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Sancerre blanc AOC "Enclos de Maimbray" 2024

Der Sancerre blanc „Enclos de Maimbray“ 2024 von Matthias et Émile Roblin zeigt viel Kalkstein, dezent Zitrus und kühle Präzision – klassischer Loire-Sauvignon mit Tiefe. Jetzt bei VINUS entdecken!

Verkostungsnotiz

Der Sancerre „Enclos de Maimbray“ 2024 ist die charaktervolle, etwas tiefgründigere Interpretation des Sauvignon Blanc aus dem Hause Matthias und Émile Roblin. Die Cuvée trägt den Namen der katastralen Parzelle Enclos de Maimbray und stammt aus den kalkig-tonigen Böden des Oberjura. Hier treffen Kimmeridgium und Portlandien aufeinander – jene geologischen Formationen, die den Sancerre-Weinen rund um Sury-en-Vaux ihre charakteristische Spannung und mineralische Prägung geben.

Im Duft zeigt sich der 2024er ausgesprochen präzise und animierend. Zitrone, Limette und Grapefruit verbinden sich mit weißem Pfirsich, Birne und reiferen exotischen Fruchtnoten. Dazu kommen florale Anklänge und eine feine, steinige Würze. Anders als ein rein auf Primärfrucht ausgerichteter Sauvignon wirkt der Enclos bereits im Duft etwas substanzvoller und ruhiger. Die Frucht bleibt klar, wird aber von einer kalkig-mineralischen Komponente getragen.

Am Gaumen beginnt der Wein frisch, straff und geradlinig. Die lebendige Säure sorgt für Spannung und einen hervorragenden Trinkfluss, während die Frucht den Mittelgaumen angenehm auskleidet. Besonders schön ist das Wechselspiel zwischen Zitrusfrische und mineralischer Tiefe. Gegen Ende tritt eine feine, leicht herbe Note hervor, die den Wein zusätzlich fokussiert und ihn sehr animierend macht. Eine aktuelle Verkostung beschreibt genau diese Kombination aus exotischer Frucht und Zitrus, geradlinigem, gespanntem Gaumen, Mineralität und einer angenehm feinen Bitterkeit im Finale.

Seine besondere Klasse zeigt sich auch in der Textur. Der Wein besitzt deutlich mehr Körper und Schmelz, als seine frische Sauvignon-Blanc-Aromatik zunächst vermuten lässt. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der Ausbau: Nach selektiver Handlese, pneumatischer Pressung und statischer Vorklärung vergärt der Most 3 bis 4 Wochen in Holzfässern und Edelstahl. Anschließend bleibt der Wein 10 bis 12 Monate auf der Feinhefe, begleitet von mehr oder weniger häufigem Aufrühren der Hefe, abhängig vom Jahrgang. Eine leichte Schönung und Filtration vor der Abfüllung bewahren dabei seine Präzision.

Der 2024er profitiert von dieser Vinifikation besonders: Die Frische des Jahrgangs wird nicht durch übermäßige Holzaromatik überlagert, gleichzeitig erhält der Wein durch Holz und Hefelagerung zusätzliche Tiefe, Breite und Textur. Das Ergebnis ist ein Sancerre, der deutlich über den einfachen Erfrischungswein hinausgeht.

Auch die 35 Jahre alten Reben und die vergleichsweise hohe Pflanzdichte von 7.000 Rebstöcken pro Hektar tragen zur Konzentration bei. Die Erträge liegen laut Domaine bei etwa 45 bis 55 hl/ha.

Im langen Finale kommen nochmals Zitrus, kalkige Mineralität und eine feine salzige beziehungsweise leicht bittere Spannung zusammen. Der Nachhall bleibt trocken und präzise. Gerade diese Verbindung aus Frucht, Säure, Textur und Mineralität erklärt die sehr starke 95-Punkte-Bewertung von VINUM für den Jahrgang 2024.

Der Enclos de Maimbray ist damit ein Sancerre für alle, die Sauvignon Blanc nicht nur wegen seiner Frische, sondern wegen Herkunft, Struktur und gastronomischer Vielseitigkeit schätzen.

Die Geschichte des Weins

Der Name Enclos de Maimbray bezeichnet die katastrale Lage, aus der diese Cuvée stammt. Maimbray ist ein Winzerweiler der Gemeinde Sury-en-Vaux, wenige Kilometer nordwestlich von Sancerre. Hier befindet sich das Familienweingut der Brüder Matthias und Émile Roblin, die den Betrieb heute in vierter Generation führen.

Matthias übernahm das Familienweingut im Jahr 2000, sechs Jahre später stieß sein Bruder Émile dazu. Heute bewirtschaftet die Familie rund 20 Hektar in etwa 40 Parzellen, überwiegend mit Sauvignon Blanc. Die Weinberge liegen rund um Maimbray und La Vallée und sind stark von den kalkreichen Böden des Oberjura geprägt.

Der Enclos de Maimbray stammt aus argilo-kalkigen Böden, die nach Angaben des Domaine zu zwei Dritteln aus Portlandien und zu einem Drittel aus Kimmeridgium bestehen. Die offiziellen Angaben des Domaine unterscheiden sich hier von manchen externen Beschreibungen; für die Produktbeschreibung folgen wir deshalb der aktuellen Primärquelle des Weinguts.

Das Kimmeridgium besteht aus kalkhaltigen Mergeln mit fossilen kleinen Austern, während das darüberliegende Portlandien eine etwas andere mineralische Struktur mitbringt. Diese geologische Kombination ist ein wesentlicher Bestandteil des Sancerre-Terroirs und sorgt für die Verbindung von Frische, Mineralität und Spannung.

Die Roblins arbeiten ausgesprochen umweltbewusst. Sie verzichten auf chemische Dünger, Herbizide, Insektizide und Mittel gegen Fäulnis. Begrünung, Bodenbearbeitung und gezielte Laub- und Ertragsregulierung gehören zum Weinbergsmanagement. Seit 2020 besitzt das Domaine die HVE-3-Zertifizierung, die höchste Stufe der französischen Umweltzertifizierung. Eine Biozertifizierung besteht dagegen ausdrücklich nicht.

Auch im Keller lautet die Philosophie: möglichst wenig Eingriffe, möglichst viel Herkunft. Das Domaine arbeitet überwiegend mit Schwerkraft, reduziert Pumpvorgänge und setzt je nach Cuvée Edelstahl, Holz und 600-Liter-Fässer ein. Beim Enclos de Maimbray verbindet sich die kontrollierte Gärung mit dem langen Hefelager zu einem Wein, der gleichzeitig präzise und substanzvoll bleibt.


Speisenempfehlung

Der Enclos de Maimbray ist aufgrund seiner Kombination aus Säure, Frucht, Mineralität und Textur ein besonders guter gastronomischer Sancerre. Er besitzt genügend Substanz für anspruchsvollere Gerichte, ohne seine Frische zu verlieren.

Eine herausragende Kombination wäre Jakobsmuschel mit Sellerie, Granny Smith, Zitronenverbene und einer leichten Beurre blanc. Die Süße der Jakobsmuschel greift die reife Frucht des Weins auf, während Säure und Mineralität die cremige Sauce ausbalancieren.

Sehr klassisch und regional ist Crottin de Chavignol, entweder frisch und cremig oder leicht gereift. Die cremige, leicht würzige Textur des Ziegenkäses wird durch die Säure des Sancerre aufgefangen.

Zu Fisch empfiehlt sich beispielsweise gebratener Zander mit Petersilienwurzel, Zitronenbutter und Kräuteröl. Die Struktur des Weins ist kräftig genug für die Butter, während seine Mineralität die feine Süße des Fisches unterstützt.

Auch Seezunge mit brauner Butter, Kapern und Zitrone ist eine hervorragende Kombination. Hier entsteht ein schönes Spiel zwischen der nussigen Butter, der Zitrusfrische des Weins und seiner kalkigen Mineralität.

Vegetarisch passt der Wein hervorragend zu weißem Spargel mit Morcheln und pochiertem Ei, grünem Spargel mit Kerbel und Zitrone oder einem Risotto mit Erbsen, Zuckerschoten und Comté.

Für die asiatische Küche eignet sich der Enclos besonders zu Sashimi, Sushi, Ceviche vom Wolfsbarsch oder Jakobsmuschel mit Yuzu. Die hohe Säure und die mineralische Struktur bringen Frische und Präzision in Gerichte mit Zitrus, Kräutern und leichter Schärfe.

Auch helles Fleisch funktioniert sehr gut: etwa Maispoularde mit Estragon, Artischocken und einer leichten Zitronensauce.

 

Rebsorte: Sauvignon Blanc
Trinktemperatur: 10-12°C
Jahrgang: 2024
Alkoholgehalt: 13 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Vegan: Ja
Geschmacksrichtung: trocken
Weinstil: saftig & mundwässernd, vielschichtig & strukturiert
Land: Frankreich
Region Frankreich: Loire, Sancerre
Trinkempfehlung: bis 2032+
Säuregehalt: 4,5 g/l
Restsüße: 0,4 g/l
Qualität: Sancerre AOC
Verschluss: DIAM Kork
Inverkehrbringer: Domaine Matthias et Émile Roblin, 18300 Sury-en-Vaux, Frankreich
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
3 bis 4-wöchige, spontane Gärung unter Temperaturkontrolle (15-20 °C) teils in Edelstahl, teils in Großem Holz. Anschließend 9-monatiger Ausbau auf der Feinhefe (anfänglich mit Aufrüh-ren der Feinhefe) wieder in Edelstahl und Großem Holz.


Steile Einzellage mit kalkreichem, kiesigem und lehmigem Boden (Kimmeridgian und Portlandian). Durchschnittlich 35 Jahre alte Reben.


Statische Mostvorklärung. 3 bis 4-wöchige, spontane Gärung unter Temperaturkontrolle (15-20 °C) teils in Edelstahl, teils in Großem Holz. Anschließend 9-monatiger Ausbau auf der Feinhefe (anfänglich mit Aufrühren der Feinhefe) wieder in Edelstahl und Großem Holz. Veganer Wein. Diam(5)kork o.ä.

Speiseempfehlung

Perfekt als Aperitif. Guter Begleiter von gegrillten Meeresfrüch-ten, Hummer oder Fisch. Passt auch zu Spargelgerichten, feinem Geflügel und Gegrilltem aller Art. Gut zu Ziegenkäse.

Die Angaben zu Zutaten und Nährwerten finden Sie auf dem Rücketikett in der Produktgalerie oder über den dort abgebildeten QR-Code. Das Rücketikett kann zur besseren Lesbarkeit vergrößert werden.

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