Langhe Nebbiolo DOC „1661“ 2024 – Achille Boroli
Der 1661 ist Nebbiolo in seiner zugänglichsten Form – und dennoch unverkennbar Langhe. Achille Boroli verzichtet bewusst auf übermäßige Extraktion oder dominanten Holzeinsatz. Stattdessen steht die Rebsorte selbst im Mittelpunkt: fein, duftig und präzise. Die überwiegend nordexponierten Weinberge verleihen dem Wein eine bemerkenswerte Frische und Eleganz, die den klassischen Charakter des Nebbiolo wunderbar zur Geltung bringt.
Schon im Duft zeigt sich der 2024er offen und klar. Saftige Kirschen, Walderdbeeren und rote Johannisbeeren prägen das Bouquet, begleitet von Rosenblüten und Veilchen. Dahinter erscheinen feine Kräuter, ein Hauch Zimt und dezente Gewürznoten. Die Frucht wirkt lebendig und kühl, niemals marmeladig oder schwer.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein saftig, dynamisch und ausgesprochen trinkfreudig. Die rote Frucht wird von einer frischen Säure getragen, während die Tannine bereits erstaunlich fein geschliffen wirken. Kirsche, rote Beeren und eine dezente Kräuterwürze verbinden sich mit einer leicht erdigen Mineralität. Der kurze Ausbau im großen Holz bringt zusätzliche Struktur, ohne die Transparenz des Weins zu verändern. Bemerkenswert ist der im Vergleich zu früheren Jahrgängen etwas moderatere Alkoholgehalt, der die Eleganz und den Trinkfluss zusätzlich unterstreicht.
Der Nachhall ist frisch, würzig und fein mineralisch. Rote Beeren, Rosen und ein Hauch Minze bleiben lange präsent und verleihen dem Wein eine animierende Leichtigkeit. Ein Langhe Nebbiolo, der nicht versucht, Barolo zu imitieren, sondern die elegante, unmittelbare Seite der Rebsorte feiert.
1661 – eine Zahl, die vier Jahrhunderte Weinbaugeschichte erzählt.
Der Name 1661 verweist auf ein historisches Katasterdokument, in dem die Lage Brunella bereits als besonders wertvolles Weinbaugebiet erwähnt wird. Genau aus diesem Weinberg – ergänzt durch jüngere Reben – entsteht dieser Langhe Nebbiolo. Boroli möchte damit keinen „kleinen Barolo“ erzeugen, sondern einen Wein, der den unverfälschten Charakter des Nebbiolo zeigt: frisch, floral und voller Energie.
Der Jahrgang 2024 spielte dem Weingut dabei in die Karten. Ein ausgeglichener Vegetationsverlauf mit moderaten Temperaturen und einer langen Reifephase brachte Trauben mit lebendiger Säure, moderatem Alkohol und reifen Tanninen hervor. Das Ergebnis ist ein Nebbiolo, der schon jung große Freude bereitet und gleichzeitig das typische Langhe-Profil mit Eleganz und Herkunft verbindet.
Mignane entlehnt seinen Namen - wie Vèngore - von einem durch Römer begründeten Landgut mit Zisterne, auf dem schon früher Getreide, Wiesen und Reben kultiviert wurden. Diese Römeransiedlung fand sich an den Ufern des Rio Maggiore im Grunde eines fruchtbaren Tales.Kräftiges, leuchtendes Rubingranat. In der Nase würzige Aromen, die an Veilchen, Hundsrosen, Pfeffer und Haselnüssen erinnern. Am Gaumen elegant, vollmundig, straff und harmonisch, von einer gut ausbalancierten Säure gestützt. Ein eleganter Nebbiolo mit feinwürzigem, lang-anhaltendem Abgang.Cascina Vèngore, Cisterna d`AlbaDas Weingut Cascina Vèngore liegt pittoresk inmitten eines natürlich geformten Amphie-Theaters - im Herzen der Terre Alfieri. Ein schmales, geschütztes Tal des Vengore-Hügellands, das durch eine zuverlässige Wasserquelle gesegnet ist, breitet sich hier wie ein Fächer aus, so dass sich die nach Süd bis Ost exponierten Lagen ideal für den Anbau von Reben eignen. Von diesen günstigen Bedingungen wussten offensichtlich schon die “alten Römer”, die hier vor zwei Jahrtausenden ein Gut betrieben. Spuren menschlicher Besiedlung lassen sich über viele Jahrhunderte zurück verfolgen. So gehören zweitausend Jahre alte Marmorstufen zu einem früheren Hof, dessen Überreste inmitten der Weinberge gefunden wurden. Auch andere archäologische Funde, wie Münzen, Tonscherben und ein Ring, zeugen von einer frühen Sesshaftigkeit. Das uralte Wissen um die Bearbeitung des Landes konnte so über viele Generationen wachsen, weiter gegeben und nutzbar gemacht werden.Die 45 Hektar Land von Cascine Vèngore werden heute in der Gemeinde Cisterna d`Alba von drei Brüdern der Familie Povero bewirtschaftet. Dabei können Daniele, Alessio und Luca auf Erfahrung im Weinbau zugreifen, die die Familie nachweislich seit 1837 in der Region zwischen Fippiane, Roero und der Weinregion Monferrato sammeln konnte. 26 Hektar des eigenen Landes sind mit Reben bepflanzt, die ökologisch - ergänzt durch biodynamische Methoden - bewirtschaftet werden. Allein 60.000 Weinstöcke wurden dafür im Jahr 2012 neu gepflanzt. Daneben werden 6 Hektar als Wiesen, 4 Hektar als Wald und weitere Flächen mit der wertvollen Urgetreidesorte Einkorn (Farro) kultiviert. Diese Vielfalt und Biodiversität soll einen lebendigen Dialog zwischen bewirtschafteten Flächen und der urtümlichen, (wilden) Natur ermöglichen, und so zu einem harmonischen Miteinander von Mensch und Natur beitragen. Eine Kombination alter, traditioneller und moderner Weinbaumethoden - eingesetzt im natürlichen Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten - ist Familie Povero dabei sehr wichtig.
Gattinara DOCG 2018 – Travaglini
Der Gattinara 2018 ist der Klassiker des Hauses Travaglini – ein Wein, der seit Jahrzehnten als Maßstab für den traditionellen Nebbiolo des Alto Piemonte gilt. Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen rund um Gattinara auf 300 bis 450 Metern Höhe. Die eisenhaltigen Vulkanböden verleihen dem Wein seine unverwechselbare mineralische Handschrift und eine Frische, die ihn deutlich von vielen Nebbiolo aus den Langhe unterscheidet.
Schon im Duft zeigt sich die Eleganz dieses Weins. Schattenmorellen, rote Johannisbeeren und Waldhimbeeren verbinden sich mit Rosenblättern und Veilchen. Dahinter folgen feine balsamische Noten, Lakritz, Eukalyptus und weißer Pfeffer. Mit etwas Luft treten Leder, Zedernholz und eine charakteristische eisenhaltige Mineralität hinzu – typisch für die vulkanischen Böden von Gattinara.
Am Gaumen präsentiert sich der 2018er straff, saftig und bemerkenswert präzise. Die rote Frucht wirkt klar und kühl, getragen von einer lebendigen Säure und feinkörnigen, präsenten Tanninen. Kräuterwürze, Lakritz und eine salzige Mineralität verleihen zusätzliche Tiefe. Trotz seiner Struktur bleibt der Wein ausgesprochen elegant und wirkt niemals schwer. Der Ausbau im großen Holz unterstützt die Komplexität, ohne den Charakter des Nebbiolo oder des Terroirs zu überdecken.
Der Nachhall ist lang, würzig und mineralisch. Rote Kirschen, getrocknete Blüten, feine Gewürze und die eisenhaltige Mineralität bleiben lange präsent. Ein klassischer Gattinara, der weniger auf Kraft als auf Finesse, Präzision und Herkunft setzt und sich bereits heute hervorragend präsentiert, zugleich aber noch viele Jahre Reifepotenzial besitzt.
Gattinara ist Nebbiolo mit alpiner Frische.
Während Barolo und Barbaresco auf Kalkmergel wachsen, wurzeln die Reben in Gattinara auf uralten vulkanischen Porphyrböden, die reich an Eisenmineralien sind. Dieses Terroir schenkt den Weinen ihre unverwechselbare Kombination aus kühler roter Frucht, lebendiger Säure und mineralischer Spannung. Travaglini gilt als das Weingut, das diesen Stil weltweit bekannt gemacht hat.
Der Gattinara DOCG ist dabei das Herzstück des Hauses. Anders als die Riserva stammt er aus mehreren Weinbergen unterschiedlichen Alters und bringt so den Charakter der gesamten Appellation ins Glas. Die lange Reife im großen Holz bewahrt die klassische Nebbiolo-Eleganz und lässt dem Terroir den Vortritt. Gerade deshalb gilt dieser Wein für viele als die authentischste Interpretation von Gattinara.
Belgardo leitet sich vom Toponym Bogardo (bzw. Belregardo) ab, Name eines nördlich von Vèngore gelegenen Berges. Dort gab es einst eine Burg, die Zeugnis ablegte von unerbittlichen Kämpfen zwischen den Bewohnern von Cisterna und derer von San Damiano d’Asti.Kräftiges, leuchtendes Rubingranat. In der Nase Aromen reifer, dunkler Früchte, feinwürzige Assoziationen von Süßholz, Zimt und Vanille, auch Anklänge erdiger und unterholziger Noten. Am Gaumen elegant, vollmundig, straff und harmonisch, von einer gut ausbalancierten Säure gestützt. Ein eleganter Nebbiolo mit feinwürzigem, lang-anhaltendem Abgang.Cascina Vèngore, Cisterna d`AlbaDas Weingut Cascina Vèngore liegt pittoresk inmitten eines natürlich geformten Amphie-Theaters - im Herzen der Terre Alfieri. Ein schmales, geschütztes Tal des Vengore-Hügellands, das durch eine zuverlässige Wasserquelle gesegnet ist, breitet sich hier wie ein Fächer aus, so dass sich die nach Süd bis Ost exponierten Lagen ideal für den Anbau von Reben eignen. Von diesen günstigen Bedingungen wussten offensichtlich schon die “alten Römer”, die hier vor zwei Jahrtausenden ein Gut betrieben. Spuren menschlicher Besiedlung lassen sich über viele Jahrhunderte zurück verfolgen. So gehören zweitausend Jahre alte Marmorstufen zu einem früheren Hof, dessen Überreste inmitten der Weinberge gefunden wurden. Auch andere archäologische Funde, wie Münzen, Tonscherben und ein Ring, zeugen von einer frühen Sesshaftigkeit. Das uralte Wissen um die Bearbeitung des Landes konnte so über viele Generationen wachsen, weiter gegeben und nutzbar gemacht werden.Die 45 Hektar Land von Cascine Vèngore werden heute in der Gemeinde Cisterna d`Alba von drei Brüdern der Familie Povero bewirtschaftet. Dabei können Daniele, Alessio und Luca auf Erfahrung im Weinbau zugreifen, die die Familie nachweislich seit 1837 in der Region zwischen Fippiane, Roero und der Weinregion Monferrato sammeln konnte. 26 Hektar des eigenen Landes sind mit Reben bepflanzt, die ökologisch - ergänzt durch biodynamische Methoden - bewirtschaftet werden. Allein 60.000 Weinstöcke wurden dafür im Jahr 2012 neu gepflanzt. Daneben werden 6 Hektar als Wiesen, 4 Hektar als Wald und weitere Flächen mit der wertvollen Urgetreidesorte Einkorn (Farro) kultiviert. Diese Vielfalt und Biodiversität soll einen lebendigen Dialog zwischen bewirtschafteten Flächen und der urtümlichen, (wilden) Natur ermöglichen, und so zu einem harmonischen Miteinander von Mensch und Natur beitragen. Eine Kombination alter, traditioneller und moderner Weinbaumethoden - eingesetzt im natürlichen Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten - ist Familie Povero dabei sehr wichtig.
Barolo DOCG 2020 – Achille Boroli
Der klassische Barolo 2020 ist die Quintessenz der Handschrift von Achille Boroli. Während die großen Crus Brunella, Villero oder Cerequio jeweils ihre Einzellage erzählen, vereint dieser Wein die unterschiedlichen Facetten der Weinberge rund um Castiglione Falletto. Genau darin liegt seine Stärke: Er verbindet Frucht, Eleganz und Struktur zu einem Barolo, der bereits jung erstaunlich zugänglich wirkt und dennoch das Potenzial für viele Jahre Flaschenreife besitzt.
Schon das Bouquet zeigt den warmen, harmonischen Charakter des Jahrgangs. Reife Kirschen, dunkle Pflaumen und Orangenzeste bilden den aromatischen Kern. Dahinter entfalten sich Rosenblätter, feine balsamische Kräuter und ein Hauch Lakritz. Mit etwas Luft treten Tabak, Zedernholz und dezente Gewürznoten hinzu. Die Aromatik wirkt offen und einladend, ohne dabei ihre klassische Nebbiolo-Eleganz zu verlieren.
Am Gaumen präsentiert sich der 2020er rund, saftig und bemerkenswert ausgewogen. Reife rote und dunkle Früchte werden von einer lebendigen, gut eingebundenen Säure getragen. Die Tannine sind dicht, aber außergewöhnlich fein und samtig – ein typisches Merkmal dieses Jahrgangs. Lakritz, Blutorange und eine feine kalkige Mineralität sorgen für Tiefe und Spannung. Trotz seiner Konzentration wirkt der Wein niemals schwer. Vielmehr verbindet er Kraft mit Eleganz und besitzt jene mühelose Harmonie, die den Jahrgang 2020 so attraktiv macht.
Das Finale ist lang und präzise. Kirsche, Orangenzeste, feine Gewürze und mineralische Noten begleiten den Wein bis weit in den Nachhall. Ein klassischer Barolo mit Charme und Finesse, der früher zugänglich ist als die monumentaleren Jahrgänge 2016, 2019 oder 2021, dabei aber dennoch genügend Struktur für eine lange Entwicklung besitzt.
Der Barolo DOCG ist die Visitenkarte von Achille Boroli. Er vereint die besten Partien verschiedener Weinberge in Castiglione Falletto und bringt damit nicht einen einzelnen Cru, sondern die gesamte Philosophie des Hauses ins Glas. Lange Maischestandzeiten und der Ausbau im großen Holz sorgen dafür, dass Herkunft und Nebbiolo stets im Mittelpunkt stehen.
Der Jahrgang 2020 begann mit einem milden Winter und ausreichend Niederschlägen im Frühjahr. Ein warmer, aber nicht extremer Sommer sowie große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht während der Reife führten zu Trauben mit optimalem Gleichgewicht zwischen Zucker, Säure und Tannin. Die Lese fand zwischen Ende September und Anfang Oktober statt. Boroli beschreibt den Jahrgang als klassisch, charmant und von besonderer Finesse – Eigenschaften, die sich im Wein eindrucksvoll widerspiegeln.
Barolo DOCG 2016 – Achille BoroliDer Barolo 2016 verkörpert alles, was große klassische Jahrgänge im Piemont auszeichnet. Statt auf Kraft oder Opulenz setzt Achille Boroli auf Eleganz, Präzision und Herkunft. Die Trauben stammen aus den eigenen Weinbergen rund um Castiglione Falletto, wo kalkhaltige Mergelböden und eine lange Vegetationsperiode ideale Voraussetzungen für fein strukturierten Nebbiolo schaffen. Der traditionelle Ausbau im großen Holz bewahrt die Klarheit der Frucht und lässt dem Terroir den Vortritt.
Bereits das Bouquet beeindruckt durch seine Tiefe. Schwarzkirsche und rote Kirsche verbinden sich mit Rosenblättern, Veilchen und einem Hauch Hagebutte. Mit etwas Luft folgen Tabak, Trüffel, Süßholz und feine balsamische Kräuter, ergänzt von einer dezenten Note Weihrauch. Die Aromatik entwickelt sich kontinuierlich weiter und wirkt dabei stets präzise und aristokratisch – ganz im Stil eines klassischen Barolo.
Am Gaumen zeigt der 2016er seine ganze Klasse. Die Frucht ist konzentriert, aber niemals üppig. Reife Kirschen, rote Beeren und Blutorange werden von einer lebendigen Säure und außergewöhnlich feinmaschigen Tanninen getragen. Lakritz, feine Gewürze und eine kalkig-mineralische Ader verleihen zusätzliche Tiefe. Bemerkenswert ist vor allem die Harmonie: Kraft und Eleganz stehen in perfektem Gleichgewicht, nichts wirkt laut oder überextrahiert. Genau diese Balance machte den Jahrgang 2016 schon kurz nach seiner Freigabe zu einem modernen Klassiker.
Das Finale ist lang, kühl und vielschichtig. Rote Frucht, Rosen, Trüffel und feine Gewürze klingen minutenlang nach, begleitet von einer salzigen Mineralität. Ein Barolo von zeitloser Eleganz, der bereits heute große Freude bereitet, seine eigentliche Größe aber über die kommenden zwei Jahrzehnte und darüber hinaus entfalten wird.
2016 ist einer jener Jahrgänge, über die noch Jahrzehnte gesprochen wird.
Ein kühler Vegetationsbeginn verzögerte den Austrieb um rund zehn Tage. Ausreichende Niederschläge im Frühjahr sorgten für perfekte Wasserreserven, während ein langer, gleichmäßiger Sommer und ein trockener Herbst eine vollständige phenolische Reife ermöglichten. Die Trauben wurden am 12. Oktober 2016 gelesen – gesund, perfekt ausgereift und mit außergewöhnlich niedrigen Apfelsäurewerten. Boroli beschreibt den Jahrgang als einen Wein mit „hervorragender Balance, großer aromatischer Tiefe und exzellenter Struktur“.
Der Barolo DOCG ist dabei die Visitenkarte des Hauses Boroli. Anders als die Einzellagen Brunella, Villero oder Cerequio vereint er verschiedene Weinberge aus Castiglione Falletto und vermittelt damit den klassischen Stil des Weinguts: Eleganz vor Kraft, Herkunft vor Technik und Nebbiolo in seiner reinsten Form. Viele Kenner sehen gerade in diesem Wein den authentischsten Ausdruck der Boroli-Philosophie.
Barolo DOCG 2021 – Achille Boroli
Der klassische Barolo 2021 ist die Essenz der Philosophie von Achille Boroli. Während Villero, Cerequio oder Brunella jeweils einen einzelnen Cru erzählen, bringt dieser Wein die Handschrift der gesamten Familie auf den Punkt. Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen in Castiglione Falletto, deren kalkhaltige Mergelböden den Nebbiolo mit Frische, Struktur und Eleganz prägen. Das Ergebnis ist kein Einstiegs-Barolo, sondern ein vollständiger Vertreter seiner Herkunft – mit bemerkenswerter Tiefe und großem Reifepotenzial.
Schon im Duft zeigt sich die Klasse des Jahrgangs. Reife Kirschen, rote Johannisbeeren und Hagebutte verbinden sich mit getrockneten Rosenblättern und Veilchen. Dahinter entfalten sich feine Noten von Süßholz, Zimt und balsamischen Kräutern. Mit etwas Luft treten Anklänge von Lakritz und Orangenzeste hinzu. Die Aromatik wirkt präzise und vielschichtig, ohne jemals opulent zu erscheinen – ein Barolo, der seine Kraft aus Balance statt aus Masse schöpft.
Am Gaumen präsentiert sich der 2021er straff und zugleich erstaunlich harmonisch. Saftige rote Kirschen und Granatapfel werden von einer lebendigen Säure getragen, während die feinmaschigen Tannine dem Wein Struktur und Tiefe verleihen. Feine Gewürze, Lakritz und eine kalkige Mineralität ziehen sich wie ein roter Faden durch den Wein. Trotz seiner Jugend wirkt der Barolo bereits bemerkenswert ausgewogen – mit Druck, aber ohne Schwere. Genau diese Verbindung aus Frische, Eleganz und innerer Spannung macht den Jahrgang 2021 so faszinierend.
Das Finale ist lang, mineralisch und von feiner Würze geprägt. Rote Früchte, Rosenblätter und Lakritz klingen lange nach und werden von einer salzigen Note begleitet. Ein klassischer Barolo mit aristokratischer Finesse, der schon jung begeistert und gleichzeitig das Potenzial besitzt, sich über zwei Jahrzehnte und länger eindrucksvoll weiterzuentwickeln.
Der 2021er zählt bereits heute zu den großen klassischen Barolo-Jahrgängen. Ein Winter mit guten Wasserreserven, ein warmer, aber nie extremer Sommer und kühle Nächte während der Reife sorgten für perfekt ausgereifte Nebbiolo-Trauben mit intensiver Aromatik, frischer Säure und feinkörnigen Tanninen. Die Lese erfolgte – ganz klassisch – erst zwischen dem 11. und 15. Oktober, was den Trauben Zeit für eine vollständige phenolische Reife gab.
Der klassische Barolo DOCG nimmt bei Boroli eine besondere Rolle ein: Er vereint die Charakteristik mehrerer Weinberge aus Castiglione Falletto und zeigt damit nicht nur einen einzelnen Cru, sondern die gesamte Stilistik des Hauses. Gerade deshalb gilt er vielen Kennern als der ehrlichste Ausdruck der Boroli-Philosophie – klassischer Nebbiolo, geprägt von Eleganz, Präzision und Herkunft statt von Kraft um ihrer selbst willen.
Gattinara DOCG Riserva 2020 – Travaglini
Es gibt Weine, die laut beeindrucken. Und es gibt Weine wie den Gattinara Riserva 2020, die ihre Größe erst nach und nach offenbaren. Travaglini gehört zu den historischen Namen des Alto Piemonte und zeigt mit dieser Riserva eindrucksvoll, wie elegant Nebbiolo außerhalb von Barolo und Barbaresco auftreten kann. Die Trauben stammen aus den ältesten Weinbergen des Weinguts auf den eisenreichen vulkanischen Böden von Gattinara – ein Terroir, das den Weinen ihre unverwechselbare Verbindung aus Kraft, Frische und mineralischer Finesse verleiht.
Schon das Bouquet besitzt enorme Tiefe. Zunächst steigen Sauerkirsche, Hagebutte und rote Waldbeeren aus dem Glas, gefolgt von Lakritz, Wacholder und feinen balsamischen Noten. Mit Luft entwickeln sich Anklänge von Rosenblättern, Tabak, Leder und Sandelholz, begleitet von einem Hauch Teer und gerösteten Nüssen. Die Aromatik wirkt vielschichtig und ruhig – typisch großer Nebbiolo.
Am Gaumen zeigt der 2020er eine beeindruckende Balance zwischen Kraft und Eleganz. Die rote Frucht ist präzise und saftig, getragen von einer lebendigen Säure und engmaschigen, feinkörnigen Tanninen. Lakritz, Gewürze und eine markante mineralische Ader verleihen dem Wein zusätzliche Tiefe. Trotz seiner Konzentration wirkt nichts schwer – vielmehr zieht sich eine kühle, salzige Frische durch den gesamten Wein. Der lange Ausbau im großen Holz schenkt Struktur und Komplexität, ohne die Frucht oder das Terroir zu überdecken.
Der Nachhall ist lang, würzig und mineralisch. Kirsche, Lakritz und feine Kräuter bleiben ebenso präsent wie die charakteristische vulkanische Mineralität. Die Tannine sind heute noch jugendlich und verleihen dem Wein ein enormes Reifepotenzial. Ein Gattinara, der klassische Nebbiolo-Eleganz mit der kühlen Präzision des Alto Piemonte verbindet – kraftvoll, aber niemals schwer.
Nebbiolo auf Vulkanstein erzählt eine andere Geschichte als auf den Kalkmergeln der Langhe.
Während Barolo und Barbaresco ihre Kraft aus den kalkhaltigen Böden der Langhe beziehen, wachsen die Reben in Gattinara auf eisenreichen vulkanischen Porphyrböden. Das Ergebnis sind Weine mit etwas weniger Opulenz, dafür mit kühlerer Frucht, markanter Mineralität und einer oft noch lebendigeren Säure. Travaglini gilt seit Generationen als wichtigster Botschafter dieses Stils und hat Gattinara weltweit bekannt gemacht.
Die Riserva stammt ausschließlich aus den ältesten Weinbergen des Weinguts. Nach einer langen Reifezeit im großen Holz und weiterer Flaschenlagerung zeigt der Wein bereits heute erstaunliche Harmonie, besitzt aber zugleich die Struktur für viele Jahre weiterer Entwicklung. Gerade diese Verbindung aus Nebbiolo-Finesse, vulkanischer Mineralität und klassischer Eleganz macht den Gattinara Riserva zu einem der großen Rotweine Norditaliens.
Barolo Villero DOCG 2019 – Achille BoroliDer Villero zählt zu den großen historischen Crus von Castiglione Falletto. Seine süd- bis südwestexponierten Weinberge auf kalk- und tonhaltigen Mergelböden bringen Barolo hervor, die Kraft und Eleganz in außergewöhnlicher Weise verbinden. Achille Boroli besitzt hier exklusive Parzellen und vinifiziert jede Mikroparzelle separat, bevor nach über 18 Monaten im großen Holz die finale Cuvée entsteht. Das Ergebnis ist ein Barolo, der seine Herkunft glasklar widerspiegelt.
Im Glas öffnet sich der 2019er zunächst mit einer kühlen, fast schwebenden Aromatik. Reife Walderdbeeren, rote Kirschen und Himbeeren werden von Rosenblüten und Veilchen begleitet. Dahinter folgen feine Anklänge von Zimt, Minze und grünem Tee, später entwickeln sich Bergamotte, Teer und dezente Tabaknoten. Die Nase wirkt nicht opulent, sondern vielschichtig und nobel – ein Duft, der sich mit jeder Minute weiter entfaltet.
Am Gaumen zeigt der Villero die ganze Klasse des Jahrgangs. Die Frucht ist präzise und saftig, getragen von einer lebendigen Säure und feinmaschigen, perfekt eingebundenen Tanninen. Rote Kirsche, Waldbeeren und Blutorange treffen auf Lakritz, Kräuter und eine feine mineralische Ader. Trotz seiner Kraft besitzt der Wein eine bemerkenswerte Leichtigkeit und Eleganz. Die lange Maischestandzeit sorgt für Struktur und Tiefe, ohne Härte entstehen zu lassen. Alles wirkt ruhig, harmonisch und von großer innerer Spannung.
Der Nachhall ist außergewöhnlich lang. Rote Frucht, Rosen, Minze und eine feine salzige Mineralität klingen minutenlang nach. Mit zunehmender Reife werden sich zusätzlich Noten von Trüffel, Leder und getrockneten Kräutern entfalten. Ein Villero voller Präzision und Finesse – klassischer Barolo mit großem Reifepotenzial und beeindruckender Balance.
Der Villero zählt zu den großen historischen Crus von Castiglione Falletto. Seine süd- bis südwestexponierten Weinberge auf kalk- und tonhaltigen Mergelböden bringen Barolo hervor, die Kraft und Eleganz in außergewöhnlicher Weise verbinden. Achille Boroli besitzt hier exklusive Parzellen und vinifiziert jede Mikroparzelle separat, bevor nach über 18 Monaten im großen Holz die finale Cuvée entsteht. Das Ergebnis ist ein Barolo, der seine Herkunft glasklar widerspiegelt.
Im Glas öffnet sich der 2019er zunächst mit einer kühlen, fast schwebenden Aromatik. Reife Walderdbeeren, rote Kirschen und Himbeeren werden von Rosenblüten und Veilchen begleitet. Dahinter folgen feine Anklänge von Zimt, Minze und grünem Tee, später entwickeln sich Bergamotte, Teer und dezente Tabaknoten. Die Nase wirkt nicht opulent, sondern vielschichtig und nobel – ein Duft, der sich mit jeder Minute weiter entfaltet.
Am Gaumen zeigt der Villero die ganze Klasse des Jahrgangs. Die Frucht ist präzise und saftig, getragen von einer lebendigen Säure und feinmaschigen, perfekt eingebundenen Tanninen. Rote Kirsche, Waldbeeren und Blutorange treffen auf Lakritz, Kräuter und eine feine mineralische Ader. Trotz seiner Kraft besitzt der Wein eine bemerkenswerte Leichtigkeit und Eleganz. Die lange Maischestandzeit sorgt für Struktur und Tiefe, ohne Härte entstehen zu lassen. Alles wirkt ruhig, harmonisch und von großer innerer Spannung.
Der Nachhall ist außergewöhnlich lang. Rote Frucht, Rosen, Minze und eine feine salzige Mineralität klingen minutenlang nach. Mit zunehmender Reife werden sich zusätzlich Noten von Trüffel, Leder und getrockneten Kräutern entfalten. Ein Villero voller Präzision und Finesse – klassischer Barolo mit großem Reifepotenzial und beeindruckender Balance.
Der Villero zählt zu den großen historischen Crus von Castiglione Falletto. Seine süd- bis südwestexponierten Weinberge auf kalk- und tonhaltigen Mergelböden bringen Barolo hervor, die Kraft und Eleganz in außergewöhnlicher Weise verbinden. Achille Boroli besitzt hier exklusive Parzellen und vinifiziert jede Mikroparzelle separat, bevor nach über 18 Monaten im großen Holz die finale Cuvée entsteht. Das Ergebnis ist ein Barolo, der seine Herkunft glasklar widerspiegelt.
Im Glas öffnet sich der 2019er zunächst mit einer kühlen, fast schwebenden Aromatik. Reife Walderdbeeren, rote Kirschen und Himbeeren werden von Rosenblüten und Veilchen begleitet. Dahinter folgen feine Anklänge von Zimt, Minze und grünem Tee, später entwickeln sich Bergamotte, Teer und dezente Tabaknoten. Die Nase wirkt nicht opulent, sondern vielschichtig und nobel – ein Duft, der sich mit jeder Minute weiter entfaltet.
Am Gaumen zeigt der Villero die ganze Klasse des Jahrgangs. Die Frucht ist präzise und saftig, getragen von einer lebendigen Säure und feinmaschigen, perfekt eingebundenen Tanninen. Rote Kirsche, Waldbeeren und Blutorange treffen auf Lakritz, Kräuter und eine feine mineralische Ader. Trotz seiner Kraft besitzt der Wein eine bemerkenswerte Leichtigkeit und Eleganz. Die lange Maischestandzeit sorgt für Struktur und Tiefe, ohne Härte entstehen zu lassen. Alles wirkt ruhig, harmonisch und von großer innerer Spannung.
Der Nachhall ist außergewöhnlich lang. Rote Frucht, Rosen, Minze und eine feine salzige Mineralität klingen minutenlang nach. Mit zunehmender Reife werden sich zusätzlich Noten von Trüffel, Leder und getrockneten Kräutern entfalten. Ein Villero voller Präzision und Finesse – klassischer Barolo mit großem Reifepotenzial und beeindruckender Balance.
Der Villero gehört seit Generationen zu den renommiertesten Lagen von Castiglione Falletto. Bereits früh wurde er als Cru erster Kategorie eingestuft. Seine kalkhaltigen Mergelböden mit Ton- und Sandanteilen speichern Wasser hervorragend und ermöglichen selbst in warmen Jahren eine lange, gleichmäßige Reife. Genau daraus entstehen Barolo mit dichter Struktur, seidigen Tanninen und außergewöhnlicher Langlebigkeit.
Der Jahrgang 2019 gilt im Barolo als einer der klassischsten der letzten Jahre. Nach einem langen Winter und einer verzögerten Vegetation sorgten ein moderater Sommer und eine späte Lese im Oktober für Trauben mit ausgewogener Reife, frischer Säure und exzellenter phenolischer Qualität. Boroli spricht selbst von einem Jahrgang mit „außergewöhnlicher Balance“ – eine Einschätzung, die durch die internationalen Bewertungen eindrucksvoll bestätigt wird.
Cerequio ist einer jener Namen, die unter Barolo-Liebhabern Ehrfurcht auslösen. Die nach Süden und Südosten ausgerichtete Lage zwischen La Morra und Barolo wird seit Generationen als „Riviera delle Langhe“ bezeichnet, weil hier selbst im Winter der Schnee besonders schnell schmilzt. Die Kombination aus kalkhaltigem Mergel, Ton und sandigen Anteilen bringt Weine hervor, die Kraft und Finesse auf einzigartige Weise vereinen. Nur wenige Weingüter besitzen Parzellen in diesem historischen Cru – Boroli gehört dazu.
Schon das Bouquet besitzt eine beeindruckende Noblesse. Reife Schwarzkirschen und dunkle Waldbeeren verbinden sich mit Kamillenblüten, Rosenblättern und Veilchen. Mit etwas Luft folgen Süßholz, feiner Tabak, getrocknete Kräuter und ein Hauch Teer. Alles wirkt ruhig, tief und präzise – kein lauter Barolo, sondern einer, der seine Größe erst nach und nach offenbart.
Am Gaumen zeigt der Cerequio 2016 die ganze Klasse dieses Ausnahmejahrgangs. Die Frucht ist konzentriert, aber niemals üppig. Schwarzkirsche, rote Johannisbeere und Blutorange werden von einer vibrierenden Säure und seidigen, perfekt integrierten Tanninen getragen. Hinzu kommen Lakritz, feine Gewürze und eine salzige Mineralität, die dem Wein enorme Spannung verleihen. Trotz seiner Kraft bleibt der Eindruck stets elegant und schwebend – genau jene Balance, für die Cerequio weltweit geschätzt wird. Die lange Reife im großen Holz verleiht zusätzliche Tiefe, ohne den Charakter der Lage zu überdecken.
Der Nachhall scheint kaum enden zu wollen. Rote und dunkle Beeren, Rosen, Gewürze und eine feine kalkige Mineralität begleiten den Wein minutenlang. Mit weiterer Flaschenreife werden sich Trüffel, Leder und balsamische Noten noch stärker entfalten. Ein großer Cerequio – aristokratisch, komplex und mit einem Reifepotenzial über Jahrzehnte.Cerequio zählt zu den legendärsten Weinbergen des Barolo.
Bereits im 19. Jahrhundert bezeichnete der Agronom Lorenzo Fantini den Cru als „zona sceltissima“ – als eine der besten Lagen überhaupt. Das außergewöhnlich warme Mikroklima brachte ihm den Beinamen „Riviera delle Langhe“ ein. Kalkmergel, Ton und sandige Einschlüsse schaffen ideale Bedingungen für Nebbiolo, der hier eine seltene Verbindung aus Tiefe, Duft und Eleganz entwickelt.
Der Jahrgang 2016 gilt als Bilderbuchjahr. Ein kühler Vegetationsbeginn, ausreichende Wasserreserven und ein langer, trockener Herbst ermöglichten eine perfekte phenolische Reife. Boroli spricht selbst von einem Jahrgang mit „meisterhafter Balance“, außergewöhnlicher Struktur und großem Entwicklungspotenzial – eine Einschätzung, die von den internationalen Kritikern eindrucksvoll bestätigt wurde.
Barolo DOCG 2020 Magnum – Achille Boroli
Manche Weine gewinnen durch Zeit – manche zusätzlich durch das richtige Format. Der Barolo DOCG 2020 in der Magnum gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Er vereint die besten Nebbiolo-Parzellen der Familie Boroli in Castiglione Falletto und zeigt die klassische Handschrift des Hauses: Eleganz vor Kraft, Herkunft vor Opulenz. In der Magnum reift dieser Stil noch langsamer und gleichmäßiger – ideale Voraussetzungen für einen Barolo, der über viele Jahre hinweg an Komplexität gewinnt.
Das Bouquet öffnet sich mit reifen Kirschen, saftigen Pflaumen und kandierter Orangenzeste. Dazu gesellen sich Rosenblätter, balsamische Kräuter und feine Lakritznoten. Mit etwas Luft entwickeln sich Anklänge von Zedernholz, Tabak und süßen Gewürzen. Die Nase wirkt bereits erstaunlich offen, besitzt aber jene Tiefe und Ruhe, die auf eine lange Zukunft schließen lassen.
Am Gaumen zeigt sich der 2020er großzügig und harmonisch. Reife rote und dunkle Früchte verbinden sich mit einer lebendigen Säure und außergewöhnlich feinen, samtigen Tanninen. Lakritz, Blutorange und eine kalkig-mineralische Ader verleihen dem Wein Struktur und Spannung. Trotz seiner Konzentration bleibt alles im Gleichgewicht – nichts wirkt schwer oder überladen. Gerade im Magnumformat bewahrt der Wein seine jugendliche Frische länger und entwickelt seine tertiären Aromen deutlich langsamer. So verbindet er schon heute Charme mit der Gelassenheit eines großen Barolo für den Keller.
Das Finale ist lang, würzig und mineralisch. Kirschen, Orangenzeste, feine Kräuter und eine salzige Note begleiten den Wein bis weit in den Nachhall. Ein Barolo voller Harmonie und klassischer Eleganz, dessen wahre Größe sich im Magnumformat Jahr für Jahr weiter entfalten wird.
Manche Weine werden mit den Jahren besser – Magnumflaschen geben ihnen dafür noch mehr Zeit.
Der klassische Barolo DOCG ist die Visitenkarte von Achille Boroli. Er vereint die besten Nebbiolo-Parzellen der Familie in Castiglione Falletto und bringt die Handschrift des Hauses auf den Punkt: lange Maischestandzeiten, Ausbau im großen Holz und kompromisslose Ausrichtung auf Eleganz und Terroir. Der Jahrgang 2020 profitierte von einem warmen, aber ausgeglichenen Vegetationsverlauf mit kühlen Nächten vor der Lese. Das Ergebnis sind Weine mit reifer Frucht, seidigen Tanninen und bemerkenswerter Balance.
Im Magnumformat verläuft die Reifung langsamer als in der Standardflasche. Sauerstoffeinfluss und Entwicklung sind besser ausbalanciert, wodurch Frische, Duft und Struktur länger erhalten bleiben. Gerade klassische Barolo wie dieser gewinnen dadurch zusätzliche Tiefe und entwickeln ihre komplexen Aromen über viele Jahre hinweg. Wer Geduld mitbringt, wird mit einer außergewöhnlichen Entwicklung belohnt.
Barolo Brunella DOCG 2019 – Achille Boroli
Der Brunella ist das Herzstück von Achille Boroli. Während Cerequio für seine aristokratische Eleganz und Villero für seine kühle Präzision steht, verkörpert Brunella die persönliche Interpretation eines großen Barolo. Die historische Monopollage liegt auf einem ovalen Hügel westlich von Castiglione Falletto und gehört vollständig der Familie Boroli. Jede Mikroparzelle wird separat gelesen und vinifiziert, bevor nach mindestens 18 Monaten im Holz die endgültige Cuvée entsteht. So entsteht ein Wein, der nicht nur Nebbiolo, sondern die Identität dieses besonderen Hügels widerspiegelt.
Bereits das Bouquet fasziniert durch seine Klarheit und Eleganz. Reife Walderdbeeren, rote Kirschen und Himbeeren steigen zuerst aus dem Glas, begleitet von Rosenblüten und frühlingshaften Blütennoten. Dahinter entfalten sich feine Anklänge von Zimt, frischer Minze und grünem Tee. Mit zunehmender Belüftung folgen Zedernholz, dezente balsamische Nuancen und ein Hauch Lakritz. Die Aromatik wirkt niemals opulent, sondern fein verwoben und von bemerkenswerter Präzision geprägt.
Am Gaumen zeigt der 2019er Brunella die Größe des Jahrgangs. Die Frucht ist klar und saftig, getragen von einer lebendigen Säure und geschliffenen, engmaschigen Tanninen. Rote Kirsche, Walderdbeere und Blutorange verbinden sich mit feiner Kräuterwürze, Minze und einer kalkig-mineralischen Spannung. Trotz seiner Konzentration wirkt der Wein leichtfüßig und fast schwebend. Genau diese Verbindung aus Energie, Eleganz und Tiefe macht den Brunella so faszinierend. Die lange Maischestandzeit und der behutsame Ausbau im großen Holz verleihen zusätzliche Struktur, ohne die Herkunft zu überdecken.
Das Finale ist lang, salzig und vielschichtig. Rote Früchte, Rosen, feine Gewürze und mineralische Noten klingen minutenlang nach. Mit zunehmender Flaschenreife werden Trüffel, Leder und getrocknete Kräuter immer stärker hervortreten. Ein großer Barolo, der die klassische Eleganz des Jahrgangs 2019 mit der unverwechselbaren Handschrift der Monopollage Brunella verbindet.Brunella ist kein gewöhnlicher Cru – sondern ein Monopol.
Während sich die meisten berühmten Barolo-Lagen auf viele Erzeuger verteilen, gehört der gesamte Hügel Brunella ausschließlich der Familie Boroli. Der Name taucht bereits vor mehr als 450 Jahren in historischen Dokumenten auf und bezeichnet bis heute eine exakt abgegrenzte Weinbergslage. Jede Parzelle wird einzeln gelesen und vinifiziert, sodass die Unterschiede innerhalb des Weinbergs bis ins Detail erhalten bleiben. Erst nach der Reife im Holz entsteht daraus die endgültige Cuvée – die Essenz der Lage Brunella.
Der Jahrgang 2019 gilt in den Langhe als Musterbeispiel eines klassischen Barolo-Jahres. Nach einem kühlen Vegetationsbeginn sorgten ein moderater Sommer und eine lange Reifephase bis in den Oktober für Nebbiolo mit perfekter phenolischer Reife, frischer Säure und außergewöhnlicher Balance. Genau diese Harmonie macht den Brunella 2019 schon heute beeindruckend und verspricht gleichzeitig ein Reifepotenzial von mehreren Jahrzehnten.
Barolo Cerequio DOCG 2019 Magnum – Achille Boroli
Der Cerequio gehört zu den legendärsten Crus des Barolo. Die nach Süden und Südosten ausgerichtete Lage zwischen La Morra und Barolo wird nicht ohne Grund als „Riviera delle Langhe“ bezeichnet – hier entstehen Nebbiolo von außergewöhnlicher Eleganz, Tiefe und Finesse. Achille Boroli bewirtschaftet in dieser Spitzenlage rund 1,3 Hektar und vinifiziert jede Parzelle separat, bevor die einzelnen Partien nach mindestens 18 Monaten im großen Holz zur finalen Cuvée zusammengeführt werden. Die Magnum verleiht diesem großen Terroir zusätzlich Zeit und Ruhe zur Entfaltung.
Schon das Bouquet besitzt eine faszinierende Präzision. Reife Walderdbeeren, rote Kirschen und Himbeeren verbinden sich mit Rosenblättern und Veilchen. Dahinter entwickeln sich feine Noten von Zimt, Minze und grünem Tee, später folgen Tabak, Teer und ein Hauch balsamischer Würze. Die Aromatik wirkt nobel und vielschichtig – typisch Cerequio, wo Eleganz stets über Kraft steht.
Am Gaumen präsentiert sich der 2019er dicht und zugleich schwebend leicht. Saftige rote Kirschen, Walderdbeeren und Blutorange werden von einer vibrierenden Säure und engmaschigen, seidigen Tanninen getragen. Lakritz, feine Gewürze und eine kalkige Mineralität verleihen dem Wein zusätzliche Tiefe. Beeindruckend ist die Balance: Trotz seiner Konzentration wirkt der Wein niemals schwer, sondern präzise, linear und voller Energie. Die Magnum unterstreicht diesen Eindruck noch einmal – sie bewahrt die jugendliche Frische und lässt die komplexen Aromen über viele Jahre hinweg langsam zusammenfinden.
Der Nachhall ist außergewöhnlich lang. Rote Frucht, Rosen, Minze und feine salzige Mineralität bleiben minutenlang präsent. Mit zunehmender Reife werden Trüffel, Leder und getrocknete Kräuter immer stärker hervortreten. Ein großer Cerequio, dessen aristokratische Eleganz im Magnumformat noch eindrucksvoller zur Geltung kommt.
Große Lagen verdienen große Formate.
Der Cerequio zählt seit dem 19. Jahrhundert zu den berühmtesten Weinbergen des Barolo. Seine südöstliche Ausrichtung und die kalkhaltigen Mergelböden bringen Nebbiolo hervor, die für ihre Verbindung aus Duft, Tiefe und Eleganz weltweit geschätzt werden. Achille Boroli vinifiziert jede Parzelle separat und lässt den Wein mindestens 18 Monate im großen Holz reifen, bevor er nach weiterer Flaschenlagerung auf den Markt kommt.
Der Jahrgang 2019 gilt als klassischer Barolo-Jahrgang mit perfekter Balance zwischen Frucht, Säure und Tannin. Im Magnumformat entwickelt sich der Wein langsamer als in der Standardflasche. Die größere Füllmenge sorgt für eine behutsamere Reifung, wodurch Frische, Duft und Struktur länger erhalten bleiben. Das macht die Magnum zur idealen Wahl für alle, die erleben möchten, wie sich ein großer Barolo über Jahrzehnte entfaltet.
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