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Grüner Veltliner Schlossberg 2022, QW (bio)

2022 Grüner Veltliner Schlossberg; Weingut Ecker-Eckhof, Kirchberg am Wagram

Grüner Veltliner „Schlossberg“ 2022, QW (Bio), ECKER-ECKHOF, Kirchberg am Wagram – Wagram


Geschichte & Herkunft

Das Weingut Ecker-Eckhof in Mitterstockstall bei Kirchberg am Wagram blickt auf eine Weinbautradition zurück, die bis ins Jahr 1580 nachweisbar ist. Bernhard Ecker führt den Familienbetrieb in dritter Generation und übernahm 2005 die Verantwortung für das Weingut. Die Rebflächen umfassen rund 24 Hektar. Seit 2019 wird biologisch-organisch gearbeitet; der Jahrgang 2022 ist der erste offiziell biozertifizierte Jahrgang des Betriebes. Der Schlossberg gehört zu den wichtigen Wagramer Herkünften des Hauses. Der Grüner Veltliner wird als Wagram DAC Ried Schlossberg geführt und steht exemplarisch für die Verbindung von kraftvoller Veltliner-Frucht mit dem charakteristischen Lössboden des Wagrams.

Lage & Terroir

Die Ried Schlossberg liegt auf rund 240 Metern Seehöhe in einer sanft nach Süden geneigten Hanglage. Charakteristisch ist ein mächtiger Lössboden, wie er für den Wagram prägend ist. Löss ermöglicht eine gute Wasserversorgung und begünstigt körperreiche, zugleich fein strukturierte Weine. Beim Schlossberg verbindet sich diese Bodenstruktur mit dem südlich ausgerichteten Standort. Das erklärt die reife Frucht und die cremige Textur, während die natürliche Säure für Frische und Spannung sorgt.

Jahrgang 2022

Der 2022er wurde trocken ausgebaut und besitzt 13 % vol. Alkohol, 6,0 g/l Säure und etwa 1,5 g/l Restzucker. Damit präsentiert er sich klar trocken, aber mit genügend Reife und Substanz.

Vinifikation & Ausbau

Der Wein wird im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleiben Frucht, Würze und die typische Veltliner-Frische klar erhalten. Der Schraubverschluss unterstützt den frischen, präzisen Charakter. Trotz des reduzierten Ausbaus besitzt der Wein durch das reife Lesegut und den Lössboden eine bemerkenswerte Dichte und Cremigkeit.

Verkostung

Im Duft zeigt der 2022er eine reife, gelbfruchtige Aromatik. Gelbes Kernobst trifft auf feine tropische Nuancen, insbesondere Mango und einen Hauch Papaya. Dazu kommen Blütenhonig und kandierte Orangenzesten. Eine dezente Würze gibt dem Bouquet zusätzliche Tiefe, ohne die klare Frucht zu überdecken.

Am Gaumen

Saftig, kraftvoll und zugleich elegant. Die gelbe Apfelfrucht wird von einer fein eingebundenen Säure getragen. Die Textur wirkt cremig und geschmeidig, bleibt aber durch die Mineralität klar konturiert. Im Nachhall treten würzige und leicht salzige Nuancen hervor. Besonders gelungen ist das Verhältnis zwischen Fruchtfülle und Frische: Der Wein wirkt substanzreich, ohne schwer zu werden. Das Finale ist mineralisch, zart salzig und nachhaltig.

Aromatik

  • gelber Apfel
  • reife gelbe Kernfrucht
  • Mango
  • Papaya
  • kandierte Orangenzeste
  • Blütenhonig
  • feine Kräuter- und Würznoten
  • mineralische Anklänge
  • zart salziger Nachhall

Auszeichnungen

Der Jahrgang 2022 erhielt bei Falstaff 93 Punkte. Peter Moser beschrieb ihn als saftig und elegant, mit cremiger Textur, feiner Säurestruktur, mineralischem Nachhall und sicherem Reifepotenzial. Bei einer früheren Verkostung wurde der Wein bereits mit 92 Punkten bewertet. Vinoterra führt den Wein ebenfalls mit 92 Punkten Falstaff; für die aktuelle Beschreibung ist die spätere Verkostung mit 93 Punkten maßgeblich.

Reifepotenzial

Der Wein ist bereits sehr zugänglich, besitzt aber genügend Substanz für einige weitere Jahre. Vinoterra nennt ein Trinkfenster bis etwa 2028; Falstaff bestätigt ausdrücklich ein sicheres Reifepotenzial. Mit weiterer Flaschenreife können sich die gelben Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Apfel, Quitte, kandierte Zitrusfrucht und würzig-mineralische Noten entwickeln.

Servieren

Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die Frucht und die cremige Textur gut zur Geltung. Eine kurze Belüftung ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich.

Speisenbegleitung

Sehr passend zu:

  • Wiener Schnitzel
  • gebratenem Kalb
  • Kalbsbries
  • Tafelspitz
  • Backhendl
  • gebratenem oder gegrilltem Fisch
  • Forelle und Saibling
  • Spargel
  • Gemüsegerichten
  • österreichischer Hausmannskost
  • asiatischer Küche mit moderater Würze

Besonders interessant ist die Kombination mit Kalbsbries, die auch ausdrücklich als Speiseempfehlung für diesen Wein genannt wird

Rebsorte: Grüner Veltliner
Trinktemperatur: 8-10 °C
Jahrgang: 2022
Alkoholgehalt: 13 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Österreich
Region Österreich: Wagram, Niederösterreich
Trinkempfehlung: bis 2028
Säuregehalt: 6 g/l
Restsüße: 1,5 g/l
Qualität: QW
Verschluss: Drehverschluss
Inverkehrbringer: Weingut Ecker-Eckhof, Mitterstockstall 25, 3470 Kirchberg am Wagram, Österreich
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Biowein: AT-BIO-402
Vinifizierung und Ausbau in Edelstahl auf der Feinhefe
Sanfte Hanglage mit südlicher Ausrichtung. Mächtiger Lössboden.
Speiseempfehlung

Passt besonders gut zur österreichischen Traditionsküche und zu Innereien wie Kalbsbries. Auch zu Vorspeisen, Fisch, Meeresfrüchten, Suppen, Salaten und zur Jausn (Brotzeit)

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