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Riesling trocken vom Vulkangestein 2022, QW

Der Riesling trocken vom Vulkangestein 2022 von Schäfer-Fröhlich verbindet Zitruszeste, weißen Pfirsich und Kräuter mit der markanten Mineralität vulkanischer Böden. Straff, präzise und von großer Spannung geprägt. Jetzt bei VINUS entdecken!

 

Riesling „vom Vulkangestein“ 2022 · QW trocken

Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe

Geschichte & Herkunft

Der „vom Vulkangestein“ gehört zur Terroirwein-Linie von Schäfer-Fröhlich und bildet das vulkanische Gegenstück zum „Vom Schiefergestein“. Das Weingut führt beide Weine heute ausdrücklich als VDP.Ortswein bzw. Terroirweine.

Die vulkanisch geprägten Weinberge des Hauses liegen vor allem im Bereich Bockenau/Schloßböckelheim. Besonders charakteristisch sind Porphyr und Rhyolith. Das vulkanische Gestein gibt den Rieslingen eine andere Persönlichkeit als die Schieferböden: mehr Druck, Würze und eine dunklere, steinige Mineralität.

Die große Referenz dafür ist bei Schäfer-Fröhlich die Kupfergrube; auch der Stromberg südlich von Bockenau steht auf kargem, eisen- und kupferhaltigem Porphyr. Schäfer-Fröhlich beschreibt seine Stromberg-Rieslinge entsprechend als tief mineralisch und salzig komplex.

Der Jahrgang 2022

2022 war ein warmes und trockenes Jahr. Beim Vulkangestein kommt diese Reife sehr schön zur Geltung, ohne dass der Wein seine Frische verliert.

Der 2022er besitzt 12 % vol. Alkohol, 4,4 g/l Restzucker und wird trocken ausgebaut. Falstaff beschreibt ihn als straff, zugkräftig und mineralisch; besonders hervorgehoben werden Rauch, Zündholz, grüner Apfel, Zitrone, weißer Pfirsich und Kräuter.

Damit ist er gegenüber dem 2021er etwas fruchtiger und geschmeidiger, während der 2021er stärker über Säure und kühle Spannung kommt.

Auszeichnungen & Bewertungen

91+ Punkte Falstaff. Ulrich Sautter hebt besonders die rauchige Nase, lebendige Säure, mineralische Würze und den guten Trinkfluss hervor.

Verkostung

Die Nase beginnt sehr typisch für Schäfer-Fröhlich mit Rauch und Zündholz. Dahinter kommen grüner Apfel, frische Zitrone und weißer Pfirsich.

Mit Luft wird der Wein deutlich aromatischer: Grapefruit, Zitronenschale, Kräuter, Zitronenmelisse, Estragon und etwas Senfsaat treten hervor. Eine feine rote Beerenanklänge werden ebenfalls beschrieben.

Am Gaumen ist er straff, schlank und zugkräftig, aber nicht dünn. Die Säure ist lebendig und verleiht dem Wein eine sehr gute Spannung.

Besonders charakteristisch ist die salzige Vulkangestein-Mineralik. Sie gibt dem Wein im Mittelteil Grip und Tiefe. Gleichzeitig sorgt die reife Frucht für Geschmeidigkeit. Vinoterra beschreibt ihn als dicht und konzentriert, mit salziger Mineralität und langem Abgang.

Das Finale ist trocken, zitrisch, rauchig und mineralisch, mit bemerkenswerter Länge für einen Terroir-/Ortswein.

Aromatik

grüner Apfel → weißer Pfirsich → Nektarine → Grapefruit → Zitrone → Zitronenschale → Ananas → rote Beerenanklänge → Zitronenmelisse → Estragon → Senfsaat → Feuerstein → Rauch → Vulkanstein → Salz

Die Kombination aus Rauch, Zitrus und salziger Mineralität ist für mich die stärkste Seite dieses Jahrgangs.

Reifepotenzial

Für eine gut gelagerte Flasche würde ich ihn heute nicht zu früh abschreiben:

Trinkfenster: 2025–2030
Serviertemperatur: 9–10 °C

2026 ist er sehr schön zu trinken. Die anfängliche Rauchigkeit sollte sich mit etwas Luft öffnen.

Belüftung: etwa 30–45 Minuten; alternativ im großen Rieslingglas entwickeln lassen.

Speisenbegleitung

Sehr passend zu:

  • Zander
  • Saibling
  • Forelle
  • Steinbutt
  • Jakobsmuscheln
  • Geflügel
  • Kalb
  • Pilzgerichten
  • Steinpilzen
  • Morcheln
  • Sellerie
  • Spargel
  • asiatischer Küche
  • indischer Küche

Gerade Pilze sind eine hervorragende Kombination: Die erdigen Aromen greifen die dunkle Mineralität und Kräuterwürze des Weins auf. Auch asiatische Küche wird als passende Kombination empfohlen. 

Rebsorte: Riesling
Trinktemperatur: 8 bis 10 ºC
Jahrgang: 2022
Alkoholgehalt: 12 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Region Deutschland: Nahe
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Deutschland
Trinkempfehlung: bis 2025
Säuregehalt: 8,1 g/l
Restsüße: 7,5 g/l
Qualität: Qualitätswein
Verschluss: Naturkork
Inverkehrbringer: Weingut Schäfer-Fröhlich, Schulstraße 6, 55595 Bockenau
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Edelstahltank

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