Rosé trocken 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den renommierten Betrieben der Pfalz und ist Mitglied im VDP. Philipp Kuhn übernahm den Familienbetrieb Anfang der 1990er-Jahre und entwickelte ihn konsequent zu einem qualitätsorientierten Weingut mit starkem Fokus auf Riesling und Burgundersorten. Die Weinberge liegen vor allem rund um Laumersheim und in den kalkgeprägten Herkünften der nördlichen Pfalz. Der Rosé ist als trockener Gutswein auf unkomplizierten, frischen Trinkgenuss ausgerichtet und zeigt die fruchtbetonte Seite der roten Rebsorten des Hauses.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen des Weinguts. Die kalkreichen Böden rund um Laumersheim verleihen auch den leichteren Weinen eine gewisse mineralische Frische und sorgen dafür, dass die Frucht nicht breit oder schwer wirkt. Beim Rosé steht allerdings weniger der einzelne Boden im Mittelpunkt als die Kombination aus reifer Beerenfrucht, Frische und einem klaren, trockenen Ausbau.
Jahrgang 2025
Der 2025er präsentiert sich jung, frisch und ausgesprochen trinkanimierend. Der Jahrgang bringt eine saftige Frucht und eine lebendige Säure mit. Durch den trockenen Ausbau bleibt der Wein schlank und präzise, ohne an Fruchtfülle zu verlieren.
Vinifikation & Ausbau
Für den Rosé werden rote Trauben schonend verarbeitet, sodass ein hellfarbiger, frischer Most entsteht. Der Ausbau erfolgt auf Frische und Frucht ausgerichtet und bewahrt die natürliche Beerenaromatik. Die biologische Bewirtschaftung steht dabei für einen möglichst naturnahen Umgang mit den Weinbergen.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der Wein frisch und fruchtbetont. Rote Beeren stehen im Vordergrund, begleitet von feinen Zitrusnoten und einer leicht floralen Würze. Erdbeere und Himbeere verleihen ihm einen sommerlichen Charakter.
Am Gaumen
Saftig, trocken und leichtfüßig. Die rote Frucht wirkt frisch und klar, während die lebendige Säure für Spannung sorgt. Ein feiner mineralischer Zug gibt dem Wein zusätzlichen Halt. Der Abgang ist erfrischend, fruchtig und animierend. Kein schwerer oder breit angelegter Rosé, sondern ein klarer, trockener Stil mit viel Trinkfluss.
Aromatik
Erdbeere
Himbeere
rote Johannisbeere
rote Kirsche
Grapefruit
Zitrusfrucht
feine florale Noten
dezente Mineralität
Reifepotenzial
Der Wein ist für den jungen Genuss gedacht. Seine Stärken liegen in Frische, Frucht und unkompliziertem Trinkfluss. Am besten innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre genießen.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißwein- oder Roséglas ist vollkommen ausreichend.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
mediterranen Salaten
Antipasti
gegrilltem Gemüse
Bruschetta
Garnelen
gegrilltem Fisch
sommerlichen Pastagerichten
Geflügel
mild gewürzten asiatischen Gerichten
leichten Grillgerichten
Auch als Aperitif eignet sich der trockene Rosé hervorragend.
Blanc de Noir VDP.Gutswein 2024 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt und gehört seit 2008 zum VDP. Das Weingut ist heute mit rund 60 Hektar Rebfläche deutlich größer als in den frühen Betriebsjahren und zählt Riesling sowie Spätburgunder zu seinen Leitsorten. Die Weine folgen laut VDP einer frankophilen, konsequent trockenen Stilistik. Seit Jahren gehört außerdem der ökologische Weinbau zum Betrieb; der VDP führt Philipp Kuhn mit EU-Bio-Zertifizierung. Der Blanc de Noir ist als VDP.Gutswein Teil der Basislinie des Hauses und wird aus Spätburgunder gekeltert. Die Bezeichnung „Blanc de Noir“ beschreibt dabei die Herstellung eines weißen Weins aus roten Trauben: Der Most wird besonders schonend gewonnen, damit möglichst wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den Saft gelangt.
Lage & Terroir
Für den Gutswein werden Trauben aus verschiedenen Rebflächen des Weinguts verwendet. Das VDP-Portfolio von Philipp Kuhn ist stark durch die kalkgeprägten Böden der Nordpfalz und die Lagen rund um Laumersheim geprägt. Beim Blanc de Noir steht jedoch weniger die Einzellage als vielmehr die rebsortentypische Frische und die klare, fruchtbetonte Handschrift im Mittelpunkt.
Jahrgang 2024
Der 2024er besitzt 11,5 % vol. Alkohol, 7,2 g/l Säure und 3,9 g/l Restzucker. Damit präsentiert er sich leichtfüßig, trocken und ausgesprochen frisch. Die vergleichsweise hohe Säure verleiht dem Wein Spannung und macht ihn besonders animierend.
Vinifikation & Ausbau
Die Spätburgundertrauben werden vollständig von Hand gelesen und in kleinen Boxen vorsichtig zum Weingut transportiert. Durch die schonende Ganztraubenpressung entsteht ein nahezu weißer Most. Der Wein wird anschließend im Edelstahltank ausgebaut. Als Gutswein ist die Vinifikation klar auf Frische, Saftigkeit und präzise Frucht ausgerichtet.
Verkostung
Im Glas zeigt sich der Blanc de Noir hell und klar mit zarten rosafarbenen Reflexen. In der Nase stehen frische Aromen von Cassis und Blaubeere im Vordergrund. Die Frucht wirkt saftig und frisch, ergänzt durch eine feine würzige und mineralische Komponente.
Am Gaumen
Saftig, fruchtig und elegant. Die Säure ist klar und belebend, während die Frucht einen angenehm runden Eindruck vermittelt. Besonders schön ist das Zusammenspiel aus einer dezent wahrnehmbaren Fruchtsüße und der frischen Fruchtsäure. Mineralische Nuancen geben dem Wein zusätzlich etwas Grip und Struktur. Der Nachhall bleibt frisch, würzig und animierend.
Aromatik
Cassis
Blaubeere
rote Beeren
leichte florale Nuancen
feine Würze
dezente Mineralität
zart salzige Anklänge
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2024 sind in den derzeit auffindbaren Quellen keine belastbaren Bewertungen der großen nationalen Weinführer eindeutig dokumentiert. Eine aktuelle Händlerverkostung bewertet den Wein mit 91/100 Punkten, eine weitere führt ihn mit 90 Punkten. Diese Werte stammen jedoch aus Händlerbewertungen und sind daher nicht mit einer Falstaff-, VINUM- oder Eichelmann-Wertung gleichzusetzen.
Reifepotenzial
Der Wein ist eindeutig auf den jungen, frischen Trinkgenuss ausgerichtet. Die lebendige Säure hält ihn zwar einige Jahre stabil, seine Stärke liegt aber in der klaren Frucht und der unmittelbaren Zugänglichkeit. Als Trinkfenster wird aktuell etwa bis 2030 angegeben.
Servieren
Optimal bei 8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die frische Beerenaromatik am besten zur Geltung. Eine Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Räucherforelle
frischen Meeresfrüchten
leichten Fischgerichten
Blattsalaten
Spargel
sommerlichen Gemüsegerichten
hellem Fleisch
Geflügel
leichter vegetarischer Küche
OCCAM DELI Weissweincuvée trocken 2025, PHILIPP KUHN, Laumersheim – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Die OCCAM-Weissweincuvée entstand im Zusammenhang mit dem Münchner Gastronomiekonzept Occam Deli und wird von Philipp Kuhn in Laumersheim abgefüllt. Das Weinprojekt ist klar auf einen unkomplizierten, gastronomisch einsetzbaren Weißwein ausgerichtet. In Gastronomiekarten wird die Cuvée als „Occam Weiß“ beziehungsweise „Occam Deli“ bei Philipp Kuhn geführt.
Lage & Terroir
Die verfügbare Dokumentation des aktuellen 2025er Jahrgangs nennt keine belastbare, detaillierte Einzellagenherkunft. Stilistisch steht der Wein für die Verbindung verschiedener Pfälzer Burgunderherkünfte mit frischer, unkomplizierter Trinkbarkeit.
Jahrgang 2025
Für die 2025er Abfüllung sind in den öffentlich zugänglichen Quellen derzeit keine verlässlich bestätigten technischen Analysedaten wie Alkohol, Säure oder Restzucker ausgewiesen. Diese Angaben werden daher nicht geschätzt.
Vinifikation & Ausbau
Auch die exakte Vinifikation des 2025ers ist derzeit nicht ausreichend dokumentiert. Die Cuvée ist konzeptionell auf Frische, Frucht und gastronomische Vielseitigkeit ausgerichtet.
Verkostung
Die OCCAM-Weißweine von Philipp Kuhn zeigen grundsätzlich eine burgundisch geprägte, helle Frucht mit gelben Kernobstnoten und frischer Mineralität. Die öffentlich dokumentierte Cuvée-Version wird als elegant, frisch und mineralisch beschrieben.
Am Gaumen
Fruchtbetont, frisch und geradlinig, mit saftiger Struktur und animierendem Trinkfluss. Die Cuvée ist weniger auf große Tiefe als auf Harmonie, Frische und unkomplizierte gastronomische Einsetzbarkeit ausgerichtet.
Aromatik
Gelbe Kernfrucht, Birne, gelbe Steinfrucht, feine Zitrusnoten, dezente Kräuterwürze und mineralische Anklänge.
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2025 ist derzeit keine belastbare externe Punktbewertung dokumentiert.
Reifepotenzial
Der Wein ist auf jungen Trinkgenuss ausgelegt. Die Stärke liegt in Frische, Frucht und Trinkfluss; eine lange Flaschenreife steht nicht im Vordergrund.
Servieren
8–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas genügt.
Speisenbegleitung
Aperitif, Salate, Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, leichte Pasta, Geflügel, sommerliches Gemüse und leichte vegetarische Küche. Die Cuvée eignet sich besonders gut als unkomplizierter gastronomischer Begleiter.
Sauvignon Blanc „Tradition“ VDP.Gutswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den bekannten Qualitätsbetrieben der Pfalz. Philipp Kuhn übernahm den elterlichen Betrieb 1992 und entwickelte ihn konsequent weiter. Heute steht das Weingut für charaktervolle, trockene Weine mit starkem Bezug zur Pfalz. Der Betrieb arbeitet ökologisch; der Sauvignon Blanc „Tradition“ wird als Bio-Wein geführt. Als VDP.Gutswein stammt der Sauvignon Blanc aus den eigenen Weinbergen des Weinguts und steht für die rebsortentypische Handschrift auf der breitesten Herkunftsstufe des VDP.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge rund um Laumersheim sind von unterschiedlichen kalkgeprägten Böden sowie Lehm und Sand geprägt. Für den Sauvignon Blanc „Tradition“ werden Lehm und Sand als Boden angegeben. Das warme Pfälzer Klima mit kühlen Nächten schafft gute Voraussetzungen für aromatische Reife bei gleichzeitig frischer Säure.
Jahrgang 2025
Der Wein besitzt 12,0 % vol. Alkohol, 6,5 g/l Säure und rund 3 g/l Restzucker. Er wird trocken ausgebaut. Die Kombination sorgt für einen leichten, frischen und ausgesprochen trinkanimierenden Stil.
Vinifikation & Ausbau
Der Sauvignon Blanc wird temperaturkontrolliert beziehungsweise präzise im Edelstahltank ausgebaut. Dadurch bleibt die sortentypische Frucht besonders klar erhalten; Holz spielt hier keine prägende Rolle. Als Verschluss wird ein Schraubverschluss verwendet.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2025er sehr typisch und aromatisch. Stachelbeere, Kiwi und Passionsfrucht bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Limette, Zitronengras, frische Minze und ein Hauch grüner Paprika. Die Aromatik ist intensiv, ohne schwer oder überreif zu wirken.
Am Gaumen
Frisch, saftig und klar. Die feine Säure gibt dem Wein Spannung und sorgt für einen lebendigen Trinkfluss. Grüne Apfelnoten und Stachelbeere verbinden sich mit exotischer Passionsfrucht. Dazu kommen kräuterige Würze und eine dezente Feuerstein-Mineralität. Der Wein besitzt einen eher schlanken Körper und bleibt dadurch ausgesprochen animierend. Der Abgang ist frisch, würzig und leicht mineralisch.
Aromatik
Stachelbeere
Kiwi
Passionsfrucht / Maracuja
Limette
grüner Apfel
Grapefruit
Zitronengras
frische Minze
grüner Paprika
Holunder
Anis
Feuerstein
Auszeichnung
Für den Jahrgang 2025 ist eine Bewertung von 16,0/20 Punkten bei Weinfurore dokumentiert. Eine weitere aktuelle Verkostungsbeschreibung hebt insbesondere Kiwi, Stachelbeere und Maracuja sowie die frische, saftige Säure hervor.
Reifepotenzial
Der Sauvignon Blanc „Tradition“ ist in erster Linie für den jungen, frischen Trinkgenuss konzipiert. Als optimales Trinkfenster wird 2026 bis 2030 angegeben. Die Stärke liegt eindeutig in der Primärfrucht und der lebendigen Frische. Eine lange Lagerung ist möglich, aber nicht notwendig.
Servieren
Ideal bei 9–10 °C. Ein mittelgroßes Weißweinglas bringt die intensive Sauvignon-Aromatik gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht erforderlich.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Ziegenkäse
grünem Spargel
Fisch und Meeresfrüchten
Sushi
asiatischer Küche
Gemüse-Antipasti
leichten Salaten
Geflügel
Kräutergerichten
Auch als Aperitif eignet sich der Wein hervorragend.
OCCAM DELI Rotwein Cuvée trocken 2020, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Der OCCAM gehört zur unkomplizierteren, international geprägten Rotweinstilistik des Hauses Philipp Kuhn. Anders als die großen Lagenweine steht bei dieser Cuvée nicht eine einzelne Rebsorte oder Lage im Vordergrund, sondern die harmonische Verbindung mediterran geprägter Sorten.
Lage & Terroir
Die 2020er Cuvée basiert auf Trauben von Lösslehm mit feinem Kalksteingries und massivem Kalkstein im Unterboden. Diese Böden verbinden gute Wasserversorgung mit Wärme und kalkiger Struktur.
Jahrgang 2020
Der Wein besitzt 13 % vol. Alkohol und 5,4 g/l Säure. Er ist trocken ausgebaut.
Vinifikation & Ausbau
Als Rebsorten werden Merlot und verschiedene Cabernet-Sorten angegeben. Die Sorten werden getrennt ausgebaut und reifen über rund 13 Monate in kleineren, mehrfach belegten Barriques. Dadurch entsteht Würze und Struktur, ohne dass das Holz zu dominant werden muss.
Verkostung
Im Glas präsentiert sich der Wein dunkel rubinrot. Die Nase zeigt schwarze Johannisbeere und Kirsche, ergänzt durch Dörrpflaume, rauchig-würzige Noten, Kräuter, Pfeffer und einen Hauch Lebkuchengewürz.
Am Gaumen
Viel Fruchtextrakt und wärmende Würze. Die Holznote ist gut in die Frucht integriert, während die Tannine präsent, aber weich wirken. Die moderate Säure unterstützt die reife Frucht und sorgt für Balance. Der Nachhall ist samtig, würzig und mediterran geprägt.
Aromatik
schwarze Johannisbeere
Kirsche
Dörrpflaume
dunkle Beeren
Pfeffer
Kräuter
Rauch
Lebkuchengewürz
geröstetes Holz
warme mediterrane Würze
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2020er OCCAM sind keine belastbaren externen Punktbewertungen eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert.
Reifepotenzial
Der Wein ist auf unkomplizierten, geschmeidigen Trinkgenuss ausgerichtet. Die Händlerempfehlung reicht bis 2027; aufgrund des inzwischen erreichten Alters befindet er sich damit in einer reifen und attraktiven Trinkphase.
Servieren
16–18 °C. Eine kurze Belüftung von 20–30 Minuten ist empfehlenswert.
Speisenbegleitung
Gegrilltes Fleisch, mediterrane Schmorgerichte, Pasta mit Ragout, Lasagne, Pizza mit kräftigem Belag, Burger, Lamm und mittelkräftiger Käse.
Cuvée „Incognito“ 2022, QW, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
„Incognito“ ist eine bewusst eigenständige Rotweincuvée des Weinguts Philipp Kuhn. Die Bezeichnung verweist darauf, dass die genaue Zusammensetzung der Cuvée nicht offensiv auf dem Etikett kommuniziert wird. Gerade dadurch steht der fertige Wein und nicht die einzelne Rebsorte im Mittelpunkt. Fachhandelsangaben nennen unter anderem Dornfelder, Merlot, Regent und Cabernet Dorsa; die genaue Zusammensetzung ist jedoch nicht abschließend veröffentlicht.
Lage & Terroir
Die Cuvée bündelt Trauben aus dem Laumersheimer Umfeld. Sie ist nicht als Einzellagenwein angelegt, sondern als eigenständige, fruchtbetonte Rotweincuvée mit klarer Pfälzer Herkunft.
Jahrgang 2022
Der Wein besitzt 13,5 % vol. Alkohol und ist trocken ausgebaut. Händlerangaben nennen etwa 4,0–4,1 g/l Säure; die genaue Zusammensetzung der analytischen Werte variiert geringfügig zwischen den Quellen.
Vinifikation & Ausbau
Der 2022er wurde 15 Monate in gebrauchten französischen Barriques ausgebaut. Dadurch erhält die Cuvée zusätzliche Würze und Röstaromatik, ohne dass die Frucht vom Neuholz überlagert wird.
Verkostung
In der Nase zeigen sich schwarze Johannisbeere und Kirsche, unterlegt von rauchig-würzigen Noten und Kräutern. Das Bouquet wirkt dunkelbeerig, saftig und zugleich leicht würzig.
Am Gaumen
Fruchtbetont und vollmundig mit präsenter, feingliedriger Säure und feinkörnigem Tannin. Die gebrauchten Barriques bringen dezente Röstaromen ein. Der Wein wirkt elegant und noch jugendlich, mit einem feinwürzigen Finale.
Aromatik
schwarze Johannisbeere
Kirsche
dunkle Beeren
rauchige Noten
Kräuter
feine Röstaromen
dezente Würze
dunkle Schokolade beziehungsweise Kakaoanklänge im Hintergrund
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2022 konnte keine belastbare Falstaff-, VINUM- oder Eichelmann-Bewertung des konkreten Weins verifiziert werden. Beim Wein-Port wird eine 83-Punkte-Einschätzung geführt; dabei handelt es sich jedoch um eine Händlerbewertung und nicht um eine etablierte unabhängige Weinführer-Bewertung.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits zugänglich und auf harmonischen Trinkfluss ausgelegt. Aufgrund des 15-monatigen Barriqueausbaus und der Tanninstruktur besitzt er dennoch Reserven für einige weitere Jahre. Händlerangaben nennen ein Trinkfenster bis etwa 2030.
Servieren
16–18 °C. Ein mittelgroßes Rotweinglas genügt; 20–30 Minuten Belüftung sind sinnvoll.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu Rinderragout, Schmorgerichten, Pasta mit kräftigen Saucen, deftiger Brotzeit, gegrilltem Fleisch und halbfestem oder gereiftem Hartkäse.
Riesling Laumersheim „vom Kalksteinfels“ VDP.Ortswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim zählt zu den renommierten Betrieben der Pfalz und ist seit 2008 Mitglied im VDP. Philipp Kuhn führt das Familienweingut seit den frühen 1990er-Jahren und hat es konsequent auf trockene, terroirgeprägte Weine ausgerichtet. Riesling gehört neben den Burgundersorten zu den wichtigsten Rebsorten des Hauses. Der „vom Kalksteinfels“ gehört als VDP.Ortswein zur Herkunftsstufe zwischen Gutswein und Erster Lage. Der Wein soll damit bereits deutlich den Charakter der Orts- und Bodenherkunft Laumersheim zeigen, ohne die Konzentration einer einzelnen Spitzenlage anzustreben.
Herkunft & Terroir
Die Weinberge rund um Laumersheim sind stark vom Kalkstein geprägt. Beim „vom Kalksteinfels“ steht genau dieser geologische Untergrund im Mittelpunkt. Kalkstein verleiht Riesling häufig eine straffe, kühle und mineralische Anmutung und unterstützt eine präzise Säurestruktur. Die Kombination aus warmem Pfälzer Klima und kalkreichen Böden schafft die Grundlage für einen Riesling, der reife Frucht mit Frische und mineralischem Zug verbinden kann.
Jahrgang 2025
Der 2025er ist ein noch sehr junger Jahrgang. Entsprechend stehen Frische, Zitrusaromatik und die klare Mineralität des Kalkbodens im Vordergrund. Die trockene Stilistik des Hauses lässt dabei die Herkunft stärker hervortreten als eine ausgeprägte Restsüße.
Vinifikation & Ausbau
Philipp Kuhn setzt bei seinen trockenen Rieslingen auf eine möglichst präzise, herkunftsorientierte Vinifikation. Der Ausbau des „vom Kalksteinfels“ zielt darauf, die natürliche Frische und Mineralität des Rieslings zu erhalten und gleichzeitig genügend Körper und Textur zu entwickeln.
Verkostung
In der Nase präsentiert sich der Wein klar und frisch mit Zitrone, Limette und weißem Pfirsich. Dazu kommen feine gelbfruchtige Anklänge und eine deutlich steinige, kreidige Mineralität. Mit etwas Luft wirkt die Frucht reifer und gewinnt an Tiefe. Kräuterige und leicht salzige Nuancen ergänzen das Bukett.
Am Gaumen
Straff, saftig und präzise. Die Säure sorgt für Spannung und einen hohen Trinkfluss, während die kalkige Mineralität dem Wein Struktur und Länge gibt. Die Frucht bleibt eher auf der hellen Seite: Zitrus, grüner Apfel, weißer Pfirsich und etwas gelbe Frucht. Im Mittelteil zeigt sich ein feiner Schmelz, bevor der Wein wieder deutlich mineralischer und trockener ausläuft. Der Nachhall ist frisch, kalkig und leicht salzig.
Aromatik
Zitrone
Limette
grüner Apfel
weißer Pfirsich
gelbe Steinfrucht
Kräuter
Kreide
Kalkstein
feine salzige Mineralität
Reifepotenzial
Der Wein ist zunächst auf Frische und Präzision ausgelegt, besitzt durch seine Herkunft und Säure aber durchaus Entwicklungspotenzial. In den kommenden Jahren können sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Pfirsich und gelbe Früchte entwickeln; gleichzeitig können mineralische, kräuterige und leicht nussige Töne an Bedeutung gewinnen.
Servieren
Ideal bei 9–11 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Rieslingglas unterstützt sowohl die Zitrusfrucht als auch die kalkige Mineralität.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Austern und Muscheln
Garnelen
Zander und Saibling
Forelle
Sushi
Spargel
Artischocken
mediterranem Gemüse
Geflügel mit hellen Saucen
Ziegenkäse
leichten vegetarischen Gerichten
Grauer Burgunder „Vom Löss“ VDP.Ortswein 2025 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim hat sich mit einer klaren Herkunfts- und Qualitätsphilosophie einen festen Platz in der Pfalz erarbeitet. Der Graue Burgunder gehört zum Burgunderspektrum des Hauses und wird in der Ortsweinlinie als „Vom Löss“ interpretiert. Damit steht neben der Rebsorte ausdrücklich der Bodencharakter im Vordergrund. Der Jahrgang 2025 stammt aus ökologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-022, und wird zudem vegan produziert.
Lage & Terroir
Der Name „Vom Löss“ verweist auf die lössgeprägten Böden der Herkunft. Löss kann dem Grauburgunder Fülle, Frucht und eine geschmeidige Textur verleihen. Gleichzeitig sorgt die Kellerarbeit dafür, dass der Wein nicht breit, sondern von Säure und Mineralität getragen erscheint.
Jahrgang 2025
Der Wein besitzt 12,5 % vol. Alkohol und 6,7 g/l Säure. Damit bleibt er trotz seiner burgundischen Fülle frisch und animierend. Die aktuelle Trinkempfehlung reicht bis etwa 2029.
Vinifikation & Ausbau
Der 2025er wurde im Eichenholzfass ausgebaut. Dadurch erhält der Wein zusätzliche Struktur und Textur, ohne dass die Rebsortenfrucht verloren geht. Der Naturkork unterstützt die auf etwas Reife angelegte Stilistik.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein mit exotischer Frucht, Honigmelone, Mango und Orange. Dazu kommen dezent nussige Aromen. Eine weitere aktuelle Verkostungsnotiz ergänzt reife Aprikose, getrockneten Apfel und Litschi sowie nussig-würzige Nuancen.
Am Gaumen
Saftig und mit viel Schmelz. Die feingliedrige, animierende Säure sorgt für Frische und verhindert, dass die Frucht zu breit wirkt. Hinzu kommt eine kühle Mineralität, die dem Wein Spannung und einen präzisen Nachhall verleiht. Gelbe Frucht und feine Nussigkeit bleiben lange präsent.
Aromatik
Exotische Früchte, Honigmelone, Mango, Orange, Aprikose, getrockneter Apfel, Litschi, feine Nusswürze und kühle Mineralität.
Auszeichnungen
Für den 2025er ist derzeit keine belastbare Bewertung eines großen unabhängigen Weinführers eindeutig dokumentiert. Die aktuell verfügbaren Fachhandelsbeschreibungen konzentrieren sich auf die sensorische Qualität und den Ortsweincharakter.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung zugänglich und besitzt durch Säure, Holzausbau und Struktur ein ordentliches Entwicklungspotenzial. Aktuell wird eine Trinkfähigkeit bis etwa 2029 angegeben.
Servieren
Bei 10–12 °C. Ein etwas großzügigeres Weißweinglas bringt die gelbe und exotische Frucht sowie die feine Holzwürze gut zur Geltung.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu gehaltvollen Fischgerichten, hellem Geflügel, Kalbfleisch, cremigem Risotto, gebratenem Gemüse, Pilzen und Weichkäse. Die natürliche Fruchtfülle harmoniert auch gut mit leicht würziger asiatischer Küche.
Weisser Burgunder Laumersheimer „vom Kalksteinfels“ VDP.Ortswein 2024 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Die Familie Kuhn ist seit dem 17. Jahrhundert in Laumersheim ansässig. Seit 1992 führt Philipp Kuhn das Weingut und hat es zu einem der bekannten Qualitätsbetriebe der Pfalz entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auf Riesling sowie weißen und roten Burgundersorten. Die Weine sollen die kalkgeprägten Herkünfte rund um Laumersheim möglichst präzise widerspiegeln. Der „vom Kalksteinfels“ ist als VDP.Ortswein eine Herkunftsabfüllung aus Laumersheim. Damit steht nicht die einzelne Parzelle im Vordergrund, sondern der typische Charakter der Gemeinde und ihrer kalkreichen Weinberge.
Lage & Terroir
Namensgebend ist der Kalksteinfels. Die Laumersheimer Weinberge liegen auf stark kalkgeprägten Böden; der Kalk bildet eine wichtige Grundlage für die Burgunderweine des Hauses. Der Untergrund sorgt für Spannung, Mineralität und einen charakteristischen salzigen Zug. Beim 2024er verbindet sich diese mineralische Grundlage mit der für Weißburgunder typischen cremigen, eher großzügigen Textur.
Jahrgang 2024
Der Wein wurde trocken ausgebaut und besitzt je nach dokumentierter Abfüllungsangabe rund 13–13,5 % vol. Alkohol. Eine Quelle weist 1,4 g/l Restzucker und 6,0 g/l Säure aus. Damit bleibt der Wein klar trocken, besitzt aber genügend Säure für Frische und Balance.
Vinifikation & Ausbau
Der Ausbau erfolgt mit einem feinen Holzeinsatz, unter anderem im gebrauchten Barrique. Hinzu kommt längeres Feinhefelager. Dadurch erhält der Weißburgunder mehr Schmelz und Struktur, ohne dass das Holz die Herkunft überlagern soll. Die Kombination aus Kalkstein, Feinhefe und gebrauchtem Holz erklärt die charakteristische Verbindung von mineralischer Spannung und opulenterer Burgundertextur.
Verkostung
In der Nase zeigen sich zunächst reife Birne und gelber Apfel, begleitet von Walnuss und einer feinen mineralischen Würze. Dazu kommen getrockneter Apfel und ein Hauch süßer Melone. Eine dezente rauchige Note erinnert an den kalkreichen Untergrund und den Holzausbau.
Am Gaumen
Dicht und großzügig, gleichzeitig frisch und präzise. Die reife Frucht wird von einer milden, aber lebendigen Säure getragen. Der Wein besitzt feinen Schmelz und eine geschmeidige Textur, bleibt durch seine Mineralität jedoch klar konturiert. Besonders prägnant ist der salzige, kalkige Zug im Finale. Die Frucht zieht sich zurück und macht zunehmend mineralischen und leicht nussigen Noten Platz.
Aromatik
reife Birne
gelber Apfel
getrockneter Apfel
süße Melone
Walnuss
weiße Blüten
feine Kräuternoten
dezente Rauchigkeit
Kalkstein
salzige Mineralität
Reifepotenzial
Der 2024er ist bereits zugänglich, besitzt aber durch Extrakt, Säure, Mineralität und Holzausbau ein gutes Entwicklungspotenzial. Eine Händlerangabe sieht ihn bis etwa 2036 in guter Trinkform. Mit weiterer Flaschenreife dürften sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Apfel, Nuss, Brioche und dezenter Würze entwickeln, während die kalkige Mineralität erhalten bleibt.
Servieren
Optimal bei 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas bringt die Kombination aus Frucht, Schmelz und Mineralität besonders gut zur Geltung. Eine längere Belüftung ist nicht zwingend erforderlich; etwas Luft im Glas unterstützt jedoch die nussigen und mineralischen Komponenten.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
gebratenem Zander
Steinbutt und Seezunge
Jakobsmuscheln
Geflügel mit cremigen Saucen
Kalbfleisch
Spargel
Pilzgerichten
Risotto
gebratenem Gemüse
mildem bis mittelkräftigem Käse
Pinot Noir „Tradition“ 2024 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt und ist seit 2008 Mitglied im VDP. Die Leitsorten des Hauses sind Riesling und Spätburgunder; daneben werden unter anderem Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder sowie weitere französisch geprägte Rebsorten kultiviert. Der Betrieb ist EU-biozertifiziert und arbeitet zudem nach den Nachhaltigkeitsrichtlinien von Fair’n Green.
Der „Pinot Noir Tradition“ gehört zur Gutsweinkollektion und verbindet Trauben aus verschiedenen Parzellen rund um Laumersheim und Großkarlbach. Ziel ist ein zugänglicher, charaktervoller Spätburgunder, der bereits auf dieser Herkunftsstufe Frucht, Würze und die kalkgeprägte Bodenstruktur der Region zeigt.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen in Laumersheim und Großkarlbach. Als prägende Böden werden Lösslehm mit feinem Kalksteinanteil im Oberboden und Kalkstein im Unterboden angegeben. Diese Kombination schafft günstige Voraussetzungen für einen Pinot Noir mit reifer Beerenfrucht, mittlerer Dichte und guter Balance.
Jahrgang 2024
Der 2024er wurde trocken ausgebaut und besitzt 13 % vol. Alkohol, 5,9 g/l Säure und 1 g/l Restzucker. Die moderate Säure sorgt für Frische und den für Spätburgunder typischen kleinen Säurekick, während der Alkohol genügend Körper für die dunklere Frucht mitbringt.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden von Hand gelesen und selektiert. Nach der Ernte erfolgt eine 10- bis 14-tägige Maischegärung mit regelmäßigem Unterstoßen des Maischekuchens. Anschließend reift der Pinot Noir etwa eineinhalb Jahre in gebrauchten Barriques. Der Wein ist vegan erzeugt und trägt einen Schraubverschluss. Der Ausbau im gebrauchten Holz dient vor allem der Abrundung von Tannin und Textur, ohne die Frucht mit deutlichen Röstaromen zu überlagern.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Wein in intensivem Rubinrot mit reifer Waldbeerenfrucht. Dazu kommen Süßkirsche und dunkle Pflaume sowie feinere Anklänge von Mandel, dunkler Schokolade, Kaffee und etwas Leder. Die Aromatik verbindet damit die saftige Frucht des jungen Pinot Noir mit ersten würzigen und leicht dunklen Sekundärnoten.
Am Gaumen
Mittlerer Körper, saftig und geschmeidig. Reife Waldbeeren und Kirsche prägen den Auftakt, begleitet von weichen, reifen Tanninen. Die Säure setzt am Ende einen präzisen Frischeimpuls und sorgt für guten Trinkfluss. Im Nachhall zeigen sich erneut Waldfrucht und Kirsche, ergänzt von feinen Röst- und Gewürznoten. Der Gesamteindruck bleibt ausgewogen, rund und gastronomisch sehr vielseitig. Aromatik
reife Waldbeeren
Süßkirsche
Pflaume
Mandel
dunkle Schokolade
feine Kaffeeröstung
dezente Lederanklänge
Gewürznoten
zarte Röstaromen
Auszeichnungen
Für den exakt genannten 2024er Pinot Noir „Tradition“ ist derzeit keine belastbare Bewertung eines großen Weinführers eindeutig dokumentiert. Eine aktuelle Fachhandelsverkostung beschreibt ihn als ausgewogenen, saftigen und samtigen Pinot Noir; dort wird auch die biologische und vegane Erzeugung bestätigt.
Reifepotenzial
Der Wein ist vor allem für den mittelfristigen Genuss konzipiert. Durch die feinen Tannine, die Säure und den Ausbau im gebrauchten Barrique besitzt er dennoch genügend Struktur für einige Jahre Flaschenreife. Eine aktuelle Trinkempfehlung reicht bis etwa 2031. Mit weiterer Reife können sich die Fruchtaromen stärker in Richtung getrocknete Kirsche und Pflaume entwickeln, während Schokolade, Leder und würzige Nuancen an Komplexität gewinnen.
Servieren
Ideal bei 16–18 °C. Ein größeres Burgunderglas bringt die Waldbeeren- und Gewürzaromen am besten zur Geltung. Eine längere Dekantierung ist nicht notwendig; etwas Luft im Glas reicht in der Regel aus.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Entenbrust
Gans
geschmortem Geflügel
Kalb
Steak
Wildgerichten
Pasta mit kräftigen Saucen
Pizza
Pilzgerichten
mittelkräftigem Käse
Auch die Kombination mit klassischer italienischer Küche funktioniert durch die Säure und den saftigen Fruchtkern hervorragend.
Chardonnay „Dirmsteiner Vom Kalkmergel“ VDP.Ortswein 2024 (Bio), PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim zählt zu den etablierten Erzeugern der Pfalz. Philipp Kuhn führt den Familienbetrieb seit 1992 und legt den Schwerpunkt klar auf trockene Rieslinge sowie weiße und rote Burgunder. Alle Weine werden von Hand gelesen und trocken ausgebaut; das Weingut arbeitet ökologisch. Der „Dirmsteiner Vom Kalkmergel“ ist als VDP.Ortswein der Herkunft Dirmstein zugeordnet. Die Ortsweine stehen innerhalb der VDP-Systematik für die charakteristische Herkunft des jeweiligen Ortes und bilden bei Philipp Kuhn eine wichtige Stufe zwischen den Gutsweinen und den großen Lagenweinen. Im offiziellen VDP-Katalog ist der Chardonnay „Dirmstein – Vom Kalkmergel“ als VDP.Ortswein geführt.
Lage & Terroir
Die Chardonnay-Reben stehen in Dirmstein auf kalkmergelgeprägten Böden. Kalkmergel verbindet kalkhaltige und tonige Bestandteile und bietet dem Chardonnay eine hervorragende Grundlage für strukturierte, mineralische Weine mit guter Säureführung. Der Bodencharakter steht bei diesem Wein deutlich im Vordergrund: Händlerbeschreibungen betonen eine mineralische Prägung und die Verbindung von kalkiger Frische mit einer cremigen Textur.
Jahrgang 2024
Der 2024er ist trocken ausgebaut und besitzt 13,5 % vol. Alkohol. Das offizielle E-Label des Weinguts weist den Wein eindeutig als ökologisch erzeugten Chardonnay aus Dirmstein und als trockenen Pfälzer Qualitätswein aus.
Vinifikation & Ausbau
Bei diesem Wein findet sich in den verfügbaren Quellen eine kleine Abweichung zum Ausbau: Eine aktuelle Händlerbeschreibung nennt einen Ausbau im temperaturkontrollierten Edelstahltank, während andere Händler den 2024er ausdrücklich als holzfassgereift beziehungsweise durch ältere Holzfässer geprägt beschreiben. Für die Charakterisierung des Weines ist daher vor allem die übereinstimmend beschriebene Stilistik relevant: präzise Frucht, kalkige Mineralität, Schmelz und eine klar strukturierte, trockene Anlage. Die Quellen bestätigen außerdem die selektive Lese.
Verkostung
In der Nase zeigt sich der 2024er mit klarer gelber und zitrischer Frucht. Orangenschale und Zitrusnoten verbinden sich mit reifen Äpfeln und gelber Frucht. Dazu kommen blumige und feinwürzige Nuancen sowie ein mineralischer, kalkiger Eindruck. Eine weitere Beschreibung hebt zusätzlich Brioche, feine Hefewürze und einen Hauch Walnuss hervor. Dadurch entsteht ein ausgesprochen burgundisch wirkendes Aromabild mit Frucht, Würze und mineralischer Tiefe.
Am Gaumen
Trocken, saftig und strukturiert. Die Zitrusfrische sorgt für Spannung, während die gelbe Frucht und der feine Schmelz dem Wein Substanz geben. Der kalkmergelige Untergrund zeigt sich in einer ausgeprägten mineralischen Spannung, die bis in den Nachhall reicht. Die Textur wirkt cremig und kraftvoll, bleibt aber dank der lebendigen Frische klar konturiert. Im Finale verbinden sich Zitrus, gelbe Frucht, feine Würze und kalkige Mineralität zu einem nachhaltigen, trockenen Eindruck.
Aromatik
Zitrone und Zitruszeste
Orangenschale
gelber Apfel
reife gelbe Früchte
Birne
feine florale Noten
weißer Pfeffer
Brioche und Hefewürze
dezente Walnuss
kalkige, steinige Mineralität
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2024 ist bei Tesdorpf eine Bewertung von 93/100 Punkten dokumentiert. Dabei wird der Wein als trockener Chardonnay aus der Pfalz mit klarer mineralischer und zitrischer Stilistik beschrieben. Eine klar zuordenbare aktuelle Falstaff-Punktzahl für genau den 2024er „Dirmsteiner Vom Kalkmergel“ ist in den verfügbaren Quellen nicht ausgewiesen. In der Falstaff-Jahrgangsliste 2024 für Chardonnay aus der Pfalz erscheinen dagegen zwei andere Chardonnay-Weine von Philipp Kuhn nicht, während der 2024er Chardonnay Réserve mit 95+ Punkten bewertet wurde; diese Bewertung gehört ausdrücklich zum Réserve und nicht zum Dirmsteiner Vom Kalkmergel.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits jung sehr gut zugänglich und auf Frische und Trinkfluss ausgelegt. Händlerangaben sehen ihn bis etwa 2028 in guter Form. Die kalkige Struktur und die Säure ermöglichen eine moderate Flaschenentwicklung. Dabei dürften sich Zitrus und frische gelbe Frucht allmählich stärker mit nussigen, hefigen und würzigen Nuancen verbinden.
Servieren
Optimal bei etwa 11–12 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Weißweinglas bringt sowohl die zitrische Frische als auch die mineralischen und cremigen Komponenten gut zur Geltung. Eine kurze Belüftung ist nicht notwendig, kann dem Wein aber zusätzliche Tiefe verleihen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Saibling und Forelle
gebratenem Fisch
Jakobsmuscheln
Garnelen und anderen Krustentieren
Geflügel mit hellen Saucen
Kalbfleisch
Spargel
Risotto
Pilzgerichten
mediterranem Gemüse
mildem Ziegen- oder Weichkäse
Mano Negra Cuvée 2022, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Der Name „Mano Negra“ – schwarze Hand – spielt auf die außergewöhnlich farbintensiven Trauben an, die bei der Verarbeitung die Hände der Kellermeister dunkel färben. Die Cuvée gehört zu den bekanntesten charaktervollen Rotweinen aus dem Hause Philipp Kuhn.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus den Quarzsand-, Kies- und Kalksteinlagen rund um Laumersheim. Die Böden liefern die Grundlage für die dunkle Frucht und die würzige, mineralische Struktur des Weins.
Jahrgang 2022
Der 2022er besitzt 14,0 % vol. Alkohol und wird trocken ausgebaut. Er gehört zur Gutswein-Linie des Hauses.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon. Die Trauben werden von Hand gelesen und sorgfältig verarbeitet. Der Ausbau erfolgt in gebrauchten und neuen kleineren Holzfässern beziehungsweise Barriques.
Verkostung
Dunkle Cassis- und Brombeerfrucht bildet das aromatische Fundament. Dazu kommen Pflaume, Dörrfrucht, Holz, Vanille, Tabak, Rauch, Leder und würzige Komponenten wie Pfeffer und Eukalyptus.
Am Gaumen
Kraftvoll und saftig, dabei weich und würzig. Kirsche, Cassis und Dörrpflaume werden von frischen Kräutern, Pfeffer und leichten Lebkuchennoten begleitet. Gut eingebundene Tannine sorgen für Struktur und einen langen Abgang.
Aromatik
Cassis, Brombeere, Kirsche, Pflaume, Dörrpflaume, Pfeffer, frische Kräuter, Tabak, Vanille, Rauch, Leder und feine Gewürznoten.
Auszeichnungen
Für den 2022er ist derzeit keine eindeutig zuordenbare Bewertung eines großen Weinführers belastbar dokumentiert. Die vorhandene Vivino-Bewertung liegt bei 3,9/5 bei 174 Nutzerbewertungen; diese ist als Community-Wert und nicht als professionelle Weinbewertung einzuordnen.
Reifepotenzial
Weinfurore empfiehlt den Wein bis etwa 2027. Aufgrund von Tannin, Alkohol und Holzausbau ist eine kurze bis mittlere Flaschenentwicklung sinnvoll; die Stärke liegt jedoch bereits in der saftigen, dunkelfruchtigen Art.
Servieren
16–17 °C im großen Rotweinglas. Eine kurze Belüftung von etwa 20–30 Minuten kann die dunkle Frucht und Würze weiter öffnen.
Speisenbegleitung
Braten, Steak, Wild, geschmortes Rind, Lamm, kräftige Pasta, Pilzgerichte und würzige Küche.
Mano Negra Cuvée 2023, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Der Name „Mano Negra“ – schwarze Hand – spielt auf die stark färbenden Trauben an, die bei der Verarbeitung die Hände des Winzers dunkel färben. Die Cuvée gehört zu den etablierten roten Weinen des Hauses Philipp Kuhn. Der 2023er wird als trockener VDP.Gutswein geführt.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus kalk- und lössgeprägten Weinbergen der Umgebung. Der Bodenhintergrund verbindet Frucht und Kraft mit mineralischer Struktur.
Rebsorten
Für den Jahrgang 2023 werden Cabernet Sauvignon und Blaufränkisch als die beiden zentralen Rebsorten genannt.
Jahrgang 2023
Der Wein ist trocken und wird mit etwa 13,5 % vol. Alkohol beim offiziellen E-Label geführt.
Vinifikation & Ausbau
Die beiden Partien werden separat vinifiziert und anschließend zur Cuvée vermählt. Danach folgt eine 17-monatige Reife in kleinen Eichenfässern beziehungsweise Barriques.
Verkostung
Intensive Aromen von Kirsche und Pflaume bestimmen das Bouquet. Dahinter liegen feine Röstaromen und dunkle Gewürznoten. Die intensive Farbe ist typisch für den Namen des Weines.
Am Gaumen
Kraftvoll und rund, mit geschmeidigen Tanninen. Die dunkle Frucht wirkt saftig und dicht, während die lange Holzreife zusätzliche Tiefe und Würze verleiht. Im Nachhall kommt eine feine Pfeffernote hinzu.
Aromatik
Kirsche, Pflaume, Cassis, dunkle Beeren, Dörrpflaume, feine Röstaromen und schwarzer Pfeffer.
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2023 ist derzeit keine belastbare große externe Punktbewertung eindeutig dokumentiert.
Reifepotenzial
Der Fachhandel sieht den Wein bei etwa acht Jahren Lagerpotenzial. Damit ist eine Entwicklung bis ungefähr 2031 realistisch, wobei die Frucht bereits jung gut zugänglich ist.
Servieren
16–18 °C, großes Rotweinglas. Eine kurze Belüftung ist empfehlenswert.
Speisenbegleitung
Kalb, Schwein, Wild, Geflügel, Pilze, geschmortes Rind und kräftige Pasta.
Riesling „Burgweg“ VDP.Erste Lage 2022, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt und gehört seit 2008 dem VDP an. Heute bewirtschaftet der Betrieb rund 60 Hektar Rebfläche; Riesling und Spätburgunder zählen zu den Leitsorten. Die Weinphilosophie ist stark von den kalkreichen Böden der Nordpfalz und einem konsequent trockenen Ausbau geprägt. Der „Burgweg“ stammt aus der VDP.Ersten Lage Großkarlbacher Burgweg. Die historische Lage wurde bereits 1495 als „uff den Burgweg“ erwähnt. Für Philipp Kuhn ist sie eine der prägenden Herkünfte für Riesling.
Lage & Terroir
Der Großkarlbacher Burgweg liegt südlich exponiert auf etwa 120 bis 200 Metern Höhe mit 5 bis 15 Prozent Hangneigung. Geologisch dominieren Lösslehm über Kalkgestein und kalkhaltiger Mergel. Die Böden können kleinräumig stark wechseln und reichen von kiesigen und lösshaltigen Partien bis zu tonigen und kalkreichen Schichten. Der Kalk prägt den Riesling mit Spannung und einem ausgeprägten mineralischen Zug. Gleichzeitig sorgt der Lösslehm für Substanz und eine gewisse Geschmeidigkeit. Die südliche Ausrichtung unterstützt eine gute Reife der Trauben.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde trocken ausgebaut und weist 12,5 % vol. Alkohol, 8,1 g/l Gesamtsäure und 3,7 g/l Restzucker auf. Das ergibt eine ausgesprochen frische, straffe Grundstruktur bei gleichzeitig reifer Frucht.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen und schonend verarbeitet. Der Ausbau des 2022er Burgweg erfolgt im Edelstahltank und in großen Holzfässern. Dadurch bleibt die Rieslingfrucht präzise, während der Wein zusätzliche Tiefe, Textur und eine feinere Würze erhält. Der Holzeinsatz wirkt dabei nicht vordergründig aromatisch, sondern unterstützt vor allem die Struktur und Länge des Weines.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2022er vielschichtig und reif. Ananas, Honigmelone, Aprikose und Pfirsich bilden den fruchtigen Kern. Darunter liegen rauchig-mineralische Töne, die dem Wein eine zusätzliche würzige und ernsthafte Dimension verleihen.
Am Gaumen
Dicht und extraktreich, zugleich klar von der feingliedrigen Säure getragen. Die Frucht wirkt saftig und konzentriert, ohne breit zu werden. Eine cremige Textur verbindet sich mit dem kalkig-mineralischen Charakter des Burgwegs. Im langen Nachhall kommen die rauchigen und steinigen Nuancen stärker zur Geltung. Der Wein besitzt Druck, Länge und eine sehr gute Balance zwischen Frucht, Säure und Mineralität.
Aromatik
Ananas
Honigmelone
Aprikose
Pfirsich
reife gelbe Frucht
Zitrusanklänge
rauchige Würze
kalkige Mineralität
feine steinige Noten
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 erreichte beim Best of Riesling 2023 93 Punkte und belegte den 3. Platz in der Kategorie „Lagen-Riesling trocken“. Die offizielle Verkostungsnotiz nennt feine Reduktion, kalkige und dunkle Würze, Johannisbeerholz, Zitruszesten und etwas Tee; am Gaumen wird der Wein als linear, kalkig-griffig und schlank beschrieben. Eine belastbare zusätzliche Bewertung für genau diese 2022er Abfüllung lässt sich in den aktuell verfügbaren Quellen nicht eindeutig verifizieren.
Reifepotenzial
Der Wein ist bereits zugänglich, besitzt aber aufgrund seiner hohen Säure und der kalkigen Struktur weiteres Entwicklungspotenzial. Als Trinkempfehlung werden derzeit etwa bis 2027 genannt. Bei weiterer Reife dürften sich die Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Aprikose und gelber Frucht entwickeln, während mineralische, kräuterige und leicht rauchige Nuancen an Komplexität gewinnen.
Servieren
Ideal bei 10–12 °C. Ein mittelgroßes bis größeres Rieslingglas unterstützt die Kombination aus Frucht, Würze und Mineralität. Einige Minuten Luft im Glas können die vielschichtige Aromatik zusätzlich öffnen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Saibling und Forelle
gebratenem Fisch
Meeresfrüchten
Spargel
Geflügel mit hellen Saucen
Kalbsgerichten
Pilzgerichten
Gemüse-Risotto
asiatisch gewürzter Küche
gereiftem Ziegenkäse
Saint Laurent Reserve 2018, Qw PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt. Aus dem Familienbetrieb entwickelte sich ein renommiertes Pfälzer Weingut mit besonderem Schwerpunkt auf trockenen Rieslingen und charaktervollen Rotweinen. Die Pfalz gehört zu den wärmsten deutschen Weinregionen und bietet damit sehr gute Voraussetzungen für spät reifende rote Sorten wie Saint Laurent. Saint Laurent ist eine österreichische Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent und besitzt in der Pfalz eine interessante Nischenstellung. Philipp Kuhn nutzt die Sorte für einen eigenständigen, kraftvollen Rotwein mit deutlicher Burgunder-Anmutung, aber ausgeprägter dunkler Frucht.
Jahrgang 2018
Der Jahrgang 2018 brachte in der Pfalz sehr reife und konzentrierte Trauben hervor. Der Saint Laurent Reserve wurde mit 13,5 % vol. Alkohol trocken ausgebaut. Die Kombination aus reifer Frucht, feiner Säure und gereiftem Tannin macht den inzwischen gereiften Wein besonders interessant.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben wurden schonend von Hand gelesen und sanft verarbeitet. Die Maischegärung erfolgte spontan. Anschließend reifte der Wein 22 Monate im Barrique, davon 70 % in neuen und 30 % in gebrauchten Fässern. Der Wein wurde ohne Schönung und Filtration abgefüllt. Der lange Ausbau verleiht dem Saint Laurent eine ausgeprägte Struktur und verbindet die dunkle Frucht mit Röstaromen, Würze und Schokoladennoten. Der hohe Anteil neuer französischer Barriques ist dabei deutlich auf die Stilistik des Weines abgestimmt.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der 2018er intensiv und reif. Im Mittelpunkt stehen vollreife Schattenmorellen und Pflaumen, begleitet von dunkler Schokolade und warmen Weihnachtsgewürzen. Mit zunehmender Luft kommen rauchige und leicht erdige Nuancen hinzu. Die Frucht wirkt konzentriert, ohne marmeladig zu werden. Gerade die Verbindung aus Kirsche, Pflaume, Schokolade und Gewürzen gibt dem Wein eine warme, winterliche Aromatik.
Am Gaumen
Dicht und kraftvoll, zugleich erstaunlich geschmeidig. Viel Extrakt sorgt für Körper und Tiefe, während die gereiften Tannine weich eingebunden sind. Die für Saint Laurent typische Säure bringt Frische und verhindert, dass der Wein trotz seiner Konzentration schwer wirkt. Im Mittelgaumen zeigt sich ein feiner Schmelz mit dunkler Frucht und Schokolade. Im langen Finale treten würzige und leicht rauchige Noten stärker hervor. Der Wein besitzt einen nachhaltigen, warmen und sehr harmonischen Nachhall.
Aromatik
Schattenmorelle
reife Sauerkirsche
Pflaume
Brombeere
dunkle Schokolade
Weihnachtsgewürze
Vanille und dezente Röstaromen
Rauch
feine erdige Würze
gereiftes Tannin
Auszeichnungen
Für den Saint Laurent Reserve ist eine besondere Auszeichnung des Hauses dokumentiert: Der 2012er Jahrgang belegte den 1. Platz beim Deutschen Rotweinpreis. Diese Auszeichnung bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2012 und nicht auf den hier beschriebenen 2018er. Für den 2018er selbst lässt sich keine ausreichend belastbare externe Punktbewertung aus den verfügbaren Quellen eindeutig belegen. Entsprechend wird keine fremde Bewertung auf diesen Jahrgang übertragen.
Reifepotenzial
Der 2018er ist inzwischen in einer sehr schönen Reifephase. Die lange Barriquereife, das Tannin und die Säure haben genügend Struktur für eine weitere Entwicklung. Als Trinkempfehlung wird der Wein bis etwa 2030 angegeben. Mit weiterer Reife dürften sich die primären Kirsch- und Pflaumenaromen weiter in Richtung getrockneter dunkler Früchte, Leder, Tabak, Unterholz und würziger Tertiäraromen entwickeln.
Servieren
Bei 16–18 °C servieren. Ein großes Rotweinglas gibt dem Wein ausreichend Raum. Eine Belüftung von etwa 30–60 Minuten ist empfehlenswert, besonders bei einer frisch geöffneten Flasche.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Rinderbraten
geschmorter Rinderbacke
Hirsch und Reh
Wildschwein
Entenbrust
kräftigen Pilzgerichten
Waldpilzragout
geschmortem Gemüse
Pasta mit Wildragout
gereiftem Hartkäse
Auch zu dunklen, kräftigen Saucen und winterlichen Schmorgerichten funktioniert der Wein hervorragend. Eine aktuelle Weinkarte führt ihn entsprechend zu Rinderbraten, Wildfleisch und Käse.
Viognier Réserve VDP.Ortswein 2023, QW PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den renommierten VDP-Betrieben der Pfalz und ist seit 2008 Mitglied im VDP. Philipp Kuhn führt das Weingut seit 1992 und verfolgt einen ausdrücklich frankophilen, trockenen und durchgegoren ausgebauten Weinstil. Neben Riesling und Spätburgunder gehören Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder, Sauvignon Blanc und Viognier zum Rebsortenspektrum. Viognier ist bei Kuhn eine besondere Spezialität: Das Weingut zählt zu den frühen deutschen Erzeugern, die diese aus dem Rhône-Tal stammende Sorte kultivierten. Heute bewirtschaftet der Betrieb rund 60 Hektar und ist EU-biozertifiziert.
Herkunft & VDP-Einstufung
Der Wein wird als Laumersheim Viognier Réserve VDP.Ortswein geführt. Die Ortswein-Klassifikation steht für Weine aus den besten Weinbergen eines Ortes und liegt innerhalb der VDP-Herkunftspyramide über dem Gutswein. Die Bezeichnung Réserve verweist auf den anspruchsvolleren Ausbau und die größere Konzentration des Weins. Gerade bei Viognier ist dies sinnvoll, da die Rebsorte durch ihre natürliche aromatische Intensität und die ölige Textur von einem sorgfältigen Ausbau besonders profitieren kann.
Jahrgang 2023
Der Jahrgang besitzt 13,5 % vol. Alkohol, 6,9 g/l Säure und 3,5 g/l Restzucker. Damit präsentiert sich der Wein trocken, aber keineswegs streng. Die Säure sorgt für Frische und bildet das notwendige Gegengewicht zur üppigen Frucht und der charakteristischen cremig-öligen Textur des Viogniers.
Vinifikation & Ausbau
Die 2023er Réserve wurde spontan vergoren und anschließend rund 12 Monate in gebrauchten Barriques ausgebaut. Der moderate Holzeinsatz dient dabei weniger der deutlichen Holzprägung als der Entwicklung von Schmelz, Würze und Komplexität. Gerade diese Kombination aus aromatischer Rebsorte, Spontangärung und gebrauchtem Holz ergibt einen Wein mit deutlich mehr Tiefe als ein rein fruchtbetonter Viognier.
Verkostung
In der Nase zeigt sich eine intensive, reife Aromatik. Aprikosenkonfitüre bildet den Kern, begleitet von Feuerstein und dezenten Holznoten. Dazu kommen gelbe Früchte, Pfirsich, Quitte und Zitrusfrucht. Mit etwas Luft treten würzige und leicht mineralische Nuancen stärker hervor. Die Aromatik ist typisch für Viognier, wirkt aber durch die Mineralität und den zurückhaltenden Holzeinsatz ausgesprochen präzise.
Am Gaumen
Kraftvoll, cremig und zugleich von lebendiger Säure getragen. Charakteristisch ist die leicht ölige Textur, die Viognier seinen unverwechselbaren Mundauftritt verleiht. Reife Aprikose und gelbe Frucht verbinden sich mit feiner Würze und mineralischen Noten. Der Wein besitzt eine dichte Stoffigkeit, bleibt aber durch die Säure gut ausbalanciert. Das Finale ist lang und harmonisch, mit wiederkehrenden Aprikosen- und Steinnoten. Falstaff beschreibt die Verbindung aus Öligkeit, Frucht, lebendiger Säure und dichter Stoffigkeit ausdrücklich als besonders gelungen.
Aromatik
reife Aprikose
Aprikosenkonfitüre
Pfirsich
Quitte
gelbe Früchte
Orangenzeste
Zitrusfrucht
Netzmelone
Ananas
Bergamotte
Feuerstein
feine Holzwürze
mineralische Noten
dezente Vanille
Auszeichnung
Der Jahrgang 2023 erhielt von Falstaff 94+ Punkte. Die Verkostung von Ulrich Sautter vom Dezember 2025 hebt Feuerstein, Aprikosenkonfitüre und dezent eingesetztes Holz hervor. Besonders gelobt werden die für Viognier typische Öligkeit, die lebendige Säure und die dichte, lang anhaltende Struktur. Damit gehört die 2023er Réserve zu den ausgesprochen starken deutschen Interpretationen dieser seltenen Rebsorte.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt für einen Viognier ein bemerkenswert gutes Reifepotenzial. Die Kombination aus Säure, Konzentration, Mineralität und zwölfmonatigem Barriqueausbau gibt ihm genügend Struktur für einige weitere Jahre. Als Trinkfenster werden etwa bis 2034 angegeben. Mit weiterer Reife dürften sich die frischen Steinobstaromen zunehmend mit Honig, kandierter Zitrusfrucht, Nussigkeit und würzigen, mineralischen Tönen verbinden.
Servieren
Optimal bei 10–12 °C. Ein größeres Weißweinglas beziehungsweise Burgunderglas ist ideal, da es die ölige Textur und die komplexe Aromatik unterstützt. Etwa 15–20 Minuten Luft im Glas können dem Wein zugutekommen.
Speisenbegleitung
Besonders passend zu:
Jakobsmuscheln
Hummer und Langoustinen
gebratenen Krustentieren
Steinbutt und Seezunge
Geflügel mit cremigen Saucen
Kalbsgerichten
Terrinen
orientalisch gewürztem Geflügel
Thai- und vietnamesischer Küche
Gerichten mit leichtem Süße-Säure-Spiel
gereiftem Hartkäse
Gerade die Kombination aus Frucht, Cremigkeit und Säure macht den Wein auch zu aromatisch gewürzten Gerichten interessant. Fachhändler empfehlen ihn ausdrücklich zu Fisch, hellem Fleisch, Terrinen, Krustentieren mit cremigen Saucen, asiatischer Küche und gereiftem Käse
Blanc de Noir Brut Nature 2018, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim ist seit dem 17. Jahrhundert mit dem Ort verbunden. Philipp Kuhn übernahm den elterlichen Betrieb Anfang der 1990er-Jahre und entwickelte ihn zu einem national wie international beachteten VDP-Weingut. Die Rebflächen liegen vor allem in den kalkgeprägten Lagen rund um Laumersheim und Großkarlbach. Burgundersorten spielen neben Riesling eine zentrale Rolle. Der Blanc de Noir Brut Nature 2018 wird ausschließlich aus Pinot Noir erzeugt. Die Trauben stammen aus den besten Lagen des Weinguts, insbesondere aus Kirschgarten und Steinbuckel.
Lage & Terroir
Kirschgarten und Steinbuckel gehören zu den renommierten Laumersheimer Herkünften. Kalkgeprägte Böden sind für die Weinberge rund um Laumersheim charakteristisch und schaffen bei Pinot Noir eine gute Grundlage für Frische, feine Mineralität und Struktur. Für einen Blanc de Noir ist dieser kalkbetonte Herkunftshintergrund besonders interessant: Die rote Traube wird weiß gekeltert, sodass Frucht und Struktur des Pinot Noir erhalten bleiben, während die Farbe nahezu vollständig aus dem Most ferngehalten wird.
Jahrgang 2018
Der Jahrgang zeigt sich mit 12,5 % vol. Alkohol, 7 g/l Säure und lediglich 1 g/l Restzucker ausgesprochen trocken. Die kräftige Säure bildet das Rückgrat des Sektes und sorgt trotz der langen Reife für Frische und Spannung.
Vinifikation & Ausbau
Die Pinot-Noir-Trauben werden schonend und rasch als ganze Trauben gepresst. Der Grundwein des Jahrgangs 2018 reifte anschließend über 30 Monate auf der Hefe, davon rund 60 % in kleinen Holzfässern und 40 % im Edelstahl. Danach folgte die traditionelle Flaschengärung mit Champagnerhefen. Der Sekt wurde als Brut Nature beziehungsweise Zero Dosage abgefüllt. Die lange Hefelagerung verleiht dem Sekt zusätzliche Komplexität, während der Holzanteil für Textur und Cremigkeit sorgt. Durch den Verzicht auf Dosage bleibt der Wein vollständig trocken und ausgesprochen puristisch.
Verkostung
Im Glas zeigt sich ein helles Kupfergelb mit sehr feiner und anhaltender Perlage. In der Nase verbinden sich weiße und rote Johannisbeeren mit reifem Kernobst. Dazu kommen kreidige und leicht hefige Nuancen, die unmittelbar an einen klassischen, hochwertig gereiften Schaumwein erinnern. Mit etwas Luft treten geröstete Nüsse, Brioche und dezente erdige Nuancen stärker hervor. Ein Hauch Holz ergänzt die Aromatik, ohne die Pinot-Noir-Frucht zu überdecken.
Am Gaumen
Sehr straff und zugleich cremig. Die feine Perlage verbindet sich mit einer lebendigen, präzise eingebundenen Säure. Rote und helle Frucht treffen auf geröstete Haselnuss, Brioche und eine dezente erdige Würze. Trotz vollständiger Durchgärung wirkt der Sekt nicht karg. Der vorhandene Extrakt gibt ihm eine geschmeidige, fast süßlich wirkende Textur, ohne tatsächlich süß zu sein. Das Finale ist zupackend, lang und mineralisch.
Aromatik
rote und weiße Johannisbeere
reifes Kernobst
Brioche
geröstete Haselnuss
feine Hefewürze
nasser Waldboden
dezente Erdigkeit
ein Hauch Holz
kreidige Mineralität
Auszeichnungen
Für den exakt genannten Jahrgang 2018 ist in den aktuell verfügbaren Quellen keine belastbare externe Punktbewertung eindeutig dokumentiert. Fachhandel und Weinlisten führen den Sekt jedoch ausdrücklich als hochwertigen Jahrgangssekt und heben die lange Hefelagerung von mehr als 30 Monaten hervor. Die bei einzelnen Plattformen angezeigten allgemeinen Auszeichnungen des Weinguts beziehen sich auf die Gesamtleistung des Hauses beziehungsweise andere Weine und sollten nicht als Bewertung dieses konkreten Sektes verwendet werden.
Reifepotenzial
Der 2018er befindet sich bereits in einer sehr attraktiven Reifephase. Die hohe Säure, die lange Hefelagerung und die niedrige Dosage geben ihm genügend Substanz für weitere Entwicklung. Mit zusätzlicher Flaschenreife dürften sich Brioche, Haselnuss, reifes Kernobst und erdig-mineralische Nuancen weiter vertiefen. Für einen Brut Nature besitzt er dadurch eine bemerkenswerte gastronomische Vielseitigkeit.
Servieren
Ideal bei 8–10 °C. Ein hochwertiges Sekt- oder Weißweinglas mit ausreichend großer Kelchform ist einem sehr schmalen Sektglas vorzuziehen, da es die Pinot-Noir-Frucht und die Hefearomatik besser zur Geltung bringt.
Speisenbegleitung
Ausgezeichnet zu:
Räucherforelle und Räucherlachs
Austern und frischen Meeresfrüchten
Jakobsmuscheln
Forelle und Saibling
feinen Fischvorspeisen
knackigen Blattsalaten
Spargel und jungem Frühlingsgemüse
Sushi
milden Geflügelgerichten
feinen Terrinen und Pasteten
Auch als anspruchsvoller Aperitif funktioniert der Sekt hervorragend.
Riesling „Im großen Garten“ Grosses Gewächs 2018, QW PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt und gehört zu den etablierten Spitzenbetrieben der Pfalz. Der Betrieb ist Mitglied im VDP und heute EU-bio-zertifiziert sowie Fair’n-Green-zertifiziert. Die Große Gewächse des Hauses stammen aus besonders ausgewiesenen Spitzenlagen und bilden die Herkunftsspitze der Kollektion. Der „Im großen Garten“ ist ein Riesling aus Großkarlbach und bereits für den Jahrgang 2018 im offiziellen VDP-Katalog als VDP.GROSSE LAGE und Riesling GG dokumentiert.
Lage & Terroir
Die VDP.GROSSE LAGE „Im großen Garten“ liegt als Filetstück innerhalb der VDP.ERSTEN LAGE Großkarlbacher Burgweg. Es handelt sich um einen windgeschützten, steilen Südhang auf 125 bis 135 Metern Höhe mit 20 bis 65 Prozent Neigung. Der Untergrund ist stark kalkgeprägt: Anstehender Kalkfels wird von einer dünnen Lehmauflage bedeckt, dazwischen finden sich Kies, Sand und Löss aus dem historischen Urstromtal des Eckbachs. Beim 2018er werden außerdem ein sehr hoher Kalksteinanteil und vereinzelt kieshaltige, eisenoxidreiche Partien genannt. Die Reben waren damals fast 40 Jahre alt.
Jahrgang 2018
Der Wein wurde trocken mit 13 % vol. Alkohol, 8 g/l Säure und 3,5 g/l Restzucker ausgebaut. Die Kombination aus kräftiger Säure und niedrigem Restzucker verleiht ihm eine klare trockene Ausrichtung und ein stabiles Rückgrat.
Vinifikation & Ausbau
Die Erträge lagen bei etwa 40 hl/ha. Nach selektiver Handlese und schonender Verarbeitung wurde der Riesling langsam über mehrere Wochen mit natürlichen Hefen vergoren. Anschließend blieb er bis kurz vor der Abfüllung auf der Hefe. Auf Schönungsmaßnahmen wurde verzichtet; vor der Füllung erfolgte lediglich eine leichte Filtration. Der Wein wurde unter Naturkork abgefüllt. Damit steht die Herkunft klar im Vordergrund: Hefelager und natürliche Gärung schaffen zusätzliche Textur, während der Verzicht auf intensive Behandlung die mineralische und phenolische Struktur erhält.
Verkostung
Das Bouquet zeigt eine Verbindung aus zitrischer Frische und reifer gelber Frucht. Dazu kommen feine Hefearomen und eine deutlich kalkige Würze. Mit zunehmender Belüftung treten die Frucht und die steinigen Komponenten immer stärker miteinander in Verbindung. Falstaff beschreibt insbesondere Zitrusfrucht, gelbe Frucht, Hefe und Kalkwürze. Die Frucht wirkt nicht vordergründig exotisch, sondern eher präzise und substanzreich. Weinbergspfirsich, Aprikose, süße Melone und Mango werden in einer weiteren Verkostungsnotiz genannt.
Am Gaumen
Kraftvoll und druckvoll, dabei fest strukturiert. Eine markante phenolische Komponente gibt dem Wein Griff und Spannung. Die Säure ist klar und trägt die reife Frucht weit über den Gaumen. Besonders prägend ist die intensive, fast kreidige Mineralität des Kalkstandorts. Der Abgang ist lang und konzentriert, mit viel mineralischem Druck und einer für ein Großes Gewächs bemerkenswerten inneren Spannung. Falstaff attestierte dem Wein bereits bei der Verkostung 2019 ein „exzellentes Potenzial“.
Aromatik
Zitrone und Grapefruit
Weinbergspfirsich
Aprikose
gelbe Frucht
süße Melone
Mango
feine Hefenoten
Kalkwürze
mineralische, kreidige Anklänge
Auszeichnungen
Der 2018er „Im großen Garten“ wurde von Falstaff mit 95 Punkten bewertet. Die Verkostung vom 15. Oktober 2019 beschreibt ihn als zitrisch und gelbfruchtig mit Hefe- und Kalkwürze, kraftvoll, phenolisch fest gefügt und sehr intensiv mineralisch. Lobenberg führt den Wein mit 96–97 Punkten.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt ein ausgeprägtes Reifepotenzial. Bereits bei der frühen Falstaff-Verkostung wurde dieses ausdrücklich als exzellent eingeschätzt. Eine Händlerempfehlung nannte zunächst eine Trinkreife bis 2029; angesichts der hohen Säure, des Kalkfundaments und der vorhandenen phenolischen Struktur ist der 2018er auch heute noch ein Wein mit Entwicklungspotenzial. Mit fortschreitender Reife können sich die Primärfrucht und die zitrischen Noten stärker in Richtung reife Aprikose, getrocknete Zitrusschale, Kräuter, Nussigkeit und komplexe mineralische beziehungsweise leicht petrolige Rieslingaromen entwickeln.
Servieren
Optimal bei etwa 10–12 °C. Ein großes Rieslingglas unterstützt die komplexe Aromatik. Eine Belüftung von 20–30 Minuten kann sinnvoll sein, insbesondere bei einer frisch geöffneten Flasche.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Steinbutt und Kabeljau
Zander und Saibling
gebratenem Fisch mit cremiger Sauce
Jakobsmuscheln
Hummer und Krustentieren
Kalbfleisch
Geflügel mit hellen Saucen
asiatischer Küche
aromatischen Gemüsegerichten
Luitmar Cuvée 2020, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Der „Luitmar“ ist die große Rotweincuvée des Weinguts Philipp Kuhn. Der Name geht auf den Gründer beziehungsweise Namensgeber der historischen Stadt Laumersheim zurück. Die Cuvée gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten roten Prestigeweinen des Hauses und wird als VDP.Ortswein geführt.
Lage & Terroir
Die Trauben stammen aus hochwertigen Weinbergen rund um Laumersheim und Großkarlbach. Im Mittelpunkt stehen reife, konzentrierte Trauben, die durch lange Holzreife zu einer Bordeaux-inspirierten Cuvée verbunden werden.
Jahrgang 2020
Der 2020er besitzt 14 % vol. Alkohol, 6,5 g/l Säure und 0,5 g/l Restzucker. Er ist trocken und besitzt eine ausgeprägte, aber ausgewogene Struktur.
Vinifikation & Ausbau
Die Cuvée besteht aus 60 % Merlot, 30 % Cabernet Sauvignon und 10 % Cabernet Franc. Der Ausbau erfolgt im Barrique; der Wein wird mit Naturkork verschlossen und vegan produziert.
Verkostung
Die Nase wird von dunklen Beeren und intensiver Frucht geprägt. Dazu kommen feine Holzwürze, Cassis, Brombeere und reife dunkle Kirsche. Die Bordeaux-Rebsorten verleihen der Cuvée zusätzliche Würze und Struktur.
Am Gaumen
Kraftvoll, dicht und gleichzeitig finessenreich. Die Gerbstoffe zeigen Struktur, bleiben aber durch die lange Reife fein eingebunden. Die Säure hält den Wein frisch und gibt der dunklen Frucht Spannung. Seidige Tannine und ein langer Nachhall bestimmen den Gesamteindruck.
Aromatik
Cassis, schwarze Johannisbeere, Brombeere, Schwarzkirsche, dunkle Beeren, Holzwürze, feine Kräuter und dezente Röstaromen.
Auszeichnungen
Der 2020er wurde bei Meyerhof mit 94 Punkten von Ulrich Sautter/Falstaff geführt. Die bekannte Falstaff-Bewertung von 94 Punkten für den Luitmar aus der Rotweincuvée Trophy 2022 bezieht sich auf den Jahrgang 2018 und wird daher nicht als zusätzliche Bewertung des 2020ers verwendet.
Reifepotenzial
Für den 2020er wird ein Lagerpotenzial bis etwa 2032 angegeben. Die Verbindung aus Merlot-Frucht, Cabernet-Struktur, Säure und Barriquereife bietet darüber hinaus eine sehr gute Grundlage für weitere Flaschenentwicklung.
Servieren
16–18 °C. Idealerweise 30–60 Minuten vor dem Genuss öffnen oder vorsichtig dekantieren.
Speisenbegleitung
Rinderfilet, Entrecôte, geschmortes Rind, Wild, Lamm, Wildgeflügel, kräftige Pilzgerichte, Trüffelgerichte und gereifter Hartkäse.
Pinot Blanc „Kirschgarten“ VDP.Grosses Gewächs 2021, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Der Kirschgarten zählt zu den bedeutendsten Spitzenlagen des Weinguts Philipp Kuhn. Als VDP.Grosse Lage bildet er die höchste Herkunftsstufe und steht für die selektierte Interpretation einer einzelnen Spitzenlage. Der 2021er Pinot Blanc wird zu 100 % aus Weißburgunder erzeugt.
Lage & Terroir
Der Laumersheimer Kirschgarten besitzt massiven, urzeitlichen Kalksteinfels. Die besondere Kalkprägung ist ein wesentlicher Grund für die intensive Mineralität des Weines. Der Standort verbindet dabei Substanz und Wärme mit einer klaren, kühlen Mineralstruktur.
Jahrgang 2021
13 % vol. Alkohol, 6,9 g/l Säure und 2 g/l Restzucker. Der Wein ist trocken.
Vinifikation & Ausbau
Selektive Handlese, kurze Maischestandzeit und schonende Pressung. Anschließend erfolgt eine mehrwöchige Spontangärung. Der Ausbau findet auf der Feinhefe in neuen und gebrauchten Burgunder-Barriques beziehungsweise Pièces statt, begleitet von regelmäßiger Bâtonnage.
Verkostung
Das Bouquet ist konzentriert und vielschichtig. Weißer Weinbergspfirsich, reife Williams-Birne, gelber Apfel und Honigmelone verbinden sich mit Walnuss und feiner Holzwürze. Dazu tritt eine ausgeprägte mineralische Note.
Am Gaumen
Dicht und intensiv, mit cremiger Fülle und viel Schmelz. Die frische Säure hält die Substanz präzise zusammen. Feine Nussigkeit und Holz begleiten die reife Kernobstfrucht, während die kühle Kalkmineralität dem Wein Spannung und einen außergewöhnlich langen Nachhall verleiht.
Aromatik
Weißer Pfirsich, Williams-Birne, gelber Apfel, reife Honigmelone, Walnuss, Brioche, feine Holzwürze und intensive Kalkmineralität.
Auszeichnungen
Für den 2021er sind in den verfügbaren Quellen mehrere starke Bewertungen dokumentiert. Eine belastbare aktuelle Punktewertung liegt bei 17,5/20 Punkten bei Weinfurore; die Produktbeschreibung verweist außerdem auf die hohe qualitative Einordnung als VDP.Grosses Gewächs.
Die häufig im Handel auftauchenden 93 Punkte der Falstaff Weissburgunder Trophy beziehen sich auf einen dort genannten Wettbewerbseintrag und sollten wegen der uneindeutigen Jahrgangszuordnung nicht als sichere 2021er Einzelbewertung verwendet werden.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt sehr gutes Reifepotenzial. Säure, Kalkmineralität, Extrakt und die Barrique-/Hefereife ergeben ein stabiles Gerüst. Als Trinkfenster werden etwa 2023 bis 2030 angegeben.
Servieren
11–13 °C. Ein großes Burgunderglas ist ideal. Eine kurze Belüftung bringt die nussigen und mineralischen Komponenten stärker zur Geltung.
Speisenbegleitung
Steinbutt, Zander, Hummer, Jakobsmuscheln, gebratener Fisch, Kalbsrücken, Geflügel, Pilze, Risotto und gehaltvolle vegetarische Gerichte.
Frühburgunder trocken „Großkarlbacher Réserve“ 2020, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Frühburgunder besitzt im Portfolio von Philipp Kuhn einen besonderen Stellenwert. Die Rebsorte gilt im An- und Ausbau als anspruchsvoll und wird beim Weingut bewusst aus einer besonders hochwertigen Herkunft verarbeitet. Die Trauben stammen aus dem Großkarlbacher Burgweg, einer vom VDP als Erste Lage klassifizierten Herkunft. Die Réserve gehört zu den eigenständigeren Rotweinen des Hauses. Niedrige Erträge und lange Reifezeiten werden eingesetzt, um aus dem früh reifenden Pinot Noir einen möglichst konzentrierten und strukturierten Wein zu gewinnen.
Lage & Terroir
Der Großkarlbacher Burgweg liegt südlich ausgerichtet auf etwa 120–200 Metern Höhe. Der Boden besteht aus Lösslehm über Kalkfels und Kalkmergel. Der hohe Kalkanteil liefert die strukturelle Grundlage für die Frische und den festen mineralischen Zug des Frühburgunders. Die Erträge werden bei rund 30 hl/ha gehalten. Zusammen mit der sorgfältigen Handlese ergibt sich entsprechend konzentriertes und extraktreiches Lesegut.
Jahrgang 2020
Der 2020er besitzt 13,5 % vol. Alkohol, 6,6 g/l Säure und 1,2 g/l Restzucker. Damit zeigt sich der Wein trocken, substanzreich und dennoch mit ausreichendem Säuregerüst.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden von Hand gelesen und traditionell über 14–21 Tage auf der Maische vergoren. Anschließend reift der Wein knapp 22 Monate in neuen und gebrauchten Barriques aus französischen Tonnellerien. Der lange Ausbau verleiht dem Frühburgunder seine ausgeprägte Würze und Tanninstruktur. Gleichzeitig sorgt der kalkreiche Untergrund dafür, dass der Wein nicht ausschließlich über Holzwürze und Reife definiert wird.
Verkostung
Im Duft präsentiert sich der Wein intensiv und reif. Holunder, Sauerkirsche und Dörrpflaume bilden den fruchtigen Kern. Dazu kommen Kräuter, Lebkuchengewürz und dezente Rumtopfaromen sowie feine Röstnoten und nussige Nuancen.
Am Gaumen
Kraftvoll und weich ansetzend, mit samtigem Tannin und viel reifer Frucht. Die Säure ist gut eingebunden und sorgt für Balance. Der Körper wirkt dicht und substanzreich, während die mineralische Komponente für zusätzliche Spannung sorgt. Der Nachhall ist elegant, sinnlich und würzig.
Aromatik
Holunder
Sauerkirsche
Dörrpflaume
reife Waldbeeren
Brombeere
schwarze Johannisbeere
Kräuter
Lebkuchengewürz
dezente Rumtopfaromen
Röstaromen
nussige Töne
feine Mineralität
Auszeichnungen
Für exakt den Jahrgang 2020 ist in den aktuell verfügbaren Quellen keine belastbare externe Punktbewertung dokumentiert. Die bei Vinoterra genannte Falstaff-Bewertung von 92 Punkten bezieht sich ausdrücklich auf den Jahrgang 2017 und darf daher nicht dem 2020er zugerechnet werden. Die Réserve besitzt allerdings eine dokumentierte Wettbewerbsgeschichte: Frühere Jahrgänge gewannen den Deutschen Rotweinpreis, darunter 2003, 2005 und 2010. Diese Auszeichnungen beziehen sich nicht auf den Jahrgang 2020.
Reifepotenzial
Der 2020er besitzt aufgrund seiner Säure, seines Tannins, des Extrakts und des langen Barriqueausbaus ein gutes Reifepotenzial. Als optimale Flaschenreife werden für die Réserve generell 7–10 Jahre angegeben. Der Jahrgang 2020 befindet sich damit bereits in einer spannenden Entwicklungsphase und kann sich noch weiter in Richtung Unterholz, Tabak, getrocknete Früchte und würzige Tertiäraromen entwickeln.
Servieren
Bei etwa 16–18 °C. Ein großes Burgunderglas ist empfehlenswert. Eine Belüftung von etwa 30–60 Minuten kann die Frucht-, Gewürz- und Barriquearomatik harmonischer zusammenführen.
Speisenbegleitung
Besonders gut zu:
Rehrücken
Hirsch und Wildschwein
Entenbrust
Gans
geschmortem Rind
kräftigem Grillfleisch
Wildragout
Waldpilzen
herbstlichen Gemüsegerichten
Pasta mit kräftiger Sauce
gereiftem Hartkäse
Chardonnay „Reserve vom Kapellenberg“ 2022, QW, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim gehört zu den etablierten Spitzenbetrieben der Pfalz. Philipp Kuhn übernahm den Familienbetrieb Anfang der 1990er-Jahre und entwickelte ihn konsequent zu einem auf trockene, terroirgeprägte Weine spezialisierten VDP-Weingut. Neben Riesling bilden insbesondere die Burgundersorten einen wichtigen Schwerpunkt. Der Chardonnay „Reserve vom Kapellenberg“ stammt aus der Laumersheimer Spitzenlage Kapellenberg und gehört zur anspruchsvollen Réserve-Linie des Hauses. Die Rebstöcke wurden bereits 1993 gepflanzt und besitzen damit beim Jahrgang 2022 ein Alter von knapp 30 Jahren.
Lage & Terroir
Der Laumersheimer Kapellenberg ist stark vom Kalk geprägt. Für den 2022er wird insbesondere Kalkmergel als prägender Untergrund beschrieben. Dieser Boden liefert die mineralische Spannung und den festen Zug, der den Wein trotz seiner Dichte schlank und präzise hält. Die alten Reben bringen zusätzlich Konzentration und Extrakt. Das Zusammenspiel aus kalkigem Terroir und entsprechend tief wurzelnden Rebstöcken bildet die Grundlage für einen Chardonnay mit Druck, Struktur und ausgeprägter mineralischer Länge.
Jahrgang 2022
Der Wein besitzt 13,5 % vol. Alkohol und lediglich 0,4 g/l Restzucker. Damit ist er nahezu vollständig trocken durchgegoren. Die Kombination aus Reife, Extrakt und straffer Säure verleiht ihm trotz seiner Kraft eine sehr präzise Balance.
Vinifikation & Ausbau
Die Trauben werden spontan vergoren und anschließend im Barrique ausgebaut. Der Holzeinsatz liegt bei rund 12 Monaten, wobei etwa ein Drittel der Fässer neues Holz enthält. Während der Gärung beziehungsweise des Hefelagers wird teilweise Bâtonnage eingesetzt. Danach verbleibt der Wein auf der Vollhefe im Fass bis zur Abfüllung.
Diese Kombination bringt eine dichte, cremige Textur hervor und verbindet Holz, Hefe, Frucht und Mineralität sehr eng miteinander. Der Holzeindruck bleibt dabei strukturell eingebunden und bildet keinen eigenständigen Aromenschwerpunkt.
Verkostung
In der Nase eröffnet der Chardonnay mit feinen Röst- und Rauchnoten. Dazu kommen Mango, Apfelschale, Salzzitrone, Orangenblüte sowie Gewürzanklänge von Zimt und Kardamom. Weitere Verkostungsnotizen nennen nassen Stein, gelbes Steinobst, reife Zitrone, saftigen Apfel und Walnuss. Die Aromatik ist dadurch vielschichtig und ernsthaft: reife Frucht steht neben rauchigen, nussigen und mineralischen Eindrücken.
Am Gaumen
Konzentriert, dicht und ausgesprochen trocken. Der Auftakt besitzt viel Druck und Substanz, wird aber von einer frischen, eng anliegenden Säure klar geführt. Cremiger Schmelz verbindet sich mit einer feinen phenolischen Struktur und deutlicher Kalkmineralität. Besonders charakteristisch ist die Spannung zwischen Volumen und Frische. Gelbe Frucht, Rauch und Würze werden von einer festen mineralischen Achse getragen. Im langen Finale treten salzige und kreidige Noten hervor; der Wein bleibt dabei ausgesprochen saftig und animierend.
Aromatik
Mango und gelbe Früchte
reife Zitrone
Apfelschale
saftiger gelber Apfel
Salzzitrone
Orangenblüte
Walnuss
feine Röst- und Rauchnoten
Zimt und Kardamom
nasser Stein
kalkige, salzige Mineralität
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2022 erhielt von Falstaff 96 Punkte. Ulrich Sautter beschreibt ihn als konzentriert, dicht und mineralisch, mit cremigem Schmelz, eng anliegender Säure, gutem Extrakt und deutlichem Entwicklungspotenzial. Auch Lobenberg bewertet den Wein mit 95+ Punkten.
Reifepotenzial
Der 2022er besitzt ein ausgezeichnetes Reifegerüst. Die Kombination aus alten Reben, Säure, Mineralität, Extrakt und langem Hefelager erlaubt eine lange Entwicklung. Lobenberg nennt ein Trinkfenster von 2024 bis 2038. Mit weiterer Reife dürften sich die gelben Fruchtaromen stärker in Richtung reifer Zitrusfrucht, Nuss, Brioche, Rauch und mineralisch-würziger Töne entwickeln.
Servieren
Ideal bei 11–13 °C. Ein großes Burgunder- oder Chardonnayglas bringt die komplexe Frucht-, Holz- und Mineralstruktur am besten zur Geltung. Eine Belüftung von etwa 30 Minuten kann den Wein zusätzlich öffnen.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Steinbutt und Seezunge
gebratenem Zander
Jakobsmuscheln
Hummer und Krustentieren
Geflügel mit cremigen Saucen
Kalbsrücken
Trüffelgerichten
Steinpilzen und Morcheln
cremigem Risotto
gebratenem Spargel
gereiftem Comté oder anderem kräftigem Hartkäse
Riesling „Im großen Garten“ VDP.Grosses Gewächs 2022, QW, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt und ist seit 2008 Mitglied im VDP. Heute bewirtschaftet das Weingut rund 60 Hektar Rebfläche. Riesling und Spätburgunder bilden die Leitsorten, ergänzt durch Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder sowie weitere internationale und traditionelle Sorten. Die Weine werden konsequent trocken und mit deutlich frankophiler Stilistik ausgebaut. Das Weingut ist EU-biozertifiziert. Der „Im große Garten“ gehört zur Großkarlbacher Spitzenlage und wird als VDP.GROSSES GEWÄCHS aus Riesling ausgebaut. Die Lage ist das Filetstück des Großkarlbacher Burgwegs und seit 2014 wieder offiziell als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert.
Lage & Terroir
„Im großen Garten“ befindet sich an einem windgeschützten, steilen Südhang auf etwa 125 bis 135 Metern Höhe. Die Hangneigung reicht von etwa 20 bis 65 Prozent. Geologisch ist die Lage ausgesprochen vielfältig und zugleich stark kalkgeprägt: Kalkfels mit dünner Lehmauflage steht im Wechsel mit unterschiedlichen Sedimenten, die das frühere Urstromtal des Eckbachs über dem Kalkstein hinterlassen hat. Kies, Sand und Löss kommen kleinräumig hinzu. Diese besondere Bodenstruktur liefert die Grundlage für einen Riesling mit ausgeprägter Mineralität, Würze und straffer Struktur. Die geschützte Südlage fördert gleichzeitig eine gute physiologische Reife der Trauben.
Jahrgang 2022
Der 2022er wurde trocken ausgebaut und besitzt 12,5 % vol. Alkohol. Die verfügbare Produktbeschreibung charakterisiert ihn als kompakt, ausdrucksstark und stoffig-aromatisch.
Vinifikation & Ausbau
Konkrete technische Angaben zum Ausbau des 2022ers sind in den aktuell zugänglichen Quellen nur eingeschränkt dokumentiert. Die sensorische Ausprägung und die Position als VDP.Grosses Gewächs sprechen für einen auf Struktur, Länge und Herkunft fokussierten Ausbau. Eine spezifische Fasskombination oder Hefelagerdauer sollte für diesen Jahrgang daher nicht als gesicherte Tatsache ergänzt werden.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Riesling klar, kühl und ausgesprochen mineralisch. Eine feine Schieferanmutung und nasser Stein bilden den mineralischen Kern, ergänzt durch weißes Kernobst und helles Steinobst. Kräutrig-würzige Nuancen verleihen dem Bouquet zusätzliche Tiefe. Die Frucht bleibt bewusst präzise und zurückhaltend. Nicht exotische Opulenz, sondern Stein, Würze und die klare Rieslingfrucht bestimmen das aromatische Profil.
Am Gaumen
Schlank und fest im Auftakt, zugleich mit bemerkenswerter Substanz. Die Säure ist gut eingebunden und verleiht dem Wein Zug und Frische. Mineralische und würzige Komponenten stehen deutlich im Vordergrund, während die feine Frucht immer präsent bleibt. Mit zunehmender Belüftung entwickelt sich eine komplexere Struktur. Der Nachhall ist lang, trocken und nachhaltig und wird insbesondere von steinigen, kräuterigen und würzigen Eindrücken getragen.
Aromatik
weißes Kernobst
helles Steinobst
nasser Stein
feine Schieferanklänge
Kräuter
Zitrusnuancen
dezente Würze
kalkig-mineralische Noten
leicht rauchige, steinige Anklänge
Auszeichnungen
Für den Jahrgang 2022 sind 93 Punkte von Robert Parker und 93 Punkte von Vinous dokumentiert. Wine in Black führt beide Bewertungen ausdrücklich für den „Im Großen Garten Riesling VDP.Grosses Gewächs trocken 2022“ an. Damit gehört der Wein auch international zu den beachteten 2022er Rieslingen des Hauses.
Reifepotenzial
Der Wein besitzt sehr gute Voraussetzungen für weitere Flaschenreife. Die Kombination aus mineralischer Struktur, Säure und fester Textur ermöglicht eine längere Entwicklung. Gerade bei dieser kalkgeprägten Großlage ist mit einer zunehmenden Verbindung von Frucht, Würze und mineralisch-erdigen Reifearomen zu rechnen. In der weiteren Entwicklung können neben der vorhandenen Stein- und Kräuteraromatik auch reifere Zitrusnoten, gelbe Frucht, Rauch, Wachs und nussige Nuancen hervortreten.
Servieren
Optimal bei 10–13 °C. Ein größeres Rieslingglas unterstützt die mineralische Tiefe und die feine Frucht. Aufgrund der festen Struktur empfiehlt sich eine kurze Belüftung vor dem Servieren.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander und Steinbutt
gegrilltem oder gebratenem Fisch
geräuchertem Fisch
Jakobsmuscheln
Geflügel
Kalbfleisch
Spargel
hellen Pilzgerichten
asiatisch gewürzten Fisch- und Gemüsegerichten
Die Kombination aus Mineralität, Säure und trockener Struktur macht den Wein besonders vielseitig zu Speisen mit feiner Würze.
Riesling „Kirschgarten“ Großes Gewächs 2023, PHILIPP KUHN, Laumersheim/Deutsche Weinstraße – Pfalz
Geschichte & Herkunft
Das Weingut Philipp Kuhn in Laumersheim wird seit 1992 von Philipp Kuhn geführt und zählt zu den profilierten VDP-Betrieben der Pfalz. Riesling bildet neben den Burgundersorten einen Schwerpunkt des Hauses. Die Weine werden stark über ihre Herkunft und die kalkreichen Böden der nördlichen Mittelhaardt interpretiert. Der Laumersheimer Kirschgarten gehört zu den bedeutendsten Herkünften des Weinguts und ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert.
Lage & Terroir
Die VDP.GROSSE LAGE KIRSCHGARTEN beginnt direkt am Ortsrand von Laumersheim und zieht den Hang hinauf. Der Standort liegt auf rund 140 Metern Höhe und ist durch den vorgelagerten Orlenberg vor kalten Westwinden geschützt. Der Oberboden besteht aus von Kalksteingries durchsetztem Lösslehm, darunter findet sich sehr kalkreicher Untergrund. Im Vergleich zu den höher gelegenen Teilen der Laumersheimer Spitzenlagen besitzt der Kirschgarten ein etwas wärmeres Kleinklima, was dem Wein zusätzliche Kraft und Stoffigkeit verleiht.
Jahrgang 2023
Der 2023er wurde trocken mit 13,0 % vol. Alkohol ausgebaut. Die Kombination aus reifer Frucht, feiner Säure und ausgeprägter Mineralität prägt den Jahrgang. Fachverkostungen beschreiben ihn als konzentriert, saftig und zugleich spannungsvoll.
Vinifikation & Ausbau
Der Riesling wurde aus selektiertem Lesegut erzeugt und anschließend schonend ausgebaut. Für den 2023er wird ein Ausbau in Edelstahltank und großen Holzfässern angegeben; der Verschluss ist Naturkork. Die Vinifikation zielt auf Klarheit, Tiefe und die möglichst präzise Abbildung des kalkgeprägten Terroirs.
Verkostung
Im Duft zeigt sich der Kirschgarten ausgesprochen mineralisch und pikant. Gesteinsmehl, Feuerstein und leicht reduktive Zündholznoten verbinden sich mit reifer Zitrusfrucht und Steinobst. Dazu kommen Kräuternoten wie Brennnessel und Minze. Andere Verkostungsnotizen betonen reife Aprikose, Weinbergspfirsich, Netzmelone und exotische Mango.
Am Gaumen
Kraftvoll, dicht und zugleich erstaunlich präzise. Der Auftakt wirkt salzig und mineralisch, danach entfaltet sich eine konzentrierte gelbe und exotische Frucht. Eine lebendige, reife Säure sorgt für Zug und Spannung, während Extrakt und feine Phenolik dem Wein Struktur und Griff verleihen. Der Wein besitzt viel Stoff und Druck, ohne schwer zu wirken. Besonders markant ist die Verbindung aus kalkiger Mineralität, saftiger Frucht und einem langen, sehr festen Finale. Robert Parker beschreibt ihn als kraftvoll und saftig mit dichter Textur und feiner Salzigkeit; Galloni hebt Frische, Klarheit und die sehr reine, animierende Art hervor.
Aromatik
Zitrone und Zitronenabrieb
Aprikose
Weinbergspfirsich
gelbe Birne
reife Netzmelone
Mango
Minze und Brennnessel
Feuerstein und Gesteinsmehl
feine Reduktion und Zündholz
salzige, kalkige Mineralität
Auszeichnungen
Der Jahrgang 2023 erhielt mehrere starke Bewertungen:
97 Punkte Lobenberg
95 Punkte Robert Parker
94 Punkte James Suckling
94 Punkte Falstaff
94–96 Punkte Antonio Galloni / Vinous
17,5 Punkte Weinfurore
Falstaff bewertete den Wein im November 2024 mit 94 Punkten und hob die mineralisch-pikante Nase, die lebendige reife Säure, die kernige Phenolik sowie die lange, strukturierte Entwicklung hervor.
Reifepotenzial
Der 2023er besitzt erhebliches Reifepotenzial. Lobenberg nennt ein Trinkfenster von 2027 bis 2048, Vinous sogar 2028 bis 2060. Parker betont ebenfalls, dass der Wein aufgrund seiner Dichte und Struktur viel Zeit benötigt, um sich vollständig zu verfeinern. Mit zunehmender Reife ist eine Verschiebung von der intensiven gelben und exotischen Frucht hin zu Feuerstein, Kräutern, kandierter Zitrusfrucht, nussigen Nuancen und komplexen mineralischen Reifearomen zu erwarten.
Servieren
Ideal bei 11–13 °C in einem größeren Riesling- oder Weißweinglas. Eine Belüftung von 20–30 Minuten kann bei jungem Zustand hilfreich sein, da sich die zunächst leicht reduktiven und mineralischen Noten mit Luft deutlich auffächern.
Speisenbegleitung
Sehr passend zu:
Zander, Steinbutt und Saibling
gebratenem oder gegrilltem Fisch
Jakobsmuscheln
Hummer und Krustentieren
Geflügel mit hellen, kräftigen Saucen
Kalbfleisch
cremigem Risotto
Spargel und Pilzgerichten
asiatischer Küche mit moderater Schärfe
Eure Entdeckung: Philipp Kuhn Wein – Leidenschaft & Pfälzer Exzellenz
Herzlich willkommen in der Welt von Philipp Kuhn Wein, einem der prägendsten Namen der Pfalz und einem stolzen Mitglied des VDP. Taucht ein in die Geschichte und Philosophie eines Weinguts in Laumersheim, das seit Jahrzehnten für höchste Qualität und unverwechselbaren Charakter steht. Als Philipp Kuhn 1992, mit nur 20 Jahren, die Verantwortung für das elterliche Gut übernahm, legte er den Grundstein für eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die ihn heute zu einem "alten Hasen" der deutschen Weinszene macht.
Im Herzen der Pfälzer Spitzenlagen: Terroir, Handarbeit und Nachhaltigkeit
Das Fundament jedes Philipp Kuhn Weins bildet das außergewöhnliche Terroir der Pfalz. Das Weingut bewirtschaftet erstklassige und vielfach prämierte Einzellagen wie den berühmten "Kirschgarten" und "Steinbuckel" in Laumersheim, den "Burgweg" in Großkarlbach, sowie den legendären "Saumagen" und "Steinacker" in Kallstadt. Selbst seltene Parzellen wie der "Schwarze Herrgott" und "Philippsbrunnen" aus dem Zellertal gehören zu den Schätzen. Hier wird eine klare Philosophie gelebt: Streben nach höchster Qualität durch akribische Arbeit im Weinberg. Jede Traube wird von Hand gelesen – ein Versprechen für Präzision und Güte. Dieser Fokus auf naturnahen Weinbau ist durch Zertifizierungen wie VDP, Fair'n Green und BIO EG untermauert, was nicht nur für Nachhaltigkeit, sondern auch für vegane Weine steht.
Vielfalt, Eleganz und Charakter: Die Weine von Philipp Kuhn
Das Portfolio von Philipp Kuhn Wein ist eine Hommage an die Vielfalt und das Potenzial der Pfalz. Besonders berühmt ist Philipp Kuhn für seine trockenen Rieslinge, die mit ihrer Brillanz und Mineralität regelmäßig Top-Bewertungen erzielen – so lobt Suckling seine Rieslinge mit durchschnittlich 95 Punkten! Doch auch die Burgundersorten, insbesondere Weißburgunder und Spätburgunder, erreichen unter seiner Hand ein außergewöhnliches Niveau. Sacha Speicher zählt das Weingut zu den Top 10 in Deutschland für diese beiden Rebsorten. Entdeckt Weine, die mit ihrer Eleganz, ihrer Tiefe und ihrem unverwechselbaren Ausdruck begeistern und das einzigartige Zusammenspiel von Frucht und Boden widerspiegeln.
Die Kunst des Ausbaus: Zeit für Perfektion
Im Keller des Weinguts Philipp Kuhn wird die kompromisslose Qualitätsphilosophie fortgesetzt. Hier bekommen die Weine die notwendige Zeit und Ruhe, um sich optimal zu entwickeln. Der Ausbau erfolgt schonend und präzise, um die feinsten Nuancen des Terroirs zu bewahren und den Weinen Komplexität und Langlebigkeit zu verleihen. Jeder Philipp Kuhn Wein ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung, Innovationsgeist und der unermüdlichen Hingabe, die Weinkultur der Pfalz auf höchstem Niveau zu repräsentieren.
Lasst euch von der Leidenschaft und der herausragenden Qualität der Philipp Kuhn Weine verführen – ein wahres Stück Pfälzer Weinbaugeschichte in jeder Flasche.
Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können. Mehr Informationen ...Mit Klick auf „[Zustimmen / Alles akzeptieren / etc.]“ erteilen Sie Ihre Einwilligung auch in die Weitergabe über Ihr Verhalten in unserem Shop an unseren Partner, die shopware AG (Ebbinghoff 10, 48624 Schöppingen, Deutschland), die diese Daten Ihnen nicht persönlich zuordnen kann, sie aber zu eigenen Zwecken (z.B. Produktverbesserungen, Marktverhaltensanalysen) verarbeiten darf.