Welschriesling Steiermark 2025
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark
Einleitung
Der Welschriesling Steiermark 2025 von Krispel ist ein frischer, unkomplizierter Vertreter steirischer Weinkultur: hell in der Frucht, lebendig in der Säure und bewusst auf Trinkfreude ausgerichtet. Gelber Apfel, Zitrusfrucht und Wiesenblumen bestimmen den aromatischen Eindruck. Mit nur 11 % vol. bleibt der Wein leichtfüßig und eignet sich besonders für die unkomplizierte Küche, eine Jause oder den Aperitif.
Der Stil setzt nicht auf Kraft oder opulente Reife, sondern auf Klarheit und Erfrischung. Das macht diesen Welschriesling zu einem charakteristischen Regionswein, der seine Qualitäten gerade in seiner Geradlinigkeit zeigt.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Das Vulkanland Steiermark ist von einer abwechslungsreichen Geologie geprägt. Vulkanische Ablagerungen, Basalt und Tuff treffen in der Region auf kalkhaltige, sandige und schottrige Böden. Gemeinsam mit dem steirischen Klima schaffen sie Voraussetzungen für Weißweine, bei denen Frische und lebendige Säure eine zentrale Rolle spielen.
Krispels Welschriesling gehört zur Kategorie der Regionsweine. Der Ausbau im Edelstahltank erhält die klare Frucht und vermeidet dominante Holzaromen. Beim Jahrgang 2025 stehen daher die Sortentypizität und die unmittelbare Trinkfreude im Vordergrund: ein Wein für den jungen Genuss, der nicht lange dekantiert oder aufwendig begleitet werden muss.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Zartes Strohgelb mit grünen Reflexen. Klar und hell im Glas, mit einem frischen, jugendlichen Eindruck.
Nase: Roter und gelber Apfel stehen im Mittelpunkt, begleitet von feinen Zitrusnoten und dem zarten Duft von Wiesenblumen. Die Aromatik wirkt offen und unkompliziert, mit einer dezenten floralen Nuance, die dem Wein Leichtigkeit verleiht.
Gaumen: Schlank, saftig und geradlinig. Apfel und Limette prägen den Geschmack, während die lebendige, harmonisch eingebundene Säure für Frische sorgt. Der Wein setzt auf eine klare Frucht und einen leichten Körper statt auf Konzentration oder Schwere. Gerade diese unkomplizierte Art macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter für den Alltag.
Abgang: Frisch und sauber, mit Limette, Apfel und einem feinen floralen Nachhall. Die Säure hält den Wein lebendig, ohne dominant zu wirken.
Reife und Trinkfenster: Am besten jung und frisch zu genießen. Das Weingut gibt ein Lagerpotenzial bis 2031 an; seine fruchtige, leichte Stilistik dürfte in den ersten Jahren besonders gut zur Geltung kommen.
Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Welschriesling Steiermark 2025
Rebsorte
Welschriesling
Herkunft
Steiermark, Österreich
Kategorie
Regionswein / Qualitätswein
Alkohol
11,0 % vol.
Restzucker
3,3 g/l
Gesamtsäure
5,9 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Regional wechselnde kalkhaltige und kalkfreie Böden sowie sandige, schottrige und vulkanische Ablagerungen
Ausbau
2–6 Monate im Edelstahltank
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
6–8 °C
Lagerpotenzial
Bis 2031 laut Weingut
Speiseempfehlungen
Steirische Brettljause mit Wollschwein-Spezialitäten
Backhendl mit Erdäpfelsalat
Gebackene Garnelen
Gegrillte Forelle mit Zitrone
Sommersalat mit Kräutern und Radieschen
Gemüse-Frittata mit frischen Kräutern
Zucchini im Backteig
Schweinsnaturschnitzel mit Petersilienerdäpfeln
Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark, Österreich
1. Einleitung
Der Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023 vom Weingut Krispel zeigt die aromatische, frische Seite des südoststeirischen Sauvignon Blanc. Stachelbeere, Zitrusfrucht und grüne Kräuter prägen den Sortencharakter; dahinter stehen reife helle Frucht und eine würzige Note, die an die vielschichtige Landschaft des Vulkanlands erinnert.
Der Jahrgang 2023 steht für eine zugängliche, fruchtbetonte Stilistik mit lebendiger Frische. Die genaue Aromatik und Struktur können je nach Ausbau und Reifezustand variieren. Eine verlässlich bestätigte externe Punktebewertung für genau diesen Wein und Jahrgang kann ich derzeit nicht sicher angeben.
2. Die Geschichte dieses Weins – Sauvignon Blanc aus dem Vulkanland
Im Südosten der Steiermark prägen sanfte Hügel, erloschene Vulkane und ein abwechslungsreiches Mosaik aus Böden die Weinlandschaft. Rund um Straden finden sich vulkanische Gesteine wie Basalt und Tuff. Zusammen mit den warmen Tagen und den kühleren Nächten entstehen Bedingungen, die aromatische Reife und frische Säure miteinander verbinden.
Das Weingut Krispel in Hof bei Straden arbeitet mit dieser besonderen Herkunft und interpretiert den Sauvignon Blanc in einer zugänglichen, klaren Stilistik. Beim klassischen Vulkanland-Sauvignon steht die sortentypische Frucht im Mittelpunkt. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die Frische und die prägnanten Aromen, ohne sie durch Holznoten zu überlagern.
Der Jahrgang 2023 zeigt die Rebsorte mit gelber Stachelbeere, Johannisbeere und Grapefruit. Die vulkanisch geprägte Herkunft verleiht dem Wein eine würzige Kontur; die frische Säure sorgt für Spannung und einen animierenden Trinkfluss.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas präsentiert sich der Sauvignon Blanc in hellem Strohgelb mit grünen Reflexen. In der Nase dominieren frische Stachelbeeren und schwarze Johannisbeere, ergänzt von Grapefruitzeste, Limette und einem Hauch Mango. Dahinter zeigen sich feine grüne Paprika und eine kräuterige Note, die an Brennnessel und frisch geschnittene Wiesenkräuter erinnert.
Am Gaumen wirkt der Wein saftig und geradlinig. Die Stachelbeer- und Zitrusaromen setzen sich fort, dazu kommen knackiger Apfel und ein Hauch Maracuja. Die lebendige Säure verleiht ihm Frische, während der mittlere Körper genügend Substanz für einen vielseitigen Speisenbegleiter bietet. Eine feine Würze ergänzt die Frucht, ohne sie zu dominieren.
Der Abgang ist klar und angenehm anhaltend, mit Limette, Kräutern und einer dezenten mineralischen Note. Der Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023 setzt auf Sortentypizität und Trinkfreude statt auf übermäßige Konzentration. Gerade seine Verbindung aus prägnanter Frucht, frischer Säure und würziger Klarheit macht ihn zu einem überzeugenden Vertreter der südoststeirischen Stilistik.
Stil: Fruchtbetont, frisch, kräuterwürzig und lebendig Trinktemperatur: 8–10 °C Trinkempfehlung: Jung genießen, solange die Frucht und die frische Säure besonders prägnant sind.
4. Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Sauvignon Blanc Vulkanland Steiermark DAC 2023
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Vulkanland Steiermark, Österreich
Qualitätsstufe
Qualitätswein, DAC
Alkoholgehalt
12,5 % vol.
Restzucker
ca. 2,0 g/l
Gesamtsäure
ca. 6,2 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Vulkanische Ablagerungen, unter anderem Tuff und Basalt
Ausbau
Edelstahltank, rund 5 Monate laut Falstaff-Angabe
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Bewertung
91 Falstaff-Punkte
5. Speiseempfehlungen
Gegrillter Saibling mit Zitrone und Kräutern
Gebratene Garnelen mit Limette
Ziegenkäse-Tarte mit frischen Kräutern
Grüner Spargel mit Zitronen-Vinaigrette
Hähnchenbrust mit Estragon
Thai-Salat mit Limette und Koriander
Pasta mit Erbsen, Zitrone und Minze
Gebratener Fenchel mit Parmesan
Grauburgunder Vulkanland Steiermark DAC 2023
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark, Österreich
1. Einleitung
Der Grauburgunder Vulkanland Steiermark DAC 2023 vom Weingut Krispel verbindet gelbe Frucht, feine Würze und einen eleganten, leichtfüßigen Körper. Blütenhonig, Orangenzeste und saftige Birne prägen das Bukett; am Gaumen sorgen eine dezente Säure und ein zitronig-salziger Ausklang für Frische. Der Ausbau im großen Holzfass gibt dem Wein zusätzliche Textur, ohne seine zugängliche Art zu überlagern.
91 Falstaff-Punkte vergab Peter Moser 2024 für diesen Jahrgang. Die Verkostung beschreibt einen duftigen, gelbfruchtigen Grauburgunder mit Anklängen von Blütenhonig und Orange, dezenter Säure und einem frischen, salzigen Finale. Damit zeigt sich die Rebsorte hier weniger opulent als vielmehr ausgewogen und trinkfreudig.
2. Die Geschichte dieses Weins – Grauburgunder zwischen Vulkan und Kalk
Das Vulkanland Steiermark im Südosten Österreichs ist eine Landschaft mit markanten Hügeln, erloschenen Vulkanen und einer abwechslungsreichen Geologie. Vulkanische Gesteine wie Basalt und Tuff treffen auf Sedimente und kalkhaltige Böden. Diese Vielfalt prägt die Weine der Region: Neben reifer Frucht finden sich häufig würzige, erdige oder mineralische Akzente.
Das Weingut Krispel liegt in Hof bei Straden und zählt zu den etablierten Betrieben des Vulkanlands. Die Familie arbeitet mit regionaltypischen Rebsorten ebenso wie mit internationalen Klassikern. Der Grauburgunder profitiert von den warmen Tagen der Südoststeiermark, während kühlere Nächte die aromatische Frische unterstützen.
Der Jahrgang 2023 wurde laut Falstaff rund sechs Monate im großen Holzfass ausgebaut. Das Holz dient dabei vor allem der Abrundung und Strukturierung. So bleibt die Frucht im Vordergrund, während die Reifung dem Wein ein harmonisches Mundgefühl verleiht. Das Ergebnis ist ein vielseitiger Grauburgunder, der die gelbfruchtige Seite der Sorte mit einer frischen, salzigen Note verbindet.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Grauburgunder in hellem Messinggelb mit silbrigen Reflexen. Das Bukett wirkt fein und einladend: Gelbe Birne und reifer Apfel bilden den Auftakt, begleitet von Orangenzeste und einem zarten Hauch Blütenhonig. Eine dezente gelbe Fruchtfülle verleiht dem Duft Wärme, ohne ihn schwer erscheinen zu lassen.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein ausgewogen und geschmeidig. Reife Birne und ein Hauch Banane treffen auf frische Zitrusnoten. Die Säure bleibt zurückhaltend, gibt der Frucht aber genügend Kontur. Der mittlere Körper und die sanfte Textur machen den Grauburgunder zugänglich; zugleich sorgt die feine Würze für Charakter. Der Ausbau im großen Holzfass unterstützt die Harmonie, ohne dominante Röst- oder Vanillenoten in den Vordergrund zu stellen.
Das Finale überrascht mit einem zitronig-salzigen Akzent, der die gelbe Frucht auffrischt und den Wein angenehm ausklingen lässt. Der Grauburgunder Vulkanland Steiermark DAC 2023 ist kein schwerer, breit angelegter Vertreter seiner Sorte, sondern ein harmonischer Speisenbegleiter mit feiner Aromatik und klarer Stilistik. Seine Stärke liegt in der Balance zwischen reifer Frucht, dezenter Säure und frischem Nachhall.
Stil: Gelbfruchtig, geschmeidig, harmonisch und dezent würzig Trinktemperatur: 8–10 °C Trinkempfehlung: Jung genießen, gut gekühlt und gerne zu Speisen.
4. Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Grauburgunder Vulkanland Steiermark DAC 2023
Rebsorte
Grauburgunder
Herkunft
Vulkanland Steiermark, Österreich
Qualitätsstufe
Qualitätswein
Alkoholgehalt
12,5 % vol.
Restzucker
3,6 g/l
Gesamtsäure
Geschmacksrichtung
Trocken
Ausbau
6 Monate im großen Holzfass
Zertifizierung
Sustainable Austria
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Bewertung
91 Falstaff-Punkte
5. Speiseempfehlungen
Gebratener Zander mit Zitronenbutter
Forelle mit Mandelbutter
Gebratene Hähnchenbrust mit Kräutern
Kalbsschnitzel mit Petersilienkartoffeln
Risotto mit jungem Gemüse und Parmesan
Pasta mit Zitronenrahm und Salbei
Gebratene Kräuterseitlinge mit Polenta
Milder Bergkäse mit Birne und Walnüssen
Verkostungsnotiz
Der Meer & Vulkan 2025 zeigt sich in hellem Strohgelb mit klarer, animierender Aromatik. In der Nase verbinden sich Limette und Zitruszeste mit hellen Blüten, feinen Kräutern und zarten Mandelanklängen. Dahinter liegt eine sehr feine, kaum wahrnehmbare reduktive Note, die dem Wein zusätzliche Spannung verleiht, ohne seine Frische zu überdecken.
Am Gaumen wirkt die Cuvée ausgesprochen klar, präzise und leichtfüßig. Der Sauvignon Blanc bringt die steirische Würze, Zitrusfrische und aromatische Spannung ein, bleibt dabei aber bewusst zurückgenommen. Weißburgunder sorgt für Finesse, Körper und eine feine Cremigkeit, während der Müller-Thurgau einen dezenten aromatischen Akzent beisteuert. Die sechsmonatige Reife auf der Hefe gibt dem Wein zusätzliche innere Ruhe und Textur.
Besonders charakteristisch ist der saline Eindruck, der im Mittelteil des Gaumens hervortritt. Mit etwas Luft entwickelt der Wein einen feinen phenolischen Grip, der die zunächst sehr geschmeidige Textur strafft und für zusätzliche Spannung sorgt. Die 5,7 g/l Säure wirken bei lediglich 2 g/l Restsüße ausgesprochen frisch und präzise; der moderate Alkohol von 12 % vol. unterstreicht den trinkanimierenden Charakter.
Der Jahrgang 2025 steht dabei weniger für Opulenz als für Klarheit, Frische und Finesse. Die Kombination aus Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Müller-Thurgau funktioniert gerade deshalb so gut, weil keine Sorte versucht, den Wein zu dominieren. Der Sauvignon gibt die Richtung vor, die Burgundersorte bringt Balance und Substanz, der Müller-Thurgau ergänzt eine kleine aromatische Facette.
Im langen, sauberen Nachhall bleiben Zitrusfrische, feine Kräuterwürze und eine angenehm salzige Mineralität zurück. Ein Wein mit ausgesprochen hohem Trinkfluss, der seine Qualität nicht über Konzentration, sondern über Balance, Herkunftsausdruck und Präzision zeigt.
Die Geschichte des Weins
Meer & Vulkan ist eine besondere Gemeinschaftscuvée von Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister, die mit KTCN zwei Weinregionen und zwei eigenständige Winzerpersönlichkeiten zusammenführt. Katharina Tinnacher führt das Weingut Lackner-Tinnacher in Gamlitz in der Südsteiermark, Christoph Neumeister das Weingut Neumeister in Straden im Vulkanland. Beide arbeiten biologisch und stehen für präzise, handwerklich geprägte Weine.
Für Meer & Vulkan werden die Trauben je zur Hälfte aus der Südsteiermark und dem Vulkanland Steiermark zusammengeführt. Damit ist der Name Programm: Auf der einen Seite stehen die von marinen Sedimenten geprägten Böden der Südsteiermark, auf der anderen die vulkanisch geprägten Landschaften des südöstlichen Steiermarks. Die Region um Straden ist geologisch tatsächlich von einer außergewöhnlichen Mischung aus kalkhaltigen Meeressedimenten, Schottern sowie Basalt- und Tuffverwitterungsböden geprägt.
Das Klima verbindet alpine Frische mit südlichen Einflüssen. Die KTCN-Weine profitieren von kühlen, regenreichen Bedingungen und den warmen Luftströmungen aus dem Süden. Gerade diese Kombination ermöglicht eine langsame Reife und bewahrt gleichzeitig die charakteristische steirische Frische.
Der 2025er ist eine neue KTCN-Kreation und wurde in Anlehnung an die klassische steirische Cuvée-Idee entwickelt. Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Rund die Hälfte erhält eine sechsstündige Maischestandzeit, während die andere Hälfte als Ganztrauben gepresst wird. Anschließend vergärt der Wein spontan und reift sechs Monate auf der Hefe in Edelstahl, bevor die Grundweine zur finalen Cuvée assembliert werden. Vor der Füllung erfolgt lediglich eine leichte Filtration.
Das Ergebnis ist bewusst kein schwerer Prestigewein, sondern eine hochwertige, unkomplizierte und zugleich charaktervolle steirische Cuvée, die laut Projektidee vor allem Trinkfreude und gastronomische Vielseitigkeit verbinden soll.
Speisenempfehlung
Die Kombination aus Zitrusfrische, feiner Sauvignon-Würze, saliner Spannung und moderater Alkoholstruktur macht Meer & Vulkan zu einem ausgesprochen vielseitigen Speisenwein.
Sehr überzeugend ist er zu gebratenem Zander mit Fenchel, Zitronenbutter und Kräuteröl. Die Säure greift die Zitruskomponente des Gerichts auf, während die salzige Mineralität des Weins hervorragend mit dem Fisch harmoniert.
Auch zu Jakobsmuscheln mit Blumenkohl, gerösteten Mandeln und einer leichten Beurre blanc funktioniert die Cuvée hervorragend. Die feinen Mandelnoten des Weins finden hier eine direkte aromatische Brücke, während seine Frische verhindert, dass die Buttersauce zu schwer wirkt.
Eine besonders schöne vegetarische Kombination ist gegrillter grüner Spargel mit Kräutervinaigrette, gerösteten Haselnüssen und jungem Ziegenkäse. Die kräuterige Sauvignon-Komponente verbindet sich mit dem Spargel, die Säure sorgt für Spannung und der leicht phenolische Grip nimmt die Röstaromen auf.
Auch zur asiatischen Küche bietet sich der Wein an: etwa zu gedämpftem Wolfsbarsch mit Ingwer, Limette, Koriander und etwas Chili. Die Limettenaromatik des Weins und seine Frische greifen die Würze des Gerichts auf, ohne mit der Schärfe zu konkurrieren.
Für die österreichische Küche empfehle ich Backhendl mit Petersiliensalat und Kürbiskernöl. Die Frische des Weins schafft einen hervorragenden Kontrast zur knusprigen Panade und zum nussigen Öl.
Und tatsächlich funktioniert Meer & Vulkan auch als Aperitif: Seine 12 % vol., die trockene Stilistik und der lebhafte Trinkfluss machen ihn zu einem Wein, der problemlos mehrere Gläser lang Freude bereitet.
Verkostungsnotiz
Der Pinot BLOW 2024 ist ein ungewöhnlicher Weissburgunder, denn hinter dem bewusst unkomplizierten Namen steckt ein sehr sorgfältig gemachter, naturbelassener Biowein aus der Zusammenarbeit von Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister. Die Trauben stammen zu gleichen Teilen aus der Südsteiermark und dem Vulkanland Steiermark. Damit verbindet die Cuvée zwei unterschiedliche steirische Weinlandschaften und zugleich die Handschriften zweier eigenständig arbeitender Spitzenweingüter.
Im Duft zeigt sich der 2024er ausgesprochen frisch und animierend. Weingartenpfirsich, weißer Pfirsich und gelbe Birne bilden den fruchtigen Kern, dazu kommen feine Zitrusnoten und eine ausgesprochen interessante pflanzlich-würzige Seite. Minze, junge Kräuter und ein Hauch Hibiskus geben dem Wein einen ungewöhnlichen aromatischen Akzent. Die Frucht wirkt dabei nicht üppig oder exotisch, sondern saftig, kühl und präzise. Die von Vinorama beschriebene Verbindung aus Weingartenpfirsich, Minze und Hibiskus trifft den eigenständigen Charakter des Weins sehr gut.
Am Gaumen ist der Pinot BLOW saftig, geradlinig und ausgesprochen trinkanimierend. Die 2024er Ausführung besitzt eine pointierte Säurestruktur, die trotz der späten Lese für Frische sorgt. Gleichzeitig bringt der sechsmonatige Ausbau auf der Vollhefe und weitere sechs Monate auf der Feinhefe eine feine Rundung und etwas mehr Textur. Der Wein wirkt dadurch nicht dünn oder schlicht, sondern besitzt einen angenehm weichen, leicht cremigen Kern.
Typisch für Weissburgunder ist die Kombination aus gelber Frucht, dezenter Würze und eher geschmeidiger Textur. Beim Pinot BLOW wird diese Rebsortentypizität allerdings durch die steirische Herkunft deutlich aufgefrischt. Die mineralische Komponente und die Kräuterwürze verleihen ihm Spannung. Am Gaumen folgt auf Pfirsich und Birne eine feine Zitrusnote, dazu etwas nasser Stein und eine dezente salzige Anmutung.
Die beiden Herkünfte ergänzen sich dabei sehr gut. Die Südsteiermark steht für die kühlere, aromatische und frische Seite, während das Vulkanland Steiermark mit seinen steilen, luftigen Weinbergen eine eigenständige mineralische und würzige Komponente einbringt. Die Reben wachsen in steilen, kühlen Lagen, die von frischen Winden beeinflusst werden. Dadurch reifen die Trauben langsam und können trotz später Lese eine ausgeprägte Säure bewahren.
Auch die Vinifikation ist ungewöhnlich. Nach der Handlese bleiben die Trauben zunächst zwölf Stunden auf der Maische. Anschließend werden sie schonend gepresst und spontan vergoren. Der Wein verbringt sechs Monate auf der Vollhefe und anschließend sechs Monate auf der Feinhefe in den jeweiligen Kellern von Tinnacher und Neumeister, bevor die beiden Partien miteinander vermählt werden. Danach kommt der Wein naturbelassen und unfiltriert auf die Flasche; vor der Abfüllung erfolgt lediglich eine kleine Schwefelgabe.
Diese lange Hefelagerung erklärt die überraschend geschmeidige Textur des ansonsten sehr frischen Weins. Zugleich verhindert die fehlende Filtration, dass er zu glatt und standardisiert wirkt. Der Pinot BLOW bleibt lebendig, leichtfüßig und charaktervoll.
Die beiden Winzer verbinden mit der KTCN Collection bewusst zwei Persönlichkeiten und zwei Regionen. Katharina Tinnacher arbeitet in der Südsteiermark, Christoph Neumeister im Vulkanland. Beide setzen auf biologische Bewirtschaftung, sorgfältige Handarbeit und einen respektvollen Umgang mit den Böden. Die Weinberge werden seit 2013 zertifiziert biologisch bewirtschaftet.
Der Nachhall ist nicht auf maximale Länge ausgelegt, sondern auf Frische und Trinkfluss: Pfirsich, Kräuter, etwas Zitrus und eine zarte mineralische Note bleiben zurück. Gerade dadurch besitzt der Wein einen hohen „Noch-einen-Schluck“-Faktor.
Der Pinot BLOW ist damit kein klassischer, schwerer Burgunder, sondern ein moderner steirischer Weissburgunder: saftig, mineralisch, würzig, naturbelassen und ausgesprochen trinkfreudig.
Die Geschichte des Weins
Der Pinot BLOW gehört zur gemeinsamen KTCN Collection von Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister. Die Idee dahinter ist besonders reizvoll: Zwei eigenständige Weingüter, zwei Regionen und zwei Persönlichkeiten werden in einer gemeinsamen Weinlinie zusammengeführt. Katharina Tinnacher führt das Weingut Lackner-Tinnacher in der Südsteiermark, Christoph Neumeister das gleichnamige Weingut im Vulkanland Steiermark.
Für den Pinot BLOW werden die beiden Regionen bewusst miteinander verbunden. 50 % der Trauben stammen aus der Südsteiermark, 50 % aus dem Vulkanland Steiermark. Die Weinberge liegen in steilen, kühlen Lagen mit guter Luftzirkulation. Die langsame Reifeentwicklung ermöglicht aromatische und physiologisch reife Trauben bei gleichzeitig moderatem Zuckergehalt und pointierter Säure.
Die Böden werden für den Wein als Sand, Schotter und Kalk angegeben. Diese geologische Vielfalt passt zum Konzept des Weins: Er soll nicht die monumentale Interpretation einer einzelnen Ried darstellen, sondern die steirische Landschaft in einer lebendigen, unkomplizierten Form widerspiegeln.
Besonders spannend ist die Inspiration hinter dem Wein: Der Pinot BLOW soll geschmacklich an die Steiermark zu Beginn der 1980er-Jahre erinnern – allerdings mit den Möglichkeiten und dem Qualitätsverständnis eines modernen Naturweins. Die Winzer beschreiben ihn selbst als frisch, saftig, geradlinig, mineralisch und trinkanimierend.
Die biologische Bewirtschaftung ist dabei kein Marketingzusatz. Beide Weingüter setzen auf Handarbeit, organisch-biologische Bewirtschaftung und einen möglichst nachhaltigen Umgang mit den Böden. Bei der Ernte werden die Trauben ausschließlich von Hand in kleine Kisten gelesen; Ertragsreduktion und der optimale Lesezeitpunkt gehören ebenfalls zum Konzept.
Im Keller wird diese Philosophie konsequent fortgesetzt. Zwölf Stunden Maischekontakt, spontane Gärung, insgesamt zwölf Monate Hefelager und eine anschließende Cuvetierung ergeben einen Wein, der bewusst etwas außerhalb klassischer Weissburgunder-Konventionen steht. Die Abfüllung erfolgt unfiltriert und mit nur einer kleinen Schwefelgabe.
4. Speisenempfehlung
Der Pinot BLOW ist aufgrund seiner saftigen Frucht, frischen Säure und moderaten Struktur ein hervorragender gastronomischer Allrounder. Er sollte nicht mit zu schweren oder stark reduzierten Saucen überfordert werden. Besonders überzeugend ist er zu leichten Fischgerichten, Gemüse, Geflügel und moderat gewürzten asiatischen Speisen.
Besonders passende Gerichte
Saibling mit Gurke, Dill und Buttermilch – die Kräuterfrische des Weins verbindet sich wunderbar mit Dill und der leichten Säure der Buttermilch.
Zander mit Petersilienwurzel, Zitronenbutter und Kapern – Frische und mineralische Struktur schaffen einen schönen Kontrast zur Butter.
Jakobsmuscheln mit Fenchel, Apfel und Yuzu – Pfirsich- und Zitrusnoten des Weins greifen die Frucht und Säure des Gerichts auf.
Forelle mit Kräutern, jungen Erbsen und Zitronenöl – eine sehr stimmige Kombination zur grünen, frischen Aromatik.
Spargel mit neuen Kartoffeln, Kerbel und leichter Hollandaise – die Säure des Pinot BLOW hält die cremige Sauce lebendig.
Risotto mit grünem Spargel und Zitrone – die saftige Frische des Weins passt hervorragend zu Spargel und Zitruszesten.
Gebratene Kräuterseitlinge mit Petersilie und Polenta – die mineralisch-würzige Seite des Weins funktioniert sehr gut mit Pilzen.
Maispoularde mit Kräutern und Frühlingsgemüse – genügend Substanz für Geflügel, ohne dessen feine Aromatik zu überdecken.
Sommerrollen mit Garnelen, Kräutern und Limetten-Dip – besonders passend zu Minze, Zitrus und der lebendigen Säure.
Thai-Gemüsecurry mit Kokosmilch und Limette, mild gewürzt – die Frische des Weins bringt Spannung zur cremigen Kokosnote.
Sauvignon Blanc Straden DAC 2024 (bio)
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc Straden DAC 2024 von Krispel zeigt die zugängliche, frische Seite des steirischen Sauvignon Blanc: geprägt von lebendiger Säure, aromatischer Klarheit und einer würzigen, mineralischen Note. Statt allein auf exotische Frucht zu setzen, lebt dieser Stil vom Zusammenspiel aus grünen Kräutern, Zitrusfrucht und reifer heller Frucht – ein charaktervoller Herkunftswein, der seine steirische Prägung mit Trinkfluss verbindet.
Der Jahrgang 2024 steht im Zeichen der Frische und Präzision. Konkrete, belastbare Jahrgangsbewertungen für genau diese Abfüllung sollten allerdings nicht ohne eindeutige Zuordnung übernommen werden.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Hof bei Straden liegt im Vulkanland Steiermark, einer Weinlandschaft, deren Böden von vulkanischen Gesteinen und Sedimenten geprägt sind. Das Zusammenspiel aus warmen Tagen, kühleren Nächten und einer bewegten Geologie bietet dem Sauvignon Blanc gute Voraussetzungen, Frucht und aromatische Würze mit Frische zu verbinden.
Anders als ein streng selektionierter Riedenwein ist der Straden DAC als regional geprägter Wein zu verstehen: Er soll die Rebsorte und ihre Herkunft zugänglich vermitteln. Bei Krispel trifft die typische Sauvignon-Blanc-Aromatik auf den würzig-mineralischen Charakter des Vulkanlands. Die Bio-Kennzeichnung weist auf biologischen Weinbau hin; konkrete Angaben zu Ausbau, Gärung und Reifezeit sollten nur anhand des technischen Datenblatts für den Jahrgang 2024 ergänzt werden.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Gelbgrün mit silbrigen Reflexen. Die Farbe wirkt frisch und klar und kündigt einen aromatisch präzisen Weißwein an.
Nase: Stachelbeere und schwarze Johannisbeere bilden den fruchtigen Auftakt. Dazu kommen Grapefruitzeste, frische Ananas und ein Hauch Maracuja. Feine Kräuterwürze verleiht dem Bukett eine grüne, herkunftstypische Spannung, ohne die Frucht zu überdecken.
Gaumen: Am Beginn saftig und fruchtbetont, entwickelt der Sauvignon Blanc einen mittelkräftigen, stoffigen Körper. Weißer Apfel, Zitrusfrucht und tropische Anklänge werden von einer lebendigen, gut eingebundenen Säure getragen. Die Frucht bleibt klar, während eine würzige, leicht salzige Mineralität zunehmend in den Vordergrund tritt. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die Sortentypizität und lässt die aromatische Präzision im Mittelpunkt stehen.
Abgang: Würzig, zitrisch und mineralisch. Die Frucht klingt angenehm nach, begleitet von einer frischen, salzigen Note, die Lust auf den nächsten Schluck macht.
Reife und Trinkfenster: Der Wein ist bereits jung zugänglich und profitiert von seiner Frische. Laut Weingut besitzt er Lagerpotenzial bis 2035. Seine primärfruchtige Aromatik dürfte in den ersten Jahren besonders präsent sein; eine weitere Entwicklung ist bei guter Lagerung möglich.
Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Sauvignon Blanc Straden DAC 2024 BIO
Rebsorte
100 % Sauvignon Blanc
Herkunft
Straden, Vulkanland Steiermark DAC, Österreich
Herkunftstyp
Ortswein
Anbau
Biologisch
Boden
Vulkanische Ablagerungen, Tuff und Basalt; regional auch kalkhaltige, sandige und tonige Böden
Gärung
Spontangärung laut VINUS-Produktangaben
Ausbau
8 Monate im Edelstahltank laut Weingut
Alkohol
13,0 % vol.
Restzucker
3,4 g/l
Gesamtsäure
6,0 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l; auch als Magnum erhältlich
Trinktemperatur
8–10 °C
Lagerpotenzial
Bis 2035 laut Weingut
Falstaff-Bewertung
92 Punkte, Verkostung 2025
Speiseempfehlungen
Gegrillter Seeteufel mit Limette
Wolfsbarsch mit Kräutern und Zitrone
Asiatischer Nudel-Wok mit Gemüse
Huhn mit Zitronengras und Ingwer
Ziegenkäse mit Kräutersalat
Spinatknödel mit brauner Butter
Gefülltes Naan-Brot mit würzigem Gemüse
Rote Wollschweinsalami mit frischem Bauernbrot
Morillon Ried Eckberg 2025 – Lackner-Tinnacher
Bio-Wein · Südsteiermark · Österreich · 0,75 l
Der Morillon Ried Eckberg 2025 von Lackner-Tinnacher ist ein eleganter, herkunftsgeprägter Weißwein aus der Südsteiermark. Saftige Birnen- und Steinobstaromen verbinden sich mit feinen Walnussnoten, kühler Mineralität und einer geschmeidigen Textur. Am Gaumen zeigt er sich dicht und lebendig zugleich: reife Säure und feiner Schmelz sorgen für Balance, während die lange Reife im großen Holzfass dem Wein Tiefe und Ruhe verleiht
Verkostungsnotiz
Im Glas präsentiert sich der Morillon in hellem Strohgelb. Das Bukett wirkt fein und zurückhaltend, mit reifer Birne, gelbem Steinobst und einem Hauch Walnuss. Dazu kommen kühle, steinige Noten, die den Herkunftscharakter der Ried Eckberg unterstreichen.
Am Gaumen zeigt sich der Wein saftig und konzentriert. Die Frucht wird von einer reifen, gut integrierten Säure getragen; feiner Schmelz und eine zarte Gerbstoffstruktur verleihen ihm Substanz. Der Ausbau im großen Holzfass unterstützt die Textur, ohne die klare Frucht zu überdecken. Der Abgang ist ausgewogen, mineralisch und angenehm anhaltend.
Morillon ist in Österreich die traditionelle Bezeichnung für Chardonnay. Dieser Wein steht weniger für opulente Holznoten als für Eleganz, Tiefe und einen präzisen Ausdruck seiner Lage.
Die Geschichte des Weins
Das Weingut Lackner-Tinnacher in Gamlitz blickt auf eine Weinbautradition zurück, die bis ins Jahr 1770 reicht. Heute führt Katharina Tinnacher den Familienbetrieb und legt den Schwerpunkt auf biologischen Weinbau sowie Weine, die ihre Herkunft möglichst präzise widerspiegeln.
Die Ried Eckberg liegt auf etwa 450 Metern Seehöhe. Kalkmergel prägt den Boden und verleiht den Burgundersorten des Weinguts ihre charakteristische Saftigkeit und Struktur. Die nach Osten ausgerichtete Lage erhält bereits am Morgen Sonne, was die Reifung und das Abtrocknen der Trauben begünstigt.
Die Trauben werden sorgfältig von Hand gelesen und schonend als ganze Trauben gepresst. Nach der Gärung reift der Wein im großen Holzfass, wodurch er an Textur und Tiefe gewinnt, während seine Frische erhalten bleibt.
Speisenempfehlung
Die Verbindung aus reifer Frucht, feinem Schmelz und mineralischer Frische macht diesen Morillon zu einem vielseitigen Essensbegleiter.
Fisch: gebratener Zander, Saibling oder Steinbutt mit Kräutern
Geflügel: gebratenes Huhn oder Kalbfleisch mit heller Sauce
Meeresfrüchte: gebratene Garnelen oder Jakobsmuscheln
Vegetarisch: Pilzrisotto, geschmortes Herbstgemüse oder cremige Pasta
Österreichische Küche: gekochter Tafelspitz mit Schnittlauchsauce
Trinkempfehlung: bis 2030. Laut Weingut ist der Jahrgang für den Zeitraum 2026 bis 2030 vorgesehen. Er dürfte in dieser Phase seine Frucht, Textur und mineralische Prägung besonders ausgewogen zeigen.
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ Südsteiermark DAC 2024 (bio)
TEMENT · Ehrenhausen – Südsteiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2024 von Tement ist eine präzise Visitenkarte der Südsteiermark: frisch, kräuterwürzig und mineralisch, mit gelber Frucht und einer animierenden Säurestruktur. Reife Stachelbeere, Guave und Zitrus treffen auf feine Kräuternoten und einen Hauch Orange. Der Wein wirkt elegant und ausgewogen, ohne an Spannung zu verlieren.
93 Punkte von Falstaff bestätigen die Qualität des Jahrgangs. Anders als die großen Einzellagenweine des Hauses zielt „Kalk & Kreide“ auf die Verbindung vieler Parzellen und damit auf einen zugänglichen, vielseitigen Ausdruck der südsteirischen Herkunft. Der Name verweist auf die kalkgeprägten Böden, die dem Wein seine kreidige Würze und klare Kontur verleihen.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Die Südsteiermark ist eine Landschaft der Hügel, steilen Weingärten und vielfältigen Böden. Kalkstein und Muschelkalk prägen viele Weinberge und bilden einen wichtigen Teil der geologischen Grundlage für Tements Sauvignon Blanc. Das Zusammenspiel aus kühlen Nächten, gemäßigten Temperaturen und einer langen Vegetationsperiode begünstigt aromatische Frische und eine lebendige Säure.
„Kalk & Kreide“ vereint Trauben aus zahlreichen Sauvignon-Blanc-Parzellen. Der Ausbau kombiniert Edelstahltank und großes Holzfass: Der Edelstahl bewahrt Frucht und Frische, während das große Holz die Textur abrundet, ohne den Wein vordergründig nach Holz schmecken zu lassen. Tement arbeitet biologisch-dynamisch; der Wein ist entsprechend als Bio-Wein ausgewiesen. Der Jahrgang 2024 präsentiert sich in der Verkostung mit gelber Tropenfrucht, reifer Stachelbeere, Kräuterwürze und mineralischen Akzenten. Die ausgewogene Säure verleiht ihm Frische, während die feine Textur für mehr Tiefe sorgt als bei einem rein fruchtbetonten Sauvignon Blanc.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Grüngelb mit silbrigen Reflexen. Klar und leuchtend, mit jugendlicher Frische.
Nase: Reife Stachelbeere und Guave bilden den Auftakt, begleitet von gelber Tropenfrucht und einem Hauch schwarzer Johannisbeere. Dazu kommen Orangenzeste, Holunderblüte und frische Kräuter. Mit etwas Luft zeigt sich eine dezente rauchige Note, die dem Duft zusätzliche Tiefe verleiht. Die Aromatik bleibt präzise und ausgewogen, ohne ins Exotische oder Parfümierte abzudriften.
Gaumen: Saftig, elegant und geradlinig. Gelbe Frucht und weißer Apfel verbinden sich mit Zitrusnoten und einer fein dosierten Kräuterwürze. Die Säure ist lebendig, aber harmonisch eingebunden; eine zarte Herbe verleiht dem Wein Kontur. Die kalkig-kreidige Anmutung zeigt sich vor allem in der straffen Struktur und im trockenen, mineralisch wirkenden Verlauf. Der Ausbau im Edelstahl und großen Holzfass sorgt für eine feine Textur, ohne die Frische zu überdecken.
Abgang: Zitrisch und würzig, mit weißer Tropenfrucht, einem Hauch Orange und einem klaren Zitronennachhall. Der Wein endet frisch und animierend, mit genügend Struktur, um ihn nicht nur als Aperitif, sondern auch als vielseitigen Essensbegleiter zu empfehlen.
Reife und Trinkfenster: Der 2024er ist bereits gut zugänglich und zeigt seine Frucht und Frische am besten in seiner Jugend. Für den unkomplizierten Genuss empfiehlt sich der Zeitraum bis etwa 2029/2030. Eine längere Lagerung ist möglich, dürfte aber weniger im Vordergrund stehen als der frühe Genuss.
Technische Daten
Weingut
Tement
Wein
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2024
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Südsteiermark DAC, Österreich
Weinkategorie
Gebietswein
Anbau
Biologisch-dynamisch, respekt-BIODYN
Boden
Kalkstein und Muschelkalk
Gärung
Spontangärung laut Weinguts- und Händlerangaben
Ausbau
Edelstahl und großes Holzfass; rund sechs Monate auf der Hefe
Alkohol
12,5 % vol.
Restzucker
1,2 g/l laut Falstaff; abweichende Händlerangaben liegen bei rund 1 g/l
Gesamtsäure
6,7 g/l laut Händlerangabe
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Glasverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Trinkfenster
Bis etwa 2029/2030
Falstaff
93 Punkte, Verkostung 2025
Wine Enthusiast
90 Punkte, Veröffentlichung 2025
Speiseempfehlungen
Gebratener Zander mit Zitronenbutter
Gegrillte Garnelen mit Kräutern
Forelle mit Petersilienerdäpfeln
Spargel mit Sauce Hollandaise
Ziegenkäse mit Kräutersalat
Huhn mit Zitronengras und Ingwer
Risotto mit grünem Spargel
Asiatischer Gemüse-Wok mit Limette
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ Südsteiermark DAC 2025 (bio)
TEMENT · Ehrenhausen – Südsteiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2025 von Tement zeigt eindrucksvoll, wie viel Tiefe und Herkunft in einem südsteirischen Gebietswein stecken können. Feine Kräuterwürze, schwarze Johannisbeere und gelbe Tropenfrucht verbinden sich mit weißem Pfirsich, lebendiger Säure und einer subtil kreidigen Mineralität. Der Wein wirkt saftig und komplex, zugleich leichtfüßig und präzise.
94 Falstaff-Punkte unterstreichen die Qualität des Jahrgangs. „Kalk & Kreide“ ist dabei kein lauter, ausschließlich auf exotische Frucht ausgerichteter Sauvignon Blanc. Seine Stärke liegt im Zusammenspiel aus aromatischer Klarheit, feiner Textur und mineralischer Spannung. Ein charaktervoller Herkunftswein, der die Handschrift von Tement zugänglich macht und gleichzeitig genügend Tiefe für anspruchsvolle Weinmomente mitbringt.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Die Südsteiermark ist eine Landschaft aus steilen Hügeln, kühlen Nächten und vielfältigen geologischen Formationen. Kalkstein, Korallenkalk und lehmiger Kalkmergel prägen zahlreiche Weinberge. Sie bilden den Hintergrund für Weine, die neben ihrer ausgeprägten Aromatik häufig durch Frische, Würze und eine straffe Struktur überzeugen.
Der Name „Kalk & Kreide“ verweist auf genau diese geologische Prägung. Der Wein vereint Sauvignon Blanc aus zahlreichen Parzellen des Familienweinguts Tement. Dadurch entsteht kein eindimensionaler Lagencharakter, sondern ein vielschichtiges Bild der südsteirischen Herkunft. Die biologisch-dynamische Bewirtschaftung und die sorgfältige Arbeit im Keller folgen dem Anspruch, Frucht, Boden und Jahrgang möglichst unverfälscht abzubilden.
Nach der Lese werden die Trauben schonend verarbeitet und mit natürlichen Hefen vergoren. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und in großen Holzfässern auf der Feinhefe. Edelstahl erhält die Frische und Präzision der Frucht, während das große Holz dem Wein Struktur und Geschmeidigkeit verleiht, ohne seine Herkunft zu überdecken.
Der Jahrgang 2025 zeigt sich aromatisch offen und ausgewogen. Weißer Pfirsich, gelbe Tropenfrucht und feine Kräuterwürze werden von einer lebendigen Säure getragen. Im Abgang bleibt eine leichte, mineralische Spannung zurück, die dem Wein Kontur und einen bemerkenswerten Trinkfluss verleiht.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Helles Grüngelb mit silbrigen Reflexen. Klar und leuchtend, mit jugendlicher Frische.
Nase: Zunächst zeigen sich feine Kräuter und ein Hauch schwarzer Johannisbeere. Dahinter entfalten sich gelbe Tropenfrucht, reife Stachelbeere und weißer Pfirsich. Mit etwas Luft kommen Zitruszeste, Holunderblüte und eine subtile steinige Würze hinzu. Das Bukett wirkt vielschichtig, ohne überladen zu sein: Die Frucht bleibt klar, die Kräuterwürze fein und die mineralische Anmutung zurückhaltend, aber präsent.
Gaumen: Saftig und elegant, mit einer geschmeidigen Textur und lebendiger Säure. Weißer Pfirsich bildet den fruchtigen Mittelpunkt, ergänzt von gelbem Apfel, Zitrus und einem Hauch Cassis. Die Frucht besitzt Reife, wird aber von einer frischen, präzisen Säure in Balance gehalten. Eine dezente Extraktsüße rundet den Geschmack ab, ohne den trockenen Charakter infrage zu stellen. Die kalkig-kreidige Anmutung zeigt sich vor allem in der straffen Struktur und im mineralisch wirkenden Verlauf.
Abgang: Frisch, würzig und angenehm anhaltend. Zitrusfrucht und weiße Tropenfrucht klingen nach, begleitet von Kräutern und einer feinen, kreidigen Note. Der Nachhall ist leichtfüßig, aber keineswegs banal – genau darin liegt die Stärke dieses Weins.
Reife und Trinkfenster: Der 2025er ist bereits jung sehr gut zugänglich. Seine aromatische Frische und die präzise Frucht sprechen für den Genuss in den kommenden Jahren. Bei kühler, dunkler Lagerung dürfte er sich bis etwa 2030 positiv entwickeln; seine größte Stärke bleibt jedoch die Verbindung aus jugendlicher Frucht und mineralischer Spannung.
Technische Daten
Weingut
Tement
Wein
Sauvignon Blanc „Kalk & Kreide“ 2025
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Südsteiermark DAC, Österreich
Qualitätsstufe
Qualitätswein, Gebietswein
Anbau
Biologisch-dynamisch, Bio-zertifiziert
Boden
Kalkstein, Korallenkalk und lehmiger Kalkmergel
Gärung
Spontangärung
Ausbau
Edelstahltank und großes Holzfass, Reifung auf der Feinhefe
Alkohol
12,0 % vol.
Restzucker
1,6–1,9 g/l, je nach veröffentlichter Analyse
Gesamtsäure
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Glasverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Trinkfenster
Jung besonders frisch; voraussichtlich bis etwa 2030
Falstaff
94 Punkte, Verkostung 2026
Speiseempfehlungen
Gebratene Forelle mit Petersilienerdäpfeln
Zander mit Zitronenbutter
Hühnerbrust mit Kräuterkruste
Spargelrisotto mit Zitronenzeste
Gebratene Garnelen mit Knoblauch und Kräutern
Ziegenkäse mit Kräutersalat
Bratpaprika-Hummus mit Fladenbrot
Gedämpftes Gemüse mit Limetten-Dressing
Verkostungsnotiz:Helles, klares Strohgelb. In der Nase vielschichtiger Duft nach reifen Williamsbirnen, Steinobst, Zitrusnoten und floralen Aromen wie Linden- und Mandelblüte, ergänzt von zarter Kräuterwürze. Der Gaumen zeigt Noten von Brioche und Nüssen und ist in harmonische Balance mit einer sehr feinen Säure und cremiger Burgunderstilistik. Ruhig fließend und mit eindrucksvollem Nachhall, besticht der Morillon Steinbach durch seine lange Lagerfähigkeit. Weingut Lackner-Tinnacher - Gamlitz-Steinbach, SüdsteiermarkUrkundlich erwähnt wurde das Weingut bereits im Jahre 1787. Heute wird der Betrieb von Fritz, Wilma und deren Tochter Katharina Tinnacher bewirtschaftet.Die Weingärten, die zu 90% mit Weissweinrebsorten bestockt sind, umfassen einundzwanzig Hektar Steilhänge in den Lagen Eckberg, Flamberg und Steinbach. Weißburgunder, Muskateller, Welschriesling, Grauburgunder, Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc und Roter Traminer dominieren den Rebsortenspiegel, St. Laurent und Zweigelt machen die restlichen 10% aus.Qualitätsphilosophie:Niedrige Erträge, mehrmaliges Ausdünnen, Stahltank oder großes Holzfass statt Barrique, Jahrgangs- und Lagen-Charakteristik sind im Mittelpunkt.
Sauvignon Blanc Ried Neusetzberg Erste Lage 2021
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark, Österreich
1. Einleitung
Der Sauvignon Blanc Ried Neusetzberg Erste Lage 2021 von Krispel zeigt, wie viel Tiefe und Reifepotenzial in steirischem Sauvignon Blanc stecken können. Statt vordergründiger Exotik stehen hier Feuerstein, Johannisbeere, weißer Pfirsich und eine kühle, mineralische Würze im Mittelpunkt. Die lebendige Säure verleiht dem Wein Spannung, während der Ausbau im großen Holzfass für Struktur und zusätzliche Komplexität sorgt.
93 Falstaff-Punkte erhielt der Jahrgang 2021 bei der Verkostung von Peter Moser im Juli 2023. Besonders hervorgehoben wurden frische Wiesenkräuter, Pfirsich, Stachelbeere und Grapefruit sowie die saftige Frucht, die lebendige Säure und das salzig-mineralische Finale. Das Urteil unterstreicht den eigenständigen Charakter dieses Lagenweins: präzise, strukturiert und ausgesprochen vielseitig am Tisch.
2. Die Geschichte dieses Weins – Vulkanstein und kalkige Spannung
Der Neusetzberg liegt im Vulkanland Steiermark, einer Weinlandschaft, deren Charakter von erloschenen Vulkanen und einer vielschichtigen Geologie geprägt ist. Tuff und Basalt gehören zu den prägenden Gesteinen der Region. Hinzu kommen Sedimente und kalkhaltige Bodenschichten, die das Zusammenspiel von Frucht, Würze und mineralischer Spannung beeinflussen.
Das Genussgut Krispel in Hof bei Straden widmet sich dieser Herkunft mit einer Reihe charaktervoller Lagenweine. Der Sauvignon Blanc vom Neusetzberg wird als Erste Lage geführt. Hier geht es nicht allein um die typische Aromatik der Rebsorte, sondern um einen Wein, der seine Herkunft auch durch Textur, Struktur und Reifeentwicklung ausdrückt.
Der Jahrgang 2021 wurde spontan vergoren und zwölf Monate im großen Holzfass ausgebaut. Die lange Reife gibt dem Wein Ruhe und Tiefe; das Holz soll dabei nicht durch dominante Röstaromen auffallen, sondern die Struktur unterstützen. So verbindet sich die sortentypische Frucht mit würzigen, rauchigen und steinigen Nuancen. Der Wein zeigt, dass Sauvignon Blanc aus der Steiermark nicht nur frisch und aromatisch, sondern auch ernsthaft, vielschichtig und langlebig sein kann.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas leuchtet der Sauvignon Blanc in hellem Goldgelb mit grünen Reflexen. Das Bukett öffnet sich zunächst zurückhaltend und entwickelt mit etwas Luft eine komplexe Aromatik. Schwarze Johannisbeere und Stachelbeere treffen auf weißen Pfirsich, Grapefruitzeste und einen Hauch Litschi. Dazu kommen frische Wiesenkräuter, feine Gewürznoten und ein rauchiger Anklang, der an Feuerstein erinnert.
Am Gaumen zeigt sich der Wein straff und engmaschig strukturiert. Die Frucht bleibt klar und präzise: weißer Apfel, Zitrone und Grapefruit werden von Ananas und dezenten exotischen Noten ergänzt. Eine lebendige Säure sorgt für Zug, während der Ausbau im großen Holzfass dem Wein eine feine Textur und zusätzliche Tiefe verleiht. Das Holz bleibt dezent; im Vordergrund stehen die Frische, die würzige Komplexität und die mineralische Spannung.
Besonders eindrucksvoll ist das Finale. Limettenzeste, Kräuterwürze und eine salzige, steinige Note verbinden sich zu einem langen, anhaltenden Nachhall. Trotz seiner Konzentration wirkt der Wein leichtfüßig und präzise. Er besitzt die Substanz für eine längere Entwicklung, ohne seine animierende Frische zu verlieren.
Der Neusetzberg 2021 ist damit ein Sauvignon Blanc für anspruchsvolle Genießer: weniger auf unmittelbare Fruchtfülle als auf Herkunft, Struktur und Vielschichtigkeit ausgerichtet. Mit Luft im Glas gewinnt er an Ausdruck und offenbart nach und nach seine würzigen und mineralischen Facetten.
Stil: Mineralisch, kräuterwürzig, straff und vielschichtig Trinktemperatur: 9–12 °C Trinkfenster: Bereits mit Genuss zu trinken; bei guter Lagerung ist weiteres Reifepotenzial vorhanden.
4. Technische Daten
Weingut
Krispel – Genussgut Krispel
Wein
Sauvignon Blanc Ried Neusetzberg Erste Lage 2021
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Vulkanland Steiermark DAC, Österreich
Klassifizierung
Erste Lage
Alkoholgehalt
12,5 % vol.
Restzucker
2,5 g/l
Gesamtsäure
6,1 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Vulkanisches Gestein, unter anderem Tuff und Basalt; weitere kalkhaltige Sedimente
Gärung
Spontanvergärung
Ausbau
12 Monate im großen Holzfass
Verschluss
DIAM-Verschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
9–12 °C
Lagerpotenzial
Bis etwa 2036 laut Händlerangabe
Bewertung
93 Falstaff-Punkte, Verkostung 2023
5. Speiseempfehlung
Wolfsbarsch in der Salzkruste
Gebratener Seeteufel mit Kräuterbutter
Bouillabaisse mit Safran und Fenchel
Bresse-Huhn mit Butter und Kräutern
Gnocchi mit Salbei und brauner Butter
Knuspriger Schweinsbraten mit Kümmel
Indisches Dal mit aromatischen Gewürzen
Gebratene Ente mit Ingwer und Zitrusfrüchten
Verkostungsnotiz:In der Nase duftet der Sauvignon Blanc intensiv nach exotischen Früchten, Granatapfel, Johannisbeere und Wacholder. Hinzu kommen Nuancen von grünem Tee, Fenchel, Tannenwipfel und weißem Pfeffer. Am Gaumen zeigt sich der Wein erfrischend saftig und druckvoll, gut strukturiert und ausbalanciert mit feiner Säure und Mineralität. Dieser Sauvignon imponiert mit saftiger Fruchttiefe und wunderbarem Extrakt sowie mit einem langen, würzig-fruchtigem Nachklang.Ein toller Sauvignon Blanc mit gutem Lagerpotential! Weingut Lackner-Tinnacher - Gamlitz-Steinbach, SüdsteiermarkUrkundlich erwähnt wurde das Weingut bereits im Jahre 1787. Heute wird der Betrieb von Fritz, Wilma und deren Tochter Katharina Tinnacher bewirtschaftet.Die Weingärten, die zu 90% mit Weissweinrebsorten bestockt sind, umfassen einundzwanzig Hektar Steilhänge in den Lagen Eckberg, Flamberg und Steinbach. Weißburgunder, Muskateller, Welschriesling, Grauburgunder, Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc und Roter Traminer dominieren den Rebsortenspiegel, St. Laurent und Zweigelt machen die restlichen 10% aus.Qualitätsphilosophie:Niedrige Erträge, mehrmaliges Ausdünnen, Stahltank oder großes Holzfass statt Barrique, Jahrgangs- und Lagen-Charakteristik sind im Mittelpunkt.
Grauburgunder Steinbach Erste STK Lage 2023 (bio)
LACKNER-TINNACHER, Gamlitz – Südsteiermark, Österreich
Verkostungsnotiz
Der Grauburgunder aus der Ried Steinbach verbindet reife Frucht mit würziger Tiefe und mineralischer Eleganz. Im Duft sind bei diesem Lagentyp Noten von Birne und gelbem Steinobst, feine Nussanklänge und eine dezente Kräuterwürze charakteristisch. Am Gaumen darf man einen strukturierten, stoffigen Weißwein erwarten, dessen Frucht von einer lebendigen Säure und einer feinen mineralischen Komponente getragen wird. Ein ausdrucksstarker Grauburgunder mit Anspruch und Reifepotenzial.
Herkunft & Ausbau
Die Ried Steinbach liegt in Gamlitz in der Südsteiermark auf etwa 380 bis 450 Metern Seehöhe. Die warme Südhanglage ist von sandigen, kiesigen und schottrigen Böden geprägt. Wiesenränder und Wälder schützen die Weingärten und schaffen günstige Bedingungen für vielschichtige Weine. Die ältesten Grauburgunder-Reben wurden hier 1979 gepflanzt. Sie bringen besonders kleine Trauben hervor, die bei sorgfältiger Bewirtschaftung eine hohe Qualität erreichen. Die ganzen Beeren werden schonend gepresst. Der Saft vergärt langsam und spontan im großen Holzfass mit weinbergseigenen Hefen. Anschließend reift der Wein zwölf Monate auf der Feinhefe. Dieser Ausbau fördert komplexe Aromen, Geschmeidigkeit und Ausgewogenheit, ohne die Frische und Herkunftsprägung zu überdecken.
Besonderheit: Grauburgunder ist eine natürliche Mutation des Pinot Noir. Seine graurot gefärbten, dünnschaligen Beeren verlangen im Weingarten besondere Aufmerksamkeit. In der Ried Steinbach entstehen daraus dichte, stoffige Weine mit feiner Frucht und bemerkenswertem Reifepotenzial.
Welschriesling „Hochgrassnitzberg“ 2021
CHRISTOPH POLZ · Grassnitzberg – Südsteiermark, Österreich
1. Einleitung
Welschriesling aus einer großen südsteirischen Herkunftslage – das ist hier weit mehr als ein unkomplizierter, frischer Weißwein. Der Hochgrassnitzberg 2021 von Christoph Polz verbindet die lebendige Säure der Rebsorte mit kalkiger Mineralität, reifer Zitrusfrucht und einer bemerkenswerten Textur. Der Ausbau im großen Holzfass verleiht dem Wein zusätzliche Tiefe, während seine präzise Struktur und der lange Nachhall die Herkunft in den Mittelpunkt stellen.
Der Jahrgang 2021 zeigt sich in dieser Interpretation konzentriert und zugleich spannungsvoll. Die Frucht bleibt klar, die Säure verleiht Energie, und eine kühle, steinige Würze zieht sich bis ins Finale. Eine belastbare externe Punktebewertung, die sich eindeutig genau diesem Wein von Christoph Polz zuordnen lässt, konnte ich nicht verifizieren. Deshalb verzichte ich auf eine ungesicherte Punktzahl.
2. Die Geschichte dieses Weins – Welschriesling vom Korallenkalk
Der Hochgrassnitzberg liegt in der Südsteiermark, einer Weinlandschaft, deren steile Hänge, kühle Nächte und ausgeprägte Bodenvielfalt Weine mit Frische und aromatischer Präzision hervorbringen. Die Ried ist von alten Meeressedimenten geprägt: Unter jüngeren Ablagerungen liegt Korallenkalk, der auf die Überreste eines urzeitlichen Riffs zurückgeht. Diese geologische Geschichte reicht rund 14 Millionen Jahre zurück.
Die steilen, süd-südwestlich ausgerichteten Hänge der Lage liegen ungefähr 380 bis 440 Meter über dem Meeresspiegel. Die Kombination aus Exposition, Höhenlage und kalkgeprägtem Untergrund schafft Bedingungen, unter denen die Trauben reifen können, ohne ihre Säurestruktur vollständig einzubüßen.
Welschriesling wird häufig als frischer, früh zu trinkender Wein verstanden. In einer solchen Herkunftslage und mit entsprechendem Ausbau zeigt die Sorte jedoch eine andere Dimension. Die spontane Vergärung im großen Holzfass und die lange Reife auf der Vollhefe geben dem Wein Körper, Ruhe und Komplexität. Der anschließende Ausbau im Edelstahl bewahrt die Präzision der Frucht. So entsteht ein Welschriesling, dessen Charakter nicht allein von der Rebsorte, sondern wesentlich von Lage, Boden und Kellerarbeit geprägt ist.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Welschriesling in hellem Strohgelb. Die Nase wirkt zunächst kühl und zurückhaltend, öffnet sich dann mit gelber Zitrone, Grapefruitzeste und knackigem weißem Apfel. Dazu kommen feine Kräuter, weiße Blüten und eine rauchig-kreidige Note, die an feuchten Kalkstein erinnert. Mit etwas Luft treten reifere Fruchtanklänge hervor, ohne dass der Wein seine klare, straffe Ausrichtung verliert.
Am Gaumen zeigt sich ein spannungsvolles Wechselspiel aus Frucht, Säure und Textur. Zitrone, weißer Apfel und ein Hauch gelber Birne werden von einer präzisen, lebendigen Säure getragen. Der Wein besitzt durchaus Kraft und Dichte, wirkt aber niemals schwer. Die lange Hefereife bringt einen feinen Schmelz ins Mundgefühl, während die mineralische Struktur für Zug und Kontur sorgt. Das Holz bleibt dezent im Hintergrund; es geht weniger um Röstaromen als um Tiefe und eine geschlossene Textur.
Das Finale ist lang, kühl und eindringlich. Zitrusfrucht und Kräuter klingen nach, begleitet von einer salzigen, kalkigen Mineralität. Gerade diese Verbindung aus cremigem Mundgefühl und messerscharfer Kontur macht den Wein so interessant. Der Hochgrassnitzberg 2021 zeigt Welschriesling als ernsthaften Herkunftswein: puristisch, energiegeladen und mit einer Struktur, die über den ersten Eindruck hinaus Bestand hat.
Stil: Straff, mineralisch, kräuterwürzig und strukturiert Trinktemperatur: 10–12 °C Trinkempfehlung: Mit etwas Luft im Glas servieren; besitzt laut Händlerangaben Reifepotenzial bis etwa 2036.
4. Technische Daten
Produzent
Christoph Polz
Wein
Welschriesling Hochgrassnitzberg 2021
Rebsorte
Welschriesling
Herkunft
Südsteiermark, Österreich
Qualität
Qualitätswein
Geschmacksrichtung
Trocken
Alkoholgehalt
13,0 % vol.
Gesamtsäure
5,2 g/l
Restzucker
Lage
Ried Hochgrassnitzberg
Höhenlage
ca. 380–440 m
Exposition
Süd-Südwest
Boden
Braunerde auf Korallenkalk und alten Meeressedimenten
Gärung
Spontanvergärung im großen Holzfass laut Händlerangabe
Ausbau
Rund 11 Monate auf der Vollhefe im großen Holzfass, anschließend etwa 12 Monate im Edelstahl laut Händlerangabe
Verschluss
Naturkork laut Händlerangabe
Flaschengröße
0,75 l
Empfohlene Trinktemperatur
10–12 °C
Reifepotenzial
Bis etwa 2036 laut Händlerangabe
5. Speiseempfehlungen
Gebratener Seeteufel mit Zitronenbutter
Gegrillter Zander mit Kräutern
Jakobsmuscheln mit Fenchel und Grapefruit
Wiener Schnitzel vom Kalb mit Petersilienkartoffeln
Cordon bleu mit jungem Blattsalat
Spargel mit brauner Butter
Kräuterrisotto mit Zitrone
Ziegenkäse-Quiche mit frischen Kräutern
Verkostungsnotiz:Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase verbinden sich Aromen von Sternfrucht und Stachelbeere mit grünem Tee, Salbei und Zitronengras. Der Gaumen zeigt sich würzig straff mit langer, präziser Struktur und kühlen, mineralischen Noten, elegant und an Finesse reich, dabei mit überraschendem Nuancenreichtum. Ein insgesamt sehr subtiler und anmutiger Wein, mit guter Länge. Weingut Lackner-Tinnacher - Gamlitz-Steinbach, SüdsteiermarkUrkundlich erwähnt wurde das Weingut bereits im Jahre 1787. Heute wird der Betrieb von Fritz, Wilma und deren Tochter Katharina Tinnacher bewirtschaftet.Die Weingärten, die zu 90% mit Weissweinrebsorten bestockt sind, umfassen einundzwanzig Hektar Steilhänge in den Lagen Eckberg, Flamberg und Steinbach. Weißburgunder, Muskateller, Welschriesling, Grauburgunder, Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc und Roter Traminer dominieren den Rebsortenspiegel, St. Laurent und Zweigelt machen die restlichen 10% aus.Qualitätsphilosophie:Niedrige Erträge, mehrmaliges Ausdünnen, Stahltank oder großes Holzfass statt Barrique, Jahrgangs- und Lagen-Charakteristik sind im Mittelpunkt.
Verkostungsnotiz:Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase verbinden sich Aromen von Sternfrucht und Stachelbeere mit grünem Tee, Salbei und Zitronengras. Der Gaumen zeigt sich würzig straff mit langer, präziser Struktur und kühlen, mineralischen Noten, elegant und an Finesse reich, dabei mit überraschendem Nuancenreichtum. Ein insgesamt sehr subtiler und anmutiger Wein, mit guter Länge. Weingut Lackner-Tinnacher - Gamlitz-Steinbach, SüdsteiermarkUrkundlich erwähnt wurde das Weingut bereits im Jahre 1787. Heute wird der Betrieb von Fritz, Wilma und deren Tochter Katharina Tinnacher bewirtschaftet.Die Weingärten, die zu 90% mit Weissweinrebsorten bestockt sind, umfassen einundzwanzig Hektar Steilhänge in den Lagen Eckberg, Flamberg und Steinbach. Weißburgunder, Muskateller, Welschriesling, Grauburgunder, Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc und Roter Traminer dominieren den Rebsortenspiegel, St. Laurent und Zweigelt machen die restlichen 10% aus.Qualitätsphilosophie:Niedrige Erträge, mehrmaliges Ausdünnen, Stahltank oder großes Holzfass statt Barrique, Jahrgangs- und Lagen-Charakteristik sind im Mittelpunkt.
Sauvignon Blanc Ried Grassnitzberg Riff 2022 (bio)
TEMENT · Berghausen – Südsteiermark
Einleitung
Der Sauvignon Blanc Ried Grassnitzberg Riff 2022 von Tement ist ein vielschichtiger Lagenwein, dessen Charakter weniger von lauter Sauvignon-Aromatik als von Herkunft, Kalk und innerer Spannung bestimmt wird. Warme Zitrone, schwarze Johannisbeere und Aprikose treffen auf feine Kräuterwürze und eine präzise, salzig-mineralische Struktur. Am Gaumen verbindet sich reife Frucht mit kühler Frische; der lange Ausbau auf der Feinhefe verleiht dem Wein zusätzliche Tiefe und Textur.
Mit 95 Punkten von Falstaff und 94+ Punkten von Robert Parker’s Wine Advocate zählt der Jahrgang zu den hoch bewerteten Interpretationen dieser besonderen Riede. Der biologisch-dynamisch erzeugte Sauvignon Blanc ist kein kurzlebiger Fruchtwein, sondern ein charaktervoller Terroirwein, dessen geologische Prägung sich mit Flaschenreife immer deutlicher entfalten kann.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Der Grassnitzberg war der erste Weingarten im Familienbesitz Tement und wurde in den frühen 1950er-Jahren bepflanzt. Die alten Reben wurzeln in einem außergewöhnlichen Untergrund: massivem Korallenkalk, den Überresten eines rund 16 Millionen Jahre alten Meeresriffs. Die nach Südosten ausgerichteten Hänge liegen auf etwa 330 bis 399 Metern Seehöhe und sind steil genug, um die Arbeit im Weingarten anspruchsvoll zu machen.
Der Zusatz „Riff“ ist deshalb mehr als eine Herkunftsbezeichnung. Er verweist auf den geologischen Kern dieses Weins. Der kalkreiche Untergrund und das vergleichsweise kühle Kleinklima begünstigen eine langsame Reife und prägen den Wein mit Zitrusfrucht, steiniger Würze und einem markant salzigen Nachhall. Die Riede ist als Erste STK-Lage klassifiziert.
Der Jahrgang 2022 zeigt die Verbindung von aromatischer Reife und präziser Struktur. Tement lässt den Wein nach natürlicher Spontangärung rund 30 Monate auf der Feinhefe in großen, alten Eichenfässern reifen und füllt ihn unfiltriert ab. So entsteht ein Sauvignon Blanc, bei dem die Frucht nicht isoliert wirkt, sondern von Textur, Würze und kalkiger Mineralität getragen wird.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Leuchtendes Strohgelb mit goldenen Reflexen. Die Farbe deutet auf reife Frucht und einen Wein mit Substanz hin, ohne seine frische Ausstrahlung zu verlieren.
Nase: Warm gereifte Zitrone eröffnet das Bukett, gefolgt von schwarzer Johannisbeere, Birne und Aprikose. Mit etwas Luft kommen Grapefruit, feine Kräuter und eine dezente, an nassen Stein erinnernde Würze hinzu. Die Frucht ist reif und klar, bleibt aber stets von einer kühlen, kalkigen Note durchzogen. Keine vordergründige Exotik, sondern ein vielschichtiges, zunehmend mineralisches Duftbild.
Gaumen: Straff und zugleich geschmeidig. Gelbe Frucht und reife Zitrusnoten verleihen dem Wein Saftigkeit; Cassis und eine feine Kräuterwürze geben ihm Kontur. Die Säure ist präsent und präzise, der Körper durch den langen Hefekontakt dicht und fein texturiert. Besonders eindrucksvoll ist die kalkige Mineralität, die den Wein zusammenhält und ihm eine fast salzige Spannung verleiht. Der Holzausbau bleibt unterstützend im Hintergrund und überlässt der Herkunft die Hauptrolle.
Abgang: Sehr lang, trocken und würzig. Zitrone, dunkle Johannisbeere und eine salzige, kreidige Mineralität klingen nach. Das Finale wirkt klar und fokussiert – ein Wein, dessen Tiefe sich nicht in Fülle, sondern in Präzision und anhaltender Spannung ausdrückt.
Reife und Trinkfenster: Der Wein ist jung bereits zugänglich, sollte für die vollständige Entfaltung seiner Terroirnoten jedoch Zeit bekommen. Das Weingut empfiehlt drei bis fünf Jahre Flaschenreife; als ideales Trinkfenster nennt es 2026 bis 2046. Bei kühler, dunkler und temperaturstabiler Lagerung ist eine lange Entwicklung zu erwarten.
Technische Daten
Weingut
Tement
Wein
Sauvignon Blanc Ried Grassnitzberg Riff 2022
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Herkunft
Südsteiermark DAC, Österreich
Klassifikation
Erste STK-Lage
Anbau
Biologisch-dynamisch, Demeter / respekt-BIODYN
Lage
Grassnitzberg, 330–399 m Seehöhe
Boden
Massiver Korallenkalk, Verwitterungsboden auf einem rund 16 Millionen Jahre alten Meeresriff
Rebalter
Durchschnittlich 36 Jahre
Gärung
Natürliche Spontangärung
Ausbau
30 Monate auf der Feinhefe in großen, alten steirischen Eichenfässern
Abfüllung
Unfiltriert
Alkohol
13,0 % vol.
Restzucker
1,9 g/l
Gesamtsäure
7,2 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Verschluss
Naturkork
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
8–10 °C
Dekantieren
1–2 Stunden empfohlen
Ideales Trinkfenster
2026–2046 laut Weingut
Falstaff
95 Punkte
Robert Parker’s Wine Advocate
94+ Punkte
Speiseempfehlungen
Gebratener Steinbutt mit Zitronenbutter
Zander mit Kräuterschaum
Jakobsmuscheln mit Blumenkohl und brauner Butter
Hummer mit Estragon und Zitrone
Kalbsbries mit Morcheln
Poularde mit Estragon und Rahmsauce
Risotto mit grünem Spargel und Parmesan
Gebratener Sellerie mit Haselnuss und Kräutern
Verkostungsnotiz:Dank der idealen Bedingungen im Jahr 2021 auf der Ried Welles entfaltet dieser Wein ein Feuerwerk intensiver Aromen. Würzige Noten, ausdrucksstarke Mineralität und elegante Frucht vereinen sich zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis.Schon in der Nase entfaltet der 2021er Ried Welles seine Komplexität. Reife dunkle Johannisbeere und getrocknete weiße Teeblätter umschmeicheln die Sinne, während mineralische Noten für Tiefe und Spannung sorgen.Im Mund entfaltet sich ein vielschichtiges und druckvolles Spiel aus Aromen. Elegante Säure und ein salziger Spannungsbogen bilden den perfekten Rahmen für die komplexe Charakteristik des Weins.Der Abgang ist lang anhaltend und lässt die facettenreichen Aromen noch lange auf der Zunge tanzen. Ein Wein, der seinesgleichen sucht und dessen Reifepotenzial von 15 Jahren und mehr seinesgleichen sucht.Weingut Lackner-Tinnacher - Gamlitz-Steinbach, SüdsteiermarkUrkundlich erwähnt wurde das Weingut bereits im Jahre 1787. Heute wird der Betrieb von Fritz, Wilma und deren Tochter Katharina Tinnacher bewirtschaftet.Die Weingärten, die zu 90% mit Weissweinrebsorten bestockt sind, umfassen einundzwanzig Hektar Steilhänge in den Lagen Eckberg, Flamberg und Steinbach. Weißburgunder, Muskateller, Welschriesling, Grauburgunder, Morillon, Riesling, Sauvignon Blanc und Roter Traminer dominieren den Rebsortenspiegel, St. Laurent und Zweigelt machen die restlichen 10% aus.Qualitätsphilosophie:Niedrige Erträge, mehrmaliges Ausdünnen, Stahltank oder großes Holzfass statt Barrique, Jahrgangs- und Lagen-Charakteristik sind im Mittelpunkt.
Grauburgunder Steinbach Erste STK Lage 2020 (bio) – Magnum
LACKNER-TINNACHER, Gamlitz – Südsteiermark, Österreich
Verkostungsnotiz
Helles, strahlendes Goldgelb. In der Nase entfaltet sich ein eleganter Duft nach reifen Birnen und Steinobst, begleitet von nussigen Noten, insbesondere Walnuss, sowie feinen Kräuteranklängen und zarter Mineralität. Am Gaumen zeigt sich reife, noble Frucht mit feiner Würze und einem Hauch süßlichen Tabaks. Die Textur ist dicht und engmaschig, zugleich samtig und elegant. Ein kräftiger, substanzreicher Grauburgunder mit lebhafter, gut eingebundener Säure, feiner Mineralik und langem, nachhaltigem Abgang.
Herkunft & Ausbau
Die Ried Steinbach zählt zu den charaktervollen Lagen des Weinguts Lackner-Tinnacher in Gamlitz. Die Weingärten liegen auf etwa 380 bis 450 Metern Seehöhe in südwestlich ausgerichteten Hanglagen. Die Böden sind überwiegend sandig, kiesig und schottrig. Geschützte Wiesenränder und Wälder prägen das Umfeld der Weingärten und bieten gute Voraussetzungen für vielschichtige Weine. Die ältesten Grauburgunder-Reben dieser Anlage wurden 1979 gepflanzt.Die vollreifen Trauben werden schonend gepresst. Die spontane Gärung erfolgt im großen Holzfass. Anschließend reift der Wein zwölf Monate auf der Feinhefe, ohne Schönung. Der Ausbau im Holz verleiht ihm zusätzliche Textur und Tiefe, während die Herkunft und die lebendige Säure für Frische und Balance sorgen. Abgefüllt wurde der Wein mit Glasverschluss.Besonderheit: Grauburgunder ist eine natürliche Mutation des Pinot Noir. Seine dünnschaligen, graurot gefärbten Beeren verlangen im Weingarten besondere Aufmerksamkeit. In der Ried Steinbach entstehen daraus dichte, stoffige Weine mit Reifepotenzial.
Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können. Mehr Informationen ...Mit Klick auf „[Zustimmen / Alles akzeptieren / etc.]“ erteilen Sie Ihre Einwilligung auch in die Weitergabe über Ihr Verhalten in unserem Shop an unseren Partner, die shopware AG (Ebbinghoff 10, 48624 Schöppingen, Deutschland), die diese Daten Ihnen nicht persönlich zuordnen kann, sie aber zu eigenen Zwecken (z.B. Produktverbesserungen, Marktverhaltensanalysen) verarbeiten darf.