Pinot Grigio Südtirol DOC 2023
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Pinot Grigio 2023 von Erste + Neue ist ein klassischer Südtiroler Grauburgunder aus der Classic-Linie: aromatisch, saftig und frisch, mit deutlich mehr Ausdruck als ein neutraler, einfacher Pinot Grigio. Die Classic-Weine von Erste + Neue stehen generell für Frische, Mineralität und Sortentypizität.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich hell strohgelb. Die Nase ist ausgeprägt und sortentypisch mit reifem Pfirsich und Birne, ergänzt durch feine würzige Nuancen. Am Gaumen ist der Wein dicht und saftig, mit wiederkehrender gelber Frucht und einer fein ziselierten, gut tragenden Säure. Der Abgang wirkt dadurch frisch und animierend. Ein Pinot Grigio mit Frucht und Substanz, aber ohne Schwere – saftig, klar und sehr trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen auf hügeligem Gelände mit Südostausrichtung zwischen 300 und 450 Metern Höhe. Die Böden bestehen überwiegend aus Kies und Schluff. Diese Kombination unterstützt die Reife der gelben Frucht, während die Höhenlage die nötige Frische bewahrt.
Ausbau
Der 2023er wird im Edelstahltank vergoren und anschließend drei Monate im Edelstahl ausgebaut. Dadurch bleibt die sortentypische Frucht im Mittelpunkt und der Wein erhält seine klare, frische Stilistik. Die Analysewerte: 13,5 % vol., 5,8 g/l Gesamtsäure und 2,5 g/l Restzucker.
Jahrgang 2023 & Reifepotenzial
Der Wein ist jetzt in einer sehr guten Trinkphase. Erste + Neue gibt für diesen Pinot Grigio ein Reifepotenzial von 1–3 Jahren an; für einen 2023er bedeutet das: klar auf Frische und unmittelbaren Genuss ausgerichtet.
Trinkfenster: jetzt Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Perfekt zu
Der Pinot Grigio ist ausgesprochen vielseitig:
Fisch
Meeresfrüchte
Austern
Garnelen
hellem Fleisch
Geflügel
vegetarischen Gerichten
leichten Vorspeisen
als Aperitif
Gerade zu Austern und Meeresfrüchten funktioniert die Kombination sehr schön: Die frische Säure bringt Spannung, während Pfirsich und Birne dem Wein genügend Frucht geben, um nicht zu streng zu wirken. Auch zu vegetarischer Küche empfiehlt ihn das technische Datenblatt ausdrücklich.
Pinot Bianco Südtirol DOC 2024
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Pinot Bianco 2024 von Erste + Neue ist ein klassischer, klarer Südtiroler Weißburgunder: frisch, floral-mineralisch und geradlinig, dabei mit genügend Frucht und feiner Struktur. Er gehört zur Classic-Linie, deren Weine für Frische, Mineralität und ausgeprägte Sortentypizität stehen.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich hell strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dominieren reifer Apfel und Pfirsich, begleitet von zarten floralen und mineralischen Noten. Die Frucht wirkt eher elegant als üppig. Am Gaumen ist er geradlinig und frisch, mit feingliedriger Säure, dezenter Mineralität und einer schönen, saftigen Struktur. Der Nachhall ist angenehm lang und bleibt klar und frisch.
Ein sehr typischer Südtiroler Weißburgunder: frisch, präzise und mineralisch, ohne unnötige Schwere.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen an Hängen zwischen etwa 450 und 600 Metern Höhe. Die Böden sind von Kalkschotter mit einem hohen Porphyranteil geprägt. Die Kombination aus Höhenlage und alpinem Klima sorgt für langsame Reife und bewahrt die charakteristische Frische des Pinot Bianco.Der 2024er zeigt damit sehr schön die Stärke der Sorte in Südtirol: gelbe Frucht mit alpiner Spannung.
Ausbau
Nach der temperaturkontrollierten Gärung wird der Wein im Edelstahltank ausgebaut. Anschließend bleibt er etwa drei Monate auf der Feinhefe, wodurch er etwas mehr Struktur und Schmelz bekommt, ohne seine Frische zu verlieren. Die technischen Angaben für den 2024er nennen 13 % vol., rund 6,6 g/l Gesamtsäure und 2,5 g/l Restzucker.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
Der Wein ist in erster Linie für den frischen, jungen Genuss gedacht. Die Säure und die Feinhefelagerung geben ihm aber genügend Substanz, um sich noch einige Jahre schön zu entwickeln.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Mit etwas Luft im Glas kommen die gelben Frucht- und Mineralnoten noch schöner zur Geltung.
Perfekt zu
Ein ausgesprochen vielseitiger Speisenbegleiter:
Fisch
Forelle und Saibling
Garnelen
Spargel
leichte mediterrane Küche
Gemüsevorspeisen
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Geflügel
milde bis mittelkräftige Käse
Besonders schön: gebratener Saibling mit Kräutern und Zitronenbutter. Die feine Säure und Mineralität des Weins bringen Frische, während Apfel und Pfirsich die zarte Süße des Fischs aufnehmen.
Auch als Aperitif funktioniert er sehr gut.
Chardonnay Südtirol DOC 2025
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Chardonnay 2025 von Erste + Neue ist der unkomplizierte, klassisch ausgebaute Chardonnay der Kellerei: frisch, fruchtbetont, mineralisch und geradlinig. Er gehört zur Classic-Linie, die den Fokus auf Herkunft, Sortentypizität und einen klaren, frischen Stil legt.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich leuchtend goldgelb. In der Nase dominieren Williamsbirne, gelber Apfel und weiße Blüten, begleitet von einer dezenten mineralischen Note. Dazu kommen feine Anklänge von Zitrus und hellem Steinobst. Am Gaumen präsentiert sich der Chardonnay saftig, frisch und ausgewogen. Die Frucht wirkt klar und animierend, getragen von einer lebendigen Säure. Er ist eher leichtfüßig und elegant als cremig oder holzbetont. Das Finale ist frisch, mineralisch und angenehm anhaltend.
Ein unkomplizierter Südtiroler Chardonnay mit viel Trinkfluss – fruchtig, mineralisch und präzise.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus dem Kalterer Anbaugebiet und den umliegenden mittleren Hanglagen. Das Zusammenspiel von alpinem Klima, warmen Sonnentagen und kühlen Nächten sorgt für eine gute Balance zwischen reifer Frucht und Frische. Die kalk- und moränengeprägten Böden unterstützen den mineralischen Charakter.
Ausbau
Der Wein wird klassisch im Edelstahltank ausgebaut. Nach der schonenden Verarbeitung erfolgt die temperaturkontrollierte Gärung, anschließend bleibt der Wein noch einige Zeit auf der Feinhefe.Auf Holz oder ausgeprägten Barrique-Ausbau wird bewusst verzichtet. Dadurch bleiben Frucht, Frische und Sortentypizität im Vordergrund. Die verfügbare technische Beschreibung des Erste+Neue-Chardonnays bestätigt den Edelstahlausbau und die Feinhefelagerung.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist ein Jahrgang, der sehr gut zu diesem Stil passt: frisch, leicht und fruchtbetont. Für die Weißweine Südtirols werden beim Jahrgang 2025 tendenziell mehr Säure und weniger Alkohol als in den Vorjahren beschrieben. Der Chardonnay ist deshalb weniger als Lagerwein gedacht, sondern als junger, frischer Trinkwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Perfekt zu
Seine Stärke ist die unkomplizierte Kombination mit leichter Küche:
Fisch
Garnelen
Forelle
Jakobsmuscheln
leichte Vorspeisen
sommerliche Salate
Gemüsegerichte
Spargel
Pasta mit Gemüse
mildes Geflügel
Ziegenfrischkäse
Besonders schön: Forelle mit Zitronen-Kräuterbutter. Die frische Säure des Chardonnay passt zur Zitrone, während die saftige Frucht mit der zarten Fischtextur harmoniert.
Auch als Aperitif funktioniert er hervorragend.
Pinot Grigio Südtirol DOC 2025
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Pinot Grigio 2025 von Erste + Neue ist ein klassischer Vertreter der Classic-Linie: fruchtbetont, saftig und frisch, dabei mit mehr Substanz als ein einfacher, neutraler Pinot Grigio. Die Classic-Weine stehen für Mineralität, Frische und klare Sortentypizität.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigen sich reifer Pfirsich und Birne, begleitet von feinen Gewürznoten. Die Aromatik ist expressiv, aber nicht überladen. Am Gaumen wirkt der Wein saftig und rund, mit schöner gelber Frucht und einem lebendigen Säurespiel. Der Nachhall ist fruchtig und erfrischend.
Ein unkomplizierter, aber charaktervoller Südtiroler Pinot Grigio – saftig, fruchtig und ausgesprochen trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen in Hügellagen auf 300–450 Metern Höhe mit südöstlicher Ausrichtung. Die Böden bestehen vorwiegend aus Kies und Schluff. Die Kombination aus warmen Tagen und kühlen Nächten unterstützt eine reife Frucht bei gleichzeitig guter Frische.
Ausbau
Die Vergärung und der anschließende Ausbau erfolgen im Edelstahltank. Der Wein bleibt etwa drei Monate auf der Feinhefe, wodurch er zusätzlichen Schmelz und Körper erhält, ohne seine Frische zu verlieren. Für den 2025er werden 13 % vol., 5,6 g/l Säure und 3 g/l Restzucker angegeben. Das Reifepotenzial liegt bei etwa 2–3 Jahren.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist damit klar auf frischen, jungen Genuss ausgelegt. Im Vergleich zum 2023er wirkt die Stilistik weiterhin saftig und fruchtbetont; die Kombination aus gelber Frucht und Säure macht ihn zu einem sehr unkomplizierten Speisen- und Aperitifwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht nötig.
Perfekt zu
Fisch und Meeresfrüchten
Garnelen
Forelle
hellem Fleisch
Geflügel
vegetarischen Gerichten
Pilzgerichten
leichten Vorspeisen
als Aperitif
Besonders schön ist er zu gebratenen Pilzen mit Kräutern: Die saftige Frucht verbindet sich mit den erdigen Pilzaromen, während die Säure für Frische sorgt.
Auch Fisch mit Zitronen-Kräuter-Sauce passt hervorragend.
Sauvignon Südtirol DOC 2024
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Sauvignon 2024 von Erste + Neue ist ein klassisch-frischer Südtiroler Sauvignon Blanc mit ausgeprägter Kräuterwürze, grüner Frucht und mineralischer Spannung. Er ist deutlich auf Frische und Trinkfluss ausgerichtet und gehört zu den charaktervollen Weißweinen der Kellerei.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist ausgesprochen animierend: Holunderblüte, Rhabarber und Artischocke, dazu Johannisbeere, grüner Paprika und Zitronenmelisse. Im Hintergrund kommen kräuterwürzige Noten von Brennnessel hinzu. Am Gaumen zeigt er Apfel, Stachelbeere und Limette, dazu eine feine Mineralität und ein lebendiges Säurespiel. Er wirkt elegant, geschmeidig und saftig, ohne grasig oder übermäßig exotisch zu werden. Das Finale ist frisch, mineralisch und fruchtig, mit schönem Nachhall.
Ein sehr typischer Südtiroler Sauvignon: kräuterwürzig, frisch, mineralisch und ausgesprochen trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Die Sauvignon-Reben stammen aus dem Kalterer Anbaugebiet. Das alpin-mediterrane Klima mit deutlicher nächtlicher Abkühlung sorgt für aromatische Reife bei gleichzeitig guter Säure. Die Böden werden als wärmespeichernde Lehm- und kalkhaltige Schuttablagerungsböden beschrieben; andere technische Angaben nennen zudem schotterreiche Porphyrböden für die Sauvignon-Lagen. Diese Kombination erklärt den Stil recht gut: reife Frucht, aber keine schwere Tropenfrucht – stattdessen Frische, Kräuter und Mineralität.
Ausbau
Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahltank unter Sauerstoffschutz. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe. Für den 2024er werden 13 % vol., etwa 6,4–6,7 g/l Säure und 2,5 g/l Restzucker angegeben. Interessant: Eine aktuelle Händlerbeschreibung führt zusätzlich einen Ausbauanteil im großen Holzfass und 500-l-Tonneau auf der Feinhefe an. Dadurch bekommt der Wein etwas mehr Schmelz, ohne dass Holz aromatisch in den Vordergrund tritt.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
Der 2024er ist jetzt bereits sehr schön zu trinken. Seine Stärke liegt klar in Frische, Kräuteraromatik und präziser Frucht. Erste + Neue bzw. Händlerangaben sehen ihn mit einem Reifepotenzial von ungefähr 3–5 Jahren.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2029 Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Perfekt zu
Dieser Sauvignon ist ein hervorragender Wein für grüne, kräuterwürzige und mineralische Küche:
Spargel
grüner Spargel mit Parmesan
Ziegenkäse
Fenchelsalat
Artischocken
Kräutersalate
Austern
Garnelen und Krustentiere
Forelle und Saibling
leichte Fischgerichte
pikante Vorspeisen
asiatische Küche
Besonders stark finde ich ihn zu grünem Spargel mit Zitronenbutter und Ziegenfrischkäse. Die Kräuternoten des Weins greifen den Spargel auf, während die Säure Fett und Käse auffängt.
Auch Austern sind sehr passend: Mineralität und Limette geben dem Wein genügend Frische und Präzision.
Lagrein Südtirol DOC 2024
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Lagrein 2024 von Erste + Neue ist ein klassischer Südtiroler Lagrein aus der Classic-Linie: dunkel, würzig und kräftig, dabei aber bewusst geradlinig und trinkanimierend. Er steht weniger für die opulente, holzgeprägte Seite der Rebsorte als für saftige dunkle Frucht, Würze und charakteristisches Lagrein-Tannin.Die technischen Angaben des aktuellen Classic-Lagreins zeigen den Stil sehr klar: süd- und ostexponierte Weinberge auf 230–350 m, sandig-kiesige Schwemmböden sowie Ausbau ohne Holzdominanz.
Charakter & Verkostung
Im Glas präsentiert er sich in einem dunklen Granatrot. Die Nase ist intensiv und typisch für Lagrein: Brombeere, dunkle Kirsche und Waldbeeren, dazu Veilchen, Leder, dunkle Schokolade und eine feine pfeffrig-würzige Note. Am Gaumen wirkt er voll, saftig und weich, gleichzeitig sorgen die für Lagrein charakteristischen Gerbstoffe für Struktur. Die dunkle Frucht bleibt klar im Vordergrund, während eine frische Säure den Wein trotz seiner Kraft lebendig hält. Das Finale ist fruchtig-würzig mit dunkler Schokolade und feiner Bitterkeit.
Ein klassischer Lagrein mit viel dunkler Frucht, Würze und Struktur – kräftig, aber nicht überladen.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge liegen in Süd- und Ostlagen zwischen 230 und 350 Metern Höhe. Die Böden bestehen überwiegend aus sandigem und kiesigem Schwemmland, ergänzt durch kleinere Anteile von Lehm und Schluff.Diese warmen, gut drainierten Böden kommen dem wärmeliebenden Lagrein entgegen und ermöglichen eine gute Reife, während die Höhenlage ausreichend Frische bewahrt.
Ausbau
Die Maischegärung erfolgt bei etwa 28 °C mit rund zehn Tagen Mazerationszeit. Anschließend folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend etwa sechs Monate im Edelstahltank. Dadurch bleiben Frucht und Sortentypizität im Vordergrund; Vanille- oder Toastnoten vom Holz gibt es nicht. Das macht den Wein zu einer unkomplizierteren und direkteren Alternative zum Lagrein Riserva von Erste + Neue, der deutlich länger und in Barriques ausgebaut wird.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
Der Classic Lagrein ist grundsätzlich für junges Trinken konzipiert. Seine Stärke liegt in der Kombination aus dunkler Frucht, Würze und saftigem Trinkfluss.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029 Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: etwa 20–30 Minuten bei einer jungen Flasche.
Perfekt zu
Seine dunkle Frucht und die Gerbstoffstruktur verlangen nach etwas kräftigerer Küche:
Rinderbraten
Rinderfilet
geschmorte Rinderbacke
Wildschwein
Hirsch
Reh
Lamm
Entenbrust
Speck
Südtiroler Schlutzkrapfen mit kräftiger Füllung
Steinpilzgerichte
gereifter Bergkäse
Besonders gut passt er zu geschmorter Rinderbacke mit Wurzelgemüse. Die dunkle Frucht und Schokoladennoten greifen die kräftige Sauce auf, während Säure und Tannin für Struktur sorgen.
Etwas regionaler: Südtiroler Speck mit gereiftem Bergkäse und dunklem Bauernbrot.
Gewürztraminer Südtirol DOC 2025
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Gewürztraminer 2025 von Erste + Neue ist ein klassischer Südtiroler Vertreter der Sorte: intensiv aromatisch, floral und würzig, dabei trocken ausgebaut und erstaunlich trinkfreudig. Er verbindet die typische Duftigkeit des Gewürztraminers mit einer klaren, unkomplizierten Stilistik. Für den 2025er werden 14,5 % vol. angegeben.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt er die typische Rosenblüte, begleitet von exotischer Frucht und einer feinen würzigen Note, die an Zimt erinnert. Dazu kommen Anklänge von Litschi und gelbem Pfirsich. Am Gaumen präsentiert er sich voll und aromatisch, mit guter Struktur und einer angenehm runden, harmonischen Art. Trotz der intensiven Aromatik wirkt er nicht schwer, sondern saftig und ausgesprochen trinkanimierend. Der Abgang ist mittelkräftig und würzig, mit Rosen- und Fruchtnoten im Nachhall.
Ein klassischer, trockener Gewürztraminer: duftig, rund, würzig und vielseitiger, als seine intensive Nase vermuten lässt.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus den hügeligen Weinbergen rund um Kaltern. Die Kombination aus alpinem Klima, warmen Sonnentagen und kühlen Nächten schafft gute Voraussetzungen für eine aromatisch intensive, aber dennoch frische Entwicklung. Die Böden sind von lehmigen und sandigen Strukturen geprägt. Der Name der Rebsorte verweist übrigens auf Tramin, das Nachbardorf von Kaltern. Dort ist Gewürztraminer in Südtirol seit Jahrhunderten tief verwurzelt.
Ausbau
Die Trauben werden von Hand gelesen und sorgfältig selektioniert. Nach der schonenden Verarbeitung erfolgt die Vergärung im temperaturkontrollierten Edelstahltank. Anschließend reift der Wein auf der Feinhefe, bevor er abgefüllt wird. Holz spielt keine Rolle – dadurch bleiben Sortenaromatik, Frische und Klarheit im Vordergrund.
Jahrgang 2025 & Reifepotenzial
Der 2025er ist klar auf junges Trinken und aromatische Frische ausgelegt. Die intensive Nase macht ihn schon unmittelbar nach der Freigabe attraktiv. Ich würde ihn nicht lange im Keller verstecken: Seine Stärke liegt in der frischen, expressiven Primärfrucht.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028 Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Perfekt zu
Gerade bei Gewürztraminer lohnt es sich, über klassische Weißwein-Kombinationen hinauszudenken:
Sushi
Sashimi
Garnelen
Jakobsmuscheln
asiatische Küche
Thai-Currys
vietnamesische Küche
würzige Fischgerichte
Krustentiere
aromatische Pasteten
gereifter Ziegenkäse
Besonders gelungen ist Sushi und Sashimi: Die florale Aromatik und leichte Fruchtsüße des Weins können sowohl rohen Fisch als auch Ingwer, Wasabi und Sojasauce hervorragend begleiten. Auch Tannico empfiehlt den 2025er ausdrücklich zu japanischer Küche und Fischgerichten.
Für etwas kräftigere Küche: Thai-Curry mit Garnelen – die aromatische Intensität des Gewürztraminers kann mit den Gewürzen mithalten, während seine Frische für Balance sorgt.
Lagrein Südtirol DOC 2025
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Lagrein 2025 von Erste + Neue ist der klassische Classic-Lagrein der Kellerei: ein charaktervoller, trockener Südtiroler Rotwein mit dunkler Frucht, Würze und saftigem Trinkfluss. Die Classic-Linie steht bei Erste + Neue grundsätzlich für sortentypische, frische und mineralisch geprägte Weine.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt der 2025er typische dunkle Kirsche, Brombeere und schwarze Waldbeeren, dazu Veilchen, Pfeffer und eine feine erdige Würze. Eine dezente Bitterschokoladennote ergänzt die dunkle Frucht. Am Gaumen wirkt er saftig, rund und mittelkräftig, mit guter Frische und dem charakteristischen, leicht griffigen Lagrein-Tannin. Die Frucht bleibt klar im Vordergrund, während die Würze für zusätzliche Tiefe sorgt. Das Finale ist fruchtig-würzig und angenehm trocken, mit dunklen Beeren und einem leicht herb-schokoladigen Nachhall.
Ein geradliniger Lagrein mit viel dunkler Frucht und Würze – charaktervoll, aber bewusst nicht schwer oder überextrahiert.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus dem Kalterer Anbaugebiet und den umliegenden Lagen Südtirols. Der warme Standort kommt dem wärmeliebenden Lagrein entgegen, während die Höhenlage und die alpinen Temperaturunterschiede genügend Frische bewahren.Die sandig-kiesigen Schwemmböden der warmen Lagen bieten gute Drainage und unterstützen die Reife der dunklen, kräftigen Sorte.
Ausbau
Der Classic-Lagrein wird traditionell und eher fruchtbetont ausgebaut. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und teilweise im großen Holzfass – also ohne einen dominierenden Barrique-Charakter. Damit bleibt der Wein deutlich näher an seiner Sortentypizität: dunkle Frucht, Würze, Tannin und Frische stehen im Vordergrund.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist bereits im Handel und wird mit 13 % vol., 5,5 g/l Säure und 1,5 g/l Restzucker angegeben. Als Trinkempfehlung werden Flaschenreife bis etwa 2033 genannt. Das macht den 2025er interessanterweise nicht nur zu einem jungen Alltags-Lagrein. Seine Säure und Tanninstruktur geben ihm genügend Substanz für einige Jahre Entwicklung. Mit Flaschenreife dürfte die dunkle Frucht zunehmend von getrockneten Kräutern, Tabak, Kakao und würzig-erdigen Noten ergänzt werden.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2031–2033 Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: bei junger Flasche etwa 20–30 Minuten.
Perfekt zu
Rind
Lamm
Brasato
Pasta mit Fleischragout
Wild
Wildgeflügel
Entenbrust
geschmorte Gerichte
Speck
Steinpilze
gereifter Hartkäse
Besonders überzeugend: Brasato mit Wurzelgemüse und Polenta. Die dunkle Beerenfrucht und Würze des Lagrein greifen die kräftige Sauce auf, während seine Säure für Frische sorgt.
Etwas leichter und typisch Südtirol: Speck, Bergkäse und Schüttelbrot.
Lagrein Riserva „Puntay“ Südtirol DOC 2022
Erste + Neue – Kaltern, Südtirol
Der Puntay Lagrein Riserva 2022 ist die anspruchsvollere, kraftvollere Interpretation des Lagrein von Erste + Neue. Im Vergleich zum klassischen Lagrein zeigt er mehr Tiefe, Konzentration und Holzwürze, bleibt dabei aber mit 13 % Alkohol erstaunlich ausgewogen. Der Jahrgang wurde von Falstaff mit 90 Punkten bewertet.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein dichtes Granat- bis kompaktes Rubinrot. Die Nase ist geprägt von reifen Brombeeren, dunkler Kirsche und Pflaume, dazu kommen Veilchen, Pfeffer, frisches Leder und dunkle Schokolade. Mit Luft entwickelt sich die Aromatik zunehmend würzig und erdig. Am Gaumen ist der Puntay saftig, voll und samtig, mit reifer dunkler Frucht und griffigem, aber reifem Tannin. Die Würze sorgt für zusätzliche Spannung, während die Säure den Wein lebendig hält. Das Finale ist würzig, trocken und mittellang, mit Brombeere, Schokolade und einer feinen erdigen Note.
Ein kräftiger, aber nicht schwerer Lagrein – dunkel, samtig und würzig mit sehr schönem Trinkfluss.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus hügeligen Weinbergen bei Kaltern, die nach Osten und Südosten ausgerichtet sind und auf etwa 230–260 Metern liegen. Die Böden bestehen aus sand- und schotterreichen Schwemmlandablagerungen mit Porphyr. Diese warmen, gut drainierten Böden sind für Lagrein hervorragend geeignet und fördern die Reife der dunklen Frucht, während die Höhenlage Frische bewahrt.
Ausbau
Der Lagrein wird zunächst mit längerem Kontakt zwischen Maische und Wein in großen Holzbottichen vergoren. Anschließend reift er über 12 Monate in Barriques. Andere technische Angaben nennen zusätzlich eine Harmonisierung im großen französischen Holz. Dadurch entsteht der typische Puntay-Stil: dunkle Frucht und Lagrein-Würze werden durch Holz, Tannin und Reife zu einem deutlich komplexeren Rotwein verbunden. Der Wein besteht zu 100 % aus Lagrein und hat 13 % vol. Alkohol.
Jahrgang 2022 & Reifepotenzial
Der 2022er besitzt bereits genügend Reife, um jetzt Freude zu machen, gleichzeitig sind Tannin und Säure noch frisch genug für weitere Entwicklung. Die Kellerei gibt ein Reifepotenzial von 6–8 Jahren an. Damit ist der Wein jetzt in einer sehr guten Phase, dürfte sich aber bis etwa Ende der 2020er weiter harmonisieren.
Trinkfenster: etwa 2026–2030 Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: 30–45 Minuten empfehlenswert.
Perfekt zu
Der Puntay verlangt nach kräftiger Küche:
Rehrücken
Hirschragout
Wildschwein
Rinderfilet
geschmorte Rinderbacke
Lamm
Entenbrust
Brasato
Steinpilze
kräftige Südtiroler Fleischgerichte
gereifter Bergkäse
Die Kellerei empfiehlt ihn ausdrücklich zu Wild, rotem Fleisch und gereiftem Käse.
Mein Favorit: Rehrücken mit Wacholderjus, Steinpilzen und Selleriepüree. Die dunkle Beerenfrucht und Würze des Lagrein greifen Wild und Pilze perfekt auf, während die Säure den kräftigen Jus ausbalanciert.
Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können. Mehr Informationen ...Mit Klick auf „[Zustimmen / Alles akzeptieren / etc.]“ erteilen Sie Ihre Einwilligung auch in die Weitergabe über Ihr Verhalten in unserem Shop an unseren Partner, die shopware AG (Ebbinghoff 10, 48624 Schöppingen, Deutschland), die diese Daten Ihnen nicht persönlich zuordnen kann, sie aber zu eigenen Zwecken (z.B. Produktverbesserungen, Marktverhaltensanalysen) verarbeiten darf.