Grauburgunder 2024, QbA, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann in Walsheim wurde 1955 von Karl Pfaffmann gegründet. 1964 erfolgte die vollständige Umstellung des damaligen landwirtschaftlichen Mischbetriebs auf Weinbau. Heute wird das Weingut von Helmut Pfaffmann geführt, während Markus Pfaffmann seit 1998 als verantwortlicher Kellermeister tätig ist. Rund 40 Hektar Rebfläche gehören zum Betrieb; neben Riesling bilden die weißen Burgundersorten einen besonderen Schwerpunkt.
Herkunft & Terroir
Die Trauben für den klassischen Grauburgunder stammen aus den Weinbergen des Weinguts rund um Walsheim und die angrenzenden Gemeinden. Die kalkhaltigen Böden der Region bieten für Grauburgunder sehr gute Voraussetzungen und fördern reife Frucht, Körper und eine feine mineralische Prägung. Das Weingut betont ausdrücklich, dass Grauburgunder auf den kalkhaltigen Böden der Pfalz besonders gut gedeiht.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde trocken mit 12,5 % vol. Alkohol, etwa 6 g/l Säure und 6,3 g/l Restzucker ausgebaut. Damit besitzt er eine angenehm moderate Alkoholstruktur und gleichzeitig genügend Säure für Frische.
Ausbau
Die Trauben werden mit sorgfältiger Pflege der Weinberge und Ertragsreduzierung erzeugt. Die Vinifikation erfolgt im Edelstahltank, wodurch die sortentypische Frische und Frucht im Vordergrund bleiben. Der Wein wird vegan produziert und mit Schraubverschluss abgefüllt.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Grauburgunder ausgesprochen fruchtbetont. Grüner Apfel, Williams-Birne und Mirabelle bilden den aromatischen Kern, ergänzt durch dezente exotische Anklänge. Die Frucht wirkt klar und saftig, ohne schwer oder breit zu erscheinen.
Am Gaumen
Frisch und unkompliziert mit angenehm animierender Säure. Die Birnen- und Apfelaromen setzen sich fort, während die Mirabelle für eine leicht gelbfruchtige Fülle sorgt. Die Säure ist gut eingebunden und verleiht dem Wein einen lebendigen Trinkfluss. Im Nachhall bleibt eine feine Fruchtigkeit mit leicht mineralischem Eindruck.
Aromatik
grüner Apfel
Williams-Birne
Mirabelle
gelbe Früchte
dezente exotische Frucht
feine Nussanklänge
leichte Mineralität
Auszeichnungen & Resonanz
Für den exakt genannten 2024er sind keine belastbaren Bewertungen von Falstaff, VINUM oder Eichelmann dokumentiert. Die aktuelle Community-Bewertung bei Vivino liegt bei 3,8/5 aus 51 Bewertungen.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie für den frischen, unkomplizierten Genuss bestimmt. Das Weingut beziehungsweise der Fachhandel sieht den 2024er bis etwa 2027 in guter Trinkreife. Die Stärke liegt weniger in langer Flaschenentwicklung als in seiner saftigen Frucht und seinem unmittelbaren Trinkfluss.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die frische Apfel-, Birnen- und Mirabellenaromatik.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Fisch und Meeresfrüchten
Zander und Seezunge
hellem Geflügel
Schweinefleisch
mediterraner Küche
Spargel
Gemüsegerichten
mildem bis mittelkräftigem Käse
Das Weingut empfiehlt ihn ausdrücklich auch zu kräftigeren Meeresfrüchten, Jungwild und reifem Weichkäse.
Grauburgunder trocken „Nußdorfer Bischofskreuz“ 2025, QbA, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann in Walsheim wurde von Karl Pfaffmann gegründet, der bereits 1955 erstmals eigenen Wein auf die Flasche brachte. 1964 wurde der ursprünglich landwirtschaftliche Mischbetrieb vollständig auf Weinbau umgestellt. Heute wird das Gut von Helmut Pfaffmann und seinem Sohn Markus geprägt; Markus Pfaffmann ist seit 1998 verantwortlicher Kellermeister. Die Rebflächen umfassen rund 40 Hektar und liegen unter anderem in Nußdorf, Walsheim und Knöringen. Der Nußdorfer Bischofskreuz gehört zu den charakteristischen Weinbergen des Hauses. Der Grauburgunder dieser Herkunft ist ein klassischer, trocken ausgebauter Qualitätswein und gehört zum festen Sortiment des Weinguts.
Lage & Terroir
Die Lage Nußdorfer Bischofskreuz besitzt ein warmes Klima und eine für den Grauburgunder sehr geeignete Bodenstruktur. Für den 2025er werden Lössböden mit Kalkanteilen angegeben. Diese Kombination unterstützt die gute Reife der Trauben und bringt zugleich genügend Struktur und Frische mit. Gerade Grauburgunder profitiert hier von den warmen Bedingungen: Die Sorte kann ihre typische gelbfruchtige, körperreiche Aromatik entwickeln, ohne dass der Wein seine Frische verliert.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 12,5 % vol. Alkohol ausgebaut. Die Säure ist mit 5,5 g/l eher moderat, der Restzucker liegt bei 6,3 g/l. Dadurch entsteht ein trockener Wein mit weicher, runder Frucht und ausgewogenem Zucker-Säure-Spiel.
Vinifikation & Ausbau
Das Weingut vergärt seine Weißweine kühl, aber nicht kalt und lässt sie anschließend im Edelstahl reifen. Dieser Ausbau bewahrt die klare Frucht und sorgt für einen unkomplizierten, frischen Stil. Beim 2025er Bischofskreuz steht daher nicht Holz, sondern die Verbindung aus reifer Frucht, Frische und cremiger Textur im Vordergrund.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein ausgesprochen fruchtbetont. Apfel und Birne bilden den Kern, ergänzt durch Quitte und Zitrus. Dazu kommen exotische Anklänge von Ananas und Mango sowie feine Mandel- und Akazienblütennoten. Die Frucht wirkt reif und großzügig, ohne marmeladig zu werden.
Am Gaumen
Saftig, weich und vollmundig. Die Birnen- und Apfelfrucht setzt sich am Gaumen fort und wird von Quitte, reifem Pfirsich und einer feinen exotischen Frucht begleitet. Eine dezente Säure sorgt für Frische, während ein feiner Schmelz den Wein rund und geschmeidig wirken lässt. Im Nachhall kommen leicht mineralische und würzige Nuancen hinzu. Die Gesamtwirkung ist harmonisch, zugänglich und fruchtintensiv, ohne schwer zu erscheinen.
Aromatik
Birne
Apfel
Quitte
reifer Pfirsich
Ananas
Mango
Zitruszesten
Mandel
Akazienblüte
feine Würze
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare Bewertung eines großen unabhängigen Weinführers für genau diese Abfüllung dokumentiert. Eine aktuelle Händlerbewertung liegt bei 87/100 Punkten. Das ist als zusätzliche Orientierung interessant, sollte aber klar als Händlerbewertung und nicht als Bewertung eines etablierten Weinführers verstanden werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie für den frischen und unkomplizierten Genuss konzipiert. Das Weingut nennt für den 2025er eine Trinkreife von jetzt bis 2029. Seine Stärke liegt dabei weniger in einer langen Entwicklung als in der Kombination aus reifer Frucht, Cremigkeit und animierender Frische.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C.
Ein mittelgroßes Weißweinglas ist ideal. Der Wein benötigt keine längere Belüftung und kann direkt nach dem Öffnen serviert werden.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Zander
Seezunge
Forelle
gebratenem Fisch
cremigem Hühnerfrikassee
Geflügel
Spargel
milden Gemüsegerichten
Risotto
Bergkäse
Das Weingut empfiehlt den Wein ausdrücklich zu Bergkäse, zarten Fischgerichten wie Zander und Seezunge sowie cremigem Hühnerfrikassee.
Grauburgunder 2025 – Literflasche, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann in Walsheim wurde von Karl Pfaffmann aufgebaut, der 1955 erstmals eigenen Wein auf die Flasche brachte. 1964 wurde der ursprünglich landwirtschaftliche Mischbetrieb vollständig auf Weinbau umgestellt. Heute wird das Familienweingut von Helmut Pfaffmann geführt; Markus Pfaffmann ist seit 1998 als Kellermeister verantwortlich. Die Weinberge umfassen rund 40 Hektar in Walsheim, Nußdorf und Knöringen. Der Betrieb gehört zu den etablierten Erzeugern der Südpfalz und ist besonders für seine zugänglichen, sortentypischen Burgunderweine bekannt. Der Grauburgunder in der Literflasche ist dabei bewusst auf unkomplizierten, fruchtbetonten Trinkgenuss ausgerichtet.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus warmen Südpfälzer Lagen. Für einen frühzeitig gelesenen Grauburgunder ist insbesondere der Kalkgehalt der Böden wichtig: Er unterstützt die Ausbildung einer klaren Burgunderaromatik und bewahrt trotz des warmen Klimas die Frische. Das Weingut beschreibt die Südpfalz ausdrücklich als besonders geeignet für Grauburgunder mit jugendlich-frischer Frucht.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12,5 % vol. Alkohol und ist trocken ausgebaut. Die verfügbare Produktinformation weist rund 6–7 g/l Restzucker und etwa 6,1–6,2 g/l Säure aus. Damit zeigt sich der Wein trocken, aber nicht karg, sondern mit einer angenehm saftigen Frucht.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird im Edelstahltank ausgebaut. Der temperaturkontrollierte Ausbau bewahrt die frische Frucht und sorgt für einen klaren, unkomplizierten Stil. Der Schraubverschluss unterstreicht die Ausrichtung auf Frische und unkomplizierten Genuss. Der Wein wird zudem als vegan geführt.
Verkostung
In der Nase dominieren frische Zitrusnoten sowie saftige grüne und gelbe Äpfel. Dazu kommt eine dezente gelbfruchtige Burgundernote. Die Aromatik ist bewusst nicht überreif oder schwer, sondern jugendlich und frisch.
Am Gaumen
Saftig, weich und unkompliziert mit dezenter Säure. Die Apfelfrucht steht im Vordergrund, begleitet von Zitrus und einer leichten, burgundischen Würze. Der Wein besitzt genügend Frische, um trotz seiner runden Frucht animierend zu bleiben. Die Literflasche ist dabei weniger auf Komplexität als auf Trinkfluss, Sortentypizität und Vielseitigkeit ausgelegt.
Aromatik
grüner Apfel
gelber Apfel
Jonagold
Zitrus
Limette
Quitte
dezente gelbe Frucht
feine Burgunderwürze
Reifepotenzial
Der Wein ist für den jungen Genuss bestimmt. Das Weingut gibt für den aktuellen 2025er eine Trinkreife bis etwa 2028 an. Die Frische und Primärfrucht stehen klar im Mittelpunkt; eine längere Lagerung würde daher nicht den eigentlichen Charakter des Weines verbessern.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein normales Weißweinglas genügt vollkommen. Nach dem Öffnen direkt trinkbereit.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Feldsalat
Kürbissuppe
Quiche
Gemüsegerichten
Putenschnitzel
hellem Geflügel
Zander
Seezunge
Wildlachs
cremigen Fischsaucen
mildem Bergkäse
Das Weingut empfiehlt ihn ausdrücklich zu Feldsalat, Kürbissuppe, Putenschnitzel und Wildlachs mit Bärlauch-Wein-Sahnesauce.
Pinot Grigio Veneto IGT 2024 – 1 Liter
Cavazza – Vicenza, Venetien
Der Pinot Grigio 2024 in der 1-Liter-Flasche von Cavazza ist ein unkomplizierter, frischer und sehr vielseitiger venezianischer Weißwein. Er steht für genau den Stil, den man von einem guten Pinot Grigio für den täglichen Genuss erwartet: hellfruchtig, trocken, frisch und angenehm süffig. Die aktuelle 2024er Literabfüllung wird mit 12 % vol. geführt.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich hell strohgelb. Die Nase ist klar und feinfruchtig mit grünem Apfel, dazu dezente Noten von Birne und weißen Blüten. Cavazza beschreibt seine Pinot-Grigio-Stilistik außerdem mit Golden-Apple- und Aprikosennoten. Am Gaumen präsentiert er sich trocken, schlank und frisch, mit moderater, gut eingebundener Säure und unkompliziertem Trinkfluss. Die Frucht bleibt dezent und sauber, ohne süß oder breit zu wirken. Das Finale ist klar, leicht mineralisch und erfrischend, mit einem kleinen Nachhall von Apfel und Zitrus.
Ein unkomplizierter, trockener Pinot Grigio – frisch, feinfruchtig und ausgesprochen vielseitig.
Herkunft & Stil
Cavazza ist in Montebello Vicentino in der Provinz Vicenza beheimatet und bewirtschaftet die Weinberge der Region seit mehreren Generationen. Der Pinot Grigio ist ein klassischer Vertreter der venezianischen Weißweintradition. CCavazza vinifiziert ihn bewusst frisch und sortentypisch, damit die klare Frucht und die feine Mineralität im Vordergrund stehen.
Ausbau
Die Trauben werden schonend und temperaturkontrolliert im Edelstahl vergoren. Cavazza setzt dabei auf eine Weißweinbereitung ohne Schalenkontakt und eine niedrige Verarbeitungstemperatur, um die frische Aromatik zu erhalten. Kein dominanter Holzeinsatz – entsprechend stehen Frucht, Frische und Trinkfluss im Mittelpunkt.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist ein Wein für den jungen Genuss. Die Stärke liegt klar in seiner Frische und unmittelbaren Zugänglichkeit.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027 Serviertemperatur: 7–9 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Am besten gut gekühlt servieren, aber nicht eiskalt – bei etwa 8 °C bleibt er frisch und zeigt trotzdem ausreichend Aroma.
Perfekt zu
Der Pinot Grigio funktioniert hervorragend als Aperitif und unkomplizierter Speisenbegleiter:
Antipasti
Salumi
Fischvorspeisen
Meeresfrüchte
Garnelen
Muscheln
Gemüsegerichte
Spargel
Eiergerichte
Risotto
leichte Pasta
Geflügel
Cavazza empfiehlt Pinot Grigio insbesondere zu Fischvorspeisen, Gemüse, cremigem Risotto, Eiern und Spargel sowie zu Baccalà alla Vicentina.
Gerade Baccalà alla Vicentina ist eine besonders schöne regionale Kombination: Der trockene, frische Pinot Grigio bringt Leichtigkeit zu dem cremig-salzigen Stockfischgericht.
Grauer Burgunder 2025 · QbA · bio
Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Graue Burgunder gehört zu den klassischen Weißweinsorten des Weinguts Karl May in Osthofen. Das Weingut, auch Liebenauer Hof genannt, wurde bereits 1309 urkundlich erwähnt; 1815 gelangte es in den Besitz der Vorfahren der heutigen Familie May. Heute führen Peter und Fritz May den Betrieb. Seit 2007 werden die Weinberge nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet.
Der Grauburgunder ist als trockener Gutswein angelegt und zeigt damit die grundlegende Handschrift des Hauses: viel natürliche Frucht, saftige Struktur und ein bewusst nicht übertriebener Holzeinsatz.
Herkunft & Boden
Die Trauben für den 2025er stammen aus Weinbergen auf sandigem Löss-Lehm. Diese Böden sind typisch für den Wonnegau und ermöglichen körperreiche, aromatische Weine, ohne dass ihnen die Frische fehlt.
Löss-Lehm bringt dabei vor allem Fülle und Geschmeidigkeit, während der sorgfältige Ausbau die Frucht und Frische bewahrt.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich als frischer, aromatischer Grauburgunder mit moderatem Alkohol von 12,5 % vol. und einer lebendigen Säure von 5,8 g/l. Die Restsüße liegt bei 3,3 g/l und unterstützt die Frucht, ohne den trockenen Charakter aufzuheben.
Damit besitzt der Wein eine sehr gute Balance aus:
gelber Frucht → Frische → Würze → saftiger Textur
Ausbau
Die Vergärung erfolgt spontan. Der Wein wird sowohl im Edelstahltank als auch im großen Holzfass ausgebaut. Ein längeres Hefelager trägt zusätzlich zur Textur und aromatischen Tiefe bei.
Der Ausbau verbindet damit zwei unterschiedliche Komponenten:
Edelstahl → Frische · Klarheit · präzise Frucht
großes Holzfass → Textur · Würze · zusätzliche Tiefe
Das Holz bleibt dabei im Hintergrund und dient nicht als dominantes Aromenelement.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles, leuchtendes Strohgelb.
In der Nase dominieren gelbe und exotische Früchte:
Weinbergpfirsich → Birne → Mirabelle → Apfel → Papaya → Galia-Melone
Dazu kommen feine würzige und mineralische Anklänge. Aktuelle Verkostungsnotizen nennen insbesondere Weinbergpfirsich, exotische Früchte, feine Würze und Mineralität.
Mit etwas Luft können sich zusätzlich dezente Noten von:
Haselnuss → Honig → Kräutern
zeigen.
Am Gaumen
Der Auftakt ist trocken, saftig und aromatisch.
Die gelbe Frucht wird von einer lebendigen Säure getragen. Dadurch wirkt der Wein trotz seiner Fülle nicht schwer.
Charakteristisch sind:
Birne → Pfirsich → Mirabelle → Zitrus → feine Würze
Die Textur ist weich und rund, gleichzeitig besitzt der Wein genügend Säurespannung für einen lebendigen Trinkfluss.
Im Finale bleiben Frucht, mineralische Würze und eine dezente herbe Frische zurück.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Birne → Mirabelle → Apfel → Papaya → Ananas → Galia-Melone → Zitrus → Haselnuss → feine Würze → Mineralität → dezente Honignoten
Auszeichnungen & Renommee
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist keine belastbare internationale Einzelbewertung mit hoher Punktzahl dokumentiert.
Das Weingut Karl May besitzt jedoch eine sehr gute fachliche Reputation. In der aktuellen Rheinhessen-Präsentation wird das Weingut als Mitglied der Initiative „Maxime Herkunft Rheinhessen“ geführt; Eichelmann bewertet das Haus mit 4,5 Sternen und bezeichnet es als „Weltklasse-Weingut“. Der Vinum Weinguide führt 3,5 Sterne.
Der Grauburgunder ist dabei ein klassischer Gutswein und nicht als Spitzen- oder Lagenwein konzipiert.
Reifepotenzial
Der 2025er ist in erster Linie auf Frische und Trinkfreude ausgelegt.
Das empfohlene Trinkfenster reicht ungefähr bis:
2026–2027 → maximale Frische, gelbe Frucht, lebendige Säure
2027–2029 → mehr Würze, weichere Textur, zunehmende Nussigkeit
ab 2029 → zunehmend reifere und tertiäre Noten; abhängig von der Lagerung
Eine Händlerempfehlung nennt 2029 als Trinkhorizont.
Der ideale Zeitraum liegt damit etwa zwischen 2026 und 2028.
Servieren
Serviertemperatur:
8–10 °C
Ein mittelgroßes bis größeres Weißweinglas eignet sich gut.
Eine lange Belüftung ist nicht notwendig. Nach dem Öffnen kann sich der Wein jedoch über 10–20 Minuten im Glas weiterentwickeln.
Speisenbegleitung
Der Grauburgunder ist ausgesprochen vielseitig.
Passend sind:
gegrillter Fisch
Forelle
Garnelen
Muscheln
Krustentiere
Fischcurry
Zitronenhähnchen
helles Geflügel
Gemüse-Lasagne
Risotto
Polenta
Quiche
Flammkuchen
sommerliche Salate
mild-würziger Käse
Besonders schön funktioniert die Kombination mit:
gegrillter Forelle, mediterranem Gemüse und Kräutern.
Die gelbe Frucht nimmt die Röstaromen des Fisches auf, während die Säure für Frische sorgt.
Grauburgunder trocken Walsheimer Silberberg Selection 2025, QW, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann in Walsheim zählt zu den etablierten Familienweingütern der Südpfalz. Der Betrieb wird heute von Markus Pfaffmann geführt und verbindet traditionelle Weinbereitung mit einer modernen, qualitätsorientierten Stilistik. Besonders die Burgundersorten gehören zu den Schwerpunkten des Hauses. Der Walsheimer Silberberg steht für eine hochwertige, auf Herkunft ausgerichtete Interpretation des Grauburgunders. Die Bezeichnung „Selection“ verweist auf eine besonders sorgfältige Traubenauswahl und einen anspruchsvolleren Ausbau innerhalb des Sortiments.
Lage & Terroir
Der Silberberg bei Walsheim liegt in der warmen Südpfalz. Die Weinberge profitieren vom milden Klima der Region und von der guten Sonneneinstrahlung. Prägend sind kalk- und lösshaltige Böden, die dem Grauburgunder sowohl Substanz als auch eine gewisse mineralische Spannung verleihen. Gerade Grauburgunder kann unter diesen Bedingungen eine schöne Verbindung aus reifer gelber Frucht, cremiger Textur und würziger Mineralität entwickeln.
Jahrgang 2025
Der 2025er steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung. Der warme südpfälzische Standort begünstigt eine aromatisch reife Frucht, während eine frühzeitige und sorgfältige Lese darauf zielt, die Frische zu bewahren. Die Stilistik ist trocken, kraftvoll und zugänglich, ohne den Wein unnötig schwer erscheinen zu lassen.
Vinifikation & Ausbau
Für die Selection werden besonders gesunde und reife Trauben ausgewählt. Der Ausbau ist auf die Verbindung von Frucht, Schmelz und Struktur ausgerichtet. Beim Grauburgunder steht dabei weniger eine ausgeprägte Holzaromatik als vielmehr eine geschmeidige, würzige Textur im Mittelpunkt.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein mit reifer, gelber Frucht. Birne und gelber Apfel verbinden sich mit Pfirsich und dezenten nussigen Anklängen. Dazu kommen feine Kräuter- und Würznoten. Mit etwas Luft gewinnt der Wein an Tiefe und zeigt die für hochwertigen Grauburgunder typische Verbindung aus Frucht, Nussigkeit und leicht mineralischer Würze.
Am Gaumen
Trocken, saftig und kraftvoll. Die gelbe Frucht wirkt reif und dicht, wird aber von einer frischen Säure begleitet. Dazu kommt eine cremige Textur mit feinem Schmelz. Typisch für die Sorte zeigt sich eine dezente nussige Würze, während der Abgang angenehm trocken und leicht mineralisch ausklingt. Die Balance zwischen Frucht, Schmelz und Frische macht den Wein ausgesprochen vielseitig.
Aromatik
gelber Apfel
Birne
Pfirsich
Mirabelle
etwas Zitrus
Haselnuss
Mandel
feine Kräuterwürze
dezente Mineralität
Reifepotenzial
Der Wein ist vor allem für den Genuss in seiner jugendlichen Frische gedacht. Die Substanz und die Säure ermöglichen jedoch eine Entwicklung über einige Jahre. Mit zunehmender Reife können sich die Fruchtaromen in Richtung reifer Birne und gelber Früchte entwickeln, während nussige und würzige Komponenten stärker hervortreten.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem mittelgroßen Weißweinglas. Eine kurze Belüftung kann die nussigen und würzigen Komponenten zusätzlich hervorheben.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander
Lachs und Forelle
Geflügel
Kalbfleisch
Spargel
Kürbis
Pilzgerichten
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Flammkuchen
mildem bis mittelkräftigem Käse
Verkostungsnotiz
Der Graue Burgunder „Vom Kalkstein“ 2025 von Seehof / Florian Fauth ist ein ausgesprochen charaktervoller Vertreter seiner Rebsorte und zeigt zugleich sehr schön die Handschrift des Westhofener Weinguts. Schon im Duft verbindet er die typische gelbfruchtige Burgunderaromatik mit einer kühlen, mineralischen Komponente: Pampelmuse, Quitte, reife Reineclaude und feine Orangennoten stehen im Mittelpunkt, begleitet von einer dezenten Würze.
Am Gaumen präsentiert sich der 2025er saftig, gehaltvoll und erstaunlich druckvoll, ohne schwer zu wirken. Die reife Frucht wird von einer feinen, zitrischen Frische getragen. Besonders schön ist die Kombination aus Schmelz und mineralischer Würze: Der Wein besitzt die cremige, leicht füllige Textur, die man von einem guten Grauburgunder erwartet, bleibt aber durch seine Säure und die kalkige Herkunft präzise.
Die jahrgangsspezifische Verkostung beschreibt den Wein als helles, strahlendes Strohgelb mit dichter Mineralik, Birne, Mirabelle und Flieder. Am Gaumen wird der 2025er als sehr elegant, leichtfüßig und zart wirkend mit langem Nachhall beschrieben. Eine weitere aktuelle Verkostungsnotiz hebt Pampelmuse, Quitte, Reineclaude, Orange, Schmelz, Extrakt und würzig-mineralische Nuancen hervor.
Gerade diese Verbindung macht den Wein interessant: Er ist nicht der breite, alkoholisch wirkende Grauburgunder, sondern besitzt trotz seiner Fülle eine bemerkenswerte Balance. Die 5,9 g/l Säure geben ihm einen klaren Zug, während 2,9 g/l Restzucker den trockenen Charakter unterstützen.
Die Rebsortentypizität ist deutlich: Birne, Quitte, Mirabelle und gelbe Frucht, dazu die für Grauburgunder charakteristische gewisse Cremigkeit und Würze. Gleichzeitig bringt der Kalkstein eine andere Dimension ins Spiel. Die Frucht wirkt nicht breit, sondern wird von einer kreidig-steinigen Mineralität eingefasst.
Im Mund entwickelt der Wein zunächst eine saftige Frucht, bevor sich zunehmend Extrakt und Würze zeigen. Die Säure ist nicht aggressiv, sondern fein eingebunden und sorgt dafür, dass der Wein trotz seiner Substanz frisch bleibt. Tannin ist bei dieser weißen Interpretation naturgemäß kein prägender Faktor; die Struktur entsteht aus Säure, Extrakt, Mineralität und Textur.
Der Ausbau im Edelstahltank unterstützt diese klare Stilistik. Holz wird bewusst nicht benötigt, um dem Wein Körper zu geben – der Körper kommt aus Traubenmaterial, Herkunft und Ausbau.
Der 2025er endet mit einem für diese Preisklasse bemerkenswert langen Nachhall. Orange und Quitte bleiben zusammen mit einer würzigen, mineralischen Note präsent. Genau diese Kombination aus Frucht, Schmelz und mineralischem Finale macht ihn zu einem ausgesprochen vielseitigen Essenswein.
Ein kraftvoller, aber präziser Westhofener Grauburgunder, der Kalkstein, gelbe Frucht und feinen Schmelz bemerkenswert harmonisch verbindet.
Die Geschichte des Weins
Der Seehof der Familie Fauth liegt im rheinhessischen Westhofen und wird seit vier Generationen von der Familie bewirtschaftet. Das Weingut selbst beschreibt seine Philosophie mit den Begriffen Familientradition, Erfahrung, Offenheit für neue Ideen und Herkunft. Die Weine sollen ihre Herkunft aus den Westhofener Weinbergen widerspiegeln.
Florian Fauth steht heute für die moderne Entwicklung des Seehofs. Sein Umgang mit den Burgundersorten wurde bereits von Gault&Millau ausdrücklich hervorgehoben; der Weinführer lobte insbesondere die Burgunder aus der Westhofener Steingrube und Fauths Umgang mit dem Holzfass.
Der „Vom Kalkstein“ gehört zur Ortsweinlinie des Seehofs. Diese Weine sollen einen möglichst direkten Eindruck der Westhofener Herkunft vermitteln. Der Grauburgunder ist damit bewusst zwischen den einfachen Gutsweinen und den großen Lagenweinen angesiedelt.
Westhofen ist insbesondere für seine kalkreichen Böden bekannt. Der Seehof bewirtschaftet unter anderem Parzellen in Morstein, Steingrube und Kirchspiel. Für die Burgundersorten ist vor allem die Steingrube interessant: Dort findet sich kalkhaltiger Lehmboden mit Lössanteilen, der laut Seehof besonders gut für Burgundersorten geeignet ist und fruchtbetonte, kraftvolle Weine mit mineralischer Note hervorbringt.
Der Name „Vom Kalkstein“ ist deshalb mehr als eine geschmackliche Beschreibung. Er verweist auf die geologische Prägung der Westhofener Weinberge und auf das Ziel, Frucht und Fülle mit mineralischer Herkunft zu verbinden.
Die Weinberge des Seehofs umfassen rund 17,5 Hektar. Vinum bezeichnete den Betrieb als typischen Familienbetrieb im Wonnegau und hob die Qualität der Lagenweine hervor. Auch der Feinschmecker würdigte die eigenständige Kollektion und nannte den Westhofener Weißburgunder „vom Kalkstein“ ausdrücklich als Favoriten.
Der Grauburgunder „Vom Kalkstein“ 2025 wird konventionell bewirtschaftet und im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die Frucht klar und die kalkige Herkunft unverstellt. Die aktuelle Jahrgangsausgabe besitzt 13,5 % vol., 5,9 g/l Säure und 2,9 g/l Restzucker.
Der 2025er steht damit exemplarisch für die aktuelle Seehof-Linie: regional verwurzelt, zugänglich, gastronomisch gedacht und mit genügend Herkunftscharakter, um deutlich über einen einfachen Grauburgunder hinauszugehen.
Speisenempfehlung
Seine Kombination aus Fülle, Schmelz, Säure und Würze macht den Wein besonders vielseitig. Er verträgt cremige Saucen und gebratene Aromen, besitzt aber genügend Frische für Fisch und Gemüse.
Besonders passende Gerichte
Gebratener Zander mit Beurre blanc, Lauch und Petersilienöl – die cremige Textur von Sauce und Wein greifen ineinander, während die Säure für Frische sorgt.
Saibling mit brauner Butter, Sellerie und gerösteten Haselnüssen – die würzige Burgunderstruktur harmoniert mit Nussbutter und Röstaromen.
Jakobsmuscheln mit Blumenkohl, Orange und brauner Butter – die Orangennoten des Weins greifen die Zitrusaromatik des Gerichts auf.
Wolfsbarsch mit Fenchel, Orange und Safran – Frucht und Würze des Weins verbinden sich hervorragend mit dem mediterranen Aromenspiel.
Maispoularde mit Morchelrahm und Kräutern – genügend Kraft für die cremige Sauce, ohne das feine Geflügel zu überdecken.
Kalbsrücken mit Selleriepüree und Kräuterseitlingen – Schmelz und Mineralität begleiten sowohl Fleisch als auch Pilze.
Schweinefilet mit Rahmwirsing und gerösteten Kartoffeln – ein sehr stimmiger Partner zur würzigen und gehaltvollen Seite des Weins.
Steinpilzrisotto mit Parmesan und Salbei – besonders passend zur mineralisch-würzigen Komponente.
Kürbisgnocchi mit Salbei, brauner Butter und Parmesan – die gelbe Frucht des Grauburgunders greift Kürbis und Butter wunderbar auf.
Pasta mit Pfifferlingen, Parmesan und Petersilie – unkompliziert, aber ausgesprochen harmonisch.
Gebratener Chicorée mit Orange, Walnüssen und Ziegenkäse – Bitterkeit, Zitrus und Nuss setzen einen reizvollen Kontrapunkt zur Frucht.
Junger Comté oder Chaource – die cremige Textur des Weins passt sehr schön zu mildem, leicht gereiftem Käse.
Pinot Grigio Südtirol DOC 2023
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Pinot Grigio 2023 von Erste + Neue ist ein klassischer Südtiroler Grauburgunder aus der Classic-Linie: aromatisch, saftig und frisch, mit deutlich mehr Ausdruck als ein neutraler, einfacher Pinot Grigio. Die Classic-Weine von Erste + Neue stehen generell für Frische, Mineralität und Sortentypizität.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich hell strohgelb. Die Nase ist ausgeprägt und sortentypisch mit reifem Pfirsich und Birne, ergänzt durch feine würzige Nuancen. Am Gaumen ist der Wein dicht und saftig, mit wiederkehrender gelber Frucht und einer fein ziselierten, gut tragenden Säure. Der Abgang wirkt dadurch frisch und animierend. Ein Pinot Grigio mit Frucht und Substanz, aber ohne Schwere – saftig, klar und sehr trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen auf hügeligem Gelände mit Südostausrichtung zwischen 300 und 450 Metern Höhe. Die Böden bestehen überwiegend aus Kies und Schluff. Diese Kombination unterstützt die Reife der gelben Frucht, während die Höhenlage die nötige Frische bewahrt.
Ausbau
Der 2023er wird im Edelstahltank vergoren und anschließend drei Monate im Edelstahl ausgebaut. Dadurch bleibt die sortentypische Frucht im Mittelpunkt und der Wein erhält seine klare, frische Stilistik. Die Analysewerte: 13,5 % vol., 5,8 g/l Gesamtsäure und 2,5 g/l Restzucker.
Jahrgang 2023 & Reifepotenzial
Der Wein ist jetzt in einer sehr guten Trinkphase. Erste + Neue gibt für diesen Pinot Grigio ein Reifepotenzial von 1–3 Jahren an; für einen 2023er bedeutet das: klar auf Frische und unmittelbaren Genuss ausgerichtet.
Trinkfenster: jetzt Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Perfekt zu
Der Pinot Grigio ist ausgesprochen vielseitig:
Fisch
Meeresfrüchte
Austern
Garnelen
hellem Fleisch
Geflügel
vegetarischen Gerichten
leichten Vorspeisen
als Aperitif
Gerade zu Austern und Meeresfrüchten funktioniert die Kombination sehr schön: Die frische Säure bringt Spannung, während Pfirsich und Birne dem Wein genügend Frucht geben, um nicht zu streng zu wirken. Auch zu vegetarischer Küche empfiehlt ihn das technische Datenblatt ausdrücklich.
Pinot Grigio Südtirol DOC 2025
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Pinot Grigio 2025 von Erste + Neue ist ein klassischer Vertreter der Classic-Linie: fruchtbetont, saftig und frisch, dabei mit mehr Substanz als ein einfacher, neutraler Pinot Grigio. Die Classic-Weine stehen für Mineralität, Frische und klare Sortentypizität.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigen sich reifer Pfirsich und Birne, begleitet von feinen Gewürznoten. Die Aromatik ist expressiv, aber nicht überladen. Am Gaumen wirkt der Wein saftig und rund, mit schöner gelber Frucht und einem lebendigen Säurespiel. Der Nachhall ist fruchtig und erfrischend.
Ein unkomplizierter, aber charaktervoller Südtiroler Pinot Grigio – saftig, fruchtig und ausgesprochen trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen in Hügellagen auf 300–450 Metern Höhe mit südöstlicher Ausrichtung. Die Böden bestehen vorwiegend aus Kies und Schluff. Die Kombination aus warmen Tagen und kühlen Nächten unterstützt eine reife Frucht bei gleichzeitig guter Frische.
Ausbau
Die Vergärung und der anschließende Ausbau erfolgen im Edelstahltank. Der Wein bleibt etwa drei Monate auf der Feinhefe, wodurch er zusätzlichen Schmelz und Körper erhält, ohne seine Frische zu verlieren. Für den 2025er werden 13 % vol., 5,6 g/l Säure und 3 g/l Restzucker angegeben. Das Reifepotenzial liegt bei etwa 2–3 Jahren.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist damit klar auf frischen, jungen Genuss ausgelegt. Im Vergleich zum 2023er wirkt die Stilistik weiterhin saftig und fruchtbetont; die Kombination aus gelber Frucht und Säure macht ihn zu einem sehr unkomplizierten Speisen- und Aperitifwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht nötig.
Perfekt zu
Fisch und Meeresfrüchten
Garnelen
Forelle
hellem Fleisch
Geflügel
vegetarischen Gerichten
Pilzgerichten
leichten Vorspeisen
als Aperitif
Besonders schön ist er zu gebratenen Pilzen mit Kräutern: Die saftige Frucht verbindet sich mit den erdigen Pilzaromen, während die Säure für Frische sorgt.
Auch Fisch mit Zitronen-Kräuter-Sauce passt hervorragend.
Grauer Burgunder 2023
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Graue Burgunder 2023 von Karl H. Johner ist ein typischer Kaiserstühler Vertreter seiner Rebsorte: saftig, harmonisch und vielseitig, mit reifer gelber Frucht, feiner Würze und angenehmer Frische. Er verbindet die Kraft, die man von badischem Grauburgunder erwartet, mit einer für Johner typischen Eleganz.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles Goldgelb mit leicht silbernen Reflexen. In der Nase dominieren reife Birne, gelber Apfel und Quitte, begleitet von Noten von Mirabelle, Melone und einem Hauch Zitrusfrucht. Dazu kommen feine Anklänge von Mandeln, Kräutern und dezenter Würze. Am Gaumen wirkt der Wein trocken, saftig und mittelkräftig, mit geschmeidiger Textur und harmonischer Säure. Die Frucht ist präsent, ohne üppig zu werden, und wird von einer feinen mineralischen Note begleitet. Das Finale ist fruchtbetont, ausgewogen und angenehm lang.
Ein klassischer, eleganter Grauburgunder mit viel Trinkfluss und breiter gastronomischer Einsetzbarkeit.
Herkunft
Die Trauben stammen aus den Weinbergen rund um Bischoffingen am Kaiserstuhl. Der Kaiserstuhl zählt zu den wärmsten Weinregionen Deutschlands und bietet ideale Bedingungen für Burgundersorten. Die vulkanisch geprägten Böden und das sonnenreiche Klima sorgen für reife Frucht, während kühle Nächte die notwendige Frische bewahren.
Jahrgang 2023
Der Jahrgang 2023 zeigt sich beim Grauburgunder besonders gelungen:
klare Frucht
gute Balance zwischen Reife und Frische
harmonische Struktur
sehr zugänglicher Stil
Der Wein bereitet bereits jung viel Freude, besitzt aber genügend Substanz für einige Jahre Flaschenreife.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C
Perfekt zu
Grauburgunder gehört zu den vielseitigsten Speisenbegleitern überhaupt:
Kalbfleisch
Geflügel
Schweinefilet
Spargelgerichte
Pilzgerichte
Pasta mit Rahmsaucen
Risotto
Fisch
Lachs
Meeresfrüchte
Quiche
mildere Käsesorten
Besonders gelungen ist die Kombination mit Kalbsrücken in leichter Rahmsauce oder einem Pilzrisotto. Auch zu einer klassischen badischen Küche mit Kalb und Gemüse passt er hervorragend.
Grauburgunder 2025, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 in Weinstadt-Gundelsbach gegründet. Leon Gold baute den Betrieb von Grund auf auf und entwickelte ihn innerhalb weniger Jahre zu einem der bemerkenswerten biodynamischen Weingüter im Remstal. Heute werden rund 18 Hektar bewirtschaftet. Die Weinberge werden seit Beginn ökologisch und seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Das Weingut liegt in den alten Steillagen rund um Gundelsbach, eingebettet in Weinberge, Streuobstwiesen und Wald. Der konsequente Fokus auf Biodiversität und eine möglichst natürliche Bewirtschaftung prägt die Arbeitsweise ebenso wie die Weine.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold stehen auf unterschiedlichen Keuperformationen, darunter Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und bunter Mergel. Für den 2025er Grauburgunder werden als Terroir Ton und Sand angegeben. Diese Böden ermöglichen einen Grauburgunder mit mehr Spannung und Würze, als es die Rebsorte im klassischen, breit-fruchtigen Stil häufig zeigt. Der Wein bleibt dabei klar auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet.
Jahrgang 2025
Der 2025er wird mit 12,0 % vol. bei Viniculture geführt; eine weitere Fachhandelsquelle gibt 12,5 % vol. an. Er wird trocken als Qualitätswein ausgebaut. Als Trinktemperatur werden etwa 10–12 °C empfohlen.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird vergleichsweise unkompliziert vinifiziert und überwiegend beziehungsweise vollständig im Edelstahl ausgebaut. Dadurch bleibt die natürliche Frucht des Grauburgunders im Vordergrund, während Holznoten nicht dominieren. Gerade diese zurückhaltende Vinifikation passt zur Funktion des Weines: ein charaktervoller, aber unkomplizierter Einstieg in die Grauburgunder-Welt von Leon Gold.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein eher fein und zurückhaltend als opulent. Zarte Fruchtaromen werden von einer sanften Kräuterwürze begleitet. Die Aromatik wirkt klar, frisch und leicht mineralisch. Im Vordergrund stehen weniger schwere gelbe Frucht oder ausgeprägte Holznoten, sondern eine elegante Kombination aus Frucht, Würze und mineralischer Frische.
Am Gaumen
Saftig, schlank und animierend. Die Frucht wirkt präzise und unkompliziert, wird aber von einer feinen Würze und einer salzigen Mineralität begleitet. Gerade das salzige Finish gibt dem Wein zusätzlichen Charakter und sorgt für einen bemerkenswert guten Trinkfluss. Der 2025er zeigt damit eine moderne Interpretation des Grauburgunders: nicht breit und schwer, sondern frisch, klar und mit feinem Grip.
Aromatik
zarte gelbe Frucht
Birne
heller Apfel
feine Kräuter
dezente Würze
mineralische Noten
salzige Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Grauburgunder 2025 sind derzeit keine belastbaren Bewertungen von Falstaff, VINUM oder Eichelmann dokumentiert. Das Weingut Leon Gold selbst erhielt im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 drei Sterne. Die Auszeichnung bezieht sich auf das gesamte Weingut und nicht auf diesen einzelnen Grauburgunder.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie für den jungen Trinkgenuss konzipiert. Seine Stärken liegen in Frische, Frucht und animierender Würze. Eine längere Lagerung ist möglich, bringt aber voraussichtlich weniger zusätzlichen Gewinn als bei den höher eingestuften Lagenweinen des Hauses. Als Trinkfenster werden etwa bis 2030 angegeben.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem mittelgroßen Weißweinglas. Nicht zu kalt servieren, damit sich die feinen Kräuter- und Fruchtaromen entwickeln können.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Vesper und Brotzeit
Salaten
Spargel
gebratenem Gemüse
vegetarischen Gerichten
hellem Geflügel
Forelle und anderen Süßwasserfischen
leichten Fischgerichten
mildem Ziegenkäse
Gerade zu einer schwäbischen Brotzeit funktioniert die Kombination aus Frische, Würze und salzigem Finale ausgesprochen gut. Die Fachhandelsbeschreibung hebt ebenfalls die Eignung als unkomplizierten, charaktervollen Alltagswein hervor.
Grauer Burgunder 2024
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Graue Burgunder 2024 von Karl H. Johner präsentiert sich als frischer, präziser und eleganter Kaiserstühler Grauburgunder. Gegenüber dem 2023er liegt der Akzent stärker auf Frische, klarer Frucht und animierendem Trinkfluss, ohne die für die Rebsorte typische saftige Substanz zu verlieren.
Charakter & Verkostung
In der Nase Birne, gelber Apfel, Quitte und Mirabelle, dazu feine Zitrusnoten. Dahinter zeigen sich dezente Kräuter-, Mandel- und mineralische Nuancen. Am Gaumen trocken, saftig und harmonisch, mit reifer gelber Frucht, einer angenehm lebendigen Säure und geschmeidiger Textur. Der Wein wirkt ausgewogen und klar, ohne schwer oder breit zu werden. Das Finale ist frisch, fruchtig und feinwürzig, mit einer schönen mineralischen Spannung. Ein moderner, eleganter Grauburgunder mit viel Frische und hervorragendem Trinkfluss.
Jahrgang 2024
Der 2024er wirkt im Vergleich zum Grauen Burgunder 2023 etwas frischer und präziser.
2023 → reifer, runder, etwas voller
2024 → frischer, klarer, lebendiger und geradliniger
Für Liebhaber eines eher schlanken und gastronomischen Grauburgunders ist der 2024er besonders interessant.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C
Herkunft
Karl H. Johner liegt in Bischoffingen am Kaiserstuhl. Das warme Kaiserstühler Klima sorgt für aromatische Reife und Substanz, während die Weinbergslagen und die kühleren Nächte die Frische bewahren. Die vulkanisch geprägten Böden tragen zusätzlich zur Struktur und mineralischen Anmutung bei.
Perfekt zu
Ein ausgesprochen vielseitiger Speisenbegleiter:
Spargel
Kalb
Geflügel
Schweinefilet
Fisch
Lachs
Garnelen
Meeresfrüchte
Pilzgerichte
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Flammkuchen
Quiche
mildere Käse
Besonders schön zu Spargel mit Kalbsmedaillons oder Pilzrisotto. Durch seine Frische funktioniert er auch hervorragend zu gebratenem Fisch mit Zitronen- oder Kräuterbutter.
Grauburgunder „vom Kalk“ 2025 · VDP.Gutswein · bio
Weingut Jülg · Schweigen-Rechtenbach · Südliche Weinstraße · Pfalz
Herkunft & Weingut
Das Weingut Jülg liegt unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze in Schweigen-Rechtenbach. Ein Teil der rund 24–25 Hektar Rebfläche befindet sich auf französischer Seite. Johannes Jülg steht für einen präzisen, eleganten und stark vom Burgund beeinflussten Weinstil. Seit 2021 gehört das Weingut dem VDP an. Der „vom Kalk“ ist als VDP.Gutswein der gehobene Einstieg des Hauses. Bereits auf dieser Qualitätsstufe soll der kalkgeprägte Charakter der Weinberge erkennbar sein.
Terroir
Der Name ist Programm: Die Trauben stammen von kalkdominierten Böden rund um Schweigen-Rechtenbach und aus dem angrenzenden elsässischen Wissembourg. Der Kalk verleiht dem Grauburgunder eine kühlere, mineralische und präzise Seite.
Kalk → Mineralität und Spannung Grauburgunder → Schmelz und gelbe Frucht selektive Handlese → Klarheit und Konzentration Hefelager → Textur und Länge
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich mit 12,5 % vol. Alkohol und trockenem Geschmacksbild. Die offizielle Weingutsbeschreibung hebt den gehaltvollen, frischen Charakter und das Zusammenspiel von Frucht und Säure hervor. Die Herkunft vom Kalk sorgt dabei für eine bemerkenswert mineralische Ausrichtung, sodass der Wein trotz seiner zugänglichen Gutswein-Kategorie nicht breit oder schwer wirkt.
Ausbau
Die Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und teilweise im Holzfass. Das Weingut arbeitet mit Spontangärung und verzichtet auf Schönung. Für den 2025er wird außerdem ein sechsmonatiges Hefelager angegeben. Der Ausbau verbindet dadurch Frische und Präzision mit etwas Schmelz und zusätzlicher Textur.
Verkostung
In der Nase zeigt sich eine klare, frische Frucht:
Birne → Mirabelle → gelber Apfel → Quitte → Orangenschale
Dazu kommen: Honigmelone → weiße Blüten → feine Kräuter → Mandel
Im Hintergrund steht eine deutlich kalkige, steinige Mineralität. Lobenberg beschreibt zusätzlich grüne Walnuss, Pfirsich und feine Hefenoten.
Am Gaumen
Der Auftakt ist saftig und unmittelbar zugänglich.
Birne → Quitte → Pfirsich → Orange
Dann tritt der Kalk stärker hervor: Steinsalz → Kalkstein → mineralische Würze
Der Wein besitzt eine gute Dichte und einen feinen Schmelz, bleibt dabei aber frisch und animierend. Die Säure ist lebendig und harmonisch eingebunden.
Das Finale wirkt cremig, mineralisch und leicht salzig, mit anhaltender gelber Frucht.
Aromatik
Birne → Mirabelle → Quitte → gelber Apfel → Pfirsich → Honigmelone → Orangenschale → weiße Blüten → Mandel → grüne Walnuss → feine Hefewürze → Kalkstein → Steinsalz
Auszeichnung
Der Jahrgang 2025 wurde von Heiner Lobenberg mit 91+ Punkten bewertet. Besonders hervorgehoben werden die kühle, steinige Ausrichtung, die salzige Textur, gute Dichte und der elegant integrierte Holzeinsatz.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt aber durch Säure, Mineralität und Hefelager auch weiteres Entwicklungspotenzial.
2026–2027 → Birne, Mirabelle, Zitrus, frische Mineralität
2027–2029 → mehr Quitte, Mandel, Hefewürze und Kalkstein
bis etwa 2030 → zunehmende Nussigkeit, getrocknete Frucht und komplexere mineralische Noten
Für maximalen Trinkfluss empfiehlt sich der Wein in den kommenden Jahren.
Servieren
Serviertemperatur:
8–10 °C
Ein mittelgroßes Weißweinglas ist ideal. Etwas Luft bringt die kalkige Mineralität und die feinen Nuss- und Hefenoten besser zur Geltung.
Speisenbegleitung
Der Grauburgunder ist ausgesprochen vielseitig.
Besonders passend:
Zander
Saibling
Forelle
gebratener Kabeljau
Garnelen
Spargel
Kräutersalate
Gemüsegerichte
Geflügel
Kalbfleisch
Pilzgerichte
leicht scharfe asiatische Küche
Besonders stimmig ist gebratener Fisch mit Kräutern und einer leichten Zitronen- oder Buttersauce. Auch leicht scharf gewürzte asiatische Gerichte passen sehr gut zur Frische und zum Schmelz des Weins.
Osthofener Grauburgunder 2024 · QbA · bio
Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Osthofener Grauburgunder stammt vom Weingut Karl May, dem traditionsreichen Liebenauer Hof in Osthofen. Der Betrieb befindet sich seit 1815 in Familienbesitz und wird heute von den Brüdern Peter und Fritz May geführt. Seit 2007 werden die Weinberge ökologisch bewirtschaftet. Das Weingut arbeitet mit einem klaren Herkunftssystem aus Guts-, Orts- und Lagenweinen und hat sich insbesondere mit seinen Burgunderweinen einen festen Platz im rheinhessischen Qualitätsweinbau erarbeitet.
Der „Osthofener“ ist als Ortswein höher angesiedelt als ein einfacher Gutswein. Die Trauben stammen aus Osthofener Weinbergen und sollen den Charakter der Herkunft und die kalkgeprägte Landschaft des Wonnegau widerspiegeln.
Terroir
Die Weinberge stehen auf tiefgründigem Löss und Kalkmergel. Diese Böden verbinden Wasserhaltevermögen und Wärme mit einer kalkigen mineralischen Komponente.
Für Grauburgunder ist das eine sehr passende Kombination:
Löss → Fülle und Schmelz
Kalkmergel → Frische, Struktur und mineralische Spannung
Der Wein erhält dadurch Körper und cremige Textur, ohne ausschließlich breit oder schwer zu wirken.
Die Trauben stammen aus Osthofener Spitzenparzellen; für die Herkunft werden insbesondere der Osthofener Goldberg und der Bechtheimer Geyersberg genannt. Dort stehen teilweise bis zu 40 Jahre alte Grauburgunderreben.
Der Jahrgang 2024
Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt laut den verfügbaren Angaben 13,5 % vol. Alkohol. Die Kombination aus reifer Frucht und kalkigem Untergrund verleiht ihm Substanz, während die Säure für Spannung sorgt.
Der Wein ist damit weniger auf jugendliche Primärfrucht als auf Textur, Schmelz und mineralische Länge ausgerichtet.
Ausbau
Der Ausbau ist ein wesentlicher Bestandteil des Charakters.
Die Trauben werden spontan im großen Holzfass vergoren und anschließend etwa sechs Monate auf der Feinhefe ausgebaut.
Die Feinhefelagerung verleiht dem Wein zusätzliche:
Cremigkeit → Schmelz → Volumen → aromatische Tiefe
Das Holz bleibt dabei im Hintergrund. Es geht weniger um deutliche Röstaromen als um Textur und eine ruhigere, komplexere Entwicklung.
Der Wein wird biologisch zertifiziert und vegan ausgebaut.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein leuchtendes Gelb mit goldenen beziehungsweise leicht rotgoldenen Reflexen.
Die Nase ist ausgesprochen ausdrucksstark.
Typisch sind:
Rhabarber → Aprikose → Quitte → reife Birne
Dazu kommen:
Vanille → geröstete Nüsse → Nussgebäck → Heu → Stroh
Die Verbindung aus reifer Frucht und dezenter Holzwürze verleiht dem Wein eine warme, komplexe Aromatik. Eine ausführliche Verkostungsnotiz des Hauses beziehungsweise Handels beschreibt genau dieses Zusammenspiel und hebt insbesondere Rhabarber, Aprikose, Quitte, Vanille, Nussgebäck, Stroh und Heu hervor.
Am Gaumen
Der Wein präsentiert sich füllig, kraftvoll und zugleich geschmeidig.
Die Frucht wirkt reif und saftig:
Aprikose → Quitte → Birne → gelber Apfel
Darunter liegt eine cremige, leicht ölige Textur.
Die sechsmonatige Feinhefelagerung sorgt für deutlichen Schmelz und Volumen. Gleichzeitig bringt der kalkmergelgeprägte Untergrund eine mineralische, leicht salzige Spannung in den Nachhall.
Das Finale ist lang und wird zunehmend von:
Mineralität → Salz → Nuss → Kräuter → gelber Frucht
geprägt.
Aromatik
Rhabarber → Aprikose → Quitte → Birne → gelber Apfel → Vanille → Nussgebäck → geröstete Haselnuss → Heu → Stroh → Kräuter → mineralische und leicht salzige Noten
Mit weiterer Flaschenreife können sich entwickeln:
Honig → getrocknete Aprikose → Walnuss → Brioche → Kräuterwürze
Auszeichnungen & Renommee
Für den konkreten Jahrgang 2024 liegt eine unabhängige Spitzenbewertung des Grauburgunders nicht belastbar vor.
Der Wein steht allerdings innerhalb eines qualitativ sehr angesehenen Hauses. Das Weingut Karl May wird im Eichelmann 2025 als „Weltklasseweingut“ ausgezeichnet; außerdem erhielt der 2023er Osthofen Riesling von Meiningers Weinwelt 91 Punkte.
Eine Verkostung des Vereins für Weinkultur Kraichtal hebt den 2024er Osthofen Grauburgunder ausdrücklich hervor und beschreibt ihn als Wein mit ausgeprägter Frucht, Frische und edler Noblesse.
Eine für den 2023er dokumentierte Falstaff-Bewertung von 91+ Punkten darf nicht auf den Jahrgang 2024 übertragen werden.
Reifepotenzial
Der Osthofener Grauburgunder 2024 besitzt für einen Ortswein ein bemerkenswertes Reifepotenzial.
Das voraussichtliche Trinkfenster:
2026–2027 → Aprikose, Quitte, Birne, Frische und Schmelz
2027–2029 → zunehmende Nussigkeit, Honig, Kräuter und mineralische Tiefe
ab 2029 → stärker gereifte Frucht, Walnuss, getrocknete Aprikose und zunehmende Würze
Als Trinkhorizont werden etwa 2029 angegeben.
Die attraktivste Phase dürfte bei guter Lagerung ungefähr zwischen 2026 und 2028 liegen.
Servieren
Serviertemperatur:
9–11 °C
Ein großes Weißweinglas, gerne ein Burgunderglas, unterstützt die cremige Textur und die komplexe Aromatik.
Eine lange Dekantierung ist nicht notwendig. Etwa 10–20 Minuten Luft im Glas können jedoch zusätzliche Nuss-, Kräuter- und Fruchtnoten hervorbringen.
Speisenbegleitung
Durch seine Kombination aus Schmelz, Frucht und mineralischer Spannung eignet sich der Wein besonders für:
gebratenen Zander
Steinbutt
Saibling
Lachs
Jakobsmuscheln
Garnelen
Geflügel
Kalbsfleisch
Spargel
Kürbis
Pilzgerichte
Risotto
Pasta mit cremigen Saucen
milden bis mittelkräftigen Käse
Besonders stimmig:
Kalbsrücken mit Morcheln und einer cremigen Kalbsjus.
Auch gebratener Steinbutt mit Beurre blanc und Wurzelgemüse passt hervorragend zu Schmelz und mineralischer Salzigkeit des Weins.
Verkostungsnotiz: 2023 Grauburgunder Vulkanland Steiermark DAC, Weingut Krispel, Steiermark Vulkanland
Im Glas blasses Goldgelb mit zartem Kupferton. Ein Farbspiel, das an einen warmen Sonnenuntergang erinnert und auf einen komplexen und vielschichtigen Wein hindeutet.
In der Nase entfaltet sich ein einladender Duft nach Bratapfel, der an gemütliche Winterabende und Geborgenheit erinnert. Gewürznelken und Sternanis gesellen sich hinzu und verleihen dem Wein eine weihnachtliche Note. Frisch aufgeschnittene Blutorangen sorgen für eine fruchtige und spritzige Komponente, die den Duft abrundet und ihm Tiefe verleiht.
Am Gaumen zeigt sich ein spannendes Spiel zwischen Säure und Cremigkeit. Die Säure sorgt für Frische und Lebendigkeit, während der cremige Körper für Struktur und Komplexität sorgt. Eine zarte Rauchigkeit gesellt sich hinzu und verleiht dem Wein eine geheimnisvolle Note. Der Abgang wird von einer angenehmen Würze begleitet, die lange anhält und Lust auf mehr macht.
Grauer Burgunder trocken 2023 · VDP.Gutswein · QbA · bio · biodynamisch
Weingut Wittmann · Westhofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wittmann gehört zu den traditionsreichen Familienweingütern Rheinhessens. Die Geschichte der Familie als Weinbauern reicht bis 1663 zurück. Der heutige Betrieb in Westhofen wird von Philipp Wittmann geführt und bewirtschaftet rund 30 Hektar Rebfläche. Wittmann ist seit 1999 Mitglied im VDP.
Besonders prägend ist die konsequente Entwicklung hin zu einem ökologisch und biodynamisch geprägten Weinbau: Seit Ende der 1980er Jahre arbeitet das Weingut zertifiziert biologisch, seit 2004 biodynamisch. Diese Philosophie gilt auch für die Burgundersorten.
Der Graue Burgunder ist als VDP.Gutswein die Einstiegsstufe in das Herkunftssystem des Hauses. Trotzdem stammt der Wein ausschließlich aus eigenen Weinbergen rund um Westhofen und profitiert damit von der sorgfältigen Weinbergsarbeit des Weinguts. Der VDP führt den Jahrgang 2023 ausdrücklich als „Rheinhessen Grauer Burgunder trocken – VDP.GUTSWEIN“.
Rebsorte & Herkunft
100 % Grauer Burgunder.
Die Trauben stammen aus Westhofener Weinbergen, überwiegend von tonhaltigen Böden mit Kalksteinanteilen. Die schweren, eher kühlen Tonböden bremsen die Reife und tragen dadurch zur Frische des Weins bei.
Der Kalkstein ergänzt diese Bodenstruktur um mineralische Spannung.
Ton → Körper und saftige Textur
Kalkstein → Frische und Mineralität
Biodynamischer Weinbau → niedrige Erträge und sorgfältige Handlese
Biodynamischer Anbau
Der biodynamische Anbau ist bei Wittmann kein Marketingzusatz, sondern Teil der seit vielen Jahren bestehenden Bewirtschaftungsphilosophie. Seit 2004 wird biodynamisch gearbeitet. Die Trauben für den Grauen Burgunder werden von Hand gelesen und selektiert.
Das Ziel ist nicht maximale Reife, sondern ein möglichst ausgewogenes Verhältnis aus Frucht, Säure, Extrakt und Herkunft.
Jahrgang 2023
2023 war ein warmer Jahrgang, der bei Wittmann Weine mit Charme und guter Zugänglichkeit hervorbrachte. Beim Grauen Burgunder wurde dennoch Wert auf Frische und Eleganz gelegt.
Die analytischen Angaben für den 2023er lauten:
12,0 % vol. Alkohol 7,3 g/l Säure 2,7 g/l Restzucker
Damit präsentiert sich der Wein klar trocken, mit vergleichsweise lebendiger Säure und moderatem Alkohol.
Ausbau
Der Ausbau unterscheidet diesen Grauburgunder deutlich von einem einfachen, fruchtbetonten Gutswein.
Die Vergärung erfolgt überwiegend beziehungsweise zu einem großen Teil im traditionellen Holzfass. Je nach Quelle wird zusätzlich ein kleiner Anteil im Edelstahltank ausgebaut. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe.
Das Holz ist dabei nicht als dominantes Toast- oder Vanillearoma gedacht.
Vielmehr entstehen:
Schmelz → cremige Textur → Nusswürze → zusätzliche Tiefe
Die Frucht bleibt dennoch klar erkennbar.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein kräftiges, leuchtendes Gelb.
Die Nase ist zunächst von gelber Frucht geprägt:
Birne → reifer Apfel → Mirabelle → gelbe Früchte
Dazu kommen:
Grapefruit → Melone → Karambole → Haselnuss → Mandel
Feine Kräuter- und Blütennoten ergänzen das Bouquet.
Mit Luft gewinnt der Wein an Würze und entwickelt zunehmend nussige und leicht rauchige Nuancen.
Am Gaumen
Der Auftakt ist saftig und körperreich.
Typisch sind:
reifer Apfel → Birne → gelbe Frucht → Melone
Die Textur ist cremig und geschmeidig, gleichzeitig besitzt der Wein einen feinen phenolischen Griff.
Die Säure wirkt nicht aggressiv, sondern eingebunden und trägt die Frucht. Dazu kommen eine dezente Salzigkeit und mineralische Spannung.
Das Finale ist lang und von:
Nuss → Mineralität → Kräutern → gelber Frucht
geprägt.
Gerade die Verbindung von Cremigkeit und feinem Grip gibt dem Wein Charakter.
Aromatik
Reifer Apfel → Birne → Mirabelle → Grapefruit → Melone → Karambole → gelbe Früchte → Haselnuss → Mandel → Akazienblüte → Kräuter → dezente Rauchigkeit → Mineralität
Mit weiterer Flaschenreife können sich entwickeln:
Walnuss → getrocknete Apfelnoten → Honig → Kräuterwürze → leichte erdige Töne
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2023 sind mehrere bemerkenswerte Bewertungen dokumentiert:
92 Punkte · James Suckling 89 Punkte · Wine Enthusiast 91+ Punkte · Heiner Lobenberg 90+ Punkte · Falstaff
Besonders interessant ist die 92-Punkte-Bewertung von James Suckling, die für diesen 2023er Grauburgunder dokumentiert wird.
Die 89 Punkte des Wine Enthusiast stammen aus einer Blindverkostung und beschreiben den Wein als ausgewogen, würzig und mit langem, sauberem Finale.
Damit gehört dieser Gutswein qualitativ deutlich über das hinaus, was die Bezeichnung „Gutswein“ zunächst vermuten lässt.
Reifepotenzial
Der 2023er besitzt für einen Gutswein ein gutes Entwicklungspotenzial.
2026–2027 → Apfel, Birne, gelbe Frucht, Frische
2027–2029 → Nuss, Mandel, Kräuter, mineralische Tiefe
2029–2030 → zunehmende Reife, getrocknete Frucht und würzigere Tertiäraromen
Mehrere Händler sehen den Wein bis etwa 2029 beziehungsweise 2030 als entwicklungsfähig.
Die derzeitige Phase ist besonders interessant, weil die ursprüngliche Frucht noch vorhanden ist, während sich bereits die komplexeren Holz-, Nuss- und Mineralnoten zeigen.
Servieren
Serviertemperatur:
9–11 °C
Ein größeres Weißweinglas oder Burgunderglas ist empfehlenswert.
Der Wein benötigt keine Dekantierung. 15–20 Minuten im Glas reichen aus, um die nussigen und würzigen Komponenten stärker hervortreten zu lassen.
Speisenbegleitung
Durch seine Kombination aus Schmelz, Frische und feiner Phenolik eignet sich der Graue Burgunder hervorragend zu:
Kalbfleisch
Geflügel
gebratenem Fisch
Zander
Steinbutt
Saibling
Jakobsmuscheln
Garnelen
Spargel
Kürbis
Pilzen
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
mildem Hartkäse
Besonders passend:
Gebratener Zander mit Wurzelgemüse, brauner Butter und gerösteten Mandeln.
Auch Kalbsrücken mit Pilzen und einer leichten Rahmsauce passt hervorragend zur cremigen und nussigen Struktur.
Grauer Burgunder „Vom Löss“ VDP.Ortswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim hat sich mit einer klaren Herkunfts- und Qualitätsphilosophie einen festen Platz in der Pfalz erarbeitet. Der Graue Burgunder gehört zum Burgunderspektrum des Hauses und wird in der Ortsweinlinie als „Vom Löss“ interpretiert. Damit steht neben der Rebsorte ausdrücklich der Bodencharakter im Vordergrund. Der Jahrgang 2025 stammt aus ökologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-022, und wird zudem vegan produziert.
Lage & Terroir
Der Name „Vom Löss“ verweist auf die lössgeprägten Böden der Herkunft. Löss kann dem Grauburgunder Fülle, Frucht und eine geschmeidige Textur verleihen. Gleichzeitig sorgt die Kellerarbeit dafür, dass der Wein nicht breit, sondern von Säure und Mineralität getragen erscheint.
Jahrgang 2025
Der Wein besitzt 12,5 % vol. Alkohol und 6,7 g/l Säure. Damit bleibt er trotz seiner burgundischen Fülle frisch und animierend. Die aktuelle Trinkempfehlung reicht bis etwa 2029.
Vinifikation & Ausbau
Der 2025er wurde im Eichenholzfass ausgebaut. Dadurch erhält der Wein zusätzliche Struktur und Textur, ohne dass die Rebsortenfrucht verloren geht. Der Naturkork unterstützt die auf etwas Reife angelegte Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein mit exotischer Frucht, Honigmelone, Mango und Orange. Dazu kommen dezent nussige Aromen. Eine weitere aktuelle Verkostungsnotiz ergänzt reife Aprikose, getrockneten Apfel und Litschi sowie nussig-würzige Nuancen.
Am Gaumen
Saftig und mit viel Schmelz. Die feingliedrige, animierende Säure sorgt für Frische und verhindert, dass die Frucht zu breit wirkt. Hinzu kommt eine kühle Mineralität, die dem Wein Spannung und einen präzisen Nachhall verleiht. Gelbe Frucht und feine Nussigkeit bleiben lange präsent.
Aromatik
Exotische Früchte, Honigmelone, Mango, Orange, Aprikose, getrockneter Apfel, Litschi, feine Nusswürze und kühle Mineralität.
Auszeichnungen
Für den 2025er ist derzeit keine belastbare Bewertung eines großen unabhängigen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die aktuell verfügbaren Fachhandelsbeschreibungen konzentrieren sich auf die sensorische Qualität und den Ortsweincharakter.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung zugänglich und besitzt durch Säure, Holzausbau und Struktur ein ordentliches Entwicklungspotenzial. Aktuell wird eine Trinkfähigkeit bis etwa 2029 angegeben.
Servieren
Bei 10–12 °C. Ein etwas großzügigeres Weißweinglas bringt die gelbe und exotische Frucht sowie die feine Holzwürze gut zur Geltung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu gehaltvollen Fischgerichten, hellem Geflügel, Kalbfleisch, cremigem Risotto, gebratenem Gemüse, Pilzen und Weichkäse. Die natürliche Fruchtfülle harmoniert auch gut mit leicht würziger asiatischer Küche.
Grauburgunder Schweigen VDP.Ortswein 2021, QW JÜLG, Schweigen/Südliche Weinstraße – Pfalz
Der Grauburgunder Schweigen VDP.Ortswein 2021 steht für die herkunftsgeprägte, präzise Burgunderstilistik des Weinguts Jülg. Schweigen liegt unmittelbar an der französischen Grenze und gehört zu den charaktervollsten Weinorten der Südlichen Weinstraße. Der Ortswein verbindet reife gelbe Frucht mit Würze, feiner Säure und mineralischem Zug.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge rund um Schweigen sind von unterschiedlichen geologischen Formationen geprägt, insbesondere von Kalkstein, Kalkmergel und Buntsandstein. Jülg arbeitet diese unterschiedlichen Bodenstrukturen gezielt heraus. Für den Grauburgunder sind vor allem kalkgeprägte Parzellen von Bedeutung, die dem Wein neben der Frucht eine straffere, mineralische Struktur verleihen. Als VDP.Ortswein steht der Wein für die Herkunft Schweigen und damit für eine klar erkennbare Ortscharakteristik. Das Weingut Jülg bewirtschaftet seine Weinberge biologisch und setzt auf eine möglichst schonende Verarbeitung der Trauben.
Jahrgang 2021
Der Jahrgang präsentiert sich mit einer guten Verbindung aus Reife und Frische. Die gelbe Frucht besitzt ausreichend Substanz, während die Säure für Spannung sorgt. Mit 13 % vol. Alkohol, 6,3 g/l Säure und 3,5 g/l Restzucker bleibt der Wein trocken und ausgewogen.
Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Nach schonender Verarbeitung erfolgt der Ausbau in Edelstahl und Holz. Ein Teil des Weines erhält zusätzlichen Kontakt mit kleineren Holzfässern. Der anschließende Ausbau auf der Feinhefe unterstützt die cremige Textur und verleiht dem Wein zusätzliche Tiefe, ohne die Herkunft zu überdecken.
Verkostung
In der Nase zeigen sich reife Birne, Mirabelle und gelbes Steinobst. Dazu kommen Quitte und Orangenschale sowie eine dezente Würze. Mit etwas Luft treten mineralische, leicht rauchige und an Feuerstein erinnernde Nuancen hervor.
Am Gaumen wirkt der Grauburgunder saftig und kraftvoll, zugleich aber erstaunlich präzise. Die Frucht wird von einer feinen Säure getragen. Eine cremige Textur verbindet sich mit würzigen und mineralischen Noten. Besonders charakteristisch ist der leicht salzige Zug im hinteren Gaumen, der dem Wein Länge und Spannung verleiht.
Aromatik
reife Birne
Mirabelle
Quitte
gelbes Steinobst
Orangenschale
dezente Holz- und Vanillewürze
Feuerstein
feine Kräuterwürze
kalkige Mineralität
salziger Nachhall
Auszeichnungen
Für den Grauburgunder Schweigen 2021 ist keine belastbare externe Spitzenbewertung bekannt. Wichtig ist die Abgrenzung zur ebenfalls 2021 erschienenen Jülg-Lage Rechtenbacher Pfarrwingert: Dort wurden höhere Bewertungen vergeben, diese beziehen sich jedoch auf einen anderen Wein.
ReifepotenzialDer Wein ist heute vor allem für seine gereifte, würzige und mineralische Seite interessant. Bei guter Lagerung kann er noch einige Jahre Freude bereiten. Der Schwerpunkt liegt dabei zunehmend auf cremiger Textur, Würze und mineralischer Tiefe und weniger auf primärer Frucht.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem Burgunderglas. Etwas Luft tut dem Wein gut und lässt die würzigen und mineralischen Komponenten deutlicher hervortreten.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Saibling und Forelle
gebratenem oder gegrilltem Lachs
Jakobsmuscheln
Geflügel mit hellen Saucen
Kalbfleisch
Spargel mit Butter oder Hollandaise
Spargelrisotto
Pilzrisotto
cremigen Gemüsegerichten
mild gewürzter asiatischer Küche
mittelkräftigem Ziegenkäse
Verkostungsnotiz:Bernsteingelb, fast ockern-kupferne Farbe. In der Nase verführerischer, rauchig-mineralischer Duft, deutliche Stachelbeernoten und Anklänge von Bergamotte, neben zarter Kräuterwürze, Rauchnuancen und Bisquit. Am Gaumen saftig, elegant und dicht gewoben, mit Kernobstnuancen und salzig-zitronigem Touch unterlegt, von feingliedriger Säure ummantelt. Ein charaktervoller und spannender Wein mit rotbeerigen Nuancen im langen Abgang. Gutes Entwicklungspotential. Weingut Andreas Gsellmann - Gols, NeusiedlerseeDas Weingut wird von Hans und seinem Sohn Andreas Gsellmann geleitet. Die Weintradition reicht zurück bis ins Jahr 1800.Es wird seit 2007 konsequent biologisch-dynamischer Weinbau praktiziert und im Jahr 2011 erfolgte die entsprechende Zertifizierung.Die Weingärten umfassen 20 Hektar Rebfläche (davon vier gepachtet) in den Rieden Altenberg, Gabarinza, Goldberg, Rosenberg, Salzberg, Spiegel, Ungerberg und Zwickelacker. Sie sind zu 84% mit den roten Sorten Blauer Zweigelt (Hauptsorte mit 43%), Blaufränkisch (21%), St. Laurent (8%), Pinot Noir (6%) und Merlot (6%), sowie zu 16% mit den weißen Sorten Chardonnay (7%), Weißburgunder (3%), Grauburgunder, Scheurebe (3%) und Welschriesling (3%) bestockt. Von 15 Hektar werden Trauben zugekauft.
Verkostungsnotiz
Der Grauburgunder 2025 von Andreas Gsellmann zeigt, wie spannend die Sorte abseits klassischer, fruchtbetonter Stilistik sein kann. Schon die leicht kupfer- bis ockerfarbene Erscheinung verweist auf die rötlichen Schalen des Grauburgunders und die teilweise Maischegärung. In der Nase verbinden sich feine Kräuterwürze, reifes Steinobst und dezente mineralische Noten mit einer subtil rauchigen Anmutung. Am Gaumen wirkt der Wein saftig und dichtmaschig, zugleich frisch und ausgesprochen trinkanimierend. Die gut eingebundene Säure hält die Struktur lebendig, während die lange Hefelagerung für zusätzliche Fülle und Textur sorgt. Der Nachhall bleibt bemerkenswert lange präsent.
Besonders charakteristisch ist die zweiteilige Vinifikation: Ein Teil der Trauben verbringt bis zu sieben Tage auf der Maische, während der andere Teil direkt gepresst und im Holzfass vergoren wird. Nach längerer Hefelagerung werden beide Partien im Stahltank zusammengeführt und anschließend bis zur Füllung auf der Feinhefe belassen. So verbindet der 2025er Frische und Trinkfluss mit Würze, Struktur und einer dezent cremigen Textur.
Die Geschichte des Weins
Grauburgunder ist heute vielerorts selbstverständlich – bei Andreas Gsellmann wird die Sorte jedoch bewusst eigenständig interpretiert. Die Trauben stammen aus den Rieden Gabarinza und Goldberg, wo Donauterrassenschotter auf sandigen Lehmboden mit Kalkeinschlüssen trifft. Das Zusammenspiel aus Böden, dem Klima rund um den Neusiedlersee und den rötlichen Schalen der Grauburgundertrauben prägt den charakteristischen Stil.
Ein Teil der Trauben wird gerebelt und sieben Tage auf den Schalen belassen. Dadurch gewinnt der Wein nicht nur seine feine Kupfer-Ocker-Farbe, sondern auch zusätzliche Tiefe und Würze. Der andere Teil wird direkt gepresst und im Holzfass vergoren. Nach langer Hefelagerung werden beide Partien miteinander vermählt und im Stahltank auf der Feinhefe weiter ausgebaut.
Andreas Gsellmann arbeitet seit vielen Jahren konsequent biologisch und biodynamisch. Das Weingut ist seit 2008 biologisch und seit 2011 biodynamisch zertifiziert und Mitglied von respekt-BIODYN. Die Philosophie setzt auf einen achtsamen Umgang mit Boden und Reben und auf Weine, die ihren Jahrgang und ihre Herkunft möglichst unverfälscht zeigen.
Speisenempfehlung
Dieser Grauburgunder eignet sich hervorragend zu gebratenem Zander mit Fenchel und Beurre blanc, gebratenem Saibling oder Forelle, aber auch zu cremigem Pilzrisotto und Pasta mit gebratenen Steinpilzen. Seine feine Würze und die leicht strukturierende Maischegärung machen ihn zudem zu einem sehr guten Partner für Geflügel mit Kräutern, Kalbfleisch oder vegetarische Gerichte mit geröstetem Gemüse. Auch zu mildem Weißschimmelkäse funktioniert er ausgezeichnet. Die umfangreiche Speisenempfehlung des Weinguts reicht von Fisch und Meeresfrüchten über Geflügel, Kalb und Schwein bis zu vegetarischer Küche und Käse.
Grauer Burgunder Selection „S“ Westhofener Steingrube 2023, Qualitätswein, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Seehof der Familie Fauth liegt im Ortskern von Westhofen und wird heute in der vierten beziehungsweise fünften Generation von der Familie bewirtschaftet. Florian Fauth hat das Weingut in den vergangenen Jahren zu einem der bemerkenswerten Betriebe des Wonnegau entwickelt. Rund 17–18 Hektar Rebfläche stehen im Zeichen einer klaren Herkunftsphilosophie. Besonders die Westhofener Lagen Morstein, Kirchspiel und Steingrube bilden das Rückgrat des Sortiments. Die Selection „S“ gehört zur anspruchsvolleren Burgunderlinie des Hauses. Die Trauben stammen aus den besten Partien der Westhofener Steingrube und werden mit ausgeprägtem Qualitätsanspruch zu einem kraftvollen, dicht gewirkten Grauburgunder ausgebaut.
Lage & Terroir
Die Westhofener Steingrube ist für Seehof eine besonders wichtige Herkunft. Die Reben stehen auf kalkhaltigem Lehmboden mit Lössanteilen. Der hohe Kalkanteil unterstützt Frische und Mineralität, während Lehm und Löss für die substanzreiche, kraftvolle Ausprägung der Burgundersorten sorgen. Der Seehof beschreibt die Steingrube ausdrücklich als eine Lage, die besonders geeignete Voraussetzungen für Burgunder bietet. Der Grauburgunder der Selection „S“ stammt aus den besten Trauben dieser Lage. Damit steht nicht die einfache Fruchtigkeit der Rebsorte im Vordergrund, sondern deren Fähigkeit, Dichte, Würze und Mineralität miteinander zu verbinden.
Jahrgang 2023
Der 2023er besitzt 13,5 % vol. Alkohol, 6,0 g/l Säure und 2,5 g/l Restzucker. Der Wein ist trocken ausgebaut und verbindet damit eine kraftvolle reife Frucht mit ausreichender Frische.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird im Barrique beziehungsweise Holzfass ausgebaut. Eine aktuelle Fachhandelsangabe nennt sechs Monate Holzfassreife. Der Ausbau zielt auf zusätzliche Dichte, Cremigkeit und Würze und ergänzt damit die bereits substanzreiche Stilistik des Grauburgunders.Der Holzeinsatz tritt aromatisch nicht isoliert hervor, sondern verbindet sich mit der reifen Frucht und verleiht dem Wein eine geschmeidige, tiefere Textur.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2023er ausgesprochen dicht und reif. Williamsbirne, Orange und Netzmelone bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Brioche und Butterscotch sowie weiße Blüten. Fein pilzige und dezente holzige Nuancen geben dem Bouquet zusätzliche Tiefe.Die Aromatik wirkt üppig und burgundisch, ohne in schwere Breite abzugleiten. Gerade die Kombination aus gelber Frucht, Röst- und Hefetönen sowie der kalkigen Herkunft verleiht dem Wein Charakter.
Am Gaumen
Dicht, vollmundig und kraftvoll. Die reife Frucht besitzt eine leicht süßlich wirkende Anmutung, obwohl der Wein mit nur 2,5 g/l Restzucker trocken ist. Dahinter sorgt die gut stützende Säure für Balance. Ein feiner Karamellton verbindet sich mit der geschmeidigen Holzstruktur.Die Textur wirkt elegant und fein gewirkt, obwohl der Wein viel Substanz besitzt. Im Finale bleiben reife Frucht, dezente Würze und mineralische Noten lange präsent.
Aromatik
Williamsbirne
Orange und Orangenschale
Netzmelone
weiße Blüten
Brioche
Butterscotch
feine Karamellnoten
dezente Holz- und Röstnoten
leicht pilzige Nuancen
kalkig-mineralische Anklänge
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Grauburgunder dieser Herkunft und Ausbaustufe ein gutes Reifepotenzial. Die Substanz, die moderate Säure, die mineralische Herkunft und der Holzausbau geben ihm genügend Struktur für einige Jahre Flaschenentwicklung. Als aktuelle Trinkempfehlung wird bis etwa 2028 genannt.Bei weiterer Reife dürften sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Birne, kandierter Zitrusfrucht und getrockneter gelber Frucht entwickeln; dazu kommen zunehmend nussige, würzige und leicht erdige Nuancen.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem großzügigen Weißwein- oder Burgunderglas. Die aromatische Dichte und der Holzausbau profitieren von etwas Luft. Eine längere Karaffierung ist nicht zwingend erforderlich, 15–20 Minuten im Glas können dem Wein jedoch zusätzliche Offenheit verleihen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander oder Steinbutt
kräftigem Süßwasserfisch
Jakobsmuscheln
Hummer und Krustentieren
Geflügel mit cremigen Saucen
Kalbsfleisch
geschmortem hellen Fleisch
Pilzgerichten
Risotto mit Parmesan
Kürbis- und Wurzelgemüse
mildem bis mittelkräftigem Käse
Durch seine Dichte kann er auch Gerichte begleiten, die normalerweise einen leichteren Rotwein verlangen; diese Einsatzmöglichkeit wird für den Wein ausdrücklich hervorgehoben.
Grauer Burgunder Selection „S“ Westhofener Steingrube 2024, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth hat seinen Sitz in Westhofen im Wonnegau und wird heute von Florian Fauth geprägt. Das Weingut ist besonders für trockene Rieslinge und Burgundersorten bekannt. Die Weine verbinden die kalkreichen Böden Westhofens mit einem kraftvollen, oftmals durch Holz und Hefelager geprägten Ausbau. Der Graue Burgunder „S“ gehört zur Lagenwein-Kollektion des Hauses und stammt aus der Westhofener Steingrube. Das Weingut selbst führt den 2024er als Qualitätswein trocken.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den besten Partien der Westhofener Steingrube. Der Boden wird als Kalkstein mit einer Lehmauflage im Oberboden beschrieben. Diese Kombination gibt dem Grauburgunder einerseits eine gute Wasserversorgung und Dichte, andererseits eine ausgeprägte kalkige Mineralität und Spannung.Der Standort liefert damit ideale Voraussetzungen für einen gehaltvollen Grauburgunder, der neben reifer Frucht auch Struktur und würzige Tiefe entwickeln kann.
Jahrgang 2024
Der Wein wurde trocken ausgebaut und besitzt 13 % vol. Alkohol, 6,0 g/l Säure und etwa 2,5 g/l Restzucker. Eine andere aktuelle Händlerquelle weist 2,4 g/l Restzucker aus; die Werte liegen damit eindeutig im trockenen Bereich.
Vinifikation & Ausbau
Der „S“ wird teilweise im Barrique ausgebaut. Dadurch erhält der Grauburgunder zusätzliche Cremigkeit, Würze und eine weichere, geschmeidige Textur. Zugleich bleibt die kalkgeprägte Mineralität präsent. Der Wein wird vegan erzeugt.Der Ausbau ist klar auf Dichte und gastronomische Substanz ausgerichtet und weniger auf eine rein frische, leichte Grauburgunder-Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich ein kraftvoller und reifer Grauburgunder. Williamsbirne, Orange und Netzmelone bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Brioche und Butterscotch sowie dezente weiße Blüten. Pilzige und fein holzige Nuancen verleihen dem Bouquet zusätzliche Tiefe.Besonders charakteristisch ist das Zusammenspiel aus gelbfruchtiger Reife, cremigen Röst- und Hefearomen und einer zurückhaltenden steinigen Würze.
Am Gaumen
Dicht, vollmundig und geschmeidig. Die Frucht wirkt zunächst leicht süßlich, obwohl der Wein trocken ausgebaut ist. Ein feiner Karamellton verbindet sich mit reifer Birne und Melone. Die milde, aber gut stützende Säure hält die Kraft des Weines in Balance und sorgt für ausreichende Frische.Im weiteren Verlauf zeigt sich eine elegante, fein gewirkte Textur mit guter Konzentration. Der Nachhall ist lang und würzig, wobei die kalkige Herkunft immer wieder durchscheint.
Aromatik
reife Williamsbirne
Orange
Netzmelone
weiße Blüten
Brioche
Butterscotch
feine Karamellnoten
dezente Pilz- und Erdnuancen
zurückhaltendes Holz
kalkige Mineralität
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2024er „Grauer Burgunder S Westhofener Steingrube“ ist derzeit keine belastbare große externe Punktbewertung eindeutig auffindbar. In der aktuellen Falstaff-Rangliste der besten Grauburgunder 2024 aus Rheinhessen ist der Wein nicht gelistet.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung zugänglich, besitzt durch Extrakt, Säure, Alkohol und Holzausbau aber genügend Substanz für weitere Entwicklung. Als Trinkempfehlung wird er bis etwa 2032 geführt.Mit zunehmender Reife dürften sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Birne, kandierter Orange und getrockneter gelber Frucht entwickeln, während Brioche, Nuss, Rauch und mineralische Würze an Komplexität gewinnen.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem großzügigen Weißwein- oder Burgunderglas. Etwas Luft im Glas ist empfehlenswert, damit sich die Barrique-, Frucht- und Hefearomen vollständig entfalten.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel und Backhendl
gebratenem Kalbfleisch
kräftigem Geflügel
gebratenem oder geschmortem Fisch
Jakobsmuscheln
Pilzgerichten
cremigem Risotto
Pasta mit hellen, cremigen Saucen
vegetarischen Gerichten mit Röstaromen
mildem bis mittelkräftigem Käse
Der Fachhandel empfiehlt ihn ausdrücklich auch als Begleiter gehaltvoller Speisen; aufgrund seiner Dichte kann er gastronomisch sogar die Rolle eines mittelschweren Rotweins übernehmen.
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