Sauvignon Blanc 2025, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann gehört zu den etablierten Familienweingütern der Südpfalz. Bereits 1955 wurde der erste eigene Wein auf Flaschen gefüllt; 1964 wurde der ursprünglich gemischte Landwirtschaftsbetrieb vollständig auf Weinbau umgestellt. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 32 Hektar Rebfläche in und um Walsheim. Markus Pfaffmann ist seit Ende der 1990er-Jahre für den Keller verantwortlich. Der Sauvignon Blanc gehört inzwischen fest zum Sortenspektrum des Hauses. Die Rebsorte wird in Deutschland erst seit wenigen Jahrzehnten in größerem Umfang angebaut und hat sich in der Pfalz besonders gut etabliert. Karl Pfaffmann interpretiert sie ausgesprochen fruchtbetont und frisch.
Herkunft & Weinberg
Walsheim liegt im Bereich der Südlichen Weinstraße und gehört zur Großlage Bischofskreuz. Für den Sauvignon Blanc wird eine leicht südexponierte, frostgeschützte Hanglage genutzt. Die Böden werden als eher mager und trocken beschrieben und weisen Kalk- und Sandanteile auf. Diese Bedingungen unterstützen die aromatische Ausprägung der Sorte, ohne den Wein schwer wirken zu lassen. Das warme Klima der Südpfalz bringt reife Frucht, während die Höhenlage und die eher trockenen Böden genügend Frische bewahren.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 12,5 % vol. Alkohol und trockenem Geschmacksprofil abgefüllt. Die aktuelle Expertise des Weinguts empfiehlt eine Trinktemperatur von 9–11 °C und sieht die Trinkreife bis etwa 2029.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden zunächst für etwa sechs Stunden auf der Maische belassen, wodurch zusätzliche Aromastoffe aus den Beerenhäuten gewonnen werden. Anschließend erfolgt eine schonende Pressung und eine kontrollierte Vergärung bei ungefähr 18 °C. Der weitere Ausbau erfolgt reduktiv im Edelstahltank, wodurch die frische, sortentypische Aromatik erhalten bleibt.
Verkostung
In der Nase zeigt der 2025er eine sehr typische Sauvignon-Blanc-Aromatik. Stachelbeere und Cassis verbinden sich mit Holunderblüte, Limette und grünen, kräuterigen Nuancen. Dazu kommen Anklänge von frisch gemähtem Gras und etwas Paprika. Gleichzeitig besitzt der Wein eine deutlich exotische Seite mit gelben Früchten und reiferer Fruchtaromatik. Dadurch wirkt er nicht ausschließlich grün oder vegetabil, sondern ausgewogen zwischen Frische und reifer Frucht.
Am Gaumen
Frisch, klar und saftig. Die Frucht steht deutlich im Vordergrund, während die charakteristische Säure für Spannung und Trinkfluss sorgt. Grüne Sauvignon-Noten bleiben eher im Hintergrund und werden von gelber und exotischer Frucht abgefedert. Das Mundgefühl ist leichtfüßig und unkompliziert, gleichzeitig besitzt der Wein genügend Struktur für die Begleitung von Speisen. Im Finale bleiben Frucht und frische Säure angenehm lange präsent.
Aromatik
Stachelbeere
Cassis
Holunderblüte
Limette
Mandarine
Maracuja
gelbe Früchte
frisch gemähtes Gras
Paprika
feine Kräuterwürze
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und jugendliche Frucht ausgelegt. Die Weingutsexpertise nennt ein Trinkfenster bis 2029. Seine stärkste Phase liegt dabei in den ersten Jahren nach der Abfüllung, wenn Stachelbeere, Zitrus, Cassis und exotische Frucht besonders deutlich hervortreten.
Servieren
Optimal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die aromatische Sauvignon-Blanc-Typizität. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Meeresfrüchten
Garnelen mit Aioli
Räucherlachs
Sushi
frischen Salaten
Gemüse-Quiche
Risotto
Spargel
Ziegenkäse
asiatischer und indischer Küche
Gerade die Kombination aus frischer Säure und aromatischer Frucht macht ihn auch zu einem sehr guten Aperitifwein.
Sauvignon Blanc trocken 2025 · QbA · bio
Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Sauvignon Blanc gehört zum modernen Rebsortenspektrum des Weinguts Karl May in Osthofen. Der traditionsreiche Familienbetrieb, auch Liebenauer Hof genannt, wurde bereits 1309 urkundlich erwähnt und befindet sich seit 1815 im Besitz der Familie May. Heute wird das Weingut von Peter und Fritz May geführt. Seit 2007 werden die Weinberge ökologisch bewirtschaftet.
Der Sauvignon Blanc ist als trockener Qualitätswein angelegt und steht für die aromatische, frische Seite des Hauses. Der Wein wird bewusst klar und zugänglich ausgebaut, sodass die sortentypische Sauvignon-Blanc-Aromatik im Mittelpunkt bleibt.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich mit 12,5 % vol. Alkohol, 7,4 g/l Säure und 4,3 g/l Restzucker. Damit besitzt er eine lebendige Säurestruktur und bleibt trotz seiner ausgeprägten Frucht trocken und frisch.
Die Kombination aus moderatem Alkohol und relativ hoher Säure prädestiniert ihn für einen unkomplizierten, aber charaktervollen Trinkstil.
Ausbau
Der 2025er wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben die primären Sauvignon-Aromen klar und präzise erhalten.
Der Ausbau unterstützt vor allem:
Frische → Sortentypizität → klare Frucht → lebendige Säure
Holzaromen stehen entsprechend nicht im Vordergrund.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles, glänzendes Strohgelb.
Das Bouquet ist vielschichtig und deutlich von der Rebsorte geprägt:
weiße Johannisbeere → rote Johannisbeere → Stachelbeere → Holunderblüte
Dazu kommen feine vegetabile und würzige Nuancen:
roter Paprika → Kräuter → frische grüne Noten
Die Aromatik wirkt dabei eher fein und präzise als laut oder übermäßig exotisch.
Am Gaumen
Der Auftakt ist frisch und saftig.
Die lebhafte, feingliedrige Säure bildet das Rückgrat des Weins und trägt die üppige Frucht. Hinzu kommt eine dezente Kräuterwürze.
Im Mittelpunkt stehen:
Stachelbeere → Johannisbeere → Holunderblüte → Kräuter
Der Wein besitzt einen klaren, erfrischenden Trinkfluss und endet fruchtig-würzig.
Die Kombination aus Fruchtfülle und Säure macht ihn besonders attraktiv als Aperitif und zu leichter Küche.
Aromatik
Weiße Johannisbeere → rote Johannisbeere → Stachelbeere → Holunderblüte → grüner Apfel → roter Paprika → Kräuter → feine mineralische Anklänge
Mit etwas Luft können sich zusätzlich Zitrus- und grasige Noten zeigen.
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist eine aktuelle Verkostungsbewertung von 88 Punkten dokumentiert. Die Bewertung stammt von OceněnáVína.cz und beschreibt den Wein als ausdrucksstarken, sortentypischen und harmonischen Sauvignon Blanc.
Die dort angegebenen analytischen Werte weichen geringfügig von den Angaben eines deutschen Fachhändlers ab; dort werden 12,5 % vol. Alkohol, 7,4 g/l Säure und 4,3 g/l Restzucker ausgewiesen.
Für den 2025er lässt sich daher belastbar festhalten:
88 Punkte · OceněnáVína.cz
Ältere Medaillenangaben, die bei einzelnen Händlern für frühere Jahrgänge genannt werden, werden nicht dem 2025er zugerechnet.
Reifepotenzial
Der Sauvignon Blanc ist in erster Linie auf Frische und aromatische Präzision ausgelegt.
Das empfohlene Trinkfenster:
2026–2027 → Stachelbeere, Johannisbeere, Holunderblüte, frische Kräuter
2027–2028 → etwas rundere Textur, mehr Kräuterwürze und mineralische Tiefe
2029–2030 → zunehmend gereifte Frucht und weniger Primäraromatik
Der Händler gibt den Trinkhorizont bis 2030 an.
Die attraktivste Phase dürfte jedoch in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Abfüllung liegen.
Servieren
Serviertemperatur:
8–10 °C
Ein mittelgroßes Sauvignon-Blanc- oder Weißweinglas ist ideal.
Keine Dekantierung erforderlich. Nach dem Öffnen kann der Wein direkt serviert werden und entwickelt sich innerhalb von 10–15 Minuten im Glas weiter.
Speisenbegleitung
Die klassische Kombination liegt bei leichter, frischer Küche:
Spargel
Ziegenfrischkäse
gebratener Zander
Forelle
Saibling
Garnelen
Muscheln
Sushi
leichte Fischgerichte
grüner Salat
Kräutersalate
Gemüsegerichte
vegetarische Küche
Die aktuelle Weinbeschreibung empfiehlt ihn ausdrücklich zu Spargel, Ziegenfrischkäse und leichten Fischgerichten.
Besonders passend:
grüner Spargel mit Ziegenfrischkäse und Kräutern.
Auch gebratener Zander mit Zitronen-Kräuter-Sauce funktioniert sehr gut, da Säure und Kräuterwürze des Weins die Frische des Gerichts aufnehmen.
Im Glas schimmert ein zartes, blasses Strohgelb mit feinen grünen Reflexen – ein frischer, klarer Ersteindruck. In der Nase öffnet sich ein aromatisches Spiel aus saftigem rotem Apfel, einem duftigen Bukett von Wiesenblumen und subtilen, hellen Zitrusnoten, die an Zitronenzeste und die Frische eines Sommertages auf einer blühenden Wiese erinnern. Am Gaumen zeigt sich eine harmonisch eingebundene Säure, die dem Wein Leichtigkeit und Trinkfluss verleiht. Die Frucht bleibt präsent, gleichzeitig aber elegant und nicht aufdringlich. Im erfrischenden Abgang treten Limette und Apfel noch einmal hervor, begleitet von einem zarten floralen Nachklang – klar, hell und animierend. Aromen, die lange und angenehm nachhallen.
Sauvignon Blanc „vom Silt“ 2024 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seher sitzt in Platt im Retzer Land und wird seit 2001 von Wolfgang Seher geführt. Die Rebflächen liegen in Platt und Obermarkersdorf; das Weingut arbeitet nachhaltig und inzwischen biologisch-organisch. Der Betrieb bewirtschaftet aktuell rund 18 Hektar und widmet sich neben Grünem Veltliner auch stark Sauvignon Blanc, Riesling und Burgundersorten. Die Weine sollen den jeweiligen Standort klar widerspiegeln und werden mit reduzierten Erträgen, selektiver Handlese und schonender Verarbeitung erzeugt. Der Sauvignon Blanc „vom Silt“ gehört zur charakteristischen Sauvignon-Linie des Hauses und verbindet die sortentypische Frische mit der Bodenprägung der Weinberge rund um Platt. Der 2024er ist als österreichischer Qualitätswein trocken ausgebaut und stammt aus ökologischem Anbau.
Lage & Terroir
In Platt dominieren kalkhaltige Lehm- und Lössböden; die geschützte Kessellage sorgt für ein ausgeglichenes Kleinklima. Beim „vom Silt“ steht der namensgebende Siltboden im Mittelpunkt, der dem Wein eine feine, saftige Textur und mineralische Spannung verleiht. Sauvignon Blanc findet hier Bedingungen für eine reife, aber nicht übermäßig schwere Aromatik. Das Zusammenspiel aus kalkhaltigem Untergrund, feinkörnigem Boden und warmer, zugleich geschützter Lage ermöglicht eine gute physiologische Reife der Trauben. Das erklärt die Verbindung von Stachelbeere und exotischer Frucht mit würzigen Kräutern und einer präzisen Säure.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 13 % vol. Alkohol, 5,9 g/l Säure und 1,3 g/l Restzucker. Er ist damit klar trocken, besitzt aber genügend Frische für einen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Seher setzt auf stark reduzierte Erträge, hohe physiologische Reife, selektive Handlese und eine schonende Ganztraubenpressung. Der „vom Silt“ wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die Frucht präzise und frisch, während der Charakter des Sauvignon Blanc und die Bodenprägung deutlich hervortreten.Der biologische Anbau gehört inzwischen zur Betriebsphilosophie. Das Weingut arbeitet mit Begrünung, organischer Bodenpflege und einer möglichst reduzierten Behandlung der Reben.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2024er sortentypisch, aber elegant und nicht übermäßig grün. Kiwi, Stachelbeere und rote Johannisbeere bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen frische Kräuter, gelber Paprika und ein Hauch exotische Frucht. Die Aromatik wirkt saftig, klar und ausgesprochen lebendig.
Am Gaumen
Saftig und frisch mit feingliedriger, lebendiger Säure. Die Frucht setzt sich am Gaumen unmittelbar fort und verbindet die grünbeerigen Sauvignon-Noten mit einer leicht exotischen Komponente. Eine feine Mineralität gibt dem Wein zusätzlichen Halt und sorgt für einen klaren, langen Nachhall.Das Mundgefühl bleibt schlank und animierend, ohne dünn zu wirken. Besonders charakteristisch ist die Balance aus Frische, Würze und reifer Frucht.
Aromatik
Kiwi
Stachelbeere
rote Johannisbeere
gelber Paprika
Grapefruit und Zitrus
frische Kräuter
dezente exotische Frucht
feine mineralische Noten
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, Gault&Millau oder Vinaria eindeutig dokumentiert.Der unmittelbar zuvor bewertete 2023er erhielt bei Falstaff 91 Punkte. Peter Moser beschrieb ihn mit Stachelbeere, Guave und Grapefruit sowie feiner Säure, Mineralität und würzigen Noten. Diese Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2023 und wird daher nicht auf den 2024er übertragen.
Reifepotenzial
Der „vom Silt“ ist vor allem auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgerichtet. Für den 2024er wird ein Trinkfenster bis etwa 2028 angegeben. In den ersten Jahren steht die frische Beeren- und Zitrusaromatik im Vordergrund. Mit etwas Flaschenreife können sich die Kräuterwürze und mineralischen Nuancen stärker in den Vordergrund schieben.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Sauvignon-Blanc- oder Weißweinglas unterstützt die frische Kräuter- und Fruchtaromatik. Eine längere Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ziegenkäse
Spargel
mediterranen Gemüsegerichten
gebratenem Fisch
Garnelen und Meeresfrüchten
Sushi
asiatischer Küche
würzigen Geflügelgerichten
hellem Fleisch mit Kräutern
Auch zu einer kräuterbetonten Sommerküche mit gegrilltem Gemüse und leichten Saucen funktioniert der Wein sehr gut. Als konkrete Speisenempfehlungen werden insbesondere würzige Fleischgerichte und asiatische Küche genannt.
Sauvignon Blanc „Tradition“ VDP.Gutswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den bekannten Qualitätsbetrieben der Pfalz. Philipp Kuhn übernahm den elterlichen Betrieb 1992 und entwickelte ihn konsequent weiter. Heute steht das Weingut für charaktervolle, trockene Weine mit starkem Bezug zur Pfalz. Der Betrieb arbeitet ökologisch; der Sauvignon Blanc „Tradition“ wird als Bio-Wein geführt. Als VDP.Gutswein stammt der Sauvignon Blanc aus den eigenen Weinbergen des Weinguts und steht für die rebsortentypische Handschrift auf der breitesten Herkunftsstufe des VDP.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge rund um Laumersheim sind von unterschiedlichen kalkgeprägten Böden sowie Lehm und Sand geprägt. Für den Sauvignon Blanc „Tradition“ werden Lehm und Sand als Boden angegeben. Das warme Pfälzer Klima mit kühlen Nächten schafft gute Voraussetzungen für aromatische Reife bei gleichzeitig frischer Säure.
Jahrgang 2025
Der Wein besitzt 12,0 % vol. Alkohol, 6,5 g/l Säure und rund 3 g/l Restzucker. Er wird trocken ausgebaut. Die Kombination sorgt für einen leichten, frischen und ausgesprochen trinkanimierenden Stil.
Vinifikation & Ausbau
Der Sauvignon Blanc wird temperaturkontrolliert beziehungsweise präzise im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die sortentypische Frucht besonders klar erhalten; Holz spielt hier keine prägende Rolle. Als Verschluss wird ein Schraubverschluss verwendet.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2025er sehr typisch und aromatisch. Stachelbeere, Kiwi und Passionsfrucht bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Limette, Zitronengras, frische Minze und ein Hauch grüner Paprika. Die Aromatik ist intensiv, ohne schwer oder überreif zu wirken.
Am Gaumen
Frisch, saftig und klar. Die feine Säure gibt dem Wein Spannung und sorgt für einen lebendigen Trinkfluss. Grüne Apfelnoten und Stachelbeere verbinden sich mit exotischer Passionsfrucht. Dazu kommen kräuterige Würze und eine dezente Feuerstein-Mineralität. Der Wein besitzt einen eher schlanken Körper und bleibt dadurch ausgesprochen animierend. Der Abgang ist frisch, würzig und leicht mineralisch.
Aromatik
Stachelbeere
Kiwi
Passionsfrucht / Maracuja
Limette
grüner Apfel
Grapefruit
Zitronengras
frische Minze
grüner Paprika
Holunder
Anis
Feuerstein
Auszeichnung
Für den Jahrgang 2025 ist eine Bewertung von 16,0/20 Punkten bei Weinfurore dokumentiert. Eine weitere aktuelle Verkostungsbeschreibung hebt insbesondere Kiwi, Stachelbeere und Maracuja sowie die frische, saftige Säure hervor.
Reifepotenzial
Der Sauvignon Blanc „Tradition“ ist in erster Linie für den jungen, frischen Trinkgenuss konzipiert. Als optimales Trinkfenster wird 2026 bis 2030 angegeben. Die Stärke liegt eindeutig in der Primärfrucht und der lebendigen Frische. Eine lange Lagerung ist möglich, aber nicht notwendig.
Servieren
Ideal bei 9–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die intensive Sauvignon-Aromatik gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ziegenkäse
grünem Spargel
Fisch und Meeresfrüchten
Sushi
asiatischer Küche
Gemüse-Antipasti
leichten Salaten
Geflügel
Kräutergerichten
Auch als Aperitif eignet sich der Wein hervorragend.
Verkostungsnotiz:Sattes, funkelndes Gelb. In der Nase animierender Duft nach heimischen, weißen und tropischen Früchten, daneben Anklänge von Zitrusfrucht, weißen Blüten sowie etwas Kräuterwürze. Am Gaumen wieder äußerst saftig, fruchtig, körperreich und gut strukturiert, Frischeeindrücke mit milder Säure harmonisch balanciert. Im langen Abgang finden sich nochmals zitrische und exotische Anklänge. Ein Sauvignon Blanc mit interessantem, vielschichtigem Finale, von feinen Hefenuancen untermalt. Domaine Domaine de l'Aumonier, Couffy, TouraineDas Weingut l'Aumonier liegt im Ort Couffy an den südlichen Hängen von Cher im Herzen der Appellation Touraine. Es umfasst rund 43 Hektar und wurde 1996 von Sophie und Thierry Chardon gegründet. Benannt wurde die Domaine nach den Großeltern Sophies. Die Rebflächen werden seit 2003 ökologisch bewirtschaftet, seit 2010 ist das Weingut Bio-zertifiziert. Die Unterböden bestehen aus Kalk, Lehm und Feuerstein und bringen sehr feine, duftige und langlebige Weine hervor.
Sauvignon Südtirol DOC 2024
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Sauvignon 2024 von Erste + Neue ist ein klassisch-frischer Südtiroler Sauvignon Blanc mit ausgeprägter Kräuterwürze, grüner Frucht und mineralischer Spannung. Er ist deutlich auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet und gehört zu den charaktervollen Weißweinen der Kellerei.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen animierend: Holunderblüte, Rhabarber und Artischocke, dazu Johannisbeere, grüner Paprika und Zitronenmelisse. Im Hintergrund kommen kräuterwürzige Noten von Brennnessel hinzu. Am Gaumen zeigt er Apfel, Stachelbeere und Limette, dazu eine feine Mineralität und ein lebendiges Säurespiel. Er wirkt elegant, geschmeidig und saftig, ohne grasig oder übermäßig exotisch zu werden. Das Finale ist frisch, mineralisch und fruchtig, mit schönem Nachhall.
Ein sehr typischer Südtiroler Sauvignon: kräuterwürzig, frisch, mineralisch und ausgesprochen trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Sauvignon-Reben stammen aus dem Kalterer Anbaugebiet. Das alpin-mediterrane Klima mit deutlicher nächtlicher Abkühlung sorgt für aromatische Reife bei gleichzeitig guter Säure. Die Böden werden als wärmespeichernde Lehm- und kalkhaltige Schuttablagerungsböden beschrieben; andere technische Angaben nennen zudem schotterreiche Porphyrböden für die Sauvignon-Lagen. Diese Kombination erklärt den Stil recht gut: reife Frucht, aber keine schwere Tropenfrucht – stattdessen Frische, Kräuter und Mineralität.
Ausbau
Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahltank unter Sauerstoffschutz. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe. Für den 2024er werden 13 % vol., etwa 6,4–6,7 g/l Säure und 2,5 g/l Restzucker angegeben. Interessant: Eine aktuelle Händlerbeschreibung führt zusätzlich einen Ausbauanteil im großen Holzfass und 500-l-Tonneau auf der Feinhefe an. Dadurch bekommt der Wein etwas mehr Schmelz, ohne dass Holz aromatisch in den Vordergrund tritt.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
Der 2024er ist jetzt bereits sehr schön zu trinken. Seine Stärke liegt klar in Frische, Kräuteraromatik und präziser Frucht. Erste + Neue bzw. Händlerangaben sehen ihn mit einem Reifepotenzial von ungefähr 3–5 Jahren.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2029 Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Perfekt zu
Dieser Sauvignon ist ein hervorragender Wein für grüne, kräuterwürzige und mineralische Küche:
Spargel
grüner Spargel mit Parmesan
Ziegenkäse
Fenchelsalat
Artischocken
Kräutersalate
Austern
Garnelen und Krustentiere
Forelle und Saibling
leichte Fischgerichte
pikante Vorspeisen
asiatische Küche
Besonders stark finde ich ihn zu grünem Spargel mit Zitronenbutter und Ziegenfrischkäse. Die Kräuternoten des Weins greifen den Spargel auf, während die Säure Fett und Käse auffängt.
Auch Austern sind sehr passend: Mineralität und Limette geben dem Wein genügend Frische und Präzision.
STAHL Sauvignon Blanc 2025
Christian Stahl – Auernhofen, Maindreieck, Franken
Der STAHL Sauvignon Blanc 2025 von Christian Stahl zeigt Sauvignon Blanc in einer frischen, präzisen und eher eleganten als lauten Interpretation. Im Mittelpunkt stehen Zitrusfrucht, grüne Kräuter, feine Stachelbeere und mineralische Frische, begleitet von einer animierenden Säure.
Charakter & Verkostung
In der Nase Stachelbeere, Limette, Grapefruit und grüner Apfel, dazu frische Kräuter, Brennnessel und ein Hauch von grüner Paprika. Dahinter feine florale Nuancen. Am Gaumen trocken, frisch und saftig, mit lebendiger Säure und klarer Zitrusfrucht. Die Kräuterwürze gibt Struktur, während eine feine mineralische Note für zusätzlichen Zug sorgt. Das Finale ist zitrisch, kräuterig und animierend, mit angenehm trockener Frische.
Ein moderner Sauvignon Blanc mit klarer Frucht, Kräuterwürze und viel Trinkfluss.
Stil
Der Wein setzt eher auf Frische und Präzision als auf eine extrem exotische oder opulente Sauvignon-Aromatik.
Typische Aromatik:
Limette → Grapefruit → Stachelbeere → grüner Apfel → Kräuter → mineralische Frische
Dadurch wirkt er straff, lebendig und gastronomisch.
Jahrgang 2025
Der junge Jahrgang bringt viel Primärfrucht und Frische mit. Gerade jetzt zeigt der Sauvignon seine lebendige, zitrische Seite.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C
Nicht zu kalt servieren, damit sich die Kräuter- und Fruchtaromen entwickeln können.
Perfekt zu
Durch seine frische Säure und Kräuterwürze eignet er sich hervorragend zu:
Ziegenkäse
Spargel
grünen Salaten
Kräutergerichten
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Garnelen
Muscheln
Sushi
Gemüse vom Grill
Spargelrisotto
Geflügel mit Kräutern
Besonders stimmig ist Ziegenkäse mit Kräutern und grünem Gemüse. Auch zu gegrilltem Spargel mit Zitronen-Kräuter-Vinaigrette passt er sehr gut.
Verkostungsnotiz: 2023 Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC, Genussgut Krispel, Steiermark Vulkanland
Farbestrahlend klar, helles strohgelb mit grünen Reflexen. Ein wunderschöner Anblick, der bereits auf Frische und Lebendigkeit hindeutet. In der Nase entfaltet sich zunächst ein intensiver Duft nach jungen Brennnesseln, der an den Frühling und die Kraft der Natur erinnert. Im weiteren Verlauf gesellen sich fruchtige Noten von Stachelbeere und Johannisbeere hinzu, die dem Wein eine spritzige und zugleich aromatische Komplexität verleihen.
Am Gaumen setzt sich die fruchtige Sinfonie fort. Ausgeprägte Frucht und Eleganz gehen hier Hand in Hand. Von grasigen Nuancen, die an den Duft der Brennnesseln erinnern, bis hin zu den spritzigen Aromen von Stachelbeere und Johannisbeere, bietet dieser Wein ein breites Spektrum an Geschmackserlebnissen. Die gut balancierte Säure sorgt für einen frischen und animierenden Abgang, der Lust auf mehr macht.
Rosato Toscana IGT „Cremisi“ 2022 (Bio)
Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Cremisi 2022 ist der reinsortige Rosato von Il Colombaio di Santa Chiara und bringt die elegante, frische Seite des Sangiovese ins Glas. Das Weingut arbeitet biologisch; der Wein wird zu 100 % aus Sangiovese erzeugt. Die Vinifikation erfolgt mit schonender Entrappung und einer kurzen kalten Maischestandzeit, anschließend wird der Wein im Edelstahl auf der Feinhefe ausgebaut.
Charakter & Verkostung
Schon die Farbe ist charaktervoll: ein intensives, leuchtendes Lachsrosa. Der 2022er wirkt damit etwas substanzreicher als die sehr blassen Provence-Stil-Rosés.
In der Nase zeigt sich der Cremisi fruchtig und ausgesprochen einladend. Frische Erdbeere und Himbeere stehen im Mittelpunkt, begleitet von einer feinen Kräuterwürze. Genau diese Kombination wurde auch bei der Falstaff-Verkostung des 2022ers hervorgehoben.
Am Gaumen ist der Wein saftig, lebendig und frisch. Die rote Beerenfrucht wird von einer belebenden Säure getragen. Interessant ist das Zusammenspiel aus fruchtiger Rundung und straffer Säure: Dadurch wirkt der Cremisi charmant und zugänglich, bleibt aber trocken und animierend. Das Feinhefelager gibt ihm etwas mehr Textur, ohne seine Leichtigkeit zu nehmen.
Das Finale ist saftig und fein salzig, mit Erdbeere, Himbeere und einem kleinen Kräuterakzent. Kein Rosé, der nur über Farbe und Frucht funktioniert, sondern ein eigenständiger Sangiovese-Rosato mit echter gastronomischer Qualität.
Falstaff bewertete den Jahrgang 2022 mit 91 Punkten.
Cremisi zeigt, dass Sangiovese auch als Rosé Charakter besitzen kann.
Il Colombaio di Santa Chiara arbeitet bei diesem Wein bewusst nicht mit einer aromatischen Rosé-Cuvée, sondern mit 100 % Sangiovese. Die kurze kalte Maischestandzeit reicht aus, um Farbe und feine Frucht zu gewinnen; anschließend bleibt der Wein im Edelstahl auf der Feinhefe, damit Frische und Sortentypizität erhalten bleiben.
Der Name „Cremisi“ – Karmesinrot – passt dabei wunderbar zum intensiven Farbton. Stilistisch steht der Wein zwischen klassischem toskanischem Sangiovese und modernem Rosato: rote Beeren statt exotischer Frucht, Kräuter statt Parfüm und Säure statt Süße.
Besonders schön ist seine gastronomische Seite. Das Weingut empfiehlt ihn ausdrücklich zu Gemüse- und Fleisch-Crudités, frischen Käsesorten und Salumi, leichten Pastagerichten sowie Fischsuppe.
Verkostungsnotiz
Der Meer & Vulkan 2025 zeigt sich in hellem Strohgelb mit klarer, animierender Aromatik. In der Nase verbinden sich Limette und Zitruszeste mit hellen Blüten, feinen Kräutern und zarten Mandelanklängen. Dahinter liegt eine sehr feine, kaum wahrnehmbare reduktive Note, die dem Wein zusätzliche Spannung verleiht, ohne seine Frische zu überdecken.
Am Gaumen wirkt die Cuvée ausgesprochen klar, präzise und leichtfüßig. Der Sauvignon Blanc bringt die steirische Würze, Zitrusfrische und aromatische Spannung ein, bleibt dabei aber bewusst zurückgenommen. Weißburgunder sorgt für Finesse, Körper und eine feine Cremigkeit, während der Müller-Thurgau einen dezenten aromatischen Akzent beisteuert. Die sechsmonatige Reife auf der Hefe gibt dem Wein zusätzliche innere Ruhe und Textur.
Besonders charakteristisch ist der saline Eindruck, der im Mittelteil des Gaumens hervortritt. Mit etwas Luft entwickelt der Wein einen feinen phenolischen Grip, der die zunächst sehr geschmeidige Textur strafft und für zusätzliche Spannung sorgt. Die 5,7 g/l Säure wirken bei lediglich 2 g/l Restsüße ausgesprochen frisch und präzise; der moderate Alkohol von 12 % vol. unterstreicht den trinkanimierenden Charakter.
Der Jahrgang 2025 steht dabei weniger für Opulenz als für Klarheit, Frische und Finesse. Die Kombination aus Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Müller-Thurgau funktioniert gerade deshalb so gut, weil keine Sorte versucht, den Wein zu dominieren. Der Sauvignon gibt die Richtung vor, die Burgundersorte bringt Balance und Substanz, der Müller-Thurgau ergänzt eine kleine aromatische Facette.
Im langen, sauberen Nachhall bleiben Zitrusfrische, feine Kräuterwürze und eine angenehm salzige Mineralität zurück. Ein Wein mit ausgesprochen hohem Trinkfluss, der seine Qualität nicht über Konzentration, sondern über Balance, Herkunftsausdruck und Präzision zeigt.
Die Geschichte des Weins
Meer & Vulkan ist eine besondere Gemeinschaftscuvée von Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister, die mit KTCN zwei Weinregionen und zwei eigenständige Winzerpersönlichkeiten zusammenführt. Katharina Tinnacher führt das Weingut Lackner-Tinnacher in Gamlitz in der Südsteiermark, Christoph Neumeister das Weingut Neumeister in Straden im Vulkanland. Beide arbeiten biologisch und stehen für präzise, handwerklich geprägte Weine.
Für Meer & Vulkan werden die Trauben je zur Hälfte aus der Südsteiermark und dem Vulkanland Steiermark zusammengeführt. Damit ist der Name Programm: Auf der einen Seite stehen die von marinen Sedimenten geprägten Böden der Südsteiermark, auf der anderen die vulkanisch geprägten Landschaften des südöstlichen Steiermarks. Die Region um Straden ist geologisch tatsächlich von einer außergewöhnlichen Mischung aus kalkhaltigen Meeressedimenten, Schottern sowie Basalt- und Tuffverwitterungsböden geprägt.
Das Klima verbindet alpine Frische mit südlichen Einflüssen. Die KTCN-Weine profitieren von kühlen, regenreichen Bedingungen und den warmen Luftströmungen aus dem Süden. Gerade diese Kombination ermöglicht eine langsame Reife und bewahrt gleichzeitig die charakteristische steirische Frische.
Der 2025er ist eine neue KTCN-Kreation und wurde in Anlehnung an die klassische steirische Cuvée-Idee entwickelt. Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Rund die Hälfte erhält eine sechsstündige Maischestandzeit, während die andere Hälfte als Ganztrauben gepresst wird. Anschließend vergärt der Wein spontan und reift sechs Monate auf der Hefe in Edelstahl, bevor die Grundweine zur finalen Cuvée assembliert werden. Vor der Füllung erfolgt lediglich eine leichte Filtration.
Das Ergebnis ist bewusst kein schwerer Prestigewein, sondern eine hochwertige, unkomplizierte und zugleich charaktervolle steirische Cuvée, die laut Projektidee vor allem Trinkfreude und gastronomische Vielseitigkeit verbinden soll.
Speisenempfehlung
Die Kombination aus Zitrusfrische, feiner Sauvignon-Würze, saliner Spannung und moderater Alkoholstruktur macht Meer & Vulkan zu einem ausgesprochen vielseitigen Speisenwein.
Sehr überzeugend ist er zu gebratenem Zander mit Fenchel, Zitronenbutter und Kräuteröl. Die Säure greift die Zitruskomponente des Gerichts auf, während die salzige Mineralität des Weins hervorragend mit dem Fisch harmoniert.
Auch zu Jakobsmuscheln mit Blumenkohl, gerösteten Mandeln und einer leichten Beurre blanc funktioniert die Cuvée hervorragend. Die feinen Mandelnoten des Weins finden hier eine direkte aromatische Brücke, während seine Frische verhindert, dass die Buttersauce zu schwer wirkt.
Eine besonders schöne vegetarische Kombination ist gegrillter grüner Spargel mit Kräutervinaigrette, gerösteten Haselnüssen und jungem Ziegenkäse. Die kräuterige Sauvignon-Komponente verbindet sich mit dem Spargel, die Säure sorgt für Spannung und der leicht phenolische Grip nimmt die Röstaromen auf.
Auch zur asiatischen Küche bietet sich der Wein an: etwa zu gedämpftem Wolfsbarsch mit Ingwer, Limette, Koriander und etwas Chili. Die Limettenaromatik des Weins und seine Frische greifen die Würze des Gerichts auf, ohne mit der Schärfe zu konkurrieren.
Für die österreichische Küche empfehle ich Backhendl mit Petersiliensalat und Kürbiskernöl. Die Frische des Weins schafft einen hervorragenden Kontrast zur knusprigen Panade und zum nussigen Öl.
Und tatsächlich funktioniert Meer & Vulkan auch als Aperitif: Seine 12 % vol., die trockene Stilistik und der lebhafte Trinkfluss machen ihn zu einem Wein, der problemlos mehrere Gläser lang Freude bereitet.
Sauvignon Blanc „Fumé“ 2024 JÜLG, Schweigen/Südliche Weinstraße – Pfalz
Herkunft & Einordnung
Der Sauvignon Blanc Fumé „Jean-Fritz“ stammt vom Weingut Jülg aus Schweigen-Rechtenbach, unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze. Der Name Jean-Fritz steht sinnbildlich für die deutsch-französische Identität des Weinguts und dessen grenzüberschreitende Weintradition. Der Wein ist als trockener Qualitätswein aus Sauvignon Blanc ausgebaut.
Terroir
Für den Fumé spielt der kalkgeprägte Untergrund eine wichtige Rolle. Die Böden rund um Schweigen reichen von Kalkstein und Kalkmergel bis zu Buntsandstein. Der Kalk verleiht dem Sauvignon Blanc eine straffe, steinige und mineralische Ausrichtung und sorgt dafür, dass die aromatische Rebsorte nicht zu breit oder vordergründig wirkt.
Jahrgang 2024
Der 2024er zeigt eine frische, präzise Stilistik mit guter Balance zwischen aromatischer Sauvignon-Blanc-Typizität und mineralischer Spannung. Angegeben sind 13 % vol. Alkohol. Die Quellen nennen je nach Abfüllungsinformation 3,2–4,5 g/l Restzucker und 6,1–7,7 g/l Säure; die aktuellen Händlerangaben sind damit nicht vollständig einheitlich.
Vinifikation & Ausbau
Die Sauvignon-Blanc-Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Die Vergärung erfolgt spontan. Anschließend reift der Wein sowohl im Edelstahltank als auch im Tonneau beziehungsweise großen Holz. Eine Schönung erfolgt laut den technischen Angaben nicht. Der Holzausbau bringt die namensgebende Fumé-Anmutung hervor, bleibt dabei jedoch in die Frucht und Mineralität eingebunden.
Verkostung
In der Nase präsentiert sich der Wein kühl und würzig. Feine Johannisbeere und Minze treffen auf zitrische Noten und eine dezente exotische Fruchtigkeit. Dazu kommen steinige, leicht rauchige und ätherische Nuancen, die den Fumé-Charakter prägen. Falstaff beschreibt zusätzlich rote Apfelnoten, Minze, Cumin und Langpfeffer sowie eine gekonnt eingebundene Holzwürze.
Am Gaumen
Geschmeidiger Auftakt mit feinem Schmelz, danach zunehmend straffer und säurefrischer. Die Zitrusfrucht wirkt präzise und wird von einer subtil exotischen Frucht begleitet. Mineralische, kalkig-steinige und leicht salzige Noten sorgen für Spannung und Länge. Der Wein besitzt mittlere bis mittelhohe Dichte und bleibt trotz des Holzeinsatzes frisch und animierend.
Aromatik
rote Johannisbeere
grüner Apfel
Zitrusfrucht
gelbe Kiwi
Minze
feine Kräuter
dezente exotische Frucht
Cumin und Langpfeffer
rauchige Holznoten
Feuerstein
kalkige Mineralität
salziger Nachhall
Auszeichnungen
Falstaff bewertete den 2024er Sauvignon Blanc Fumé „Jean-Fritz“ mit 92+ Punkten. Ulrich Sautter hob dabei besonders die gekonnte Holzwürze, den kräuterwürzigen Sortentyp, die geschmeidige Eröffnung und den anschließend säurefrischen, kernigen Aufbau hervor.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt durch Säure, Mineralität und Holzausbau aber auch eine gute strukturelle Basis für weitere Entwicklung. Empfehlenswert etwa bis 2029/2030, bei guter Lagerung möglicherweise darüber hinaus.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas unterstützt die Entfaltung der rauchigen, würzigen und mineralischen Komponenten. Nach dem Öffnen kann etwas Luft zusätzliche Tiefe freilegen.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
gebratenem Zander oder Saibling
Jakobsmuscheln
Garnelen und anderen Schalentieren
gegrilltem Fisch
Spargel
Ziegenkäse
mediterranem Gemüse
Kräuter-Risotto
asiatisch gewürzten Gerichten
Geflügel mit Kräutern
Sauvignon DOC Collio 2024
Oscar Sturm – Cormòns, Collio, Friaul
Der Sauvignon 2024 von Oscar Sturm stammt aus dem Collio rund um Cormòns, einem der bedeutendsten Weißweingebiete Italiens. Hier verbindet Sauvignon seine typische aromatische Intensität mit der kühlen Frische und mineralischen Spannung des Collio.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er in einem hellen, leuchtenden Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist präzise und animierend: Stachelbeere, Limette, grüner Apfel und Grapefruit treffen auf Holunderblüte, Brennnessel und frische Kräuter. Dazu kommen feine mineralische Nuancen. Am Gaumen präsentiert sich der Sauvignon trocken, frisch und ausgesprochen saftig. Die lebendige Säure verleiht ihm Spannung, während die klare Zitrus- und grüne Frucht für enormen Trinkfluss sorgt. Typisch Collio kommt eine feine salzige Mineralität hinzu. Im Vergleich zu einem rein fruchtbetonten Sauvignon wirkt der 2024er dadurch präziser und kühler, mit einer schönen Balance zwischen aromatischer Intensität und Eleganz. Das Finale ist frisch, mineralisch und würzig, mit Limette, Kräutern und einem langen, animierenden Nachhall. Ein klassischer Collio-Sauvignon: aromatisch und expressiv, aber gleichzeitig elegant, trocken und mineralisch.
Im Collio findet Sauvignon ideale Bedingungen für eine elegante Interpretation.
Die Weinberge rund um Cormòns liegen unmittelbar an der slowenischen Grenze. Die Region profitiert von warmen Tagen, während die Alpen und die Nähe zur Adria für kühle Nächte und gute Säureerhaltung sorgen.
Eine besondere Rolle spielen die Ponca-Böden, geschichtete Mergel- und Sandsteinformationen. Sie sind charakteristisch für den Collio und verleihen den Weißweinen häufig eine mineralische, salzige und würzige Dimension.
Sauvignon bringt hier seine charakteristische Aromatik besonders klar zum Ausdruck: Zitrusfrüchte, grüne Früchte, Kräuter und florale Noten. Gleichzeitig verhindert das kühle Klima, dass die Frucht zu schwer oder exotisch wirkt.
Der 2024er steht noch deutlich auf der frischen, jugendlichen Seite. Gerade deshalb zeigt er viel Zitrus, Kräuter und knackige Säure, während die mineralische Struktur bereits für Tiefe sorgt.
Perfekt zu
Spargel, Ziegenkäse, Vitello tonnato, Forelle, Saibling, Garnelen, Meeresfrüchten und Sushi.
Besonders schön zu Risotto mit grünem Spargel, Kräuterrisotto oder Gerichten mit frischen grünen Kräutern.
Serviertemperatur: etwa 9–11 °C.
Verkostungsnotiz:In der Nase findet man zart rauchig-würzige Aromen und Anklänge von weißer Tropenfrucht, Cassis und reifen Stachelbeeren. Der saftige, elegante Gaumen verbindet mineralische Noten mit eleganter Frucht, zeigt eine feine Säurestruktur, ist finessenreich und lange anhaltend. Ein vielschichtiger Parade-Sauvignon Blanc. Das Weinjahr 2021 begeistert durch vielschichtige, dichte Weine mit feiner Säure und harmonischem Trinkvergnügen.Weingut Lackner-Tinnacher - Gamlitz-Steinbach, SüdsteiermarkUrkundlich erwähnt wurde das Weingut bereits im Jahre 1787. Heute wird der Betrieb von Fritz, Wilma und deren Tochter Katharina Tinnacher bewirtschaftet.Die Weingärten, die zu 90% mit Weissweinrebsorten bestockt sind, umfassen einundzwanzig Hektar Steilhänge in den Lagen Eckberg, Flamberg und Steinbach. Weißburgunder, Muskateller, Welschriesling, Grauburgunder, Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc und Roter Traminer dominieren den Rebsortenspiegel, St. Laurent und Zweigelt machen die restlichen 10% aus.Qualitätsphilosophie:Niedrige Erträge, mehrmaliges Ausdünnen, Stahltank oder großes Holzfass statt Barrique, Jahrgangs- und Lagen-Charakteristik sind im Mittelpunkt.
Im Glas ein frisches und sommerliches Erscheinungsbild, der Duft nach Johannis- und Stachelbeeren macht Lust auf den ersten Schluck. Am Gaumen mittelkräftig, frisch und balanciert mit rebsortentypischer Würze und dezent rauchiger Mineralität. Bilderbuch-Sauvignon.
Verkostungsnotiz: 2023 Sauvignon Blanc "Kalk & Kreide" Südsteiermark DAC, Weingut Tement, Südsteiermark Mit dem „Kalk und Kreide“ von Tement erlebt man den österreichischen Sauvignon Blanc in seiner schönsten Form. Dieser Gebietswein bringt alle Vorzüge der südsteirischen Kalksteinböden zur Geltung und präsentiert sich kraftvoll und aromatisch. Ein Duftspektrum von Stachelbeeren, Holunder und Fenchel, untermalt von Heu und floralen Nuancen, steigt aus dem Glas. Am Gaumen zeigt er sich kristallklar, mit einer belebenden Frische und einer salzig-kreidigen Mineralität, die dem Wein eine unverwechselbare Spannung verleiht. Der intensive Abgang, geprägt von einer ätherischen Kräutrigkeit, rundet das Erlebnis ab. Ein herausragender Herkunftswein mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis – Jahr für Jahr eine Klasse für sich!
Verkostungsnotiz:Strahlendes, kräftiges Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase ausdruckstarkes, intensiv würziges Bukett nach weißer Nektarine, Apfel und Birne, von Hagebutten sowie feinen Zitrusnoten, begleitet von kräutrigen und erdigen Nuancen, von rosa Pfeffer, und zarter Paprika-Würze. Am Gaumen angenehme, weiße Fruchtanklänge, feine Cassisnoten und eine dezente Ingwerschärfe, rauchig-mineralisch, filigran und schwebend, dabei mit elegantem Säurebogen. Ein spannender, puristischer Sauvignon, mit einem belebenden, von Mineralik geprägten Abgang. Domaine Ciringa, Stajerska Slovenija, SlowenienDie Domaine Ciringa (slowenischer Begriff für Zieregg) gehört der bekannten südsteirischen Winzerfamilie Tement. In den letzten Jahren konnte das Familienweingut seine Top-Lage Zieregg auch im benachbarten Slowenien mit neuen Weingärten auspflanzen. Diese Top-Lage ist geprägt durch Muschelkalk- und Braunerdeböden, die sehr mineralische, einzigartige und langlebige Weine hervorbringen. Der "Fosilni Breg" zu Deutsch Fossilienberg wird seit 2009 vertrieben. Erkennungsmerkmal ist das auf dem Etikett abgebildete Fossil, das aus dem Weinberg Ciringa stammt.
Verkostungsnotiz: 2023 Sauvignon Blanc "Kalk & Kreide" Südsteiermark DAC, Weingut Tement, Südsteiermark Mit dem „Kalk und Kreide“ von Tement erlebt man den österreichischen Sauvignon Blanc in seiner schönsten Form. Dieser Gebietswein bringt alle Vorzüge der südsteirischen Kalksteinböden zur Geltung und präsentiert sich kraftvoll und aromatisch. Ein Duftspektrum von Stachelbeeren, Holunder und Fenchel, untermalt von Heu und floralen Nuancen, steigt aus dem Glas. Am Gaumen zeigt er sich kristallklar, mit einer belebenden Frische und einer salzig-kreidigen Mineralität, die dem Wein eine unverwechselbare Spannung verleiht. Der intensive Abgang, geprägt von einer ätherischen Kräutrigkeit, rundet das Erlebnis ab. Ein herausragender Herkunftswein mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis – Jahr für Jahr eine Klasse für sich!
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