Domaine Giraud
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Domaine Giraud: Charaktervolle Bio-Weine aus Châteauneuf-du-Pape
Das Domaine Giraud gehört zu den traditionsreichen Familienbetrieben von Châteauneuf-du-Pape. Die Geschichte der Familie reicht über mehrere Jahrhunderte zurück, doch das heutige Weingut entstand erst in den 1970er-Jahren, als Pierre und Mireille Giraud mit zunächst vier Hektar gepachteter Rebfläche begannen.
Heute bewirtschaftet die Familie rund 35 Hektar Weinberge, davon 17 Hektar in Châteauneuf-du-Pape, 13 Hektar in Lirac und weitere Flächen für Vin de France. Seit 2008 arbeitet das gesamte Domaine biologisch.
Marie und François Giraud, die Kinder von Pierre und Mireille, führen das Weingut heute gemeinsam. Ihr Ziel ist es, die unterschiedlichen Parzellen und Rebsorten möglichst präzise auszudrücken. Dabei verbinden sie die Tradition der Familie mit selektiver Parzellenarbeit, moderner Kellertechnik und einem sehr behutsamen Umgang mit dem Lesegut.
Im Mittelpunkt stehen die roten Châteauneuf-du-Pape-Weine. Grenache bildet die Grundlage, ergänzt durch Syrah und Mourvèdre. Daneben erzeugt Domaine Giraud charaktervolle Weißweine aus Grenache Blanc, Clairette, Bourboulenc und Roussanne.
Besonders bemerkenswert sind die alten Grenache-Reben der Familie. Die Cuvée Les Grenaches de Pierre entsteht aus 100-jährigen Grenache-Reben von sandigen Böden der Crau und des Pignan-Plateaus. Sie ist zugleich eine Hommage an Pierre Giraud und an eine der großen Rebsorten des südlichen Rhône-Tals.
Die Geschichte des Domaine Giraud
Die Wurzeln der Familie Giraud reichen weit zurück. Pierre Giraud stammt aus einer Winzerfamilie, deren Weinbautradition laut Domaine mehr als sechs Jahrhunderte umfasst. Seine Vorfahren waren mit der Familie Armenier verbunden, deren Weinberge später einen wichtigen Teil des heutigen Besitzes bildeten.
1974 begannen Pierre und Mireille Giraud mit vier Hektar Rebfläche im Pacht- und Teilpachtbetrieb. In den folgenden zwölf Jahren vergrößerten sie den Betrieb Schritt für Schritt durch weitere gepachtete und in Teilpacht bewirtschaftete Flächen.
Ein wichtiger Wendepunkt kam 1981. Die Familie wandelte die frühere familiäre Brennerei in einen Weinkeller um und erzeugte dort ihren ersten eigenen Jahrgang. Damit begann die Entwicklung vom landwirtschaftlichen Betrieb zum eigenständigen Weingut.
1987 wurde der Weinbergsbesitz der Familie Armenier an die Kinder weitergegeben. Pierre und Mireille bewirtschafteten anschließend acht Hektar alter Reben in den renommierten Lagen La Crau, Les Galimardes und Pignan.
1998 übernahm die nächste Generation zunehmend Verantwortung. Marie und François Giraud hatten zuvor Weinbau und Önologie studiert und führten das Domaine gemeinsam weiter. Sie intensivierten die Parzellenarbeit und modernisierten den Keller, ohne die familiäre Tradition aufzugeben.
Ein entscheidender Schritt erfolgte 2008 mit der Umstellung auf biologischen Weinbau. Heute ist das gesamte Domaine biologisch zertifiziert.
1974: Pierre und Mireille beginnen mit 4 Hektar Rebfläche
1981: Umbau der Familienbrennerei zur Kellerei und erster eigener Jahrgang
1987: Übergang der Weinberge der Familie Armenier an die nächste Generation
1998: Marie und François Giraud übernehmen zunehmend die Verantwortung
2008: Umstellung auf biologischen Weinbau
Heute: 35 Hektar Gesamtfläche, davon 17 Hektar Châteauneuf-du-Pape
Familie: Giraud
Heutige Leitung: Marie und François Giraud
Ort: Châteauneuf-du-Pape, Vaucluse
Region: Südliche Rhône
Wichtige Herkunft: Châteauneuf-du-Pape und Lirac
Marie und François Giraud
Mit Marie und François Giraud wird das Domaine heute von der zweiten Generation der modernen Familiengeschichte geführt.
Beide haben Weinbau und Önologie studiert und widmen sich gemeinsam der Bewirtschaftung der Weinberge und der Vinifikation. Ihre Arbeit ist stark von der Parzelle geprägt. Unterschiedliche Böden, Rebsorten und alte Rebanlagen werden nicht zu einer einheitlichen Masse zusammengefasst, sondern möglichst separat behandelt.
Die Familie arbeitet dabei eng mit der natürlichen Charakteristik der einzelnen Lagen. Ziel sind Weine, bei denen Konzentration und Kraft nicht auf Kosten von Frische und Eleganz gehen.
Besonders deutlich wird diese Philosophie bei Les Grenaches de Pierre. Die Cuvée stammt ausschließlich von hundertjährigen Grenache-Reben und wird rund 18 Monate in Betontanks ausgebaut. Auf Filtration und Schönung wird verzichtet, um die aromatische Intensität und Eigenständigkeit des Weines zu bewahren.
Das Terroir von Châteauneuf-du-Pape
Châteauneuf-du-Pape ist eine der berühmtesten Herkunftsbezeichnungen der südlichen Rhône. Die Appellation erstreckt sich über rund 3.150 Hektar und umfasst fünf Gemeinden. Ihr Name steht weltweit für kraftvolle, zugleich elegante Weine, die stark vom mediterranen Klima, dem Mistral und den unterschiedlichen Böden geprägt werden.
Auch innerhalb des Besitzes von Domaine Giraud finden sich sehr unterschiedliche Terroirs. Rund acht Hektar liegen zusammenhängend im südlichen Teil der Appellation im Quartier Les Galimardes. Dort prägen große gerollte Kieselsteine die Oberfläche. Sie speichern während des Tages Wärme und geben diese am Abend wieder an die Reben ab.
Auf diesen Flächen wachsen hundertjährige Grenache-Reben sowie Mourvèdre und jüngere Syrah-Reben. In unmittelbarer Nähe stehen die weißen Sorten Grenache Blanc, Clairette, Bourboulenc und Roussanne.
Die alten Grenache-Reben der Domaine befinden sich außerdem in La Crau und auf dem Plateau von Pignan. Dort dominieren sandige Böden. Sie verleihen dem Grenache weniger massive Kraft als die großen Kieselterrassen, dafür mehr Finesse, Eleganz und aromatische Feinheit.
Im Quartier Les Tresquoys wächst Syrah an einem Hang auf tonhaltigen Böden. Die unterschiedlichen Bodentypen ermöglichen es der Familie, die einzelnen Rebsorten genau dort einzusetzen, wo sie ihre Qualitäten besonders gut entwickeln können.
Les Galimardes: Ein Familien-Terroir
Les Galimardes nimmt innerhalb des Domaine Giraud eine besondere Stellung ein. Das Quartier im Süden der Appellation gehörte bereits bei der Entstehung des heutigen Weinguts zur Familie.
Die Böden bestehen an der Oberfläche aus großen gerollten Kieseln, unter denen sich tonreiche Schichten befinden. Die Steine speichern die Wärme des Tages und geben sie in den Abendstunden langsam wieder ab. Dadurch können die Trauben hohe Reife und Konzentration entwickeln, während die Weine dennoch eine mineralische Spannung bewahren.
Hier wachsen neben hundertjährigen Grenache-Reben auch Syrah, Mourvèdre und die weißen Sorten des Hauses.
Les Galimardes ist deshalb nicht nur eine Weinlage, sondern ein Stück Familiengeschichte. Die daraus entstehenden Weine sollen den modernen Stil der Domaine verkörpern: intensiv und konzentriert, zugleich elegant und präzise.
Biologischer Weinbau seit 2008
Seit 2008 arbeitet Domaine Giraud biologisch. Die Umstellung markierte einen wichtigen Entwicklungsschritt für Marie und François Giraud. Heute ist das gesamte Domaine biologisch zertifiziert.
Die biologische Bewirtschaftung passt zur stark terroirbezogenen Philosophie des Hauses. Jede Parzelle soll ihre eigenen Eigenschaften möglichst unverfälscht zeigen können.
Der Fokus liegt dabei nicht auf maximaler Produktion, sondern auf gesunden Reben, sorgfältiger Traubenselektion und möglichst ausdrucksstarkem Lesegut.
Alle Trauben werden von Hand gelesen. Die qualitative Selektion erfolgt bereits im Weinberg und wird vor der Verarbeitung im Keller nochmals kontrolliert. Die weißen Rebsorten werden besonders früh gelesen – noch vor Sonnenaufgang –, um die nächtliche Kühle für die Trauben zu nutzen.
Die wichtigsten Rebsorten
Grenache ist die wichtigste Rebsorte des Domaine Giraud und bildet das Rückgrat der roten Châteauneuf-du-Pape-Weine.
Grenache: Reife rote und schwarze Früchte, Kirsche, Himbeere, Wärme, Fülle und samtige Struktur. Auf sandigen Böden kann die Sorte besonders elegant und fein wirken.
Syrah: Schwarze Früchte, Pfeffer, Würze und violette Aromen. Die Sorte bringt Struktur und Frische in die Assemblagen.
Mourvèdre: Würze, dunkle Frucht, Struktur und zusätzliche Tiefe. Die Sorte unterstützt insbesondere die langlebigen roten Cuvées.
Grenache Blanc: Reife Frucht, florale Noten und Fülle.
Clairette: Frische, florale Aromen und Eleganz.
Bourboulenc: Säure und Frische, die den Weißweinen zusätzliche Spannung geben.
Roussanne: Duft, Körper und aromatische Komplexität.
Die weißen Sorten werden bei Giraud nicht als bloße Ergänzung betrachtet. Das Domaine weist ausdrücklich darauf hin, dass seine Geschichte zunächst von charaktervollen Weißweinen geprägt wurde. Heute bleibt Rotwein zwar die Hauptproduktion, doch die Weißweine besitzen einen eigenständigen Platz im Sortiment.
Grenache: Das Herzstück von Domaine Giraud
Kaum eine Rebsorte steht so stark für Domaine Giraud wie Grenache.
Besonders bemerkenswert sind die hundertjährigen Reben in La Crau und Pignan. Die sandigen Böden dieser Lagen ermöglichen dem Grenache eine besonders feine und elegante Ausprägung.
Für Les Grenaches de Pierre werden ausschließlich Trauben dieser alten Reben verwendet. Die Cuvée ist damit eine besonders direkte Interpretation der Rebsorte und ihrer Herkunft.
Die Trauben werden in mehreren Durchgängen gelesen, damit jeweils der optimale Reifegrad erreicht wird. Nach einer Selektion im Weinberg folgt eine zweite Selektion im Keller.
Je nach Jahrgang wird vollständig entrappt. Die Extraktion erfolgt bewusst schonend. Die Gärung dauert etwa drei Wochen bis einen Monat und wird zu Beginn durch Kühlung unterstützt. Anschließend wird der Most bei ungefähr 28 °C temperaturkontrolliert.
Die Stilistik von Domaine Giraud
Die Weine von Domaine Giraud verbinden die Kraft des südlichen Rhône-Tals mit einer bemerkenswerten Finesse.
Die roten Châteauneuf-du-Pape-Weine besitzen reife Frucht, Würze und mediterrane Wärme. Grenache liefert Fülle und aromatische Tiefe, Syrah bringt Pfeffer und Struktur, während Mourvèdre zusätzliche Würze und Komplexität beiträgt.
Trotz der Konzentration steht bei Giraud nicht die maximale Kraft im Vordergrund. Die Domaine beschreibt die verschiedenen Cuvées als harmonisch ausgewogen, wobei die Tannine möglichst geschmeidig in den Wein eingebunden sein sollen.
Die Weißweine zeigen eine andere Seite des Hauses. Sie verbinden reife Frucht mit floralen Aromen, Fülle und einer klaren Balance.
Typisch ist außerdem ein zurückhaltender Umgang mit dem Ausbau. Gerade Les Grenaches de Pierre wird rund 18 Monate in Beton ausgebaut. Die Weine werden weder filtriert noch geschönt, um ihre aromatische Intensität möglichst vollständig zu erhalten.
Tradition: Der klassische Châteauneuf-du-Pape
Tradition ist die klassische Châteauneuf-du-Pape-Cuvée des Hauses und zugleich eine Hommage an die familiäre Geschichte.
Die aktuelle technische Beschreibung nennt einen hohen Grenache-Anteil von 80 Prozent, ergänzt durch 15 Prozent Syrah und 5 Prozent Mourvèdre. Die Reben sind durchschnittlich zwischen 50 und 80 Jahre alt. Die Böden bestehen aus Sand und gerollten Kieseln an der Oberfläche sowie Ton im Untergrund.
Die Trauben werden vollständig entrappt. Die Extraktion bleibt bewusst sanft, die Gärung dauert etwa drei Wochen bis einen Monat. Nach einer anfänglichen Kühlung wird der Most bei ungefähr 28 °C temperaturkontrolliert.
Der Ausbau erfolgt rund 18 Monate in Betontanks. Das Ergebnis ist ein klassischer Châteauneuf-du-Pape mit reifer Kirschfrucht, Fülle und einer kraftvollen, aber harmonischen Struktur.
Der Jahrgang 2022 erhielt unter anderem 92–94 Punkte von Robert Parker Wine Advocate, 93 Punkte von James Suckling, 94 Punkte von La Revue du Vin de France, 93 Punkte von Jeb Dunnuck und 92 Punkte bei Vinous.
Les Grenaches de Pierre: Hundert Jahre Grenache
Les Grenaches de Pierre ist die vielleicht persönlichste Cuvée des Hauses.
Der Wein wird zu 100 Prozent aus hundertjährigen Grenache-Reben erzeugt. Die Trauben stammen aus den sandigen Böden der Crau und von Pignan. Pierre Giraud widmete diesen alten Grenache-Parzellen einen großen Teil seiner Arbeit – heute erinnert der Wein an seine Leidenschaft für Rebe und Herkunft.
Die Trauben werden in mehreren Durchgängen gelesen und zweimal selektiert. Die Extraktion ist zurückhaltend, die Gärung dauert rund drei Wochen bis einen Monat.
Der Ausbau erfolgt etwa 18 Monate im Betontank. Auf Filtration und Schönung wird verzichtet.
Im Duft zeigen sich neben reifer Frucht auch mineralische und würzige Anklänge. Die Domaine nennt Basalt, Tabakblätter, gekochte Früchte und Pflaumen. Am Gaumen besitzt der Wein Kraft und Struktur, bleibt durch seine Frische jedoch ausgewogen. Erdbeerkompott, Himbeere und Kirsche treffen auf Thymian, Wacholder und Zistrose.
Die Domaine gibt ein sehr langes Entwicklungspotenzial an: Der Wein kann jung getrunken werden, soll seinen eigentlichen Charakter jedoch erst mit zunehmender Reife zeigen und über viele Jahre frisch bleiben.
Auch international wird die Cuvée hoch bewertet. Der Jahrgang 2023 erhielt von Jeb Dunnuck 95 Punkte; hervorgehoben wurden unter anderem die hundertjährigen Grenache-Reben, die sandigen Böden und der Ausbau in Beton.
Les Galimardes Rouge: Kraft und Eleganz
Les Galimardes Rouge stammt aus dem gleichnamigen Familien-Terroir im Süden der Appellation.
Die großen gerollten Kieselsteine auf der Oberfläche speichern die Wärme und geben sie am Abend wieder ab. Dadurch entwickeln die Trauben hohe Konzentration und Reife. Gleichzeitig sorgen die Eigenschaften der Lage für mineralische Spannung.
Die Cuvée wird aus den Rebsorten des Hauses zusammengestellt und verkörpert den modernen Stil von Domaine Giraud: konzentriert, intensiv und kraftvoll, aber mit einer ausgeprägten Eleganz.
Die Domaine beschreibt den roten Galimardes als Wein, der Kraft und Volumen mit raffinierter Eleganz und einer gewissen Voluptuosität verbindet.
Les Galimardes Blanc: Weißwein aus Châteauneuf-du-Pape
Les Galimardes Blanc ist eine besonders charaktervolle Interpretation des weißen Châteauneuf-du-Pape.
Die Cuvée besteht zu gleichen Teilen aus Grenache Blanc, Clairette, Bourboulenc und Roussanne. Die Trauben stammen aus dem Familienbesitz Les Galimardes, dessen Böden von großen gerollten Kieseln über tonigem Untergrund geprägt sind.
Die Lese erfolgt noch vor Sonnenaufgang, um die kühle Nacht für die Trauben zu nutzen. Nach schonender Pressung und kaltem Vorklären wird die Hälfte des Mosts in Holzfässern beziehungsweise Demi-Muids vergoren, während die andere Hälfte im Edelstahl ausgebaut wird.
Der Ausbau dauert rund sechs Monate. Dadurch verbindet der Wein die Frische und Präzision des Edelstahls mit der zusätzlichen Textur und Komplexität des Holzes.
Im Duft zeigen sich weiße Blüten, Holunder und Weißdorn. Am Gaumen wirkt der Wein weich und rund, mit Noten von Honig, Akazie und Lavendel sowie einem langen, würzigen Finale. Das Domaine sieht ein Entwicklungspotenzial von etwa 15 Jahren.
Lirac und Côtes du Rhône
Neben Châteauneuf-du-Pape bewirtschaftet Domaine Giraud weitere Weinberge in der südlichen Rhône.
Von den insgesamt rund 35 Hektar entfallen nach Angaben der Maison des Vins 13 Hektar auf Lirac und weitere 5 Hektar auf Vin de France.
Das Sortiment umfasst deshalb neben den Châteauneuf-du-Pape-Cuvées auch einen Lirac und einen weißen Côtes du Rhône.
Die Domaine nutzt diese Herkunftsgebiete, um die stilistische Bandbreite der südlichen Rhône zu zeigen. Dabei bleibt die gleiche Grundphilosophie erhalten: biologische Bewirtschaftung, Handlese und sorgfältige Arbeit mit den einzelnen Parzellen.
Handarbeit und selektive Lese
Die Qualität der Weine beginnt für Giraud im Weinberg.
Alle Trauben werden von Hand gelesen. Der Zeitpunkt der Lese wird nicht ausschließlich nach analytischen Werten bestimmt, sondern auch durch die Verkostung der Beeren. Für Les Grenaches de Pierre erfolgt die Lese sogar in mehreren Durchgängen, um unterschiedliche Reifegrade gezielt berücksichtigen zu können.
Die weiße Trauben werden besonders früh am Morgen gelesen. Die Familie nutzt damit die niedrigeren Temperaturen der Nacht, um Frische und aromatische Präzision zu bewahren.
Im Keller folgt eine zweite qualitative Selektion. Erst danach werden die Trauben verarbeitet.
Diese konsequente Selektion ist besonders bei alten Reben von Bedeutung. Hundertjährige Grenache-Reben liefern zwar naturgemäß geringe Mengen, können dafür aber eine enorme aromatische Konzentration und komplexe Textur entwickeln.
Beton statt übermäßigem Holzeinsatz
Ein auffälliges Merkmal der heutigen Stilistik von Domaine Giraud ist die Bedeutung von Betontanks.
Insbesondere Les Grenaches de Pierre wird etwa 18 Monate in Beton ausgebaut. Auch die Tradition-Cuvée reift rund 18 Monate im Beton.
Der Einsatz von Beton ermöglicht einen behutsamen Ausbau, ohne die charakteristische Frucht und Mineralität des Grenache mit deutlichen Holznoten zu überlagern.
Bei den Weißweinen wird Holz gezielter eingesetzt. Beim Galimardes Blanc wird etwa die Hälfte des Mosts in Demi-Muids vergoren, während die andere Hälfte im Edelstahl bleibt. So entsteht ein Gleichgewicht zwischen Fülle und Frische.
Internationale Anerkennung
Domaine Giraud genießt inzwischen auch bei internationalen Weinkritikern hohes Ansehen.
Besonders die großen Grenache-Cuvées werden regelmäßig sehr gut bewertet. Der Jahrgang 2023 von Les Grenaches de Pierre erhielt bei Jeb Dunnuck 95 Punkte. Die Verkostungsnotiz hebt die hundertjährigen Reben, die sandigen Böden, die Reinheit der Frucht und die elegante Struktur hervor.
Auch die Tradition-Cuvée zeigt regelmäßig ein hohes Niveau. Für den Jahrgang 2022 wurden Bewertungen von 92 bis 94 Punkten verschiedener renommierter Fachmedien dokumentiert.
Bereits frühere Jahrgänge von Les Grenaches de Pierre wurden von La Revue du Vin de France besonders positiv aufgenommen. Die Cuvée wurde dort mit 18,5/20 Punkten bewertet und als konzentrierter, aromatischer Wein aus hundertjährigen Grenache-Reben beschrieben.
Was macht Domaine Giraud besonders?
Domaine Giraud verbindet mehrere Eigenschaften, die das Weingut zu einer interessanten Adresse für Châteauneuf-du-Pape machen.
Familientradition: Die Wurzeln der Familie reichen laut Domaine über sechs Jahrhunderte zurück.
Alte Reben: Besonders die hundertjährigen Grenache-Reben in La Crau, Pignan und den Galimardes bilden einen wichtigen Teil der Identität.
Biologischer Weinbau: Seit 2008 wird der gesamte Betrieb biologisch bewirtschaftet und ist entsprechend zertifiziert.
Parzellenarbeit: Unterschiedliche Lagen und Böden werden separat betrachtet und bewirtschaftet.
Sand und Galets roulés: Die Kombination aus feinen Sandböden für elegante Grenache-Weine und den großen Kieseln der Galimardes für kraftvollere Weine ermöglicht unterschiedliche Ausdrucksformen.
Grenache-Kompetenz: Les Grenaches de Pierre zeigt die Rebsorte in ihrer besonders alten und konzentrierten Form.
Zurückhaltender Ausbau: Beton und Edelstahl spielen eine wichtige Rolle, Holz wird gezielt eingesetzt.
Keine Filtration bei ausgewählten Weinen: Les Grenaches de Pierre wird weder filtriert noch geschönt, um seine aromatische Intensität zu erhalten.
Domaine Giraud bei vinus.shop
Domaine Giraud ist besonders für Weinliebhaber interessant, die Châteauneuf-du-Pape mit einem starken Bezug zu alten Grenache-Reben und unterschiedlichen Terroirs entdecken möchten.
Die Tradition ist der ideale Einstieg in die Stilistik des Hauses. Der Wein verbindet überwiegend Grenache mit Syrah und Mourvèdre und zeigt die klassische Kombination aus reifer Frucht, Kraft und würziger Tiefe.
Wer den Charakter alter Grenache-Reben kennenlernen möchte, findet in Les Grenaches de Pierre die wohl eigenständigste Cuvée des Hauses. Hundertjährige Reben auf reinen Sandböden, rund 18 Monate Betonreife und der Verzicht auf Filtration und Schönung machen diesen Wein zu einem besonders terroirgeprägten Châteauneuf-du-Pape.
Mit Les Galimardes Blanc zeigt Domaine Giraud außerdem, dass die Domaine nicht ausschließlich für Rotwein steht. Die Kombination aus Grenache Blanc, Clairette, Bourboulenc und Roussanne ergibt einen Weißwein mit Fülle, floraler Aromatik und Entwicklungspotenzial.
Für Liebhaber der südlichen Rhône bietet das Sortiment zudem Lirac und weißen Côtes du Rhône.
Châteauneuf-du-Pape mit familiärer Handschrift
Domaine Giraud steht für einen Châteauneuf-du-Pape, der seine Herkunft nicht durch übermäßigen Holzeinsatz oder maximale Extraktion demonstrieren muss.
Die Familie arbeitet mit alten Reben, unterschiedlichen Böden und konsequenter Parzellenarbeit. Seit 2008 bildet der biologische Weinbau die Grundlage der Bewirtschaftung.
Besonders die hundertjährigen Grenache-Reben auf den sandigen Böden von La Crau und Pignan verleihen den Weinen eine besondere Verbindung aus Konzentration und Eleganz. Les Galimardes bringt dagegen die Kraft der großen gerollten Kieselsteine und die Wärme des südlichen Teils der Appellation zum Ausdruck.
Marie und François Giraud führen diese Tradition mit einem modernen Qualitätsverständnis weiter. Die Weine werden sorgfältig selektiert, schonend extrahiert und häufig in Beton ausgebaut. Das Ergebnis sind charaktervolle Rhône-Weine mit reifer Frucht, mediterraner Würze, Struktur und Frische.
Domaine Giraud: Alte Grenache-Reben und große Terroirs von Châteauneuf-du-Pape
Domaine Giraud verbindet eine jahrhundertealte familiäre Weinbautradition mit einem modernen, biologisch arbeitenden Familienweingut.
Aus den vier Hektar, mit denen Pierre und Mireille Giraud 1974 begannen, ist ein 35 Hektar großer Betrieb geworden. Heute bewirtschaftet die Familie 17 Hektar in Châteauneuf-du-Pape und weitere Flächen in Lirac und anderen Herkunftsgebieten der südlichen Rhône.
Das Herzstück bleiben die alten Grenache-Reben. Besonders Les Grenaches de Pierre zeigt, welches Potenzial hundertjährige Reben auf den sandigen Böden von La Crau und Pignan besitzen. Der Wein verbindet intensive Frucht und Kraft mit einer bemerkenswerten Finesse und wird ohne Filtration oder Schönung in Beton ausgebaut.
Tradition verkörpert den klassischen Stil des Hauses, während Les Galimardes Rouge und Blanc das besondere Familien-Terroir mit seinen großen gerollten Kieseln widerspiegeln.
Wer Châteauneuf-du-Pape mit einem starken Terroirbezug, biologischem Weinbau und einer besonderen Leidenschaft für alte Grenache-Reben sucht, findet im Domaine Giraud eine der interessanten Adressen der südlichen Rhône.
Die Weine von Domaine Giraud jetzt bei vinus.shop entdecken – charaktervolle Bio-Weine aus Châteauneuf-du-Pape, Lirac und der südlichen Rhône.
Häufig gestellte Fragen zu Domaine Giraud
Wo liegt Domaine Giraud?
Domaine Giraud liegt in Châteauneuf-du-Pape im Département Vaucluse in der südlichen Rhône. Die Adresse des Weinguts befindet sich am Chemin Bois de la Ville.
Wer führt Domaine Giraud?
Heute wird das Weingut von Marie und François Giraud geführt. Beide haben Weinbau und Önologie studiert und übernahmen ab 1998 zunehmend die Verantwortung für den Familienbetrieb.
Wann wurde Domaine Giraud gegründet?
Die moderne Geschichte des Domaine beginnt 1974, als Pierre und Mireille Giraud mit vier Hektar gepachteter Rebfläche begannen. Der erste eigene Jahrgang entstand 1981.
Wie groß ist Domaine Giraud?
Das Domaine umfasst heute rund 35 Hektar. Davon liegen 17 Hektar in Châteauneuf-du-Pape und 13 Hektar in Lirac; weitere fünf Hektar werden als Vin de France bewirtschaftet.
Arbeitet Domaine Giraud biologisch?
Ja. Das gesamte Domaine ist seit 2008 biologisch zertifiziert.
Welche Rebsorten verwendet Domaine Giraud?
Bei den Rotweinen spielen Grenache, Syrah und Mourvèdre die wichtigste Rolle. Die Weißweine werden aus Grenache Blanc, Clairette, Bourboulenc und Roussanne erzeugt.
Was ist Les Grenaches de Pierre?
Les Grenaches de Pierre ist eine Châteauneuf-du-Pape-Cuvée aus 100 Prozent hundertjährigen Grenache-Reben. Die Reben wachsen auf reinen Sandböden in La Crau und Pignan. Der Wein reift etwa 18 Monate im Beton.
Warum sind die alten Grenache-Reben von Domaine Giraud besonders?
Die Reben sind rund 100 Jahre alt und wachsen auf den renommierten sandigen Böden von La Crau und Pignan. Diese Kombination ermöglicht hohe Konzentration und gleichzeitig eine besonders feine und elegante Ausprägung des Grenache.
Was ist das Terroir von Les Galimardes?
Les Galimardes liegt im Süden der Appellation und besitzt große gerollte Kieselsteine an der Oberfläche sowie tonhaltige Böden im Untergrund. Die Kiesel speichern Wärme und geben sie am Abend wieder ab.
Was ist Tradition von Domaine Giraud?
Tradition ist die klassische Châteauneuf-du-Pape-Cuvée des Hauses. Die aktuelle Zusammensetzung besteht aus 80 Prozent Grenache, 15 Prozent Syrah und 5 Prozent Mourvèdre. Die Reben sind durchschnittlich 50 bis 80 Jahre alt.
Wie wird Tradition ausgebaut?
Tradition wird rund 18 Monate in Betontanks ausgebaut. Die Trauben werden vollständig entrappt und schonend extrahiert.
Was ist Les Galimardes Blanc?
Les Galimardes Blanc ist ein weißer Châteauneuf-du-Pape aus jeweils 25 Prozent Grenache Blanc, Clairette, Bourboulenc und Roussanne. Die Hälfte des Mosts wird im Holz vergoren, die andere Hälfte im Edelstahl.
Wie schmeckt Les Galimardes Blanc?
Der Wein zeigt florale Aromen von weißen Blüten, Holunder und Weißdorn sowie Honig, Akazie und Lavendel. Am Gaumen wirkt er rund, weich und zugleich charaktervoll.
Wie lange kann Les Galimardes Blanc reifen?
Das Domaine gibt für den Wein ein Entwicklungspotenzial von etwa 15 Jahren an.
Werden die Trauben von Domaine Giraud von Hand gelesen?
Ja. Alle Trauben werden von Hand gelesen. Die weißen Sorten werden besonders früh am Morgen geerntet, um die kühlen Temperaturen der Nacht zu nutzen.
Werden die Weine filtriert?
Bei Les Grenaches de Pierre verzichtet Domaine Giraud ausdrücklich auf Filtration und Schönung. Dadurch soll die aromatische Intensität des Weines erhalten bleiben.
Welches Holz verwendet Domaine Giraud?
Der Ausbau erfolgt je nach Wein unterschiedlich. Tradition und Les Grenaches de Pierre reifen beispielsweise im Beton. Beim Galimardes Blanc wird etwa die Hälfte des Mosts in Holzfässern beziehungsweise Demi-Muids vergoren und ausgebaut.
Welche Speisen passen zu Domaine-Giraud-Weinen?
Die roten Châteauneuf-du-Pape-Weine passen hervorragend zu Lamm, geschmortem Fleisch, Wild, kräftigen mediterranen Gerichten und gereiftem Käse. Die Weißweine eignen sich besonders zu Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, cremigen Gerichten und aromatischer mediterraner Küche.
Kann man Les Grenaches de Pierre lagern?
Ja. Das Domaine beschreibt den Wein als sehr langlebig und gibt an, dass er über viele Jahre frisch bleiben kann. Auch Jeb Dunnuck sieht für den Jahrgang 2023 ein Trinkfenster bis etwa 2040.
Wie wird Domaine Giraud international bewertet?
Die Weine erhalten regelmäßig hohe Bewertungen. Der Jahrgang 2023 von Les Grenaches de Pierre erhielt beispielsweise 95 Punkte von Jeb Dunnuck. Tradition 2022 wurde von mehreren renommierten Weinmedien mit 92 bis 94 Punkten bewertet.
Wo kann man Weine von Domaine Giraud kaufen?
Ausgewählte Weine von Domaine Giraud sind bei vinus.shop erhältlich.
Welche Weine von Domaine Giraud eignen sich zum Einstieg?
Für den Einstieg eignet sich Tradition besonders gut, da die Cuvée die klassische Stilistik des Hauses mit Grenache, Syrah und Mourvèdre zeigt. Wer die besondere Qualität der alten Grenache-Reben kennenlernen möchte, sollte Les Grenaches de Pierre wählen. Für Weißweinliebhaber ist Les Galimardes Blanc die charakteristischste Wahl.
Was macht Domaine Giraud besonders?
Domaine Giraud verbindet biologische Bewirtschaftung, alte Grenache-Reben, unterschiedliche Châteauneuf-du-Pape-Terroirs und einen zurückhaltenden Ausbau. Besonders die hundertjährigen Grenache-Reben auf Sandböden sowie das Familien-Terroir Les Galimardes verleihen den Weinen eine unverwechselbare Handschrift.