Riesling trocken 2025 – Literflasche, QbA, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann wurde 1955 gegründet und entwickelte sich aus einem landwirtschaftlichen Mischbetrieb zu einem reinen Weinbaubetrieb. Heute wird das Weingut von Markus Pfaffmann geführt. Die Rebflächen liegen rund um Walsheim, Nußdorf und Knöringen in der Südpfalz. Riesling gehört zu den wichtigsten Rebsorten des Hauses. Der trockene Riesling in der Literflasche ist bewusst als unkomplizierter Alltagswein konzipiert. Er zeigt dabei bereits sehr deutlich die typische Pfälzer Rieslingfrucht und eignet sich sowohl zum puren Trinken als auch klassisch als Schorle. Das Weingut selbst beschreibt ihn als besonders fruchtbetonte Interpretation der Rebsorte.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus der Pfalz rund um Walsheim. Für die Böden werden unter anderem Lössböden mit Kalkanteilen angegeben. Das warme, durch den Pfälzerwald geschützte Klima ermöglicht eine gute Reife der Rieslingtrauben und unterstützt die ausgeprägte Fruchtigkeit.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12,5 % vol. Alkohol. Das Weingut beschreibt ihn als klar, saftig und fruchtbetont mit knackiger Rieslingfrische. Als optimale Serviertemperatur werden 8–10 °C und als Trinkreife jetzt bis 2028 angegeben.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden schonend verarbeitet und temperaturkontrolliert im Edelstahltank vergoren. Auch der weitere Ausbau erfolgt im Edelstahl auf der Feinhefe. Dadurch bleiben Primärfrucht, Frische und Sortentypizität im Vordergrund.
Verkostung
In der Nase dominieren Pfirsich, Apfel und Birne, ergänzt durch frische Zitrusnoten. Die Frucht wirkt klar und unmittelbar, ohne komplizierte Holz- oder Hefearomen.
Am Gaumen
Saftig und frisch mit knackiger Säure. Reifer Apfel und Pfirsich bilden den fruchtigen Kern, während Zitrus und eine leichte mineralische Note für Frische sorgen. Der Wein bleibt schlank und unkompliziert, besitzt aber genügend Saftigkeit und Frucht, um nicht dünn zu wirken. Der Abgang ist frisch, leicht mineralisch und animierend. Besonders seine unkomplizierte, durstlöschende Art macht ihn zu einem typischen Pfälzer Liter-Riesling.
Aromatik
weißer Pfirsich
reifer Apfel
Birne
Zitrone und Grapefruit
etwas Steinobst
dezente mineralische Noten
feine Kräuteranklänge
Auszeichnung
Für den Jahrgang 2025 ist eine Bewertung von 92 Punkten bei Wine in Black dokumentiert. Die Bewertung stammt aus einer Händlerverkostung und ist entsprechend als solche einzuordnen.
Reifepotenzial
Der Riesling ist in erster Linie für den jungen Genuss bestimmt. Das vom Weingut angegebene Trinkfenster reicht bis 2028. Die frische Säure hält ihn einige Jahre stabil, seine eigentliche Stärke liegt jedoch in der unmittelbaren Frucht und dem unkomplizierten Trinkfluss.
Servieren
Am besten bei 8–10 °C. Ein klassisches Rieslingglas oder ein unkompliziertes Weißweinglas reicht vollkommen aus. Besonders typisch für die Pfalz ist auch die Verwendung als Rieslingschorle – ideal an warmen Tagen und zur Garten- oder Terrassenküche.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Pfälzer Brotzeit
Saumagen und Hausmacher Wurst
Gegrilltem Schweinefleisch
Geflügel
Fisch
Meeresfrüchten
leichten Gemüsegerichten
asiatischer Küche
süß-sauren Speisen
Gerade zu würzigen und unkomplizierten Gerichten funktioniert die frische Säure besonders gut.
Riesling trocken 2024, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth sitzt in Westhofen im Wonnegau und wird heute von Florian Fauth geführt. Der Betrieb verfügt über rund 17 Hektar Rebfläche und hat sich besonders mit trockenen Rieslingen aus den kalkreichen Westhofener Lagen einen Namen gemacht. Die Rebflächen reichen bis an die renommierten Herkünfte Kirchspiel, Morstein und Steingrube heran Der trockene Riesling ist der klassische Gutswein des Hauses und bündelt Trauben aus verschiedenen Westhofener Spitzenlagen. Dadurch verbindet er bereits auf der Qualitätswein-Ebene die charakteristische Kalkmineralität des Wonnegau mit saftiger Rieslingfrucht und hohem Trinkfluss. Vinocentral bezeichnet ihn ausdrücklich als Benchmark in dieser Preisklasse.
Die Trauben stammen laut Fachhandel unter anderem aus den Westhofener Lagen Aulerde, Kirchspiel und Morstein. Damit fließen unterschiedliche kalkgeprägte Parzellen in den Wein ein. Die Böden rund um Westhofen sind stark von Kalkstein und Kalkmergel geprägt und verleihen den Rieslingen eine charakteristische steinige, salzige und präzise Grundstruktur. Für den Gutsriesling steht weniger die Einzelparzelle als die gemeinsame Handschrift dieser Westhofener Herkünfte im Mittelpunkt: gelbe Frucht, Zitrus, Würze und eine deutlich mineralische Spannung.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 7,1 g/l Säure und 5,5 g/l Restzucker. Damit ist er klar trocken ausgebaut, besitzt aber genügend Frucht und Substanz für eine saftige, harmonische Wirkung. Die lebendige Säure bildet das Rückgrat des Weines. (vinoterra.de)
Vinifikation & Ausbau
Der 2024er wurde im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben die Frische, die klare Rieslingfrucht und die präzise Säurestruktur unmittelbar erhalten. Die Abfüllung erfolgt mit Schraubverschluss. Der Wein wird als vegan geführt. (vinocentral.de)
Verkostung
Im Duft zeigt sich ein klarer, frischer Riesling mit grünem Apfel, reifer gelber Frucht und Grapefruit. Dazu kommen feine Kräuternoten sowie herb-mineralische Anklänge. Die Aromatik wirkt präzise und eher kühl als üppig, mit einer deutlichen steinigen Komponente. (vinoterra.de)Am zweiten Eindruck treten Zitrus und mineralische Nuancen stärker hervor. Gerade diese Verbindung aus Frische, gelber Frucht und Kalkwürze prägt den Westhofener Charakter.
Am Gaumen
Saftig, frisch und sehr animierend. Die Frucht wird von einer feingliedrigen Säure getragen, die dem Wein Spannung und Klarheit verleiht. Gleichzeitig besitzt er eine seidige Textur und einen ausgeprägten mineralischen Grip. Die Fruchtsäure wirkt präzise integriert, sodass der Wein trotz seiner Frische harmonisch und ausgewogen bleibt. (vinocentral.de) Im Finale kommt die kalkige Mineralität besonders deutlich zur Geltung. Der Nachhall bleibt frisch, saftig und steinig und macht den Wein ausgesprochen trinkanimierend.
Aromatik
grüner und reifer Apfel
Grapefruit
Zitrone und Zitruszeste
Weinbergspfirsich
gelbe Früchte
feine Kräuter
kalkige Mineralität
leicht salzige Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare Bewertung eines großen deutschen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die sensorischen Beschreibungen des Fachhandels fallen allerdings ausgesprochen positiv aus. Vinocentral bezeichnet den Riesling als „Benchmark“ seiner Kategorie und hebt besonders Frische, Grip, Fruchtbalance und mineralisches Finish hervor. (vinocentral.de)
Reifepotenzial
Der Wein ist primär auf Frische und unmittelbaren Trinkfluss ausgelegt. Die Kombination aus 7,1 g/l Säure, Mineralität und moderater Alkoholstärke gibt ihm dennoch genügend Stabilität für einige Jahre. Als Trinkempfehlung werden etwa bis 2029 angegeben. (vinoterra.de) Mit etwas Flaschenreife dürfte die frische Apfel-Zitrus-Aromatik stärker in Richtung gelbe Frucht, Kräuter und ausgeprägtere mineralische Nuancen gehen.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein schlankes bis mittelgroßes Rieslingglas unterstützt die Zitrus- und Mineralaromatik. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Saibling und Forelle
gebratenem oder gedünstetem Fisch
Meeresfrüchten
Sushi
Spargel
leichten Gemüsegerichten
Geflügel mit hellen Saucen
Salaten mit Zitrusdressing
asiatisch inspirierter Küche
Ziegenkäse
Riesling feinherb 2024, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth hat seinen Sitz in Westhofen und zählt zu den renommierten Betrieben des Wonnegau. Florian Fauth steht für terroirgeprägte Weine mit einem besonderen Schwerpunkt auf Riesling und Burgundersorten. Die Qualität der Weine wird wesentlich durch die kalkreichen Westhofener Lagen geprägt; auch die Basisweine sollen bereits die typische Handschrift des Hauses erkennen lassen. Das Weingut weist für seine Weine zahlreiche Auszeichnungen und positive Bewertungen renommierter Weinführer aus. Der Riesling feinherb 2024 ist als Qualitätswein ein zugänglicher Vertreter der Seehof-Kollektion und verbindet die natürliche Säure des Rieslings mit einer bewusst eingesetzten, fein eingebundenen Restsüße. Das Ergebnis ist ein fruchtbetonter, unkomplizierter Wein mit viel Trinkfluss.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus Weinbergen auf Kalkstein mit Lehm und Löss. Dieses Terroir verbindet gute Wasserspeicherung mit einer klaren mineralischen Komponente und schafft die Grundlage für einen Riesling mit saftiger Frucht und präziser Säure. Der Kalkanteil verleiht dem Wein eine dezente steinige Würze, während Lehm und Löss für Frucht und eine gewisse Rundung sorgen. Dadurch wirkt der Riesling trotz seiner Frische nicht schlank oder spitz.
Jahrgang 2024
Für den 2024er werden in den verfügbaren Quellen unterschiedliche Analysewerte angegeben. Das Wonnegauer Magazin nennt 11,5 % vol. Alkohol, 14,5 g/l Restzucker und 8,3 g/l Säure. Eine aktuelle Fachhandelsquelle nennt dagegen 11 % vol., 19,8 g/l Restzucker und 7,4 g/l Säure. Die Angaben des Wonnegauer Magazins sind als regionale Veröffentlichung mit direktem Bezug zum Wein besonders relevant. Unabhängig von der Abweichung zeigen beide Datenreihen klar den Stil: feinherb, säurefrisch und mit genügend Restsüße für einen saftigen, harmonischen Gesamteindruck.
Vinifikation & Ausbau
Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank. Dadurch bleibt die Primärfrucht klar erhalten und die natürliche Frische des Rieslings steht im Vordergrund. Der Wein ist auf unkomplizierten Trinkgenuss und einen präzisen, frischen Sortenausdruck ausgerichtet.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein hell und frisch. Zitrusfrucht und Apfel stehen im Vordergrund, begleitet von einer leicht kräuterigen und herb-mineralischen Würze. Die Aromatik wirkt klar und animierend, ohne übermäßig süß oder exotisch zu erscheinen.
Am Gaumen
Saftig und feinfruchtig mit lebendiger Säure. Die Restsüße ist deutlich wahrnehmbar, bleibt aber gut eingebunden und verleiht dem Wein eine weiche, harmonische Mitte. Dazu kommen pflanzlich-würzige und mineralische Anklänge sowie ein feiner Schmelz.Der Nachhall ist frisch und angenehm nachhaltig. Gerade das Wechselspiel aus Rieslingsäure und zarter Süße macht den Wein ausgesprochen trinkanimierend. Das Wonnegauer Magazin beschreibt ihn als feingliedrigen, unbeschwerten Riesling und als vielseitigen Speisenbegleiter.
Aromatik
grüner und reifer Apfel
Zitrone und Zitruszeste
helle Pfirsichnoten
feine Kräuter
dezente mineralische Würze
leicht pflanzliche Nuancen
saftige gelbe Frucht
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers dokumentiert. Die verfügbaren Quellen konzentrieren sich auf Analysewerte und sensorische Beschreibung. Frühere Veröffentlichungen zum Weingut dokumentieren jedoch die kontinuierlich sehr gute Bewertung seiner Rieslinge durch Gault&Millau, Wein-Plus und Eichelmann. Diese Auszeichnungen beziehen sich auf das Weingut beziehungsweise frühere Kollektionen und nicht auf den 2024er Riesling feinherb.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie für den frischen und unkomplizierten Genuss bestimmt. Die Kombination aus hoher Rieslingsäure und Restsüße ermöglicht dennoch eine gewisse Flaschenentwicklung. Für den 2024er wird ein Trinkfenster bis etwa 2031 angegeben. Mit etwas Reife können sich die Apfel- und Zitrusnoten stärker in Richtung reifer gelber Frucht, Kräuter und dezenter mineralischer Würze entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Rieslingglas unterstützt Frucht und Säure. Eine längere Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr vielseitig zu:
Fisch mit cremigen Saucen
Forelle und Saibling
gebratenem oder gedünstetem Fisch
Königin-Pastete
Geflügel in heller Sauce
Spargel
asiatischer Küche mit leichter Schärfe
süß-sauer gewürzten Gerichten
würzigen vegetarischen Speisen
Gerade die feinherbe Balance macht ihn auch zu einem sehr guten Begleiter für Gerichte, bei denen trockene Rieslinge schnell streng wirken können. Die Fachhandelsangaben nennen ausdrücklich Fischgerichte mit cremiger Sauce und Königin-Pastete.
Riesling trocken 2025, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Seehof der Familie Fauth liegt im Herzen von Westhofen und wird bereits in der vierten Generation bewirtschaftet. Florian Fauth steht heute für eigenständige, klar herkunftsbezogene Weine mit besonderem Schwerpunkt auf Riesling. Die Rebflächen umfassen rund 17,5 Hektar in und um Westhofen; zu den bedeutenden Herkünften zählen Morstein, Kirchspiel, Steingrube und Aulerde. Der trockene Riesling ist die Visitenkarte des Hauses: Ein bewusst breit angelegter Gutsriesling, der die Frische und Mineralität der Westhofener Böden in unkomplizierter, sehr trinkiger Form zusammenführt.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen des Seehofs, insbesondere aus Westhofener Lagen. Die Region ist stark vom Kalk geprägt. Die Spitzenlagen des Betriebs zeigen unterschiedliche Ausprägungen davon: Der Morstein besitzt schwere kalkhaltige Tonböden, während die Steingrube von kalkhaltigem Lehm mit Lössanteil geprägt ist. Auch im Gutsriesling zeigt sich diese Herkunft über eine ausgeprägte mineralische und leicht steinige Grundierung, die der Frucht Spannung und Präzision verleiht.
Jahrgang 2025
Für den 2025er werden je nach Quelle leicht unterschiedliche Laborwerte angegeben. Der aktuelle Fachhandel nennt 12,5 % vol., 7,1 g/l Säure und 5,5 g/l Restzucker; die aktuelle Weingutsseite weist 13,0 % vol. und 4,3 g/l Restzucker aus. Für die VINUS-Beschreibung sind daher die sensorisch konsistenten Angaben zu Frische und trockenem Geschmacksbild entscheidend. Der Jahrgang wirkt fruchtbetont, saftig und ausgewogen. Das zeigt sich auch bei anderen 2025er Seehof-Rieslingen: Das Jahr wird als reif, fruchtbetont und ausgewogen beschrieben.
Vinifikation & Ausbau
Der Gutsriesling wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben Frische, Primärfrucht und die klare Riesling-Typizität im Vordergrund. Der Schraubverschluss unterstützt zusätzlich die präzise, jugendliche Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er ausgesprochen frisch und klar. Grüner Apfel und Grapefruit bilden die zentrale Frucht, begleitet von herb-mineralischen und leicht kräuterigen Nuancen. Die Aromatik wirkt eher kühl und präzise als breit oder üppig.
Am Gaumen
Saftig, zupackend und sehr animierend. Die feingliedrige Säure bringt viel Spannung, während die Frucht den Wein geschmeidig und zugänglich hält. Eine deutlich mineralische Komponente verleiht ihm zusätzlichen Grip und führt in einen frischen, langen Nachhall.Besonders überzeugend ist der Trinkfluss: Der Wein besitzt genügend Substanz für den Tisch, bleibt aber leichtfüßig und unmittelbar zugänglich.
Aromatik
grüner Apfel
Grapefruit
Limette und Zitrus
weiße Frucht
feine kräuterige Nuancen
herb-mineralische Noten
steinige Anklänge
dezente salzige Frische
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert. Das Weingut selbst stellt den Wein als seinen saftigen und zupackenden Gutsriesling heraus.Historisch ist die Qualität der trockenen Rieslinge von Seehof sehr gut dokumentiert: Vinum, Gault&Millau und andere Führer würdigten insbesondere die Lagenrieslinge und die kontinuierliche Qualität der Kollektion. Diese Bewertungen beziehen sich jedoch auf frühere Jahrgänge und nicht auf den 2025er.
Reifepotenzial
Der Riesling ist in erster Linie auf frischen, unkomplizierten Trinkgenuss ausgelegt. Für den aktuellen Jahrgang wird ein Trinkfenster bis etwa 2028 angegeben. In dieser Zeit dürfte der Wein seine klare Zitrus- und Apfelfrucht bewahren und mit etwas Flaschenreife zusätzliche mineralische und kräuterige Nuancen entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein klassisches Rieslingglas unterstützt die Zitrus- und Apfelfrucht. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
leichten Fischgerichten
Zander, Forelle und Saibling
Meeresfrüchten
Salaten mit Zitrusdressing
Spargel
mediterranem Gemüse
Sushi
hellem Geflügel
leichten Pasta- und Gemüsegerichten
Die Vielseitigkeit entspricht auch den aktuellen Empfehlungen zum Wein, der besonders zu Pasta, Salat und hellem Fleisch passt.
Riesling trocken 2024 (Bio), LUKAS REINHARDT, Niederkirchen – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Reinhardt in Niederkirchen wird heute von Lukas Reinhardt in dritter Generation geprägt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 17 Hektar Weinberge in der Mittelhaardt, unter anderem in Ruppertsberg, Deidesheim, Niederkirchen, Forst und Wachenheim. Der Riesling nimmt mit rund 75 % der Rebfläche eine zentrale Stellung ein. Seit dem Jahrgang 2020 sind die Weine offiziell nach EU-Öko-Verordnung zertifiziert; gearbeitet wird bereits seit vielen Jahren nach biologischen Richtlinien.
Der trockene Riesling gehört zur Basislinie des Weinguts und zeigt bereits auf dieser Einstiegsstufe die typische Handschrift von Lukas Reinhardt: klare Frucht, saftige Säure, mineralische Würze und ein unkomplizierter, animierender Trinkfluss.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus Weinbergen auf sandigem Lehm mit geringem Lössanteil. Diese Böden ermöglichen eine gute Wasserversorgung und fördern einen ausgewogenen Riesling mit ausreichend Frische und Substanz.
Der Wein steht weniger für die ausgeprägte Lagenindividualität der höher eingestuften Rieslinge des Hauses, sondern für eine geradlinige Interpretation der Rebsorte mit regionalem Pfälzer Charakter.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde mit 11,5 % vol. Alkohol, 6,4 g/l Säure und 3,1 g/l Restzucker ausgebaut. Dadurch wirkt er trocken, frisch und leichtfüßig, ohne mager zu erscheinen.
Die Säure ist feingliedrig und bildet gemeinsam mit der moderaten Restsüße eine harmonische Balance.
Vinifikation & Ausbau
Die Vergärung erfolgt spontan: rund 80 % im Edelstahltank und 20 % im großen Holz. Anschließend reift der Wein über sechs Monate im Edelstahl. Der Ausbau verbindet damit Frische und Präzision mit einem kleinen Anteil zusätzlicher Textur und Würze aus dem Holz. Der Wein wird vegan produziert und mit Schraubverschluss abgefüllt.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Riesling ausgesprochen frisch und offen. Zitrusfrüchte bilden den klaren Kern, ergänzt durch Ananas, Passionsfrucht und Pfirsich. Dazu kommen Zitronengras und Papaya, die dem Wein einen leicht exotischen Charakter geben. Die Frucht ist saftig und modern, bleibt aber deutlich als Riesling erkennbar.
Am Gaumen
Frisch, spritzig und animierend. Die feingliedrige Säure sorgt für Spannung, während eine angenehm salzige Mineralität den Gaumen prägt. Die Frucht wirkt reif und schmeichlerisch, gleichzeitig besitzt der Wein genügend Frische für einen hohen Trinkfluss. Ein feiner cremiger Schmelz rundet das Mundgefühl ab. Das Verhältnis von Säure und Restsüße ist harmonisch, der Nachhall frisch und leicht mineralisch.
Aromatik
Zitrusfrucht und Limette
Pfirsich
Ananas
Passionsfrucht
Papaya
Zitronengras
helle florale Nuancen
salzige Mineralität
feiner cremiger Schmelz
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist in den aktuell verfügbaren Quellen keine belastbare, separat ausgewiesene externe Bewertung für genau diesen Wein dokumentiert. Die beim Händler genannten 85 Punkte VINUM und 84 Punkte Eichelmann beziehen sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2023 und sollten daher nicht dem 2024er zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgelegt. Als Trinkempfehlung werden aktuell 2026 bis etwa 2030 genannt. Im Laufe der Flaschenreife können sich die tropischen Fruchtnoten etwas zurücknehmen und stärker gelbfruchtigen, mineralischen und leicht würzigen Nuancen Platz machen.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein schlankes bis mittelgroßes Rieslingglas unterstützt die frische Zitrus- und Fruchtaromatik. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Rohkostsalaten
Salaten mit Shrimps
mediterranem Gemüse
Spargel
gedünstetem oder gegrilltem Fisch
leichten Geflügelgerichten mit heller Sauce
asiatischer Küche
Sushi und leichten Fischgerichten
mildem Weichkäse
Riesling Auslese Walsheimer Silberberg edelsüß 2019 – halbe Flasche, KARL PFAFFMANN, Walsheim/Südliche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Karl Pfaffmann in Walsheim gehört zu den etablierten Familienweingütern der Südpfalz. Edelsüße Rieslinge haben im Betrieb einen besonderen Stellenwert: Die Vinothek führt eine eigene Palette von Auslesen über Beerenauslesen bis hin zur Trockenbeerenauslese, jeweils aus dem Walsheimer Silberberg. Der Walsheimer Silberberg ist damit eine zentrale Herkunft für die edelsüßen Rieslinge des Hauses. Besonders die Verbindung von warmer Südhanglage und kalkhaltigem Untergrund schafft die Voraussetzungen für konzentrierte, zugleich säurefrische Rieslinge.
Lage & Terroir
Der Silberberg umgibt Walsheim großflächig und gehört zur Großlage Bischofskreuz. Die Weinberge liegen am Südhang; der Boden besteht aus Lösslehm mit Muschelkalkanteilen in tieferen Schichten. Für eine edelsüße Auslese ist diese Kombination besonders günstig: Der Lösslehm unterstützt die Wasserversorgung und Fülle, während der Muschelkalk zur mineralischen Spannung beiträgt. Die warme Südexposition begünstigt die späte Reife und die Entwicklung konzentrierter Fruchtaromen.
Jahrgang 2019
Der Riesling wurde mit 9,5 % vol. Alkohol, 9 g/l Säure und 128,5 g/l Restzucker analysiert. Diese Werte zeigen sehr deutlich, worauf die Stilistik beruht: hohe natürliche Süße trifft auf eine ausgesprochen kräftige Rieslingsäure. Die halbe Flasche mit 0,375 l ist für eine solche konzentrierte Auslese ideal – kleine Menge, große aromatische Intensität.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden sehr reif und selektiv gelesen. Die Verarbeitung erfolgte zügig und ohne Kühlung, um einen schnellen und kontrollierten Gärverlauf zu unterstützen. Anschließend wurde der Wein reduktiv im Edelstahltank ausgebaut. Der Edelstahl bewahrt dabei die klare Rieslingfrucht und verhindert, dass Holznoten die feine Balance aus Süße, Säure und Frische überlagern.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein ausgesprochen fruchtbetont und konzentriert. Reife Aprikose, Honigmelone und sonnenverwöhnte Zitrusfrucht stehen im Mittelpunkt, begleitet von feinen Honignoten. Mit zunehmender Belüftung wirkt die Frucht noch dichter und saftiger. Der Duft besitzt bereits eine leichte Reifeankündigung, bleibt aber klar und sortentypisch.
Am Gaumen
Vollmundig, opulent und zugleich erstaunlich frisch. Die hohe Restsüße sorgt für Fülle und einen fast cremigen Eindruck, während die kräftige Säure den Wein auffängt und ihm Spannung verleiht. Besonders überzeugend ist das Zusammenspiel von Fruchtextrakt, Süße und Säure. Der Wein wirkt dadurch nicht schwer, sondern lebendig und saftig. Im Finale bleibt eine Kombination aus reifer Frucht, Zitrusfrische und feiner mineralischer Würze zurück.
Aromatik
reife Aprikose
Pfirsich
Honigmelone
kandierte Zitrusfrucht
Honig
gelbe Früchte
feine Kräuterwürze
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Der 2019er wurde bei Meininger's Best of Riesling 2023 mit 93 Punkten bewertet und erreichte den 2. Platz in der Kategorie „Riesling edelsüß“. Auch das Weingut selbst führt diese Auszeichnung in seiner Übersicht. Dort wird der Wein zusätzlich mit 92 Punkten bei Meininger's Best of Riesling 2024 angegeben; die unterschiedliche Punktzahl dürfte auf unterschiedliche Verkostungs- beziehungsweise Bewertungsdurchgänge zurückgehen. Im VINUM Weinguide 2023 wurde die Auslese außerdem besonders hervorgehoben; dort wird sie als ausgesprochen erfrischend und bemerkenswert charaktervoll beschrieben.
Reifepotenzial
Die Kombination aus 128,5 g/l Restzucker und 9 g/l Säure bietet eine hervorragende Grundlage für lange Flaschenreife. Die ursprünglich angegebene Trinkempfehlung reicht bis etwa 2030. Aufgrund der Konzentration und Säure kann sich der Wein auch darüber hinaus interessant entwickeln. Mit zunehmender Reife dürften Aprikose und exotische Frucht stärker von kandierten Zitrusnoten, Honig, getrockneten Früchten und komplexeren mineralischen Nuancen ergänzt werden.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein kleines bis mittelgroßes Weißweinglas ist ausreichend. Nach dem Öffnen sollte der Wein einige Minuten Luft bekommen.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Foie gras und Leberpastete
kräftigen Terrinen
Blauschimmelkäse
gereiftem Hartkäse
Aprikosen- und Pfirsichdesserts
Crème brûlée
Fruchttartes
Desserts mit Mango oder Passionsfrucht
Auch pur als Abschluss eines Menüs funktioniert die halbe Flasche hervorragend. Das Weingut beziehungsweise der Fachhandel empfiehlt ausdrücklich Leberpastete mit herzhaftem Salat und Kürbiskernöl sowie fruchtige Desserts und gereiften beziehungsweise Blauschimmelkäse
Riesling Kabinett „Morstein“ 2022 fruchtsüß, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth hat seinen Sitz in Westhofen im Wonnegau und zählt zu den etablierten Rieslingerzeugern Rheinhessens. Florian Fauth steht für Weine, die den kalkreichen Herkünften rund um Westhofen viel Aufmerksamkeit widmen. Neben trockenen Lagenweinen entstehen auch feinherbe und fruchtsüße Rieslinge, bei denen die Kombination aus Frucht und Säure im Mittelpunkt steht. Der „Morstein“ ist eine der bedeutendsten Westhofener Herkünfte. Der 2022er Kabinett wird als Qualitätswein mit fruchtsüßer Stilistik geführt und verbindet die Leichtigkeit des Prädikats Kabinett mit der mineralischen Prägung des kalkreichen Standortes.
Lage & Terroir
Der Westhofener Morstein ist südlich ausgerichtet. Für den 2022er Kabinett werden kalkhaltiger Lehm und Mergel mit Tonanteilen angegeben; die Reben waren etwa 20 Jahre alt. Der kalkreiche Untergrund verleiht dem Wein Spannung und eine feine steinige Komponente, während die warme Südlage für reife, saftige Rieslingfrucht sorgt.Damit entsteht eine besonders reizvolle Verbindung aus aromatischer Reife und kühler Mineralität. Gerade bei einem fruchtsüßen Kabinett ist diese Balance entscheidend, damit die Süße nicht breit oder schwer wirkt.
Jahrgang 2022
Der Wein besitzt 9,5 % vol. Alkohol, 8,5 g/l Säure und 37 g/l Restzucker. Die kräftige Säure bildet das Rückgrat der Fruchtsüße und sorgt für einen ausgesprochen lebendigen Gesamteindruck. Die moderate Alkoholstärke unterstützt den leichten Kabinettcharakter und macht den Wein besonders animierend.
Vinifikation & Ausbau
Der Riesling wurde spontan im Edelstahltank vergoren und dort auch ausgebaut. Dadurch bleibt die klare Frucht erhalten; der Ausbau zielt nicht auf Holzprägung, sondern auf Frische, Präzision und Trinkfluss. Der Wein wird vegan produziert und mit Schraubverschluss angeboten.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein hell, feinfruchtig und elegant. Zitrische Frische verbindet sich mit gelbem Kernobst und saftigen Steinfruchtaromen. Dazu kommt eine dezente mineralische Anmutung, die den Morstein-Hintergrund erkennen lässt.Die Frucht wirkt nicht üppig, sondern leichtfüßig und präzise. Gerade die Kombination aus reifer Frucht, feiner Süße und mineralischer Frische bestimmt den Charakter.
Am Gaumen
Der Auftakt ist saftig und unmittelbar animierend. Eine lebendige Säure fängt die fruchtsüße Komponente präzise auf und sorgt für Spannung. Die Frucht bleibt leicht und elegant, während die kalkige Mineralität im Hintergrund für zusätzliche Länge sorgt.Im Finale verbinden sich Süße und Säure besonders harmonisch. Der Nachhall ist frisch, feinfruchtig und leicht mineralisch. Die dokumentierte Verkostungsnotiz hebt ausdrücklich die elegante, feinfruchtige Art und die sehr gute Süße-Säure-Balance hervor.
Aromatik
Pfirsich
gelber Apfel
Birne
Zitrusfrucht
feine tropische Anklänge
florale Nuancen
zarte mineralische Noten
leichter Honigton
Auszeichnungen
Für genau den 2022er Morstein Riesling Kabinett konnten keine belastbaren externen Punktebewertungen bei Falstaff, VINUM oder vergleichbaren Weinführern verifiziert werden. Die verfügbaren Quellen bestätigen jedoch die ausgewogene, elegante Stilistik und führen den Wein mit einer Trinkempfehlung bis etwa 2027.
Reifepotenzial
Der Wein ist vor allem auf Frische und frühe Zugänglichkeit ausgelegt. Die hohe Säure bietet jedoch genügend Stabilität für einige Jahre Flaschenreife. Die ursprüngliche Trinkempfehlung reicht bis etwa 2027. Mit weiterer Reife können sich Pfirsich und Zitrusfrucht zunehmend in Richtung reifer gelber Früchte, Honig und feiner mineralischer Würze entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein schlankes bis mittelgroßes Rieslingglas unterstützt die feine Frucht und die Säure. Der Wein benötigt keine längere Belüftung und kann direkt aus der gut gekühlten Flasche serviert werden.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
asiatischer Küche mit leichter Schärfe
Sushi und Sashimi
gebratenem oder gedünstetem Fisch
Meeresfrüchten
hellem Geflügel
sommerlichen Salaten
leicht pikanten Gemüsegerichten
mildem Weichkäse
fruchtigen Desserts mit geringer Süße
Auch als Aperitif eignet sich der Wein hervorragend.
Riesling „Vom Kalkstein“ trocken 2024, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof der Familie Fauth liegt im Herzen von Westhofen und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Florian Fauth steht für präzise, trockene Weine aus den kalkgeprägten Westhofener Weinbergen. Der Betrieb bewirtschaftet rund 17,5 Hektar und legt großen Wert darauf, den Charakter der jeweiligen Böden im Wein sichtbar zu machen. Der „Vom Kalkstein“ ist als Qualitätswein eine Herkunfts-Cuvée aus Westhofen und bringt bereits auf dieser Stufe die zentrale geologische Prägung des Wonnegau ins Glas: Kalkstein und kalkhaltige Tonmergelböden.
Lage & Terroir
Die Trauben wachsen auf kalksteinmergelreichen Böden. In der Westhofener Weinlandschaft finden sich schwere kalkhaltige Tonböden ebenso wie Kalksteinfels mit Wasseradern, die auch in trockenen Phasen eine gleichmäßige Versorgung der Reben ermöglichen. Dieser geologische Untergrund ist eine wichtige Grundlage für die salzige, steinige und strukturierte Stilistik der Seehof-Rieslinge. Der Kalk prägt den Wein weniger durch eine einzelne dominante Bodenaromatik als durch Spannung, Frische und einen festen mineralischen Zug. Gleichzeitig ermöglicht das warme Westhofener Mikroklima eine reife, saftige Frucht.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 7,6 g/l Säure und 3 g/l Restzucker. Damit ist er klar trocken ausgerichtet und verfügt über einen ausgesprochen lebendigen Säurenerv. Die Kombination aus moderatem Alkohol und hoher Säure sorgt für Leichtigkeit und Trinkfluss, ohne dass der Wein an Substanz verliert.
Vinifikation & Ausbau
Die Vergärung und der Ausbau erfolgen teilweise spontan in Edelstahl und großem Holz. Anschließend wird der Wein im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch verbindet er die Präzision und Frische des Edelstahls mit zusätzlicher Textur und Würze aus dem großen Holz. Der Schraubverschluss unterstützt den frischen, geradlinigen Stil und bewahrt die lebendige Frucht.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein hell, klar und ausgesprochen animierend. Weinbergspfirsich und Zitrusfrucht stehen im Vordergrund, begleitet von feinen Kräutern, hellen floralen Nuancen und einer deutlich mineralischen Anmutung. Mit etwas Luft treten reifere gelbe Fruchtaromen hervor. Mirabelle, reife Birne und Ananas ergänzen das Aromenspektrum und geben dem Riesling zusätzliche Fülle.
Am Gaumen
Saftig und überraschend dicht für diese Herkunftsstufe. Die reife Frucht wird von einer lebendigen, fein eingebundenen Säure getragen. Dazu kommt eine ausgeprägte, fast prickelnd wirkende Mineralität, die dem Wein Spannung und Zug verleiht. Die kräutrige Würze sorgt für zusätzliche Tiefe. Im Finale bleibt der Riesling lange präsent, mit reifer Frucht, kalkiger Mineralität und einer leicht tabak-würzigen Note. Der Nachhall wirkt trocken, saftig und nachhaltig.
Aromatik
Weinbergspfirsich
Mirabelle
reife Birne
Zitrusfrucht
Ananas
feine Kräuter
helle florale Noten
kalkige Mineralität
dezente Würze
leicht tabakige Nuancen
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2024 konnte keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers eindeutig verifiziert werden. Daher werden keine fremden Bewertungen oder Ergebnisse anderer Jahrgänge auf diesen Wein übertragen. Die dokumentierte Fachverkostung hebt insbesondere die Saftigkeit, Dichte, Mineralität und ausgewogene Säurestruktur des 2024ers hervor.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung ausgesprochen zugänglich, besitzt durch 7,6 g/l Säure und seine kalkige Struktur aber auch Reserven für einige Jahre Flaschenreife. Als Trinkempfehlung wird der Zeitraum bis etwa 2029 angegeben. Mit weiterer Reife können sich Pfirsich und Zitrus stärker in Richtung reifer gelber Frucht, Kräuter, getrockneter Zitrusschale und würziger Mineralität entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Rieslingglas bringt die feine Frucht und die Mineralität präzise zur Geltung. Etwas Luft im Glas lässt die kräutrige Würze und die gelbe Frucht deutlicher hervortreten.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Saibling und Forelle
gebratenem oder gedünstetem Fisch
Meeresfrüchten
hellem Geflügel
Spargel
mediterranem Gemüse
leichten asiatischen Gerichten
cremigen Gemüsegerichten
mildem Weichkäse
Auch die dokumentierte Fachhandelsempfehlung nennt Fisch, helles Geflügel und Weichkäse als passende Begleiter.
Riesling „Grauschiefer“ 2023 · trocken
Andreas Schmitges – Erden, Mosel
Der Riesling Grauschiefer 2023 von Andreas Schmitges ist ein klassischer, trockener Mosel-Riesling, der besonders schön zeigt, wie sich feine Frucht, elegante Säure und Schiefermineralität verbinden. Die Trauben stammen aus verschiedenen Steillagen rund um Erden; ausgebaut wird der Wein im Edelstahltank.
Charakter & Verkostung
In der Nase Pfirsich und Aprikose, dazu Birne, Zitrus und feine Blüten. Dahinter zeigt sich bereits die typische würzige Schiefernote. Am Gaumen trocken, frisch und saftig, mit sehr schöner Rieslingfrucht und einer eleganten, eher weichen Säure. Die Frucht wirkt reif und klar, während die Schiefermineralität für Spannung und Länge sorgt. Das Finale ist mineralisch, frisch und leicht salzig, mit Pfirsich, Aprikose und einer feinen steinigen Würze.
Ein finessenreicher, klassischer Mosel-Riesling mit viel Frucht, Mineralität und Trinkfluss.
Aromatik
Pfirsich → Aprikose → Birne → Zitrus → Blüten → Schiefer → Salz
Der Wein ist dabei nicht laut oder übermäßig exotisch, sondern lebt von seiner Balance zwischen Frucht und Mineralität.
Jahrgang 2023
Die Trauben wurden vollreif von Hand gelesen und selektioniert und anschließend sehr kühl vergoren. Der Ausbau erfolgte im Edelstahltank, wodurch die Frische und klare Frucht erhalten bleiben. Für den 2023er werden etwa 12 % Vol., 7,4 g/l Restzucker und 6,8 g/l Säure angegeben.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C
Passt besonders gut zu
Meeresfrüchten
Zander
Forelle
Muscheln
Spargel
Sushi
leichten Fischgerichten
Salaten
vegetarischer Küche
Ziegenkäse
Besonders schön zu Zander in Rieslingschaum – eine klassische Kombination, die auch als passende Speiseempfehlung für den Wein genannt wird
Riesling „Haus Klosterberg“ 2024 · trocken
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Ein frischer, präziser und mineralischer Mosel-Riesling, der die typische Stilistik von Markus Molitor sehr schön zeigt: klare Frucht, lebendige Säure und eine feine Schieferwürze. Der 2024er wirkt dabei jugendlich, animierend und ausgesprochen trinkfreudig.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Limette, dazu Zitrone, Grapefruit und weiße Blüten. Feine Kräuter- und Schiefernoten ergänzen das frische Fruchtbild. Am Gaumen trocken, saftig und geradlinig, mit knackiger Zitrusfrucht und feiner Steinobstaromatik. Die lebendige Rieslingsäure sorgt für Spannung und macht den Wein sehr animierend. Im Finale frisch, mineralisch und leicht salzig, mit Limette, Pfirsich und einer feinen Kräuterwürze.
Ein unkomplizierter, aber charaktervoller Mosel-Riesling mit viel Frische und hervorragendem Trinkfluss.
Aromatik
Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Limette → Zitrone → Grapefruit → weiße Blüten → Kräuter → Schiefer → Salz
Jahrgang 2024
Der junge 2024er steht klar im Zeichen von Frische und Präzision. Seine Säure und Mineralität machen ihn bereits jetzt sehr zugänglich.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030Serviertemperatur: 8–10 °C
Gut gekühlt servieren und anschließend im Glas etwas Temperatur annehmen lassen.
Passt besonders gut zu
Forelle
Zander
Saibling
Garnelen
Muscheln
Sushi
Spargel
Ziegenkäse
leichten Salaten
asiatischen Vorspeisen
Besonders passend zu gebratenem Zander mit Zitronenbutter und Kräutern. Auch als Aperitif funktioniert er hervorragend.
Sparkling Riesling „DESERTEUR“ alkoholfrei
BIBO RUNGE · Oestrich-Winkel / Rheingau
Geschichte & Idee
Der DESERTEUR Sparkling Riesling ist die prickelnde Variante der alkoholfreien DESERTEUR-Linie von BIBO RUNGE. Die Idee ist bemerkenswert klar: kein Traubensaft und keine bloße Alternative zu Sekt, sondern ein aus echtem Rheingauer Riesling erzeugtes, entalkoholisiertes Produkt mit eigenständigem Weincharakter.
BIBO RUNGE hat sich innerhalb des Rheingaus besonders mit alkoholfreien Weinen beschäftigt. Der DESERTEUR entstand aus dem Wunsch, auch Menschen, die keinen Alkohol trinken möchten oder können, einen ernsthaften Wein- beziehungsweise Sektgenuss anzubieten. Das Weingut arbeitet dabei mit dem Spezialisten Markus Bonsels zusammen.
Der Name „DESERTEUR“ ist dabei bewusst augenzwinkernd gewählt: Der Riesling „desertiert“ vom Alkohol, bleibt seinem Weincharakter aber möglichst treu.
Herkunft und Rebsorte
Die Basis besteht laut BIBO RUNGE aus 100 % Riesling aus dem Rheingau. Nach der Entalkoholisierung wird der Wein für die Sparkling-Version fein abgestimmt und mit Kohlensäure versehen.
Das ist wichtig für die Einordnung: Es handelt sich nicht um einen aromatisierten Softdrink, sondern um ein schäumendes Getränk aus entalkoholisiertem Riesling.
Der Hersteller bezeichnet ihn als alkoholfreien Sekt, rechtlich wird er als schäumendes Getränk aus entalkoholisiertem Wein geführt.
Herstellung
Der Riesling wird zunächst als Wein ausgebaut und anschließend schonend entalkoholisiert. Für den Sparkling DESERTEUR wird er danach von Markus Bonsels sensorisch abgestimmt und mit Perlage versehen.
Die Kohlensäure erfüllt dabei nicht nur eine dekorative Funktion. Sie gibt dem alkoholfreien Wein zusätzlich Frische, Spannung und Mundgefühl und ersetzt teilweise das Volumen, das normalerweise durch Alkohol entsteht.
Technische Daten
Rebsorte: 100 % Riesling Herkunft: Rheingau Alkohol: < 0,5 % vol. Vegan: ja Allergene: Sulfite Kategorie: entalkoholisierter Schaumwein / Sparkling Riesling
Bei aktuellen Produktangaben werden rund 29 g/l Restzucker genannt.
Damit ist er deutlich fruchtiger und süßer angelegt als ein klassischer trockener Rheingau-Riesling.
Verkostung
Die aktuelle Falstaff-Verkostung von 2026 beschreibt eine erstaunlich typische Riesling-Nase:
grüner Apfel → weißer Pfirsich → Wiesenkräuter → Bergamotte → steinige Noten
Dazu kommt eine dezente Petrolnote, die man von gereiftem Riesling kennt.
BIBO RUNGE selbst beschreibt zusätzlich Vanille, Honig und Zitrus als prägende Aromen.
Das ergibt eine ungewöhnlich breite Aromatik für einen alkoholfreien Sparkling:
Apfel + Pfirsich + Zitrus + Kräuter + Honig + mineralische Noten
Am Gaumen
Der Auftakt ist saftig und vollmundig.
Die Perlage ist elegant eingebunden und wirkt nicht aggressiv. Gleichzeitig bringt die Säure genügend Spannung mit, um die anklingende Süße auszugleichen.
Falstaff beschreibt den 2026 verkosteten DESERTEUR mit guter Fülle, lebendiger Säure, anklingender Süße, elegantem Mousseux und guter Länge.
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Eigenschaft des Weins: Er wirkt nicht einfach wie ein süßer alkoholfreier Frucht-Sparkling, sondern besitzt eine erkennbare Rieslingstruktur.
Aromatik
grüner Apfel → weißer Pfirsich → Zitrone → Bergamotte → Honig → Vanille → Wiesenkräuter → Stein → dezentes Petrol
Die Kombination aus Bergamotte und Riesling-Petrol ist besonders interessant, weil sie dem Wein eine überraschend erwachsene aromatische Dimension gibt.
Auszeichnungen
Der DESERTEUR Sparkling Riesling hat eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte.
Im Dezember 2023 wurde er von der Süddeutschen Zeitung in einem Vergleich von 12 alkoholfreien Sekten zum Testsieger erklärt. BIBO RUNGE bezeichnet ihn als „Der Überzeugende“.
Noch aktueller ist die Bewertung von Falstaff 2026: 91+ Punkte. Verkoster Ulrich Sautter lobt insbesondere den Rieslingduft, die saftige Fülle, die lebendige Säure, das elegante Mousseux und die gute Länge.
Damit gehört der DESERTEUR eindeutig zu den ernstzunehmenden alkoholfreien Sparkling-Weinen.
Reifepotenzial
Hier würde ich ihn deutlich anders behandeln als deine Rieslinge von Markus Molitor, Van Volxem oder Schäfer-Fröhlich.
Der DESERTEUR ist in erster Linie auf frische, aromatische Trinkfreude ausgelegt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2026/2027
Nicht lange im Keller lagern, sondern möglichst frisch genießen.
Serviertemperatur: 7–9 °C
Nicht eiskalt servieren. Bei etwa 8 °C kommen Rieslingaromatik und Frucht besser zur Geltung.
Speisenbegleitung
Seine leichte Süße und die lebendige Säure machen ihn besonders vielseitig.
Sehr gut zu:
Aperitif
Sushi
Sashimi
Garnelen
Lachs
Forelle
leichten Salaten
asiatischer Küche
Thai-Gerichten
mildem Curry
Ziegenkäse
Brunch
Besonders gelungen dürfte er zu Sushi mit Lachs und Avocado sein.
Auch zu Garnelen mit Limette und etwas Chili funktioniert er sehr gut: Die Süße puffert die Schärfe, während Säure und Kohlensäure den Gaumen wieder auffrischen.
Riesling Laumersheim „vom Kalksteinfels“ VDP.Ortswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim zählt zu den renommierten Betrieben der Pfalz und ist seit 2008 Mitglied im VDP. Philipp Kuhn führt das Familienweingut seit den frühen 1990er-Jahren und hat es konsequent auf trockene, terroirgeprägte Weine ausgerichtet. Riesling gehört neben den Burgundersorten zu den wichtigsten Rebsorten des Hauses. Der „vom Kalksteinfels“ gehört als VDP.Ortswein zur Herkunftsstufe zwischen Gutswein und Erster Lage. Der Wein soll damit bereits deutlich den Charakter der Orts- und Bodenherkunft Laumersheim zeigen, ohne die Konzentration einer einzelnen Spitzenlage anzustreben.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge rund um Laumersheim sind stark vom Kalkstein geprägt. Beim „vom Kalksteinfels“ steht genau dieser geologische Untergrund im Mittelpunkt. Kalkstein verleiht Riesling häufig eine straffe, kühle und mineralische Anmutung und unterstützt eine präzise Säurestruktur. Die Kombination aus warmem Pfälzer Klima und kalkreichen Böden schafft die Grundlage für einen Riesling, der reife Frucht mit Frische und mineralischem Zug verbinden kann.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist ein noch sehr junger Jahrgang. Entsprechend stehen Frische, Zitrusaromatik und die klare Mineralität des Kalkbodens im Vordergrund. Die trockene Stilistik des Hauses lässt dabei die Herkunft stärker hervortreten als eine ausgeprägte Restsüße.
Vinifikation & Ausbau
Philipp Kuhn setzt bei seinen trockenen Rieslingen auf eine möglichst präzise, herkunftsorientierte Vinifikation. Der Ausbau des „vom Kalksteinfels“ zielt darauf, die natürliche Frische und Mineralität des Rieslings zu erhalten und gleichzeitig genügend Körper und Textur zu entwickeln.
Verkostung
In der Nase präsentiert sich der Wein klar und frisch mit Zitrone, Limette und weißem Pfirsich. Dazu kommen feine gelbfruchtige Anklänge und eine deutlich steinige, kreidige Mineralität. Mit etwas Luft wirkt die Frucht reifer und gewinnt an Tiefe. Kräuterige und leicht salzige Nuancen ergänzen das Bukett.
Am Gaumen
Straff, saftig und präzise. Die Säure sorgt für Spannung und einen hohen Trinkfluss, während die kalkige Mineralität dem Wein Struktur und Länge gibt. Die Frucht bleibt eher auf der hellen Seite: Zitrus, grüner Apfel, weißer Pfirsich und etwas gelbe Frucht. Im Mittelteil zeigt sich ein feiner Schmelz, bevor der Wein wieder deutlich mineralischer und trockener ausläuft. Der Nachhall ist frisch, kalkig und leicht salzig.
Aromatik
Zitrone
Limette
grüner Apfel
weißer Pfirsich
gelbe Steinfrucht
Kräuter
Kreide
Kalkstein
feine salzige Mineralität
Reifepotenzial
Der Wein ist zunächst auf Frische und Präzision ausgelegt, besitzt durch seine Herkunft und Säure aber durchaus Entwicklungspotenzial. In den kommenden Jahren können sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Pfirsich und gelbe Früchte entwickeln; gleichzeitig können mineralische, kräuterige und leicht nussige Töne an Bedeutung gewinnen.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Rieslingglas unterstützt sowohl die Zitrusfrucht als auch die kalkige Mineralität.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Austern und Muscheln
Garnelen
Zander und Saibling
Forelle
Sushi
Spargel
Artischocken
mediterranem Gemüse
Geflügel mit hellen Saucen
Ziegenkäse
leichten vegetarischen Gerichten
Riesling „Schiefersteil“ 2023 · trocken
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Der Riesling „Schiefersteil“ 2023 zeigt die moderne, präzise Seite des trockenen Mosel-Rieslings: klar, mineralisch, saftig und animierend, mit feiner Steinobstfrucht und der charakteristischen Würze des Schieferbodens.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Aprikose, dazu Limette, Zitrone und Grapefruit. Feine weiße Blüten, Kräuter und steinige Schiefernoten ergänzen das frische Aromenspiel. Am Gaumen trocken, schlank und saftig, mit knackiger Zitrusfrucht und feiner Steinobstaromatik. Die lebendige Rieslingsäure sorgt für Spannung und einen sehr guten Trinkfluss. Dazu kommt eine dezente salzig-mineralische Würze. Das Finale ist klar, frisch und mineralisch, mit Limette, Pfirsich, Kräutern und feiner Schieferwürze.
Ein geradliniger, animierender Riesling mit viel Frische und ausgeprägtem mineralischem Charakter.
Aromatik
Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Aprikose → Limette → Zitrone → Grapefruit → weiße Blüten → Kräuter → Schiefer → Salz
Jahrgang 2023
Der 2023er präsentiert sich noch jugendlich und frisch. Die Frucht steht derzeit stärker im Vordergrund als beim 2020er, während sich die mineralische und würzige Seite mit etwas Luft zunehmend zeigt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2033Serviertemperatur: 9–11 °C
Eine kurze Belüftung im Glas tut ihm gut. Nicht zu kalt servieren, damit die Schiefer- und Kräuternoten zur Geltung kommen.
Passt besonders gut zu
Zander
Saibling
Forelle
Steinbutt
Garnelen
Muscheln
Sushi
Spargel
Geflügel
Ziegenkäse
Besonders schön zu Zander mit Zitronenbutter, Kräutern und etwas Fenchel.
Riesling „Schiefersteil“ 2020 · trocken
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Der Riesling „Schiefersteil“ 2020 ist ein charaktervoller, trockener Mosel-Riesling mit klarer Frucht, lebendiger Säure und ausgeprägter mineralischer Spannung. Der Name ist Programm: Schiefer, Kräuterwürze und eine feine rauchige Note prägen den Wein ebenso wie seine saftige Rieslingfrucht.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Aprikose, dazu Limette, Grapefruit und Zitronenzeste. Ergänzt wird die Frucht durch weiße Blüten, Kräuter, Feuerstein und feine rauchige Schiefernoten. Am Gaumen trocken, saftig und präzise, mit reifer Steinfrucht und frischer Zitrusfrucht. Die lebendige Rieslingsäure sorgt für Spannung, während die mineralische Struktur dem Wein Tiefe und einen leicht salzigen Charakter verleiht. Das Finale ist frisch, trocken und mineralisch, mit Pfirsich, Zitrus, Kräuterwürze und feiner rauchig-steiniger Länge.
Ein geradliniger, animierender Riesling mit schöner Balance zwischen Frucht, Säure und Schiefermineralität.
Aromatik
Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Aprikose → Limette → Grapefruit → Zitronenzeste → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → Schiefer → Rauch → Salz
Jahrgang 2020
Der 2020er zeigt heute eine schöne Kombination aus reifer Frucht und mineralischer Frische. Durch die Flaschenreife wirkt der Wein bereits harmonisch, besitzt aber weiterhin genügend Säure und Struktur für eine weitere Entwicklung.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2033Serviertemperatur: 9–11 °C
Eine kurze Belüftung im Glas bringt die mineralischen und würzigen Noten besonders schön zur Geltung.
Passt besonders gut zu
Zander
Saibling
Forelle
Steinbutt
Jakobsmuscheln
Garnelen
Austern
Spargel
Geflügel
Kalb
Ziegenkäse
Besonders passend zu gebratenem Zander mit Zitronenbutter und frischen Kräutern. Auch zu Jakobsmuscheln mit Sellerie und gerösteten Nüssen ist die Kombination aus Frische und Mineralität sehr stimmig.
Riesling „Nahe“ 2022
Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe
Geschichte & Herkunft
Der „Nahe Riesling“ ist der klassische Einstieg in die Riesling-Kollektion von Schäfer-Fröhlich und zeigt bereits auf Gutswein-Niveau sehr deutlich die Handschrift des Hauses.
Schäfer-Fröhlich bewirtschaftet rund 21 Hektar in den besten Lagen der Nahe; etwa 85 % der Rebfläche sind mit Riesling bepflanzt. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau. Tim Fröhlich hat das Weingut zu einem der angesehensten Rieslingbetriebe Deutschlands entwickelt. Charakteristisch ist die Arbeit mit den beiden großen Bodentypen der Region: Vulkan- und Schiefergestein.
Beim Nahe Riesling werden Trauben aus verschiedenen Parzellen zusammengeführt. Dadurch ist er weniger der Ausdruck einer einzelnen Lage als vielmehr ein kompakter Querschnitt durch die mineralische Welt von Schäfer-Fröhlich.
Der Jahrgang 2022
2022 war warm und trocken. Beim Gutsriesling ist die Wärme aber nicht mit Schwere gleichzusetzen. Der Wein besitzt vielmehr eine gute Verbindung aus reifer Frucht, kräftiger Struktur und mineralischer Spannung.
Der Wein wurde trocken und spontan vergoren und im Stahltank ausgebaut. Angegeben werden 11,0 % vol. Alkohol. Als optimale Trinkreife werden 2023–2030 genannt.
Auszeichnungen & Bewertungen
Für den 2022er werden unter anderem 93 Punkte James Suckling und 16,5/20 Punkte Weinfurore angegeben.
Das ist für einen Gutswein bemerkenswert und zeigt, wie ernst Schäfer-Fröhlich bereits die Einstiegsebene nimmt.
Verkostung
In der Nase zunächst weiße Apfelblüte, weißer Pfirsich und Zitronengras. Dazu kommen Limette, frischer Apfel und eine dezente Kräuterwürze.
Mit etwas Luft entwickelt sich eine deutlich mineralischere Seite: nasser Stein, Schiefer, Zitrusschale und eine leicht erdige Würze.
Am Gaumen wirkt der Wein kernig und stoffig, mit guter Säure und deutlichem Grip. Die Frucht bleibt frisch und eher schlank, während die Mineralität für die nötige Tiefe sorgt.
Besonders schön ist die für Schäfer-Fröhlich typische Kombination aus Zitrusfrucht, Kräutern und mineralischer Phenolik.
Das Finale ist trocken, frisch und leicht salzig.
Aromatik
weißer Pfirsich → grüner Apfel → Apfelblüte → Zitrone → Zitronengras → Limette → Stachelbeere → Ananas → Zitronenmelisse → Kräuter → Schiefer → nasser Stein → Salz
Reifepotenzial
Der Nahe Riesling ist in erster Linie ein Wein für den relativ frühen Genuss, besitzt aber mehr Entwicklungspotenzial, als seine Einstufung als Gutswein vermuten lässt.
Trinkfenster: etwa 2024–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C
2026 befindet sich der 2022er damit in einer sehr guten Phase: Die ursprüngliche Frische ist noch vorhanden, während sich bereits mehr mineralische und kräuterige Komponenten zeigen.
Speisenbegleitung
Seine moderate Alkoholstärke und die lebendige Säure machen ihn sehr vielseitig:
Huhn
Pute
Gans
gebratener Fisch
Forelle
Salate
Spargel
leichte Pasta
Ziegenkäse
Frischkäse
Besonders gut funktioniert gebratenes Geflügel mit Kräutern und Zitronensauce.
Auch zu einer einfachen Forelle mit brauner Butter und Zitrone ist er hervorragend geeignet.
Rotschiefer Riesling Kabinett 2024 · feinherb
Van Volxem – Wiltingen / Saar
Ein feinherber, leichtfüßiger Saar-Kabinett mit der typischen Verbindung aus saftiger Rieslingfrucht, lebendiger Säure und mineralischer Würze. Der Rotschiefer verleiht ihm einen etwas würzigeren, erdigeren Charakter als die kühleren, helleren Schieferlagen.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, Aprikose und grüner Apfel, dazu Limette, Zitrone und weiße Johannisbeere. Feine Aromen von weißen Blüten, Kräutern und rotem Schiefer ergänzen das frische Fruchtbild. Am Gaumen feinherb, saftig und animierend, mit reifer Steinfrucht und knackiger Zitrusfrische. Die feine Restsüße wirkt sehr gut eingebunden und wird von der lebendigen Saar-Säure getragen. Eine dezente salzig-mineralische Würze sorgt für zusätzlichen Druck. Das Finale ist frisch, fruchtig und mineralisch, mit Pfirsich, Limette, Kräutern und einer feinen schieferwürzigen Note.
Ein wunderbar trinkiger Saar-Kabinett: leicht, saftig, feinherb und mit viel Spannung.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Aprikose → grüner Apfel → weiße Johannisbeere → Limette → Zitrone → weiße Blüten → Kräuter → roter Schiefer → Salz
Jahrgang 2024
Der 2024er präsentiert sich jugendlich, frisch und sehr animierend. Die Kombination aus Fruchtsüße und lebendiger Säure macht ihn bereits jetzt zu einem hervorragenden Trinkwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2032Serviertemperatur: 8–10 °C
Am besten gut gekühlt öffnen und im Glas langsam etwas wärmer werden lassen.
Passt besonders gut zu
asiatischer Küche
Thai-Curry
Sushi
vietnamesischen Gerichten
Garnelen
gebratenem Fisch
Geflügel
Ziegenkäse
leichten Gemüsegerichten
sommerlichen Salaten
Besonders schön zu Garnelen mit Chili, Limette und frischen Kräutern. Auch zu asiatisch gewürztem Geflügel spielt die feinherbe Balance ihre Stärke aus.
Westhofener Riesling „M“ 2020, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seehof liegt im Ortskern von Westhofen am Seebach und wird heute in fünfter Generation von Florian Fauth geprägt. Rund 17,5 Hektar Rebfläche stehen unter Bewirtschaftung. Der Betrieb konzentriert sich besonders auf trockene Weißweine und Riesling und arbeitet stark herkunftsorientiert. Zu den wichtigsten Westhofener Lagen zählen Morstein, Kirchspiel und Steingrube. Der „M“ wird als trockener Qualitätswein aus Westhofen geführt. Das Kürzel verweist auf die enge Verbindung zum Morstein, ohne dass der Wein als klassischer Lagenwein mit der vollständigen Lagenbezeichnung etikettiert wird. Der 2020er ist bei Seehof ausdrücklich als „Westhofener Riesling – M“ beziehungsweise „Riesling M“ dokumentiert.
Lage & Terroir
Der Wein steht im geologisch stark kalkgeprägten Umfeld von Westhofen. Die bedeutenden Herkünfte rund um den Ort sind von Ton, Lehm, Löss und Kalkfelsen geprägt; insbesondere der Morstein besitzt massiven Kalk im Untergrund. Diese Böden schaffen die Grundlage für Rieslinge mit mineralischer Spannung, fester Struktur und guter Reifefähigkeit. Beim „M“ steht weniger die plakative Frucht als die Verbindung von reifer Rieslingfrucht, Würze und steinigem Zug im Mittelpunkt. Der Wein ist als eigenständiger trockener Qualitätswein konzipiert und zeigt die Herkunft Westhofen in konzentrierter Form.
Jahrgang 2020
Der 2020er besitzt 13,5 % vol. Alkohol und wurde trocken ausgebaut. Das Jahr bringt einen entsprechend substanzreichen Riesling hervor, der genügend Kraft für die Holzreife mitbringt. Die aktuell dokumentierte Trinkempfehlung reicht bis etwa 2028.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wurde im Barrique ausgebaut und mit Naturkork verschlossen. Damit erhält der Riesling zusätzliche Textur und Würze, ohne dass die Rebsorte vollständig vom Holz geprägt wird. Seehof verbindet bei seinen anspruchsvolleren Rieslingen traditionell Frucht, Herkunft und behutsamen Holzeinsatz; externe Beschreibungen des Hauses betonen gerade die sichere Hand von Florian Fauth bei der Arbeit mit dem Holzfass. Der Wein wurde vegan produziert.
Verkostung
Der 2020er präsentiert sich als trockener Riesling mit reifer, eher gelbfruchtiger Grundaromatik. Im Vordergrund stehen gelbe Früchte und Zitrus, ergänzt durch würzige, leicht hefige und steinige Nuancen. Der Barriqueausbau bringt zusätzliche Tiefe und eine feine rauchige beziehungsweise toastige Komponente. Mit zunehmender Luft dürfte sich die zunächst kompakte Struktur stärker öffnen und die Mineralik deutlicher hervortreten.
Am Gaumen
Kräftig und zugleich präzise. Die reife Frucht wird von einer tragenden Säurestruktur gehalten, während das Holz für zusätzlichen Schmelz und Griff sorgt. Der Wein wirkt trocken, fest und substanzreich, ohne seine Riesling-Frische einzubüßen. Die kalkig-mineralische Komponente sorgt für Spannung im Mittelgaumen. Im Finale verbinden sich Frucht, Würze und Steinigkeit mit einer leicht herben, trockenen Kontur.
Aromatik
Zitrusfrucht
gelber Apfel
reife Birne
Pfirsich
gelbe Früchte
feine Kräuterwürze
dezente Hefenoten
Rauch und zarte Röstaromen
kalkige Mineralität
leicht herber Nachhall
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2020er „Riesling M“ ist in den aktuell auffindbaren Quellen keine belastbare externe Punktbewertung eindeutig dokumentiert. Die bei Vinoterra und im aktuellen Seehof-Angebot vorhandenen Angaben bestätigen jedoch eindeutig Jahrgang, Qualitätsstufe, trockenen Ausbau und den Ausbau im Holz.
Reifepotenzial
Der Wein befindet sich inzwischen in einer attraktiven Reifephase. Die Kombination aus 13,5 % vol. Alkohol, trockener Stilistik, Säure und Holzstruktur bietet genügend Substanz für eine weitere Entwicklung. Die ursprüngliche Trinkempfehlung reichte bis etwa 2028.Mit weiterer Flaschenreife können sich gelbe Frucht und Zitrus zunehmend in Richtung getrockneter Früchte, Kräuter, Nuss, Rauch und komplexerer mineralischer Noten entwickeln.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein größeres Rieslingglas unterstützt die Entwicklung der Holz-, Würz- und Mineralnoten. Eine kurze Belüftung vor dem Servieren ist sinnvoll, besonders wenn der Wein noch kompakt wirkt.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
kräftigem Fisch
gebratenem Zander und Steinbutt
Meeresfrüchten
Geflügel mit hellen, würzigen Saucen
Kalbfleisch
Pasta mit cremigen Saucen
mediterraner Küche
Tapas
Rind mit heller Würzung
herzhaftem Käse
Diese gastronomische Vielseitigkeit wird auch für den 2020er ausdrücklich empfohlen.
Westhofener Riesling „M“ 2023, QW, SEEHOF / FLORIAN FAUTH, Westhofen/Wonnegau – Rheinhessen
Geschichte & Herkunft
Der Seehof der Familie Fauth liegt im Herzen von Westhofen und wird in vierter Generation bewirtschaftet. Florian Fauth führt den Betrieb seit vielen Jahren und hat ihn zu einem profilierten Weingut des Wonnegau entwickelt. Rund 17 Hektar Rebfläche stehen zur Verfügung; Riesling macht etwa ein Drittel der Rebfläche aus. Zu den bedeutendsten Herkünften gehören Morstein, Kirchspiel und Steingrube.Das „M“ steht für Morstein. Der Westhofener „M“ ist damit ein Qualitätswein, der aus der berühmten Morstein-Herkunft stammt und die besondere kalkgeprägte Charakteristik dieser Lage in zugänglicherer Form ausdrückt. Die 2023er Partie wurde bereits vor der Freigabe als besonders mineralischer, eigenständiger Riesling beschrieben.
Lage & Terroir
Der Morstein zählt zu den herausragenden Lagen Westhofens. Die Reben stehen auf kalkhaltigem Tonboden in südlicher Exposition. Unterirdische Wasseradern sorgen für eine gute Wasserversorgung, was gerade in warmen und trockenen Jahren eine wichtige Rolle spielt.Der Wein verbindet damit reife Frucht und Dichte mit der für Westhofen typischen kalkigen Mineralität. Die Herkunft liefert weniger vordergründige Fruchtsüße als vielmehr Struktur, Spannung und einen langen mineralischen Nachhall.
Jahrgang 2023
Der Wein wurde trocken ausgebaut und besitzt 13 % vol. Alkohol. Der Händler nennt ein Trinkfenster bis etwa 2036. Der Jahrgang zeigt eine gute Reife bei gleichzeitig ausgeprägter Frische und mineralischer Spannung. Die 2023er Morstein-Partie wurde von Pinard de Picard ausdrücklich als vibrierend, druckvoll und tiefgründig beschrieben.
Vinifikation & Ausbau
Der 2023er wurde überwiegend im Edelstahltank ausgebaut. Der Fokus liegt damit klar auf Präzision, Frische und der unverfälschten Herausarbeitung der Rieslingfrucht und des kalkigen Terroirs. Der Wein wird vegan erzeugt und mit Naturkork verschlossen.Die bewusste Zurückhaltung beim Holzeinsatz hält die Aromatik schlank und konzentriert und lässt die mineralische Herkunft stärker hervortreten.
Verkostung
In der Nase zeigt der 2023er viel reife Frucht, allen voran Pfirsich, ergänzt von Zitrus und feinen gelbfruchtigen Anklängen. Dazu kommt eine ausgeprägte, frische Mineralität.Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe und Würze. Die Aromatik wirkt konzentriert, ohne schwer zu werden, und besitzt eine charakteristische Mischung aus saftiger Frucht und steiniger Präzision.
Am Gaumen
Der Auftakt ist rund und füllig, getragen von einer lebendigen, fein ausbalancierten Säure. Dahinter steht ein druckvoller Körper mit deutlicher kalkiger Mineralität. Der Wein wirkt geschmeidig, besitzt aber genügend Zug, um nicht breit zu erscheinen.Zum Finale hin wird die Säure zunehmend präsenter und fordernder. Dadurch baut der Riesling immer mehr Spannung auf und endet salzig, mineralisch und ausgesprochen nachhaltig.
Aromatik
reifer Weinbergspfirsich
gelbe Früchte
Zitrus und Zitrusschale
Grapefruit
feine Kräuterwürze
kalkige Mineralität
steinige, salzige Nuancen
dezente florale Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2023er liegen in den zugänglichen Quellen keine eindeutig verifizierten Bewertungen von Falstaff, VINUM oder Eichelmann vor.Sehr aussagekräftig ist jedoch die ausführliche Verkostung bei Pinard de Picard mit 96 Punkten. Dort werden insbesondere die enorme Länge, die vibrierende Spannung, die kalkige Mineralität und das deutliche Lagerpotenzial des 2023ers hervorgehoben.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Qualitätswein ein bemerkenswertes Entwicklungspotenzial. Pinard de Picard empfiehlt den 2023er ab Freigabe aus der Karaffe und sieht eine Entwicklung bis 2038+. Vinoterra nennt ein Trinkfenster bis etwa 2036.Mit zunehmender Flaschenreife dürften sich Pfirsich und Zitrus stärker in Richtung reifer gelber Früchte, Kräuter, Rauch, Feuerstein und komplexerer Kalkmineralität entwickeln.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein größeres Rieslingglas bringt die mineralische Tiefe und die Frucht am besten zusammen. In der Jugend profitiert der Wein deutlich von etwas Luft; eine kurze Karaffierung ist durchaus sinnvoll.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
kräftigem Fisch
Zander, Steinbutt und Saibling
Meeresfrüchten
Fisch mit Kräuter- oder Buttersaucen
hellem Fleisch
Kalbfleisch
italienischer Küche
Tapas
herzhaftem Käse
Salaten mit kräftigem Dressing
Diese Vielseitigkeit entspricht auch den dokumentierten gastronomischen Empfehlungen für den Wein.
Saarburger Riesling VDP.ORTSWEIN 2020 · trocken
Van Volxem – Wiltingen / Saar
Ein präziser, charaktervoller Saar-Riesling mit ausgeprägter Mineralität und der für Saarburg typischen kühlen, würzigen Stilistik. Der Jahrgang 2020 bringt bereits etwas Reife mit, bleibt aber dank seiner lebendigen Säure frisch, fokussiert und animierend.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Aprikose, dazu Zitrone, Limette und Grapefruit. Feine Noten von weißen Blüten, Kräutern und nassem Schiefer geben dem Wein Tiefe. Am Gaumen trocken, saftig und geradlinig, mit klarer Steinfrucht und frischer Zitrusnote. Die lebendige Säure verleiht ihm Spannung, während die mineralische Struktur einen feinen salzig-steinigen Eindruck hinterlässt. Im Finale trocken, frisch und mineralisch, mit Pfirsich, Zitruszeste, Kräutern und feiner Schieferwürze.
Ein eleganter Ortswein mit klarer Herkunft, schöner Reife und hervorragendem Trinkfluss.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Aprikose → grüner Apfel → Zitrone → Limette → Grapefruit → weiße Blüten → Kräuter → nasser Schiefer → Feuerstein → Salz
Mit zunehmender Reife können sich Honig, getrocknete Kräuter und dezente Petrolnoten stärker entwickeln.
Jahrgang 2020
Der 2020er ist heute sehr schön zugänglich, besitzt aber weiterhin genügend Säure und Mineralität für eine weitere Entwicklung.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2033Serviertemperatur: 9–11 °C
Eine kurze Belüftung von 20–30 Minuten bringt die mineralischen und würzigen Nuancen schön hervor.
Passt besonders gut zu
Saibling
Forelle
Zander
Wolfsbarsch
Garnelen
Muscheln
Spargel
Geflügel
Ziegenkäse
leichten Pilzgerichten
Besonders passend zu Saibling mit Zitronenbutter und Kräutern.
Riesling Kabinett „Kinheimer Rosenberg“ 2020 · feinherb · QW
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Ein feinherber, leichtfüßiger Mosel-Riesling mit schöner Balance zwischen saftiger Frucht, dezenter Restsüße und lebendiger Säure. Der Kinheimer Rosenberg bringt dabei eine feine Schieferwürze und mineralische Spannung ins Spiel.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, Aprikose und grüner Apfel, dazu Limette, Grapefruit und weiße Blüten. Feine Kräuter- und Schiefernoten sorgen für zusätzliche Komplexität. Am Gaumen feinherb, saftig und elegant, mit reifer Steinfrucht und Zitrusfrische. Die dezente Süße wird von der animierenden Rieslingsäure hervorragend aufgefangen und macht den Wein sehr trinkfreudig. Im Finale frisch, fruchtig und mineralisch, mit Pfirsich, Limette und einem leicht salzigen Nachhall.
Ein wunderbar ausgewogener Kabinett-Riesling: fruchtig, frisch und feinherb – mit viel Trinkfluss.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Aprikose → grüner Apfel → Limette → Grapefruit → weiße Blüten → Kräuter → Schiefer → Salz
Jahrgang 2020
Der 2020er zeigt heute eine schöne Verbindung aus gereifter Frucht und lebendiger Säure. Durch die moderate Süße bleibt der Wein frisch und animierend.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2032Serviertemperatur: 8–10 °C
Sehr schön als Aperitif, aber auch ausgesprochen vielseitig am Tisch.
Passt besonders gut zu
asiatischer Küche
Sushi
Thai-Curry
vietnamesischen Gerichten
gebratenem Fisch
Garnelen
Geflügel
sommerlichen Salaten
Ziegenkäse
mildem Blauschimmelkäse
Besonders spannend zu Thai-Curry mit Garnelen: Die leichte Süße puffert die Schärfe, während die Säure für Frische sorgt.
Riesling Kabinett „Zeltinger Himmelreich“ 2023 · feinherb · Pw
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Ein jugendlicher, feinherber Mosel-Kabinett mit viel Frische, klarer Rieslingfrucht und einer wunderbar animierenden Balance aus Fruchtsüße und Säure. Das Zeltinger Himmelreich bringt eine feine Schiefermineralität und elegante Würze ins Spiel.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, Aprikose und grüner Apfel, dazu Limette, Zitrone und weiße Blüten. Feine Kräuter- und Schiefernoten geben dem Wein zusätzliche Tiefe. Am Gaumen feinherb, saftig und leichtfüßig, mit knackiger Zitrusfrucht und saftiger Steinobstaromatik. Die feine Restsüße wirkt keineswegs schwer, sondern wird von der lebendigen Rieslingsäure perfekt aufgefangen. Im Finale frisch, fruchtig und mineralisch, mit Pfirsich, Limette und einem feinen salzigen Nachhall.
Ein klassischer Mosel-Kabinett: leicht, elegant, fruchtig und ausgesprochen trinkanimierend.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Aprikose → grüner Apfel → Limette → Zitrone → weiße Blüten → Kräuter → Schiefer → Salz
Jahrgang 2023
Der 2023er zeigt eine schöne Kombination aus reifer Frucht und frischer Säure. Noch sehr jugendlich, bietet er bereits viel Trinkfreude, dürfte aber mit einigen Jahren Flaschenreife noch an Komplexität gewinnen.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2033Serviertemperatur: 8–10 °C
Ideal leicht gekühlt servieren und anschließend im Glas etwas wärmer werden lassen.
Passt besonders gut zu
asiatischer Küche
Thai-Curry
Sushi
vietnamesischen Gerichten
Garnelen
gebratenem Fisch
Geflügel
sommerlichen Salaten
Ziegenkäse
mildem Blauschimmelkäse
Besonders schön zu Thai-Curry mit Garnelen und frischen Kräutern.
Saar Riesling VDP.Gutswein 2023 · trocken
Van Volxem – Wiltingen / Saar
Ein klassischer, trockener Saar-Riesling mit viel Frische, feiner Schiefermineralität und animierendem Trinkfluss. Der 2023er verbindet saftige Steinfrucht und Zitrusaromen mit der kühlen, präzisen Säure, die den Saar-Riesling so charakteristisch macht.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, grüner Apfel und Aprikose, dazu Limette, Zitrone und Grapefruit. Feine weiße Blüten, Kräuter und mineralische Schiefernoten ergänzen die frische Aromatik. Am Gaumen trocken, saftig und geradlinig, mit klarer Steinfrucht und knackiger Zitrusfrische. Die lebendige Rieslingsäure sorgt für Spannung und macht den Wein ausgesprochen animierend. Eine feine salzige Mineralität begleitet den Abgang. Das Finale ist frisch, trocken und mineralisch, mit Pfirsich, Limette, Kräutern und einem feinen steinigen Nachhall.
Ein unkomplizierter, aber charaktervoller Saar-Riesling mit hervorragendem Trinkfluss.
Aromatik
Weinbergpfirsich → grüner Apfel → Aprikose → Limette → Zitrone → Grapefruit → weiße Blüten → Kräuter → Schiefer → Salz
Jahrgang 2023
Der 2023er zeigt sich jugendlich, frisch und saftig. Die Frucht ist offen und zugänglich, während die Säure für die nötige Spannung sorgt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2032Serviertemperatur: 8–10 °C
Am besten nicht zu kalt servieren – bei etwas Temperatur kommen die mineralischen und kräuterigen Nuancen besser zur Geltung.
Passt besonders gut zu
Forelle
Saibling
Zander
Garnelen
Muscheln
Sushi
Spargel
Geflügel
Ziegenkäse
leichten Gemüsegerichten
Besonders schön zu Forelle mit Zitronenbutter und frischen Kräutern. Auch als Aperitif funktioniert er hervorragend.
Riesling Kabinett „Hattenheimer Schützenhaus“ VDP.Erste Lage 2022 · Bio
Balthasar Ress – Hattenheim / Rheingau
Geschichte & Herkunft
Das Hattenheimer Schützenhaus ist eine traditionsreiche Rheingauer Rieslinglage und als VDP.Erste Lage klassifiziert. Die Lage befindet sich unmittelbar bei Hattenheim und gehört damit zum historischen Kerngebiet des Rheingauer Weinbaus.
Balthasar Ress wurde 1870 in Hattenheim gegründet. Das Weingut ist heute in fünfter Generation im Familienbesitz und bewirtschaftet Weinberge in mehreren der renommiertesten Rheingauer Gemeinden. Die Verbindung von Tradition und moderner, ökologischer Bewirtschaftung prägt inzwischen die Weine des Hauses.
Der Schützenhaus-Riesling ist dabei besonders interessant, weil er die VDP.Erste-Lage-Herkunft mit der Kabinett-Kategorie verbindet. Anders als ein trockenes Großes Gewächs geht es hier nicht um maximale Konzentration, sondern um Leichtigkeit, Frische und das Spiel zwischen Süße und Säure.
Was das Schützenhaus auszeichnet
Der Weinberg liegt in einer geschützten, sonnigen Situation am Rheingauer Hang. Die Böden sind geprägt von Löss, Lehm und mineralischen Komponenten, was den Weinen Substanz gibt.
Die Lage kann dadurch reife Frucht hervorbringen, ohne dass die Weine ihre typische Rheingauer Säurespannung verlieren.
Beim Kabinett ist genau diese Balance entscheidend:
Frucht + natürliche Süße + Säure + Mineralität
Der Jahrgang 2022
2022 war ein warmer und trockener Jahrgang. Gerade bei einem Kabinett ist es deshalb wichtig, dass die Trauben ihre Säure behalten.
Der Schützenhaus 2022 besitzt eine sehr schöne Verbindung aus reifer Frucht und frischer Säure.
Durch den moderaten Alkohol bleibt der Wein leichtfüßig. Die Süße wirkt nicht schwer, sondern wird von der Säure getragen.
Das ist eine wichtige Eigenschaft eines guten Kabinetts: Er soll nicht wie ein süßer Dessertwein wirken, sondern leicht, animierend und elegant sein.
Bio
Balthasar Ress arbeitet seit mehreren Jahren konsequent biologisch. Die ökologische Bewirtschaftung ist inzwischen ein fester Bestandteil der Philosophie des Weinguts.
Für einen Kabinettriesling ist das besonders interessant, weil gesunde, physiologisch reife Trauben eine gute Voraussetzung für die Balance zwischen Säure, Frucht und Restzucker schaffen.
Verkostung
Die Nase zeigt zunächst typische Riesling-Kabinettaromatik:
weißer Pfirsich → grüner Apfel → Aprikose → Zitrone
Dazu kommen Limette, Grapefruit und florale Noten.
Mit Luft entwickelt sich die Frucht weiter in Richtung Nektarine und gelbe Pflaume.
Eine feine mineralische Note erinnert an nassen Stein und Feuerstein.
Am Gaumen
Der erste Eindruck ist leicht, saftig und animierend.
Die natürliche Restsüße ist deutlich spürbar, wirkt aber keineswegs breit. Sie wird von einer lebendigen Säure sofort wieder eingefangen.
Das Spiel ist ungefähr:
Süße → Frucht → Säure → Mineralität → frischer Abgang
Genau dieses Wechselspiel macht den Wein so trinkanimierend.
Im Mittelteil erscheinen Pfirsich, Aprikose und Nektarine, dazu Zitrus und Limette.
Am Ende kommt eine feine salzige Mineralität hinzu.
Der Abgang ist eher frisch und saftig als schwer und konzentriert.
Aromatik
weißer Pfirsich → Aprikose → Nektarine → grüner Apfel → gelbe Pflaume → Limette → Zitrone → Grapefruit → Blüten → Feuerstein → nasser Stein → Salz
Mit zunehmender Reife dürften sich zusätzlich Honig, kandierte Zitrusschale und Kräuternoten entwickeln.
Der besondere Reiz: Kabinett
Dieser Wein ist innerhalb deiner Sammlung stilistisch besonders interessant.
Viele deiner bisherigen Weine sind trockene Spitzenweine:
VDP.GROSSES GEWÄCHS
VDP.ERSTE LAGE trocken
trockene Terroirweine
große Rieslinge aus Mosel, Saar und Nahe
Der Schützenhaus Kabinett zeigt dagegen eine andere Seite des Rieslings:
weniger Kraft – mehr Leichtigkeit
weniger Holz – mehr Frucht
weniger Extrakt – mehr Säurespiel
weniger Ernst – mehr Trinkfreude
Das macht ihn zu einem sehr schönen Kontrastwein.
Reifepotenzial
Ein guter Kabinett kann wesentlich länger reifen, als sein leichter Körper vermuten lässt.
Die Kombination aus Säure und Restzucker ist ausgesprochen stabil.
Der 2022er dürfte sich über viele Jahre entwickeln.
Trinkfenster: 2025–2035+
In der Jugend stehen Pfirsich, Zitrus und Frische im Vordergrund.
Mit zunehmender Reife kommen:
Honig → Wachs → getrocknete Aprikose → kandierte Zitrone → Kräuter → mineralische Würze
hinzu.
Das Schützenhaus sollte deshalb nicht zu kalt serviert werden.
Serviertemperatur: 8–10 °C
Ich würde ihn nicht dekantieren. Einfach öffnen und im Glas entwickeln lassen.
Speisenbegleitung
Gerade durch das Süße-Säure-Spiel ist der Wein sehr vielseitig.
Sehr schön zu:
asiatischer Küche
Sushi
Thai-Curry
vietnamesischer Küche
scharfem Geflügel
Schweinefleisch
gebratenem Fisch
Krabben
Garnelen
Ziegenkäse
Frischkäse
milden Blauschimmelkäsen
Besonders spannend:
Thai-Curry mit Garnelen und Zitronengras.
Die leichte Süße puffert die Schärfe ab, während Säure und Zitrus den Wein frisch halten.
Auch Sushi und Sashimi funktionieren hervorragend.
Und natürlich kann man ihn wunderbar als Aperitif trinken.
Riesling Kabinett „Ürziger Würzgarten“ 2022 · trocken
Markus Molitor – Bernkastel-Kues / Mittelmosel
Ein feinwürziger, trockener Mosel-Kabinett, der die besondere Persönlichkeit des Ürziger Würzgartens sehr schön zeigt. Statt üppiger Süße stehen hier reife Steinfrucht, Zitrus, Kräuterwürze und mineralische Spannung im Vordergrund. Ein eleganter Wein mit viel Trinkfluss und feiner Tiefe.
Charakter & Verkostung
In der Nase Weinbergpfirsich, Aprikose und gelber Apfel, dazu Limette, Grapefruit und Orangenzeste. Charakteristisch kommen Kräuter, Gewürze und eine leicht rauchig-steinige Mineralität hinzu. Am Gaumen trocken, saftig und präzise, mit reifer Steinfrucht und knackiger Zitrusfrische. Die Säure wirkt lebendig und gut eingebunden, während die mineralische Struktur für Spannung sorgt. Eine dezente Würze bleibt lange präsent. Das Finale ist frisch, trocken und würzig-mineralisch, mit Pfirsich, Zitrusschale, Kräutern und einem feinen salzigen Nachhall.
Ein charaktervoller trockener Kabinett: schlank und animierend, aber mit deutlich würziger Tiefe.
Aromatik
Weinbergpfirsich → Aprikose → gelber Apfel → Limette → Grapefruit → Orange → Kräuter → Gewürze → Rauch → Schiefer → Salz
Jahrgang 2022
Der 2022er verbindet reife Frucht mit guter Frische und mineralischer Spannung. Als Kabinett bleibt er leichtfüßig, besitzt aber genügend Struktur für einige Jahre weiterer Entwicklung.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2032Serviertemperatur: 9–11 °C
Er gewinnt nach kurzer Belüftung an Würze und Tiefe.
Passt besonders gut zu
gegrilltem Fisch
Zander
Saibling
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalb
Spargel
asiatischer Küche
mildem Ziegenkäse
Besonders schön zu gebratenem Zander mit Orangenzeste, Kräutern und etwas Fenchel. Auch zu Garnelen mit Ingwer und Zitrus funktioniert seine Würze hervorragend.
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