Grüner Veltliner „Liter“ LW – Liter, SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher hat seinen Sitz in Platt im Retzer Land und wurde 1968 gegründet. Wolfgang Seher übernahm den Betrieb 2002 nach seiner Ausbildung an der Weinbauschule Klosterneuburg. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 18 Hektar Rebfläche in Platt und Obermarkersdorf; der Grüne Veltliner nimmt einen besonders wichtigen Anteil ein.Der Liter-Veltliner gehört zur unkomplizierten, alltagstauglichen Linie des Weinguts und wird als 1-Liter-Flasche angeboten. In regionalen Sortimentslisten ist er auch als „Grüner Veltliner Tischwein 1 L“ geführt.
Lage & Terroir
Die Weinberge des Weinguts liegen vor allem in Platt und Obermarkersdorf. In Platt dominieren kalkhaltige Lehm- und Lössböden in einer geschützten Kessellage. Diese Böden bringen laut Weingut fruchtige und elegante Veltliner hervor, während die Obermarkersdorfer Lagen stärker von kalkfreien Molasseböden auf Urgestein geprägt sind.Für den Literwein steht weniger eine einzelne Riede als der typische, unkomplizierte Ausdruck des Grünen Veltliners aus dem Weinviertel im Vordergrund.
Jahrgang & Stil
Der Wein wird ohne Jahrgangsangabe als Literwein vermarktet. Aktuelle Produktdaten weisen 12,5 % vol. Alkohol und einen trockenen Geschmack aus. Damit ist er auf Frische, Leichtigkeit und unkomplizierten Trinkfluss ausgerichtet.
Vinifikation & Ausbau
Der Liter-Veltliner wird im Edelstahltank ausgebaut. Der Ausbau zielt auf eine klare, frische Frucht und einen unverfälschten Sortenausdruck ohne Holzeinfluss. Als Verschluss wird ein Schraubverschluss verwendet.Das Weingut arbeitet im Weinberg naturnah, mit Begrünung und einer Reduktion der Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Minimum. Eine generelle Bio-Zertifizierung des Literweins ist in den verfügbaren Produktdaten jedoch nicht ausgewiesen.
Verkostung
Typisch für den Wein ist eine frische, unkomplizierte Aromatik. In der Nase stehen Apfel und Zitrusfrucht im Vordergrund, ergänzt durch den charakteristischen pfeffrigen Veltliner-Ton. Die Aromatik wirkt saftig, leichtfüßig und unmittelbar zugänglich.
Am Gaumen
Spritzig, leicht und fruchtig. Die Säure verleiht dem Wein Frische und einen animierenden Zug, während das typische Pfefferl für Würze sorgt. Die Struktur bleibt schlank und unkompliziert, der Nachhall frisch und angenehm trocken.Der Wein ist eindeutig auf Trinkfreude und Vielseitigkeit ausgelegt und eignet sich besonders gut für den offenen Ausschank, die Terrasse oder die unkomplizierte Begleitung einer Mahlzeit.
Aromatik
grüner Apfel
Zitrusfrucht
helle Kernobstnoten
frische Traube
typisches weißes Pfefferl
dezente Kräuterwürze
leichter mineralischer Eindruck
Auszeichnungen
Für den Literwein sind keine belastbaren externen Punktbewertungen oder Auszeichnungen dokumentiert. Das ist bei einem bewusst unkompliziert positionierten Literwein auch nicht ungewöhnlich. Das Weingut selbst ist jedoch im Falstaff-, Gault-Millau- und Vinaria-Umfeld vertreten und wurde für seine Gesamtleistung mehrfach positiv wahrgenommen.
Reifepotenzial
Der Wein ist für den jungen Genuss bestimmt. Seine Stärke liegt in Frische, Frucht und Trinkfluss; eine längere Lagerung ist nicht vorgesehen. Am besten wird er jung und gut gekühlt getrunken.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Dank der Literflasche eignet er sich hervorragend für gesellige Runden, den offenen Ausschank, die Jause und die unkomplizierte Alltagsküche.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Geflügel
Fisch und leichte Fischgerichte
Gemüsegerichten
kalten Platten und Jausen
leichten Salaten
österreichischer Hausmannskost
asiatisch gewürzten, nicht zu scharfen Gerichten
Die Kombination mit Wiener Schnitzel, Geflügel, Gemüse und Fisch wird auch ausdrücklich als passende Begleitung genannt.
Grüner Veltliner „Weinviertel DAC“ 2025 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seher sitzt in Platt im Retzer Land und wurde 1968 gegründet. Wolfgang Seher übernahm den Betrieb 2002 nach seiner Ausbildung an der Weinbauschule Klosterneuburg. Heute umfasst die Rebfläche rund 18 Hektar; etwa die Hälfte davon ist mit Grüner Veltliner bestockt. Die Rebsorte nimmt damit eine zentrale Stellung im Betrieb ein und besitzt im Weinviertel als einzige Sorte den DAC-Status. Das Weingut arbeitet nach biologischen Grundsätzen und ist als Bio-Betrieb ausgewiesen. Der „Weinviertel DAC“ ist ausdrücklich als Visitenkarte des Hauses konzipiert: ein gebietstypischer Grüner Veltliner, der die klassische Weinviertler Stilistik mit frischer Frucht, Würze und Pfeffrigkeit zeigen soll.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus mehreren Rieden in Platt und Obermarkersdorf. In den Platter Weinbergen dominieren kalkreiche Lehm- und Lössböden, während in Obermarkersdorf kalkfreie Molasseböden auf Urgestein vorherrschen. Diese unterschiedlichen Herkünfte ermöglichen dem Weingut eine ausgewogene Mischung für den regionaltypischen DAC-Wein. Der Wein ist damit kein klassischer Einzellagen-Veltliner, sondern eine gebietsbezogene Cuvée aus unterschiedlichen Weinbergsparzellen. Für den Wein werden überwiegend jüngere Anlagen und Trauben verwendet, die nicht für die Lagenweine benötigt werden; auch kleinere Partien aus besonderen Weingärten fließen ein.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12,1 % vol. Alkohol, 5,8 g/l Säure und 1,6 g/l Restzucker. Damit ist er trocken ausgebaut und verbindet eine moderate Alkoholstruktur mit lebendiger Frische. Der Weinviertel-DAC-Jahrgang 2025 wird vom Gebiet insgesamt als präzise fruchtig, frisch strukturiert und ausgewogen beschrieben.
Vinifikation & Ausbau
Die Vergärung erfolgt kontrolliert im Edelstahltank. Anschließend bleibt der Wein auf der Feinhefe bis Januar 2026 und wurde im Februar 2026 abgefüllt. Damit liegt der Schwerpunkt klar auf Frische, Sortentypizität und sauberer Frucht. Die Kellerarbeit hält den Wein bewusst geradlinig und bewahrt die für Grünen Veltliner typische pfeffrige Würze und lebendige Säure.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er hell, frisch und ausgesprochen sortentypisch. Kernobst und Grapefruit stehen im Mittelpunkt, dazu kommen feine mineralische Nuancen und die charakteristische pfeffrig-würzige Veltliner-Komponente. Der Eindruck bleibt klar und unkompliziert zugänglich, mit einer angenehm saftigen Frucht und ohne vordergründigen Holzeinfluss.
Am Gaumen
Saftig, würzig und frisch. Die feine Säurestruktur sorgt für Spannung, während gelbes Kernobst und Grapefruit den Fruchtkern bilden. Die typische Veltliner-Pfeffrigkeit verleiht dem Wein Würze und Eigenständigkeit. Der Abgang wirkt trocken, animierend und leicht mineralisch. Mit 1,6 g/l Restzucker bleibt der Wein klar trocken, besitzt aber genügend Fruchtrundung für ein harmonisches Mundgefühl.
Aromatik
grüner und gelber Apfel
helles Kernobst
Grapefruit
Zitrusanklänge
feine Mineralität
typische weißer-Pfeffer-Würze
dezente Kräuternoten
saftige gelbe Frucht
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Weinviertel DAC 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers dokumentiert. Wichtig ist die Abgrenzung zum 2025 Grüner Veltliner Weinviertel DAC „Platt“ von Seher, der bei Falstaff im Juni 2026 mit 91 Punkten bewertet wurde. Diese Auszeichnung bezieht sich ausdrücklich auf die Platt-Abfüllung und nicht auf den hier genannten klassischen Weinviertel DAC.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Seine Stärken liegen in der klaren Frucht, der feinen Säure und der pfeffrigen Würze. Idealerweise wird er jung bis mittelfristig getrunken, solange die frische Veltliner-Aromatik besonders präsent ist.
Servieren
Optimal bei etwa 7–9 °C. Ein klassisches Weißweinglas bringt Frische und Pfefferwürze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Wiener Schnitzel
Schweinsbraten
gebratenem oder gegrilltem Geflügel
Backhendl
Forelle und Zander
leichten Fischgerichten
Spargel
Gemüse mit Kräutern
asiatisch gewürzten Speisen
sommerlichen Salaten
Das Weingut selbst empfiehlt insbesondere Wiener Schnitzel, Schweinsbraten und Geflügel.
Verkostungsnotiz:Funkelndes, mittleres Gelbgrün mit silbernen Reflexen. In der Nase einladende Würze (weißer Pfeffer), feiner Duft nach gelbem Apfel und feinen Blütenaromen. Am Gaumen feinwürzig, saftig und druckvoll, mit feingliedriger, animierender Säure, sortentypisch und mit langem mineralischem Nachhall. Weingut Markus HuberDas Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.Die Weine von Markus Huber sind ab den Jahrgang 2020 biozertifiziert.
Kaum eine Rebsorte bringt ihre Herkunft so klar zum Ausdruck wie der Grüne Veltliner – und kaum eine Region verbindet Frische und Mineralität so elegant wie das Traisental. Markus Huber gehört seit Jahren zu den prägenden Winzern des Gebiets. Sein Grüner Veltliner „Terrassen“ 2025 stammt von zahlreichen, von Kalk und Konglomerat geprägten Terrassenlagen rund um Reichersdorf. Der biologische Weinbau und die spontane Vergärung unterstreichen den Anspruch, die Herkunft unverfälscht ins Glas zu bringen.
Im Duft zeigt sich der Wein klar, frisch und animierend. Grüner Apfel, saftige Birne und Limette werden von weißem Pfirsich begleitet. Dazu kommen feine Aromen von Zitronenmelisse, weißen Blüten und der für den Grünen Veltliner typische Hauch weißen Pfeffers. Mit etwas Luft tritt eine feine kreidige Mineralität hervor, die den kalkreichen Böden des Traisentals ihre Handschrift verdankt.
Am Gaumen überzeugt der 2025er mit viel Saft, Präzision und bemerkenswerter Leichtigkeit. Knackige Kernobstfrucht, Zitruszesten und eine feine Kräuterwürze werden von einer lebendigen, perfekt eingebundenen Säure getragen. Die kalkige Mineralität sorgt für Zug und Struktur, während der Ausbau im Edelstahltank die Frucht glasklar und unverfälscht bewahrt. Der Wein wirkt geradlinig, elegant und ausgesprochen trinkanimierend – ein Grüner Veltliner, der Frische und Substanz harmonisch vereint.
Im langen Finale bleiben Zitrusfrucht, weißer Pfeffer und eine feine salzige Mineralität präsent. Ein klassischer Traisental DAC, der die Eleganz seiner Herkunft ebenso eindrucksvoll zeigt wie die Handschrift von Markus Huber.
Terrassen, Kalk und kühle Nächte – genau daraus entsteht der Charakter dieses Weins.
Die Weinberge rund um Reichersdorf zählen zu den markantesten Lagen des Traisentals. Tagsüber sorgt das pannonische Klima für eine optimale Reife der Trauben, während die kühlen Nächte die Frische und Aromatik bewahren. Die kalkreichen Böden verleihen dem Grünen Veltliner seine feine Salzigkeit und die präzise Struktur.
Markus Huber gilt als einer der wichtigsten Botschafter des Traisentals. Sein Ziel ist es, Weine zu erzeugen, die weniger von Kellertechnik als von ihrer Herkunft erzählen. Der „Terrassen“ ist dabei der perfekte Einstieg in seine Stilistik: klar, geradlinig und mit einer unverwechselbaren mineralischen Handschrift.
Speisenempfehlung
Dieser Grüne Veltliner ist ein vielseitiger Begleiter der modernen Küche. Hervorragend passt er zu Wiener Schnitzel vom Kalb, Backhendl mit Kartoffel-Vogerlsalat, gebratenem Zander oder Saibling, Forelle Müllerin, Spargel mit Sauce Hollandaise sowie zu asiatischen Gerichten mit Zitronengras und Ingwer. Auch Gemüsetartes, Kräuterrisotto oder ein klassischer Tafelspitz mit Schnittlauchsauce harmonieren ausgezeichnet mit seiner Frische und Würze.
Weingut Markus Huber
Das Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.Die Weine von Markus Huber sind ab den Jahrgang 2020 biozertifiziert.
Grüner Veltliner „Platter“ Weinviertel DAC 2025 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher hat seinen Sitz in Platt im Weinviertel und wird seit 2001 von Wolfgang Seher geführt. Der Betrieb bewirtschaftet heute rund 18 Hektar Rebfläche und setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf den Grünen Veltliner. Etwa zwei Drittel der Weinberge liegen in Platt, wo sich auch die wichtigsten Herkünfte des Hauses befinden. Seit 2024 ist das Weingut Mitglied der „Traditionsweingüter Österreich“. Der Weinbau erfolgt biologisch beziehungsweise nach ökologischen Grundsätzen.Der „Platter“ ist als Weinviertel DAC ein klassischer Herkunftswein aus Grünem Veltliner. Die Bezeichnung weist auf die Herkunft aus dem Weinviertel und die für die DAC-Kategorie charakteristische trockene, sortentypische Stilistik hin. Für den Jahrgang 2025 wird der Wein vom Weingut selbst ausdrücklich als Bio-Wein geführt.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Platter Weinbergen. Für diese Umgebung werden kalkreicher Löss und Lehm als prägende Bodentypen angegeben. Gerade die kalkhaltigen Lössböden geben dem Veltliner eine klare, geradlinige Textur und unterstützen seine würzige, mineralische Seite.Die Herkunft verbindet damit die für das Weinviertel typische Veltliner-Würze mit einer hellen, präzisen Frucht. Der Standort Platt bringt zudem genügend Reife für saftige Frucht, ohne den Wein schwer wirken zu lassen.
Jahrgang 2025
Der 2025er wurde mit 12 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,9 g/l Restzucker ausgebaut. Damit ist der Wein klar trocken, leichtfüßig und frisch. Die moderate Alkoholgradation unterstützt den animierenden Stil.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv gelesen und schonend verarbeitet. Der Wein wird im Edelstahltank vergoren und anschließend auf der Feinhefe ausgebaut. Dadurch bleiben Frucht, Sortentypizität und Frische sehr klar erhalten. Der Verschluss ist ein Schraubverschluss.Der Ausbau auf der Feinhefe bringt zusätzlich etwas Substanz und Geschmeidigkeit, ohne die präzise, frische Stilistik des klassischen Weinviertel-DAC-Weins zu überdecken.
Verkostung
Der 2025er zeigt sich sehr klar und geradlinig. Im Duft stehen grüner Apfel und Zitrone im Vordergrund, begleitet von der typischen feinen Pfefferwürze des Grünen Veltliners. Der Gesamteindruck ist hell, frisch und präzise. Jamie Goode beschreibt den Wein als leuchtend, rein und linear mit grüner Apfelfrucht, Zitrone und einem Hauch Pfeffer.
Am Gaumen
Saftig und lebendig mit klarer Frucht und feiner Veltliner-Würze. Die Säure wirkt präzise und frisch, während die Feinhefelagerung für etwas mehr Textur sorgt. Der Wein besitzt eine schöne Balance aus Frische und sanfter Fülle und bleibt dabei ausgesprochen geradlinig.Im Abgang kommen nochmals Zitrus, grüner Apfel und eine dezente pfeffrige Würze zusammen. Die Mineralität sorgt für zusätzlichen Zug und einen trockenen, animierenden Nachhall.
Aromatik
grüner Apfel
Zitrone und Limette
helle Zitrusfrucht
feine Pfefferwürze
zarte Kräuternoten
kalkige, leicht mineralische Anklänge
Auszeichnungen
Der 2025er wurde von Jamie Goode / WineAnorak mit 91 Punkten bewertet. Hervorgehoben werden die klare, lineare Frucht, grüner Apfel, Zitrone, ein feiner Pfefferton sowie die ansprechende Textur.Für den 2025er Platter ist derzeit keine belastbare Falstaff- oder VINARIA-Punktbewertung dokumentiert. Die beim Weingut und Fachhandel ausgewiesenen 91 Falstaff-Punkte beziehen sich auf den 2023er und sollten daher nicht auf den 2025er übertragen werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und frühen Trinkgenuss ausgerichtet. Die klare Säure und der Ausbau auf der Feinhefe verleihen ihm jedoch genügend Stabilität für eine Entwicklung über einige Jahre. Als Trinkfenster werden aktuell etwa bis 2030 angegeben.Mit etwas Flaschenreife können sich die grüne Apfelfrucht und Zitrusnoten in Richtung reiferer gelber Frucht, Kräuterwürze und stärkerer mineralischer Nuancen entwickeln.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frische und die typische Veltliner-Würze gut zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Schnitzel und hellem Kalbfleisch
Schweinsmedaillons mit würzigen Saucen
gebratenem Zander und Forelle
Spargel und Frühlingsgemüse
asiatischer Küche
Sushi
Wokgerichten
vegetarischer Küche mit Kräutern
leichten österreichischen Klassikern
Auch die Empfehlung des Fachhandels nennt würzige Saucen, asiatische Küche und traditionelle österreichische Gerichte als passende Begleiter.
Grüner Veltliner „Nussberg“ Weinviertel DAC 2025 (Bio), SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher liegt in Platt im Weinviertel, nahe Retz und der tschechischen Grenze. Wolfgang Seher führt den Familienbetrieb seit 2001; inzwischen arbeitet auch Tochter Nina im Weingut mit. Die Rebflächen liegen in Platt und Obermarkersdorf und umfassen unter anderem die Rieden Nussberg, Faustberg, Hausweingarten, Leithen und Sandberg. Der Betrieb setzt auf naturnahen, umweltschonenden Weinbau und ist heute biologisch zertifiziert. Der „Nussberg“ ist eine der wichtigen Grüner-Veltliner-Herkünfte des Hauses. Die 2025er Abfüllung wird vom Weingut als Weinviertel DAC und Bio-Wein angeboten.
Lage & Terroir
Die Ried Nussberg liegt in Obermarkersdorf am Manhartsberg und umfasst rund 2,1 Hektar. Der sanfte Hügel befindet sich direkt hinter dem Ort und gilt als Ortslage. Die mehr als 30 Jahre alten Reben wurzeln laut den aktuellen technischen Angaben in tiefgründigem Urgesteinsboden mit kalkfreiem, lehmigem Ton beziehungsweise Molasse und Granitbruchstücken. Der Einfluss des Manhartsbergs und der Urgesteinsuntergrund prägen die Struktur und mineralische Würze des Weines. Damit besitzt der Wein eine für das Weinviertel charakteristische Verbindung von Frucht, Würze und mineralischem Zug, ohne ausschließlich über primäre Rebsortenaromatik definiert zu sein.
Jahrgang 2025
Der 2025er weist 13 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 3,8 g/l Restzucker auf. Damit präsentiert er sich trocken, stoffig und zugleich frisch. Falstaff führt für denselben Wein 13 % vol. und 2,6 g/l Restzucker; die unterschiedlichen Analytikangaben zeigen, dass bei Händler- und Verkostungsdaten kleinere Abweichungen vorkommen können. Für die technischen Werte werden daher die direkt veröffentlichten Produktdaten bevorzugt.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird biologisch erzeugt. Die Trauben werden bei reduziertem Ertrag und hoher physiologischer Reife selektiv gelesen und schonend als Ganztrauben gepresst. Die Vergärung erfolgt gekühlt im Edelstahltank, anschließend reift der Wein auf der Feinhefe. Die Abfüllung erfolgt mit Schraubverschluss.Der Ausbau im Edelstahl hält die Frucht klar und präzise, während das Hefelager zusätzliche Textur und einen feineren, stoffigeren Eindruck vermittelt.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Nussberg 2025 mit frischem Apfel und feinen Kernobstnoten. Hinzu kommen Limettenzesten, ein dezenter mineralischer Ton sowie bei etwas mehr Luft würzige und florale Nuancen. Falstaff beschreibt das Bukett als attraktiv und klar konturiert.Auch Vinaria hebt eine feine Würze und Aromen von Wiesenblüten, Zitronentarte, Birne, getrockneten Blüten und Zitronenzeste hervor.
Am Gaumen
Stoffig und elegant mit saftiger Frucht und fein ziselierter Säure. Der Wein besitzt mehr Körper und Substanz, als seine klare Frucht zunächst vermuten lässt. Eine dezente Fruchtsüße wirkt harmonisch eingebunden und wird von mineralischer Spannung aufgefangen.Der Abgang ist würzig und mineralisch-salzig, mit einem feinen Biss und guter Länge. Falstaff beschreibt den Wein als ausgewogenen und vielseitigen Speisenbegleiter; Vinaria betont zusätzlich die kernige, lebhafte Art und die zunehmende Kontur am Gaumen.
Aromatik
grüner und reifer Apfel
Birne und helles Kernobst
Limettenzeste
Zitronentarte und Zitrusfrucht
Wiesenblüten
getrocknete Blüten
feine Kräuter- und Würznoten
dezente mineralische Nuancen
leicht salziger Eindruck
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 liegt bereits eine aktuelle Bewertung von 93 Punkten Falstaff vor. Peter Moser verkostete den Wein im Juni/Juli 2026 und beschreibt ihn als stoffig, elegant und mineralisch-salzig mit feiner Säurestruktur.Auch Vinaria hat den 2025er Ried Nussberg als „Weintipp der Woche“ hervorgehoben. Die Verkostungsnotiz betont die elegante Frucht, lebhafte Struktur, feine Würze und den kernigen Biss.
Reifepotenzial
Der Nussberg ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt durch die Substanz, Säure und Mineralität aber auch ein solides Entwicklungspotenzial. Aktuell wird eine Trinkreife bis etwa 2030 angegeben.Mit weiterer Flaschenreife dürften sich die frischen Apfel- und Zitrusaromen stärker mit gelbfruchtigen, würzigen, hefigen und mineralischen Komponenten verbinden.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein klassisches Weißweinglas oder ein mittelgroßes Veltliner-Glas bringt Frucht, Würze und Mineralität gut zusammen. Eine lange Belüftung ist nicht notwendig; einige Minuten im Glas reichen aus.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Kalbsmedaillons
gebratenem Zander
Forelle und Saibling
asiatischer Küche
Wokgerichten mit Gemüse und Geflügel
klassischer österreichischer Küche
hellem Fleisch mit würzigen Saucen
Spargel und Frühlingsgemüse
mildem Bergkäse
Auch die vom Weingut beziehungsweise Fachhandel genannte Kombination mit Schweinsmedaillons und würzigen Saucen passt hervorragend zum stoffigen Charakter des Weines.
Grüner Veltliner „Schlossberg“ 2022, QW (Bio), ECKER-ECKHOF, Kirchberg am Wagram – Wagram
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Ecker-Eckhof in Mitterstockstall bei Kirchberg am Wagram blickt auf eine Weinbautradition zurück, die bis ins Jahr 1580 nachweisbar ist. Bernhard Ecker führt den Familienbetrieb in dritter Generation und übernahm 2005 die Verantwortung für das Weingut. Die Rebflächen umfassen rund 24 Hektar. Seit 2019 wird biologisch-organisch gearbeitet; der Jahrgang 2022 ist der erste offiziell biozertifizierte Jahrgang des Betriebes. Der Schlossberg gehört zu den wichtigen Wagramer Herkünften des Hauses. Der Grüner Veltliner wird als Wagram DAC Ried Schlossberg geführt und steht exemplarisch für die Verbindung von kraftvoller Veltliner-Frucht mit dem charakteristischen Lössboden des Wagrams.
Lage & Terroir
Die Ried Schlossberg liegt auf rund 240 Metern Seehöhe in einer sanft nach Süden geneigten Hanglage. Charakteristisch ist ein mächtiger Lössboden, wie er für den Wagram prägend ist. Löss ermöglicht eine gute Wasserversorgung und begünstigt körperreiche, zugleich fein strukturierte Weine. Beim Schlossberg verbindet sich diese Bodenstruktur mit dem südlich ausgerichteten Standort. Das erklärt die reife Frucht und die cremige Textur, während die natürliche Säure für Frische und Spannung sorgt.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde trocken ausgebaut und besitzt 13 % vol. Alkohol, 6,0 g/l Säure und etwa 1,5 g/l Restzucker. Damit präsentiert er sich klar trocken, aber mit genügend Reife und Substanz.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben Frucht, Würze und die typische Veltliner-Frische klar erhalten. Der Schraubverschluss unterstützt den frischen, präzisen Charakter. Trotz des reduzierten Ausbaus besitzt der Wein durch das reife Lesegut und den Lössboden eine bemerkenswerte Dichte und Cremigkeit.
Verkostung
Im Duft zeigt der 2022er eine reife, gelbfruchtige Aromatik. Gelbes Kernobst trifft auf feine tropische Nuancen, insbesondere Mango und einen Hauch Papaya. Dazu kommen Blütenhonig und kandierte Orangenzesten. Eine dezente Würze gibt dem Bouquet zusätzliche Tiefe, ohne die klare Frucht zu überdecken.
Am Gaumen
Saftig, kraftvoll und zugleich elegant. Die gelbe Apfelfrucht wird von einer fein eingebundenen Säure getragen. Die Textur wirkt cremig und geschmeidig, bleibt aber durch die Mineralität klar konturiert. Im Nachhall treten würzige und leicht salzige Nuancen hervor. Besonders gelungen ist das Verhältnis zwischen Fruchtfülle und Frische: Der Wein wirkt substanzreich, ohne schwer zu werden. Das Finale ist mineralisch, zart salzig und nachhaltig.
Aromatik
gelber Apfel
reife gelbe Kernfrucht
Mango
Papaya
kandierte Orangenzeste
Blütenhonig
feine Kräuter- und Würznoten
mineralische Anklänge
zart salziger Nachhall
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 erhielt bei Falstaff 93 Punkte. Peter Moser beschrieb ihn als saftig und elegant, mit cremiger Textur, feiner Säurestruktur, mineralischem Nachhall und sicherem Reifepotenzial. Bei einer früheren Verkostung wurde der Wein bereits mit 92 Punkten bewertet. Vinoterra führt den Wein ebenfalls mit 92 Punkten Falstaff; für die aktuelle Beschreibung ist die spätere Verkostung mit 93 Punkten maßgeblich.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits sehr zugänglich, besitzt aber genügend Substanz für einige weitere Jahre. Vinoterra nennt ein Trinkfenster bis etwa 2028; Falstaff bestätigt ausdrücklich ein sicheres Reifepotenzial. Mit weiterer Flaschenreife können sich die gelben Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Apfel, Quitte, kandierte Zitrusfrucht und würzig-mineralische Noten entwickeln.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frucht und die cremige Textur gut zur Geltung. Eine kurze Belüftung ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
gebratenem Kalb
Kalbsbries
Tafelspitz
Backhendl
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Forelle und Saibling
Spargel
Gemüsegerichten
österreichischer Hausmannskost
asiatischer Küche mit moderater Würze
Besonders interessant ist die Kombination mit Kalbsbries, die auch ausdrücklich als Speiseempfehlung für diesen Wein genannt wird
Grüner Veltliner „Neuland“ 2025 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel, Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Herbert Zillinger in Ebenthal im südlichen Weinviertel wird von Herbert und Carmen Zillinger geführt. Herbert Zillinger übernahm den elterlichen Betrieb 1998 und entwickelte ihn konsequent zu einem biodynamisch arbeitenden Weingut mit eigenständigem Stil. Seit 2016 gehört der Betrieb der renommierten Winzergruppe respekt-BIODYN an; die biologische Zertifizierung besteht seit 2015. Heute werden rund 16 Hektar Rebfläche im Wiener Becken bewirtschaftet. Der Grüne Veltliner steht dabei klar im Mittelpunkt des Sortenspektrums. Der „Neuland“ bildet die zugänglichste und zugleich charakteristische Einstiegslinie des Hauses. Der Wein versteht sich als Visitenkarte des Weinguts und wird aus verschiedenen Veltliner-Rebanlagen erzeugt. Die biodynamische Herkunft und die bewusst wenig eingreifende Kellerarbeit stehen klar im Vordergrund.
Lage & Terroir
Die Weinberge Zillingers liegen im Wiener Becken, wo Löss die Landschaft prägt. Für den „Neuland“ werden junge Rebanlagen auf schottrigen Kies- und Schotterböden genannt; zugleich stammt der Wein aus einem Querschnitt der Veltlinerflächen des Betriebs, die von Löss-, Lehm- und kalkhaltigen Böden geprägt sind. Diese unterschiedlichen Bodenanteile verbinden sich zu einem Wein, der weniger von einer einzelnen Lage als von Frische, Mineralität und sortentypischer Würze lebt.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist trocken ausgebaut und besitzt 12,0 % vol. Alkohol. Die Säure wird beim Weingut mit 6,7 g/l angegeben; Vinoterra nennt 6,5 g/l und rund 1 g/l Restzucker. Die Kombination ergibt einen leichten, frischen und dennoch geschmacklich konzentrierten Grüner Veltliner.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben stammen aus biodynamischem Anbau und werden selektiv von Hand gelesen. Nach einer kurzen Maischestandzeit werden die Trauben spontan vergoren. Der Ausbau erfolgt überwiegend beziehungsweise beim aktuellen Jahrgang im Edelstahl. Der Wein wird ohne Schönung und ohne Filtration abgefüllt; lediglich eine minimale Schwefelgabe wird eingesetzt. Die reduzierte Kellerarbeit lässt die primäre Frucht, die feine Reduktion, die Würze und die mineralische Spannung sehr direkt zur Geltung kommen.
Verkostung
In der Nase zeigt sich zunächst eine feine, kühle Mineralität mit pfeffriger Würze. Dazu kommen Zitronenschale, Limette, grüner Apfel und saftige Birne. Frische Kräuter und leicht vegetabile Nuancen verleihen dem Duft zusätzliche Spannung. Eine dezente Reduktion sorgt für Tiefe, ohne die Klarheit zu beeinträchtigen.
Am Gaumen
Leichtfüßig, saftig und ausgesprochen frisch. Die feine Säure sorgt für Spannung, ohne spitz zu wirken. Grüner Apfel, Birne und Zitrusfrucht verbinden sich mit weißem Pfeffer und Kräuterwürze. Dazu kommen ein zarter salziger Zug, feiner Grip und eine mineralische, leicht herbe Textur.Trotz des moderaten Alkoholgehalts besitzt der Wein erstaunlich viel Präsenz. Der Nachhall ist frisch, mineralisch und würzig und macht unmittelbar Lust auf den nächsten Schluck.
Aromatik
grüner Apfel
saftige Birne
Limette und Zitronenzeste
Grapefruit
frische Kräuter
Heuwiese
weißer Pfeffer
feine Mineralität
dezente Reduktion
salzige Nuancen
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2025 ist aktuell eine Bewertung von 92 Punkten bei Saittavini dokumentiert. Zusätzlich wird der Wein von Weinfurore mit 16,0/20 Punkten geführt; Meininger wird dort mit 90 Punkten angegeben. Dabei handelt es sich teilweise um Händler- beziehungsweise redaktionelle Bewertungen und nicht ausschließlich um klassische Weinführerbewertungen. Eine belastbare Falstaff- oder VINUM-Punktzahl für genau den 2025er ließ sich bislang nicht eindeutig feststellen.
Reifepotenzial
Der „Neuland“ ist in erster Linie auf Frische, Leichtigkeit und unmittelbaren Trinkgenuss ausgerichtet. Das Weingut selbst gibt eine Lagerfähigkeit von 7–10 Jahren an; Vinoterra empfiehlt ihn bis etwa 2032. Seine größte Stärke liegt jedoch in der jugendlichen Kombination aus Frucht, Säure, Würze und mineralischem Zug. Mit zunehmender Reife kann sich die Frucht stärker in Richtung gelber Apfel, Kräuter und nussige Würze entwickeln.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstreicht die feine Kräuter- und Pfefferwürze. Eine kurze Belüftung kann die dezente Reduktion öffnen, notwendig ist sie jedoch nicht.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
gebackenem Hendl
gebratenem Fisch
Forelle mit Zitrone und Kräutern
Meeresfrüchten
Spargel
Kartoffelsalat
Gemüse-Risotto
leichten Quiches
Salaten mit Kräutern
asiatisch gewürzten leichten Gerichten
Die animierende Säure und die pfeffrige Würze machen ihn besonders vielseitig zu unkomplizierter, aber aromatischer Küche.
Grüner Veltliner „Horizont“ 2024 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Herbert und Carmen Zillinger bewirtschaften ihr Weingut in Ebenthal im Weinviertel biodynamisch und nach den Richtlinien von respekt BIODYN. Das Weingut steht für handwerklich und minimalistisch erzeugte Weine mit ausgeprägter Eigenständigkeit und starkem Herkunftscharakter. Der „Horizont“ bildet innerhalb der Kollektion den Mittelbau und steht für eine bewusst eigenständige Interpretation des Grünen Veltliners.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Rieden Weintal und Vogelsang rund um Ebenthal. Die Böden sind von Löss, Kies und Schotter geprägt; die Reben sind etwa 10 bis 25 Jahre alt. Diese Böden geben dem Wein sowohl eine saftige Frucht als auch eine ausgeprägte mineralische und würzige Komponente.
Jahrgang 2024
Der Wein wurde trocken ausgebaut und besitzt laut den vorliegenden technischen Angaben 13,0 % vol. Alkohol, 6,4 g/l Säure und 1 g/l Restzucker. Damit zeigt sich der 2024er klar trocken, frisch und zugleich substanzreich.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen und erhalten zunächst eine kurze Maischestandzeit. Die Vergärung erfolgt spontan. Ein Teil der besonderen Stilistik entsteht durch die bewusste Sauerstoffeinwirkung auf den Most: Der Wein darf etwas oxidativ arbeiten, wodurch die Gerbstoffe weicher und die Textur dichter werden.Anschließend reift der Wein ohne Schönung und unfiltriert etwa neun Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass. Vor der Füllung wird nur minimal geschwefelt. Diese Kombination aus Spontangärung, langem Hefelager und bewusstem Sauerstoffkontakt prägt den eigenständigen, naturbelassenen Charakter des „Horizont“.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2024er zunächst mit reifer, saftiger Frucht. Gelber Apfel, Quitte und Ringlotte verbinden sich mit Traubengelee und feinen Steinobstnoten. Dazu kommen Heublumen, Wiesenkräuter und getrocknete Kräuter, insbesondere eine würzige Liebstöckel-Anmutung. Andere Verkostungsnotizen nennen zusätzlich Grapefruit, weißen Pfirsich und Zitronenschale.
Am Gaumen
Kraftvoll, kompakt und zugleich saftig. Der Wein besitzt eine vielschichtige, druckvolle Textur und wirkt deutlich substanzreicher als ein klassisch leichtfüßiger Grüner Veltliner. Die Säure ist schlüssig eingebunden und sorgt für Spannung, während eine intensive Kräuterwürze den Gaumen prägt.Auffällig ist die Kombination aus gelber Frucht, dezenter Kalkmineralik und einem feinen salzigen Zug. Speckbirne, Hagebutte und Mandeln werden von einem festen mineralischen Griff getragen. Das Finale ist lang, würzig und animierend.
Aromatik
gelber Apfel
Quitte
Ringlotte
Speckbirne
weißer Pfirsich
Grapefruit und Limettenschale
Heublumen
frische und getrocknete Kräuter
Liebstöckel
Mandeln
feine Kalkmineralität
zarte salzige Anklänge
dezente weiße Pfefferwürze
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 sind aktuell 17 Punkte bei Jancis Robinson und 90 Punkte bei Robert Parker ausgewiesen. Die Fachhandelsbewertungen beschreiben den Wein darüber hinaus als ausgesprochen konzentriert, puristisch, druckvoll und tiefgründig.
Reifepotenzial
Der „Horizont“ 2024 ist bereits jung ausgesprochen trinkfreudig, besitzt durch Säure, Extrakt, Hefelager und mineralische Struktur aber auch ein bemerkenswertes Entwicklungspotenzial. WEIN & CO nennt eine Trinkreife bis etwa 2036. Mit zunehmender Flaschenreife dürfte die frische Frucht stärker in Richtung reifer gelber Früchte, Kräuter, Nussigkeit und würzig-mineralischer Sekundäraromen übergehen.
Servieren
Ideal bei etwa 10–12 °C. Eine kurze Belüftung beziehungsweise Karaffieren kann sinnvoll sein, da der Wein zunächst leicht reduktiv wirken und sich mit Luft deutlich öffnen kann.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Backhendl
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Saibling und Forelle
Meeresfrüchten
Geflügel
Salaten mit Birne und Walnüssen
herbstlichem Gemüse
Kürbisgerichten
asiatischer Küche
kräftiger vegetarischer Küche
Besonders reizvoll ist die Verbindung mit knusprig gebackenen Speisen, da Säure, Kräuterwürze und mineralischer Grip die Textur des Gerichts hervorragend auffangen.
Grüner Veltliner „Feuerberg“ Weinviertel DAC Reserve 2022, SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Seher hat seinen Sitz in Platt im Retzer Land und bewirtschaftet rund 14 Hektar Rebfläche in Platt und Obermarkersdorf. Wolfgang Seher führt den Betrieb seit 2001. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Grünen Veltliner, der je nach Boden und Kleinklima in unterschiedlichen Lagen ausgebaut wird. Das Weingut arbeitet naturnah, mit Begrünung, reduzierten Erträgen und möglichst schonender Traubenverarbeitung.Der „Feuerberg“ stammt aus Obermarkersdorf und zählt zu den eigenständigen Lagenweinen des Hauses. Als Weinviertel DAC Reserve steht er für die kräftigere, länger gereifte Stilistik der Herkunftsbezeichnung. Die DAC-Reserve-Kategorie ist für trockene, substanzreiche Weine mit ausgeprägter Reife und langem Abgang vorgesehen.
Lage & Terroir
Die Ried Feuerberg befindet sich in Obermarkersdorf an den Ausläufern des Manhartsberges. Geologisch treffen dort Ausläufer der Böhmischen Masse und Ablagerungen früherer Meere aufeinander. Für die konkrete Feuerberg-Parzelle werden freier Sand und Granitkies angegeben; zugleich wird der Standort als kalkgeprägt geführt.Besonders prägend sind die 46 Jahre alten Reben, die auf dem urgesteinsgeprägten Boden stehen. Der Standort liefert damit einen Veltliner mit reifer Frucht, Würze, mineralischer Spannung und entsprechender Substanz.
Jahrgang 2022
Der Jahrgang wurde trocken mit 13,0 % vol. Alkohol, 5,7 g/l Säure und 3,5 g/l Restzucker ausgebaut. Ein Falstaff-Eintrag nennt 13,4 % vol.; die technische Händlerangabe weist 13,0 % aus. Für die Beschreibung sind daher die detaillierten technischen Daten mit 13,0 % vol. maßgeblich.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv gelesen und schonend verarbeitet. Die Vergärung erfolgt spontan in gebrauchten 500-Liter-Fässern. Bis Mai 2023 wurde der Wein auf der Feinhefe mittels Batonnage weiterentwickelt; anschließend reifte er im Stahltank auf der Feinhefe. Die Füllung erfolgte im Jänner 2024.Der Ausbau verbindet damit die aromatische und texturale Tiefe des großen Holzfasses mit der Klarheit des anschließenden Edelstahl-Ausbaus. Der lange Hefekontakt sorgt für zusätzlichen Schmelz und Stabilität.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Feuerberg reif und vielschichtig. Gelbgrünes Farbspiel mit silbrigen Reflexen begleitet eine Aromatik von reifem Kernobst, Birne und Quitte. Dazu treten zarte Honignoten, Mango und Ananas sowie florale Nuancen.Mit zunehmender Belüftung kommen Feuerstein und mineralische Würze deutlicher hervor. Die Frucht bleibt klar, wird aber von einer würzig-steinigen Ebene getragen.
Am Gaumen
Saftig, kraftvoll und zugleich präzise. Die Säure wirkt fein strukturiert und hält die reife Frucht in Spannung. Mango und Ananas verbinden sich mit weißem Steinobst und einer ausgeprägten mineralischen Würze. Die Textur ist geschmeidig, ohne an Kontur zu verlieren.Das Finale besitzt Druck und Länge. Weiße Steinfrucht, Feuerstein und eine feine Würze bleiben nachhaltig am Gaumen. Falstaff beschreibt den Wein ebenfalls als saftig, mineralisch und mit sehr guter Haftung.
Aromatik
reife Birne
Quitte
gelber Apfel
Mango
Ananas
feine Honignoten
florale Nuancen
Feuerstein
mineralische Würze
weißes Steinobst
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 erhielt von Falstaff 93 Punkte. Verkostet wurde der Wein am 24.06.2024 von Peter Moser. Hervorgehoben werden die feine Honignote, Mango, Ananas, floralen Anklänge, die saftige Struktur, die feine Säure und die mineralische Länge.
Reifepotenzial
Für den 2022er wird ein Trinkfenster bis etwa 2031 angegeben. Die Kombination aus alten Reben, Säure, Extrakt, mineralischer Struktur und langem Hefelager ermöglicht eine gute weitere Entwicklung.Mit zunehmender Flaschenreife dürfte sich die Frucht in Richtung reifer gelber Früchte, getrockneter Kräuter und nussiger Nuancen verschieben, während die Feuerstein- und Mineralnoten stärker hervortreten.
Servieren
Optimal bei 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas ist empfehlenswert, da der Wein von etwas Luft profitiert und seine würzige, mineralische Tiefe dann deutlicher zeigt.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
würzigen Fleischgerichten
Kalbfleisch
gebratenem Schweinefleisch
Geflügel mit aromatischen Saucen
asiatischer Küche
Wokgerichten
gebratenem oder gegrilltem Fisch
kräftig gewürztem Gemüse
reifem Hartkäse
Die Kombination mit würzigen Fleischgerichten und asiatischer Küche wird auch ausdrücklich als Speiseempfehlung angegeben
Grüner Veltliner „Steiner Pfaffenberg“ Kremstal DAC 2024, QW, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück und wird heute von Martin Mittelbach und seiner Familie geführt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 25 Hektar Rebfläche in der Wachau und verbindet traditionelle Handarbeit mit einer klaren Herkunftsorientierung. Neben Riesling zählt Grüner Veltliner zu den wichtigsten Rebsorten des Hauses. Für die steilen Terrassenlagen ist Handarbeit ein wesentlicher Bestandteil des Weinbaus.Der „Steiner Pfaffenberg“ nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Die Riede liegt direkt an der Grenze zur Wachau, gehört weinrechtlich aber noch zum Weinbaugebiet Kremstal. Deshalb wird der Wein als Kremstal DAC und nicht als Wachauer Wein mit den dortigen Kategorien bezeichnet.
Lage & Terroir
Der Steiner Pfaffenberg ist eine steile, terrassierte Riede unmittelbar an der Wachauer Grenze. Die anspruchsvolle Bewirtschaftung erfolgt weitgehend von Hand. Die exponierte Terrassenlage sorgt für gute Sonneneinstrahlung und eine gleichmäßige Ausreifung der Trauben. Die Nähe zur Donau und die geologischen Voraussetzungen des westlichen Kremstals fördern zugleich Frische und mineralische Spannung. Gerade diese Verbindung von reifer Frucht, Würze und mineralischem Zug prägt den Charakter des Grünen Veltliners aus dieser Herkunft.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde trocken mit 12,5 % vol. Alkohol und 1,5 g/l Restzucker ausgebaut. Die Säure wird als lebendig und harmonisch beschrieben. Damit präsentiert sich der Wein schlank und frisch, besitzt aber dennoch genügend Substanz für einen mittelgewichtigen Auftritt am Gaumen.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden aus den steilen Terrassen des Steiner Pfaffenbergs gelesen und klassisch im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben Frucht, Würze und die frische Säurestruktur besonders klar erhalten. Die kleine Produktionsmenge von rund 1.000 Flaschen macht diese Abfüllung zu einer ausgesprochen limitierten Herkunftsselektion.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in strahlendem Goldgelb. Das Bouquet wird von animierenden gelben Früchten geprägt, ergänzt durch zarte Blütennoten und einen Hauch exotischer Frucht. Dazu kommt die typische würzige Seite des Grünen Veltliners, die sich im Verlauf zunehmend bemerkbar macht.
Am Gaumen
Trocken, mittelkräftig und mit schönem Zug. Die lebendige Säure wirkt harmonisch und hält die Frucht frisch. Gelbe Frucht verbindet sich mit einer feinen Würze, bevor im Finale das für Grünen Veltliner typische Pfefferl deutlicher hervortritt. Dazu kommt eine dezente mineralische Note, die dem Wein zusätzlichen Grip und Länge verleiht.Der Nachhall bleibt würzig, frisch und angenehm trocken.
Aromatik
gelber Apfel
Birne
gelbe Steinfrucht
zarte Blüten
feine exotische Frucht
weißer Pfeffer
dezente Kräuterwürze
steinige Mineralität
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2024 wurde mit 93 Punkten von Falstaff bewertet. Außerdem wird der Tegernseerhof mit vier Sternen geführt.
Reifepotenzial
Der 2024er ist bereits jung sehr zugänglich und auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet. Die Verbindung aus Säure, Mineralität und würziger Struktur ermöglicht dennoch eine gewisse Flaschenentwicklung. Als Lagerpotenzial wird etwa bis 2031 angegeben.Mit zunehmender Reife können sich die gelben Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Apfel- und Kernobstnoten entwickeln, während Würze und mineralische Komponenten an Tiefe gewinnen.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas unterstützt die Frische und das typische Veltliner-Pfefferl. Eine Belüftung ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
Meeresfrüchten
Spargel
Gemüsegerichten
asiatischer Küche
Sushi
Reisgerichten
Geflügel
Schweinefleisch
leichten vegetarischen Gerichten
Auch als vielseitiger Tischwein funktioniert er ausgezeichnet. Für den Wein werden insbesondere Gemüse-, Reis- und Schweinegerichte empfohlen.
VerkostungsnotizDer Grüne Veltliner Weinviertel DAC Reserve Ried Feuerberg 2023 von Wolfgang Seher präsentiert sich als kraftvoller, vielschichtiger Vertreter seiner Herkunft. Im Glas zeigt er sich in mittlerem Gelbgrün mit silberfarbenen Reflexen. Das Bukett verbindet feine reife Apfelfrucht mit dezentem Blütenhonig und weißem Nougat. Kandierte Limettenzesten bringen eine zitrische Frische hinzu, während mineralische Anklänge und eine zurückhaltende Holzwürze zusätzliche Tiefe schaffen.
Am Gaumen wirkt der Veltliner saftig, komplex und engmaschig. Feine Tabakwürze ergänzt die reife Frucht, dazu kommen gelbe Tropenfrucht und eine dezente, von der Reife des Weins getragene Extraktsüße. Im langen Nachhall zeigen sich vor allem Honigmelone und gelbe Frucht. Die Verbindung aus Kraft, Würze und mineralischer Spannung verleiht dem Wein eine sehr eigenständige, elegante Reserve-Stilistik. Falstaff bescheinigt dem 2023er ausdrücklich Reifepotenzial und bewertet ihn mit 93 Punkten.
Der zwölfmonatige Ausbau im 500-Liter-Fass ist dabei dezent eingebunden: Er ergänzt die Frucht um eine feine Holzwürze, ohne den sortentypischen Charakter des Grünen Veltliners zu überlagern.
Die Geschichte des Weins
Die Ried Feuerberg gehört zu den markanten Lagen von Wolfgang Seher im Weinviertel. Der Wein wird als Weinviertel DAC Reserve ausgebaut und verbindet damit die für die Region charakteristische Grüner-Veltliner-Stilistik mit größerer Reife, Dichte und struktureller Tiefe.
Besonders prägend für den 2023er ist der zwölfmonatige Ausbau im 500-Liter-Fass. Anders als bei einem stark vom Holz geprägten Wein bleibt die Holznote dezent und unterstützt vielmehr die Würze und Komplexität des Veltliners.
Der Jahrgang wurde von Falstaff zweimal verkostet und jeweils mit 93 Punkten bewertet. Die zweite Verkostung vom November 2025 beschreibt ihn als saftig, komplex und engmaschig und hebt sein weiteres Reifepotenzial hervor.
Wichtig für die Produktdaten: Der 2023er wird in der aktuellen Falstaff-Datenbank als konventionell erzeugt geführt. Da in deiner Produktbezeichnung kein „bio“ steht und ich keine belastbare aktuelle Quelle gefunden habe, die den konkreten 2023er als Bio-Wein ausweist, würde ich das Feld Bio leer lassen.
SpeisenempfehlungSeine Kombination aus reifer Frucht, Würze, Struktur und feiner Holznote macht den Feuerberg zu einem hervorragenden Begleiter für gebratenen Zander mit Petersilienwurzel und Beurre blanc, gebratenen Saibling oder Wolfsbarsch. Ebenso überzeugend ist er zu Kalbsrücken mit Morcheln, Maispoularde mit Kräuterjus oder cremigem Risotto mit Steinpilzen.
Auch zu aromatischer asiatischer Küche funktioniert der Wein sehr gut: etwa zu gebratenem Fisch mit Ingwer und Zitronengras, zu mildem Thai-Curry oder zu Gerichten mit geröstetem Sesam. Seine Struktur erlaubt darüber hinaus Kombinationen mit kräftigeren vegetarischen Gerichten.
Grüner Veltliner „Kapellenberg“ Weinviertel DAC Reserve 2023, SEHER, Platt/Zellerndorf – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Wolfgang Seher sitzt in Platt im Weinviertel und bewirtschaftet rund 18 Hektar Rebfläche. Wolfgang Seher legt großen Wert auf eine naturnahe Bewirtschaftung; die Weingärten werden begrünt, der Boden mit Kompost und Pferdemist belebt und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Minimum reduziert. Grüner Veltliner bildet das Herzstück des Sortiments und wird in mehreren Herkunftsstufen bis hin zu Reserve- und Große-Reserve-Weinen ausgebaut. Der „Kapellenberg“ zählt zu den charaktervollen Spitzenherkünften des Hauses. Der 2023er wird als Weinviertel DAC Reserve aus der Ried Kapellenberg geführt und verbindet reife Frucht mit Würze, Mineralität und der für die Reserve-Kategorie typischen Substanz. Das Weingut führt den 2023er selbst unter der Bezeichnung „KAPELLENBERG Grüner Veltliner Weinviertel DAC Reserve“.
Lage & Terroir
Die Ried Kapellenberg liegt bei Platt im westlichen Weinviertel, in einer Landschaft aus sanften Hügeln, die für das Weinviertel charakteristisch ist. Beim Kapellenberg steht die Verbindung von reifer Veltliner-Frucht, Würze und mineralischer Spannung im Vordergrund. Die naturnahe Bewirtschaftung des Weinguts zielt darauf, die Bodenstruktur und damit den Herkunftscharakter der Weine zu fördern.
Jahrgang 2023
Der Jahrgang besitzt 13,5 % vol. Alkohol und lediglich 2 g/l Restzucker. Damit präsentiert sich der Wein klar trocken, zugleich aber mit ausreichend Reife und Extrakt für eine saftige, substanzreiche Wirkung.
Vinifikation & Ausbau
Der 2023er reifte über 12 Monate im 500-Liter-Fass. Der Ausbau im größeren Holzfass unterstützt die Textur und aromatische Tiefe, ohne die sortentypische Frische des Grünen Veltliners zu überdecken. Der Wein wurde mit DIAM-Presskork verschlossen.
Verkostung
Im Duft zeigt sich ein reifer, eleganter Veltliner mit hellem Goldgelb und silbrigen Reflexen. Zarte gelbe Tropenfrucht trifft auf einen Hauch Mango und feine Orangenzesten. Die Aromatik wirkt einladend und klar, mit einer schönen Balance zwischen Frucht und Würze.
Am Gaumen
Saftig und elegant mit feinem Säurebogen. Die Frucht wirkt reif und konzentriert, ohne schwer zu werden. Eine integrierte Extraktsüße verleiht dem Wein zusätzlichen Schmelz und Körper. Im Nachhall tritt rote Apfelfrucht hervor, begleitet von einer feinen mineralischen Würze. Das Finale ist frisch, ausgewogen und nachhaltig.
Aromatik
gelbe Tropenfrucht
Mango
Orangenzeste
reifer Apfel
dezente Blütennoten
feine würzige Nuancen
mineralische Anklänge
zarter Schmelz
Eine zweite Falstaff-Verkostung des 2023er Kapellenbergs beschreibt zusätzlich Orangenzeste, Blütenhonig, etwas Ananas und dezentes Karamell sowie einen facettenreichen Säurebogen, mineralische und tabakige Noten und rote Apfelfrucht im Abgang.
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2023 wurde von Falstaff mit 94 Punkten ausgezeichnet. Peter Moser bewertete ihn am 29. November 2025 als saftig, elegant, frisch und balanciert und bescheinigte ihm gutes weiteres Reifepotenzial.Auch die separate Falstaff-Verkostung der Ried Kapellenberg bestätigt 94 Punkte und hebt dabei besonders die gute Komplexität, den facettenreichen Säurebogen, die Mineralität und das kraftvolle Finish hervor.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits sehr zugänglich, besitzt aber noch Reserven. Falstaff bescheinigt ihm ausdrücklich gutes weiteres Reifepotenzial. Die Kombination aus 13,5 % vol., niedriger Restsüße, Säure, Extrakt und zwölfmonatigem Ausbau im 500-Liter-Fass bildet ein solides Fundament für weitere Entwicklung.Mit zunehmender Reife dürften sich Mango, Orangenzeste und Apfelfrucht stärker mit würzigen, nussigen und mineralischen Nuancen verbinden.
Servieren
Optimal bei 10–12 °C. Ein etwas größeres Weißweinglas bringt die Frucht, Würze und die feinen Holznoten gut zur Geltung. Eine kurze Belüftung ist sinnvoll, besonders bei frisch geöffneten Flaschen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander, Saibling oder Forelle
Wiener Schnitzel
Kalbsgerichten
Geflügel mit Kräutern
Spargel
Gemüse aus dem Ofen
Pilzgerichten
Risotto
asiatischer Küche
würzigen vegetarischen Gerichten
Grüner Veltliner Federspiel „Superin“ 2025, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein wird von Martin Mittelbach geführt und zählt zu den traditionsreichen Weingütern der Wachau. Das Weingut ist biologisch zertifiziert und bewirtschaftet zahlreiche renommierte Wachauer Rieden, darunter Superin, Loibenberg, Steinertal, Kellerberg und Höhereck. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling. Der „Superin“ ist als Federspiel eine charaktervolle Lagenabfüllung aus dem Dürnsteiner Raum. Die Vinea Wachau führt Superin ausdrücklich als Federspiel-Herkunft des Tegernseerhofs. Federspiel-Weine liegen in der Wachauer Klassifikation typischerweise bei 11,5 bis 12,5 % vol. und verbinden Herkunftsausdruck mit vergleichsweise schlanker, präziser Stilistik.
Lage & Terroir
Die Ried Superin liegt in der Ebene zwischen Dürnstein und Oberloiben. Als geologischer Untergrund werden Urgesteinsböden und Gföhler Gneis angegeben. Diese mineralisch geprägten Böden bilden eine gute Grundlage für die würzige, straffe und mineralische Stilistik des Grünen Veltliners. Die Herkunft zeigt sich weniger über üppige Frucht als über Würze, Struktur und einen kühlen mineralischen Zug. Gerade Pfefferwürze und Kräuteraromatik gehören zu den markanten Merkmalen des 2025ers.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 2,3 g/l Restzucker und 5,7 g/l Säure. Damit präsentiert sich der Wein trocken, frisch und mit genügend Substanz für die typische Federspiel-Stilistik. Für 2025 werden insgesamt gute Bedingungen beschrieben: Nach einem günstigen Austrieb und einer guten Blüte folgte ein zeitweise kühlerer Sommer mit ausreichend Niederschlag. Der Lesezeitpunkt spielte eine wichtige Rolle für die Balance von Frucht und Frische.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden von Hand in mehreren Durchgängen zum jeweils optimalen Reifezeitpunkt gelesen. Nach dem Rebeln und Pressen erfolgt die Vergärung im Edelstahltank. Der Ausbau im Stahl unterstützt die klare Frucht, die Würze und die präzise, frische Stilistik. Der Wein wird mit Schraubverschluss abgefüllt.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er zunächst würzig und kühl. Bergkräuter und typische Pfeffernoten verbinden sich mit reifem Kernobst, Zitrusfrucht und einer dezenten exotischen Komponente. Die Aromatik wirkt dabei klar und präzise, ohne schwer oder überladen zu sein. Falstaff beschreibt zusätzlich Wiesenkräuter, Honigmelone und einen Hauch gelben Apfels sowie dezente Tabaknuancen.
Am Gaumen
Saftig, elegant und strukturiert. Reifes Kernobst und gelbe Frucht treffen auf eine feine Extraktsüße, die dem Wein Substanz verleiht. Gleichzeitig sorgt die frische Säure für Spannung und einen klaren Trinkfluss. Die Pfeffer- und Kräuterwürze bleibt präsent und verbindet sich mit mineralischen Noten. Der Wein besitzt für ein Federspiel bemerkenswerte Komplexität und endet anhaltend mit gelbfruchtigen, würzigen und mineralischen Eindrücken.
Aromatik
weißer und gelber Pfeffer
Bergkräuter
Wiesenkräuter
reifer gelber Apfel
Birne
Honigmelone
Zitrusfrucht
dezente exotische Frucht
feine Tabaknuancen
mineralische Würze
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt beim Falstaff Tasting 2026 92–94 Punkte. Peter Moser bewertete den Wein am 24. April 2026 mit diesem vorläufigen Bereich und hob Saftigkeit, Eleganz, reifes Kernobst, feine Extraktsüße, Mineralität, Länge und Entwicklungspotenzial hervor. Auch Vinaria hebt die Qualität hervor und beschreibt den Wein als „Lagen Federspiel von hohem Niveau“, mit Pfefferwürze, Bergkräutern, reifem Kernobst, Zitrus und kerniger Säure.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt aber genügend Struktur für einige Jahre Flaschenentwicklung. Vinorama nennt ein Trinkfenster bis etwa 2030. Mit zunehmender Reife dürften die primären Fruchtnoten etwas zurücktreten und stärker würzige, kräuterige, mineralische und nussige Nuancen hervortreten.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Weißweinglas bringt die Pfefferwürze und die mineralische Tiefe besonders gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich; etwas Luft im Glas öffnet jedoch die Kräuter- und Kernobstaromatik.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
Meeresfrüchten
Muscheln und Krustentieren
Geflügel
Spargel
Gemüsegerichten
Pasta und Risotto
asiatischer Küche
leichten Wokgerichten
Auch zu klassischen österreichischen Gerichten mit Kräutern oder Wurzelgemüse bietet die pfeffrige Würze eine sehr gute Verbindung.
Verkostungsnotiz:Mittleres Gelbgrün. In der Nase dezente gelbe Apfelfrucht, untermalt von tropischen Fruchtnoten und tabakiger Würze. Am Gaumen finessereich und elegant. Saftiger, komplexer Fruchtextrakt mit extrasüßem Kern, von feiner Säure gestützt. Die Frucht bleibt am Gaumen haften. Anklänge von Honigmelone, Litschis und kräutrigen Noten, elegant, sehr trinkanimierend, mit lang haftendem Nachhall.Weingut Markus HuberDas Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.
Grüner Veltliner „Kalkvogel“ 2019 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel
Geschichte & Herkunft
Herbert und Carmen Zillinger bewirtschaften ihr Weingut in Ebenthal im Weinviertel konsequent biologisch-dynamisch. Die Rebflächen liegen im Wiener Becken; seit 2015 ist die Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung abgeschlossen. Das Weingut ist nach „Respekt BIODYN“ zertifiziert und verfolgt einen ausgesprochen naturnahen, puristischen Weinbau mit Spontangärung, möglichst wenig Intervention und langen Reifezeiten.Der „Kalkvogel“ ist eine der charakteristischen Herkünfte des Weinguts. Der Name steht für die kalkreiche Ried Vogelsang, aus der der Grüner Veltliner seit dem Jahrgang 2019 unter dieser Bezeichnung abgefüllt wird. Zillinger beschreibt den Kalkvogel als eine besonders spannende Herkunft des Hauses.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus der Ried Vogelsang bei Ollersdorf. Der Weinberg ist südlich exponiert und besitzt einen ausgesprochen kargen Untergrund aus reinem Kalksandstein. Zillinger zählt die Lage zu seinen anspruchsvollsten und zugleich spannendsten Rieden. Der reine Kalksandstein prägt die Weine durch eine ausgeprägte mineralische, rauchige und zugleich seidige Stilistik. Die geringe Bodenauflage fordert die Reben und begünstigt einen konzentrierten, würzigen Veltliner mit ausgeprägtem Grip und mineralischer Länge.
Jahrgang 2019
Der 2019er wurde mit 13,5 % vol. Alkohol, 6,3 g/l Säure und 2 g/l Restzucker ausgebaut. Damit präsentiert er sich trocken, substanzreich und dennoch mit ausreichend Frische.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Nach einer kurzen Maischestandzeit werden sie als ganze Trauben schonend gepresst. Die Vergärung erfolgt spontan sowohl im Edelstahl als auch im großen Holz. Anschließend reift der Wein rund 12 Monate im großen Holz auf der Vollhefe. Er wird weder geschönt noch filtriert und lediglich minimal geschwefelt. Die kurze Maischezeit sorgt für feine Phenolik und Griff, während Ganztraubenpressung und der lange Ausbau auf der Hefe dem Wein zusätzliche Tiefe und Textur geben.
Verkostung
Der 2019er zeigt eine konzentrierte, reife Frucht mit deutlich mineralischer Grundierung. In der Nase verbinden sich gelbes Kernobst und reife Birne mit rauchigen, steinigen und würzigen Nuancen. Dazu treten getrocknete Kräuter, Tee und eine feine nussige Komponente. Die Aromatik wirkt tief und kompakt, aber nicht schwer.Bei weiterer Belüftung öffnen sich zunehmend kalkige und kreidige Noten. Eine leicht reduktive Anfangsnote mit Schießpulver- beziehungsweise Feuersteinanklängen kann auftreten und gehört bei diesem naturbelassen ausgebauten Wein zum charakteristischen Erscheinungsbild.
Am Gaumen
Saftig und druckvoll mit sehr feiner Phenolik. Die reife Frucht wird von einer präzisen Säure getragen, während der kalkige Untergrund für eine ausgeprägte mineralische Spannung sorgt. Mürber Gerbstoff gibt dem Wein zusätzlichen Griff und Struktur.Besonders markant sind die rauchig-mineralische Würze, schwarzer Pfeffer und getrocknete Kräuter. Der Wein besitzt Kraft, bleibt dabei aber durch seine kühle Mineralität und die feine Säure erstaunlich ausgewogen. Das Finale ist lang, salzig und würzig.
Aromatik
reife Birne
gelbes Kernobst
Orangenkonzentrat
getrocknete Kräuter
Tee
schwarzer Pfeffer
Blütenhonig
Nussbutter
rauchige Mineralität
Kalk und Kreide
feine Feuersteinnoten
Falstaff beschreibt zusätzlich gelbes Kernobst, Birne, Wiesenkräuter, Blütenhonig und dunkle Mineralik.
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2019 wurde mehrfach hoch bewertet:
95 Punkte À La Carte
94 Punkte Robert Parker
93 Punkte Falstaff
17,5 Punkte Jancis Robinson
Besonders hervorzuheben ist die Falstaff-Bewertung von Peter Moser aus dem Jahr 2021 mit 93 Punkten. Dort werden Saftigkeit, Komplexität, feine Birnenfrucht, dunkle Mineralik und ein facettenreicher Charakter hervorgehoben.
Reifepotenzial
Der Wein ist heute deutlich gereift und befindet sich in einer interessanten Entwicklungsphase. Händlerangaben sahen den optimalen Genuss ursprünglich bis etwa 2030.Die Kombination aus Säure, Phenolik, Mineralität und langer Hefereife bietet eine gute Grundlage für weitere Entwicklung. Zu den reifen Fruchtaromen treten zunehmend getrocknete Kräuter, Nuss, Rauch, Tee und erdige beziehungsweise steinige Töne.
Servieren
Optimal bei etwa 11–14 °C. Wegen der reduktiven und komplexen Stilistik empfiehlt sich ein größeres Weißweinglas. Eine Belüftung beziehungsweise kurzes Dekantieren kann dem Wein zugutekommen und die rauchig-mineralischen Aromen öffnen.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Seezungenröllchen mit Kräuter-Zitronensauce
Zander und Saibling
Geflügel
Gans und Pute
herbstlichen Salaten mit Kürbis, Walnuss und Birne
asiatisch gewürzten Gerichten
Pilzgerichten
Gemüse mit Röstaromen
kräftig gewürzter vegetarischer Küche
Grüner Veltliner „Smaragd Bergdistel“ 2023, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein zählt zu den traditionsreichen Familienweingütern der Wachau. Heute wird der Betrieb von Martin Mittelbach geführt. Die Weinberge liegen in den steilen Terrassenlagen rund um Dürnstein und Weißenkirchen; im Mittelpunkt stehen Grüner Veltliner und Riesling sowie eine konsequente Herausarbeitung der unterschiedlichen Wachauer Herkünfte. Der Betrieb arbeitet mit traditionellen, handwerklichen Methoden und verzichtet auf Herbizide und Pestizide. Die „Bergdistel“ nimmt innerhalb der Kollektion eine besondere Stellung ein. Für diesen Smaragd werden Trauben aus ausgewählten, charaktervollen Weinbergen rund um Dürnstein zusammengeführt. Der Name erinnert an Prof. Adolf Distelberger, der maßgeblich an der Restaurierung der Dürnsteiner Stiftskirche beteiligt war und dem Wein als Namensgeber Pate stand.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus ausgewählten Weinbergen rund um Dürnstein auf etwa 200 bis 400 Metern Seehöhe. Als geologischer Untergrund wird vor allem Gföhler Gneis beziehungsweise Urgestein angegeben. Die südöstliche Ausrichtung sorgt für gute Ausreifung, während die kargen Gesteinsböden dem Wein eine präzise, mineralische Struktur verleihen. Die Reben sind im Durchschnitt rund 50 Jahre alt. Gerade beim Grünen Veltliner ermöglicht dieses Terroir eine Verbindung von reifer Frucht und würziger Tiefe mit dem für die Wachau charakteristischen mineralischen Zug.
Jahrgang 2023
Der 2023er wurde trocken ausgebaut. Die technischen Angaben des Tegernseerhofs nennen rund 13 % vol. Alkohol, 2,5 g/l Restzucker und 4,9 g/l Gesamtsäure. Falstaff führt den Wein mit 13,5 % vol.; die veröffentlichten Händlerdaten bestätigen ebenfalls einen Alkoholgehalt um 13,5 %.
Vinifikation & Ausbau
Die gesunden und vollreifen Trauben werden selektiv von Hand gelesen, mehrfach durch den Weinberg gegangen und anschließend entrappt. Es folgt eine Maischestandzeit von etwa 12 bis 24 Stunden, bevor schonend gepresst wird. Die Gärung erfolgt kühl und spontan beziehungsweise mit weineigenen Hefen im Edelstahltank. Anschließend reift der Wein rund vier Monate im Edelstahl auf der Feinhefe. Der Ausbau im Edelstahl bewahrt die Klarheit der Frucht und lässt die Würze sowie die mineralische Herkunft unverfälscht hervortreten.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2023er ausgesprochen vielschichtig. Reife Mango und Ananas verbinden sich mit weißem Steinobst, einem Hauch Blütenhonig und einer feinen Orangennote. Dazu kommen zarte Kräuterwürze und eine leicht rauchige, mineralische Komponente. Mit etwas Luft gewinnt der Wein an Tiefe und zeigt stärker seine würzig-mineralische Seite.
Am Gaumen
Saftig, dicht und engmaschig. Reife Birne und weißes Steinobst bilden das fruchtige Zentrum, getragen von einer gut eingebundenen Säure. Die Textur wirkt geschmeidig und leicht cremig, ohne an Spannung zu verlieren. Im Finale treten Kräuterwürze und eine feine Salzigkeit hervor.Der Nachhall ist nachhaltig und präzise. Falstaff beschreibt den Wein als sehr gut haftend und vielseitig einsetzbar; Wine Enthusiast hebt zusätzlich Zitronenzeste, Ingwer, reifen Apfel und eine salzige Frische hervor.
Aromatik
Mango und Ananas
reife Birne
weißes Steinobst
Orange und Zitruszeste
Blütenhonig
reifer Apfel
feine Kräuterwürze
ein Hauch Ingwer
zarte Rauchigkeit
mineralisch-salzige Noten
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2023 sind mehrere belastbare Bewertungen dokumentiert:
92–94 Punkte Falstaff, Tasting vom 24.06.2024
94 Punkte A la Carte
90 Punkte Wine Enthusiast
Falstaff bewertet besonders die Kombination aus reifer Frucht, engem Mundgefühl, weißem Steinobst und Kräuterwürze.
Reifepotenzial
Der Tegernseerhof gibt für den 2023er ein Potenzial bis etwa 2032 an. Auch Händlerdaten sehen eine längere Entwicklungsmöglichkeit bis in die frühen 2030er-Jahre. Mit zunehmender Flaschenreife dürften sich Mango und exotische Frucht stärker in Richtung reifer gelber Frucht, Kräuter, Nussigkeit und ausgeprägter mineralischer Würze entwickeln.
Servieren
Ideal bei etwa 10–12 °C. Ein großzügiges Weißweinglas bringt die Frucht- und Würznoten besonders gut zur Geltung. Etwas Luft im Glas ist sinnvoll, da sich die mineralische und würzige Tiefe mit der Belüftung weiter öffnet.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Tafelspitz
gebackenem Geflügel
Entenkeule
Fisch mit kräftigeren Saucen
Meeresfrüchten
Kräuterrisotto
asiatischer Küche mit Ingwer und Zitronengras
Gemüsegerichten
gereiftem Comté
Auch zu klassischer österreichischer Küche zeigt der Wein seine besondere gastronomische Stärke.
Grüner Veltliner „Bergdistel“ Smaragd 2024, TEGERNSEERHOF, Dürnstein – Wachau
Geschichte & Herkunft
Der Tegernseerhof in Unterloiben bei Dürnstein blickt auf eine bis ins 12. Jahrhundert zurückreichende Geschichte zurück. Das Weingut befindet sich heute im Besitz der Familie Mittelbach und zählt zu den traditionsreichen Erzeugern der Wachau. Der Schwerpunkt liegt auf den klassischen Wachauer Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling. Der Betrieb ist mit dem Nachhaltigkeitssiegel „Sustainable Austria“ zertifiziert und führt die Weine auch vegan. Der Name „Bergdistel“ verweist auf Prof. Distelberger, den Stiftspfarrer von Dürnstein, unter dessen Aufsicht das Stift renoviert wurde. Der Überlieferung nach soll er dem Wein sehr zugetan gewesen sein.Als Smaragd steht der Wein für einen gehaltvollen, trocken ausgebauten Wachauer Grünen Veltliner mit ausgeprägter Reife und Substanz.
Lage & Terroir
Die Wachau ist geprägt von steilen Weinbergen, Urgesteinsformationen und kleinteiligen Terrassenlagen entlang der Donau. Für den Bergdistel werden Gföhler Gneis, Löss und sandige Bodenanteile angegeben. Diese Kombination schafft einerseits mineralische Spannung und andererseits genügend Wasserhaltevermögen für einen substanzreichen Veltliner. Im Wein zeigt sich das Terroir weniger über eine scharfkantige Steinigkeit als über Würze, dunklere Mineralität und eine kompakte, saftige Struktur.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt laut den verfügbaren Produktdaten 12,5 % vol. Alkohol, 1,2 g/l Restzucker und 4,5 g/l Säure. Damit präsentiert er sich trocken und ausgewogen, mit genügend Frische für einen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Der Ausbau erfolgt klassisch im Edelstahltank. Dadurch bleibt die sortentypische Frische erhalten und die Frucht kann klar und unverfälscht hervortreten. Der 2024er ist zudem mit Schraubverschluss ausgestattet.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein klar und würzig. Reifer Apfel und feine Kernobstaromen werden von zarter Minze und Melisse begleitet. Dazu kommen rauchige Nuancen, ein Hauch Ringlotte sowie eine markante tabakige Würze. Die Aromatik besitzt eine für Grünen Veltliner typische Würze, wirkt beim Bergdistel jedoch besonders dunkel und tiefgründig.
Am Gaumen
Saftig, stoffig und ausgesprochen harmonisch. Reifes Kernobst und Birne stehen im Mittelpunkt, begleitet von dunkler Würze und feiner Kräuteraromatik. Die Säure ist gut integriert und verleiht dem Wein Zug und Frische.Falstaff beschreibt den 2024er als komplex mit reifem Kernobst, frischem Säurebogen, salziger Spannung und einem Hauch Honigmelone im Abgang. Vinaria hebt zusätzlich die rauchige, tabakige und pfeffrige Würze, die homogene Struktur und den feinen Schmelz hervor.
Aromatik
reifer Apfel
Birne
Ringlotte
Kernobst
Honigmelone
Minze und Melisse
pfeffrige Veltlinerwürze
dezente Rauchnoten
Tabak
dunkle Mineralität
feine salzige Nuancen
Auszeichnungen
Der 2024er erhielt von Falstaff 91–93 Punkte im Tasting 2025. Peter Moser beschreibt ihn als komplex, saftig und leichtfüßig mit reifem Kernobst, salziger Spannung und langem, frischem Nachhall. Für den gleichen Jahrgang weist Vinorama derzeit noch keine zusätzliche Fachbewertung aus.
Reifepotenzial
Für den 2024er wird eine Trinkreife bis etwa 2031 angegeben; Vinorama nennt sogar ein Entwicklungspotenzial bis 2037. Die Kombination aus Substanz, Säure und mineralischer Struktur bietet damit deutlich mehr als nur kurzfristigen Trinkgenuss.Mit weiterer Flaschenreife dürfte sich die Frucht stärker in Richtung reifer gelber Apfel- und Birnenaromen entwickeln, während Kräuterwürze, Tabak und mineralische Komponenten an Tiefe gewinnen.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein mittelgroßes bis großes Weißweinglas bringt die würzige und mineralische Aromatik besonders gut zur Geltung. Etwas Luft im Glas fördert die Entfaltung der rauchigen und kräuterigen Nuancen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel
Backhendl
Kalbfleisch
gebratenem Schweinefleisch
kräftigem Süßwasserfisch
gebratenem Zander
asiatischer Küche
Gemüsegerichten
Spargel
Eiernockerln und herzhaften österreichischen Gerichten
Gerade die pfeffrige Würze und die saftige Struktur machen ihn auch zu einem ausgezeichneten Begleiter zu Gerichten mit Kräutern und leichter Schärfe.
Grüner Veltliner „Hirschenreyn“ 2024 (Bio), HERBERT ZILLINGER, Ebenthal – Weinviertel, Niederösterreich
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Herbert Zillinger in Ebenthal im Weinviertel steht für naturbelassene, biodynamisch erzeugte Weine mit konsequentem Fokus auf Herkunft und Boden. Herbert und Carmen Zillinger stellten zunächst auf biologischen und ab 2016 auf biodynamischen Weinbau um; seit 2016 ist der Betrieb Mitglied bei respekt-BIODYN, der erste zertifizierte Jahrgang war 2017. Heute werden rund 16 Hektar biodynamisch bewirtschaftet. Der Hirschenreyn zählt zu den wichtigsten Lagen des Weinguts und ist eine der zentralen Interpretationen von Grünem Veltliner bei Zillinger. Die Weine werden möglichst naturbelassen vinifiziert: Spontangärung, langes Hefelager und unfiltrierte Abfüllung gehören zur Handschrift des Hauses.
Lage & Terroir
Der Hirschenreyn liegt in einer sehr kühlen, windexponierten Parzelle direkt am Waldrand. Die 2024er Trauben stammen aus den tiefgründigen Lehm-Löss-Bereichen der Lage. Die lehmigen Partien werden vom Weingut gezielt für diese Selektion verwendet. Der Lössboden wird von Lehmzungen durchzogen und verleiht den alten Reben sowohl Wasserversorgung als auch Substanz. Das kühle Weinbergsklima sorgt für eine langsame Ausreifung und bewahrt trotz hoher Reife eine lebendige, mineralische Spannung. Der Boden bringt Druck und Dichte, während die Lage für die kühle Eleganz und Vielschichtigkeit des Weines verantwortlich ist.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 14,0 % vol. Alkohol und 6,3 g/l Säure und wird trocken ausgebaut. Trotz der hohen Reife wirkt er durch die Säure und die kühle Herkunft nicht schwer, sondern vital und spannungsvoll.
Vinifikation & Ausbau
Die Gärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr im großen Holzfass. Danach durfte der Wein bis in den Herbst 2025 auf der Vollhefe weiterreifen. Anschließend wurde er unfiltriert auf die Flasche gezogen.Diese außergewöhnlich lange Ausbauzeit verleiht dem Veltliner seine dichte Textur und macht ihn deutlich komplexer als einen klassischen, jung zu trinkenden Grünen Veltliner. Das große Holz bleibt aromatisch im Hintergrund und unterstützt vielmehr Struktur, Schmelz und Länge.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Hirschenreyn intensiv und vielschichtig. Reifer gelber Apfel und Birne treffen auf exotische Frucht, feines Heu und Kamille. Dazu kommen weißer Pfeffer, nasser Stein und eine kühle Kräuterwürze. Mit Luft gewinnt der Wein deutlich an Tiefe und Kontur. Die zunächst kompakte Aromatik öffnet sich zunehmend in Richtung würziger, erdiger und mineralischer Nuancen.
Am Gaumen
Dicht, cremig und druckvoll, zugleich erstaunlich vital. Die reife Frucht wird von einem festen Säuregerüst getragen. Eine feine Phenolik gibt zusätzlichen Griff und verhindert, dass die hohe Konzentration schwer wirkt. Charakteristisch ist die Verbindung aus saftigem Extrakt, kühler Mineralität und würziger Spannung. Im langen Finale treten nasser Stein, weißer Pfeffer und feine Kräuter stärker hervor. Der Wein besitzt viel Substanz und verändert sich mit der Belüftung deutlich.
Aromatik
reifer gelber Apfel
Birne
Aprikose
dezente Ananas
Kamille
Heu und Kräuterwiese
weißer Pfeffer
Zitronenmelisse
nasser Stein
erdige, mineralische Nuancen
feine Würze
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare internationale Punktbewertung von Falstaff, James Suckling, Robert Parker oder Jancis Robinson dokumentiert.
Die Weinfurore-Bewertung liegt bei 17,0/20 Punkten.
Zur Einordnung der Qualität des Weines: Der vorherige Hirschenreyn-Jahrgang 2023 erhielt bei Weinfurore 17,5/20, bei James Suckling 94 Punkte, bei Robert Parker 92 Punkte und bei Jancis Robinson 17/20. Diese Bewertungen beziehen sich jedoch ausschließlich auf 2023 und werden deshalb nicht dem 2024er zugerechnet.
Reifepotenzial
Das Weingut selbst gibt für den Hirschenreyn 2024 eine Lagerfähigkeit von 15–20 Jahren an. Damit gehört der Wein zu den langlebigeren Grünen Veltlinern. Durch die lange Hefereife, die Säure, die Phenolik und die mineralische Struktur besitzt er beste Voraussetzungen für eine komplexe Entwicklung. Bei guter Lagerung können sich mit den Jahren zunehmend nussige, würzige, erdige und gereifte Fruchtaromen entwickeln.
Servieren
Das Weingut empfiehlt 14–16 °C und ausdrücklich das Dekantieren. Ein großes Weißwein- oder Burgunderglas ist ideal. Die Karaffe sollte nicht nur bei der ersten Öffnung eingesetzt werden; gerade dieser Wein profitiert von längerer Luftzufuhr und kann sich über mehrere Stunden deutlich verändern.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Wiener Schnitzel vom Kalb
gebratenem oder geschmortem Geflügel
Schweinsbraten
Gans
Zander und anderen kräftigeren Süßwasserfischen
Steinpilzrisotto
gebratenen Pilzen
Gemüse mit Röstaromen
würziger asiatischer Küche
kräftigem Bergkäse
Die Kombination aus Dichte, Säure und Phenolik macht ihn zu einem ausgesprochen vielseitigen Speisenwein.
Verkostungsnotiz:Helles Gelbgrün mit silbernen Reflexen. In der Nase feine Anklänge gelber Tropenfrüchte, ein Hauch von Ananas und Papaya, zarte Zitrusblüten und einem mineralischen Touch. Am Gaumen stoffig, mit angenehmer Extraktsüße, finessereich strukturiert. Feine, weiße Fruchtnoten im schönen Nachhall. Weingut Markus HuberDas Weingut Markus Huber liegt in der Gemeinde Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental. Es ist seit 1778 in Familien-Besitz. Markus Huber führt den Betrieb bereits in zehnter Generation nach Praxisjahren in Südafrika (bei den Weingütern Kaapzicht und Lammershoek), im Elsass und bei österreichischen Top-Betrieben, wie Bründlmayer und Jurtschitsch. Die Weingärten umfassen 12 Hektar Rebfläche in den Rieden Alte Setzen, Berg und Obere Steigen. Es dominieren die für das Traisental typischen Löß- und Lehmböden. Die Weißweinsorten Grüner Veltliner (70%), Riesling (10%), Müller-Thurgau (5%) und Sauvignon Blanc (5%), sowie die Rotweinsorte Zweigelt (10%) bestimmen den Rebsortenspiegel. Bei Bedarf werden Trauben von Vertragswinzern zugekauft. Es wird nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gearbeitet. Hauptziel von Markus Huber ist es, die Charakteristik der Lage und des Jahrgangs in den Weinen unverfälscht widerzuspiegeln. Es erfolgt eine selektive Handlese. Die Haupsorte Grüner Veltliner wird in verschiedenen Stilen ausgebaut. In geeigneten Jahren werden auch Süßwein, z.B. Eisweine erzeugt. Jährlich werden rund 120.000 Flaschen Wein produziert. Das Weingut ist Mitglied bei der Vereinigung Traisentaler Weingärtner und Traditionsweingüter Österreich.
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