Syrah Terre Siciliane IGP 2024
Funaro – Santa Ninfa/Trapani | Sizilien | bio
Der Syrah 2024 von Funaro ist ein reinsortiger, biologisch erzeugter Syrah aus den Weinbergen der Tenuta di Salemi. Er steht für einen unkomplizierten, mediterranen Stil: viel rote Frucht, schwarzer Pfeffer und Lakritz, getragen von weichen Tanninen und einer angenehmen Frische.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen fruchtig mit roten Beeren und reifen Kirschen, dazu kommen die für Syrah charakteristischen Noten von schwarzem Pfeffer und Lakritz. Am Gaumen präsentiert er sich weich, ausgewogen und saftig. Die Frucht steht im Vordergrund, während die harmonischen, gut eingebundenen Tannine für Struktur sorgen. Eine feine Würze begleitet den Wein bis ins Finale. Der Nachhall ist fruchtig, würzig und angenehm frisch.
Ein unkomplizierter, mediterraner Syrah mit viel Frucht, Pfefferwürze und weichem Tannin.Die Syrah-Trauben stammen aus der Tenuta di Salemi auf etwa 140 Metern Höhe. Der Boden ist reich an organischer Substanz und besitzt eine schluffig-tonige Struktur, die den Reben eine gute Wasserversorgung ermöglicht.Die Lese findet gewöhnlich Ende August bis Anfang September statt – bewusst in den kühleren Stunden des Tages. Nach sorgfältiger Selektion werden die Trauben etwa zehn Tage auf den Schalen mazeriert und bei rund 20 °C im Edelstahl vergoren. Anschließend folgt die natürliche malolaktische Gärung.Der weitere Ausbau erfolgt im Edelstahl, bevor der Wein auf der Flasche verfeinert wird. Holz spielt bei diesem Wein keine Rolle. Dadurch bleibt die charakteristische Frucht- und Pfefferaromatik des Syrah klar und unverfälscht erhalten. Der Jahrgang 2024 wird mit 14 % vol. angegeben.
Perfekt zu
Der Syrah ist ein sehr vielseitiger Begleiter:
Salsiccia vom Grill
gegrilltes Hähnchen
Schweinefleisch
Lamm
Pasta mit Ragù
Pizza mit Salami
Couscous mit Fleisch oder Gemüse
mediterrane Gemüsegerichte
Salumi
mittelkräftige und gereifte Käse
Besonders schön ist die Kombination mit sizilianischem Couscous mit Gemüse und würziger Salsiccia: Die Pfeffernoten des Syrah greifen die Würze des Gerichts auf, während die saftige rote Frucht für einen schönen Kontrast sorgt.
Auch zu gegrillter Salsiccia ist er ausgesprochen stimmig.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C.
Verkostungsnotiz:Sattes, funkelndes Rubinrot. In der Nase fester Duft nach vor allem dunklen Waldbeeren, Kirschen, getrockneten Kräutern und Gewürzen, begleitet von speckigen und erdigmineralischen Aromen. Am Gaumen wieder deutliche, klare Fruchtnoten, saftig und vollmundig, weiches, feinkörniges Tannin, flankiert von leichtem Säurebiss, Kakaonoten neben würzig-pfeffrigen Assoziationen. Ein eleganter, trinkfreudiger Wein mit großem Entwicklungspotential und langem, saftigem Nachhall. Sehr zart und elegant fast burgundisch Domaine de l’Horizon - Calce, Languedoc-RoussillonDas Weingut wurde von Thomas Teibert Ende 2005 gegründet, davor war er als Önologe bei der namhaften Tenuta Manincor in Südtirol tätig. Er verfügt über 16 ha Weinberge die mit uralten Rebenstöcken der Sorten Grenache Gris, Grenache Blanc, Macabeau, Grenache Noir und Carignan bestockt sind.Wie auch auf Manincor arbeitet Teibert auf seiner Domaine nach biodynamischen Grundsätzen, sehr puristisch und mit Spontanvergärung. Dies und die unglaubliche Bodenvielfalt sowie klimatisch optimale Bedingungen sind wichtige Erfolgsfaktoren für seine aussergewöhnlichen Weine, die bereits im ersten Jahrgang 2007 spektakuläre Bewertungen erhielten.La Revue de Vin de France:"Thomas Teibert, die Entdeckung des Jahres“."Hommes du vin 2010"
„Lusirà“ Syrah Sicilia DOC 2021
Baglio del Cristo di Campobello – Campobello di Licata, Agrigento | Sizilien
Der Lusirà 2021 ist der reinsortige Syrah von Baglio del Cristo di Campobello. Er verbindet die würzige, pfeffrige Typizität der Rebsorte mit der warmen, mediterranen Frucht des sizilianischen Klimas. Dabei zeigt er deutlich die Handschrift des Hauses: präzise, elegant und strukturiert statt übermäßig opulent.
Charakter & Verkostung
Im Glas präsentiert sich der Lusirà in einem tiefen Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist intensiv und typisch Syrah: schwarze Kirsche, Brombeere und Heidelbeere treffen auf schwarzen Pfeffer, Lakritz und dunkle Gewürze. Dazu kommen balsamische Anklänge, mediterrane Kräuter und feine Kakao- und Tabaknoten. Am Gaumen ist er voll und saftig, mit reifer dunkler Frucht und einer angenehm würzigen Mitte. Das feinmaschige Tannin gibt Struktur, während die lebendige Säure für Frische sorgt. Besonders schön ist das Wechselspiel zwischen süßer dunkler Frucht und pfeffriger Würze. Der mediterrane Charakter ist spürbar, ohne dass der Wein schwer oder marmeladig wirkt. Das Finale ist lang, würzig und leicht balsamisch, mit schwarzer Frucht, Pfeffer und einem Hauch Kakao.
Ein eleganter mediterraner Syrah – saftig, würzig und kraftvoll, aber mit bemerkenswerter Frische.Lusirà ist der Syrah von Baglio del Cristo di Campobello und steht für die internationale Rebsorte in einem ausgesprochen sizilianischen Terroir.Das Weingut liegt bei Campobello di Licata in der Provinz Agrigento, im Süden Siziliens, wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Die Weinberge liegen auf hügeligem Terrain und profitieren von den warmen Tagen, kühlen Nächten und den stetigen Meereswinden.Die Böden des Gutes sind stark von Kalk und Gips geprägt. Diese mineralische Grundlage verleiht dem Wein trotz der mediterranen Wärme Spannung und Frische.Die Syrah-Trauben werden von Hand in kleinen Kisten gelesen und sorgfältig selektiert. Nach der Entrappung erfolgt eine klassische Maischegärung mit längerem Kontakt zu den Schalen. Dadurch entstehen die intensive Farbe, die dunkle Frucht und das strukturierende Tannin.Der Ausbau erfolgt teilweise in französischer Eiche, wodurch der Syrah zusätzliche Komplexität erhält. Die Holzaromen bleiben dabei im Hintergrund und unterstützen die charakteristische Pfeffer- und Fruchtaromatik.
Der Jahrgang 2021 verbindet die reife Frucht des warmen sizilianischen Klimas mit einer guten Säurestruktur – genau diese Kombination macht den Lusirà so trinkanimierend.
Perfekt zu
Der Lusirà ist ein hervorragender Begleiter zu würziger, mediterraner Küche:
Lamm vom Grill
Rindersteak
geschmortes Rind
Wildschwein
Salsiccia
Lammragout
Pasta mit kräftigem Ragù
Pizza mit würziger Salami
Aubergine und Paprika vom Grill
BBQ
gereifter Pecorino
Besonders spannend ist die Kombination mit Lamm mit Rosmarin und Knoblauch: Die pfeffrige Würze des Syrah nimmt die Kräuternoten auf, während die dunkle Frucht einen schönen Kontrast zum herzhaften Fleisch bildet.
Auch zu Salsiccia vom Grill funktioniert der Lusirà hervorragend.
Serviertemperatur: etwa 16–18 °C. Dekantieren: etwa 30–60 Minuten vor dem Genuss empfehlenswert.
Syrah Costa Toscana IGT „Pitis“ 2018 – La Fralluca
Suvereto – Toskana
Der „Pitis“ Syrah Costa Toscana IGT 2018 von La Fralluca ist die Spitzeninterpretation der Syrah-Rebe des kleinen, qualitätsorientierten Weinguts aus Suvereto an der Costa Toscana. Der Wein zeigt eindrucksvoll, wie elegant und fein Syrah in der mediterranen Landschaft der toskanischen Küste interpretiert werden kann.
Der Name „Pitis“ stammt aus der griechischen Mythologie: Pitis, eine Nymphe, wird nach einer tragischen Liebesgeschichte in eine Seekiefer verwandelt – ein Symbol, das La Fralluca mit der Landschaft rund um Suvereto verbindet.
Für den „Pitis“ werden ausschließlich Syrah-Trauben aus den besonderen Weinbergen Punta und Romano verwendet. Dort wachsen Rhône-Klone auf armen, steinigen Böden, die dem Wein seine typische Würze, Mineralität und elegante Struktur verleihen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Pitis 2018 in einem tiefen Rubinrot mit leicht violetten Reflexen.
Die Nase ist offen und vielschichtig. Es dominieren Aromen von Amarenkirsche, Brombeere und roten Waldfrüchten, begleitet von Veilchen, wilden Kräutern und schwarzem Pfeffer. Dahinter entwickeln sich feinere Nuancen von Graphit, mediterraner Macchia, Thymian und einer eleganten balsamischen Würze.
Am Gaumen zeigt der Wein eine bemerkenswerte Balance zwischen mediterraner Reife und kühler Eleganz. Die Frucht wirkt saftig und präzise: Kirsche, rote Johannisbeere und dunkle Beeren verbinden sich mit würzigen Noten von Pfeffer, Kräutern und mineralischer Tiefe. Die Tannine sind weich und harmonisch eingebunden, geben aber genügend Struktur für eine lange Entwicklung.
Der Jahrgang 2018 zeigt den Pitis bereits mit schöner Reife: weniger geprägt von Kraft und Extraktion, sondern von Finesse, Trinkfluss und aromatischer Klarheit. Eine feine Frische trägt den Wein und verleiht ihm trotz seiner mediterranen Herkunft eine elegante Spannung.
Das Finale ist lang und würzig mit Anklängen von Kirsche, Graphit, Kräutern und feiner Mineralität.
Ein charaktervoller toskanischer Syrah – zwischen Rhône-Würze, mediterraner Sonne und der Eleganz von Suvereto.
Syrah mit italienischer Seele und Rhône-Herkunft.
La Fralluca wurde von Francesca und Luca gegründet und verfolgt eine klare Philosophie: Die Weine sollen nicht nur die Rebsorte zeigen, sondern vor allem den Ort, an dem sie entstehen. Die Trauben stammen ausschließlich aus eigenen Weinbergen und werden sorgfältig von Hand gelesen.
Der „Pitis“ ist die besondere Syrah-Selektion des Hauses. Die Verwendung von Rhône-Klonen verbindet die Herkunft der Rebsorte mit dem einzigartigen Mikroklima von Suvereto: warme Tage, kühlende Meereswinde und mineralische Böden schaffen einen Syrah mit mediterraner Ausdruckskraft und gleichzeitig bemerkenswerter Eleganz.
Der Ausbau unterstützt diesen Stil: Die Konzentration kommt aus dem Weinberg, nicht aus Überextraktion. Das Ergebnis ist ein Wein mit Tiefe, aber auch mit Finesse und Trinkfreude. Der Jahrgang 2018 zeigt heute eine schöne Balance aus reifer Frucht und gereiften würzigen Noten.
Perfekt zu:
Lamm mit Rosmarin und Kräutern
Wildgerichten
geschmortem Rind
gegrilltem Fleisch
gereiftem Pecorino Toscano
Pasta mit kräftigem Ragù
Bolgheri Rosso DOC 2022 – Le Macchiole
Le Macchiole, Castagneto Carducci – Toskana
Der Bolgheri Rosso DOC 2022 von Le Macchiole ist einer der bekanntesten Einstiegsweine dieser legendären Bolgheri-Kellerei – und zugleich ein Wein, der weit mehr ist als ein „kleiner Bruder“ der großen Gewächse. Seit dem ersten Jahrgang 2004 steht dieser Wein für die Philosophie des Hauses: Eleganz, Trinkfluss und Herkunftsausdruck, ohne auf Tiefe und Komplexität zu verzichten. Das Weingut beschreibt ihn selbst als die „reinste und unverfälschteste Ausdrucksform von Bolgheri“ aus eigener Sicht.
Die Cuvée des Jahrgangs 2022 besteht aus Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Syrah. Die Trauben stammen aus mehreren eigenen Parzellen rund um Bolgheri. Nach etwa 15 Tagen Gärung und Mazeration im Edelstahltank reift der Wein 10 Monate, davon etwa 70 % in gebrauchten französischen Barriques (3. und 4. Belegung) und 30 % im Beton, wodurch Frucht, Frische und Terroir erhalten bleiben.
Verkostung
Bereits die Farbe zeigt die typische Handschrift von Le Macchiole: dichtes Rubinrot mit violetten Reflexen.
In der Nase präsentiert sich der 2022er sehr einladend und komplex. Dunkle und rote Früchte stehen im Vordergrund: Brombeere, Schwarzkirsche, Cassis und reife Pflaume. Dazu kommen elegante würzige Noten von schwarzem Pfeffer, mediterranen Kräutern und Lakritz. Mit etwas Luft zeigen sich Anklänge von Tabak, dunkler Schokolade, Kaffee und feinem Zedernholz. Die Aromatik verbindet die Wärme der toskanischen Küste mit der kühlen Präzision eines großen Bordeaux-inspirierten Blends.
Am Gaumen wirkt der Wein saftig, geschmeidig und hervorragend balanciert. Die dunkle Frucht besitzt viel Tiefe, bleibt aber immer von einer lebendigen Säure getragen. Die Tannine sind fein und elegant eingebunden – typisch für Le Macchiole: kein wuchtiger Kraftwein, sondern ein Wein mit Spannung und Trinkfluss. Schwarzkirsche, Cassis und Pflaume treffen auf feine Würze, Kakao und eine dezente mineralische Ader. Der Ausbau im gebrauchten Holz gibt Struktur und Länge, ohne die Frucht zu überdecken.
Das Finale ist lang, harmonisch und würzig. Dunkle Beeren, Kräuter, Lakritz und eine feine Schokoladennote bleiben lange präsent.
Ein moderner Bolgheri-Klassiker: elegant, mediterran und mit jener Mischung aus Bordeaux-Struktur und toskanischer Wärme, die Le Macchiole berühmt gemacht hat.
Ein Klassiker, der zeigt, warum Bolgheri zu den spannendsten Weinregionen Italiens gehört.
Als Le Macchiole in den 1980er-Jahren gegründet wurde, gehörte das Weingut zu den Pionieren einer neuen Generation von Winzern in Bolgheri. Die Region an der toskanischen Küste war damals noch weit entfernt von ihrem heutigen Weltruhm. Mit viel Experimentierfreude und einem klaren Qualitätsanspruch entwickelte sich Le Macchiole zu einem der prägenden Namen der Region.
Der Bolgheri Rosso wurde geschaffen, um die Essenz dieses besonderen Terroirs zugänglich zu machen: die Nähe zum Meer, die warmen Tage, die kühlenden Winde und die besonderen Böden zwischen Lehm, Sand und Kies. Die Verwendung internationaler Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot, ergänzt durch Syrah, ist typisch für Bolgheri und verleiht den Weinen ihre einzigartige Verbindung aus mediterraner Fülle und klassischer Eleganz.
Der Jahrgang 2022 war für Le Macchiole besonders anspruchsvoll: Ein trockener Sommer verlangte sorgfältige Selektion im Weinberg, doch Niederschläge und kühlere Bedingungen zur späteren Reifephase ermöglichten eine gute Balance zwischen Konzentration und Frische.
Perfekter Begleiter zu:
Bistecca alla Fiorentina
Wildgerichten
geschmortem Rind
Pasta mit kräftigen Saucen
gereiftem Hartkäse
Syrah Cortona DOC 2022 (Bio & biodynamisch) – Stefano Amerighi
Foiano della Chiana (Arezzo) – Toskana
Der Syrah Cortona DOC 2022 von Stefano Amerighi gehört zu den beeindruckendsten reinsortigen Syrah-Interpretationen Italiens. Amerighi hat sich ganz dieser Rebsorte verschrieben und zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial Syrah in der Toskana entfalten kann. Der Wein stammt aus biodynamisch bewirtschafteten Weinbergen rund um Cortona, aus einer einzigartigen Kombination von Ton, Schiefer und kalkhaltigen Böden. Die Trauben werden vollständig von Hand gelesen und mit minimalen Eingriffen verarbeitet: teilweise als ganze Trauben, teilweise entrappt und traditionell mit den Füßen eingemaischt. Die spontane Gärung erfolgt in kleinen Zementbehältern ohne Temperaturkontrolle, anschließend reift der Wein lange in Zement und teilweise in Keramikgefäßen sowie großen Holzfässern.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich ein tiefes, leuchtendes Rubinrot mit violetten Reflexen – konzentriert, aber nicht schwer.
Die Nase ist typisch für hochwertigen Syrah und gleichzeitig klar von der toskanischen Herkunft geprägt. Schwarze Johannisbeere, Brombeere und Schwarzkirsche verbinden sich mit Veilchen, schwarzem Pfeffer und mediterranen Kräutern. Dazu kommen feinere Nuancen von Lakritz, Tabak, Graphit und dunkler Schokolade. Besonders spannend ist die Kombination aus reifer dunkler Frucht und kühler Würze – ein Stil, der eher an große Rhône-Syrahs erinnert, aber durch die mediterrane Sonne Cortonas eine eigene Persönlichkeit erhält.
Am Gaumen zeigt der 2022er enorme Präzision. Die dunkle Frucht wirkt saftig und frisch, getragen von einer lebendigen Säure und einer markanten mineralischen Spannung. Die Tannine sind feinkörnig, fest und kalkig, geben Struktur, ohne den Wein zu beschweren. Aromen von Brombeere, Sauerkirsche, schwarzem Pfeffer und Süßholz begleiten den langen, dynamischen Verlauf. Trotz seiner Kraft bleibt der Wein elegant und vibrierend – ein typisches Merkmal der Weine von Stefano Amerighi.
Das Finale ist lang, würzig und tiefgründig. Pfeffer, dunkle Beeren, Kräuter und eine feine steinige Mineralität bleiben lange erhalten.
Ein großer Syrah mit mediterraner Seele – kraftvoll, aber niemals breit; tief, aber immer frisch.
Ein Toskana-Syrah, der beweist, dass große Weine aus Überzeugung entstehen.
Als Stefano Amerighi Anfang der 2000er-Jahre seine ersten Syrah-Reben pflanzte, war dies in Cortona noch ein mutiges Projekt. Heute gilt sein Weingut als eine der besten Adressen für diese Rebsorte außerhalb der nördlichen Rhône. Seine Weinberge werden nach biodynamischen Prinzipien bewirtschaftet und sind Demeter-zertifiziert. Ziel ist nicht maximale Konzentration, sondern ein lebendiger Wein, der Boden, Klima und Jahrgang widerspiegelt.
Die Weinbereitung folgt einer sehr traditionellen Philosophie: spontane Vergärung mit natürlichen Hefen, Arbeiten ohne Pumpen, lange Mazeration und möglichst wenig technische Eingriffe. Der Ausbau erfolgt überwiegend in Zement, teilweise ergänzt durch Keramik und großes Holz. Dadurch bleibt die aromatische Reinheit des Syrah erhalten und die mineralische Struktur des Terroirs tritt hervor.
Der Jahrgang 2022 zeigt besonders schön die Balance zwischen Reife und Frische. Kritiker würdigen ihn für seine würzige Aromatik, seine präzise Säure und die dynamische, kalkige Tanninstruktur; unter anderem erhielt er 95 Punkte von James Suckling.
Perfekt zu:
Lammkarree mit Kräutern
geschmortem Rind
Wildgerichten
gegrilltem Fleisch
Pasta mit kräftigem Ragù
gereiftem Pecorino
VerkostungsnotizSattes, glänzendes Rubingranat. In der Nase überschwenglicher Duft nach dunklen Waldbeeren, Holunderbeeren und schwarzen Oliven, Noten von Tabak und Zedernholz. Am Gaumen kraftvoll und dicht, delikate Frucht, mit elegantem Körper und festem Tannin, ein klasse Wein mit Charakter, druckvoll am Gaumen, mit gutem Entwicklungspotential und langem Nachklang. Weingut Hans und Philipp Grassl - Göttlesbrunn, CarnuntumDas Weingut wird von Hans Grassl und Sohn Philipp geführt. Die Weingärten umfassen 22 Hektar Rebfläche in den Rieden Aubühel, Bärnreiser, Kräften und Neuberg. Sie sind zu 90% mit den Rotweinsorten Zweigelt (50%), St. Laurent, Merlot, Blaufränkisch, Pinot Noir, Syrah und Cabernet Sauvignon, sowie zu 10% mit den Weißweinsorten Grüner Veltliner, Welschriesling, Chardonnay und Sauvignon Blanc bestockt. Die Stockdichte beträgt 5.000 bis 6.500 Reben je Hektar. Die Weißweine und im klassischen Stil vinifizierten Rotwein werden im Edelstahltank oder großen Holzfässern vergoren und ausgebaut. Die PremiumRotwein, wie Bärnreiser (Zweigelt, Merlot, Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch), Bärnreiser Reserve (Merlot, Blaufränkisch, Zweigelt), Rubin Carnuntum (Zweigelt, Blaufränkisch) und St. Laurent Reserve werden in Holzgärständern vergoren und in französischen Barriques ausgebaut.
Syrah Reserve 2023 (Bio), GRASSL, Göttlesbrunn – Carnuntum
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Grassl in Göttlesbrunn gehört zu den renommierten Rotweinspezialisten des Carnuntum. Der Betrieb bewirtschaftet rund 21 Hektar und konzentriert sich klar auf Rotweine wie Zweigelt, Blaufränkisch, Sankt Laurent und Pinot Noir. Der Syrah Reserve nimmt dabei eine Sonderstellung ein und gehört zu den beiden großen Reserveweinen des Hauses. Die Reben für diesen Wein wurden bereits Anfang der 1990er-Jahre aus Frankreich nach Österreich gebracht – damals noch nicht offiziell zugelassen. Seit 2004 wird der Syrah bei Grassl separat ausgebaut. Heute ist der Wein vollständig legal und als BIO-Wein ausgewiesen.
Lage & Terroir
Der Syrah stammt aus derselben Riede wie der Ried Bärnreiser 1ÖTW. Die Lage liegt am östlichen Abbruch der Donauschotterterrasse der Arbesthaler Hügelkette und ist ausgesprochen warm, trocken und schottrig. Am Oberhang findet sich quarzreicher Feinschotter; darunter liegen tiefgründige miozäne Ablagerungen aus Ton, Schluff und Sand. Der hohe Kalkanteil der Böden und die tiefgründige Struktur sorgen zugleich für Kraft, Würze und Komplexität.
Jahrgang 2023
Der 2023er besitzt 15,5 % vol. Alkohol, 5,9 g/l Säure und 1,5 g/l Restzucker. Trotz des hohen Alkoholgehalts wird der Wein trocken und durch die frische Säure gut ausbalanciert präsentiert.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden Anfang Oktober in zwei Selektionsdurchgängen von Hand gelesen. Anschließend erfolgt eine natürliche Spontangärung ohne Zusätze in Holzgärständern bei rund 30 °C. Der Tresterhut wird schonend untergestoßen, die Maischestandzeit beträgt 24 Tage. Danach folgt der biologische Säureabbau in zu 50 % neuen beziehungsweise gebrauchten französischen Barriques. Die anschließende Reife erfolgt mit natürlicher Sedimentation über insgesamt 22 Monate bis zur Abfüllung im Dezember 2025.Der Ausbau ist bewusst als „Low Intervention“-Vinifikation angelegt. Dadurch bleibt die ursprüngliche Frucht erhalten, während die lange Reife im französischen Holz für zusätzliche Tiefe, Würze und geschmeidige Struktur sorgt.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein intensiv und tiefgründig mit schwarzen Oliven und dunklen Holunderbeeren. Dazu kommen dunkle Beerenfrucht, pfeffrige Würze und eine kühle, fast fleischige Aromatik. Der typische Syrah-Charakter mit dunkler Frucht, Olive und Würze ist klar erkennbar.
Am Gaumen
Kräftig, dicht und kernig. Die dunkle Frucht besitzt viel Druck und wird von markantem, griffigem Tannin strukturiert. Trotz seiner Fülle wirkt der Wein nicht breit, sondern besitzt eine kühle Fruchtspannung und eine tragende Säure. Schwarze Beeren, Holunder und würzige Noten werden von feinen Röstaromen und einer pfeffrigen Komponente begleitet. Das Finale ist lang und konzentriert. Mit zunehmender Belüftung treten zunehmend dunkle Gewürze, Lakritz, Rauch und mineralische Anklänge hervor.
Aromatik
schwarze Olive
dunkle Holunderbeere
Brombeere
schwarze Kirsche
schwarzer Pfeffer
Lakritz
feine Röstaromen
dunkle Kräuterwürze
rauchige Nuancen
kalkige, mineralische Anklänge
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2023 weist das Weingut selbst folgende Bewertungen aus:
Falstaff: 94 Punkte
A la Carte: 94 Punkte
Vinaria: 4 Sterne
Damit gehört die 2023er Syrah Reserve zu den hoch bewerteten Rotweinen des Hauses.
Reifepotenzial
Das Weingut gibt ein Reifepotenzial von mehr als 15 Jahren an. Aufgrund der hohen Konzentration, des festen Tannins, der Säure und des langen Ausbaus besitzt der Wein sehr gute Voraussetzungen für eine ausgedehnte Flaschenentwicklung.Bei weiterer Reife dürften sich die Primärfruchtaromen zunehmend mit Leder, Tabak, dunkler Schokolade, Unterholz, Garrigue und würzigen Syrah-Noten verbinden.
Servieren
Ideal bei 16–18 °C. Ein großes Rotweinglas ist empfehlenswert. Die noch vorhandene Dichte profitiert von ausreichender Belüftung; etwa 30–60 Minuten in der Karaffe sind sinnvoll.
Speisenbegleitung
Hervorragend zu:
Ente
Gans
Fasan und anderem dunklem Wildgeflügel
Reh und Hirsch
kurz gebratenem Rind
Lamm
kräftigen BBQ-Gerichten
geschmortem Fleisch
würzigen Fleischgerichten
reifen Hart- und Weichkäsen
Diese Ausrichtung entspricht auch der offiziellen Speisenempfehlung des Weinguts.
Verkostungsnotiz:Sattes, funkelndes Rubinrot. In der Nase fester Duft nach vor allem dunklen Waldbeeren, Kirschen, getrockneten Kräutern und Gewürzen, begleitet von speckigen und erdigmineralischen Aromen. Am Gaumen wieder deutliche, klare Fruchtnoten, saftig und vollmundig, weiches, feinkörniges Tannin, flankiert von leichtem Säurebiss, Kakaonoten neben würzig-pfeffrigen Assoziationen. Ein eleganter, trinkfreudiger Wein mit großem Entwicklungspotential und langem, saftigem Nachhall. Sehr zart und elegant fast burgundisch. Domaine de l’Horizon - Calce, Languedoc-RoussillonDas Weingut wurde von Thomas Teibert Ende 2005 gegründet, davor war er als Önologe bei der namhaften Tenuta Manincor in Südtirol tätig. Er verfügt über 16 ha Weinberge die mit uralten Rebenstöcken der Sorten Grenache Gris, Grenache Blanc, Macabeau, Grenache Noir und Carignan bestockt sind.Wie auch auf Manincor arbeitet Teibert auf seiner Domaine nach biodynamischen Grundsätzen, sehr puristisch und mit Spontanvergärung. Dies und die unglaubliche Bodenvielfalt sowie klimatisch optimale Bedingungen sind wichtige Erfolgsfaktoren für seine aussergewöhnlichen Weine, die bereits im ersten Jahrgang 2007 spektakuläre Bewertungen erhielten.La Revue de Vin de France:"Thomas Teibert, die Entdeckung des Jahres“."Hommes du vin 2010"
VerkostungsnotizLeuchtendes, klares Rubinrot mit violetten Reflexen und leichten ockerfarbenen Randaufhellungen. In der Nase zeigen sich feine Kirscharomen und Noten mazerierter Zwetschgen, von Dörrfeigen und Mandarinenzesten, feiner floraler Touch. Am Gaumen mundfüllend und komplex verwoben, kräftiger Körper mit Nuancen süßer schwarzer Kirschen, von Erdbeer-Konfitüre, reifen Himbeeren und Kirschkompott, Extraktsüße, die an Nougat erinnert, feinkörnige Tannine, wunderbar ausgewogen, mit sehr zugänglicher Stilistik. Schöne Länge Domaine Giraud ist aus der Fusion zweier Familien entstanden. Da ist zum einen Pierre Giraud, dessen Vorfahren seit 6 Jahrhunderten Weinbau betreiben und einst aus Armenien nach Frankreich einwanderten. Zum andern ist da seine Frau Mireille Buou, deren Angehörige über viele Generationen die Distillery der Gemeinde führten. Seit 1974 bearbeiten die beiden gemeinsam - zunächst 4 Hektar gepachtete Weinberge, welche sie jedoch über einen Zeitraum von nur 12 Jahren auf 35 Hektar eigene und gepachtete Reben erweitern konnten. Nachdem die Gebäude der Familienbrennerei 1981 in Kellereigebäude für die Weinbereitung und Reifung umgewandelt wurden, fährt Familie Giraud die Trauben nur noch in den eigenen Keller ein und vinifiziert seither mit beachtlichem Erfolg. Nach Studien des Weinbaus und der Önologie haben die Geschwister Marie und François 1998 die Regie über die Domaine übernommen. Ein weiterer Meilenstein war 2008 die Umstellung der Flächen von Domaine Giraud auf ökologischen Weinbau.Zu den 35 Hektar Rebland gehören unter anderem 8 Hektar in Galimardes, im Süden der AOP Châteauneuf-du-Pape, einer Region, die für ihre groben Kiesauflagerungen (pepples) berühmt ist. Auf diesen Flächen finden sich alte Grenache- und Mourvèdre-Reben sowie jüngere Syrah Anpflanzungen. Der Steinanteil speichert Wärme und gibt diese in den Abend- und Nachtstunden wieder ab, was Konzentration und Kraft der Traubeninhaltsstoffe erhöht, bei gleichzeitigem Erhalt einer attraktiven Mineralität. Die weißen Rebsorten Clairette, Bourboulenc, Grenache Blanc und Roussane befinden sich auf Flächen nahebei. Diese rassig geprägten Weißweine schöpfen ihre Güte aus einer exzellenten Traubenreife. Zudem werden die weißen Trauben noch in den kühlen Stunden vor Tagesanbruch gelesen, um Fruchtaromen zu bewahren.Weitere Weinberge der Domaine befinden sich im Norden der Appellation. Die ältesten, mehr als hundert Jahre alte Grenache-Reben wurzeln dort in den sandigeren Böden des Distrikts Crou und auf dem Pignan Plateau. Diese Terroirs stehen für Finesse und Eleganz. In den Hügellagen Les Tresquoys befinden sich dagegen Syrahstöcke auf lehmigeren Böden.Jedes Terroir bringt eigenständige Weine hervor, deren jeweiligen Charakter Familie Giraud herauszuarbeiten versteht. Domaine Giraud erzeugt Grenache-Weine von hervorragender Qualität, stand ihr der legendäre Winemaker Philippe Cambie doch viele Jahre als Berater zur Seite. Bei Kennern des Châteauneuf-du-Pape ist Domaine Giraud längst kein Geheimtipp mehr.Der Name dieses Weins ist Programm: Tradition. Er zeugt von einer langen Familiengeschichte, Generationen, die sich mit Herzblut dem Wein-bau und mittlerweile der Erzeugung von Qualitätsweinen in der AOC Châteauneuf-du-Pape verschrieben haben
Syrah „Apice“ Cortona DOC 2021 (Bio & biodynamisch) – Stefano Amerighi
Foiano della Chiana (Arezzo) – Toskana
Der Syrah „Apice“ 2021 ist die Ikone des Hauses Stefano Amerighi und gehört zu den außergewöhnlichsten reinsortigen Syrahs Italiens. Während der klassische Syrah Cortona DOC bereits die Philosophie des Weinguts widerspiegelt, ist der „Apice“ die Selektion aus den besten und reifsten Trauben – ein Wein, der nur in herausragenden Jahrgängen entsteht und die Spitze (Apice = Gipfel) der Produktion darstellt. Die Trauben stammen aus der besonderen Einzellage Vigneto dei Canonici, einem südexponierten Hügel mit kalkreichen Lehmböden, Ton, Schiefer und kreidehaltigem Kalkstein. Der Wein wird biodynamisch (Demeter) erzeugt und mit minimalen Eingriffen vinifiziert.
Die Trauben werden von Hand gelesen, teilweise als ganze Trauben vergoren und teilweise traditionell mit den Füßen eingemaischt. Die spontane Gärung erfolgt in Zementbehältern; anschließend reift der Wein mindestens 18 Monate ohne Schönung in Zement und Amphoren. Dadurch bleibt die Reinheit der Frucht erhalten und die mineralische Handschrift des Terroirs tritt deutlich hervor.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich ein tiefes, leuchtendes Rubinrot mit violetten Reflexen.
Die Nase ist intensiv und zugleich unglaublich fein gezeichnet. Typische Syrah-Noten von Veilchen, Brombeere und Schwarzkirsche verbinden sich mit schwarzem Pfeffer, Rosmarin, Lorbeer und mediterraner Macchia. Dahinter entwickeln sich komplexere Nuancen von Tabak, Leder, Süßholz, dunkler Schokolade und einer feinen mineralisch-eisernen Würze. Der Duft besitzt jene kühle Eleganz, die große Syrahs auszeichnet – weniger opulent, sondern tiefgründig und präzise.
Am Gaumen zeigt der Apice 2021 enorme Konzentration, bleibt aber bemerkenswert ausgewogen. Die dunkle Frucht wirkt saftig und frisch: Brombeeren, schwarze Kirschen und Pflaumen treffen auf eine würzige Pfeffernote und eine feine balsamische Spannung. Die Tannine sind dicht, aber seidig und perfekt eingebunden. Eine lebendige Säure verleiht dem Wein Energie und verhindert jede Schwere. Die mineralische Struktur des Kalkbodens gibt ihm zusätzlich Länge und Präzision.
Das Finale ist lang, vibrierend und komplex. Dunkle Früchte, Gewürze, Kräuter und eine feine steinige Mineralität bleiben lange präsent.
Ein großer Syrah mit der Kraft der Rhône und der Eleganz der Toskana – biodynamisch, charaktervoll und mit außergewöhnlicher Tiefe.
„Apice“ ist kein Wein der Technik – sondern ein Wein des Ortes.
Stefano Amerighi gehört zu den großen Visionären des biodynamischen Weinbaus in Italien. Sein gesamtes Schaffen konzentriert sich auf eine einzige Rebsorte: Syrah. Nach intensiver Suche nach dem idealen Standort pflanzte er seine Reben in Cortona auf Böden, die in ihrer Mischung aus Ton, Schiefer und Kalkstein eine außergewöhnliche Verbindung zur nördlichen Rhône besitzen.
Der Apice entsteht nur aus den besten Trauben der besonderen Parzellen und wird mit größtmöglicher Zurückhaltung vinifiziert. Keine Konzentration durch Technik, kein dominanter Holzeinsatz – stattdessen natürliche Gärung, lange Reife und ein kompromissloser Fokus auf Boden und Jahrgang. Die Verwendung von Zement und Amphoren bewahrt die Spannung und lässt den Syrah in seiner ursprünglichsten Form erscheinen.
Der Jahrgang 2021 zeigt besonders eindrucksvoll die Balance dieses Weins: intensive Frucht, feine Würze, kühle Mineralität und eine Struktur, die großes Reifepotenzial besitzt. Der Wein wurde unter anderem mit 94 Punkten von James Suckling bewertet und erhielt Auszeichnungen von italienischen Weinführern.
Perfekter Begleiter zu:
Lammkarree mit Rosmarin
Wildgerichten
geschmortem Rind
gegrilltem Fleisch
kräftigem Pecorino
Pasta mit Wildragout
Verkostungsnotiz:Sattes, funkelndes Rubingranat. In der Nase verführerischer Duft nach Veilchen, voll reifen Brombeeren und Schwarzkirschen, zart unterlegt von Pflaumen, Kräuterwürze (Rosmarin) und Anklängen schwarzen Pfeffers, daneben Leder und Tabak. Am Gaumen präzise strukturiert, würzig warm und frucht betont, kraftvoll elegant und dicht, mit deutlich mineralischen Noten, viel dunkler Beerenfrucht und Süßholz, das Tannin ist sehr geschmeidig die Säure feinnervig. Ein tiefgründiger, vielschichtiger Wein mit vibrierendem, druckvollem, langem Abgang voller Wärme und Wohlbehagen.Stefano Amerighi, Foiano della Chiana (Arezzo), ToscanaEiner der bemerkenswertesten Syrah-Weine Italiens wird in einer hügeligen Gegend in der südlichen Toscana, Chiuso di Cortona genannt, produziert. Sein Schöpfer ist Stefano Amerighi, ein junger, ambitionierter Winzer. Sein gleichnamiges Weingut umfasst rund 8,5 Hektar Rebland, darunter eine hervorragende Weinbergslage mit dem Namen "Poggiobella di Farneta". Diese Lage hat eine südöstliche Ausrichtung zur Sonne und ideale Böden, eine Mischung aus Ton, Schiefer und kreideartigem Kalkstein. Zudem ist der Boden dort sehr stark von Mikroorganismen durchsetzt, was für einen Anhänger der biodynamischen Bewirtschaftung, wie Amerighi, wichtig ist. Nach einer umfangreichen Bodenuntersuchung pflanzte er dort im Jahr 2002 zum ersten mal Syrah-Rebstöcke, mit einer Stockdichte von 7.000 Pflanzen pro Hektar. Heute liegt die Ernte mal gerade bei 600 Gramm pro Stock, was grandiose, sehr dichte Weine hervorbringt.
Dichtes Schwarzrot. In der Nase komplexe Aromen dunkler Waldfrüchte, schwarzer Oliven, Süßholz und von Kakaobohnen. Am Gaumen kraftvoll und sehr samtig, Noten von Mokka, dunkler Schokolade und süßlicher Gewürze, viel Frucht und kühle Frische. Lang andauerndes Finish. Ein fabelhafter Crozes eines hervorragenden JahrgangsDomaine Belle, Crozes HermitageAn der nördlichen Rhône, genauer: im Gebiet Crozes Her-mitage, liegt das Weingut der Familie Belle. Bereits seit über 400 Jahren wird auf den familieneigenen Lagen in der Ge-meinde Larnage nachgewiesener Weise Wein produziert. Dass die Familie Belle unter ihrem eigenen Namen Weine vermarktet, ist allerdings deutlich später passiert: Seit Ende der 1980er Jahre produziert Albert Belle eigene Weine - an-fangs nur für den Eigenbedarf und Freunde. Sein Vater ver-kaufte die Trauben noch an eine große Genossenschaft, deren Mitbegründer er war. Eine echte Änderung setzte mit Philippe Belle ein. Nicht nur Weinenthusiast, sondern auch Önologe, war er es, der der Domaine Belle nicht nur zu neuem Glanz, sondern auch zu neuer Größe verhalf und das gleich in doppeltem Sinne. Angefangen mit dem Bau eines neuen, modernen Weinguts bis zu einer Flächenerwei-terung von anfangs vier auf inzwischen 25 Hektar. Heute erstrecken sich die Flächen der Domaine über sechs Kom-munen und drei Appellationen – darunter auch die beson-ders Prestige trächtige Hermitage. Auf weißen Kreidebö-den, Kies-, Sand und Kieselböden wachsen – Rhône-typisch – hauptsächlich Syrah-Trauben. Aber auch die „weißen“ Klassiker der Rhône, Roussanne und Marsanne, finden sich im Portfolio. Die Rebstöcke sind zum Teil über 50 Jahre alt, was zwar die Erträge niedrig macht, gleichzeitig aber fines-senreiche und tiefgründige Weine mit ganz eigenem Terroir-Charakter hervorbringt. Inzwischen sind auch Philippes Kin-der in das Weingut eingebunden – was uns natürlich be-sonders freut, denn: die Zukunft dieses absoluten Vorzeige-Familienweinguts aus Crozes-Hermitage ist damit gesichert.
VerkostungsnotizLeuchtendes, kräftiges Rubingranat. In der Nase zeigen sich Aromen reifer Schwarzkirschen, Nuancen mazerierter Zwetschgen und von Cassis, Lakritzspuren, kräuterwürzig unterlegt. Am Gaumen mundfüllend und komplex, dicht verwoben, samtig, doch mit straffen, gut integrierten Tanninen, schmeichelnde Fülle mit guter Würze, ein Hauch von Schokolade und Rauch, mit schönem Druck. Ein wärmendes, nachhaltiges Finish macht Appetit auf mehr. Domaine Giraud ist aus der Fusion zweier Familien entstanden. Da ist zum einen Pierre Giraud, dessen Vorfahren seit 6 Jahrhunderten Weinbau betreiben und einst aus Armenien nach Frankreich einwanderten. Zum andern ist da seine Frau Mireille Buou, deren Angehörige über viele Generationen die Distillery der Gemeinde führten. Seit 1974 bearbeiten die beiden gemeinsam - zunächst 4 Hektar gepachtete Weinberge, welche sie jedoch über einen Zeitraum von nur 12 Jahren auf 35 Hektar eigene und gepachtete Reben erweitern konnten. Nachdem die Gebäude der Familienbrennerei 1981 in Kellereigebäude für die Weinbereitung und Reifung umgewandelt wurden, fährt Familie Giraud die Trauben nur noch in den eigenen Keller ein und vinifiziert seither mit beachtlichem Erfolg. Nach Studien des Weinbaus und der Önologie haben die Geschwister Marie und François 1998 die Regie über die Domaine übernommen. Ein weiterer Meilenstein war 2008 die Umstellung der Flächen von Domaine Giraud auf ökologischen Weinbau.Zu den 35 Hektar Rebland gehören unter anderem 8 Hektar in Galimardes, im Süden der AOP Châteauneuf-du-Pape, einer Region, die für ihre groben Kiesauflagerungen (pepples) berühmt ist. Auf diesen Flächen finden sich alte Grenache- und Mourvèdre-Reben sowie jüngere Syrah Anpflanzungen. Der Steinanteil speichert Wärme und gibt diese in den Abend- und Nachtstunden wieder ab, was Konzentration und Kraft der Traubeninhaltsstoffe erhöht, bei gleichzeitigem Erhalt einer attraktiven Mineralität. Die weißen Rebsorten Clairette, Bourboulenc, Grenache Blanc und Roussane befinden sich auf Flächen nahebei. Diese rassig geprägten Weißweine schöpfen ihre Güte aus einer exzellenten Traubenreife. Zudem werden die weißen Trauben noch in den kühlen Stunden vor Tagesanbruch gelesen, um Fruchtaromen zu bewahren.Weitere Weinberge der Domaine befinden sich im Norden der Appellation. Die ältesten, mehr als hundert Jahre alte Grenache-Reben wurzeln dort in den sandigeren Böden des Distrikts Crou und auf dem Pignan Plateau. Diese Terroirs stehen für Finesse und Eleganz. In den Hügellagen Les Tresquoys befinden sich dagegen Syrahstöcke auf lehmigeren Böden.Jedes Terroir bringt eigenständige Weine hervor, deren jeweiligen Charakter Familie Giraud herauszuarbeiten versteht. Domaine Giraud erzeugt Grenache-Weine von hervorragender Qualität, stand ihr der legendäre Winemaker Philippe Cambie doch viele Jahre als Berater zur Seite. Bei Kennern des Châteauneuf-du-Pape ist Domaine Giraud längst kein Geheimtipp mehr. „Grenache de Pierre“ ist eine Hommage an Pierre Giraud, den Vater von Marie und François. Grenaches de Pierre stammt von über 100 Jahre alten Grenache-Reben, die in den sandigen Böden der Lagen „Pignan“, „Mourre de Gaud“ und „Charbonnières Est“ gedeihen. Der Grundwein wird einzig in Betontanks ausgebaut, um die Lebendigkeit und Frische dieser Herkunft vollständig zu erhalten.
Dichtes, dunkles Rubinrot. In der Nase kraftvolle Aromen dunkler Waldfrüchte, zudem von gerösteten Mandeln, Zedern, Süßholz und von dunkler Schokolade. Am Gaumen kraftvoll zupackend und zugleich weich, gut dosierte griffige Tannine, elegante Balance zwischen Griff, Frische sowie Samtigkeit, Noten von Mokka, dunkler Schokolade und Vanille, viel dunkle Frucht und kühle Frische. Lang andauerndes, harmonisches Finish mit Eindrücken von getrockneten, schwarzen Oliven und Süßholz.Domaine Belle, Crozes HermitageAn der nördlichen Rhône, genauer: im Gebiet Crozes Hermitage, liegt das Weingut der Familie Belle. Bereits seit über 400 Jahren wird auf den familieneigenen Lagen in der Gemeinde Larnage nachgewiesener Weise Wein produziert. Dass die Familie Belle unter ihrem eigenen Namen Weine vermarktet, ist allerdings deutlich später passiert: Seit Ende der 1980er Jahre produziert Albert Belle eigene Weine - anfangs nur für den Eigenbedarf und Freunde. Sein Vater verkaufte die Trauben noch an eine große Genossenschaft, deren Mitbegründer er war. Eine echte Änderung setzte mit Philippe Belle ein. Nicht nur Weinenthusiast, sondern auch Önologe, war er es, der der Domaine Belle nicht nur zu neuem Glanz, sondern auch zu neuer Größe verhalf und das gleich in doppeltem Sinne. Angefangen mit dem Bau eines neuen, modernen Weinguts bis zu einer Flächenerwei-terung von anfangs vier auf inzwischen 25 Hektar. Heute erstrecken sich die Flächen der Domaine über sechs Kommunen und drei Appellationen – darunter auch die besonders Prestige trächtige Hermitage. Auf weißen Kreideböden, Kies-, Sand und Kieselböden wachsen – Rhône-typisch – hauptsächlich Syrah-Trauben. Aber auch die „weißen“ Klassiker der Rhône, Roussanne und Marsanne, finden sich im Portfolio. Die Rebstöcke sind zum Teil über 50 Jahre alt, was zwar die Erträge niedrig macht, gleichzeitig aber finessenreiche und tiefgründige Weine mit ganz eigenem Terroir-Charakter hervorbringt. Inzwischen sind auch Philippes Kinder in das Weingut eingebunden – was uns natürlich besonders freut, denn: die Zukunft dieses absoluten Vorzeige-Familienweinguts aus Crozes-Hermitage ist damit gesichert.
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