Riesling Felseneck VDP.Großes Gewächs 2023, Qw
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Riesling „Felseneck“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2023 · QW
Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den führenden Riesling-Erzeugern der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau; heute wird das Weingut von Tim Fröhlich und seiner Familie geprägt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 21 Hektar und ist seit 2001 Mitglied im VDP.
Das Bockenauer Felseneck besitzt für Schäfer-Fröhlich eine besondere Bedeutung: Die Lage war ein Ausgangspunkt für die Konzentration des Weinguts auf die großen und steilen Nahe-Lagen. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg liegt im Talkessel des Ellerbachs und steigt von etwa 250 bis 310 Meter Höhe an. Die steilen Hänge sind durch Wald vor kalten Fallwinden geschützt.
Geologisch ist das Felseneck äußerst interessant. Das Oberrotliegende dominiert, hinzu kommen blauer Devonschiefer, weiß-grauer Quarzit und Basaltgeröll. Die felsigen, durchlässigen Böden erwärmen sich leicht. Rund 80 % der von Schäfer-Fröhlich bewirtschafteten neun Hektar sind mit über 40 Jahre alten, tiefwurzelnden Reben bepflanzt. Diese alten Reben sind ein wichtiger Grund für die Konzentration und Tiefe der Felseneck-Rieslinge.
Lagentypisch ist eine sehr feine, vielschichtige Schiefer-Mineralität. Der Felseneck steht damit weniger für üppige Frucht als für Finesse, Präzision, Gestein und Spannung.
Der Jahrgang 2023
Der Felseneck 2023 wurde trocken ausgebaut und besitzt 12,5 % vol. Alkohol. Die Abfüllung trägt die Klassifikation VDP.GROSSE LAGE® / GROSSES GEWÄCHS. Die 2023er Flasche wurde mit Naturkork verschlossen.
Im Vergleich zum kraftvolleren 2022er wirkt der 2023er besonders feingliedrig, salzig und mineralisch. Die Frucht steht nicht im Vordergrund; vielmehr zeigt der Wein eine bemerkenswerte Verbindung aus Schieferwürze, Zitrusfrische und präziser Säure.
Auszeichnungen & Bewertungen
98 Punkte James Suckling, 95 Punkte Robert Parker, 96 Punkte Falstaff, 18,0/20 Punkte Weinfurore.
Besonders stark ist die Kombination aus den 98 Punkten von James Suckling und 95 Punkten von Robert Parker. Falstaff vergibt 96 Punkte und beschreibt den Wein als intensiv mineralisch-würzig mit feingliedriger Stoffigkeit und intensiver taktiler Mineralität.
Verkostung
Die Nase zeigt zunächst Schiefer, Feuerstein und eine feine rauchige Würze. Dahinter entwickeln sich Grapefruit, Limette und Zitronenschale, ergänzt durch weiße Blüten und frische Kräuter. Die Mineralität wirkt sehr präsent, aber nicht schwer.
Am Gaumen beginnt der Wein geschmeidig und fast weich, bevor die frische Säure ihn auffächert. Eine feingliedrige, griffige Stoffigkeit gibt Struktur, während eine ausgeprägte salzige Mineralität den gesamten Mundraum auskleidet.
Besonders schön ist die Balance aus Salz, Kräuterwürze und reifer Pfirsichfrucht. Der Wein wirkt puristisch und gleichzeitig tief. Das Finale ist ausgesprochen lang und bleibt salzig, steinig und zitrisch.
Aromatik
Grapefruit → Pomelo → Limette → Zitronenzeste → weißer Pfirsich → gelber Apfel → weiße Blüten → Wildkräuter → Minze → Schiefer → Feuerstein → Rauch → Salz
Mit weiterer Reife sind getrocknete Kräuter, Rauch, Nuss und dezente Petrolnoten zu erwarten.
Reifepotenzial
Der 2023er besitzt bereits jetzt viel Präzision, dürfte aber mit einigen Jahren Flaschenreife deutlich komplexer werden.
Ein aktuelles Reifefenster wird mit 2029 bis 2039+ angegeben.
Trinkfenster: etwa 2027–2040+
Serviertemperatur: 9–11 °C
Jung empfehle ich 60–90 Minuten Belüftung. Der Wein gewinnt deutlich an Tiefe, wenn sich die anfängliche Reduktion und die steinige Würze langsam öffnen.
Speisenbegleitung
- Steinbutt
- Seezunge
- Zander
- Saibling
- Jakobsmuscheln
- Hummer
- Kalbsfilet
- Geflügel mit Morcheln
- Steinpilze
- Sellerie
- Spargel
- gereifter Comté
Besonders passend ist Steinbutt mit Morcheln, brauner Butter und Kräutern.
Für eine etwas modernere Kombination: Jakobsmuschel mit Sellerie, gerösteter Haselnuss und Zitronenbutter. Die salzige Mineralität des Felsenecks greift die Röstaromen auf, während seine Säure für Frische sorgt.
| Rebsorte: | Riesling |
|---|---|
| Trinktemperatur: | 8 bis 10 ºC |
| Jahrgang: | 2023 |
| Alkoholgehalt: | 12.50 % |
| Weintyp: | Weißwein |
| Flaschengröße: | 0.75 l |
| Region Deutschland: | Nahe |
| Geschmacksrichtung: | trocken |
| Land: | Deutschland |
| Trinkempfehlung: | bis 2035+ |
| Säuregehalt: | 7,9 g/l |
| Restsüße: | 5,9 g/l |
| Qualität: | Qualitätswein |
| Verschluss: | Naturkork |
| Inverkehrbringer: | Weingut Schäfer-Fröhlich, Schulstraße 6, 55595 Bockenau |
| Allergiehinweis: | Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten. |
Auszeichnungen
Robert Parker: 95/100 Punkte
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