Secco Carlo weiss, Deutscher Perlwein, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann hat seinen Sitz in Walsheim in der Südpfalz. Namensgeber und Gründer war Karl Pfaffmann, heute wird das Familienweingut von Markus Pfaffmann mit Unterstützung der Familie geführt. Die Weinberge liegen rund um Walsheim und in benachbarten Gemeinden der Südlichen Weinstraße. Zu den traditionellen Herkünften zählen unter anderem Walsheimer Silberberg, Nussdorfer Kirchenstück und Knöringer Hohenrain. Das Wissen um die unterschiedlichen Böden und geeigneten Rebsorten wird innerhalb der Familie weitergegeben. Der Secco Carlo ist dabei bewusst als unkomplizierter, fruchtbetonter Perlwein konzipiert. Der Name und die Gestaltung spielen mit einem südländischen Lebensgefühl und dem Gedanken des entspannten Genusses.
Herkunft & Stil
Als Deutscher Perlwein stammt der Carlo aus der Pfalz und wird mit zugesetzter Kohlensäure versehen. Er unterscheidet sich damit von klassisch flaschengärenden Sekten: Im Mittelpunkt stehen Frucht, Frische und die unkomplizierte Perlage. Bei der aktuellen Abfüllung werden je nach Quelle unterschiedliche Rebsortenangaben genannt. Vinomi führt Müller-Thurgau, Silvaner und Morio-Muskat, während andere Händler Kerner beziehungsweise Kerner und Riesling angeben. Eine eindeutige aktuelle Sortenzusammensetzung lässt sich daher nicht belastbar festlegen.
Geschmack & Aromatik
Der Carlo zeigt eine ausgesprochen fruchtbetonte, offene Aromatik. Zitrus, Apfel und Mandarine werden von exotischer Ananas und Limette ergänzt. Die feine Kohlensäure verstärkt den frischen Eindruck und macht den Perlwein besonders leicht zugänglich.
Aromatik
Apfel
Zitrone und Limette
Mandarine
Ananas
Zitrusfrüchte
feine florale Anklänge
leichte Muskatwürze
frische, saftige Frucht
Am Gaumen
Leicht, frisch und lebendig mit feiner Perlage. Die Frucht steht klar im Vordergrund, während die Säure für Erfrischung sorgt. Je nach aktueller Abfüllung wird der Wein als trocken beziehungsweise halbtrocken beschrieben; die verfügbaren Produktdaten schwanken zudem beim Restzucker deutlich. Für die sensorische Einordnung ist deshalb vor allem die fruchtig-frische, weich zugängliche Stilistik maßgeblich. Der Alkohol liegt bei etwa 11,5 % vol. und unterstützt den leichten Charakter.
Perlage
Die Kohlensäure ist fein und angenehm integriert. Sie wirkt weniger streng oder cremig als bei einem hochwertigen Sekt, sondern bewusst frisch und unkompliziert. Dadurch eignet sich der Carlo besonders gut als Aperitif und für gesellige Anlässe.
Servieren
Am besten sehr gut gekühlt bei 6–8 °C. Ein schlankes Sekt- oder Weißweinglas genügt. Nach dem Öffnen sollte der Perlwein möglichst frisch getrunken werden.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
leichten Vorspeisen
frischen Salaten
Räucherlachs
Garnelen mit Aioli
Sushi
Fingerfood
milden Antipasti
sommerlichen Gemüsegerichten
Auch als unkomplizierter Aperitif funktioniert der Carlo hervorragend.
„Erstes Fass“ Weißweincuvée 2025 „Nachschlag“
Christian Stahl – Auernhofen, Maindreieck, Franken
Die „Erstes Fass“ Weißweincuvée 2025 „Nachschlag“ von Christian Stahl steht für einen unkomplizierten, modernen und sehr trinkanimierenden Franken-Weißwein. Weniger auf maximale Komplexität ausgelegt als die höherklassigen Weine des Hauses, überzeugt sie vor allem durch Frische, saftige Frucht und unkomplizierten Trinkfluss.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne, Zitrusfrüchte und weißer Pfirsich, dazu feine florale und kräuterige Noten. Ein Hauch von grüner Traube und Limette sorgt für zusätzliche Frische. Am Gaumen trocken, leichtfüßig und saftig, mit einer lebendigen Säure und klarer Frucht. Die Textur ist schlank und animierend, ohne dünn zu wirken. Im Finale bleiben Zitrus, grüner Apfel und eine feine mineralische Note zurück.
Ein unkomplizierter, frischer Weißwein mit hohem Trinkfluss – genau der Wein für den „Nachschlag“.
Der Stil von „Erstes Fass“
Die „Erstes Fass“-Weine von Christian Stahl stehen für einen jungen, frischen und zugänglichen Stil.
Hier geht es weniger um:
lange Reife
große Konzentration
komplexe Holzaromen
sondern vielmehr um:
Frische
klare Frucht
Saftigkeit
unkomplizierten Genuss
gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Zusatz „Nachschlag“ passt deshalb hervorragend: ein Wein, von dem man gerne noch ein Glas nimmt.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist als junger Weißwein vor allem für den frischen Genuss gedacht.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027–2028 Serviertemperatur: 7–9 °C
Gut gekühlt servieren, aber nicht eiskalt – bei etwa 8 °C bleibt die Frucht klar und die Säure schön animierend.
Perfekt zu
Ein ausgesprochen vielseitiger Alltagswein:
Flammkuchen
Spargel
Salate
leichte Pasta
Gemüsegerichte
Fisch
Meeresfrüchte
Sushi
Geflügel
Frischkäse
Ziegenkäse
Brotzeit
leichte fränkische Küche
Besonders passend zu Flammkuchen mit Zwiebeln und Kräutern. Auch als Aperitif oder Terrassenwein funktioniert er hervorragend.
Weißer Burgunder & Chardonnay 2023 – 0,375 l
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Die Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay verbindet zwei Burgunderrebsorten zu einem besonders harmonischen, cremigen und zugleich frischen Weißwein. Der Weißburgunder bringt Eleganz und Frische, der Chardonnay zusätzliche Körperfülle, Schmelz und gelbe Frucht.
Charakter & Verkostung
In der Nase gelber Apfel, Birne und weißer Pfirsich, dazu Zitrusfrucht, Mirabelle und weiße Blüten. Mit etwas Luft kommen feine Mandel-, Kräuter- und dezente nussige Noten hinzu. Am Gaumen trocken, saftig und geschmeidig. Die Frucht wirkt reif und klar, während die Säure für Frische sorgt. Der Chardonnay gibt der Cuvée zusätzlichen Schmelz und Körper, ohne dass der Wein schwer erscheint. Das Finale ist frisch, leicht nussig und feinwürzig, mit anhaltender gelber Frucht.
Eine sehr ausgewogene Burgunder-Cuvée: elegant genug für den Aperitif, aber substanzreich genug für die Küche.
Jahrgang 2023
Der warme Jahrgang bringt eine schöne aromatische Reife und Fülle. Gleichzeitig besitzt die Cuvée genügend Säure, um frisch und ausgewogen zu bleiben. In der Halbflasche dürfte sie jetzt besonders zugänglich sein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2029 Serviertemperatur: 8–10 °C
Nicht zu kalt servieren – bei etwa 9–10 °C kommen die Burgunderaromen und die cremige Textur besser zur Geltung.
Perfekt zu
Die Cuvée ist gastronomisch ausgesprochen vielseitig:
Spargel
gebratener Zander
Saibling
Forelle
Wolfsbarsch
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalb
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Gemüsegerichte
Flammkuchen
milde Käsesorten
Besonders schön zu gebratenem Saibling mit Kräutern und Zitronenbutter. Auch Spargel mit Kalbsrücken funktioniert hervorragend.
Bubbles against Troubles „Nachschlag“ 2025
Deutscher Perlwein – Christian Stahl, Auernhofen/Maindreieck, Franken
„Bubbles against Troubles“ ist der Name schon Programm: ein unkomplizierter, frischer und beschwingter Perlwein, der mit feiner Perlage, saftiger Frucht und viel Trinkfluss für gute Laune sorgt. Die „Nachschlag“-Linie von Christian Stahl steht dabei für unkomplizierten Genuss ohne großes Zeremoniell.
Charakter & Verkostung
In der Nase Zitrusfrüchte, grüner Apfel und weißer Pfirsich, dazu feine florale Anklänge. Die Perlage bringt eine zusätzliche Frische und lässt die Frucht besonders lebendig erscheinen. Am Gaumen leicht, frisch und spritzig, mit feiner, angenehm lebendiger Kohlensäure. Dazu kommen Limette, Apfel und eine leichte Fruchtsüße, die den Wein sehr zugänglich und animierend wirken lässt. Das Finale ist frisch, zitrisch und prickelnd.
Ein unkomplizierter Perlwein mit hohem Spaß- und Trinkfaktor – ideal für den „Nachschlag“.
Stil
„Bubbles against Troubles“ ist weniger ein Wein zum langen Analysieren als ein frischer Genusswein für gesellige Momente.
Seine Stärken:
feine Perlage
frische Zitrusfrucht
grüner Apfel
leichte florale Noten
hoher Trinkfluss
unkomplizierter Charakter
Das macht ihn besonders attraktiv als Aperitif und Terrassenwein.
Jahrgang 2025
Der 2025er sollte jung und frisch getrunken werden. Die Primärfrucht und die lebendige Perlage stehen jetzt im Mittelpunkt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027 Serviertemperatur: 6–8 °C
Gut gekühlt servieren. Die niedrige Temperatur hält die Perlage frisch und macht den Wein besonders animierend.
Perfekt zu
Ein ausgesprochen vielseitiger Begleiter für unkomplizierte Küche:
Aperitif
Antipasti
Bruschetta
leichte Salate
Sushi
Garnelen
Fingerfood
Flammkuchen
Pizza
sommerliche Gemüsegerichte
leichte Pasta
frische Früchte
Auch hervorragend zu Brunch, Picknick oder einem sommerlichen Abend auf der Terrasse.
Gemischter Satz 2025 (Bio), ECKER-ECKHOF, Kirchberg am Wagram – Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Ecker-Eckhof liegt in Mitterstockstall am Wagram, unweit von Kirchberg am Wagram. Der Familienbetrieb kann auf mehr als 400 Jahre Weinbautradition zurückblicken und wird heute von Bernhard Ecker geprägt. Die Weine stehen für klare Herkunft, Präzision, Finesse und Langlebigkeit; bereits die Gutsweine sollen den Charakter des Wagrams über Boden, Seehöhe und Rebsorten klar vermitteln. Der Betrieb arbeitet biologisch. Der Gemischte Satz 2025 ist ein klassischer österreichischer Gemischter Satz und damit ausdrücklich keine Cuvée. Mehrere Rebsorten wachsen gemeinsam im Weingarten, werden gemeinsam gelesen und in einem gemeinsamen Arbeitsgang verarbeitet und vinifiziert. Beim Ecker-Eckhof sind es im Jahrgang 2025 Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Müller-Thurgau, Riesling, Roter Traminer, Sauvignon Blanc und Frühroter Veltliner.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Wagramer Weingärten Bromberg und Wasn. Die Gutsweine des Hauses werden rund um den Höhenzug Wagram erzeugt und sind stark von den typischen Lössböden der Region geprägt. Die Höhenlage und das vom Wagram geprägte Mikroklima bilden die Grundlage für Weine mit reifer Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Der Löss verleiht dem Gemischten Satz eine saftige, weiche Fruchtfülle, während die verschiedenen Rebsorten für zusätzliche aromatische Vielschichtigkeit sorgen.
Jahrgang 2025
Der Gemischte Satz 2025 wird mit 11,5 % vol. Alkohol angeboten. Der Wein ist damit bewusst leichtfüßig und sehr trinkanimierend angelegt. Das Weingut beschreibt den neuen Jahrgang als geprägt von klarer Frucht, feiner Würze, animierender Säure, moderatem Alkohol und lebendigem Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die sieben Rebsorten werden bereits im Weingarten als traditioneller Gemischter Satz gemeinsam kultiviert und gemeinsam geerntet. Anschließend werden sie gemeinsam verarbeitet und vinifiziert. Für den 2025er erfolgt der Ausbau klassisch im Edelstahltank, wodurch Frische, Frucht und die Sortenvielfalt klar erhalten bleiben. Der Wein wird mit Schraubverschluss abgefüllt. Der Ausbau ist damit ganz auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet und verzichtet auf zusätzliche Holzaromen.
Verkostung
Im Duft präsentiert sich der 2025er frisch und ausgesprochen zugänglich. Tropische Frucht steht im Mittelpunkt, begleitet von kräuterigen und würzigen Nuancen. Durch die Kombination verschiedener Sorten entsteht ein vielseitiges Bouquet, das zwischen gelber Frucht, Zitrus, Kräutern und einer feinen floralen Würze pendelt. Die Aromatik wirkt klar und saftig, ohne übermäßig exotisch oder schwer zu werden.
Am Gaumen
Herzhaft fruchtig, frisch und saftig. Die feingliedrige Säure sorgt für Spannung und einen animierenden Trinkfluss, während der Fruchtextrakt dem Wein genügend Substanz gibt. Feiner Schmelz rundet das Mundgefühl ab. Der Nachhall bleibt frisch und lebendig, mit gelbfruchtigen, kräuterigen und leicht würzigen Eindrücken. Die offizielle Beschreibung des Jahrgangs betont genau diese Verbindung aus klarer Frucht, Würze, Säure und moderatem Alkohol.
Aromatik
tropische Früchte
gelbe Frucht
Apfel und Birne
Zitrus
feine Kräuter
würzige Nuancen
dezente florale Anklänge
leicht mineralische Eindrücke
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktebewertung eines großen Weinführers auffindbar. Der 2025er ist als aktueller Jahrgang auf der Weingutsseite gelistet; Bewertungen für ältere Jahrgänge sollten nicht auf die 2025er Abfüllung übertragen werden. Bemerkenswert ist allerdings die mehrfach dokumentierte qualitative Positionierung des Weinguts Ecker-Eckhof im Wagram und die wiederholte Auszeichnung seiner Weine auf nationaler und internationaler Ebene.
Reifepotenzial
Der Gemischte Satz ist in erster Linie auf jungen Trinkgenuss und Frische ausgerichtet. Seine Stärke liegt in der klaren Frucht, der lebendigen Säure und dem unkomplizierten Trinkfluss. Am besten kommt der Wein in den ersten Jahren nach der Abfüllung zur Geltung.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frucht und die Kräuterwürze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr vielseitig einsetzbar zu:
kalten Vorspeisen
Aufstrichen und leichten Jausen
Rindfleischsalat
Schinken und milden Wurstwaren
Spargel
sommerlichen Salaten
gegrilltem Gemüse
leichten Fischgerichten
Sushi
asiatisch gewürzten Gerichten
el Ternero Blanco „La Pera“ Rioja D.O.Ca. 2024 – Hacienda El Ternero
La Pera ist der unkomplizierte, frische Weißwein von Hacienda El Ternero – aber keineswegs ein beliebiger. Die Weinberge liegen auf knapp 700 Metern Höhe in der Rioja Alta, geschützt von den Montes Obarenes. Gerade diese Höhenlage verleiht der aromatischen Cuvée aus Tempranillo Blanco, Viura, Garnacha Blanca und Sauvignon Blanc ihre Frische und Klarheit.
Im Duft zeigt sich der 2024er ausgesprochen offen und einladend. Reife Zitrusfrucht trifft auf saftigen Pfirsich und gelbe Frucht, dazu kommen feine exotische Anklänge. Die Aromatik wirkt eher saftig und frisch als schwer oder parfümiert. Im Hintergrund sorgt eine zarte Kräuter- und Zitrusnote für zusätzlichen Zug.
Am Gaumen ist La Pera wunderbar saftig und geradlinig. Pfirsich und Zitrus verbinden sich mit einer angenehm weichen Textur, während die lebendige Säure den Wein frisch hält. Die Viura bringt Substanz und etwas mehr Tiefe in die Cuvée, Garnacha Blanca und Sauvignon Blanc sorgen für aromatischen Ausdruck. Alles wirkt unkompliziert, aber präzise aufeinander abgestimmt. Die kontrollierte Vergärung im Edelstahl bewahrt dabei die Frische und Klarheit der Frucht.
Der Nachhall bleibt angenehm frisch und fruchtbetont, mit Zitrus, Pfirsich und einem leicht saftigen Eindruck. Ein Rioja Blanco für den unmittelbaren Trinkgenuss: aromatisch, trocken, lebendig und ausgesprochen animierend.
La Pera ist Rioja mit Höhenluft.
Die Weinberge von Hacienda El Ternero liegen außergewöhnlich hoch für die Rioja und werden von den Montes Obarenes geschützt. Die Böden sind flach, kalk-lehmig und von Kies durchsetzt; zusammen mit der Höhenlage entsteht ein eher atlantisch geprägter Stil.
Das macht La Pera interessant: Die vier Rebsorten werden nicht eingesetzt, um möglichst viel Aromatik zu produzieren, sondern ergänzen sich. Tempranillo Blanco, Viura, Garnacha Blanca und Sauvignon Blanc bringen jeweils Frucht, Struktur und Frische ein. Der Ausbau im Edelstahl hält das Ganze klar und unmittelbar.
Und auch der Name hat eine schöne Verbindung zum Ort: Die Virgen de la Pera, die „Jungfrau der Birne“, wird in der historischen Kapelle der Hacienda verehrt. Die Geschichte des Anwesens reicht bis ins Jahr 1077 zurück, als es zum Zisterzienserkloster Santa María de Herrera gehörte.
Chardonnay & Weißburgunder trocken 2025 · QbA · bio
Weingut Marc Weinreich · Bechtheim / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Weinreich liegt in Bechtheim im Wonnegau und wird heute von Marc und Jan Weinreich geführt. Marc Weinreich übernahm den Betrieb 2009 und entwickelte ihn konsequent in Richtung ökologischen Weinbaus. Das Weingut bewirtschaftet rund 16 Hektar und ist Mitglied bei Maxime Herkunft Rheinhessen.
Die Weinberge rund um Bechtheim sind von Löss, lehmiger Verwitterung und Kalkmergel geprägt. Diese Böden bilden eine wichtige Grundlage für die Burgunderweine des Hauses und verleihen ihnen sowohl Substanz als auch mineralische Frische.
Der Chardonnay & Weißburgunder ist eine feste Cuvée des Weinguts. Die Verbindung zweier Burgundersorten ist bewusst gewählt: Weißburgunder bringt Eleganz und Frische, Chardonnay zusätzliche Kraft, Frucht und Schmelz.
Rebsorten & Zusammensetzung
Die Cuvée besteht aus:
60 % Weißburgunder 40 % Chardonnay
Damit dominiert der Weißburgunder stilistisch, während der Chardonnay für mehr Körper und aromatische Tiefe sorgt.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang 2025 besitzt:
13,0 % vol. Alkohol 6,3 g/l Säure 4,6 g/l Restzucker
Die Werte ergeben einen trockenen, aber ausgesprochen saftigen Weißwein. Die Säure verleiht Frische, während der moderate Restzucker die reife Frucht unterstützt.
Ausbau
Der Wein wird über mehrere Wochen spontan vergoren. Der überwiegende Ausbau erfolgt im Edelstahltank; ein Teil des Chardonnay reift im Barrique. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe.
Diese Kombination ist stilistisch sehr interessant:
Edelstahl → Frische und klare Frucht Barrique → Würze und zusätzliche Tiefe Feinhefe → Schmelz und cremige Textur
Das Holz soll dabei nicht als dominante Vanille- oder Röstaromatik erscheinen, sondern vor allem die Struktur des Chardonnay ergänzen.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein strahlendes, helles Goldgelb.
Die Nase ist reif und einladend.
Typisch sind:
Honigmelone → Williamsbirne → reifer Apfel → gelbe Früchte
Dazu kommen:
Karamell → feine Gewürze → Nuss → dezente mineralische Anklänge
Die aktuelle Verkostungsnotiz beschreibt insbesondere Netzmelone, Williamsbirne, Karamell, Gewürze und leicht nussige Akzente.
Am Gaumen
Der Auftakt ist weich und saftig.
Die Frucht besitzt deutlich Extrakt und wird von einer fein ziselierten Säure getragen. Gleichzeitig sorgt die Feinhefe für Schmelz.
Charakteristisch sind:
Birne → Honigmelone → gelber Apfel → Zitrus
gefolgt von:
Nuss → Karamell → feine Würze
Die Textur ist geschmeidig und cremig, ohne breit zu wirken. Die Säure hält den Wein lebendig und verhindert, dass die reife Frucht zu schwer erscheint.
Der Abgang ist angenehm lang und verbindet Frucht, Würze und eine dezente mineralische Note.
Aromatik
Honigmelone → Williamsbirne → Birne → gelber Apfel → Zitrus → Karamell → Haselnuss → feine Gewürze → Mineralität
Mit etwas Luft können sich zusätzlich dezente Noten von:
Brioche → Buttergebäck → Kräutern
entwickeln.
Auszeichnungen & Renommee
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist keine belastbare internationale Spitzenbewertung dieses Weins dokumentiert.
Das Weingut selbst besitzt jedoch eine langjährig gewachsene fachliche Reputation. Bereits der Gault&Millau hob die Entwicklung des Hauses unter Marc Weinreich hervor. Besonders der Chardonnay & Weißburgunder wurde dort für seine Geschmeidigkeit und Entwicklung im Glas hervorgehoben.
Eine ältere Auszeichnung von 90 Punkten und die Bezeichnung „Best-buy des Jahres“ durch Weinwelt bezogen sich auf einen Riesling-Jahrgang und nicht auf diese Cuvée.
Reifepotenzial
Der 2025er ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt durch Säure, Extrakt und den Chardonnay-Anteil aber etwas Entwicklungspotenzial.
2026–2027 → Honigmelone, Birne, gelbe Frucht, Frische
2027–2029 → mehr Nuss, Karamell, Kräuter und mineralische Tiefe
ab 2029 → zunehmend reifere Frucht und dezente tertiäre Noten
Als Trinkhorizont wird etwa 2029 angegeben.
Die attraktivste Phase dürfte bei guter Lagerung zwischen 2026 und 2028 liegen.
Servieren
Serviertemperatur:
10–12 °C
Ein mittelgroßes bis großes Weißweinglas ist ideal.
Besonders bei etwas höherer Temperatur öffnet sich die Cuvée deutlich und zeigt mehr Schmelz, Nuss und Würze.
Eine Dekantierung ist nicht erforderlich. 10–15 Minuten im Glas reichen normalerweise aus.
Speisenbegleitung
Die Kombination aus Schmelz, Säure und Burgunderfrucht macht den Wein vielseitig einsetzbar.
Besonders passend:
Fisch
Meeresfrüchte
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalbfleisch
helles Fleisch
cremige Pasta
Risotto
Pilzgerichte
Gemüsegerichte
Weichkäse
halbfester Schnittkäse
Die Fachhandelsangaben empfehlen ihn ausdrücklich zu Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel, Kalbfleisch sowie Weich- und halbfestem Schnittkäse.
Besonders stimmig:
Gebratene Jakobsmuscheln mit Selleriepüree und heller Beurre-blanc-Sauce.
Auch ein cremiges Pilzrisotto passt hervorragend zur nussigen und leicht würzigen Seite der Cuvée
Weissweincuvée „Same Same but different“ 2024, Qualitätswein, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof in Westhofen wird von Florian und Katja Fauth geführt und bewirtschaftet rund 17,5 Hektar Rebfläche. Der Familienbetrieb ist seit fünf Generationen in Westhofen verwurzelt und hat sich insbesondere mit Riesling und Burgundersorten einen Namen gemacht. Florian Fauth verbindet dabei einen klaren Herkunftsgedanken mit charaktervollen, eigenständigen Weinen.Der „Same Same but different“ ist innerhalb des Seehof-Sortiments ein besonderes Projekt. Die Cuvée wurde gemeinsam mit einem sozialen Anliegen entwickelt und unterstützt Projekte für Inklusion und Menschen mit Down-Syndrom. Die ungewöhnliche Kombination verschiedener Rebsorten ist dabei bewusst Teil des Konzepts: Individualität und Verschiedenheit werden zum Leitmotiv des Weins.
Lage & Terroir
Für den 2024er wird als Boden Kalkstein mit Lehm und Löss angegeben. Diese geologische Grundlage verleiht der Cuvée einen feinmineralischen, leicht kreidigen Charakter und sorgt zugleich für genügend Substanz.Die Herkunft aus Westhofen bringt damit eine für Rheinhessen typische Verbindung aus kalkiger Frische und reifer, aromatischer Frucht in den Wein.
Jahrgang 2024
Der Jahrgang 2024 wird mit 12,5 % vol. Alkohol geführt und besitzt einen ausgesprochen frischen, duftigen Charakter. Eine aktuelle Fachhandelsbeschreibung bezeichnet ihn als verspielt, aromatisch und überaus blumig.Bei der Geschmacksangabe gibt es eine kleine Quellenabweichung: Vinoterra führt den Wein als feinherb, während der Westhofener Weinkatalog 2025 den 2024er als trocken ausweist. Für eine präzise Katalogisierung sollte daher die Angabe auf dem konkreten Flaschenetikett beziehungsweise Datenblatt herangezogen werden.
Rebsorten & Vinifikation
Die Cuvée verbindet Weißburgunder und Riesling mit aromatischen Sorten. Für den Jahrgang 2024 werden in einem regionalen Weinkatalog ausdrücklich Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Riesling genannt. Die ausführlicher dokumentierte Rezeptur der Linie umfasst zudem Scheurebe und Muskateller; für den 2024er sind die genauen prozentualen Anteile in den verfügbaren Quellen allerdings nicht belastbar ausgewiesen. Ausgebaut wird der Wein im Edelstahltank. Dadurch bleibt die aromatische Frische erhalten und die Bukettsorten können deutlich hervortreten.
Verkostung
Der Duft ist ausgesprochen lebendig und verspielt. Weiße Blüten und Wiesenblumen treffen auf rosa Pampelmuse, Limettenschale, Stachelbeere und frische Beerenanklänge. Dazu kommen feine exotische und würzige Nuancen. Die aromatische Komponente von Sauvignon Blanc und Scheurebe gibt der Cuvée zusätzlichen Druck und Duft, während Weißburgunder und Riesling für Frische, Frucht und Balance sorgen. Die beschriebene Stilistik ist bereits für die Seehof-Cuvée dokumentiert und passt zum Charakter des 2024er Jahrgangs.
Am Gaumen
Saftig, leichtfüßig und ausgesprochen trinkanimierend. Zitrische Frische trifft auf Passionsfrucht und grüne Frucht, während eine feine kalkige Textur für Struktur sorgt. Die Cuvée wirkt weich und geschmeidig, wird aber von einer frischen Säure getragen. Im Nachhall bleiben Zitrus, florale Würze und eine feine mineralische Note zurück.
Aromatik
weiße Blüten und Wiesenblumen
Limettenschale und rosa Pampelmuse
Stachelbeere
Cassis
Passionsfrucht
zarte Mandarine
feine Muskatwürze
Kräuter und grasige Nuancen
kalkige Mineralität
Auszeichnungen
Für den konkreten Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare, separat dokumentierte Bewertung von Falstaff, VINUM, Eichelmann oder Gault&Millau auffindbar. Der Wein steht stärker für sein besonderes Konzept und seinen hohen Trinkfluss als für eine klassische Bewertungsorientierung.
Reifepotenzial
Der „Same Same but different“ ist klar auf jugendliche Frische, Duftigkeit und unmittelbaren Trinkspaß ausgerichtet. Für den 2024er wird ein Trinkfenster bis etwa 2028 angegeben. Mit längerer Lagerung wird die intensive Primärfrucht allmählich etwas ruhiger, die kalkige und kräuterige Seite kann stärker hervortreten. Seine größte Stärke liegt jedoch in der jungen, lebendigen Phase.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstreicht die florale und aromatische Seite. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Fisch mit cremiger Sauce
Königin-Pastete
sommerlichen Salaten
Spargel und Frühlingsgemüse
Sushi
leichten asiatischen Gerichten
Geflügel
Ziegenkäse
vegetarischen Vorspeisen
Die Kombination mit Fisch in cremiger Sauce und Königin-Pastete wird auch vom Fachhandel ausdrücklich empfohlen.
Weissweincuvée „Same Same but different“ 2025, Qualitätswein trocken, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth liegt in Westhofen im Wonnegau und wird heute maßgeblich von Florian Fauth geprägt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 17,5 Hektar und verfolgt einen klaren Herkunfts- und Qualitätsansatz mit besonderem Augenmerk auf Riesling und Burgundersorten. Florian Fauth steht dabei für präzise, elegante und charaktervolle Weine.Der „Same Same but different“ ist ein besonderes Sozialprojekt des Hauses. Mit dem Wein unterstützt die Familie Einrichtungen und Projekte, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam leben, lernen und arbeiten. Der Wein verbindet damit Weinqualität und gesellschaftliches Engagement auf ungewöhnliche Weise.
Lage & Terroir
Die Cuvée vereint Trauben aus den Westhofener Weinbergen. Als Boden wird Kalkstein mit Lehm und Löss angegeben. Diese kalkgeprägte Grundlage bringt Frische und Würze, während Lehm und Löss für ein geschmeidiges, fruchtbetontes Mundgefühl sorgen.Da es sich um eine Cuvée aus unterschiedlichen Rebsorten handelt, steht weniger eine einzelne Lage als die Verbindung von Frucht, Duft und Trinkfluss im Mittelpunkt.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 6,5 g/l Säure und 2,6 g/l Restzucker. Damit ist er analytisch trocken und zugleich ausgesprochen frisch und leichtfüßig.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée wird im Edelstahltank ausgebaut und mit Schraubverschluss abgefüllt. Der Ausbau bewahrt die frische, aromatische Seite der Bukettrebsorten und hält den Wein klar und unkompliziert zugänglich. Der Jahrgang 2025 wird zudem als vegan geführt.Die aktuelle Cuvée setzt sich aus 40 % Weißburgunder, 30 % Riesling, 12 % Sauvignon Blanc, 10 % Scheurebe und 8 % Muskateller zusammen.
Verkostung
In der Nase stehen Sauvignon Blanc und Scheurebe zunächst deutlich im Vordergrund. Es zeigen sich intensive florale und aromatische Eindrücke, ergänzt von frischen gelben Früchten und exotischen Anklängen. Dahinter bringen Weißburgunder und Riesling zusätzliche Klarheit und Frucht ins Spiel. Besonders prägend sind Apfelmus und Pfirsich, die für eine weichere, saftige Komponente sorgen.
Am Gaumen
Der Auftakt ist weich und saftig. Die frische Säure gibt der Cuvée Spannung, ohne ihre charmante, zugängliche Art zu beeinträchtigen. Die unterschiedlichen Rebsorten greifen harmonisch ineinander: aromatisch und verspielt im Duft, saftig und cremig am Gaumen.Im Nachhall bleibt der Wein frisch, fruchtig und animierend. Er ist auf unkomplizierten Trinkgenuss ausgelegt, besitzt aber genügend Struktur, um auch als Essensbegleiter zu funktionieren.
Aromatik
Pfirsich
Apfel und Apfelmus
Stachelbeere
exotische Früchte
florale Noten
feine Muskatellerwürze
Kräuter
dezente Zitrusnoten
frische, mineralische Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare unabhängige Punktbewertung eines großen Weinführers dokumentiert. Der Wein wird aktuell vor allem über seine aromatische, trinkanimierende Stilistik und das besondere Charity-Konzept vermarktet.
Reifepotenzial
Der „Same Same but different“ ist klar auf frühe Trinkreife ausgelegt. Aktuelle Händlerangaben sehen den Wein bis etwa 2029 in guter Form. Seine Stärke liegt jedoch eindeutig in der frischen, offenen Primärfrucht. Er sollte daher jung und gut gekühlt genossen werden.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas reicht vollkommen aus. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Fisch mit cremigen Saucen
Königinpastete
leichten Geflügelgerichten
sommerlichen Salaten
asiatisch gewürzten Speisen
Sushi
mildem Ziegenkäse
leichten vegetarischen Gerichten
Aperitif und Fingerfood
Die Kombination mit Fisch in cremiger Sauce und Königinpastete wird ausdrücklich empfohlen.
Cuvée Alkoholfrei „Mayer Alkoholfrei“, N.V., MAYER AM PFARRPLATZ, Wien
Geschichte & Herkunft
Mayer am Pfarrplatz zählt zu den traditionsreichen Wiener Weingütern. Die Geschichte des Hauses reicht bis 1683 zurück; der historische Pfarrplatz im 19. Wiener Gemeindebezirk ist bis heute Mittelpunkt des Weinguts und des angeschlossenen Heurigen. Neben klassischen Wiener Weinen beschäftigt sich das Haus inzwischen intensiv mit alkoholfreien Alternativen und hat dafür eine eigene Produktlinie entwickelt.Der offiziell als „Mayer Alkoholfrei“ bezeichnete Wein ist eine alkoholfreie Cuvée aus österreichischen Rebsorten. Im aktuellen Sortiment wird er als Non-Vintage geführt. Die Produktidee verbindet typische österreichische Sortencharakteristik mit möglichst viel Frische und Trinkfluss bei praktisch vollständig entferntem Alkohol.
Rebsorten & Herstellung
Die Cuvée besteht aus Grünem Veltliner, Riesling, Weißburgunder und Welschriesling. Die Zusammensetzung bringt unterschiedliche Komponenten zusammen: Grüner Veltliner liefert Würze und Frische, Riesling die Säurestruktur, Weißburgunder Körper und Geschmeidigkeit, während Welschriesling zusätzliche Leichtigkeit beisteuert. Die Weine werden zunächst schonend entalkoholisiert. Mayer am Pfarrplatz setzt dabei auf Vakuumdestillation mit anschließender Aromarückgewinnung, um trotz des Alkoholentzugs möglichst viel Frucht und aromatische Substanz zu erhalten. Als Ausgangsbasis werden vor allem junge Weine eingesetzt, weil deren fruchtige Aromatik und Säure nach der Entalkoholisierung besonders gut erhalten bleiben.
Jahrgang
Der „Mayer Alkoholfrei“ wird als N.V., also ohne einzelnen Jahrgang, angeboten. In aktuellen Produktunterlagen wird ein Alkoholgehalt von unter 0,38 % vol. ausgewiesen.
Verkostung
Im Duft präsentiert sich die Cuvée ausgesprochen traubig und frisch. Helle Frucht, Zitrus und dezente florale Komponenten verbinden sich mit einer leicht würzigen Note. In der aktuellen Falstaff-Verkostung werden zusätzlich Wiesenkräuter und Orangenzesten sowie eine zart petrolige, safranartige Nuance beschrieben.Die Aromatik bleibt insgesamt unkompliziert und klar verständlich. Der Schwerpunkt liegt auf Frische, Frucht und unmittelbarer Trinkfreude.
Am Gaumen
Leichtfüßig, knackig und ausgesprochen frisch. Die fehlende Alkoholstruktur wird durch einen deutlichen Säurebogen und eine präsente, fruchtbetonte Süße aufgefangen. Dadurch entsteht ein lebendiger, erfrischender Eindruck mit guter Balance.Die aktuelle Falstaff-Verkostung beschreibt den Wein als „lebendigen Muntermacher“ mit zitroniger Säurestruktur. Besonders der schlanke Körper unterstützt den unkomplizierten Trinkfluss.
Aromatik
helle Traubenfrucht
Zitrus und Orangenzesten
gelbe Frucht
Wiesenkräuter
dezente florale Anklänge
feine safranartige Nuance
frische, zitronige Säure
leichte mineralische Würze
Auszeichnungen
Der „Mayer Alkoholfrei“ erhielt beim Falstaff Tasting 2025 89 Punkte. Die Verkostungsnotiz hebt die frische Säurestruktur, gelbe Frucht, Wiesenkräuter und Orangenzesten hervor. Beim Austrian Zero Award 2025 erreichte der Wein 16,79 Punkte und wurde in der Kategorie „Entalkoholisierte Weißweine“ gelistet.
Reifepotenzial
Der Wein ist nicht für lange Flaschenreife konzipiert, sondern für den frischen und unmittelbaren Genuss. Die Stärke liegt in seiner Primärfrucht, Säure und Leichtigkeit. Nach dem Öffnen sollte die Flasche möglichst zeitnah getrunken werden.
Servieren
Optimal bei etwa 7–9 °C. Ein schlankes Weißweinglas unterstützt die frische, traubige Aromatik. Besonders gut funktioniert der Wein gut gekühlt als Aperitif oder als alkoholfreie Alternative im glasweisen Ausschank.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
leichten Salaten
Gemüsevorspeisen
österreichischer Jause
Frischkäse
mildem Ziegenkäse
Sushi
leichten Fischgerichten
sommerlichem Gemüse
leichten asiatischen Gerichten
alkoholfreien Aperitif-Varianten
Auch der Produzent empfiehlt ihn ausdrücklich zu Salaten und einer Jause.
Popcorn 2025 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel, Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Herbert Zillinger liegt in Ebenthal im südlichen Weinviertel und wird von Herbert und Carmen Zillinger geführt. Der Familienbetrieb arbeitet seit vielen Jahren biologisch und seit 2016 biodynamisch; 2017 wurde das Weingut in die Gruppe respekt-BIODYN aufgenommen. Heute werden rund 16 Hektar Rebfläche biodynamisch bewirtschaftet. Der Anspruch ist, lebendige, eigenständige Weine mit möglichst wenig technischer Intervention zu erzeugen.Der „Popcorn“ gehört zur Freestyle-Linie des Hauses, die Herbert Zillinger selbst als seine „Spielwiese“ versteht. Die Weine dieser Linie dürfen expressiver, unkonventioneller und naturweinorientierter ausfallen. Der Popcorn ist dabei bewusst unkompliziert angelegt, ohne auf aromatische Eigenständigkeit zu verzichten.
Rebsorten & Herkunft
Die Cuvée 2025 besteht aus Grünem Veltliner, Weißburgunder, Welschriesling und Traminer. Der genaue Anteil der einzelnen Sorten wird nicht ausgewiesen. Die Weinberge stehen überwiegend auf Löss und kiesgeprägten Böden des Weinviertels.
Jahrgang 2025
Der Popcorn 2025 besitzt 11,5 % vol. Alkohol und ist trocken ausgebaut. Die Säure wird mit 6,5 g/l angegeben. Damit präsentiert sich der Wein leichtfüßig, frisch und ausgesprochen trinkanimierend.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden spontan vergoren und teilweise auf der Maische vergoren. Der Wein wird unfiltriert abgefüllt und erhält lediglich eine minimale Schwefelgabe. Als Ausbau wird beim Jahrgang 2025 der Edelstahltank angegeben.Die teilweise Maischegärung bringt zusätzliche Textur und Würze in die ansonsten sehr frische Cuvée. Die reduzierte Kellerintervention sorgt für einen lebendigen, leicht naturweinartigen Charakter.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Popcorn ungewöhnlich und eigenständig. Eine zarte rauchige, reduktive Note erinnert tatsächlich an frisch zubereitetes Popcorn. Dazu kommen gelbe Frucht, ätherische Blüten, feine Erdigkeit und eine leichte Würze. Die Aromatik wirkt bewusst etwas freier und weniger geschniegelt als bei klassisch ausgebauten Weißweinen.
Am Gaumen
Saftig, frisch und griffig. Die lebendige Säure sorgt für Zug und Trinkfluss, während die Maischegärung eine feine Phenolik und spürbare Textur beisteuert. Der Körper bleibt eher leicht, wodurch der Wein sehr unkompliziert wirkt.Im Nachhall zeigen sich frische Frucht, feine Würze und eine dezente mineralische Komponente. Die charakteristische Popcorn-Reduktion bleibt als aromatische Signatur präsent, ohne den Wein zu überdecken.
Aromatik
frische gelbe Früchte
Zitrusanklänge
feine Blüten
zarte Kräuternoten
rauchige Popcorn-Reduktion
leichte Erdigkeit
feine Würze
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers dokumentiert. Der Wein wird vor allem als charaktervoller Naturwein der Freestyle-Linie geführt.
Reifepotenzial
Der Popcorn ist in erster Linie für den frühen Trinkgenuss konzipiert. Als optimale Trinkreife wird 2026 bis 2028 angegeben. Bei sorgfältiger Lagerung kann er sich zwar darüber hinaus halten, seine größte Stärke liegt jedoch in Frische, Lebendigkeit und unmittelbarem Trinkfluss.
Servieren
Am besten bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas passt sehr gut. Vor dem Einschenken kann die Flasche vorsichtig bewegt werden, da der Wein unfiltriert abgefüllt wurde und ein leichtes Depot möglich ist.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
asiatischer Küche
Sushi und leicht gewürzten Fischgerichten
Gemüse-Currys
Frühlingsrollen und Dumplings
Jause und kalten Platten
Aufstrichen und Pasteten
leichten vegetarischen Gerichten
gegrilltem Gemüse
würzigen Snacks
Auch als unkomplizierter Aperitif funktioniert der Popcorn ausgezeichnet. Die Kombination aus Frische, leichter Phenolik und aromatischer Eigenwilligkeit macht ihn besonders vielseitig.
Sekt Cuvée brut „Haus Klosterberg“
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Ein eleganter, feinperliger Mosel-Sekt brut, der mit seiner klaren Frucht, frischen Säure und cremigen Perlage sehr vielseitig einsetzbar ist. Die Cuvée verbindet Zitrusfrische, grünen Apfel und feine Briochearomen mit einer angenehm trockenen, animierenden Stilistik.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Zitrone und Limette, dazu weiße Blüten und feine Hefenoten. Mit etwas Luft kommen Brioche, Gebäck und dezente Nussnoten hinzu. Am Gaumen trocken, frisch und feinperlig, mit lebendiger Säure und klarer Zitrusfrucht. Die Perlage wirkt fein und gut eingebunden. Ein leichter cremiger Schmelz sorgt für Balance. Im Finale frisch, trocken und animierend, mit Zitrone, grünem Apfel und feinen Hefenoten.
Ein unkomplizierter, eleganter Sekt mit schöner Frische und klassischem Brut-Charakter.
Aromatik
grüner Apfel → Zitrone → Limette → weiße Blüten → Hefeteig → Brioche → feine Nuss → mineralische Frische
Passt besonders gut zu
Austern
Garnelen
Sushi
Jakobsmuscheln
Räucherlachs
Forelle
Ziegenkäse
leichten Vorspeisen
Canapés
frittierten Speisen
Besonders schön als Aperitif mit kleinen salzigen Häppchen. Auch zu Austern und Meeresfrüchten funktioniert die frische Säure hervorragend.
Servieren
Temperatur: 6–8 °C
Die Flasche erst kurz vor dem Servieren öffnen. Für die beste Aromatik nicht eiskalt halten, sondern nach dem Einschenken leicht wärmer werden lassen.
Asia Cuvée 2025, MAYER AM PFARRPLATZ, Wien – Österreich
Geschichte & Herkunft
Mayer am Pfarrplatz gehört zu den traditionsreichsten Wiener Weingütern. Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1683 zurück; die Rebflächen liegen vollständig innerhalb der Wiener Stadtgrenzen, insbesondere in Döbling. Das Weingut verbindet dabei die Tradition der Wiener Heurigenkultur mit einer modernen, qualitätsorientierten Weinbereitung.Die Asia Cuvée ist als aromatischer, halbtrockener Wein konzipiert und speziell auf die würzige und pikante Küche Asiens zugeschnitten. Sie gehört zur unkomplizierten, sehr trinkfreudigen Weinlinie von Mayer am Pfarrplatz.
Rebsorten & Herkunft
Die Cuvée vereint Grünen Veltliner, Riesling, Weißburgunder und Traminer. Der offizielle Jahrgangseintrag nennt Grüner Veltliner und Riesling jeweils mit 30 %; die verbleibenden 40 % entfallen auf Weißburgunder und Traminer, ohne dass die genaue Aufteilung offiziell ausgewiesen wird.Die Wiener Herkunft bringt die für Mayer am Pfarrplatz typische Verbindung verschiedener Rebsorten und Mikroklimata zusammen. Das Weingut beschreibt die Böden seiner Wiener Weinberge unter anderem als Flysch- und Mergelböden mit Muschelkalk, während das Zusammenspiel von warmen pannonischen Winden und den kühlenden Einflüssen von Wienerwald und Donau das Klima prägt.
Jahrgang 2025
Der 2025er verfügt über 12 % vol. Alkohol, 6,7 g/l Säure und 12,7 g/l Restzucker. Damit ist der Wein rechtlich und sensorisch als halbtrocken einzuordnen. Die Säure bildet dabei das Rückgrat für die vorhandene Restsüße und sorgt für Frische und Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden von Hand gelesen und im Weingarten dreifach selektiert. Anschließend erfolgt eine schonende Pressung. Vergärung und Ausbau finden vollständig im Stahltank statt. Dadurch bleibt die aromatische Frische der vier Rebsorten unmittelbar erhalten. Der Ausbau im Edelstahl unterstützt besonders die floralen und exotischen Komponenten und hält den Wein klar, leichtfüßig und saftig.
Verkostung
In der Nase zeigt sich die Asia Cuvée ausgesprochen aromatisch. Verführerische exotische Frucht trifft auf eleganten Muskat- und Rosenduft. Dazu kommen Anklänge an reife Zitrusfrüchte, weißfleischige Früchte und florale Würze. Der Traminer bringt dabei die ausgeprägt duftige Komponente in die Cuvée.
Am Gaumen
Ausgewogen, lebendig und saftig. Die Säure sorgt für Frische und Spannung, während die feine Restsüße dem Wein eine angenehme Geschmeidigkeit und aromatische Länge verleiht. Die Frucht bleibt präsent, ohne schwer oder breit zu wirken. Im Nachhall zeigt sich die Cuvée erneut aromatisch und feinwürzig. Gerade die Verbindung von Fruchtexotik, Muskatwürze und zarter Süße macht den Wein zu einem ausgesprochen vielseitigen Begleiter für würzige Speisen.
Aromatik
exotische Früchte
Litschi
reife Zitrusfrucht
florale Noten
Muskat
Rosenblüten
helle gelbe Frucht
feine Würze
zarte Fruchtsüße
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt bei der Wiener Landesweinbewertung eine Goldmedaille. Diese Auszeichnung ist auf der offiziellen Auszeichnungsseite von Mayer am Pfarrplatz für die Asia Cuvée 2025 dokumentiert.
Reifepotenzial
Die Asia Cuvée ist in erster Linie für den jungen Genuss gedacht. Frucht, florale Aromatik und die lebendige Säure stehen im Vordergrund; eine längere Flaschenreife ist nicht das Ziel dieses Weinstils. Als optimale Trinkphase sind die ersten ein bis zwei Jahre nach der Abfüllung anzusehen. Ein Händler nennt für den 2025er eine Lagerfähigkeit bis etwa 2030, qualitativ liegt der Schwerpunkt jedoch klar auf der jugendlichen Frische.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die intensive Duftigkeit und lässt die exotischen und floralen Aromen gut zur Geltung kommen.
Speisenbegleitung
Die Cuvée wurde ausdrücklich als Begleiter zur asiatischen Küche konzipiert. Besonders passend zu:
Thai-Currys
Sushi und Sashimi
Wok-Gerichten
Gerichten mit Chili, Ingwer und Koriander
süß-sauren Speisen
Frühlingsrollen
gebratenem oder gedämpftem Geflügel
würzigen Fischgerichten
asiatischen Nudelgerichten
fruchtig-pikanten Salaten
Die leichte Restsüße wirkt dabei ausgleichend gegenüber Schärfe und würzigen Komponenten.
OCCAM DELI Weissweincuvée trocken 2025, PHILIPP KUHN, Laumersheim – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Die OCCAM-Weissweincuvée entstand im Zusammenhang mit dem Münchner Gastronomiekonzept Occam Deli und wird von Philipp Kuhn in Laumersheim abgefüllt. Das Weinprojekt ist klar auf einen unkomplizierten, gastronomisch einsetzbaren Weißwein ausgerichtet. In Gastronomiekarten wird die Cuvée als „Occam Weiß“ beziehungsweise „Occam Deli“ bei Philipp Kuhn geführt.
Lage & Terroir
Die verfügbare Dokumentation des aktuellen 2025er Jahrgangs nennt keine belastbare, detaillierte Einzellagenherkunft. Stilistisch steht der Wein für die Verbindung verschiedener Pfälzer Burgunderherkünfte mit frischer, unkomplizierter Trinkbarkeit.
Jahrgang 2025
Für die 2025er Abfüllung sind in den öffentlich zugänglichen Quellen derzeit keine verlässlich bestätigten technischen Analysedaten wie Alkohol, Säure oder Restzucker ausgewiesen. Diese Angaben werden daher nicht geschätzt.
Vinifikation & Ausbau
Auch die exakte Vinifikation des 2025ers ist derzeit nicht ausreichend dokumentiert. Die Cuvée ist konzeptionell auf Frische, Frucht und gastronomische Vielseitigkeit ausgerichtet.
Verkostung
Die OCCAM-Weißweine von Philipp Kuhn zeigen grundsätzlich eine burgundisch geprägte, helle Frucht mit gelben Kernobstnoten und frischer Mineralität. Die öffentlich dokumentierte Cuvée-Version wird als elegant, frisch und mineralisch beschrieben.
Am Gaumen
Fruchtbetont, frisch und geradlinig, mit saftiger Struktur und animierendem Trinkfluss. Die Cuvée ist weniger auf große Tiefe als auf Harmonie, Frische und unkomplizierte gastronomische Einsetzbarkeit ausgerichtet.
Aromatik
Gelbe Kernfrucht, Birne, gelbe Steinfrucht, feine Zitrusnoten, dezente Kräuterwürze und mineralische Anklänge.
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung dokumentiert.
Reifepotenzial
Der Wein ist auf jungen Trinkgenuss ausgelegt. Die Stärke liegt in Frische, Frucht und Trinkfluss; eine lange Flaschenreife steht nicht im Vordergrund.
Servieren
8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas genügt.
Speisenbegleitung
Aperitif, Salate, Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, leichte Pasta, Geflügel, sommerliches Gemüse und leichte vegetarische Küche. Die Cuvée eignet sich besonders gut als unkomplizierter gastronomischer Begleiter.
Verkostungsnotiz:Von der Toplage Schlossberg, Helles Gelb, typisch mit zart nussigen Aromen, Bukett nach Blütenhonig, herzhaft und geschliffen, fein abgestimmt am Gaumen, ausgewogen und vollmundig im Abgang Weingut Ecker (Eckhof), Kirchberg am Wagram, Wagram Das Weingut "Ecker - Eckhof", mit Sitz im idyllischen Weinort Mitterstockstall, liegt eingebettet in den Lösshängen des Wagrams. Der Name des seit mehr als 400 Jahren bestehenden Familienbetriebs leitet sich von der Lage des Weingutes an einer Wegkreuzung und dem Familiennamen "Ecker" ab.Dass der heutige Betriebsleiter Bernhard Ecker großen Wert auf Tradition legt, spiegelt sich schon im Logo des Weinguts wieder. Der Großvater, Johann Ecker, war einer der letzten Weingartenhüter von Stockstall, deren Aufgabe es war, die Trauben zu bewachen. Der „Hüterstern“, das gemeinsame Erkennungsmerkmal, ist fester Bestandteil des "Ecker-Logos".24 Hektar Weinreben stehen Bernhard Ecker zur Verfügung. Dabei ist der Grüne Veltliner Feder führend im umfangreichen Sortiment, im Weißweinbereich ergänzt durch Riesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Roter Veltliner, Frühroter Veltliner und Gelber Muskateller. Auf 30% der Anbaufläche stehen für die Rotwein St. Laurent, Zweigelt und Blauer Burgunder im Ertrag. Top-Lagen des Betriebs sind Mordthal, Steinberg, Schlossberg, und Hundsberg.Die Erhaltung der Natur ist ein besonderes Anliegen von Bernhard Ecker. Daher werden die Weinberge naturnah und umweltschonend bewirtschaftet. Sein ehrgeiziges Ziel ist es , mit möglichst geringen Eingriffen, neben leichteren, fruchtigen Sommerweinen, für die Region typische Weisswein und dichte, harmonische Rotwein von internationaler Spitzenqualität zu erzeugen.
„La Petite“ Blanc de Blancs Schaumwein (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher liegt in Platt im Retzer Land und bewirtschaftet rund 14 Hektar Rebfläche. Der Betrieb arbeitet nach naturschonenden und biologischen Prinzipien; die Weingärten werden unter anderem begrünt und mit Kompost beziehungsweise Pferdemist gepflegt. Charakteristisch für die Herkunft sind unterschiedliche kalkreiche Lehm- und Lössböden rund um Platt. „La Petite“ bedeutet „die Kleine“ und ist der Tochter Nina gewidmet. Die Blanc-de-Blancs-Abfüllung gehört zum Schaumweinsortiment des Weinguts.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Lagen Sandberg, Faustberg und Kirchleithen. Die Böden werden als kalkreiche Lehm- und Lössböden beschrieben. Diese Kombination begünstigt reife Frucht, feine Würze und eine geschmeidige, dennoch frische Struktur. Das eher kühle Weinviertler Klima unterstützt die frische, elegante Stilistik des Schaumweins.
Rebsorten
Für „La Petite“ Blanc de Blancs werden Weißer Burgunder und Grüner Veltliner eingesetzt. Eine aktuelle Händlerbeschreibung führt zusätzlich Riesling, Muskateller und Traminer in der Cuvée; die Weingutsangabe nennt dagegen ausschließlich Weißburgunder und Grünen Veltliner. Für die Beschreibung wird deshalb die offizielle Angabe des Weinguts bevorzugt.
Vinifikation & Ausbau
Die Grundweine werden gekühlt im Edelstahltank vergoren. Anschließend erfolgt der Säureabbau und eine Lagerung auf der Feinhefe im Stahltank. Der Stil setzt damit auf Frische, saubere Frucht und Cremigkeit anstelle eines ausgeprägt holzbetonten oder stark autolytischen Charakters.Die aktuelle Weingutsbeschreibung weist den Wein mit Kohlendioxid als zugesetzter Kohlensäure aus; eine klassische Flaschengärung wird dort nicht angegeben.
Verkostung
Im Glas zeigt sich „La Petite“ grünlich hell. Die Nase ist elegant und fruchtbetont, mit Birne als prägendem Aroma. Dahinter erscheinen feine Honignoten, Mandel und Biskuit.
Am Gaumen
Cremig, erfrischend und ausgewogen. Die Kohlensäure wirkt lebendig und sorgt für einen animierenden Auftakt, während die Hefelagerung für eine weiche, runde Textur sorgt. Birnenfrucht und feine Mandelnoten verbinden sich mit einer angenehmen Frische. Der Nachhall bleibt leichtfüßig und klar.
Aromatik
Birne
feine Honignoten
Mandel
Biskuit
dezente florale Nuancen
frische, elegante Frucht
cremige Hefenoten
Auszeichnungen
Für die konkrete „La Petite“ Blanc de Blancs-Abfüllung konnten keine belastbaren, separat ausgewiesenen Punktbewertungen oder Wettbewerbsmedaillen gefunden werden. Das Weingut wird jedoch im Falstaff Weinguide geführt und ist auch in Gault Millau und Vinaria vertreten.
Reifepotenzial
Der Schaumwein ist klar auf junges, frisches Trinken ausgerichtet. Frucht, feine Perlage und die cremige Textur stehen im Vordergrund. Eine längere Flaschenlagerung würde den frischen Charakter eher zurücknehmen; optimal ist daher der zeitnahe Genuss.
Servieren
Am besten bei 7 °C servieren. Ein Weißweinglas mit etwas größerem Kelch bringt die feine Birnen-, Mandel- und Biskuitaromatik besser zur Geltung als ein sehr schmales Sektglas.
Speisenbegleitung
Ideal als Aperitif. Darüber hinaus passt der Schaumwein zu:
leichten Vorspeisen
milden Salaten
Fingerfood
sommerlichem Gemüse
feinen Fischvorspeisen
leichten Meeresfrüchten
mildem Frischkäse
Wiener Gemischter Satz DAC 2025, Rotes Haus – MAYER AM PFARRPLATZ, Wien – Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Rotes Haus gehört zur Familie Mayer am Pfarrplatz und steht für die charakteristischen Weine aus den Wiener Lagen rund um den Nussberg. Der Betrieb am Pfarrplatz in Döbling zählt zu den traditionsreichen Wiener Weinerzeugern und verbindet den klassischen Wiener Weinbau mit einer modernen, qualitätsorientierten Interpretation des Gemischten Satzes. Der Wiener Gemischte Satz ist dabei eine echte Wiener Besonderheit: Mindestens drei Rebsorten stehen gemeinsam in einem Weingarten, werden gemeinsam gelesen und verarbeitet. Er ist damit keine nachträgliche Cuvée.
Lage & Terroir
Der Wiener Gemischte Satz DAC des Rotes Hauses ist als Gebietswein mit der Herkunft Wien konzipiert. Die Weinberge des Hauses liegen in den klimatisch begünstigten Wiener Weinbaugebieten am Rand des Wienerwaldes. Die unterschiedlichen Rebsorten reagieren auf die jeweiligen Boden- und Klimabedingungen unterschiedlich und ergeben gemeinsam ein vielschichtiges, zugleich harmonisches Aromenspiel. Für die geschützte DAC-Bezeichnung gelten klare Regeln: Der Wein muss aus Wiener Weingärten stammen, mindestens drei Qualitätsrebsorten müssen gemeinsam im Weingarten stehen, die größte Sorte darf höchstens 50 % ausmachen und die drittgrößte muss mindestens 10 % erreichen.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12,5 % vol. Alkohol und wurde im Stahltank ausgebaut. Damit bleibt die Stilistik konsequent frisch, klar und fruchtbetont. Der aktuelle Falstaff-Eintrag beschreibt den Wein als saftig, mittelgewichtig und frisch mit angenehmer Säure.
Vinifikation & Ausbau
Der Ausbau erfolgt im Stahltank. Dadurch bleiben die sortentypische Frische und die unterschiedlichen aromatischen Facetten der gemeinsam gelesenen Rebsorten unverfälscht erhalten. Die Vinifikation ist auf Präzision, Trinkfreude und eine klare Fruchtwirkung ausgerichtet.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er frisch und einladend. Feine Ananas und gelbe Birnenfrucht verbinden sich mit weißen Früchten und einer angenehmen Kräuterwürze. Dazu kommt ein dezenter Apfelton, der im Verlauf immer deutlicher hervortritt.
Am Gaumen
Saftig und animierend mit mittlerem Körper. Die weiße und gelbe Frucht wirkt klar und frisch, während die gut eingebundene Säure für Spannung sorgt. Eine feine mineralische Note verleiht dem Wein zusätzliche Kontur. Im Abgang zeigt sich ein frischer Apfelton, begleitet von einem leicht mineralischen Nachhall. Der Gesamteindruck ist lebendig, unkompliziert und ausgesprochen vielseitig.
Aromatik
Ananas
gelbe Birne
weißes Kernobst
Apfel
feine Kräuterwürze
dezente Zitrusfrische
mineralische Nuancen
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt 92 Falstaff-Punkte. Die Verkostung von Peter Moser vom 29. Juni 2026 beschreibt ihn als fruchtig, frisch, mineralisch und vielseitig einsetzbar.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbare Trinkfreude ausgelegt. Seine lebendige Säure gibt ihm dennoch genügend Stabilität für eine Entwicklung über die kommenden Jahre. Am schönsten dürfte er in seiner jugendlich-frischen Phase wirken, wenn die Frucht- und Kräuteraromatik besonders klar hervortritt.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die frische Frucht und die Kräuterwürze. Als junger Wein benötigt der Gemischte Satz keine längere Belüftung.
Speisenbegleitung
Besonders vielseitig zu:
Wiener Schnitzel
Tafelspitz
gebratenem Fisch
Forelle und Zander
Spargel
Frühlingsgemüse
leichten Salaten
kalten Vorspeisen
Geflügel
leichter asiatischer Küche
österreichischen Heurigenklassikern
Der Wiener Gemischte Satz gilt generell als vielseitiger Speisenbegleiter und passt besonders gut zur Wiener Küche.
Verkostungsnotiz:Zartes,glänzendes Strohgelb mit goldenen Reflexen. Feine, ausgewogene Perlage. Aromatischer Duft nach gelbgrünen Äpfeln, Aprikosen, Kiwi und Orangenblüten, neben Sauerteigwürze auch ein Hauch von Limettenzesten und Trockenfrüchten. Am Gaumen vielschichtig, sehr klar und fein, angenehm schäumend, mit knackiger Frische, rauchigen Nuancen und unaufdringlicher Süßestruktur. Ein äußerst sympathisches, unkompliziertes Schaumweinerlebnis mit einem Hauch Banane und kräutrig-pfeffrigen Noten im saftig-frischen Abgang. Ein Schaumwein zum Träumen! Bouvet Ladubay - Saint-Hilaire - Saint-Florent, SaumurDas Weingut wurde im Jahre 1851 von Etienne Bouvet gegründet. Die bis dahin in Familienbesitz befindliche Firma wurde im Jahre 1974 vom Champagnerhaus Taittinger übernommen. Sehenswert sind die in den Tuffstein gehauenen Keller, mit fünf Meilen langen Gängen. Sie gehörten einst zur bereits im 11. Jahrhundert erbauten Abtei „La Belle d’Anjou“. Betriebsleiter seit 1970 ist Patrice Monmousseau. Unter seiner Ägide werden sehr moderne und seriöse Schaumwein produziert.Die große Produktpalette des Erzeugers umfasst die Schaumwein „Bouvet Brut“, die Jahrgangscuvée „Saphir“, den roten „Rubis“, „Trésor“, Trésor Rosé“, „Grand Vin de Dessert“ und „Instinct Cuvée du Millénaire“. Jährlich werden über drei Millionen Flaschen produziert.
Verkostungsnotiz:Helles, strahlendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase betörender Duft nach weißen Rosen und Lindenblüten, begleitet von feinen Zitrusnoten, Ananas, Mandarine und grünem Apfel, daneben kräutrige Anklänge von Fenchel, Rosmarin und von frisch geschnittenem Gras. Am Gaumen sehr gut balanciert und von guter Struktur, mit frischer, mundwässernder Säure, wieder dezenten Kräuternoten und belebender Mineralität. Ein eindrucksvoller Wein mit großartigem Trinkfluss und langem, aromatischem Finish. Ramón do Casar, Ourense, DO Ribeiro, GalizienDie junge, spanische Bodega Ramón do Casar umfasst etwa 8 Hektar Rebland am Ufer des Miño in Galizien. Benannt ist das Weingut nach dem Vater der heutigen Besitzer, die Familie Sabucedo. Ramón do Casar war durch drohende Armut gezwungen, nach Venezuela auszuwandern. Stück für Stück erwarb er von dort aus kleine Parzellen in seiner alten Heimat. Land, auf dem seine Nachkommen im Jahr 2014 die eigene Bodega errichten konnten. Die Rebstöcke stehen zumeist auf kargen Granitböden in etwa 350 Metern über dem Meeresspiegel. Kultiviert werden insbesondere die Rebsorten Albariño, Treixadura und Godello.Verantwortlicher Önologe ist Pablo Estévez. Ihm gelang es mit dem 2020er Ramon do Casar Blend die Verkostungsjury zu überzeugen und den "besten spanischen, jungen Weißwein" zu erzeugen. Neben Rias Baíxas ist Ribeiro das zweite namhafte Anbaugebiet in dem stark vom Atlantik geprägten Galizien, das an die portugiesische Region Vinho Verde angrenzt. Die Etiketten der Weine zeigen übrigens die originalen Postkarten, die sich Ramón und seine Frau während seines Exils geschickt hatten.Geprägt von der Nähe zum Atlantik, zeigt der weiße Blend von Ramón do Casar mineralische Frische, dezente Frucht und kräutrige Noten, sowie viel Spannung in einem gut gebauten Körper. Definitiv ein guter Grund, mal über den vinophilen Tellerrand zu schauen. Ein toller Speisenbegleiter!
„Gassa d’Amante“ Frizzante Ancestrale Terre Siciliane IGP 2022
La Vela – Marsala/Trapani | Sizilien | bio
Der Gassa d’Amante 2022 ist ein biologisch erzeugter Frizzante nach der Methode Ancestrale, also ein naturtrüber, ursprünglich vinifizierter Schaumwein, bei dem die zweite Gärung in der Flasche stattfindet. Er stammt aus dem Westen Siziliens und verbindet frische Frucht, feine Hefewürze und lebendige Perlage mit einem ausgesprochen ursprünglichen Charakter.
Charakter & Verkostung
Im Glas präsentiert sich der Gassa d’Amante hell strohgelb bis leicht golden, häufig mit einer natürlichen, feinen Trübung. Die Perlage ist lebendig und eher ungestüm als klassisch-poliert. In der Nase zeigen sich Zitrone, grüner Apfel und weiße Blüten, dazu Noten von frischem Brot, Hefe und etwas gelber Frucht. Eine leichte kräuterige und mineralische Note gibt zusätzliche Spannung. Am Gaumen wirkt er trocken, frisch und lebendig. Die feine Kohlensäure sorgt für einen animierenden Trinkfluss, während Zitrus und grüner Apfel für Frische sorgen. Die Hefe bringt etwas Cremigkeit und Tiefe. Das Finale ist frisch, leicht salzig und zitrisch, mit einem feinen Hefeton.
Ein charaktervoller, naturbelassener sizilianischer Pet-Nat – frisch, leichtfüßig und wunderbar animierend.Die Methode Ancestrale gehört zu den ältesten Formen der Schaumweinbereitung. Anders als beim klassischen Metodo Classico gibt es keine separate zweite Gärung mit zugesetztem Zucker und Hefe.Der Wein beginnt seine Gärung im Tank. Noch bevor sie vollständig abgeschlossen ist, wird er mit einem Teil des natürlichen Restzuckers in die Flasche gefüllt. Dort setzt sich die Gärung fort. Das dabei entstehende CO₂ bleibt in der Flasche und sorgt für die natürliche Perlage.Beim Gassa d’Amante bleibt der Wein bewusst nah an seinem ursprünglichen Charakter. Je nach Abfüllung kann sich deshalb eine natürliche Hefetrübung bilden. Genau diese leicht wilde, ursprüngliche Stilistik macht den Wein interessant.Die Weinberge von La Vela liegen im Gebiet von Marsala und Trapani im Westen Siziliens. Das mediterrane Klima mit viel Sonne und der kühlenden Wirkung des Meeres sorgt für aromatische Reife, während die ständige Belüftung die Frische bewahrt.Der biologische Anbau und die zurückhaltende Kellerarbeit passen zum Charakter des Weins: Im Mittelpunkt stehen Traube, Herkunft und natürliche Gärung, nicht kosmetische Klarheit oder maximale Extraktion.
Perfekt zu
Der Gassa d’Amante ist ein hervorragender Aperitif und passt besonders gut zu:
Focaccia
Pizza
sizilianischen Antipasti
Arancini
frittiertem Gemüse
frittiertem Fisch
Sardinen
Garnelen
Muscheln
Caponata
Salumi
jungen Käsen
Besonders spannend ist die Kombination mit Arancini: Die lebendige Perlage und Säure schneiden durch die knusprige Hülle und den Käse, während die Hefenoten wunderbar zur Röstung passen.
Auch zu Caponata funktioniert der Wein hervorragend – die Frische bildet einen schönen Kontrast zur süß-sauren, würzigen Aromatik.
Serviertemperatur: etwa 7–9 °C.
Verkostungsnotiz:Helles, strahlendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase betörender Duft nach weißen Rosen und Lindenblüten, begleitet von feinen Zitrusnoten, Ananas, Mandarine und grünem Apfel, daneben kräutrige Anklänge von Fenchel, Rosmarin und von frisch geschnittenem Gras. Am Gaumen sehr gut balanciert und von guter Struktur, mit frischer, mundwässernder Säure, wieder dezenten Kräuternoten und belebender Mineralität. Ein eindrucksvoller Wein mit großartigem Trinkfluss und langem, aromatischem Finish. Ramón do Casar, Ourense, DO Ribeiro, GalizienDie junge, spanische Bodega Ramón do Casar umfasst etwa 8 Hektar Rebland am Ufer des Miño in Galizien. Benannt ist das Weingut nach dem Vater der heutigen Besitzer, die Familie Sabucedo. Ramón do Casar war durch drohende Armut gezwungen, nach Venezuela auszuwandern. Stück für Stück erwarb er von dort aus kleine Parzellen in seiner alten Heimat. Land, auf dem seine Nachkommen im Jahr 2014 die eigene Bodega errichten konnten. Die Rebstöcke stehen zumeist auf kargen Granitböden in etwa 350 Metern über dem Meeresspiegel. Kultiviert werden insbesondere die Rebsorten Albariño, Treixadura und Godello.Verantwortlicher Önologe ist Pablo Estévez. Ihm gelang es mit dem 2020er Ramon do Casar Blend die Verkostungsjury zu überzeugen und den "besten spanischen, jungen Weißwein" zu erzeugen. Neben Rias Baíxas ist Ribeiro das zweite namhafte Anbaugebiet in dem stark vom Atlantik geprägten Galizien, das an die portugiesische Region Vinho Verde angrenzt. Die Etiketten der Weine zeigen übrigens die originalen Postkarten, die sich Ramón und seine Frau während seines Exils geschickt hatten.Geprägt von der Nähe zum Atlantik, zeigt der weiße Blend von Ramón do Casar mineralische Frische, dezente Frucht und kräutrige Noten, sowie viel Spannung in einem gut gebauten Körper. Definitiv ein guter Grund, mal über den vinophilen Tellerrand zu schauen. Ein toller Speisenbegleiter!
Langsurer Brüderberg „Gemischter Satz Muschelkalk – Patience“ Qw 2018
Rinke – Trier / Mosel
Ein ausgesprochen spannender trockener Weißwein von der Obermosel, der weniger nach klassischer Mosel und deutlich stärker nach nördlichem Burgund schmeckt. Der Langsurer Brüderberg liegt auf Muschelkalk, und Rinke baut dort einen Gemischten Satz aus überwiegend Chardonnay mit Burgunder- und aromatischen Ergänzungssorten an. Beim „Patience“ 2018 handelt es sich um einen besonders lange auf der Hefe gereiften Jahrgang: etwa 80–85 % Chardonnay, ergänzt durch Pinot Blanc, Pinot Gris, Viognier, Muskateller und Traminer. Der Wein wurde 22 Monate in gebrauchtem Holz und Edelstahl ausgebaut.
Charakter & Verkostung
In der Nase Mirabelle, Grapefruitzeste und Litschi, dazu Kokos, Kräuter, Menthol und Rosenwasser. Im Hintergrund zeigen sich feine Gewürz- und cremige Noten. Am Gaumen kraftvoll, dicht und ausgesprochen aromatisch, mit reifer gelber Frucht, Zitrus und würzigen Kräutern. Die lange Hefelagerung verleiht ihm zusätzliche Cremigkeit und Tiefe, während der Muschelkalk für Spannung sorgt. Das Finale ist lang, intensiv und warm, mit Mirabelle, Grapefruit, Gewürzen und einer markanten mineralisch-salzigen Komponente. Der Wein besitzt deutlich mehr Kraft und aromatische Breite als ein klassischer leichter Mosel-Weißwein.
Ein eigenständiger, komplexer Gemischter Satz mit Burgunder-Tiefe, exotischer Würze und kalkiger Mineralität.
Aromatik
Mirabelle → Grapefruit → Litschi → Kräuter → Rosenwasser → Kokos → Gewürze → Kalkstein → Salz
Gerade das Zusammenspiel aus Chardonnay-artiger Struktur und aromatischen Sorten macht diesen Wein so besonders. Rinke beschreibt die Weine des Langsurer Brüderbergs selbst als vom nördlichen Burgund inspiriert, ohne diese Weine zu kopieren.
Jahrgang 2018 – jetzt besonders interessant
Der Wein ist mittlerweile gereift und sollte nicht mehr primär über seine Frische beurteilt werden. Die Reife, lange Hefelagerung und der Holzanteil machen ihn heute zu einem sehr guten Begleiter für kräftigere Speisen.
Die historische Bewertung fällt ebenfalls sehr gut aus: 90 Punkte Mosel Fine Wines, 90 Falstaff, dazu 92 Punkte Savoir-Vivre Großes Gold.
Serviertemperatur: 10–12 °C
30–60 Minuten Luft geben. Die Rinke-Weine profitieren generell von ausreichender Belüftung; gerade bei diesem gereiften „Patience“ kann sich dadurch die komplexe Aromatik deutlich öffnen.
Perfekt zu
Kalbssteak
Wiener Schnitzel
Geflügel mit kräftiger Sauce
Trüffelgerichte
Pasta mit Wildragout
orientalisch gewürzte Gemüsegerichte
cremige Pilzgerichte
gereifter Hartkäse
kräftige vegetarische Küche
Besonders reizvoll finde ich Kalbssteak mit Pilzen und Kräuterjus oder Pasta mit frischem Trüffel. Die Kombination aus gelber Frucht, Kräutern, Holz und salziger Mineralität macht ihn auch zu einem hervorragenden Wein für orientalisch gewürzte vegetarische Gerichte.
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