Rivaner 2024
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Rivaner 2024 von Karl H. Johner ist die unkomplizierte, frische Seite des Kaiserstuhls: leicht, saftig, aromatisch und animierend. Ein Wein, der weniger über Tiefe und Reife als über Frische, klare Frucht und Trinkfluss kommt.
Charakter & Verkostung
In der Nase grüner Apfel, Birne, Zitrusfrüchte und weiße Blüten, dazu ein Hauch von Kräutern und frischer Traube. Am Gaumen trocken, leichtfüßig und saftig, mit moderater Säure und einer angenehm frischen Frucht. Dazu kommen dezente mineralische Nuancen. Der Abgang ist frisch, unkompliziert und animierend.
Ein klassischer, moderner Rivaner – leichtfüßig, fruchtig und sehr trinkanimierend.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist besonders schön für den jungen, frischen Genuss. Hier geht es nicht um lange Lagerung, sondern um die unmittelbare Aromatik.
rinkfenster: jetzt bis etwa 2026–2027 Serviertemperatur: 7–9 °C
Am besten jung trinken und gut gekühlt servieren.
Perfekt zu
Sein leichter Charakter macht ihn zu einem sehr vielseitigen Essensbegleiter:
Spargel
leichte Salate
Gemüsegerichte
Fisch
Meeresfrüchte
Forelle
Sushi
leichte Pasta
Flammkuchen
Ziegenfrischkäse
Frischkäse
leichte badische Küche
Besonders schön zu weißem Spargel mit zerlassener Butter. Auch als Aperitif funktioniert er hervorragend.
Weißer Burgunder & Chardonnay 2023 – 0,375 l
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Die Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay verbindet zwei Burgunderrebsorten zu einem besonders harmonischen, cremigen und zugleich frischen Weißwein. Der Weißburgunder bringt Eleganz und Frische, der Chardonnay zusätzliche Körperfülle, Schmelz und gelbe Frucht.
Charakter & Verkostung
In der Nase gelber Apfel, Birne und weißer Pfirsich, dazu Zitrusfrucht, Mirabelle und weiße Blüten. Mit etwas Luft kommen feine Mandel-, Kräuter- und dezente nussige Noten hinzu. Am Gaumen trocken, saftig und geschmeidig. Die Frucht wirkt reif und klar, während die Säure für Frische sorgt. Der Chardonnay gibt der Cuvée zusätzlichen Schmelz und Körper, ohne dass der Wein schwer erscheint. Das Finale ist frisch, leicht nussig und feinwürzig, mit anhaltender gelber Frucht.
Eine sehr ausgewogene Burgunder-Cuvée: elegant genug für den Aperitif, aber substanzreich genug für die Küche.
Jahrgang 2023
Der warme Jahrgang bringt eine schöne aromatische Reife und Fülle. Gleichzeitig besitzt die Cuvée genügend Säure, um frisch und ausgewogen zu bleiben. In der Halbflasche dürfte sie jetzt besonders zugänglich sein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2029 Serviertemperatur: 8–10 °C
Nicht zu kalt servieren – bei etwa 9–10 °C kommen die Burgunderaromen und die cremige Textur besser zur Geltung.
Perfekt zu
Die Cuvée ist gastronomisch ausgesprochen vielseitig:
Spargel
gebratener Zander
Saibling
Forelle
Wolfsbarsch
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalb
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Gemüsegerichte
Flammkuchen
milde Käsesorten
Besonders schön zu gebratenem Saibling mit Kräutern und Zitronenbutter. Auch Spargel mit Kalbsrücken funktioniert hervorragend.
Weißer Burgunder 2024
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Weiße Burgunder 2024 von Karl H. Johner ist ein eleganter, präziser Weißwein mit feiner gelber Frucht, Zitrusfrische und einer angenehm cremigen Textur. Im Vergleich zum Rivaner wirkt er deutlich strukturierter und gastronomischer, bleibt aber wunderbar trinkanimierend.
Charakter & Verkostung
In der Nase Birne, grüner Apfel und weißer Pfirsich, dazu Zitrone, Limette und weiße Blüten. Feine Mandel- und Kräuternoten ergänzen das Aromenspiel. Am Gaumen trocken, klar und saftig, mit lebendiger, gut eingebundener Säure. Die Frucht ist präzise und elegant, begleitet von einer feinen cremigen Textur und dezenter Mineralität. Im Finale zeigt er Zitrus, gelben Apfel und eine feine nussige Würze.
Ein geradliniger, eleganter Weißburgunder mit Frische und Substanz.
Jahrgang 2024
Der 2024er steht für einen frischen, präzisen Stil. Die Säure gibt dem Wein Spannung und macht ihn zu einem sehr guten Speisenbegleiter. Er ist bereits jung zugänglich, kann sich aber noch einige Jahre harmonisch weiterentwickeln.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C
Mit etwas Temperatur – etwa 10 °C – zeigt er mehr seiner feinen Burgunder-Textur.
Perfekt zu
Der Weiße Burgunder ist ausgesprochen vielseitig:
Spargel
Forelle
Zander
Wolfsbarsch
gebratener Saibling
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalb
Gemüsegerichte
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Flammkuchen
Ziegenkäse
Besonders passend: gebratener Zander mit Kräutern und Zitronenbutter. Auch weißer Spargel mit Kalbsrücken ist eine sehr schöne Kombination.
Blauer Spätburgunder 2021 – 0,375 l
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blaue Spätburgunder 2021 von Karl H. Johner ist ein klassischer, eleganter Kaiserstühler Pinot Noir im kleinen Format. Er verbindet saftige rote Beerenfrucht, feine Würze und seidiges Tannin mit der für Spätburgunder typischen Frische.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein leuchtendes Rubinrot. Die Nase ist geprägt von roter Kirsche, Himbeere und Erdbeere, ergänzt durch feine florale und würzige Noten. Dazu kommen Anklänge von Waldbeeren, Kräutern und etwas Unterholz. Am Gaumen wirkt der 2021er trocken, saftig und elegant, mit einer schönen Frische und feinkörnigem Tannin. Die rote Frucht steht im Vordergrund, während dezente Würz- und Erdnoten für Tiefe sorgen. Das Finale ist mittel bis lang, frisch und feinwürzig, mit anhaltender Kirschfrucht.
Ein eleganter, klassischer Spätburgunder – eher fein und saftig als schwer und kraftvoll.
Herkunft & Stil
Karl H. Johner sitzt in Bischoffingen am Kaiserstuhl. Das warme, sonnenreiche Klima des Kaiserstuhls bietet hervorragende Bedingungen für Spätburgunder. Gleichzeitig können die unterschiedlichen Böden und Höhenlagen für genügend Frische sorgen. Das ist für Pinot Noir entscheidend: Trotz des warmen badischen Klimas soll der Wein Spannung und Säure behalten. Der Stil von Karl H. Johner ist entsprechend nicht auf maximale Kraft ausgerichtet, sondern auf Frucht, Eleganz und Trinkfluss.
Jahrgang 2021
Der 2021er ist jetzt sehr schön zugänglich. Die primäre Frucht hat sich bereits etwas mit würzigen und erdigen Noten verbunden, während die Säure für Frische sorgt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: nicht zwingend; 20 Minuten Luft im Glas reichen meist.
Gerade beim kleinen Format würde ich ihn eher leicht gekühlt servieren. Bei 15 °C wirkt die Frucht besonders präzise und frisch.
Perfekt zu
Spätburgunder ist ein hervorragender Speisenbegleiter:
Ente
Gans
Perlhuhn
Kalb
Schweinefilet
Wildgeflügel
Reh
Pilzgerichte
Risotto mit Pilzen
Pasta mit Pilzen
gebratener Lachs
mildes Wild
mittelkräftiger Käse
Besonders schön ist Entenbrust mit Pilzen und einer leichten Jus. Die rote Frucht des Pinot Noir ergänzt das Fleisch, während die Säure die Sauce auffängt.
Auch Pilzrisotto passt hervorragend.
Grauer Burgunder 2023
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Graue Burgunder 2023 von Karl H. Johner ist ein typischer Kaiserstühler Vertreter seiner Rebsorte: saftig, harmonisch und vielseitig, mit reifer gelber Frucht, feiner Würze und angenehmer Frische. Er verbindet die Kraft, die man von badischem Grauburgunder erwartet, mit einer für Johner typischen Eleganz.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles Goldgelb mit leicht silbernen Reflexen. In der Nase dominieren reife Birne, gelber Apfel und Quitte, begleitet von Noten von Mirabelle, Melone und einem Hauch Zitrusfrucht. Dazu kommen feine Anklänge von Mandeln, Kräutern und dezenter Würze. Am Gaumen wirkt der Wein trocken, saftig und mittelkräftig, mit geschmeidiger Textur und harmonischer Säure. Die Frucht ist präsent, ohne üppig zu werden, und wird von einer feinen mineralischen Note begleitet. Das Finale ist fruchtbetont, ausgewogen und angenehm lang.
Ein klassischer, eleganter Grauburgunder mit viel Trinkfluss und breiter gastronomischer Einsetzbarkeit.
Herkunft
Die Trauben stammen aus den Weinbergen rund um Bischoffingen am Kaiserstuhl. Der Kaiserstuhl zählt zu den wärmsten Weinregionen Deutschlands und bietet ideale Bedingungen für Burgundersorten. Die vulkanisch geprägten Böden und das sonnenreiche Klima sorgen für reife Frucht, während kühle Nächte die notwendige Frische bewahren.
Jahrgang 2023
Der Jahrgang 2023 zeigt sich beim Grauburgunder besonders gelungen:
klare Frucht
gute Balance zwischen Reife und Frische
harmonische Struktur
sehr zugänglicher Stil
Der Wein bereitet bereits jung viel Freude, besitzt aber genügend Substanz für einige Jahre Flaschenreife.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C
Perfekt zu
Grauburgunder gehört zu den vielseitigsten Speisenbegleitern überhaupt:
Kalbfleisch
Geflügel
Schweinefilet
Spargelgerichte
Pilzgerichte
Pasta mit Rahmsaucen
Risotto
Fisch
Lachs
Meeresfrüchte
Quiche
mildere Käsesorten
Besonders gelungen ist die Kombination mit Kalbsrücken in leichter Rahmsauce oder einem Pilzrisotto. Auch zu einer klassischen badischen Küche mit Kalb und Gemüse passt er hervorragend.
Grauer Burgunder 2024
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Graue Burgunder 2024 von Karl H. Johner präsentiert sich als frischer, präziser und eleganter Kaiserstühler Grauburgunder. Gegenüber dem 2023er liegt der Akzent stärker auf Frische, klarer Frucht und animierendem Trinkfluss, ohne die für die Rebsorte typische saftige Substanz zu verlieren.
Charakter & Verkostung
In der Nase Birne, gelber Apfel, Quitte und Mirabelle, dazu feine Zitrusnoten. Dahinter zeigen sich dezente Kräuter-, Mandel- und mineralische Nuancen. Am Gaumen trocken, saftig und harmonisch, mit reifer gelber Frucht, einer angenehm lebendigen Säure und geschmeidiger Textur. Der Wein wirkt ausgewogen und klar, ohne schwer oder breit zu werden. Das Finale ist frisch, fruchtig und feinwürzig, mit einer schönen mineralischen Spannung. Ein moderner, eleganter Grauburgunder mit viel Frische und hervorragendem Trinkfluss.
Jahrgang 2024
Der 2024er wirkt im Vergleich zum Grauen Burgunder 2023 etwas frischer und präziser.
2023 → reifer, runder, etwas voller
2024 → frischer, klarer, lebendiger und geradliniger
Für Liebhaber eines eher schlanken und gastronomischen Grauburgunders ist der 2024er besonders interessant.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2028–2030 Serviertemperatur: 8–10 °C
Herkunft
Karl H. Johner liegt in Bischoffingen am Kaiserstuhl. Das warme Kaiserstühler Klima sorgt für aromatische Reife und Substanz, während die Weinbergslagen und die kühleren Nächte die Frische bewahren. Die vulkanisch geprägten Böden tragen zusätzlich zur Struktur und mineralischen Anmutung bei.
Perfekt zu
Ein ausgesprochen vielseitiger Speisenbegleiter:
Spargel
Kalb
Geflügel
Schweinefilet
Fisch
Lachs
Garnelen
Meeresfrüchte
Pilzgerichte
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Flammkuchen
Quiche
mildere Käse
Besonders schön zu Spargel mit Kalbsmedaillons oder Pilzrisotto. Durch seine Frische funktioniert er auch hervorragend zu gebratenem Fisch mit Zitronen- oder Kräuterbutter.
Beerenauslese „Saint Patrick“ 2021 – 0,375 l
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Die Beerenauslese „Saint Patrick“ 2021 von Karl H. Johner ist ein edelsüßer, konzentrierter Dessertwein aus dem Kaiserstuhl. Die halbe Flasche passt perfekt zum Stil: viel aromatische Intensität auf kleinem Volumen, dazu eine schöne Balance aus Süße und Säure.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich eine üppige, reife Frucht mit Noten von gelben Früchten, Honig und kandierten Zitrusfrüchten. Dazu kommen florale und leicht exotische Anklänge. Am Gaumen ist der Wein süß, konzentriert und cremig, aber nicht plump. Eine tragende Säure sorgt dafür, dass die hohe Süße lebendig bleibt. Typisch für eine gute Beerenauslese ist die Kombination aus Botrytiswürze, reifer Frucht und feiner Honignote. Das Finale ist lang, süß und fruchtbetont, mit einer schönen Frische im Nachhall.
Ein konzentrierter, eleganter Süßwein mit viel Frucht und ausreichend Säure für Balance.
Herkunft
Karl H. Johner gehört zu den bekannten Qualitätsweingütern am Kaiserstuhl. Die Weinberge rund um Bischoffingen profitieren vom warmen, sonnenreichen Klima des Kaiserstuhls. Für eine Beerenauslese werden sehr reife, edelfaule Beeren selektiert. Die Botrytis cinerea – die sogenannte Edelfäule – entzieht den Beeren Wasser und konzentriert dadurch Zucker, Säure und Aromastoffe. Die Ernte erfolgt entsprechend sehr selektiv und von Hand.
Was macht die Beerenauslese besonders?
Bei einer Beerenauslese werden nur besonders reife, teilweise von Edelfäule befallene Beeren verwendet.
Dadurch entstehen die typischen Aromen von:
Honig
kandierten Früchten
getrockneten Aprikosen
reifen gelben Früchten
Zitruskonfit
manchmal Safran und Botrytiswürze
Das Entscheidende ist aber die Säure. Sie verhindert, dass ein solcher Wein lediglich süß und schwer wirkt.
Jahrgang 2021
Der 2021er ist inzwischen wunderbar trinkbar und beginnt, neben seiner Frucht auch erste Reifearomen zu zeigen. Eine gute Beerenauslese besitzt allerdings eine sehr lange Lebensdauer. Bei optimaler Lagerung kann sie sich noch über viele Jahre, teilweise Jahrzehnte, entwickeln.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2040+ Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht erforderlich.
Vor dem Servieren ruhig etwas Temperatur annehmen lassen. Zu kalt wirkt ein edelsüßer Wein schnell aromatisch verschlossen.
Perfekt zu
Die klassische Begleitung sind natürlich Desserts, aber die besten Kombinationen sind oft überraschend:
Foie gras
Blauschimmelkäse
Roquefort
Gorgonzola
gereifter Ziegenkäse
Apfel- oder Birnentarte
Crème brûlée
Panna cotta
Aprikosendesserts
Tarte Tatin
frische Früchte
dunkle Schokolade
Besonders schön ist Blauschimmelkäse mit etwas Birne oder Feigensenf. Die Süße des Weins nimmt die salzige Würze des Käses auf, während die Säure für Balance sorgt. Auch Tarte Tatin wäre eine hervorragende Kombination.
Weißer Burgunder & Chardonnay 2024
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Die Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay verbindet die elegante, frische Art des Weißburgunders mit dem Schmelz und der Substanz des Chardonnay. Der 2024er wirkt dabei besonders klar, frisch und präzise, mit feiner gelber Frucht und einer schönen, cremigen Burgunder-Textur.
Charakter & Verkostung
In der Nase Birne, grüner und gelber Apfel, weißer Pfirsich und Mirabelle, dazu Zitrone und Limette. Feine Noten von weißen Blüten, Mandeln und Kräutern geben zusätzliche Komplexität. Am Gaumen trocken, saftig und elegant, mit einer lebendigen Säure und feinem Schmelz. Die Frucht wirkt klar und präzise, während der Chardonnay für etwas mehr Körper und Cremigkeit sorgt. Das Finale ist frisch, zitrisch und feinwürzig, mit einem angenehm nussigen Nachhall.
Eine ausgewogene Burgunder-Cuvée, die Frische und Schmelz sehr schön miteinander verbindet.
Die Geschichte des Weins
Karl H. Johner steht am Kaiserstuhl für einen konsequent qualitätsorientierten, burgundisch geprägten Weinbau. Das Credo des Hauses lautet „Qualität entsteht im Weinberg“. Handarbeit, intensive Laubarbeit, Ertragsregulierung und eine sorgfältige Selektion des Leseguts bilden die Grundlage der Weine.
Für die Cuvée werden Weißburgunder und Chardonnay aus verschiedenen Weinbergen rund um Bischoffingen miteinander verbunden. Die Lössböden und das Vulkanverwitterungsgestein des Kaiserstuhls liefern dabei unterschiedliche Komponenten: Frucht und Geschmeidigkeit treffen auf Würze und mineralische Struktur.
Im Keller setzt Johner auf eine Kombination aus Edelstahl und gebrauchten 500-Liter-Barriques. 70 % des Weins reifen im Edelstahl, 30 % im Barrique. Die lange Lagerung auf der Feinhefe gibt dem Wein seinen zusätzlichen Schmelz und seine stoffige, leicht cremige Textur. Die erste Teilmenge des 2024ers wurde im Februar 2026 abgefüllt.
Jahrgang 2024
2024
→ frisch, geradlinig, zitrisch und präzise
Damit ist der 2024er besonders interessant als Speisenwein.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2031 Serviertemperatur: 8–10 °C
Herkunft
Karl H. Johner liegt in Bischoffingen am Kaiserstuhl. Das warme Klima sorgt für reife Burgunderfrucht und Substanz. Gleichzeitig bewahren die Weinbergslagen und kühleren Nächte die nötige Säure und Frische. Gerade die Kombination aus Weißburgunder und Chardonnay funktioniert hier sehr gut: Der Kaiserstuhl bringt genügend Reife für den Chardonnay, während der Weißburgunder für Eleganz sorgt.
Perfekt zuDie Kombination aus Frische, Schmelz und dezenter Holzwürze macht den Wein zu einem ausgesprochen vielseitigen
Auch zu Geflügel und Kalb zeigt er seine Stärke: Maispoularde mit cremiger Geflügeljus, Kalbsrücken mit Morcheln oder gebratene Perlhuhnbrust mit Selleriepüree. Vegetarisch harmoniert er mit Spargel, Kürbis, Pilzen und cremigen Risotti, etwa einem Risotto mit Steinpilzen und Parmesan.
Ein sehr vielseitiger Wein für die Küche:
Spargel
Zander
Saibling
Forelle
Wolfsbarsch
Garnelen
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalb
Risotto
Pasta mit hellen Saucen
Gemüsegerichte
Flammkuchen
milde Käsesorten
Besonders schön: gebratener Zander mit Zitronenbutter und Kräutern. Auch weißer Spargel mit Kalbsrücken ist eine hervorragende Kombination.
Grauer Burgunder „X“ 2023
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Graue Burgunder „X“ 2023 von Karl H. Johner ist eine hochwertige, charaktervolle Selektion mit deutlich mehr Tiefe und Komplexität als der klassische Graue Burgunder. Der warme Jahrgang 2023 bringt reife gelbe Frucht, während der Ausbau für Struktur, Cremigkeit und Würze sorgt.
Charakter & Verkostung
In der Nase reife Birne, gelber Apfel, Quitte und Mirabelle, dazu Aprikose und gelbe Pflaume. Dahinter zeigen sich feine Mandel-, Kräuter- und Gewürznoten, ergänzt von einer dezenten mineralischen Anmutung. Am Gaumen trocken, konzentriert und kraftvoll, dabei bemerkenswert präzise. Die reife Frucht wird von einer lebendigen Säure getragen. Die Textur ist cremig und dicht, ohne schwer oder breit zu wirken. Im Finale kommen gelbe Frucht, Nuss und feine Würze zusammen. Der Nachhall ist lang und bleibt angenehm frisch.
Ein substanzreicher Grauburgunder mit Tiefe und großer gastronomischer Klasse.
„X“ – die besondere Qualität
Der „X“ ist deutlich mehr als ein klassischer Grauburgunder für den unkomplizierten Genuss.
Im Mittelpunkt stehen:
Konzentration
Struktur
cremige Textur
mineralische Spannung
Würze
Länge
Reifepotenzial
Dadurch bewegt er sich stilistisch eher in Richtung eines großen, gastronomischen Weißweins als eines klassischen Alltags-Grauburgunders.
Jahrgang 2023
Der warme Jahrgang sorgt für reife, großzügige Frucht und viel Substanz. Gleichzeitig besitzt der Wein genügend Säure, um die Konzentration auszubalancieren. Jetzt bereits sehr attraktiv, dürfte er mit einigen Jahren Flaschenreife zusätzliche nussige und würzige Nuancen entwickeln.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2031–2034 Serviertemperatur: 9–11 °C Dekantieren: 15–30 Minuten können ihm guttun.
Am besten nicht eiskalt servieren: Mit zunehmender Temperatur gewinnt der „X“ deutlich an Komplexität.
Perfekt zu
Dieser Wein verlangt nach einer etwas anspruchsvolleren Küche:
Steinbutt
Wolfsbarsch
gebratener Zander
Hummer
Jakobsmuscheln
Kalbsrücken
Kalbsbries
Geflügel mit Rahmsauce
Morcheln
Steinpilze
Trüffel
cremiges Risotto
Pasta mit Pilzen
kräftiger Spargel
gereifter Bergkäse
Besonders spannend wäre Steinbutt mit Morcheln und Beurre blanc. Die cremige Textur des Weins nimmt die Sauce auf, während seine Säure für Spannung sorgt.
Blauer Spätburgunder 2021
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blaue Spätburgunder 2021 von Karl H. Johner ist ein eleganter, klassisch badischer Pinot Noir mit saftiger Kirschfrucht, feiner Würze und seidigem Tannin. Die 0,75-l-Flasche bietet gegenüber der zuvor genannten Halbflasche etwas mehr Raum für Entwicklung im Glas.
Charakter & Verkostung
In der Nase stehen rote Kirsche, Himbeere und Erdbeere im Vordergrund, begleitet von Waldbeeren, feinen Kräutern und dezenten erdigen Noten. Am Gaumen ist er trocken, frisch und geschmeidig. Die rote Frucht wirkt saftig und präzise, dazu kommen feinkörniges Tannin und eine lebendige Säure. Im Hintergrund zeigen sich würzige und leicht erdige Nuancen. Das Finale ist feinwürzig, frisch und angenehm anhaltend.
Ein eher feiner und trinkanimierender Spätburgunder als ein schwerer Kraftwein.
Herkunft
Das Weingut Karl H. Johner befindet sich in Bischoffingen am Kaiserstuhl. Die warme, sonnenreiche Region gehört zu den besten deutschen Gebieten für Spätburgunder. Gerade beim Pinot Noir ist die Balance zwischen Reife und Frische entscheidend. Der Kaiserstuhl liefert genügend Wärme für reife Frucht, während die Weinberge gleichzeitig die notwendige Säure und Spannung bewahren können.
Jahrgang 2021
Der Jahrgang ist inzwischen in einer sehr schönen Trinkphase: Die Primärfrucht ist noch präsent, wird aber zunehmend von würzigen und leicht erdigen Reifearomen ergänzt.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2031 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: 20–30 Minuten können ihm guttun.
Ich würde ihn nicht zu warm servieren. Bei etwa 15 °C kommen Frische, Kirsche und die feine Pinot-Noir-Würze besonders schön zur Geltung.
Perfekt zu
Ein sehr vielseitiger Essenswein:
Entenbrust
Gans
Perlhuhn
Reh
Kalb
Schweinefilet
Pilzgerichte
Pilzrisotto
Pasta mit Waldpilzen
gebratener Lachs
mildere Wildgerichte
mittelkräftiger Käse
Meine erste Wahl wäre Entenbrust mit Pilzen und einer leichten Jus. Auch Kalbsrücken mit Morcheln wäre eine hervorragende Kombination: Die feine Würze des Pinot Noir verbindet sich mit den Pilzaromen, während die Säure für Frische sorgt.
Blauer Spätburgunder 2022
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blaue Spätburgunder 2022 von Karl H. Johner ist ein klassischer, eleganter Kaiserstühler Pinot Noir mit saftiger roter Frucht, feiner Würze und geschmeidigem Tannin. Gegenüber dem 2021er wirkt der 2022er etwas reifer, runder und fruchtbetonter, bleibt aber angenehm frisch.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigen sich rote Kirsche, Sauerkirsche, Himbeere und Erdbeere, ergänzt durch dunklere Beeren. Dahinter liegen feine Noten von Veilchen, Kräutern, Unterholz und dezenter Würze. Am Gaumen ist der Wein trocken, saftig und mittelkräftig. Die Frucht wirkt reif und klar, die Säure gibt Spannung und Frische. Das Tannin ist feinkörnig und geschmeidig, ohne den Wein schwer wirken zu lassen. Im langen Nachhall verbinden sich Kirsche, Waldbeeren und feine Gewürznoten.
Ein harmonischer, fruchtbetonter Spätburgunder mit klassischer Pinot-Noir-Frische.
Die Geschichte des Weins
Karl H. Johner gehört zu den Pionieren des modernen badischen Weinbaus. Nach seinem Önologie-Studium in Geisenheim und zehn Jahren Tätigkeit in England gründete er 1985 gemeinsam mit seiner Frau Irene das eigene Weingut in Bischoffingen. Seine große Leidenschaft galt von Beginn an den Burgundersorten und insbesondere der Frage, wie sich badischer Pinot Noir qualitativ an großen Vorbildern aus dem Burgund orientieren kann. Der konsequente Einsatz von Barriques war am Kaiserstuhl damals noch ungewöhnlich.
Herkunft
Karl H. Johner liegt in Bischoffingen am Kaiserstuhl, einer der traditionsreichsten Pinot-Noir-Regionen Deutschlands. Der Kaiserstuhl bringt durch sein warmes Klima sehr gute Voraussetzungen für reife, aromatische Spätburgundertrauben. Gleichzeitig sorgen die Höhenlagen und die unterschiedlichen Böden für die nötige Frische und Struktur.
Jahrgang 2022
Der 2022er präsentiert sich etwas sonniger und reifer als der 2021er. Die rote Frucht steht stärker im Vordergrund, während die Tannine bereits angenehm zugänglich wirken. Er ist jetzt sehr schön zu trinken, muss aber nicht sofort geleert werden.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029–2032 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: etwa 20–30 Minuten, vor allem bei der jungen Flasche.
Nicht zu warm servieren – um 15 °C wirkt er besonders elegant und saftig.
Perfekt zu
Der Wein ist ausgesprochen vielseitig:
Entenbrust
Perlhuhn
Gans
Kalb
Reh
Schweinefilet
Pilzgerichte
Pilzrisotto
Pasta mit Waldpilzen
gebratener Lachs
Gemüse mit Röstaromen
mittelkräftiger Käse
Seine elegante Struktur und das feinkörnige Tannin machen den Wein zu einem hervorragenden Begleiter von Lamm, Geflügel und kräftigeren Fleischgerichten. Besonders stimmig sind Lammrücken mit Kräuterkruste, gebratene Wachtel mit Pilzen oder klassischer Rinderbraten mit dunkler Jus.
Auch zu Wildgeflügel, Entenbrust mit Kirschen oder gebratenen Waldpilzen funktioniert der Wein sehr schön. Für eine vegetarische Kombination bietet sich ein cremiges Steinpilzrisotto mit Parmesan und Kräutern an.
Grauer Burgunder „SJ“ 2022
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Graue Burgunder „SJ“ 2022 von Karl H. Johner ist die anspruchsvollere und konzentriertere Interpretation des Grauburgunders aus dem Hause Johner. Er verbindet die reife Frucht des Kaiserstuhls mit mehr Tiefe, Struktur, Würze und Länge als der klassische Graue Burgunder.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigen sich reife Birne, gelber Apfel, Quitte und Mirabelle, dazu etwas Aprikose und gelbe Pflaume. Feine Noten von Mandeln, Kräutern und mineralischer Würze sorgen für zusätzliche Komplexität. Am Gaumen wirkt der Wein trocken, kraftvoll und zugleich elegant. Die Frucht ist konzentriert und reif, begleitet von einer gut integrierten Säure. Die Textur ist cremig und dicht, ohne schwerfällig zu werden. Im langen Finale kommen gelbe Frucht, Nuss, Kräuter und eine feine mineralische Würze zusammen.
Ein charaktervoller Grauburgunder mit viel Substanz, Tiefe und gastronomischer Klasse.
Was macht den „SJ“ besonders?
Im Vergleich zum normalen Grauen Burgunder 2023/2024 ist der SJ stärker auf Selektion, Konzentration und Komplexität ausgelegt.
Während der klassische Grauburgunder vor allem durch Frische und Trinkfluss überzeugt, bringt der SJ mehr:
Körper
Konzentration
cremige Textur
Würze
Länge
Reifepotenzial
Er eignet sich daher nicht nur als Aperitif oder unkomplizierter Essenswein, sondern kann einen ganzen anspruchsvollen Gang begleiten.
Jahrgang 2022
Der warme Jahrgang bringt dem SJ eine reife, großzügige Frucht und viel Substanz. Durch seine Struktur hat der Wein inzwischen eine schöne erste Reife entwickelt, besitzt aber noch genügend Reserven.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2033 Serviertemperatur: 9–11 °C Dekantieren: nicht zwingend; 15–20 Minuten Luft im Glas sind empfehlenswert.
Interessant ist, dass er mit etwas Temperatur deutlich an aromatischer Tiefe gewinnt. Deshalb nicht zu kalt servieren.
Perfekt zu
Dieser Grauburgunder verträgt deutlich kräftigere Gerichte als ein einfacher Grauburgunder:
Kalbsrücken
Kalbsbries
Geflügel mit Rahmsauce
gebratener Steinbutt
Wolfsbarsch
Lachs
Hummer
Jakobsmuscheln
Steinpilze
Morcheln
Trüffelgerichte
Risotto
Pasta mit Pilzen
kräftiger Spargel
gereifter Bergkäse
Besonders spannend: Steinbutt mit Beurre blanc und Morcheln. Die cremige Textur des SJ nimmt die Sauce auf, während die Säure genügend Spannung gegen die Reichhaltigkeit des Gerichts liefert.
Pinot Noir „Bischoffinger Steinbuck“ 2020
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Pinot Noir „Bischoffinger Steinbuck“ 2020 ist ein lagengeprägter, anspruchsvoller Spätburgunder von Karl H. Johner. Gegenüber dem SJ steht hier die Herkunft und die mineralische Präzision noch stärker im Vordergrund: feine rote Frucht, Würze, Struktur und eine elegante, kühle Spannung.
Charakter & Verkostung
In der Nase rote und dunkle Kirsche, Himbeere und Waldbeeren, dazu Veilchen, getrocknete Kräuter und feine Gewürze. Mit etwas Luft kommen Unterholz, erdige Nuancen und eine dezente rauchig-mineralische Note hinzu. Am Gaumen trocken, konzentriert und präzise, mit einer sehr schönen Balance zwischen reifer Frucht und Frische. Das Tannin ist fein und griffig, die Säure sorgt für Spannung und Länge. Der Nachhall ist lang, würzig und mineralisch, mit anhaltender Kirsch- und Waldbeerenfrucht.
Ein terroirgeprägter Pinot Noir mit Finesse und Struktur – weniger auf bloße Frucht, stärker auf Tiefe und Herkunft ausgerichtet.
Die Lage „Bischoffinger Steinbuck“
Der Steinbuck gehört zu den renommierten Weinbergslagen rund um Bischoffingen. Der Name ist Programm: Die Lage ist von steinigen, vulkanisch geprägten Böden des Kaiserstuhls beeinflusst. Solche Böden können Wärme speichern und gleichzeitig Weine mit ausgeprägter Struktur und mineralischer Spannung hervorbringen.Gerade beim Spätburgunder ist diese Kombination interessant:
Wärme → reife Frucht Steinige Böden → Struktur und Spannung Kaiserstühler Klima → aromatische Reife
Das Ergebnis ist ein Pinot Noir, der trotz seiner Kraft nicht breit oder schwer wirkt.
Jahrgang 2020
2020 ist für Spätburgunder ein sehr interessanter Jahrgang.
Der Wein besitzt heute bereits erste Reife, gleichzeitig ist die Frucht noch sehr präsent. Das macht den Steinbuck 2020 momentan besonders spannend.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2033–2037 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: etwa 30–60 Minuten, abhängig von der Flasche.
Ich würde ihn nach dem Öffnen zunächst probieren. Ein guter Pinot Noir dieser Klasse kann sich über mehrere Stunden im Glas deutlich verändern.
Perfekt zu
Der Steinbuck 2020 verlangt nach etwas anspruchsvolleren Gerichten:
Rehrücken
Hirsch
Fasan
Entenbrust
Taube
Kalbsrücken
Rinderfilet
Steinpilze
Morcheln
Trüffel
Pilzrisotto
geschmorte Waldgerichte
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Rehrücken mit Steinpilzen und einer dunklen Jus wäre meine erste Wahl. Auch Taube mit Pilzen passt hervorragend, weil die erdigen Pinot-Noten die dunkleren Aromen des Gerichts aufnehmen.
Blauer Spätburgunder SJ 2018
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blauer Spätburgunder „SJ“ 2018 von Karl H. Johner ist eine deutlich anspruchsvollere und reifere Pinot-Noir-Abfüllung als der klassische Blaue Spätburgunder. Der Jahrgang 2018 bringt heute eine schöne Verbindung aus reifer roter Frucht, Würze, seidigem Tannin und ersten komplexen Reifearomen.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt sich eine elegante Pinot-Noir-Aromatik mit reifen Kirschen, Sauerkirsche, Himbeere und Waldbeeren. Dazu kommen mit zunehmender Luft Veilchen, getrocknete Kräuter, Unterholz und dezente erdige Würze. Die Reife des Jahrgangs bringt zusätzliche Nuancen von getrockneten Blüten, Tabak und feiner balsamischer Würze. Am Gaumen ist der SJ trocken, mittelkräftig bis kräftig und ausgesprochen geschmeidig. Die Frucht wirkt reifer und tiefer als beim einfachen Blauen Spätburgunder. Die Säure sorgt weiterhin für Spannung, während das Tannin inzwischen fein eingebunden und samtig wirkt. Das Finale ist lang, würzig und elegant, mit Kirsche, Waldbeeren und einem Hauch Unterholz.
Ein gereifter, klassischer Pinot Noir mit viel Finesse – eher komplex und elegant als opulent.
„SJ“ – die besondere Abfüllung
Der SJ steht bei Karl H. Johner für eine besondere Spätburgunder-Selektion und ist qualitativ deutlich über dem einfachen Guts- bzw. Ortswein angesiedelt. Hier geht es weniger um unmittelbare Frucht und unkomplizierten Trinkfluss, sondern um:
Tiefe
komplexe Pinot-Noir-Aromatik
feinere Tanninstruktur
längeren Ausbau
längeres Reifepotenzial
Dadurch passt der Wein besonders gut in die Kategorie „großer badischer Spätburgunder“.
Jahrgang 2018
Der Jahrgang 2018 war in Deutschland von einem warmen, sehr sonnigen und trockenen Vegetationsverlauf geprägt. Das zeigt sich heute im Wein: Die Frucht ist reif und großzügig, ohne dass der Wein seine Pinot-Noir-Eleganz verlieren muss.Nach rund acht Jahren Flaschenreife ist der SJ jetzt hervorragend trinkbar. Gleichzeitig besitzt er noch genügend Struktur für weitere Entwicklung.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: ca. 30–45 Minuten, bei einer gut erhaltenen Flasche zunächst vorsichtig.
Bei älteren Pinot Noirs würde ich eher sanft belüften als lange und aggressiv dekantieren.
Perfekt zu
Der SJ darf anspruchsvollere Gerichte begleiten:
Rehrücken
Hirsch
Entenbrust
Fasan
Perlhuhn
Kalbsrücken
Rinderfilet
Steinpilze
Morcheln
Trüffelgerichte
kräftiges Pilzrisotto
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Besonders schön wäre Rehrücken mit Steinpilzen und einer konzentrierten Jus. Die reife Kirschfrucht des Pinot Noir nimmt die Wildaromen auf, während die feine Säure und das gereifte Tannin die dunkle Sauce ausbalancieren.
Blauer Spätburgunder „SJ“ 2020
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der Blauer Spätburgunder „SJ“ 2020 ist die anspruchsvollere Pinot-Noir-Abfüllung von Karl H. Johner. Im Vergleich zum SJ 2018 präsentiert sich der 2020er heute frischer, präziser und straffer, mit sehr schöner Balance zwischen reifer Kirschfrucht, Würze und feinem Tannin.
Charakter & Verkostung
Die Nase zeigt rote und dunkle Kirsche, Himbeere und Waldbeeren, dazu feine florale Noten von Veilchen. Mit etwas Luft kommen getrocknete Kräuter, Unterholz, Gewürze und eine dezente erdige Würze hinzu. Am Gaumen ist der Wein trocken, elegant und strukturiert. Die Frucht ist konzentriert, aber nicht schwer. Eine lebendige Säure verleiht dem Wein Spannung, während das feinkörnige Tannin für Länge und Struktur sorgt. Der Abgang ist lang, feinwürzig und mineralisch, mit anhaltender Kirsch- und Waldbeerenfrucht.
Ein präziser, eleganter Pinot Noir mit Tiefe und sehr gutem Reifepotenzial.
2020 gegenüber 2018
Die beiden SJ-Jahrgänge sind besonders interessant nebeneinander:
SJ 2018
reifer und wärmer
großzügigere Frucht
weichere, rundere Textur
bereits stärker entwickelte Reifearomen
jetzt sehr zugänglich
SJ 2020
frischer und straffer
präzisere Säure
etwas dunklere Frucht
mehr Spannung und Struktur
noch deutlich mehr Entwicklungspotenzial
Wenn der 2018er bereits die elegante Reife zeigt, ist der 2020er momentan der jugendlichere und spannungsvollere Wein.
Jahrgang 2020
Der Jahrgang 2020 brachte in Deutschland einen insgesamt warmen, aber nicht so üppigen Charakter wie 2018. Gerade beim Spätburgunder kann das zu sehr schönen Weinen mit Frische, Struktur und aromatischer Präzision führen. Der SJ 2020 befindet sich jetzt in einer guten ersten Trinkphase, dürfte aber mit weiterer Flaschenreife deutlich komplexer werden.
Trinkfenster: etwa 2026–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: ca. 30–45 Minuten.
Bei einer hochwertigen Pinot-Noir-Flasche würde ich nach dem Öffnen zunächst ein Glas probieren und die Entwicklung beobachten.
Herkunft & Stil
Karl H. Johner arbeitet in Bischoffingen am Kaiserstuhl, einer der besten deutschen Regionen für Spätburgunder. Die warme Lage ermöglicht reife Trauben, während die unterschiedlichen Böden und Weinbergslagen für die notwendige Säure und mineralische Spannung sorgen. Beim SJ geht es nicht um maximale Extraktion, sondern um Tiefe, Präzision und Eleganz.
Perfekt zu
Der SJ 2020 passt zu Gerichten mit feiner, aber aromatischer Struktur:
Rehrücken
Hirsch
Entenbrust
Fasan
Perlhuhn
Kalbsrücken
Steinpilze
Morcheln
Trüffel
Pilzrisotto
Rinderfilet
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Meine erste Wahl wäre Rehrücken mit Steinpilzen und einer dunklen, nicht zu süßen Jus.
Blauer Spätburgunder „SJ“ 2022
Karl H. Johner – Bischoffingen, Kaiserstuhl, Baden
Der „SJ“ 2022 ist die anspruchsvollere Spätburgunder-Selektion von Karl H. Johner. Gegenüber dem normalen Blauen Spätburgunder 2022 zeigt er mehr Tiefe, Konzentration und Struktur, bleibt dabei aber typisch Pinot Noir: elegant, frisch und feinwürzig.
Charakter & Verkostung
In der Nase reife rote und dunkle Kirsche, Himbeere und Waldbeeren, dazu Veilchen, Kräuter und feine Gewürznoten. Mit etwas Luft kommen Unterholz, erdige Nuancen und dezente balsamische Töne hinzu. Am Gaumen trocken, saftig und präzise, mit reifer Frucht, lebendiger Säure und feinkörnigem, gut eingebundenem Tannin. Der Wein besitzt deutlich mehr Druck als der einfache Blaue Spätburgunder, ohne schwer oder alkoholisch zu wirken. Das Finale ist lang, würzig und von dunkler Kirschfrucht getragen.
Ein kraftvoller, aber eleganter Kaiserstühler Pinot Noir mit viel Spannung.
Der Jahrgang 2022
Der warme Jahrgang bringt dem SJ eine reife, großzügige Frucht, gleichzeitig bewahrt der Wein genügend Säure für Frische und Balance.
Im Vergleich zu den anderen SJ-Jahrgängen:
2018: reifer, weicher, bereits deutlich tertiärer
2020: straffer, kühler wirkend, präziser
2022: fruchtbetonter, voller und großzügiger, aber mit guter Spannung
Der 2022er ist damit momentan der zugänglichste der drei SJ-Jahrgänge, besitzt aber noch erhebliches Entwicklungspotenzial.
rinkfenster: etwa 2027–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: ca. 30–45 Minuten; zunächst ein Glas probieren und dann entscheiden.
Perfekt zu
Der SJ 2022 verträgt durchaus kräftigere Speisen:
Rehrücken
Hirsch
Entenbrust
Fasan
Perlhuhn
Kalbsrücken
Rinderfilet
Steinpilze
Morcheln
Trüffelgerichte
kräftiges Pilzrisotto
gereifter Comté
gereifter Bergkäse
Besonders stimmig: Rehrücken mit Steinpilzen und dunkler Jus.
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