Grenache, Cinsault, Syrah, Cabernet Sauvignon & Carignan. Zitrusfrüchte, reife Nektarinen und frische Feigen, floral; im Mund klar, saftig und belebend, mit weißfruchtigem Finish. Die Provence läßt grüßen.
Muskat Rosé 2025, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Weinstadt-Gundelsbach im Remstal und wurde 2015 gegründet. Leon Gold bewirtschaftet die Weinberge konsequent biologisch-dynamisch und ist seit 2016 Demeter-zertifiziert. Inzwischen umfasst die Rebfläche rund 18 Hektar. Die Weine entstehen mit besonderem Augenmerk auf Biodiversität, Handarbeit und einer klaren, eigenständigen Herkunftscharakteristik.Der Muskat Rosé gehört zu den eigenständigen, unverwechselbaren Weinen des Hauses. Grundlage ist Muskat-Trollinger, eine traditionelle württembergische Spezialität mit ausgeprägter aromatischer Muskatnote. Der Wein verbindet diese alte schwäbische Rebsorte mit einer modernen, bewusst unkomplizierten Rosé-Stilistik.
Lage & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold liegen in den Steillagen rund um Gundelsbach. Geologisch prägen Keuperschichten mit Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und buntem Mergel die Rebflächen. Das Zusammenspiel aus Kleinklima, exponierten Weinbergen und biologisch-dynamischer Bewirtschaftung bildet die Grundlage für charaktervolle Weine mit eigenständiger Mineralität. Beim Muskat Rosé steht allerdings weniger eine einzelne Lage als die typische Sortenaromatik des Muskat-Trollingers im Mittelpunkt.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang 2025 wurde mit 11,5 % vol. Alkohol, 6,9 g/l Säure und 9 g/l Restzucker abgefüllt. Damit bewegt sich der Wein im feinherben Bereich: Die Säure sorgt für Frische und Zug, während die moderate Restsüße die intensive Muskat- und Fruchtaromatik abrundet.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird biologisch erzeugt und als Gutswein geführt. Die vorhandenen technischen Angaben weisen einen Schraubverschluss aus. Der Ausbau ist klar auf Frische, Frucht und die unverwechselbare Aromatik des Muskat-Trollingers ausgerichtet.
Verkostung
Bereits die Farbe unterstreicht den eigenständigen Charakter: zartes Altrosa mit pinken Reflexen. In der Nase steht unmittelbar die typische Muskatnote im Vordergrund. Dazu gesellen sich Muskatblüte, Granatapfel, Piment d’Espelette und eine sehr feine, fast ölige Anmutung, die an Himbeerkernöl erinnert. Die Aromatik ist intensiv, aber nicht schwer. Gerade die Verbindung aus floraler Würze, roten Früchten und pikanten Gewürzanklängen macht den Wein ungewöhnlich charaktervoll.
Am Gaumen
Saftig und fruchtbetont mit einer angenehm würzig-herben Kontur. Die Frucht steht unmittelbar im Mittelpunkt, wird aber von der frischen Säure und einer dezenten phenolischen Struktur ausbalanciert. Der feinherbe Charakter sorgt für Rundung, ohne den Wein breit erscheinen zu lassen. Im Finale bleibt eine Kombination aus roten Früchten, Muskatwürze und leicht pikanter Kräuter- beziehungsweise Gewürzprägung zurück. Der Nachhall ist fruchtfüllig und animierend.
Aromatik
Muskatblüte
Granatapfel
Himbeere
rote Beeren
feine florale Noten
Piment d’Espelette
würzige Kräuter
dezente pikante Nuancen
leicht ölige, nussig-fruchtige Anklänge
Auszeichnungen
Der Muskat Rosé 2025 erhielt 89 Punkte bei VINUM. Damit ist für den exakt genannten Jahrgang eine belastbare externe Bewertung dokumentiert.
Bemerkenswert ist außerdem der Erfolg des Weinguts bei der Württemberger Weinmeisterschaft „Edition Rosé 2025“: Leon Gold gewann die Abstimmung zum Rosé-Meister 2025. Im dafür zusammengestellten Verkostungspaket war der Muskat Rosé des Weinguts allerdings der Jahrgang 2024; die Auszeichnung darf daher nicht als direkte Jahrgangsprämierung des 2025ers verstanden werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Die Kombination aus lebendiger Säure und moderater Restsüße hält ihn für einige Jahre stabil; aktuell wird ein Trinkfenster bis etwa 2031 angegeben. Seine größte Stärke liegt jedoch in der jugendlichen Muskat-, Beeren- und Blütenaromatik.
Servieren
Ideal bei etwa 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas bringt die aromatische Muskatnote besonders schön zur Geltung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
leichten asiatischen Gerichten
Thai-Küche
vietnamesischer Küche
würzigem Geflügel
Grillgemüse
orientalisch gewürzten Vorspeisen
milden Currys
fruchtig-pikanten Gerichten
als Aperitif
Aglianico Rosato del Sannio DOP „Nafris“ 2025
Janare – La Guardiense, Benevento, Kampanien
Der Nafris 2025 ist die elegante Rosé-Interpretation der großen kampanischen Rebsorte Aglianico. Er verbindet die würzige Persönlichkeit des Aglianico mit einer frischen, saftigen und ausgesprochen animierenden Rosé-Stilistik. Der Wein stammt aus dem Sannio Beneventano, einer Region mit vielfältigen Böden – von alluvialen Terrassen über vulkanisch geprägte Plateaus bis zu alten Mergelhängen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2025er in einem leuchtenden, kräftigen Rosé mit zart kirschfarbenen Reflexen. Die Nase ist frisch und fruchtbetont: Kirsche, Himbeere und rote Johannisbeere verbinden sich mit feinen floralen Anklängen und einem Hauch mediterraner Kräuter. Am Gaumen präsentiert sich der Nafris trocken, saftig und lebendig. Die rote Frucht wirkt frisch und klar, begleitet von einer animierenden Säure. Gleichzeitig besitzt der Aglianico genug Struktur, um dem Rosé etwas mehr Tiefe und Charakter zu verleihen als einem einfachen, leichten Sommerwein. Die feine Würze der Rebsorte bleibt dabei im Hintergrund präsent und sorgt für einen herzhaften, leicht mineralischen Zug. Das Finale ist frisch, fruchtig und trocken, mit roter Beerenfrucht und einer angenehm würzigen Note.
Ein charaktervoller Rosé: frisch und leichtfüßig genug für den Sommer, aber mit der Struktur und Würze eines echten Aglianico.Nafris zeigt Aglianico einmal von seiner leichten und frischen Seite.
La Guardiense gehört zu den bedeutenden Weinproduzenten des Sannio bei Benevento. Die Linie Janare wurde entwickelt, um die charakteristischen Rebsorten dieser Landschaft – insbesondere Falanghina und Aglianico – terroirgeprägt herauszustellen.Aglianico ist normalerweise für dunkle Farbe, kräftige Struktur und markantes Tannin bekannt. Für den Nafris wird die Rebsorte dagegen so verarbeitet, dass ihre rote Frucht und Frische im Mittelpunkt stehen.Das Ergebnis ist ein Rosé, der nicht versucht, Aglianico zu verleugnen: Hinter der frischen Beerenfrucht bleibt die typische Würze der Rebsorte erkennbar. Genau das macht ihn interessanter als einen rein auf Frucht und Leichtigkeit ausgelegten Rosé.Der Jahrgang 2025 ist entsprechend jung, frisch und unmittelbar zugänglich. Die aktuelle Verfügbarkeit des 2025ers ist auch im Fachhandel bereits ausgewiesen.
Perfekt zu
Antipasti, Prosciutto, Salumi, Bruschetta, Pizza, Pasta mit Tomatensauce und gegrilltem Gemüse.Besonders schön zu gegrilltem Fisch, Garnelen, Thunfisch, mediterranen Salaten und hellem Fleisch.Durch seine würzige Struktur passt der Nafris auch hervorragend zu Pizza mit Salami oder scharfem Gemüse.
Serviertemperatur: etwa 8–10 °C.
Die typischen Provence-Rebsorten Grenache, Cinsault, Syrah und Mourvèdre bringen eine unverwechselbare Mischung aus roter Frucht, Frische und leicht würziger Kräuternote ins Glas; der Körper ist kräftig & straff, das Finale mineralisch und lang. Solo ein Genuß und auch als Speisenbegleiter topp.
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Riesling „Gundelsbach“ 2023 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Weinstadt-Gundelsbach im Remstal und wurde von Leon Gold als eigener Betrieb aufgebaut. Heute umfasst das Weingut rund 18 Hektar. Seit 2016 wird biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien gearbeitet; die Rebflächen sind ökologisch zertifiziert. Leon Gold zählt damit zu den jungen, eigenständigen Betrieben des Remstals, die Herkunft und biodynamischen Weinbau konsequent miteinander verbinden. Der Riesling „Gundelsbach“ steht für die Herkunft unmittelbar rund um den Weingutsstandort. Der Wein wird als Qualitätswein geführt und verbindet die Rebsortentypizität des Rieslings mit dem charakteristischen Keuperterroir des Remstals.
Lage & Terroir
Die Gundelsbacher Weinberge sind von unterschiedlichen Keuperschichten geprägt. Für den Riesling sind insbesondere Gipskeuper und Kieselsandstein relevant. Das Gebiet gehört geologisch zu den charakteristischen Keuperlandschaften des Remstals. Leon Gold beschreibt Gundelsbach als Herkunft mit eigenständigem Kleinklima und mineralisch geprägten Böden.Die Kombination aus wärmespeichernden Keuperböden und der teilweise höheren Lage ermöglicht reife Frucht bei gleichzeitig präziser Säure. Der Kieselsandstein bringt zudem eine steinig-würzige Dimension in den Wein.
Jahrgang 2023
Für den exakt vorliegenden Jahrgang 2023 sind in den verfügbaren Händlerunterlagen leider technische Werte teilweise nicht sauber vom Folgejahrgang getrennt. Die Produktseite führt zwar eindeutig die Artikelnummer und Bezeichnung „2023 Riesling Gundelsbach“, nennt im technischen Datenblock jedoch noch Werte des 2022ers. Deshalb werden diese Angaben nicht fälschlich dem Jahrgang 2023 zugerechnet. Sicher dokumentiert ist die trockene Stilistik. Der Wein zeigt eine klare, frische Riesling-Ausrichtung mit ausreichend Substanz für einige Jahre Flaschenentwicklung.
Vinifikation & Ausbau
Die Gundelsbacher Rieslingweine von Leon Gold werden mit deutlichem Augenmerk auf schonende, natürliche Vergärung und Holzausbau erzeugt. Die verfügbare technische Beschreibung der entsprechenden Abfüllung nennt einige Stunden Maischestandzeit, anschließende spontane Vergärung im großen Holzfass aus schwäbischer und pfälzischer Eiche sowie einen weiteren Ausbau auf der Feinhefe in 6- und 12-Hektoliter-Fässern.Die lange Reife im Holz soll dabei nicht nach vordergründigem Holz schmecken, sondern dem Riesling mehr Textur, Ruhe und Tiefe verleihen. Leon Gold arbeitet bei höher eingestuften Weinen grundsätzlich mit langen Hefelagerzeiten und behutsamem Ausbau.
Verkostung
Der Wein präsentiert sich aromatisch vielschichtig mit weißen Blüten und reifer gelber Frucht. Besonders prägnant sind Nektarine und frisch geschnittene Quitte. Hinzu kommen feine Kräuter- und steinige Nuancen, die das Bouquet von einer rein fruchtigen Rieslingstilistik wegführen. Die Aromatik wirkt reif und ausdrucksstark, ohne breit oder schwer zu werden. Gerade die Verbindung aus gelber Frucht und mineralischer Würze prägt den Charakter.
Am Gaumen
Saftig, prägnant und strukturiert. Die Frucht wird von einer animierenden Rieslingsäure getragen, die für Frische und Spannung sorgt. Gleichzeitig besitzt der Wein eine cremige, weich wirkende Textur und einen feinen mineralischen Grip. Im Nachhall verbindet sich die pikante Frische mit gelber Frucht und steiniger Würze. Der Eindruck bleibt geradlinig und trocken, zugleich besitzt der Wein genügend Substanz für einen nachhaltigen Abgang.
Aromatik
weiße Blüten
Nektarine
Quitte
reife gelbe Früchte
Zitrusanklänge
feine Kräuterwürze
Kieselstein und mineralische Noten
dezente Hefenoten
cremige, leicht rauchige Nuancen
Auszeichnungen
Für den exakt bezeichneten 2023er „Riesling Gundelsbach“ konnte keine belastbare externe Punktbewertung gefunden werden. Das Weingut Leon Gold wird im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 mit drei Sternen geführt. Diese Auszeichnung bezieht sich auf das Weingut insgesamt und nicht auf den einzelnen 2023er Riesling. Die häufig in Verkaufsunterlagen genannten sehr hohen Bewertungen anderer Leon-Gold-Weine, etwa für Steingrüble Riesling oder Chardonnay, sollten ebenfalls nicht diesem Gundelsbach-Riesling zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Riesling besitzt aufgrund seiner Säurestruktur, der mineralischen Herkunft und des schonenden Holzausbaus ein gutes Entwicklungspotenzial. Für die entsprechende Gundelsbacher Abfüllung wird eine Trinkfähigkeit bis in die frühen 2030er-Jahre angegeben. Mit weiterer Flaschenreife können sich Nektarine und Quitte stärker in Richtung kandierter Zitrusfrucht, Kräuter, nussiger Würze und mineralisch-erdiger Töne entwickeln.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Rieslingglas unterstützt sowohl die gelbe Frucht als auch die würzige und mineralische Seite. Etwas Luft im Glas ist von Vorteil.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Süßwasserfisch
Zander und Saibling
Sushi
Fisch ohne schwere Saucen
frischen Salaten
Gemüsegerichten
Spargel
vegetarischer Küche
Brotzeit mit milden bis würzigen Komponenten
Diese Kombinationen entsprechen auch den dokumentierten Empfehlungen für den Gundelsbach-Riesling.
Pur Blanc 2022 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 in Gundelsbach im Remstal gegründet. Leon Gold arbeitet von Beginn an ökologisch und seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien. Der Betrieb bewirtschaftet heute rund 18 Hektar und verbindet konsequente Handarbeit im Weinberg mit einer naturnahen, wenig interventionistischen Kellerarbeit. Die Weine werden bewusst lebendig, eigenständig und möglichst unverfälscht ausgebaut.Der „Pur Blanc“ ist ein eigenständiger, puristisch angelegter Weißwein aus Weißburgunder und Chardonnay. Er wird als trockener Schwäbischer Landwein geführt und steht exemplarisch für den natürlichen, charaktervollen Stil des Weinguts.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den besten Gundelsbacher Lagen. Geologisch prägen Gipskeuper und Kieselsandstein die Weinberge von Leon Gold; im weiteren Umfeld finden sich außerdem Schilfsandstein und bunte Mergel. Diese unterschiedlichen Keuperformationen bilden die Grundlage für die mineralische und eigenständige Stilistik des Weinguts.Beim Pur Blanc steht nicht die klassische Einzellage, sondern die Verbindung von Rebsorte, Boden und natürlicher Vinifikation im Mittelpunkt. Der Kieselsandstein und die Keuperböden vermitteln dem Wein eine kühle, steinige Grundstruktur.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde mit 13 % vol. Alkohol, 6,1 g/l Säure und 1 g/l Restzucker ausgebaut. Damit präsentiert er sich klar trocken, aber mit genügend Säure für Frische und Spannung.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben bleiben längere Zeit auf der Maische und werden anschließend spontan angegoren. Die weitere Gärung erfolgt in 500-Liter-Fässern. Danach liegt der Wein einerseits den biologischen Säureabbau durch, andererseits reift er weitere zehn Monate auf der Vollhefe. Die Abfüllung erfolgt unfiltriert. Der Wein wird vegan erzeugt.Diese ungewöhnliche Kombination aus Maischekontakt, Spontangärung, großem Holzfass und langem Hefelager verleiht dem Pur Blanc mehr Textur und Eigenständigkeit als einem klassisch im Edelstahl ausgebauten Weißwein.
Verkostung
Optisch zeigt sich der Wein leicht trüb in einem natürlichen Sonnengelb. Bereits die Erscheinung verweist auf den wenig interventionistischen Ausbau. In der Nase dominieren frische, grüne und gelbfruchtige Komponenten, verbunden mit einer leicht kräuterigen und vegetabilen Würze.Deutlich wahrnehmbar sind grüne Kiwi, Honigmelone, frisches Gras und Zitronenverbene. Die Frucht wirkt eher frisch und herb als üppig, mit einer eigenständigen, leicht naturweinartigen Anmutung.
Am Gaumen
Straff, mineralisch und animierend. Die Säure sorgt für Frische und Zug, während die lange Hefereife für einen feinen Schmelz und zusätzliche Textur sorgt. Die Frucht bleibt eher schlank und präzise, begleitet von grünen, kräuterigen und leicht phenolischen Noten. Die Maischezeit und der unfiltrierte Ausbau verleihen dem Wein zusätzlichen Grip und eine leicht herbe Komponente. Im Finale bleibt ein feiner mineralischer und sanft würziger Nachhall zurück.
Aromatik
grüne Kiwi
Honigmelone
gelber Apfel
Zitrus
Zitronenverbene
frisches Gras
Kräuter
feine mineralische Noten
dezente phenolische Würze
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2022 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder Eichelmann eindeutig dokumentiert. Der Wein wird in den verfügbaren Quellen vor allem über seine eigenständige Machart und den naturnahen Ausbau beschrieben.
Reifepotenzial
Die Händlerangabe nennt ein Trinkfenster bis etwa 2030. Durch die 10-monatige Vollhefelagerung, die Säure und den unfiltrierten Ausbau besitzt der Wein mehr Substanz für Flaschenreife, als die unkomplizierte äußere Stilistik zunächst vermuten lässt. Mit weiterer Reife können sich die grünen Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Kernfrucht, Kräuter, Nussigkeit und mineralisch-würzige Töne entwickeln.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein etwas großzügigeres Weißweinglas ist sinnvoll, damit sich die kräuterigen, mineralischen und leicht phenolischen Nuancen entfalten können. Aufgrund des natürlichen Ausbaus darf der Wein vor dem Trinken etwas Luft bekommen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
Muscheln und Meeresfrüchten
sommerlichen Gemüsegerichten
Spargel
Kräutersalaten
Geflügel
leichten asiatischen Gerichten
vegetarischer Küche
mildem Ziegen- oder Weichkäse
VerkostungsnotitzIn der Nase elegante, subtile Aromen eher frischer, roter Früchte, mit Zitrus-Anklängen und Nuancen weißer Wildblüten, erfrischend mit exotischen Anklängen von weißer Rose, Orangen- und Lavendelblüten. Am Gaumen ausdrucksvoll, seidig, körperreich und von delikater SäurestrukturJosep GrauNach erfolgreichen Jahren als Makler (broker) in Barcelona traf Josep Grau eine richtungsweisende Entscheidung für sein Leben. Er zog einen radikalen Schlussstrich und wand sich seiner Leidenschaft Wein und der Heimat seiner Kindheit zu. Dort arbeitete er zunächst über 7 Jahre in verschiedenen Weingütern der Region Montsant, um grundlegende weinbauliche und önologische Erfahrungen zu sammeln. 2003 erwarb er in der Gemeinde Capçanes im D.O. Montserrat seinen ersten Weinberg - Grundstein des seither expansiven Familienweinguts. Mit Geschick kaufte und renovierte er in Gratallops ein historisches Anwesen aus dem 17. Jahrhundert mit dazu gehörigen Kellerräumen, das heutige Stammhaus von Josep Grau Viticultor. Mittlerweile bewirtschaftet Josep Grau in D.O. Montsant und D.O.Q. Priorat etwa 36 Hektar Weinberge - ein Puzzlewerk an Parzellen, unterschiedlichster Terroirs in den Gemeinden Marçà, Capçanes und Falset. Josep Grau kultiviert v.a. die traditionellen roten Sorten Garnacha tinta, Carignan und Samsó (ergänzt durch Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot), sowie die weißen Sorten Garnacha blanca und Macabeu (+ Chardonnay, u.a.). Josep Grau ist davon überzeugt, hervorragende und authentische Weine - unter Einbeziehung biodynamischer und ökologischer Methoden – mit nur wenigen, wirklich notwendige Eingriffen erzeugen zu können. Bei önologischen Entscheidungen lässt er sich nicht von Modeerscheinungen oder Expertenmeinungen leiten, sondern verfolgt seinen ganz eigenen Stil. Authentizität und Individualität des einzelnen Terroirs sollen sich ungehindert im Wein widerspiegeln! Die D.O. Montsant und das Priorat sind für hervorragende Rotweine bekannt. Neben den neun regionaltypischen Rotweinen führt Josep Grau auch zwei Weißweine und einen Rosé im Portfolio (letzterer kürzlich durch die Zeitschrift „El Pais“ in die Riege der besten 10 Sommer-Rosé eingereiht). Mit „Granit“ ist Josep Grau zudem ein überaus komplexer und ausdrucksstarker Weißwein der D.O. Montsant gelungen. Derzeit werden bei Josep Grau Viticutlor rund einhunderttausend Flaschen hergestellt. Für den Inlandsvertrieb hat man in Barcelona die Vinothek „Tast de Vin“ eingerichtet. 70% seiner Weine werden mittlerweile exportiert. Der internationale Erfolg seiner Weine gibt Josep Grau, seinen Visionen und unternehmerischem Tun Recht. Seine Weine, die nur in kleinen Stückzahlen mit konstant hohem Qualitätsniveau produziert werden, zählen zu den elegantesten und differenziertesten der Region Priorat
Verkostungsnotiz:Brillantes, sattes Kirschrot. In der Nase verschwenderischer Duft nach reifen Kirschen, Brombeeren und Johannisbeeren, begleitet von mediterranen Kräutern, balsamischen Tönen und warmen, pfeffrigen Gewürznoten. Am Gaumen anfangs sehr frisch, kräftig und druckvoll, mit fleischig-samtiger Tanninstruktur. Final zeigen sich neben den kraftvollen, stützenden Gerbstoffen auch warmwürzige Noten. Ein toller Wein mit guter Balance und langem, trinkanimierendem Abgang. Domini de la Cartoixa, El Molar, PrioratDas Weingut Domini de la Cartoixa umfasst etwa 11 ha und liegt nahe des Dörfchens El Molar, etwa 2 Autostunden südwestlich von Barcelona. Gegründet wurde der Betrieb vom Önologen und Universitätsdozent Miguel Pérez Cerreda, der das Gut zu Ehren der damals dort lebenden Kartäuser-Mönche des Scala Dei Klosters, Domini de la Cartoixa (Karthause Domain) nannte. Die kargen, von bröseligem Llicorella-Schiefer geprägten Weinberge werden biodynamisch bewirtschaftet und es wird mit niedrigem Ertrag und sehr sorgfältig gearbeitet. In der Folge entstehen dichte, konzentrierte Weine, die einen sofort fesseln.
Blauer Spätburgunder SJ 2018
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blauer Spätburgunder „SJ“ 2018 von Karl H. Johner ist eine deutlich anspruchsvollere und reifere Pinot-Noir-Abfüllung als der klassische Blaue Spätburgunder. Der Jahrgang 2018 bringt heute eine schöne Verbindung aus reifer roter Frucht, Würze, seidigem Tannin und ersten komplexen Reifearomen.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich eine elegante Pinot-Noir-Aromatik mit reifen Kirschen, Sauerkirsche, Himbeere und Waldbeeren. Dazu kommen mit zunehmender Luft Veilchen, getrocknete Kräuter, Unterholz und dezente erdige Würze. Die Reife des Jahrgangs bringt zusätzliche Nuancen von getrockneten Blüten, Tabak und feiner balsamischer Würze. Am Gaumen ist der SJ trocken, mittelkräftig bis kräftig und ausgesprochen geschmeidig. Die Frucht wirkt reifer und tiefer als beim einfachen Blauen Spätburgunder. Die Säure sorgt weiterhin für Spannung, während das Tannin inzwischen fein eingebunden und samtig wirkt. Das Finale ist lang, würzig und elegant, mit Kirsche, Waldbeeren und einem Hauch Unterholz.
Ein gereifter, klassischer Pinot Noir mit viel Finesse – eher komplex und elegant als opulent.
„SJ“ – die besondere Abfüllung
Der SJ steht bei Karl H. Johner für eine besondere Spätburgunder-Selektion und ist qualitativ deutlich über dem einfachen Guts- bzw. Ortswein angesiedelt. Hier geht es weniger um unmittelbare Frucht und unkomplizierten Trinkfluss, sondern um:
Tiefe
komplexe Pinot-Noir-Aromatik
feinere Tanninstruktur
längeren Ausbau
längeres Reifepotenzial
Dadurch passt der Wein besonders gut in die Kategorie „großer badischer Spätburgunder“.
Jahrgang 2018
Der Jahrgang 2018 war in Deutschland von einem warmen, sehr sonnigen und trockenen Vegetationsverlauf geprägt. Das zeigt sich heute im Wein: Die Frucht ist reif und großzügig, ohne dass der Wein seine Pinot-Noir-Eleganz verlieren muss.Nach rund acht Jahren Flaschenreife ist der SJ jetzt hervorragend trinkbar. Gleichzeitig besitzt er noch genügend Struktur für weitere Entwicklung.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: ca. 30–45 Minuten, bei einer gut erhaltenen Flasche zunächst vorsichtig.
Bei älteren Pinot Noirs würde ich eher sanft belüften als lange und aggressiv dekantieren.
Perfekt zu
Der SJ darf anspruchsvollere Gerichte begleiten:
Rehrücken
Hirsch
Entenbrust
Fasan
Perlhuhn
Kalbsrücken
Rinderfilet
Steinpilze
Morcheln
Trüffelgerichte
kräftiges Pilzrisotto
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Besonders schön wäre Rehrücken mit Steinpilzen und einer konzentrierten Jus. Die reife Kirschfrucht des Pinot Noir nimmt die Wildaromen auf, während die feine Säure und das gereifte Tannin die dunkle Sauce ausbalancieren.
Blauer Spätburgunder „SJ“ 2020
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blauer Spätburgunder „SJ“ 2020 ist die anspruchsvollere Pinot-Noir-Abfüllung von Karl H. Johner. Im Vergleich zum SJ 2018 präsentiert sich der 2020er heute frischer, präziser und straffer, mit sehr schöner Balance zwischen reifer Kirschfrucht, Würze und feinem Tannin.
Charakter & Verkostung
Die Nase zeigt rote und dunkle Kirsche, Himbeere und Waldbeeren, dazu feine florale Noten von Veilchen. Mit etwas Luft kommen getrocknete Kräuter, Unterholz, Gewürze und eine dezente erdige Würze hinzu. Am Gaumen ist der Wein trocken, elegant und strukturiert. Die Frucht ist konzentriert, aber nicht schwer. Eine lebendige Säure verleiht dem Wein Spannung, während das feinkörnige Tannin für Länge und Struktur sorgt. Der Abgang ist lang, feinwürzig und mineralisch, mit anhaltender Kirsch- und Waldbeerenfrucht.
Ein präziser, eleganter Pinot Noir mit Tiefe und sehr gutem Reifepotenzial.
2020 gegenüber 2018
Die beiden SJ-Jahrgänge sind besonders interessant nebeneinander:
SJ 2018
reifer und wärmer
großzügigere Frucht
weichere, rundere Textur
bereits stärker entwickelte Reifearomen
jetzt sehr zugänglich
SJ 2020
frischer und straffer
präzisere Säure
etwas dunklere Frucht
mehr Spannung und Struktur
noch deutlich mehr Entwicklungspotenzial
Wenn der 2018er bereits die elegante Reife zeigt, ist der 2020er momentan der jugendlichere und spannungsvollere Wein.
Jahrgang 2020
Der Jahrgang 2020 brachte in Deutschland einen insgesamt warmen, aber nicht so üppigen Charakter wie 2018. Gerade beim Spätburgunder kann das zu sehr schönen Weinen mit Frische, Struktur und aromatischer Präzision führen. Der SJ 2020 befindet sich jetzt in einer guten ersten Trinkphase, dürfte aber mit weiterer Flaschenreife deutlich komplexer werden.
Trinkfenster: etwa 2026–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: ca. 30–45 Minuten.
Bei einer hochwertigen Pinot-Noir-Flasche würde ich nach dem Öffnen zunächst ein Glas probieren und die Entwicklung beobachten.
Herkunft & Stil
Karl H. Johner arbeitet in Bischoffingen am Kaiserstuhl, einer der besten deutschen Regionen für Spätburgunder. Die warme Lage ermöglicht reife Trauben, während die unterschiedlichen Böden und Weinbergslagen für die notwendige Säure und mineralische Spannung sorgen. Beim SJ geht es nicht um maximale Extraktion, sondern um Tiefe, Präzision und Eleganz.
Perfekt zu
Der SJ 2020 passt zu Gerichten mit feiner, aber aromatischer Struktur:
Rehrücken
Hirsch
Entenbrust
Fasan
Perlhuhn
Kalbsrücken
Steinpilze
Morcheln
Trüffel
Pilzrisotto
Rinderfilet
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Meine erste Wahl wäre Rehrücken mit Steinpilzen und einer dunklen, nicht zu süßen Jus.
Blauer Spätburgunder „SJ“ 2022
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der „SJ“ 2022 ist die anspruchsvollere Spätburgunder-Selektion von Karl H. Johner. Gegenüber dem normalen Blauen Spätburgunder 2022 zeigt er mehr Tiefe, Konzentration und Struktur, bleibt dabei aber typisch Pinot Noir: elegant, frisch und feinwürzig.
Charakter & Verkostung
In der Nase reife rote und dunkle Kirsche, Himbeere und Waldbeeren, dazu Veilchen, Kräuter und feine Gewürznoten. Mit etwas Luft kommen Unterholz, erdige Nuancen und dezente balsamische Töne hinzu. Am Gaumen trocken, saftig und präzise, mit reifer Frucht, lebendiger Säure und feinkörnigem, gut eingebundenem Tannin. Der Wein besitzt deutlich mehr Druck als der einfache Blaue Spätburgunder, ohne schwer oder alkoholisch zu wirken. Das Finale ist lang, würzig und von dunkler Kirschfrucht getragen.
Ein kraftvoller, aber eleganter Kaiserstühler Pinot Noir mit viel Spannung.
Der Jahrgang 2022
Der warme Jahrgang bringt dem SJ eine reife, großzügige Frucht, gleichzeitig bewahrt der Wein genügend Säure für Frische und Balance.
Im Vergleich zu den anderen SJ-Jahrgängen:
2018: reifer, weicher, bereits deutlich tertiärer
2020: straffer, kühler wirkend, präziser
2022: fruchtbetonter, voller und großzügiger, aber mit guter Spannung
Der 2022er ist damit momentan der zugänglichste der drei SJ-Jahrgänge, besitzt aber noch erhebliches Entwicklungspotenzial.
rinkfenster: etwa 2027–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: ca. 30–45 Minuten; zunächst ein Glas probieren und dann entscheiden.
Perfekt zu
Der SJ 2022 verträgt durchaus kräftigere Speisen:
Rehrücken
Hirsch
Entenbrust
Fasan
Perlhuhn
Kalbsrücken
Rinderfilet
Steinpilze
Morcheln
Trüffelgerichte
kräftiges Pilzrisotto
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Besonders stimmig: Rehrücken mit Steinpilzen und dunkler Jus.
Clos Galena Priorat D.O.Q. 2021 (Bio) – Clos Galena
Der Clos Galena 2021 ist ein Priorat, der seine Herkunft nicht versteckt. Auf den kargen, mineralischen Böden des Priorats entstehen Weine mit enormer Konzentration – doch bei Clos Galena geht es nicht um Kraft um ihrer selbst willen. Viel spannender ist das Zusammenspiel aus dunkler Frucht, mediterraner Würze und einer kühlen mineralischen Frische, die den Wein immer wieder in die Länge zieht. Das Weingut arbeitet ökologisch und selektiert die Trauben von Hand aus fünf unterschiedlichen Parzellen.
Die Cuvée aus Garnacha, Cariñena, Merlot und Cabernet Sauvignon duftet intensiv und vielschichtig. Dunkle Kirschen und schwarze Johannisbeeren treffen auf getrocknete schwarze Früchte und einen Hauch von Konfitüre. Dazu kommen balsamische Noten, schwarze Gewürze und feine Anklänge von Zedernholz und mineralischer Erde. Die Frucht wirkt reif und konzentriert, bleibt aber durch die mineralische Komponente erstaunlich präzise.
Am Gaumen zeigt der 2021er seine ganze Dichte. Der Auftakt ist kraftvoll, zugleich weich und geschmeidig. Dunkle Frucht und schwarze Gewürze werden von einer lebendigen Frische getragen, während die Mineralität für Spannung sorgt. Die Textur ist voll und saftig, das Tannin reif und fein eingebunden. Der zwölfmonatige Ausbau in französischer und amerikanischer Eiche bringt zusätzliche Würze und Struktur, ohne den Charakter des Priorats zu überdecken.
Der Nachhall ist lang, warm und zugleich erstaunlich frisch. Schwarze Beeren, mediterrane Kräuter, balsamische Würze und die charakteristische steinige Mineralität bleiben lange am Gaumen. Ein vollmundiger, komplexer Priorat, der seine Kraft mit bemerkenswerter Eleganz verbindet und bereits viel Freude bereitet, zugleich aber noch Entwicklungspotenzial besitzt
Dieser Priorat erzählt vom Spannungsfeld zwischen Hitze und Stein.
Die kargen Böden des Priorats geben dem Wein seine Konzentration, doch die mineralische Frische verhindert, dass er schwer oder breit wirkt. Dazu kommt die für Clos Galena typische sorgfältige Parzellenauswahl: Die Trauben stammen aus fünf ökologisch bewirtschafteten Weinbergsparzellen, deren unterschiedliche Böden und Rebsorten individuell vinifiziert werden. Erst danach entsteht die endgültige Cuvée.
VerkostungsnotitzTiefe, rubinrote Farbe. In der Nase kräftige, fruchtige und blumige Noten, sich zunehmend öffnende Komplexität, an Gewürze, Erde und Waldbeeraromen erinnernd. Am Gaumen offenbaren sich Aromen von Blutorange, subtil, elegant und charakterstark, perfekt ausbalancierte Frische neben polierten Gerbstoffen. Im langen Abgang runden Wildkirschnoten das Bild ab.Josep GrauNach erfolgreichen Jahren als Makler (broker) in Barcelona traf Josep Grau eine richtungsweisende Entscheidung für sein Leben. Er zog einen radikalen Schlussstrich und wand sich seiner Leidenschaft Wein und der Heimat seiner Kindheit zu. Dort arbeitete er zunächst über 7 Jahre in verschiedenen Weingütern der Region Montsant, um grundlegende weinbauliche und önologische Erfahrungen zu sammeln. 2003 erwarb er in der Gemeinde Capçanes im D.O. Montserrat seinen ersten Weinberg - Grundstein des seither expansiven Familienweinguts. Mit Geschick kaufte und renovierte er in Gratallops ein historisches Anwesen aus dem 17. Jahrhundert mit dazu gehörigen Kellerräumen, das heutige Stammhaus von Josep Grau Viticultor. Mittlerweile bewirtschaftet Josep Grau in D.O. Montsant und D.O.Q. Priorat etwa 36 Hektar Weinberge - ein Puzzlewerk an Parzellen, unterschiedlichster Terroirs in den Gemeinden Marçà, Capçanes und Falset. Josep Grau kultiviert v.a. die traditionellen roten Sorten Garnacha tinta, Carignan und Samsó (ergänzt durch Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot), sowie die weißen Sorten Garnacha blanca und Macabeu (+ Chardonnay, u.a.). Josep Grau ist davon überzeugt, hervorragende und authentische Weine - unter Einbeziehung biodynamischer und ökologischer Methoden – mit nur wenigen, wirklich notwendige Eingriffen erzeugen zu können. Bei önologischen Entscheidungen lässt er sich nicht von Modeerscheinungen oder Expertenmeinungen leiten, sondern verfolgt seinen ganz eigenen Stil. Authentizität und Individualität des einzelnen Terroirs sollen sich ungehindert im Wein widerspiegeln! Die D.O. Montsant und das Priorat sind für hervorragende Rotweine bekannt. Neben den neun regionaltypischen Rotweinen führt Josep Grau auch zwei Weißweine und einen Rosé im Portfolio (letzterer kürzlich durch die Zeitschrift „El Pais“ in die Riege der besten 10 Sommer-Rosé eingereiht). Mit „Granit“ ist Josep Grau zudem ein überaus komplexer und ausdrucksstarker Weißwein der D.O. Montsant gelungen. Derzeit werden bei Josep Grau Viticutlor rund einhunderttausend Flaschen hergestellt. Für den Inlandsvertrieb hat man in Barcelona die Vinothek „Tast de Vin“ eingerichtet. 70% seiner Weine werden mittlerweile exportiert. Der internationale Erfolg seiner Weine gibt Josep Grau, seinen Visionen und unternehmerischem Tun Recht. Seine Weine, die nur in kleinen Stückzahlen mit konstant hohem Qualitätsniveau produziert werden, zählen zu den elegantesten und differenziertesten der Region Priorat
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