Grüner Veltliner „Zwirch“ Erste Lage 2023 (bio)
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Geschichte & Herkunft
Das Weingut Markus Huber liegt in Reichersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Traisental und befindet sich seit 1778 in Familienbesitz. Markus Huber führt den Betrieb in zehnter Generation und hat das Weingut international besonders mit präzisen, herkunftsgeprägten Grünen Veltlinern und Rieslingen bekannt gemacht. Der „Zwirch“ ist einer der charakteristischen Lagenweine des Hauses. Als Erste Lage steht er für eine klar definierte Herkunft und eine besonders sorgfältige Selektion. Der Wein wird biologisch erzeugt und verbindet die typische Würze des Grünen Veltliners mit reifer Frucht, mineralischer Spannung und einer strukturierten, anspruchsvollen Stilistik.
Lage & Terroir
Die Ried Zwirch befindet sich in der Gemeinde Inzersdorf auf etwa 255 bis 350 Metern Seehöhe. Der Weinberg liegt in einem windgeschützten Kessel in höherer Lage. Der geologische Untergrund besteht aus grobem, kalkreichem Konglomerat der Hollenburg-Karlstetten-Formation, das größtenteils von kalkhaltigem, feinkörnigem Löss und Lösslehm bedeckt ist. Diese Kombination aus Kalkgestein und feinkörnigen Sedimenten unterstützt eine ausgewogene Wasserversorgung und verleiht dem Wein Struktur und mineralische Spannung. Die geschützte Lage begünstigt eine gleichmäßige Ausreifung der Trauben, während die Höhenlage die Frische bewahrt.
Jahrgang 2023
Der 2023er wurde mit 13,5 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,1 g/l Restzucker analysiert. Er ist trocken ausgebaut und verbindet reife Frucht mit einer klaren, mineralisch geprägten Struktur. Die niedrige Restsüße unterstreicht den trockenen Charakter, während die reife Frucht und der Extrakt für Fülle sorgen.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden spät und in hochreifem Zustand gelesen, gerebelt und einer sechsstündigen Maischestandzeit unterzogen. Nach dem Pressen erfolgt die kontrollierte Gärung bei rund 19 °C. Anschließend reift der Wein acht Monate in großen Akazienholzfässern. Während dieser Zeit wird die Feinhefe regelmäßig aufgerührt. Der Ausbau in Akazienholz unterstützt Textur, Schmelz und aromatische Tiefe, ohne die Rebsorte oder die Herkunft in den Hintergrund zu drängen. Das Hefelager trägt zur geschmeidigen Struktur bei und verleiht dem Wein zusätzlichen Extrakt.
Verkostung
Im Glas präsentiert sich der Zwirch in hellem Gelbgrün mit silbrigen Reflexen. Die Nase ist kühl und fein gezeichnet. Gelbe Tropenfrüchte bilden den aromatischen Kern, dazu kommen Ananas, Papaya und zarte Zitrusblüten. Ein mineralischer Unterton sorgt für zusätzliche Präzision. Die Frucht erscheint reif und konzentriert, bleibt aber von einer klaren, frischen Aromatik begleitet. Die floralen Noten und die zurückhaltende Mineralität ergänzen das Bouquet.
Am Gaumen
Der Auftakt ist stoffig und saftig. Reife gelbe Frucht verbindet sich mit einer feinen, angenehmen Extraktsüße, die nicht mit einer ausgeprägten Restsüße verwechselt werden sollte. Die Struktur wirkt kraftvoll, aber finessenreich, mit gut integrierter Säure und kalkig-mineralischen Akzenten. Im Verlauf zeigt sich die besondere Balance des Weins: Dichte und cremiger Schmelz stehen neben Frische und einer präzisen Kontur. Im langen Nachhall bleiben weiße Frucht, Zitrus und eine feine mineralische Würze präsent.
Aromatik
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Ananas und Papaya
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gelbe Tropenfrüchte
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Birne und weiße Frucht
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Zitrusblüten
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frische Wiesenkräuter
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dezente florale Noten
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kalkige Mineralität
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feiner, würziger Nachhall
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2023 wurde von mehreren renommierten Verkostern sehr hoch bewertet:
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Falstaff: 93–95 Punkte, Tasting vom 24. Juni 2024
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James Suckling: 97 Punkte
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À la Carte: 95 Punkte
Die Falstaff-Verkostungsnotiz hebt Wiesenkräuter, weiße Tropenfrucht und Apfel hervor. Am Gaumen werden Kraft, Birne, Mango, eine frische Struktur sowie salzige Mineralität und Limette im Nachhall betont. Falstaff weist außerdem darauf hin, dass der Wein von weiterer Flaschenreife profitieren wird.
Reifepotenzial
Als Trinkfenster nennt das Weingut 2024 bis 2034. Der 2023er ist bereits zugänglich, besitzt durch Extrakt, Säure und die lange Reife auf der Feinhefe aber auch das Potenzial, sich über mehrere Jahre weiterzuentwickeln.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Weißweinglas gibt der komplexen Aromatik ausreichend Raum. Eine kurze Belüftung empfiehlt sich, insbesondere wenn der Wein jung und zunächst noch verschlossen wirkt.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
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asiatischen Gerichten mit Curry und Kokosmilch
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würzigem Geflügel
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Kalbfleisch
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gebratenem oder gegrilltem Fisch
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Saibling und Zander
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aromatischen Gemüsegerichten
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Pilzgerichten
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Risotto
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gereiftem Bergkäse
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würzigen vegetarischen Gerichten
Gerade zu Currygerichten ist die Kombination aus reifer Frucht, würziger Struktur und mineralischer Frische besonders interessant. Das Weingut empfiehlt den Zwirch ausdrücklich zu Fleisch, Gemüse, Käse und insbesondere zu Curry.
| Rebsorte: | Grüner Veltliner |
|---|---|
| Trinktemperatur: | 10 bis 121ºC |
| Jahrgang: | 2023 |
| Alkoholgehalt: | 13,5 % |
| Weintyp: | Weißwein |
| Flaschengröße: | 0,75 l |
| Geschmacksrichtung: | trocken |
| Land: | Österreich |
| Region Österreich: | Traisental |
| Trinkempfehlung: | bis 2034 |
| Säuregehalt: | 5,3 g/l |
| Restsüße: | 2,5 g/l |
| Qualität: | Traisental DAC Reserve |
| Verschluss: | Schraubverschluss |
| Inverkehrbringer: | Weingut Markus Huber, Weinriedenweg 13, 3134 Reichersdorf, Österreich |
| Allergiehinweis: | Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten. |
Den Gesteinsuntergrund bilden das grobe, kalkige Konglo-merat der Hollenburg-Karlstetten-Formation, das weitgehend von ebenfalls kalkigem, aber feinkörnig schluffig-tonigem Löss und Lösslehm bedeckt ist
Auszeichnungen
94 Punkte: Falstaff 94 Punkte À La Carte 95 Punkte: James Suckling
Speiseempfehlung
jeglichen Schnittkäsen und Rotschmierkäsen, indischen und asiatischen Gerichten.
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