Weiss Gold 2024 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein Weingut 2015 in Gundelsbach im Remstal. Der Betrieb ist inzwischen auf gut zwölf Hektar angewachsen und arbeitet seit 2016 vollständig biologisch-dynamisch; aktuell ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Leon Gold absolvierte seine Ausbildung zum Techniker für Weinbau und Oenologie in Weinsberg und sammelte zuvor Erfahrungen unter anderem bei Leiner und Beurer. Der „Weiss Gold“ gehört zu den bekanntesten Basisweinen des Hauses. Die Cuvée war bereits mit dem Premierenjahrgang ein großer Erfolg und steht für einen bewusst unkomplizierten, fruchtbetonten und sehr trinkanimierenden Stil.
Lage & Terroir
Die Weinberge rund um Gundelsbach stehen auf den für das Remstal typischen Keuperformationen. Genannt werden Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und Mergel. Der Standort verbindet warme, sonnenexponierte Weinberge mit einer geologisch vielfältigen Unterlage.Beim „Weiss Gold“ steht allerdings nicht die Präzision einer einzelnen Lage im Mittelpunkt, sondern die aromatische und unkomplizierte Interpretation verschiedener regionaler Trauben.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt 11,5 % vol. Alkohol. Damit bleibt er leichtfüßig und unkompliziert. Die verfügbare technische Angabe nennt 6,7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Das Verhältnis aus moderatem Alkohol, lebendiger Säure und etwas Fruchtsüße unterstützt den ausgesprochen animierenden Trinkfluss.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus Kerner, Müller-Thurgau, Muskateller und Riesling. Die Trauben stammen aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen. Für den Jahrgang 2024 wird eine längere Kaltmazeration nach der Lese, schonendes Pressen über 24 Stunden und eine längere Spontangärung beschrieben. Der Wein bleibt anschließend auf der Hefe und wird mit sehr geringer Schwefelmenge stabilisiert. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, wodurch die ausgeprägte Primärfrucht und die Frische der aromatischen Rebsorten erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits in der Nase zeigt der 2024er seine aromatische Seite. Weiße Blüten und gelbe Früchte stehen im Vordergrund, dazu kommen Nektarine und Ananas. Muskateller und Kerner verleihen der Cuvée eine florale und leicht exotische Duftigkeit.Weitere Verkostungsnotizen beschreiben besonders intensive Muskatnoten, Birne und reife Mirabelle sowie florale Rosenanklänge und einen Hauch weißen Pfeffers.
Am Gaumen
Saftig, leicht und verspielt. Birne und Zitrusfrucht werden von einer feinfruchtigen Säure getragen. Limette bringt Frische, während der moderate Alkohol den Wein schlank und unkompliziert hält. Eine zarte Mineralität sorgt für etwas zusätzlichen Griff.Der Nachhall bleibt fruchtig, frisch und animierend. Der Wein ist weniger auf Tiefe und Länge als auf unmittelbare Zugänglichkeit und hohen Trinkfluss ausgelegt.
Aromatik
Muskat und Muskatblüte
weiße Blüten
Rose
Birne
Mirabelle
Nektarine
Ananas
Limette
feine Kräuter- und Gewürznoten
dezente Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die Quellen stellen vielmehr den unkomplizierten, fruchtigen Charakter und den hohen Trinkfluss in den Vordergrund.
Reifepotenzial
Der „Weiss Gold“ ist klar auf den jungen Trinkgenuss ausgerichtet. Die aktuelle Händlerangabe sieht das Trinkfenster bei 2026 bis 2029. Seine Stärke liegt in der frischen Frucht, der floralen Aromatik und der unmittelbaren Trinkfreude. Eine längere Lagerung ist möglich, bringt aber keinen wesentlichen qualitativen Mehrwert.
Servieren
Am besten bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas ist vollkommen ausreichend. Karaffieren ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
Sushi
leichten Fischgerichten
Garnelen und Meeresfrüchten
asiatischer Küche
Gemüsegerichten
mild gewürztem Geflügel
Spargel
Ziegenfrischkäse
leichten Vorspeisen
Durch die aromatische und frische Art funktioniert der Wein ebenso gut als unkomplizierter Aperitif.
Muskat Rosé 2025, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Weinstadt-Gundelsbach im Remstal und wurde 2015 gegründet. Leon Gold bewirtschaftet die Weinberge konsequent biologisch-dynamisch und ist seit 2016 Demeter-zertifiziert. Inzwischen umfasst die Rebfläche rund 18 Hektar. Die Weine entstehen mit besonderem Augenmerk auf Biodiversität, Handarbeit und einer klaren, eigenständigen Herkunftscharakteristik.Der Muskat Rosé gehört zu den eigenständigen, unverwechselbaren Weinen des Hauses. Grundlage ist Muskat-Trollinger, eine traditionelle württembergische Spezialität mit ausgeprägter aromatischer Muskatnote. Der Wein verbindet diese alte schwäbische Rebsorte mit einer modernen, bewusst unkomplizierten Rosé-Stilistik.
Lage & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold liegen in den Steillagen rund um Gundelsbach. Geologisch prägen Keuperschichten mit Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und buntem Mergel die Rebflächen. Das Zusammenspiel aus Kleinklima, exponierten Weinbergen und biologisch-dynamischer Bewirtschaftung bildet die Grundlage für charaktervolle Weine mit eigenständiger Mineralität. Beim Muskat Rosé steht allerdings weniger eine einzelne Lage als die typische Sortenaromatik des Muskat-Trollingers im Mittelpunkt.
Jahrgang 2025
Der Jahrgang 2025 wurde mit 11,5 % vol. Alkohol, 6,9 g/l Säure und 9 g/l Restzucker abgefüllt. Damit bewegt sich der Wein im feinherben Bereich: Die Säure sorgt für Frische und Zug, während die moderate Restsüße die intensive Muskat- und Fruchtaromatik abrundet.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird biologisch erzeugt und als Gutswein geführt. Die vorhandenen technischen Angaben weisen einen Schraubverschluss aus. Der Ausbau ist klar auf Frische, Frucht und die unverwechselbare Aromatik des Muskat-Trollingers ausgerichtet.
Verkostung
Bereits die Farbe unterstreicht den eigenständigen Charakter: zartes Altrosa mit pinken Reflexen. In der Nase steht unmittelbar die typische Muskatnote im Vordergrund. Dazu gesellen sich Muskatblüte, Granatapfel, Piment d’Espelette und eine sehr feine, fast ölige Anmutung, die an Himbeerkernöl erinnert. Die Aromatik ist intensiv, aber nicht schwer. Gerade die Verbindung aus floraler Würze, roten Früchten und pikanten Gewürzanklängen macht den Wein ungewöhnlich charaktervoll.
Am Gaumen
Saftig und fruchtbetont mit einer angenehm würzig-herben Kontur. Die Frucht steht unmittelbar im Mittelpunkt, wird aber von der frischen Säure und einer dezenten phenolischen Struktur ausbalanciert. Der feinherbe Charakter sorgt für Rundung, ohne den Wein breit erscheinen zu lassen. Im Finale bleibt eine Kombination aus roten Früchten, Muskatwürze und leicht pikanter Kräuter- beziehungsweise Gewürzprägung zurück. Der Nachhall ist fruchtfüllig und animierend.
Aromatik
Muskatblüte
Granatapfel
Himbeere
rote Beeren
feine florale Noten
Piment d’Espelette
würzige Kräuter
dezente pikante Nuancen
leicht ölige, nussig-fruchtige Anklänge
Auszeichnungen
Der Muskat Rosé 2025 erhielt 89 Punkte bei VINUM. Damit ist für den exakt genannten Jahrgang eine belastbare externe Bewertung dokumentiert.
Bemerkenswert ist außerdem der Erfolg des Weinguts bei der Württemberger Weinmeisterschaft „Edition Rosé 2025“: Leon Gold gewann die Abstimmung zum Rosé-Meister 2025. Im dafür zusammengestellten Verkostungspaket war der Muskat Rosé des Weinguts allerdings der Jahrgang 2024; die Auszeichnung darf daher nicht als direkte Jahrgangsprämierung des 2025ers verstanden werden.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie auf Frische und unmittelbaren Trinkgenuss ausgelegt. Die Kombination aus lebendiger Säure und moderater Restsüße hält ihn für einige Jahre stabil; aktuell wird ein Trinkfenster bis etwa 2031 angegeben. Seine größte Stärke liegt jedoch in der jugendlichen Muskat-, Beeren- und Blütenaromatik.
Servieren
Ideal bei etwa 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas bringt die aromatische Muskatnote besonders schön zur Geltung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
sommerlichen Salaten
leichten asiatischen Gerichten
Thai-Küche
vietnamesischer Küche
würzigem Geflügel
Grillgemüse
orientalisch gewürzten Vorspeisen
milden Currys
fruchtig-pikanten Gerichten
als Aperitif
Riesling „Vom Keuper“ 2025 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 von Leon Gold in Weinstadt-Gundelsbach gegründet. Der Betrieb liegt in einem Seitental des Remstals, umgeben von Weinbergen, Streuobstwiesen und Wald. Heute werden rund 18 Hektar Rebfläche biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Im Mittelpunkt stehen lebendige, möglichst unverfälschte Weine mit ausgeprägtem Herkunftscharakter. Der Riesling „Vom Keuper“ bildet die Basis der Qualitätspyramide und zeigt bereits auf dieser Stufe die geologische Handschrift des Weinguts: Keuperböden, spontane Vergärung und ein bewusst reduzierter Ausbau stehen im Vordergrund.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen auf Keuperformationen in etwa 280 bis 450 Metern Höhe. Die Reben sind zwischen 10 und 40 Jahre alt. Im Remstal finden sich unterschiedliche Keupergesteine wie Gipskeuper, Schilfsandstein und bunte Mergel; sie prägen die Weine mit einer markanten, würzig-mineralischen Grundierung. Gerade beim Riesling tritt dieser mineralisch-würzige Untergrund deutlich hervor. Der Wein verbindet die kühle Höhenlage mit einer saftigen, reifen Frucht und einem festen mineralischen Griff.
Jahrgang 2025
Der 2025er besitzt 12 % vol. Alkohol, rund 7 g/l Säure und 6 g/l Restzucker. Trotz des Restzuckers wirkt der Wein im Gesamteindruck trocken bis feinfruchtig, da die Säure für ausreichend Spannung sorgt.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden biodynamisch erzeugt und spontan auf der Maische einige Stunden angegoren. Anschließend erfolgt die Vergärung im Edelstahltank. Der weitere Ausbau dauert etwa fünf Monate im Stahl. Der Wein wird mit Schraubverschluss gefüllt.Die kurze Maischestandzeit verleiht dem Riesling zusätzlichen Griff und Substanz, ohne seine Frische zu verlieren. Der Edelstahl bewahrt die klare Frucht und die präzise mineralische Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2025er ausgesprochen offen und aromatisch. Muskat und Williams-Christ-Birne prägen den ersten Eindruck, begleitet von floralen Nuancen. Die Aromatik wirkt lebendig, klar und unmittelbar. Falstaff beschreibt den Wein als sehr blumig und aromatisch präsent.Dazu kommen mineralische und kräuterwürzige Anklänge, die den Riesling eindeutig in seiner württembergischen Herkunft verankern. Die mineralische Charakteristik vom Keuper beziehungsweise Sandstein bleibt dabei ein wichtiger Gegenpol zur Frucht.
Am Gaumen
Saftig, geradlinig und erstaunlich fest für einen Wein dieser Preisklasse. Straffe Frucht trifft auf saftigen Extrakt und eine lebendige Säure. Die einige Stunden dauernde Maischevergärung sorgt für feinen Grip und eine leicht phenolische Struktur.Der Abgang wirkt mineralisch, würzig und animierend. Die 12 % vol. Alkohol tragen zusätzlich zur Leichtigkeit bei, ohne dass dem Wein Substanz fehlt.
Aromatik
Williams-Christ-Birne
weißfleischige Birne
Muskat
florale Noten
Zitrusanklänge
feine Kräuterwürze
Keuper- und Gesteinsmineralität
leicht erdige Nuancen
saftige gelbe Frucht
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2025 erhielt bei Falstaff im Tasting vom 10. Juli 2026 insgesamt 90 Punkte. Ulrich Sautter beschreibt den Wein als federleicht und filigran mit Muskat- und Williams-Christ-Aromen sowie einem saftigen, geradlinigen Gaumen.Darüber hinaus wurde der Wein in der Falstaff-Liste der besten Württemberger 2025 bis 10 Euro mit 90 Punkten geführt.
Reifepotenzial
Der Riesling ist in erster Linie auf Frische, aromatische Direktheit und Trinkfluss ausgerichtet. Die gute Säurestruktur ermöglicht dennoch eine Entwicklung über mehrere Jahre. Als Trinkempfehlung werden derzeit etwa bis 2030 angegeben.Mit etwas Reife kann die ausgeprägte Primärfrucht stärker von Kräuterwürze, nussigen Nuancen und mineralisch-erdigen Tönen ergänzt werden.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein klassisches Rieslingglas unterstützt sowohl die florale Frucht als auch die mineralisch-würzige Seite. Eine kurze Belüftung kann dem Wein zusätzliche Tiefe geben; der Händler empfiehlt ausdrücklich auch eine Dekantierung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
frischen Salaten
Gemüsegerichten
Spargel
gegrilltem oder gedünstetem Seefisch
Forelle und Saibling
leichter asiatischer Küche
Brotzeit und Abendbrot
Geflügel mit leichten Saucen
vegetarischer Küche
Die Kombination mit frischen Salaten, Biogemüse und leichtem Seefisch wird auch vom Fachhandel ausdrücklich empfohlen.
Lunar Herbs Alkoholfrei (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Gundelsbach im Remstal bei Weinstadt. Leon Gold arbeitet biologisch und biodynamisch und verbindet Weinbau mit einem starken Fokus auf lebendige Böden, Biodiversität und naturnahe Bewirtschaftung. Neben klassischen Weinen entstehen im Weingut auch charaktervolle alkoholfreie Produkte.„Lunar Herbs“ ist dabei keine entalkoholisierte Weinabfüllung, sondern ein alkoholfreies Getränk auf Traubensaftbasis mit Kräuter- und Zitronenaromen. Dadurch bleibt die natürliche Traubenfrucht unmittelbar erhalten.
Zusammensetzung & Herstellung
Die Basis bilden aromatische Bio-Trauben aus Muskateller und Müller-Thurgau. Verfeinert wird der Traubensaft mit Bio-Zitrone sowie einem Kräuterauszug aus Holunderblüte, Rosmarin und Lavendel. Anschließend wird feine Kohlensäure zugesetzt. Das Produkt wird ohne Konservierungsstoffe hergestellt und besitzt 0,0 % vol. Alkohol.Es handelt sich somit nicht um einen klassischen alkoholfreien Wein, sondern um einen aromatisierten Traubensecco beziehungsweise ein Erfrischungsgetränk mit Kräutern.
Aromatik
In der Nase steht eine intensive, saftige Traubenfrucht im Vordergrund. Dahinter entfalten sich frische, grüne und mediterran anmutende Kräuternoten. Besonders prägend sind Rosmarin, Lavendel und Holunderblüte, ergänzt von einer klaren, zitrischen Frische. Die Kräuter wirken dabei nicht aufgesetzt, sondern verbinden sich eng mit der aromatischen Muskateller-Frucht. Dadurch entsteht ein ungewöhnlich expressives und eigenständiges Duftbild.
Am Gaumen
Frisch, fein perlend und ausgesprochen animierend. Die Traubenfrucht zeigt sich saftig und aromatisch, während Zitrone für Frische sorgt. Dazu kommen feinherbe Kräuternoten von Rosmarin, Lavendel und Holunderblüte. Die Kombination aus Frucht, Säure und feiner Kohlensäure sorgt für einen lebendigen Trinkfluss. Trotz der vorhandenen Fruchtsüße bleibt der Eindruck ausgewogen und frisch. Falstaff beschreibt den 2024er ausdrücklich als harmonisches Zusammenspiel von Traube und frischen Kräutern mit angenehmer Säure und feiner Perlage.
Aromatik
saftige Muskateller-Traube
helle Traubenfrucht
Zitrone und Zitruszeste
Holunderblüte
Rosmarin
Lavendel
frische grüne Kräuter
feine florale Nuancen
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2024 erhielt 95 Punkte im Falstaff-Tasting 2025. Alexander Thürer würdigte insbesondere die ausgeprägt herbale Nase, die feine Perlage, das Zusammenspiel aus Traubenfrucht und Kräutern sowie den harmonischen Nachklang.
Damit gehört Lunar Herbs zu den bemerkenswert hoch bewerteten alkoholfreien Kreationen in diesem Segment.
Reifepotenzial
Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Frische und aromatischer Direktheit. Vinoterra nennt eine Trinkempfehlung bis etwa 2028. Am besten wird Lunar Herbs daher jung und frisch getrunken, wenn Frucht, Zitrus und Kräuter besonders präzise wirken.
Servieren
Sehr gut gekühlt bei etwa 8–10 °C.
Die feine Kohlensäure kommt in einem schlanken Weißweinglas oder einem hochwertigen Sektglas gut zur Geltung.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
als Aperitif
knackigen Salaten
sommerlicher vegetarischer Küche
Geflügel
leichten Fischgerichten
Sushi
asiatischer Küche
würzigen Gemüsegerichten
Auch als alkoholfreie Alternative zu einem klassischen Aperitif eignet sich Lunar Herbs hervorragend.
Lunar Herbs Rosé Alkoholfrei, Bio, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein Weingut im Remstal und entwickelte es zu einem konsequent biologisch und biodynamisch arbeitenden Betrieb. Seit 2016 ist das Weingut Demeter-zertifiziert. Die rund 18 Hektar Rebfläche liegen vor allem in Gundelsbach, Großheppach und Beutelsbach. Neben klassischen Weinen entstehen unter dem Namen „Lunar Herbs“ auch alkoholfreie Kreationen, die nicht als entalkoholisierte Weine konzipiert sind, sondern als eigenständige Getränke auf Basis von Bio-Traubensaft, Kräutern und Blüten.Der „Lunar Herbs Rosé“ ist entsprechend kein alkoholfreier Wein im klassischen Sinn, sondern ein alkoholfreies Bio-Erfrischungsgetränk mit Kohlensäure. Der Alkoholgehalt wird mit 0,0 % vol. angegeben.
Konzept & Zutaten
Die Basis bildet aromatischer Bio-Traubensaft. Darauf baut eine ungewöhnliche botanische Komposition auf: Hibiskus sorgt für die florale Frische und die rosétypische Anmutung, Rosmarin und Thymian bringen mediterrane Kräuterwürze, während Zirbe eine dezente waldige Tiefe beisteuert. Bio-Zitrone und feine Kohlensäure geben zusätzliche Frische und Spannung.Damit steht nicht der Versuch im Mittelpunkt, einen klassischen Roséwein möglichst exakt nachzuahmen. Vielmehr entsteht ein eigenständiges alkoholfreies Getränk mit Frucht, Säure, Kräutern und Perlage.
Farbe
Helles, klares Rosa mit zarter Farbintensität. Die Erscheinung wirkt leicht und frisch und passt zum ausgesprochen animierenden Stil des Getränks.
Verkostung
In der Nase verbindet sich saftige rote Frucht mit einer deutlich floralen Hibiskusnote. Dahinter erscheinen frische Kräuter, insbesondere Rosmarin und Thymian. Die Zirbe bringt eine kühle, leicht harzige beziehungsweise waldige Nuance hinzu, während Zitrone für einen hellen, frischen Akzent sorgt. Die Aromatik wirkt ausgesprochen eigenständig und nicht bonbonhaft. Gerade die Kombination aus Frucht und ätherischer Kräuterwürze verleiht dem Getränk Tiefe.
Am Gaumen
Saftig, fruchtig und feinperlig. Die rote Frucht wird von einer animierenden Säure getragen, während die Kräuternoten für Würze und zusätzliche Länge sorgen. Hibiskus wirkt floral und leicht herb, Rosmarin und Thymian geben einen mediterranen Charakter. Die feine Kohlensäure sorgt für Straffheit und einen sehr erfrischenden Trinkfluss. Die vorhandene Fruchtsüße bleibt wahrnehmbar, wird jedoch durch Säure, Zitrusfrische und Kräuteraromatik ausbalanciert. Dadurch wirkt der Rosé trotz seiner Traubensaftbasis nicht schwer oder klebrig. Eine aktuelle Fachhandelsbeschreibung hebt genau dieses Zusammenspiel von Fruchtsüße, Säure und Perlage hervor.
Aromatik
rote Beerenfrucht
frische Traube
Johannisbeere
Sauerkirsche
Hibiskus
Zitrone
Rosmarin
Thymian
feine waldige Zirbennoten
dezente florale und ätherische Nuancen
Die konkreten Fruchtnoten Johannisbeere und Sauerkirsche werden in aktuellen Verkostungsangaben ausdrücklich genannt.
Auszeichnungen
Für den „Lunar Herbs Rosé“ selbst ist keine belastbare externe Punktebewertung dokumentiert. Das Weingut Leon Gold wird im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 mit drei Sternen geführt; diese Auszeichnung bezieht sich allerdings auf das Weingut insgesamt und nicht auf den Lunar Herbs Rosé.
Reifepotenzial
Das Getränk ist klar für den jungen, frischen Genuss konzipiert. Eine aktuelle Händlerangabe nennt ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis 31. März 2028. Seine Stärke liegt eindeutig in Frische, Frucht und aromatischer Kräuterpräzision; eine klassische Flaschenreife wie bei Wein ist nicht das Ziel.
Servieren
Optimal bei 6–8 °C. Gut gekühlt zeigt sich die Kombination aus Frucht, Hibiskus, Kräutern, Zitrone und feiner Perlage besonders präzise. Ein normales Weißwein- oder Roséglas eignet sich besser als ein enges Sektglas, weil sich die Kräuteraromen darin besser entfalten.
Speisenbegleitung
Sehr vielseitig zu:
Aperitif und kleinen Häppchen
Antipasti
leichten Salaten
asiatischer Küche
Sushi
würzigen Gemüsegerichten
Grillgemüse
hellem Fleisch
Geflügel
leicht fruchtigen Desserts
Durch die Kombination aus Frucht, Säure und Kräuterwürze eignet sich der Lunar Herbs Rosé besonders gut als alkoholfreier Aperitif und als Begleiter zu aromatisch gewürzten Speisen.
Rot Gold 2023 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein eigenes Weingut 2015 in Gundelsbach im Remstal. Der Betrieb arbeitet von Beginn an ökologisch und ist seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter zertifiziert. Die Rebflächen liegen in den alten Steillagen rund um Gundelsbach; Biodiversität und eine möglichst naturnahe Bewirtschaftung gehören ausdrücklich zum Selbstverständnis des Weinguts. Heute umfasst das Weingut rund 18 Hektar. Der „Rot Gold“ ist die rote Cuvée des Hauses und gehört zur zugänglichen, fruchtbetonten Linie. Im Mittelpunkt stehen saftige Frucht, Würze und ein unkomplizierter, gastronomisch vielseitiger Stil.
Lage & Terroir
Für den Jahrgang 2023 wird Gipskeuper als Boden angegeben. Diese geologische Grundlage prägt viele Weinberge des Remstals und kann den Rotwein mit Würze, mineralischem Zug und einer gewissen straffen Struktur ausstatten.Die Trauben stammen aus dem Umfeld von Gundelsbach. Das Zusammenspiel von Weinbergen, Wald und Streuobstwiesen bildet dabei den charakteristischen landschaftlichen Rahmen des biodynamisch arbeitenden Betriebs.
Jahrgang 2023
Der 2023er besteht aus 50 % Cabernet Sauvignon, 40 % Merlot und 10 % Zweigelt. Er wurde trocken ausgebaut und besitzt laut den technischen Angaben 13 % vol. Alkohol, 6,6 g/l Säure und 3,3 g/l Restzucker. Eine zweite Händlerquelle nennt geringfügig abweichende Werte von 6,4 g/l Säure und 2,4 g/l Zucker. Für die technischen Angaben ist die detailliertere Quelle mit 6,6 g/l und 3,3 g/l vorzuziehen.
Vinifikation & Ausbau
Die drei Rebsorten werden getrennt voneinander spontan und ohne Rappen auf der Maische vergoren. Nach der Gärung erfolgt der biologische Säureabbau. Anschließend werden die Partien zusammengeführt und weitere 12 Monate in gebrauchten Barriques zweiter und dritter Belegung ausgebaut.Durch die gebrauchten Fässer bleibt der Holzeinfluss zurückhaltend. Im Vordergrund stehen Frucht, Würze und die geschmeidige Gerbstoffstruktur, während das Holz vor allem für zusätzliche Abrundung und Struktur sorgt.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Wein in tiefem Rubinrot mit violetten Reflexen und dichtem Kern. In der Nase dominieren Brombeere, Heidelbeere und Schwarzkirsche. Dazu treten Bitterschokolade, Holunder und ein Hauch Salbei.Eine zweite Verkostungsbeschreibung ergänzt dunkle Waldfrüchte und Schlehe und unterstreicht damit den eher dunkelbeerigen, würzigen Charakter des Weines.
Am Gaumen
Saftig und unmittelbar zugänglich. Die dunkle Frucht steht klar im Vordergrund, wird aber von feinen, samtigen Gerbstoffen eingefasst. Die Säure sorgt für Frische und Trinkfluss, während die 12-monatige Reife im gebrauchten Barrique für eine geschmeidige Textur sorgt.Im Nachhall verbinden sich Heidelbeere, Holunder, Bitterschokolade und Kräuterwürze. Der Wein bleibt dabei eher saftig und animierend als schwer oder übermäßig alkoholisch.
Aromatik
Brombeere
Heidelbeere
Schwarzkirsche
Schlehe
dunkle Waldbeeren
Holunder
Bitterschokolade
Salbei und Wildkräuter
feine Würze
dezente Röstaromen
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2023 ist in den vorliegenden Quellen keine eigenständige Punktbewertung eines großen nationalen Weinführers eindeutig dokumentiert.Das Weingut Leon Gold wurde im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 mit drei Sternen ausgezeichnet. Diese Ehrung bezieht sich auf das Weingut insgesamt und nicht ausschließlich auf den „Rot Gold“.
Reifepotenzial
Der „Rot Gold“ ist in erster Linie auf frühen und unkomplizierten Trinkgenuss ausgelegt. Als Trinkempfehlung wird für den 2023er aktuell ein Zeitraum bis etwa 2031 angegeben; eine zweite Quelle sieht die beste Trinkreife eher bei 2025 bis 2028.Die Kombination aus Frucht, Säure und feinem Gerbstoff erlaubt durchaus etwas Flaschenentwicklung. Im weiteren Verlauf dürften die dunklen Beeren stärker von würzigen und leicht erdigen Tönen begleitet werden.
Servieren
Am besten bei 16–18 °C. Eine leichte Kühlung steht dem Wein ausdrücklich gut und unterstreicht seine saftige, frische Seite. Ein mittelgroßes Rotweinglas reicht vollkommen aus; Dekantieren ist nicht notwendig.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gegrilltem Fleisch
BBQ
Rinderbraten
Schmorgerichten
Bratengerichten mit dunkler Sauce
Vesper und herzhaften Wurstwaren
Burgern
Pasta mit kräftigen Saucen
Pilzgerichten
gegrilltem Gemüse
Besonders naheliegend ist die Kombination mit Grillgerichten; der Fachhandel empfiehlt den Wein ausdrücklich zum BBQ.
Grauburgunder 2025, LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 in Weinstadt-Gundelsbach gegründet. Leon Gold baute den Betrieb von Grund auf auf und entwickelte ihn innerhalb weniger Jahre zu einem der bemerkenswerten biodynamischen Weingüter im Remstal. Heute werden rund 18 Hektar bewirtschaftet. Die Weinberge werden seit Beginn ökologisch und seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Das Weingut liegt in den alten Steillagen rund um Gundelsbach, eingebettet in Weinberge, Streuobstwiesen und Wald. Der konsequente Fokus auf Biodiversität und eine möglichst natürliche Bewirtschaftung prägt die Arbeitsweise ebenso wie die Weine.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold stehen auf unterschiedlichen Keuperformationen, darunter Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und bunter Mergel. Für den 2025er Grauburgunder werden als Terroir Ton und Sand angegeben. Diese Böden ermöglichen einen Grauburgunder mit mehr Spannung und Würze, als es die Rebsorte im klassischen, breit-fruchtigen Stil häufig zeigt. Der Wein bleibt dabei klar auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet.
Jahrgang 2025
Der 2025er wird mit 12,0 % vol. bei Viniculture geführt; eine weitere Fachhandelsquelle gibt 12,5 % vol. an. Er wird trocken als Qualitätswein ausgebaut. Als Trinktemperatur werden etwa 10–12 °C empfohlen.
Vinifikation & Ausbau
Der Wein wird vergleichsweise unkompliziert vinifiziert und überwiegend beziehungsweise vollständig im Edelstahl ausgebaut. Dadurch bleibt die natürliche Frucht des Grauburgunders im Vordergrund, während Holznoten nicht dominieren. Gerade diese zurückhaltende Vinifikation passt zur Funktion des Weines: ein charaktervoller, aber unkomplizierter Einstieg in die Grauburgunder-Welt von Leon Gold.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein eher fein und zurückhaltend als opulent. Zarte Fruchtaromen werden von einer sanften Kräuterwürze begleitet. Die Aromatik wirkt klar, frisch und leicht mineralisch. Im Vordergrund stehen weniger schwere gelbe Frucht oder ausgeprägte Holznoten, sondern eine elegante Kombination aus Frucht, Würze und mineralischer Frische.
Am Gaumen
Saftig, schlank und animierend. Die Frucht wirkt präzise und unkompliziert, wird aber von einer feinen Würze und einer salzigen Mineralität begleitet. Gerade das salzige Finish gibt dem Wein zusätzlichen Charakter und sorgt für einen bemerkenswert guten Trinkfluss. Der 2025er zeigt damit eine moderne Interpretation des Grauburgunders: nicht breit und schwer, sondern frisch, klar und mit feinem Grip.
Aromatik
zarte gelbe Frucht
Birne
heller Apfel
feine Kräuter
dezente Würze
mineralische Noten
salzige Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Grauburgunder 2025 sind derzeit keine belastbaren Bewertungen von Falstaff, VINUM oder Eichelmann dokumentiert. Das Weingut Leon Gold selbst erhielt im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 drei Sterne. Die Auszeichnung bezieht sich auf das gesamte Weingut und nicht auf diesen einzelnen Grauburgunder.
Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie für den jungen Trinkgenuss konzipiert. Seine Stärken liegen in Frische, Frucht und animierender Würze. Eine längere Lagerung ist möglich, bringt aber voraussichtlich weniger zusätzlichen Gewinn als bei den höher eingestuften Lagenweinen des Hauses. Als Trinkfenster werden etwa bis 2030 angegeben.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem mittelgroßen Weißweinglas. Nicht zu kalt servieren, damit sich die feinen Kräuter- und Fruchtaromen entwickeln können.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Vesper und Brotzeit
Salaten
Spargel
gebratenem Gemüse
vegetarischen Gerichten
hellem Geflügel
Forelle und anderen Süßwasserfischen
leichten Fischgerichten
mildem Ziegenkäse
Gerade zu einer schwäbischen Brotzeit funktioniert die Kombination aus Frische, Würze und salzigem Finale ausgesprochen gut. Die Fachhandelsbeschreibung hebt ebenfalls die Eignung als unkomplizierten, charaktervollen Alltagswein hervor.
Riesling „Gundelsbach“ 2023 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Weinstadt-Gundelsbach im Remstal und wurde von Leon Gold als eigener Betrieb aufgebaut. Heute umfasst das Weingut rund 18 Hektar. Seit 2016 wird biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien gearbeitet; die Rebflächen sind ökologisch zertifiziert. Leon Gold zählt damit zu den jungen, eigenständigen Betrieben des Remstals, die Herkunft und biodynamischen Weinbau konsequent miteinander verbinden. Der Riesling „Gundelsbach“ steht für die Herkunft unmittelbar rund um den Weingutsstandort. Der Wein wird als Qualitätswein geführt und verbindet die Rebsortentypizität des Rieslings mit dem charakteristischen Keuperterroir des Remstals.
Lage & Terroir
Die Gundelsbacher Weinberge sind von unterschiedlichen Keuperschichten geprägt. Für den Riesling sind insbesondere Gipskeuper und Kieselsandstein relevant. Das Gebiet gehört geologisch zu den charakteristischen Keuperlandschaften des Remstals. Leon Gold beschreibt Gundelsbach als Herkunft mit eigenständigem Kleinklima und mineralisch geprägten Böden.Die Kombination aus wärmespeichernden Keuperböden und der teilweise höheren Lage ermöglicht reife Frucht bei gleichzeitig präziser Säure. Der Kieselsandstein bringt zudem eine steinig-würzige Dimension in den Wein.
Jahrgang 2023
Für den exakt vorliegenden Jahrgang 2023 sind in den verfügbaren Händlerunterlagen leider technische Werte teilweise nicht sauber vom Folgejahrgang getrennt. Die Produktseite führt zwar eindeutig die Artikelnummer und Bezeichnung „2023 Riesling Gundelsbach“, nennt im technischen Datenblock jedoch noch Werte des 2022ers. Deshalb werden diese Angaben nicht fälschlich dem Jahrgang 2023 zugerechnet. Sicher dokumentiert ist die trockene Stilistik. Der Wein zeigt eine klare, frische Riesling-Ausrichtung mit ausreichend Substanz für einige Jahre Flaschenentwicklung.
Vinifikation & Ausbau
Die Gundelsbacher Rieslingweine von Leon Gold werden mit deutlichem Augenmerk auf schonende, natürliche Vergärung und Holzausbau erzeugt. Die verfügbare technische Beschreibung der entsprechenden Abfüllung nennt einige Stunden Maischestandzeit, anschließende spontane Vergärung im großen Holzfass aus schwäbischer und pfälzischer Eiche sowie einen weiteren Ausbau auf der Feinhefe in 6- und 12-Hektoliter-Fässern.Die lange Reife im Holz soll dabei nicht nach vordergründigem Holz schmecken, sondern dem Riesling mehr Textur, Ruhe und Tiefe verleihen. Leon Gold arbeitet bei höher eingestuften Weinen grundsätzlich mit langen Hefelagerzeiten und behutsamem Ausbau.
Verkostung
Der Wein präsentiert sich aromatisch vielschichtig mit weißen Blüten und reifer gelber Frucht. Besonders prägnant sind Nektarine und frisch geschnittene Quitte. Hinzu kommen feine Kräuter- und steinige Nuancen, die das Bouquet von einer rein fruchtigen Rieslingstilistik wegführen. Die Aromatik wirkt reif und ausdrucksstark, ohne breit oder schwer zu werden. Gerade die Verbindung aus gelber Frucht und mineralischer Würze prägt den Charakter.
Am Gaumen
Saftig, prägnant und strukturiert. Die Frucht wird von einer animierenden Rieslingsäure getragen, die für Frische und Spannung sorgt. Gleichzeitig besitzt der Wein eine cremige, weich wirkende Textur und einen feinen mineralischen Grip. Im Nachhall verbindet sich die pikante Frische mit gelber Frucht und steiniger Würze. Der Eindruck bleibt geradlinig und trocken, zugleich besitzt der Wein genügend Substanz für einen nachhaltigen Abgang.
Aromatik
weiße Blüten
Nektarine
Quitte
reife gelbe Früchte
Zitrusanklänge
feine Kräuterwürze
Kieselstein und mineralische Noten
dezente Hefenoten
cremige, leicht rauchige Nuancen
Auszeichnungen
Für den exakt bezeichneten 2023er „Riesling Gundelsbach“ konnte keine belastbare externe Punktbewertung gefunden werden. Das Weingut Leon Gold wird im Falstaff Weinguide Deutschland 2025 mit drei Sternen geführt. Diese Auszeichnung bezieht sich auf das Weingut insgesamt und nicht auf den einzelnen 2023er Riesling. Die häufig in Verkaufsunterlagen genannten sehr hohen Bewertungen anderer Leon-Gold-Weine, etwa für Steingrüble Riesling oder Chardonnay, sollten ebenfalls nicht diesem Gundelsbach-Riesling zugerechnet werden.
Reifepotenzial
Der Riesling besitzt aufgrund seiner Säurestruktur, der mineralischen Herkunft und des schonenden Holzausbaus ein gutes Entwicklungspotenzial. Für die entsprechende Gundelsbacher Abfüllung wird eine Trinkfähigkeit bis in die frühen 2030er-Jahre angegeben. Mit weiterer Flaschenreife können sich Nektarine und Quitte stärker in Richtung kandierter Zitrusfrucht, Kräuter, nussiger Würze und mineralisch-erdiger Töne entwickeln.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Rieslingglas unterstützt sowohl die gelbe Frucht als auch die würzige und mineralische Seite. Etwas Luft im Glas ist von Vorteil.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Süßwasserfisch
Zander und Saibling
Sushi
Fisch ohne schwere Saucen
frischen Salaten
Gemüsegerichten
Spargel
vegetarischer Küche
Brotzeit mit milden bis würzigen Komponenten
Diese Kombinationen entsprechen auch den dokumentierten Empfehlungen für den Gundelsbach-Riesling.
Pur Blanc 2022 (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold wurde 2015 in Gundelsbach im Remstal gegründet. Leon Gold arbeitet von Beginn an ökologisch und seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien. Der Betrieb bewirtschaftet heute rund 18 Hektar und verbindet konsequente Handarbeit im Weinberg mit einer naturnahen, wenig interventionistischen Kellerarbeit. Die Weine werden bewusst lebendig, eigenständig und möglichst unverfälscht ausgebaut.Der „Pur Blanc“ ist ein eigenständiger, puristisch angelegter Weißwein aus Weißburgunder und Chardonnay. Er wird als trockener Schwäbischer Landwein geführt und steht exemplarisch für den natürlichen, charaktervollen Stil des Weinguts.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den besten Gundelsbacher Lagen. Geologisch prägen Gipskeuper und Kieselsandstein die Weinberge von Leon Gold; im weiteren Umfeld finden sich außerdem Schilfsandstein und bunte Mergel. Diese unterschiedlichen Keuperformationen bilden die Grundlage für die mineralische und eigenständige Stilistik des Weinguts.Beim Pur Blanc steht nicht die klassische Einzellage, sondern die Verbindung von Rebsorte, Boden und natürlicher Vinifikation im Mittelpunkt. Der Kieselsandstein und die Keuperböden vermitteln dem Wein eine kühle, steinige Grundstruktur.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde mit 13 % vol. Alkohol, 6,1 g/l Säure und 1 g/l Restzucker ausgebaut. Damit präsentiert er sich klar trocken, aber mit genügend Säure für Frische und Spannung.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben bleiben längere Zeit auf der Maische und werden anschließend spontan angegoren. Die weitere Gärung erfolgt in 500-Liter-Fässern. Danach liegt der Wein einerseits den biologischen Säureabbau durch, andererseits reift er weitere zehn Monate auf der Vollhefe. Die Abfüllung erfolgt unfiltriert. Der Wein wird vegan erzeugt.Diese ungewöhnliche Kombination aus Maischekontakt, Spontangärung, großem Holzfass und langem Hefelager verleiht dem Pur Blanc mehr Textur und Eigenständigkeit als einem klassisch im Edelstahl ausgebauten Weißwein.
Verkostung
Optisch zeigt sich der Wein leicht trüb in einem natürlichen Sonnengelb. Bereits die Erscheinung verweist auf den wenig interventionistischen Ausbau. In der Nase dominieren frische, grüne und gelbfruchtige Komponenten, verbunden mit einer leicht kräuterigen und vegetabilen Würze.Deutlich wahrnehmbar sind grüne Kiwi, Honigmelone, frisches Gras und Zitronenverbene. Die Frucht wirkt eher frisch und herb als üppig, mit einer eigenständigen, leicht naturweinartigen Anmutung.
Am Gaumen
Straff, mineralisch und animierend. Die Säure sorgt für Frische und Zug, während die lange Hefereife für einen feinen Schmelz und zusätzliche Textur sorgt. Die Frucht bleibt eher schlank und präzise, begleitet von grünen, kräuterigen und leicht phenolischen Noten. Die Maischezeit und der unfiltrierte Ausbau verleihen dem Wein zusätzlichen Grip und eine leicht herbe Komponente. Im Finale bleibt ein feiner mineralischer und sanft würziger Nachhall zurück.
Aromatik
grüne Kiwi
Honigmelone
gelber Apfel
Zitrus
Zitronenverbene
frisches Gras
Kräuter
feine mineralische Noten
dezente phenolische Würze
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2022 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder Eichelmann eindeutig dokumentiert. Der Wein wird in den verfügbaren Quellen vor allem über seine eigenständige Machart und den naturnahen Ausbau beschrieben.
Reifepotenzial
Die Händlerangabe nennt ein Trinkfenster bis etwa 2030. Durch die 10-monatige Vollhefelagerung, die Säure und den unfiltrierten Ausbau besitzt der Wein mehr Substanz für Flaschenreife, als die unkomplizierte äußere Stilistik zunächst vermuten lässt. Mit weiterer Reife können sich die grünen Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Kernfrucht, Kräuter, Nussigkeit und mineralisch-würzige Töne entwickeln.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein etwas großzügigeres Weißweinglas ist sinnvoll, damit sich die kräuterigen, mineralischen und leicht phenolischen Nuancen entfalten können. Aufgrund des natürlichen Ausbaus darf der Wein vor dem Trinken etwas Luft bekommen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander und Saibling
Forelle
Muscheln und Meeresfrüchten
sommerlichen Gemüsegerichten
Spargel
Kräutersalaten
Geflügel
leichten asiatischen Gerichten
vegetarischer Küche
mildem Ziegen- oder Weichkäse
Cabernet Sauvignon Großheppbach 2023, QW (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold liegt in Gundelsbach bei Weinstadt im Remstal und wurde von Leon Gold als eigener Betrieb aufgebaut. Nach Stationen im Bottwartal und Remstal sowie einer Zeit in der Südpfalz bei Sven Leiner folgte die Ausbildung zum Weinbautechniker in Weinsberg. 2011 arbeitete Gold wieder im Remstal, bevor er sein eigenes Weingut weiterentwickelte. 2018 wurde der neue Keller fertiggestellt. Heute bewirtschaftet der Betrieb rund 18 Hektar Rebfläche. Leon Gold arbeitet konsequent ökologisch und seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien. Der Schwerpunkt liegt auf charaktervollen Weinen, die ihre Herkunft und die unterschiedlichen Keuperböden des Remstals deutlich zeigen. Der Cabernet Sauvignon aus Großheppach gehört zu den anspruchsvolleren Rotweinen des Hauses. Die warmen Großheppacher Weinberge bieten dem spät reifenden Cabernet gute Voraussetzungen für physiologische Reife, während die kühleren Einflüsse des Remstals Frische und Würze bewahren.
Lage & Terroir
Die Weinberge von Leon Gold stehen auf verschiedenen Keuperschichten, darunter Gipskeuper, Schilfsandstein, Kieselsandstein und bunter Mergel. Gerade der bunte Mergel der Großheppacher Weinberge bildet eine wichtige Grundlage für die Cabernet-Sauvignon-Abfüllung. Die warmen Lagen von Großheppach unterstützen die vollständige Reife der Cabernet-Trauben. Der Mergelboden liefert gleichzeitig mineralische und würzige Komponenten und trägt dazu bei, dass der Wein trotz seiner Kraft nicht breit wirkt.
Jahrgang 2023
Der Cabernet Sauvignon 2023 wurde trocken mit 13,5 % vol. Alkohol und lediglich 0,4 g/l Restzucker ausgebaut. Damit besitzt er eine klar trockene, substanzreiche Stilistik. Der Jahrgang zeigt eine reife dunkle Frucht, bleibt dabei aber von einer markanten Würze und einem straffen Gerbstoffgerüst geprägt.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv gelesen und traditionell auf der Maische vergoren. Für den Großheppacher Cabernet Sauvignon ist eine lange Maischegärung charakteristisch; anschließend erfolgt der Ausbau im Barrique. Dadurch erhält der Wein neben der dunklen Frucht zusätzliche Würze, Struktur und feine Röstaromen. Der Holzeinsatz bleibt dabei unterstützend. Im Mittelpunkt stehen die Cabernet-Frucht, die Mergelwürze und die feinkörnigen Tannine.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2023er ausgesprochen Cabernet-typisch: Cassis und Schwarzkirsche bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Paprika, eine feine Holzwürze und dunkle würzige Nuancen. Die Paprikanote ist besonders interessant, weil sie dem Wein eine klassische Cabernet-Anmutung verleiht, ohne unreif zu wirken. Die dunkle Frucht bleibt präzise und wird durch die Würze engmaschig ergänzt.
Am Gaumen
Kraftvoll und substanzreich, zugleich präzise. Die dunkle Frucht besitzt viel Saft und Konzentration, wird aber von dichten, raffinierten Gerbstoffen getragen. Die Tannine wirken nicht grob, sondern fein und strukturiert. Die Holzwürze bleibt dezent im Hintergrund. Im Verlauf kommen Cassis, Schwarzkirsche und eine pfeffrig-paprikawürzige Komponente zusammen. Der Wein besitzt dadurch Druck und Länge, ohne in eine schwere, marmeladige Stilistik abzugleiten. Falstaff beschreibt ihn ausdrücklich als Cabernet mit Kraft und Substanz, der nicht auf einen kalifornischen beziehungsweise Napa-Valley-Stil zielt.
Aromatik
Cassis
Schwarzkirsche
schwarze Beeren
rote Paprika
schwarzer Pfeffer
feine Holzwürze
dunkle Gewürze
dezente Röstaromen
mineralische Mergelnoten
Auszeichnungen
Der 2023er wurde von Falstaff mit 93 Punkten bewertet. Die Verkostung durch Ulrich Sautter fand am 14. November 2025 statt. Besonders hervorgehoben wurden Cassis, Schwarzkirsche und Paprika sowie die gepflegte Holzwürze, die Kraft und Substanz und vor allem die dichten, raffinierten Gerbstoffe. Damit gehört die Abfüllung qualitativ zu den sehr überzeugenden deutschen Cabernet-Sauvignon-Interpretationen.
Reifepotenzial
Der 2023er besitzt aufgrund seiner dichten Tanninstruktur, dunklen Frucht und des Barriqueausbaus ein gutes Reifepotenzial. Aktuell steht noch die frische Cabernet-Frucht im Vordergrund; mit weiterer Flaschenreife dürfte der Wein zunehmend würziger und komplexer werden.
Zu erwarten sind langfristig Noten von Tabak, Zedernholz, Unterholz, getrockneten schwarzen Beeren und dunkler Würze. Gleichzeitig dürfte sich das Tannin weiter abrunden. Ein gutes Trinkfenster liegt etwa zwischen 2027 und 2035, bei guter Lagerung auch darüber hinaus.
Servieren
Bei etwa 16–18 °C servieren. Ein großes Rotweinglas unterstützt die Cassis- und Schwarzkirschfrucht. Der Wein profitiert von 30–60 Minuten Belüftung, insbesondere in seiner jetzigen Jugendphase.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Rindersteak
Rinderfilet
geschmorter Rinderbrust
Lamm
Wildschwein
Hirsch und Reh
kräftigen Schmorgerichten
Linsen mit Spätzle
gegrilltem Fleisch
würzigen Pilzgerichten
gereiftem Hartkäse
Gerade Steak vom Grill ist eine naheliegende Kombination für die kraftvolle Cabernet-Struktur. Für den Vorgängerjahrgang wird außerdem ausdrücklich Linsen mit Spätzle als Begleitung empfohlen.
Cabernet Sauvignon Großheppbach 2022, QW (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold gehört zu den jungen, eigenständigen Betrieben des Remstals. Leon Gold gründete sein eigenes Weingut 2015 und entwickelte es innerhalb weniger Jahre zu einem biodynamisch arbeitenden Betrieb mit ausgeprägtem Fokus auf Handarbeit, Biodiversität und naturnahe Bewirtschaftung. Die Rebflächen werden seit 2016 biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Heute stehen rund 18 Hektar unter Reben. Die Weinberge liegen rund um Weinstadt-Gundelsbach im Remstal. Neben den traditionellen württembergischen Sorten baut Leon Gold auch internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot an. Gerade bei den Rotweinen setzt das Weingut auf traditionelle Maischegärung und einen behutsamen Ausbau im Holz.
Lage & Terroir
Der Cabernet Sauvignon stammt aus den warmen Großheppacher Lagen. Der Boden wird als bunter Mergel angegeben – ein für die Gegend charakteristischer, mineralisch geprägter Untergrund. Die warmen Standorte ermöglichen dem Cabernet eine vollständige physiologische Reife, während der Mergel für Würze, Struktur und einen eher kühlen mineralischen Eindruck sorgt. Die Kombination aus Wärme und Mergel ist für einen Cabernet aus Württemberg besonders interessant: Die Sorte erreicht genügend Reife und Konzentration, ohne zwangsläufig die Schwere wärmerer südlicher Anbaugebiete zu entwickeln.
Jahrgang 2022
Der 2022er besitzt 13,5 % vol. Alkohol, 5,5 g/l Säure und lediglich 1,8 g/l Restzucker. Damit ist er klar trocken ausgebaut und besitzt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen reifer Frucht, Säure und Gerbstoff.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Anschließend folgt eine rund fünfwöchige traditionelle, spontane Maischegärung. Danach durchläuft der Wein den biologischen Säureabbau und reift 12 Monate in neuem und gebrauchtem Barrique, wobei auch Fässer aus dem zweiten Belegjahr eingesetzt werden. Die lange Maischegärung fördert Farbe, Extrakt und Gerbstoff, während der Barriqueausbau zusätzliche Würze, Röstaromen und Struktur beisteuert. Der Einsatz gebrauchter Fässer hält den Holzeindruck dabei vergleichsweise ausgewogen.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Cabernet Sauvignon in tiefem Rubinrot mit nahezu schwarzem Kern. Die Nase ist intensiv und deutlich von dunkler Frucht geprägt. Cassis und Süßkirsche bilden den fruchtigen Kern, ergänzt von schwarzem Pfeffer, gerösteter roter Paprika und feinen grünen Nuancen von Johannisbeerlaub und Minze. Mit etwas Luft treten die würzigen und mineralischen Komponenten stärker hervor. Der Wein wirkt dadurch komplexer als ein rein fruchtbetonter Cabernet.
Am Gaumen
Saftig und konzentriert, gleichzeitig erstaunlich kühl wirkend. Die dunkle Frucht besitzt viel Druck, wird aber durch feine Säure und mineralische Würze ausbalanciert. Das Tannin gibt dem Wein Struktur und einen angenehm griffigen Charakter. Besonders reizvoll ist die Verbindung von Cassis und Süßkirsche mit schwarzem Pfeffer, Paprika und Kräutern. Der Barriqueausbau ergänzt dezente Röstaromen, ohne die Frucht zu überdecken. Im Finale bleibt eine kühle, mineralische Würze zurück.
Aromatik
Cassis
Süßkirsche
Brombeere
schwarze Beeren
schwarzer Pfeffer
geröstete rote Paprika
Johannisbeerlaub
Minze
dunkle Würze
dezente Röstaromen
mineralische Mergelnoten
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2022 ist in den aktuell zugänglichen Quellen keine belastbare Bewertung von Falstaff, VINUM oder Eichelmann dokumentiert. Die Qualität des Weinguts ist jedoch bei Falstaff seit längerem anerkannt. Bereits ein früherer Großheppacher Cabernet Sauvignon von Leon Gold erhielt 90 Punkte und wurde ausdrücklich für seine erwachsene, eigenständige Cabernet-Art hervorgehoben.
Reifepotenzial
Der 2022er besitzt durch seine Konzentration, Säure und Tanninstruktur ein gutes Reifepotenzial. Als Trinkempfehlung wird der Wein bis etwa 2034 geführt. Mit weiterer Flaschenreife dürfte sich die Cassisfrucht zunehmend mit Tabak, Leder, Unterholz, getrockneten Kräutern und würzigen tertiären Noten verbinden. Die derzeit noch markante Frucht dürfte dabei weicher und komplexer werden.
Servieren
Optimal bei 16–18 °C. Ein großes Rotweinglas unterstützt die Entwicklung der Cabernet-Aromatik. Eine Belüftung von etwa 30–60 Minuten ist empfehlenswert, insbesondere bei einer jungen Flasche.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gegrilltem Rindersteak
Rinderfilet
geschmortem Rind
Lamm
Wild
geschmortem Wildschwein
kräftigen Pilzgerichten
Linsen mit Spätzle
dunklen Saucen
gereiftem Hartkäse
Gerade Steak vom Grill sowie das klassisch schwäbische Gericht Linsen mit Spätzle werden als passende Begleiter ausdrücklich genannt.
Weissburgunder „Steingrüble“ 2022, QW (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Leon Gold gründete sein gleichnamiges Weingut 2015, nachdem er bereits ab 2013 eigene Weinberge bewirtschaftet hatte. Zuvor sammelte er Erfahrungen im Bottwartal und Remstal sowie in der Südpfalz, wo er mit biologischem und biodynamischem Weinbau in Berührung kam. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 18 Hektar rund um Gundelsbach. Von Beginn an wurde ökologisch gearbeitet, seit 2016 ist der Betrieb biodynamisch nach Demeter zertifiziert.Das „Steingrüble“ gehört zu den charakterprägenden Herkünften von Leon Gold. Die Weine des Hauses werden stark über Herkunft, Biodiversität und einen möglichst eigenständigen Ausdruck des jeweiligen Terroirs definiert. Der Weißburgunder zählt dabei zu den besonders profilierten Weinen des Betriebs.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den besten Parzellen des Großheppacher Steingrüble. Die über 35 Jahre alten Reben stehen auf einem vielschichtigen Keuperboden aus Ton, Schilfsandstein, Kieselsandstein und Mergel. Diese Böden besitzen sowohl Wärme speichernde als auch mineralisch geprägte Komponenten und bilden die Grundlage für die markante, strukturierte Stilistik des Weins. Das Zusammenspiel aus alten Reben und heterogenen Keuperschichten bringt einen Weißburgunder mit Substanz und ausgeprägter Mineralität hervor. Die Herkunft zeigt sich weniger über vordergründige Frucht als über Würze, Struktur und einen charakteristischen Grip.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde trocken mit 13,5 % vol. Alkohol ausgebaut. Er besitzt genügend Reife und Extrakt für einen substanzreichen Auftritt, wird aber durch die lebendige Säure klar konturiert. Falstaff beschreibt die Säure als reif und den Wein zugleich als ausgesprochen saftig.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Nach einer schonenden Vorbereitung erfolgt die Spontangärung, anschließend reift der Wein rund zehn Monate im Tonneau. Eine Veröffentlichung des Weinguts zum Deutschen Pinot-Preis nennt für den 2022er zudem eine siebentägige Kaltmazeration vor der Spontangärung.Anschließend wurde der Wein ohne Filtration und mit geringer Schwefelgabe abgefüllt. Der Ausbau im großen Holzfass verleiht dem Weißburgunder zusätzliche Dichte und Textur, ohne den mineralischen und kräuterigen Charakter der Herkunft zu überdecken.
Verkostung
Das Bouquet ist intensiv und gleichzeitig bemerkenswert präzise. Feine Birne und junger Pfirsich treffen auf Zitronenschale, rohe Mandel und eine elegante Kräuterwürze. Dazu kommen würzige, leicht pfeffrige und dezente holzige Nuancen.Mit Luft zeigt sich zusätzlich eine tiefere, leicht rauchige und steinige Dimension. Die Aromatik ist eher würzig-mineralisch als breit und üppig.
Am Gaumen
Saftig, straff und gut gebündelt. Die Frucht besitzt eine klare Kontur und wird von reifer Säure getragen. Bemerkenswert ist die feine Phenolik, die am Zungenrand einen leicht herben Grip erzeugt und dem Wein zusätzliche Spannung verleiht.Der Gaumen wirkt geradlinig und fokussiert, ohne an Tiefe einzubüßen. Im langen Finale verbinden sich Birne, Zitrus, Kräuterwürze und eine dezente Bitterkeit zu einem ausgesprochen mundwässernden Nachhall.
Aromatik
Birne
junger Pfirsich
Zitronenschale
gelbe Frucht
Cantaloupe-Melone
rohe Mandel
Kräuter
weißer Pfeffer
feine Holzwürze
steinige, mineralische Nuancen
dezente rauchige Töne
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 ist mehrfach hoch bewertet:
94 Punkte Falstaff bei der Verkostung vom 11. November 2024.
92–94 Punkte Falstaff bei der Nachverkostung vom 21. März 2025.
93 Punkte beim Meiningers Deutschen Pinot-Preis 2024, dort belegte der Wein den ersten Platz in der Kategorie IV „Premium Weißburgunder & Auxerrois trocken“.
Die Auszeichnung beim Deutschen Pinot-Preis ist besonders bemerkenswert, da dort eine große Zahl von Weißburgundern aus deutschen Spitzenbetrieben verkostet wurde.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Weißburgunder ein sehr gutes Entwicklungspotenzial. Alte Reben, Keuperboden, Spontangärung, Phenolik und der Ausbau im Tonneau schaffen ein stabiles Gerüst. Eine aktuelle Händlerangabe sieht das Trinkfenster ab 2026 bis 2033+.Mit zunehmender Reife können sich die frischen Fruchtaromen stärker in Richtung gelbe Frucht, getrocknete Kräuter, Mandel, Rauch und mineralisch-würzige Tertiärnoten entwickeln.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C in einem größeren Weißweinglas. Eine kurze Belüftung ist empfehlenswert; die komplexe Würz- und Mineralstruktur gewinnt mit etwas Luft deutlich an Tiefe. Auch eine behutsame Karaffierung kann bei einer noch jungen Flasche sinnvoll sein.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander und Saibling
Steinbutt
Jakobsmuscheln
Fisch mit Kräuter- oder Buttersaucen
Kalbsrücken
Geflügel mit hellen Saucen
Spargel
gebratenen Pilzen
Risotto
Gemüse mit Röstaromen
mildem bis mittelkräftigem Käse
Weissburgunder „Steingrüble“ 2023, QW (Bio), LEON GOLD, Weinstadt-Gundelsbach/Remstal – Württemberg
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Leon Gold in Weinstadt-Gundelsbach gehört zu den jungen, eigenständigen Weinerzeugern des Remstals. Der Betrieb arbeitet biodynamisch und setzt stark auf präzise, handwerklich ausgebaute Weine mit deutlichem Herkunftscharakter. Der Schwerpunkt liegt auf naturnaher Bewirtschaftung und einer möglichst unverfälschten Interpretation der Weinberge. Für den Jahrgang 2023 ist der Steingrüble-Weißburgunder als biologisch beziehungsweise biodynamisch erzeugter Wein dokumentiert.Der „Steingrüble“ gehört zu den charakteristischeren Weißweinen des Hauses. Die Abfüllung ist weniger auf gefällige Primärfrucht als auf Struktur, Mineralität, Textur und eine fein integrierte Holzprägung ausgerichtet.
Lage & Terroir
Das Steingrüble in Weinstadt-Gundelsbach ist von Sedimentgesteinen des Remstals geprägt. Genannt werden Gipskeuper beziehungsweise Keupermergel sowie Schilfsandstein und Kieselsandstein. Diese geologische Vielfalt bildet die Grundlage für den ausgeprägt mineralischen Charakter des Weins.Der Boden wird im Handel ergänzend als von Ton und Sand geprägt beschrieben. Daraus entsteht ein Terroir mit guter Substanzbildung, zugleich aber einer markanten steinigen und taktilen Komponente.
Jahrgang 2023
Der Jahrgang wurde trocken ausgebaut und liegt bei etwa 12 % vol. Alkohol und 2 g/l Restzucker. Die schlanke Alkoholstruktur verbindet sich mit einer lebendigen Säure und verleiht dem Wein trotz seiner Dichte eine bemerkenswerte Spannung.
Vinifikation & Ausbau
Der 2023er reifte 12 Monate im Tonneau-Fass. Der Holzeinsatz ist dabei klar als strukturgebendes Element angelegt und nicht als vordergründige Vanille- oder Toastaromatik. Die lange Fassreife unterstützt Schmelz, Extrakt und aromatische Tiefe.Die beschriebene Stilistik mit feiner Rauchigkeit, dezenter Eichenwürze und mineralischer Grundierung deutet auf einen sehr behutsam integrierten Holzeinsatz hin.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein zunächst kühl und steinig. Feuchte Kieselsteine, Birnenblüte und eine fein-rauchige Reduktion prägen das Bouquet. Dahinter stehen dezente gelbfruchtige Anklänge sowie ein sanfter Holzton.Die Aromatik wirkt bewusst nicht laut oder parfümiert. Stattdessen baut sie sich aus Stein, Frucht, Rauch und Holz langsam in mehreren Schichten auf.
Am Gaumen
Straff gebaut und zugleich geschmeidig. Die gelbfruchtige Seite wird von einem feinen Schmelz und einem cremigen Fruchtfond begleitet. Die Säure ist ausgesprochen fein und lebendig, während eine taktil-mineralische Struktur dem Wein Griff und Spannung gibt.Im weiteren Verlauf treten feinsalzige Mineralität, Mandarine und etwas Limette hervor. Eine dezente Gerbstoffstruktur verlängert den Nachhall und gibt dem Wein zusätzliche Festigkeit. Falstaff beschreibt den 2023er als elegant strukturiert, saftig und lang anhaltend.
Aromatik
Birnenblüte
gelbe Birne
Aprikose
Mandarine
Limette
feine Rauchigkeit
Sonnenblumenkerne
Akazienhonig
dezente Eichenwürze
feinsalzige Mineralität
feine Gerbstoffnoten
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2023 wurde von Falstaff mit 94 Punkten bewertet. Ulrich Sautter hob Rauch, Röstaromen, Sonnenblumenkerne, Akazienhonig, Aprikose und getrocknete Mango hervor und attestierte dem Wein eine straffe, elegante Struktur, lebendige Säure, feinsalzige Mineralität und großen Nachhall. Die Verkostung erfolgte am 14. November 2025.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Weißburgunder dieser Stilistik ein sehr gutes Entwicklungspotenzial. Säure, Extrakt, Mineralität und die zwölfmonatige Tonneau-Reife geben ihm ein stabiles Gerüst. In den kommenden Jahren dürften sich die Fruchtaromen stärker in Richtung getrocknete gelbe Frucht, Nuss, Rauch und feine Würze entwickeln.Seine größte Wirkung dürfte der Wein mit etwas Luft und bei moderater Flaschenreife entfalten.
Servieren
Ideal bei etwa 11–13 °C. Empfehlenswert ist ein etwas größeres Weißwein- oder Burgunderglas. Eine Belüftung von etwa 15–30 Minuten kann die rauchigen, mineralischen und holzwürzigen Nuancen zusätzlich auffächern.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander
Saibling und Forelle
Jakobsmuscheln
Geflügel mit cremigen Saucen
Kalbfleisch
Spargel
Pilzgerichten
Risotto
gebratenem Wurzelgemüse
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