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Riesling trocken Vom Schiefergestein 2020, Qw

2020 Riesling trocken Vom Schiefergestein, Weingut Schäfer-Fröhlich, Nahe

Riesling „Vom Schiefergestein“ 2020 · QW trocken

Schäfer-Fröhlich – Bockenau / Nahe

Geschichte & Herkunft

Der „Vom Schiefergestein“ ist ein besonders charakteristischer Ortswein von Schäfer-Fröhlich. Er stammt aus Bockenauer Schieferlagen und bringt bereits auf dieser Stufe sehr deutlich die Handschrift von Tim Fröhlich zum Ausdruck.

Die Trauben stammen aus Bockenauer Steillagen mit blauem Devonschiefer, unter anderem aus dem Umfeld des Felsenecks. Für den 2020er werden Reben im Alter von etwa 15 bis 30 Jahren genannt. Der Schieferboden sorgt für die für diesen Wein typische Verbindung aus kühler Mineralität, Kräuterwürze und salziger Spannung.

Schäfer-Fröhlich arbeitet bei seinen Rieslingen konsequent mit Spontangärung. Der 2020er wurde spontan im Edelstahl vergoren und anschließend mehrere Monate auf der Feinhefe ausgebaut.

Der Jahrgang 2020

2020 war an der Nahe ein ausgesprochen guter Jahrgang für trockenen Riesling. Die Weine konnten eine hohe aromatische Reife erreichen, ohne ihre Säure und Frische zu verlieren.

Beim Schiefergestein zeigt sich das besonders schön: reife gelbe Frucht trifft auf eine sehr lebendige Säure und eine ausgeprägte Schiefermineralität.

Der Wein besitzt 12,5 % vol. Alkohol, 5,5 g/l Restzucker und 8,5 g/l Säure.

Auszeichnungen

Der 2020er erhielt von Falstaff 91–93 Punkte. Ulrich Sautter betonte insbesondere die präzise Frucht, Feuerstein, Mandarine, Zitronenschale, reifen Pfirsich, grünen Apfel und die sehr lebendige Säure mit langem Nachhall.

Noch bemerkenswerter ist die Bewertung von 94 Punkten James Suckling. Dort wird die rauchig-reduktive Art des Weins hervorgehoben, die sich mit Luft in Richtung Feuerstein entwickelt.

Verkostung

Die Nase ist zunächst typisch Schäfer-Fröhlich: leicht reduktiv, rauchig und steinig. Nach einigen Minuten im Glas öffnet sich der Wein und zeigt Mandarine, Zitronenschale, reifen Pfirsich und grünen Apfel.

Dazu kommen Feuerstein, Kräuter und eine feine Tabakwürze. Gerade diese Kombination macht den Wein spannender als einen rein fruchtbetonten Riesling.

Am Gaumen ist er klar, konzentriert und ausgesprochen lebendig. Die Säure besitzt viel Zug, wird aber durch die Frucht und den Extrakt gut abgefedert.

Die Mineralität wirkt nicht nur aromatisch, sondern auch taktil: Der Wein besitzt Grip und eine salzige Spannung, die ihn immer wieder nach vorne zieht.

Das Finale ist für einen Ortswein bemerkenswert lang und endet trocken, zitrisch, rauchig und salzig.

Aromatik

Mandarine → Zitronenschale → Grapefruit → reifer Pfirsich → grüner Apfel → Limette → Feuerstein → Kräuter → Tabak → nasser Schiefer → Salz

Mit weiterer Flaschenreife können getrocknete Kräuter, Tee, Rauch und dezente Petrolnoten hinzukommen.

Reifepotenzial

Der Wein wurde bereits als trinkreif angeboten, besitzt aber deutlich mehr Entwicklungspotenzial als ein einfacher Gutswein. Ein Händler nennt 2028 als Trinkgrenze; andere Beschreibungen betonen ausdrücklich, dass sich Geduld bei gereiftem Bockenauer Riesling lohnt.

Trinkfenster: etwa 2025–2030
Serviertemperatur: 9–11 °C

Im Jahr 2026 ist der 2020er aus meiner Sicht in einer sehr schönen Trinkphase: Die jugendliche Frucht ist noch vorhanden, gleichzeitig beginnt die Schieferwürze stärker hervorzutreten.

Eine lange Dekantierung ist nicht nötig. 20–30 Minuten im Glas reichen meist aus; bei stärkerer Reduktion darf es auch etwas länger sein.

Speisenbegleitung

Der Wein ist sehr vielseitig und funktioniert besonders gut zu:

  • Forelle
  • Saibling
  • Zander
  • gebratenem Fisch
  • Spargel
  • grünem Gemüse
  • asiatischer Küche
  • Sushi
  • leichten Geflügelgerichten
  • Ziegenkäse
  • Weichkäse

Sehr schön wäre Forelle mit brauner Butter, Zitrone und Kräutern.

Auch zu grünem Spargel mit Zitronenbutter passt die Kombination aus Säure, Schiefer und Kräutern hervorragend.


 

Rebsorte: Riesling
Trinktemperatur: 10-12°C
Jahrgang: 2020
Alkoholgehalt: 12,5 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Region Deutschland: Nahe
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Deutschland
Trinkempfehlung: bis 2032
Säuregehalt: 8,5 g/l
Restsüße: 5,5 g/l
Qualität: Qualitätswein
Verschluss: Drehverschluss
Inverkehrbringer: Weingut Schäfer-Fröhlich, Schulstraße 6, 55595 Bockenau
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Spontan in Edelstahl vergoren und ohne Schönung über 7 Monate in Edelstahl ausgebaut.
Bockenauer Felseneck: Südliche Steillage mit blauem Devonschiefer. Reben zwischen 15 und 30 Jahre alt.
Speiseempfehlung

Asiatischer Küche, Spargel, Rohkostsalaten, Fischgerichten, Weichkäse

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