Lugana DOC „Sopravento“ 2025 – 0,375 l
Pasini San Giovanni – Raffa di Puegnago del Garda, Lombardei | bio
Der Sopravento 2025 ist die elegante, charaktervolle Lugana-Selektion von Pasini San Giovanni. Ein 100 % Turbiana aus biologischem Anbau, der Frische und Mineralität mit etwas mehr Tiefe und Struktur verbindet. Die Halbflasche macht ihn besonders attraktiv als Begleiter zu einem einzelnen Gang oder als stilvollen Aperitif.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2025er hell strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist präzise und frisch: Zitrone, Limette und grüner Apfel treffen auf weißen Pfirsich und weiße Blüten. Dazu kommen feine Kräuter und eine dezente mineralische Würze. Am Gaumen wirkt der Sopravento trocken, saftig und geradlinig, mit lebendiger Säure und einer feinen, für Turbiana typischen phenolischen Struktur. Die Frucht ist klar und frisch, während die Mineralität für zusätzlichen Zug sorgt. Im Finale kommen Zitrus, grüner Apfel und eine feine Bittermandelnote zusammen. Die salzige Mineralität bleibt lange präsent.
Ein präziser, eleganter Lugana mit viel Trinkfluss – klein im Format, aber keineswegs klein im Charakter.Sopravento gehört zu den charaktervolleren Lugana-Weinen von Pasini San Giovanni. Der Name – italienisch für „über dem Wind“ – spielt auf die gut belüfteten Weinberge und den besonderen Einfluss des Gardasees an.Die Grundlage bildet Turbiana, die charakteristische Rebsorte des Lugana. Pasini San Giovanni bewirtschaftet seine Weinberge seit Jahren biologisch und legt großen Wert darauf, die Eigenart der Böden und des Mikroklimas möglichst unverfälscht in den Wein zu übertragen.Die Weinberge rund um den südlichen Gardasee stehen auf moränischen Böden, die durch die eiszeitlichen Gletscher entstanden sind. Lehm, Kalk, Sand und mineralische Ablagerungen verleihen der Turbiana ihren typischen Mix aus Zitrusfrucht, Frische, salziger Mineralität und feiner Bittermandel.Im Keller wird der Wein bewusst zurückhaltend behandelt. Die schonende Verarbeitung und temperaturkontrollierte Gärung erhalten die aromatische Klarheit; der Ausbau ohne dominierenden Holzeinsatz stellt Frische und Herkunft in den Mittelpunkt.
Der 2025er in der 0,375-l-Flasche ist besonders praktisch für die Gastronomie: Er bietet die Tiefe eines ernsthaften Lugana, ohne dass eine ganze Flasche geöffnet werden muss.
Perfekt zu
Die Halbflasche eignet sich ideal für einen einzelnen Gang:
Fisch-Carpaccio
Forelle, Barsch und Zander
Garnelen und Muscheln
Spaghetti alle vongole
Fischrisotto
Spargel
Artischocken
Vitello tonnato
leichte Pasta
mediterrane Antipasti
Besonders gelungen ist die Kombination mit Fisch-Carpaccio oder einem kleinen Risotto – die Säure und salzige Mineralität bringen Frische, während die feine phenolische Struktur genügend Charakter für die Speisenbegleitung besitzt.
Serviertemperatur: etwa 9–11 °C.
Trebbiano d’Abruzzo DOC „Vigna Corvino“ 2024 (Bio)
Contesa – Collecorvino, Pescara, Abruzzen
Der Vigna Corvino Trebbiano 2024 von Contesa ist ein unkomplizierter, trockener und angenehm frischer Weißwein aus Trebbiano d’Abruzzo und Trebbiano Toscano. Die Cuvée besteht aus 70 % Trebbiano d’Abruzzo und 30 % Trebbiano Toscano. Die biologisch bewirtschafteten Reben wachsen rund um Collecorvino auf etwa 250 Metern Höhe auf lehmig-schluffigen Böden und werden traditionell in der Pergola abruzzese erzogen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er hellgelb und klar.
Die Nase ist frisch und zurückhaltend mit weißen Blüten, grünem Apfel und feinen Zitrusnoten. Dazu kommt eine dezente pflanzlich-würzige Nuance, die dem Wein etwas mediterranen Charakter gibt. Am Gaumen präsentiert sich der Trebbiano trocken, leichtfüßig und knackig frisch. Die Apfelfrucht wird von einer lebendigen Säure getragen, während eine feine mineralisch-salzige Note für zusätzlichen Trinkfluss sorgt. Mit 12 % vol. Alkohol bleibt der Wein angenehm unkompliziert und eignet sich hervorragend für den täglichen Genuss. Der Ausbau erfolgt bewusst schlicht: schonende Pressung, temperaturkontrollierte Gärung und Reife im Edelstahl. Dadurch bleiben Frucht und Frische im Vordergrund. Das Finale ist frisch, trocken und sauber, mit grünem Apfel, Zitrus und einem dezenten mineralischen Nachhall.
Ein ehrlicher, klassischer Abruzzen-Trebbiano – frisch, unkompliziert und wunderbar vielseitig.Tradition im Weinberg, Klarheit im Keller.
Für den Vigna Corvino verwendet Contesa Trauben aus der traditionellen Pergola-Erziehung, die in den Abruzzen seit Generationen verbreitet ist. Die Reben wachsen auf rund 250 Metern Höhe rund um Collecorvino – ein Standort, der durch die Höhenlage und die nächtliche Abkühlung eine gute Balance zwischen Reife und Frische ermöglicht.
Auch im Keller bleibt Contesa bewusst traditionell und zurückhaltend. Die Trauben werden schonend gepresst, temperaturkontrolliert vergoren und anschließend im Edelstahl ausgebaut. So entsteht kein aufwendig gemachter Prestige-Weißwein, sondern ein Wein, der vor allem eines können soll: frisch, sauber und unkompliziert Freude machen.
Mit seiner Kombination aus Apfelfrucht, Blüten und knackiger Säure ist er der ideale Begleiter für die leichte italienische Küche.
Perfekt zu
Antipasti, Fisch und Meeresfrüchten, frittiertem Fisch, Pasta mit Gemüse, leichten Risotti, Geflügel und jungen Frischkäsen.
Verkostungsnotiz:Helles, klares Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase komplexe Aromen mit kräutrigen (Heu und Fenchel) und balsamischen Würznoten (Anissamen), sowie Anklänge von Pfirsich, Holunderblüte und Stachelbeere. Am Gaumen wieder komplexe, frische Frucht, vollmundig mit filigraner Struktur und mineralischen Assoziationen, sortentypisch, mit feiner Fruchtsüße und gut stützender, lebendiger Säure. Feine Exotik im herrlich-leichten Abgang. Ein feiner, sommerlicher Aperitif für die Terrasse! Bodegas Don Diego, La Seca, Valladolid, RuedaDie Weingärten von Tramoya sind zwar schon 45 bis 50 Jahre alt, aber sie repräsentieren die junge Winzer-Generation der alteingesessenen Familie Escudero. Pablo, Maria und Diego Escudero, die Kinder von Altmeister Pedro Escudero, verwirklichen hier ihre eigenen Vorstellungen von Weissweinrzeugung. Ihre Produkte präsentieren sich modern in Stilistik und Flaschenausstattung, ohne jedoch die gebiets- und rebsortentypischen Merkmale preiszugeben. Blitzsaubere, unverwechselbare Weine mit betörender Fruchtigkeit und der charakteristischen Kräuterwürze, die Liebhaber von Rueda-Weinen so sehr schätzen.
Rivaner 2024
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Rivaner 2024 von Karl H. Johner ist die unkomplizierte, frische Seite des Kaiserstuhls: leicht, saftig, aromatisch und animierend. Ein Wein, der weniger über Tiefe und Reife als über Frische, klare Frucht und Trinkfluss kommt.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne, Zitrusfrüchte und weiße Blüten, dazu ein Hauch von Kräutern und frischer Traube. Am Gaumen trocken, leichtfüßig und saftig, mit moderater Säure und einer angenehm frischen Frucht. Dazu kommen dezente mineralische Nuancen. Der Abgang ist frisch, unkompliziert und animierend.
Ein klassischer, moderner Rivaner – leichtfüßig, fruchtig und sehr trinkanimierend.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist besonders schön für den jungen, frischen Genuss. Hier geht es nicht um lange Lagerung, sondern um die unmittelbare Aromatik.
rinkfenster: jetzt bis etwa 2026–2027 Serviertemperatur: 7–9 °C
Am besten jung trinken und gut gekühlt servieren.
Perfekt zu
Sein leichter Charakter macht ihn zu einem sehr vielseitigen Essensbegleiter:
Spargel
leichte Salate
Gemüsegerichte
Fisch
Meeresfrüchte
Forelle
Sushi
leichte Pasta
Flammkuchen
Ziegenfrischkäse
Frischkäse
leichte badische Küche
Besonders schön zu weißem Spargel mit zerlassener Butter. Auch als Aperitif funktioniert er hervorragend.
Verkostungsnotiz:Strahlendes Strohgelb, in der Nase delikater Duft nach reifem Apfel, Pfirsich und Akazienblüte. Am Gaumen weich und sehr aromatisch, frisch-fruchtige Anmutung mit einer dezenten Würze, sehr gut balanciert und harmonisch, ein verspielter, animierender Frizzante in toller Ausstattung.Marsuret Farm, Guia di Valdobbiadene, Treviso, Venetien, ItalienAls Agostino Marsura 1936 das Weingut Marsuret begründete, bewies er ein feines Gespür für die Standortwahl. Das Weingut liegt, malerisch in eigenen Weinbergen eingebettet, mitten im Herzen des traditionellen Prosecco-Anbaugebiets im Val de Cune in Guia di Valdobbiadene. Die Rebflächen erstrecken sich über die DOCG-Zonen Cartizze, Col San Martino, Guia, Premaor, Rolle, Zuel und Le Serre.Während andere Erzeuger mit der neuen amtlichen Ursprungsbezeichnung des Prosecco Superiore, wodurch die gesamte Proseccowelt neu geordnet wurde, die Berechtigung verloren, ihre Weine mit der Bezeichnung Prosecco zu vermarkten, gehört Marsuret zu den Gewinnern der Neuordnung. Durch die Klassifikation der besten Lagen im historischen Anbaugebiet um die Städte Conegliano und Valdobbiadene, wo der Prosecco als schäumender Weißwein vor hundert Jahren geboren wurde, dürfen sich nur noch jene Qualitätserzeugnisse Prosecco nennnen, deren Gleratrauben von dort stammen.Die Rebflächen von Marsuret liegen in diesen ausgezeichneten Lagen, die durch steiles Hügelland und hoch gelegene Weinberge charakterisiert sind, die Weinbergsarbeit wegen dieser besonderen Bedingungen noch über-wiegend traditionell von Hand durchgeführt wird. Die Ausrichtung der Weinberge, ihr Mikroklima, welches sich durch hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht auszeichnet, sowie die Zusammensetzung der Böden mit steinigem Untergrund ergeben ein jeweils spezielles Terroir, das sich wiederum in der spezifischen Charakteristik der einzelnen Prosecci wiederspiegelt. Die ursprünglichen Gebäude des Familienguts wurden sukzessive über die Jahre erweitert und mit neuester Technologie modernisiert, so dass bei Marsuret Prosecci von höchster Qualität erzeugt werden. Es entstehen ausdrucksstarke und nervige Weine, die zu Recht zu den besten der Region gezählt werden.
Müller-Thurgau trocken VDP.Gutswein 2024 · bio
Rainer Sauer – Escherndorf, Franken
Der Müller-Thurgau trocken 2024 von Rainer Sauer zeigt die Rebsorte in einer klaren, trockenen und sehr frischen fränkischen Interpretation. Statt übertriebener Muskat-Aromatik steht hier die Kombination aus Zitrus, grünem Apfel, Kräutern und mineralischer Frische im Vordergrund.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne und Limette, dazu weiße Blüten, frische Kräuter und eine feine Muskatnote. Dahinter zeigt sich bereits eine für Rainer Sauer typische steinige, mineralische Frische. Am Gaumen trocken, schlank und saftig, mit lebendiger Säure. Die Frucht bleibt präzise und eher zurückhaltend, während Zitrus, Kräuter und eine feine mineralische Würze für Spannung sorgen. Das Finale ist frisch, trocken und leicht salzig, mit Zitrus und Kräutern.
Ein sehr trinkanimierender Müller-Thurgau, der seine Leichtigkeit mit fränkischer Präzision verbindet.
Stil
Der Wein ist ein schönes Beispiel dafür, dass Müller-Thurgau weit mehr kann als eine einfache, aromatische Einstiegsrebsorte.
Sein Aromenspiel:
grüner Apfel → Limette → Birne → weiße Blüten → Kräuter → feine Mineralität
Die Aromatik ist klar und fein, die Säure sorgt für Frische und macht ihn ausgesprochen essensfreundlich.
Jahrgang 2024
Der 2024er präsentiert sich jung und frisch. Die Kombination aus Frucht und Säure macht ihn bereits jetzt sehr zugänglich.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027–2028 Serviertemperatur: 7–9 °C
Nicht zu kalt servieren, damit sich die feine Muskat- und Kräuteraromatik entwickeln kann.
Perfekt zu
Ein unkomplizierter und vielseitiger Essensbegleiter:
Spargel
Forelle
Saibling
leichte Fischgerichte
Salate
Gemüse
Kräutergerichte
Ziegenfrischkäse
Fränkische Brotzeit
leichte Pasta
Geflügel
Besonders schön zu Forelle mit Kräutern und Zitrone. Auch Spargel mit neuen Kartoffeln und Kräuterbutter passt hervorragend.
Scheurebe „Vom Kalkstein“ trocken 2024, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth blickt in Westhofen auf eine lange Familientradition zurück und wird heute maßgeblich von Florian Fauth geprägt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 17,5 Hektar Weinberge rund um Westhofen und zählt zu den etablierten Spezialisten für trockene Rieslinge und Scheurebe. Die Herkunftsidee steht klar im Mittelpunkt: Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine sollen die kalkreichen Böden des Wonnegau widerspiegeln. Gerade bei der Scheurebe besitzt Florian Fauth besonderes Renommee. Falstaff bezeichnete die trockene Scheurebe vom Kalkstein bereits früher als überzeugenden Beleg für sein Gespür für diese Rebsorte.
Lage & Terroir
Der Wein stammt aus kalkreichen Parzellen in den Westhofener Spitzenlagen Morstein und Steingrube. Der Kalkstein prägt die Stilistik entscheidend und verleiht der aromatisch intensiven Rebsorte einen straffen, mineralischen Gegenpol.Dadurch entsteht eine Scheurebe, bei der die typische exotisch-würzige Sortenaromatik nicht isoliert wirkt, sondern von Frische, Mineralität und struktureller Spannung getragen wird.
Jahrgang 2024
Der Jahrgang wurde mit 12,5 % vol. Alkohol, 7,1 g/l Säure und 4,2 g/l Restzucker ausgebaut. Damit zeigt sich der Wein trocken, frisch und ausgesprochen animierend.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden per Handlese eingebracht und temperaturkontrolliert im Edelstahltank vergoren. Anschließend reift der Wein etwa sechs Monate auf der Feinhefe. Der Ausbau im Edelstahl bewahrt die präzise Scheurebenaromatik und hält den Wein klar, frisch und geradlinig.
Verkostung
Im Duft zeigt sich eine ausgesprochen sortentypische, aber präzise Aromatik. Pfirsich und Grapefruit stehen im Vordergrund, ergänzt durch Cassis und grüne Stachelbeere. Dahinter zeigt sich eine feine steinige Mineralität.Die Aromatik wirkt dabei nicht üppig oder parfümiert, sondern klar und fokussiert. Besonders schön ist die Verbindung von gelbfruchtiger Reife mit zitrischer und leicht herber Frische.
Am Gaumen
Saftig, straff und lebendig. Die Säure ist präzise eingebunden und sorgt für einen ausgesprochen guten Trinkfluss. Gleichzeitig besitzt der Wein spürbaren Fruchtextrakt und feinen Schmelz. Die mineralische Struktur tritt zunehmend hervor und gibt der Scheurebe einen festen, leicht griffigen Kern.Im Finale kommen dezente Gerbstoffnoten hinzu, die gemeinsam mit der Säure für zusätzlichen Grip und Spannung sorgen. Der Nachhall bleibt lange fruchtig-mineralisch und animierend.
Aromatik
Pfirsich
Grapefruit und Pampelmuse
grüne Stachelbeere
Cassis
Zitrusfrucht
feine Kräuterwürze
steinige Mineralität
dezente Gerbstoffwürze
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2024 ist aktuell keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder Eichelmann dokumentiert.Die Qualität und das Renommee der trockenen Seehof-Scheurebe sind allerdings historisch gut belegt. Der 2016er „vom Kalkstein“ erhielt beispielsweise 88 Falstaff-Punkte; Falstaff würdigte dabei ausdrücklich die typische Sortenaromatik, die pikante Säure und das Grapefruit-Finale.
Reifepotenzial
Der 2024er ist in erster Linie auf Frische und Trinkfluss ausgelegt. Als Trinkempfehlung wird aktuell ein Zeitraum bis etwa 2027 angegeben.In den ersten Jahren steht die klare Frucht im Vordergrund; mit etwas Flaschenreife können sich zusätzlich kräuterige, mineralische und leicht würzige Nuancen entwickeln.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die intensive Aromatik, ohne die Frische zu verlieren. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Sushi
Sashimi
asiatischer Küche mit moderater Schärfe
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Meeresfrüchten
Garnelen
hellem Geflügel
Sommersalaten
Ziegen- und Weichkäse
vegetarischen Gerichten mit Kräutern und Zitruskomponenten
Scheurebe „vom Kalkstein“ trocken 2025, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof wird von der Familie Fauth bereits in der vierten beziehungsweise fünften Generation in Westhofen geführt. Florian Fauth hat das Familienweingut zu einem der etablierten Betriebe des Wonnegau entwickelt. Rund um Westhofen entstehen vor allem trockene Rieslinge und Burgunder, ergänzt durch charaktervolle Sortenweine wie die Scheurebe. Das Weingut betont dabei ausdrücklich den Herkunftsgedanken: Gute Trauben aus den eigenen Weinbergen bilden die Grundlage für authentische, elegante Weine.Die Scheurebe „vom Kalkstein“ gehört zur trockenen Westhofener Linie des Hauses. Sie zeigt besonders deutlich, wie Florian Fauth die aromatisch intensive Rebsorte nicht auf vordergründige Frucht reduziert, sondern mit kalkgeprägter Mineralität und straffer Säure verbindet.
Lage & Terroir
Die Scheurebe wächst auf den kalkhaltigen Löss- und Lehmböden der Westhofener Hügel. Diese Böden speichern Wasser und Nährstoffe und schaffen damit gute Voraussetzungen für eine langsame, vollständige Ausreifung der spät reifenden Scheurebe. Der Kalkanteil sorgt gleichzeitig für die typische steinige, kreidige Spannung.Die Herkunft ist im Wein sensorisch sehr deutlich erkennbar: Neben der typischen Frucht und Würze der Scheurebe steht eine präzise, fast kreidig wirkende Mineralität. Gerade diese Verbindung macht den Wein bemerkenswert geradlinig.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 12,5 % vol. Alkohol, 7,1 g/l Säure und 4,2 g/l Restzucker ausgebaut. Damit besitzt er eine klare trockene Ausrichtung, aber genügend Fruchtextrakt und Schmelz für ein saftiges Mundgefühl.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird im Edelstahltank ausgebaut und liegt anschließend etwa sechs Monate auf der Feinhefe. Dieser Ausbau bewahrt die aromatische Präzision der Scheurebe, gibt ihr gleichzeitig aber zusätzliche Textur und einen feineren Schmelz.Der Schraubverschluss unterstreicht die auf Frische und Sortenreinheit ausgerichtete Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein vielschichtig und ausgesprochen animierend. Pfirsich und Grapefruit bilden den aromatischen Kern, ergänzt durch Cassis und grüne Stachelbeere. Dazu kommen reife gelbe Frucht und feine Zitrusnoten.Die typische Scheurebe-Würze ist deutlich vorhanden, bleibt aber kontrolliert und elegant. Statt einer dominanten grünen oder grasigen Aromatik zeigt der Wein eine ausgewogene Verbindung aus gelber Frucht, Zitrus und dunklerer Beerenwürze.
Am Gaumen
Saftig, frisch und ausgesprochen präzise. Die lebendige Säure ist sehr gut integriert und gibt dem Wein Spannung und Trinkfluss. Grapefruit und Stachelbeere sorgen für Frische, während der Fruchtextrakt und der Hefekontakt für Schmelz und Substanz sorgen.Im Nachhall wird die kalkige Mineralität zunehmend deutlich. Der Abgang wirkt lang, fein und filigran, gleichzeitig aber angenehm druckvoll. Stuart Pigott hebt beim 2025er besonders die Verbindung aus der pflanzlich-würzigen Ausdruckskraft der Scheurebe, eleganter Rundung und einem langen, filigranen Finale mit ausgeprägter schiefriger beziehungsweise kreidiger Mineralität hervor. Er bewertet den Wein mit 92 Punkten.
Aromatik
Pfirsich
reife gelbe Früchte
Grapefruit
Pampelmuse
Stachelbeere
Cassis
Zitrus
feine Kräuter- und Grünnoten
dezente exotische Anklänge
kreidige, kalkige Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 liegt eine aktuelle Bewertung von 92 Punkten durch Stuart Pigott vor. Besonders hervorgehoben werden die helle Aromatik, die Balance zwischen sortentypischer Würze und eleganter Rundung sowie das lange, mineralisch geprägte Finale.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und Trinkfluss ausgelegt, besitzt durch seine 7,1 g/l Säure und die kalkige Mineralität aber genügend Struktur für einige Jahre Flaschenreife. Als Trinkempfehlung wird er aktuell bis etwa 2030 angegeben.Mit weiterer Reife können sich Pfirsich und Zitrus stärker in Richtung reifer gelber Frucht, kandierter Grapefruit, Kräuterwürze und mineralischer Tiefe entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt sowohl die intensive Frucht als auch die mineralische Komponente gut zur Geltung. Eine lange Belüftung ist nicht notwendig; einige Minuten im Glas reichen aus.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander und Saibling
gebratenem oder gedünstetem Fisch
Garnelen und leichten Meeresfrüchten
asiatisch gewürzter Küche
Sushi
Geflügel
sommerlichen Gemüsegerichten
Spargel
mildem Weichkäse
Ziegenkäse
Auch als Aperitif besitzt die Scheurebe aufgrund ihrer Frische und aromatischen Präsenz eine hohe Trinkfreude. Als klassische Begleiter werden Fisch, helles Geflügel und Weichkäse genannt
Verkostungsnotiz:Helles, leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive Aromen tropischer Früchte, flankiert durch Noten reifer Birnen, Wassermelone, Steinfrüchten und weißer Blüten. Am Gaumen elegant und seidig gewirkt, exzellente Harmonie durch frische Säure bei mittelschwerem Körper. Wieder viel Frucht im sehr schönen, eleganten Nachhall. Pazo das Tapias, Ourense, Galizien, SpanienIn Monterrei, einer in unseren Breitengraden noch weniger bekannten kleinen spanischen Denominación de Origen, die in Galizien nahe der portugiesischen Grenze liegt, hat die Familie Mendez in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Weingut Pazo das Tapias gegründet. Die Reben von Pazo das Tapias wachsen 450 Meter über dem Meeresspiegel auf tonhaltigen, teilweise tiefen und sandigen Böden. Ähnlich wie die anderen galizischen Regionen (Ribeiro, Rias Baixas, Valduras, Ribeira Sacra) steht auch in Monterrei der Weißwein im Vordergrund. Familie Mendez, die auf mehr als 60 Jahre weinbauliche Erfahrungen zurück greifen kann, entschied sich dafür, in Pazo das Tapias hauptsächlich die traditionelle, weiße Rebsorte Godello und die rote Traube Mencia anzupflanzen. Auf den sandigen, mineralischen Böden Monterreis bringt die Sorte Godello besonders feine und lebhafte Weisswein hervor.Die Familie Mendes besitzt neben Pazo das Tapias zwei weitere Weingüter, die seit 2002 in der Pazo do Mar Group zusammen geschlossen sind: Pazo do Mar in der D.O. Ribeiro und Veiga da Princesa, das in der D.O. Monterrei liegt. Auch bei diesen beiden Weingütern liegt der Schwerpunkt auf den heimischen Rebsorten, nämlich Albariño, Treixadura, Torrontés und Godello Mencia. Die Pazo do Mar Group vereint mehr als 40 Hektar mit einer jährlichen Kapazität von 1,25 Millionen Litern, die sich ausschließlich im Familieneigentum befinden.Jedes der drei Weingüter der Pazo do Mar Group kann sich auf die Erfahrungen und das Know-How eines eigenen Kellermeisters stützen. Den Önologen stehen bei der Weinerzeugung top-modern eingerichtete Kellereien zur Verfügung, so dass sie das großartige Potential des je eigenen Anbaugebiets weiter heraus kristallisieren können. Sich auf die bewährten, autochthonen Sorten zu konzentrieren, diese traditionsreichen Schätze zu modernem Glanz zu führen, wurde und wird immer wieder mit zahlreichen Auszeichnungen honoriert.
Silvaner trocken VDP.Gutswein 2024 · bio
Rainer Sauer – Escherndorf, Franken
Der Silvaner trocken VDP.Gutswein 2024 von Rainer Sauer ist ein klassisch-fränkischer, trockener Silvaner mit klarer Frucht, feiner Kräuterwürze und mineralischer Frische. Er verbindet unkomplizierten Trinkfluss mit der für Rainer Sauer typischen präzisen, herkunftsbezogenen Stilistik.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne und Quitte, dazu Zitrone, weiße Blüten und frische Kräuter. Eine feine steinige Note sorgt für zusätzliche Frische. Am Gaumen trocken, schlank und saftig, mit lebendiger, gut eingebundener Säure. Die Frucht bleibt klar und eher zurückhaltend, während Kräuter und mineralische Würze für Struktur sorgen. Das Finale ist frisch, trocken und leicht salzig, mit Zitrus, Apfel und feiner Kräuterwürze.
Ein geradliniger, animierender Silvaner mit hohem Trinkfluss und klassischem Franken-Charakter.
Stil
Der Gutswein zeigt Silvaner in seiner unmittelbaren und vielseitigen Form:
grüner Apfel → Birne → Quitte → Zitrus → Kräuter → Stein
Er ist weniger konzentriert als die Orts- und Lagenweine von Rainer Sauer, dafür früher zugänglich und besonders vielseitig am Tisch.
Jahrgang 2024
Der 2024er präsentiert sich frisch und ausgewogen.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027–2029 Serviertemperatur: 8–10 °C
Jung trinken. Etwas Luft im Glas bringt die Kräuter- und Mineralnoten schön hervor.
Perfekt zu
Spargel
Forelle
Saibling
Zander
leichte Fischgerichte
Salate
Gemüse
Kräutergerichte
Ziegenfrischkäse
Geflügel
Fränkische Brotzeit
leichte Pasta
Besonders klassisch zu Spargel mit Kartoffeln und zerlassener Butter. Auch zu Forelle mit Zitrone und frischen Kräutern passt er hervorragend.
Verkostungsnotiz:Helles, leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive Aromen tropischer Früchte, flankiert durch Noten reifer Birnen, Wassermelone, Steinfrüchten und weißer Blüten. Am Gaumen elegant und seidig gewirkt, exzellente Harmonie durch frische Säure bei mittelschwerem Körper. Wieder viel Frucht im sehr schönen, eleganten Nachhall. Pazo das Tapias, Ourense, Galizien, SpanienIn Monterrei, einer in unseren Breitengraden noch weniger bekannten kleinen spanischen Denominación de Origen, die in Galizien nahe der portugiesischen Grenze liegt, hat die Familie Mendez in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Weingut Pazo das Tapias gegründet. Die Reben von Pazo das Tapias wachsen 450 Meter über dem Meeresspiegel auf tonhaltigen, teilweise tiefen und sandigen Böden. Ähnlich wie die anderen galizischen Regionen (Ribeiro, Rias Baixas, Valduras, Ribeira Sacra) steht auch in Monterrei der Weißwein im Vordergrund. Familie Mendez, die auf mehr als 60 Jahre weinbauliche Erfahrungen zurück greifen kann, entschied sich dafür, in Pazo das Tapias hauptsächlich die traditionelle, weiße Rebsorte Godello und die rote Traube Mencia anzupflanzen. Auf den sandigen, mineralischen Böden Monterreis bringt die Sorte Godello besonders feine und lebhafte Weisswein hervor.Die Familie Mendes besitzt neben Pazo das Tapias zwei weitere Weingüter, die seit 2002 in der Pazo do Mar Group zusammen geschlossen sind: Pazo do Mar in der D.O. Ribeiro und Veiga da Princesa, das in der D.O. Monterrei liegt. Auch bei diesen beiden Weingütern liegt der Schwerpunkt auf den heimischen Rebsorten, nämlich Albariño, Treixadura, Torrontés und Godello Mencia. Die Pazo do Mar Group vereint mehr als 40 Hektar mit einer jährlichen Kapazität von 1,25 Millionen Litern, die sich ausschließlich im Familieneigentum befinden.Jedes der drei Weingüter der Pazo do Mar Group kann sich auf die Erfahrungen und das Know-How eines eigenen Kellermeisters stützen. Den Önologen stehen bei der Weinerzeugung top-modern eingerichtete Kellereien zur Verfügung, so dass sie das großartige Potential des je eigenen Anbaugebiets weiter heraus kristallisieren können. Sich auf die bewährten, autochthonen Sorten zu konzentrieren, diese traditionsreichen Schätze zu modernem Glanz zu führen, wurde und wird immer wieder mit zahlreichen Auszeichnungen honoriert.
Welschriesling „Neuland“ 2025 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel, Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut von Herbert und Carmen Zillinger in Ebenthal gehört zu den profilierten Naturweinbetrieben des Weinviertels. Herbert Zillinger führt das Familienweingut seit 1998 und entwickelte es konsequent in Richtung biologischer und biodynamischer Bewirtschaftung. Die Rebflächen umfassen rund 16 Hektar und werden nach den Richtlinien von respekt-BIODYN bewirtschaftet; die Bio-Zertifizierung erfolgt unter AT-BIO-402. Im Keller stehen spontane Vergärung, möglichst geringe Eingriffe, Verzicht auf Filtration und eine sehr zurückhaltende Schwefelung im Mittelpunkt.Der Name „Neuland“ steht programmatisch für die Arbeitsweise des Weinguts: nicht an Konventionen festhalten, sondern die Rebsorte und ihre Herkunft mit möglichst wenig Eingriffen neu interpretieren. Der Welschriesling gehört zur unkomplizierteren, leichtfüßigen Naturweinlinie des Hauses und ist ausdrücklich als charaktervoller, aber zugänglicher Einstieg konzipiert.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinviertler Parzellen mit Löss-, Kies- und Schotterböden. Gerade der Löss ist für das Weinviertel prägend und ermöglicht eine gute Wasserhaltefähigkeit, während Kies und Schotter zusätzliche Wärme und einen steinig-mineralischen Charakter einbringen.Diese unterschiedliche Bodenstruktur unterstützt einen Welschriesling, der weniger über neutrale Leichtigkeit als über Frucht, Würze, Mineralität und feinen Gerbstoff definiert wird.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist mit 11,0 % vol. Alkohol ausgesprochen leichtfüßig. Der Restzucker liegt bei etwa 1 g/l. Bei der Säure finden sich je nach aktuellem Datenblatt leicht unterschiedliche Angaben von 6,7 bis 7,1 g/l; beide Werte bestätigen den frischen, säurebetonten Stil.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen und erhalten zunächst eine kurze Maischestandzeit. Anschließend erfolgt die spontane Vergärung im Edelstahltank. Der Wein bleibt rund sechs Monate auf der Feinhefe und wird ohne Schönung und ohne Filtration abgefüllt. Die Schwefelgabe wird auf ein Minimum reduziert. Der Ausbau erfolgt vegan und unter Verwendung eines Schraubverschlusses. Damit steht der Neuland exemplarisch für die naturbelassene Stilistik Zillingers: Frische und Klarheit bleiben erhalten, während Maischekontakt, Feinhefe und die zurückhaltende Kellerarbeit für zusätzliche Textur und aromatische Eigenständigkeit sorgen.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er frisch, saftig und erstaunlich intensiv. Reifes Kernobst, insbesondere Birne, trifft auf Pfirsich, feine Heublumen und warme Kräuternoten. Dazu kommen kühle, leicht ätherische Nuancen, die dem Wein zusätzlichen Spannungsbogen geben. Auch mineralisch-kreidige Anklänge sind wahrnehmbar.Die Aromatik wirkt lebendig und verändert sich im Glas. Neben der Frucht treten mit Luft zunehmend Kräuter, feine Würze und dezente hefige sowie rauchige Komponenten hervor.
Am Gaumen
Saftig, stoffig und sehr animierend. Der Wein besitzt für seine niedrige Alkoholstärke überraschend viel Griff und Substanz. Eine lebendige Säure sorgt für Frische, während ein feiner Gerbstoff dem Gaumen Struktur verleiht.Birne und reife Melone verbinden sich mit Kräutern und einer leicht salzigen Mineralität. Der Gesamteindruck bleibt leichtfüßig, ohne dünn zu wirken. Im Finale sorgen feine Gerbstoffe, Würze und Frische für einen nachhaltigen Zug.
Aromatik
reife Birne
Kernobst
Pfirsich
reife Melone
Heublumen
Kerbel und warme Kräuter
feine Muskatwürze
dezente Hefenoten
leicht rauchige Anklänge
kreidige und salzige Mineralität
Auszeichnungen
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Bewertung von Falstaff, VINUM oder einem vergleichbaren großen Weinführer dokumentiert.Die Weinlinie besitzt allerdings eine nachweisbare Bewertungsgeschichte: Ein früherer Welschriesling Neuland erhielt beispielsweise 91 Punkte bei À la Carte. Diese Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2018 und darf daher nicht dem 2025er zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Neuland ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkfluss ausgelegt. Für den 2025er wird ein Trinkfenster bis etwa 2026 angegeben. Seine Stärke liegt in der jugendlichen Kombination aus Frucht, Säure, Kräuterwürze und feinem Gerbstoff. Eine längere Flaschenlagerung ist möglich, steht aber nicht im Zentrum des Weinstils.
Servieren
Optimal bei 8–9 °C. Ein normales Weißweinglas reicht völlig aus. Durch seine natürliche, etwas stoffigere Struktur profitiert der Wein davon, wenn er nach dem Öffnen einige Minuten Luft bekommt.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wildkräutersalat mit Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Jause und österreichischer Brettljause
gegrilltem Geflügel
Fisch mit Kräuter-Zitronensauce
Seezungenröllchen
leichten Pastagerichten
asiatischer Küche
sommerlicher vegetarischer Küche
„Limizzani“ Vermentino di Gallura DOCG 2025
Vigne Surrau – Arzachena / Porto Cervo, Sardinien
Der Limizzani 2025 ist der geradlinige, frische Vermentino von Vigne Surrau und zeigt die granitgeprägte Landschaft der Gallura besonders klar. Er wird aus 100 % Vermentino erzeugt und im Edelstahl ausgebaut. Der aktuelle Jahrgang wurde von Falstaff mit 88 Punkten bewertet.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich in hellem, leuchtendem Strohgelb mit grünlichem Schimmer. Die Nase ist frisch und klar: Limette und weißer Pfirsich stehen im Vordergrund, ergänzt von Grapefruit und einer dezenten Kräuternote. Am Gaumen präsentiert sich der Limizzani trocken, frisch und saftig, mit leichtem bis mittlerem Körper. Die Säure ist präsent, aber nicht aggressiv. Eine feine mineralische Note sorgt für Frische und Länge. Der 2025er ist bewusst ein unkomplizierter, zugänglicher Vermentino und weniger auf Konzentration und Komplexität als auf Trinkfluss ausgerichtet. Falstaff beschreibt ihn als frisch und leicht bis mittelgewichtig; im Abgang zeigt sich eine leicht wärmende Alkoholnote.
Ein unkomplizierter, mediterraner Gallura-Vermentino – klar, frisch und animierend.Der Name Limizzani erinnert an alte mediterrane Kultstätten und verleiht dem Wein einen leicht mystischen Bezug zur Geschichte der nordsardischen Landschaft. Die Trauben stammen aus den eigenen Weinbergen von Vigne Surrau bei Arzachena, nahe der Costa Smeralda.Die Weinberge liegen auf sandig-granitischen, gut drainierten Böden. Die Nähe zum Meer und die ständige Belüftung durch die sardischen Winde tragen dazu bei, dass der Vermentino trotz des warmen Mittelmeerklimas seine Frische bewahrt.Im Keller verfolgt Vigne Surrau einen bewusst puristischen Stil: Die Trauben werden von Hand gelesen und schonend gepresst. Anschließend erfolgt die temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank. Der Wein bleibt etwa sechs Monate auf der Feinhefe, bevor er abgefüllt wird. Holz spielt keine Rolle.Der 2025er hat 13 % vol. und eignet sich laut aktuellen Händlerangaben am besten jung, etwa bis 2028.
Perfekt zu
Der Limizzani ist ein hervorragender Aperitif und passt besonders gut zur leichten mediterranen Küche:
Fisch und Meeresfrüchte
Garnelen und Muscheln
Fisch-Carpaccio
gegrillter Fisch
Spaghetti alle vongole
Meeresfrüchte-Risotto
Spargel
mediterrane Antipasti
leichte Salate
helles Geflügel
junge, milde Käse
Besonders schön ist er zu gegrilltem Fisch oder Meeresfrüchten: Zitrusfrucht und Säure bringen Frische, während die mineralische Note den maritimen Charakter der Speisen aufgreift.
Serviertemperatur: etwa 8–10 °C.
Abruzzo Passerina DOC „Contesa“ 2024 (Bio)
Contesa – Collecorvino, Pescara, Abruzzen
Die Passerina 2024 von Contesa ist ein wunderbar frischer, trockener Weißwein aus einer der charakteristischen autochthonen Rebsorten Mittelitaliens. Der Wein wird aus 100 % Passerina erzeugt und stammt aus den Weinbergen von Collecorvino auf etwa 200 Metern Höhe. Die kalk- und lehmhaltigen Böden sowie die biologische Bewirtschaftung prägen seinen klaren, mediterranen Charakter.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich die Passerina fein, frisch und floral. Aromen von weißen Blüten, Zitrone, Limette und grünem Apfel verbinden sich mit hellen Steinfrüchten und einer dezenten mediterranen Kräuternote. Am Gaumen präsentiert sie sich trocken, leichtfüßig und ausgesprochen frisch. Zitrusfrucht und grüner Apfel treffen auf eine lebendige Säure und eine feine, angenehm salzige Mineralität. Die Frucht bleibt dabei zurückhaltend und elegant – hier geht es weniger um intensive Aromatik als um Frische, Klarheit und Trinkfluss. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wobei die Trauben zuvor eine kontrollierte Maischestandzeit erhalten. Dadurch bleibt die Sortentypizität der Passerina erhalten. Der 2024er besitzt 13 % Alkohol, 5,5 g/l Säure und etwa 3 g/l Restzucker. Das Finale ist trocken, frisch und feinwürzig, mit Zitrus, weißen Blüten und einem leicht salzigen Nachhall.
Ein unkomplizierter, aber charaktervoller Abruzzen-Weißwein – frisch, floral und wunderbar mediterran.
Passerina ist eine der stillen Spezialitäten Mittelitaliens.
Contesa setzt bewusst auf autochthone Rebsorten und möchte die Verbindung zwischen Rebe, Boden und Herkunft bewahren. Die Passerina stammt aus Weinbergen rund um Collecorvino, wo die Reben auf lehmig-schluffigen Böden wachsen. Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet.
Nach der Ernte Anfang September wird die Passerina mit einer kontrollierten Maischestandzeit verarbeitet und anschließend im Edelstahl ausgebaut. Das Ziel ist kein opulenter Weißwein, sondern ein Wein, der seine Herkunft über Frische, Blütenaromen und Salzigkeit vermittelt.
Gerade dadurch ist der 2024er ein hervorragender Alltags- und Gastronomiewein: Er besitzt genug Charakter, um interessant zu sein, bleibt aber so frisch und unkompliziert, dass die Flasche schnell leer wird.
Perfekt zu
Antipasti, Meeresfrüchten, Vongole, gegrilltem Fisch, frittiertem Fisch, Pasta mit Gemüse, leichten Risotti, frischem Ziegenkäse und sommerlichen Salaten.
Marsuret Farm, Guia di Valdobbiadene, Treviso, Venetien, ItalienAls Agostino Marsura 1936 das Weingut Marsuret begründete, bewies er ein feines Gespür für die Standortwahl. Das Weingut liegt, malerisch in eigenen Weinbergen eingebettet, mitten im Herzen des traditionellen Prosecco-Anbaugebiets im Val de Cune in Guia di Valdobbiadene. Die Rebflächen erstrecken sich über die DOCG-Zonen Cartizze, Col San Martino, Guia, Premaor, Rolle, Zuel und Le Serre.Während andere Erzeuger mit der neuen amtlichen Ursprungsbezeichnung des Prosecco Superiore, wodurch die gesamte Proseccowelt neu geordnet wurde, die Berechtigung verloren, ihre Weine mit der Bezeichnung Prosecco zu vermarkten, gehört Marsuret zu den Gewinnern der Neuordnung. Durch die Klassifikation der besten Lagen im historischen Anbaugebiet um die Städte Conegliano und Valdobbiadene, wo der Prosecco als schäumender Weißwein vor hundert Jahren geboren wurde, dürfen sich nur noch jene Qualitätserzeugnisse Prosecco nennnen, deren Gleratrauben von dort stammen.Die Rebflächen von Marsuret liegen in diesen ausgezeichneten Lagen, die durch steiles Hügelland und hoch gelegene Weinberge charakterisiert sind, die Weinbergsarbeit wegen dieser besonderen Bedingungen noch über-wiegend traditionell von Hand durchgeführt wird. Die Ausrichtung der Weinberge, ihr Mikroklima, welches sich durch hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht auszeichnet, sowie die Zusammensetzung der Böden mit steinigem Untergrund ergeben ein jeweils spezielles Terroir, das sich wiederum in der spezifischen Charakteristik der einzelnen Prosecci wiederspiegelt. Die ursprünglichen Gebäude des Familienguts wurden sukzessive über die Jahre erweitert und mit neuester Technologie modernisiert, so dass bei Marsuret Prosecci von höchster Qualität erzeugt werden. Es entstehen ausdrucksstarke und nervige Weine, die zu Recht zu den besten der Region gezählt werden.
Auxerrois „Westhofen – Vom Kalkstein“ 2025, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth liegt im Ortskern von Westhofen und wird in fünfter Generation bewirtschaftet. Florian Fauth übernahm den Betrieb 2003 und hat ihn seither zu einem renommierten Weingut des Wonnegau entwickelt. Rund 15 Hektar Rebfläche stehen zur Verfügung; die Leitidee des Hauses lautet klar „Herkunft Rheinhessen“. Das Sortiment gliedert sich in Gutsweine, Ortsweine und Lagenweine. Der Auxerrois „Vom Kalkstein“ wird als Westhofener Ortswein beziehungsweise Qualitätswein geführt und gehört zu den charaktervolleren Burgunderweinen des Hauses. Florian Fauth setzt die Sorte bewusst auf kalkreichen Standorten ein, wo sie ihre aromatische und körperreiche Seite besonders gut zeigen kann.
Lage & Terroir
Die Herkunft liegt rund um Westhofen im Wonnegau. Kalkhaltige Böden gehören zu den prägenden geologischen Merkmalen der Westhofener Weinberge. Gerade Auxerrois reagiert ausgesprochen positiv auf Kalk und entwickelt hier eine Verbindung aus Frucht, Fülle, Würze und mineralischer Spannung. Der Wein erhält dadurch eine charakteristische Balance: Die Sorte bringt von Natur aus mehr Körper und aromatische Fülle als viele andere Burgundersorten, während der Kalkstein für Frische und einen feinmineralischen Zug sorgt.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 13,0 % vol. Alkohol trocken ausgebaut. Im Mittelpunkt steht eine reife, aber klar konturierte Frucht, getragen von feiner Säure und einer würzig-mineralischen Struktur.
Vinifikation & Ausbau
Der Jahrgang 2025 wurde im Edelstahltank ausgebaut und rund sechs Monate auf der Feinhefe gelagert. Dadurch bleibt die Frucht präzise und frisch, während das Hefelager für zusätzliche Textur, Schmelz und Dichte sorgt. Für die Stilistik des Weins ist diese Verbindung besonders passend: Die aromatische Kraft des Auxerrois wird nicht durch übermäßige Holzaromen überlagert, sondern durch die Feinhefe behutsam verbreitert.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein fein und ausdrucksstark mit Mirabelle, Birne und Mandarine. Weiße Blüten und eine würzig-mineralische Komponente ergänzen das Bouquet. Die Frucht wirkt reif und saftig, zugleich aber nicht schwer. Gerade die Kombination aus Steinobst, Kernobst und Zitrusanklängen verleiht dem Wein seine charakteristische Spannung.
Am Gaumen
Saftig, dicht und weich mit viel Schmelz. Die Frucht setzt sich aus Mirabelle, Birne und Mandarine fort, begleitet von einer feinen mineralischen Würze. Die Säure ist vergleichsweise sanft, bleibt aber lebendig genug, um den Wein frisch und animierend zu halten. Im Nachhall zeigt sich eine angenehm steinige, mineralische Länge.Die Textur ist eine der Stärken des 2025ers: Der Wein wirkt geschmeidig und körperreich, ohne breit oder behäbig zu werden.
Aromatik
Mirabelle
reife Birne
Mandarine
weißer Pfirsich
weiße Blüten
feine Kräuterwürze
steinige Mineralität
dezente nussige Anklänge
zarter Hefeschmelz
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist bislang keine belastbare Einzelbewertung eines großen Weinführers für genau diese Abfüllung dokumentiert. Die verfügbaren Quellen heben jedoch die charaktervolle, mineralische und ausgesprochen speisenfreundliche Stilistik hervor.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr zugänglich und vor allem auf Frische, Frucht und Trinkfluss ausgelegt. Als Trinkempfehlung wird bis etwa 2028 angegeben. Mit etwas Flaschenreife dürften sich die Mirabellen- und Birnenaromen weiter abrunden und durch feinere nussige, würzige und mineralische Nuancen ergänzt werden.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die feine Frucht und die mineralische Würze gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
gebratenem Zander oder Saibling
Forelle
milden Meeresfrüchten
hellem Geflügel
Geflügel mit Kräutersaucen
Spargel
Gemüsegerichten
cremigem Risotto
mildem Weichkäse
Der Fachhandel empfiehlt den Wein ausdrücklich zu Fisch, hellem Geflügel und Weichkäse.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2024 – halbe Flasche
Bio · Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Selvabianca 2024 ist die frische und geradlinige Seite von Il Colombaio di Santa Chiara – und gerade in der 0,375-l-Flasche ein wunderbarer Wein für den spontanen Genuss zu zweit. Die Vernaccia wird biologisch bewirtschaftet, schonend als ganze Trauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zement und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe bis Anfang März, bevor er abgefüllt wird. So bleibt die Herkunft klar und unverfälscht.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er in hellem Strohgelb mit feinen grünlichen Reflexen.
Die Nase ist präzise und animierend: weiße Früchte, grüner Apfel und Limette verbinden sich mit Maiglöckchen und Zitronenthymian. Dazu kommt eine feine, kühle Kräuterwürze, die den Duft sehr frisch wirken lässt. Genau diese Kombination aus heller Frucht, Zitrus und Kräutern wird für den 2024er mehrfach beschrieben.
Am Gaumen zeigt der Selvabianca seine eigentliche Stärke: Spannung und Salzigkeit. Der Wein ist straff und vibrierend, bleibt dabei aber geschmeidig genug, um sofort Trinkfreude zu bereiten. Limette und Apfel geben den Ton an, dazu kommen feine weiße Früchte und die typische mineralisch-salzige Ader der Vernaccia.
Das Feinhefelager verleiht ihm etwas Schmelz, ohne die Klarheit zu beeinträchtigen. Der Ausbau ohne Holz ist dabei entscheidend: Hier soll nicht Barrique schmecken, sondern Vernaccia und San Gimignano.
Das Finale ist lang, frisch und ausgesprochen salzig, mit Zitruszeste, grüner Frucht und feiner Kräuterwürze.
Ein kleiner Wein mit großer Spannung – kristallklar, salzig und wunderbar trinkanimierend.
Die kleine Flasche passt perfekt zu diesem Wein: unmittelbar, klar und ohne Umwege.
Il Colombaio di Santa Chiara bewirtschaftet seine Weinberge rund um San Gimignano biologisch. Die Reben stehen auf einer Mischung aus Sand, Lehm, Kies, Geröll und Kalk, die für die charakteristische Verbindung aus Frische und Mineralität sorgt. Der Selvabianca wird bewusst ohne Holz ausgebaut – in Zement und Edelstahl –, damit die Vernaccia möglichst unverfälscht bleibt.Der Jahrgang 2024 ist dabei besonders schön gelungen: AIS, Gambero Rosso und Bibenda haben ihn jeweils in ihre aktuellen Empfehlungen aufgenommen.Und genau das macht ihn für VINUS so interessant: Während L’Albereta über Reife, Tiefe und lange Entwicklung erzählt, steht der Selvabianca für die andere Seite des Weinguts – Frische, Klarheit und sofortige Trinkfreude.
Perfekt zu
Antipasti
frittiertem Fisch oder Gemüse
Sushi und Sashimi
Pasta mit hellem Ragù
gegrilltem Hähnchen
Fischsuppe
frischem Ziegenkäse
Trinktemperatur: 9–11 °C.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2025 (Bio) – Il Colombaio di Santa Chiara
Der „Selvabianca“ 2025 ist die frische, geradlinige und besonders elegante Interpretation der Vernaccia von Il Colombaio di Santa Chiara. Während die großen Lagenweine „Campo della Pieve“ und „L'Albereta“ auf Tiefe und lange Reife setzen, zeigt der Selvabianca die pure, kristalline Seite dieser historischen Rebsorte aus San Gimignano. Er besteht zu 100 % aus Vernaccia di San Gimignano, wird biologisch erzeugt und ausschließlich im Zement und Edelstahl ausgebaut, wobei er bis zur Abfüllung auf der edlen Feinhefe verbleibt. So bleiben Frische, Mineralität und der unverwechselbare Charakter des Terroirs erhalten.
Charakter & Verkostung
Bereits die Farbe zeigt seine jugendliche Frische: helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2025er sehr klar und präzise. Weißer Pfirsich, grüner Apfel und Birne verbinden sich mit Limette, Zitronenthymian und weißen Blüten. Dazu kommen feine Anklänge von Kräutern, frischem Heu und einer kühlen mineralischen Note, die typisch für die kalkreichen Böden rund um San Gimignano ist. Das Bouquet wirkt nicht laut, sondern fein, elegant und sehr terroirgeprägt.
Am Gaumen zeigt der Wein seine große Stärke: Spannung und Trinkfluss. Die Frucht ist saftig und präzise, getragen von einer lebendigen Säurestruktur. Zitrusnoten, Apfel und helle Früchte treffen auf eine ausgeprägte salzige Mineralität, die dem Wein Länge und Charakter verleiht. Der Ausbau auf der Feinhefe sorgt für einen zarten Schmelz, ohne die Frische zu überdecken.
Das Finale ist animierend, klar und lang. Eine feine Mandelnote, Zitruszeste und die typische Vernaccia-Salzigkeit bleiben zurück.
Ein Weißwein mit mediterraner Seele und fast alpiner Präzision – frisch, mineralisch und unglaublich vielseitig.
Ein Wein, der zeigt, warum Vernaccia di San Gimignano zu den spannendsten Weißweinen Italiens gehört.
Die Familie Logi von Il Colombaio di Santa Chiara gehört zu den wichtigsten Botschaftern der historischen Rebsorte Vernaccia. Rund um die mittelalterliche Stadt San Gimignano entstehen auf kalkreichen Böden Weißweine mit einer besonderen Kombination aus Frische, Mineralität und Langlebigkeit. Der Selvabianca ist dabei bewusst die zugänglichste und lebendigste Interpretation: kein Holz, keine Maskierung, sondern reine Herkunft.
Die Trauben werden schonend verarbeitet, als Ganztrauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zementtanks und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der edlen Feinhefe, um zusätzliche Textur und Tiefe zu gewinnen.
Der Jahrgang 2025 zeigt die klassische Stärke der Vernaccia: eine Verbindung aus mediterraner Frucht und kühler Mineralität. Internationale Verkoster bewerten ihn bereits sehr positiv; unter anderem wurde der Jahrgang mit 90 Punkten von Vinous ausgezeichnet.
Perfekt zu:
Fisch und Meeresfrüchten
Vitello tonnato & Carpaccio
frittierten Gerichten
leichten Pastagerichten
hellem Fleisch
frischem Ziegen- oder Weichkäse
Fröhlich Riesling trocken 2022 · QW
Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe
Ein klarer, trockener Nahe-Riesling mit der typischen Handschrift von Schäfer-Fröhlich: präzise, mineralisch und spannungsreich, dabei saftig und sehr trinkanimierend. Der Jahrgang 2022 verbindet reife Rieslingfrucht mit feiner Kräuterwürze und kühler Mineralität.
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den renommierten Spitzenbetrieben der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau, heute prägen Tim und Nicole Fröhlich das Weingut. Rund 24 Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet, mit einem klaren Schwerpunkt auf Riesling und den steilen, mineralisch geprägten Lagen der Nahe. Seit 2001 ist das Weingut Mitglied im VDP.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Birne, dazu Limette, Zitrone und weiße Johannisbeere. Feine weiße Blüten, Kräuter und Feuersteinnoten ergänzen das frische Aromenspiel. Am Gaumen trocken, saftig und geradlinig, mit klarer Steinfrucht und lebendiger Zitrusfrische. Die präzise Säure sorgt für Spannung, während die mineralische Struktur einen feinen salzigen, steinigen Zug vermittelt. Das Finale ist frisch, trocken und mineralisch, mit Pfirsich, Zitrusschale, Kräutern und einem langen, leicht salzigen Nachhall.
Ein eleganter, unkomplizierter Riesling mit viel Trinkfluss und klarer Nahe-Charakteristik.
Aromatik
Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Birne → Limette → Zitrone → weiße Johannisbeere → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → Salz
Jahrgang 2022
Der 2022er zeigt eine schöne Verbindung aus reifer Frucht und frischer Säure. Er ist bereits sehr zugänglich, besitzt aber genügend Struktur für weitere Entwicklung.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2031 Serviertemperatur: 8–10 °C
Passt besonders gut zu
Forelle
Saibling
Zander
Garnelen
Muscheln
Sushi
Spargel
Ziegenkäse
Geflügel
leichten Gemüsegerichten
Besonders schön zu Forelle mit Zitronenbutter und frischen Kräutern. Auch als Aperitif ist er hervorragend geeignet.
VerkostungsnotizHelles, klares Goldgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase deutliche Zitrusfruchtaromen (Limone, Grapefruit, Kumquat), begleitet von Mandelparfait, Birne, grüne Melone und etwas Feige, ein Hauch von Brot und Nüssen, sowie Kräutern und exotische Frucht (Mango, Ananas). Am Gaumen frisch und knackig, von cremiger Textur, mit angenehmer Mineralität, lebendige, dabei gut eingebundene Säure. Ein wunderbarer, gut ausbalancierter Picpoul mit langem, trinkanimierendem Abgang. Ein klassischer Gentleman durch und durch zurückhaltend, trotzdem direkt und fordernd. Eine ganz eigenständige Spezialität aus dem südfranzösischen MontagnacDomaine La Croix Gratiot Anaïs & Yves Ricome, MontagnacDie Domaine umfasst rund 33 Hektar an Rebflächen, die sich rund um das Thau-Becken befinden. Mehr als dreißig Jahre wurde das Weingut von den Brüdern Yves und Hugues Ricome bewirtschaftet, die das Traubenmaterial an die örtliche Genossenschaft verkauften. Im Jahr 2005 begann Yves Ricome seine eigenen Weine abzufüllen. Er leitet das Weingut zusammen mit seiner Frau Elisabeth und seiner Tochter Anaïs, die wertvolle Erfahrungen auf einem Weingut in Neuseeland sammeln konnte. La Croix Gratiot arbeitet nach biodynamischen Grundsätzen, die Weine sind jedoch noch nicht bio-zertifiziert. Die Weissweinrnte erfolgt nachts, um die Frische der Weine und deren natürliche Säure sicherzustellen. Hauptrebsorten der Domaine sind die weissen Sorten Picpoul Blanc, Chardonnay, Sauvignon, Roussane, Viognier und Muscat, sowie die Roten Syrah, Cabernet Sauvigon, Grenache Noir und Mourvèdre.
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