Merlot Veneto IGT 2023 – 1 Liter
Cavazza – Vicenza, Venetien
Der Merlot Veneto IGT 2023 von Cavazza ist ein unkomplizierter, klassisch-venetischer Merlot: saftig, weich, rotfruchtig und angenehm würzig. Die Literflasche passt perfekt zu seinem Charakter als unkomplizierter Haus- und Speisenwein. Der Wein stammt von den Colli Berici rund um Vicenza, wo Merlot bei Cavazza bereits seit Jahrzehnten kultiviert wird.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein mittleres, leuchtendes Rubinrot. In der Nase stehen Kirsche, Pflaume und rote Johannisbeere im Vordergrund. Dazu kommt eine dezente Pfefferwürze und eine leicht kräuterige Note. Am Gaumen ist er trocken, weich und saftig, mit sanftem Tannin, mittlerem Körper und einer gut eingebundenen Säure. Die rote Frucht bleibt im Mittelpunkt; im Nachhall kommen nochmals Erdbeere und Kirsche zum Vorschein.
Ein unkomplizierter Merlot mit viel Trinkfluss – fruchtig, weich und angenehm frisch.
Herkunft & Terroir
Die Merlot-Reben wachsen auf den Colli Berici in der Provinz Vicenza, unter anderem in den Gemeinden Alonte und Orgiano. Die Böden sind ton- und kalkhaltig, was dem Wein neben der Frucht eine gewisse Struktur verleiht. Cavazza baut Merlot dort bereits seit den 1980er-Jahren an; die Reben werden im Guyot erzogen und sind etwa 20 Jahre alt.
Ausbau
Die Trauben werden vollständig entrappt und etwa acht Tage auf den Schalen vergoren. Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahl. Anschließend reift der Wein für einige Monate in Betontanks bzw. Edelstahl, ohne einen dominanten Holzeindruck. Das ist für diesen Stil genau richtig: Frucht und Frische statt Vanille und Röstaromen.
Jahrgang 2023
Der 2023er ist ein Wein für den jungen, unkomplizierten Genuss. Er besitzt genügend Säure und Tannin, um zum Essen zu funktionieren, ist aber nicht auf lange Kellerreife ausgelegt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2026/27 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Cavazza nennt für den aktuellen technischen Stil 12,5 % vol.; Händlerangaben für die 2023er Literabfüllung führen 12 % vol. auf.
Perfekt zu
Hier ist der Merlot ausgesprochen vielseitig:
Antipasti und Salumi
Pizza
Pasta mit Ragù
Lasagne
Pasta mit Fleischsauce
Salsiccia
Schweinefleisch
Kalb
Braten
Kaninchen
einfache Grillgerichte
milde bis mittelkräftige Käse
Cavazza empfiehlt ihn insbesondere zu Ofen-Pasta mit Fleischsauce sowie Schweinefleisch, Braten und Kaninchen.
Mein Favorit: Pasta al forno mit Ragù. Die saftige rote Frucht des Merlot harmoniert mit Tomate und Fleisch, während die Säure für Frische sorgt.
Merlot Veneto IGT 2024
Cavazza – Vicenza, Venetien
Der Merlot Veneto IGT 2024 von Cavazza ist ein frischer, saftiger und unkomplizierter Merlot von den Colli Berici. Ein klassischer venezianischer Speisenwein, bei dem rote Frucht, Frische und weiches Tannin im Vordergrund stehen – ohne dominanten Holzeinfluss. Der Jahrgang 2024 wurde von Falstaff mit 90 Punkten bewertet.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet er rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtbetont: Kirsche, rote Johannisbeere und dunklere Beerenfrucht, ergänzt durch eine feine Pfeffernote. Beim 2024er kommen laut Falstaff besonders schwarze Johannisbeere, Amarena-Kirsche und ein Hauch Lavendel zur Geltung. Am Gaumen präsentiert er sich trocken, saftig und weich, mit mittlerem Körper und sanften, eleganten Tanninen. Die gute Säure hält den Wein frisch und trinkanimierend. Das Finale ist fruchtig und harmonisch, mit wiederkehrenden Noten von Kirsche und Beeren.
Ein unkomplizierter Merlot mit viel Trinkfluss: saftig, weich, fruchtbetont und angenehm würzig.
Herkunft & Terroir
Cavazza kultiviert Merlot auf den Colli Berici in der Provinz Vicenza, insbesondere in den Hügellagen von Alonte. Die Familie baut die Sorte dort bereits seit den 1980er-Jahren an.Die Böden sind ton- und kalkhaltig und geben dem Wein neben der Frucht eine gewisse Struktur. Die Reben sind im Durchschnitt etwa 20 Jahre alt und werden im Guyot erzogen.
Ausbau
Der Merlot wird bewusst frucht- und terroirbetont ausgebaut. Die vollständig entrappten Trauben vergären etwa acht Tage bei rund 24 °C im Edelstahl. Anschließend reift der Wein einige Monate in Betontanks. Dominanter Holzeinfluss ist damit kein Bestandteil des Stils. Das Ergebnis ist ein Wein, bei dem Kirsche, Beeren, Frische und weiches Tannin klar im Mittelpunkt stehen.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist jetzt bereits sehr schön zugänglich. Mit 12,5 % vol. bleibt er angenehm leichtfüßig und eignet sich hervorragend als unkomplizierter Speisenwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027/28 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Für einen jungen Merlot dieser Stilistik darf die Temperatur ruhig etwas niedriger sein als bei einem kräftigen, holzgereiften Rotwein.
Perfekt zu
Seine Stärke liegt in der unkomplizierten Kombination mit italienischer Küche:
Pasta mit Ragù
Lasagne
Pasta al forno
Pizza
Salumi
Salsiccia
Schweinefleisch
Kalb
Braten
Kaninchen
gegrilltes Fleisch
mittelkräftiger Käse
Cavazza empfiehlt ihn ausdrücklich zu überbackenen ersten Gängen mit Fleischsauce sowie Schweinefleisch, Braten und Kaninchen.
Mein Favorit: Tagliatelle mit Ragù alla bolognese. Die saftige Kirsch- und Beerenfrucht nimmt die Tomate auf, während Säure und Tannin genügend Struktur für das Fleisch liefern.
Weiss Gold 2024 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein Weingut 2015 in Gundelsbach im Remstal. Der Betrieb ist inzwischen auf gut zwölf Hektar angewachsen und arbeitet seit 2016 vollständig biologisch-dynamisch; aktuell ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Leon Gold absolvierte seine Ausbildung zum Techniker für Weinbau und Oenologie in Weinsberg und sammelte zuvor Erfahrungen unter anderem bei Leiner und Beurer. Der „Weiss Gold“ gehört zu den bekanntesten Basisweinen des Hauses. Die Cuvée war bereits mit dem Premierenjahrgang ein großer Erfolg und steht für einen bewusst unkomplizierten, fruchtbetonten und sehr trinkanimierenden Stil.
Lage & Terroir
Die Weinberge rund um Gundelsbach stehen auf den für das Remstal typischen Keuperformationen. Genannt werden Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und Mergel. Der Standort verbindet warme, sonnenexponierte Weinberge mit einer geologisch vielfältigen Unterlage.Beim „Weiss Gold“ steht allerdings nicht die Präzision einer einzelnen Lage im Mittelpunkt, sondern die aromatische und unkomplizierte Interpretation verschiedener regionaler Trauben.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt 11,5 % vol. Alkohol. Damit bleibt er leichtfüßig und unkompliziert. Die verfügbare technische Angabe nennt 6,7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Das Verhältnis aus moderatem Alkohol, lebendiger Säure und etwas Fruchtsüße unterstützt den ausgesprochen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus Kerner, Müller-Thurgau, Muskateller und Riesling. Die Trauben stammen aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen. Für den Jahrgang 2024 wird eine längere Kaltmazeration nach der Lese, schonendes Pressen über 24 Stunden und eine längere Spontangärung beschrieben. Der Wein bleibt anschließend auf der Hefe und wird mit sehr geringer Schwefelmenge stabilisiert. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wodurch die ausgeprägte Primärfrucht und die Frische der aromatischen Rebsorten erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits in der Nase zeigt der 2024er seine aromatische Seite. Weiße Blüten und gelbe Früchte stehen im Vordergrund, dazu kommen Nektarine und Ananas. Muskateller und Kerner verleihen der Cuvée eine florale und leicht exotische Duftigkeit.Weitere Verkostungsnotizen beschreiben besonders intensive Muskatnoten, Birne und reife Mirabelle sowie florale Rosenanklänge und einen Hauch weißen Pfeffers.
Am Gaumen
Saftig, leicht und verspielt. Birne und Zitrusfrucht werden von einer feinfruchtigen Säure getragen. Limette bringt Frische, während der moderate Alkohol den Wein schlank und unkompliziert hält. Eine zarte Mineralität sorgt für etwas zusätzlichen Griff.Der Nachhall bleibt fruchtig, frisch und animierend. Der Wein ist weniger auf Tiefe und Länge als auf unmittelbare Zugänglichkeit und hohen Trinkfluss ausgelegt.
Aromatik
Muskat und Muskatblüte
weiße Blüten
Rose
Birne
Mirabelle
Nektarine
Ananas
Limette
feine Kräuter- und Gewürznoten
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die Quellen stellen vielmehr den unkomplizierten, fruchtigen Charakter und den hohen Trinkfluss in den Vordergrund.
Reifepotenzial
Der „Weiss Gold“ ist klar auf den jungen Trinkgenuss ausgerichtet. Die aktuelle Händlerangabe sieht das Trinkfenster bei 2026 bis 2029. Seine Stärke liegt in der frischen Frucht, der floralen Aromatik und der unmittelbaren Trinkfreude. Eine längere Lagerung ist möglich, bringt aber keinen wesentlichen qualitativen Mehrwert.
Servieren
Am besten bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas ist vollkommen ausreichend. Karaffieren ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
Sushi
leichten Fischgerichten
Garnelen und Meeresfrüchten
asiatischer Küche
Gemüsegerichten
mild gewürztem Geflügel
Spargel
Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Durch die aromatische und frische Art funktioniert der Wein ebenso gut als unkomplizierter Aperitif.
Rot Gold 2023 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein eigenes Weingut 2015 in Gundelsbach im Remstal. Der Betrieb arbeitet von Beginn an ökologisch und ist seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter zertifiziert. Die Rebflächen liegen in den alten Steillagen rund um Gundelsbach; Biodiversität und eine möglichst naturnahe Bewirtschaftung gehören ausdrücklich zum Selbstverständnis des Weinguts. Heute umfasst das Weingut rund 18 Hektar. Der „Rot Gold“ ist die rote Cuvée des Hauses und gehört zur zugänglichen, fruchtbetonten Linie. Im Mittelpunkt stehen saftige Frucht, Würze und ein unkomplizierter, gastronomisch vielseitiger Stil.
Lage & Terroir
Für den Jahrgang 2023 wird Gipskeuper als Boden angegeben. Diese geologische Grundlage prägt viele Weinberge des Remstals und kann den Rotwein mit Würze, mineralischem Zug und einer gewissen straffen Struktur ausstatten.Die Trauben stammen aus dem Umfeld von Gundelsbach. Das Zusammenspiel von Weinbergen, Wald und Streuobstwiesen bildet dabei den charakteristischen landschaftlichen Rahmen des biodynamisch arbeitenden Betriebs.
Jahrgang 2023
Der 2023er besteht aus 50 % Cabernet Sauvignon, 40 % Merlot und 10 % Zweigelt. Er wurde trocken ausgebaut und besitzt laut den technischen Angaben 13 % vol. Alkohol, 6,6 g/l Säure und 3,3 g/l Restzucker. Eine zweite Händlerquelle nennt geringfügig abweichende Werte von 6,4 g/l Säure und 2,4 g/l Zucker. Für die technischen Angaben ist die detailliertere Quelle mit 6,6 g/l und 3,3 g/l vorzuziehen.
Vinifikation & Ausbau
Die drei Rebsorten werden getrennt voneinander spontan und ohne Rappen auf der Maische vergoren. Nach der Gärung erfolgt der biologische Säureabbau. Anschließend werden die Partien zusammengeführt und weitere 12 Monate in gebrauchten Barriques zweiter und dritter Belegung ausgebaut.Durch die gebrauchten Fässer bleibt der Holzeinfluss zurückhaltend. Im Vordergrund stehen Frucht, Würze und die geschmeidige Gerbstoffstruktur, während das Holz vor allem für zusätzliche Abrundung und Struktur sorgt.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in tiefem Rubinrot mit violetten Reflexen und dichtem Kern. In der Nase dominieren Brombeere, Heidelbeere und Schwarzkirsche. Dazu treten Bitterschokolade, Holunder und ein Hauch Salbei.Eine zweite Verkostungsbeschreibung ergänzt dunkle Waldfrüchte und Schlehe und unterstreicht damit den eher dunkelbeerigen, würzigen Charakter des Weines.
Am Gaumen
Saftig und unmittelbar zugänglich. Die dunkle Frucht steht klar im Vordergrund, wird aber von feinen, samtigen Gerbstoffen eingefasst. Die Säure sorgt für Frische und Trinkfluss, während die 12-monatige Reife im gebrauchten Barrique für eine geschmeidige Textur sorgt.Im Nachhall verbinden sich Heidelbeere, Holunder, Bitterschokolade und Kräuterwürze. Der Wein bleibt dabei eher saftig und animierend als schwer oder übermäßig alkoholisch.
Aromatik
Brombeere
Heidelbeere
Schwarzkirsche
Schlehe
dunkle Waldbeeren
Holunder
Bitterschokolade
Salbei und Wildkräuter
feine Würze
dezente Röstaromen
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2023 ist in den vorliegenden Quellen keine eigenständige Punktbewertung eines großen nationalen Weinführers eindeutig dokumentiert.Das Weingut Leon Gold wurde im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 mit drei Sternen ausgezeichnet. Diese Ehrung bezieht sich auf das Weingut insgesamt und nicht ausschließlich auf den „Rot Gold“.
Reifepotenzial
Der „Rot Gold“ ist in erster Linie auf frühen und unkomplizierten Trinkgenuss ausgelegt. Als Trinkempfehlung wird für den 2023er aktuell ein Zeitraum bis etwa 2031 angegeben; eine zweite Quelle sieht die beste Trinkreife eher bei 2025 bis 2028.Die Kombination aus Frucht, Säure und feinem Gerbstoff erlaubt durchaus etwas Flaschenentwicklung. Im weiteren Verlauf dürften die dunklen Beeren stärker von würzigen und leicht erdigen Tönen begleitet werden.
Servieren
Am besten bei 16–18 °C. Eine leichte Kühlung steht dem Wein ausdrücklich gut und unterstreicht seine saftige, frische Seite. Ein mittelgroßes Rotweinglas reicht vollkommen aus; Dekantieren ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gegrilltem Fleisch
BBQ
Rinderbraten
Schmorgerichten
Bratengerichten mit dunkler Sauce
Vesper und herzhaften Wurstwaren
Burgern
Pasta mit kräftigen Saucen
Pilzgerichten
gegrilltem Gemüse
Besonders naheliegend ist die Kombination mit Grillgerichten; der Fachhandel empfiehlt den Wein ausdrücklich zum BBQ.
Bolgheri Rosso DOC 2022 – Le Macchiole
Le Macchiole, Castagneto Carducci – Toskana
Der Bolgheri Rosso DOC 2022 von Le Macchiole ist einer der bekanntesten Einstiegsweine dieser legendären Bolgheri-Kellerei – und zugleich ein Wein, der weit mehr ist als ein „kleiner Bruder“ der großen Gewächse. Seit dem ersten Jahrgang 2004 steht dieser Wein für die Philosophie des Hauses: Eleganz, Trinkfluss und Herkunftsausdruck, ohne auf Tiefe und Komplexität zu verzichten. Das Weingut beschreibt ihn selbst als die „reinste und unverfälschteste Ausdrucksform von Bolgheri“ aus eigener Sicht.
Die Cuvée des Jahrgangs 2022 besteht aus Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Syrah. Die Trauben stammen aus mehreren eigenen Parzellen rund um Bolgheri. Nach etwa 15 Tagen Gärung und Mazeration im Edelstahltank reift der Wein 10 Monate, davon etwa 70 % in gebrauchten französischen Barriques (3. und 4. Belegung) und 30 % im Beton, wodurch Frucht, Frische und Terroir erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits die Farbe zeigt die typische Handschrift von Le Macchiole: dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2022er sehr einladend und komplex. Dunkle und rote Früchte stehen im Vordergrund: Brombeere, Schwarzkirsche, Cassis und reife Pflaume. Dazu kommen elegante würzige Noten von schwarzem Pfeffer, mediterranen Kräutern und Lakritz. Mit etwas Luft zeigen sich Anklänge von Tabak, dunkler Schokolade, Kaffee und feinem Zedernholz. Die Aromatik verbindet die Wärme der toskanischen Küste mit der kühlen Präzision eines großen Bordeaux-inspirierten Blends.
Am Gaumen wirkt der Wein saftig, geschmeidig und hervorragend balanciert. Die dunkle Frucht besitzt viel Tiefe, bleibt aber immer von einer lebendigen Säure getragen. Die Tannine sind fein und elegant eingebunden – typisch für Le Macchiole: kein wuchtiger Kraftwein, sondern ein Wein mit Spannung und Trinkfluss. Schwarzkirsche, Cassis und Pflaume treffen auf feine Würze, Kakao und eine dezente mineralische Ader. Der Ausbau im gebrauchten Holz gibt Struktur und Länge, ohne die Frucht zu überdecken.
Das Finale ist lang, harmonisch und würzig. Dunkle Beeren, Kräuter, Lakritz und eine feine Schokoladennote bleiben lange präsent.
Ein moderner Bolgheri-Klassiker: elegant, mediterran und mit jener Mischung aus Bordeaux-Struktur und toskanischer Wärme, die Le Macchiole berühmt gemacht hat.
Ein Klassiker, der zeigt, warum Bolgheri zu den spannendsten Weinregionen Italiens gehört.
Als Le Macchiole in den 1980er-Jahren gegründet wurde, gehörte das Weingut zu den Pionieren einer neuen Generation von Winzern in Bolgheri. Die Region an der toskanischen Küste war damals noch weit entfernt von ihrem heutigen Weltruhm. Mit viel Experimentierfreude und einem klaren Qualitätsanspruch entwickelte sich Le Macchiole zu einem der prägenden Namen der Region.
Der Bolgheri Rosso wurde geschaffen, um die Essenz dieses besonderen Terroirs zugänglich zu machen: die Nähe zum Meer, die warmen Tage, die kühlenden Winde und die besonderen Böden zwischen Lehm, Sand und Kies. Die Verwendung internationaler Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot, ergänzt durch Syrah, ist typisch für Bolgheri und verleiht den Weinen ihre einzigartige Verbindung aus mediterraner Fülle und klassischer Eleganz.
Der Jahrgang 2022 war für Le Macchiole besonders anspruchsvoll: Ein trockener Sommer verlangte sorgfältige Selektion im Weinberg, doch Niederschläge und kühlere Bedingungen zur späteren Reifephase ermöglichten eine gute Balance zwischen Konzentration und Frische.
Perfekter Begleiter zu:
Bistecca alla Fiorentina
Wildgerichten
geschmortem Rind
Pasta mit kräftigen Saucen
gereiftem Hartkäse
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