zu dunkler Schokolade funktioniert er sehr gut.
Serviertemperatur: 16–18 °C.
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