Grüner Veltliner „Steiner Pfaffenberg“ Kremstal DAC 2024, QW, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück und wird heute von Martin Mittelbach und seiner Familie geführt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 25 Hektar Rebfläche in der Wachau und verbindet traditionelle Handarbeit mit einer klaren Herkunftsorientierung. Neben Riesling zählt Grüner Veltliner zu den wichtigsten Rebsorten des Hauses. Für die steilen Terrassenlagen ist Handarbeit ein wesentlicher Bestandteil des Weinbaus.Der „Steiner Pfaffenberg“ nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Die Riede liegt direkt an der Grenze zur Wachau, gehört weinrechtlich aber noch zum Weinbaugebiet Kremstal. Deshalb wird der Wein als Kremstal DAC und nicht als Wachauer Wein mit den dortigen Kategorien bezeichnet.
Lage & Terroir
Der Steiner Pfaffenberg ist eine steile, terrassierte Riede unmittelbar an der Wachauer Grenze. Die anspruchsvolle Bewirtschaftung erfolgt weitgehend von Hand. Die exponierte Terrassenlage sorgt für gute Sonneneinstrahlung und eine gleichmäßige Ausreifung der Trauben. Die Nähe zur Donau und die geologischen Voraussetzungen des westlichen Kremstals fördern zugleich Frische und mineralische Spannung. Gerade diese Verbindung von reifer Frucht, Würze und mineralischem Zug prägt den Charakter des Grünen Veltliners aus dieser Herkunft.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde trocken mit 12,5 % vol. Alkohol und 1,5 g/l Restzucker ausgebaut. Die Säure wird als lebendig und harmonisch beschrieben. Damit präsentiert sich der Wein schlank und frisch, besitzt aber dennoch genügend Substanz für einen mittelgewichtigen Auftritt am Gaumen.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden aus den steilen Terrassen des Steiner Pfaffenbergs gelesen und klassisch im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben Frucht, Würze und die frische Säurestruktur besonders klar erhalten. Die kleine Produktionsmenge von rund 1.000 Flaschen macht diese Abfüllung zu einer ausgesprochen limitierten Herkunftsselektion.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in strahlendem Goldgelb. Das Bouquet wird von animierenden gelben Früchten geprägt, ergänzt durch zarte Blütennoten und einen Hauch exotischer Frucht. Dazu kommt die typische würzige Seite des Grünen Veltliners, die sich im Verlauf zunehmend bemerkbar macht.
Am Gaumen
Trocken, mittelkräftig und mit schönem Zug. Die lebendige Säure wirkt harmonisch und hält die Frucht frisch. Gelbe Frucht verbindet sich mit einer feinen Würze, bevor im Finale das für Grünen Veltliner typische Pfefferl deutlicher hervortritt. Dazu kommt eine dezente mineralische Note, die dem Wein zusätzlichen Grip und Länge verleiht.Der Nachhall bleibt würzig, frisch und angenehm trocken.
Aromatik
gelber Apfel
Birne
gelbe Steinfrucht
zarte Blüten
feine exotische Frucht
weißer Pfeffer
dezente Kräuterwürze
steinige Mineralität
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2024 wurde mit 93 Punkten von Falstaff bewertet. Außerdem wird der Tegernseerhof mit vier Sternen geführt.
Reifepotenzial
Der 2024er ist bereits jung sehr zugänglich und auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet. Die Verbindung aus Säure, Mineralität und würziger Struktur ermöglicht dennoch eine gewisse Flaschenentwicklung. Als Lagerpotenzial wird etwa bis 2031 angegeben.Mit zunehmender Reife können sich die gelben Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Apfel- und Kernobstnoten entwickeln, während Würze und mineralische Komponenten an Tiefe gewinnen.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die Frische und das typische Veltliner-Pfefferl. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
Meeresfrüchten
Spargel
Gemüsegerichten
asiatischer Küche
Sushi
Reisgerichten
Geflügel
Schweinefleisch
leichten vegetarischen Gerichten
Auch als vielseitiger Tischwein funktioniert er ausgezeichnet. Für den Wein werden insbesondere Gemüse-, Reis- und Schweinegerichte empfohlen.
Grüner Veltliner Federspiel „Superin“ 2025, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein wird von Martin Mittelbach geführt und zählt zu den traditionsreichen Weingütern der Wachau. Das Weingut ist biologisch zertifiziert und bewirtschaftet zahlreiche renommierte Wachauer Rieden, darunter Superin, Loibenberg, Steinertal, Kellerberg und Höhereck. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling. Der „Superin“ ist als Federspiel eine charaktervolle Lagenabfüllung aus dem Dürnsteiner Raum. Die Vinea Wachau führt Superin ausdrücklich als Federspiel-Herkunft des Tegernseerhofs. Federspiel-Weine liegen in der Wachauer Klassifikation typischerweise bei 11,5 bis 12,5 % vol. und verbinden Herkunftsausdruck mit vergleichsweise schlanker, präziser Stilistik.
Lage & Terroir
Die Ried Superin liegt in der Ebene zwischen Dürnstein und Oberloiben. Als geologischer Untergrund werden Urgesteinsböden und Gföhler Gneis angegeben. Diese mineralisch geprägten Böden bilden eine gute Grundlage für die würzige, straffe und mineralische Stilistik des Grünen Veltliners. Die Herkunft zeigt sich weniger über üppige Frucht als über Würze, Struktur und einen kühlen mineralischen Zug. Gerade Pfefferwürze und Kräuteraromatik gehören zu den markanten Merkmalen des 2025ers.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 2,3 g/l Restzucker und 5,7 g/l Säure. Damit präsentiert sich der Wein trocken, frisch und mit genügend Substanz für die typische Federspiel-Stilistik. Für 2025 werden insgesamt gute Bedingungen beschrieben: Nach einem günstigen Austrieb und einer guten Blüte folgte ein zeitweise kühlerer Sommer mit ausreichend Niederschlag. Der Lesezeitpunkt spielte eine wichtige Rolle für die Balance von Frucht und Frische.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden von Hand in mehreren Durchgängen zum jeweils optimalen Reifezeitpunkt gelesen. Nach dem Rebeln und Pressen erfolgt die Vergärung im Edelstahltank. Der Ausbau im Stahl unterstützt die klare Frucht, die Würze und die präzise, frische Stilistik. Der Wein wird mit Schraubverschluss abgefüllt.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er zunächst würzig und kühl. Bergkräuter und typische Pfeffernoten verbinden sich mit reifem Kernobst, Zitrusfrucht und einer dezenten exotischen Komponente. Die Aromatik wirkt dabei klar und präzise, ohne schwer oder überladen zu sein. Falstaff beschreibt zusätzlich Wiesenkräuter, Honigmelone und einen Hauch gelben Apfels sowie dezente Tabaknuancen.
Am Gaumen
Saftig, elegant und strukturiert. Reifes Kernobst und gelbe Frucht treffen auf eine feine Extraktsüße, die dem Wein Substanz verleiht. Gleichzeitig sorgt die frische Säure für Spannung und einen klaren Trinkfluss. Die Pfeffer- und Kräuterwürze bleibt präsent und verbindet sich mit mineralischen Noten. Der Wein besitzt für ein Federspiel bemerkenswerte Komplexität und endet anhaltend mit gelbfruchtigen, würzigen und mineralischen Eindrücken.
Aromatik
weißer und gelber Pfeffer
Bergkräuter
Wiesenkräuter
reifer gelber Apfel
Birne
Honigmelone
Zitrusfrucht
dezente exotische Frucht
feine Tabaknuancen
mineralische Würze
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt beim Falstaff Tasting 2026 92–94 Punkte. Peter Moser bewertete den Wein am 24. April 2026 mit diesem vorläufigen Bereich und hob Saftigkeit, Eleganz, reifes Kernobst, feine Extraktsüße, Mineralität, Länge und Entwicklungspotenzial hervor. Auch Vinaria hebt die Qualität hervor und beschreibt den Wein als „Lagen Federspiel von hohem Niveau“, mit Pfefferwürze, Bergkräutern, reifem Kernobst, Zitrus und kerniger Säure.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt aber genügend Struktur für einige Jahre Flaschenentwicklung. Vinorama nennt ein Trinkfenster bis etwa 2030. Mit zunehmender Reife dürften die primären Fruchtnoten etwas zurücktreten und stärker würzige, kräuterige, mineralische und nussige Nuancen hervortreten.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Weißweinglas bringt die Pfefferwürze und die mineralische Tiefe besonders gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich; etwas Luft im Glas öffnet jedoch die Kräuter- und Kernobstaromatik.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
Meeresfrüchten
Muscheln und Krustentieren
Geflügel
Spargel
Gemüsegerichten
Pasta und Risotto
asiatischer Küche
leichten Wokgerichten
Auch zu klassischen österreichischen Gerichten mit Kräutern oder Wurzelgemüse bietet die pfeffrige Würze eine sehr gute Verbindung.
Grüner Veltliner „Smaragd Bergdistel“ 2023, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein zählt zu den traditionsreichen Familienweingütern der Wachau. Heute wird der Betrieb von Martin Mittelbach geführt. Die Weinberge liegen in den steilen Terrassenlagen rund um Dürnstein und Weißenkirchen; im Mittelpunkt stehen Grüner Veltliner und Riesling sowie eine konsequente Herausarbeitung der unterschiedlichen Wachauer Herkünfte. Der Betrieb arbeitet mit traditionellen, handwerklichen Methoden und verzichtet auf Herbizide und Pestizide. Die „Bergdistel“ nimmt innerhalb der Kollektion eine besondere Stellung ein. Für diesen Smaragd werden Trauben aus ausgewählten, charaktervollen Weinbergen rund um Dürnstein zusammengeführt. Der Name erinnert an Prof. Adolf Distelberger, der maßgeblich an der Restaurierung der Dürnsteiner Stiftskirche beteiligt war und dem Wein als Namensgeber Pate stand.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus ausgewählten Weinbergen rund um Dürnstein auf etwa 200 bis 400 Metern Seehöhe. Als geologischer Untergrund wird vor allem Gföhler Gneis beziehungsweise Urgestein angegeben. Die südöstliche Ausrichtung sorgt für gute Ausreifung, während die kargen Gesteinsböden dem Wein eine präzise, mineralische Struktur verleihen. Die Reben sind im Durchschnitt rund 50 Jahre alt. Gerade beim Grünen Veltliner ermöglicht dieses Terroir eine Verbindung von reifer Frucht und würziger Tiefe mit dem für die Wachau charakteristischen mineralischen Zug.
Jahrgang 2023
Der 2023er wurde trocken ausgebaut. Die technischen Angaben des Tegernseerhofs nennen rund 13 % vol. Alkohol, 2,5 g/l Restzucker und 4,9 g/l Gesamtsäure. Falstaff führt den Wein mit 13,5 % vol.; die veröffentlichten Händlerdaten bestätigen ebenfalls einen Alkoholgehalt um 13,5 %.
Vinifikation & Ausbau
Die gesunden und vollreifen Trauben werden selektiv von Hand gelesen, mehrfach durch den Weinberg gegangen und anschließend entrappt. Es folgt eine Maischestandzeit von etwa 12 bis 24 Stunden, bevor schonend gepresst wird. Die Gärung erfolgt kühl und spontan beziehungsweise mit weineigenen Hefen im Edelstahltank. Anschließend reift der Wein rund vier Monate im Edelstahl auf der Feinhefe. Der Ausbau im Edelstahl bewahrt die Klarheit der Frucht und lässt die Würze sowie die mineralische Herkunft unverfälscht hervortreten.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2023er ausgesprochen vielschichtig. Reife Mango und Ananas verbinden sich mit weißem Steinobst, einem Hauch Blütenhonig und einer feinen Orangennote. Dazu kommen zarte Kräuterwürze und eine leicht rauchige, mineralische Komponente. Mit etwas Luft gewinnt der Wein an Tiefe und zeigt stärker seine würzig-mineralische Seite.
Am Gaumen
Saftig, dicht und engmaschig. Reife Birne und weißes Steinobst bilden das fruchtige Zentrum, getragen von einer gut eingebundenen Säure. Die Textur wirkt geschmeidig und leicht cremig, ohne an Spannung zu verlieren. Im Finale treten Kräuterwürze und eine feine Salzigkeit hervor.Der Nachhall ist nachhaltig und präzise. Falstaff beschreibt den Wein als sehr gut haftend und vielseitig einsetzbar; Wine Enthusiast hebt zusätzlich Zitronenzeste, Ingwer, reifen Apfel und eine salzige Frische hervor.
Aromatik
Mango und Ananas
reife Birne
weißes Steinobst
Orange und Zitruszeste
Blütenhonig
reifer Apfel
feine Kräuterwürze
ein Hauch Ingwer
zarte Rauchigkeit
mineralisch-salzige Noten
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2023 sind mehrere belastbare Bewertungen dokumentiert:
92–94 Punkte Falstaff, Tasting vom 24.06.2024
94 Punkte A la Carte
90 Punkte Wine Enthusiast
Falstaff bewertet besonders die Kombination aus reifer Frucht, engem Mundgefühl, weißem Steinobst und Kräuterwürze.
Reifepotenzial
Der Tegernseerhof gibt für den 2023er ein Potenzial bis etwa 2032 an. Auch Händlerdaten sehen eine längere Entwicklungsmöglichkeit bis in die frühen 2030er-Jahre. Mit zunehmender Flaschenreife dürften sich Mango und exotische Frucht stärker in Richtung reifer gelber Frucht, Kräuter, Nussigkeit und ausgeprägter mineralischer Würze entwickeln.
Servieren
Ideal bei etwa 10–12 °C. Ein großzügiges Weißweinglas bringt die Frucht- und Würznoten besonders gut zur Geltung. Etwas Luft im Glas ist sinnvoll, da sich die mineralische und würzige Tiefe mit der Belüftung weiter öffnet.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Tafelspitz
gebackenem Geflügel
Entenkeule
Fisch mit kräftigeren Saucen
Meeresfrüchten
Kräuterrisotto
asiatischer Küche mit Ingwer und Zitronengras
Gemüsegerichten
gereiftem Comté
Auch zu klassischer österreichischer Küche zeigt der Wein seine besondere gastronomische Stärke.
Grüner Veltliner „Bergdistel“ Smaragd 2024, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine bis ins 12. Jahrhundert zurückreichende Geschichte zurück. Das Weingut befindet sich heute im Besitz der Familie Mittelbach und zählt zu den traditionsreichen Erzeugern der Wachau. Der Schwerpunkt liegt auf den klassischen Wachauer Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling. Der Betrieb ist mit dem Nachhaltigkeitssiegel „Sustainable Austria“ zertifiziert und führt die Weine auch vegan. Der Name „Bergdistel“ verweist auf Prof. Distelberger, den Stiftspfarrer von Dürnstein, unter dessen Aufsicht das Stift renoviert wurde. Der Überlieferung nach soll er dem Wein sehr zugetan gewesen sein.Als Smaragd steht der Wein für einen gehaltvollen, trocken ausgebauten Wachauer Grünen Veltliner mit ausgeprägter Reife und Substanz.
Lage & Terroir
Die Wachau ist geprägt von steilen Weinbergen, Urgesteinsformationen und kleinteiligen Terrassenlagen entlang der Donau. Für den Bergdistel werden Gföhler Gneis, Löss und sandige Bodenanteile angegeben. Diese Kombination schafft einerseits mineralische Spannung und andererseits genügend Wasserhaltevermögen für einen substanzreichen Veltliner. Im Wein zeigt sich das Terroir weniger über eine scharfkantige Steinigkeit als über Würze, dunklere Mineralität und eine kompakte, saftige Struktur.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt laut den verfügbaren Produktdaten 12,5 % vol. Alkohol, 1,2 g/l Restzucker und 4,5 g/l Säure. Damit präsentiert er sich trocken und ausgewogen, mit genügend Frische für einen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Der Ausbau erfolgt klassisch im Edelstahltank. Dadurch bleibt die sortentypische Frische erhalten und die Frucht kann klar und unverfälscht hervortreten. Der 2024er ist zudem mit Schraubverschluss ausgestattet.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein klar und würzig. Reifer Apfel und feine Kernobstaromen werden von zarter Minze und Melisse begleitet. Dazu kommen rauchige Nuancen, ein Hauch Ringlotte sowie eine markante tabakige Würze. Die Aromatik besitzt eine für Grünen Veltliner typische Würze, wirkt beim Bergdistel jedoch besonders dunkel und tiefgründig.
Am Gaumen
Saftig, stoffig und ausgesprochen harmonisch. Reifes Kernobst und Birne stehen im Mittelpunkt, begleitet von dunkler Würze und feiner Kräuteraromatik. Die Säure ist gut integriert und verleiht dem Wein Zug und Frische.Falstaff beschreibt den 2024er als komplex mit reifem Kernobst, frischem Säurebogen, salziger Spannung und einem Hauch Honigmelone im Abgang. Vinaria hebt zusätzlich die rauchige, tabakige und pfeffrige Würze, die homogene Struktur und den feinen Schmelz hervor.
Aromatik
reifer Apfel
Birne
Ringlotte
Kernobst
Honigmelone
Minze und Melisse
pfeffrige Veltlinerwürze
dezente Rauchnoten
Tabak
dunkle Mineralität
feine salzige Nuancen
Auszeichnungen
Der 2024er erhielt von Falstaff 91–93 Punkte im Tasting 2025. Peter Moser beschreibt ihn als komplex, saftig und leichtfüßig mit reifem Kernobst, salziger Spannung und langem, frischem Nachhall. Für den gleichen Jahrgang weist Vinorama derzeit noch keine zusätzliche Fachbewertung aus.
Reifepotenzial
Für den 2024er wird eine Trinkreife bis etwa 2031 angegeben; Vinorama nennt sogar ein Entwicklungspotenzial bis 2037. Die Kombination aus Substanz, Säure und mineralischer Struktur bietet damit deutlich mehr als nur kurzfristigen Trinkgenuss.Mit weiterer Flaschenreife dürfte sich die Frucht stärker in Richtung reifer gelber Apfel- und Birnenaromen entwickeln, während Kräuterwürze, Tabak und mineralische Komponenten an Tiefe gewinnen.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein mittelgroßes bis großes Weißweinglas bringt die würzige und mineralische Aromatik besonders gut zur Geltung. Etwas Luft im Glas fördert die Entfaltung der rauchigen und kräuterigen Nuancen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Backhendl
Kalbfleisch
gebratenem Schweinefleisch
kräftigem Süßwasserfisch
gebratenem Zander
asiatischer Küche
Gemüsegerichten
Spargel
Eiernockerln und herzhaften österreichischen Gerichten
Gerade die pfeffrige Würze und die saftige Struktur machen ihn auch zu einem ausgezeichneten Begleiter zu Gerichten mit Kräutern und leichter Schärfe.
Grüner Veltliner „Smaragd Loibenberg“ 2023, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein zählt zu den traditionsreichen Familienweingütern der Wachau. Die Familie bewirtschaftet rund um Dürnstein und Loiben charaktervolle Terrassenlagen und konzentriert sich auf die beiden Wachauer Leitlinien Riesling und Grüner Veltliner. Der Betrieb arbeitet heute biologisch und verbindet traditionelle Handarbeit mit präziser, klarer Kellerarbeit. Der Loibenberg gehört zu den großen und bekanntesten Rieden der Wachau. Der Grüner Veltliner wird als Smaragd ausgebaut und gehört damit zur höchsten Qualitätsstufe der Vinea Wachau. Die Bezeichnung Smaragd steht für trockene, kraftvolle Wachauer Weine mit hoher physiologischer Reife.
Lage & Terroir
Die Ried Loibenberg liegt bei Unterloiben unmittelbar bei Dürnstein an den steilen Hängen über der Donau. Der Standort ist von sandig-steinigen Böden über granitischem Gneis geprägt. Die Terrassenlagen reichen bis in höhere Hangbereiche und profitieren von der starken Sonneneinstrahlung der Wachau.Der karge, mineralische Untergrund trägt wesentlich zur würzigen und steinigen Ausprägung des Weines bei. Gleichzeitig sorgt das warme Kleinklima für reife Frucht und die für einen Smaragd erforderliche Konzentration.
Jahrgang 2023
Der 2023er wurde mit 13 % vol. Alkohol und rund 2 g/l Restzucker ausgebaut. Die Säure ist laut Verkostung gut eingebunden und hält die reife Frucht in Balance.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wurde im Stahltank ausgebaut und unter Schraubverschluss abgefüllt. Diese Ausbauweise erhält die sortentypische Frische und Präzision und lässt die würzig-mineralische Herkunft klar hervortreten.
Verkostung
Im Glas präsentiert sich der 2023er in mittlerem Goldgelb mit grünen Reflexen. Das Bukett verbindet feine Wiesenkräuter mit Guave, Kumquat und einem Hauch Papaya. Dazu treten weißes Kernobst sowie würzige und mineralische Noten.Typisch für den Grünen Veltliner vom Loibenberg ist dabei die Verbindung von reifer gelber Frucht und würziger Pikanz. Der Wein wirkt aromatisch dicht, ohne schwer oder breit zu werden.
Am Gaumen
Saftig und kompakt mit engmaschiger Struktur. Die Säure ist präzise eingebunden und sorgt für Frische, während weißes Steinobst und eine kräuterig-würzige Komponente den Mittelgaumen prägen. Im Finale treten Mineralität und ein leicht salziger Zug stärker hervor. Falstaff beschreibt den Wein als vielseitig einsetzbar und sieht weiteres Potenzial durch Flaschenreife.
Aromatik
Guave
Kumquat
Papaya
weißes Kernobst
weißes Steinobst
Wiesenkräuter
feine Würze
mineralische Noten
dezenter weißer Pfeffer
salzige Anklänge
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2023 erhielt bei Falstaff 92–94 Punkte. Die Verkostung von Peter Moser vom 24. Juni 2024 hebt besonders die feinen Kräuter, exotischen Fruchtnuancen, Würze, Mineralität, gut eingebundene Säure und saftige Struktur hervor.Bei Wine Enthusiast wurde der Wein mit 89 Punkten bewertet; dort werden weißer Apfel und weißer Pfeffer sowie eine saubere, ausgewogene Struktur hervorgehoben.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits gut zugänglich, besitzt aber weiteres Entwicklungspotenzial. Falstaff erwartet einen positiven Einfluss der Flaschenreife. Für einen Smaragd aus dem Loibenberg ist bei guter Lagerung eine Entwicklung über mehrere Jahre hinaus plausibel.Mit zunehmender Reife können sich die frischen Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Birne, gelber Frucht, Kräuterwürze und mineralisch-nussiger Nuancen entwickeln.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein etwas größeres Weißweinglas bringt die würzige, mineralische Aromatik besser zur Geltung. Eine kurze Belüftung vor dem Servieren ist empfehlenswert.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
gebratenem Zander oder Saibling
Forelle und anderem Süßwasserfisch
gebratenem Kalbfleisch
Geflügel
Kräuter-Risotto
cremiger Pasta
Spargel und Frühlingsgemüse
asiatisch gewürzten Fisch- und Gemüsegerichten
mildem Ziegenkäse
Grüner Veltliner Smaragd „Ried Schütt“ 2022, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Dürnstein gehört zu den traditionsreichen Weingütern der Wachau. Das Weingut liegt in Unterloiben und bewirtschaftet Weinberge in den renommierten Rieden rund um Dürnstein und Loiben. Der Schwerpunkt liegt auf den beiden Wachauer Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling.Die Bezeichnung „Smaragd“ steht in der traditionellen Wachauer Herkunftssystematik für die kraftvollsten und reifsten Weine. Seit der Einführung der DAC-Systematik wird der Wein als Wachau DAC Ried Schütt Smaragd geführt. Der Jahrgang 2022 wurde von Falstaff mit 95–97 Punkten bewertet.
Lage & Terroir
Die Ried Schütt liegt im Raum Dürnstein und zählt zu den renommierten Wachauer Lagen. Charakteristisch sind steinige, mineralisch geprägte Böden und die klimatische Kombination aus den warmen Einflüssen des Donautals und den kühleren Strömungen aus dem Waldviertel.Diese Bedingungen schaffen beim Grünen Veltliner eine Verbindung aus reifer Frucht, Würze, mineralischem Druck und lebendiger Säure. Gerade bei einem Smaragd entsteht daraus viel Substanz, ohne dass der Wein seine Wachauer Frische verliert.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde mit 13 % vol. Alkohol und nur 1,5 g/l Restzucker ausgebaut. Trotz der kraftvollen Smaragd-Kategorie bleibt der Alkohol damit moderat und unterstützt einen ausgewogenen, eleganten Stil.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wurde laut Falstaff über 12 Monate im Stahltank ausgebaut. Der Edelstahlausbau bewahrt die präzise Frucht und Frische und lässt die Herkunft sowie die würzig-mineralische Seite des Grünen Veltliners klar hervortreten.Für den 2022er wird außerdem eine Maischestandzeit von etwa 12 bis 24 Stunden angegeben. Der Ausbau bleibt bewusst frische- und herkunftsorientiert; der Wein wird mit Schraubverschluss abgefüllt.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in hellem Grüngelb mit silbrigen Reflexen. Die Nase eröffnet mit frischem gelbem Apfel und einem Hauch Golden Delicious. Dazu kommen feine tabakige und würzige Nuancen. Mit Luft entwickelt sich eine reifere Fruchtkomponente mit Anklängen an Mango und andere tropische Früchte sowie Marille.
Am Gaumen
Saftig, elegant und stoffig. Die gelbe Frucht besitzt eine angenehme Reife, wird aber von einer gut integrierten Säure getragen. Feiner Fruchtschmelz sorgt für Geschmeidigkeit, während das typische „Pfefferl“ des Grünen Veltliners würzige Spannung einbringt.Die Mineralität verleiht dem Wein zusätzlichen Zug und Klarheit. Im cremigen, langen Finale zeigen sich dezente Blütenhonignoten. Falstaff hebt besonders die gute Komplexität, Eleganz und die bereits zugängliche, stoffige Art hervor.
Aromatik
gelber Apfel
Golden Delicious
Marille
Mango
Ananas
Honigmelone
feine Tabaknoten
weißer Pfeffer
Blütenhonig
mineralische Würze
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 wurde von Falstaff im Tasting von Peter Moser am 10. Juli 2023 mit 95–97 Punkten bewertet. Die offizielle Verkostungsnotiz beschreibt ihn als saftig, komplex, elegant und bereits gut zugänglich. In der Falstaff-Jahresübersicht wird der Wein mit 96 Punkten geführt.Wine Enthusiast bewertete den 2022 Ried Dürnsteiner Schütt Smaragd mit 91 Punkten und hob Aprikose, Grapefruit und Mineralität sowie den strukturierten, langen Abgang hervor.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Grünen Veltliner dieser Kategorie ein sehr gutes Reifepotenzial. Die Kombination aus Fruchtreife, Säure, Mineralität und Extrakt bildet ein stabiles Gerüst. Bereits bei der Verkostung 2023 wurde ausdrücklich auf das Entwicklungspotenzial der Schütt hingewiesen.Bei weiterer Flaschenreife können sich die fruchtigen Noten zunehmend in Richtung reifer gelber Früchte, getrockneter Kräuter, Nuss, Honig und komplexerer mineralischer Würze entwickeln. Ein Trinkfenster bis etwa 2032–2035 erscheint bei guter Lagerung plausibel.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein großzügiges Weißwein- oder Burgunderglas unterstützt die komplexe Frucht- und Würzaromatik. Der Wein kann unmittelbar nach dem Öffnen serviert werden, profitiert aber von etwas Luft im Glas.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
gebratenem Fisch mit Kräutern
Meeresfrüchten
asiatisch gewürztem Fisch
Wiener Schnitzel
Kalbsgerichten
Zwiebelrostbraten
Erdäpfelgulasch
Geflügel mit kräftiger Sauce
Spargel mit gebräunter Butter
Auch die traditionelle österreichische Küche passt hervorragend zu diesem kraftvollen, dennoch eleganten Wachauer Veltliner. Als konkrete Empfehlungen werden unter anderem Zwiebelrostbraten, Erdäpfelgulasch und gebratener Fisch genannt.
Grüner Veltliner „Höhereck“ Smaragd 2021, QW, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Dürnstein gehört zu den traditionsreichen Familienweingütern der Wachau. Der Name erinnert an die historische Verbindung des heutigen Weinguts mit dem ehemaligen Lesehof des bayerischen Benediktinerklosters Tegernsee. Heute bewirtschaftet der Betrieb rund 25 Hektar Rebfläche rund um Dürnstein und Unterloiben, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Grüner Veltliner und Riesling. Der „Höhereck“ zählt zu den charakterprägenden Spitzenherkünften des Tegernseerhofs. Die Ried liegt unmittelbar bei Dürnstein und ist für die Familie eine besondere Grüner-Veltliner-Herkunft. Der 2021er wurde als Wachau DAC Ried Höhereck Smaragd gefüllt.
Lage & Terroir
Die Ried Höhereck liegt in steilen Terrassen auf etwa 207 bis 315 Metern Seehöhe mit südlicher bis südöstlicher Exposition. Die Parzelle des Tegernseerhofs gilt als besonders alte Anlage: Die Reben wurden bereits 1951 gepflanzt und stammen aus einer alten Massalselektion. Als geologisches Fundament wird Gneis genannt.Der karge, kristalline Untergrund erklärt die ausgeprägte mineralische Spannung des Weins. Gleichzeitig ermöglicht die südöstliche Ausrichtung eine gute Ausreife der Trauben. Die Lage verbindet dadurch reife gelbe Frucht mit straffer Würze, Steinigkeit und ausgeprägter innerer Spannung.
Jahrgang 2021
Der 2021er besitzt 13,5 % vol. Alkohol und etwa 4 g/l Restzucker. Falstaff beschreibt den Wein als straff und engmaschig mit feinem Säurebogen und salzigem Touch im Abgang.Die Wachauer Bezeichnung Smaragd steht für die gehaltvollste der traditionellen Qualitätseinstufungen der Wachau und signalisiert einen substanzreichen, trockenen Wein mit entsprechendem Reifepotenzial.
Vinifikation & Ausbau
Nach einer kurzen Maischestandzeit von etwa 6 bis 36 Stunden erfolgt die natürliche Vergärung im Stahltank. Anschließend reift der Wein 6 bis 9 Monate auf der Feinhefe im Edelstahl. Die Gärung kann sich über ein bis zwei Monate erstrecken; ein biologischer Säureabbau findet nur selten statt.Der Ausbau im Edelstahl bewahrt die Präzision der Frucht und lässt vor allem die mineralische und würzige Herkunftskomponente zum Ausdruck kommen.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2021er ausgesprochen mineralisch und zugleich feinfruchtig. Mango, frischer Apfel und gelbe Früchte stehen neben Mandarinenzeste und Blütenhonig. Die Aromatik wirkt reif und dicht, bleibt aber klar und frisch.Eine weitere Verkostungsnotiz nennt Ananas, Honigmelone, Marille und gelben Apfel. Dazu kommen intensive Feuerstein- und Felsnoten, die den mineralischen Charakter der Lage unterstreichen.
Am Gaumen
Saftig, straff und engmaschig. Die gelbe und exotische Frucht besitzt viel Schmelz, wird aber von einer präzisen Säure getragen. Typisch für den Grünen Veltliner tritt ein feines „Pfefferl“ hinzu, das Würze und Spannung erzeugt.Im weiteren Verlauf zeigt der Wein eine cremige Textur und eine ausgeprägte mineralische Tiefe. Der Abgang ist lang, leicht salzig und von feiner Fruchtsüße begleitet. Falstaff hebt gerade diese Verbindung von Straffheit, Säurebogen und salzigem Nachhall hervor.
Aromatik
Mango
Ananas
Honigmelone
Marille
gelber Apfel
Mandarinenzeste
weiße und gelbe Kernfrucht
Blütenhonig
weißer Pfeffer
Feuerstein und Felsmineralik
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2021 erhielt bei Falstaff von Peter Moser 93–95 Punkte. Die Verkostung vom 27. Juni 2022 beschreibt ihn als komplexen Speisenbegleiter mit feiner Säure, salzigem Finish und gutem Entwicklungspotenzial.Eine weitere Verkostung des Jahrgangs wird mit 96 Punkten angegeben und hebt gelben Apfel, weißen Pfeffer, orientalische Gewürze und die lange, vielschichtige Entwicklung am Gaumen hervor.
Reifepotenzial
Der Höhereck 2021 besitzt ausgezeichnete Voraussetzungen für weitere Flaschenreife. Die alte Rebanlage, der mineralische Gneis-Untergrund, die Säurestruktur und die dichte Textur sorgen für ein stabiles Gerüst. Bereits die zeitgenössischen Verkostungsnotizen bescheinigen dem Wein ein deutliches Entwicklungspotenzial.Mit zunehmender Reife dürfen sich die frischen Fruchtaromen stärker in Richtung kandierter Zitrusfrucht, reifer gelber Früchte, Kräuter, Nussigkeit und komplexer mineralischer Würze entwickeln.
Servieren
Optimal bei 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas bringt die mineralische Tiefe und die komplexe Frucht besser zur Geltung. Eine kurze Belüftung ist empfehlenswert, besonders bei einer Flasche, die unmittelbar nach dem Öffnen noch etwas verschlossen wirkt.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander
Saibling und Forelle
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Meeresfrüchten
Spargel
Kalbsfleisch
Geflügel mit hellen Saucen
asiatischer Küche
Wokgerichten mit moderater Schärfe
Wiener Schnitzel
klassischer österreichischer Küche
Die Kombination aus Frucht, Säure, Würze und salziger Mineralität macht den Wein besonders vielseitig bei kräftiger, aber nicht zu schwerer Küche.
Grüner Veltliner Smaragd Schütt 2023, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurück: Bereits 1176 wurde der Hof errichtet, nachdem das Benediktinerkloster Tegernsee im 12. Jahrhundert Besitz in der Wachau erhalten hatte. Heute wird das Weingut von der Familie Mittelbach geführt und konzentriert sich auf die großen Lagen rund um Dürnstein und Loiben. Der Tegernseerhof ist Mitglied der Vinea Wachau; „Smaragd“ bezeichnet dort die höchste der traditionellen Qualitätsstufen für trockene Wachauer Weine.
Lage & Terroir
Die Ried Schütt liegt bei Dürnstein und gehört zu den renommierten Wachauer Lagen des Tegernseerhofs. Die steilen Weinberge und das von Gestein geprägte Terroir schaffen die Grundlage für konzentrierte, mineralisch geprägte Weine. Die Lage profitiert zugleich vom warmen pannonischen Einfluss und den kühlenden Strömungen des Donautals. Für den Grünen Veltliner ist diese Kombination besonders interessant: Reife gelbe Frucht und Würze treffen auf eine feste mineralische Struktur und präzise Säure.
Jahrgang 2023
Der 2023er wurde mit 13 % vol. Alkohol und 1,5 g/l Restzucker ausgebaut. Damit präsentiert er sich klar trocken, mit guter Konzentration und dennoch ausreichender Frische. Falstaff beschreibt die Säurestruktur als facettenreich und reif, verbunden mit saftiger Frucht und deutlicher Extraktfülle.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wurde im Stahltank ausgebaut und mit Schraubverschluss abgefüllt. Der Ausbau bewahrt die Frische und Präzision des Grünen Veltliners und lässt die Herkunft sowie die typische Würzaromatik der Rebsorte klar hervortreten. Der Alkohol liegt bei 13 % vol.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2023er zunächst fein und elegant. Honigmelone und weißes Kernobst werden von zarten Gewürznoten begleitet. Dazu kommen feine tropische Anklänge und kandierte Orangenzesten. Das Bouquet wirkt reif und konzentriert, bleibt aber durch seine mineralische und würzige Grundierung präzise.
Am Gaumen
Saftig, elegant und substanzreich. Die Säure besitzt mehrere Facetten und hält die reife Frucht in Balance. Weißes Kernobst bildet den fruchtigen Mittelpunkt, während feine Würze und dezente exotische Noten zusätzliche Tiefe geben. Der Wein besitzt spürbare Extraktfülle und bleibt dadurch lange am Gaumen haften. Das Finale ist nachhaltig, fruchtig und mineralisch geprägt. Falstaff bescheinigt ihm ausdrücklich ein sicheres Reifepotenzial.
Aromatik
Honigmelone
weißer Apfel
weißes Kernobst
kandierte Orangenzeste
feine Tropenfrucht
zarte Gewürznoten
mineralische Anklänge
dezente Kräuterwürze
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2023 wurde von Falstaff mit 95–97 Punkten bewertet. Die Verkostung von Peter Moser fand am 24. Juni 2024 statt. Hervorgehoben werden die saftige Art, die elegante Struktur, die facettenreiche Säure, die reife Tropenfrucht und das sichere Reifepotenzial. In einer weiteren Händlerangabe wird der Wein mit 93 Punkten Falstaff geführt; da die offizielle Falstaff-Verkostungsseite für genau diese Abfüllung 95–97 Punkte ausweist, ist diese höhere Bewertung für die Katalogisierung vorzuziehen.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Grünen Veltliner dieser Kategorie ein sehr gutes Reifepotenzial. Die Kombination aus Säure, Extrakt, Fruchtkonzentration und mineralischer Struktur bietet genügend Substanz für eine längere Flaschenentwicklung. Falstaff spricht ausdrücklich von einem sicheren Reifepotenzial. Mit zunehmender Reife können sich die gelben und exotischen Fruchtnoten stärker in Richtung reifer Apfel, kandierte Zitrusfrucht, Kräuterwürze und nussig-mineralische Komponenten entwickeln.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas bringt die komplexe Frucht- und Würzaromatik besser zur Geltung. Bei einer jungen Flasche empfiehlt sich etwas Luft im Glas.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Kalbsgerichten
gebratenem Zander
Saibling und Forelle
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Meeresfrüchten
Spargel
asiatischer Küche
Gemüse mit Kräuter- und Gewürzkomponenten
Geflügel
kräftigen vegetarischen Gerichten
Durch seine trockene, saftige und extraktreiche Art eignet sich der Wein besonders gut als vielseitiger Speisenbegleiter.
Riesling Smaragd Kellerberg 2022, QW, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein gehört zu den traditionsreichen Weingütern der Wachau. Der Betrieb bewirtschaftet renommierte Rieden rund um Dürnstein und Unterloiben und konzentriert sich auf die klassischen Wachauer Sorten Grüner Veltliner und Riesling.Der Kellerberg zählt zu den herausragenden Herkünften der Wachau. Die steilen Terrassen oberhalb von Dürnstein bringen Weine mit hoher Konzentration, ausgeprägter Mineralität und großer Lagerfähigkeit hervor.
Lage & Terroir
Die Ried Kellerberg liegt süd- bis südostexponiert oberhalb von Dürnstein auf etwa 204 bis 340 Metern Seehöhe. Der Untergrund besteht aus Gföhler Gneis, einem sehr alten, kristallinen Gestein. Die steilen, wärmebegünstigten Terrassen profitieren gleichzeitig von der kühlenden Wirkung der Höhenlage und der Luftströmungen entlang der Donau. Diese Kombination aus Wärme, kühlen Nächten, Steillagen und kargem Gneis prägt die typische Kellerberg-Stilistik: hohe aromatische Konzentration trifft auf straffe Säure, Würze und eine ausgeprägte steinige Mineralität.
Jahrgang 2022
Der Jahrgang wurde mit 13 % vol. Alkohol und rund 6 g/l Restzucker ausgewiesen. Trotz der reifen Frucht besitzt der Wein eine ausgeprägte Frische und Spannung.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wurde über rund 12 Monate im Stahltank ausgebaut. Der Ausbau im Edelstahl bewahrt die präzise Rieslingfrucht und unterstützt die mineralische, geradlinige Stilistik der Kellerberg-Herkunft.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2022er zunächst ausgesprochen mineralisch und feinwürzig. Exotische Frucht, Mandarinenzeste und florale Anklänge verbinden sich mit feinen Pfirsichnoten. Dahinter steht eine deutlich steinige Komponente, die dem Wein Spannung und Tiefe verleiht. Falstaff beschreibt zusätzlich Limette im Abgang und einen salzigen Nachhall.
Am Gaumen
Komplex, stoffig und engmaschig. Die reife Pfirsichfrucht wird von einer finessenreichen Säure getragen. Der Wein besitzt viel Substanz, bleibt dabei aber präzise und fokussiert. Besonders charakteristisch ist die Verbindung von Frucht und Mineralität: Pfirsich und exotische Frucht werden von Limette, steinigen Noten und einer salzigen Komponente begleitet. Der Abgang ist lang, frisch und mineralisch. Falstaff beschreibt den Wein als bereits sehr zugänglich, mit beachtlicher Länge und salzigem Finale.
Aromatik
Pfirsich
exotische Früchte
Mandarinenzeste
Limette
gelbe Früchte
florale Nuancen
nasser Stein
Gneismineralität
feine Kräuterwürze
salzige Anklänge
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 wurde von Falstaff mit 96–98 Punkten bewertet. Peter Moser verkostete den Wein am 10. Juli 2023 und hob insbesondere die komplexe Frucht, die enge Struktur, die Finesse und die außergewöhnliche Länge hervor. Wine Enthusiast bewertete den Wein mit 93 Punkten. Hervorgehoben werden die elegante, straffe Struktur, Apfel- und Pfirsicharomen, Minze, Mineralität und Salbei sowie das konzentrierte Finale. Die Empfehlung lautet, den Wein ab 2025 zu trinken. Jancis Robinson bewertete den 2022er mit 17 Punkten und beschreibt ihn als rassig, steinig und zitrisch, mit einer zesty-bitteren Frische im Finale. Als Trinkfenster werden 2025–2030 angegeben.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt ein sehr gutes Reifepotenzial. Die Kombination aus Säure, Konzentration, Mineralität und Extrakt schafft ein stabiles Fundament für die Flaschenentwicklung. Die Einschätzungen der Verkoster reichen bis etwa 2030–2032. Mit zunehmender Reife dürfte die frische Pfirsich- und Zitrusaromatik stärker von mineralischen, kräuterigen und würzigen Rieslingnoten ergänzt werden.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein größeres Rieslingglas gibt dem Wein genügend Raum, um seine mineralische und fruchtige Komplexität zu entfalten. Bei jungem Servierzeitpunkt empfiehlt sich etwas Luft im Glas.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander
Saibling und Forelle
Steinbutt
Jakobsmuscheln
Meeresfrüchten
asiatischer Küche
Geflügel mit hellen Saucen
Kalbfleisch
Spargel
aromatischen vegetarischen Gerichten
gereiftem Ziegenkäse
VerkostungsnotizMittleres Grüngelb, silberfarbene Reflexe. In der Nase zarte Zitrusnoten, Marille und floral-kräuterwürzige Nuancen, daneben Spuren exotischer Früchte (Honigmelone, Ananas, Mango), von Akazienhonig, Pfeffer und hellem Tabak. Am Gaumen helles Kernobst und ein Hauch dunkler Beeren, saftig, dicht, elegant und nachhaltig, mit vielschichtiger, kraftvoller und engmaschiger Struktur und schönem Spiel, gut ausbalanciert. Langes Finale mit Biss. Gutes Entwicklungspotential.Weingut Georg Frischengruber, WachauDas Weingut Frischengruber liegt am rechten Donauufer im Herzen der Wachau - genauer gesagt in Rührsdorf. Der Grundstein für den Betrieb wurde vor 150 Jahren vom Urgroßvater Heinz gelegt, der damals 3 Hektar Reben kul-tivierte und am Goldberg 14 Terrassen anlegte. Seit 2011 wird das Weingut nun von Urenkel Georg in 4. Generation geführt. Nach Absolvierung der Weinbauschule Klosterneuburg und Praxisaufenthalten in Südafrika, der Pfalz sowie in Neuseeland werden durch ihn mittlerweile 13 Hektar Weingärten bewirtschaftet. Sie sind v.a. mit den Weißweinsorten Grüner Veltliner und Riesling bestockt. Abgerundet wird das Portfolio durch Weißburgunder (Pinot Blanc) und Gelben Muskateller.Die Weingärten von Frischengruber liegen in den Rieden Frauenweingärten, Goldberg, Kirnberg, Kellerweingärten, Kreuzberg, Pointen, Steiger und Zanzl. In der Ried Kreuzberg wird von Georg Frischengruber gemeinsam mit dem Bruder Heinz (Kellermeister der Domäne Wachau) „Omas Weingarten“- ein alter Bestand mit über 60 Jahre alten Grüner Veltliner-Reben - gepflegt.Alle Reben werden in klassischer Hochkultur gezogen. Durch selektive Handlese gelangt nur physiologisch reifes und gesundes Traubengut zur Verarbeitung. Zum Großteil werden die Weine spontan vergoren und lagern lange auf der Feinhefe. Die Weine der Einzellagen schlummern bis zum Spätsommer im Gebinde, wodurch diese zusätzlich an Eleganz, Komplexität und weiteren Nuancen zugewinnen.Die Ried Kreuzberg begeistert dabei mit einer besonders frischen und mineralischen Note, welche die Weine dieser Herkunft wirklich außergewöhnlich macht.Das Gut ist Mitglied der 1983 gegründeten Vereinigung "Vinea Wachau Nobilis Districtus”. Georg Frischengruber bietet mit seinen Steinfeder-, Federspiel- und Smaragdweinen aus den Rebsorten Grüner Veltiner und Riesling Erzeugnisse von hervorragender Qualität und räumt mit diesen regelmäßig höchste Bewertungen ab, so den Sieg beim Falstaff-Grüner Veltliner Federspiel-Cup 2014 und 2023.Die Weinberge des Guts befinden sich in Umstellung auf ökologischen Weinbau und werden mit dem Jahrgang 2023 bio-zertifiziert sein.
Grüner Veltliner „Smaragd Bergdistel“ 2022 – Magnum, QW, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Dürnstein-Unterloiben geht auf einen ehemaligen Lesehof des Benediktinerklosters Tegernsee zurück, der bereits im Mittelalter angelegt wurde. Heute wird das Weingut von Martin Mittelbach geführt. Die Familie Mittelbach bewirtschaftet den Betrieb bereits in sechster Generation und zählt mit ihren Weinen zu den etablierten Erzeugern der Wachau. Rund 90 % der Rebfläche sind mit Weißweinsorten bestockt, allen voran Grüner Veltliner und Riesling. Der „Bergdistel“ ist eine besondere Lagen-Selektion des Hauses. Der Name erinnert an Prof. Adolf Distelberger, der maßgeblich mit der Restaurierung der Dürnsteiner Stiftskirche verbunden war. Gleichzeitig verweist die namensgebende Bergdistel auf die kalkliebenden Pflanzen der Wachauer Weinberge. Die Trauben stammen aus ausgewählten Rieden rund um Dürnstein und Weißenkirchen.
Lage & Terroir
Die Trauben für den Bergdistel werden aus den besten, steilen Terrassenlagen rund um Dürnstein und Weißenkirchen selektiert. Der Untergrund besteht aus Gföhler Gneis und Urgestein. Die Weinberge liegen etwa zwischen 200 und 400 Metern Seehöhe und sind südöstlich ausgerichtet. Die Rebstöcke sind im Durchschnitt rund 50 Jahre alt. Das kristalline Gestein verleiht dem Wein eine präzise, steinige Mineralität. Gleichzeitig sorgt die warme südöstliche Exposition für reife Frucht und Substanz. Gerade diese Verbindung von reifer Veltliner-Frucht, Würze und mineralischer Klarheit prägt den Bergdistel.
Jahrgang 2022
Der Jahrgang wurde mit 13 % vol. Alkohol, 4,9 g/l Gesamtsäure und 2,5 g/l Restzucker ausgebaut. Trotz der für die Smaragd-Kategorie typischen Konzentration bleibt der Wein durch seine Säurestruktur klar und animierend.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden im Oktober 2022 mehrfach selektiv von Hand gelesen. Nach dem Entrappen erfolgte ein 12- bis 24-stündiger Maischekontakt, anschließend die schonende Pressung. Die Vergärung erfolgte kühl im Edelstahltank. Der weitere Ausbau dauerte rund vier Monate ebenfalls im Edelstahl.Der Edelstahlausbau erhält die klare Frucht und die präzise Mineralität des Weines. Holz spielt keine prägende Rolle; dadurch bleibt die sortentypische Veltliner-Würze ausgesprochen deutlich.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2022er ausgesprochen klar und vielschichtig. Frische Apfelfrucht und Limettenzesten stehen im Vordergrund, dazu kommen Wiesenkräuter und eine feine, für Grünen Veltliner typische Würze. Blütenhonig und ein mineralischer Eindruck von nassem Stein ergänzen das Bouquet.Weitere Verkostungsnotizen nennen Mango, Honigmelone, Grapefruit und Orangenzeste. Dadurch entsteht ein interessantes Spannungsfeld zwischen heller Zitrusfrische, reifer Frucht und kühler Mineralität.
Am Gaumen
Saftig, elegant und ausgesprochen ausgewogen. Reife Apfelfrucht und tropische Komponenten treffen auf einen feinen Fruchtschmelz. Die Säure ist eher sanft als aggressiv, bleibt aber ausreichend präsent und sorgt gemeinsam mit der Mineralität für Frische.Typisch für den Bergdistel ist die Kombination aus Würze, Schmelz und mineralischem Zug. Ein dezentes Pfefferl verleiht dem Wein den klassischen Grünen-Veltliner-Charakter. Der Abgang ist lang, fein mineralisch und von reifer Frucht geprägt.
Aromatik
grüner und reifer Apfel
Limettenzeste
Grapefruit
Mango
Honigmelone
Orangenzeste
Wiesenkräuter
Blütenhonig
feine Veltliner-Würze
dezentes weißes Pfefferl
nasser Stein und Urgestein
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 wurde von Falstaff im Rahmen der Verkostung vom 10. Juli 2023 mit 93–95 Punkten bewertet. Peter Moser hob besonders die frische Apfelfrucht, Limettenzesten, Wiesenkräuter, reife Frucht, Blütenhonig und die mineralische Länge hervor.Wine Enthusiast vergab 91 Punkte und beschrieb den Wein als elegant, ausgewogen und fokussiert, mit Passionsfrucht, Minze, lebendiger Säure und langem Nachhall.
Reifepotenzial
Das technische Datenblatt des Weinguts beziehungsweise des Vertriebs nennt ein Entwicklungspotenzial von 2024 bis 2032. Der Wein befindet sich damit in einer sehr guten Trinkphase, kann sich aber noch weiter entwickeln. Mit zunehmender Reife dürften sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer gelber Früchte, kandierter Zitrusnoten und Kräuterwürze verschieben, während die mineralische Struktur erhalten bleibt. Die Magnum unterstützt durch ihr größeres Flaschenvolumen eine langsamere Entwicklung und ist daher besonders interessant für die weitere Reifung.
Servieren
Optimal bei 9–11 °C. Ein größeres Weißweinglas bringt die Frucht- und Mineralaromatik besonders gut zur Geltung. Bei der Magnum ist eine kurze Belüftung sinnvoll, insbesondere wenn der Wein noch jung und verschlossen wirkt.
Speisenbegleitung
Hervorragend zu:
Wiener Schnitzel vom Kalb
Tafelspitz
Kalbsrücken
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Zander und Saibling
Krustentieren
Räucherfisch
Spargel
Gemüsegerichten
asiatisch gewürzten Speisen
Geflügel
feinen Innereien
Auch zu gehobener österreichischer Küche ist der Wein aufgrund seiner Würze, Säure und mineralischen Struktur ausgesprochen vielseitig.
Grüner Veltliner Smaragd „Schütt“ 2022, QW – Magnum, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine ungewöhnliche Geschichte zurück: Der Name geht auf einen ehemaligen Lesehof des bayerischen Benediktinerklosters Tegernsee zurück. Heute wird das rund 25 Hektar große Weingut bereits in fünfter Generation von der Familie Mittelbach geführt. Martin Mittelbach zeichnet für die Weine verantwortlich. Rund 90 % der Rebfläche sind mit weißen Rebsorten bepflanzt, vor allem Grüner Veltliner und Riesling. Das Weingut ist Mitglied der Traditionsweingüter Österreich und von Vinoveritas Austria. Der „Schütt“ gehört zu den renommierten Rieden des Tegernseerhofs und zählt zu den bedeutenden Spitzenherkünften rund um Dürnstein. Als Smaragd steht der Wein innerhalb der traditionellen Wachauer Bezeichnungen für die kräftigste und langlebigste Stilistik.
Lage & Terroir
Die Ried Schütt liegt bei Dürnstein und ist von einem warmen Kleinklima geprägt. Die Weinberge weisen sandige, steinige und tiefgründige Böden auf; als geologischer Untergrund wird Gföhler Gneis angegeben. Der leichte, steinige Boden besitzt nur begrenzte Wasserspeicherfähigkeit und fordert die Reben entsprechend. Diese Bedingungen fördern einen Veltliner mit ausgeprägter Würze, Mineralität und Konzentration. Die Lage verbindet dabei Wärme und Reife mit der für die Wachau typischen steinigen Frische.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde mit 13 % vol. Alkohol ausgebaut. Je nach Quelle werden 1,1 bis 3,6 g/l Restzucker angegeben; die Vinoterra-Angabe nennt 3,6 g/l Restzucker und 5 g/l Säure. Die Weinbeschreibung des Jahrgangs zeigt einen trockenen, kraftvollen, aber dennoch elegant wirkenden Smaragd.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv und in mehreren Durchgängen von Hand gelesen. Vor der Vergärung erhält das Lesegut eine 12- bis 24-stündige Maischestandzeit. Der Ausbau erfolgt ohne Holz im Stahltank, wodurch die klare Frucht und die mineralische Herkunft im Vordergrund bleiben. Falstaff dokumentiert für den 2022er eine zwölfmonatige Reife im Stahltank. Die lange Reife verleiht dem Veltliner zusätzliche Geschmeidigkeit und aromatische Tiefe, ohne die Frische der Sorte zu überdecken.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in hellem Gelbgrün mit silbrigen Reflexen. Das Bukett ist ausgesprochen vielschichtig: gelber Apfel und Golden Delicious treffen auf Marille, Mango, Ananas und Honigmelone. Dazu kommen feine Orangenzesten, mineralische Anklänge sowie dezente tabakige und würzige Nuancen.
Am Gaumen
Saftig und vollmundig, zugleich elegant und erstaunlich geschmeidig. Die reife Frucht wird von einer gut integrierten Säure getragen. Typisch würzige Veltlinernoten – das feine „Pfefferl“ – verbinden sich mit cremigem Fruchtschmelz und mineralischem Zug. Im langen Finale treten Blütenhonig, feine Würze und eine salzig-mineralische Komponente hervor. Der Wein besitzt eine schöne Verbindung aus Konzentration, Geradlinigkeit und Trinkfluss.
Aromatik
gelber Apfel
Golden Delicious
Marille
Mango
Ananas
Honigmelone
Orangenzeste
feine Kräuter- und Gewürznoten
weißer Pfeffer
Tabak
Blütenhonig
mineralisch-salzige Nuancen
Auszeichnungen
Der 2022er erhielt bei Falstaff 95–97 Punkte. Peter Moser beschrieb ihn beim Tasting vom 10. Juli 2023 als saftig, komplex und elegant, mit reifer Tropenfrucht, gut integrierter Säure und einem zugänglichen, stoffigen Charakter. Der Wine Enthusiast bewertete den Jahrgang mit 91 Punkten und hob Aprikose, Grapefruit und Mineralität, den strukturierten Abgang sowie die lebendige Länge hervor. Bei Robert Parker beziehungsweise Wine Advocate sind 89 Punkte dokumentiert.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt ein sehr gutes Reifepotenzial. Für die Magnum wird ein Trinkfenster bis etwa 2042 angegeben. Die Kombination aus Konzentration, Säure, Mineralität und der langen Reife im Stahltank bildet ein stabiles Fundament für eine längere Flaschenentwicklung. Mit zunehmender Reife können sich die tropischen und gelbfruchtigen Noten stärker in Richtung kandierter Zitrusfrucht, getrockneter Marille, Nuss, Würze und mineralisch-erdiger Nuancen entwickeln.
Servieren
Optimal bei 10–12 °C. Die Magnum eignet sich besonders gut für die Tafel und größere Runden. Ein geräumiges Weißweinglas unterstützt die komplexe Frucht- und Würzaromatik. Bei jungem Genuss kann etwas Luft die Aromatik zusätzlich öffnen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Zander und Steinbutt
Meeresfrüchten
Sushi
Thai-Gerichten
asiatischen Fischsalaten
gebratenem Kalbfleisch
Zwiebelrostbraten
Erdäpfelgulasch
cremiger Pasta
Geflügel mit würzigen Saucen
mildem bis mittelkräftigem Weichkäse
Auch die klassische österreichische Küche ist eine hervorragende Ergänzung zu diesem kräftigen Smaragd.
Grüner Veltliner „Smaragd Loibenberg“ 2022, QW – Magnum, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurück: Bereits 1176 wurde der heutige Lesehof vom Benediktinerkloster Tegernsee errichtet. Heute führt Martin Mittelbach den traditionsreichen Familienbetrieb. Die Familie Mittelbach bewirtschaftet die Weinberge seit mehreren Generationen; ein Schwerpunkt liegt auf Grüner Veltliner und Riesling aus den großen Rieden der Wachau. Zu den wichtigsten Herkünften gehören Loibenberg, Kellerberg, Steinertal, Schütt und Höhereck. Der Loibenberg zählt zu den markantesten und größten Einzellagen der östlichen Wachau. Der 2022er Grüner Veltliner wurde als Wachau DAC Smaragd abgefüllt und ist auch als 1,5-Liter-Magnum erhältlich.
Lage & Terroir
Der Loibenberg ist eine steile, überwiegend terrassierte Südlage bei Unterloiben. Die Riede erstreckt sich über große Höhenunterschiede und reicht bis knapp 400 Meter Seehöhe. Geologisch dominiert Gföhler Gneis, teilweise ergänzt durch Lössablagerungen. Die südliche Ausrichtung sorgt für hohe Sonneneinstrahlung, während die Höhenlage und nächtliche Kaltluft für wichtige Temperaturunterschiede sorgen. Für den Grünen Veltliner ergibt diese Verbindung aus Wärme, steinigem Untergrund und Löss ideale Bedingungen für reife Frucht bei gleichzeitig mineralischer Spannung und würziger Präzision.
Jahrgang 2022
Der Wein weist 13 % vol. Alkohol und 2 g/l Restzucker auf. Er ist trocken ausgebaut und verbindet die warme, reife Stilistik des östlichen Wachauer Klimas mit einer straffen Säurestruktur.
Vinifikation & Ausbau
Der 2022er wurde nach selektiver Handlese schonend verarbeitet und anschließend rund neun Monate im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die Frucht klar und präzise, während die lange Reifezeit für zusätzliche Geschmeidigkeit und Tiefe sorgt. Verschlossen ist die Magnum mit Schraubverschluss.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein rauchig und feinwürzig. Weißes Kernobst, vor allem Apfel, verbindet sich mit Kräutern, einem Hauch Mango und einer klaren mineralischen Komponente. Die Aromatik besitzt dabei weniger exotische Breite als vielmehr eine präzise, fokussierte Tiefe.
Am Gaumen
Straff, engmaschig und saftig. Die Frucht wirkt klar und reif, wird aber von einer gut integrierten Säure getragen. Typische Veltliner-Würze und ein feiner Pfefferton setzen Akzente. Im weiteren Verlauf kommen leichte exotische Fruchtnuancen hinzu, bevor der Wein in einen langen, zitronig-salzigen und mineralischen Nachhall übergeht.Die Magnum unterstützt dabei die langsame und harmonische Entwicklung des Weines und macht ihn besonders interessant für den gedeckten Tisch und größere Runden.
Aromatik
weißer Apfel
weißes Kernobst
Mango
feine Zitrusnoten
Kräuter
dezenter Pfeffer
Rauch
steinige Mineralität
salzige Anklänge
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 wurde von Falstaff im Tasting vom 10. Juli 2023 mit 93–95 Punkten bewertet. Peter Moser beschreibt einen rauchig-würzigen, straffen und engmaschigen Wein mit gut integrierter Säure, feinem Apfelton, Mango im Nachhall und zitronig-salziger Mineralität. Eine weitere Händlerbewertung führt den Jahrgang mit 94 Punkten bei James Suckling.
Reifepotenzial
Der Wein verfügt über ein sehr gutes Reifepotenzial. Die Verbindung aus trockenem Ausbau, Säure, Mineralität und der Konzentration eines Smaragds ermöglicht eine Entwicklung über viele Jahre. Für einen verwandten 2022er Tegernseerhof-Smargad wird ein Trinkfenster bis in die frühen 2040er angegeben; die konkrete Loibenberg-Abfüllung besitzt ebenfalls die strukturellen Voraussetzungen für eine längere Reife. Mit zunehmendem Alter dürfen sich Apfel und Zitrus stärker in Richtung reifer gelber Frucht, Kräuter, Honigwürze, Rauch und komplexer mineralischer Töne entwickeln.
Servieren
Ideal bei etwa 10–12 °C. Die Magnum eignet sich besonders gut für einen großen Tisch; ein geräumiges Weißweinglas bringt Frucht, Kräuterwürze und Mineralität am besten zur Geltung. Etwas Luft im Glas tut dem Wein gut.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Saibling und gebratenem Hecht
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Meeresfrüchten und Krustentieren
Spargel
Kalbfleisch
Geflügel
Wiener Schnitzel
Gemüsegerichten
asiatischer Küche mit moderater Schärfe
österreichischer Hausmannskost
Grüner Veltliner Smaragd „Schütt“ 2021 – Magnum, QW, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein zählt zu den traditionsreichen Weingütern der Wachau. Die Familie bewirtschaftet Weinberge rund um Dürnstein und Loiben und legt einen Schwerpunkt auf die beiden Wachauer Leitrebsorten Grüner Veltliner und Riesling. Die Riede Schütt gehört zu den bedeutenden Herkünften des Tegernseerhofs. Als Smaragd steht der Wein innerhalb der traditionellen Wachauer Klassifikation für einen trockenen, besonders substanzreichen Wein mit hoher Reife und entsprechendem Lagerpotenzial.
Lage & Terroir
Die Riede Schütt liegt im Bereich Dürnstein und ist von sandigen, steinigen und tiefgründigen Böden geprägt. Das tiefgründige Terroir ermöglicht eine gute Wasserversorgung und trägt zu kraftvollen, konzentrierten Weinen bei. Der Standort verbindet die für die Wachau charakteristische mineralische Prägung mit einem warmen, begünstigten Kleinklima. Die Schütt bringt dadurch Veltliner mit Substanz, Fruchtfülle und ausgeprägter innerer Spannung hervor.
Jahrgang 2021
Der 2021er wurde mit 13 % vol. Alkohol, 5 g/l Säure und 3,6 g/l Restzucker ausgebaut. Damit präsentiert er sich trocken und kraftvoll, besitzt aber ausreichend Säure für Frische und Balance.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben erhielten zunächst eine 12- bis 24-stündige Maischestandzeit. Anschließend erfolgte die spontane Gärung und der Ausbau im Edelstahltank. Dadurch bleibt die Frucht klar und präzise, während die lange Hefereife beziehungsweise der Ausbau die für die Smaragd-Kategorie erforderliche Substanz unterstützt.Der Wein wurde mit Schraubverschluss abgefüllt. Die Magnumflasche bietet durch das größere Flaschenvolumen besonders günstige Voraussetzungen für eine langsame, harmonische Reifung.
Verkostung
Im Glas leuchtendes Grüngelb mit silbrigen Reflexen. Das Bukett ist ausgesprochen offen und vielschichtig: Mango und Papaya verbinden sich mit Ananas, Honigmelone und reifer Marille. Dazu kommen gelber Apfel, frische Orangenzeste und eine feine Blütenhonignote.
Am Gaumen
Saftig, stoffig und engmaschig. Die reife Frucht besitzt viel Schmelz und wird von einer feinen Säure getragen. Typische Veltlinerwürze mit einem dezenten „Pfefferl“ ergänzt die gelbfruchtige Aromatik.Im weiteren Verlauf zeigt der Wein eine finessenreiche Struktur und zunehmend mineralische Spannung. Der Abgang wirkt cremig, lang und leicht salzig, begleitet von Zitrus und Blütenhonig. Falstaff beschreibt den Wein als mineralisch im Finish, fein salzig und mit sicherem Reifepotenzial.
Aromatik
Mango
Papaya
Ananas
Honigmelone
reife Marille
gelber Apfel
Orangenzeste
Blütenhonig
feine Veltlinerwürze
dezentes weißes Pfefferl
mineralische und salzige Nuancen
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2021 sind 94–96 Punkte Falstaff dokumentiert. Peter Moser verkostete den Wein am 27. Juni 2022 und hob insbesondere die stoffige Struktur, weiße Kernobstfrucht, Mineralität, feine Salzigkeit und das Reifepotenzial hervor.Eine weitere dokumentierte Verkostung führt den Wein mit 96 Punkten.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt ein sehr gutes Entwicklungspotenzial. Der Fachhandel nennt eine Trinkfähigkeit bis etwa 2035; Falstaff bestätigt ausdrücklich das sichere Reifepotenzial.In der weiteren Reife dürften sich die tropischen und gelbfruchtigen Aromen stärker mit Honig, Nuss, Kräuterwürze und komplexeren mineralischen Noten verbinden. Gerade die Magnum bietet hierfür hervorragende Voraussetzungen.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Aufgrund der Größe und Konzentration empfiehlt sich ein großzügiges Weißweinglas. Der Wein kann unmittelbar nach dem Öffnen serviert werden, profitiert aber von etwas Luft im Glas.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zwiebelrostbraten
gebratenem Kalbsfleisch
Wiener Schnitzel
gebratenem Zander
Saibling und Forelle
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Erdäpfelgulasch
Geflügel mit kräftiger Sauce
asiatischer Küche mit moderater Schärfe
würzigen Gemüsegerichten
Die Kombination mit Zwiebelrostbraten, Erdäpfelgulasch und gebratenem Fisch wird auch vom Fachhandel ausdrücklich empfohlen.
Grüner Veltliner Smaragd „Schütt“ 2019 – Magnum, Qualitätswein, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Dürnstein-Unterloiben zählt zu den traditionsreichen Weingütern der Wachau. Das Weingut wird heute von Martin Mittelbach geprägt und bewirtschaftet Weinberge rund um Dürnstein und Loiben. Der Schwerpunkt liegt auf Grüner Veltliner und Riesling. Die Ried Schütt gehört zu den charakterstarken Herkünften des Hauses. Der Begriff „Smaragd“ bezeichnet in der Wachau die höchste traditionelle Qualitätsstufe für trockene, kraftvolle Weine. Der 2019er Schütt wurde als Österreichischer Qualitätswein mit der Bezeichnung Smaragd aus 100 % Grüner Veltliner ausgebaut.
Lage & Terroir
Die Ried Schütt liegt westlich von Dürnstein beziehungsweise Unterloiben und bildet einen großen Schwemmkegel, der durch einen Gebirgsbach aus dem Seitental aufgeschüttet wurde. Die Reben wurzeln in tiefgründigem, sandigem und steinigem Material mit verwittertem Primärgestein beziehungsweise Gföhler Gneis. Die Weinberge liegen etwa 200 bis 250 Meter hoch und sind nach Süden ausgerichtet. Eine besondere Rolle spielen die kühlen Fallwinde aus der Menthal-Schlucht beziehungsweise vom Loibenberg. Sie sorgen vor allem nachts für deutliche Abkühlung und tragen dazu bei, dass der Veltliner trotz seiner Kraft eine ausgeprägte Frische und Spannung bewahrt.
Jahrgang 2019
Der 2019er wurde mit 13,5 % vol. Alkohol ausgebaut. Das technische Datenblatt nennt 3,7 g/l Säure und 5,5 g/l Restzucker; eine aktuellere Datenbankquelle weist geringfügig abweichende Analysewerte aus. Entscheidend für den Stil ist die Verbindung aus reifer Frucht, relativ moderatem Alkohol und prägnanter Mineralität.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden im Oktober 2019 selektiv von Hand in mehreren Durchgängen gelesen. Nur reife und gesunde Trauben kamen zur Verarbeitung. Nach einer Maischestandzeit von etwa 12 bis 24 Stunden wurden die Trauben abgebeert, gepresst und spontan vergoren. Die Gärung erfolgte kühl im Edelstahltank.Anschließend reifte der Wein fast ein halbes Jahr im Edelstahl. Der Ausbau verzichtet damit bewusst auf Holz und setzt ganz auf Frucht, Mineralität, Klarheit und die Struktur der Lage.
Verkostung
Im Duft zeigt der 2019er eine elegante Verbindung aus frischen Wiesenkräutern, gelber Frucht und mineralischen Komponenten. Reifer gelber Apfel trifft auf feine Marille und dezente weiße Tropenfrucht. Dazu kommen Anklänge von Mango und ein klarer steiniger, mineralischer Ton.Mit zunehmender Reife gewinnt die Aromatik an Tiefe. Die ursprüngliche Frucht verbindet sich zunehmend mit würzigen, steinigen und leicht phenolischen Nuancen.
Am Gaumen
Saftig, konzentriert und gleichzeitig erstaunlich präzise. Die gelbe Frucht wird von einer angenehmen Säure getragen und von einem feinen Fruchtschmelz begleitet. Typische Grüner-Veltliner-Würze mit einem dezenten Pfefferton ergänzt die Frucht.Besonders charakteristisch ist die Spannung zwischen cremiger Textur und mineralischem Zug. Der Wein wirkt kraftvoll, ohne schwer zu werden, und besitzt einen langen, anhaftenden Nachhall. Falstaff beschrieb ihn als ausgewogen und mit sehr guter Länge; Wine Enthusiast hob die konzentrierte, schlanke Cremigkeit, Zitrusfrische und pfeffrig-herzhafte Würze hervor.
Aromatik
reifer gelber Apfel
Marille
Mango
weiße Tropenfrucht
Zitrus
Wiesenkräuter
feine Pfefferwürze
mineralische Steinnoten
dezente salzige Nuancen
feiner Fruchtschmelz
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2019 wurde mehrfach sehr hoch bewertet:
95 Punkte Wine Enthusiast – Verkostung von Anne Krebiehl MW; Trinkfenster 2025–2040.
95 Punkte The Wine Advocate – Verkostung von Stephan Reinhardt; empfohlenes Trinkfenster 2021–2045.
93–95 Punkte Falstaff – Verkostung von Peter Moser am 27.07.2020.
Damit gehört der 2019er Schütt zu den sehr hoch bewerteten Weinen des Tegernseerhofs.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt ein ausgeprägtes Reifepotenzial. Das technische Datenblatt des Weinguts nannte ursprünglich 2020–2030, während die späteren Verkostungen von Wine Enthusiast und The Wine Advocate deutlich längere Entwicklungszeiträume bis 2040 beziehungsweise 2045 angeben. Im Jahr 2026 befindet sich der Wein damit in einer interessanten Entwicklungsphase. Die Frucht dürfte zunehmend von reifen, würzigen und mineralischen Aromen ergänzt werden, während die für die Ried Schütt typische Spannung erhalten bleiben kann. Die Magnum ist für eine langsame und harmonische Flaschenentwicklung besonders interessant.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Aufgrund der Größe und der Konzentration des Weines empfiehlt sich ein größeres Weißweinglas. Eine kurze Belüftung vor dem Servieren kann die mineralische und würzige Tiefe zusätzlich hervorheben.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander und anderen Süßwasserfischen
Saibling und Forelle
gebratenem Fisch mit Kräutern
Meeresfrüchten
Wiener Schnitzel
Kalbfleisch
Schweinefleisch
Zwiebelrostbraten
Erdäpfelgulasch
asiatisch gewürzten Gerichten
kräftigen vegetarischen Speisen
Die traditionelle österreichische Küche mit Kalb, Fisch und Erdäpfelgerichten passt besonders gut zur Kombination aus Frucht, Säure, Mineralität und feiner Pfefferwürze.
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