Lugana DOC „Sopravento“ 2025 – 0,375 l
Pasini San Giovanni – Raffa di Puegnago del Garda, Lombardei | bio
Der Sopravento 2025 ist die elegante, charaktervolle Lugana-Selektion von Pasini San Giovanni. Ein 100 % Turbiana aus biologischem Anbau, der Frische und Mineralität mit etwas mehr Tiefe und Struktur verbindet. Die Halbflasche macht ihn besonders attraktiv als Begleiter zu einem einzelnen Gang oder als stilvollen Aperitif.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2025er hell strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist präzise und frisch: Zitrone, Limette und grüner Apfel treffen auf weißen Pfirsich und weiße Blüten. Dazu kommen feine Kräuter und eine dezente mineralische Würze. Am Gaumen wirkt der Sopravento trocken, saftig und geradlinig, mit lebendiger Säure und einer feinen, für Turbiana typischen phenolischen Struktur. Die Frucht ist klar und frisch, während die Mineralität für zusätzlichen Zug sorgt. Im Finale kommen Zitrus, grüner Apfel und eine feine Bittermandelnote zusammen. Die salzige Mineralität bleibt lange präsent.
Ein präziser, eleganter Lugana mit viel Trinkfluss – klein im Format, aber keineswegs klein im Charakter.Sopravento gehört zu den charaktervolleren Lugana-Weinen von Pasini San Giovanni. Der Name – italienisch für „über dem Wind“ – spielt auf die gut belüfteten Weinberge und den besonderen Einfluss des Gardasees an.Die Grundlage bildet Turbiana, die charakteristische Rebsorte des Lugana. Pasini San Giovanni bewirtschaftet seine Weinberge seit Jahren biologisch und legt großen Wert darauf, die Eigenart der Böden und des Mikroklimas möglichst unverfälscht in den Wein zu übertragen.Die Weinberge rund um den südlichen Gardasee stehen auf moränischen Böden, die durch die eiszeitlichen Gletscher entstanden sind. Lehm, Kalk, Sand und mineralische Ablagerungen verleihen der Turbiana ihren typischen Mix aus Zitrusfrucht, Frische, salziger Mineralität und feiner Bittermandel.Im Keller wird der Wein bewusst zurückhaltend behandelt. Die schonende Verarbeitung und temperaturkontrollierte Gärung erhalten die aromatische Klarheit; der Ausbau ohne dominierenden Holzeinsatz stellt Frische und Herkunft in den Mittelpunkt.
Der 2025er in der 0,375-l-Flasche ist besonders praktisch für die Gastronomie: Er bietet die Tiefe eines ernsthaften Lugana, ohne dass eine ganze Flasche geöffnet werden muss.
Perfekt zu
Die Halbflasche eignet sich ideal für einen einzelnen Gang:
Fisch-Carpaccio
Forelle, Barsch und Zander
Garnelen und Muscheln
Spaghetti alle vongole
Fischrisotto
Spargel
Artischocken
Vitello tonnato
leichte Pasta
mediterrane Antipasti
Besonders gelungen ist die Kombination mit Fisch-Carpaccio oder einem kleinen Risotto – die Säure und salzige Mineralität bringen Frische, während die feine phenolische Struktur genügend Charakter für die Speisenbegleitung besitzt.
Serviertemperatur: etwa 9–11 °C.
Trebbiano d’Abruzzo DOC „Vigna Corvino“ 2024 (Bio)
Contesa – Collecorvino, Pescara, Abruzzen
Der Vigna Corvino Trebbiano 2024 von Contesa ist ein unkomplizierter, trockener und angenehm frischer Weißwein aus Trebbiano d’Abruzzo und Trebbiano Toscano. Die Cuvée besteht aus 70 % Trebbiano d’Abruzzo und 30 % Trebbiano Toscano. Die biologisch bewirtschafteten Reben wachsen rund um Collecorvino auf etwa 250 Metern Höhe auf lehmig-schluffigen Böden und werden traditionell in der Pergola abruzzese erzogen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er hellgelb und klar.
Die Nase ist frisch und zurückhaltend mit weißen Blüten, grünem Apfel und feinen Zitrusnoten. Dazu kommt eine dezente pflanzlich-würzige Nuance, die dem Wein etwas mediterranen Charakter gibt. Am Gaumen präsentiert sich der Trebbiano trocken, leichtfüßig und knackig frisch. Die Apfelfrucht wird von einer lebendigen Säure getragen, während eine feine mineralisch-salzige Note für zusätzlichen Trinkfluss sorgt. Mit 12 % vol. Alkohol bleibt der Wein angenehm unkompliziert und eignet sich hervorragend für den täglichen Genuss. Der Ausbau erfolgt bewusst schlicht: schonende Pressung, temperaturkontrollierte Gärung und Reife im Edelstahl. Dadurch bleiben Frucht und Frische im Vordergrund. Das Finale ist frisch, trocken und sauber, mit grünem Apfel, Zitrus und einem dezenten mineralischen Nachhall.
Ein ehrlicher, klassischer Abruzzen-Trebbiano – frisch, unkompliziert und wunderbar vielseitig.Tradition im Weinberg, Klarheit im Keller.
Für den Vigna Corvino verwendet Contesa Trauben aus der traditionellen Pergola-Erziehung, die in den Abruzzen seit Generationen verbreitet ist. Die Reben wachsen auf rund 250 Metern Höhe rund um Collecorvino – ein Standort, der durch die Höhenlage und die nächtliche Abkühlung eine gute Balance zwischen Reife und Frische ermöglicht.
Auch im Keller bleibt Contesa bewusst traditionell und zurückhaltend. Die Trauben werden schonend gepresst, temperaturkontrolliert vergoren und anschließend im Edelstahl ausgebaut. So entsteht kein aufwendig gemachter Prestige-Weißwein, sondern ein Wein, der vor allem eines können soll: frisch, sauber und unkompliziert Freude machen.
Mit seiner Kombination aus Apfelfrucht, Blüten und knackiger Säure ist er der ideale Begleiter für die leichte italienische Küche.
Perfekt zu
Antipasti, Fisch und Meeresfrüchten, frittiertem Fisch, Pasta mit Gemüse, leichten Risotti, Geflügel und jungen Frischkäsen.
Riesling trocken 2024 (Bio), LUKAS REINHARDT, Niederkirchen – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Reinhardt in Niederkirchen wird heute von Lukas Reinhardt in dritter Generation geprägt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 17 Hektar Weinberge in der Mittelhaardt, unter anderem in Ruppertsberg, Deidesheim, Niederkirchen, Forst und Wachenheim. Der Riesling nimmt mit rund 75 % der Rebfläche eine zentrale Stellung ein. Seit dem Jahrgang 2020 sind die Weine offiziell nach EU-Öko-Verordnung zertifiziert; gearbeitet wird bereits seit vielen Jahren nach biologischen Richtlinien.
Der trockene Riesling gehört zur Basislinie des Weinguts und zeigt bereits auf dieser Einstiegsstufe die typische Handschrift von Lukas Reinhardt: klare Frucht, saftige Säure, mineralische Würze und ein unkomplizierter, animierender Trinkfluss.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus Weinbergen auf sandigem Lehm mit geringem Lössanteil. Diese Böden ermöglichen eine gute Wasserversorgung und fördern einen ausgewogenen Riesling mit ausreichend Frische und Substanz.
Der Wein steht weniger für die ausgeprägte Lagenindividualität der höher eingestuften Rieslinge des Hauses, sondern für eine geradlinige Interpretation der Rebsorte mit regionalem Pfälzer Charakter.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde mit 11,5 % vol. Alkohol, 6,4 g/l Säure und 3,1 g/l Restzucker ausgebaut. Dadurch wirkt er trocken, frisch und leichtfüßig, ohne mager zu erscheinen.
Die Säure ist feingliedrig und bildet gemeinsam mit der moderaten Restsüße eine harmonische Balance.
Vinifikation & Ausbau
Die Vergärung erfolgt spontan: rund 80 % im Edelstahltank und 20 % im großen Holz. Anschließend reift der Wein über sechs Monate im Edelstahl. Der Ausbau verbindet damit Frische und Präzision mit einem kleinen Anteil zusätzlicher Textur und Würze aus dem Holz. Der Wein wird vegan produziert und mit Schraubverschluss abgefüllt.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Riesling ausgesprochen frisch und offen. Zitrusfrüchte bilden den klaren Kern, ergänzt durch Ananas, Passionsfrucht und Pfirsich. Dazu kommen Zitronengras und Papaya, die dem Wein einen leicht exotischen Charakter geben. Die Frucht ist saftig und modern, bleibt aber deutlich als Riesling erkennbar.
Am Gaumen
Frisch, spritzig und animierend. Die feingliedrige Säure sorgt für Spannung, während eine angenehm salzige Mineralität den Gaumen prägt. Die Frucht wirkt reif und schmeichlerisch, gleichzeitig besitzt der Wein genügend Frische für einen hohen Trinkfluss. Ein feiner cremiger Schmelz rundet das Mundgefühl ab. Das Verhältnis von Säure und Restsüße ist harmonisch, der Nachhall frisch und leicht mineralisch.
Aromatik
Zitrusfrucht und Limette
Pfirsich
Ananas
Passionsfrucht
Papaya
Zitronengras
helle florale Nuancen
salzige Mineralität
feiner cremiger Schmelz
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist in den aktuell verfügbaren Quellen keine belastbare, separat ausgewiesene externe Bewertung für genau diesen Wein dokumentiert. Die beim Händler genannten 85 Punkte VINUM und 84 Punkte Eichelmann beziehen sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2023 und sollten daher nicht dem 2024er zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgelegt. Als Trinkempfehlung werden aktuell 2026 bis etwa 2030 genannt. Im Laufe der Flaschenreife können sich die tropischen Fruchtnoten etwas zurücknehmen und stärker gelbfruchtigen, mineralischen und leicht würzigen Nuancen Platz machen.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein schlankes bis mittelgroßes Rieslingglas unterstützt die frische Zitrus- und Fruchtaromatik. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Rohkostsalaten
Salaten mit Shrimps
mediterranem Gemüse
Spargel
gedünstetem oder gegrilltem Fisch
leichten Geflügelgerichten mit heller Sauce
asiatischer Küche
Sushi und leichten Fischgerichten
mildem Weichkäse
Sauvignon Blanc trocken 2025 · QbA · bio
Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Sauvignon Blanc gehört zum modernen Rebsortenspektrum des Weinguts Karl May in Osthofen. Der traditionsreiche Familienbetrieb, auch Liebenauer Hof genannt, wurde bereits 1309 urkundlich erwähnt und befindet sich seit 1815 im Besitz der Familie May. Heute wird das Weingut von Peter und Fritz May geführt. Seit 2007 werden die Weinberge ökologisch bewirtschaftet.
Der Sauvignon Blanc ist als trockener Qualitätswein angelegt und steht für die aromatische, frische Seite des Hauses. Der Wein wird bewusst klar und zugänglich ausgebaut, sodass die sortentypische Sauvignon-Blanc-Aromatik im Mittelpunkt bleibt.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich mit 12,5 % vol. Alkohol, 7,4 g/l Säure und 4,3 g/l Restzucker. Damit besitzt er eine lebendige Säurestruktur und bleibt trotz seiner ausgeprägten Frucht trocken und frisch.
Die Kombination aus moderatem Alkohol und relativ hoher Säure prädestiniert ihn für einen unkomplizierten, aber charaktervollen Trinkstil.
Ausbau
Der 2025er wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben die primären Sauvignon-Aromen klar und präzise erhalten.
Der Ausbau unterstützt vor allem:
Frische → Sortentypizität → klare Frucht → lebendige Säure
Holzaromen stehen entsprechend nicht im Vordergrund.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles, glänzendes Strohgelb.
Das Bouquet ist vielschichtig und deutlich von der Rebsorte geprägt:
weiße Johannisbeere → rote Johannisbeere → Stachelbeere → Holunderblüte
Dazu kommen feine vegetabile und würzige Nuancen:
roter Paprika → Kräuter → frische grüne Noten
Die Aromatik wirkt dabei eher fein und präzise als laut oder übermäßig exotisch.
Am Gaumen
Der Auftakt ist frisch und saftig.
Die lebhafte, feingliedrige Säure bildet das Rückgrat des Weins und trägt die üppige Frucht. Hinzu kommt eine dezente Kräuterwürze.
Im Mittelpunkt stehen:
Stachelbeere → Johannisbeere → Holunderblüte → Kräuter
Der Wein besitzt einen klaren, erfrischenden Trinkfluss und endet fruchtig-würzig.
Die Kombination aus Fruchtfülle und Säure macht ihn besonders attraktiv als Aperitif und zu leichter Küche.
Aromatik
Weiße Johannisbeere → rote Johannisbeere → Stachelbeere → Holunderblüte → grüner Apfel → roter Paprika → Kräuter → feine mineralische Anklänge
Mit etwas Luft können sich zusätzlich Zitrus- und grasige Noten zeigen.
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist eine aktuelle Verkostungsbewertung von 88 Punkten dokumentiert. Die Bewertung stammt von OceněnáVína.cz und beschreibt den Wein als ausdrucksstarken, sortentypischen und harmonischen Sauvignon Blanc.
Die dort angegebenen analytischen Werte weichen geringfügig von den Angaben eines deutschen Fachhändlers ab; dort werden 12,5 % vol. Alkohol, 7,4 g/l Säure und 4,3 g/l Restzucker ausgewiesen.
Für den 2025er lässt sich daher belastbar festhalten:
88 Punkte · OceněnáVína.cz
Ältere Medaillenangaben, die bei einzelnen Händlern für frühere Jahrgänge genannt werden, werden nicht dem 2025er zugerechnet.
Reifepotenzial
Der Sauvignon Blanc ist in erster Linie auf Frische und aromatische Präzision ausgelegt.
Das empfohlene Trinkfenster:
2026–2027 → Stachelbeere, Johannisbeere, Holunderblüte, frische Kräuter
2027–2028 → etwas rundere Textur, mehr Kräuterwürze und mineralische Tiefe
2029–2030 → zunehmend gereifte Frucht und weniger Primäraromatik
Der Händler gibt den Trinkhorizont bis 2030 an.
Die attraktivste Phase dürfte jedoch in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Abfüllung liegen.
Servieren
Serviertemperatur:
8–10 °C
Ein mittelgroßes Sauvignon-Blanc- oder Weißweinglas ist ideal.
Keine Dekantierung erforderlich. Nach dem Öffnen kann der Wein direkt serviert werden und entwickelt sich innerhalb von 10–15 Minuten im Glas weiter.
Speisenbegleitung
Die klassische Kombination liegt bei leichter, frischer Küche:
Spargel
Ziegenfrischkäse
gebratener Zander
Forelle
Saibling
Garnelen
Muscheln
Sushi
leichte Fischgerichte
grüner Salat
Kräutersalate
Gemüsegerichte
vegetarische Küche
Die aktuelle Weinbeschreibung empfiehlt ihn ausdrücklich zu Spargel, Ziegenfrischkäse und leichten Fischgerichten.
Besonders passend:
grüner Spargel mit Ziegenfrischkäse und Kräutern.
Auch gebratener Zander mit Zitronen-Kräuter-Sauce funktioniert sehr gut, da Säure und Kräuterwürze des Weins die Frische des Gerichts aufnehmen.
Grauer Burgunder 2025 · QbA · bio
Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Graue Burgunder gehört zu den klassischen Weißweinsorten des Weinguts Karl May in Osthofen. Das Weingut, auch Liebenauer Hof genannt, wurde bereits 1309 urkundlich erwähnt; 1815 gelangte es in den Besitz der Vorfahren der heutigen Familie May. Heute führen Peter und Fritz May den Betrieb. Seit 2007 werden die Weinberge nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet.
Der Grauburgunder ist als trockener Gutswein angelegt und zeigt damit die grundlegende Handschrift des Hauses: viel natürliche Frucht, saftige Struktur und ein bewusst nicht übertriebener Holzeinsatz.
Herkunft & Boden
Die Trauben für den 2025er stammen aus Weinbergen auf sandigem Löss-Lehm. Diese Böden sind typisch für den Wonnegau und ermöglichen körperreiche, aromatische Weine, ohne dass ihnen die Frische fehlt.
Löss-Lehm bringt dabei vor allem Fülle und Geschmeidigkeit, während der sorgfältige Ausbau die Frucht und Frische bewahrt.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich als frischer, aromatischer Grauburgunder mit moderatem Alkohol von 12,5 % vol. und einer lebendigen Säure von 5,8 g/l. Die Restsüße liegt bei 3,3 g/l und unterstützt die Frucht, ohne den trockenen Charakter aufzuheben.
Damit besitzt der Wein eine sehr gute Balance aus:
gelber Frucht → Frische → Würze → saftiger Textur
Ausbau
Die Vergärung erfolgt spontan. Der Wein wird sowohl im Edelstahltank als auch im großen Holzfass ausgebaut. Ein längeres Hefelager trägt zusätzlich zur Textur und aromatischen Tiefe bei.
Der Ausbau verbindet damit zwei unterschiedliche Komponenten:
Edelstahl → Frische · Klarheit · präzise Frucht
großes Holzfass → Textur · Würze · zusätzliche Tiefe
Das Holz bleibt dabei im Hintergrund und dient nicht als dominantes Aromenelement.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles, leuchtendes Strohgelb.
In der Nase dominieren gelbe und exotische Früchte:
Weinbergpfirsich → Birne → Mirabelle → Apfel → Papaya → Galia-Melone
Dazu kommen feine würzige und mineralische Anklänge. Aktuelle Verkostungsnotizen nennen insbesondere Weinbergpfirsich, exotische Früchte, feine Würze und Mineralität.
Mit etwas Luft können sich zusätzlich dezente Noten von:
Haselnuss → Honig → Kräutern
zeigen.
Am Gaumen
Der Auftakt ist trocken, saftig und aromatisch.
Die gelbe Frucht wird von einer lebendigen Säure getragen. Dadurch wirkt der Wein trotz seiner Fülle nicht schwer.
Charakteristisch sind:
Birne → Pfirsich → Mirabelle → Zitrus → feine Würze
Die Textur ist weich und rund, gleichzeitig besitzt der Wein genügend Säurespannung für einen lebendigen Trinkfluss.
Im Finale bleiben Frucht, mineralische Würze und eine dezente herbe Frische zurück.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Birne → Mirabelle → Apfel → Papaya → Ananas → Galia-Melone → Zitrus → Haselnuss → feine Würze → Mineralität → dezente Honignoten
Auszeichnungen & Renommee
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist keine belastbare internationale Einzelbewertung mit hoher Punktzahl dokumentiert.
Das Weingut Karl May besitzt jedoch eine sehr gute fachliche Reputation. In der aktuellen Rheinhessen-Präsentation wird das Weingut als Mitglied der Initiative „Maxime Herkunft Rheinhessen“ geführt; Eichelmann bewertet das Haus mit 4,5 Sternen und bezeichnet es als „Weltklasse-Weingut“. Der Vinum Weinguide führt 3,5 Sterne.
Der Grauburgunder ist dabei ein klassischer Gutswein und nicht als Spitzen- oder Lagenwein konzipiert.
Reifepotenzial
Der 2025er ist in erster Linie auf Frische und Trinkfreude ausgelegt.
Das empfohlene Trinkfenster reicht ungefähr bis:
2026–2027 → maximale Frische, gelbe Frucht, lebendige Säure
2027–2029 → mehr Würze, weichere Textur, zunehmende Nussigkeit
ab 2029 → zunehmend reifere und tertiäre Noten; abhängig von der Lagerung
Eine Händlerempfehlung nennt 2029 als Trinkhorizont.
Der ideale Zeitraum liegt damit etwa zwischen 2026 und 2028.
Servieren
Serviertemperatur:
8–10 °C
Ein mittelgroßes bis größeres Weißweinglas eignet sich gut.
Eine lange Belüftung ist nicht notwendig. Nach dem Öffnen kann sich der Wein jedoch über 10–20 Minuten im Glas weiterentwickeln.
Speisenbegleitung
Der Grauburgunder ist ausgesprochen vielseitig.
Passend sind:
gegrillter Fisch
Forelle
Garnelen
Muscheln
Krustentiere
Fischcurry
Zitronenhähnchen
helles Geflügel
Gemüse-Lasagne
Risotto
Polenta
Quiche
Flammkuchen
sommerliche Salate
mild-würziger Käse
Besonders schön funktioniert die Kombination mit:
gegrillter Forelle, mediterranem Gemüse und Kräutern.
Die gelbe Frucht nimmt die Röstaromen des Fisches auf, während die Säure für Frische sorgt.
Müller-Thurgau trocken VDP.Gutswein 2024 · bio
Rainer Sauer – Escherndorf, Franken
Der Müller-Thurgau trocken 2024 von Rainer Sauer zeigt die Rebsorte in einer klaren, trockenen und sehr frischen fränkischen Interpretation. Statt übertriebener Muskat-Aromatik steht hier die Kombination aus Zitrus, grünem Apfel, Kräutern und mineralischer Frische im Vordergrund.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne und Limette, dazu weiße Blüten, frische Kräuter und eine feine Muskatnote. Dahinter zeigt sich bereits eine für Rainer Sauer typische steinige, mineralische Frische. Am Gaumen trocken, schlank und saftig, mit lebendiger Säure. Die Frucht bleibt präzise und eher zurückhaltend, während Zitrus, Kräuter und eine feine mineralische Würze für Spannung sorgen. Das Finale ist frisch, trocken und leicht salzig, mit Zitrus und Kräutern.
Ein sehr trinkanimierender Müller-Thurgau, der seine Leichtigkeit mit fränkischer Präzision verbindet.
Stil
Der Wein ist ein schönes Beispiel dafür, dass Müller-Thurgau weit mehr kann als eine einfache, aromatische Einstiegsrebsorte.
Sein Aromenspiel:
grüner Apfel → Limette → Birne → weiße Blüten → Kräuter → feine Mineralität
Die Aromatik ist klar und fein, die Säure sorgt für Frische und macht ihn ausgesprochen essensfreundlich.
Jahrgang 2024
Der 2024er präsentiert sich jung und frisch. Die Kombination aus Frucht und Säure macht ihn bereits jetzt sehr zugänglich.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027–2028 Serviertemperatur: 7–9 °C
Nicht zu kalt servieren, damit sich die feine Muskat- und Kräuteraromatik entwickeln kann.
Perfekt zu
Ein unkomplizierter und vielseitiger Essensbegleiter:
Spargel
Forelle
Saibling
leichte Fischgerichte
Salate
Gemüse
Kräutergerichte
Ziegenfrischkäse
Fränkische Brotzeit
leichte Pasta
Geflügel
Besonders schön zu Forelle mit Kräutern und Zitrone. Auch Spargel mit neuen Kartoffeln und Kräuterbutter passt hervorragend.
Gemischter Satz 2025 (Bio), ECKER-ECKHOF, Kirchberg am Wagram – Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Ecker-Eckhof liegt in Mitterstockstall am Wagram, unweit von Kirchberg am Wagram. Der Familienbetrieb kann auf mehr als 400 Jahre Weinbautradition zurückblicken und wird heute von Bernhard Ecker geprägt. Die Weine stehen für klare Herkunft, Präzision, Finesse und Langlebigkeit; bereits die Gutsweine sollen den Charakter des Wagrams über Boden, Seehöhe und Rebsorten klar vermitteln. Der Betrieb arbeitet biologisch. Der Gemischte Satz 2025 ist ein klassischer österreichischer Gemischter Satz und damit ausdrücklich keine Cuvée. Mehrere Rebsorten wachsen gemeinsam im Weingarten, werden gemeinsam gelesen und in einem gemeinsamen Arbeitsgang verarbeitet und vinifiziert. Beim Ecker-Eckhof sind es im Jahrgang 2025 Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Müller-Thurgau, Riesling, Roter Traminer, Sauvignon Blanc und Frühroter Veltliner.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Wagramer Weingärten Bromberg und Wasn. Die Gutsweine des Hauses werden rund um den Höhenzug Wagram erzeugt und sind stark von den typischen Lössböden der Region geprägt. Die Höhenlage und das vom Wagram geprägte Mikroklima bilden die Grundlage für Weine mit reifer Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Der Löss verleiht dem Gemischten Satz eine saftige, weiche Fruchtfülle, während die verschiedenen Rebsorten für zusätzliche aromatische Vielschichtigkeit sorgen.
Jahrgang 2025
Der Gemischte Satz 2025 wird mit 11,5 % vol. Alkohol angeboten. Der Wein ist damit bewusst leichtfüßig und sehr trinkanimierend angelegt. Das Weingut beschreibt den neuen Jahrgang als geprägt von klarer Frucht, feiner Würze, animierender Säure, moderatem Alkohol und lebendigem Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die sieben Rebsorten werden bereits im Weingarten als traditioneller Gemischter Satz gemeinsam kultiviert und gemeinsam geerntet. Anschließend werden sie gemeinsam verarbeitet und vinifiziert. Für den 2025er erfolgt der Ausbau klassisch im Edelstahltank, wodurch Frische, Frucht und die Sortenvielfalt klar erhalten bleiben. Der Wein wird mit Schraubverschluss abgefüllt. Der Ausbau ist damit ganz auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet und verzichtet auf zusätzliche Holzaromen.
Verkostung
Im Duft präsentiert sich der 2025er frisch und ausgesprochen zugänglich. Tropische Frucht steht im Mittelpunkt, begleitet von kräuterigen und würzigen Nuancen. Durch die Kombination verschiedener Sorten entsteht ein vielseitiges Bouquet, das zwischen gelber Frucht, Zitrus, Kräutern und einer feinen floralen Würze pendelt. Die Aromatik wirkt klar und saftig, ohne übermäßig exotisch oder schwer zu werden.
Am Gaumen
Herzhaft fruchtig, frisch und saftig. Die feingliedrige Säure sorgt für Spannung und einen animierenden Trinkfluss, während der Fruchtextrakt dem Wein genügend Substanz gibt. Feiner Schmelz rundet das Mundgefühl ab. Der Nachhall bleibt frisch und lebendig, mit gelbfruchtigen, kräuterigen und leicht würzigen Eindrücken. Die offizielle Beschreibung des Jahrgangs betont genau diese Verbindung aus klarer Frucht, Würze, Säure und moderatem Alkohol.
Aromatik
tropische Früchte
gelbe Frucht
Apfel und Birne
Zitrus
feine Kräuter
würzige Nuancen
dezente florale Anklänge
leicht mineralische Eindrücke
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktebewertung eines großen Weinführers auffindbar. Der 2025er ist als aktueller Jahrgang auf der Weingutsseite gelistet; Bewertungen für ältere Jahrgänge sollten nicht auf die 2025er Abfüllung übertragen werden. Bemerkenswert ist allerdings die mehrfach dokumentierte qualitative Positionierung des Weinguts Ecker-Eckhof im Wagram und die wiederholte Auszeichnung seiner Weine auf nationaler und internationaler Ebene.
Reifepotenzial
Der Gemischte Satz ist in erster Linie auf jungen Trinkgenuss und Frische ausgerichtet. Seine Stärke liegt in der klaren Frucht, der lebendigen Säure und dem unkomplizierten Trinkfluss. Am besten kommt der Wein in den ersten Jahren nach der Abfüllung zur Geltung.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frucht und die Kräuterwürze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr vielseitig einsetzbar zu:
kalten Vorspeisen
Aufstrichen und leichten Jausen
Rindfleischsalat
Schinken und milden Wurstwaren
Spargel
sommerlichen Salaten
gegrilltem Gemüse
leichten Fischgerichten
Sushi
asiatisch gewürzten Gerichten
Weiss Gold 2024 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein Weingut 2015 in Gundelsbach im Remstal. Der Betrieb ist inzwischen auf gut zwölf Hektar angewachsen und arbeitet seit 2016 vollständig biologisch-dynamisch; aktuell ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Leon Gold absolvierte seine Ausbildung zum Techniker für Weinbau und Oenologie in Weinsberg und sammelte zuvor Erfahrungen unter anderem bei Leiner und Beurer. Der „Weiss Gold“ gehört zu den bekanntesten Basisweinen des Hauses. Die Cuvée war bereits mit dem Premierenjahrgang ein großer Erfolg und steht für einen bewusst unkomplizierten, fruchtbetonten und sehr trinkanimierenden Stil.
Lage & Terroir
Die Weinberge rund um Gundelsbach stehen auf den für das Remstal typischen Keuperformationen. Genannt werden Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und Mergel. Der Standort verbindet warme, sonnenexponierte Weinberge mit einer geologisch vielfältigen Unterlage.Beim „Weiss Gold“ steht allerdings nicht die Präzision einer einzelnen Lage im Mittelpunkt, sondern die aromatische und unkomplizierte Interpretation verschiedener regionaler Trauben.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt 11,5 % vol. Alkohol. Damit bleibt er leichtfüßig und unkompliziert. Die verfügbare technische Angabe nennt 6,7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Das Verhältnis aus moderatem Alkohol, lebendiger Säure und etwas Fruchtsüße unterstützt den ausgesprochen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus Kerner, Müller-Thurgau, Muskateller und Riesling. Die Trauben stammen aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen. Für den Jahrgang 2024 wird eine längere Kaltmazeration nach der Lese, schonendes Pressen über 24 Stunden und eine längere Spontangärung beschrieben. Der Wein bleibt anschließend auf der Hefe und wird mit sehr geringer Schwefelmenge stabilisiert. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wodurch die ausgeprägte Primärfrucht und die Frische der aromatischen Rebsorten erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits in der Nase zeigt der 2024er seine aromatische Seite. Weiße Blüten und gelbe Früchte stehen im Vordergrund, dazu kommen Nektarine und Ananas. Muskateller und Kerner verleihen der Cuvée eine florale und leicht exotische Duftigkeit.Weitere Verkostungsnotizen beschreiben besonders intensive Muskatnoten, Birne und reife Mirabelle sowie florale Rosenanklänge und einen Hauch weißen Pfeffers.
Am Gaumen
Saftig, leicht und verspielt. Birne und Zitrusfrucht werden von einer feinfruchtigen Säure getragen. Limette bringt Frische, während der moderate Alkohol den Wein schlank und unkompliziert hält. Eine zarte Mineralität sorgt für etwas zusätzlichen Griff.Der Nachhall bleibt fruchtig, frisch und animierend. Der Wein ist weniger auf Tiefe und Länge als auf unmittelbare Zugänglichkeit und hohen Trinkfluss ausgelegt.
Aromatik
Muskat und Muskatblüte
weiße Blüten
Rose
Birne
Mirabelle
Nektarine
Ananas
Limette
feine Kräuter- und Gewürznoten
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die Quellen stellen vielmehr den unkomplizierten, fruchtigen Charakter und den hohen Trinkfluss in den Vordergrund.
Reifepotenzial
Der „Weiss Gold“ ist klar auf den jungen Trinkgenuss ausgerichtet. Die aktuelle Händlerangabe sieht das Trinkfenster bei 2026 bis 2029. Seine Stärke liegt in der frischen Frucht, der floralen Aromatik und der unmittelbaren Trinkfreude. Eine längere Lagerung ist möglich, bringt aber keinen wesentlichen qualitativen Mehrwert.
Servieren
Am besten bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas ist vollkommen ausreichend. Karaffieren ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
Sushi
leichten Fischgerichten
Garnelen und Meeresfrüchten
asiatischer Küche
Gemüsegerichten
mild gewürztem Geflügel
Spargel
Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Durch die aromatische und frische Art funktioniert der Wein ebenso gut als unkomplizierter Aperitif.
Silvaner trocken VDP.Gutswein 2024 · bio
Rainer Sauer – Escherndorf, Franken
Der Silvaner trocken VDP.Gutswein 2024 von Rainer Sauer ist ein klassisch-fränkischer, trockener Silvaner mit klarer Frucht, feiner Kräuterwürze und mineralischer Frische. Er verbindet unkomplizierten Trinkfluss mit der für Rainer Sauer typischen präzisen, herkunftsbezogenen Stilistik.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne und Quitte, dazu Zitrone, weiße Blüten und frische Kräuter. Eine feine steinige Note sorgt für zusätzliche Frische. Am Gaumen trocken, schlank und saftig, mit lebendiger, gut eingebundener Säure. Die Frucht bleibt klar und eher zurückhaltend, während Kräuter und mineralische Würze für Struktur sorgen. Das Finale ist frisch, trocken und leicht salzig, mit Zitrus, Apfel und feiner Kräuterwürze.
Ein geradliniger, animierender Silvaner mit hohem Trinkfluss und klassischem Franken-Charakter.
Stil
Der Gutswein zeigt Silvaner in seiner unmittelbaren und vielseitigen Form:
grüner Apfel → Birne → Quitte → Zitrus → Kräuter → Stein
Er ist weniger konzentriert als die Orts- und Lagenweine von Rainer Sauer, dafür früher zugänglich und besonders vielseitig am Tisch.
Jahrgang 2024
Der 2024er präsentiert sich frisch und ausgewogen.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027–2029 Serviertemperatur: 8–10 °C
Jung trinken. Etwas Luft im Glas bringt die Kräuter- und Mineralnoten schön hervor.
Perfekt zu
Spargel
Forelle
Saibling
Zander
leichte Fischgerichte
Salate
Gemüse
Kräutergerichte
Ziegenfrischkäse
Geflügel
Fränkische Brotzeit
leichte Pasta
Besonders klassisch zu Spargel mit Kartoffeln und zerlassener Butter. Auch zu Forelle mit Zitrone und frischen Kräutern passt er hervorragend.
Muskat Rosé 2025, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Weinstadt-Gundelsbach im Remstal und wurde 2015 gegründet. Leon Gold bewirtschaftet die Weinberge konsequent biologisch-dynamisch und ist seit 2016 Demeter-zertifiziert. Inzwischen umfasst die Rebfläche rund 18 Hektar. Die Weine entstehen mit besonderem Augenmerk auf Biodiversität, Handarbeit und einer klaren, eigenständigen Herkunftscharakteristik.Der Muskat Rosé gehört zu den eigenständigen, unverwechselbaren Weinen des Hauses. Grundlage ist Muskat-Trollinger, eine traditionelle württembergische Spezialität mit ausgeprägter aromatischer Muskatnote. Der Wein verbindet diese alte schwäbische Rebsorte mit einer modernen, bewusst unkomplizierten Rosé-Stilistik.
Lage & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold liegen in den Steillagen rund um Gundelsbach. Geologisch prägen Keuperschichten mit Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und buntem Mergel die Rebflächen. Das Zusammenspiel aus Kleinklima, exponierten Weinbergen und biologisch-dynamischer Bewirtschaftung bildet die Grundlage für charaktervolle Weine mit eigenständiger Mineralität. Beim Muskat Rosé steht allerdings weniger eine einzelne Lage als die typische Sortenaromatik des Muskat-Trollingers im Mittelpunkt.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang 2025 wurde mit 11,5 % vol. Alkohol, 6,9 g/l Säure und 9 g/l Restzucker abgefüllt. Damit bewegt sich der Wein im feinherben Bereich: Die Säure sorgt für Frische und Zug, während die moderate Restsüße die intensive Muskat- und Fruchtaromatik abrundet.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird biologisch erzeugt und als Gutswein geführt. Die vorhandenen technischen Angaben weisen einen Schraubverschluss aus. Der Ausbau ist klar auf Frische, Frucht und die unverwechselbare Aromatik des Muskat-Trollingers ausgerichtet.
Verkostung
Bereits die Farbe unterstreicht den eigenständigen Charakter: zartes Altrosa mit pinken Reflexen. In der Nase steht unmittelbar die typische Muskatnote im Vordergrund. Dazu gesellen sich Muskatblüte, Granatapfel, Piment d’Espelette und eine sehr feine, fast ölige Anmutung, die an Himbeerkernöl erinnert. Die Aromatik ist intensiv, aber nicht schwer. Gerade die Verbindung aus floraler Würze, roten Früchten und pikanten Gewürzanklängen macht den Wein ungewöhnlich charaktervoll.
Am Gaumen
Saftig und fruchtbetont mit einer angenehm würzig-herben Kontur. Die Frucht steht unmittelbar im Mittelpunkt, wird aber von der frischen Säure und einer dezenten phenolischen Struktur ausbalanciert. Der feinherbe Charakter sorgt für Rundung, ohne den Wein breit erscheinen zu lassen. Im Finale bleibt eine Kombination aus roten Früchten, Muskatwürze und leicht pikanter Kräuter- beziehungsweise Gewürzprägung zurück. Der Nachhall ist fruchtfüllig und animierend.
Aromatik
Muskatblüte
Granatapfel
Himbeere
rote Beeren
feine florale Noten
Piment d’Espelette
würzige Kräuter
dezente pikante Nuancen
leicht ölige, nussig-fruchtige Anklänge
Auszeichnungen
Der Muskat Rosé 2025 erhielt 89 Punkte bei VINUM. Damit ist für den exakt genannten Jahrgang eine belastbare externe Bewertung dokumentiert.
Bemerkenswert ist außerdem der Erfolg des Weinguts bei der Württemberger Weinmeisterschaft „Edition Rosé 2025“: Leon Gold gewann die Abstimmung zum Rosé-Meister 2025. Im dafür zusammengestellten Verkostungspaket war der Muskat Rosé des Weinguts allerdings der Jahrgang 2024; die Auszeichnung darf daher nicht als direkte Jahrgangsprämierung des 2025ers verstanden werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Die Kombination aus lebendiger Säure und moderater Restsüße hält ihn für einige Jahre stabil; aktuell wird ein Trinkfenster bis etwa 2031 angegeben. Seine größte Stärke liegt jedoch in der jugendlichen Muskat-, Beeren- und Blütenaromatik.
Servieren
Ideal bei etwa 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas bringt die aromatische Muskatnote besonders schön zur Geltung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
leichten asiatischen Gerichten
Thai-Küche
vietnamesischer Küche
würzigem Geflügel
Grillgemüse
orientalisch gewürzten Vorspeisen
milden Currys
fruchtig-pikanten Gerichten
als Aperitif
Chardonnay & Weißburgunder trocken 2025 · QbA · bio
Weingut Marc Weinreich · Bechtheim / Wonnegau · Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Weinreich liegt in Bechtheim im Wonnegau und wird heute von Marc und Jan Weinreich geführt. Marc Weinreich übernahm den Betrieb 2009 und entwickelte ihn konsequent in Richtung ökologischen Weinbaus. Das Weingut bewirtschaftet rund 16 Hektar und ist Mitglied bei Maxime Herkunft Rheinhessen.
Die Weinberge rund um Bechtheim sind von Löss, lehmiger Verwitterung und Kalkmergel geprägt. Diese Böden bilden eine wichtige Grundlage für die Burgunderweine des Hauses und verleihen ihnen sowohl Substanz als auch mineralische Frische.
Der Chardonnay & Weißburgunder ist eine feste Cuvée des Weinguts. Die Verbindung zweier Burgundersorten ist bewusst gewählt: Weißburgunder bringt Eleganz und Frische, Chardonnay zusätzliche Kraft, Frucht und Schmelz.
Rebsorten & Zusammensetzung
Die Cuvée besteht aus:
60 % Weißburgunder 40 % Chardonnay
Damit dominiert der Weißburgunder stilistisch, während der Chardonnay für mehr Körper und aromatische Tiefe sorgt.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang 2025 besitzt:
13,0 % vol. Alkohol 6,3 g/l Säure 4,6 g/l Restzucker
Die Werte ergeben einen trockenen, aber ausgesprochen saftigen Weißwein. Die Säure verleiht Frische, während der moderate Restzucker die reife Frucht unterstützt.
Ausbau
Der Wein wird über mehrere Wochen spontan vergoren. Der überwiegende Ausbau erfolgt im Edelstahltank; ein Teil des Chardonnay reift im Barrique. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe.
Diese Kombination ist stilistisch sehr interessant:
Edelstahl → Frische und klare Frucht Barrique → Würze und zusätzliche Tiefe Feinhefe → Schmelz und cremige Textur
Das Holz soll dabei nicht als dominante Vanille- oder Röstaromatik erscheinen, sondern vor allem die Struktur des Chardonnay ergänzen.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein strahlendes, helles Goldgelb.
Die Nase ist reif und einladend.
Typisch sind:
Honigmelone → Williamsbirne → reifer Apfel → gelbe Früchte
Dazu kommen:
Karamell → feine Gewürze → Nuss → dezente mineralische Anklänge
Die aktuelle Verkostungsnotiz beschreibt insbesondere Netzmelone, Williamsbirne, Karamell, Gewürze und leicht nussige Akzente.
Am Gaumen
Der Auftakt ist weich und saftig.
Die Frucht besitzt deutlich Extrakt und wird von einer fein ziselierten Säure getragen. Gleichzeitig sorgt die Feinhefe für Schmelz.
Charakteristisch sind:
Birne → Honigmelone → gelber Apfel → Zitrus
gefolgt von:
Nuss → Karamell → feine Würze
Die Textur ist geschmeidig und cremig, ohne breit zu wirken. Die Säure hält den Wein lebendig und verhindert, dass die reife Frucht zu schwer erscheint.
Der Abgang ist angenehm lang und verbindet Frucht, Würze und eine dezente mineralische Note.
Aromatik
Honigmelone → Williamsbirne → Birne → gelber Apfel → Zitrus → Karamell → Haselnuss → feine Gewürze → Mineralität
Mit etwas Luft können sich zusätzlich dezente Noten von:
Brioche → Buttergebäck → Kräutern
entwickeln.
Auszeichnungen & Renommee
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist keine belastbare internationale Spitzenbewertung dieses Weins dokumentiert.
Das Weingut selbst besitzt jedoch eine langjährig gewachsene fachliche Reputation. Bereits der Gault&Millau hob die Entwicklung des Hauses unter Marc Weinreich hervor. Besonders der Chardonnay & Weißburgunder wurde dort für seine Geschmeidigkeit und Entwicklung im Glas hervorgehoben.
Eine ältere Auszeichnung von 90 Punkten und die Bezeichnung „Best-buy des Jahres“ durch Weinwelt bezogen sich auf einen Riesling-Jahrgang und nicht auf diese Cuvée.
Reifepotenzial
Der 2025er ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt durch Säure, Extrakt und den Chardonnay-Anteil aber etwas Entwicklungspotenzial.
2026–2027 → Honigmelone, Birne, gelbe Frucht, Frische
2027–2029 → mehr Nuss, Karamell, Kräuter und mineralische Tiefe
ab 2029 → zunehmend reifere Frucht und dezente tertiäre Noten
Als Trinkhorizont wird etwa 2029 angegeben.
Die attraktivste Phase dürfte bei guter Lagerung zwischen 2026 und 2028 liegen.
Servieren
Serviertemperatur:
10–12 °C
Ein mittelgroßes bis großes Weißweinglas ist ideal.
Besonders bei etwas höherer Temperatur öffnet sich die Cuvée deutlich und zeigt mehr Schmelz, Nuss und Würze.
Eine Dekantierung ist nicht erforderlich. 10–15 Minuten im Glas reichen normalerweise aus.
Speisenbegleitung
Die Kombination aus Schmelz, Säure und Burgunderfrucht macht den Wein vielseitig einsetzbar.
Besonders passend:
Fisch
Meeresfrüchte
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalbfleisch
helles Fleisch
cremige Pasta
Risotto
Pilzgerichte
Gemüsegerichte
Weichkäse
halbfester Schnittkäse
Die Fachhandelsangaben empfehlen ihn ausdrücklich zu Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel, Kalbfleisch sowie Weich- und halbfestem Schnittkäse.
Besonders stimmig:
Gebratene Jakobsmuscheln mit Selleriepüree und heller Beurre-blanc-Sauce.
Auch ein cremiges Pilzrisotto passt hervorragend zur nussigen und leicht würzigen Seite der Cuvée
Riesling „Vom Keuper“ 2025 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 von Leon Gold in Weinstadt-Gundelsbach gegründet. Der Betrieb liegt in einem Seitental des Remstals, umgeben von Weinbergen, Streuobstwiesen und Wald. Heute werden rund 18 Hektar Rebfläche biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Im Mittelpunkt stehen lebendige, möglichst unverfälschte Weine mit ausgeprägtem Herkunftscharakter. Der Riesling „Vom Keuper“ bildet die Basis der Qualitätspyramide und zeigt bereits auf dieser Stufe die geologische Handschrift des Weinguts: Keuperböden, spontane Vergärung und ein bewusst reduzierter Ausbau stehen im Vordergrund.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen auf Keuperformationen in etwa 280 bis 450 Metern Höhe. Die Reben sind zwischen 10 und 40 Jahre alt. Im Remstal finden sich unterschiedliche Keupergesteine wie Gipskeuper, Schilfsandstein und bunte Mergel; sie prägen die Weine mit einer markanten, würzig-mineralischen Grundierung. Gerade beim Riesling tritt dieser mineralisch-würzige Untergrund deutlich hervor. Der Wein verbindet die kühle Höhenlage mit einer saftigen, reifen Frucht und einem festen mineralischen Griff.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12 % vol. Alkohol, rund 7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Trotz des Restzuckers wirkt der Wein im Gesamteindruck trocken bis feinfruchtig, da die Säure für ausreichend Spannung sorgt.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden biodynamisch erzeugt und spontan auf der Maische einige Stunden angegoren. Anschließend erfolgt die Vergärung im Edelstahltank. Der weitere Ausbau dauert etwa fünf Monate im Stahl. Der Wein wird mit Schraubverschluss gefüllt.Die kurze Maischestandzeit verleiht dem Riesling zusätzlichen Griff und Substanz, ohne seine Frische zu verlieren. Der Edelstahl bewahrt die klare Frucht und die präzise mineralische Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er ausgesprochen offen und aromatisch. Muskat und Williams-Christ-Birne prägen den ersten Eindruck, begleitet von floralen Nuancen. Die Aromatik wirkt lebendig, klar und unmittelbar. Falstaff beschreibt den Wein als sehr blumig und aromatisch präsent.Dazu kommen mineralische und kräuterwürzige Anklänge, die den Riesling eindeutig in seiner württembergischen Herkunft verankern. Die mineralische Charakteristik vom Keuper beziehungsweise Sandstein bleibt dabei ein wichtiger Gegenpol zur Frucht.
Am Gaumen
Saftig, geradlinig und erstaunlich fest für einen Wein dieser Preisklasse. Straffe Frucht trifft auf saftigen Extrakt und eine lebendige Säure. Die einige Stunden dauernde Maischevergärung sorgt für feinen Grip und eine leicht phenolische Struktur.Der Abgang wirkt mineralisch, würzig und animierend. Die 12 % vol. Alkohol tragen zusätzlich zur Leichtigkeit bei, ohne dass dem Wein Substanz fehlt.
Aromatik
Williams-Christ-Birne
weißfleischige Birne
Muskat
florale Noten
Zitrusanklänge
feine Kräuterwürze
Keuper- und Gesteinsmineralität
leicht erdige Nuancen
saftige gelbe Frucht
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt bei Falstaff im Tasting vom 10. Juli 2026 insgesamt 90 Punkte. Ulrich Sautter beschreibt den Wein als federleicht und filigran mit Muskat- und Williams-Christ-Aromen sowie einem saftigen, geradlinigen Gaumen.Darüber hinaus wurde der Wein in der Falstaff-Liste der besten Württemberger 2025 bis 10 Euro mit 90 Punkten geführt.
Reifepotenzial
Der Riesling ist in erster Linie auf Frische, aromatische Direktheit und Trinkfluss ausgerichtet. Die gute Säurestruktur ermöglicht dennoch eine Entwicklung über mehrere Jahre. Als Trinkempfehlung werden derzeit etwa bis 2030 angegeben.Mit etwas Reife kann die ausgeprägte Primärfrucht stärker von Kräuterwürze, nussigen Nuancen und mineralisch-erdigen Tönen ergänzt werden.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein klassisches Rieslingglas unterstützt sowohl die florale Frucht als auch die mineralisch-würzige Seite. Eine kurze Belüftung kann dem Wein zusätzliche Tiefe geben; der Händler empfiehlt ausdrücklich auch eine Dekantierung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
frischen Salaten
Gemüsegerichten
Spargel
gegrilltem oder gedünstetem Seefisch
Forelle und Saibling
leichter asiatischer Küche
Brotzeit und Abendbrot
Geflügel mit leichten Saucen
vegetarischer Küche
Die Kombination mit frischen Salaten, Biogemüse und leichtem Seefisch wird auch vom Fachhandel ausdrücklich empfohlen.
Welschriesling „Neuland“ 2025 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel, Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut von Herbert und Carmen Zillinger in Ebenthal gehört zu den profilierten Naturweinbetrieben des Weinviertels. Herbert Zillinger führt das Familienweingut seit 1998 und entwickelte es konsequent in Richtung biologischer und biodynamischer Bewirtschaftung. Die Rebflächen umfassen rund 16 Hektar und werden nach den Richtlinien von respekt-BIODYN bewirtschaftet; die Bio-Zertifizierung erfolgt unter AT-BIO-402. Im Keller stehen spontane Vergärung, möglichst geringe Eingriffe, Verzicht auf Filtration und eine sehr zurückhaltende Schwefelung im Mittelpunkt.Der Name „Neuland“ steht programmatisch für die Arbeitsweise des Weinguts: nicht an Konventionen festhalten, sondern die Rebsorte und ihre Herkunft mit möglichst wenig Eingriffen neu interpretieren. Der Welschriesling gehört zur unkomplizierteren, leichtfüßigen Naturweinlinie des Hauses und ist ausdrücklich als charaktervoller, aber zugänglicher Einstieg konzipiert.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinviertler Parzellen mit Löss-, Kies- und Schotterböden. Gerade der Löss ist für das Weinviertel prägend und ermöglicht eine gute Wasserhaltefähigkeit, während Kies und Schotter zusätzliche Wärme und einen steinig-mineralischen Charakter einbringen.Diese unterschiedliche Bodenstruktur unterstützt einen Welschriesling, der weniger über neutrale Leichtigkeit als über Frucht, Würze, Mineralität und feinen Gerbstoff definiert wird.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist mit 11,0 % vol. Alkohol ausgesprochen leichtfüßig. Der Restzucker liegt bei etwa 1 g/l. Bei der Säure finden sich je nach aktuellem Datenblatt leicht unterschiedliche Angaben von 6,7 bis 7,1 g/l; beide Werte bestätigen den frischen, säurebetonten Stil.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen und erhalten zunächst eine kurze Maischestandzeit. Anschließend erfolgt die spontane Vergärung im Edelstahltank. Der Wein bleibt rund sechs Monate auf der Feinhefe und wird ohne Schönung und ohne Filtration abgefüllt. Die Schwefelgabe wird auf ein Minimum reduziert. Der Ausbau erfolgt vegan und unter Verwendung eines Schraubverschlusses. Damit steht der Neuland exemplarisch für die naturbelassene Stilistik Zillingers: Frische und Klarheit bleiben erhalten, während Maischekontakt, Feinhefe und die zurückhaltende Kellerarbeit für zusätzliche Textur und aromatische Eigenständigkeit sorgen.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er frisch, saftig und erstaunlich intensiv. Reifes Kernobst, insbesondere Birne, trifft auf Pfirsich, feine Heublumen und warme Kräuternoten. Dazu kommen kühle, leicht ätherische Nuancen, die dem Wein zusätzlichen Spannungsbogen geben. Auch mineralisch-kreidige Anklänge sind wahrnehmbar.Die Aromatik wirkt lebendig und verändert sich im Glas. Neben der Frucht treten mit Luft zunehmend Kräuter, feine Würze und dezente hefige sowie rauchige Komponenten hervor.
Am Gaumen
Saftig, stoffig und sehr animierend. Der Wein besitzt für seine niedrige Alkoholstärke überraschend viel Griff und Substanz. Eine lebendige Säure sorgt für Frische, während ein feiner Gerbstoff dem Gaumen Struktur verleiht.Birne und reife Melone verbinden sich mit Kräutern und einer leicht salzigen Mineralität. Der Gesamteindruck bleibt leichtfüßig, ohne dünn zu wirken. Im Finale sorgen feine Gerbstoffe, Würze und Frische für einen nachhaltigen Zug.
Aromatik
reife Birne
Kernobst
Pfirsich
reife Melone
Heublumen
Kerbel und warme Kräuter
feine Muskatwürze
dezente Hefenoten
leicht rauchige Anklänge
kreidige und salzige Mineralität
Auszeichnungen
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Bewertung von Falstaff, VINUM oder einem vergleichbaren großen Weinführer dokumentiert.Die Weinlinie besitzt allerdings eine nachweisbare Bewertungsgeschichte: Ein früherer Welschriesling Neuland erhielt beispielsweise 91 Punkte bei À la Carte. Diese Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2018 und darf daher nicht dem 2025er zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Neuland ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkfluss ausgelegt. Für den 2025er wird ein Trinkfenster bis etwa 2026 angegeben. Seine Stärke liegt in der jugendlichen Kombination aus Frucht, Säure, Kräuterwürze und feinem Gerbstoff. Eine längere Flaschenlagerung ist möglich, steht aber nicht im Zentrum des Weinstils.
Servieren
Optimal bei 8–9 °C. Ein normales Weißweinglas reicht völlig aus. Durch seine natürliche, etwas stoffigere Struktur profitiert der Wein davon, wenn er nach dem Öffnen einige Minuten Luft bekommt.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wildkräutersalat mit Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Jause und österreichischer Brettljause
gegrilltem Geflügel
Fisch mit Kräuter-Zitronensauce
Seezungenröllchen
leichten Pastagerichten
asiatischer Küche
sommerlicher vegetarischer Küche
Verkostungsnotiz:Funkelndes, mittleres Gelbgrün mit silbernen Reflexen. In der Nase einladende Würze (weißer Pfeffer), feiner Duft nach gelbem Apfel und feinen Blütenaromen. Am Gaumen feinwürzig, saftig und druckvoll, mit feingliedriger, animierender Säure, sortentypisch und mit langem mineralischem Nachhall. Weingut Markus HuberDas Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.Die Weine von Markus Huber sind ab den Jahrgang 2020 biozertifiziert.
Nero d’Avola Sicilia DOC 2025
Funaro – Santa Ninfa/Trapani | Sizilien | bio
Der Nero d’Avola 2025 von Funaro ist ein reinsortiger, biologisch erzeugter Sicilia DOC und zeigt die sizilianische Leitrebsorte in ihrer fruchtbetonten, saftigen und unkomplizierten Art. Die Trauben stammen aus dem Gebiet von Salemi, rund 140 Meter über dem Meeresspiegel.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich in leuchtendem Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtig mit Kirsche, Brombeere und roten Beeren, begleitet von feinen Kräuteranklängen. Der Wein wirkt nicht marmeladig, sondern frisch und klar in seiner Frucht. Am Gaumen ist er reich und saftig, mit einer für Nero d’Avola typischen, lebendigen Säure. Das Tannin bleibt weich und angenehm eingebunden, wodurch der Wein bereits jung sehr zugänglich ist. Das Finale ist fruchtbetont und besitzt eine schöne, anhaltende Frische. Ein unkomplizierter, moderner Nero d’Avola: dunkel-fruchtig, saftig und frisch mit schönem mediterranem Charakter.
Die Trauben stammen aus dem Funaro-Weinberg bei Salemi auf etwa 140 Metern Höhe. Der Boden ist reich an organischer Substanz und besitzt eine schluffig-tonige Struktur mit kiesigem Skelett. Die Lese erfolgt zwischen der ersten und zweiten Septemberdekade in den kühleren Morgenstunden.Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben etwa zehn Tage auf den Schalen mazeriert und bei konstant etwa 20 °C im Edelstahl vergoren. Nach der natürlichen malolaktischen Gärung reift der Wein weiter im Edelstahl, bevor er abgefüllt wird und noch auf der Flasche nachreifen darf. Holz spielt keine prägende Rolle – entsprechend klar und saftig bleibt die Frucht.Der Jahrgang 2025 wird mit 14,5 % vol. und rund 5,9 g/l Säure angegeben.
Perfekt zu
Der Wein ist ein ausgesprochen vielseitiger Begleiter zu italienischer Küche:
Pizza
Pasta mit Tomatensauce
Pasta al Ragù
Lasagne
Salsiccia
gegrilltes Fleisch
Burger
Antipasti und Salumi
gegrilltes Gemüse
Auberginen- und Tomatengerichte
mittelkräftiger Käse
Besonders stimmig ist Pasta al Ragù: Die saftige Kirsch- und Beerenfrucht nimmt die Tomate auf, während die Säure für Frische sorgt.
Auch zu einer Pizza mit Salsiccia oder würziger Salami ist er ideal.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Syrah Terre Siciliane IGP 2024
Funaro – Santa Ninfa/Trapani | Sizilien | bio
Der Syrah 2024 von Funaro ist ein reinsortiger, biologisch erzeugter Syrah aus den Weinbergen der Tenuta di Salemi. Er steht für einen unkomplizierten, mediterranen Stil: viel rote Frucht, schwarzer Pfeffer und Lakritz, getragen von weichen Tanninen und einer angenehmen Frische.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtig mit roten Beeren und reifen Kirschen, dazu kommen die für Syrah charakteristischen Noten von schwarzem Pfeffer und Lakritz. Am Gaumen präsentiert er sich weich, ausgewogen und saftig. Die Frucht steht im Vordergrund, während die harmonischen, gut eingebundenen Tannine für Struktur sorgen. Eine feine Würze begleitet den Wein bis ins Finale. Der Nachhall ist fruchtig, würzig und angenehm frisch.
Ein unkomplizierter, mediterraner Syrah mit viel Frucht, Pfefferwürze und weichem Tannin.Die Syrah-Trauben stammen aus der Tenuta di Salemi auf etwa 140 Metern Höhe. Der Boden ist reich an organischer Substanz und besitzt eine schluffig-tonige Struktur, die den Reben eine gute Wasserversorgung ermöglicht.Die Lese findet gewöhnlich Ende August bis Anfang September statt – bewusst in den kühleren Stunden des Tages. Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben etwa zehn Tage auf den Schalen mazeriert und bei rund 20 °C im Edelstahl vergoren. Anschließend folgt die natürliche malolaktische Gärung.Der weitere Ausbau erfolgt im Edelstahl, bevor der Wein auf der Flasche verfeinert wird. Holz spielt bei diesem Wein keine Rolle. Dadurch bleibt die charakteristische Frucht- und Pfefferaromatik des Syrah klar und unverfälscht erhalten. Der Jahrgang 2024 wird mit 14 % vol. angegeben.
Perfekt zu
Der Syrah ist ein sehr vielseitiger Begleiter:
Salsiccia vom Grill
gegrilltes Hähnchen
Schweinefleisch
Lamm
Pasta mit Ragù
Pizza mit Salami
Couscous mit Fleisch oder Gemüse
mediterrane Gemüsegerichte
Salumi
mittelkräftige und gereifte Käse
Besonders schön ist die Kombination mit sizilianischem Couscous mit Gemüse und würziger Salsiccia: Die Pfeffernoten des Syrah greifen die Würze des Gerichts auf, während die saftige rote Frucht für einen schönen Kontrast sorgt.
Auch zu gegrillter Salsiccia ist er ausgesprochen stimmig.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Kaum eine Rebsorte bringt ihre Herkunft so klar zum Ausdruck wie der Grüne Veltliner – und kaum eine Region verbindet Frische und Mineralität so elegant wie das Traisental. Markus Huber gehört seit Jahren zu den prägenden Winzern des Gebiets. Sein Grüner Veltliner „Terrassen“ 2025 stammt von zahlreichen, von Kalk und Konglomerat geprägten Terrassenlagen rund um Reichersdorf. Der biologische Weinbau und die spontane Vergärung unterstreichen den Anspruch, die Herkunft unverfälscht ins Glas zu bringen.
Im Duft zeigt sich der Wein klar, frisch und animierend. Grüner Apfel, saftige Birne und Limette werden von weißem Pfirsich begleitet. Dazu kommen feine Aromen von Zitronenmelisse, weißen Blüten und der für den Grünen Veltliner typische Hauch weißen Pfeffers. Mit etwas Luft tritt eine feine kreidige Mineralität hervor, die den kalkreichen Böden des Traisentals ihre Handschrift verdankt.
Am Gaumen überzeugt der 2025er mit viel Saft, Präzision und bemerkenswerter Leichtigkeit. Knackige Kernobstfrucht, Zitruszesten und eine feine Kräuterwürze werden von einer lebendigen, perfekt eingebundenen Säure getragen. Die kalkige Mineralität sorgt für Zug und Struktur, während der Ausbau im Edelstahltank die Frucht glasklar und unverfälscht bewahrt. Der Wein wirkt geradlinig, elegant und ausgesprochen trinkanimierend – ein Grüner Veltliner, der Frische und Substanz harmonisch vereint.
Im langen Finale bleiben Zitrusfrucht, weißer Pfeffer und eine feine salzige Mineralität präsent. Ein klassischer Traisental DAC, der die Eleganz seiner Herkunft ebenso eindrucksvoll zeigt wie die Handschrift von Markus Huber.
Terrassen, Kalk und kühle Nächte – genau daraus entsteht der Charakter dieses Weins.
Die Weinberge rund um Reichersdorf zählen zu den markantesten Lagen des Traisentals. Tagsüber sorgt das pannonische Klima für eine optimale Reife der Trauben, während die kühlen Nächte die Frische und Aromatik bewahren. Die kalkreichen Böden verleihen dem Grünen Veltliner seine feine Salzigkeit und die präzise Struktur.
Markus Huber gilt als einer der wichtigsten Botschafter des Traisentals. Sein Ziel ist es, Weine zu erzeugen, die weniger von Kellertechnik als von ihrer Herkunft erzählen. Der „Terrassen“ ist dabei der perfekte Einstieg in seine Stilistik: klar, geradlinig und mit einer unverwechselbaren mineralischen Handschrift.
Speisenempfehlung
Dieser Grüne Veltliner ist ein vielseitiger Begleiter der modernen Küche. Hervorragend passt er zu Wiener Schnitzel vom Kalb, Backhendl mit Kartoffel-Vogerlsalat, gebratenem Zander oder Saibling, Forelle Müllerin, Spargel mit Sauce Hollandaise sowie zu asiatischen Gerichten mit Zitronengras und Ingwer. Auch Gemüsetartes, Kräuterrisotto oder ein klassischer Tafelspitz mit Schnittlauchsauce harmonieren ausgezeichnet mit seiner Frische und Würze.
Weingut Markus Huber
Das Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.Die Weine von Markus Huber sind ab den Jahrgang 2020 biozertifiziert.
Abruzzo Passerina DOC „Contesa“ 2024 (Bio)
Contesa – Collecorvino, Pescara, Abruzzen
Die Passerina 2024 von Contesa ist ein wunderbar frischer, trockener Weißwein aus einer der charakteristischen autochthonen Rebsorten Mittelitaliens. Der Wein wird aus 100 % Passerina erzeugt und stammt aus den Weinbergen von Collecorvino auf etwa 200 Metern Höhe. Die kalk- und lehmhaltigen Böden sowie die biologische Bewirtschaftung prägen seinen klaren, mediterranen Charakter.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich die Passerina fein, frisch und floral. Aromen von weißen Blüten, Zitrone, Limette und grünem Apfel verbinden sich mit hellen Steinfrüchten und einer dezenten mediterranen Kräuternote. Am Gaumen präsentiert sie sich trocken, leichtfüßig und ausgesprochen frisch. Zitrusfrucht und grüner Apfel treffen auf eine lebendige Säure und eine feine, angenehm salzige Mineralität. Die Frucht bleibt dabei zurückhaltend und elegant – hier geht es weniger um intensive Aromatik als um Frische, Klarheit und Trinkfluss. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wobei die Trauben zuvor eine kontrollierte Maischestandzeit erhalten. Dadurch bleibt die Sortentypizität der Passerina erhalten. Der 2024er besitzt 13 % Alkohol, 5,5 g/l Säure und etwa 3 g/l Restzucker. Das Finale ist trocken, frisch und feinwürzig, mit Zitrus, weißen Blüten und einem leicht salzigen Nachhall.
Ein unkomplizierter, aber charaktervoller Abruzzen-Weißwein – frisch, floral und wunderbar mediterran.
Passerina ist eine der stillen Spezialitäten Mittelitaliens.
Contesa setzt bewusst auf autochthone Rebsorten und möchte die Verbindung zwischen Rebe, Boden und Herkunft bewahren. Die Passerina stammt aus Weinbergen rund um Collecorvino, wo die Reben auf lehmig-schluffigen Böden wachsen. Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet.
Nach der Ernte Anfang September wird die Passerina mit einer kontrollierten Maischestandzeit verarbeitet und anschließend im Edelstahl ausgebaut. Das Ziel ist kein opulenter Weißwein, sondern ein Wein, der seine Herkunft über Frische, Blütenaromen und Salzigkeit vermittelt.
Gerade dadurch ist der 2024er ein hervorragender Alltags- und Gastronomiewein: Er besitzt genug Charakter, um interessant zu sein, bleibt aber so frisch und unkompliziert, dass die Flasche schnell leer wird.
Perfekt zu
Antipasti, Meeresfrüchten, Vongole, gegrilltem Fisch, frittiertem Fisch, Pasta mit Gemüse, leichten Risotti, frischem Ziegenkäse und sommerlichen Salaten.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2024 – halbe Flasche
Bio · Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Selvabianca 2024 ist die frische und geradlinige Seite von Il Colombaio di Santa Chiara – und gerade in der 0,375-l-Flasche ein wunderbarer Wein für den spontanen Genuss zu zweit. Die Vernaccia wird biologisch bewirtschaftet, schonend als ganze Trauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zement und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe bis Anfang März, bevor er abgefüllt wird. So bleibt die Herkunft klar und unverfälscht.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er in hellem Strohgelb mit feinen grünlichen Reflexen.
Die Nase ist präzise und animierend: weiße Früchte, grüner Apfel und Limette verbinden sich mit Maiglöckchen und Zitronenthymian. Dazu kommt eine feine, kühle Kräuterwürze, die den Duft sehr frisch wirken lässt. Genau diese Kombination aus heller Frucht, Zitrus und Kräutern wird für den 2024er mehrfach beschrieben.
Am Gaumen zeigt der Selvabianca seine eigentliche Stärke: Spannung und Salzigkeit. Der Wein ist straff und vibrierend, bleibt dabei aber geschmeidig genug, um sofort Trinkfreude zu bereiten. Limette und Apfel geben den Ton an, dazu kommen feine weiße Früchte und die typische mineralisch-salzige Ader der Vernaccia.
Das Feinhefelager verleiht ihm etwas Schmelz, ohne die Klarheit zu beeinträchtigen. Der Ausbau ohne Holz ist dabei entscheidend: Hier soll nicht Barrique schmecken, sondern Vernaccia und San Gimignano.
Das Finale ist lang, frisch und ausgesprochen salzig, mit Zitruszeste, grüner Frucht und feiner Kräuterwürze.
Ein kleiner Wein mit großer Spannung – kristallklar, salzig und wunderbar trinkanimierend.
Die kleine Flasche passt perfekt zu diesem Wein: unmittelbar, klar und ohne Umwege.
Il Colombaio di Santa Chiara bewirtschaftet seine Weinberge rund um San Gimignano biologisch. Die Reben stehen auf einer Mischung aus Sand, Lehm, Kies, Geröll und Kalk, die für die charakteristische Verbindung aus Frische und Mineralität sorgt. Der Selvabianca wird bewusst ohne Holz ausgebaut – in Zement und Edelstahl –, damit die Vernaccia möglichst unverfälscht bleibt.Der Jahrgang 2024 ist dabei besonders schön gelungen: AIS, Gambero Rosso und Bibenda haben ihn jeweils in ihre aktuellen Empfehlungen aufgenommen.Und genau das macht ihn für VINUS so interessant: Während L’Albereta über Reife, Tiefe und lange Entwicklung erzählt, steht der Selvabianca für die andere Seite des Weinguts – Frische, Klarheit und sofortige Trinkfreude.
Perfekt zu
Antipasti
frittiertem Fisch oder Gemüse
Sushi und Sashimi
Pasta mit hellem Ragù
gegrilltem Hähnchen
Fischsuppe
frischem Ziegenkäse
Trinktemperatur: 9–11 °C.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2025 (Bio) – Il Colombaio di Santa Chiara
Der „Selvabianca“ 2025 ist die frische, geradlinige und besonders elegante Interpretation der Vernaccia von Il Colombaio di Santa Chiara. Während die großen Lagenweine „Campo della Pieve“ und „L'Albereta“ auf Tiefe und lange Reife setzen, zeigt der Selvabianca die pure, kristalline Seite dieser historischen Rebsorte aus San Gimignano. Er besteht zu 100 % aus Vernaccia di San Gimignano, wird biologisch erzeugt und ausschließlich im Zement und Edelstahl ausgebaut, wobei er bis zur Abfüllung auf der edlen Feinhefe verbleibt. So bleiben Frische, Mineralität und der unverwechselbare Charakter des Terroirs erhalten.
Charakter & Verkostung
Bereits die Farbe zeigt seine jugendliche Frische: helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2025er sehr klar und präzise. Weißer Pfirsich, grüner Apfel und Birne verbinden sich mit Limette, Zitronenthymian und weißen Blüten. Dazu kommen feine Anklänge von Kräutern, frischem Heu und einer kühlen mineralischen Note, die typisch für die kalkreichen Böden rund um San Gimignano ist. Das Bouquet wirkt nicht laut, sondern fein, elegant und sehr terroirgeprägt.
Am Gaumen zeigt der Wein seine große Stärke: Spannung und Trinkfluss. Die Frucht ist saftig und präzise, getragen von einer lebendigen Säurestruktur. Zitrusnoten, Apfel und helle Früchte treffen auf eine ausgeprägte salzige Mineralität, die dem Wein Länge und Charakter verleiht. Der Ausbau auf der Feinhefe sorgt für einen zarten Schmelz, ohne die Frische zu überdecken.
Das Finale ist animierend, klar und lang. Eine feine Mandelnote, Zitruszeste und die typische Vernaccia-Salzigkeit bleiben zurück.
Ein Weißwein mit mediterraner Seele und fast alpiner Präzision – frisch, mineralisch und unglaublich vielseitig.
Ein Wein, der zeigt, warum Vernaccia di San Gimignano zu den spannendsten Weißweinen Italiens gehört.
Die Familie Logi von Il Colombaio di Santa Chiara gehört zu den wichtigsten Botschaftern der historischen Rebsorte Vernaccia. Rund um die mittelalterliche Stadt San Gimignano entstehen auf kalkreichen Böden Weißweine mit einer besonderen Kombination aus Frische, Mineralität und Langlebigkeit. Der Selvabianca ist dabei bewusst die zugänglichste und lebendigste Interpretation: kein Holz, keine Maskierung, sondern reine Herkunft.
Die Trauben werden schonend verarbeitet, als Ganztrauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zementtanks und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der edlen Feinhefe, um zusätzliche Textur und Tiefe zu gewinnen.
Der Jahrgang 2025 zeigt die klassische Stärke der Vernaccia: eine Verbindung aus mediterraner Frucht und kühler Mineralität. Internationale Verkoster bewerten ihn bereits sehr positiv; unter anderem wurde der Jahrgang mit 90 Punkten von Vinous ausgezeichnet.
Perfekt zu:
Fisch und Meeresfrüchten
Vitello tonnato & Carpaccio
frittierten Gerichten
leichten Pastagerichten
hellem Fleisch
frischem Ziegen- oder Weichkäse
Cerasuolo d’Abruzzo DOC „Contesa“ 2024 (Bio)
Contesa – Collecorvino, Pescara, Abruzzen
Der Cerasuolo d’Abruzzo 2024 von Contesa ist ein klassischer, biologisch erzeugter Rosato aus 100 % Montepulciano. Die Trauben stammen aus der jungen Lage in Collecorvino auf etwa 250 Metern Höhe, deren kalk- und tonhaltige Böden dem Wein Frische und Struktur verleihen. Das Besondere ist die extrem kurze Maischestandzeit: Die Schalen bleiben nur wenige Stunden auf dem Most – gerade lang genug, um die charakteristische leuchtende kirschrosa Farbe des Cerasuolo zu gewinnen. Anschließend reift der Wein rund drei Monate im Edelstahl.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der 2024er in einem kräftigen, brillanten Kirsch- bis Himbeerrosa. Diese intensive Farbe ist typisch für Cerasuolo d’Abruzzo und unterscheidet ihn deutlich von den sehr blassen Rosé-Stilen der Provence. In der Nase zeigt sich der Wein ausgesprochen fruchtbetont und klar. Reife Erdbeeren, Himbeeren und saftige rote Kirschen stehen im Mittelpunkt, begleitet von einer feinen floralen Note, die an Rosenblüten erinnert. Dazu kommt eine dezente mediterrane Würze. Am Gaumen ist der Contesa Cerasuolo 2024 trocken, saftig und erstaunlich substanzreich. Rote Beeren und Kirsche werden von einer lebendigen Säure getragen, die dem Wein Frische und Trinkfluss verleiht. Die Frucht bleibt klar und präzise, während ein feiner mineralischer Zug für zusätzliche Spannung sorgt. Anders als ein leichter Terrassenrosé besitzt dieser Cerasuolo durchaus Struktur und gastronomisches Gewicht. Der Montepulciano bringt genügend Körper mit, um ihn nicht nur als Aperitif, sondern auch als vielseitigen Speisenbegleiter einzusetzen. Das Weingut beschreibt ihn entsprechend als trocken und anhaltend. Das Finale ist frisch, trocken und fruchtig, mit Kirsch- und Himbeernoten und einer feinen mineralischen Würze.
Ein charaktervoller Cerasuolo – intensiv in der Farbe, saftig im Geschmack und wunderbar vielseitig zur Küche.Der „Wein einer Nacht“ – so kurz ist sein Kontakt mit den Schalen.
Contesa bezeichnet seinen Cerasuolo als den „Wein einer Nacht“, weil die Montepulciano-Schalen nur wenige Stunden auf dem Most verbleiben. Diese kurze Mazeration ist entscheidend: Sie extrahiert gerade genug Farbe und Aromatik, ohne den Wein so stark zu prägen wie einen Rotwein. Danach wird er im Edelstahl ausgebaut, um die Frische und Reinheit der Frucht zu bewahren.
Die Weinberge liegen in Collecorvino auf kalkhaltig-tonigen Böden und werden im Guyot erzogen. Die Lese erfolgt Ende September; der fertige Wein besitzt 13 % vol. Alkohol.
Damit verkörpert der Contesa Cerasuolo sehr schön die eigenständige Identität des Abruzzen-Rosato: deutlich farbintensiver und strukturierter als viele internationale Rosé-Stile, zugleich frisch, trocken und ausgesprochen trinkanimierend.
Perfekt zu
Antipasti, Salumi, Pizza, Pasta mit Tomatensugo, gegrilltem Fisch, Thunfisch, leichten Fleischgerichten und regionalen Spezialitäten der Abruzzen.
VerkostungsnotizDie optimale Reife der Trauben bringt in der Nase beeindrucke Aromen reifer Kirschen und Brombeeren, sowie eine pfeffrige Würze hervor. Am Gaumen wieder viel frische Frucht (rote Waldbeeren) und Mineralität, daneben zeichnen Komplexität, Kraft und eine seidig-karge Tanninstruktur diesen würzigen Wein aus.Weingut Gober & FreinbichlerErst sieben Jahre alt ist das gemeinsame Weingut von Dominik Gober und Gerald Freinbichler. Die beiden sind jedoch keineswegs Quereinsteiger oder Newcomer. Dominik absolvierte 2007 die Weinbauschule in Eisenstadt und schloss 2014 seine Weiterbildung zum Weinund Kellermeister ab. Gerald war seit 2005 als Sommelier und Eventgastronom tätig. Und beide arbeiteten vor ihrem gemeinsamen Weinguts-Projekt schon einige Jahre lang zusammen: beim Weingut Weninger im Mittelburgenland kümmerte sich Dominik bereits um die Weinbereitung, Gerald verantwortete den Export und Vertrieb. Die beiden wussten also ganz genau, was sie wollten und hatten eine gemeinsame Leidenschaft: Den Blaufränkisch. Die Lagen in Neckenmarkt und Horitschon im Mittelburgenland sind wie gemacht dafür, die Vielfältigkeit dieser Rebsorte zu zeigen. Und dabei sind sie bei Weitem noch nicht so bekannt wie andere Burgenländer Lagen. Das perfekte Pflaster für junge Winzer, die Lust auf Herausforderungen haben. Die Bodenformationen reichen von tiefgründigen Lehm- und Tonböden über karge Schieferlagen bis hin zu feinem Muschelkalk. Die „Vermählung“ dieser Bodentypen führt zu Weinen, die mit Tiefe, Würze und Kraft punkten können und dabei immer Saftigkeit, feine Tannine und Fruchtnuancen zeigen. Natürlich gibt es neben Blaufränkisch auch die anderen „Klassiker“ aus Österreich zu entdecken: sei es würziger Zweigelt oder eine frisch-fruchtige weiße Cuvée, im Sortiment von Dominik und Gerhard wird jeder Weinliebhaber fündig. Wie gut die beiden ihre fünf Hektar im Griff haben, zeigt sich auch daran, dass sie bereits 2019 vom Gault & Millau Österreich mit dem Titel „Entdeckung des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Nicht der schlechteste Start für ein Weingut, das bestimmt noch eine große Zukunft vor sich haben wird
Spring Break Rosé vom Zweigelt 2023 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Herbert Zillinger in Ebenthal im Weinviertel wird seit 1998 von Herbert Zillinger geführt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 12 Hektar Rebfläche und verfolgt konsequent einen biologischen beziehungsweise biodynamischen Weinbau. Zillinger arbeitet mit Spontangärung, möglichst schonender Kellertechnik und verzichtet bei vielen Weinen auf Schönung und Filtration. Der „Spring Break“ verkörpert diese naturverbundene Philosophie in besonders unkomplizierter und trinkfreudiger Form. Der Name „Spring Break“ spielt augenzwinkernd auf die amerikanischen Semesterferien an und steht für einen Rosé, der den Übergang in die warme Jahreszeit mit Frische und unkompliziertem Trinkvergnügen begleitet. Gleichzeitig bleibt er stilistisch klar vom klassischen, stark fruchtbetonten Rosé entfernt und zeigt etwas mehr Würze und Phenolik.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus dem Weinviertel rund um Ebenthal. Der Boden wird für den Jahrgang 2023 als Lösslehm angegeben. Die mächtigen Lössablagerungen des Weinviertels bilden eine gute Grundlage für fruchtbetonte, saftige Weine mit ausgeprägter Frische.
Jahrgang 2023
Der Jahrgang besitzt 11 % vol. Alkohol, 6 g/l Säure und 1 g/l Restzucker. Damit präsentiert sich der Rosé ausgesprochen leichtfüßig, trocken und animierend. Die Säure sorgt für Frische und Trinkfluss, während der geringe Restzucker die Frucht unterstützt, ohne den Wein süß erscheinen zu lassen.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird aus 100 % Zweigelt bereitet. Die Vinifikation erfolgt spontan, anschließend reift der Rosé ohne Schönung und Filtration im Edelstahltank. Der Wein ist vegan und wird mit Schraubverschluss abgefüllt. Die minimalistische Kellerarbeit unterstreicht den naturweinorientierten Stil des Hauses.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein zartes Himbeerrot. Die Nase ist frisch und verführerisch mit roten Kirschen, Waldbeeren und feinen kräuterigen Nuancen. Dazu gesellen sich leichte mineralische Anklänge. Die Frucht bleibt dabei klar und ungekünstelt. Charakteristisch ist die Verbindung von Frucht und Würze: Neben roten Beeren treten pfeffrige und kräuterige Noten hervor, wodurch der Rosé mehr Tiefe erhält als ein rein fruchtorientierter Sommerwein.
Am Gaumen
Frisch, saftig und ausgesprochen animierend. Die feingliedrige Säure verleiht dem Wein Zug, während eine dezente Phenolik beziehungsweise ein leicht herber Gerbstoffgriff für Struktur sorgt. Rote Frucht, Kräuter und eine sanfte Fruchtsüße verbinden sich zu einem unkomplizierten, aber charaktervollen Gaumeneindruck. Das Finale bleibt fruchtig, würzig und überraschend nachhaltig. Gerade die leichte Herbe macht den Wein gastronomisch interessant und verhindert einen allzu süßlich wirkenden Eindruck.
Aromatik
rote Kirsche
Himbeere
Waldbeeren
Erdbeere
Rhabarber
Minze
Kräuter
pfeffrige Würze
feine mineralische Noten
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2023er ist in den aktuell verfügbaren Quellen keine belastbare große externe Punktbewertung dokumentiert. Die Fachbeschreibungen betonen vor allem die hohe Trinkfreude, die saftige Frucht, die lebendige Säure und den naturbelassenen Ausbau.
Reifepotenzial
Der „Spring Break“ ist in erster Linie auf jugendliche Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Für den Jahrgang 2023 wurde ein Trinkfenster bis etwa 2028 angegeben. Seine Stärke liegt jedoch klar in der frischen roten Frucht, der animierenden Säure und dem unkomplizierten Charakter. Eine lange Flaschenreife ist für diesen Stil nicht erforderlich.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Nicht zu kalt servieren, damit neben der Frucht auch die Kräuterwürze und die feine Phenolik zur Geltung kommen. Dekantieren ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
sommerlichen Blattsalaten
mediterranen Salaten
gegrilltem Fisch
Garnelen und Meeresfrüchten
Pasta mit Gemüse
Antipasti
leichter Jause
gegrilltem Geflügel
Gemüse vom Grill
leichten regionalen Gerichten
Gerade zum Grillen funktioniert die Kombination aus roter Frucht, Säure und leichter Gerbstoffstruktur ausgesprochen gut.
Chianti Superiore DOCG 2023 – Castello del Trebbio
Pontassieve, Florenz – Toskana · biologischer Anbau
Der Chianti Superiore DOCG 2023 von Castello del Trebbio ist ein klassisch toskanischer Rotwein mit klarer Sangiovese-Handschrift: saftig, würzig und frisch, mit dem für die Hügel östlich von Florenz typischen Wechselspiel aus roter Frucht, Kräutern und feiner Struktur.
Castello del Trebbio liegt in Pontassieve, im nordöstlichen Teil des Chianti, wo die Weinberge von den kühleren Höhenlagen und den starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht profitieren. Das ergibt einen Chianti mit guter Frische und aromatischer Präzision.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der 2023er in einem klaren Rubinrot mit violetten Reflexen.
Die Nase ist frisch und typisch Sangiovese: Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Himbeere, dazu Veilchen, getrocknete Kräuter und ein Hauch schwarzer Pfeffer. Im Hintergrund zeigen sich feine erdige und balsamische Noten.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig, trocken und lebendig. Die rote Frucht steht im Vordergrund, begleitet von Kirsche, Cranberry und etwas Pflaume. Die für Sangiovese typische Säure gibt dem Wein Energie und macht ihn ausgesprochen trinkanimierend.
Das Tannin ist feinkörnig und gut eingebunden – ausreichend, um dem Wein Struktur zu geben, ohne ihn kantig wirken zu lassen. Dazu kommt eine dezente mineralische Würze, die den Wein länger und komplexer erscheinen lässt.
Der Nachhall ist frisch, würzig und fruchtbetont, mit Sauerkirsche, Kräutern und einem leicht pfeffrigen Finale.
Ein authentischer Chianti Superiore: geradlinig, saftig und elegant – mit viel toskanischem Trinkfluss.
Chianti aus den Hügeln östlich von Florenz.
Castello del Trebbio ist nicht nur ein Weingut, sondern ein historisches Anwesen in den Hügeln von Pontassieve. Die Weinberge liegen in einer Landschaft, in der die Höhenlage und die Nähe zum Apennin für ein etwas kühleres und stärker von Temperaturunterschieden geprägtes Klima sorgen.
Der biologische Anbau passt sehr gut zu dieser traditionellen Interpretation des Chianti. Im Mittelpunkt steht die Sangiovese, deren natürliche Säure und aromatische Klarheit den Charakter des Weins bestimmen.
Der Chianti Superiore ist dabei bewusst kein schwerer oder überextrahierter Rotwein. Seine Stärke liegt in Frische, Würze und Balance. Genau deshalb eignet er sich hervorragend als vielseitiger Wein zum Essen.
Perfekt zu
Pasta al ragù
Bistecca oder gegrilltem Fleisch
Pizza mit Salami oder Pilzen
Wildschweinragout
geschmortem Geflügel
Pecorino Toscano
Crostini mit Leberpastete
Trinktemperatur: 16–18 °C. Tipp: Ein kurzes Belüften im Glas reicht beim 2023er meist aus.
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