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Neuberg Göttlesbrunn ÖTW Ortswein 2023 (bio)

Der Neuberg Göttlesbrunn ÖTW Ortswein 2023 (bio) von Grassl zeigt dunkle Beeren, Kräuter und feine Würze mit Carnuntum-typischer Kalkmineralität. Jetzt bei VINUS entdecken!

Neuberg Göttlesbrunn ÖTW Ortswein 2023 (Bio), GRASSL, Göttlesbrunn – Carnuntum


Geschichte & Herkunft

Das Weingut Philipp Grassl sitzt im Herzen von Göttlesbrunn im Weinbaugebiet Carnuntum und hat sich besonders mit kraftvollen, zugleich präzisen Rotweinen einen Namen gemacht. Der Betrieb arbeitet biologisch; der Jahrgang 2023 des Neuberg ist entsprechend als Bio-Wein ausgewiesen. Der Neuberg zählt innerhalb der Ortsweine des Hauses zu den charakteristischen Herkunftsweinen aus Göttlesbrunn.
Der Name „Neuberg“ bezeichnet die geschützte, leicht nach Südosten abfallende Lage in Göttlesbrunn. Grassl bezeichnet den Wein als Ortswein und beschreibt ihn als einen charakterstarken Wein aus einer jüngeren Rebsubstanz. Die Bezeichnung ÖTW Ortswein betont dabei die Herkunft aus der Gemeinde Göttlesbrunn.

Lage & Terroir

Der Neuberg liegt geschützt am Hang und fällt leicht nach Südosten ab. Besonders prägend sind die schweren, tiefgründigen Böden mit hohem Lehm- und Tonanteil. Diese Böden können viel Wasser speichern und bieten damit gerade in warmen und trockenen Jahren eine wichtige Grundlage für eine gleichmäßige Reife. Der Hangfuß ist von kräftigem, schwerem Lehmboden geprägt; hier stehen vor allem Zweigelt und Blaufränkisch. Die Lage verbindet daher gute Wärmeexposition mit einer ausgeprägten Bodenwasserhaltefähigkeit.

Jahrgang 2023

Der 2023er präsentiert sich mit 14,0 % vol. Alkohol, 5,7 g/l Säure und 1,2 g/l Restzucker trocken. Die Kombination aus hoher physiologischer Reife und moderater Säure ergibt einen substanzreichen, vollmundigen Rotwein mit guter Balance.

Rebsorten & Vinifikation

Der Neuberg 2023 ist eine Cuvée aus 50 % Zweigelt, 40 % Blaufränkisch und 10 % Merlot. Die Trauben wurden Anfang Oktober in zwei Selektionsschritten von Hand gelesen. Anschließend erfolgte eine schonende Spontangärung bei maximal 28 °C mit sanftem Unterstoßen und Überfluten des Tresterhutes. Die Maischestandzeit betrug 14 bis 18 Tage.
Danach erfolgte der biologische Säureabbau in kleinen Holzfässern und 500-Liter-Tonneaus aus französischer und österreichischer Eiche, davon bis zu 30 % neues Holz und 70 % gebrauchte Fässer. Die anschließende Klärung und Reifung erfolgte durch Sedimentation bis zur Abfüllung im Januar 2026.

Verkostung

Der 2023er zeigt sich tiefdunkel mit dichtem Rubingranat und opakem Kern. Das Bouquet ist kühlwürzig und sehr fruchtbetont. Dunkle Kirschen und reife Zwetschken bilden die aromatische Basis, ergänzt durch Cassiskonfit, Brombeere und feine Edelholznoten.
Mit zunehmender Belüftung treten zusätzlich Nougat, kandierte Orangenzesten und eine feine rauchige Würze hervor.

Am Gaumen

Kräftig und dicht, dabei ausgesprochen saftig. Die dunkle Frucht besitzt eine schöne extraktreiche Fülle und wird von runden, tragenden Tanninen gestützt. Das Mundgefühl ist samtig und geschmeidig, ohne an Struktur zu verlieren.
Die Säure bleibt eher im Hintergrund, sorgt aber für ausreichend Frische. Im Nachhall verbinden sich Zwetschke, Waldbeeren, Nougat und feine Holz- und Würznoten. Das Finale ist lang und von markantem, aber geschliffenem Tannin getragen.

Aromatik

  • dunkle Kirsche
  • reife Zwetschke
  • Brombeere
  • Cassiskonfit
  • Waldbeeren
  • Schlehe
  • Marzipan
  • Nougat
  • kandierte Orangenzeste
  • feine Rauch- und Edelholzwürze
  • mediterrane Kräuter

Die Vinaria-Verkostung betont besonders Kirschlikör, dunkles Beerengelee, Schlehe, Marzipan und eine zarte Rauchigkeit.

Auszeichnungen

Für den exakt genannten Jahrgang 2023 sind mehrere Bewertungen dokumentiert:

  • 94 Punkte Falstaff
  • 93 Punkte A la Carte
  • 4 Sterne Vinaria

Falstaff bewertete den Wein beim Tasting 2025 mit 91–93 Punkten und hob Edelholz, reife Zwetschken, Nougat, kandierte Orangenzesten, extraktsüße Textur und runde Tannine hervor. Bei der offiziellen Weingutsseite werden 94 Punkte Falstaff und 93 Punkte A la Carte genannt.

Reifepotenzial

Der Wein ist bereits relativ früh zugänglich, besitzt aber genügend Konzentration, Tannin und Holzwürze für einige weitere Jahre Entwicklung. Das Weingut nennt ein Potenzial bis etwa 2030.
Mit zunehmender Reife dürfte sich die intensive Frucht stärker in Richtung getrocknete Zwetschke, dunkle Gewürze, Tabak, Unterholz und balsamische Nuancen entwickeln.

Servieren

Optimal bei 15–17 °C. Ein großes Rotweinglas unterstützt die dunkle Frucht und die würzigen Holzaromen. Eine Belüftung von etwa 30 Minuten ist empfehlenswert, insbesondere bei jungen Flaschen.

Speisenbegleitung

Sehr passend zu:

  • Rinderbraten und geschmortem Rind
  • Wildschwein
  • Reh und Hirsch
  • Lamm
  • Enten- und Gänsegerichten
  • kräftigen Schmorgerichten
  • Pasta mit Wildragout
  • Pilzgerichten
  • gereiftem Hartkäse

Die kräftige Struktur und das markante Tannin machen ihn besonders interessant zu aromatischen, geschmorten Fleischgerichten.

Rebsorte: Cuveè von: 50 % Zweigelt, 40 % Blaufränkisch, 10 % Merlot
Trinktemperatur: 16-18 °C
Jahrgang: 2023
Alkoholgehalt: 14 %
Weintyp: Rotwein
Flaschengröße: 0,75 l
Bio: Ja
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Österreich
Region Österreich: Carnuntum
Trinkempfehlung: bis 2030
Säuregehalt: 5,8 g/l
Restsüße: 1,2 g/l
Qualität: Carnuntum DAC
Verschluss: Drehverschluss
Inverkehrbringer: Weingut Philipp Grassl GmbH, Am Graben 4-6, 2464 Göttlesbrunn-Arbesthal, Österreich
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Spontangärung bei max. 30°C durch sanftes Unterstoßen und Überfluten des Tresterhutes, Maischestandzeit 14 bis 18 Tage, anschließend Säureabbau in zu 50% neuen und 50% gebrauchten kleinen Holzfässern und 500l-Tonneaus aus franz. und österr. Eiche,
tonreich und lehmig
Auszeichnungen

Falstaff: 93 Punkte A la Carte: 93 Punkte

Speiseempfehlung

Passender Begleiter zu kräftigen Fleisch- und Wildspeisen, Rindfleischvariationen, Gegrilltem und harten Käsesorten

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