Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2024 – halbe Flasche
Bio · Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Selvabianca 2024 ist die frische und geradlinige Seite von Il Colombaio di Santa Chiara – und gerade in der 0,375-l-Flasche ein wunderbarer Wein für den spontanen Genuss zu zweit. Die Vernaccia wird biologisch bewirtschaftet, schonend als ganze Trauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zement und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe bis Anfang März, bevor er abgefüllt wird. So bleibt die Herkunft klar und unverfälscht.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er in hellem Strohgelb mit feinen grünlichen Reflexen.
Die Nase ist präzise und animierend: weiße Früchte, grüner Apfel und Limette verbinden sich mit Maiglöckchen und Zitronenthymian. Dazu kommt eine feine, kühle Kräuterwürze, die den Duft sehr frisch wirken lässt. Genau diese Kombination aus heller Frucht, Zitrus und Kräutern wird für den 2024er mehrfach beschrieben.
Am Gaumen zeigt der Selvabianca seine eigentliche Stärke: Spannung und Salzigkeit. Der Wein ist straff und vibrierend, bleibt dabei aber geschmeidig genug, um sofort Trinkfreude zu bereiten. Limette und Apfel geben den Ton an, dazu kommen feine weiße Früchte und die typische mineralisch-salzige Ader der Vernaccia.
Das Feinhefelager verleiht ihm etwas Schmelz, ohne die Klarheit zu beeinträchtigen. Der Ausbau ohne Holz ist dabei entscheidend: Hier soll nicht Barrique schmecken, sondern Vernaccia und San Gimignano.
Das Finale ist lang, frisch und ausgesprochen salzig, mit Zitruszeste, grüner Frucht und feiner Kräuterwürze.
Ein kleiner Wein mit großer Spannung – kristallklar, salzig und wunderbar trinkanimierend.
Die kleine Flasche passt perfekt zu diesem Wein: unmittelbar, klar und ohne Umwege.
Il Colombaio di Santa Chiara bewirtschaftet seine Weinberge rund um San Gimignano biologisch. Die Reben stehen auf einer Mischung aus Sand, Lehm, Kies, Geröll und Kalk, die für die charakteristische Verbindung aus Frische und Mineralität sorgt. Der Selvabianca wird bewusst ohne Holz ausgebaut – in Zement und Edelstahl –, damit die Vernaccia möglichst unverfälscht bleibt.Der Jahrgang 2024 ist dabei besonders schön gelungen: AIS, Gambero Rosso und Bibenda haben ihn jeweils in ihre aktuellen Empfehlungen aufgenommen.Und genau das macht ihn für VINUS so interessant: Während L’Albereta über Reife, Tiefe und lange Entwicklung erzählt, steht der Selvabianca für die andere Seite des Weinguts – Frische, Klarheit und sofortige Trinkfreude.
Perfekt zu
Antipasti
frittiertem Fisch oder Gemüse
Sushi und Sashimi
Pasta mit hellem Ragù
gegrilltem Hähnchen
Fischsuppe
frischem Ziegenkäse
Trinktemperatur: 9–11 °C.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2025 (Bio) – Il Colombaio di Santa Chiara
Der „Selvabianca“ 2025 ist die frische, geradlinige und besonders elegante Interpretation der Vernaccia von Il Colombaio di Santa Chiara. Während die großen Lagenweine „Campo della Pieve“ und „L'Albereta“ auf Tiefe und lange Reife setzen, zeigt der Selvabianca die pure, kristalline Seite dieser historischen Rebsorte aus San Gimignano. Er besteht zu 100 % aus Vernaccia di San Gimignano, wird biologisch erzeugt und ausschließlich im Zement und Edelstahl ausgebaut, wobei er bis zur Abfüllung auf der edlen Feinhefe verbleibt. So bleiben Frische, Mineralität und der unverwechselbare Charakter des Terroirs erhalten.
Charakter & Verkostung
Bereits die Farbe zeigt seine jugendliche Frische: helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2025er sehr klar und präzise. Weißer Pfirsich, grüner Apfel und Birne verbinden sich mit Limette, Zitronenthymian und weißen Blüten. Dazu kommen feine Anklänge von Kräutern, frischem Heu und einer kühlen mineralischen Note, die typisch für die kalkreichen Böden rund um San Gimignano ist. Das Bouquet wirkt nicht laut, sondern fein, elegant und sehr terroirgeprägt.
Am Gaumen zeigt der Wein seine große Stärke: Spannung und Trinkfluss. Die Frucht ist saftig und präzise, getragen von einer lebendigen Säurestruktur. Zitrusnoten, Apfel und helle Früchte treffen auf eine ausgeprägte salzige Mineralität, die dem Wein Länge und Charakter verleiht. Der Ausbau auf der Feinhefe sorgt für einen zarten Schmelz, ohne die Frische zu überdecken.
Das Finale ist animierend, klar und lang. Eine feine Mandelnote, Zitruszeste und die typische Vernaccia-Salzigkeit bleiben zurück.
Ein Weißwein mit mediterraner Seele und fast alpiner Präzision – frisch, mineralisch und unglaublich vielseitig.
Ein Wein, der zeigt, warum Vernaccia di San Gimignano zu den spannendsten Weißweinen Italiens gehört.
Die Familie Logi von Il Colombaio di Santa Chiara gehört zu den wichtigsten Botschaftern der historischen Rebsorte Vernaccia. Rund um die mittelalterliche Stadt San Gimignano entstehen auf kalkreichen Böden Weißweine mit einer besonderen Kombination aus Frische, Mineralität und Langlebigkeit. Der Selvabianca ist dabei bewusst die zugänglichste und lebendigste Interpretation: kein Holz, keine Maskierung, sondern reine Herkunft.
Die Trauben werden schonend verarbeitet, als Ganztrauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zementtanks und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der edlen Feinhefe, um zusätzliche Textur und Tiefe zu gewinnen.
Der Jahrgang 2025 zeigt die klassische Stärke der Vernaccia: eine Verbindung aus mediterraner Frucht und kühler Mineralität. Internationale Verkoster bewerten ihn bereits sehr positiv; unter anderem wurde der Jahrgang mit 90 Punkten von Vinous ausgezeichnet.
Perfekt zu:
Fisch und Meeresfrüchten
Vitello tonnato & Carpaccio
frittierten Gerichten
leichten Pastagerichten
hellem Fleisch
frischem Ziegen- oder Weichkäse
Chianti Superiore DOCG 2023 – Castello del Trebbio
Pontassieve, Florenz – Toskana · biologischer Anbau
Der Chianti Superiore DOCG 2023 von Castello del Trebbio ist ein klassisch toskanischer Rotwein mit klarer Sangiovese-Handschrift: saftig, würzig und frisch, mit dem für die Hügel östlich von Florenz typischen Wechselspiel aus roter Frucht, Kräutern und feiner Struktur.
Castello del Trebbio liegt in Pontassieve, im nordöstlichen Teil des Chianti, wo die Weinberge von den kühleren Höhenlagen und den starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht profitieren. Das ergibt einen Chianti mit guter Frische und aromatischer Präzision.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der 2023er in einem klaren Rubinrot mit violetten Reflexen.
Die Nase ist frisch und typisch Sangiovese: Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Himbeere, dazu Veilchen, getrocknete Kräuter und ein Hauch schwarzer Pfeffer. Im Hintergrund zeigen sich feine erdige und balsamische Noten.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig, trocken und lebendig. Die rote Frucht steht im Vordergrund, begleitet von Kirsche, Cranberry und etwas Pflaume. Die für Sangiovese typische Säure gibt dem Wein Energie und macht ihn ausgesprochen trinkanimierend.
Das Tannin ist feinkörnig und gut eingebunden – ausreichend, um dem Wein Struktur zu geben, ohne ihn kantig wirken zu lassen. Dazu kommt eine dezente mineralische Würze, die den Wein länger und komplexer erscheinen lässt.
Der Nachhall ist frisch, würzig und fruchtbetont, mit Sauerkirsche, Kräutern und einem leicht pfeffrigen Finale.
Ein authentischer Chianti Superiore: geradlinig, saftig und elegant – mit viel toskanischem Trinkfluss.
Chianti aus den Hügeln östlich von Florenz.
Castello del Trebbio ist nicht nur ein Weingut, sondern ein historisches Anwesen in den Hügeln von Pontassieve. Die Weinberge liegen in einer Landschaft, in der die Höhenlage und die Nähe zum Apennin für ein etwas kühleres und stärker von Temperaturunterschieden geprägtes Klima sorgen.
Der biologische Anbau passt sehr gut zu dieser traditionellen Interpretation des Chianti. Im Mittelpunkt steht die Sangiovese, deren natürliche Säure und aromatische Klarheit den Charakter des Weins bestimmen.
Der Chianti Superiore ist dabei bewusst kein schwerer oder überextrahierter Rotwein. Seine Stärke liegt in Frische, Würze und Balance. Genau deshalb eignet er sich hervorragend als vielseitiger Wein zum Essen.
Perfekt zu
Pasta al ragù
Bistecca oder gegrilltem Fleisch
Pizza mit Salami oder Pilzen
Wildschweinragout
geschmortem Geflügel
Pecorino Toscano
Crostini mit Leberpastete
Trinktemperatur: 16–18 °C. Tipp: Ein kurzes Belüften im Glas reicht beim 2023er meist aus.
Toscana Bianco „Incanto Mediterraneo“ 2024 (Bio) – Tenuta Casadei
Die toskanische Küste ist nicht nur Heimat großer Rotweine. Mit dem Incanto Mediterraneo 2024 zeigt Tenuta Casadei, wie harmonisch sich zwei große Bordeaux-Rebsorten in mediterranem Klima entfalten können. Sauvignon Blanc und Sémillon wachsen auf überwiegend sandigen Böden mit Lehmanteilen in den Hügeln von Suvereto. Vergoren und ausgebaut wird der Wein ausschließlich im Edelstahltank, anschließend reift er rund fünf Monate auf der Feinhefe. Das Ergebnis ist ein Weißwein, der Frische, Cremigkeit und salzige Mineralität auf elegante Weise verbindet. Der Jahrgang 2024 wurde bereits mit 91 Punkten von James Suckling ausgezeichnet.
Schon die Nase vermittelt sofort mediterranes Flair. Ananas, Mango und reifer Weinbergpfirsich treffen auf gelbfleischige Früchte und feine Zitrusnoten. Dahinter zeigen sich Weißdornblüten, Lilien, ein Hauch frischer Kräuter sowie die für Sauvignon typische Anmutung von Stachelbeere und frisch geschnittenem Heu. Mit etwas Luft kommt eine feine salzige Meeresbrise hinzu, die den Duft wunderbar belebt. Genau dieses Zusammenspiel aus exotischer Frucht, floraler Eleganz und maritimer Frische beschreibt auch das Weingut als charakteristisch für den Wein.
Am Gaumen präsentiert sich der 2024er überraschend vielschichtig. Der Sauvignon bringt Frische, Zitrus und Spannung, während der Sémillon dem Wein eine cremige Textur und feinen Schmelz verleiht. Exotische Früchte, gelber Pfirsich und reife Zitrusfrüchte werden von einer lebendigen Säure getragen, bevor sich eine angenehme Salzigkeit und dezente Würze entfalten. Der Ausbau auf der Feinhefe verleiht zusätzliche Fülle, ohne die Leichtigkeit zu beeinträchtigen. Das Ergebnis ist ein eleganter, präziser Weißwein mit bemerkenswertem Trinkfluss und deutlichem mediterranem Charakter.
Das Finale ist frisch, saftig und mineralisch. Gelbe Früchte, feine Zitruszeste und eine salzige Note bleiben lange am Gaumen präsent. Ein charaktervoller Weißwein, der die Frische des Sauvignon mit der Eleganz des Sémillon verbindet – mediterran, modern und ausgesprochen vielseitig.
Bordeaux trifft Mittelmeer – und findet in der Toskana eine neue Heimat.
Mit dem Incanto Mediterraneo verfolgt Tenuta Casadei einen ungewöhnlichen Ansatz: Statt auf klassische toskanische Weißweinsorten setzt das Weingut auf die traditionsreiche Kombination aus Sauvignon Blanc und Sémillon. Das warme Klima der Maremma, die kühlenden Einflüsse des Tyrrhenischen Meeres und die sandig-lehmigen Böden verleihen dem Wein jedoch einen völlig eigenen Charakter – weniger von der Loire oder Bordeaux geprägt als vielmehr von mediterraner Frische und salziger Eleganz. Die Trauben werden von Hand gelesen, schonend gepresst und ausschließlich im Edelstahltank vergoren. Fünf Monate Feinhefelager sorgen für die cremige Textur und zusätzliche Komplexität.
Tenuta Casadei arbeitet nach der eigens entwickelten BioIntegral®-Philosophie, die biologischen Weinbau mit regenerativen Methoden verbindet und Biodiversität gezielt fördert. Der Jahrgang 2024 wurde von James Suckling mit 91 Punkten bewertet und bestätigt den kontinuierlichen Qualitätsanspruch des Weinguts. Er zeigt eindrucksvoll, wie spannend internationale Rebsorten sein können, wenn sie den Charakter der toskanischen Küste widerspiegeln.
Chianti Colli Senesi DOCG „Campale“ 2023
Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Campale 2023 ist der klassische Rotwein von Il Colombaio di Santa Chiara und zeigt die zugängliche, saftige Seite des Sangiovese rund um San Gimignano. Die Cuvée besteht aus 90 % Sangiovese und 10 % Merlot. Biologisch bewirtschaftete Weinberge in unterschiedlichen Höhen und auf verschieden geprägten Böden sorgen für Frische, rote Frucht und eine feine mineralische Würze.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2023er ausgesprochen klar und animierend. Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Himbeere verbinden sich mit Veilchen, Lavendel und mediterranen Kräutern. Dahinter liegen dezente Noten von schwarzem Pfeffer, Wacholder und Unterholz.
Am Gaumen ist der Campale saftig und geradlinig. Die rote Frucht wird von einer lebendigen Sangiovese-Säure getragen. Kirsche, Cranberry und ein Hauch Pflaume verbinden sich mit feiner Kräuterwürze und einer dezenten mineralischen Note. Das Tannin ist fein und leicht griffig, aber bereits gut eingebunden.
Der Merlot sorgt im Hintergrund für etwas Rundung und Geschmeidigkeit, ohne den Charakter des Sangiovese zu überdecken. Der zurückhaltende Holzeinsatz unterstützt die Struktur, während Frucht und Frische klar im Vordergrund bleiben.
Das Finale ist frisch, trocken und würzig, mit Sauerkirsche, Kräutern und einem feinen Bittermandelton.
Ein klassischer Chianti mit moderner Klarheit – saftig, würzig und ausgesprochen trinkanimierend.
Der Campale ist der unkomplizierte Einstieg in die Rotweine von Il Colombaio – aber mit echter Herkunft.
Die Familie Logi arbeitet rund um San Gimignano biologisch und setzt beim Campale auf eine bewusst klassische Interpretation des Sangiovese. Die Weinberge liegen in unterschiedlichen Höhen und auf unterschiedlichen Böden; dadurch verbindet der Wein Frische und rote Frucht mit einer feinen mineralischen und kräuterigen Dimension.
Der kleine Anteil Merlot macht den Wein runder und zugänglicher. Entscheidend bleibt aber der Sangiovese: Säure, Kirsche, florale Noten und feines Tannin geben dem Campale seinen typischen Charakter.
Im Vergleich zum Colombaio Rosso desselben Hauses ist der Campale deutlich unmittelbarer und weniger von langer Holzlagerung geprägt. Genau deshalb funktioniert er so gut zur italienischen Küche und macht bereits beim ersten Glas große Freude.
Perfekt zu
Pasta al ragù, Pizza, Crostini Toscani, Salumi, gegrilltem Schweinefleisch, Pilzgerichten und gereiftem Pecorino.
Rosato Toscana IGT „Cremisi“ 2022 (Bio)
Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Cremisi 2022 ist der reinsortige Rosato von Il Colombaio di Santa Chiara und bringt die elegante, frische Seite des Sangiovese ins Glas. Das Weingut arbeitet biologisch; der Wein wird zu 100 % aus Sangiovese erzeugt. Die Vinifikation erfolgt mit schonender Entrappung und einer kurzen kalten Maischestandzeit, anschließend wird der Wein im Edelstahl auf der Feinhefe ausgebaut.
Charakter & Verkostung
Schon die Farbe ist charaktervoll: ein intensives, leuchtendes Lachsrosa. Der 2022er wirkt damit etwas substanzreicher als die sehr blassen Provence-Stil-Rosés.
In der Nase zeigt sich der Cremisi fruchtig und ausgesprochen einladend. Frische Erdbeere und Himbeere stehen im Mittelpunkt, begleitet von einer feinen Kräuterwürze. Genau diese Kombination wurde auch bei der Falstaff-Verkostung des 2022ers hervorgehoben.
Am Gaumen ist der Wein saftig, lebendig und frisch. Die rote Beerenfrucht wird von einer belebenden Säure getragen. Interessant ist das Zusammenspiel aus fruchtiger Rundung und straffer Säure: Dadurch wirkt der Cremisi charmant und zugänglich, bleibt aber trocken und animierend. Das Feinhefelager gibt ihm etwas mehr Textur, ohne seine Leichtigkeit zu nehmen.
Das Finale ist saftig und fein salzig, mit Erdbeere, Himbeere und einem kleinen Kräuterakzent. Kein Rosé, der nur über Farbe und Frucht funktioniert, sondern ein eigenständiger Sangiovese-Rosato mit echter gastronomischer Qualität.
Falstaff bewertete den Jahrgang 2022 mit 91 Punkten.
Cremisi zeigt, dass Sangiovese auch als Rosé Charakter besitzen kann.
Il Colombaio di Santa Chiara arbeitet bei diesem Wein bewusst nicht mit einer aromatischen Rosé-Cuvée, sondern mit 100 % Sangiovese. Die kurze kalte Maischestandzeit reicht aus, um Farbe und feine Frucht zu gewinnen; anschließend bleibt der Wein im Edelstahl auf der Feinhefe, damit Frische und Sortentypizität erhalten bleiben.
Der Name „Cremisi“ – Karmesinrot – passt dabei wunderbar zum intensiven Farbton. Stilistisch steht der Wein zwischen klassischem toskanischem Sangiovese und modernem Rosato: rote Beeren statt exotischer Frucht, Kräuter statt Parfüm und Säure statt Süße.
Besonders schön ist seine gastronomische Seite. Das Weingut empfiehlt ihn ausdrücklich zu Gemüse- und Fleisch-Crudités, frischen Käsesorten und Salumi, leichten Pastagerichten sowie Fischsuppe.
Chianti Colli Senesi DOCG „Campale“ 2022 (Bio)
Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana
Der Campale 2022 ist die klassische, sehr trinkfreudige Rotwein-Interpretation von Il Colombaio di Santa Chiara. Die Cuvée besteht aus 90 % Sangiovese und 10 % Merlot. Die Trauben stammen aus biologisch bewirtschafteten Weinbergen in 280 bis 350 Metern Höhe, deren Böden von sandigen, fossilreichen Lagen bis zu tieferen, kieshaltigen Böden reichen.
Nach der Handlese wird der Wein rund zehn Tage in Edelstahl und Zement vergoren. Anschließend reift er zwölf Monate, etwa zur Hälfte im Zement und zur Hälfte in gebrauchten Barriques bzw. großen Fässern. Dadurch bleibt die Frucht im Mittelpunkt, während der Ausbau für zusätzliche Struktur sorgt.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2022er ausgesprochen offen und klassisch. Saftige Kirsche, rote Johannisbeere und Himbeere verbinden sich mit Veilchen, Lavendel und mediterranen Kräutern. Dahinter liegen feine Noten von Pfeffer und Wacholder, die dem Wein eine schöne würzige Spannung verleihen. Vinous beschreibt genau diese Verbindung aus floralen Noten, Beerenfrucht und kräuteriger Würze.
Am Gaumen ist der Campale rund, saftig und frisch, dabei von einer für Sangiovese typischen lebendigen Säure getragen. Rote Beeren und Kirsche stehen im Vordergrund, begleitet von einer feinen würzigen und leicht erdigen Komponente. Das Tannin ist präsent, aber weich und gut eingebunden. James Suckling hebt ebenfalls die frische, saftige Art, rote Kirsche und Cranberry sowie die glatten, leicht staubigen Tannine hervor.
Besonders gelungen ist die Balance: Der kleine Anteil Merlot sorgt für Rundung, ohne die Sangiovese-DNA zu verwischen. Die Reife in Zement und gebrauchten Holzfässern gibt dem Wein Struktur, ohne ihn von Holznoten dominieren zu lassen. So bleibt der Campale geradlinig, würzig und ausgesprochen speisenfreundlich.
Der Nachhall ist frisch und würzig, mit Sauerkirsche, Kräutern, Pfeffer und einem feinen Hauch Bittermandel.
Ein sehr authentischer Chianti Colli Senesi – saftig, elegant und mit genau jener unkomplizierten Trinkfreude, die man von einem guten Sangiovese erwartet.
Der Campale ist der Chianti, den man nicht erklären muss – man möchte einfach den nächsten Schluck.
Il Colombaio di Santa Chiara ist vor allem für seine Vernaccia bekannt, doch der Campale zeigt, wie konsequent die Familie Logi auch beim Sangiovese arbeitet. Die Weinberge liegen rund um San Gimignano in unterschiedlichen Höhen und auf unterschiedlichen Böden. Dadurch entsteht kein eindimensionaler Fruchtwein, sondern ein Chianti mit mehreren Facetten: rote Frucht, florale Noten, Kräuter und feine Mineralität.
Der Jahrgang 2022 wurde von Vinous mit 91 Punkten und von James Suckling mit 90 Punkten bewertet. Vinous lobt insbesondere die florale Konzentration und die würzige Persönlichkeit, während Suckling die Frische und Saftigkeit hervorhebt.
Interessant ist auch der Vergleich innerhalb des Hauses: Der Campale ist deutlich unmittelbarer und leichter zugänglich als der große Colombaio 2022. Hier steht nicht lange Reife im Mittelpunkt, sondern Sangiovese mit Frische, Würze und echtem Trinkfluss.
Perfekt zu
Pasta al ragù, Crostini Toscani, Pizza, Salumi, gegrilltem Schweinefleisch, Pasta mit Pilzen oder gereiftem Pecorino.
Chianti Colli Senesi DOCG „Campale“ 2024 – Il Colombaio di Santa Chiara
Der Campale ist ein Chianti, der seine Herkunft nicht über Kraft, sondern über Eleganz definiert. Rund um die mittelalterlichen Türme von San Gimignano wachsen die Reben auf kalkhaltigen Sand- und Lehmböden mit fossilen Ablagerungen. Dieses Terroir verleiht dem Wein eine bemerkenswerte Frische und eine feine Mineralität. Die Familie Logi verfolgt dabei eine klare Philosophie: biologischer Weinbau, selektive Handlese und ein behutsamer Ausbau, der den Charakter des Sangiovese in den Mittelpunkt stellt. Der kleine Anteil Merlot rundet den Wein lediglich ab und verleiht ihm zusätzliche Geschmeidigkeit.
Schon im Duft zeigt sich der 2024er offen und einladend. Saftige Kirschen, Himbeeren und Walderdbeeren stehen im Mittelpunkt, begleitet von Veilchen, roten Johannisbeeren und einem Hauch Zwetschge. Dahinter entwickeln sich feine Anklänge von Wacholder, schwarzem Pfeffer und mediterranen Kräutern. Mit etwas Luft kommen dezente Noten von Unterholz und einer kalkigen Mineralität hinzu. Die Nase wirkt lebendig, klar und ausgesprochen typisch für einen hochwertigen Chianti Colli Senesi.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig und präzise. Die rote Frucht wird von einer animierenden Säure getragen, die dem Campale Leichtigkeit und Spannung verleiht. Feinkörnige Tannine geben Struktur, ohne den Trinkfluss zu bremsen. Kirschen, Pflaumen und rote Beeren verbinden sich mit einer feinen Würze, dezenten Kräuternoten und einem Hauch Bittermandel. Der zurückhaltende Holzeinsatz sorgt lediglich für mehr Tiefe und Harmonie, ohne die Frucht zu überdecken. Das Ergebnis ist ein authentischer, geradliniger Chianti mit viel Charakter und bemerkenswerter Eleganz.
Das Finale ist frisch, würzig und angenehm lang. Reife Kirschen, feine Gewürze und eine dezente mineralische Note begleiten den Wein bis in den Nachhall. Ein Chianti, der weniger auf Kraft als auf Balance setzt – authentisch, saftig und mit jener mühelosen Eleganz, die große Alltagsweine auszeichnet.
Nicht jeder Chianti stammt aus dem Classico – und genau darin liegt oft sein Reiz.
Die Chianti Colli Senesi DOCG umfasst die Hügel rund um Siena und gehört zu den spannendsten Teilgebieten der Chianti-Familie. Rund um San Gimignano sorgen kalkreiche Sand- und Lehmböden sowie etwas kühlere Nächte für Weine mit besonders klarer Frucht und lebendiger Säure. Il Colombaio di Santa Chiara bewirtschaftet seine Weinberge biologisch und setzt konsequent auf spontane Ausdruckskraft statt auf übermäßigen Holzeinsatz. Der Campale wird überwiegend im Zement ausgebaut; nur ein kleiner Teil reift in gebrauchten kleinen Holzfässern, um Struktur zu verleihen, ohne den Charakter des Sangiovese zu verändern.
Der Name „Campale“ steht für die klassische, unverfälschte Interpretation des Chianti im Stil des Hauses. Während die Vernaccia-Weine des Weinguts internationale Aufmerksamkeit genießen, zeigt dieser Wein eindrucksvoll, dass die Familie Logi auch beim Sangiovese auf Präzision, Frische und Terroirausdruck setzt. Der Jahrgang 2024 überzeugt mit seiner klaren Frucht, der harmonischen Struktur und einer bemerkenswerten Balance – ein Chianti, der jung begeistert und gleichzeitig einige Jahre Reifepotenzial besitzt.
Rosato Toscana IGT „Cremisi“ 2025 (Bio) – Il Colombaio di Santa Chiara
Der Cremisi ist alles andere als ein beliebiger Sommerrosé. Er zeigt, wie elegant und terroirgeprägt ein Rosato aus der Toskana sein kann. Die Brüder Giampiero und Stefano Logi setzen konsequent auf biologischen Weinbau und einen schonenden Ausbau, der den Charakter des Sangiovese unverfälscht bewahrt. Das Ergebnis ist ein Rosé, der Frucht, Frische und Mineralität auf beeindruckende Weise verbindet.
Bereits im Glas leuchtet der Wein in einem intensiven Himbeer- bis Karminrosa, das seinem Namen Cremisi – „Karmesin“ – alle Ehre macht. In der Nase dominieren Walderdbeeren, Himbeeren und reife Kirschen, begleitet von feinen floralen Noten und einem Hauch mediterraner Kräuter. Mit etwas Luft zeigen sich Anklänge von Thymianblüten, rosa Grapefruit und roter Johannisbeere. Das Bouquet wirkt frisch, präzise und ausgesprochen einladend. Die aktuelle Falstaff-Verkostung hebt besonders die Kombination aus reifer Kirsche und mediterranen Kräutern hervor.
Am Gaumen präsentiert sich der 2025er lebendig und straff. Die saftige Frucht wird von einer animierenden Säure getragen, während das siebenmonatige Feinhefelager dem Wein einen feinen Schmelz verleiht. Erdbeeren, Himbeeren und rote Kirschen verbinden sich mit einer dezenten Würze und einer ausgeprägten salzigen Mineralität, die typisch für die kalkreichen Böden rund um San Gimignano ist. Trotz seiner Fruchtigkeit bleibt der Cremisi stets trocken, elegant und ausgesprochen trinkfreudig. Seine Spannung verdankt er weniger der Säure allein als vielmehr dem harmonischen Zusammenspiel von Frucht, Frische und salzigem Nachhall.
Das Finale ist lang, frisch und mineralisch. Rote Beeren, feine Kräuter und eine maritime Salzigkeit bleiben lange präsent und machen sofort Lust auf den nächsten Schluck. Ein Rosé mit Tiefgang – mediterran, elegant und weit mehr als nur ein Terrassenwein.
Ein Rosé, der nicht aus einer Mode entstand, sondern aus einer Idee.
Als die Brüder Giampiero und Stefano Logi 2009 den Cremisi erstmals vinifizierten, wollten sie keinen beliebigen Rosé erzeugen. Ihr Ziel war es, die Eleganz des Sangiovese auch in einer hellen, frischen Stilistik sichtbar zu machen. Deshalb stammen die Trauben ausschließlich aus den höher gelegenen Weinbergen rund um San Gimignano, wo kühlere Nächte und kalkreiche Böden für aromatische Präzision und lebendige Säure sorgen. Nach einer kurzen Maischestandzeit bleibt der Wein sieben Monate auf der Feinhefe im Edelstahltank – ein ungewöhnlich langer Ausbau für einen Rosé, der ihm zusätzliche Textur und Komplexität verleiht.
Der Jahrgang 2025 bestätigt den hohen Qualitätsanspruch des Weinguts eindrucksvoll. Falstaff zeichnete ihn mit 92 Punkten aus und lobte insbesondere die Kombination aus reifer Kirschfrucht, mediterranen Kräutern, feinem Schmelz und salzigem Finale. Der Cremisi zeigt damit eindrucksvoll, dass Rosé aus der Toskana weit mehr sein kann als ein unkomplizierter Sommerwein – nämlich ein charaktervoller Speisenbegleiter mit klarer Herkunft und Persönlichkeit.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Selvabianca“ 2025 (Bio) – Il Colombaio di Santa Chiara
Der „Selvabianca“ 2025 ist die frische, geradlinige und besonders elegante Interpretation der Vernaccia von Il Colombaio di Santa Chiara. Während die großen Lagenweine „Campo della Pieve“ und „L'Albereta“ auf Tiefe und lange Reife setzen, zeigt der Selvabianca die pure, kristalline Seite dieser historischen Rebsorte aus San Gimignano. Er besteht zu 100 % aus Vernaccia di San Gimignano, wird biologisch erzeugt und ausschließlich im Zement und Edelstahl ausgebaut, wobei er bis zur Abfüllung auf der edlen Feinhefe verbleibt. So bleiben Frische, Mineralität und der unverwechselbare Charakter des Terroirs erhalten.
Charakter & Verkostung
Bereits die Farbe zeigt seine jugendliche Frische: helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2025er sehr klar und präzise. Weißer Pfirsich, grüner Apfel und Birne verbinden sich mit Limette, Zitronenthymian und weißen Blüten. Dazu kommen feine Anklänge von Kräutern, frischem Heu und einer kühlen mineralischen Note, die typisch für die kalkreichen Böden rund um San Gimignano ist. Das Bouquet wirkt nicht laut, sondern fein, elegant und sehr terroirgeprägt.
Am Gaumen zeigt der Wein seine große Stärke: Spannung und Trinkfluss. Die Frucht ist saftig und präzise, getragen von einer lebendigen Säurestruktur. Zitrusnoten, Apfel und helle Früchte treffen auf eine ausgeprägte salzige Mineralität, die dem Wein Länge und Charakter verleiht. Der Ausbau auf der Feinhefe sorgt für einen zarten Schmelz, ohne die Frische zu überdecken.
Das Finale ist animierend, klar und lang. Eine feine Mandelnote, Zitruszeste und die typische Vernaccia-Salzigkeit bleiben zurück.
Ein Weißwein mit mediterraner Seele und fast alpiner Präzision – frisch, mineralisch und unglaublich vielseitig.
Ein Wein, der zeigt, warum Vernaccia di San Gimignano zu den spannendsten Weißweinen Italiens gehört.
Die Familie Logi von Il Colombaio di Santa Chiara gehört zu den wichtigsten Botschaftern der historischen Rebsorte Vernaccia. Rund um die mittelalterliche Stadt San Gimignano entstehen auf kalkreichen Böden Weißweine mit einer besonderen Kombination aus Frische, Mineralität und Langlebigkeit. Der Selvabianca ist dabei bewusst die zugänglichste und lebendigste Interpretation: kein Holz, keine Maskierung, sondern reine Herkunft.
Die Trauben werden schonend verarbeitet, als Ganztrauben gepresst und temperaturkontrolliert in Zementtanks und Edelstahl vergoren. Anschließend bleibt der Wein auf der edlen Feinhefe, um zusätzliche Textur und Tiefe zu gewinnen.
Der Jahrgang 2025 zeigt die klassische Stärke der Vernaccia: eine Verbindung aus mediterraner Frucht und kühler Mineralität. Internationale Verkoster bewerten ihn bereits sehr positiv; unter anderem wurde der Jahrgang mit 90 Punkten von Vinous ausgezeichnet.
Perfekt zu:
Fisch und Meeresfrüchten
Vitello tonnato & Carpaccio
frittierten Gerichten
leichten Pastagerichten
hellem Fleisch
frischem Ziegen- oder Weichkäse
Vermentino Maremma Toscana DOC „Prelius“ 2023 (Bio)
Della Volpaia – Castiglione della Pescaia, Toskana
Der Prelius 2023 ist der mediterrane Vermentino von Castello di Volpaia aus der Maremma und zeigt die ausgesprochen frische, salzige Seite der Rebsorte. Die Trauben stammen aus Castelprile bei Castiglione della Pescaia, nur etwa 40–50 Meter über dem Meeresspiegel. Der Wein wird zu 100 % aus Vermentino erzeugt und biologisch angebaut. Der Standort mit Sand- und Lehmböden sowie die Nähe zum Tyrrhenischen Meer prägen seinen Charakter entscheidend.
Charakter & Verkostung
Im Glas präsentiert sich der Prelius 2023 in hellem, leuchtendem Goldgelb.
Die Nase ist intensiv und ausgesprochen mediterran. Ananas und gelber Apfel bilden den aromatischen Kern, dazu kommen Zitrusfrüchte, weiße Blüten und Salbei. Im Hintergrund liegt eine feine salzige Note, die bereits an die Meeresnähe erinnert. Am Gaumen zeigt sich der Wein saftig, frisch und harmonisch. Gelbe Frucht und Zitrus werden von einer lebendigen Säure getragen. Besonders charakteristisch ist die salzige, fast maritime Spannung, die den Wein vom ersten Schluck bis ins Finale begleitet. Die sechsmonatige Reife auf der Feinhefe im Edelstahltank sorgt für etwas mehr Schmelz und Substanz, ohne die Frische zu verdecken. Der Nachhall ist lang, mineralisch und salzig, mit Zitrus, Kräutern und gelber Frucht.
Ein klassischer Maremma-Vermentino – sonnenverwöhnt, aber von der Meeresbrise kühl gehalten.
Beim Prelius schmeckt man die Nähe zum Meer.
Die Weinberge von Castelprile liegen nur wenige Kilometer von der toskanischen Küste entfernt. Volpaia beschreibt den Standort ausdrücklich als vom Wechsel zwischen Land- und Seebrisen geprägt. Zusammen mit den sandigen und lehmigen Böden entstehen Bedingungen, die dem Vermentino aromatische Reife verleihen und gleichzeitig seine Frische bewahren. Der Betrieb bewirtschaftet die Weinberge biologisch.Der Jahrgang 2023 war allerdings kein unkompliziertes Jahr: Nach einem milden, eher trockenen Winter folgten im Mai und Juni außergewöhnlich niederschlagsreiche Monate mit hohem Pilzdruck. Der heiße, trockene Sommer und Regen Ende August ermöglichten schließlich eine gute Ausreifung der Trauben.
Im Keller bleibt Volpaia bewusst zurückhaltend: Gärung im Edelstahl, sechs Monate Feinhefelager und anschließend drei Monate Flaschenreife. So entsteht ein Weißwein, der nicht über Holz oder exotische Aromatik definiert wird, sondern über Frische, Salz und Herkunft.
Perfekt zu: Austern, Vongole, gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten, mediterranen Gemüsegerichten, Risotto und hellem Fleisch.
Vermentino Costa Toscana IGT „Filemone“ 2025 – La Fralluca
Suvereto – Toskana
Der „Filemone“ Vermentino Costa Toscana IGT 2025 von La Fralluca ist ein charaktervoller, terroirgeprägter Weißwein aus der toskanischen Küstenregion rund um Suvereto. Er steht für die klare Philosophie des kleinen Familienweinguts: Die Rebe soll ihre Herkunft erzählen – mit möglichst wenig Eingriff und maximalem Ausdruck des Bodens. Der Wein besteht zu 100 % aus Vermentino und gilt als eine der wichtigsten Visitenkarten des Hauses.
Der Name „Filemone“ stammt – wie der zuvor präsentierte Viognier „Bauci“ – aus der antiken Geschichte von Filemone und Bauci aus Ovids Metamorphosen. Die beiden Figuren stehen symbolisch für Beständigkeit, Verbundenheit und Harmonie – Werte, die La Fralluca auch mit seinen Weinen verbindet.
Die Weinberge liegen in der Costa Toscana bei Suvereto, wo mediterranes Klima, Meeresnähe und die mineralischen Böden der Val di Cornia ideale Bedingungen für Vermentino schaffen. Die kühlenden Winde vom Meer bewahren die Frische, während die Sonne der Küste für aromatische Reife sorgt.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Filemone 2025 in einem strahlenden Strohgelb mit leicht goldenen Reflexen.
Die Nase ist typisch für hochwertigen mediterranen Vermentino: frisch, klar und vielschichtig. Es zeigen sich Aromen von Zitrone, Limette und Grapefruit, begleitet von weißem Pfirsich, Birne und weißen Blüten. Dazu kommen typische Küstennoten von Salbei, mediterranen Kräutern, Fenchel und einer feinen salzigen Mineralität.
Am Gaumen überzeugt der Wein durch seine besondere Spannung. Die aromatische Frucht verbindet sich mit einer lebendigen Säure und einer ausgeprägten mineralischen Struktur. Noten von Zitrusfrüchten, gelbem Apfel und weißem Steinobst treffen auf eine feine Kräuterwürze. Die Textur wirkt gleichzeitig saftig und elegant, mit einer dezenten Cremigkeit, die dem Wein Tiefe verleiht.
Typisch für La Fralluca ist die Balance zwischen mediterraner Fülle und kühler Präzision: Der Filemone ist kein einfacher Sommerwein, sondern ein charaktervoller Vermentino mit eigenständiger Persönlichkeit. Die Kombination aus Frische, Mineralität und aromatischer Klarheit macht ihn auch zu einem Wein mit ausgezeichnetem Entwicklungspotenzial.
Das Finale ist lang, frisch und animierend mit Zitrus, Kräutern, einer feinen Salzigkeit und mineralischem Nachhall.
Ein Vermentino mit Meeresbrise und Charakter – elegant, präzise und voller toskanischer Küstenenergie.
Der Geschmack der toskanischen Küste im Glas.
La Fralluca wurde von Francesca und Luca gegründet, die ihren Traum verwirklichten, in der Toskana eigene Weine zu erzeugen. Ihr Ansatz ist bewusst klein und persönlich: Die Trauben stammen ausschließlich aus den eigenen Weinbergen, werden von Hand gelesen und mit großer Sorgfalt verarbeitet.
Der Filemone zeigt besonders schön, warum Vermentino an der toskanischen Küste so faszinierend ist. Die Rebsorte liebt das maritime Klima: warme Tage sorgen für aromatische Intensität, während die Nähe zum Meer Frische und eine charakteristische salzige Mineralität bewahrt.
Im Gegensatz zu vielen einfachen Küsten-Vermentini besitzt der Filemone eine zusätzliche Dimension: Struktur, Tiefe und die Fähigkeit, sich über mehrere Jahre weiterzuentwickeln. Vertikalverkostungen des Weins zeigen, dass diese Interpretation von Vermentino auch mit Reife an Klarheit und Eleganz gewinnt.
Perfekt zu:
Austern und Meeresfrüchten
gegrilltem Fisch
Spaghetti alle vongole
Risotto mit Kräutern
Gemüsegerichten der mediterranen Küche
frischem Ziegenkäse
Rosso di Montalcino DOC 2024 (Bio) – Tenuta Buon Tempo
Montalcino – Toskana
Der Rosso di Montalcino DOC 2024 von Tenuta Buon Tempo ist ein authentischer Vertreter seiner Herkunft: ein reinsortiger Sangiovese Grosso, der die Eleganz und Präzision des Montalcino-Gebiets bereits in seiner jüngeren, zugänglicheren Form zeigt. Die Tenuta Buon Tempo bewirtschaftet ihre Weinberge seit der ersten Ernte biologisch und setzt konsequent auf Biodiversität, natürliche Bodenpflege und einen respektvollen Umgang mit der Natur. Im Mittelpunkt steht ausschließlich der Sangiovese Grosso, dieselbe Rebsorte, die auch die Grundlage für den berühmten Brunello bildet.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er Rosso di Montalcino in einem leuchtenden Rubinrot mit jugendlichen violetten Reflexen.
Die Nase ist typisch für hochwertigen Sangiovese aus Montalcino: Sauerkirsche, rote Johannisbeere und wilde Erdbeeren verbinden sich mit Veilchen, Rosenblättern und mediterranen Kräutern. Dazu kommen feine würzige Nuancen von Unterholz, Wacholder und einer dezenten mineralischen Note, die an die kalk- und mergelreichen Böden der Region erinnert.
Am Gaumen zeigt der Wein seine große Stärke: Frische, Klarheit und Eleganz. Die rote Frucht wirkt saftig und präzise, getragen von einer lebendigen Säure, die typisch für Sangiovese ist. Feinkörnige Tannine geben Struktur, bleiben aber geschmeidig und machen den Wein bereits in seiner Jugend sehr zugänglich. Aromen von Kirsche, Granatapfel, Kräutern und feiner Würze begleiten den langen, animierenden Verlauf.
Der Rosso di Montalcino von Tenuta Buon Tempo verbindet die Trinkfreude eines jungen Toskaners mit der Ernsthaftigkeit eines Weins aus Brunello-Lagen. Er wirkt nicht schwer, sondern elegant und spannungsvoll – ein Wein, der seine Herkunft über Finesse statt über Kraft ausdrückt.
Das Finale ist frisch, würzig und mineralisch. Rote Früchte, Kräuter und eine feine salzige Note bleiben lange erhalten.
Ein charaktervoller Montalcino mit viel Persönlichkeit – klassischer Sangiovese, biologisch erzeugt und voller toskanischer Eleganz.
Ein kleiner Bruder mit großer Herkunft.
Der Rosso di Montalcino wird oft als der „kleine Bruder“ des Brunello bezeichnet – doch bei Spitzenbetrieben wie Tenuta Buon Tempo ist er weit mehr als eine Zwischenstufe. Er stammt aus denselben Weinbergen und von denselben Reben wie der große Montalcino-Klassiker, wird aber früher freigegeben und zeigt dadurch mehr Frische, Frucht und unmittelbare Trinkfreude.
Die Tenuta Buon Tempo verfolgt von Beginn an eine biologische Philosophie: Durch Begrünung, Förderung der natürlichen Bodenaktivität und den Verzicht auf aggressive Eingriffe soll ein lebendiges Ökosystem entstehen. Der Betrieb kultiviert ausschließlich Sangiovese Grosso und konzentriert sich damit vollständig auf den Ausdruck dieses einzigartigen Terroirs.
Der Jahrgang 2024 steht für einen Stil, der besonders gut zur DNA des Rosso di Montalcino passt: Frische, klare Frucht und elegante Struktur. Ein Wein, der jung begeistert, aber gleichzeitig genügend Substanz besitzt, um sich über mehrere Jahre weiterzuentwickeln.
Perfekt zu:
Pici mit Wildragout
Pasta mit Tomatensugo
gegrilltem Fleisch
geschmortem Geflügel
Pecorino Toscano
mediterraner Küche mit Kräutern
Vino Nobile di Montepulciano DOCG 2020 (Bio)
Il Conventino – Montepulciano, Toskana
Der Vino Nobile di Montepulciano 2020 von Il Conventino ist ein klassischer, biologisch erzeugter Toskaner mit klarer Herkunftshandschrift. Die Cuvée besteht aus 85 % Sangiovese sowie 15 % Colorino, Canaiolo und Mammolo. Die Trauben wachsen auf Lehm- und Tuffböden und werden spontan im Edelstahl vergoren. Anschließend reift der Wein 24 Monate in großen 5.000-Liter-Fässern aus slawonischer Eiche.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der 2020er in kräftigem Rubinrot.
Die Nase zeigt zunächst reife rote Beeren und Kirschen, dazu welkende Blüten, feine Würzkräuter und balsamische Nuancen. Mit etwas Luft kommen Unterholz, getrocknete Kräuter und warme Gewürze hinzu. Genau diese Verbindung aus roter Frucht, Blüten und Würze gilt als charakteristisch für den Vino Nobile von Il Conventino.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein weich, vollmundig und saftig. Die reife Kirschfrucht wird von einer feinnervigen Säure getragen, während die Tannine bereits geschmeidig und gut eingebunden wirken. Dazu kommen würzige Anklänge von Lakritz, Kakao und Kräutern. Die lange Reife im großen Holz gibt Struktur und Tiefe, ohne den Sangiovese mit deutlichen Holznoten zu überdecken.
Der Nachhall ist lang, würzig und animierend, mit reifer roter Frucht, balsamischen Noten und einem feinen mineralisch-herben Zug.
Ein klassischer Vino Nobile mit Wärme und Eleganz – saftig, würzig und wunderbar ausgewogen.
Bio ist bei Il Conventino keine Mode, sondern Tradition.
Das Weingut gehört zu den frühen Bio-Pionieren in Montepulciano und setzt bewusst auf die regionalen Rebsorten. Das Consorzio beschreibt den Vino Nobile des Hauses als ausgesprochen typischen Ausdruck des Gebiets – mit roter Frucht, Mammola-Blüten, Gewürzen sowie Anklängen von Kakao und Lakritz.
Der 2020er verbindet diese klassische Aromatik mit einer sehr harmonischen Struktur. Der Ausbau im großen slawonischen Holz ist dabei entscheidend: Er gibt dem Wein Zeit und Geschmeidigkeit, ohne die Frucht und den regionalen Charakter zu überlagern.
Im Vergleich zur Magnum desselben Jahrgangs ist der Inhalt identisch; das kleinere Format entwickelt sich tendenziell etwas schneller. Beide zeigen jedoch dieselbe Stilistik: reife rote Frucht, feine Würze, elegante Säure und geschmeidiges Tannin.
Perfekt zu
Pappardelle al cinghiale, Bistecca alla Fiorentina, Wild, geschmortem Rind, toskanischen Crostini und gereiftem Pecorino.
Viognier Costa Toscana IGT „Bauci“ 2024 – La Fralluca
Suvereto – Toskana
Der „Bauci“ Viognier Costa Toscana IGT 2024 von La Fralluca ist eine elegante, charaktervolle Interpretation dieser ursprünglich aus dem Rhône-Tal stammenden Rebsorte. In der Küstenlandschaft von Suvereto zeigt Viognier eine besonders spannende Verbindung aus mediterraner Wärme und kühler mineralischer Präzision. La Fralluca arbeitet mit dem Ziel, jede Rebsorte möglichst unverfälscht sprechen zu lassen – der Wein entsteht als 100 % Viognier und steht für die klare Handschrift des Terroirs.
Die Weinberge liegen auf den Hügeln von Suvereto in der Val di Cornia, geprägt von kalkreichen, steinigen Böden und einer konstanten Meeresbrise. Diese Bedingungen bewahren trotz des warmen toskanischen Klimas eine natürliche Frische und verleihen dem Wein seine charakteristische Mineralität.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Bauci 2024 in einem leuchtenden Strohgelb mit goldenen Reflexen.
Die Nase ist typisch für hochwertigen Viognier, aber deutlich von der toskanischen Küstenlage geprägt. Intensive Aromen von weißem Pfirsich, Aprikose und reifer Birne verbinden sich mit floralen Noten von Jasmin und weißen Blüten. Dazu kommen feinere Nuancen von Salbei, mediterranen Kräutern und nassem Stein, die dem Wein Frische und Spannung verleihen.
Am Gaumen zeigt der Wein seine besondere Balance: Viognier-typische Fülle trifft auf eine überraschend lebendige Struktur. Die Frucht wirkt saftig und klar mit Aromen von Pfirsich, gelber Frucht und Zitruszeste. Eine feine salzige Mineralität und eine kräuterige Würze sorgen dafür, dass der Wein trotz seiner aromatischen Intensität elegant bleibt.
Die Reifung auf der Feinhefe verleiht zusätzliche Tiefe und Cremigkeit, während der dezente Holzeinfluss für Komplexität sorgt, ohne die Frucht zu überdecken. Der Ausbau erfolgt teilweise im Edelstahl und teilweise im französischen Tonneau; anschließend reift der Wein lange auf der Hefe.
Das Finale ist lang, frisch und mineralisch mit Noten von Steinobst, Kräutern und einer feinen salzigen Spannung.
Ein Viognier mit mediterraner Seele – kraftvoll in der Aromatik, aber elegant, frisch und präzise.
Bauci – ein Wein zwischen Mythos und Landschaft.
Der Name „Bauci“ stammt aus Ovids Metamorphosen: Bauci und ihr Mann Filemone werden von Zeus für ihre Gastfreundschaft geehrt und schließlich in zwei miteinander verbundene Bäume verwandelt – eine Geschichte von Verbundenheit und Beständigkeit. La Fralluca widmet seine Weine den Figuren der klassischen Mythologie, die symbolisch mit den Bäumen dieser Landschaft verbunden sind.
Hinter La Fralluca stehen Francesca und Luca, die sich bewusst für das weniger bekannte Gebiet rund um Suvereto entschieden haben. Ihre Philosophie: keine standardisierten Weine, sondern klare Sortencharaktere mit Herkunft. Die natürlichen Leitlinien ihrer Weine sind Säure, Eleganz, Mineralität und feine Aromen.
Der Bauci zeigt eindrucksvoll, dass Viognier nicht nur opulent und schwer sein muss. Durch die kühlen Nächte, die Meeresnähe und die kalkreichen Böden erhält er eine ungewöhnliche Spannung und Präzision.
Perfekt zu:
gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten
Hummer und Krustentieren
Risotto mit Kräutern oder Spargel
Geflügel mit cremigen Saucen
gereiftem Ziegenkäse
Brunello di Montalcino DOCG 2018 – halbe Flasche (0,375 l)
Tenuta Buon Tempo – Montalcino, Toskana
Der Brunello di Montalcino DOCG 2018 von Tenuta Buon Tempo zeigt die elegante, klassische Seite des berühmtesten Sangiovese der Welt. In der halben Flasche präsentiert er sich besonders charmant: Das kleinere Format entwickelt schneller Reife und eignet sich ideal für den genussvollen Moment, ohne auf die Tiefe und Komplexität eines echten Brunello zu verzichten.
Die Tenuta Buon Tempo liegt im südlichen Teil von Montalcino und arbeitet mit großem Respekt vor Natur und Herkunft. Die Grundlage bildet ausschließlich Sangiovese Grosso, die traditionelle Brunello-Rebe. Die Weinberge profitieren von den kühlenden Einflüssen des Monte Amiata und des Orcia-Tals sowie von mineralreichen Böden aus Mergel, Kalk, Schiefer und Ton, die dem Wein Struktur und Eleganz verleihen.
Der Jahrgang 2018 war in Montalcino geprägt von einem eher klassischen Verlauf: ein gemäßigtes Jahr mit ausreichender Feuchtigkeit, längerer Reifephase und guten Bedingungen für aromatische, fein strukturierte Weine. Die 2018er Brunelli zeichnen sich weniger durch extreme Kraft aus, sondern durch Finesse, Frische und Trinkreife.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in einem leuchtenden Rubinrot mit ersten granatroten Reflexen.
Die Nase öffnet sich mit typisch toskanischer Eleganz: Sauerkirsche, rote Kirsche und getrocknete Beeren stehen im Vordergrund, begleitet von Veilchen, Rosenblättern und mediterranen Kräutern. Mit etwas Luft entwickeln sich klassische Brunello-Noten von Tabak, Leder, Unterholz, Gewürzen und balsamischen Anklängen. Eine feine steinige Mineralität verleiht dem Bouquet zusätzliche Tiefe.
Am Gaumen zeigt der 2018er Brunello eine schöne Balance aus Reife und Frische. Die Frucht bleibt klar und lebendig: Kirsche, Granatapfel und rote Johannisbeere verbinden sich mit feinen Noten von Gewürzen, Erde und getrockneten Kräutern. Die Säure sorgt für Spannung, während die Tannine bereits deutlich abgerundet wirken.
Typisch für Tenuta Buon Tempo ist die Verbindung von Struktur und Eleganz: Der Wein besitzt die Ernsthaftigkeit eines Brunello, bleibt aber zugänglich und harmonisch. Gerade in der 0,375-l-Flasche zeigt er bereits eine schöne Entwicklung mit gereiften Aromen, ohne seine Frische zu verlieren.
Das Finale ist lang, würzig und klassisch geprägt von Kirsche, Tabak, Kräutern und feiner Mineralität.
Ein gereifter, eleganter Brunello – perfekt für Liebhaber klassischer Sangiovese mit Finesse statt Schwere.
Ein Brunello, der nicht mit Kraft überzeugt, sondern mit Herkunft und Eleganz.
Die Tenuta Buon Tempo steht für einen puristischen Stil des Montalcino: Im Mittelpunkt steht allein der Sangiovese Grosso, der durch Boden, Klima und sorgfältige Arbeit im Weinberg seinen Charakter erhält. Die südliche Lage des Weinguts bringt reife Frucht und Wärme, während Höhenlage und mineralische Böden für Frische und Langlebigkeit sorgen.
Der Jahrgang 2018 verkörpert eine klassische Interpretation von Brunello: weniger opulent als warme Spitzenjahre, dafür mit feiner Aromatik, eleganter Struktur und hervorragender Trinkreife. In der halben Flasche kommt diese Entwicklung besonders schön zur Geltung – der Wein zeigt bereits die ersten tertiären Aromen eines gereiften Brunello, bleibt aber lebendig und frisch.
Perfekt zu:
Pici mit Wildragout
geschmortem Rind
Kalb und Lamm
Pilz- und Trüffelgerichten
gereiftem Pecorino Toscano
Vino Nobile di Montepulciano Riserva DOCG 2019 (Bio)
Il Conventino – Montepulciano, Toskana
Der Vino Nobile di Montepulciano Riserva 2019 von Il Conventino ist die gereifte, tiefgründigere Interpretation des klassischen Nobile des Hauses. Er entsteht aus einer sorgfältigen Auswahl der besten Trauben der einzelnen Parzellen und wird separat vinifiziert. Die Cuvée besteht je nach Quelle aus überwiegend Sangiovese, ergänzt durch Colorino, Canaiolo und/oder Mammolo; die Weinbereitung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen. Anschließend reift der Wein 30 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche und mindestens weitere sechs Monate auf der Flasche.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2019er in intensivem Rubingranat.
In der Nase ist er bereits deutlich komplexer als der normale Vino Nobile: reife Schwarzkirsche und Pflaume verbinden sich mit getrockneten Veilchen und Rosen, dazu kommen frischer Salbei, schwarzer Pfeffer und mit zunehmender Belüftung Tabak und feine Ledernoten. Die Aromatik wirkt reif und tief, bleibt aber klar und präzise.
Am Gaumen zeigt die Riserva Dichte und Harmonie, ohne schwer zu werden. Saftige dunkle Kirsche und Pflaume werden von einer gut integrierten Säure getragen. Das Tannin ist bereits mürbe und feinmaschig, gibt dem Wein aber weiterhin ausreichend Struktur. Dazu kommen Lakritz, getrocknete Kräuter und eine dezente würzige Holznote. Die lange Reife im großen slawonischen Holz unterstützt den Wein, ohne ihn mit Röstaromen zu überdecken.Besonders schön ist die Verbindung aus reifer Frucht, balsamischer Würze und klassischer Sangiovese-Spannung. Der Wein ist heute bereits sehr zugänglich, besitzt aber weiterhin genügend Struktur für eine weitere Entwicklung.Der Nachhall ist lang, trocken und würzig, mit Schwarzkirsche, Tabak, Kräutern und feinem Tannin.
Eine gereifte, elegante Nobile-Riserva – tiefgründig, harmonisch und mit klassischer Montepulciano-Seele.
Die Riserva zeigt, was Zeit aus einem guten Nobile machen kann.
Il Conventino gehört zu den Bio-Pionieren von Montepulciano. Beim 2019er Riserva geht das Weingut besonders sorgfältig vor: Die besten Trauben werden bereits im Weinberg selektiert, die einzelnen Parzellen separat vinifiziert und anschließend im großen Holz langsam entwickelt.
Der Ausbau über 30 Monate in 5.000-Liter-Fässern aus slawonischer Eiche ist dabei entscheidend. Im Gegensatz zum kleinen Barrique bringt das große Holz nur wenig dominante Holzaromen ein. Es gibt dem Sangiovese vielmehr Zeit, seine Struktur zu harmonisieren und seine würzigen und balsamischen Facetten zu entwickeln.
Heute zeigt der 2019er bereits schöne Reife: getrocknete Blüten, Tabak und Leder ergänzen die dunkle Kirschfrucht. Gleichzeitig sorgen Säure und Tannin dafür, dass der Wein nicht müde wirkt. Das macht ihn zu einem besonders schönen Begleiter für die kräftige toskanische Küche.
Perfekt zu
Pappardelle al cinghiale, Bistecca alla Fiorentina, Wild, geschmortem Rind, Trüffelgerichten und gereiftem Pecorino.
Vernaccia di San Gimignano DOCG „Campo della Pieve“ 2023 (Bio) – Il Colombaio di Santa Chiara
Der Campo della Pieve zeigt eindrucksvoll, wie modern Vernaccia heute interpretiert werden kann. Ohne Holzeinfluss, dafür mit einer ungewöhnlich langen Reife auf der Feinhefe im Zementtank, entsteht ein Weißwein von bemerkenswerter Tiefe und Präzision. Die Zementtanks bewahren Frische und Mineralität, während die lange Hefelagerung dem Wein eine seidige Textur und zusätzliche Komplexität schenkt. Das Ergebnis ist ein Wein, der Kraft und Eleganz auf faszinierende Weise verbindet.
Schon das Bouquet wirkt fein und vielschichtig. Zitronenzeste, Grapefruit und reifer gelber Apfel treffen auf weiße Blüten, Akazienblüte und Kamille. Mit etwas Luft entwickeln sich Noten von Fenchel, mediterranen Kräutern und Feuerstein, begleitet von der für Vernaccia typischen feinen Mandelnote. Die Aromatik wirkt kühl, präzise und ausgesprochen terroirgeprägt – weniger opulent als viele mediterrane Weißweine, dafür umso spannender.
Am Gaumen präsentiert sich der 2023er straff, tief und ausgesprochen salzig. Die lebendige Säure trägt Aromen von Zitrusfrüchten, gelbem Apfel und Birne, während die lange Reife auf der Feinhefe dem Wein eine cremige, fast seidige Textur verleiht. Die kalkige Mineralität und eine feine phenolische Struktur sorgen für Spannung und Länge. Im Vergleich zum L'Albereta wirkt der Campo della Pieve geradliniger und puristischer – ein Wein, der nicht über Holz, sondern über Herkunft und Präzision überzeugt.
Der Nachhall ist lang, frisch und von einer feinen salzigen Mineralität geprägt. Zitruszeste, Kräuter und ein zarter Bittermandelton begleiten den Wein bis weit ins Finale. Ein außergewöhnlicher Vernaccia, der die Eleganz großer Terroir-Weißweine mit der unverwechselbaren Identität San Gimignanos verbindet.
Große Weißweine brauchen nicht zwingend Holz – manchmal genügt Zeit.
Mit dem Campo della Pieve verfolgt Il Colombaio di Santa Chiara einen außergewöhnlichen Weg. Statt den Wein im Holz auszubauen, reift er 18 bis 20 Monate auf der Feinhefe in Zementtanks. Zement sorgt für eine sanfte Mikrooxidation ähnlich wie Holz, gibt aber keinerlei Röstaromen oder Vanille an den Wein ab. Dadurch bleiben die charakteristische Mineralität der Vernaccia und der Ausdruck der Böden rund um San Gimignano vollständig erhalten. Die spontane Vergärung mit natürlichen Hefen unterstreicht zusätzlich die Individualität jeder Parzelle.
Die Brüder Giampiero und Stefano Logi gehören zu den wichtigsten Erneuerern der Appellation. Mit biologischem Weinbau, spontaner Vergärung und ungewöhnlich langen Ausbauzeiten haben sie maßgeblich dazu beigetragen, das internationale Ansehen der Vernaccia di San Gimignano neu zu definieren. Der Campo della Pieve 2023 wurde bereits mit 91 Punkten von VINUM ausgezeichnet und zeigt eindrucksvoll, dass Vernaccia heute zu den charaktervollsten und langlebigsten Weißweinen Italiens zählt.
Syrah Costa Toscana IGT „Pitis“ 2018 – La Fralluca
Suvereto – Toskana
Der „Pitis“ Syrah Costa Toscana IGT 2018 von La Fralluca ist die Spitzeninterpretation der Syrah-Rebe des kleinen, qualitätsorientierten Weinguts aus Suvereto an der Costa Toscana. Der Wein zeigt eindrucksvoll, wie elegant und fein Syrah in der mediterranen Landschaft der toskanischen Küste interpretiert werden kann.
Der Name „Pitis“ stammt aus der griechischen Mythologie: Pitis, eine Nymphe, wird nach einer tragischen Liebesgeschichte in eine Seekiefer verwandelt – ein Symbol, das La Fralluca mit der Landschaft rund um Suvereto verbindet.
Für den „Pitis“ werden ausschließlich Syrah-Trauben aus den besonderen Weinbergen Punta und Romano verwendet. Dort wachsen Rhône-Klone auf armen, steinigen Böden, die dem Wein seine typische Würze, Mineralität und elegante Struktur verleihen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Pitis 2018 in einem tiefen Rubinrot mit leicht violetten Reflexen.
Die Nase ist offen und vielschichtig. Es dominieren Aromen von Amarenkirsche, Brombeere und roten Waldfrüchten, begleitet von Veilchen, wilden Kräutern und schwarzem Pfeffer. Dahinter entwickeln sich feinere Nuancen von Graphit, mediterraner Macchia, Thymian und einer eleganten balsamischen Würze.
Am Gaumen zeigt der Wein eine bemerkenswerte Balance zwischen mediterraner Reife und kühler Eleganz. Die Frucht wirkt saftig und präzise: Kirsche, rote Johannisbeere und dunkle Beeren verbinden sich mit würzigen Noten von Pfeffer, Kräutern und mineralischer Tiefe. Die Tannine sind weich und harmonisch eingebunden, geben aber genügend Struktur für eine lange Entwicklung.
Der Jahrgang 2018 zeigt den Pitis bereits mit schöner Reife: weniger geprägt von Kraft und Extraktion, sondern von Finesse, Trinkfluss und aromatischer Klarheit. Eine feine Frische trägt den Wein und verleiht ihm trotz seiner mediterranen Herkunft eine elegante Spannung.
Das Finale ist lang und würzig mit Anklängen von Kirsche, Graphit, Kräutern und feiner Mineralität.
Ein charaktervoller toskanischer Syrah – zwischen Rhône-Würze, mediterraner Sonne und der Eleganz von Suvereto.
Syrah mit italienischer Seele und Rhône-Herkunft.
La Fralluca wurde von Francesca und Luca gegründet und verfolgt eine klare Philosophie: Die Weine sollen nicht nur die Rebsorte zeigen, sondern vor allem den Ort, an dem sie entstehen. Die Trauben stammen ausschließlich aus eigenen Weinbergen und werden sorgfältig von Hand gelesen.
Der „Pitis“ ist die besondere Syrah-Selektion des Hauses. Die Verwendung von Rhône-Klonen verbindet die Herkunft der Rebsorte mit dem einzigartigen Mikroklima von Suvereto: warme Tage, kühlende Meereswinde und mineralische Böden schaffen einen Syrah mit mediterraner Ausdruckskraft und gleichzeitig bemerkenswerter Eleganz.
Der Ausbau unterstützt diesen Stil: Die Konzentration kommt aus dem Weinberg, nicht aus Überextraktion. Das Ergebnis ist ein Wein mit Tiefe, aber auch mit Finesse und Trinkfreude. Der Jahrgang 2018 zeigt heute eine schöne Balance aus reifer Frucht und gereiften würzigen Noten.
Perfekt zu:
Lamm mit Rosmarin und Kräutern
Wildgerichten
geschmortem Rind
gegrilltem Fleisch
gereiftem Pecorino Toscano
Pasta mit kräftigem Ragù
Vermentino Costa Toscana IGT „Elice“ 2023 – La Fralluca
Suvereto – Toskana
Der „Elice“ Vermentino Costa Toscana IGT 2023 von La Fralluca ist die Premium-Selektion des Hauses und zeigt die außergewöhnliche Klasse, die Vermentino an der toskanischen Küste erreichen kann. Während der „Filemone“ die mediterrane Frische und Trinkfreude der Rebsorte verkörpert, ist der „Elice“ der Cru des Weinguts: ein konzentrierter, tiefgründiger und langlebiger Vermentino mit großer mineralischer Signatur.
Die Trauben stammen ausschließlich aus der kleinen Einzellage „Punta“, einer steilen, nach Süden ausgerichteten Parzelle auf einer Kalksteinzunge. Der Boden ist geprägt von Alberese-Kalkstein, vielen Steinen und mineralischer Struktur – ideale Voraussetzungen für einen Vermentino mit Spannung und Tiefe. Der Wein besteht zu 100 % aus Vermentino.
Der Jahrgang 2023 wurde von La Fralluca mit sorgfältiger Handlese verarbeitet. Nach schonender Ganztraubenpressung und temperaturkontrollierter Gärung reifte der Wein rund 10 Monate auf der Feinhefe im Edelstahl mit Batonnage und anschließend nochmals in der Flasche. Diese lange Hefelagerung verleiht ihm Struktur und Komplexität, ohne seine Frische zu verlieren.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Elice 2023 in einem strahlenden Strohgelb mit goldenen Reflexen.
Die Nase ist außergewöhnlich präzise und vielschichtig. Zunächst zeigen sich klassische Vermentino-Aromen von Zitrone, Limette und Grapefruit, begleitet von weißen Blüten, Zitronenmelisse und mediterranen Kräutern. Dahinter entwickeln sich tiefere Noten von gelbem Apfel, weißem Pfirsich, Fenchel, Mandeln und feuchtem Kalkstein.
Die mineralische Komponente ist das prägende Element: eine kühle, fast salzige Note erinnert an die Nähe des Meeres und verleiht dem Wein eine beeindruckende Frische.
Am Gaumen zeigt der Elice 2023 deutlich mehr Tiefe als ein klassischer Küsten-Vermentino. Die Textur ist cremig und geschmeidig durch den langen Hefekontakt, gleichzeitig bleibt der Wein dank seiner lebendigen Säure unglaublich präzise. Aromen von Zitrusfrüchten, reifer Birne und gelber Frucht verbinden sich mit einer feinen Kräuterwürze und einer ausgeprägten mineralischen Spannung.
Die Struktur erinnert eher an große mineralische Weißweine aus dem Mittelmeerraum als an einfache Sommerweine. Der Wein besitzt Volumen, bleibt aber elegant und fokussiert. Seine Kombination aus Frucht, Salzigkeit und steiniger Tiefe macht ihn auch zu einem hervorragenden Begleiter über mehrere Jahre.
Das Finale ist lang, klar und animierend mit Noten von Zitrusschale, Kräutern, Mandeln und einer feinen salzigen Mineralität.
Ein großer toskanischer Vermentino – präzise wie ein Chablis, mediterran wie die Costa Toscana.
Die besondere Parzelle macht den Unterschied.
Der Name „Elice“ stammt aus der griechischen Mythologie und verweist auf eine Nymphe, die von Zeus in das Sternbild des Großen Bären verwandelt wurde. Wie bei den anderen Weinen von La Fralluca verbindet der Name Natur, Landschaft und Mythos.
Doch der wahre Charakter des Weins entsteht im Weinberg: Die kleine Lage „Punta“ liegt exponiert, steil und auf kargem Kalksteinboden. Diese Bedingungen reduzieren den Ertrag, erhöhen aber die aromatische Konzentration und verleihen dem Wein seine markante mineralische Spannung.
La Fralluca zeigt mit dem Elice, dass Vermentino weit mehr sein kann als ein frischer Küstenwein. Durch alte Weinbergsarbeit, lange Hefelagerung und den Einfluss des Kalkbodens entsteht ein Weißwein mit Struktur, Eleganz und bemerkenswerter Langlebigkeit. Der Wein wird von Kritikern besonders für seine Reinheit, Mineralität und Entwicklungsmöglichkeiten hervorgehoben.
Perfekt zu:
Austern und Meeresfrüchten
gegrilltem Wolfsbarsch oder Dorade
Spaghetti alle vongole
Risotto mit Kräutern
Jakobsmuscheln
gereiftem Ziegenkäse
Bolgheri Rosso DOC 2022 – Le Macchiole
Le Macchiole, Castagneto Carducci – Toskana
Der Bolgheri Rosso DOC 2022 von Le Macchiole ist einer der bekanntesten Einstiegsweine dieser legendären Bolgheri-Kellerei – und zugleich ein Wein, der weit mehr ist als ein „kleiner Bruder“ der großen Gewächse. Seit dem ersten Jahrgang 2004 steht dieser Wein für die Philosophie des Hauses: Eleganz, Trinkfluss und Herkunftsausdruck, ohne auf Tiefe und Komplexität zu verzichten. Das Weingut beschreibt ihn selbst als die „reinste und unverfälschteste Ausdrucksform von Bolgheri“ aus eigener Sicht.
Die Cuvée des Jahrgangs 2022 besteht aus Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Syrah. Die Trauben stammen aus mehreren eigenen Parzellen rund um Bolgheri. Nach etwa 15 Tagen Gärung und Mazeration im Edelstahltank reift der Wein 10 Monate, davon etwa 70 % in gebrauchten französischen Barriques (3. und 4. Belegung) und 30 % im Beton, wodurch Frucht, Frische und Terroir erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits die Farbe zeigt die typische Handschrift von Le Macchiole: dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2022er sehr einladend und komplex. Dunkle und rote Früchte stehen im Vordergrund: Brombeere, Schwarzkirsche, Cassis und reife Pflaume. Dazu kommen elegante würzige Noten von schwarzem Pfeffer, mediterranen Kräutern und Lakritz. Mit etwas Luft zeigen sich Anklänge von Tabak, dunkler Schokolade, Kaffee und feinem Zedernholz. Die Aromatik verbindet die Wärme der toskanischen Küste mit der kühlen Präzision eines großen Bordeaux-inspirierten Blends.
Am Gaumen wirkt der Wein saftig, geschmeidig und hervorragend balanciert. Die dunkle Frucht besitzt viel Tiefe, bleibt aber immer von einer lebendigen Säure getragen. Die Tannine sind fein und elegant eingebunden – typisch für Le Macchiole: kein wuchtiger Kraftwein, sondern ein Wein mit Spannung und Trinkfluss. Schwarzkirsche, Cassis und Pflaume treffen auf feine Würze, Kakao und eine dezente mineralische Ader. Der Ausbau im gebrauchten Holz gibt Struktur und Länge, ohne die Frucht zu überdecken.
Das Finale ist lang, harmonisch und würzig. Dunkle Beeren, Kräuter, Lakritz und eine feine Schokoladennote bleiben lange präsent.
Ein moderner Bolgheri-Klassiker: elegant, mediterran und mit jener Mischung aus Bordeaux-Struktur und toskanischer Wärme, die Le Macchiole berühmt gemacht hat.
Ein Klassiker, der zeigt, warum Bolgheri zu den spannendsten Weinregionen Italiens gehört.
Als Le Macchiole in den 1980er-Jahren gegründet wurde, gehörte das Weingut zu den Pionieren einer neuen Generation von Winzern in Bolgheri. Die Region an der toskanischen Küste war damals noch weit entfernt von ihrem heutigen Weltruhm. Mit viel Experimentierfreude und einem klaren Qualitätsanspruch entwickelte sich Le Macchiole zu einem der prägenden Namen der Region.
Der Bolgheri Rosso wurde geschaffen, um die Essenz dieses besonderen Terroirs zugänglich zu machen: die Nähe zum Meer, die warmen Tage, die kühlenden Winde und die besonderen Böden zwischen Lehm, Sand und Kies. Die Verwendung internationaler Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot, ergänzt durch Syrah, ist typisch für Bolgheri und verleiht den Weinen ihre einzigartige Verbindung aus mediterraner Fülle und klassischer Eleganz.
Der Jahrgang 2022 war für Le Macchiole besonders anspruchsvoll: Ein trockener Sommer verlangte sorgfältige Selektion im Weinberg, doch Niederschläge und kühlere Bedingungen zur späteren Reifephase ermöglichten eine gute Balance zwischen Konzentration und Frische.
Perfekter Begleiter zu:
Bistecca alla Fiorentina
Wildgerichten
geschmortem Rind
Pasta mit kräftigen Saucen
gereiftem Hartkäse
Sangiovese Suvereto DOCG „Ciparisso“ 2019
La Fralluca – Suvereto, Toskana
Der „Ciparisso“ Sangiovese Suvereto DOCG 2019 ist die reinsortige Sangiovese-Interpretation von La Fralluca und gehört zu den charaktervollsten Weinen des Hauses. Er zeigt eine eigenständige Seite der großen toskanischen Rebsorte: weniger von rustikaler Kraft geprägt, sondern von Eleganz, Mineralität, feiner Würze und mediterraner Präzision.
Der Name „Ciparisso“ verweist auf die Zypresse, die die Landschaft rund um Suvereto prägt. Wie die anderen Weine von La Fralluca trägt auch dieser Wein den Namen einer mythologischen Figur, die mit einem Baum verbunden ist – eine Verbindung zwischen Natur, Landschaft und Wein.
Die Trauben stammen aus der Lage Vigna Romano, einer westlich ausgerichteten Parzelle auf etwa 120 Metern Höhe. Die Böden bestehen aus typisch toskanischem Alberese-Kalkstein mit vielen Steinen, was dem Wein seine mineralische Spannung und klare Struktur verleiht. Der Wein besteht zu 100 % aus Sangiovese.
Der Ausbau unterstreicht den Anspruch des Weins: Nach langer Maischegärung reift der Ciparisso in französischen Tonneaux und anschließend über viele Monate in der Flasche. Diese Reifezeit sorgt für Tiefe und Harmonie, ohne die Frische und die typische Sangiovese-Eleganz zu verlieren.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Ciparisso 2019 in einem leuchtenden Granatrot mit rubinroten Reflexen.
Die Nase ist typisch Sangiovese, aber mit der besonderen Handschrift von Suvereto. Im Vordergrund stehen reife Sauerkirsche, rote Johannisbeere und schwarze Johannisbeere. Dazu kommen elegante florale Noten von Veilchen und getrockneten Blüten, begleitet von mediterranen Kräutern, feiner Würze und einem Hauch Unterholz.
Mit etwas Luft entwickelt der Wein zusätzliche Tiefe: Zedernholz, Tabak, Rauch, Vanille und dezente balsamische Noten ergänzen das Fruchtbild und erinnern an große gereifte Sangiovese-Weine der Toskana.
Am Gaumen zeigt sich der Ciparisso 2019 dicht und zugleich elegant. Die Frucht ist präzise und saftig mit Aromen von Sauerkirsche, Waldbeeren und roten Früchten. Die feinkörnigen Tannine geben Struktur, während die lebendige Säure für Spannung und Länge sorgt.
Der Holzeinsatz ist harmonisch integriert und bringt zusätzliche Komplexität durch Noten von Gewürzen, Rauch und feiner Röstung, ohne den Charakter des Sangiovese zu überdecken. Der Wein bleibt stets frisch, fein und klar gezeichnet.
Das Finale ist lang und anhaltend mit Noten von Kirsche, Kräutern, Tabak und mineralischer Würze.
Ein eleganter Suvereto-Sangiovese mit großer Persönlichkeit – klassisch in der Herkunft, modern in der Präzision.
Sangiovese zwischen Meer, Wind und Kalkstein.
La Fralluca wurde von Luca und Francesca Recine gegründet, die sich bewusst für die noch ursprüngliche Weinlandschaft von Suvereto entschieden haben. Ihre Philosophie ist klar: Die Rebsorten sollen ihre Identität bewahren und durch das Terroir sprechen. Der rote Faden des Weinguts sind natürliche Säure, Eleganz, Mineralität und feine, nie übertriebene Aromen.
Der Ciparisso ist die pure Ausdrucksform des Sangiovese bei La Fralluca. Während die berühmten Sangiovese-Gebiete im Landesinneren für klassische Eleganz stehen, bringt Suvereto eine mediterrane Dimension hinzu: mehr Wärme und Reife, aber dank der Nähe zum Meer und der kalkreichen Böden weiterhin Frische und Spannung.
Der Jahrgang 2019 zeigt sich heute besonders harmonisch: Die Frucht ist gereift, die Tannine sind geschliffen und die würzigen Komponenten beginnen sich schön zu entfalten. Gleichzeitig besitzt der Wein weiterhin genügend Struktur für weitere Entwicklung.
Perfekt zu:
Bistecca alla Fiorentina
Wildschweinragout
geschmortem Rind
Lamm mit Rosmarin
Pasta mit kräftigem Fleischragù
gereiftem Pecorino Toscano
Vernaccia di San Gimignano Riserva DOCG „L’Albereta“ 2020
Il Colombaio di Santa Chiara – San Gimignano, Toskana · biologisch
Der „L’Albereta“ 2020 ist die Riserva-Interpretation der Vernaccia von Il Colombaio di Santa Chiara und damit deutlich mehr als ein klassischer, frischer Vernaccia. Hier geht es um Tiefe, Struktur und Reifepotenzial: ein toskanischer Weißwein mit ausgeprägter Mineralität, feiner Würze und einer bemerkenswert langen Entwicklung.
Das kleine Familienweingut Il Colombaio di Santa Chiara gehört zu den interessantesten Spezialisten für Vernaccia in San Gimignano. Die Familie Logi arbeitet biologisch und setzt bei ihren Weinen stark auf die Eigenständigkeit der Vernaccia und die kalk- und mineralisch geprägten Böden rund um San Gimignano.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der L’Albereta 2020 in einem intensiven Goldgelb mit hellen Reflexen.
Die Nase ist bereits deutlich komplexer als bei einem jungen Vernaccia. Im Vordergrund stehen reife Zitrusfrüchte, gelber Apfel und weißer Pfirsich, begleitet von weißen Blüten und mediterranen Kräutern. Mit etwas Luft kommen Mandeln, Haselnuss, getrocknete Kräuter und feine balsamische Noten hinzu.
Typisch für die Vernaccia von San Gimignano ist die ausgeprägte mineralisch-salzige Komponente. Beim L’Albereta wirkt sie besonders tief und erinnert an nassen Kalkstein, Feuerstein und eine dezente salzige Meeresbrise.
Der erste Eindruck ist voll, trocken und strukturiert.
Reife Zitrusfrucht, gelber Apfel und etwas Birne bilden die aromatische Basis. Dazu kommen Mandeln, Kräuter und eine feine steinige Würze.
Die Säure ist präsent, aber hervorragend eingebunden. Sie verleiht dem Wein Spannung und verhindert, dass die Reife schwer wirkt. Gleichzeitig besitzt der L’Albereta eine leicht cremige, fast burgundische Textur, die ihm zusätzliches Volumen gibt.
Besonders interessant ist die Verbindung aus Reife und Frische: Der Wein wirkt bereits entwickelt, besitzt aber weiterhin genügend Energie für weitere Jahre.
Das Finale ist lang, trocken und mineralisch, mit Noten von Zitrusschale, Mandel, Kräutern und einer charakteristischen salzigen Würze.
Ein großer Vernaccia mit Riserva-Charakter – tief, mineralisch und elegant, mit der Fähigkeit, sich im Glas ständig weiterzuentwickeln.
Vernaccia mit Herkunft und Reife.
San Gimignano ist untrennbar mit der Vernaccia verbunden. Die Rebsorte gehört zu den ältesten und berühmtesten Weißweintraditionen der Toskana und besitzt hier eine ganz eigene Stilistik: weniger tropische Frucht, dafür Zitrus, Kräuter, Mineralität und eine charakteristische salzige Bitterkeit im Finale.
Il Colombaio di Santa Chiara verfolgt dabei einen ausgesprochen terroirgeprägten Ansatz. Die Familie arbeitet biologisch und versucht, die Vernaccia möglichst authentisch und ohne übermäßige technische Eingriffe auszudrücken.
Beim L’Albereta wird diese Philosophie auf die Spitze getrieben. Die Riserva erhält mehr Zeit, um Struktur und Komplexität zu entwickeln. Dadurch zeigt die Vernaccia nicht nur ihre Frische, sondern auch ihre Fähigkeit zur Reifung und aromatischen Verfeinerung.
Der Jahrgang 2020 ist heute besonders interessant: Die Primärfrucht beginnt sich in Richtung Mandel, getrocknete Kräuter, Stein und dezente Reifearomen zu entwickeln, während die Säure noch genügend Spannung liefert.
Perfekt zu
Fritto misto di mare
gegrilltem Wolfsbarsch oder Dorade
Jakobsmuscheln
Risotto mit Meeresfrüchten
Pasta mit Trüffel
gebratenem Geflügel
Pecorino Toscano
gereiftem Ziegenkäse
Trinktemperatur: 10–12 °C. Tipp: Nicht eiskalt servieren und idealerweise aus einem größeren Weißweinglas trinken. Der Wein gewinnt mit etwas Luft deutlich an Komplexität.
Syrah Cortona DOC 2022 (Bio & biodynamisch) – Stefano Amerighi
Foiano della Chiana (Arezzo) – Toskana
Der Syrah Cortona DOC 2022 von Stefano Amerighi gehört zu den beeindruckendsten reinsortigen Syrah-Interpretationen Italiens. Amerighi hat sich ganz dieser Rebsorte verschrieben und zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial Syrah in der Toskana entfalten kann. Der Wein stammt aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen rund um Cortona, aus einer einzigartigen Kombination von Ton, Schiefer und kalkhaltigen Böden. Die Trauben werden vollständig von Hand gelesen und mit minimalen Eingriffen verarbeitet: teilweise als ganze Trauben, teilweise entrappt und traditionell mit den Füßen eingemaischt. Die spontane Gärung erfolgt in kleinen Zementbehältern ohne Temperaturkontrolle, anschließend reift der Wein lange in Zement und teilweise in Keramikgefäßen sowie großen Holzfässern.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich ein tiefes, leuchtendes Rubinrot mit violetten Reflexen – konzentriert, aber nicht schwer.
Die Nase ist typisch für hochwertigen Syrah und gleichzeitig klar von der toskanischen Herkunft geprägt. Schwarze Johannisbeere, Brombeere und Schwarzkirsche verbinden sich mit Veilchen, schwarzem Pfeffer und mediterranen Kräutern. Dazu kommen feinere Nuancen von Lakritz, Tabak, Graphit und dunkler Schokolade. Besonders spannend ist die Kombination aus reifer dunkler Frucht und kühler Würze – ein Stil, der eher an große Rhône-Syrahs erinnert, aber durch die mediterrane Sonne Cortonas eine eigene Persönlichkeit erhält.
Am Gaumen zeigt der 2022er enorme Präzision. Die dunkle Frucht wirkt saftig und frisch, getragen von einer lebendigen Säure und einer markanten mineralischen Spannung. Die Tannine sind feinkörnig, fest und kalkig, geben Struktur, ohne den Wein zu beschweren. Aromen von Brombeere, Sauerkirsche, schwarzem Pfeffer und Süßholz begleiten den langen, dynamischen Verlauf. Trotz seiner Kraft bleibt der Wein elegant und vibrierend – ein typisches Merkmal der Weine von Stefano Amerighi.
Das Finale ist lang, würzig und tiefgründig. Pfeffer, dunkle Beeren, Kräuter und eine feine steinige Mineralität bleiben lange erhalten.
Ein großer Syrah mit mediterraner Seele – kraftvoll, aber niemals breit; tief, aber immer frisch.
Ein Toskana-Syrah, der beweist, dass große Weine aus Überzeugung entstehen.
Als Stefano Amerighi Anfang der 2000er-Jahre seine ersten Syrah-Reben pflanzte, war dies in Cortona noch ein mutiges Projekt. Heute gilt sein Weingut als eine der besten Adressen für diese Rebsorte außerhalb der nördlichen Rhône. Seine Weinberge werden nach biodynamischen Prinzipien bewirtschaftet und sind Demeter-zertifiziert. Ziel ist nicht maximale Konzentration, sondern ein lebendiger Wein, der Boden, Klima und Jahrgang widerspiegelt.
Die Weinbereitung folgt einer sehr traditionellen Philosophie: spontane Vergärung mit natürlichen Hefen, Arbeiten ohne Pumpen, lange Mazeration und möglichst wenig technische Eingriffe. Der Ausbau erfolgt überwiegend in Zement, teilweise ergänzt durch Keramik und großes Holz. Dadurch bleibt die aromatische Reinheit des Syrah erhalten und die mineralische Struktur des Terroirs tritt hervor.
Der Jahrgang 2022 zeigt besonders schön die Balance zwischen Reife und Frische. Kritiker würdigen ihn für seine würzige Aromatik, seine präzise Säure und die dynamische, kalkige Tanninstruktur; unter anderem erhielt er 95 Punkte von James Suckling.
Perfekt zu:
Lammkarree mit Kräutern
geschmortem Rind
Wildgerichten
gegrilltem Fleisch
Pasta mit kräftigem Ragù
gereiftem Pecorino
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