Nero d’Avola Sicilia DOC 2025
Funaro – Santa Ninfa/Trapani | Sizilien | bio
Der Nero d’Avola 2025 von Funaro ist ein reinsortiger, biologisch erzeugter Sicilia DOC und zeigt die sizilianische Leitrebsorte in ihrer fruchtbetonten, saftigen und unkomplizierten Art. Die Trauben stammen aus dem Gebiet von Salemi, rund 140 Meter über dem Meeresspiegel.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich in leuchtendem Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtig mit Kirsche, Brombeere und roten Beeren, begleitet von feinen Kräuteranklängen. Der Wein wirkt nicht marmeladig, sondern frisch und klar in seiner Frucht. Am Gaumen ist er reich und saftig, mit einer für Nero d’Avola typischen, lebendigen Säure. Das Tannin bleibt weich und angenehm eingebunden, wodurch der Wein bereits jung sehr zugänglich ist. Das Finale ist fruchtbetont und besitzt eine schöne, anhaltende Frische. Ein unkomplizierter, moderner Nero d’Avola: dunkel-fruchtig, saftig und frisch mit schönem mediterranem Charakter.
Die Trauben stammen aus dem Funaro-Weinberg bei Salemi auf etwa 140 Metern Höhe. Der Boden ist reich an organischer Substanz und besitzt eine schluffig-tonige Struktur mit kiesigem Skelett. Die Lese erfolgt zwischen der ersten und zweiten Septemberdekade in den kühleren Morgenstunden.Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben etwa zehn Tage auf den Schalen mazeriert und bei konstant etwa 20 °C im Edelstahl vergoren. Nach der natürlichen malolaktischen Gärung reift der Wein weiter im Edelstahl, bevor er abgefüllt wird und noch auf der Flasche nachreifen darf. Holz spielt keine prägende Rolle – entsprechend klar und saftig bleibt die Frucht.Der Jahrgang 2025 wird mit 14,5 % vol. und rund 5,9 g/l Säure angegeben.
Perfekt zu
Der Wein ist ein ausgesprochen vielseitiger Begleiter zu italienischer Küche:
Pizza
Pasta mit Tomatensauce
Pasta al Ragù
Lasagne
Salsiccia
gegrilltes Fleisch
Burger
Antipasti und Salumi
gegrilltes Gemüse
Auberginen- und Tomatengerichte
mittelkräftiger Käse
Besonders stimmig ist Pasta al Ragù: Die saftige Kirsch- und Beerenfrucht nimmt die Tomate auf, während die Säure für Frische sorgt.
Auch zu einer Pizza mit Salsiccia oder würziger Salami ist er ideal.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Salento Rosso IGP „Susù“ 2023
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Susù 2023 ist eine besonders schöne Gelegenheit, die autochthone Rebsorte Susumaniello pur kennenzulernen. Cantine Risveglio erzeugt den Wein aus 100 % Susumaniello von rund 40–50 Jahre alten Rebstöcken in Brindisi. Die Reben stehen auf mittleren Böden in nur 10–20 m Höhe und werden traditionell als Alberello Pugliese erzogen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in einem intensiven Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv und erstaunlich fein: Brombeere, schwarze Johannisbeere und Schwarzkirsche treffen auf würzige Aromen und dezente Röstaromen. Dazu kommen feine Anklänge von Vanille und dunklen Gewürzen. Am Gaumen ist der Susù kräftig, weich und saftig, dabei deutlich frischer als viele schwere Rotweine aus Apulien. Die dunkle Beerenfrucht besitzt viel Extrakt, während die lebendige Säure und die typische, leicht herbe Tanninstruktur des Susumaniello für Spannung sorgen. Eine dezente Salzigkeit gibt dem Wein zusätzlichen Zug. Der viermonatige Ausbau in französischem Eichenholz bringt zusätzlichen Schmelz und Würze, ohne den eigenständigen Charakter der Rebsorte zu überdecken. Das Finale ist lang, würzig und fruchtbetont, mit dunklen Beeren, feinem Tannin und einem leicht salzigen Nachhall.
Ein charaktervoller Apulier mit viel Frucht und Schmelz – aber gleichzeitig erstaunlich frisch und elegant.
Susù ist der reinsortige Botschafter einer fast vergessenen Rebsorte.
Susumaniello ist eine traditionelle rote Rebsorte des Salento, die insbesondere im Raum Brindisi zuhause ist. Cantine Risveglio widmet ihr mit dem Susù einen eigenen reinsortigen Wein. Das Weingut arbeitet dafür mit alten Rebstöcken, die etwa 40 bis 50 Jahre alt sind.
Die Trauben stammen aus einem nur etwa einen Hektar großen Weinberg. Rund 5.000 Rebstöcke liefern dort vergleichsweise kleine Mengen; die Handlese erfolgt Anfang Oktober. Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben entrappt und für 15–20 Tage temperaturkontrolliert in Stahltanks vergoren. Anschließend reift der Wein vier Monate in französischen Eichenbehältern.
Das Ergebnis zeigt sehr schön, weshalb Susumaniello derzeit wieder stärker ins Rampenlicht rückt: Die Sorte besitzt intensive Farbe, dunkle Frucht und Struktur, bringt aber gleichzeitig eine bemerkenswerte Säure und Frische mit. Genau diese Kombination macht sie eigenständiger als viele üppige, alkoholreiche Rotweine des Südens.
Der 2023er wurde sogar mit den 5 Grappoli von Bibenda 2026 ausgezeichnet – einer der bedeutenden italienischen Weinführerpreise.
Perfekt zu
Orecchiette mit kräftigem Ragù, gegrilltem Fleisch, Lamm, Kaninchen, Wild, Schmorgerichten, Salsiccia, Salumi und gereiftem Pecorino. Besonders gut funktioniert der Wein auch zu gereiftem Hartkäse.
Serviertemperatur: ca. 16–18 °C.
Zweigelt „Classic“ Carnuntum DAC 2024, GRASSL, Göttlesbrunn – Carnuntum
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Grassl liegt in Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum und ist stark auf charaktervolle Rotweine aus regionaltypischen Rebsorten ausgerichtet. Zweigelt nimmt rund die Hälfte des Sortenspiegels ein und bildet damit eine zentrale Säule des Weinguts. Die Weinberge werden nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet. Der Zweigelt Classic ist als Carnuntum DAC ein gebietstypischer Rotwein und steht für die fruchtbetonte, unkomplizierte und zugleich substanzreiche Seite der wichtigsten roten Rebsorte Carnuntums.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen südostexponierten Lagen im Weinbaugebiet Carnuntum. Die bis zu 50 Jahre alten Reben stehen auf sandig-lehmigen, gut wasserspeichernden Böden, die eine gleichmäßige Reife ermöglichen. Der Mix aus jüngeren und älteren Rebanlagen trägt zur Vielschichtigkeit und Würze des Weines bei. Die südöstliche Ausrichtung sorgt für gute Sonneneinstrahlung, während die lehmigen Bodenanteile auch in trockeneren Phasen eine gute Wasserversorgung gewährleisten.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde mit 13,0 % vol. Alkohol, 5,6 g/l Säure und 1,2 g/l Restzucker ausgebaut. Damit zeigt er eine trockene, frische und ausgesprochen trinkfreundliche Stilistik.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden Anfang September 2024 in zwei Selektionsdurchgängen von Hand gelesen. Die kontrollierte Vergärung erfolgte mit natürlichen Hefen in Edelstahlbehältern bei rund 30 °C. Durch sanftes Überfluten des Tresterhutes und eine Maischestandzeit von 12 bis 16 Tagen wurde Farbe, Frucht und Struktur schonend extrahiert. Anschließend erfolgte der biologische Säureabbau in gebrauchten Barriques und Holzgärständern. Die Reifung dauerte bis zur Abfüllung im September 2025. Dadurch erhält der Wein zusätzliche Geschmeidigkeit und Würze, ohne dass der Holzcharakter die Zweigelt-Frucht dominiert.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Zweigelt kräftig und klar fruchtbetont. Schwarzkirsche und blaue Beeren prägen das Bukett, ergänzt von einer kühlen, würzigen Komponente. Der Duft wirkt saftig, dunkelbeerig und zugleich animierend.
Am Gaumen
Saftig und dicht mit einer angenehm weichen Textur. Die dunkle Beerenfrucht setzt sich am Gaumen fort und wird von feiner Säure getragen. Die Tannine sind fein und gut eingebunden. Eine dezente kühle Würze sorgt für zusätzliche Spannung, während das Finale weich und fruchtbetont ausklingt.Der Wein verbindet damit Fruchtfülle und unkomplizierten Trinkfluss mit ausreichend Struktur für die Begleitung einer vielseitigen Küche.
Aromatik
Schwarzkirsche
rote und blaue Beeren
Brombeere
Cassis
dunkle Pflaume
feine Pfefferwürze
dezente Kräuterwürze
leicht erdige Nuancen
sanfte Holz- und Röstanklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Zweigelt Classic 2024 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung von Falstaff, VINUM oder einem vergleichbaren großen Weinführer dokumentiert. Die bei Falstaff mit 92 Punkten bewertete 2024er Abfüllung von Philipp Grassl ist der höher eingestufte Rubin Carnuntum 2024 und nicht der Zweigelt Classic; diese Bewertung sollte daher nicht auf den Classic übertragen werden.
Reifepotenzial
Der Zweigelt Classic ist in erster Linie für den frühen und unkomplizierten Genuss konzipiert. Die Kombination aus frischer Säure, feinen Tanninen und moderatem Alkohol ermöglicht dennoch einige Jahre Flaschenreife. Als Orientierung werden etwa fünf Jahre Lagerfähigkeit angegeben.Seine Stärke liegt allerdings klar in der jugendlichen Kirsch- und Beerenfrucht sowie im saftigen Trinkfluss.
Servieren
Optimal bei 14–16 °C. Ein mittelgroßes Rotweinglas ist vollkommen ausreichend. Dekantieren ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Pasta mit kräftigen Saucen
Pizza mit würzigem Belag
zarten Fleischgerichten
Kalb und Schwein
Geflügel vom Grill
Wildgerichten mit nicht zu kräftiger Sauce
mediterraner Küche
Gemüse aus dem Ofen
mildem und weichem Käse
Auch die Empfehlungen des Weinguts nennen Pasta, zarte Fleisch- und Wildgerichte sowie helle und weiche Käsesorten.
Negroamaro Salento IGP „72100“ 2023
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der 72100 Negroamaro 2023 ist ein reinsortiger Ausdruck des wichtigsten Rotweins von Brindisi. Schon der Name verweist auf die Postleitzahl der Stadt und damit ganz bewusst auf die Herkunft. Die Trauben stammen aus alten, rund 50–60 Jahre alten Alberello-Reben aus den Lagen Giancola und Cillarese. Cantine Risveglio beschreibt diese beiden Cru als Zeugnisse der langen Weinbautradition rund um Brindisi.
Der Jahrgang 2023 erhielt bei Falstaff 90 Punkte und wurde 2026 mit dem Puglia Trophy ausgezeichnet.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 72100 in einem tiefen Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv, klar und würzig: rote und dunkle Beerenfrucht verbindet sich mit Schwarzkirsche, Brombeere und Pflaume, dazu kommen feine Gewürznoten und eine dezente balsamische Würze. Am Gaumen zeigt sich der Negroamaro weich, saftig und ausgewogen, mit angenehmer Frische. Die reife Frucht wirkt nicht schwer, sondern wird von einer lebendigen Säure getragen. Das Tannin ist präsent, aber gut eingebunden und verleiht dem Wein Struktur. Charakteristisch ist die Kombination aus süditalienischer Wärme und überraschender Frische. Genau diese Balance hebt den 72100 von vielen üppigeren Negroamaro-Interpretationen ab. Der Ausbau erfolgt nach einer 15–20-tägigen temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl. Anschließend reift der Wein vier Monate im 50-hl-Edelstahlsilo und weitere vier Monate in Barriques. Das Finale ist fruchtig, würzig und angenehm trocken, mit dunkler Beerenfrucht und feinem Tannin.
Ein charaktervoller Negroamaro aus Brindisi – saftig, würzig und erstaunlich frisch.
72100 ist mehr als ein Name – es ist ein Herkunftsbekenntnis.
Die Zahl 72100 ist die Postleitzahl von Brindisi. Cantine Risveglio verbindet sie mit einem Wein, dessen Trauben aus alten Weinbergen rund um die Stadt stammen. Besonders die Lagen Giancola und Cillarese gelten als zwei traditionelle Cru des Gebiets.
Die alten Reben – etwa 50 bis 60 Jahre alt – werden traditionell als Alberello Pugliese erzogen. Die niedrige Buschform ist perfekt an das heiße und trockene Klima des Salento angepasst und trägt dazu bei, trotz der schwierigen Bedingungen aromatisch konzentrierte Trauben zu erzeugen.
Im Keller wird der Wein bewusst nicht überinszeniert. Nach der Gärung im Edelstahl erhält er durch den viermonatigen Barriqueausbau zusätzliche Würze und Rundung. Der Holzanteil bleibt dabei so dosiert, dass die typische Frucht und Würze des Negroamaro im Mittelpunkt stehen.
Der 2023er bestätigt diesen Stil eindrucksvoll: Falstaff verlieh ihm 90 Punkte und würdigte damit einen Wein, der seine Herkunft und die Eigenart des Negroamaro überzeugend zum Ausdruck bringt.
Perfekt zu
Orecchiette mit Ragù, Pasta al forno, Salsiccia, gegrilltem Fleisch, Lamm, geschmortem Rind, Auberginen, Parmigiana di melanzane und gereiftem Pecorino.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Aglianico Rosato del Sannio DOP „Nafris“ 2025
Janare – La Guardiense, Benevento, Kampanien
Der Nafris 2025 ist die elegante Rosé-Interpretation der großen kampanischen Rebsorte Aglianico. Er verbindet die würzige Persönlichkeit des Aglianico mit einer frischen, saftigen und ausgesprochen animierenden Rosé-Stilistik. Der Wein stammt aus dem Sannio Beneventano, einer Region mit vielfältigen Böden – von alluvialen Terrassen über vulkanisch geprägte Plateaus bis zu alten Mergelhängen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2025er in einem leuchtenden, kräftigen Rosé mit zart kirschfarbenen Reflexen. Die Nase ist frisch und fruchtbetont: Kirsche, Himbeere und rote Johannisbeere verbinden sich mit feinen floralen Anklängen und einem Hauch mediterraner Kräuter. Am Gaumen präsentiert sich der Nafris trocken, saftig und lebendig. Die rote Frucht wirkt frisch und klar, begleitet von einer animierenden Säure. Gleichzeitig besitzt der Aglianico genug Struktur, um dem Rosé etwas mehr Tiefe und Charakter zu verleihen als einem einfachen, leichten Sommerwein. Die feine Würze der Rebsorte bleibt dabei im Hintergrund präsent und sorgt für einen herzhaften, leicht mineralischen Zug. Das Finale ist frisch, fruchtig und trocken, mit roter Beerenfrucht und einer angenehm würzigen Note.
Ein charaktervoller Rosé: frisch und leichtfüßig genug für den Sommer, aber mit der Struktur und Würze eines echten Aglianico.Nafris zeigt Aglianico einmal von seiner leichten und frischen Seite.
La Guardiense gehört zu den bedeutenden Weinproduzenten des Sannio bei Benevento. Die Linie Janare wurde entwickelt, um die charakteristischen Rebsorten dieser Landschaft – insbesondere Falanghina und Aglianico – terroirgeprägt herauszustellen.Aglianico ist normalerweise für dunkle Farbe, kräftige Struktur und markantes Tannin bekannt. Für den Nafris wird die Rebsorte dagegen so verarbeitet, dass ihre rote Frucht und Frische im Mittelpunkt stehen.Das Ergebnis ist ein Rosé, der nicht versucht, Aglianico zu verleugnen: Hinter der frischen Beerenfrucht bleibt die typische Würze der Rebsorte erkennbar. Genau das macht ihn interessanter als einen rein auf Frucht und Leichtigkeit ausgelegten Rosé.Der Jahrgang 2025 ist entsprechend jung, frisch und unmittelbar zugänglich. Die aktuelle Verfügbarkeit des 2025ers ist auch im Fachhandel bereits ausgewiesen.
Perfekt zu
Antipasti, Prosciutto, Salumi, Bruschetta, Pizza, Pasta mit Tomatensauce und gegrilltem Gemüse.Besonders schön zu gegrilltem Fisch, Garnelen, Thunfisch, mediterranen Salaten und hellem Fleisch.Durch seine würzige Struktur passt der Nafris auch hervorragend zu Pizza mit Salami oder scharfem Gemüse.
Serviertemperatur: etwa 8–10 °C.
Cerasuolo d’Abruzzo DOC „Contesa“ 2024 (Bio)
Contesa – Collecorvino, Pescara, Abruzzen
Der Cerasuolo d’Abruzzo 2024 von Contesa ist ein klassischer, biologisch erzeugter Rosato aus 100 % Montepulciano. Die Trauben stammen aus der jungen Lage in Collecorvino auf etwa 250 Metern Höhe, deren kalk- und tonhaltige Böden dem Wein Frische und Struktur verleihen. Das Besondere ist die extrem kurze Maischestandzeit: Die Schalen bleiben nur wenige Stunden auf dem Most – gerade lang genug, um die charakteristische leuchtende kirschrosa Farbe des Cerasuolo zu gewinnen. Anschließend reift der Wein rund drei Monate im Edelstahl.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der 2024er in einem kräftigen, brillanten Kirsch- bis Himbeerrosa. Diese intensive Farbe ist typisch für Cerasuolo d’Abruzzo und unterscheidet ihn deutlich von den sehr blassen Rosé-Stilen der Provence. In der Nase zeigt sich der Wein ausgesprochen fruchtbetont und klar. Reife Erdbeeren, Himbeeren und saftige rote Kirschen stehen im Mittelpunkt, begleitet von einer feinen floralen Note, die an Rosenblüten erinnert. Dazu kommt eine dezente mediterrane Würze. Am Gaumen ist der Contesa Cerasuolo 2024 trocken, saftig und erstaunlich substanzreich. Rote Beeren und Kirsche werden von einer lebendigen Säure getragen, die dem Wein Frische und Trinkfluss verleiht. Die Frucht bleibt klar und präzise, während ein feiner mineralischer Zug für zusätzliche Spannung sorgt. Anders als ein leichter Terrassenrosé besitzt dieser Cerasuolo durchaus Struktur und gastronomisches Gewicht. Der Montepulciano bringt genügend Körper mit, um ihn nicht nur als Aperitif, sondern auch als vielseitigen Speisenbegleiter einzusetzen. Das Weingut beschreibt ihn entsprechend als trocken und anhaltend. Das Finale ist frisch, trocken und fruchtig, mit Kirsch- und Himbeernoten und einer feinen mineralischen Würze.
Ein charaktervoller Cerasuolo – intensiv in der Farbe, saftig im Geschmack und wunderbar vielseitig zur Küche.Der „Wein einer Nacht“ – so kurz ist sein Kontakt mit den Schalen.
Contesa bezeichnet seinen Cerasuolo als den „Wein einer Nacht“, weil die Montepulciano-Schalen nur wenige Stunden auf dem Most verbleiben. Diese kurze Mazeration ist entscheidend: Sie extrahiert gerade genug Farbe und Aromatik, ohne den Wein so stark zu prägen wie einen Rotwein. Danach wird er im Edelstahl ausgebaut, um die Frische und Reinheit der Frucht zu bewahren.
Die Weinberge liegen in Collecorvino auf kalkhaltig-tonigen Böden und werden im Guyot erzogen. Die Lese erfolgt Ende September; der fertige Wein besitzt 13 % vol. Alkohol.
Damit verkörpert der Contesa Cerasuolo sehr schön die eigenständige Identität des Abruzzen-Rosato: deutlich farbintensiver und strukturierter als viele internationale Rosé-Stile, zugleich frisch, trocken und ausgesprochen trinkanimierend.
Perfekt zu
Antipasti, Salumi, Pizza, Pasta mit Tomatensugo, gegrilltem Fisch, Thunfisch, leichten Fleischgerichten und regionalen Spezialitäten der Abruzzen.
Nero di Troia Puglia IGP „Pecoranera“ 2024
Cantine Risveglio – Brindisi, Apulien
Der Pecoranera 2024 ist ein reinsortiger Nero di Troia aus alten apulischen Rebanlagen und zeigt die würzig-elegante Seite dieser autochthonen Rebsorte. Die Trauben werden von Hand Anfang Oktober gelesen; nach der temperaturkontrollierten Gärung reift der Wein sechs Monate in französischer Eiche.
Charakter & Verkostung
Im Glas präsentiert sich der 2024er in einem intensiven Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv und würzig: dunkle Beeren, Schwarzkirsche und Pflaume verbinden sich mit charakteristischen Noten von Gewürzen, Kakao, Kaffee und Lakritz. Die französische Eiche steuert feine Röstaromen bei, bleibt aber in die Frucht eingebunden. Am Gaumen wirkt der Pecoranera weich, ausgewogen und angenehm saftig. Die dunkle Frucht wird von einer feinen Würze begleitet, während die Tannine für Struktur sorgen. Besonders reizvoll ist die Kombination aus samtiger Textur und herber, würziger Frische. Mit 13 % vol. bleibt der Wein dabei moderat im Alkohol und wirkt nicht schwer. Das Finale ist würzig, leicht röstig und fruchtbetont, mit Lakritz, Kakao und dunkler Beerenfrucht. Ein charaktervoller Nero di Troia – weich, würzig und mit schöner mediterraner Tiefe.
Pecoranera ist der charaktervolle Botschafter einer alten apulischen Rebsorte.
Für den Wein verwendet Cantine Risveglio alte Nero-di-Troia-Rebstöcke, die traditionell als Alberello Pugliese erzogen werden. Die Trauben stammen aus Apulien und wachsen auf mittelschweren Böden in rund 130 Metern Höhe bei südwestlicher Ausrichtung.
Die späte Handlese Anfang Oktober ermöglicht eine gute Reife der Trauben. Nach sorgfältiger Selektion und der Gärung im Edelstahl folgt die sechsmonatige Reife in französischer Eiche. Dadurch erhält der Wein seine markanten Noten von Kakao, Kaffee und Gewürzen, ohne dass der typische Charakter des Nero di Troia verloren geht.
Dass der Pecoranera auch über die Region hinaus Aufmerksamkeit bekommt, zeigt eine Auszeichnung beim Concours Mondial de Bruxelles: Der Jahrgang 2022 erhielt dort Silber. Der aktuelle 2024er wurde zudem in einer italienischen Wein-Jahresauswahl mit 97 Punkten und als zweitbester Rotwein ausgezeichnet.
Der 2024er ist damit ein schöner Einstieg in die Welt des Nero di Troia: nicht übermäßig schwer, sondern fruchtig, würzig, weich und gastronomisch vielseitig.
Perfekt zu
Rind, Lamm, Salsiccia, geschmortem Fleisch, Pasta mit Ragù, Pilzgerichten, kräftigen Hülsenfrüchtesuppen und gereiftem Caciocavallo oder Pecorino. Auch zu einer herzhaften Zuppa di legumi e funghi passt er hervorragend.
Serviertemperatur: etwa 18 °C.
VerkostungsnotizDie optimale Reife der Trauben bringt in der Nase beeindrucke Aromen reifer Kirschen und Brombeeren, sowie eine pfeffrige Würze hervor. Am Gaumen wieder viel frische Frucht (rote Waldbeeren) und Mineralität, daneben zeichnen Komplexität, Kraft und eine seidig-karge Tanninstruktur diesen würzigen Wein aus.Weingut Gober & FreinbichlerErst sieben Jahre alt ist das gemeinsame Weingut von Dominik Gober und Gerald Freinbichler. Die beiden sind jedoch keineswegs Quereinsteiger oder Newcomer. Dominik absolvierte 2007 die Weinbauschule in Eisenstadt und schloss 2014 seine Weiterbildung zum Weinund Kellermeister ab. Gerald war seit 2005 als Sommelier und Eventgastronom tätig. Und beide arbeiteten vor ihrem gemeinsamen Weinguts-Projekt schon einige Jahre lang zusammen: beim Weingut Weninger im Mittelburgenland kümmerte sich Dominik bereits um die Weinbereitung, Gerald verantwortete den Export und Vertrieb. Die beiden wussten also ganz genau, was sie wollten und hatten eine gemeinsame Leidenschaft: Den Blaufränkisch. Die Lagen in Neckenmarkt und Horitschon im Mittelburgenland sind wie gemacht dafür, die Vielfältigkeit dieser Rebsorte zu zeigen. Und dabei sind sie bei Weitem noch nicht so bekannt wie andere Burgenländer Lagen. Das perfekte Pflaster für junge Winzer, die Lust auf Herausforderungen haben. Die Bodenformationen reichen von tiefgründigen Lehm- und Tonböden über karge Schieferlagen bis hin zu feinem Muschelkalk. Die „Vermählung“ dieser Bodentypen führt zu Weinen, die mit Tiefe, Würze und Kraft punkten können und dabei immer Saftigkeit, feine Tannine und Fruchtnuancen zeigen. Natürlich gibt es neben Blaufränkisch auch die anderen „Klassiker“ aus Österreich zu entdecken: sei es würziger Zweigelt oder eine frisch-fruchtige weiße Cuvée, im Sortiment von Dominik und Gerhard wird jeder Weinliebhaber fündig. Wie gut die beiden ihre fünf Hektar im Griff haben, zeigt sich auch daran, dass sie bereits 2019 vom Gault & Millau Österreich mit dem Titel „Entdeckung des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Nicht der schlechteste Start für ein Weingut, das bestimmt noch eine große Zukunft vor sich haben wird
St. Laurent Classic 2025 (Bio), QW, GRASSL, Göttlesbrunn – Carnuntum
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Grassl liegt in Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum und wird in dritter Generation geführt. Der Betrieb konzentriert sich klar auf Rotweine, wobei Zweigelt und St. Laurent eine besonders wichtige Rolle einnehmen. Der St. Laurent besitzt am Weingut eine lange Tradition und wird neben Zweigelt als eine der charakteristischen Sorten des Hauses gepflegt. Grassl verfolgt einen geradlinigen, handwerklich geprägten Stil und arbeitet biologisch.Der „Sankt Laurent Classic“ gehört zur klassischen Rotweinlinie des Weinguts und ist als unkomplizierter, hochwertiger Allrounder konzipiert. Der Jahrgang 2025 ist aktuell direkt beim Weingut gelistet.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Rieden Aubühl und Scheibner. Die Böden werden als steinige, kalkreiche Donauschotterböden beschrieben; die Weingärten liegen in windiger Ostexposition. Das Rebmaterial ist zwischen etwa 15 und 40 Jahre alt. Diese Kombination unterstützt beim St. Laurent eine gute Ausreife, bewahrt zugleich Frische und fördert die für die Sorte typische dunkle Beerenfrucht und Würze.
Jahrgang 2025
Der 2025er weist 12,5 % vol. Alkohol, 5,8 g/l Säure und 1,7 g/l Restzucker auf. Damit präsentiert er sich trocken, ausgewogen und eher elegant als schwer. Die moderate Alkoholstruktur unterstützt den saftigen, trinkanimierenden Stil.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden im September 2025 in zwei Selektionsschritten von Hand gelesen. Die Vergärung erfolgte kontrolliert bei 28 °C in Edelstahlbehältern und Holzgärständern, wobei der Tresterhut sanft überflutet wurde. Die Maischestandzeit lag bei 12 bis 17 Tagen. Anschließend folgten der biologische Säureabbau in kleinen Fässern aus burgundischer Eiche und großen Holzgärständern sowie die Reifung bis zur Abfüllung. Die Kellerarbeit verbindet damit Frische und Frucht aus dem Edelstahl mit zusätzlicher Textur, Würze und Finesse aus dem Holz. Das Weingut setzt auf eine behutsame Extraktion, damit der St. Laurent seine charakteristische Frucht und die feinkörnige Tanninstruktur bewahrt. Der Wein wird ausdrücklich aus Bio-Trauben erzeugt.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2025er würzig und klar. Im Mittelpunkt stehen Wildkirschen und dunkle Holunderbeeren, ergänzt von feinen Mandelnoten. Die Frucht besitzt eine elegante, eher burgundisch wirkende Anmutung und bleibt trotz ihrer dunklen Ausrichtung frisch und saftig.
Am Gaumen
Saftig, elegant und fein strukturiert. Die dunkle Beeren- und Kirschfrucht wird von einer gut eingebundenen Säure getragen. Das Tannin ist feinkörnig und sanft, wodurch der Wein bereits jung angenehm zugänglich wirkt.Die Holzwürze bleibt dezent im Hintergrund und unterstützt vor allem die Textur. Im Nachhall verbindet sich die Frucht mit einer zarten Würze und einer leicht nussigen Komponente. Insgesamt zeigt sich der Wein ausgewogen, frisch und ausgesprochen trinkfreudig.
Aromatik
Wildkirsche
dunkle Holunderbeere
dunkle Beeren
Mandel
feine Gewürznoten
dezente Holzwürze
zarte erdige Nuancen
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare Bewertung durch Falstaff, VINUM oder einen anderen großen Weinführer auffindbar. Eine konkrete Punktewertung sollte deshalb für diesen Jahrgang nicht angegeben werden.Die offizielle Weingutsbeschreibung stellt beim 2025er vielmehr die Sortentypizität, saftige Frucht, elegante Struktur und feinkörnigen Tannine in den Mittelpunkt.
Reifepotenzial
Der Sankt Laurent Classic ist in erster Linie für den früheren bis mittelfristigen Genuss gedacht. Die Kombination aus Säure, moderatem Alkohol und feinem Tannin ermöglicht dennoch eine gute Entwicklung über einige Jahre. Beim vorhergehenden Jahrgang wird eine Trinkreife bis etwa 2028 angegeben; für den 2025er ist daher ein Fenster von ungefähr 2026 bis 2030 plausibel. Mit etwas Flaschenreife können sich die Kirsch- und Beerennoten stärker mit würzigen, erdigen und leicht nussigen Tönen verbinden.
Servieren
Optimal bei 16–18 °C. Ein mittelgroßes Rotweinglas genügt völlig. Eine längere Belüftung ist nicht notwendig; etwas Luft im Glas lässt die Kirsch- und Würzaromen jedoch schön hervortreten.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ente und Wachtel
Fasan
gebratenem Geflügel
Pilzgerichten
Waldpilzrisotto
gebratenem Schweinefleisch
Kalb
Pasta mit Pilz- oder Kräutersaucen
mild gewürzten Fleischgerichten
reiferen Käsesorten
Das Weingut empfiehlt ihn ausdrücklich zu dunklem Wildgeflügel, Pilzgerichten, gebratenen Fleischspeisen mit zarter Würzung und reifen Käsesorten
„C’D’C“ Rosato Sicilia DOC 2023
Baglio del Cristo di Campobello – Campobello di Licata, Agrigento | Sizilien
Der C’D’C Rosato 2023 ist ein eleganter sizilianischer Rosé aus Nero d’Avola und Syrah. Er verbindet die saftige rote Frucht des Nero d’Avola mit der würzigen Frische des Syrah. Anders als viele mediterrane Rosés wirkt er nicht breit oder süßlich, sondern trocken, präzise und angenehm mineralisch.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der C’D’C in einem zarten, klaren Lachsrosa. Die Nase ist frisch und animierend: Walderdbeeren, Himbeeren und rote Johannisbeeren treffen auf rosa Grapefruit und Zitruszesten. Dazu kommen feine florale Nuancen und ein Hauch mediterraner Kräuter. Am Gaumen zeigt er sich trocken, saftig und lebendig. Die rote Beerenfrucht wirkt frisch und klar, getragen von einer präzisen Säure. Eine feine salzige Mineralität sorgt für zusätzlichen Zug. Im Finale bleiben Himbeere, Grapefruit und rote Johannisbeere mit einer angenehm frischen, leicht würzigen Note.
Ein eleganter, mediterraner Rosé – trocken, frisch und wunderbar trinkanimierend.C’D’C gehört zur modernen, eleganten Weinlinie von Baglio del Cristo di Campobello. Die Cuvée verbindet Nero d’Avola, die große rote Leitsorte Siziliens, mit Syrah.Das Weingut liegt bei Campobello di Licata in der Provinz Agrigento, unweit der Südküste Siziliens. Die Weinberge profitieren von viel Sonne, trockener mediterraner Wärme und den kühlenden Meereswinden.Die kalk- und gipshaltigen Böden der Weinberge spielen eine wichtige Rolle für die Stilistik: Sie helfen dabei, trotz der Wärme Frische und mineralische Spannung zu bewahren.Für den Rosé werden die Trauben besonders schonend verarbeitet. Der Most erhält nur einen kurzen Kontakt mit den Traubenschalen, wodurch die zarte Farbe und die feine rote Frucht entstehen. Anschließend erfolgt die temperaturkontrollierte Gärung, überwiegend im Edelstahl, um die Frische und aromatische Präzision zu erhalten.Der Nero d’Avola bringt Erdbeere, Himbeere und saftige rote Frucht, während der Syrah Frische und eine feine Pfeffer- und Kräuterwürze beisteuert.
Das Ergebnis ist ein Rosé, der sich sowohl als unkomplizierter Sommerwein als auch als ernsthafter Speisenbegleiter eignet.
Perfekt zu
Der C’D’C Rosato ist ausgesprochen vielseitig:
Antipasti
Prosciutto und luftgetrockneter Schinken
Caprese
mediterrane Salate
gegrilltes Gemüse
Fisch und Meeresfrüchte
Garnelen
Thunfisch
Pasta mit Tomaten und Gemüse
Pizza
leichte Geflügelgerichte
frische und junge Käse
Besonders schön zu gegrillten Garnelen mit Zitrone und Kräutern: Die rote Frucht des Rosé sorgt für Substanz, während Säure und Mineralität das Gericht frisch und leicht wirken lassen.
Auch zu Pizza mit San-Marzano-Tomaten und Büffelmozzarella ist er ein hervorragender Begleiter.
Serviertemperatur: etwa 8–10 °C.
Barbera d'Asti DOCG „La Villa“ 2024 (Bio) – Tenuta Olim Bauda
Manche Barbera wollen mit Kraft beeindrucken – der La Villa begeistert mit Authentizität. Seit 1998 gehört dieser Wein zu den Aushängeschildern der Tenuta Olim Bauda und zeigt eindrucksvoll, wie elegant und charaktervoll Barbera aus den sandig-lehmigen Mergelböden von Incisa Scapaccino sein kann. Die biologisch bewirtschafteten Weinberge werden ausschließlich von Hand gelesen, der Ausbau erfolgt bewusst ausschließlich im Edelstahltank, um die Frische und den unverfälschten Sortencharakter zu bewahren.
Im Glas leuchtet der Wein in einem tiefen Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist klar und einladend: saftige Schwarzkirschen, Amarena und Waldbeeren stehen im Mittelpunkt, begleitet von roten Johannisbeeren und einem Hauch Veilchen. Mit etwas Luft zeigen sich feine Anklänge von Himbeergelee, schwarzem Pfeffer und dezenten mediterranen Kräutern. Die Aromatik wirkt frisch, präzise und ausgesprochen typisch für Barbera – fruchtbetont, aber niemals eindimensional.
Am Gaumen überzeugt der La Villa 2024 mit jener Balance, für die Olim Bauda seit Jahrzehnten geschätzt wird. Die saftige Kirschfrucht wird von einer lebendigen, perfekt eingebundenen Säure getragen, die dem Wein Frische und Trinkfluss verleiht. Der Verzicht auf Holz lässt die Frucht unverfälscht wirken, während die feinen Gerbstoffe dem Wein überraschend viel Struktur verleihen. Schwarzkirsche, Brombeere und ein Hauch Pfeffer werden von einer feinen mineralischen Note begleitet, die den Wein bis ins Finale spannend hält. Vollmundig, aber nie schwer – genau so muss moderner Barbera schmecken.
Der Nachhall ist lang, saftig und würzig. Dunkle Kirschen, Waldbeeren und eine feine Pfeffernote bleiben lange präsent und machen sofort Lust auf den nächsten Schluck. Ein Barbera voller Lebensfreude, der piemontesische Tradition mit moderner Präzision verbindet und sowohl solo als auch zur italienischen Küche begeistert.
Der La Villa gehört zu den traditionsreichsten Weinen der Tenuta Olim Bauda. Bereits seit den späten 1990er-Jahren steht er für die Philosophie der Familie Bertolino: Barbera soll vor allem nach Barbera schmecken. Deshalb verzichtet das Weingut bewusst auf den Ausbau im Holz. Stattdessen reift der Wein ausschließlich im Edelstahltank und anschließend einige Monate auf der Flasche. So bleiben die lebendige Säure, die intensive Kirschfrucht und die Frische der Rebsorte vollständig erhalten.
Die Weinberge liegen in Incisa Scapaccino, einer der klassischen Barbera-Gemeinden des Monferrato. Sandige Tonmergel verleihen den Weinen hier eine besonders elegante Struktur und feine Würze. Dass dieser unkompliziert wirkende Barbera dennoch zur Spitze seiner Kategorie zählt, zeigen auch die Bewertungen des Jahrgangs 2024 mit 95 Punkten von Decanter und 91 Punkten von James Suckling.
„C’D’C’“ Rosato Sicilia DOC 2025
Baglio del Cristo di Campobello – Campobello di Licata, Agrigento | bio
Der C’D’C’ Rosato 2025 zeigt den Nero d’Avola einmal von seiner eleganten, hellen Seite. Anders als beim vorherigen Jahrgang handelt es sich 2025 um 100 % Nero d’Avola – nicht um eine Cuvée mit Syrah. Der Wein ist biologisch zertifiziert und wurde im März 2026 abgefüllt bzw. für den Verkauf freigegeben.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der C’D’C’ in einem zarten, klaren Roséton. Die Nase ist ausgesprochen fein und frisch: Hagebutte, Walderdbeeren und Himbeeren verbinden sich mit roter Pflaume und einer dezenten mineralischen Note. Dazu kommen feine aromatische Kräuter, die dem Wein einen mediterranen Akzent geben. Am Gaumen präsentiert er sich trocken, saftig und lebendig. Die rote Frucht wirkt frisch und präzise, während eine fragrante Säure für Spannung sorgt. Im Hintergrund zeigt sich eine zarte salzige Mineralität. Das Finale ist leicht, frisch und angenehm würzig, mit Himbeere, Walderdbeere und einem feinen mineralisch-salzigen Nachhall.
Ein ausgesprochen eleganter Nero-d’Avola-Rosé – frisch, feinwürzig und mit schönem mediterranem Trinkfluss.Der C’D’C’ Rosato gehört zur jüngeren, zugänglicheren Weinlinie von Baglio del Cristo di Campobello. Die aktuelle 2025er Version rückt dabei ganz bewusst die sizilianische Rebsorte Nero d’Avola in den Mittelpunkt.Die Weinberge des Gutes liegen bei Campobello di Licata in der Provinz Agrigento. Die Reben wachsen in hügeligem Gelände auf etwa 250 bis 400 Metern Höhe. Die Böden sind mittelgründig und von Kalk und Gips geprägt – eine wichtige Grundlage für die mineralische Spannung des Weins.Die Trauben für den Jahrgang 2025 wurden in der zweiten Augusthälfte von Hand in kleinen Kisten gelesen. Nach dem Entrappen und Anquetschen wird das Lesegut auf etwa 12 °C gekühlt und ungefähr drei Stunden auf den Schalen mazeriert. Anschließend wird sanft gepresst.Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert. Danach bleibt der Wein vier Monate auf der Feinhefe im Edelstahl, wobei wöchentlich aufgerührt wird. Anschließend folgt noch etwa zweimonatige Flaschenreife. Holz kommt nicht zum Einsatz – entsprechend klar bleibt die Frucht.Der 2025er besitzt 12 % vol., eine Gesamtsäure von 5,90 g/l und einen pH-Wert von 3,05. Insgesamt wurden 14.480 Flaschen erzeugt. Der 2025er ist mit seinem reinsortigen Nero d’Avola noch klarer auf rote Frucht, Frische und mineralische Eleganz ausgerichtet.
Perfekt zu
Seine Frische und feine Frucht machen ihn ausgesprochen vielseitig:
Thunfisch-Tatar
Lachs und Fisch-Carpaccio
Garnelen und Krustentiere
gegrillter Fisch
Pasta mit Meeresfrüchten
mediterrane Antipasti
Caprese
Tomatensalat
gegrilltes Gemüse
Pizza
Couscous mit Gemüse
leichte Geflügelgerichte
frische und junge Käse
Besonders schön ist die Kombination mit Thunfisch-Tatar mit Zitrone, Kapern und Kräutern: Die rote Frucht des Nero d’Avola gibt dem Gericht etwas mehr Tiefe, während Säure und salzige Mineralität für Frische sorgen.
Auch zu gegrilltem Fisch oder Garnelen funktioniert der C’D’C’ hervorragend.
Serviertemperatur: 10–12 °C
Verkostungsnotiz:Dunkles, funkelndes Rubingranat mit violetten Reflexen. In der Nase verführerischer Duft nach Weichselkirschen, daneben Anklänge von Wildkräutern. Am Gaumen sehr fruchtig und saftig, mit feinkörnigem Tannin und trinkanimierendem Abgang.Weingut gsellmann hans & andreas - Gols, NeusiedlerseeDas Weingut wird von Hans und seinem Sohn Andreas Gsellmann geleitet. Die Weintradition reicht zurück bis ins Jahr 1800.Es wird seit 2007 konsequent biologisch-dynamischer Weinbau praktiziert und im Jahr 2011 erfolgte die entsprechende Zertifizierung.Die Weingärten umfassen 20 Hektar Rebfläche (davon vier gepachtet) in den Rieden Altenberg, Gabarinza, Goldberg, Rosenberg, Salzberg, Spiegel, Ungerberg und Zwickelacker. Sie sind zu 84% mit den roten Sorten Blauer Zweigelt (Hauptsorte mit 43%), Blaufränkisch (21%), St. Laurent (8%), Pinot Noir (6%) und Merlot (6%), sowie zu 16% mit den weißen Sorten Chardonnay (7%), Weißburgunder (3%), Grauburgunder, Scheurebe (3%) und Welschriesling (3%) bestockt. Von 15 Hektar werden Trauben zugekauft.
Verkostungsnotiz: 2023 Txakoli Rosé D. O. Getariako Txakolina, Bodega de Txakoli Txomin Dieser schlanke Rosé präsentiert sich in einem zarten Lachston und verführt mit einer feinen Zitrusnote, die an sonnenverwöhnte Orangen erinnert. In der Nase gesellen sich Aromen von süßen Walderdbeeren und zarten Blüten hinzu, untermalt von subtilen mineralischen Nuancen und einer Prise weißem Pfeffer.Am Gaumen entfaltet sich ein Feuerwerk aus saftiger Frucht und spritziger Säure, die durch eine dezente Perlage noch verstärkt wird. Wie ein erfrischendes Bad im Meer prickelt sie auf der Zunge und hinterlässt ein Gefühl von Leichtigkeit und Lebensfreude. Ein Hauch von Salz unterstreicht die maritime Frische und macht diesen Rosé zum perfekten Begleiter für laue Sommerabende, gesellige Stunden mit Freunden oder einfach zwischendurch.Er erzeugt einen ungeheuren Trinkfluss und hinterlässt Lust auf mehr. Ein Rosé, der die Seele des Sommers einfängt und jeden Moment zu etwas Besonderem macht.
Groppello Garda Classico Valtènesi DOC „Frontecasa“ 2023
Pasini San Giovanni – Raffa di Puegnago del Garda, Lombardei | bio
Der Frontecasa 2023 ist ein ausgesprochen charaktervoller Rotwein aus der Groppello-Traube, der die frische, elegante Seite der Valtènesi am Gardasee zeigt. Ein Wein mit roter Beerenfrucht, floralen Nuancen und feiner Würze, der eher auf Finesse und Trinkfluss als auf Schwere und Extraktion setzt.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Frontecasa in einem leuchtenden Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist fein und frisch: Sauerkirsche, Himbeere und rote Johannisbeere verbinden sich mit Veilchen und getrockneten Rosenblüten. Dazu kommen dezente würzige und mineralische Noten. Am Gaumen präsentiert er sich saftig, schlank und elegant, mit lebendiger Säure und feinkörnigem Tannin. Die rote Frucht wirkt klar und animierend, während eine leichte salzige Mineralität für Spannung sorgt. Das Finale ist frisch, würzig und angenehm trocken.
Ein feiner, geradliniger Gardasee-Rotwein – elegant, saftig und wunderbar gastronomisch.Frontecasa ist eine Hommage an die Groppello-Rebe, die zu den historischen Identitätsträgern der Valtènesi gehört. Pasini San Giovanni arbeitet seit vielen Jahren biologisch und setzt bei seinen Weinen auf einen möglichst klaren Ausdruck der Herkunft.Der Wein basiert auf Groppello, einer autochthonen Rebsorte der westlichen Gardasee-Region. Die Sorte ist bekannt für ihre helle Farbe, feine Tannine und ausgeprägte Frische – Eigenschaften, die dem Frontecasa seinen eleganten Charakter verleihen.Die Weinberge rund um Raffa di Puegnago profitieren vom milden Einfluss des Gardasees. Die Böden und das besondere Mikroklima ermöglichen eine langsame Reife, sodass die Trauben aromatische Intensität entwickeln können, ohne ihre Säure zu verlieren.Im Keller steht eine schonende Vinifikation im Vordergrund. Der Wein wird temperaturkontrolliert vergoren und anschließend so ausgebaut, dass Frucht, Frische und die feine Struktur der Groppello-Traube im Mittelpunkt bleiben.
Der Stil passt damit sehr gut zur modernen Interpretation der Valtènesi: weniger Konzentration und Holz, mehr Frische, Eleganz und Herkunft.
Perfekt zu
Der Frontecasa ist ausgesprochen vielseitig und kann auch leicht gekühlt serviert werden:
Salumi und Prosciutto
Antipasti
Pizza
Pasta mit Tomatensauce
Pasta mit Pilzen
Geflügel
Schweinefleisch
gegrilltes Gemüse
gegrillter Fisch mit kräftigerer Würzung
mittelkräftige Käse
Besonders schön ist die Kombination mit Pasta al ragù, einer rustikalen Pizza oder lombardischen Wurstwaren.
Serviertemperatur: etwa 14–16 °C; im Sommer gerne etwas kühler.
Bardolino DOC 2024
Le Fraghe – Cavaion Veronese, Venetien Bio
Der Bardolino 2024 von Le Fraghe ist ein wunderbar typischer Vertreter des klassisch-frischen Bardolino vom Gardasee: leichtfüßig, saftig und rotfruchtig, mit feiner Würze und einem angenehm trockenen Finale. Ein Wein, der nicht über Kraft beeindrucken will, sondern durch Eleganz, Frische und Trinkfluss.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein helles, leuchtendes Rubinrot. Die Nase ist sehr klar und duftig: rote Kirsche, Himbeere und Erdbeere, dazu feine Noten von Veilchen, roten Kräutern und einem Hauch Pfeffer. Am Gaumen präsentiert er sich saftig, schlank und lebendig. Die rote Frucht wirkt frisch und präzise, begleitet von einer feinen Säure und sehr dezentem, seidigem Tannin. Das Finale ist trocken, leicht würzig und erfrischend, mit roter Beerenfrucht im Nachhall.
Ein klassischer Gardasee-Bardolino: hell, duftig, saftig und ausgesprochen trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Le Fraghe liegt in Cavaion Veronese, wenige Kilometer vom östlichen Ufer des Gardasees entfernt. Die Weinberge profitieren vom milden Einfluss des Sees, gleichzeitig sorgen die Hügellagen für gute nächtliche Abkühlung. Der Bardolino entsteht traditionell aus einem Verschnitt verschiedener lokaler Rebsorten, insbesondere Corvina, Rondinella und Corvinone. Die Böden rund um Cavaion sind von Moränenablagerungen des Gardasees geprägt – Kies, Sand und mineralische Bestandteile sorgen für gute Drainage und unterstützen den frischen, eleganten Stil.
Ausbau
Der Wein wird bewusst fruchtbetont und schonend ausgebaut. Die Vergärung erfolgt bei kontrollierten Temperaturen, anschließend reift der Wein überwiegend im Edelstahl, damit die feine rote Frucht und die Frische erhalten bleiben. Le Fraghe arbeitet biologisch, mit großem Augenmerk auf gesunde Böden und möglichst natürliche Weinbergsarbeit. Holz spielt keine prägende Rolle – genau das macht den Bardolino so klar, saftig und unmittelbar.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist ein Wein für den unmittelbaren Genuss. Seine Stärke liegt in Frische und aromatischer Direktheit, nicht in langem Kellerpotenzial. Er kann bereits jetzt sehr schön getrunken werden und profitiert davon, leicht gekühlt serviert zu werden.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027–2028 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Im Sommer darf er ruhig auf 13–14 °C heruntergekühlt werden – besonders zu leichten Gerichten ist das hervorragend.
Perfekt zu
Hier spielt der Bardolino seine große Stärke aus: Er passt zu Speisen, bei denen ein kräftiger Rotwein schnell zu viel wäre.
Pizza
Pasta mit Tomatensauce
Antipasti
Salumi
Bruschetta
gegrilltes Gemüse
Pasta mit Pilzen
Risotto
Geflügel
gegrillter Fisch
leichte Fleischgerichte
milde Käse
Besonders schön: Pizza Margherita oder Pizza mit Salami. Die frische Säure nimmt die Tomate auf, während die rote Frucht wunderbar mit der Salami harmoniert.
Auch zu Pasta al pomodoro ist er nahezu ideal.
Chiaretto di Bardolino DOC „Rodon“ 2025
Le Fraghe – Cavaion Veronese, Venetien Bio
Der Rodon 2025 ist der charaktervolle Rosé von Le Fraghe und zeigt die elegante Seite des Chiaretto vom Gardasee: hell, trocken, zitrisch und rotfruchtig, mit feiner Würze und einer ausgeprägten Frische. Kein süßlicher Rosé, sondern ein ernsthafter und ausgesprochen vielseitiger Speisenbegleiter.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet er in einem zarten Lachs- bis Zwiebelschalenrosa. Die Nase ist frisch und animierend: Himbeere, Walderdbeere und rote Johannisbeere, dazu Grapefruit, rosa Zitrusfrüchte und feine florale Noten. Im Hintergrund zeigen sich dezente Kräuter und eine leicht mineralische Note. Am Gaumen wirkt der Rodon trocken, schlank und sehr saftig, mit einer präzisen Säure und feiner, fast salziger Mineralität. Die rote Frucht bleibt klar und frisch, während Zitrusnoten für zusätzliche Spannung sorgen. Das Finale ist trocken, zitrisch und leicht würzig, mit schöner Länge und einem sehr animierenden Nachhall.
Ein ausgesprochen frischer, trockener Chiaretto – elegant, salzig und gastronomisch statt bonbonhaft.
Herkunft & Terroir
Le Fraghe liegt in Cavaion Veronese am östlichen Gardasee. Das Mikroklima wird stark vom See geprägt: Die warmen Tage fördern die Reife der Trauben, während die nächtliche Abkühlung für Frische und aromatische Präzision sorgt. Der Chiaretto basiert traditionell auf den roten Rebsorten des Bardolino-Gebiets, allen voran Corvina, ergänzt durch weitere lokale Sorten. Die Weinberge stehen auf Moränenböden, die durch die Gletscherbewegungen des Gardasees entstanden sind. Kies, Sand und mineralische Komponenten sorgen für gute Drainage und unterstützen die feine, salzige Mineralität des Weins.
Ausbau
Der Rodon wird sehr schonend und mit möglichst wenig Extraktion vinifiziert. Ziel ist es, die helle Farbe und die frische Aromatik zu bewahren. Der Most bleibt nur kurz mit den Traubenschalen in Kontakt, bevor die temperaturkontrollierte Gärung erfolgt. Der weitere Ausbau erfolgt überwiegend im Edelstahl, damit Frische, Zitrusnoten und die feine rote Frucht im Vordergrund bleiben. Le Fraghe arbeitet biologisch, mit besonderem Augenmerk auf lebendige Böden und einen möglichst natürlichen Ausdruck des Terroirs.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist ganz klar ein Wein für den jungen Genuss. Seine Stärke liegt in Frische und aromatischer Direktheit. Er sollte nicht zu lange gelagert werden – die lebendige Säure und die klare Frucht machen ihn jetzt besonders attraktiv.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2027 Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Tipp: Nicht eiskalt servieren. Bei etwa 9 °C kommen Frucht, Kräuter und Mineralität deutlich besser zur Geltung.
Perfekt zu
Der Rodon ist extrem vielseitig und eignet sich hervorragend als Sommer- und Terrassenwein:
Antipasti
Prosciutto und Salumi
Vitello tonnato
Carpaccio
gegrillter Fisch
Garnelen
Meeresfrüchte
Sushi
leichte Pasta
Risotto
Pizza
mediterrane Gemüsegerichte
Ziegenkäse
Besonders schön: gegrillte Garnelen mit Zitronen-Kräuteröl. Zitrusfrucht und Säure greifen die Aromen des Gerichts auf, während die salzige Mineralität für Frische sorgt.
Auch Vitello tonnato ist eine hervorragende Kombination: Der trockene, säurebetonte Chiaretto schneidet elegant durch die cremige Sauce.
Verkostungsnotiz:In der Nase vielschichtige, dunkle Beerenfrucht, Sauerkirsche neben zarten Kräuternoten und einer gewissen Würze. Am Gaumen anschmiegsame, kraftvolle Struktur, leichter, eleganter, frischer Stil, mit Finesse und Charakter, feines Tannin. Weingut gsellmann hans & andreas - Gols, NeusiedlerseeDas Weingut wird von Hans und seinem Sohn Andreas Gsellmann geleitet. Die Weintradition reicht zurück bis ins Jahr 1800.Es wird seit 2007 konsequent biologisch-dynamischer Weinbau praktiziert und im Jahr 2011 erfolgte die entsprechende Zertifizierung.Die Weingärten umfassen 20 Hektar Rebfläche (davon vier gepachtet) in den Rieden Altenberg, Gabarinza, Goldberg, Rosenberg, Salzberg, Spiegel, Ungerberg und Zwickelacker. Sie sind zu 84% mit den roten Sorten Blauer Zweigelt (Hauptsorte mit 43%), Blaufränkisch (21%), St. Laurent (8%), Pinot Noir (6%) und Merlot (6%), sowie zu 16% mit den weißen Sorten Chardonnay (7%), Weißburgunder (3%), Grauburgunder, Scheurebe (3%) und Welschriesling (3%) bestockt. Von 15 Hektar werden Trauben zugekauft.
Lagrein Südtirol DOC 2024
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Lagrein 2024 von Erste + Neue ist ein klassischer Südtiroler Lagrein aus der Classic-Linie: dunkel, würzig und kräftig, dabei aber bewusst geradlinig und trinkanimierend. Er steht weniger für die opulente, holzgeprägte Seite der Rebsorte als für saftige dunkle Frucht, Würze und charakteristisches Lagrein-Tannin.Die technischen Angaben des aktuellen Classic-Lagreins zeigen den Stil sehr klar: süd- und ostexponierte Weinberge auf 230–350 m, sandig-kiesige Schwemmböden sowie Ausbau ohne Holzdominanz.
Charakter & Verkostung
Im Glas präsentiert er sich in einem dunklen Granatrot. Die Nase ist intensiv und typisch für Lagrein: Brombeere, dunkle Kirsche und Waldbeeren, dazu Veilchen, Leder, dunkle Schokolade und eine feine pfeffrig-würzige Note. Am Gaumen wirkt er voll, saftig und weich, gleichzeitig sorgen die für Lagrein charakteristischen Gerbstoffe für Struktur. Die dunkle Frucht bleibt klar im Vordergrund, während eine frische Säure den Wein trotz seiner Kraft lebendig hält. Das Finale ist fruchtig-würzig mit dunkler Schokolade und feiner Bitterkeit.
Ein klassischer Lagrein mit viel dunkler Frucht, Würze und Struktur – kräftig, aber nicht überladen.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen in Süd- und Ostlagen zwischen 230 und 350 Metern Höhe. Die Böden bestehen überwiegend aus sandigem und kiesigem Schwemmland, ergänzt durch kleinere Anteile von Lehm und Schluff.Diese warmen, gut drainierten Böden kommen dem wärmeliebenden Lagrein entgegen und ermöglichen eine gute Reife, während die Höhenlage ausreichend Frische bewahrt.
Ausbau
Die Maischegärung erfolgt bei etwa 28 °C mit rund zehn Tagen Mazerationszeit. Anschließend folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend etwa sechs Monate im Edelstahltank. Dadurch bleiben Frucht und Sortentypizität im Vordergrund; Vanille- oder Toastnoten vom Holz gibt es nicht. Das macht den Wein zu einer unkomplizierteren und direkteren Alternative zum Lagrein Riserva von Erste + Neue, der deutlich länger und in Barriques ausgebaut wird.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
Der Classic Lagrein ist grundsätzlich für junges Trinken konzipiert. Seine Stärke liegt in der Kombination aus dunkler Frucht, Würze und saftigem Trinkfluss.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029 Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: etwa 20–30 Minuten bei einer jungen Flasche.
Perfekt zu
Seine dunkle Frucht und die Gerbstoffstruktur verlangen nach etwas kräftigerer Küche:
Rinderbraten
Rinderfilet
geschmorte Rinderbacke
Wildschwein
Hirsch
Reh
Lamm
Entenbrust
Speck
Südtiroler Schlutzkrapfen mit kräftiger Füllung
Steinpilzgerichte
gereifter Bergkäse
Besonders gut passt er zu geschmorter Rinderbacke mit Wurzelgemüse. Die dunkle Frucht und Schokoladennoten greifen die kräftige Sauce auf, während Säure und Tannin für Struktur sorgen.
Etwas regionaler: Südtiroler Speck mit gereiftem Bergkäse und dunklem Bauernbrot.
Cannonau di Sardegna DOC 2023
Olianas – Gergei, Sardinien | bio
Der Cannonau 2023 von Olianas ist ein charaktervoller, mediterraner Rotwein aus 100 % Cannonau, der die warme, würzige Seite Sardiniens mit bemerkenswerter Frische verbindet. Olianas verfolgt einen konsequent nachhaltigen Ansatz und arbeitet nach den Prinzipien der biodynamischen Landwirtschaft. Der Wein wirkt dadurch weniger schwer und alkoholbetont als viele klassische Cannonau, sondern saftig, würzig und elegant.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in einem leuchtenden Rubinrot mit granatroten Reflexen. Die Nase duftet intensiv nach reifen Kirschen, Brombeeren und Himbeeren, dazu kommen typische mediterrane Aromen von Wacholder, Myrte und wilden Kräutern. Feine Gewürznoten und ein Hauch Lakritz ergänzen das Bouquet. Am Gaumen ist der Cannonau saftig und warm, aber gleichzeitig überraschend frisch. Die dunkle Beeren- und Kirschfrucht wird von einer lebendigen Säure getragen. Dazu kommen feinkörnige, gut integrierte Tannine und eine dezente erdige Würze. Im langen Finale verbinden sich dunkle Beeren, Kräuter und Gewürze mit einer leicht balsamischen Note.
Ein mediterraner Cannonau mit viel Frische und Finesse – eher elegant und saftig als schwer und marmeladig.Olianas liegt in Gergei im Herzen Sardiniens, in der historischen Region Trexenta. Das Weingut wurde 2000 gegründet und hat sich konsequent einem nachhaltigen Umgang mit Natur und Weinbergen verschrieben.Die Weinberge liegen auf rund 500 Metern Höhe. Die Höhenlage sorgt trotz des mediterranen Klimas für deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Genau diese Kombination aus Sonne und nächtlicher Abkühlung hilft dabei, die Frische und aromatische Präzision des Cannonau zu erhalten.Olianas arbeitet nach dem Prinzip des „Biointegrale“: biologischer und biodynamischer Weinbau wird mit möglichst natürlichen Methoden im Keller verbunden. Die Böden sind von Kalk, Schiefer und Granit geprägt und tragen zur mineralischen und würzigen Stilistik bei.Die Cannonau-Trauben werden von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Die Gärung erfolgt mit möglichst geringem Eingriff; anschließend reift der Wein überwiegend in Beton und großen Holzfässern, sodass die Frucht und der mediterrane Charakter im Vordergrund bleiben.
Das Ergebnis ist ein Cannonau, der bewusst nicht auf maximale Konzentration setzt. Stattdessen zeigt er Frische, Würze und die besondere Landschaft Sardiniens.
Perfekt zu
Der Wein verlangt nach mediterraner Küche und kräftigen Aromen:
Lamm und Zicklein
gegrilltes Fleisch
Spanferkel / porceddu
Salsiccia
geschmortes Rind
Wild
Pasta mit kräftigem Ragù
Auberginen und gegrilltes Gemüse
Pecorino Sardo
gereifter sardischer Käse
Besonders klassisch ist die Kombination mit Porceddu, dem sardischen Spanferkel: Die würzige, saftige Frucht des Cannonau greift die Röstaromen und Kräuter wunderbar auf.
Auch zu Lamm mit Rosmarin oder einem kräftigen Pecorino ist er hervorragend.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Lagrein Südtirol DOC 2025
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Lagrein 2025 von Erste + Neue ist der klassische Classic-Lagrein der Kellerei: ein charaktervoller, trockener Südtiroler Rotwein mit dunkler Frucht, Würze und saftigem Trinkfluss. Die Classic-Linie steht bei Erste + Neue grundsätzlich für sortentypische, frische und mineralisch geprägte Weine.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt der 2025er typische dunkle Kirsche, Brombeere und schwarze Waldbeeren, dazu Veilchen, Pfeffer und eine feine erdige Würze. Eine dezente Bitterschokoladennote ergänzt die dunkle Frucht. Am Gaumen wirkt er saftig, rund und mittelkräftig, mit guter Frische und dem charakteristischen, leicht griffigen Lagrein-Tannin. Die Frucht bleibt klar im Vordergrund, während die Würze für zusätzliche Tiefe sorgt. Das Finale ist fruchtig-würzig und angenehm trocken, mit dunklen Beeren und einem leicht herb-schokoladigen Nachhall.
Ein geradliniger Lagrein mit viel dunkler Frucht und Würze – charaktervoll, aber bewusst nicht schwer oder überextrahiert.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus dem Kalterer Anbaugebiet und den umliegenden Lagen Südtirols. Der warme Standort kommt dem wärmeliebenden Lagrein entgegen, während die Höhenlage und die alpinen Temperaturunterschiede genügend Frische bewahren.Die sandig-kiesigen Schwemmböden der warmen Lagen bieten gute Drainage und unterstützen die Reife der dunklen, kräftigen Sorte.
Ausbau
Der Classic-Lagrein wird traditionell und eher fruchtbetont ausgebaut. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und teilweise im großen Holzfass – also ohne einen dominierenden Barrique-Charakter. Damit bleibt der Wein deutlich näher an seiner Sortentypizität: dunkle Frucht, Würze, Tannin und Frische stehen im Vordergrund.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist bereits im Handel und wird mit 13 % vol., 5,5 g/l Säure und 1,5 g/l Restzucker angegeben. Als Trinkempfehlung werden Flaschenreife bis etwa 2033 genannt. Das macht den 2025er interessanterweise nicht nur zu einem jungen Alltags-Lagrein. Seine Säure und Tanninstruktur geben ihm genügend Substanz für einige Jahre Entwicklung. Mit Flaschenreife dürfte die dunkle Frucht zunehmend von getrockneten Kräutern, Tabak, Kakao und würzig-erdigen Noten ergänzt werden.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2031–2033 Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: bei junger Flasche etwa 20–30 Minuten.
Perfekt zu
Rind
Lamm
Brasato
Pasta mit Fleischragout
Wild
Wildgeflügel
Entenbrust
geschmorte Gerichte
Speck
Steinpilze
gereifter Hartkäse
Besonders überzeugend: Brasato mit Wurzelgemüse und Polenta. Die dunkle Beerenfrucht und Würze des Lagrein greifen die kräftige Sauce auf, während seine Säure für Frische sorgt.
Etwas leichter und typisch Südtirol: Speck, Bergkäse und Schüttelbrot.
Barbera d'Asti DOCG Superiore „Le Rocchette“ 2021 – Tenuta Olim Bauda
Der Le Rocchette ist seit Jahrzehnten einer der charakterstärksten Weine der Tenuta Olim Bauda und zeigt eindrucksvoll, wie elegant und terroirgeprägt Barbera außerhalb der Appellation Nizza sein kann. Die Trauben stammen aus dem gleichnamigen historischen Weinberg in Rocchetta Tanaro, dessen kalk- und sandhaltige Mergelböden den Weinen eine außergewöhnliche Finesse verleihen. Die Reben wurden bereits 1959 gepflanzt und gehören zu den ältesten Beständen des Weinguts. Nach der selektiven Handlese reift der Wein rund 18 Monate in großen französischen Eichenfässern (25 hl) und anschließend mindestens ein weiteres Jahr auf der Flasche. (tenutaolimbauda.it)
Schon das Bouquet offenbart die Tiefe alter Reben. Reife Schwarzkirschen, Brombeeren und Waldbeeren verbinden sich mit Veilchen und getrockneten Rosenblättern. Dahinter entfalten sich feine Noten von Süßholz, Kakao und gerösteten Haselnüssen, begleitet von schwarzem Pfeffer, Tabak und einem Hauch balsamischer Kräuter. Mit zunehmender Belüftung gewinnt der Wein an Komplexität und zeigt eine beeindruckende Präzision – kraftvoll, aber nie überladen. Diese Stilistik wird auch in internationalen Verkostungen immer wieder hervorgehoben. (tenutaolimbauda.it)
Am Gaumen präsentiert sich der 2021er konzentriert und zugleich bemerkenswert elegant. Die saftige Frucht aus Schwarzkirsche, Brombeere und Pflaume wird von einer lebendigen Säure getragen, die typisch für große Barbera ist. Die lange Reife im großen Holz verleiht dem Wein feinkörnige Tannine und eine cremige Textur, ohne den klaren Fruchtausdruck zu überdecken. Lakritz, dunkle Schokolade und eine feine kalkige Mineralität sorgen für zusätzliche Tiefe und Spannung. Der Jahrgang 2021 bringt dabei eine außergewöhnliche Balance aus Reife, Frische und Struktur mit – Eigenschaften, die diesen Wein sowohl jung faszinierend als auch langfristig lagerfähig machen. (tenutaolimbauda.it)
Das Finale ist lang, würzig und nachhaltig. Dunkle Beeren, Kakao, feine Gewürze und mineralische Noten begleiten den Wein bis weit in den Nachhall. Ein Barbera von beeindruckender Eleganz und Tiefe, der eindrucksvoll beweist, dass die größten Vertreter dieser Rebsorte mühelos mit den besten Rotweinen Italiens mithalten können.
Manche Weinberge erzählen Geschichte – Le Rocchette gehört dazu.
Die Reben für diesen Wein wurden bereits 1959 in Rocchetta Tanaro gepflanzt und zählen zu den ältesten Barbera-Anlagen der Tenuta Olim Bauda. Die sandig-kalkigen Böden bringen kleinere Erträge und besonders konzentrierte Trauben hervor. Anders als viele moderne Barbera setzt die Familie Bertolino bewusst auf den Ausbau in großen französischen Eichenfässern statt in kleinen Barriques. So bleibt die Frucht im Vordergrund und das Terroir prägt den Wein stärker als das Holz. (tenutaolimbauda.it)
Der Jahrgang 2021 zählt im Piemont zu den herausragenden Rotweinjahrgängen der letzten Jahre. Ein langer Vegetationszyklus mit warmen Tagen und kühlen Nächten sorgte für eine außergewöhnliche aromatische Präzision, reife Tannine und eine frische Säurestruktur. Gerade diese Kombination macht den Le Rocchette 2021 zu einem Wein, der schon heute beeindruckt und gleichzeitig ein Reifepotenzial von weit über zehn Jahren besitzt.
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