Halenberg Riesling VDP.Grosses Gewächs 2022, Qw
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Riesling „Halenberg“ VDP.GROSSES GEWÄCHS 2022 · QW
Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Schäfer-Fröhlich gehört zu den großen Riesling-Erzeugern der Nahe. Die Familie betreibt seit mehr als 200 Jahren Weinbau; heute wird das Gut von Tim und Nicole Fröhlich geführt. Seit 2001 ist Schäfer-Fröhlich Mitglied im VDP. Der Betrieb bewirtschaftet rund 21 Hektar, davon etwa 85 % Riesling. Zu den wichtigsten VDP.GROSSEN LAGEN gehören neben dem Felseneck auch der Halenberg in Monzingen, Felsenberg, Kupfergrube und Stromberg.
Der Monzinger Halenberg liegt östlich von Monzingen und ist eine bis zu 70 % steile Süd-/Südwestlage auf etwa 160 bis 220 Metern Höhe. Der Boden besteht aus einem Konglomerat von blaugrauem Schiefer und Quarzit. Die steinigen, leicht erwärmbaren Böden sind eher trocken; die alten Reben werden dadurch stark gefordert und bringen kleine, besonders aromatische Beeren hervor. Schäfer-Fröhlich charakterisiert die Halenberg-Weine ausdrücklich durch ihre dunkle, puristische Würze.
Der Jahrgang 2022
2022 war ein warmes und trockenes Jahr, was dem Halenberg viel Konzentration und Wucht verliehen hat. Gleichzeitig bewahrt der Wein dank seiner Säure und des kargen Schiefer-Quarzit-Terroirs eine bemerkenswerte Spannung.
Der 2022er besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 4,1 g/l Restzucker und 8,2 g/l Säure und ist trocken ausgebaut.
Im Vergleich zum eher kühlen und drahtigen 2021er zeigt 2022 mehr Kraft, Stoffigkeit und Reife, ohne seine mineralische Herkunft zu verlieren.
Auszeichnungen & Bewertungen
96 Punkte James Suckling, 95 Punkte Vinum, 18/20 Punkte Weinwisser, 93 Punkte Falstaff.
James Suckling hebt besonders die florale und flintige Nase, enorme Kompaktheit, Rasse, Mineralität und Energie hervor. Falstaff beschreibt den Wein als wuchtig, substanzreich und von gut tragender Säure.
Verkostung
Die Nase öffnet sich zunächst mit Feuerstein, Rauch und dunkler Schieferwürze. Dahinter kommen Grapefruit, Limette und Zitronenzeste, ergänzt von weißem Pfirsich und feinen floralen Noten.
Mit Luft entwickelt sich der Wein deutlich weiter: Kräuter, nasser Stein und eine balsamische Würze treten hervor. Die Frucht bleibt präzise und eher kühl, obwohl der Jahrgang viel Wärme mitbringt.
Am Gaumen zunächst saftig und kraftvoll, dann zunehmend straff. Der Wein besitzt viel Stoff, gleichzeitig eine bemerkenswert klare Säure. Die Phenolik verleiht ihm Griff und verhindert, dass die Konzentration schwer wirkt.
Charakteristisch ist die Verbindung aus Wucht und Schwung: Der Wein ist kraftvoll, aber nicht breit. Die Mineralität zieht ihn immer wieder in die Länge.
Das Finale ist lang, salzig, rauchig und zitrisch, mit einer markanten schieferigen Würze.
Aromatik
Grapefruit → Limette → Zitronenzeste → Pomelo → weißer Pfirsich → Birne → weiße Blüten → Kräuter → Feuerstein → nasser Schiefer → Rauch → Salz
Mit zunehmender Reife sind getrocknete Kräuter, Tee, Rauch, Nuss und dezente Petrolnoten zu erwarten.
Reifepotenzial
Der 2022er Halenberg ist trotz seiner bereits beeindruckenden Präsenz noch ein junger Wein. Die Kombination aus Säure, Mineralität und Konzentration spricht für eine lange Entwicklung.
Trinkfenster: etwa 2026–2040+
Serviertemperatur: 9–11 °C
Die aktuelle Trinkreife wird von Vinum Maximum bereits ab 2023 angegeben, mit einem möglichen Entwicklungsfenster bis 2040.
Jung würde ich ihm 60–90 Minuten Luft geben. Danach zeigt er wesentlich mehr Kräuter-, Stein- und Würznoten.
Speisenbegleitung
- Steinbutt
- Zander
- Saibling
- Seezunge
- Jakobsmuscheln
- Hummer
- Kalb
- Geflügel
- Morcheln
- Steinpilze
- Sellerie
- Spargel
- gereifter Comté
Besonders passend ist Kalbsfilet mit Morcheln und brauner Butter. Die salzige Säure des Halenbergs nimmt der Sauce die Schwere, während die dunkle Schieferwürze hervorragend mit den Pilzaromen harmoniert.
| Rebsorte: | Riesling |
|---|---|
| Trinktemperatur: | 8 bis 10 ºC |
| Jahrgang: | 2022 |
| Alkoholgehalt: | 12,5 % |
| Weintyp: | Weißwein |
| Flaschengröße: | 0,75 l |
| Region Deutschland: | Nahe |
| Geschmacksrichtung: | trocken |
| Land: | Deutschland |
| Trinkempfehlung: | bis 2034+ |
| Qualität: | Qualitätswein |
| Verschluss: | Naturkork |
| Inverkehrbringer: | Weingut Schäfer-Fröhlich, Schulstraße 6, 55595 Bockenau |
| Allergiehinweis: | Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten. |
Auszeichnungen
Robert Parker: 95/100 Punkte, Falstaff: 92/100 Punkte
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