Kupfergrube Riesling Grosses Gewächs 2021 QW
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Riesling „Kupfergrube“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2021 · QW
Schäfer-Fröhlich – Schloßböckelheim / Nahe
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den großen Riesling-Erzeugern der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau; heute wird das Weingut von Tim und Nicole Fröhlich geführt. Schäfer-Fröhlich bewirtschaftet rund 21 Hektar, davon etwa 85 % Riesling. Neben Felseneck und Halenberg zählen Felsenberg und Kupfergrube zu den wichtigsten VDP.GROSSEN LAGEN des Hauses.
Die Schloßböckelheimer Kupfergrube liegt unmittelbar neben dem Felsenberg und besitzt dennoch einen deutlich anderen Charakter. Die bis zu 70 % steile Lage liegt spektakulär zwischen der Nahe und einer felsigen Vulkanwand. Die Parzelle von Schäfer-Fröhlich wurde ursprünglich um 1914 als Versuchsweinberg der Preußischen Staatsdomäne angelegt. Die Reben sind heute über 50 Jahre alt.
Der entscheidende Unterschied zu den Schieferlagen des Weinguts liegt im Boden: Die Kupfergrube steht auf Porphyr-Verwitterungsböden mit Rhyolith und Melaphyr, reich an Feinerde und Gestein. Die extrem warmen, vulkanischen Böden schaffen ein besonderes Mikroklima und ermöglichen eine vollständige Ausreifung der Trauben. Schäfer-Fröhlich beschreibt den daraus entstehenden Wein als dunkel mineralisch.
Der Jahrgang 2021
2021 war ein anspruchsvoller Jahrgang mit später Reife. Gerade die besten Nahe-Lagen konnten daraus jedoch sehr präzise und charaktervolle Rieslinge hervorbringen. Bei Schäfer-Fröhlich zeigen die 2021er laut Meininger's Sommelier besonders viel Herkunftscharakter und wenig störenden Jahrgangseinfluss.
Der Kupfergrube 2021 besitzt 12,5 % vol. Alkohol, etwa 4,5 g/l Restzucker und wird trocken ausgebaut.
Der Jahrgang steht hier weniger für üppige Frucht als für Spannung, Rauch, Kräuter und vulkanische Mineralität.
Auszeichnungen & Bewertungen
96 Punkte James Suckling, 95–96 Punkte Wine Advocate, 94 Punkte Falstaff, 92 Punkte Mosel Fine Wines.
James Suckling beschreibt den Wein als ausgesprochen geradlinig und energiegeladen mit deutlicher Rauchigkeit und Feuersteinprägung. Wine Advocate hebt die Präzision, Eleganz, Finesse und stimulierende Salzigkeit hervor.
Verkostung
Die Nase ist zunächst rauchig, hefig und pfeffrig, typisch für die noch jugendliche Kupfergrube. Dazu kommen Feuerstein, Anis, Kräuter, Wacholder und nasser Stein.
Mit Luft zeigt sich zunehmend gelbfruchtige Aromatik: Zitrone, Limette, gelbfleischige Steinfrucht, dazu eine ungewöhnlich dunkle Würze. In der Tiefe finden sich Anklänge an Lakritz, schwarze Johannisbeere und Pilze.
Am Gaumen ist der Wein straff, saftig und fest gewirkt. Die reife Säure sorgt für Spannung, während die Phenolik einen deutlichen Griff verleiht. Die Frucht wirkt konzentriert, aber nicht breit.
Besonders charakteristisch ist die taktile Mineralität: Der Wein fühlt sich regelrecht steinig und druckvoll an. Gleichzeitig besitzt er eine feine Cremigkeit, die die straffe Struktur abrundet.
Das Finale ist lang, trocken, kräuterwürzig und mineralisch, mit Limette, Minze, nassem Stein und einer feinen erdigen Würze.
Aromatik
Zitrone → Limette → gelbe Steinfrucht → Grapefruit → weißer Pfirsich → Anis → Wacholder → Minze → Kräuter → Feuerstein → Porphyr → Rauch → Lakritz → Salz
Mit Reife dürften getrocknete Kräuter, Tee, Rauch, Pilz, Nuss und dezente Petrolnoten stärker hervortreten.
Reifepotenzial
Die Kupfergrube 2021 ist ein Wein mit eindeutigem Langstreckenpotenzial. Wein.plus sieht das Trinkfenster bei 2025–2038+; Mosel Fine Wines empfiehlt 2026–2036.
Trinkfenster: etwa 2026–2038+
Serviertemperatur: 9–11 °C
Der Wein beginnt jetzt interessant zu werden, befindet sich aber noch deutlich in seiner Entwicklung. Eine Belüftung von 1–2 Stunden ist bei einer jungen Flasche sinnvoll.
Speisenbegleitung
Die dunkle Vulkanwürze macht diesen Riesling besonders vielseitig:
- Steinbutt
- Zander
- Saibling
- Hummer
- Jakobsmuscheln
- Kalb
- Kalbsbries
- Geflügel
- Morcheln
- Steinpilze
- Sellerie
- gebratener Lauch
- gereifter Comté
Besonders überzeugend: Zander mit Sellerie, brauner Butter und gerösteten Haselnüssen.
Auch Kalbsbries mit Morcheln ist hervorragend. Die cremige Textur des Gerichts wird von der Säure aufgefangen, während Rauch, Kräuter und vulkanische Würze des Weins die Röstaromen aufnehmen.
| Rebsorte: | Riesling |
|---|---|
| Trinktemperatur: | 8 bis 10 ºC |
| Jahrgang: | 2021 |
| Alkoholgehalt: | 12,5 % |
| Weintyp: | Weißwein |
| Flaschengröße: | 0,75 l |
| Region Deutschland: | Nahe |
| Geschmacksrichtung: | trocken |
| Land: | Deutschland |
| Trinkempfehlung: | bis 2034+ |
| Qualität: | Qualitätswein |
| Verschluss: | Naturkork |
| Inverkehrbringer: | Weingut Schäfer-Fröhlich, Schulstraße 6, 55595 Bockenau |
| Allergiehinweis: | Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten. |
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