Grüner Veltliner „Liter“ LW – Liter, SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher hat seinen Sitz in Platt im Retzer Land und wurde 1968 gegründet. Wolfgang Seher übernahm den Betrieb 2002 nach seiner Ausbildung an der Weinbauschule Klosterneuburg. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 18 Hektar Rebfläche in Platt und Obermarkersdorf; der Grüne Veltliner nimmt einen besonders wichtigen Anteil ein.Der Liter-Veltliner gehört zur unkomplizierten, alltagstauglichen Linie des Weinguts und wird als 1-Liter-Flasche angeboten. In regionalen Sortimentslisten ist er auch als „Grüner Veltliner Tischwein 1 L“ geführt.
Lage & Terroir
Die Weinberge des Weinguts liegen vor allem in Platt und Obermarkersdorf. In Platt dominieren kalkhaltige Lehm- und Lössböden in einer geschützten Kessellage. Diese Böden bringen laut Weingut fruchtige und elegante Veltliner hervor, während die Obermarkersdorfer Lagen stärker von kalkfreien Molasseböden auf Urgestein geprägt sind.Für den Literwein steht weniger eine einzelne Riede als der typische, unkomplizierte Ausdruck des Grünen Veltliners aus dem Weinviertel im Vordergrund.
Jahrgang & Stil
Der Wein wird ohne Jahrgangsangabe als Literwein vermarktet. Aktuelle Produktdaten weisen 12,5 % vol. Alkohol und einen trockenen Geschmack aus. Damit ist er auf Frische, Leichtigkeit und unkomplizierten Trinkfluss ausgerichtet.
Vinifikation & Ausbau
Der Liter-Veltliner wird im Edelstahltank ausgebaut. Der Ausbau zielt auf eine klare, frische Frucht und einen unverfälschten Sortenausdruck ohne Holzeinfluss. Als Verschluss wird ein Schraubverschluss verwendet.Das Weingut arbeitet im Weinberg naturnah, mit Begrünung und einer Reduktion der Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Minimum. Eine generelle Bio-Zertifizierung des Literweins ist in den verfügbaren Produktdaten jedoch nicht ausgewiesen.
Verkostung
Typisch für den Wein ist eine frische, unkomplizierte Aromatik. In der Nase stehen Apfel und Zitrusfrucht im Vordergrund, ergänzt durch den charakteristischen pfeffrigen Veltliner-Ton. Die Aromatik wirkt saftig, leichtfüßig und unmittelbar zugänglich.
Am Gaumen
Spritzig, leicht und fruchtig. Die Säure verleiht dem Wein Frische und einen animierenden Zug, während das typische Pfefferl für Würze sorgt. Die Struktur bleibt schlank und unkompliziert, der Nachhall frisch und angenehm trocken.Der Wein ist eindeutig auf Trinkfreude und Vielseitigkeit ausgelegt und eignet sich besonders gut für den offenen Ausschank, die Terrasse oder die unkomplizierte Begleitung einer Mahlzeit.
Aromatik
grüner Apfel
Zitrusfrucht
helle Kernobstnoten
frische Traube
typisches weißes Pfefferl
dezente Kräuterwürze
leichter mineralischer Eindruck
Auszeichnungen
Für den Literwein sind keine belastbaren externen Punktbewertungen oder Auszeichnungen dokumentiert. Das ist bei einem bewusst unkompliziert positionierten Literwein auch nicht ungewöhnlich. Das Weingut selbst ist jedoch im Falstaff-, Gault-Millau- und Vinaria-Umfeld vertreten und wurde für seine Gesamtleistung mehrfach positiv wahrgenommen.
Reifepotenzial
Der Wein ist für den jungen Genuss bestimmt. Seine Stärke liegt in Frische, Frucht und Trinkfluss; eine längere Lagerung ist nicht vorgesehen. Am besten wird er jung und gut gekühlt getrunken.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Dank der Literflasche eignet er sich hervorragend für gesellige Runden, den offenen Ausschank, die Jause und die unkomplizierte Alltagsküche.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Geflügel
Fisch und leichte Fischgerichte
Gemüsegerichten
kalten Platten und Jausen
leichten Salaten
österreichischer Hausmannskost
asiatisch gewürzten, nicht zu scharfen Gerichten
Die Kombination mit Wiener Schnitzel, Geflügel, Gemüse und Fisch wird auch ausdrücklich als passende Begleitung genannt.
VerkostungsnotizIntensives, strahlendes Rubingranat, in der Nase betörender Duft nach Brombeeren und Schwarzkirsche, leicht erdig-würzige Noten, Anklänge von Mineralität. Am Gaumen vollmundig und saftig, mit delikater Fruchtsüße und animierender Säure, ein von kühler Mineralik geprägter, ausdrucksvoller Wein, elegant und von großer Nachhaltigkeit. Weingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Hausmarke Rot 2019, QW
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich · In Bio-Konversion
1. Einleitung
Der Hausmarke Rot 2019 von Gober & Freinbichler steht für den unkomplizierten, zugänglichen Einstieg in die Rotweinstilistik des Mittelburgenlands. Während die großen Blaufränkisch-Lagenweine des Hauses vor allem durch Herkunftstiefe und feine Tanninstruktur überzeugen, liegt der Reiz einer Hausmarke in der Verbindung von saftiger Frucht, harmonischer Struktur und vielseitiger Einsetzbarkeit.
Das Mittelburgenland ist vor allem für Blaufränkisch bekannt. Die Rebsorte bringt dunkle Kirschen, Beerenfrucht, eine lebendige Säure und würzige Akzente mit. Welche Rebsorten den Hausmarke Rot 2019 konkret bilden, ist allerdings nicht ausreichend gesichert. Deshalb sollte der Wein nicht ohne bestätigte Angaben als reinsortiger Blaufränkisch oder als bestimmte Cuvée beschrieben werden.
Der Jahrgang 2019 ist inzwischen gereift. Bei guter Lagerung können sich die ursprünglichen Fruchtaromen mit würzigen und erdigen Noten verbinden. Eine aktuelle Verkostung wäre nötig, um den heutigen Reifezustand und die genaue sensorische Ausprägung dieser Abfüllung zuverlässig zu beurteilen.
2. Die Geschichte dieses Weins und seiner Herkunft
Gober & Freinbichler ist in Horitschon beheimatet, einem der traditionsreichen Weinbauorte des Mittelburgenlands. Die Region hat sich besonders mit Blaufränkisch einen Namen gemacht: Die Weine verbinden dunkle Frucht mit würziger Tiefe und einer Säurestruktur, die ihnen Frische und Reifepotenzial verleihen kann.
Die Böden rund um Horitschon sind vielfältig. Tiefgründige Lehm- und Tonböden spielen ebenso eine Rolle wie andere geologische Formationen in den benachbarten Weinorten. Ohne genaue Angaben zur Herkunft der Trauben lässt sich der Hausmarke Rot jedoch keinem bestimmten Boden oder einer einzelnen Lage zuordnen.
Der Name „Hausmarke“ deutet auf einen Wein hin, der die Handschrift des Betriebs in einer zugänglichen Form vermitteln soll. Anders als bei einem ausdrücklich ausgewiesenen Riedenwein steht dabei nicht zwingend die Interpretation einer einzelnen Parzelle im Mittelpunkt, sondern der eigenständige Stil des Weinguts. Bei Gober & Freinbichler ist die regionale Rotweinkultur dafür ein naheliegender Bezugspunkt.
Der Hinweis „in Konversion bio“ beschreibt die Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung. Er ist nicht mit einer bereits abgeschlossenen Bio-Zertifizierung gleichzusetzen. Für die genaue Kennzeichnung des Jahrgangs 2019 sollte daher die damalige Produkt- oder Etikettenangabe maßgeblich sein.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Stilistische Einordnung; keine unabhängig bestätigte aktuelle Verkostung dieser konkreten Abfüllung.
Farbe
Zu erwarten ist ein kräftiges Rubinrot mit dunklerem Kern. Mit zunehmender Flaschenreife können granatrote Reflexe hinzukommen. Eine genaue Beurteilung der Farbe ist ohne Sichtprobe nicht möglich.
Nase
Die regionale Rotweinstilistik lässt an dunkle Kirschen und reife Beeren denken, ergänzt durch dezente Kräuterwürze und möglicherweise erdige Nuancen. Bei einem zugänglichen Hauswein sollte die Frucht im Vordergrund stehen, ohne von dominanten Holz- oder Röstaromen überlagert zu werden. Diese Beschreibung ist eine stilistische Erwartung und kein gesicherter Aromabefund des Jahrgangs.
Gaumen
Im Idealfall zeigt sich der Wein saftig und ausgewogen, mit einer klaren Frucht, angenehmer Säure und einer unkomplizierten Tanninstruktur. Ein solcher Stil macht einen Rotwein vielseitig einsetzbar: Er kann genügend Substanz für herzhafte Gerichte mitbringen, sollte aber auch ohne aufwendige Speisenbegleitung Freude bereiten.
Welche Rebsorten, welcher Ausbau und welches Verhältnis von Frucht zu Tannin den Hausmarke Rot 2019 tatsächlich prägen, lässt sich ohne verifizierte Produktdaten nicht genauer festlegen. Eine detaillierte Verkostungsbeschreibung sollte diese Angaben nicht durch bloße Vermutungen ersetzen.
Abgang und Reifepotenzial
Für einen regional geprägten Hauswein stehen Harmonie und Trinkfluss im Vordergrund. Ein ausgewogener Nachhall mit Frucht und dezenter Würze wäre stilistisch passend. Da der Jahrgang 2019 bereits einige Jahre Flaschenreife hinter sich hat, ist der aktuelle Zustand besonders von Lagerung und Verschluss abhängig. Ob die Frucht noch frisch wirkt oder sich bereits gereifte Noten entwickelt haben, lässt sich ohne Flaschenprobe nicht zuverlässig sagen.
4. Technische Daten
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Hausmarke Rot
Jahrgang
2019
Herkunft
Mittelburgenland, Österreich
Weingutsstandort
Horitschon
Rebsorte(n)
Nicht verlässlich bestätigt
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Geschmacksrichtung
Nicht analytisch bestätigt
Alkohol
12,5 %
Restzucker
1,0 g/lt
Gesamtsäure
5,5 g/lt
Boden
Top Riede: Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Tiefgründige, eisenhaltige Böden aus Lehm und Ton mit enormer Wasserspeicherfähigkeit. 40-45 Jahre alte Reben. In Konversion zu ökologischem Weinbau (Bio Austria: AT-BIO-302).
Gärung und Ausbau
15 Monate Ausbau ohne Schönung im Großen Holz. Nur grob filtriert
Verschluss
Drehverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Bewirtschaftung
In Konversion zum ökologischen Weinbau; abgeschlossene Bio-Zertifizierung für den Jahrgang nicht bestätigt
Empfohlene Trinktemperatur
Etwa 15–17 °C als allgemeine Empfehlung für ausgewogene Rotweine
Trinkreife
Abhängig von Lagerung und Flaschenzustand
5. Speiseempfehlungen
Wiener Schnitzel mit Petersilienkartoffeln
Gebratene Schweinemedaillons mit Kräutern
Pasta mit Sugo aus Rindfleisch
Faschierte Laibchen mit Erdäpfelpüree
Gegrillte Bratwürste mit Senf
Ofengemüse mit Rosmarin
Pilzrisotto
Mittelgereifter Bergkäse
Grüner Veltliner „Weinviertel DAC“ 2025 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seher sitzt in Platt im Retzer Land und wurde 1968 gegründet. Wolfgang Seher übernahm den Betrieb 2002 nach seiner Ausbildung an der Weinbauschule Klosterneuburg. Heute umfasst die Rebfläche rund 18 Hektar; etwa die Hälfte davon ist mit Grüner Veltliner bestockt. Die Rebsorte nimmt damit eine zentrale Stellung im Betrieb ein und besitzt im Weinviertel als einzige Sorte den DAC-Status. Das Weingut arbeitet nach biologischen Grundsätzen und ist als Bio-Betrieb ausgewiesen. Der „Weinviertel DAC“ ist ausdrücklich als Visitenkarte des Hauses konzipiert: ein gebietstypischer Grüner Veltliner, der die klassische Weinviertler Stilistik mit frischer Frucht, Würze und Pfeffrigkeit zeigen soll.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus mehreren Rieden in Platt und Obermarkersdorf. In den Platter Weinbergen dominieren kalkreiche Lehm- und Lössböden, während in Obermarkersdorf kalkfreie Molasseböden auf Urgestein vorherrschen. Diese unterschiedlichen Herkünfte ermöglichen dem Weingut eine ausgewogene Mischung für den regionaltypischen DAC-Wein. Der Wein ist damit kein klassischer Einzellagen-Veltliner, sondern eine gebietsbezogene Cuvée aus unterschiedlichen Weinbergsparzellen. Für den Wein werden überwiegend jüngere Anlagen und Trauben verwendet, die nicht für die Lagenweine benötigt werden; auch kleinere Partien aus besonderen Weingärten fließen ein.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12,1 % vol. Alkohol, 5,8 g/l Säure und 1,6 g/l Restzucker. Damit ist er trocken ausgebaut und verbindet eine moderate Alkoholstruktur mit lebendiger Frische. Der Weinviertel-DAC-Jahrgang 2025 wird vom Gebiet insgesamt als präzise fruchtig, frisch strukturiert und ausgewogen beschrieben.
Vinifikation & Ausbau
Die Vergärung erfolgt kontrolliert im Edelstahltank. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe bis Januar 2026 und wurde im Februar 2026 abgefüllt. Damit liegt der Schwerpunkt klar auf Frische, Sortentypizität und sauberer Frucht. Die Kellerarbeit hält den Wein bewusst geradlinig und bewahrt die für Grünen Veltliner typische pfeffrige Würze und lebendige Säure.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er hell, frisch und ausgesprochen sortentypisch. Kernobst und Grapefruit stehen im Mittelpunkt, dazu kommen feine mineralische Nuancen und die charakteristische pfeffrig-würzige Veltliner-Komponente. Der Eindruck bleibt klar und unkompliziert zugänglich, mit einer angenehm saftigen Frucht und ohne vordergründigen Holzeinfluss.
Am Gaumen
Saftig, würzig und frisch. Die feine Säurestruktur sorgt für Spannung, während gelbes Kernobst und Grapefruit den Fruchtkern bilden. Die typische Veltliner-Pfeffrigkeit verleiht dem Wein Würze und Eigenständigkeit. Der Abgang wirkt trocken, animierend und leicht mineralisch. Mit 1,6 g/l Restzucker bleibt der Wein klar trocken, besitzt aber genügend Fruchtrundung für ein harmonisches Mundgefühl.
Aromatik
grüner und gelber Apfel
helles Kernobst
Grapefruit
Zitrusanklänge
feine Mineralität
typische weißer-Pfeffer-Würze
dezente Kräuternoten
saftige gelbe Frucht
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Weinviertel DAC 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers dokumentiert. Wichtig ist die Abgrenzung zum 2025 Grüner Veltliner Weinviertel DAC „Platt“ von Seher, der bei Falstaff im Juni 2026 mit 91 Punkten bewertet wurde. Diese Auszeichnung bezieht sich ausdrücklich auf die Platt-Abfüllung und nicht auf den hier genannten klassischen Weinviertel DAC.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Seine Stärken liegen in der klaren Frucht, der feinen Säure und der pfeffrigen Würze. Idealerweise wird er jung bis mittelfristig getrunken, solange die frische Veltliner-Aromatik besonders präsent ist.
Servieren
Optimal bei etwa 7–9 °C. Ein klassisches Weißweinglas bringt Frische und Pfefferwürze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Wiener Schnitzel
Schweinsbraten
gebratenem oder gegrilltem Geflügel
Backhendl
Forelle und Zander
leichten Fischgerichten
Spargel
Gemüse mit Kräutern
asiatisch gewürzten Speisen
sommerlichen Salaten
Das Weingut selbst empfiehlt insbesondere Wiener Schnitzel, Schweinsbraten und Geflügel.
Cabernet & Zweigelt Rosé 2022, QW SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher hat seinen Sitz in Platt im Retzer Land im Weinviertel und wurde 1968 gegründet. Heute werden rund 14 Hektar bewirtschaftet, davon etwa 9 Hektar in Platt und 5 Hektar in Obermarkersdorf. Neben den klassischen Weinviertler Weißweinsorten gehören auch Zweigelt, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot und Barbera zum Sortiment. Der Betrieb arbeitet naturnah und setzt auf Begrünung, Kompost und möglichst schonende Bewirtschaftung der Weinberge.Der „Cabernet & Zweigelt Rosé“ ist eine trocken ausgebaute Rosé-Cuvée aus den roten Sorten Zweigelt und Cabernet. Der Wein gehört zur fruchtbetonten, unkomplizierten Seite des Hauses und verbindet die saftige Beerenfrucht des Zweigelt mit der würzigeren Cabernet-Komponente.
Lage & Terroir
Die Weinberge in Platt liegen in einer geschützten Kessellage. Vorherrschend sind kalkhaltige Lehm- und Lössböden, die sowohl für die Burgundersorten als auch für die Rotweinsorten des Weinguts gute Bedingungen bieten. Das eher kühle Weinviertler Klima unterstützt bei den Rotweinen und Rosés eine frische, elegante Frucht und bewahrt die Weine vor übermäßiger Schwere.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde trocken mit 11,7 % vol. Alkohol, 5,3 g/l Säure und 1,0 g/l Restzucker ausgebaut. Damit ist er leichtfüßig, trocken und auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet.
Vinifikation & Ausbau
Die Rosé-Cuvée wird aus Zweigelt und Cabernet erzeugt. Die allgemein beschriebene Kellerarbeit des Weinguts setzt bei den Rotweinsorten auf eine schonende Verarbeitung sowie Gärung in Edelstahltanks beziehungsweise offenen Bottichen; anschließend werden die Rotweine nach dem biologischen Säureabbau im Tank oder Barrique ausgebaut. Für den 2022er Rosé selbst ist ein Ausbau im Edelstahl die naheliegende und stilistisch passende Einordnung, eine konkrete technische Angabe zum exakten Ausbau ist in den verfügbaren Quellen jedoch nicht eindeutig dokumentiert.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein ausgesprochen fruchtbetont. Zarte rote Farbe begleitet Aromen von weißer und schwarzer Johannisbeere sowie Himbeere. Die Beerenfrucht wirkt frisch, klar und saftig, ohne in eine marmeladige Richtung zu gehen.
Am Gaumen
Frisch, fruchtig und saftig mit leichtem Körper. Die lebendige Säure sorgt für Spannung und Trinkfluss, während die Beerenaromen den Wein weich und zugänglich wirken lassen. Die trockene Ausrichtung bleibt klar erkennbar; der geringe Restzucker unterstützt lediglich die Fruchtwirkung. Der Nachhall ist unkompliziert, frisch und animierend.
Aromatik
Himbeere
weiße Johannisbeere
schwarze Johannisbeere
rote Beeren
zarte Kräuterwürze
frische, saftige Frucht
dezente mineralische Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2022 ist keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder Gault&Millau dokumentiert. Der Händler führt den Wein entsprechend ohne externe Bewertung.Das Weingut selbst ist allerdings im Falstaff Weinguide vertreten und wird dort mit drei Sternen geführt; diese Auszeichnung bezieht sich auf den Betrieb und nicht auf den konkreten Rosé-Jahrgang.
Reifepotenzial
Der Wein ist klar auf den jungen Trinkgenuss ausgerichtet. Seine Stärke liegt in der frischen Beerenfrucht und der lebendigen Säure. Für eine längere Flaschenlagerung ist er nicht konzipiert; der 2022er sollte daher vor allem aufgrund seiner Frische und Saftigkeit genossen werden.
Servieren
Ideal bei 7–9 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas bringt die Fruchtaromatik am besten zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
leichten Blattsalaten
Salaten mit Garnelen oder Krabben
gegrilltem Lachs
Forelle und anderen leichten Fischgerichten
Kalbsgerichten
sommerlichem Gemüse
mediterranen Vorspeisen
leichten Pasta-Gerichten
VerkostungsnotizLeuchtendes, dunkles Rubinrot. In der Nase verführerischer Duft von Kirschen und viel Beerenaroma. Am Gaumen angenehm frisch und fruchtig, wieder elegante Kirschnoten, schmeichlerisch-beschwingt, mit sehr milder Säure. Die traditionelle, fruchtig-milde Rotweincuvée aus den beiden Leitsorten des Carnuntums: Unglaublich süffig! Weingut Artner - Höflein, CarnuntumAuf einer Fläche von 30 Hektar bewirtschaftet das Weingut Artner in Höflein im Herzen des Weinbaugebietes Carnuntum, Weingärten, die vorwiegend auf steinigen Kalk- und Lössböden liegen. Die Lagen genießen den klimatischen Einfluss des Neusiedler Sees sowie der nahe gelegenen Donau. Das Weingut Artner hat sich insbesondere auf die heimischen Rebsorten, wie Zweigelt und Blaufränkisch spezialisiert. Jedoch auch internationale Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot werden angebaut und vinifiziert.Als perfekte Ergänzung betreibt die Familie in Wien ein Hauben-Restaurant mit Schwerpunkt traditionellen heimischen Gerichten. Beim Heurigen im alten Bauernhof in Höflein kann man auch die Weine und Ziegenkäsespezialitäten der Familie genießen.
Gemischter Satz 2025 (Bio), ECKER-ECKHOF, Kirchberg am Wagram – Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Ecker-Eckhof liegt in Mitterstockstall am Wagram, unweit von Kirchberg am Wagram. Der Familienbetrieb kann auf mehr als 400 Jahre Weinbautradition zurückblicken und wird heute von Bernhard Ecker geprägt. Die Weine stehen für klare Herkunft, Präzision, Finesse und Langlebigkeit; bereits die Gutsweine sollen den Charakter des Wagrams über Boden, Seehöhe und Rebsorten klar vermitteln. Der Betrieb arbeitet biologisch. Der Gemischte Satz 2025 ist ein klassischer österreichischer Gemischter Satz und damit ausdrücklich keine Cuvée. Mehrere Rebsorten wachsen gemeinsam im Weingarten, werden gemeinsam gelesen und in einem gemeinsamen Arbeitsgang verarbeitet und vinifiziert. Beim Ecker-Eckhof sind es im Jahrgang 2025 Grüner Veltliner, Roter Veltliner, Müller-Thurgau, Riesling, Roter Traminer, Sauvignon Blanc und Frühroter Veltliner.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Wagramer Weingärten Bromberg und Wasn. Die Gutsweine des Hauses werden rund um den Höhenzug Wagram erzeugt und sind stark von den typischen Lössböden der Region geprägt. Die Höhenlage und das vom Wagram geprägte Mikroklima bilden die Grundlage für Weine mit reifer Frucht, feiner Würze und lebendiger Säure. Der Löss verleiht dem Gemischten Satz eine saftige, weiche Fruchtfülle, während die verschiedenen Rebsorten für zusätzliche aromatische Vielschichtigkeit sorgen.
Jahrgang 2025
Der Gemischte Satz 2025 wird mit 11,5 % vol. Alkohol angeboten. Der Wein ist damit bewusst leichtfüßig und sehr trinkanimierend angelegt. Das Weingut beschreibt den neuen Jahrgang als geprägt von klarer Frucht, feiner Würze, animierender Säure, moderatem Alkohol und lebendigem Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die sieben Rebsorten werden bereits im Weingarten als traditioneller Gemischter Satz gemeinsam kultiviert und gemeinsam geerntet. Anschließend werden sie gemeinsam verarbeitet und vinifiziert. Für den 2025er erfolgt der Ausbau klassisch im Edelstahltank, wodurch Frische, Frucht und die Sortenvielfalt klar erhalten bleiben. Der Wein wird mit Schraubverschluss abgefüllt. Der Ausbau ist damit ganz auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet und verzichtet auf zusätzliche Holzaromen.
Verkostung
Im Duft präsentiert sich der 2025er frisch und ausgesprochen zugänglich. Tropische Frucht steht im Mittelpunkt, begleitet von kräuterigen und würzigen Nuancen. Durch die Kombination verschiedener Sorten entsteht ein vielseitiges Bouquet, das zwischen gelber Frucht, Zitrus, Kräutern und einer feinen floralen Würze pendelt. Die Aromatik wirkt klar und saftig, ohne übermäßig exotisch oder schwer zu werden.
Am Gaumen
Herzhaft fruchtig, frisch und saftig. Die feingliedrige Säure sorgt für Spannung und einen animierenden Trinkfluss, während der Fruchtextrakt dem Wein genügend Substanz gibt. Feiner Schmelz rundet das Mundgefühl ab. Der Nachhall bleibt frisch und lebendig, mit gelbfruchtigen, kräuterigen und leicht würzigen Eindrücken. Die offizielle Beschreibung des Jahrgangs betont genau diese Verbindung aus klarer Frucht, Würze, Säure und moderatem Alkohol.
Aromatik
tropische Früchte
gelbe Frucht
Apfel und Birne
Zitrus
feine Kräuter
würzige Nuancen
dezente florale Anklänge
leicht mineralische Eindrücke
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktebewertung eines großen Weinführers auffindbar. Der 2025er ist als aktueller Jahrgang auf der Weingutsseite gelistet; Bewertungen für ältere Jahrgänge sollten nicht auf die 2025er Abfüllung übertragen werden. Bemerkenswert ist allerdings die mehrfach dokumentierte qualitative Positionierung des Weinguts Ecker-Eckhof im Wagram und die wiederholte Auszeichnung seiner Weine auf nationaler und internationaler Ebene.
Reifepotenzial
Der Gemischte Satz ist in erster Linie auf jungen Trinkgenuss und Frische ausgerichtet. Seine Stärke liegt in der klaren Frucht, der lebendigen Säure und dem unkomplizierten Trinkfluss. Am besten kommt der Wein in den ersten Jahren nach der Abfüllung zur Geltung.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frucht und die Kräuterwürze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr vielseitig einsetzbar zu:
kalten Vorspeisen
Aufstrichen und leichten Jausen
Rindfleischsalat
Schinken und milden Wurstwaren
Spargel
sommerlichen Salaten
gegrilltem Gemüse
leichten Fischgerichten
Sushi
asiatisch gewürzten Gerichten
Welschriesling Steiermark 2025
KRISPEL · Hof bei Straden – Vulkanland Steiermark
Einleitung
Der Welschriesling Steiermark 2025 von Krispel ist ein frischer, unkomplizierter Vertreter steirischer Weinkultur: hell in der Frucht, lebendig in der Säure und bewusst auf Trinkfreude ausgerichtet. Gelber Apfel, Zitrusfrucht und Wiesenblumen bestimmen den aromatischen Eindruck. Mit nur 11 % vol. bleibt der Wein leichtfüßig und eignet sich besonders für die unkomplizierte Küche, eine Jause oder den Aperitif.
Der Stil setzt nicht auf Kraft oder opulente Reife, sondern auf Klarheit und Erfrischung. Das macht diesen Welschriesling zu einem charakteristischen Regionswein, der seine Qualitäten gerade in seiner Geradlinigkeit zeigt.
Die Geschichte dieses Weins und Jahrgangs
Das Vulkanland Steiermark ist von einer abwechslungsreichen Geologie geprägt. Vulkanische Ablagerungen, Basalt und Tuff treffen in der Region auf kalkhaltige, sandige und schottrige Böden. Gemeinsam mit dem steirischen Klima schaffen sie Voraussetzungen für Weißweine, bei denen Frische und lebendige Säure eine zentrale Rolle spielen.
Krispels Welschriesling gehört zur Kategorie der Regionsweine. Der Ausbau im Edelstahltank erhält die klare Frucht und vermeidet dominante Holzaromen. Beim Jahrgang 2025 stehen daher die Sortentypizität und die unmittelbare Trinkfreude im Vordergrund: ein Wein für den jungen Genuss, der nicht lange dekantiert oder aufwendig begleitet werden muss.
Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe: Zartes Strohgelb mit grünen Reflexen. Klar und hell im Glas, mit einem frischen, jugendlichen Eindruck.
Nase: Roter und gelber Apfel stehen im Mittelpunkt, begleitet von feinen Zitrusnoten und dem zarten Duft von Wiesenblumen. Die Aromatik wirkt offen und unkompliziert, mit einer dezenten floralen Nuance, die dem Wein Leichtigkeit verleiht.
Gaumen: Schlank, saftig und geradlinig. Apfel und Limette prägen den Geschmack, während die lebendige, harmonisch eingebundene Säure für Frische sorgt. Der Wein setzt auf eine klare Frucht und einen leichten Körper statt auf Konzentration oder Schwere. Gerade diese unkomplizierte Art macht ihn zu einem vielseitigen Begleiter für den Alltag.
Abgang: Frisch und sauber, mit Limette, Apfel und einem feinen floralen Nachhall. Die Säure hält den Wein lebendig, ohne dominant zu wirken.
Reife und Trinkfenster: Am besten jung und frisch zu genießen. Das Weingut gibt ein Lagerpotenzial bis 2031 an; seine fruchtige, leichte Stilistik dürfte in den ersten Jahren besonders gut zur Geltung kommen.
Technische Daten
Weingut
Krispel
Wein
Welschriesling Steiermark 2025
Rebsorte
Welschriesling
Herkunft
Steiermark, Österreich
Kategorie
Regionswein / Qualitätswein
Alkohol
11,0 % vol.
Restzucker
3,3 g/l
Gesamtsäure
5,9 g/l
Geschmacksrichtung
Trocken
Boden
Regional wechselnde kalkhaltige und kalkfreie Böden sowie sandige, schottrige und vulkanische Ablagerungen
Ausbau
2–6 Monate im Edelstahltank
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Trinktemperatur
6–8 °C
Lagerpotenzial
Bis 2031 laut Weingut
Speiseempfehlungen
Steirische Brettljause mit Wollschwein-Spezialitäten
Backhendl mit Erdäpfelsalat
Gebackene Garnelen
Gegrillte Forelle mit Zitrone
Sommersalat mit Kräutern und Radieschen
Gemüse-Frittata mit frischen Kräutern
Zucchini im Backteig
Schweinsnaturschnitzel mit Petersilienerdäpfeln
Welschriesling „Neuland“ 2025 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel, Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut von Herbert und Carmen Zillinger in Ebenthal gehört zu den profilierten Naturweinbetrieben des Weinviertels. Herbert Zillinger führt das Familienweingut seit 1998 und entwickelte es konsequent in Richtung biologischer und biodynamischer Bewirtschaftung. Die Rebflächen umfassen rund 16 Hektar und werden nach den Richtlinien von respekt-BIODYN bewirtschaftet; die Bio-Zertifizierung erfolgt unter AT-BIO-402. Im Keller stehen spontane Vergärung, möglichst geringe Eingriffe, Verzicht auf Filtration und eine sehr zurückhaltende Schwefelung im Mittelpunkt.Der Name „Neuland“ steht programmatisch für die Arbeitsweise des Weinguts: nicht an Konventionen festhalten, sondern die Rebsorte und ihre Herkunft mit möglichst wenig Eingriffen neu interpretieren. Der Welschriesling gehört zur unkomplizierteren, leichtfüßigen Naturweinlinie des Hauses und ist ausdrücklich als charaktervoller, aber zugänglicher Einstieg konzipiert.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinviertler Parzellen mit Löss-, Kies- und Schotterböden. Gerade der Löss ist für das Weinviertel prägend und ermöglicht eine gute Wasserhaltefähigkeit, während Kies und Schotter zusätzliche Wärme und einen steinig-mineralischen Charakter einbringen.Diese unterschiedliche Bodenstruktur unterstützt einen Welschriesling, der weniger über neutrale Leichtigkeit als über Frucht, Würze, Mineralität und feinen Gerbstoff definiert wird.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist mit 11,0 % vol. Alkohol ausgesprochen leichtfüßig. Der Restzucker liegt bei etwa 1 g/l. Bei der Säure finden sich je nach aktuellem Datenblatt leicht unterschiedliche Angaben von 6,7 bis 7,1 g/l; beide Werte bestätigen den frischen, säurebetonten Stil.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen und erhalten zunächst eine kurze Maischestandzeit. Anschließend erfolgt die spontane Vergärung im Edelstahltank. Der Wein bleibt rund sechs Monate auf der Feinhefe und wird ohne Schönung und ohne Filtration abgefüllt. Die Schwefelgabe wird auf ein Minimum reduziert. Der Ausbau erfolgt vegan und unter Verwendung eines Schraubverschlusses. Damit steht der Neuland exemplarisch für die naturbelassene Stilistik Zillingers: Frische und Klarheit bleiben erhalten, während Maischekontakt, Feinhefe und die zurückhaltende Kellerarbeit für zusätzliche Textur und aromatische Eigenständigkeit sorgen.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er frisch, saftig und erstaunlich intensiv. Reifes Kernobst, insbesondere Birne, trifft auf Pfirsich, feine Heublumen und warme Kräuternoten. Dazu kommen kühle, leicht ätherische Nuancen, die dem Wein zusätzlichen Spannungsbogen geben. Auch mineralisch-kreidige Anklänge sind wahrnehmbar.Die Aromatik wirkt lebendig und verändert sich im Glas. Neben der Frucht treten mit Luft zunehmend Kräuter, feine Würze und dezente hefige sowie rauchige Komponenten hervor.
Am Gaumen
Saftig, stoffig und sehr animierend. Der Wein besitzt für seine niedrige Alkoholstärke überraschend viel Griff und Substanz. Eine lebendige Säure sorgt für Frische, während ein feiner Gerbstoff dem Gaumen Struktur verleiht.Birne und reife Melone verbinden sich mit Kräutern und einer leicht salzigen Mineralität. Der Gesamteindruck bleibt leichtfüßig, ohne dünn zu wirken. Im Finale sorgen feine Gerbstoffe, Würze und Frische für einen nachhaltigen Zug.
Aromatik
reife Birne
Kernobst
Pfirsich
reife Melone
Heublumen
Kerbel und warme Kräuter
feine Muskatwürze
dezente Hefenoten
leicht rauchige Anklänge
kreidige und salzige Mineralität
Auszeichnungen
Für den konkreten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Bewertung von Falstaff, VINUM oder einem vergleichbaren großen Weinführer dokumentiert.Die Weinlinie besitzt allerdings eine nachweisbare Bewertungsgeschichte: Ein früherer Welschriesling Neuland erhielt beispielsweise 91 Punkte bei À la Carte. Diese Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2018 und darf daher nicht dem 2025er zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Neuland ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkfluss ausgelegt. Für den 2025er wird ein Trinkfenster bis etwa 2026 angegeben. Seine Stärke liegt in der jugendlichen Kombination aus Frucht, Säure, Kräuterwürze und feinem Gerbstoff. Eine längere Flaschenlagerung ist möglich, steht aber nicht im Zentrum des Weinstils.
Servieren
Optimal bei 8–9 °C. Ein normales Weißweinglas reicht völlig aus. Durch seine natürliche, etwas stoffigere Struktur profitiert der Wein davon, wenn er nach dem Öffnen einige Minuten Luft bekommt.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wildkräutersalat mit Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Jause und österreichischer Brettljause
gegrilltem Geflügel
Fisch mit Kräuter-Zitronensauce
Seezungenröllchen
leichten Pastagerichten
asiatischer Küche
sommerlicher vegetarischer Küche
Verkostungsnotiz
In der Nase sehr aromatisch: Filigranes Gitterwerk aus reifen Waldfrüchten, Kirschen, Himbeeren, bei appetitanregender Frische, etwas Limette und Rhabarber. Ein sehr frischer, klarer und eleganter Rosé!
Frisch, ausgewogen und von eleganter Kühle – ein Rosé mit Charakter und großem Trinkvergnügen
Kaum eine Rebsorte bringt ihre Herkunft so klar zum Ausdruck wie der Grüne Veltliner – und kaum eine Region verbindet Frische und Mineralität so elegant wie das Traisental. Markus Huber gehört seit Jahren zu den prägenden Winzern des Gebiets. Sein Grüner Veltliner „Terrassen“ 2025 stammt von zahlreichen, von Kalk und Konglomerat geprägten Terrassenlagen rund um Reichersdorf. Der biologische Weinbau und die spontane Vergärung unterstreichen den Anspruch, die Herkunft unverfälscht ins Glas zu bringen.
Im Duft zeigt sich der Wein klar, frisch und animierend. Grüner Apfel, saftige Birne und Limette werden von weißem Pfirsich begleitet. Dazu kommen feine Aromen von Zitronenmelisse, weißen Blüten und der für den Grünen Veltliner typische Hauch weißen Pfeffers. Mit etwas Luft tritt eine feine kreidige Mineralität hervor, die den kalkreichen Böden des Traisentals ihre Handschrift verdankt.
Am Gaumen überzeugt der 2025er mit viel Saft, Präzision und bemerkenswerter Leichtigkeit. Knackige Kernobstfrucht, Zitruszesten und eine feine Kräuterwürze werden von einer lebendigen, perfekt eingebundenen Säure getragen. Die kalkige Mineralität sorgt für Zug und Struktur, während der Ausbau im Edelstahltank die Frucht glasklar und unverfälscht bewahrt. Der Wein wirkt geradlinig, elegant und ausgesprochen trinkanimierend – ein Grüner Veltliner, der Frische und Substanz harmonisch vereint.
Im langen Finale bleiben Zitrusfrucht, weißer Pfeffer und eine feine salzige Mineralität präsent. Ein klassischer Traisental DAC, der die Eleganz seiner Herkunft ebenso eindrucksvoll zeigt wie die Handschrift von Markus Huber.
Terrassen, Kalk und kühle Nächte – genau daraus entsteht der Charakter dieses Weins.
Die Weinberge rund um Reichersdorf zählen zu den markantesten Lagen des Traisentals. Tagsüber sorgt das pannonische Klima für eine optimale Reife der Trauben, während die kühlen Nächte die Frische und Aromatik bewahren. Die kalkreichen Böden verleihen dem Grünen Veltliner seine feine Salzigkeit und die präzise Struktur.
Markus Huber gilt als einer der wichtigsten Botschafter des Traisentals. Sein Ziel ist es, Weine zu erzeugen, die weniger von Kellertechnik als von ihrer Herkunft erzählen. Der „Terrassen“ ist dabei der perfekte Einstieg in seine Stilistik: klar, geradlinig und mit einer unverwechselbaren mineralischen Handschrift.
Speisenempfehlung
Dieser Grüne Veltliner ist ein vielseitiger Begleiter der modernen Küche. Hervorragend passt er zu Wiener Schnitzel vom Kalb, Backhendl mit Kartoffel-Vogerlsalat, gebratenem Zander oder Saibling, Forelle Müllerin, Spargel mit Sauce Hollandaise sowie zu asiatischen Gerichten mit Zitronengras und Ingwer. Auch Gemüsetartes, Kräuterrisotto oder ein klassischer Tafelspitz mit Schnittlauchsauce harmonieren ausgezeichnet mit seiner Frische und Würze.
Weingut Markus Huber
Das Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.Die Weine von Markus Huber sind ab den Jahrgang 2020 biozertifiziert.
Blaufränkisch Vielfalt 2019, QW
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich · In Bio-Konversion
1. Einleitung
Der Blaufränkisch Vielfalt 2019 von Gober & Freinbichler steht für einen zugänglichen, zugleich herkunftsbetonten Zugang zur wichtigsten Rotweinsorte des Mittelburgenlands. Blaufränkisch verbindet hier dunkle und rote Beerenfrucht mit pfeffriger Würze, lebendiger Säure und einer markanten, aber idealerweise gut eingebundenen Tanninstruktur.
Schon der Name „Vielfalt“ legt den Schwerpunkt auf die facettenreiche Ausdruckskraft der Rebsorte. Im Unterschied zu einem ausdrücklich als Riedenwein bezeichneten Blaufränkisch lässt sich daraus allerdings nicht ableiten, dass der Wein aus einer bestimmten Einzellage stammt oder mehrere konkrete Lagen vereint. Eine genaue Herkunfts- und Ausbauzuordnung sollte deshalb auf gesicherten Produktangaben beruhen.
Der Jahrgang 2019 bietet einen passenden Rahmen für einen Blaufränkisch, bei dem Frucht und Struktur zusammenfinden. Nach mehreren Jahren Flaschenreife können sich die anfänglich fruchtigen Aromen zunehmend mit würzigen und erdigen Nuancen verbinden. Wie ausgeprägt diese Entwicklung bei der konkreten Flasche ist, hängt von ihrer Lagerung ab.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe
Dunkles Kirschrot mit rubinroten Reflexen. Die Farbe wirkt konzentriert, bleibt dabei jedoch typisch für einen Blaufränkisch, dessen Ausdruck nicht allein auf Dichte, sondern auch auf Frische und Klarheit beruht.
Nase
Im Duft dominieren saftige, dunkle Kirschen. Die Frucht ist eher herb und kühl als süß oder marmeladig. Dazu kommen dezente Holztöne und eine zurückhaltende Würze, die an Kräuter und grünen Pfeffer denken lässt. Die Aromatik ist bewusst geradlinig: Statt einer Vielzahl übereinanderliegender Duftnoten steht die präzise Interpretation der Kirschfrucht im Vordergrund.
Gaumen
Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck konsequent fort. Die dunkle Kirsche wirkt saftig, herb und klar umrissen. Eine frische, kühlende Säure verleiht dem Wein Zug und verhindert, dass die Frucht breit oder schwer erscheint. Zugleich sorgt die Extraktdichte für genügend Substanz, sodass die straffe Säure nicht karg wirkt.
Das Holz bleibt dezent im Hintergrund. Es prägt den Wein nicht mit dominanten Röstaromen, sondern fügt sich in die Gesamtstruktur ein. Die Tannine wirken im stilistischen Gesamtbild eher griffig als üppig; entscheidend ist die Balance zwischen Fruchtextrakt, Säure und einer angenehm trockenen Anmutung.
Abgang und Reifepotenzial
Der Nachhall ist für diesen Wein besonders charakteristisch: Die kühle Kirschfrucht bleibt lange präsent, begleitet von einer feinen pfeffrigen Würze. Der Eindruck ist geradlinig und nachhaltig, ohne unnötige Schwere. Gerade diese Konzentration auf wenige, klar erkennbare Elemente macht den Wein reizvoll.
Der Jahrgang 2019 ist inzwischen gereift. Die frische Säure und die klare Fruchtstruktur sprechen grundsätzlich für eine gewisse Entwicklungsfähigkeit. Ob die Flasche aktuell noch jugendliche Kirschfrucht zeigt oder bereits stärker gereifte Noten entwickelt hat, hängt von der Lagerung ab. Bei guter Aufbewahrung dürfte die Balance aus Frucht, Säure und Tannin weiterhin den Kern des Weins bilden.
4. Technische Daten
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Blaufränkisch Vielfalt
Jahrgang
2019
Herkunft
Mittelburgenland, Österreich
Weingutsstandort
Horitschon
Herkunft der Trauben
Horitschon und Neckenmarkt
Rebsorte
Blaufränkisch
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Geschmacksrichtung
Trocken
Alkohol
12,5 % vol.
Restzucker
1,0 g/l
Gesamtsäure
5,6 g/l
Boden
Gärung
Ausbau
Großes Holzfass laut Produktangabe
Verschluss
Drehverschluss laut Produktangabe
Flaschengröße
0,75 l
Bewirtschaftung
Trinktemperatur
14–16 °C
Trinkreife
Gereift; Zustand abhängig von Lagerung und Flaschenentwicklung
5. Speiseempfehlungen
Gegrillte Schweinefiletmedaillons mit Kräutern
Rindersteak mit Pfefferjus
Geschmorte Rinderbrust
Entenkeule mit Rotkraut
Lammkoteletts mit Rosmarin
Gebratene Kräuterseitlinge mit Polenta
Kartoffelgratin mit Bergkäse
Mittelgereifter Bergkäse
Cuvée Alkoholfrei „Mayer Alkoholfrei“, N.V., MAYER AM PFARRPLATZ, Wien
Geschichte & Herkunft
Mayer am Pfarrplatz zählt zu den traditionsreichen Wiener Weingütern. Die Geschichte des Hauses reicht bis 1683 zurück; der historische Pfarrplatz im 19. Wiener Gemeindebezirk ist bis heute Mittelpunkt des Weinguts und des angeschlossenen Heurigen. Neben klassischen Wiener Weinen beschäftigt sich das Haus inzwischen intensiv mit alkoholfreien Alternativen und hat dafür eine eigene Produktlinie entwickelt.Der offiziell als „Mayer Alkoholfrei“ bezeichnete Wein ist eine alkoholfreie Cuvée aus österreichischen Rebsorten. Im aktuellen Sortiment wird er als Non-Vintage geführt. Die Produktidee verbindet typische österreichische Sortencharakteristik mit möglichst viel Frische und Trinkfluss bei praktisch vollständig entferntem Alkohol.
Rebsorten & Herstellung
Die Cuvée besteht aus Grünem Veltliner, Riesling, Weißburgunder und Welschriesling. Die Zusammensetzung bringt unterschiedliche Komponenten zusammen: Grüner Veltliner liefert Würze und Frische, Riesling die Säurestruktur, Weißburgunder Körper und Geschmeidigkeit, während Welschriesling zusätzliche Leichtigkeit beisteuert. Die Weine werden zunächst schonend entalkoholisiert. Mayer am Pfarrplatz setzt dabei auf Vakuumdestillation mit anschließender Aromarückgewinnung, um trotz des Alkoholentzugs möglichst viel Frucht und aromatische Substanz zu erhalten. Als Ausgangsbasis werden vor allem junge Weine eingesetzt, weil deren fruchtige Aromatik und Säure nach der Entalkoholisierung besonders gut erhalten bleiben.
Jahrgang
Der „Mayer Alkoholfrei“ wird als N.V., also ohne einzelnen Jahrgang, angeboten. In aktuellen Produktunterlagen wird ein Alkoholgehalt von unter 0,38 % vol. ausgewiesen.
Verkostung
Im Duft präsentiert sich die Cuvée ausgesprochen traubig und frisch. Helle Frucht, Zitrus und dezente florale Komponenten verbinden sich mit einer leicht würzigen Note. In der aktuellen Falstaff-Verkostung werden zusätzlich Wiesenkräuter und Orangenzesten sowie eine zart petrolige, safranartige Nuance beschrieben.Die Aromatik bleibt insgesamt unkompliziert und klar verständlich. Der Schwerpunkt liegt auf Frische, Frucht und unmittelbarer Trinkfreude.
Am Gaumen
Leichtfüßig, knackig und ausgesprochen frisch. Die fehlende Alkoholstruktur wird durch einen deutlichen Säurebogen und eine präsente, fruchtbetonte Süße aufgefangen. Dadurch entsteht ein lebendiger, erfrischender Eindruck mit guter Balance.Die aktuelle Falstaff-Verkostung beschreibt den Wein als „lebendigen Muntermacher“ mit zitroniger Säurestruktur. Besonders der schlanke Körper unterstützt den unkomplizierten Trinkfluss.
Aromatik
helle Traubenfrucht
Zitrus und Orangenzesten
gelbe Frucht
Wiesenkräuter
dezente florale Anklänge
feine safranartige Nuance
frische, zitronige Säure
leichte mineralische Würze
Auszeichnungen
Der „Mayer Alkoholfrei“ erhielt beim Falstaff Tasting 2025 89 Punkte. Die Verkostungsnotiz hebt die frische Säurestruktur, gelbe Frucht, Wiesenkräuter und Orangenzesten hervor. Beim Austrian Zero Award 2025 erreichte der Wein 16,79 Punkte und wurde in der Kategorie „Entalkoholisierte Weißweine“ gelistet.
Reifepotenzial
Der Wein ist nicht für lange Flaschenreife konzipiert, sondern für den frischen und unmittelbaren Genuss. Die Stärke liegt in seiner Primärfrucht, Säure und Leichtigkeit. Nach dem Öffnen sollte die Flasche möglichst zeitnah getrunken werden.
Servieren
Optimal bei etwa 7–9 °C. Ein schlankes Weißweinglas unterstützt die frische, traubige Aromatik. Besonders gut funktioniert der Wein gut gekühlt als Aperitif oder als alkoholfreie Alternative im glasweisen Ausschank.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
leichten Salaten
Gemüsevorspeisen
österreichischer Jause
Frischkäse
mildem Ziegenkäse
Sushi
leichten Fischgerichten
sommerlichem Gemüse
leichten asiatischen Gerichten
alkoholfreien Aperitif-Varianten
Auch der Produzent empfiehlt ihn ausdrücklich zu Salaten und einer Jause.
VerkostungsnotizBrilliantes, kräftiges Rubinrot. In der Nase herzhafte Noten von Waldhimbeeren, Kirschen und Blutorangen, Anklänge von feuchtem Unterholz und Schwarzbrot, umspielt von heller Würze. Am Gaumen feinduftig und elegant, viel helle Fruchtnuancen gesellen sich zur gut balancierten Säure und zu feinkörnigem Tannin. Ein Wein wie aus einem Guss (!), mit seidiger Textur und angenehmem Nachhall.Die größtenteils alten Reben bringen einen dunklen und würzigen Pinot-Stil hervorWeingut Wagentristl, Großhöflein, Leithagebirge, NeusiedlerseeSeit 5 Generationen ist das Weingut Wagentristl, gegründet 1988, im Familienbesitz. 70% der Gesamtrebfläche, die rund 12 Hektar umfasst, sind mit Rotweinsorten bestockt. Besonders angetan haben es Rudi Wagentristl, der den elterlichen Betrieb 2014 übernahm, die Burgundersorten Pinot Noir und Chardonnay, obgleich er auch auf die autochthonen Sorten Blaufränkisch, Zweigelt und Welschriesling setzt. Die Weingärten liegen an den Hängen und Ausläufern des Leithagebirges. Diese Region ist gekennzeichnet durch ein spezielles Mikroklima und eine besondere Zusammensetzung der Böden. Der Neusiedlersee liegt doch rund 20 Kilometer entfernt und so ist es deutlich kühler als in dessen unmittelbarer Nähe. Zudem ist Großhöflein und dessen Umland nach Westen hin geöffnet und so kann sich warme Luft dort nicht stauen. Die Folge: Das Traubenmaterial kann langsam ausreifen, Aromen prägen sich deutlicher heraus und die natürliche Säure in den Trauben läßt sich besser erhalten. Auch die von Muschelkalk dominierten Böden unterstützen eine langsame Ausreifung und sind so ein wesentlicher Faktor für aussergewöhnliche, mineralische und langlebige Weine. Zu den unterschiedlichen Lagen der Familie Wagentristl zählen Föllikberg, Leithaberg (DAC-Status), Kreideberg, Setzen und Reisbühl. Das Weinsortiment umfasst Lagen- und Gutsweine, sowie Prädikats- und Perlwein. Die Qualitätsphilosophie der Familie Wagentristl ist sorten- und gebietstypische Weine zu erzeugen, die mit Struktur, Tiefgang und Charakter überzeugen.
Zweigelt „Classic“ Carnuntum DAC 2024, GRASSL, Göttlesbrunn – Carnuntum
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Grassl liegt in Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum und ist stark auf charaktervolle Rotweine aus regionaltypischen Rebsorten ausgerichtet. Zweigelt nimmt rund die Hälfte des Sortenspiegels ein und bildet damit eine zentrale Säule des Weinguts. Die Weinberge werden nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Der Zweigelt Classic ist als Carnuntum DAC ein gebietstypischer Rotwein und steht für die fruchtbetonte, unkomplizierte und zugleich substanzreiche Seite der wichtigsten roten Rebsorte Carnuntums.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen südostexponierten Lagen im Weinbaugebiet Carnuntum. Die bis zu 50 Jahre alten Reben stehen auf sandig-lehmigen, gut wasserspeichernden Böden, die eine gleichmäßige Reife ermöglichen. Der Mix aus jüngeren und älteren Rebanlagen trägt zur Vielschichtigkeit und Würze des Weines bei. Die südöstliche Ausrichtung sorgt für gute Sonneneinstrahlung, während die lehmigen Bodenanteile auch in trockeneren Phasen eine gute Wasserversorgung gewährleisten.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde mit 13,0 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,2 g/l Restzucker ausgebaut. Damit zeigt er eine trockene, frische und ausgesprochen trinkfreundliche Stilistik.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden Anfang September 2024 in zwei Selektionsdurchgängen von Hand gelesen. Die kontrollierte Vergärung erfolgte mit natürlichen Hefen in Edelstahlbehältern bei rund 30 °C. Durch sanftes Überfluten des Tresterhutes und eine Maischestandzeit von 12 bis 16 Tagen wurde Farbe, Frucht und Struktur schonend extrahiert. Anschließend erfolgte der biologische Säureabbau in gebrauchten Barriques und Holzgärständern. Die Reifung dauerte bis zur Abfüllung im September 2025. Dadurch erhält der Wein zusätzliche Geschmeidigkeit und Würze, ohne dass der Holzcharakter die Zweigelt-Frucht dominiert.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Zweigelt kräftig und klar fruchtbetont. Schwarzkirsche und blaue Beeren prägen das Bukett, ergänzt von einer kühlen, würzigen Komponente. Der Duft wirkt saftig, dunkelbeerig und zugleich animierend.
Am Gaumen
Saftig und dicht mit einer angenehm weichen Textur. Die dunkle Beerenfrucht setzt sich am Gaumen fort und wird von feiner Säure getragen. Die Tannine sind fein und gut eingebunden. Eine dezente kühle Würze sorgt für zusätzliche Spannung, während das Finale weich und fruchtbetont ausklingt.Der Wein verbindet damit Fruchtfülle und unkomplizierten Trinkfluss mit ausreichend Struktur für die Begleitung einer vielseitigen Küche.
Aromatik
Schwarzkirsche
rote und blaue Beeren
Brombeere
Cassis
dunkle Pflaume
feine Pfefferwürze
dezente Kräuterwürze
leicht erdige Nuancen
sanfte Holz- und Röstanklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Zweigelt Classic 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder einem vergleichbaren großen Weinführer dokumentiert. Die bei Falstaff mit 92 Punkten bewertete 2024er Abfüllung von Philipp Grassl ist der höher eingestufte Rubin Carnuntum 2024 und nicht der Zweigelt Classic; diese Bewertung sollte daher nicht auf den Classic übertragen werden.
Reifepotenzial
Der Zweigelt Classic ist in erster Linie für den frühen und unkomplizierten Genuss konzipiert. Die Kombination aus frischer Säure, feinen Tanninen und moderatem Alkohol ermöglicht dennoch einige Jahre Flaschenreife. Als Orientierung werden etwa fünf Jahre Lagerfähigkeit angegeben.Seine Stärke liegt allerdings klar in der jugendlichen Kirsch- und Beerenfrucht sowie im saftigen Trinkfluss.
Servieren
Optimal bei 14–16 °C. Ein mittelgroßes Rotweinglas ist vollkommen ausreichend. Dekantieren ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Pasta mit kräftigen Saucen
Pizza mit würzigem Belag
zarten Fleischgerichten
Kalb und Schwein
Geflügel vom Grill
Wildgerichten mit nicht zu kräftiger Sauce
mediterraner Küche
Gemüse aus dem Ofen
mildem und weichem Käse
Auch die Empfehlungen des Weinguts nennen Pasta, zarte Fleisch- und Wildgerichte sowie helle und weiche Käsesorten.
Grüner Veltliner „Platter“ Weinviertel DAC 2025 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher hat seinen Sitz in Platt im Weinviertel und wird seit 2001 von Wolfgang Seher geführt. Der Betrieb bewirtschaftet heute rund 18 Hektar Rebfläche und setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf den Grünen Veltliner. Etwa zwei Drittel der Weinberge liegen in Platt, wo sich auch die wichtigsten Herkünfte des Hauses befinden. Seit 2024 ist das Weingut Mitglied der „Traditionsweingüter Österreich“. Der Weinbau erfolgt biologisch beziehungsweise nach ökologischen Grundsätzen.Der „Platter“ ist als Weinviertel DAC ein klassischer Herkunftswein aus Grünem Veltliner. Die Bezeichnung weist auf die Herkunft aus dem Weinviertel und die für die DAC-Kategorie charakteristische trockene, sortentypische Stilistik hin. Für den Jahrgang 2025 wird der Wein vom Weingut selbst ausdrücklich als Bio-Wein geführt.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Platter Weinbergen. Für diese Umgebung werden kalkreicher Löss und Lehm als prägende Bodentypen angegeben. Gerade die kalkhaltigen Lössböden geben dem Veltliner eine klare, geradlinige Textur und unterstützen seine würzige, mineralische Seite.Die Herkunft verbindet damit die für das Weinviertel typische Veltliner-Würze mit einer hellen, präzisen Frucht. Der Standort Platt bringt zudem genügend Reife für saftige Frucht, ohne den Wein schwer wirken zu lassen.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 12 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,9 g/l Restzucker ausgebaut. Damit ist der Wein klar trocken, leichtfüßig und frisch. Die moderate Alkoholgradation unterstützt den animierenden Stil.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv gelesen und schonend verarbeitet. Der Wein wird im Edelstahltank vergoren und anschließend auf der Feinhefe ausgebaut. Dadurch bleiben Frucht, Sortentypizität und Frische sehr klar erhalten. Der Verschluss ist ein Schraubverschluss.Der Ausbau auf der Feinhefe bringt zusätzlich etwas Substanz und Geschmeidigkeit, ohne die präzise, frische Stilistik des klassischen Weinviertel-DAC-Weins zu überdecken.
Verkostung
Der 2025er zeigt sich sehr klar und geradlinig. Im Duft stehen grüner Apfel und Zitrone im Vordergrund, begleitet von der typischen feinen Pfefferwürze des Grünen Veltliners. Der Gesamteindruck ist hell, frisch und präzise. Jamie Goode beschreibt den Wein als leuchtend, rein und linear mit grüner Apfelfrucht, Zitrone und einem Hauch Pfeffer.
Am Gaumen
Saftig und lebendig mit klarer Frucht und feiner Veltliner-Würze. Die Säure wirkt präzise und frisch, während die Feinhefelagerung für etwas mehr Textur sorgt. Der Wein besitzt eine schöne Balance aus Frische und sanfter Fülle und bleibt dabei ausgesprochen geradlinig.Im Abgang kommen nochmals Zitrus, grüner Apfel und eine dezente pfeffrige Würze zusammen. Die Mineralität sorgt für zusätzlichen Zug und einen trockenen, animierenden Nachhall.
Aromatik
grüner Apfel
Zitrone und Limette
helle Zitrusfrucht
feine Pfefferwürze
zarte Kräuternoten
kalkige, leicht mineralische Anklänge
Auszeichnungen
Der 2025er wurde von Jamie Goode / WineAnorak mit 91 Punkten bewertet. Hervorgehoben werden die klare, lineare Frucht, grüner Apfel, Zitrone, ein feiner Pfefferton sowie die ansprechende Textur.Für den 2025er Platter ist derzeit keine belastbare Falstaff- oder VINARIA-Punktbewertung dokumentiert. Die beim Weingut und Fachhandel ausgewiesenen 91 Falstaff-Punkte beziehen sich auf den 2023er und sollten daher nicht auf den 2025er übertragen werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgerichtet. Die klare Säure und der Ausbau auf der Feinhefe verleihen ihm jedoch genügend Stabilität für eine Entwicklung über einige Jahre. Als Trinkfenster werden aktuell etwa bis 2030 angegeben.Mit etwas Flaschenreife können sich die grüne Apfelfrucht und Zitrusnoten in Richtung reiferer gelber Frucht, Kräuterwürze und stärkerer mineralischer Nuancen entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frische und die typische Veltliner-Würze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Schnitzel und hellem Kalbfleisch
Schweinsmedaillons mit würzigen Saucen
gebratenem Zander und Forelle
Spargel und Frühlingsgemüse
asiatischer Küche
Sushi
Wokgerichten
vegetarischer Küche mit Kräutern
leichten österreichischen Klassikern
Auch die Empfehlung des Fachhandels nennt würzige Saucen, asiatische Küche und traditionelle österreichische Gerichte als passende Begleiter.
Weißburgunder Leithaberg DAC 2024 – Wagentristl
Der Weißburgunder Leithaberg DAC 2024 zeigt eindrucksvoll, warum sich diese Rebsorte am Leithagebirge so wohlfühlt. Kalkstein, Glimmerschiefer und das pannonische Klima mit den kühlenden Einflüssen des Neusiedler Sees verleihen dem Wein eine außergewöhnliche Balance aus Frucht, Spannung und mineralischer Tiefe. Wagentristl setzt dabei ganz auf Herkunft statt auf vordergründige Opulenz – und genau das macht diesen Weißburgunder so überzeugend.
In der Nase öffnet sich der Wein mit saftiger Williamsbirne, gelbem Apfel und weißem Pfirsich. Dazu gesellen sich feine Wiesenkräuter, ein Hauch Zitronenzeste und zarte Blütennoten. Mit etwas Luft entwickelt sich eine kühle, steinige Mineralität, die den kalkreichen Boden des Leithagebirges eindrucksvoll widerspiegelt. Die Frucht bleibt dabei stets klar und präzise, niemals laut oder üppig.
Am Gaumen zeigt sich der 2024er saftig, geradlinig und elegant. Reife Birne, gelber Apfel und feine Zitrusnoten werden von einer lebendigen, perfekt eingebundenen Säure getragen. Der kalkreiche Untergrund verleiht dem Wein einen feinen salzigen Zug und eine straffe Struktur, während ein dezenter Hefeschmelz für angenehme Cremigkeit sorgt. Der Weißburgunder wirkt dabei nie schwer – vielmehr verbindet er Fülle mit bemerkenswerter Frische und Trinkfluss.
Das Finale ist lang, klar und mineralisch. Gelbe Frucht, feine Kräuter und eine salzige Kalksteinnote hallen lange nach und verleihen dem Wein eine elegante, fast burgundische Ausstrahlung. Ein Weißburgunder mit Herkunft, Präzision und großer Vielseitigkeit – vom Aperitif bis zur anspruchsvollen Küche.
Manche Weißburgunder leben von ihrer Frucht – dieser lebt von seinem Boden.
Am Leithagebirge treffen Kalkstein und Glimmerschiefer auf das pannonische Klima und die kühlenden Luftströme des Neusiedler Sees. Diese Kombination bringt Weine hervor, die Kraft und Eleganz miteinander verbinden. Genau deshalb gehört der Leithaberg DAC zu den spannendsten Herkunftsbezeichnungen Österreichs für mineralisch geprägte Weißweine.
Wagentristl versteht den Weißburgunder nicht als gefälligen Alltagswein, sondern als Ausdruck seines Terroirs. Die reife gelbe Frucht wird bewusst nicht in den Vordergrund gestellt – vielmehr stehen Struktur, Frische und die salzige Mineralität im Mittelpunkt. So entsteht ein Wein, der bereits jung begeistert und mit einigen Jahren Flaschenreife zusätzlich an Komplexität gewinnt.
Speisenempfehlung
Seine feine Mineralität und der elegante Schmelz machen diesen Weißburgunder zu einem vielseitigen Speisenbegleiter. Besonders harmonisch begleitet er gegrillten Zander oder Saibling, gebratene Jakobsmuscheln und feine Krustentiere. Ebenso überzeugt er zu Kalbsrücken, Geflügel mit Kräutern, cremigem Risotto mit grünem Spargel oder Steinpilzen sowie zu Pasta mit heller Sahnesauce. Auch milde Weichkäse und gereifter Ziegenkäse unterstreichen seine salzige Mineralität und den feinen Burgundercharakter.
Roter Oktober Cuvée 2018, SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher liegt in Platt bei Retz im Weinviertel und wurde 1968 gegründet. Wolfgang Seher übernahm den Betrieb 2002 und entwickelte ihn zu einem qualitätsorientierten Familienweingut mit rund 18 Hektar Rebfläche. Die Weinberge verteilen sich auf Platt und Obermarkersdorf. Naturnaher Weinbau mit Begrünung, reduzierter Pflanzenschutzintensität und konsequenter Ertragsregulierung gehört zur Arbeitsweise des Hauses. Der „Rote Oktober“ ist die charaktervolle Rotweincuvée des Weinguts. Der 2018er verbindet Zweigelt mit Merlot sowie kleineren Anteilen von Pinot Noir und St. Laurent und verbindet damit Frucht, Würze und einen gewissen burgundischen Akzent.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus Weinbergen in Platt und Obermarkersdorf. Die Böden werden als kalkreiche Lehm- und Molasseböden beschrieben. Sie bieten eine gute Grundlage für Rotweine mit reifer Frucht, saftiger Struktur und würziger Tiefe. Das eher kontinentale Weinbauklima des Weinviertels unterstützt eine gute aromatische Ausreife, während die kalkreichen Böden für Struktur und mineralische Anklänge sorgen.
Jahrgang 2018
Der 2018er wurde trocken ausgebaut und verfügt über 13,5 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,4 g/l Restzucker. Damit präsentiert er sich trocken, reif und zugleich ausreichend frisch.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus etwa 60 % Zweigelt, 30 % Merlot sowie je 5 % Pinot Noir und St. Laurent. Die Vergärung erfolgt im Stahltank und in offenen kleinen Bottichen. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe im gebrauchten Barrique und im 500-Liter-Fass. Falstaff führt für den Ausbau zwölf Monate gebrauchte Barriques, zwölf Monate Barrique sowie zwölf Monate im 500-Liter-Fass an. Damit erhält der Wein eine deutliche, aber nicht ausschließlich vom Holz bestimmte Struktur. Im Duft zeigt sich der 2018er dunkel und würzig. Waldbeeren und dunkles Beerenkonfit bilden den Fruchtkern, begleitet von Tabakwürze, feiner Holzwürze und einem Hauch Schokolade. Die Reife des Jahrgangs ist klar erkennbar, ohne dass die Frucht an Spannung verliert. Weitere Verkostungsnotizen nennen Brombeeren, Kirsche, Schokolade und Bitterschokolade sowie einen leicht rumtopfigen Eindruck.
Am Gaumen
Saftig und körperreich mit reifer, dunkler Frucht. Brombeere und dunkle Beeren verbinden sich mit Schokolade und einer feinen Würze. Die Tannine sind bereits gut eingebunden und wirken reif und weich. Ein dezenter Nougattouch rundet das Mundgefühl ab.Das Finale bleibt würzig und fruchtbetont, mit Brombeere, Bitterschokolade und einer angenehm nachhaltigen Struktur. Falstaff hebt ausdrücklich die gute Einbindung der Tannine und die Eignung als Speisenbegleiter hervor.
Waldbeeren
Brombeere
dunkles Beerenkonfit
reife Kirsche
Bitterschokolade
Schokolade
Tabak
feine Holzwürze
Nougat
dezente Rumtopfnoten
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2018 wurde von Falstaff im Tasting vom 27. Juni 2022 mit 90 Punkten bewertet. Peter Moser beschrieb ihn als saftig, mittelkomplex und mit gut eingebundenen Tanninen, feiner Tabakwürze, dunklem Beerenkonfit und schokoladigen Nuancen. )
Reifepotenzial
Vinoterra gab als Trinkempfehlung bis etwa 2027 an. Der Wein befindet sich damit inzwischen in einer gereiften Phase. Die weichen Tannine und die bereits entwickelten Schokoladen-, Tabak- und Würznoten sprechen für einen Wein, der heute besonders harmonisch und zugänglich ist.Bei optimaler Lagerung kann sich die Aromatik noch etwas weiter in Richtung getrocknete Beeren, Tabak, Unterholz und würzige Tertiärnoten entwickeln.
Servieren
Ideal bei 16–18 °C. Ein großes Rotweinglas unterstützt die dunkle Frucht und die würzigen Reifearomen. Eine kurze Belüftung von etwa 20–30 Minuten kann die Cuvée zusätzlich öffnen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Lamm
Wildgerichten
geschmortem Rind
Kalb mit kräftiger Sauce
Enten- und Gänsegerichten
Pasta mit Ragout
Pilzgerichten
kräftigem Hartkäse
Sauvignon Blanc „vom Silt“ 2024 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seher sitzt in Platt im Retzer Land und wird seit 2001 von Wolfgang Seher geführt. Die Rebflächen liegen in Platt und Obermarkersdorf; das Weingut arbeitet nachhaltig und inzwischen biologisch-organisch. Der Betrieb bewirtschaftet aktuell rund 18 Hektar und widmet sich neben Grünem Veltliner auch stark Sauvignon Blanc, Riesling und Burgundersorten. Die Weine sollen den jeweiligen Standort klar widerspiegeln und werden mit reduzierten Erträgen, selektiver Handlese und schonender Verarbeitung erzeugt. Der Sauvignon Blanc „vom Silt“ gehört zur charakteristischen Sauvignon-Linie des Hauses und verbindet die sortentypische Frische mit der Bodenprägung der Weinberge rund um Platt. Der 2024er ist als österreichischer Qualitätswein trocken ausgebaut und stammt aus ökologischem Anbau.
Lage & Terroir
In Platt dominieren kalkhaltige Lehm- und Lössböden; die geschützte Kessellage sorgt für ein ausgeglichenes Kleinklima. Beim „vom Silt“ steht der namensgebende Siltboden im Mittelpunkt, der dem Wein eine feine, saftige Textur und mineralische Spannung verleiht. Sauvignon Blanc findet hier Bedingungen für eine reife, aber nicht übermäßig schwere Aromatik. Das Zusammenspiel aus kalkhaltigem Untergrund, feinkörnigem Boden und warmer, zugleich geschützter Lage ermöglicht eine gute physiologische Reife der Trauben. Das erklärt die Verbindung von Stachelbeere und exotischer Frucht mit würzigen Kräutern und einer präzisen Säure.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 13 % vol. Alkohol, 5,9 g/l Säure und 1,3 g/l Restzucker. Er ist damit klar trocken, besitzt aber genügend Frische für einen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Seher setzt auf stark reduzierte Erträge, hohe physiologische Reife, selektive Handlese und eine schonende Ganztraubenpressung. Der „vom Silt“ wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die Frucht präzise und frisch, während der Charakter des Sauvignon Blanc und die Bodenprägung deutlich hervortreten.Der biologische Anbau gehört inzwischen zur Betriebsphilosophie. Das Weingut arbeitet mit Begrünung, organischer Bodenpflege und einer möglichst reduzierten Behandlung der Reben.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2024er sortentypisch, aber elegant und nicht übermäßig grün. Kiwi, Stachelbeere und rote Johannisbeere bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen frische Kräuter, gelber Paprika und ein Hauch exotische Frucht. Die Aromatik wirkt saftig, klar und ausgesprochen lebendig.
Am Gaumen
Saftig und frisch mit feingliedriger, lebendiger Säure. Die Frucht setzt sich am Gaumen unmittelbar fort und verbindet die grünbeerigen Sauvignon-Noten mit einer leicht exotischen Komponente. Eine feine Mineralität gibt dem Wein zusätzlichen Halt und sorgt für einen klaren, langen Nachhall.Das Mundgefühl bleibt schlank und animierend, ohne dünn zu wirken. Besonders charakteristisch ist die Balance aus Frische, Würze und reifer Frucht.
Aromatik
Kiwi
Stachelbeere
rote Johannisbeere
gelber Paprika
Grapefruit und Zitrus
frische Kräuter
dezente exotische Frucht
feine mineralische Noten
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, Gault&Millau oder Vinaria eindeutig dokumentiert.Der unmittelbar zuvor bewertete 2023er erhielt bei Falstaff 91 Punkte. Peter Moser beschrieb ihn mit Stachelbeere, Guave und Grapefruit sowie feiner Säure, Mineralität und würzigen Noten. Diese Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2023 und wird daher nicht auf den 2024er übertragen.
Reifepotenzial
Der „vom Silt“ ist vor allem auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgerichtet. Für den 2024er wird ein Trinkfenster bis etwa 2028 angegeben. In den ersten Jahren steht die frische Beeren- und Zitrusaromatik im Vordergrund. Mit etwas Flaschenreife können sich die Kräuterwürze und mineralischen Nuancen stärker in den Vordergrund schieben.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Sauvignon-Blanc- oder Weißweinglas unterstützt die frische Kräuter- und Fruchtaromatik. Eine längere Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ziegenkäse
Spargel
mediterranen Gemüsegerichten
gebratenem Fisch
Garnelen und Meeresfrüchten
Sushi
asiatischer Küche
würzigen Geflügelgerichten
hellem Fleisch mit Kräutern
Auch zu einer kräuterbetonten Sommerküche mit gegrilltem Gemüse und leichten Saucen funktioniert der Wein sehr gut. Als konkrete Speisenempfehlungen werden insbesondere würzige Fleischgerichte und asiatische Küche genannt.
Zweigelt Vielfalt 2021, QW (bio)
GOBER & FREINBICHLER · Horitschon · Mittelburgenland, Österreich
1. Einleitung
Der Zweigelt Vielfalt 2021 von Gober & Freinbichler zeigt eine fruchtbetonte Seite der österreichischen Rotweinkultur. Zweigelt verbindet saftige Kirschfrucht mit weichen Gerbstoffen und einer lebendigen, unkomplizierten Art. Im Mittelburgenland, einer Region, die vor allem für ihre Blaufränkisch-Weine bekannt ist, bietet die Rebsorte eine andere Perspektive: zugänglicher in der Frucht, geschmeidig in der Struktur und vielseitig am Tisch.
Der Name „Vielfalt“ lässt Raum für einen eigenständigen Hausstil, ist jedoch kein Beleg für eine bestimmte Cuvée oder eine festgelegte Zusammensetzung aus mehreren Lagen. Für eine präzise Einordnung sind die tatsächliche Herkunft der Trauben und die Ausbauweise entscheidend. Ohne gesicherte Detailangaben stehen deshalb Rebsortentypizität, Herkunft und Jahrgang im Mittelpunkt.
Der Jahrgang 2021 kann bei Zweigelt eine schöne Balance aus frischer Frucht und harmonischer Struktur zeigen. Der Wein ist inzwischen einige Jahre gereift; wie deutlich sich die Frucht bereits entwickelt hat, hängt von Lagerung und Flaschenzustand ab.
2. Die Geschichte dieses Weins und seiner Herkunft
Gober & Freinbichler arbeiten im Mittelburgenland mit einem klaren Ziel: die unterschiedlichen Facetten der regionalen Rotweine herauszuarbeiten. Dominik Gober und Gerald Freinbichler gründeten ihr gemeinsames Weingut nach langjähriger Zusammenarbeit. Ihre Weinberge liegen vor allem in Horitschon und Neckenmarkt – zwei Orten, deren Böden und Landschaften unterschiedliche Ausdrucksformen ermöglichen.
Der Zweigelt Vielfalt ist ein Gebietswein, bei dem die Herkunft aus mehreren Weingärten eine wichtige Rolle spielt. Die Trauben stammen aus Horitschon und Neckenmarkt. Dadurch treffen unterschiedliche Bodenbedingungen aufeinander: In Horitschon dominieren tiefgründige, eisenhaltige Lehm- und Tonböden mit guter Wasserspeicherfähigkeit. Neckenmarkt bietet neben tiefgründigen Böden auch kargere, steinige Lagen an den Südhängen des Ödenburger Gebirges.
Die Rebsorte Zweigelt, eine österreichische Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent, verbindet dunkle Kirschfrucht mit einer saftigen Textur und meist zugänglicheren Gerbstoffen als Blaufränkisch. Sie kann zugleich Würze, Struktur und bemerkenswerte Frische entwickeln. Beim Zweigelt Vielfalt wird diese Rebsortentypizität durch die unterschiedlichen Herkunftsbedingungen ergänzt.
Der Jahrgang 2021 zeigt sich in der vorliegenden Stilistik fruchtbetont und würzig, mit einer bewusst straffen Tanninstruktur. Die Trauben wurden von Hand gelesen und spontan in offenen Maischebottichen vergoren. Anschließend reifte der Wein rund 15 Monate im großen Holzfass. Auf Schönung wurde verzichtet, die Filtration fiel lediglich grob aus. So bleibt die Frucht im Vordergrund, während der Ausbau Struktur gibt, ohne den Wein mit ausgeprägten Holznoten zu überdecken.
Der Betrieb befindet sich in der Umstellung auf ökologischen Weinbau und wird unter der Kontrollstellenangabe Bio Austria AT-BIO-302 geführt.
3. Ausführliche Verkostungsnotiz
Farbe
Ein kräftiges Rubinrot mit dunklem Kern passt zum fruchtbetonten Charakter des Zweigelt. Der Farbeindruck wirkt lebendig und klar, ohne dass die Tiefe allein auf Konzentration oder Schwere schließen lässt.
Nase
Reife Kirschen und Brombeeren bestimmen den Duft. Die Frucht ist ausdrucksvoll und saftig, wird jedoch von einer prägnanten pfeffrigen Würze begleitet. Im Hintergrund können kräuterige und leicht erdige Anklänge die Aromatik ergänzen. Die Nase verbindet damit die offene Frucht des Zweigelt mit einer würzigen, eher kühlen Komponente, die den Wein deutlich über einen bloß unkomplizierten Rotwein hinaushebt.
Gaumen
Am Gaumen zeigt sich zunächst viel frische rote Waldbeerenfrucht. Kirsche und Brombeere verleihen dem Wein Saftigkeit, während eine lebendige Säure den Trinkfluss unterstützt. Hinzu kommt eine mineralisch wirkende Spannung, die dem fruchtigen Eindruck Kontur gibt.
Besonders prägend ist die seidig-karge Tanninstruktur. Die Gerbstoffe sind spürbar, wirken aber nicht grob oder übermäßig austrocknend. Sie geben dem Wein Halt und einen würzigen Zug, ohne die Frucht zu dominieren. Das große Holzfass bleibt stilistisch im Hintergrund: Es unterstützt die Struktur, statt den Wein mit Röstaromen oder süßlicher Holzwürze zu überlagern.
Die Verbindung aus reifer Frucht, pfeffriger Würze und feinkörnigem Tannin macht den Charakter dieses Zweigelt aus. Er ist weder ein schwerer, opulenter Rotwein noch ein ausschließlich leichter Fruchtwein, sondern besitzt genügend Kraft und Komplexität für den Tisch.
Abgang und Reifepotenzial
Der Abgang ist würzig und anhaltend. Rote Waldbeeren und Kirsche bleiben präsent, dazu kommen eine feine herbe Note und die strukturierende Wirkung des Tannins. Die Frucht sorgt für Saftigkeit, die Gerbstoffe für Länge und Kontur.
Die ursprüngliche Trinkempfehlung reichte bis 2027. Der Wein befindet sich damit im vorgesehenen Reifefenster. Bei sachgerechter Lagerung kann er weiterhin Freude bereiten; ob er aktuell noch die volle Frische der Primärfrucht zeigt oder bereits gereiftere Nuancen entwickelt, hängt vom Zustand der einzelnen Flasche ab.
4. Technische Daten
Merkmal
Angabe
Weingut
Gober & Freinbichler
Wein
Zweigelt Vielfalt
Jahrgang
2021
Herkunft
Österreich, Mittelburgenland
Weingutsstandort
Horitschon
Rebsorte
100 % Zweigelt
Qualitätsstufe
Qualitätswein (QW)
Geschmacksrichtung
Trocken
Alkohol
12,5 % vol.
Restzucker
1 g/l
Gesamtsäure
5,6–5,9 g/l – unterschiedliche Produktangaben
Herkunft der Trauben
Weingärten in Horitschon und Neckenmarkt
Böden
Tiefgründige Lehm- und Tonböden in Horitschon; unterschiedliche, teils steinige Böden in Neckenmarkt
Rebalter
Etwa 35–40 Jahre
Bewirtschaftung
Bio-Kontrollstellenangabe AT-BIO-302;
Lese
Handlese
Gärung
Spontangärung in offenen Maischebottichen, etwa 12–15 Tage
Ausbau
Rund 15 Monate im großen Holzfass, ohne Schönung, nur grob filtriert
Verschluss
Schraubverschluss
Flaschengröße
0,75 l
Vegan
Als vegan produziert ausgewiesen
Trinktemperatur
14–16 °C
Trinkempfehlung
Bis 2027 laut Produktangabe
5. Speiseempfehlungen
Speise
Pasta mit Rinderragù
Lasagne mit geschmortem Gemüse und Fleisch
Gebratene Salsiccia mit Rosmarinkartoffeln
Gegrilltes Schweinefilet mit Kräutern
Rindfleischbällchen in Tomatensauce
Pilzrisotto mit Thymian
Ofengemüse mit Polenta
Mittelgereifter Bergkäse
Österreichischer Wein - Präzision, Frische und Herkunft
Österreichischer Wein begeistert mit Klarheit, Eleganz und regionalem Profil. Bei vinus.shop findet Ihr ausgewählte Weine aus Österreich von Winzer:innen, die ihre Reben mit Feingefühl und handwerklichem Anspruch begleiten.
Vom Grünen Veltliner bis zum Blaufränkisch – Österreichs Vielfalt entdecken
Ob frischer Grüner Veltliner aus dem Kamptal, mineralischer Riesling von der Wachau, saftiger Zweigelt oder tiefgründiger Blaufränkisch aus dem Burgenland – österreichischer Wein verbindet Herkunft mit Charakter.
Feingefühl im Weinberg, Präzision im Keller
Unsere österreichischen Winzer:innen setzen auf Handarbeit, Nachhaltigkeit und den klaren Ausdruck des Terroirs. Ihre Weine stehen für Finesse und ein klares Geschmacksbild.
Österreichischen Wein online kaufen bei vinus.shop
Bei vinus.shop entdeckt Ihr authentische österreichische Weine – frisch, präzise und voller Persönlichkeit.
✔️ Weine aus Kamptal, Wachau, Burgenland & mehr
✔️ Naturnah erzeugt & handverlesen
✔️ Klar, strukturiert, typisch österreichisch
Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können. Mehr Informationen ...Mit Klick auf „[Zustimmen / Alles akzeptieren / etc.]“ erteilen Sie Ihre Einwilligung auch in die Weitergabe über Ihr Verhalten in unserem Shop an unseren Partner, die shopware AG (Ebbinghoff 10, 48624 Schöppingen, Deutschland), die diese Daten Ihnen nicht persönlich zuordnen kann, sie aber zu eigenen Zwecken (z.B. Produktverbesserungen, Marktverhaltensanalysen) verarbeiten darf.