VerkostungsnotizIntensives, strahlendes Rubingranat, in der Nase betörender Duft nach Brombeeren und Schwarzkirsche, leicht erdig-würzige Noten, Anklänge von Mineralität. Am Gaumen vollmundig und saftig, mit delikater Fruchtsüße und animierender Säure, ein von kühler Mineralik geprägter, ausdrucksvoller Wein, elegant und von großer Nachhaltigkeit. Weingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Blaufränkisch Vielfalt 2019, QW
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich · In Bio-Konversion
1. Einleitung
Der Blaufränkisch Vielfalt 2019 von Gober & Freinbichler steht für einen zugänglichen, zugleich herkunftsbetonten Zugang zur wichtigsten Rotweinsorte des Mittelburgenlands. Blaufränkisch verbindet hier dunkle und rote Beerenfrucht mit pfeffriger Würze, lebendiger Säure und einer markanten, aber idealerweise gut eingebundenen Tanninstruktur.
Schon der Name „Vielfalt“ legt den Schwerpunkt auf die facettenreiche Ausdruckskraft der Rebsorte. Im Unterschied zu einem ausdrücklich als Riedenwein bezeichneten Blaufränkisch lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, dass der Wein aus einer bestimmten Einzellage stammt oder mehrere konkrete Lagen vereint. Eine genaue Herkunfts- und Ausbauzuordnung sollte deshalb auf gesicherten Produktangaben beruhen.
Der Jahrgang 2019 bietet einen passenden Rahmen für einen Blaufränkisch, bei dem Frucht und Struktur zusammenfinden. Nach mehreren Jahren Flaschenreife können sich die anfänglich fruchtigen Aromen zunehmend mit würzigen und erdigen Nuancen verbinden. Wie ausgeprägt diese Entwicklung bei der konkreten Flasche ist, hängt von ihrer Lagerung ab.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe
Dunkles Kirschrot mit rubinroten Reflexen. Die Farbe wirkt konzentriert, bleibt dabei jedoch typisch für einen Blaufränkisch, dessen Ausdruck nicht allein auf Dichte, sondern auch auf Frische und Klarheit beruht.
Nase
Im Duft dominieren saftige, dunkle Kirschen. Die Frucht ist eher herb und kühl als süß oder marmeladig. Dazu kommen dezente Holztöne und eine zurückhaltende Würze, die an Kräuter und grünen Pfeffer denken lässt. Die Aromatik ist bewusst geradlinig: Statt einer Vielzahl übereinanderliegender Duftnoten steht die präzise Interpretation der Kirschfrucht im Vordergrund.
Gaumen
Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck konsequent fort. Die dunkle Kirsche wirkt saftig, herb und klar umrissen. Eine frische, kühlende Säure verleiht dem Wein Zug und verhindert, dass die Frucht breit oder schwer erscheint. Zugleich sorgt die Extraktdichte für genügend Substanz, sodass die straffe Säure nicht karg wirkt.
Das Holz bleibt dezent im Hintergrund. Es prägt den Wein nicht mit dominanten Röstaromen, sondern fügt sich in die Gesamtstruktur ein. Die Tannine wirken im stilistischen Gesamtbild eher griffig als üppig; entscheidend ist die Balance zwischen Fruchtextrakt, Säure und einer angenehm trockenen Anmutung.
Abgang und Reifepotenzial
Der Nachhall ist für diesen Wein besonders charakteristisch: Die kühle Kirschfrucht bleibt lange präsent, begleitet von einer feinen pfeffrigen Würze. Der Eindruck ist geradlinig und nachhaltig, ohne unnötige Schwere. Gerade diese Konzentration auf wenige, klar erkennbare Elemente macht den Wein reizvoll.
Der Jahrgang 2019 ist inzwischen gereift. Die frische Säure und die klare Fruchtstruktur sprechen grundsätzlich für eine gewisse Entwicklungsfähigkeit. Ob die Flasche aktuell noch jugendliche Kirschfrucht zeigt oder bereits stärker gereifte Noten entwickelt hat, hängt von der Lagerung ab. Bei guter Aufbewahrung dürfte die Balance aus Frucht, Säure und Tannin weiterhin den Kern des Weins bilden.
4. Technische Daten
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Blaufränkisch Vielfalt
Jahrgang
2019
Herkunft
Mittelburgenland, Österreich
Weingutsstandort
Horitschon
Herkunft der Trauben
Horitschon und Neckenmarkt
Rebsorte
Blaufränkisch
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Geschmacksrichtung
Trocken
Alkohol
12,5 % vol.
Restzucker
1,0 g/l
Gesamtsäure
5,6 g/l
Boden
Gärung
Ausbau
Großes Holzfass laut Produktangabe
Verschluss
Drehverschluss laut Produktangabe
Flaschengröße
0,75 l
Bewirtschaftung
Trinktemperatur
14–16 °C
Trinkreife
Gereift; Zustand abhängig von Lagerung und Flaschenentwicklung
5. Speiseempfehlungen
Gegrillte Schweinefiletmedaillons mit Kräutern
Rindersteak mit Pfefferjus
Geschmorte Rinderbrust
Entenkeule mit Rotkraut
Lammkoteletts mit Rosmarin
Gebratene Kräuterseitlinge mit Polenta
Kartoffelgratin mit Bergkäse
Mittelgereifter Bergkäse
Verkostungsnotiz:Leuchtendes, dunkles Rubinrot mit granatroter Randaufhellung. In der Nase typischer würziger Blaufränkisch-Duft nach Kirschen, Nelken und roten Beeren, unterlegt von kräutriger Würze und Tabaknoten. Am Gaumen frisch, sehr saftig und würzig, vollmundig aber nicht opulent, dicht und sehr engmaschig gewoben, mit gut eingebundenen Tanninen. Ein komplexer, ausdrucksvoller Blaufränkisch von feiner Struktur, guter Balance und fruchtbetontem Nachhall. Gutes Lagerpotential. Weingut Weninger - Horitschon, MittelburgenlandFranz Weninger, der das Weingut 1982 von seinen Eltern übernahm, zählt zu den österreichischen Pionieren des Qualitätsweinbaus. Innerhalb kurzer Zeit nach Übernahme der Geschäfte griffen seine Qualitätsmaßnahmen, wie starke Ertragsreduktion, strenge Traubenselektion und gemächlicher Ausbau in Holzfässern. Seine Weine erregten mehr und mehr Aufsehen und schon bald galt er als Meister der österreichischen Rotweinszene.Die Weingärten umfassen 28 Hektar Rebfläche in den Rieden Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Hier wird seit einigen Jahren konsequent biodynamischer Weinbau betrieben. Es werden die Rotweinsorten Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Blauburgunder mit hoher Stockdichte von 6.000 Reben per Hektar kultiviert. Die Blaufränkisch-Stöcke der Rieden Dürrau und Hochäcker sind bis zu achtzig Jahre alt.Das Weingut ist Mitglied bei Blaufränkischland Mittelburgenland und Respect.
Blaufränkisch Eisenberg DAC 2018 QW – Spätfüllung
KRUTZLER · Deutsch-Schützen / Eisenberg · Südburgenland, Österreich
1. Einleitung
Der Blaufränkisch Eisenberg DAC 2018 QW – Spätfüllung von Krutzler führt in eine der markantesten Rotweinregionen Österreichs. Am Eisenberg zeigt Blaufränkisch seine unverwechselbare Verbindung aus dunkler Kirschfrucht, pfeffriger Würze und straffer Struktur. Statt auf bloße Kraft setzt dieser Herkunftsstil auf Frische, Kontur und einen langen, würzig-mineralischen Nachhall.
Die Abkürzung QW steht für Qualitätswein. Spätfüllung bezeichnet eine spätere Abfüllung, sagt für sich allein aber noch nichts Verbindliches über den Ausbau oder die tatsächliche Reifeentwicklung aus. Beim Jahrgang 2018 lohnt der Blick auf das Zusammenspiel von reifer Frucht und der lebendigen Säure, die Blaufränkisch seine Spannung verleiht.
Eine unabhängig bestätigte Verkostungsbewertung und vollständige Analysewerte speziell für diese Spätfüllung liegen mir nicht zuverlässig vor. Deshalb werden sensorische Eindrücke im Folgenden als stilistische Einordnung formuliert und nicht als persönliche Verkostung dieser konkreten Flasche ausgegeben.
2. Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Der Eisenberg im Südburgenland ist eine Herkunft mit eigenständigem Charakter. Rund um Deutsch-Schützen prägen sanfte Hügel, unterschiedliche Bodenformationen und ein vergleichsweise kühler wirkendes Würzeprofil die Rotweine. Blaufränkisch steht hier im Zentrum: Die Sorte bringt dunkle Beeren, Kirsche, frische Säure und griffige Tannine mit – Eigenschaften, die sich am Eisenberg zu Weinen von besonderer Spannung verbinden können.
Die Böden der Region sind vielfältig. Eisenhaltige Lehme und schiefergeprägte Formationen werden mit dem Gebiet in Verbindung gebracht; die genaue Geologie hängt jedoch von der jeweiligen Ried ab. Ohne eine bestätigte Parzellenangabe lässt sich der Wein keinem einzelnen Bodentyp sicher zuordnen. Der Herkunftscharakter entsteht vielmehr aus dem Zusammenspiel von Rebsorte, Standort und dem Stil des Weinguts.
Der Jahrgang 2018 brachte in vielen österreichischen Weinbaugebieten reife Trauben und eine ausgeprägte Fruchtfülle hervor. Bei Blaufränkisch kann sich das in dunklerer Frucht und einem großzügigeren Gaumengefühl zeigen. Entscheidend ist, ob die Säure die Reife balanciert und das Tannin genügend Frische bewahrt. Am Eisenberg ist gerade dieses Verhältnis wichtig: Ein guter Wein soll nicht nur reif und dicht wirken, sondern auch seine Herkunft durch Würze, Zug und Struktur erkennen lassen.
Die spätere Abfüllung macht den Wein zusätzlich interessant. Eine längere Zeit im Keller vor der Abfüllung kann zur Integration beitragen; ob und wie stark dies bei dieser konkreten Flasche der Fall ist, lässt sich aus der Bezeichnung allein nicht ableiten.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Stilistische Einordnung auf Grundlage von Herkunft, Rebsorte und Jahrgang; nicht als unabhängig bestätigte Verkostung der konkreten Spätfüllung zu verstehen.
Farbe
Zu erwarten ist ein kräftiges Rubinrot mit dunklem Kern. Mit zunehmender Flaschenreife können sich am Rand erste granatrote Reflexe zeigen. Die tatsächliche Farbentwicklung hängt vom Flaschenzustand und der Lagerung ab.
Nase
Die Aromatik dürfte von dunklen Kirschen, Brombeeren und reifen Waldbeeren geprägt sein. Dazu passen die typische pfeffrige Würze des Blaufränkisch, getrocknete Kräuter und eine dezente erdige Note. Mit der Reife können Tabak, Unterholz und würzige Nuancen stärker hervortreten. Die Frucht des warmen Jahrgangs 2018 könnte dabei etwas reifer und dunkler wirken als bei kühleren Jahrgängen, ohne dass der Wein zwangsläufig an Frische verlieren muss.
Gaumen
Am Gaumen ist ein Zusammenspiel aus reifer Frucht, lebendiger Säure und strukturiertem Tannin zu erwarten. Die Kirschfrucht dürfte den Kern bilden, während Pfefferwürze und kräuterige Akzente für Tiefe sorgen. Typisch für den Eisenberg ist die Spannung zwischen reifer Frucht und einer eher kühlen, geradlinigen Stilistik. Im besten Fall wirkt der Wein dadurch kraftvoll, ohne schwer zu werden, und saftig, ohne seine Kontur einzubüßen.
Abgang und Reifepotenzial
Der Nachhall sollte stilistisch von dunkler Frucht, würzigen Akzenten und einer feinen herben Note getragen sein. Der Jahrgang 2018 besitzt grundsätzlich das Potenzial für gereifte, harmonische Rotweine; wie weit dieser Wein heute entwickelt ist, lässt sich ohne aktuelle Flaschenprobe nicht seriös festlegen. Bei guter Lagerung kann sich die Frucht mit tertiären Aromen verbinden, während das Tannin weicher und die Würze komplexer wird.
Für den Genuss empfiehlt sich eine moderate Serviertemperatur. Den Wein zunächst im Glas öffnen lassen und erst dann entscheiden, ob eine längere Belüftung sinnvoll ist.
4. Technische Daten
Weingut
Krutzler
Wein
Blaufränkisch Eisenberg DAC QW – Spätfüllung
Jahrgang
2018
Herkunft
Deutsch-Schützen / Eisenberg, Südburgenland, Österreich
Rebsorte
Blaufränkisch
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Herkunftsbezeichnung
Eisenberg DAC
Geschmacksrichtung
trocken
Alkohol
13,0 %
Restzucker
1,0 g/l
Gesamtsäure
6,1 g/l
Boden
Regionale Bodenvielfalt; konkrete Lage und Parzelle nicht bestätigt
Ausbau
Für die Spätfüllung nicht verlässlich bestätigt
Verschluss
Kork
Flaschengröße
0,75 l
Empfohlene Trinktemperatur
16–18 °C
Trinkreife
Abhängig von Flaschenlagerung und aktuellem Reifezustand
5. Speiseempfehlungen
Rosa gebratenes Rinderfilet mit Pfeffersauce
Geschmorte Rinderbacken
Lammkrone mit Rosmarin
Rehkeule mit Wacholderjus
Entenbrust mit dunkler Kirschsauce
Geschmorte Ochsenbäckchen mit Wurzelgemüse
Pilzrisotto mit gereiftem Bergkäse
Hartkäse aus Rohmilch
Blaufränkisch Eisenberg DAC 2016 – Spätfüllung
KRUTZLER · Deutsch-Schützen / Eisenberg · Südburgenland, Österreich
1. Einleitung
Der Blaufränkisch Eisenberg DAC 2016 von Krutzler steht für eine Herkunft, die Österreichs Rotweincharakter besonders prägnant ausdrückt: kühle Würze, dunkle Beerenfrucht und eine mineralisch geprägte Struktur. Am Eisenberg trifft die kraftvolle, dunkelfruchtige Seite des Blaufränkisch auf eine markante Säure und ein feinkörniges Tanningerüst. Das Ergebnis ist idealerweise kein opulenter Kraftwein, sondern ein charaktervoller, langlebiger Rotwein mit Herkunftsausdruck.
Der Zusatz „Spätfüllung“ weist auf eine spätere Abfüllung hin. Das kann dem Wein zusätzliche Zeit zur Reifung vor dem Verkauf ermöglicht haben; für sich allein belegt die Bezeichnung allerdings weder eine bestimmte Ausbauweise noch eine längere Flaschenreife. Beim Jahrgang 2016 steht heute vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie sich Frucht, Würze und Gerbstoffe über die Jahre verbunden haben.
Eine belastbare, eindeutig diesem Wein und der Spätfüllung zuzuordnende aktuelle Bewertung sowie vollständige technische Analysewerte liegen mir nicht gesichert vor. Deshalb verzichte ich auf unbestätigte Punktzahlen und exakte Laborwerte.
2. Die Geschichte dieses Weins und seiner Herkunft
Der Eisenberg im Südburgenland zählt zu den eigenständigsten Rotweinherkünften Österreichs. Die Landschaft ist geprägt von Hügeln, kleinen Weinorten und einer Weinbaukultur, die den Blaufränkisch in den Mittelpunkt stellt. In Deutsch-Schützen und rund um den Eisenberg entstehen Weine, deren Profil weniger von süßer Frucht und breiter Fülle als von Spannung, Würze und einer kühlen, steinigen Anmutung lebt.
Die Böden der Region sind vielfältig. Am Eisenberg spielen eisenhaltige, teils schiefer- und kalkgeprägte Formationen eine Rolle; die genaue Zusammensetzung hängt von der jeweiligen Ried ab. Der Name der Herkunft allein erlaubt daher keine sichere Aussage über den Boden eines konkreten Weinbergs. Ohne bestätigte Lagenangabe sollte der Wein nicht einer bestimmten Bodenformation zugeschrieben werden.
Blaufränkisch besitzt von Natur aus eine markante Säure, dunkle Frucht und die Fähigkeit, ein präzises Tanningerüst auszubilden. Am Eisenberg wird diese Kombination häufig durch Pfefferwürze, Kräuternoten und eine mineralisch wirkende Strenge ergänzt. Die Weine können in ihrer Jugend fest und verschlossen erscheinen, gewinnen mit Flaschenreife aber oft an Harmonie und aromatischer Tiefe.
Der Jahrgang 2016 ist heute weit genug gereift, um erste tertiäre Nuancen entwickeln zu können. Wie weit dieser Prozess bei der konkreten Flasche fortgeschritten ist, hängt von Lagerung, Füllzeitpunkt und Flaschenzustand ab. Die Bezeichnung „Spätfüllung“ macht eine individuelle Prüfung des Reifezustands besonders interessant.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Stilistische Einordnung auf Basis der Herkunft, des Jahrgangs und verfügbarer Angaben zu Krutzlers Eisenberg-Blaufränkisch; keine unabhängig bestätigte aktuelle Verkostung genau dieser Spätfüllung.
Farbe
Ein gereifter Blaufränkisch dieser Herkunft ist in einem dunklen Rubinrot bis Rubingranat zu erwarten. Am Rand können sich mit zunehmender Reife erste ziegelrote Nuancen zeigen. Der genaue Farbeindruck der konkreten Flasche lässt sich ohne Verkostung nicht zuverlässig beurteilen.
Nase
Im Mittelpunkt steht die dunkle bis rotbeerige Frucht des Blaufränkisch: Herzkirsche, Brombeere und reife Waldbeeren, begleitet von einer kühlen Kräuterwürze. Mit Flaschenreife können getrocknete Kräuter, etwas Unterholz, Tabak oder dezente erdige Töne hinzukommen. Eine steinige, leicht rauchige Anmutung passt zum Stil des Eisenbergs, sollte bei dieser Flasche aber als mögliche Entwicklung und nicht als gesicherter Einzelbefund verstanden werden.
Gaumen
Die Rebsorte bringt gewöhnlich eine lebendige Säure und ein deutliches, mit der Reife zunehmend integriertes Tanningerüst mit. Für Krutzlers Eisenberg-Stil ist eine Verbindung aus saftiger Kirschfrucht, würziger Tiefe und geradliniger Struktur charakteristisch. Der Wein sollte deshalb eher über Spannung und Kontur als über bloße Schwere wirken. Mit zunehmender Flaschenreife kann die Frucht weniger primär erscheinen und Raum für würzige, erdige und leicht herbe Nuancen schaffen.
Abgang und Reife
Der Eisenberg-Blaufränkisch lebt von einem Nachhall, in dem Frucht, Säure und mineralisch wirkende Würze zusammenfinden. Bei einem Wein des Jahrgangs 2016 ist inzwischen eine gereifte Ausprägung möglich. Ob die Frucht noch frisch und präzise oder bereits deutlich tertiär geprägt ist, hängt wesentlich von der Lagerung ab. Vor dem Servieren empfiehlt sich, die Flasche vorsichtig zu öffnen und den Wein zunächst im Glas zu beobachten. Eine längere Belüftung sollte erst erfolgen, wenn sich zeigt, dass er davon profitiert.
4. Technische Daten
Weingut
Krutzler
Wein
Blaufränkisch Eisenberg DAC – Spätfüllung
Jahrgang
2016
Herkunft
Deutsch-Schützen / Eisenberg, Südburgenland, Österreich
Rebsorte
Blaufränkisch
Herkunftsbezeichnung
Eisenberg DAC
Geschmacksrichtung
Trocken
Alkohol
13,5 % vol. für den gelisteten Eisenberg DAC 2016; für die Spätfüllung nicht separat bestätigt
Restzucker
1,1 g/l für den gelisteten Eisenberg DAC 2016; für die Spätfüllung nicht separat bestätigt
Gesamtsäure
5,7 g/l für den gelisteten Eisenberg DAC 2016; für die Spätfüllung nicht separat bestätigt
Boden
Eisenhaltiger Lehm und Schiefer werden für Krutzlers Eisenberg-Weine beschrieben; konkrete Parzelle nicht bestätigt
Ausbau
Verschluss
Flaschengröße
0,75 l für den gelisteten Jahrgang 2016
Trinktemperatur
Etwa 16–18 °C
Trinkreife
Individuell abhängig von Lagerung und Flaschenzustand; vor dem Servieren prüfen
Bewertung
Für den Jahrgang 2016 sind 92 Falstaff-Punkte für einen Krutzler Eisenberg DAC Reserve dokumentiert. Die eindeutige Zuordnung zur Spätfüllung ist nicht gesichert.
5. Speiseempfehlungen
Rosa gebratenes Rinderfilet mit Pfeffersauce
Geschmorte Rinderbacken
Rehschulter mit Wacholderjus
Entenbrust mit Kirschsauce
Lammkrone mit Rosmarin
Geschmorte Ochsenbäckchen mit Wurzelgemüse
Pilzrisotto mit gereiftem Bergkäse
Hartkäse aus Rohmilch
Verkostungsnotiz:Dunkles Rubinrot mit granatroten Reflexen. In der Nase feinstes Kirschkonfit, schwarze Johannisbeere und Zwetschken, viel reife rote Beeren unterlegt von Röstaromen, Unterholznoten und Gewürzen (schwarzer Pfeffer), sehr facettenreich. Am Gaumen elegant und tiefgründig, wieder feine Frucht und viel Extrakt, von gut integrierter Säure und einer reifen Tanninstruktur gestützt. Eine echte Weinpersönlichkeit mit langem, animierendem Abgang. Weingut Weninger - Horitschon, MittelburgenlandFranz Weninger, der das Weingut 1982 von seinen Eltern übernahm, zählt zu den österreichischen Pionieren des Qualitätsweinbaus. Innerhalb kurzer Zeit nach Übernahme der Geschäfte griffen seine Qualitätsmaßnahmen, wie starke Ertragsreduktion, strenge Traubenselektion und gemächlicher Ausbau in Holzfässern. Seine Weine erregten mehr und mehr Aufsehen und schon bald galt er als Meister der österreichischen Rotweinszene.Die Weingärten umfassen 28 Hektar Rebfläche in den Rieden Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Hier wird seit einigen Jahren konsequent biodynamischer Weinbau betrieben. Es werden die Rotweinsorten Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Blauburgunder mit hoher Stockdichte von 6.000 Reben per Hektar kultiviert. Die Blaufränkisch-Stöcke der Rieden Dürrau und Hochäcker sind bis zu achtzig Jahre alt.Das Weingut ist Mitglied bei Blaufränkischland Mittelburgenland und Respect.
Verkostungsnotiz:folgt in Kürze...Weingut gsellmann hans & andreas - Gols, NeusiedlerseeDas Weingut wird von Hans und seinem Sohn Andreas Gsellmann geleitet. Die Weintradition reicht zurück bis ins Jahr 1800.Es wird seit 2007 konsequent biologisch-dynamischer Weinbau praktiziert und im Jahr 2011 erfolgte die entsprechende Zertifizierung.Die Weingärten umfassen 20 Hektar Rebfläche (davon vier gepachtet) in den Rieden Altenberg, Gabarinza, Goldberg, Rosenberg, Salzberg, Spiegel, Ungerberg und Zwickelacker. Sie sind zu 84% mit den roten Sorten Blauer Zweigelt (Hauptsorte mit 43%), Blaufränkisch (21%), St. Laurent (8%), Pinot Noir (6%) und Merlot (6%), sowie zu 16% mit den weißen Sorten Chardonnay (7%), Weißburgunder (3%), Grauburgunder, Scheurebe (3%) und Welschriesling (3%) bestockt. Von 15 Hektar werden Trauben zugekauft.
Steiner Soproni Kékfrankos 2018 (Bio) – Weninger Pincészet
Sopron · Ungarn · 100 % Kékfrankos (Blaufränkisch)
Ein charaktervoller Rotwein aus einer außergewöhnlichen Lage nahe dem Neusiedler See: Der Steiner 2018 verbindet dunkle Beerenfrucht mit Kräuterwürze, mineralischer Spannung und markanten, zugleich geschmeidigen Tanninen. Die alten Reben wurzeln in steinigem Gneis- und Glimmerschieferboden, der sich tagsüber erwärmt und dem Wein seine eigenständige Würze verleiht. Der 24-monatige Ausbau in 500-Liter-Fässern gibt ihm zusätzliche Tiefe, ohne seine Herkunft zu überdecken.
Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt sich der Steiner in dichtem Rubingranat. Die Nase öffnet sich mit Brombeeren, reifen Zwetschken und Schwarzkirschen, begleitet von Kräutern, Eukalyptus und einem Hauch dunkler Schokolade. Mit etwas Luft treten die würzigen und erdigen Nuancen stärker hervor.
Am Gaumen wirkt der Blaufränkisch saftig und konzentriert. Eine feingliedrige Säure hält die dunkle Frucht lebendig, während die engmaschigen Tannine dem Wein Struktur und Griff verleihen. Die lange Reife im Holz unterstützt seine Dichte und Geschmeidigkeit. Der Nachhall ist lang, würzig und von dunkler Frucht geprägt.
Die Geschichte des Weins
Die Lage Steiner befindet sich bei Sopron am südwestlichen Ende des Neusiedler Sees. Bereits 1680 wurde dieser Weinberg in den Chroniken der Stadt als eine der wertvollsten Lagen Westungarns beschrieben. Die sanft nach Osten zum See geneigte Hanglage liegt auf etwa 184 Metern Seehöhe.
Besonders prägend ist der Boden: Verwitterter Gneis und Glimmerschiefer reichen bis nahe an die Oberfläche. Das Gestein macht den Boden durchlässig, trocken und warm. Tagsüber speichert es Wärme, was die Reife der Trauben unterstützt. Laut Weingut sind die Reben rund 50 Jahre alt. Die kargen, steinigen Bedingungen tragen zur würzigen Aromatik, dunklen Beerenfrucht und ausgeprägten Tanninstruktur des Weins bei.
Weninger bewirtschaftet die Lage biologisch und biodynamisch nach den Richtlinien von respekt-BIODYN. Die Trauben für den Jahrgang 2018 wurden selektiv von Hand gelesen. Die Gärung erfolgte spontan über 14 Tage in Holz- oder Betongärbehältern. Anschließend reifte der Wein 24 Monate in 500-Liter-Fässern. Der natürliche biologische Säureabbau rundete die Struktur ab. Im Februar 2021 wurde der Wein unfiltriert abgefüllt; die Produktion umfasste lediglich 1.200 Flaschen.
Speisenempfehlung
Die dunkle Frucht, die Kräuterwürze und die präsenten Tannine machen den Steiner zu einem hervorragenden Begleiter kräftiger Speisen.
Rind: kurz gebratenes Rinderfilet, Entrecôte oder geschmorte Rinderbackerl
Lamm: Lammkarree mit Rosmarin oder geschmorte Lammschulter
Wild: Reh, Hirsch oder Wildschwein mit dunkler Sauce
Pilze: gebratene Kräuterseitlinge oder ein kräftiges Pilzragout
Ungarische Küche: geschmortes Rindergulasch oder würzige Paprikagerichte
Käse: gereifter Bergkäse, Hartkäse oder kräftiger Camembert
Besonders empfehlenswert ist die Kombination mit Lammkarree oder Rindfleisch vom Grill. Röstaromen und kräftige Fleischaromen ergänzen die dunkle Frucht, während Eiweiß und Fett die Tanninstruktur angenehm abrunden.
VerkostungsnotizSattes, leuchtendes Rubingranat, in der Nase ausgeprägter Duft nach reifer Beerenfrucht, Brombeeren, Schwarzkirschen, feine Röstnoten, Lakritz und getrocknete Kräuter begleitet von mineralischen Tönen. Am Gaumen setzt sich die Frucht wunderbar fort, sehr stoffig und dicht, jugendliches aber bereits feinkörniges Tannin, extraktsüßer Kern mit angenehm feingliedrieger Säure, ein kraftvoller, eleganter Blaufränker mit langem Abgang und einem vielversprechendem Reifepotential.Weingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Blaufränkisch Ried Hussi 2019, QW
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich · In Bio-Konversion
1. Einleitung
Der Blaufränkisch Ried Hussi 2019 von Gober & Freinbichler ist ein Lagenwein, dessen Stärke in der Präzision liegt: kühle rote Frucht, kräuterig-erdige Würze und eine feine, kreidige Tanninstruktur. Statt mit opulenter Kraft beeindruckt er durch Eleganz, Spannung und einen langen, klar gezeichneten Nachhall.
Die Ried Hussi liegt bei Neckenmarkt im westlichen Mittelburgenland. Ihr Muschelkalkboden prägt den Charakter des Blaufränkisch auf besondere Weise: Die Frucht wirkt eher kühl und fein als marmeladig, während die Tannine eine beinahe kreidige Textur entwickeln. Damit verkörpert dieser Wein eine eigenständige, terroirbetonte Interpretation der Rebsorte.
Der Jahrgang 2019 verbindet reife Frucht mit struktureller Frische. Bei diesem Wein steht jedoch nicht die Konzentration allein im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel aus feiner Aromatik, engmaschigem Tannin und mineralisch wirkender Spannung.
2. Die Geschichte dieses Weins und seiner Herkunft
Gober & Freinbichler steht für einen eigenständigen Zugang zum Blaufränkisch im Mittelburgenland. Das gemeinsame Weingut von Dominik Gober und Gerald Freinbichler hat seinen Sitz in Horitschon; die beiden Winzer arbeiten vor allem mit Blaufränkisch aus Horitschon und Neckenmarkt. Ihr Ansatz stellt Herkunft und die Unterschiede zwischen den einzelnen Lagen in den Vordergrund.
Die Ried Hussi befindet sich nicht direkt in Horitschon, sondern bei Neckenmarkt auf einem Hochplateau in rund 350 Metern Seehöhe. Die Lage liegt am westlichen Rand des Mittelburgenlands, nahe dem Ödenburger Gebirge. Ihr Muschelkalkboden unterscheidet sie von den tiefgründigen, eisenhaltigen Lehm- und Tonböden, die für andere Teile der Region typisch sind.
Muschelkalk ist für diesen Wein besonders relevant. Er bildet den geologischen Hintergrund für einen Blaufränkisch, der mit kühler Frucht, feiner Würze und einem straffen, kreidig wirkenden Tanningerüst beschrieben wird. Solche Böden verleihen dem Wein nicht buchstäblich einen bestimmten Geschmack; vielmehr wirken Standort, Wasserhaushalt, Reben und Ausbau zusammen und prägen die Struktur und Reife der Trauben.
Die Reben der Ried Hussi werden mit etwa 35 bis 40 Jahren angegeben. Die Gärung erfolgt spontan, der Ausbau in gebrauchten Barriques. Das zurückhaltende Holz soll die Herkunft nicht überdecken, sondern dem Wein Struktur und Zeit zur Entwicklung geben. Der Betrieb befand sich zum betreffenden Zeitpunkt in der Umstellung auf ökologischen Weinbau – die Bezeichnung „in Konversion“ ist daher von einer bereits abgeschlossenen Bio-Zertifizierung zu unterscheiden.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe
Ein klares Rubinrot mit dunklerem Kern entspricht dem zu erwartenden Erscheinungsbild dieses Blaufränkisch. Mit zunehmender Reife können granatrote Reflexe entstehen. Eine verlässliche Beschreibung der konkreten Flasche setzt eine aktuelle Verkostung voraus.
Nase
Die Nase zeigt sich charakteristisch kühl und fein gezeichnet. Rote Kirschen und helle rote Beeren stehen im Vordergrund, begleitet von kräuterigen und erdig-würzigen Nuancen. Statt süßlich-reifer Frucht dominiert ein präziser, eher zurückhaltender Ausdruck. Die kreidige Mineralität wirkt dabei weniger wie ein einzelnes Aroma als wie eine Vorstellung von Spannung und Textur, die sich bereits im Duft ankündigt.
Gaumen
Am Gaumen überzeugt der Wein durch Vielschichtigkeit und einen ausgesprochen eleganten Körper. Die rote Frucht bleibt frisch und klar, während die Säure dem Wein Lebendigkeit verleiht. Besonders prägend ist das feine, engmaschige Tanningerüst: Die Gerbstoffe wirken nicht grob oder austrocknend, sondern filigran und kreidig. So entsteht eine bemerkenswerte Verbindung von Struktur und Finesse.
Der Ausbau in gebrauchten Barriques fügt sich in dieses Bild ein. Er ist darauf ausgerichtet, die Herkunft nicht mit dominanten Röstaromen zu überdecken. Der Wein gewinnt dadurch seine Kontur aus Frucht, Tannin und Herkunft, nicht aus vordergründiger Holzwürze.
Abgang und Reifepotenzial
Der Abgang ist lang und von einer feinen, mineralisch wirkenden Spannung getragen. Rote Frucht, Kräuterwürze und die kreidige Tannintextur bleiben miteinander verwoben. Gerade diese Kombination macht den Ried Hussi zu einem charaktervollen Lagenwein: Er wirkt nicht schwer, sondern präzise und nachhaltig.
Der Jahrgang 2019 ist inzwischen gereift. Bei sachgerechter Lagerung dürfte die Verbindung aus feinem Tannin und frischer Frucht eine interessante Entwicklung ermöglichen. Ob die konkrete Flasche aktuell auf ihrem Höhepunkt ist oder noch Reserven besitzt, lässt sich ohne Verkostung nicht abschließend beurteilen.
4. Technische Daten
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Blaufränkisch Ried Hussi
Jahrgang
2019
Herkunft
Neckenmarkt, Mittelburgenland, Österreich
Weingutsstandort
Horitschon
Rebsorte
Blaufränkisch
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Lage
Ried Hussi
Boden
Muschelkalk
Höhenlage
Rund 350 m
Rebalter
Etwa 35–40 Jahre
Bewirtschaftung
In Konversion zum ökologischen Weinbau; Bio-Zertifizierung für diesen Jahrgang nicht bestätigt
Gärung
Spontangärung
Ausbau
Gebrauchte Barriques
Alkohol
13,0 %
Restzucker
1,0 g/l
Gesamtsäure
6,0 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken, stilistisch eingeordnet;
Verschluss
Nicht verlässlich bestätigt
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
15–17 °C
Trinkreife
Gereift; aktueller Zustand abhängig von der Lagerung
5. Speiseempfehlungen
Rosa gebratene Entenbrust mit Kräuterjus
Kalbsrücken mit Pilzen
Lammkarree mit Thymian
Rinderfilet mit Schalottenjus
Geschmorte Rehschulter
Steinpilzrisotto
Gebratene Kräuterseitlinge mit Polenta
Gereifter Bergkäse
VerkostungsnotizSattes, leuchtendes Rubingranat, in der Nase ausgeprägter Duft nach reifer Beerenfrucht, Brombeeren, Schwarzkirschen, feine Röstnoten, Lakritz und getrocknete Kräuter begleitet von mineralischen Tönen. Am Gaumen setzt sich die Frucht wunderbar fort, sehr stoffig und dicht, jugendliches aber bereits feinkörniges Tannin, extraktsüßer Kern mit angenehm feingliedrieger Säure, ein kraftvoller, eleganter Blaufränker mit langem Abgang und einem vielversprechendem Reifepotential. Weingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Verkostungsnotiz:Dunkles Rubinrot mit violetter Randaufhellung. In der Nase betörende Kirsch- und Brombeerfrucht, getrocknete Kräuter, begleitet von kühl-mineralischen Tönen und deutlichen Röstnoten. Am Gaumen komplex und vollmundig, mit straffem, feinkörnigem Tannin, gute Balance, mit animierendem Fruchtextrakt und gut stützender Säure, ein kraft- und charaktervoller Wein mit langem Abgang und gutem Alterungspotential. Weingut Weninger - Horitschon, MittelburgenlandFranz Weninger, der das Weingut 1982 von seinen Eltern übernahm, zählt zu den österreichischen Pionieren des Qualitätsweinbaus. Innerhalb kurzer Zeit nach Übernahme der Geschäfte griffen seine Qualitätsmaßnahmen, wie starke Ertragsreduktion, strenge Traubenselektion und gemächlicher Ausbau in Holzfässern. Seine Weine erregten mehr und mehr Aufsehen und schon bald galt er als Meister der österreichischen Rotweinszene.Die Weingärten umfassen 28 Hektar Rebfläche in den Rieden Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Hier wird seit einigen Jahren konsequent biodynamischer Weinbau betrieben. Es werden die Rotweinsorten Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Blauburgunder mit hoher Stockdichte von 6.000 Reben per Hektar kultiviert. Die Blaufränkisch-Stöcke der Rieden Dürrau und Hochäcker sind bis zu achtzig Jahre alt.Das Weingut ist Mitglied bei Blaufränkischland Mittelburgenland und Respect.
Verkostungsnotiz:Dunkles Rubinrot mit violetter Randaufhellung. In der Nase betörende Kirsch- und Brombeerfrucht, getrocknete Kräuter, begleitet von kühl-mineralischen Tönen und deutlichen Röstnoten. Am Gaumen komplex und vollmundig, mit straffem, feinkörnigem Tannin, gute Balance, mit animierendem Fruchtextrakt und gut stützender Säure, ein kraft- und charaktervoller Wein mit langem Abgang und gutem Alterungspotential. Weingut Weninger - Horitschon, MittelburgenlandFranz Weninger, der das Weingut 1982 von seinen Eltern übernahm, zählt zu den österreichischen Pionieren des Qualitätsweinbaus. Innerhalb kurzer Zeit nach Übernahme der Geschäfte griffen seine Qualitätsmaßnahmen, wie starke Ertragsreduktion, strenge Traubenselektion und gemächlicher Ausbau in Holzfässern. Seine Weine erregten mehr und mehr Aufsehen und schon bald galt er als Meister der österreichischen Rotweinszene.Die Weingärten umfassen 28 Hektar Rebfläche in den Rieden Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Hier wird seit einigen Jahren konsequent biodynamischer Weinbau betrieben. Es werden die Rotweinsorten Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Blauburgunder mit hoher Stockdichte von 6.000 Reben per Hektar kultiviert. Die Blaufränkisch-Stöcke der Rieden Dürrau und Hochäcker sind bis zu achtzig Jahre alt.Das Weingut ist Mitglied bei Blaufränkischland Mittelburgenland und Respect.
Verkostungsnotiz:Dunkles Rubinrot mit violetter Randaufhellung. In der Nase betörende Kirsch- und Brombeerfrucht, getrocknete Kräuter, begleitet von kühl-mineralischen Tönen und deutlichen Röstnoten. Am Gaumen komplex und vollmundig, mit straffem, feinkörnigem Tannin, gute Balance, mit animierendem Fruchtextrakt und gut stützender Säure, ein kraft- und charaktervoller Wein mit langem Abgang und gutem Alterungspotential. Weingut Weninger - Horitschon, MittelburgenlandFranz Weninger, der das Weingut 1982 von seinen Eltern übernahm, zählt zu den österreichischen Pionieren des Qualitätsweinbaus. Innerhalb kurzer Zeit nach Übernahme der Geschäfte griffen seine Qualitätsmaßnahmen, wie starke Ertragsreduktion, strenge Traubenselektion und gemächlicher Ausbau in Holzfässern. Seine Weine erregten mehr und mehr Aufsehen und schon bald galt er als Meister der österreichischen Rotweinszene.Die Weingärten umfassen 28 Hektar Rebfläche in den Rieden Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Hier wird seit einigen Jahren konsequent biodynamischer Weinbau betrieben. Es werden die Rotweinsorten Blaufränkisch, Merlot, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Blauburgunder mit hoher Stockdichte von 6.000 Reben per Hektar kultiviert. Die Blaufränkisch-Stöcke der Rieden Dürrau und Hochäcker sind bis zu achtzig Jahre alt.Das Weingut ist Mitglied bei Blaufränkischland Mittelburgenland und Respect.
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