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Osthofener Grauburgunder 2024 QW (bio)

Der Osthofener Grauburgunder 2024 QW (bio) von Karl May aus Rheinhessen überzeugt mit saftiger Frucht, feiner Würze und harmonischer Struktur. Jetzt bei VINUS entdecken!

Osthofener Grauburgunder 2024 · QbA · bio

Weingut Karl May · Osthofen / Wonnegau · Rheinhessen

Geschichte & Herkunft

Der Osthofener Grauburgunder stammt vom Weingut Karl May, dem traditionsreichen Liebenauer Hof in Osthofen. Der Betrieb befindet sich seit 1815 in Familienbesitz und wird heute von den Brüdern Peter und Fritz May geführt. Seit 2007 werden die Weinberge ökologisch bewirtschaftet. Das Weingut arbeitet mit einem klaren Herkunftssystem aus Guts-, Orts- und Lagenweinen und hat sich insbesondere mit seinen Burgunderweinen einen festen Platz im rheinhessischen Qualitätsweinbau erarbeitet.

Der „Osthofener“ ist als Ortswein höher angesiedelt als ein einfacher Gutswein. Die Trauben stammen aus Osthofener Weinbergen und sollen den Charakter der Herkunft und die kalkgeprägte Landschaft des Wonnegau widerspiegeln.

Terroir

Die Weinberge stehen auf tiefgründigem Löss und Kalkmergel. Diese Böden verbinden Wasserhaltevermögen und Wärme mit einer kalkigen mineralischen Komponente.

Für Grauburgunder ist das eine sehr passende Kombination:

Löss → Fülle und Schmelz

Kalkmergel → Frische, Struktur und mineralische Spannung

Der Wein erhält dadurch Körper und cremige Textur, ohne ausschließlich breit oder schwer zu wirken.

Die Trauben stammen aus Osthofener Spitzenparzellen; für die Herkunft werden insbesondere der Osthofener Goldberg und der Bechtheimer Geyersberg genannt. Dort stehen teilweise bis zu 40 Jahre alte Grauburgunderreben.

Der Jahrgang 2024

Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt laut den verfügbaren Angaben 13,5 % vol. Alkohol. Die Kombination aus reifer Frucht und kalkigem Untergrund verleiht ihm Substanz, während die Säure für Spannung sorgt.

Der Wein ist damit weniger auf jugendliche Primärfrucht als auf Textur, Schmelz und mineralische Länge ausgerichtet.

Ausbau

Der Ausbau ist ein wesentlicher Bestandteil des Charakters.

Die Trauben werden spontan im großen Holzfass vergoren und anschließend etwa sechs Monate auf der Feinhefe ausgebaut.

Die Feinhefelagerung verleiht dem Wein zusätzliche:

Cremigkeit → Schmelz → Volumen → aromatische Tiefe

Das Holz bleibt dabei im Hintergrund. Es geht weniger um deutliche Röstaromen als um Textur und eine ruhigere, komplexere Entwicklung.

Der Wein wird biologisch zertifiziert und vegan ausgebaut.

Verkostung

Im Glas zeigt sich ein leuchtendes Gelb mit goldenen beziehungsweise leicht rotgoldenen Reflexen.

Die Nase ist ausgesprochen ausdrucksstark.

Typisch sind:

Rhabarber → Aprikose → Quitte → reife Birne

Dazu kommen:

Vanille → geröstete Nüsse → Nussgebäck → Heu → Stroh

Die Verbindung aus reifer Frucht und dezenter Holzwürze verleiht dem Wein eine warme, komplexe Aromatik. Eine ausführliche Verkostungsnotiz des Hauses beziehungsweise Handels beschreibt genau dieses Zusammenspiel und hebt insbesondere Rhabarber, Aprikose, Quitte, Vanille, Nussgebäck, Stroh und Heu hervor.

Am Gaumen

Der Wein präsentiert sich füllig, kraftvoll und zugleich geschmeidig.

Die Frucht wirkt reif und saftig:

Aprikose → Quitte → Birne → gelber Apfel

Darunter liegt eine cremige, leicht ölige Textur.

Die sechsmonatige Feinhefelagerung sorgt für deutlichen Schmelz und Volumen. Gleichzeitig bringt der kalkmergelgeprägte Untergrund eine mineralische, leicht salzige Spannung in den Nachhall.

Das Finale ist lang und wird zunehmend von:

Mineralität → Salz → Nuss → Kräuter → gelber Frucht

geprägt.

Aromatik

Rhabarber → Aprikose → Quitte → Birne → gelber Apfel → Vanille → Nussgebäck → geröstete Haselnuss → Heu → Stroh → Kräuter → mineralische und leicht salzige Noten

Mit weiterer Flaschenreife können sich entwickeln:

Honig → getrocknete Aprikose → Walnuss → Brioche → Kräuterwürze

Auszeichnungen & Renommee

Für den konkreten Jahrgang 2024 liegt eine unabhängige Spitzenbewertung des Grauburgunders nicht belastbar vor.

Der Wein steht allerdings innerhalb eines qualitativ sehr angesehenen Hauses. Das Weingut Karl May wird im Eichelmann 2025 als „Weltklasseweingut“ ausgezeichnet; außerdem erhielt der 2023er Osthofen Riesling von Meiningers Weinwelt 91 Punkte.

Eine Verkostung des Vereins für Weinkultur Kraichtal hebt den 2024er Osthofen Grauburgunder ausdrücklich hervor und beschreibt ihn als Wein mit ausgeprägter Frucht, Frische und edler Noblesse.

Eine für den 2023er dokumentierte Falstaff-Bewertung von 91+ Punkten darf nicht auf den Jahrgang 2024 übertragen werden.

Reifepotenzial

Der Osthofener Grauburgunder 2024 besitzt für einen Ortswein ein bemerkenswertes Reifepotenzial.

Das voraussichtliche Trinkfenster:

2026–2027
→ Aprikose, Quitte, Birne, Frische und Schmelz

2027–2029
→ zunehmende Nussigkeit, Honig, Kräuter und mineralische Tiefe

ab 2029
→ stärker gereifte Frucht, Walnuss, getrocknete Aprikose und zunehmende Würze

Als Trinkhorizont werden etwa 2029 angegeben.

Die attraktivste Phase dürfte bei guter Lagerung ungefähr zwischen 2026 und 2028 liegen.

Servieren

Serviertemperatur:

9–11 °C

Ein großes Weißweinglas, gerne ein Burgunderglas, unterstützt die cremige Textur und die komplexe Aromatik.

Eine lange Dekantierung ist nicht notwendig. Etwa 10–20 Minuten Luft im Glas können jedoch zusätzliche Nuss-, Kräuter- und Fruchtnoten hervorbringen.

Speisenbegleitung

Durch seine Kombination aus Schmelz, Frucht und mineralischer Spannung eignet sich der Wein besonders für:

  • gebratenen Zander
  • Steinbutt
  • Saibling
  • Lachs
  • Jakobsmuscheln
  • Garnelen
  • Geflügel
  • Kalbsfleisch
  • Spargel
  • Kürbis
  • Pilzgerichte
  • Risotto
  • Pasta mit cremigen Saucen
  • milden bis mittelkräftigen Käse

Besonders stimmig:

Kalbsrücken mit Morcheln und einer cremigen Kalbsjus.

Auch gebratener Steinbutt mit Beurre blanc und Wurzelgemüse passt hervorragend zu Schmelz und mineralischer Salzigkeit des Weins.

Rebsorte: Grauburgunder
Trinktemperatur: 10-12 °C
Jahrgang: 2024
Alkoholgehalt: 12,5 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Region Deutschland: Rheinhessen
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Deutschland
Trinkempfehlung: bis 2029
Säuregehalt: 7,2 g/l
Restsüße: 5,5 g/l
Qualität: QbA
Verschluss: Schraubverschluss
Inverkehrbringer: Weingut Karl May, Liebenauer Hof, Ludwig-Schwamb-Straße 22, 67574 Osthofen
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Spontangärung nach kurzer Maischestandzeit in Holzfäs-sern. Dann 6-monatige Reifung im Holzfass auf der Fein-hefe
Lösslehmböden, von einzelnen Kalkadern durchzogen.
Speiseempfehlung

Eleganter Begleiter zu: Kräftigen Gerichten, wie Kurzge-bratenes vom Schwein mit Pilzen in Sahnesauce, Kabel-jau mit Nusskruste und Kürbisgemüse oder zu gut gereif-tem Käse

Die Angaben zu Zutaten und Nährwerten finden Sie auf dem Rücketikett in der Produktgalerie oder über den dort abgebildeten QR-Code. Das Rücketikett kann zur besseren Lesbarkeit vergrößert werden.

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