Sauvignon Blanc 2025, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann gehört zu den etablierten Familienweingütern der Südpfalz. Bereits 1955 wurde der erste eigene Wein auf Flaschen gefüllt; 1964 wurde der ursprünglich gemischte Landwirtschaftsbetrieb vollständig auf Weinbau umgestellt. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 32 Hektar Rebfläche in und um Walsheim. Markus Pfaffmann ist seit Ende der 1990er-Jahre für den Keller verantwortlich. Der Sauvignon Blanc gehört inzwischen fest zum Sortenspektrum des Hauses. Die Rebsorte wird in Deutschland erst seit wenigen Jahrzehnten in größerem Umfang angebaut und hat sich in der Pfalz besonders gut etabliert. Karl Pfaffmann interpretiert sie ausgesprochen fruchtbetont und frisch.
Herkunft & Weinberg
Walsheim liegt im Bereich der Südlichen Weinstraße und gehört zur Großlage Bischofskreuz. Für den Sauvignon Blanc wird eine leicht südexponierte, frostgeschützte Hanglage genutzt. Die Böden werden als eher mager und trocken beschrieben und weisen Kalk- und Sandanteile auf. Diese Bedingungen unterstützen die aromatische Ausprägung der Sorte, ohne den Wein schwer wirken zu lassen. Das warme Klima der Südpfalz bringt reife Frucht, während die Höhenlage und die eher trockenen Böden genügend Frische bewahren.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 12,5 % vol. Alkohol und trockenem Geschmacksprofil abgefüllt. Die aktuelle Expertise des Weinguts empfiehlt eine Trinktemperatur von 9–11 °C und sieht die Trinkreife bis etwa 2029.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden zunächst für etwa sechs Stunden auf der Maische belassen, wodurch zusätzliche Aromastoffe aus den Beerenhäuten gewonnen werden. Anschließend erfolgt eine schonende Pressung und eine kontrollierte Vergärung bei ungefähr 18 °C. Der weitere Ausbau erfolgt reduktiv im Edelstahltank, wodurch die frische, sortentypische Aromatik erhalten bleibt.
Verkostung
In der Nase zeigt der 2025er eine sehr typische Sauvignon-Blanc-Aromatik. Stachelbeere und Cassis verbinden sich mit Holunderblüte, Limette und grünen, kräuterigen Nuancen. Dazu kommen Anklänge von frisch gemähtem Gras und etwas Paprika. Gleichzeitig besitzt der Wein eine deutlich exotische Seite mit gelben Früchten und reiferer Fruchtaromatik. Dadurch wirkt er nicht ausschließlich grün oder vegetabil, sondern ausgewogen zwischen Frische und reifer Frucht.
Am Gaumen
Frisch, klar und saftig. Die Frucht steht deutlich im Vordergrund, während die charakteristische Säure für Spannung und Trinkfluss sorgt. Grüne Sauvignon-Noten bleiben eher im Hintergrund und werden von gelber und exotischer Frucht abgefedert. Das Mundgefühl ist leichtfüßig und unkompliziert, gleichzeitig besitzt der Wein genügend Struktur für die Begleitung von Speisen. Im Finale bleiben Frucht und frische Säure angenehm lange präsent.
Aromatik
Stachelbeere
Cassis
Holunderblüte
Limette
Mandarine
Maracuja
gelbe Früchte
frisch gemähtes Gras
Paprika
feine Kräuterwürze
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und jugendliche Frucht ausgelegt. Die Weingutsexpertise nennt ein Trinkfenster bis 2029. Seine stärkste Phase liegt dabei in den ersten Jahren nach der Abfüllung, wenn Stachelbeere, Zitrus, Cassis und exotische Frucht besonders deutlich hervortreten.
Servieren
Optimal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die aromatische Sauvignon-Blanc-Typizität. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Meeresfrüchten
Garnelen mit Aioli
Räucherlachs
Sushi
frischen Salaten
Gemüse-Quiche
Risotto
Spargel
Ziegenkäse
asiatischer und indischer Küche
Gerade die Kombination aus frischer Säure und aromatischer Frucht macht ihn auch zu einem sehr guten Aperitifwein.
Sauvignon Blanc trocken 2025 · QbA · bio
Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Sauvignon Blanc gehört zum modernen Rebsortenspektrum des Weinguts Karl May in Osthofen. Der traditionsreiche Familienbetrieb, auch Liebenauer Hof genannt, wurde bereits 1309 urkundlich erwähnt und befindet sich seit 1815 im Besitz der Familie May. Heute wird das Weingut von Peter und Fritz May geführt. Seit 2007 werden die Weinberge ökologisch bewirtschaftet.
Der Sauvignon Blanc ist als trockener Qualitätswein angelegt und steht für die aromatische, frische Seite des Hauses. Der Wein wird bewusst klar und zugänglich ausgebaut, sodass die sortentypische Sauvignon-Blanc-Aromatik im Mittelpunkt bleibt.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich mit 12,5 % vol. Alkohol, 7,4 g/l Säure und 4,3 g/l Restzucker. Damit besitzt er eine lebendige Säurestruktur und bleibt trotz seiner ausgeprägten Frucht trocken und frisch.
Die Kombination aus moderatem Alkohol und relativ hoher Säure prädestiniert ihn für einen unkomplizierten, aber charaktervollen Trinkstil.
Ausbau
Der 2025er wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben die primären Sauvignon-Aromen klar und präzise erhalten.
Der Ausbau unterstützt vor allem:
Frische → Sortentypizität → klare Frucht → lebendige Säure
Holzaromen stehen entsprechend nicht im Vordergrund.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles, glänzendes Strohgelb.
Das Bouquet ist vielschichtig und deutlich von der Rebsorte geprägt:
weiße Johannisbeere → rote Johannisbeere → Stachelbeere → Holunderblüte
Dazu kommen feine vegetabile und würzige Nuancen:
roter Paprika → Kräuter → frische grüne Noten
Die Aromatik wirkt dabei eher fein und präzise als laut oder übermäßig exotisch.
Am Gaumen
Der Auftakt ist frisch und saftig.
Die lebhafte, feingliedrige Säure bildet das Rückgrat des Weins und trägt die üppige Frucht. Hinzu kommt eine dezente Kräuterwürze.
Im Mittelpunkt stehen:
Stachelbeere → Johannisbeere → Holunderblüte → Kräuter
Der Wein besitzt einen klaren, erfrischenden Trinkfluss und endet fruchtig-würzig.
Die Kombination aus Fruchtfülle und Säure macht ihn besonders attraktiv als Aperitif und zu leichter Küche.
Aromatik
Weiße Johannisbeere → rote Johannisbeere → Stachelbeere → Holunderblüte → grüner Apfel → roter Paprika → Kräuter → feine mineralische Anklänge
Mit etwas Luft können sich zusätzlich Zitrus- und grasige Noten zeigen.
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist eine aktuelle Verkostungsbewertung von 88 Punkten dokumentiert. Die Bewertung stammt von OceněnáVína.cz und beschreibt den Wein als ausdrucksstarken, sortentypischen und harmonischen Sauvignon Blanc.
Die dort angegebenen analytischen Werte weichen geringfügig von den Angaben eines deutschen Fachhändlers ab; dort werden 12,5 % vol. Alkohol, 7,4 g/l Säure und 4,3 g/l Restzucker ausgewiesen.
Für den 2025er lässt sich daher belastbar festhalten:
88 Punkte · OceněnáVína.cz
Ältere Medaillenangaben, die bei einzelnen Händlern für frühere Jahrgänge genannt werden, werden nicht dem 2025er zugerechnet.
Reifepotenzial
Der Sauvignon Blanc ist in erster Linie auf Frische und aromatische Präzision ausgelegt.
Das empfohlene Trinkfenster:
2026–2027 → Stachelbeere, Johannisbeere, Holunderblüte, frische Kräuter
2027–2028 → etwas rundere Textur, mehr Kräuterwürze und mineralische Tiefe
2029–2030 → zunehmend gereifte Frucht und weniger Primäraromatik
Der Händler gibt den Trinkhorizont bis 2030 an.
Die attraktivste Phase dürfte jedoch in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Abfüllung liegen.
Servieren
Serviertemperatur:
8–10 °C
Ein mittelgroßes Sauvignon-Blanc- oder Weißweinglas ist ideal.
Keine Dekantierung erforderlich. Nach dem Öffnen kann der Wein direkt serviert werden und entwickelt sich innerhalb von 10–15 Minuten im Glas weiter.
Speisenbegleitung
Die klassische Kombination liegt bei leichter, frischer Küche:
Spargel
Ziegenfrischkäse
gebratener Zander
Forelle
Saibling
Garnelen
Muscheln
Sushi
leichte Fischgerichte
grüner Salat
Kräutersalate
Gemüsegerichte
vegetarische Küche
Die aktuelle Weinbeschreibung empfiehlt ihn ausdrücklich zu Spargel, Ziegenfrischkäse und leichten Fischgerichten.
Besonders passend:
grüner Spargel mit Ziegenfrischkäse und Kräutern.
Auch gebratener Zander mit Zitronen-Kräuter-Sauce funktioniert sehr gut, da Säure und Kräuterwürze des Weins die Frische des Gerichts aufnehmen.
Welschriesling Steiermark 2025
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark
Einleitung
Der Welschriesling Steiermark 2025 von Krispel ist ein frischer, unkomplizierter Vertreter steirischer Weinkultur: hell in der Frucht, lebendig in der Säure und bewusst auf Trinkfreude ausgerichtet. Gelber Apfel, Zitrusfrucht und Wiesenblumen bestimmen den aromatischen Eindruck. Mit nur 11 % vol. bleibt der Wein leichtfüßig und eignet sich besonders für die unkomplizierte Küche, eine Jause oder den Aperitif.
Der Stil setzt nicht auf Kraft oder opulente Reife, sondern auf Klarheit und Erfrischung. Das macht diesen Welschriesling zu einem charakteristischen Regionswein, der seine Qualitäten gerade in seiner Geradlinigkeit zeigt.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Das Vulkanland Steiermark ist von einer abwechslungsreichen Geologie geprägt. Vulkanische Ablagerungen, Basalt und Tuff treffen in der Region auf kalkhaltige, sandige und schottrige Böden. Gemeinsam mit dem steirischen Klima schaffen sie Voraussetzungen für Weißweine, bei denen Frische und lebendige Säure eine zentrale Rolle spielen.
Krispels Welschriesling gehört zur Kategorie der Regionsweine. Der Ausbau im Edelstahltank erhält die klare Frucht und vermeidet dominante Holzaromen. Beim Jahrgang 2025 stehen daher die Sortentypizität und die unmittelbare Trinkfreude im Vordergrund: ein Wein für den jungen Genuss, der nicht lange dekantiert oder aufwendig begleitet werden muss.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Zartes Strohgelb mit grünen Reflexen. Klar und hell im Glas, mit einem frischen, jugendlichen Eindruck.
Nase: Roter und gelber Apfel stehen im Mittelpunkt, begleitet von feinen Zitrusnoten und dem zarten Duft von Wiesenblumen. Die Aromatik wirkt offen und unkompliziert, mit einer dezenten floralen Nuance, die dem Wein Leichtigkeit verleiht.
Gaumen: Schlank, saftig und geradlinig. Apfel und Limette prägen den Geschmack, während die lebendige, harmonisch eingebundene Säure für Frische sorgt. Der Wein setzt auf eine klare Frucht und einen leichten Körper statt auf Konzentration oder Schwere. Gerade diese unkomplizierte Art macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter für den Alltag.
Abgang: Frisch und sauber, mit Limette, Apfel und einem feinen floralen Nachhall. Die Säure hält den Wein lebendig, ohne dominant zu wirken.
Reife und Trinkfenster: Am besten jung und frisch zu genießen. Das Weingut gibt ein Lagerpotenzial bis 2031 an; seine fruchtige, leichte Stilistik dürfte in den ersten Jahren besonders gut zur Geltung kommen.
Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Welschriesling Steiermark 2025
Rebsorte
Welschriesling
Herkunft
Steiermark, Österreich
Kategorie
Regionswein / Qualitätswein
Alkohol
11,0 % vol.
Restzucker
3,3 g/l
Gesamtsäure
5,9 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Regional wechselnde kalkhaltige und kalkfreie Böden sowie sandige, schottrige und vulkanische Ablagerungen
Ausbau
2–6 Monate im Edelstahltank
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
6–8 °C
Lagerpotenzial
Bis 2031 laut Weingut
Speiseempfehlungen
Steirische Brettljause mit Wollschwein-Spezialitäten
Backhendl mit Erdäpfelsalat
Gebackene Garnelen
Gegrillte Forelle mit Zitrone
Sommersalat mit Kräutern und Radieschen
Gemüse-Frittata mit frischen Kräutern
Zucchini im Backteig
Schweinsnaturschnitzel mit Petersilienerdäpfeln
Sauvignon Blanc „vom Silt“ 2024 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seher sitzt in Platt im Retzer Land und wird seit 2001 von Wolfgang Seher geführt. Die Rebflächen liegen in Platt und Obermarkersdorf; das Weingut arbeitet nachhaltig und inzwischen biologisch-organisch. Der Betrieb bewirtschaftet aktuell rund 18 Hektar und widmet sich neben Grünem Veltliner auch stark Sauvignon Blanc, Riesling und Burgundersorten. Die Weine sollen den jeweiligen Standort klar widerspiegeln und werden mit reduzierten Erträgen, selektiver Handlese und schonender Verarbeitung erzeugt. Der Sauvignon Blanc „vom Silt“ gehört zur charakteristischen Sauvignon-Linie des Hauses und verbindet die sortentypische Frische mit der Bodenprägung der Weinberge rund um Platt. Der 2024er ist als österreichischer Qualitätswein trocken ausgebaut und stammt aus ökologischem Anbau.
Lage & Terroir
In Platt dominieren kalkhaltige Lehm- und Lössböden; die geschützte Kessellage sorgt für ein ausgeglichenes Kleinklima. Beim „vom Silt“ steht der namensgebende Siltboden im Mittelpunkt, der dem Wein eine feine, saftige Textur und mineralische Spannung verleiht. Sauvignon Blanc findet hier Bedingungen für eine reife, aber nicht übermäßig schwere Aromatik. Das Zusammenspiel aus kalkhaltigem Untergrund, feinkörnigem Boden und warmer, zugleich geschützter Lage ermöglicht eine gute physiologische Reife der Trauben. Das erklärt die Verbindung von Stachelbeere und exotischer Frucht mit würzigen Kräutern und einer präzisen Säure.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 13 % vol. Alkohol, 5,9 g/l Säure und 1,3 g/l Restzucker. Er ist damit klar trocken, besitzt aber genügend Frische für einen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Seher setzt auf stark reduzierte Erträge, hohe physiologische Reife, selektive Handlese und eine schonende Ganztraubenpressung. Der „vom Silt“ wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die Frucht präzise und frisch, während der Charakter des Sauvignon Blanc und die Bodenprägung deutlich hervortreten.Der biologische Anbau gehört inzwischen zur Betriebsphilosophie. Das Weingut arbeitet mit Begrünung, organischer Bodenpflege und einer möglichst reduzierten Behandlung der Reben.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2024er sortentypisch, aber elegant und nicht übermäßig grün. Kiwi, Stachelbeere und rote Johannisbeere bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen frische Kräuter, gelber Paprika und ein Hauch exotische Frucht. Die Aromatik wirkt saftig, klar und ausgesprochen lebendig.
Am Gaumen
Saftig und frisch mit feingliedriger, lebendiger Säure. Die Frucht setzt sich am Gaumen unmittelbar fort und verbindet die grünbeerigen Sauvignon-Noten mit einer leicht exotischen Komponente. Eine feine Mineralität gibt dem Wein zusätzlichen Halt und sorgt für einen klaren, langen Nachhall.Das Mundgefühl bleibt schlank und animierend, ohne dünn zu wirken. Besonders charakteristisch ist die Balance aus Frische, Würze und reifer Frucht.
Aromatik
Kiwi
Stachelbeere
rote Johannisbeere
gelber Paprika
Grapefruit und Zitrus
frische Kräuter
dezente exotische Frucht
feine mineralische Noten
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, Gault&Millau oder Vinaria eindeutig dokumentiert.Der unmittelbar zuvor bewertete 2023er erhielt bei Falstaff 91 Punkte. Peter Moser beschrieb ihn mit Stachelbeere, Guave und Grapefruit sowie feiner Säure, Mineralität und würzigen Noten. Diese Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2023 und wird daher nicht auf den 2024er übertragen.
Reifepotenzial
Der „vom Silt“ ist vor allem auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgerichtet. Für den 2024er wird ein Trinkfenster bis etwa 2028 angegeben. In den ersten Jahren steht die frische Beeren- und Zitrusaromatik im Vordergrund. Mit etwas Flaschenreife können sich die Kräuterwürze und mineralischen Nuancen stärker in den Vordergrund schieben.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Sauvignon-Blanc- oder Weißweinglas unterstützt die frische Kräuter- und Fruchtaromatik. Eine längere Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ziegenkäse
Spargel
mediterranen Gemüsegerichten
gebratenem Fisch
Garnelen und Meeresfrüchten
Sushi
asiatischer Küche
würzigen Geflügelgerichten
hellem Fleisch mit Kräutern
Auch zu einer kräuterbetonten Sommerküche mit gegrilltem Gemüse und leichten Saucen funktioniert der Wein sehr gut. Als konkrete Speisenempfehlungen werden insbesondere würzige Fleischgerichte und asiatische Küche genannt.
Sauvignon Blanc „Terrassen“ 2025 (bio)
MARKUS HUBER · Reichersdorf – Traisental, Österreich
1. Einleitung
Der Sauvignon Blanc „Terrassen“ 2025 von Markus Huber zeigt die Rebsorte von ihrer präzisen, fruchtbetonten Seite: aromatisch und lebendig, mit saftiger Frucht, frischer Säure und einer feinen mineralischen Note. Statt auf laute Exotik setzt dieser Bio-Wein auf Klarheit, Trinkfluss und eine ausgewogene Verbindung von Frucht und Frische.
Bewertung: 91 Punkte im Falstaff-Tasting 2026. Die Verkostung hebt besonders die feinen Stachelbeeraromen, einen Hauch Passionsfrucht sowie den mineralisch-zitronigen Nachhall hervor.
2. Die Geschichte dieses Weins – Sauvignon Blanc aus dem Traisental
Das Traisental zählt zu den kleineren Weinbaugebieten Österreichs, besitzt aber ein ausgeprägtes Profil. Kalkreiche Böden und ein vergleichsweise kühles Klima prägen die Stilistik vieler Weine: Sie verbinden reife Frucht mit Frische und einer markanten mineralischen Spannung.
Markus Huber bewirtschaftet seine Weingärten rund um Reichersdorf mit einem klaren Fokus auf Herkunft und Boden. Die Trauben für den „Terrassen“ stammen aus südöstlich ausgerichteten Hanglagen mit kühlen, kalkhaltigen Konglomeratböden. Diese Bedingungen fördern eine langsame Reifung und unterstützen die frische, präzise Aromatik des Sauvignon Blanc.
Im Keller bleibt der Ausbau bewusst zurückhaltend: Nach einer kurzen Maischestandzeit wird der Wein im Edelstahltank vergoren und anschließend auf der Feinhefe ausgebaut. So bewahrt er seine sortentypische Frucht und gewinnt zugleich an Struktur. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich als frischer, zugänglicher Sauvignon Blanc, bei dem Frucht und Säure im Mittelpunkt stehen.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich ein helles Gelbgrün mit silbrigen Reflexen. Die Nase wirkt einladend und klar: Stachelbeere und schwarze Johannisbeere bilden den aromatischen Kern, dazu kommen feine Blütennoten, ein Hauch Passionsfrucht und Anklänge an frische Zitrusschale. Mit etwas Luft treten dezente Noten von weißer Tropenfrucht und eine zarte, honigartige Nuance hinzu.
Am Gaumen verbindet der Wein saftige Frucht mit einer lebendigen Säurestruktur. Stachelbeere und helle Fruchtaromen werden von Zitrone und Grapefruit begleitet; die exotische Komponente bleibt fein dosiert und wirkt eher frisch als üppig. Der mittlere Körper verleiht dem Sauvignon Blanc genügend Substanz, während die klare Säure für Spannung und einen animierenden Trinkfluss sorgt.
Im Nachhall zeigt sich eine mineralische, zitronige Frische, begleitet von einem dezenten floralen Eindruck. Die Aromatik bleibt präsent, ohne schwer zu wirken. Der „Terrassen“ ist damit ein unkomplizierter, aber keineswegs beliebiger Sauvignon Blanc: präzise, lebendig und vielseitig einsetzbar.
Stil: Fruchtbetont, frisch und mineralisch Trinktemperatur: 8–10 °C Trinkfenster: Jung genießen; laut Weingutsangaben mit Potenzial bis etwa 2036.
4. Speiseempfehlungen
Speise
Grüner Spargel mit Zitronen-Vinaigrette
Ziegenkäse-Tarte mit Kräutern
Gebratene Forelle mit Kräuterbutter
Hähnchenbrust mit Zitronen-Thymian-Sauce
Putenmedaillons mit jungem Gemüse
Sommersalat mit grünen Bohnen und frischen Kräutern
Garnelen mit Knoblauch und Limette
Frühlingsgemüse-Risotto mit Zitrone
Sauvignon Blanc „Tradition“ VDP.Gutswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den bekannten Qualitätsbetrieben der Pfalz. Philipp Kuhn übernahm den elterlichen Betrieb 1992 und entwickelte ihn konsequent weiter. Heute steht das Weingut für charaktervolle, trockene Weine mit starkem Bezug zur Pfalz. Der Betrieb arbeitet ökologisch; der Sauvignon Blanc „Tradition“ wird als Bio-Wein geführt. Als VDP.Gutswein stammt der Sauvignon Blanc aus den eigenen Weinbergen des Weinguts und steht für die rebsortentypische Handschrift auf der breitesten Herkunftsstufe des VDP.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge rund um Laumersheim sind von unterschiedlichen kalkgeprägten Böden sowie Lehm und Sand geprägt. Für den Sauvignon Blanc „Tradition“ werden Lehm und Sand als Boden angegeben. Das warme Pfälzer Klima mit kühlen Nächten schafft gute Voraussetzungen für aromatische Reife bei gleichzeitig frischer Säure.
Jahrgang 2025
Der Wein besitzt 12,0 % vol. Alkohol, 6,5 g/l Säure und rund 3 g/l Restzucker. Er wird trocken ausgebaut. Die Kombination sorgt für einen leichten, frischen und ausgesprochen trinkanimierenden Stil.
Vinifikation & Ausbau
Der Sauvignon Blanc wird temperaturkontrolliert beziehungsweise präzise im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die sortentypische Frucht besonders klar erhalten; Holz spielt hier keine prägende Rolle. Als Verschluss wird ein Schraubverschluss verwendet.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2025er sehr typisch und aromatisch. Stachelbeere, Kiwi und Passionsfrucht bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Limette, Zitronengras, frische Minze und ein Hauch grüner Paprika. Die Aromatik ist intensiv, ohne schwer oder überreif zu wirken.
Am Gaumen
Frisch, saftig und klar. Die feine Säure gibt dem Wein Spannung und sorgt für einen lebendigen Trinkfluss. Grüne Apfelnoten und Stachelbeere verbinden sich mit exotischer Passionsfrucht. Dazu kommen kräuterige Würze und eine dezente Feuerstein-Mineralität. Der Wein besitzt einen eher schlanken Körper und bleibt dadurch ausgesprochen animierend. Der Abgang ist frisch, würzig und leicht mineralisch.
Aromatik
Stachelbeere
Kiwi
Passionsfrucht / Maracuja
Limette
grüner Apfel
Grapefruit
Zitronengras
frische Minze
grüner Paprika
Holunder
Anis
Feuerstein
Auszeichnung
Für den Jahrgang 2025 ist eine Bewertung von 16,0/20 Punkten bei Weinfurore dokumentiert. Eine weitere aktuelle Verkostungsbeschreibung hebt insbesondere Kiwi, Stachelbeere und Maracuja sowie die frische, saftige Säure hervor.
Reifepotenzial
Der Sauvignon Blanc „Tradition“ ist in erster Linie für den jungen, frischen Trinkgenuss konzipiert. Als optimales Trinkfenster wird 2026 bis 2030 angegeben. Die Stärke liegt eindeutig in der Primärfrucht und der lebendigen Frische. Eine lange Lagerung ist möglich, aber nicht notwendig.
Servieren
Ideal bei 9–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die intensive Sauvignon-Aromatik gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ziegenkäse
grünem Spargel
Fisch und Meeresfrüchten
Sushi
asiatischer Küche
Gemüse-Antipasti
leichten Salaten
Geflügel
Kräutergerichten
Auch als Aperitif eignet sich der Wein hervorragend.
Verkostungsnotiz:Sattes, funkelndes Gelb. In der Nase animierender Duft nach heimischen, weißen und tropischen Früchten, daneben Anklänge von Zitrusfrucht, weißen Blüten sowie etwas Kräuterwürze. Am Gaumen wieder äußerst saftig, fruchtig, körperreich und gut strukturiert, Frischeeindrücke mit milder Säure harmonisch balanciert. Im langen Abgang finden sich nochmals zitrische und exotische Anklänge. Ein Sauvignon Blanc mit interessantem, vielschichtigem Finale, von feinen Hefenuancen untermalt. Domaine Domaine de l'Aumonier, Couffy, TouraineDas Weingut l'Aumonier liegt im Ort Couffy an den südlichen Hängen von Cher im Herzen der Appellation Touraine. Es umfasst rund 43 Hektar und wurde 1996 von Sophie und Thierry Chardon gegründet. Benannt wurde die Domaine nach den Großeltern Sophies. Die Rebflächen werden seit 2003 ökologisch bewirtschaftet, seit 2010 ist das Weingut Bio-zertifiziert. Die Unterböden bestehen aus Kalk, Lehm und Feuerstein und bringen sehr feine, duftige und langlebige Weine hervor.
Sauvignon Südtirol DOC 2024
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Sauvignon 2024 von Erste + Neue ist ein klassisch-frischer Südtiroler Sauvignon Blanc mit ausgeprägter Kräuterwürze, grüner Frucht und mineralischer Spannung. Er ist deutlich auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet und gehört zu den charaktervollen Weißweinen der Kellerei.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen animierend: Holunderblüte, Rhabarber und Artischocke, dazu Johannisbeere, grüner Paprika und Zitronenmelisse. Im Hintergrund kommen kräuterwürzige Noten von Brennnessel hinzu. Am Gaumen zeigt er Apfel, Stachelbeere und Limette, dazu eine feine Mineralität und ein lebendiges Säurespiel. Er wirkt elegant, geschmeidig und saftig, ohne grasig oder übermäßig exotisch zu werden. Das Finale ist frisch, mineralisch und fruchtig, mit schönem Nachhall.
Ein sehr typischer Südtiroler Sauvignon: kräuterwürzig, frisch, mineralisch und ausgesprochen trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Sauvignon-Reben stammen aus dem Kalterer Anbaugebiet. Das alpin-mediterrane Klima mit deutlicher nächtlicher Abkühlung sorgt für aromatische Reife bei gleichzeitig guter Säure. Die Böden werden als wärmespeichernde Lehm- und kalkhaltige Schuttablagerungsböden beschrieben; andere technische Angaben nennen zudem schotterreiche Porphyrböden für die Sauvignon-Lagen. Diese Kombination erklärt den Stil recht gut: reife Frucht, aber keine schwere Tropenfrucht – stattdessen Frische, Kräuter und Mineralität.
Ausbau
Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahltank unter Sauerstoffschutz. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe. Für den 2024er werden 13 % vol., etwa 6,4–6,7 g/l Säure und 2,5 g/l Restzucker angegeben. Interessant: Eine aktuelle Händlerbeschreibung führt zusätzlich einen Ausbauanteil im großen Holzfass und 500-l-Tonneau auf der Feinhefe an. Dadurch bekommt der Wein etwas mehr Schmelz, ohne dass Holz aromatisch in den Vordergrund tritt.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
Der 2024er ist jetzt bereits sehr schön zu trinken. Seine Stärke liegt klar in Frische, Kräuteraromatik und präziser Frucht. Erste + Neue bzw. Händlerangaben sehen ihn mit einem Reifepotenzial von ungefähr 3–5 Jahren.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2029 Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Perfekt zu
Dieser Sauvignon ist ein hervorragender Wein für grüne, kräuterwürzige und mineralische Küche:
Spargel
grüner Spargel mit Parmesan
Ziegenkäse
Fenchelsalat
Artischocken
Kräutersalate
Austern
Garnelen und Krustentiere
Forelle und Saibling
leichte Fischgerichte
pikante Vorspeisen
asiatische Küche
Besonders stark finde ich ihn zu grünem Spargel mit Zitronenbutter und Ziegenfrischkäse. Die Kräuternoten des Weins greifen den Spargel auf, während die Säure Fett und Käse auffängt.
Auch Austern sind sehr passend: Mineralität und Limette geben dem Wein genügend Frische und Präzision.
STAHL Sauvignon Blanc 2025
Christian Stahl – Auernhofen, Maindreieck, Franken
Der STAHL Sauvignon Blanc 2025 von Christian Stahl zeigt Sauvignon Blanc in einer frischen, präzisen und eher eleganten als lauten Interpretation. Im Mittelpunkt stehen Zitrusfrucht, grüne Kräuter, feine Stachelbeere und mineralische Frische, begleitet von einer animierenden Säure.
Charakter & Verkostung
In der Nase Stachelbeere, Limette, Grapefruit und grüner Apfel, dazu frische Kräuter, Brennnessel und ein Hauch von grüner Paprika. Dahinter feine florale Nuancen. Am Gaumen trocken, frisch und saftig, mit lebendiger Säure und klarer Zitrusfrucht. Die Kräuterwürze gibt Struktur, während eine feine mineralische Note für zusätzlichen Zug sorgt. Das Finale ist zitrisch, kräuterig und animierend, mit angenehm trockener Frische.
Ein moderner Sauvignon Blanc mit klarer Frucht, Kräuterwürze und viel Trinkfluss.
Stil
Der Wein setzt eher auf Frische und Präzision als auf eine extrem exotische oder opulente Sauvignon-Aromatik.
Typische Aromatik:
Limette → Grapefruit → Stachelbeere → grüner Apfel → Kräuter → mineralische Frische
Dadurch wirkt er straff, lebendig und gastronomisch.
Jahrgang 2025
Der junge Jahrgang bringt viel Primärfrucht und Frische mit. Gerade jetzt zeigt der Sauvignon seine lebendige, zitrische Seite.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C
Nicht zu kalt servieren, damit sich die Kräuter- und Fruchtaromen entwickeln können.
Perfekt zu
Durch seine frische Säure und Kräuterwürze eignet er sich hervorragend zu:
Ziegenkäse
Spargel
grünen Salaten
Kräutergerichten
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Garnelen
Muscheln
Sushi
Gemüse vom Grill
Spargelrisotto
Geflügel mit Kräutern
Besonders stimmig ist Ziegenkäse mit Kräutern und grünem Gemüse. Auch zu gegrilltem Spargel mit Zitronen-Kräuter-Vinaigrette passt er sehr gut.
Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark, Österreich
1. Einleitung
Der Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023 vom Weingut Krispel zeigt die aromatische, frische Seite des südoststeirischen Sauvignon Blanc. Stachelbeere, Zitrusfrucht und grüne Kräuter prägen den Sortencharakter; dahinter stehen reife helle Frucht und eine würzige Note, die an die vielschichtige Landschaft des Vulkanlands erinnert.
Der Jahrgang 2023 steht für eine zugängliche, fruchtbetonte Stilistik mit lebendiger Frische. Die genaue Aromatik und Struktur können je nach Ausbau und Reifezustand variieren. Eine verlässlich bestätigte externe Punktebewertung für genau diesen Wein und Jahrgang kann ich derzeit nicht sicher angeben.
2. Die Geschichte dieses Weins – Sauvignon Blanc aus dem Vulkanland
Im Südosten der Steiermark prägen sanfte Hügel, erloschene Vulkane und ein abwechslungsreiches Mosaik aus Böden die Weinlandschaft. Rund um Straden finden sich vulkanische Gesteine wie Basalt und Tuff. Zusammen mit den warmen Tagen und den kühleren Nächten entstehen Bedingungen, die aromatische Reife und frische Säure miteinander verbinden.
Das Weingut Krispel in Hof bei Straden arbeitet mit dieser besonderen Herkunft und interpretiert den Sauvignon Blanc in einer zugänglichen, klaren Stilistik. Beim klassischen Vulkanland-Sauvignon steht die sortentypische Frucht im Mittelpunkt. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die Frische und die prägnanten Aromen, ohne sie durch Holznoten zu überlagern.
Der Jahrgang 2023 zeigt die Rebsorte mit gelber Stachelbeere, Johannisbeere und Grapefruit. Die vulkanisch geprägte Herkunft verleiht dem Wein eine würzige Kontur; die frische Säure sorgt für Spannung und einen animierenden Trinkfluss.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas präsentiert sich der Sauvignon Blanc in hellem Strohgelb mit grünen Reflexen. In der Nase dominieren frische Stachelbeeren und schwarze Johannisbeere, ergänzt von Grapefruitzeste, Limette und einem Hauch Mango. Dahinter zeigen sich feine grüne Paprika und eine kräuterige Note, die an Brennnessel und frisch geschnittene Wiesenkräuter erinnert.
Am Gaumen wirkt der Wein saftig und geradlinig. Die Stachelbeer- und Zitrusaromen setzen sich fort, dazu kommen knackiger Apfel und ein Hauch Maracuja. Die lebendige Säure verleiht ihm Frische, während der mittlere Körper genügend Substanz für einen vielseitigen Speisenbegleiter bietet. Eine feine Würze ergänzt die Frucht, ohne sie zu dominieren.
Der Abgang ist klar und angenehm anhaltend, mit Limette, Kräutern und einer dezenten mineralischen Note. Der Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023 setzt auf Sortentypizität und Trinkfreude statt auf übermäßige Konzentration. Gerade seine Verbindung aus prägnanter Frucht, frischer Säure und würziger Klarheit macht ihn zu einem überzeugenden Vertreter der südoststeirischen Stilistik.
Stil: Fruchtbetont, frisch, kräuterwürzig und lebendig Trinktemperatur: 8–10 °C Trinkempfehlung: Jung genießen, solange die Frucht und die frische Säure besonders prägnant sind.
4. Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Vulkanland Steiermark, Österreich
Qualitätsstufe
Qualitätswein, DAC
Alkoholgehalt
12,5 % vol.
Restzucker
ca. 2,0 g/l
Gesamtsäure
ca. 6,2 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Vulkanische Ablagerungen, unter anderem Tuff und Basalt
Ausbau
Edelstahltank, rund 5 Monate laut Falstaff-Angabe
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Bewertung
91 Falstaff-Punkte
5. Speiseempfehlungen
Gegrillter Saibling mit Zitrone und Kräutern
Gebratene Garnelen mit Limette
Ziegenkäse-Tarte mit frischen Kräutern
Grüner Spargel mit Zitronen-Vinaigrette
Hähnchenbrust mit Estragon
Thai-Salat mit Limette und Koriander
Pasta mit Erbsen, Zitrone und Minze
Gebratener Fenchel mit Parmesan
Rosato Toscana IGT „Cremisi“ 2022 (Bio)
Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Cremisi 2022 ist der reinsortige Rosato von Il Colombaio di Santa Chiara und bringt die elegante, frische Seite des Sangiovese ins Glas. Das Weingut arbeitet biologisch; der Wein wird zu 100 % aus Sangiovese erzeugt. Die Vinifikation erfolgt mit schonender Entrappung und einer kurzen kalten Maischestandzeit, anschließend wird der Wein im Edelstahl auf der Feinhefe ausgebaut.
Charakter & Verkostung
Schon die Farbe ist charaktervoll: ein intensives, leuchtendes Lachsrosa. Der 2022er wirkt damit etwas substanzreicher als die sehr blassen Provence-Stil-Rosés.
In der Nase zeigt sich der Cremisi fruchtig und ausgesprochen einladend. Frische Erdbeere und Himbeere stehen im Mittelpunkt, begleitet von einer feinen Kräuterwürze. Genau diese Kombination wurde auch bei der Falstaff-Verkostung des 2022ers hervorgehoben.
Am Gaumen ist der Wein saftig, lebendig und frisch. Die rote Beerenfrucht wird von einer belebenden Säure getragen. Interessant ist das Zusammenspiel aus fruchtiger Rundung und straffer Säure: Dadurch wirkt der Cremisi charmant und zugänglich, bleibt aber trocken und animierend. Das Feinhefelager gibt ihm etwas mehr Textur, ohne seine Leichtigkeit zu nehmen.
Das Finale ist saftig und fein salzig, mit Erdbeere, Himbeere und einem kleinen Kräuterakzent. Kein Rosé, der nur über Farbe und Frucht funktioniert, sondern ein eigenständiger Sangiovese-Rosato mit echter gastronomischer Qualität.
Falstaff bewertete den Jahrgang 2022 mit 91 Punkten.
Cremisi zeigt, dass Sangiovese auch als Rosé Charakter besitzen kann.
Il Colombaio di Santa Chiara arbeitet bei diesem Wein bewusst nicht mit einer aromatischen Rosé-Cuvée, sondern mit 100 % Sangiovese. Die kurze kalte Maischestandzeit reicht aus, um Farbe und feine Frucht zu gewinnen; anschließend bleibt der Wein im Edelstahl auf der Feinhefe, damit Frische und Sortentypizität erhalten bleiben.
Der Name „Cremisi“ – Karmesinrot – passt dabei wunderbar zum intensiven Farbton. Stilistisch steht der Wein zwischen klassischem toskanischem Sangiovese und modernem Rosato: rote Beeren statt exotischer Frucht, Kräuter statt Parfüm und Säure statt Süße.
Besonders schön ist seine gastronomische Seite. Das Weingut empfiehlt ihn ausdrücklich zu Gemüse- und Fleisch-Crudités, frischen Käsesorten und Salumi, leichten Pastagerichten sowie Fischsuppe.
Verkostungsnotiz
Der Meer & Vulkan 2025 zeigt sich in hellem Strohgelb mit klarer, animierender Aromatik. In der Nase verbinden sich Limette und Zitruszeste mit hellen Blüten, feinen Kräutern und zarten Mandelanklängen. Dahinter liegt eine sehr feine, kaum wahrnehmbare reduktive Note, die dem Wein zusätzliche Spannung verleiht, ohne seine Frische zu überdecken.
Am Gaumen wirkt die Cuvée ausgesprochen klar, präzise und leichtfüßig. Der Sauvignon Blanc bringt die steirische Würze, Zitrusfrische und aromatische Spannung ein, bleibt dabei aber bewusst zurückgenommen. Weißburgunder sorgt für Finesse, Körper und eine feine Cremigkeit, während der Müller-Thurgau einen dezenten aromatischen Akzent beisteuert. Die sechsmonatige Reife auf der Hefe gibt dem Wein zusätzliche innere Ruhe und Textur.
Besonders charakteristisch ist der saline Eindruck, der im Mittelteil des Gaumens hervortritt. Mit etwas Luft entwickelt der Wein einen feinen phenolischen Grip, der die zunächst sehr geschmeidige Textur strafft und für zusätzliche Spannung sorgt. Die 5,7 g/l Säure wirken bei lediglich 2 g/l Restsüße ausgesprochen frisch und präzise; der moderate Alkohol von 12 % vol. unterstreicht den trinkanimierenden Charakter.
Der Jahrgang 2025 steht dabei weniger für Opulenz als für Klarheit, Frische und Finesse. Die Kombination aus Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Müller-Thurgau funktioniert gerade deshalb so gut, weil keine Sorte versucht, den Wein zu dominieren. Der Sauvignon gibt die Richtung vor, die Burgundersorte bringt Balance und Substanz, der Müller-Thurgau ergänzt eine kleine aromatische Facette.
Im langen, sauberen Nachhall bleiben Zitrusfrische, feine Kräuterwürze und eine angenehm salzige Mineralität zurück. Ein Wein mit ausgesprochen hohem Trinkfluss, der seine Qualität nicht über Konzentration, sondern über Balance, Herkunftsausdruck und Präzision zeigt.
Die Geschichte des Weins
Meer & Vulkan ist eine besondere Gemeinschaftscuvée von Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister, die mit KTCN zwei Weinregionen und zwei eigenständige Winzerpersönlichkeiten zusammenführt. Katharina Tinnacher führt das Weingut Lackner-Tinnacher in Gamlitz in der Südsteiermark, Christoph Neumeister das Weingut Neumeister in Straden im Vulkanland. Beide arbeiten biologisch und stehen für präzise, handwerklich geprägte Weine.
Für Meer & Vulkan werden die Trauben je zur Hälfte aus der Südsteiermark und dem Vulkanland Steiermark zusammengeführt. Damit ist der Name Programm: Auf der einen Seite stehen die von marinen Sedimenten geprägten Böden der Südsteiermark, auf der anderen die vulkanisch geprägten Landschaften des südöstlichen Steiermarks. Die Region um Straden ist geologisch tatsächlich von einer außergewöhnlichen Mischung aus kalkhaltigen Meeressedimenten, Schottern sowie Basalt- und Tuffverwitterungsböden geprägt.
Das Klima verbindet alpine Frische mit südlichen Einflüssen. Die KTCN-Weine profitieren von kühlen, regenreichen Bedingungen und den warmen Luftströmungen aus dem Süden. Gerade diese Kombination ermöglicht eine langsame Reife und bewahrt gleichzeitig die charakteristische steirische Frische.
Der 2025er ist eine neue KTCN-Kreation und wurde in Anlehnung an die klassische steirische Cuvée-Idee entwickelt. Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Rund die Hälfte erhält eine sechsstündige Maischestandzeit, während die andere Hälfte als Ganztrauben gepresst wird. Anschließend vergärt der Wein spontan und reift sechs Monate auf der Hefe in Edelstahl, bevor die Grundweine zur finalen Cuvée assembliert werden. Vor der Füllung erfolgt lediglich eine leichte Filtration.
Das Ergebnis ist bewusst kein schwerer Prestigewein, sondern eine hochwertige, unkomplizierte und zugleich charaktervolle steirische Cuvée, die laut Projektidee vor allem Trinkfreude und gastronomische Vielseitigkeit verbinden soll.
Speisenempfehlung
Die Kombination aus Zitrusfrische, feiner Sauvignon-Würze, saliner Spannung und moderater Alkoholstruktur macht Meer & Vulkan zu einem ausgesprochen vielseitigen Speisenwein.
Sehr überzeugend ist er zu gebratenem Zander mit Fenchel, Zitronenbutter und Kräuteröl. Die Säure greift die Zitruskomponente des Gerichts auf, während die salzige Mineralität des Weins hervorragend mit dem Fisch harmoniert.
Auch zu Jakobsmuscheln mit Blumenkohl, gerösteten Mandeln und einer leichten Beurre blanc funktioniert die Cuvée hervorragend. Die feinen Mandelnoten des Weins finden hier eine direkte aromatische Brücke, während seine Frische verhindert, dass die Buttersauce zu schwer wirkt.
Eine besonders schöne vegetarische Kombination ist gegrillter grüner Spargel mit Kräutervinaigrette, gerösteten Haselnüssen und jungem Ziegenkäse. Die kräuterige Sauvignon-Komponente verbindet sich mit dem Spargel, die Säure sorgt für Spannung und der leicht phenolische Grip nimmt die Röstaromen auf.
Auch zur asiatischen Küche bietet sich der Wein an: etwa zu gedämpftem Wolfsbarsch mit Ingwer, Limette, Koriander und etwas Chili. Die Limettenaromatik des Weins und seine Frische greifen die Würze des Gerichts auf, ohne mit der Schärfe zu konkurrieren.
Für die österreichische Küche empfehle ich Backhendl mit Petersiliensalat und Kürbiskernöl. Die Frische des Weins schafft einen hervorragenden Kontrast zur knusprigen Panade und zum nussigen Öl.
Und tatsächlich funktioniert Meer & Vulkan auch als Aperitif: Seine 12 % vol., die trockene Stilistik und der lebhafte Trinkfluss machen ihn zu einem Wein, der problemlos mehrere Gläser lang Freude bereitet.
Sauvignon Blanc „Fumé“ 2024 JÜLG, Schweigen/Südliche Weinstraße – Pfalz
Herkunft & Einordnung
Der Sauvignon Blanc Fumé „Jean-Fritz“ stammt vom Weingut Jülg aus Schweigen-Rechtenbach, unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze. Der Name Jean-Fritz steht sinnbildlich für die deutsch-französische Identität des Weinguts und dessen grenzüberschreitende Weintradition. Der Wein ist als trockener Qualitätswein aus Sauvignon Blanc ausgebaut.
Terroir
Für den Fumé spielt der kalkgeprägte Untergrund eine wichtige Rolle. Die Böden rund um Schweigen reichen von Kalkstein und Kalkmergel bis zu Buntsandstein. Der Kalk verleiht dem Sauvignon Blanc eine straffe, steinige und mineralische Ausrichtung und sorgt dafür, dass die aromatische Rebsorte nicht zu breit oder vordergründig wirkt.
Jahrgang 2024
Der 2024er zeigt eine frische, präzise Stilistik mit guter Balance zwischen aromatischer Sauvignon-Blanc-Typizität und mineralischer Spannung. Angegeben sind 13 % vol. Alkohol. Die Quellen nennen je nach Abfüllungsinformation 3,2–4,5 g/l Restzucker und 6,1–7,7 g/l Säure; die aktuellen Händlerangaben sind damit nicht vollständig einheitlich.
Vinifikation & Ausbau
Die Sauvignon-Blanc-Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Die Vergärung erfolgt spontan. Anschließend reift der Wein sowohl im Edelstahltank als auch im Tonneau beziehungsweise großen Holz. Eine Schönung erfolgt laut den technischen Angaben nicht. Der Holzausbau bringt die namensgebende Fumé-Anmutung hervor, bleibt dabei jedoch in die Frucht und Mineralität eingebunden.
Verkostung
In der Nase präsentiert sich der Wein kühl und würzig. Feine Johannisbeere und Minze treffen auf zitrische Noten und eine dezente exotische Fruchtigkeit. Dazu kommen steinige, leicht rauchige und ätherische Nuancen, die den Fumé-Charakter prägen. Falstaff beschreibt zusätzlich rote Apfelnoten, Minze, Cumin und Langpfeffer sowie eine gekonnt eingebundene Holzwürze.
Am Gaumen
Geschmeidiger Auftakt mit feinem Schmelz, danach zunehmend straffer und säurefrischer. Die Zitrusfrucht wirkt präzise und wird von einer subtil exotischen Frucht begleitet. Mineralische, kalkig-steinige und leicht salzige Noten sorgen für Spannung und Länge. Der Wein besitzt mittlere bis mittelhohe Dichte und bleibt trotz des Holzeinsatzes frisch und animierend.
Aromatik
rote Johannisbeere
grüner Apfel
Zitrusfrucht
gelbe Kiwi
Minze
feine Kräuter
dezente exotische Frucht
Cumin und Langpfeffer
rauchige Holznoten
Feuerstein
kalkige Mineralität
salziger Nachhall
Auszeichnungen
Falstaff bewertete den 2024er Sauvignon Blanc Fumé „Jean-Fritz“ mit 92+ Punkten. Ulrich Sautter hob dabei besonders die gekonnte Holzwürze, den kräuterwürzigen Sortentyp, die geschmeidige Eröffnung und den anschließend säurefrischen, kernigen Aufbau hervor.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt durch Säure, Mineralität und Holzausbau aber auch eine gute strukturelle Basis für weitere Entwicklung. Empfehlenswert etwa bis 2029/2030, bei guter Lagerung möglicherweise darüber hinaus.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas unterstützt die Entfaltung der rauchigen, würzigen und mineralischen Komponenten. Nach dem Öffnen kann etwas Luft zusätzliche Tiefe freilegen.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
gebratenem Zander oder Saibling
Jakobsmuscheln
Garnelen und anderen Schalentieren
gegrilltem Fisch
Spargel
Ziegenkäse
mediterranem Gemüse
Kräuter-Risotto
asiatisch gewürzten Gerichten
Geflügel mit Kräutern
Sauvignon DOC Collio 2024
Verkostungsnotiz
Der Sauvignon DOC Collio 2025 von Oscar Sturm stammt aus den Hügeln von Zegla bei Cormòns, im Herzen des Collio. Der Jahrgang zeigt die für Sauvignon im Friaul typische Verbindung aus intensiver Aromatik und kühler, mineralischer Präzision. In der Nase öffnen sich Holunderblüte, Salbei und aromatische Kräuter, begleitet von Anklängen an Tomatenblatt, Zitrusfrucht und weißem Pfirsich. Dazu kommt eine feine mineralische Komponente, die dem Wein zusätzliche Spannung verleiht. (vinoterra.de)
Am Gaumen präsentiert sich der 2025er frisch, ausgewogen und aromatisch präzise. Saftige Zitrus- und Steinobstnoten treffen auf gelbe Paprika, Kräuterwürze und einen Hauch tropischer Frucht. Die feingliedrige Säure sorgt für Frische und Zug, während die mineralische Struktur den Wein klar und geradlinig hält. Im Nachhall verbinden sich Kräuter, Zitrus und Frucht zu einem langen, pikant-aromatischen Finale. Die aktuelle 2025er Vinifikation setzt auf eine kurze kalte Maischestandzeit, anschließend kontrollierte Gärung im Edelstahl und rund sechs Monate Reife im Tank.
Der Stil passt sehr gut zur Philosophie des Hauses Sturm: Die Familie arbeitet im Collio mit besonderem Augenmerk auf Frische, Mineralität, Struktur und Langlebigkeit. Die Weinberge rund um Zegla liegen auf den für den Collio charakteristischen Mergel- und Sandsteinböden.
Die Geschichte des Weins
Die Geschichte der Familie Sturm im Collio reicht bis 1850 zurück. Damals ließ sich die aus dem österreichischen Andritz stammende Familie in Zegla nieder. Heute führen Oscar Sturm und seine Söhne Denis und Patrick das Weingut. Rund zehn Hektar Rebfläche liegen in den Hügeln rund um Cormòns, nahe der slowenischen Grenze.
Zegla ist dabei weit mehr als nur der Standort des Weinguts: Die hügeligen Weinberge bilden das Herzstück der Familie Sturm. Sonnige Hanglagen, frische Luft und die charakteristischen Ponca-Böden aus Mergel und Sandstein eozänen Ursprungs schaffen ideale Voraussetzungen für aromatische, mineralisch geprägte Weißweine.
Der Sauvignon wird 2025 von Hand früh gelesen, um die natürliche Säure und aromatische Präzision zu bewahren. Nach etwa sechs Stunden kalter Maischestandzeit erfolgt die Gärung im Edelstahltank bei 14–16 °C. Anschließend reift der Wein rund sechs Monate im Edelstahl und weitere zwei Monate auf der Flasche. So bleibt die expressive Sauvignon-Frucht erhalten, während die Mineralität und Frische des Collio klar hervortreten.
Die Familie Sturm arbeitet heute mit nachhaltigem Respekt vor Natur und Herkunft; die Enoteca di Cormòns führt die Weine des Hauses als biologisch produziert. Eine explizite Bio-Zertifizierung für den konkret genannten Jahrgang 2025 liegt allerdings nicht vor.
Speisenempfehlung
Dieser Sauvignon ist ein hervorragender Begleiter zu gegrillten Garnelen mit Kräutern und Zitrone, Austern, Jakobsmuscheln und marinierten Meeresfrüchten. Seine Kräuterwürze passt ebenso hervorragend zu grünem und weißem Spargel, Ziegenfrischkäse oder einer Kräuter-Frittata.
Besonders spannend ist die Kombination mit Sashimi, Sushi oder vietnamesischen und thailändischen Gerichten mit frischen Kräutern, Limette und moderater Schärfe. Auch zu gebratenem Zander oder Wolfsbarsch und hellem Geflügel harmoniert die frische, aromatische Stilistik ausgezeichnet.
Perfekt zu
Spargel, Ziegenkäse, Vitello tonnato, Forelle, Saibling, Garnelen, Meeresfrüchten und Sushi.
Besonders schön zu Risotto mit grünem Spargel, Kräuterrisotto oder Gerichten mit frischen grünen Kräutern.
Serviertemperatur: etwa 9–11 °C.
Sauvignon Blanc Straden DAC 2024 (bio)
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc Straden DAC 2024 von Krispel zeigt die zugängliche, frische Seite des steirischen Sauvignon Blanc: geprägt von lebendiger Säure, aromatischer Klarheit und einer würzigen, mineralischen Note. Statt allein auf exotische Frucht zu setzen, lebt dieser Stil vom Zusammenspiel aus grünen Kräutern, Zitrusfrucht und reifer heller Frucht – ein charaktervoller Herkunftswein, der seine steirische Prägung mit Trinkfluss verbindet.
Der Jahrgang 2024 steht im Zeichen der Frische und Präzision. Konkrete, belastbare Jahrgangsbewertungen für genau diese Abfüllung sollten allerdings nicht ohne eindeutige Zuordnung übernommen werden.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Hof bei Straden liegt im Vulkanland Steiermark, einer Weinlandschaft, deren Böden von vulkanischen Gesteinen und Sedimenten geprägt sind. Das Zusammenspiel aus warmen Tagen, kühleren Nächten und einer bewegten Geologie bietet dem Sauvignon Blanc gute Voraussetzungen, Frucht und aromatische Würze mit Frische zu verbinden.
Anders als ein streng selektionierter Riedenwein ist der Straden DAC als regional geprägter Wein zu verstehen: Er soll die Rebsorte und ihre Herkunft zugänglich vermitteln. Bei Krispel trifft die typische Sauvignon-Blanc-Aromatik auf den würzig-mineralischen Charakter des Vulkanlands. Die Bio-Kennzeichnung weist auf biologischen Weinbau hin; konkrete Angaben zu Ausbau, Gärung und Reifezeit sollten nur anhand des technischen Datenblatts für den Jahrgang 2024 ergänzt werden.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Gelbgrün mit silbrigen Reflexen. Die Farbe wirkt frisch und klar und kündigt einen aromatisch präzisen Weißwein an.
Nase: Stachelbeere und schwarze Johannisbeere bilden den fruchtigen Auftakt. Dazu kommen Grapefruitzeste, frische Ananas und ein Hauch Maracuja. Feine Kräuterwürze verleiht dem Bukett eine grüne, herkunftstypische Spannung, ohne die Frucht zu überdecken.
Gaumen: Am Beginn saftig und fruchtbetont, entwickelt der Sauvignon Blanc einen mittelkräftigen, stoffigen Körper. Weißer Apfel, Zitrusfrucht und tropische Anklänge werden von einer lebendigen, gut eingebundenen Säure getragen. Die Frucht bleibt klar, während eine würzige, leicht salzige Mineralität zunehmend in den Vordergrund tritt. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die Sortentypizität und lässt die aromatische Präzision im Mittelpunkt stehen.
Abgang: Würzig, zitrisch und mineralisch. Die Frucht klingt angenehm nach, begleitet von einer frischen, salzigen Note, die Lust auf den nächsten Schluck macht.
Reife und Trinkfenster: Der Wein ist bereits jung zugänglich und profitiert von seiner Frische. Laut Weingut besitzt er Lagerpotenzial bis 2035. Seine primärfruchtige Aromatik dürfte in den ersten Jahren besonders präsent sein; eine weitere Entwicklung ist bei guter Lagerung möglich.
Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Sauvignon Blanc Straden DAC 2024 BIO
Rebsorte
100 % Sauvignon Blanc
Herkunft
Straden, Vulkanland Steiermark DAC, Österreich
Herkunftstyp
Ortswein
Anbau
Biologisch
Boden
Vulkanische Ablagerungen, Tuff und Basalt; regional auch kalkhaltige, sandige und tonige Böden
Gärung
Spontangärung laut VINUS-Produktangaben
Ausbau
8 Monate im Edelstahltank laut Weingut
Alkohol
13,0 % vol.
Restzucker
3,4 g/l
Gesamtsäure
6,0 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l; auch als Magnum erhältlich
Trinktemperatur
8–10 °C
Lagerpotenzial
Bis 2035 laut Weingut
Falstaff-Bewertung
92 Punkte, Verkostung 2025
Speiseempfehlungen
Gegrillter Seeteufel mit Limette
Wolfsbarsch mit Kräutern und Zitrone
Asiatischer Nudel-Wok mit Gemüse
Huhn mit Zitronengras und Ingwer
Ziegenkäse mit Kräutersalat
Spinatknödel mit brauner Butter
Gefülltes Naan-Brot mit würzigem Gemüse
Rote Wollschweinsalami mit frischem Bauernbrot
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ Südsteiermark DAC 2024 (bio)
TEMENT · Ehrenhausen – Südsteiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2024 von Tement ist eine präzise Visitenkarte der Südsteiermark: frisch, kräuterwürzig und mineralisch, mit gelber Frucht und einer animierenden Säurestruktur. Reife Stachelbeere, Guave und Zitrus treffen auf feine Kräuternoten und einen Hauch Orange. Der Wein wirkt elegant und ausgewogen, ohne an Spannung zu verlieren.
93 Punkte von Falstaff bestätigen die Qualität des Jahrgangs. Anders als die großen Einzellagenweine des Hauses zielt „Kalk & Kreide“ auf die Verbindung vieler Parzellen und damit auf einen zugänglichen, vielseitigen Ausdruck der südsteirischen Herkunft. Der Name verweist auf die kalkgeprägten Böden, die dem Wein seine kreidige Würze und klare Kontur verleihen.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Die Südsteiermark ist eine Landschaft der Hügel, steilen Weingärten und vielfältigen Böden. Kalkstein und Muschelkalk prägen viele Weinberge und bilden einen wichtigen Teil der geologischen Grundlage für Tements Sauvignon Blanc. Das Zusammenspiel aus kühlen Nächten, gemäßigten Temperaturen und einer langen Vegetationsperiode begünstigt aromatische Frische und eine lebendige Säure.
„Kalk & Kreide“ vereint Trauben aus zahlreichen Sauvignon-Blanc-Parzellen. Der Ausbau kombiniert Edelstahltank und großes Holzfass: Der Edelstahl bewahrt Frucht und Frische, während das große Holz die Textur abrundet, ohne den Wein vordergründig nach Holz schmecken zu lassen. Tement arbeitet biologisch-dynamisch; der Wein ist entsprechend als Bio-Wein ausgewiesen. Der Jahrgang 2024 präsentiert sich in der Verkostung mit gelber Tropenfrucht, reifer Stachelbeere, Kräuterwürze und mineralischen Akzenten. Die ausgewogene Säure verleiht ihm Frische, während die feine Textur für mehr Tiefe sorgt als bei einem rein fruchtbetonten Sauvignon Blanc.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Grüngelb mit silbrigen Reflexen. Klar und leuchtend, mit jugendlicher Frische.
Nase: Reife Stachelbeere und Guave bilden den Auftakt, begleitet von gelber Tropenfrucht und einem Hauch schwarzer Johannisbeere. Dazu kommen Orangenzeste, Holunderblüte und frische Kräuter. Mit etwas Luft zeigt sich eine dezente rauchige Note, die dem Duft zusätzliche Tiefe verleiht. Die Aromatik bleibt präzise und ausgewogen, ohne ins Exotische oder Parfümierte abzudriften.
Gaumen: Saftig, elegant und geradlinig. Gelbe Frucht und weißer Apfel verbinden sich mit Zitrusnoten und einer fein dosierten Kräuterwürze. Die Säure ist lebendig, aber harmonisch eingebunden; eine zarte Herbe verleiht dem Wein Kontur. Die kalkig-kreidige Anmutung zeigt sich vor allem in der straffen Struktur und im trockenen, mineralisch wirkenden Verlauf. Der Ausbau im Edelstahl und großen Holzfass sorgt für eine feine Textur, ohne die Frische zu überdecken.
Abgang: Zitrisch und würzig, mit weißer Tropenfrucht, einem Hauch Orange und einem klaren Zitronennachhall. Der Wein endet frisch und animierend, mit genügend Struktur, um ihn nicht nur als Aperitif, sondern auch als vielseitigen Essensbegleiter zu empfehlen.
Reife und Trinkfenster: Der 2024er ist bereits gut zugänglich und zeigt seine Frucht und Frische am besten in seiner Jugend. Für den unkomplizierten Genuss empfiehlt sich der Zeitraum bis etwa 2029/2030. Eine längere Lagerung ist möglich, dürfte aber weniger im Vordergrund stehen als der frühe Genuss.
Technische Daten
Weingut
Tement
Wein
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2024
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Südsteiermark DAC, Österreich
Weinkategorie
Gebietswein
Anbau
Biologisch-dynamisch, respekt-BIODYN
Boden
Kalkstein und Muschelkalk
Gärung
Spontangärung laut Weinguts- und Händlerangaben
Ausbau
Edelstahl und großes Holzfass; rund sechs Monate auf der Hefe
Alkohol
12,5 % vol.
Restzucker
1,2 g/l laut Falstaff; abweichende Händlerangaben liegen bei rund 1 g/l
Gesamtsäure
6,7 g/l laut Händlerangabe
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Glasverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Trinkfenster
Bis etwa 2029/2030
Falstaff
93 Punkte, Verkostung 2025
Wine Enthusiast
90 Punkte, Veröffentlichung 2025
Speiseempfehlungen
Gebratener Zander mit Zitronenbutter
Gegrillte Garnelen mit Kräutern
Forelle mit Petersilienerdäpfeln
Spargel mit Sauce Hollandaise
Ziegenkäse mit Kräutersalat
Huhn mit Zitronengras und Ingwer
Risotto mit grünem Spargel
Asiatischer Gemüse-Wok mit Limette
Sauvignon Blanc Fosilni Breg Vrhunsko Vino ZGP 2023 (bio)
Domaine Ciringa · Štajerska Slovenija – Slowenien
Einleitung
Der Sauvignon Blanc Fosilni Breg 2023 von Domaine Ciringa verbindet die kühle Präzision der südsteirisch-slowenischen Grenzregion mit einer eigenständigen, feinwürzigen Interpretation der Rebsorte. Weiße Johannisbeere, Stachelbeere und Mandarinenzeste treffen auf Kräuter, rauchige Noten und eine salzige, steinige Mineralität. Am Gaumen bleibt der Wein schlank und elegant, mit lebendiger Säure, feiner Frucht und einem bemerkenswert langen Nachhall.
92 Punkte von Falstaff erhielt der Jahrgang bei der Verkostung 2025. Auch international wurde er für seine präzise, mineralische Art gewürdigt. Statt auf üppige Tropenfrucht zu setzen, zeigt der „Fosilni Breg“ eine zurückhaltende, tiefgründige Seite des Sauvignon Blanc – ein Wein, dessen Reiz in Spannung, Struktur und Herkunft liegt.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Der Name Fosilni Breg bedeutet auf Deutsch Fossilienberg. Domaine Ciringa gehört zur Familie Tement, die ihre Weinbauarbeit über die österreichische Grenze hinweg auf der slowenischen Seite der berühmten Lage Zieregg fortsetzt. Die Reben wachsen in der Region Štajerska Slovenija auf Höhenlagen zwischen etwa 300 und knapp 500 Metern. Unterschiedliche Expositionen, Höhen und Bodenformationen sorgen für eine abwechslungsreiche Reife und prägen den Wein mit Frische und aromatischer Präzision.
Die Böden bestehen aus kargem Korallenkalk mit einer lockeren Braunerdeauflage. Diese Kombination bildet die Grundlage für die mineralische, würzige Stilistik des Weins. Das auf dem Etikett dargestellte Fossil verweist auf die geologische Geschichte des Weinbergs und macht den Namen unmittelbar verständlich.
Domaine Ciringa wird biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Die handgelesenen Trauben werden spontan vergoren; anschließend reift der Wein rund 18 Monate in großen, neutralen Eichenfässern. Ein Teil des Ausbaus erfolgt im Edelstahltank. Die lange Reife auf der Hefe verleiht Textur und Tiefe, während der Verzicht auf neues, dominantes Holz die Herkunft und die sortentypische Würze in den Vordergrund stellt.
Der Jahrgang 2023 zeigt eine frische, eher kühle Ausprägung. Stachelbeere, weiße Johannisbeere und Zitrus stehen neben Kräuterwürze und feinen rauchigen Noten. Die lebendige Säure und der schlanke Körper verleihen dem Wein Leichtigkeit, ohne dass er an Intensität verliert.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Gelbgrün mit silbrigen Reflexen. Klar und zurückhaltend, mit einem frischen, jugendlichen Eindruck.
Nase: Feine Stachelbeere und weiße Johannisbeere bilden den Auftakt. Dazu kommen Mandarinenzeste, Apfel und weiße Nektarine. Mit etwas Luft entfalten sich frische Kräuter, Hagebutte und eine dezente Paprikawürze. Im Hintergrund liegen rauchige Anklänge und der Duft feuchter Steine. Die Aromatik ist präzise und vielschichtig, ohne die für Sauvignon Blanc typische Frische zu verlieren.
Gaumen: Schlank, saftig und fein gezeichnet. Weiße Frucht und zarte Cassisnoten werden von einer lebendigen Säure getragen. Eine dezente Ingwerschärfe bringt Würze, während die rauchig-mineralische Komponente dem Wein zusätzliche Tiefe verleiht. Die Textur bleibt filigran und beinahe schwebend; zugleich sorgt die salzige Spannung dafür, dass der Wein am Gaumen präsent bleibt. Der Ausbau im großen Holzfass gibt ihm Struktur, ohne den Fruchteindruck zu überlagern.
Abgang: Trocken, zitrisch und mineralisch. Mandarine und Grapefruit klingen mit einer feinen Kräuternote aus. Die salzige, steinige Würze bleibt lange präsent und verleiht dem Finale einen klaren, animierenden Charakter.
Reife und Trinkfenster: Der 2023er zeigt sich bereits zugänglich, dürfte aber bei weiterer Flaschenreife zusätzliche würzige und mineralische Nuancen entwickeln. Besonders reizvoll ist er in den kommenden Jahren. Bei kühler, dunkler Lagerung erscheint eine Entwicklung bis etwa 2029–2034 plausibel; ein verbindlich bestätigtes Trinkfenster für diesen Jahrgang liegt mir nicht vor.
Technische Daten
Weingut
Domaine Ciringa, Familie Tement
Wein
Sauvignon Blanc Fosilni Breg 2023
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Štajerska Slovenija, Slowenien
Qualitätsstufe
Vrhunsko Vino ZGP
Anbau
Biologisch-dynamisch, Demeter
Lage
Ciringa, slowenischer Teil des Zieregg-Gebiets
Höhenlage
Etwa 300–500 m
Boden
Korallenkalk mit lockerer Braunerdeauflage
Lese
Handlese
Gärung
Spontangärung mit natürlichen Hefen
Ausbau
Rund 18 Monate in großen Eichenfässern und im Edelstahltank
Abfüllung
Unfiltriert
Alkohol
12,0–12,5 % vol.; veröffentlichte Angaben weichen voneinander ab
Restzucker
Rund 2,1–2,2 g/l
Gesamtsäure
6,3 g/l laut veröffentlichter Produktanalyse
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Trinkfenster
Jung zugänglich; weitere Entwicklung bei guter Lagerung möglich
Falstaff
92 Punkte, Verkostung 2025
Wine Enthusiast
90 Punkte, Veröffentlichung 2025
Speiseempfehlungen
Gegrillter Wolfsbarsch mit Zitrone
Gebratene Jakobsmuscheln
Forelle mit Kräutern und Petersilienerdäpfeln
Spargelrisotto mit Zitronenzeste
Linguine mit Venusmuscheln
Sashimi vom Wolfsbarsch
Ziegenfrischkäse mit Kräutersalat
Asiatisches Gemüse mit Ingwer und Limette
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ Südsteiermark DAC 2025 (bio)
TEMENT · Ehrenhausen – Südsteiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2025 von Tement zeigt eindrucksvoll, wie viel Tiefe und Herkunft in einem südsteirischen Gebietswein stecken können. Feine Kräuterwürze, schwarze Johannisbeere und gelbe Tropenfrucht verbinden sich mit weißem Pfirsich, lebendiger Säure und einer subtil kreidigen Mineralität. Der Wein wirkt saftig und komplex, zugleich leichtfüßig und präzise.
94 Falstaff-Punkte unterstreichen die Qualität des Jahrgangs. „Kalk & Kreide“ ist dabei kein lauter, ausschließlich auf exotische Frucht ausgerichteter Sauvignon Blanc. Seine Stärke liegt im Zusammenspiel aus aromatischer Klarheit, feiner Textur und mineralischer Spannung. Ein charaktervoller Herkunftswein, der die Handschrift von Tement zugänglich macht und gleichzeitig genügend Tiefe für anspruchsvolle Weinmomente mitbringt.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Die Südsteiermark ist eine Landschaft aus steilen Hügeln, kühlen Nächten und vielfältigen geologischen Formationen. Kalkstein, Korallenkalk und lehmiger Kalkmergel prägen zahlreiche Weinberge. Sie bilden den Hintergrund für Weine, die neben ihrer ausgeprägten Aromatik häufig durch Frische, Würze und eine straffe Struktur überzeugen.
Der Name „Kalk & Kreide“ verweist auf genau diese geologische Prägung. Der Wein vereint Sauvignon Blanc aus zahlreichen Parzellen des Familienweinguts Tement. Dadurch entsteht kein eindimensionaler Lagencharakter, sondern ein vielschichtiges Bild der südsteirischen Herkunft. Die biologisch-dynamische Bewirtschaftung und die sorgfältige Arbeit im Keller folgen dem Anspruch, Frucht, Boden und Jahrgang möglichst unverfälscht abzubilden.
Nach der Lese werden die Trauben schonend verarbeitet und mit natürlichen Hefen vergoren. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und in großen Holzfässern auf der Feinhefe. Edelstahl erhält die Frische und Präzision der Frucht, während das große Holz dem Wein Struktur und Geschmeidigkeit verleiht, ohne seine Herkunft zu überdecken.
Der Jahrgang 2025 zeigt sich aromatisch offen und ausgewogen. Weißer Pfirsich, gelbe Tropenfrucht und feine Kräuterwürze werden von einer lebendigen Säure getragen. Im Abgang bleibt eine leichte, mineralische Spannung zurück, die dem Wein Kontur und einen bemerkenswerten Trinkfluss verleiht.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Grüngelb mit silbrigen Reflexen. Klar und leuchtend, mit jugendlicher Frische.
Nase: Zunächst zeigen sich feine Kräuter und ein Hauch schwarzer Johannisbeere. Dahinter entfalten sich gelbe Tropenfrucht, reife Stachelbeere und weißer Pfirsich. Mit etwas Luft kommen Zitruszeste, Holunderblüte und eine subtile steinige Würze hinzu. Das Bukett wirkt vielschichtig, ohne überladen zu sein: Die Frucht bleibt klar, die Kräuterwürze fein und die mineralische Anmutung zurückhaltend, aber präsent.
Gaumen: Saftig und elegant, mit einer geschmeidigen Textur und lebendiger Säure. Weißer Pfirsich bildet den fruchtigen Mittelpunkt, ergänzt von gelbem Apfel, Zitrus und einem Hauch Cassis. Die Frucht besitzt Reife, wird aber von einer frischen, präzisen Säure in Balance gehalten. Eine dezente Extraktsüße rundet den Geschmack ab, ohne den trockenen Charakter infrage zu stellen. Die kalkig-kreidige Anmutung zeigt sich vor allem in der straffen Struktur und im mineralisch wirkenden Verlauf.
Abgang: Frisch, würzig und angenehm anhaltend. Zitrusfrucht und weiße Tropenfrucht klingen nach, begleitet von Kräutern und einer feinen, kreidigen Note. Der Nachhall ist leichtfüßig, aber keineswegs banal – genau darin liegt die Stärke dieses Weins.
Reife und Trinkfenster: Der 2025er ist bereits jung sehr gut zugänglich. Seine aromatische Frische und die präzise Frucht sprechen für den Genuss in den kommenden Jahren. Bei kühler, dunkler Lagerung dürfte er sich bis etwa 2030 positiv entwickeln; seine größte Stärke bleibt jedoch die Verbindung aus jugendlicher Frucht und mineralischer Spannung.
Technische Daten
Weingut
Tement
Wein
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2025
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Südsteiermark DAC, Österreich
Qualitätsstufe
Qualitätswein, Gebietswein
Anbau
Biologisch-dynamisch, Bio-zertifiziert
Boden
Kalkstein, Korallenkalk und lehmiger Kalkmergel
Gärung
Spontangärung
Ausbau
Edelstahltank und großes Holzfass, Reifung auf der Feinhefe
Alkohol
12,0 % vol.
Restzucker
1,6–1,9 g/l, je nach veröffentlichter Analyse
Gesamtsäure
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Glasverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Trinkfenster
Jung besonders frisch; voraussichtlich bis etwa 2030
Falstaff
94 Punkte, Verkostung 2026
Speiseempfehlungen
Gebratene Forelle mit Petersilienerdäpfeln
Zander mit Zitronenbutter
Hühnerbrust mit Kräuterkruste
Spargelrisotto mit Zitronenzeste
Gebratene Garnelen mit Knoblauch und Kräutern
Ziegenkäse mit Kräutersalat
Bratpaprika-Hummus mit Fladenbrot
Gedämpftes Gemüse mit Limetten-Dressing
Verkostungsnotiz
Der Mademoiselle de T 2025 ist ein charaktervoller Pouilly Fumé, der die aromatische Seite des Sauvignon Blanc betont, ohne dabei seine Herkunft aus dem Loiretal zu verleugnen. Im Duft zeigt sich eine intensive, klar konturierte Frucht mit Zitrone und Limette, dazu Passionsfrucht, reife Zitrusfrucht und feine exotische Anklänge. Die für Sauvignon Blanc typische grüne Aromatik bleibt dabei eher elegant im Hintergrund und wird von würzigen und mineralischen Nuancen begleitet.
Mit zunehmender Belüftung dürfte sich die Frucht weiter öffnen und von Grapefruit, tropischen Früchten und einer feinen floralen Würze ergänzt werden. Die Stilistik von Mademoiselle de T ist traditionell etwas expressiver und zugänglicher als die großen, stärker terroirgeprägten Pouilly-Fumé des Hauses.
Am Gaumen verbindet der 2025er Frische mit einer angenehm saftigen Textur. Die Säure sorgt für Spannung und einen klaren Zug, während die Frucht den Wein geschmeidig und trinkanimierend hält. Im Nachhall kommen die für Pouilly Fumé so reizvollen Zitrusschalen-, Kräuter- und mineralischen Noten stärker zur Geltung. Eine feine salzige bzw. steinige Anmutung gibt dem Wein zusätzlichen Halt.
Das Terroir von Château de Tracy ist dabei besonders interessant: Das Gut arbeitet mit unterschiedlichen Böden aus Feuerstein, Kimmeridgien-Kalk und weiteren kalkhaltigen Formationen. Mademoiselle de T stammt von jüngeren Reben aus verschiedenen Terroirs; das Weingut beschreibt die Trauben für diese Cuvée als mechanisch gelesen.
Die historische Stilistik der Cuvée bestätigt diesen Eindruck. Der Château-de-Tracy-Jahrgang 2019 wurde von VINUM mit 16/20 Punkten bewertet, während der 2023er Château de Tracy in der VINUM-Datenbank 92/100 Punkte erhielt. Für Mademoiselle de T selbst liegen ältere internationale Bewertungen vor: Wine Enthusiast bewertete den 2017er mit 88 Punkten und den 2019er mit 89 Punkten.
Für den 2025er würde ich daher bewusst keine Punktzahl nennen. Entscheidend ist vielmehr seine Kombination aus aromatischer Sauvignon-Typizität, Frische, exotischer Frucht und mineralischem Loire-Charakter.
Die Geschichte des Weins
Château de Tracy gehört zu den traditionsreichsten Familienweingütern der Loire. Die Geschichte der Familie reicht weit zurück: Bereits 1396 wird der Erwerb des Weinbergs „Champs de Cris“ urkundlich erwähnt. Dieser Weinberg gehört noch heute zum Gut. Seit 1952 wurde das Weingut von Comte und Comtesse Alain d'Estutt d'Assay neu aufgebaut; heute wird Château de Tracy von Juliette d'Assay geführt.
Das Gut umfasst rund 33 Hektar an den Hängen rund um das Château sowie im Bereich von Vilmoy. Die Weinberge liegen nördlich innerhalb der Appellation Pouilly Fumé und profitieren von ihrer Lage über der Loire. Besonders prägend sind die unterschiedlichen geologischen Formationen: Feuersteinböden, Kimmeridgien-Kalk und kalkreiche Böden. Château de Tracy nutzt diese Vielfalt gezielt, um unterschiedliche Facetten des Sauvignon Blanc herauszuarbeiten.
Mademoiselle de T ist dabei der zugänglichere Sauvignon des Hauses. Die Trauben stammen von jüngeren Reben aus verschiedenen Terroirs und werden laut Château de Tracy mechanisch gelesen. Die Cuvée verbindet damit verschiedene Boden- und Parzellencharaktere und bringt einen ausgesprochen aromatischen, fruchtbetonten Pouilly Fumé hervor.
Interessant ist, dass die Weine von Château de Tracy trotz der ausgeprägten Sauvignon-Aromatik immer auf Frische und mineralische Präzision ausgerichtet sind. Das Weingut beschreibt seine Arbeitsweise als auf eine möglichst authentische Wiedergabe der eigenen Terroirs ausgerichtet und setzt dabei auf eine natürliche, terroirfreundliche Weinbereitung.
Speisenempfehlung
Mademoiselle de T ist ein hervorragender gastronomischer Begleiter, insbesondere überall dort, wo Frische, Kräuter, Zitrus und feine Salzigkeit gefragt sind.
Sehr klassisch und nahezu ideal ist er zu Ziegenkäse, etwa einem warmen Crottin de Chavignol mit Blattsalat, Walnüssen und einer leichten Zitronenvinaigrette. Die Säure des Weins nimmt die Frische des Salats auf und bildet einen reizvollen Kontrast zur Cremigkeit des Käses.
Zu Fisch empfehle ich gebratenen Zander mit Zitronenbutter, Fenchel und Kräuteröl. Die Zitrusnoten des Weins greifen die Sauce auf, während seine Frische die leichte Fettigkeit der Butter ausbalanciert.
Sehr schön funktioniert der Wein auch zu Jakobsmuscheln mit Erbsencreme, Grapefruit und gerösteten Mandeln. Die exotisch-zitrische Aromatik des Sauvignon findet hier mehrere direkte Brücken.
Für die vegetarische Küche bietet sich grüner Spargel mit pochiertem Ei, Kerbel und Parmesan an. Alternativ passt er hervorragend zu Artischocken, Kräuter-Risotto oder gebratenem Fenchel.
Auch zu asiatischen Gerichten ist der Wein interessant: Ceviche vom Wolfsbarsch mit Limette, Koriander und Chili oder Thai-Garnelen mit Zitronengras und Ingwer greifen seine Zitrus- und Kräuteraromatik besonders schön auf.
Sauvignon Blanc Ried Neusetzberg Erste Lage 2021
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark, Österreich
1. Einleitung
Der Sauvignon Blanc Ried Neusetzberg Erste Lage 2021 von Krispel zeigt, wie viel Tiefe und Reifepotenzial in steirischem Sauvignon Blanc stecken können. Statt vordergründiger Exotik stehen hier Feuerstein, Johannisbeere, weißer Pfirsich und eine kühle, mineralische Würze im Mittelpunkt. Die lebendige Säure verleiht dem Wein Spannung, während der Ausbau im großen Holzfass für Struktur und zusätzliche Komplexität sorgt.
93 Falstaff-Punkte erhielt der Jahrgang 2021 bei der Verkostung von Peter Moser im Juli 2023. Besonders hervorgehoben wurden frische Wiesenkräuter, Pfirsich, Stachelbeere und Grapefruit sowie die saftige Frucht, die lebendige Säure und das salzig-mineralische Finale. Das Urteil unterstreicht den eigenständigen Charakter dieses Lagenweins: präzise, strukturiert und ausgesprochen vielseitig am Tisch.
2. Die Geschichte dieses Weins – Vulkanstein und kalkige Spannung
Der Neusetzberg liegt im Vulkanland Steiermark, einer Weinlandschaft, deren Charakter von erloschenen Vulkanen und einer vielschichtigen Geologie geprägt ist. Tuff und Basalt gehören zu den prägenden Gesteinen der Region. Hinzu kommen Sedimente und kalkhaltige Bodenschichten, die das Zusammenspiel von Frucht, Würze und mineralischer Spannung beeinflussen.
Das Genussgut Krispel in Hof bei Straden widmet sich dieser Herkunft mit einer Reihe charaktervoller Lagenweine. Der Sauvignon Blanc vom Neusetzberg wird als Erste Lage geführt. Hier geht es nicht allein um die typische Aromatik der Rebsorte, sondern um einen Wein, der seine Herkunft auch durch Textur, Struktur und Reifeentwicklung ausdrückt.
Der Jahrgang 2021 wurde spontan vergoren und zwölf Monate im großen Holzfass ausgebaut. Die lange Reife gibt dem Wein Ruhe und Tiefe; das Holz soll dabei nicht durch dominante Röstaromen auffallen, sondern die Struktur unterstützen. So verbindet sich die sortentypische Frucht mit würzigen, rauchigen und steinigen Nuancen. Der Wein zeigt, dass Sauvignon Blanc aus der Steiermark nicht nur frisch und aromatisch, sondern auch ernsthaft, vielschichtig und langlebig sein kann.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas leuchtet der Sauvignon Blanc in hellem Goldgelb mit grünen Reflexen. Das Bukett öffnet sich zunächst zurückhaltend und entwickelt mit etwas Luft eine komplexe Aromatik. Schwarze Johannisbeere und Stachelbeere treffen auf weißen Pfirsich, Grapefruitzeste und einen Hauch Litschi. Dazu kommen frische Wiesenkräuter, feine Gewürznoten und ein rauchiger Anklang, der an Feuerstein erinnert.
Am Gaumen zeigt sich der Wein straff und engmaschig strukturiert. Die Frucht bleibt klar und präzise: weißer Apfel, Zitrone und Grapefruit werden von Ananas und dezenten exotischen Noten ergänzt. Eine lebendige Säure sorgt für Zug, während der Ausbau im großen Holzfass dem Wein eine feine Textur und zusätzliche Tiefe verleiht. Das Holz bleibt dezent; im Vordergrund stehen die Frische, die würzige Komplexität und die mineralische Spannung.
Besonders eindrucksvoll ist das Finale. Limettenzeste, Kräuterwürze und eine salzige, steinige Note verbinden sich zu einem langen, anhaltenden Nachhall. Trotz seiner Konzentration wirkt der Wein leichtfüßig und präzise. Er besitzt die Substanz für eine längere Entwicklung, ohne seine animierende Frische zu verlieren.
Der Neusetzberg 2021 ist damit ein Sauvignon Blanc für anspruchsvolle Genießer: weniger auf unmittelbare Fruchtfülle als auf Herkunft, Struktur und Vielschichtigkeit ausgerichtet. Mit Luft im Glas gewinnt er an Ausdruck und offenbart nach und nach seine würzigen und mineralischen Facetten.
Stil: Mineralisch, kräuterwürzig, straff und vielschichtig Trinktemperatur: 9–12 °C Trinkfenster: Bereits mit Genuss zu trinken; bei guter Lagerung ist weiteres Reifepotenzial vorhanden.
4. Technische Daten
Weingut
Krispel – Genussgut Krispel
Wein
Sauvignon Blanc Ried Neusetzberg Erste Lage 2021
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Vulkanland Steiermark DAC, Österreich
Klassifizierung
Erste Lage
Alkoholgehalt
12,5 % vol.
Restzucker
2,5 g/l
Gesamtsäure
6,1 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Vulkanisches Gestein, unter anderem Tuff und Basalt; weitere kalkhaltige Sedimente
Gärung
Spontanvergärung
Ausbau
12 Monate im großen Holzfass
Verschluss
DIAM-Verschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
9–12 °C
Lagerpotenzial
Bis etwa 2036 laut Händlerangabe
Bewertung
93 Falstaff-Punkte, Verkostung 2023
5. Speiseempfehlung
Wolfsbarsch in der Salzkruste
Gebratener Seeteufel mit Kräuterbutter
Bouillabaisse mit Safran und Fenchel
Bresse-Huhn mit Butter und Kräutern
Gnocchi mit Salbei und brauner Butter
Knuspriger Schweinsbraten mit Kümmel
Indisches Dal mit aromatischen Gewürzen
Gebratene Ente mit Ingwer und Zitrusfrüchten
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