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Rheingau Chardonnay 2024, Qw

Der Rheingau Chardonnay 2024 von Chat Sauvage verbindet gelben Apfel, Birne und feine Zitrusnoten mit dezenten Röstaromen. Straff und elegant, geprägt von Kalkböden, feinem Schmelz und burgundischer Stilistik. Jetzt bei VINUS entdecken!

Rheingau Chardonnay 2024 · QbA

Chat Sauvage · Johannisberg / Rheingau

Geschichte & Herkunft

Chat Sauvage ist im Rheingau eine echte Besonderheit: Das Weingut konzentriert sich nicht auf Riesling, sondern ausschließlich auf die Burgundersorten Spätburgunder und Chardonnay. Gegründet wurde das Projekt von dem Hamburger Unternehmer Günter Schulz; die ersten eigenen Weinbauaktivitäten begannen um 2000/2001. Heute wird das Weingut von Verena Schöttle geleitet. Rund 8 Hektar Rebfläche zwischen Winkel und Lorch gehören inzwischen zum Betrieb.

Der erste Chardonnay wurde 2006 im Winkeler Dachsberg gepflanzt. Damit war der Grundstein für eine Chardonnay-Linie gelegt, die heute vom Rheingau Chardonnay als Gutswein bis zum Spitzenwein Clos de Schulz reicht.

Der Rheingau Chardonnay ist dabei bewusst nicht als einfacher Einstiegswein angelegt. Bereits früh wurde der Guts-Chardonnay von Fachautoren als ungewöhnlich kraftvoll, komplex und lang für diese Kategorie beschrieben.

Der Jahrgang 2024

Der 2024er ist ein trockener Qualitätswein aus Chardonnay. Das Weingut selbst gibt aktuell 13,0 % vol. an; Händlerangaben nennen je nach Abfüllungs-/Datenstand 12,5–13 %.

Die analytischen Angaben eines Fachhändlers lauten 5,1 g/l Säure und 2 g/l Restzucker. Damit ist der Wein trocken, besitzt aber genügend Säure für Frische und Spannung.

Stilistisch steht der 2024er zwischen klassischem Rheingau und Burgund: gelbe Frucht, cremige Textur, dezenter Holzeinfluss und mineralische Spannung.

Terroir

Der Chardonnay wächst auf skelettreichen Böden aus Löss-Lehm mit Quarziteinlagerungen. Diese mineralische Grundlage ist ein wichtiger Teil des Stils von Chat Sauvage.

Quarzit und die steinigen Rheingauer Böden geben dem Wein einen Gegenpol zur cremigen Chardonnay-Frucht. Dadurch entsteht nicht einfach ein weicher, üppiger Chardonnay, sondern ein Wein mit Frucht, Schmelz und mineralischer Straffheit.

Ausbau

Chat Sauvage verfolgt bei Chardonnay einen bewusst burgundisch geprägten Ansatz. Französische Eiche gehört zur Stilistik des Hauses; der Chardonnay wird im Holz ausgebaut. Für den 2024er werden Barrique und französische Eiche als Ausbau angegeben.

Der entscheidende Punkt ist dabei die Einbindung des Holzes. Es soll nicht nach „neuem Holz“ schmecken, sondern Struktur, Schmelz und zusätzliche Würze liefern.

Das unterscheidet den Rheingau Chardonnay deutlich von einem rein stahltankgeprägten Chardonnay.

Verkostung

Die Nase ist zunächst kühl und zurückhaltend, öffnet sich aber mit etwas Luft.

Im Vordergrund:

gelber Apfel → Birne → Mirabelle → weißer Pfirsich → Aprikose

Dazu kommen feine Noten von:

Vanille → Joghurt → Haselnuss → dezentes Holz

Eine Händlerverkostung beschreibt den Wein als kühl und fruchtig; ein weiterer Verkoster nennt ausdrücklich Aprikose, Mirabelle, weißen Pfirsich, Joghurt, Steinobst, Vanille und Holz.

Das Interessante: Die Frucht wirkt nicht tropisch oder überreif, sondern eher gelb, kühl und elegant.

Am Gaumen

Der Auftakt ist weich und saftig, typisch Chardonnay.

Dann kommt die mineralische Seite stärker zum Vorschein.

Die Struktur lässt sich ungefähr so beschreiben:

Schmelz → gelbe Frucht → feine Säure → Mineralität → dezentes Holz

Der Wein besitzt Körper, ohne schwer zu werden.

Gerade die Verbindung aus cremiger Frucht und kleinen mineralischen Einsprengseln ist für den 2024er charakteristisch. Der Nachhall wird als fein und elegant im Burgunderstil beschrieben.

Aromatik

gelber Apfel → Birne → Mirabelle → weißer Pfirsich → Aprikose → Zitrus → Haselnuss → Joghurt → Vanille → feine Holzwürze → Stein

Mit Luft dürfte die Holzwürze etwas deutlicher werden, während sich die Frucht weiter in Richtung gelbe Steinfrucht entwickelt.

Auszeichnungen & Renommee

Für den aktuellen 2024er findet sich derzeit keine belastbare, unabhängige Spitzenbewertung.

Das Renommee des Weins ist allerdings bemerkenswert: Bereits frühere Jahrgänge des Guts-Chardonnays wurden von Fachautoren deutlich über dem üblichen Niveau eines Rheingauer Gutsweins eingeordnet. Das Weingut selbst wird im Falstaff-Weinguide auf Fünf-Sterne-Niveau geführt.

Wichtig ist deshalb, Auszeichnungen älterer Jahrgänge nicht fälschlich dem 2024er zuzuschreiben.

Reifepotenzial

Der 2024er ist bereits jung gut trinkbar.

Durch Säure, Holz und mineralische Struktur besitzt er aber mehr Reserven als ein einfacher, fruchtbetonter Gutswein.

Eine Händlerempfehlung sieht ihn bis etwa 2033.

Servieren

9–11 °C

Nicht zu kalt servieren. Bei 7–8 °C würde die cremige Textur stärker verschwinden und das Holz könnte relativ dominant erscheinen.

Ein mittelgroßes Burgunder- oder Chardonnayglas ist ideal.

Jung geöffnet würde ich ihm etwa 20–30 Minuten Luft geben.

Speisenbegleitung

Der Wein ist ausgesprochen vielseitig.

Sehr passend:

  • gebratener Fisch
  • Zander
  • Saibling
  • Forelle
  • Kabeljau
  • Garnelen
  • Muscheln
  • Geflügel
  • Kalb
  • cremige Pasta
  • Risotto
  • Spargel
  • Gemüse vom Grill
  • milder Käse

Besonders schön:

Gebratener Saibling mit brauner Butter, Mandeln und Fenchel.

Die nussigen Chardonnay-Noten greifen die Mandeln auf, während die Säure den Fisch und die Butter ausbalanciert.

Auch Risotto mit Pilzen und Parmesan passt hervorragend.

Rebsorte: Chardonnay
Trinktemperatur: 10 bis 12 ºC
Jahrgang: 2024
Alkoholgehalt: 12,5 %
Weintyp: Weißwein
Flaschengröße: 0,75 l
Region Deutschland: Rheingau
Geschmacksrichtung: trocken
Land: Deutschland
Trinkempfehlung: bis 2033
Restsüße: 2 g/l
Qualität: Qualitätswein
Verschluss: Naturkork
Inverkehrbringer: Weingut Chat Sauvage, Hohlweg 23, 65366 Geisenheim
Allergiehinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Schwefel, Eiweiß, Gelatine und Milch enthalten.
Barriquefass, französische Eiche
Speiseempfehlung

Fisch (Bouillabaisse), Krustentiere, Meeresfrüchte, nicht zu kräftige Grilladen (Gemüse)

Die Angaben zu Zutaten und Nährwerten finden Sie auf dem Rücketikett in der Produktgalerie oder über den dort abgebildeten QR-Code. Das Rücketikett kann zur besseren Lesbarkeit vergrößert werden.

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