„Moscato Giallo“ Alto Adige DOC 2024
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Moscato Giallo 2024 von Manincor ist ein trockener Goldmuskateller, der die aromatische Kraft der Rebsorte mit bemerkenswerter Frische und Mineralität verbindet. Er gehört bei Manincor zur „Hand“-Linie und ist bewusst als fröhlicher, unkomplizierter, aber qualitativ sehr präziser Weißwein gedacht. Das Weingut bezeichnet ihn ausdrücklich als einen trockenen Muskateller von seltener Eleganz.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet der 2024er hell und brillant strohgelb. Die Nase ist typisch muskatig, aber angenehm fein: Muskatnuss, Grapefruit und Zedernholz stehen im Vordergrund. Dazu kommen je nach Belüftung Aprikose, exotische Frucht und florale Anklänge. Die Aromatik ist intensiv, ohne in eine süßliche oder parfümierte Richtung abzudriften. Am Gaumen zeigt sich der Wein fruchtig, saftig und mineralisch, mit einer klaren, lebendigen Säure. Besonders schön ist die Verbindung aus aromatischer Frucht und trockenem, präzisem Finish. Der Nachhall ist anhaltend und würzig, mit Grapefruit und Muskatnoten.
Ein trockener Muskateller mit erstaunlicher Eleganz: aromatisch, saftig, mineralisch und sehr trinkanimierend.
Herkunft & Terroir
Der Hauptanteil stammt aus der Lage Mareit Leiten bei Kaltern, auf etwa 350 Metern Höhe. Der steile, südexponierte Hang erhält eine außergewöhnlich intensive Sonneneinstrahlung; die Böden bestehen aus warmem Schotter mit Moränenablagerungen. Weitere Trauben kommen aus Vogelleiten und Panholzer, wo lehmiger Kalkschotter vorherrscht. Die unterschiedlichen Böden sorgen für einen schönen Ausgleich: Die warme Lage bringt Reife und aromatische Intensität, während Kalk und Mineralität für Spannung und Frische sorgen.
Ausbau
Die entrappten Beeren bleiben zunächst zwölf Stunden in der Presse auf der Maische. Dadurch werden zusätzliche Aromastoffe und Struktur aus den Beerenschalen gewonnen. Die Gärung erfolgt in Holzfässern und Stahltanks, größtenteils spontan mit traubeneigenen Hefen. Anschließend reift der Wein fünf Monate auf der Feinhefe, wodurch sich Aroma und Geschmack weiter abrunden. Der Jahrgang 2024 wurde Mitte Oktober gelesen; die Trauben waren zu diesem Zeitpunkt goldgelb und besonders aromatisch. Der Ertrag lag bei lediglich 35 hl/ha. Insgesamt wurden 14.400 Flaschen abgefüllt.Analytisch zeigt der Wein 12,3 % vol. und lediglich 0,7 g/l Restzucker – also tatsächlich einen sehr trockenen Stil. Manincor bewirtschaftet die Weinberge biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
2024 war für den biodynamischen Weinbau ein schwieriges Jahr: Die sehr feuchten Monate Mai bis Juli führten zu hohem Druck durch Peronospora und Oidium. Der trockene, warme Sommer und der schöne Herbst ermöglichten anschließend dennoch sehr gute Weißweine.Für die Weißweine des Jahrgangs hebt Manincor besonders Nerv, Spannung, knackige Säure und moderaten Alkohol hervor.Der Moscato Giallo ist dabei interessanterweise kein Wein, den man zwingend sofort trinken muss. Das Weingut sieht die optimale Trinkreife ab 2026 bis Ende 2030.
Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Perfekt zu
Der trockene, aromatische Stil macht ihn zu einem ausgesprochen guten Speisenbegleiter:
asiatische Küche
Thai-Curry
vietnamesische Küche
Sushi und Sashimi
Garnelen mit Chili
aromatische Gemüsegerichte
Antipasti
Spargel
Geflügel mit exotischen Gewürzen
kräftiger Hartkäse
gereifter Bergkäse
Besonders empfehlenswert ist Thai-Curry mit Garnelen: Die aromatische Muskatnote nimmt die Gewürze auf, während Grapefruit und Säure die Schärfe und Cremigkeit des Currys auffangen.
Eine überraschend gute Kombination ist auch gereifter Parmesan oder Südtiroler Bergkäse – genau diese Kombination empfiehlt auch Manincor selbst.
„Keil“ Kalterer See Classico Superiore DOC 2023
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Keil 2023 ist ein reinsortiger Vernatsch aus alten Reben und stammt aus der biodynamisch bewirtschafteten Monopollage „Der Keil“ am Kalterer See. Die Lage liegt auf rund 250 Metern Höhe, ist nach Süden ausgerichtet und zählt zu den wärmsten Weinbergen Südtirols. Die alten Reben stehen traditionell im Pergolasystem auf kalkreichen, sandigen Lehmböden.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in intensiv leuchtendem Rubinrot. Die Nase ist fein und klar: rote Beeren und reife Kirschen stehen im Vordergrund, begleitet von gerösteten Mandeln und einer kühlen, mineralischen Note. Am Gaumen präsentiert sich der Keil saftig, frisch und ausgesprochen trinkanimierend. Dazu kommen feine kräuterige Nuancen und ein feinkörniges Tannin, das dem ansonsten leichten und eleganten Vernatsch Struktur verleiht. Das Finale ist für einen Kalterer See bemerkenswert lang und verbindet rote Frucht, Mineralität und Mandelwürze.
Ein eleganter, kühler und sehr charaktervoller Vernatsch – leichtfüßig, aber keineswegs banal.
Herkunft & Ausbau
Die Trauben stammen ausschließlich aus der Monopollage „Der Keil“. Die warme Südhanglage mit Seeblick sorgt für aromatische Reife, während die kalkreichen sandigen Lehmböden und die alten Reben dem Wein seine feine Struktur verleihen.Die entrappten Trauben werden in Holzbottichen spontan mit traubeneigenen Hefen vergoren. Die Mazeration dauert etwa eine Woche bei rund 24 °C und wird sehr schonend durchgeführt.Anschließend reift der Wein fünf Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass. Der Ausbau gibt ihm zusätzliche Tiefe und Geschmeidigkeit, ohne die typische Vernatsch-Frische und Frucht zu überdecken.Der Jahrgang 2023 besitzt 12,5 % vol. und 5,2 g/l Säure. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Reife & Servieren
Der 2023er ist bereits sehr schön zugänglich, kann sich aber noch einige Jahre entwickeln. Als Trinkfenster wird bis etwa 2028 angegeben.
Serviertemperatur: 12–14 °C Dekantieren: nicht notwendig.
Der Wein darf ruhig etwas kühler ins Glas – das unterstreicht seine Frische und elegante Vernatsch-Art.
Perfekt zu
Der Keil ist besonders vielseitig und eignet sich hervorragend für die Südtiroler Küche:
Südtiroler Speck und Brettljause
Almkäse
Schüttelbrot
Pasta mit Tomate
Pasta aglio e olio
Vitello tonnato
gebratenes Kalbfleisch
Hähnchen
Forelle und gebratener Fisch
leichte Pilzgerichte
Pizza
mediterrane Antipasti
Besonders schön ist die klassische Kombination mit Speck und Almkäse. Die frische Kirschfrucht und die kühle Mineralität bringen Leichtigkeit zu den salzigen und würzigen Aromen.
Auch Forelle mit gerösteten Mandeln ist ein sehr stimmiges Pairing – die Mandelnoten des Weins greifen die Röstung des Gerichts direkt auf.
„Keil“ Kalterer See Classico Superiore DOC 2022
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Keil 2022 ist ein besonders charaktervoller Vernatsch von Manincor aus der gleichnamigen Monopollage „Der Keil“ direkt am Kalterer See. Hier geht es nicht um den leichten, belanglosen Vernatsch, sondern um eine feine, elegante und terroirgeprägte Interpretation mit kühler Frucht, Mineralität und bemerkenswertem Trinkfluss.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein leuchtendes, helles Rubinrot. Die Nase ist fein und präzise mit reifer Kirsche und roten Beeren, dazu kommen geröstete Mandeln und eine kühle, mineralische Note. Am Gaumen ist der Keil saftig, schlank und ausgesprochen trinkfreudig. Die rote Frucht wirkt frisch und klar, begleitet von feinkörnigem Tannin und einer animierenden Säure. Die Struktur bleibt elegant und leichtfüßig. Das Finale ist frisch, mineralisch und erstaunlich lang, mit Kirsche und feiner Mandelwürze.
Ein großer Vernatsch für Liebhaber feiner, kühler Rotweine: elegant, saftig, mineralisch und mit enormem Trinkfluss.
Herkunft & Terroir
Der Keil ist eine echte Monopollage von Manincor: ein rund 250 Meter hoch gelegener, südexponierter Weinberg mit direktem Blick auf den Kalterer See.Die alten Vernatsch-Reben werden traditionell im Pergolasystem erzogen. Der Boden besteht aus kalkreichem, sandigem Lehm. Die Südexposition und die Wärmespeicherung des Sees schaffen ausgesprochen warme Bedingungen – gleichzeitig sorgt die Höhenlage für Frische.Diese Kombination erklärt den Stil des Weins: reife rote Frucht ohne Schwere, moderater Alkohol und eine ausgesprochen kühle, elegante Spannung.
Ausbau
Die Trauben werden entrappt und in offenen Holzbottichen spontan vergoren, teilweise mit natürlichen Hefen. Die Maischegärung dauert etwa eine Woche bei moderaten 24 °C und wird nur sehr schonend durch einmal tägliches Untertauchen des Tresterhuts bewegt.Anschließend reift der Wein fünf Monate auf der Feinhefe in großen Holzfässern. Dadurch gewinnt er an Tiefe und Cremigkeit, ohne dass das Holz die feine Vernatsch-Frucht überlagert.Der Jahrgang 2022 liegt bei 12,5 % vol., mit 5,1 g/l Säure und 1,4 g/l Restzucker. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Reife & Servieren
Der 2022er ist jetzt sehr schön zu trinken und sollte eher kühl serviert werden.
Serviertemperatur: 12–14 °C Dekantieren: nicht erforderlich – einfach öffnen und genießen.
Der Keil ist ein hervorragender Speisenbegleiter, gerade weil er nicht zu viel Gewicht mitbringt:
Südtiroler Speck
Schüttelbrot
Brettljause
Kaminwurzen
Pasta mit Tomate
Pasta aglio e olio
Risotto
gebratenes Kalbfleisch
Hähnchen
gebratener Fisch
Forelle
leichte Pilzgerichte
Pizza mit Speck oder Pilzen
Besonders klassisch ist die Kombination mit Südtiroler Speck und Schüttelbrot. Die Kirschnoten und die kühle Mineralität des Vernatsch bringen Frische zum salzigen Speck, ohne ihn zu überdecken.
Sehr schön ist auch Forelle mit gerösteten Mandeln – hier greift die Mandelaromatik des Weins direkt die Röstnoten des Gerichts auf.
„Keil“ Kalterer See Classico Superiore DOC 2025
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Keil 2025 dürfte einer der spannendsten Jahrgänge dieses Weins der letzten Jahre sein. Manincor selbst bezeichnet den 2025er „Keil“ als möglicherweise seinen Wein des Jahres und spricht von einer für Vernatsch außergewöhnlich perfekten Reife. Die Erträge lagen mit knapp 40 hl/ha auf sehr niedrigem Niveau, was zusätzlich zur Konzentration beigetragen hat.
Charakter & Verkostung
Der 2025er zeigt die typische elegante, helle Seite des Vernatsch, dürfte aber gegenüber den Jahrgängen 2022 und 2023 mehr Stoff, Fruchttiefe und mineralische Spannung besitzen. In der Nase sind reife Kirschen und rote Beeren zu erwarten, begleitet von Himbeere, Veilchen und gerösteter Mandel. Dazu kommt eine feine würzige und mineralische Komponente. Am Gaumen präsentiert sich der Keil saftig, präzise und ausgesprochen elegant, mit mehr Fülle als in den leichteren Jahrgängen. Das Tannin bleibt fein und geschmeidig, während die für Manincor typische Frische für Spannung und Trinkfluss sorgt. Der Jahrgang 2025 wird vom Weingut insgesamt als voller und stoffiger, mit reifer Frucht und straffer Mineralität beschrieben. Alkohol und Struktur seien dabei sehr gut eingebunden.
Ein außergewöhnlich kompletter Vernatsch: fein und elegant, aber mit überraschender Tiefe und Substanz.
Herkunft & Terroir
Der Keil ist eine historische Monopollage von Manincor, bereits seit dem 17. Jahrhundert als Spitzenlage bekannt. Die alten Vernatsch-Reben sind traditionell im Pergolasystem erzogen; einzelne Rebstöcke sind zwischen 30 und 100 Jahre alt.Die rund 250 Meter hoch gelegene, südexponierte Lage blickt direkt auf den Kalterer See. Die Böden bestehen aus kalkreichem, sandigem Lehm. Das warme Mikroklima des Sees ermöglicht eine optimale Reife, während die alten Reben und der Boden für Struktur und Eleganz sorgen.
2025 war für Manincor ein außergewöhnlich gutes Jahr für den Keil. Das Weingut hebt ausdrücklich die „perfekte Reife“ des Vernatsch hervor. Gleichzeitig blieben die Erträge niedrig – ein wichtiger Faktor für die Konzentration des Weins.Das ist besonders interessant im Vergleich zum Keil 2024: Der 2024er war bereits von kristalliner Klarheit, knackiger Säure und moderatem Alkohol geprägt; 2025 bringt dagegen mehr Fülle, reifere Frucht und mehr Stoffigkeit, ohne die Eleganz zu verlieren.
Ausbau
Die entrappten Trauben werden in offenen Holzbottichen spontan mit traubeneigenen Hefen vergoren. Die Maischegärung dauert etwa eine Woche bei rund 24 °C und wird sehr behutsam durchgeführt – lediglich einmal täglich wird der Tresterhut leicht untergetaucht.Anschließend reift der Wein fünf Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass. So gewinnt er Tiefe und Geschmeidigkeit, ohne dass Holznoten die feine Vernatsch-Frucht dominieren.Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Reife & Servieren
Der Keil 2025 dürfte aufgrund der außergewöhnlichen Reife und niedrigen Erträge mehr Reserven als ein klassischer Kalterer See besitzen. Er ist dennoch nicht als schwerer Lagerwein gedacht, sondern soll seine Frische und Eleganz bewahren.
Serviertemperatur: 12–14 °C Dekantieren: nicht erforderlich; leicht gekühlt servieren.
Perfekt zu
Gerade seine Kombination aus Frische und mehr Stoff macht den 2025er vielseitig:
Südtiroler Speck & Schüttelbrot
Brettljause
Kaminwurzen
gereifter Almkäse
Schlutzkrapfen
Pasta mit Tomate
Pasta mit Knoblauch und Olivenöl
Risotto mit Pilzen
gebratenes Kalbfleisch
Hähnchen
Forelle
gebratener Fisch
gebratenes Gemüse
Pizza
Besonders schön finde ich Speck, Almkäse und Schüttelbrot – die salzig-würzigen Aromen bekommen durch die Kirschfrucht und die frische Struktur des Keil einen perfekten Gegenpol.
Auch Forelle mit gerösteten Mandeln passt hervorragend: Die feine Mandelwürze des Vernatsch verbindet sich direkt mit der Röstung des Fisches.
„Il Conte“ Rosso Vigneti delle Dolomiti IGT 2023
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | biodynamisch & bio
Der Il Conte 2023 ist der charakteristische rote Gutswein von Manincor – ein Wein, der laut Weingut ganz bewusst „nach Manincor schmecken“ soll. Er verbindet Lagrein, Merlot und Cabernet und zeigt dabei weniger die Kraft eines großen Barrique-Rotweins als vielmehr Frische, Saftigkeit und feinkörniges Tannin. James Suckling gab dem Jahrgang 92 Punkte, Falstaff 91 Punkte.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in dichtem, leuchtendem Rubinrot mit violetten Reflexen. Die Nase ist offen und fruchtbetont: kleine rote und dunkle Beeren, Heidelbeere und Sauerkirsche, dazu Lakritz, weißer und schwarzer Pfeffer. Falstaff beschreibt zusätzlich gekochte Heidelbeeren, Zwetschgen und einen Hauch Zimtblüte. Am Gaumen wirkt der Il Conte dicht, saftig und gleichzeitig ausgesprochen frisch. Das Tannin ist fest, aber fein, die Säure sorgt für Spannung und Trinkfluss. Besonders charmant ist seine fast burgundisch wirkende Geschmeidigkeit, die ihn trotz seiner Struktur sehr zugänglich macht. Das Finale bleibt fruchtig, würzig und frisch, mit Lakritz, Pfeffer und dunklen Beeren.
Ein charaktervoller Südtiroler Rotwein mit viel Trinkfluss: saftig, würzig, fein tanninhaltig und erstaunlich elegant.
Für den Jahrgang 2023 werden 43 % Lagrein, 36 % Merlot und 21 % Cabernet Sauvignon in der Cuvee angegeben. Der Lagrein liefert dunkle Frucht und Struktur, Merlot bringt Fülle und Geschmeidigkeit, während Cabernet für Würze und zusätzliche Spannung sorgt.Die Trauben stammen von Manincor und Panholzerhof, beide in Südostlage auf etwa 250 Metern Höhe mit Blick auf den Kalterer See. Die Weinberge gehören zu den wärmeren Lagen der Region. Die Böden sind von sandig-lehmiger Struktur, durchsetzt mit Kalkschotter und glazialen Ablagerungen. Die einzelnen Partien werden separat verarbeitet. Die Vergärung erfolgt teilweise spontan mit natürlichen Hefen in Holzbottichen, Beton und Edelstahl. Die Maische bleibt etwa zehn Tage auf den Schalen; dabei wird nur einmal täglich untergetaucht, um möglichst feine, elegante Tannine zu erhalten. Anschließend reift der Wein zwölf Monate in gebrauchten Holzfässern unterschiedlicher Größe. Der Ausbau in gebrauchtem Holz ist entscheidend für den Stil: Das Holz soll Struktur und Tiefe geben, ohne die Frucht zu dominieren. Manincor arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert sowie vegan. Der Jahrgang 2023 besitzt etwa 13 % vol.
Der 2023er ist bereits sehr schön zugänglich, besitzt aber genügend Struktur für weitere Entwicklung. Als Trinkfenster werden ungefähr 2025 bis 2030/32 genannt.
Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: nicht zwingend; bei einer jungen Flasche können 20–30 Minuten Luft hilfreich sein.
Perfekt zu
Der Il Conte ist ausgesprochen vielseitig und passt besonders gut zu:
Pasta mit Fleischsugo
kräftiger Risotto mit Pilzen
Lasagne
mediterranen Vorspeisen
Speck und Salumi
gegrilltem Hähnchen
Schweinefleisch
Kalbfleisch
gegrilltem roten Fleisch
Pilzgerichten
Gemüse vom Grill
mittelgereiftem Käse
Pizza mit würzigem Belag
Besonders überzeugend ist Tagliatelle mit Pilzen und Speck: Die dunkle Frucht und die Würze des Weins greifen die Röstaromen auf, während die frische Säure für Leichtigkeit sorgt.
Auch zu Lammkoteletts vom Grill mit Kräutern funktioniert der Il Conte hervorragend.
„Il Conte“ Vigneti delle Dolomiti IGT 2024
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Il Conte 2024 ist der charakteristische rote Gutswein von Manincor – eine Cuvée aus Lagrein, Merlot und Cabernet Sauvignon. Der Jahrgang ist besonders interessant, weil Manincor 2024 bei den großen Rotweinen sehr selektiv vorging: Castel Campan wurde gar nicht abgefüllt, während der Il Conte in größerer Menge und laut Weingut in außergewöhnlich guter Qualität verfügbar ist.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich in dichtem, leuchtendem Rubinrot.
Die Nase ist geprägt von kleinen dunklen Beeren, Brombeere, Heidelbeere und dunkler Kirsche. Dazu kommen Lakritz, weißer und schwarzer Pfeffer, feine Kräuter und eine dezente rauchige Würze.
Am Gaumen präsentiert sich der 2024er dicht, saftig und komplex, dabei aber erstaunlich geschmeidig. Das Tannin ist fest und feinmaschig, die Säure hält sich eher im Hintergrund, sorgt aber für die notwendige Frische. Charakteristisch ist der elegante, fast burgundische Trinkfluss.
Im langen Finale kommen dunkle Beeren, Lakritz, Rauch und feine Kräuternoten wieder zusammen.
Ein saftiger, eleganter Südtiroler Rotwein mit dunkler Frucht, feiner Würze und bemerkenswertem Trinkfluss.
Die Cuvée
Der 2024er besteht aus:
43 % Lagrein
36 % Merlot
21 % Cabernet Sauvignon
Lagrein bringt dunkle Frucht und Struktur, Merlot sorgt für Fülle und Geschmeidigkeit, während Cabernet Sauvignon Würze und zusätzliche Spannung beisteuert.
Herkunft & Ausbau
Die Trauben stammen aus den Lagen Manincor und Panholzerhof, südostexponierten Weinbergen auf etwa 250 Metern Höhe nahe dem Kalterer See. Die Böden sind geprägt von sandigem Lehm, Kalkschotter und glazialen Ablagerungen.
Die einzelnen Rebsorten werden separat verarbeitet und spontan vergoren. Die Maische bleibt rund zehn Tage auf den Schalen. Anschließend reift der Wein etwa zwölf Monate in Holzfässern verschiedener Größen, darunter sowohl gebrauchte als auch kleinere Fässer.
Der 2024er besitzt 13 % vol., etwa 5,5 g/l Säure und nur 0,7 g/l Restzucker. Er ist biologisch zertifiziert und vegan.
Manincor bewirtschaftet die Weinberge biodynamisch; die Bio-Kontrollnummer lautet IT-BIO-013.
Reife & Trinkfenster
Der 2024er ist bereits jung sehr zugänglich, besitzt durch seine Frucht, Säure und Tanninstruktur aber auch ein gutes Entwicklungspotenzial. Als Trinkfenster werden etwa 2025 bis 2029 angegeben; andere Händler sehen eine Lagerfähigkeit von bis zu etwa zehn Jahren.
Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: nicht zwingend; 20–30 Minuten Luft tun ihm bei einer jungen Flasche gut.
Perfekt zu
Der Il Conte 2024 ist ein sehr vielseitiger Speisenbegleiter:
Pasta mit kräftigem Ragù
Tagliatelle mit Pilzen
Lasagne
Risotto mit Waldpilzen
gegrilltes Rind
Steak
Lamm
Wildgeflügel
Schweinebraten
mediterrane Fleischgerichte
gegrilltes Gemüse
mittelkräftiger Bergkäse
Besonders stimmig ist Tagliatelle mit Steinpilzen und Speck: Die dunkle Beerenfrucht und Lakritzwürze greifen die Röstaromen auf, während die Frische des Weins das Gericht nicht zu schwer werden lässt.
Auch zu einem saftigen Entrecôte mit Kräuterjus macht der 2024er eine sehr gute Figur.
„La Contessa“ Terlan DOC 2025
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der La Contessa 2025 ist der elegante Terlaner Weißwein von Manincor – eine Cuvée aus 55 % Weißburgunder, 28 % Chardonnay und 17 % Sauvignon Blanc. Der Weißburgunder liefert die feine, elegante Basis, Chardonnay sorgt für Körper und Schmelz, während Sauvignon Blanc Frische und die subtile Kräuternote beisteuert. Sein Stil ist geprägt von Feinheit, Schmelz und mineralischer Spannung: kein lauter Sauvignon, sondern ein nobler, sehr präziser Weißwein mit bemerkenswertem Reifepotenzial.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt der 2025er ein kräftiges Gelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist fein und klar mit frischem Apfel und Aprikose, dazu kommt ein zarter Hauch von Salbei. Die Aromatik wirkt eher elegant als exotisch und besitzt eine schöne kühle Präzision. Am Gaumen zeigt sich der La Contessa dicht, elegant und geschmeidig, mit viel Schmelz und einer klaren, erfrischenden Säure. Die Frucht bleibt präzise, während die mineralische Struktur für Spannung sorgt. Das Finale ist lang, frisch und harmonisch.
Ein aristokratischer Südtiroler Weißwein – fein, elegant und cremig, aber zugleich frisch und ausgesprochen langlebig.
Herkunft & Terroir
Zwei Drittel der Trauben kommen aus Lieben Aich in Terlan, ein Drittel aus Campan in Kaltern. Lieben Aich liegt auf etwa 300 m an einem warmen, westlich ausgerichteten Hang. Der wasserdurchlässige, sandige Boden ist von Porphyrverwitterungsgestein geprägt. Campan liegt deutlich höher auf etwa 500 m und ist nach Osten ausgerichtet. Dort dominieren lehmige Kalkböden und eiszeitliche Gletscherablagerungen. Die Verbindung dieser beiden Lagen bringt den besonderen Stil des La Contessa hervor: Wärme und Schmelz aus Terlan treffen auf Kühle, Spannung und Mineralität aus Kaltern.
Ausbau
Die entrappten Trauben bleiben zunächst sechs Stunden in der Presse auf der Maische, um Aroma und Struktur aus den Beerenschalen zu gewinnen.Die Gärung erfolgt spontan mit traubeneigenen Hefen im Holzfass. Anschließend reift der Wein neun Monate auf der Feinhefe. Dieser lange Hefekontakt erklärt den schönen Schmelz und die dichte, cremige Textur, ohne dass der Wein seine Frische verliert.
Der Jahrgang 2025 besitzt:
12,5 % vol.
0,9 g/l Restzucker
6,3 g/l Säure
Es wurden 56.300 Flaschen und 786 Magnums abgefüllt. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN und vegan.
Jahrgang 2025 & Reifepotenzial
2025 begann mit frühem Austrieb und warmem Frühjahr; die Blüte setzte bereits Mitte Mai ein. Juli und August brachten viel Sonne und moderate Niederschläge. Regenperioden im September stellten den Betrieb nochmals vor Herausforderungen, doch durch sorgfältige Handlese konnten laut Manincor Trauben hervorragender Qualität eingebracht werden. Das Weingut beschreibt den Jahrgang als frisch, ausgewogen und ausdrucksstark, mit Eleganz, Tiefe und ausgeprägtem Herkunftscharakter. Die La-Contessa-Trauben wurden von Anfang bis Ende September gelesen.Der große Pluspunkt des 2025ers: Er ist kein Wein, den man schnell trinken muss. Manincor sieht die optimale Trinkreife ab Sommer 2026 bis Ende 2036. Das macht ihn zu einem ausgesprochen interessanten Weißwein für die Lagerung.
Serviertemperatur: 8–10 °C
Perfekt zu
Der La Contessa ist durch seine Kombination aus Schmelz und Frische ein hervorragender Speisenwein:
gebratener Saibling oder Forelle
Lachs mit Kräuterkruste
Jakobsmuscheln
Garnelen
Vitello tonnato
Spargel
Kräuterrisotto
cremige Pasta
vegetarische Gerichte
Geflügel
Kalbsfilet
weißes Fleisch
Besonders schön ist gebratener Lachs mit Kräuterkruste. Die cremige Textur des Weins nimmt die Fülle des Lachses auf, während Säure und Mineralität für Frische sorgen.
Sehr elegant auch zu Kalbsfilet mit Kräuterjus und Gemüse.
„La Rose de Manincor“ Dolomiti IGT 2025
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der La Rose de Manincor 2025 ist ein charaktervoller, trockener Südtiroler Rosé, der aus den besten Rotweinpartien des jeweiligen Jahrgangs entsteht. Die Cuvée verändert sich deshalb von Jahr zu Jahr. 2025 präsentiert sich der Rosé besonders frisch, mineralisch und elegant, mit feiner Frucht und erstaunlich viel Struktur.
Charakter & Verkostung
Im Glas leuchtet er in einem zarten Lachsrosa. Die Nase zeigt Himbeeren und Kirschen, ergänzt von feinen roten Beeren und einer subtilen würzigen Note. Am Gaumen wirkt der La Rose saftig und cremig, zugleich frisch und präzise. Seine feinen Gerbstoffe geben dem Rosé ungewöhnlich viel Struktur, ohne ihn schwer wirken zu lassen. Die Frucht bleibt klar und animierend. Das Finale ist lang, mineralisch und fruchtbetont, mit feiner Würze und einem eleganten, trockenen Nachhall.
Ein ernsthafter Rosé mit der Struktur eines Rotweins und der Frische eines Sommerweins – elegant, mineralisch und ausgesprochen vielseitig.
Die Cuvée 2025
Der Jahrgang besteht aus:
30 % Cabernet Franc
25 % Merlot
20 % Blauburgunder
13 % Vernatsch
4 % Tempranillo
4 % Syrah
4 % Petit Verdot
Damit bringt der 2025er eine spannende Kombination aus Blauburgunder und Vernatsch mit den kräftigeren internationalen Sorten Cabernet Franc, Merlot, Syrah, Tempranillo und Petit Verdot zusammen.
Herkunft & Ausbau
Die Trauben stammen aus den besten Rotweinlagen von Manincor, Seehof, Panholzerhof und Mazzon, auf 250 bis 500 Metern Höhe. Die Böden sind kräftige Lehmböden mit Kalkschotter und glazialen Ablagerungen. Der Rosé entsteht auf zwei Wegen: Ein Teil des Mostes wird nach kurzer Maischestandzeit durch Saftabzug (Saignée) gewonnen, ein anderer Teil entsteht durch die direkte Pressung ganzer Trauben. Vergoren wird teilweise in Holzfässern, teilweise im Edelstahl und zum Teil spontan mit natürlichen Hefen. Anschließend verbringt der Wein rund fünf Monate auf der Feinhefe. Dadurch bekommt er zusätzliche Cremigkeit, Struktur und aromatische Tiefe. Der 2025er hat 13 % vol., 0,9 g/l Restzucker und 5,3 g/l Säure. Es wurden 44.340 Flaschen und 387 Magnums abgefüllt. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN und vegan.Der Jahrgang 2025 war zunächst von einem warmen Frühjahr und sehr guten Sommerbedingungen geprägt. Regen im September stellte die Winzer noch einmal vor Herausforderungen, doch durch sorgfältige Handlese konnten sehr gute, gesunde Trauben eingebracht werden. Das Weingut beschreibt die Weine des Jahrgangs als frisch, ausgewogen und ausdrucksstark.
Der La Rose ist bewusst für den frühen Genuss gedacht. Manincor empfiehlt den Jahrgang 2025 ab Frühsommer 2025 bis Ende 2028.
Serviertemperatur: 8–10 °C.
Perfekt zu
Durch seine Kombination aus Frucht, Mineralität und feinem Gerbstoff ist er ungewöhnlich vielseitig:
Sashimi und Sushi
Garnelen und Krustentiere
gebratener oder geräucherter Fisch
gegrillter Fisch
Vitello tonnato
würzige Antipasti
mediterrane Salate
gegrilltes Gemüse
Hähnchen vom Grill
Kalbfleisch
Schweinefleisch
leichte Pasta
sommerliche Küche
Besonders schön ist er zu gebratenem oder geräuchertem Fisch: Die feine Säure und Mineralität bringen Frische, während die leichte Gerbstoffstruktur genügend Substanz für die Röstaromen liefert.
Auch zu gegrilltem Hähnchen mit Kräutern ist der La Rose hervorragend – hier kommen seine rote Frucht und die würzigen Noten besonders schön zur Geltung.
„Tannenberg“ Sauvignon Blanc Terlan DOC 2024
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Tannenberg 2024 gehört zu den anspruchsvollsten Sauvignon Blancs von Manincor. Er stammt aus der hoch gelegenen Einzellage Tannenberg in Terlan und verbindet die kühle Präzision des Standorts mit der für Terlan typischen Porphyr-Mineralität. Der 2024er ist dabei ein besonders spannender Jahrgang: straff, frisch und salzig, mit viel Spannung und großem Reifepotenzial.
Charakter & Verkostung
Die Nase ist zunächst kühl und zurückhaltend, öffnet sich aber mit Luft zunehmend. Typisch sind Grapefruit, Stachelbeere und weißer Pfirsich, ergänzt durch Holunderblüte, Salbei und frische Kräuter. Dazu kommen mineralische Noten von Feuerstein und nassem Stein, später eine dezente rauchige Würze. Am Gaumen zeigt sich der Tannenberg geradlinig, saftig und sehr präzise. Die Frucht ist konzentriert, aber nicht breit. Eine knackige Säure sorgt für enormen Zug, während die mineralische Struktur dem Wein Länge und Tiefe gibt. Das Finale ist sehr lang, trocken und salzig, mit Zitrus, Kräutern und einer feinen rauchigen Mineralität.
Ein großer, kühler Sauvignon Blanc: weniger exotische Frucht, dafür Terroir, Spannung und enorme Präzision.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus der Einzellage Tannenberg in Terlan, die zu den höher gelegenen Weinbergen von Manincor gehört. Die höhere Lage sorgt für kühle Nächte und eine lange, langsame Reife. Das ist für Sauvignon Blanc besonders wertvoll, weil dadurch intensive Aromen entstehen können, ohne dass die Säure verloren geht. Der Boden ist geprägt von Porphyrverwitterungsgestein. Diese mineralische Grundlage prägt die charakteristische steinige, salzige und leicht rauchige Seite des Weins.
Ausbau
Die Trauben werden sehr schonend verarbeitet. Die Vergärung erfolgt spontan mit traubeneigenen Hefen im Holz. Danach reift der Sauvignon lange auf der Feinhefe, wodurch er seinen feinen Schmelz und die dichte Textur erhält. Das Holz bleibt dabei im Hintergrund; im Mittelpunkt stehen Herkunft, Säure und Mineralität. Manincor bewirtschaftet die Weinberge biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2024
2024 war im Weinberg anspruchsvoll. Ein sehr feuchtes Frühjahr und ein hoher Krankheitsdruck verlangten intensive Handarbeit. Der warme und trockene Sommer sowie ein günstiger Herbst ermöglichten schließlich eine gute physiologische Reife.Gerade die Weißweine des Jahrgangs besitzen viel Nerv, Frische und Spannung bei moderatem Alkohol. Das passt ausgesprochen gut zum Tannenberg-Stil. Der 2024er dürfte deshalb ein Jahrgang sein, der weniger über Kraft als über Präzision und Energie überzeugt.
Trinkfenster: etwa 2027–2035+ Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: 30–45 Minuten Luft sind bei einer jungen Flasche sinnvoll.
Perfekt zu
Der Tannenberg 2024 ist ein hervorragender Wein für anspruchsvolle Fisch- und Gemüsegerichte:
Steinbutt
Seezunge
Wolfsbarsch
Saibling
Jakobsmuscheln
Hummer
Spargel mit Morcheln
Artischocken
Kräuterrisotto
Trüffelrisotto
Pasta mit weißem Trüffel
Kalbsfilet
Ziegenkäse
gereifter Bergkäse
Steinbutt mit Morcheln und brauner Butter wäre mein Favorit: Die cremige Textur des Weins passt zur Butter, während seine Säure und salzige Mineralität das Gericht auffrischen.
„Eichhorn“ Pinot Bianco Terlan DOC 2024
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Eichhorn 2024 ist Manincors charaktervoller Weißburgunder aus Terlan. Ein Wein, der weniger über laute Frucht als über Präzision, Mineralität, Cremigkeit und feine salzige Spannung kommt. Die Kombination aus warmem Terroir und alpiner Frische macht ihn zu einem sehr vielseitigen Speisenbegleiter.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt der 2024er gelben Apfel, Birne und weißen Pfirsich, dazu feine Zitrusnoten und Kräuter. Im Hintergrund entwickelt sich eine dezente mineralische Würze. Am Gaumen wirkt der Eichhorn saftig, cremig und elegant, mit einer schönen Balance zwischen Schmelz und frischer Säure. Die Frucht bleibt präzise und eher kühl, während eine feine salzige Mineralität für zusätzlichen Zug sorgt. Das Finale ist trocken, lang und animierend, mit gelber Frucht, Zitrus und einer leicht kalkig-mineralischen Note.
Ein sehr eleganter Weißburgunder mit Substanz, aber ohne Schwere – präzise, cremig und mineralisch.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus der Lage Eichhorn in Terlan, einer warmen, westlich ausgerichteten Hanglage. Die Böden sind von Porphyrverwitterungsgestein geprägt. Dieses vulkanische Gestein ist charakteristisch für die Terlaner Weine und verleiht dem Eichhorn seine feine mineralische und salzige Spannung. Die warme Lage sorgt für Reife und Schmelz, während die Höhenlage und die kühlen Nächte die notwendige Frische bewahren.
Ausbau
Die Trauben werden schonend verarbeitet und mit längerer Maischestandzeit behandelt. Die Vergärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen, anschließend reift der Wein auf der Feinhefe im Holz. Der Ausbau ist darauf ausgerichtet, dem Weißburgunder Textur und Tiefe zu geben, ohne die klare Frucht oder die mineralische Herkunft zu überdecken. Manincor bewirtschaftet seine Weinberge biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
2024 war insgesamt ein anspruchsvoller Jahrgang mit einem sehr feuchten Frühjahr und entsprechend hohem Pilzdruck. Der warme und trockene Sommer sowie ein günstiger Herbst ermöglichten dennoch die Ernte hochwertiger Weißweine. Gerade die Weißweine des Jahrgangs zeichnen sich durch Frische, Spannung und moderate Alkoholwerte aus. Der Eichhorn 2024 ist bereits angenehm zugänglich, besitzt aber genügend Struktur für weitere Flaschenreife.
Trinkfenster: etwa 2026–2032 Serviertemperatur: 9–11 °C Dekantieren: nicht erforderlich; 15–20 Minuten im Glas reichen meist aus.
Perfekt zu
Der Eichhorn ist aufgrund seiner Kombination aus Schmelz und Säure ausgesprochen vielseitig:
Saibling
Forelle
Zander
gebratener Wolfsbarsch
Jakobsmuscheln
Spargel
Spargel mit Morcheln
Kräuterrisotto
Pasta mit hellen Saucen
Kalbsfilet
Geflügel
Ziegenkäse
Südtiroler Bergkäse
Besonders schön ist Saibling mit brauner Butter und Kräutern: Die cremige Textur des Weißburgunders verbindet sich mit der Butter, während Säure und Mineralität für Frische sorgen.
Auch Kalbsfilet mit Morcheln passt hervorragend – hier bekommt der Wein genügend aromatische Tiefe, um mit dem Gericht mitzuhalten.
„Mason“ Pinot Noir Alto Adige DOC 2023
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Mason 2023 ist Manincors eleganter, burgundisch geprägter Pinot Noir. Er stammt aus den kühleren Höhenlagen rund um Mazzon und Kaltern und gehört zu den Weinen, bei denen Manincor besonders deutlich zeigt, wie fein und tiefgründig Südtiroler Blauburgunder sein kann.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2023er in einem transparenten, leuchtenden Rubinrot. Die Nase ist präzise und fein: Sauerkirsche, rote Johannisbeere und Himbeere verbinden sich mit Veilchen, getrockneten Kräutern und einer feinen erdigen Würze. Dazu kommen dezente Anklänge von Rauch und edlem Holz. Am Gaumen ist der Mason seidig, elegant und saftig, mit klarer roter Frucht und feinkörnigem Tannin. Die Säure verleiht dem Wein Spannung und Länge. Er besitzt nicht die Schwere eines internationalen „Power-Pinots“, sondern lebt von Finesse, Mineralität und Präzision. Das Finale ist lang, kühl und würzig, mit Kirsche, Kräutern und einer feinen mineralischen Note.
Ein ausgesprochen eleganter Südtiroler Pinot Noir: fein, kühl, seidig und mit burgundischer Anmutung.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus Mazzon bei Neumarkt sowie aus ausgewählten Lagen rund um Kaltern. Die Höhenlagen sorgen für die notwendige nächtliche Abkühlung und damit für die Frische des Pinot Noir. Die Böden sind geprägt von Kalkschotter und lehmigen Ablagerungen, teilweise mit Porphyranteilen. Diese unterschiedlichen Terroirs bringen sowohl Frucht als auch Struktur und mineralische Spannung. Gerade die kühlen Nächte und die langen Reifeperioden sind entscheidend für den Stil des Mason: reife, aber nicht marmeladige Frucht und ein feines, langes Säurespiel.
Ausbau
Die Pinot-Noir-Trauben werden spontan mit natürlichen Hefen vergoren. Die Maische wird schonend extrahiert, um die feine Struktur der Sorte zu erhalten. Anschließend reift der Wein über einen längeren Zeitraum in kleinen und großen Holzfässern, wobei der Holzeinsatz bewusst zurückhaltend bleibt. Ziel ist nicht ein vom Holz geprägter Wein, sondern die Entwicklung von Textur, Tiefe und Komplexität. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2023 & Reifepotenzial
Der 2023er ist ein sehr schöner Jahrgang für Pinot Noir: Er verbindet reife rote Frucht mit Frische und feinem Tannin. Jetzt ist er bereits gut zugänglich, aber seine eigentliche Stärke dürfte sich mit etwas Flaschenreife zeigen. Die Primärfrucht wird sich zunehmend in Richtung getrocknete Kirsche, Unterholz, Kräuter, Leder und feine Gewürze entwickeln.
Trinkfenster: etwa 2026–2033 Serviertemperatur: 14–16 °C Dekantieren: 20–30 Minuten Luft reichen meist; nicht zu stark belüften.
Perfekt zu
Der Mason ist besonders schön zu Gerichten, die Feinheit statt Schwere verlangen:
Entenbrust
Rebhuhn
Wachtel
Kalbsrücken
Perlhuhn
gebratene Steinpilze
Pasta mit Pilzen
Risotto mit Waldpilzen
geschmorte Rote Bete
Lachs
Thunfisch
gereifter Bergkäse
Mein Favorit wäre Entenbrust mit Kirschjus und gebratenen Steinpilzen. Die rote Frucht des Pinot Noir greift die Kirsche der Sauce auf, während die erdige Pilznote wunderbar mit der würzigen Tiefe des Weins harmoniert.
Auch Perlhuhn mit Kräutern und Wurzelgemüse passt hervorragend.
„Cassiano“ Vigneti delle Dolomiti IGT 2023
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio
Der Cassiano 2023 ist eine der großen Rotwein-Cuvées von Manincor und ein Paradebeispiel für die Verbindung von mediterraner Fülle und alpiner Frische. Die Trauben stammen aus den besten Rotweinlagen des Gutes, werden biodynamisch bewirtschaftet und spontan vergoren. Der Jahrgang 2023 wurde anschließend 18 Monate im Barrique ausgebaut, etwa die Hälfte davon in neuen Fässern.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Cassiano in einem intensiven, leuchtenden Kirschrot. Die Nase ist tief und vielschichtig: reife Kirschen, rote und dunkle Beeren verbinden sich mit Maulbeere, Lakritz und Wildkräutern. Dazu kommen feine würzige, balsamische und leicht erdige Anklänge. Am Gaumen ist der Wein kräftig, saftig und zugleich ausgesprochen präzise. Die reife Frucht wird von feinmaschigem Tannin getragen, während eine herzhafte, gut integrierte Säure für Spannung sorgt. Die lange Holzreife verleiht zusätzliche Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Im Finale zeigen sich erneut Kirsche, balsamische Würze, Lakritz und Wildkräuter. Der Nachhall ist lang und elegant.
Ein kraftvoller, aber keineswegs schwerer Südtiroler Rotwein – dicht, würzig und strukturiert mit bemerkenswerter Finesse.Die 2023er Zusammensetzung der Cuvee lautet: Je 35% Cabernet Franc und Merlot, 9% Syrah, 8% Tempranillo, 7% Petit Verdot und 6% Cabernet SauvignonDamit unterscheidet sich der 2023er deutlich vom 2022er Cassiano: Cabernet Franc und Merlot bilden nun jeweils 35 % und prägen damit ganz wesentlich die Struktur und Frucht des Weins.
Die Trauben stammen aus den besten Rotweinlagen von Manincor, insbesondere Seehof und Panholzerhof, in Südostlagen mit Blick auf den Kalterer See auf etwa 250–280 Metern Höhe. Die Böden bestehen aus kräftigem, sandigem Lehm mit Kalkschotter und Gletschergesteinsablagerungen.Jede Rebsorte wird separat verarbeitet. Die Maischegärung erfolgt spontan mit traubeneigenen Hefen im Holzbottich und dauert je nach Sorte etwa 10 bis 20 Tage.Danach reifen die einzelnen Partien 18 Monate im Barrique, wobei etwa die Hälfte der Fässer neu ist. Erst kurz vor der Abfüllung werden die verschiedenen Weine zur endgültigen Cuvée vermählt.Manincor arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (IT-BIO-013). Für den 2023er werden rund 14 % vol. angegeben.
Perfekt zu
Der Cassiano 2023 verlangt nach kräftigen, aromatischen Gerichten:
Rehrücken mit Wacholderjus
Hirsch und Wildschwein
Rinderfilet
Entrecôte
geschmorte Rinderbacken
Lamm
kräftiges Ragù
geschmortes Fleisch
Pilzgerichte
gereifter Bergkäse
würziger Hartkäse
Besonders überzeugend ist er zu Wild mit Waldpilzen und dunkler Jus. Die Kirsch- und Kräuteraromatik des Cassiano greift die Wildaromen auf, während Säure und Tannin für die nötige Struktur sorgen.
Auch Rinderschmorbraten mit Wurzelgemüse ist eine hervorragende Kombination.
Serviertemperatur: 16–18 °C. Dekantieren: in der Jugend empfehlenswert; am besten in einem mittelgroßen Bordeauxglas servieren.
„Rubatsch“ Lagrein Alto Adige DOC 2022
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Rubatsch 2022 ist ein reinsortiger Lagrein und gehört zu den charaktervollsten Rotweinen von Manincor. Er verbindet die Feinheit und Eleganz der Lage Rubatsch in Terlan mit der Kraft und Struktur des Seehofs in Kaltern. Manincor bewirtschaftet die Weinberge biodynamisch nach Respekt-BIODYN und vegan.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er ein sehr dichtes Purpurviolett, beinahe undurchdringlich. Die Nase ist dunkel und intensiv: reife Pflaume, schwarze Beeren und Holunder treffen auf Lakritz und feine Kräuterwürze. Mit zunehmender Belüftung entwickelt sich die Aromatik weiter und lässt bereits die Komplexität erahnen, die der Wein mit weiterer Reife gewinnen kann. Am Gaumen besitzt der Rubatsch viel Substanz und markantes Tannin, wirkt dabei aber erstaunlich weich und samtig. Die dunkle Frucht bleibt saftig, während eine gut integrierte Säure und mineralische Spannung den Wein in Balance halten. Das Finale ist lang, trocken und würzig, mit dunkler Frucht, Lakritz und einem feinen, angenehm herben Nachhall.
Ein tiefgründiger Lagrein mit Kraft und Struktur, aber ohne Schwere – dunkel, würzig, samtig und sehr eigenständig.
Herkunft & Terroir
Der Wein ist eine spannende Verbindung zweier unterschiedlicher Lagen:
⅔ Rubatsch, Terlan – Südwesthang auf etwa 250 m, sandiger Boden auf Porphyrverwitterungsgestein; hier entstehen Feinheit und Eleganz.
⅓ Seehof, Kaltern – ebenfalls etwa 250 m, mit lehmigem Kalkschotter; dieser Anteil bringt Kraft und Struktur.
Gerade diese Kombination macht den Rubatsch so interessant: Der vulkanisch geprägte Porphyrboden bringt eine eher feingliedrige, elegante Seite ein, während der Kalkschotter des Seehofs für Druck und Tannin sorgt.
Ausbau
Die Trauben werden spontan mit traubeneigenen Hefen im Holzbottich vergoren. Die Maische bleibt rund zwei Wochen auf den Schalen; durch tägliches Untertauchen des Tresterkuchens erfolgt eine behutsame Extraktion von Farbe und Gerbstoff.Danach reift der Wein 16 Monate im Barrique, wobei nur jedes fünfte Fass neu ist. Das entspricht etwa 20 % Neuholz – genug für zusätzliche Tiefe und Würze, ohne die Lagrein-Frucht mit Holz zu überdecken.Der Jahrgang 2022 besitzt 12,5 % vol., 5,6 g/l Säure und 0,8 g/l Restzucker. Es wurden 13.500 Flaschen und 280 Magnums abgefüllt.
Reife & Servieren
Der 2022er befindet sich jetzt in einer sehr schönen Trinkphase, besitzt aber noch Reserven. Manincor nennt 2024 bis Ende 2029 als optimale Trinkreife.
Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: in der Jugend empfehlenswert, etwa 30–60 Minuten. Glas: großes Bordeauxglas.
Perfekt zu
Der Rubatsch braucht aromatisch kräftige Gerichte mit genügend Protein und Fett:
Rehrücken mit Wacholderjus
Hirschragout
Wildschwein
geschmorte Rinderbacke
Rinderbraten
Lamm
Entrecôte
kräftiges Ragù
Südtiroler Schlachtplatte
gereifter Bergkäse
gereifter Pecorino
Besonders überzeugend: Hirschragout mit Preiselbeeren und Serviettenknödeln. Die dunkle Pflaumen- und Beerenfrucht des Lagrein nimmt die Wildaromatik auf, während Tannin und Säure die kräftige Sauce ausbalancieren.
Auch zu gereiftem Südtiroler Bergkäse ist der Rubatsch hervorragend.
„Sophie“ Chardonnay Südtirol DOC 2024
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Sophie 2024 ist Manincors großer Chardonnay und gehört zur Spitzenlinie „Schutzengel“. Er zeigt Chardonnay nicht als üppigen, holzbetonten Wein, sondern als präzisen, mineralischen und sehr langlebigen Südtiroler Spitzenweißwein.
Charakter & Verkostung
In der Nase zunächst gelber Apfel, Birne und weißer Pfirsich, dazu feine Zitrusnoten und weiße Blüten. Mit Luft kommen zunehmend Haselnuss, Brioche, feine Kräuter und eine dezente rauchig-mineralische Würze hinzu. Am Gaumen wirkt der 2024er dicht, cremig und ausgesprochen elegant. Die reife Frucht wird von einer straffen, lebendigen Säure getragen. Dadurch besitzt der Wein trotz seiner Dichte einen bemerkenswerten Zug. Das Holz ist fein eingebunden und gibt Struktur und Cremigkeit, ohne die Frucht zu überdecken. Das Finale ist sehr lang, trocken und salzig-mineralisch, mit Zitrus, Nuss und einer feinen rauchigen Würze.
Ein großer Chardonnay mit alpiner Frische und burgundischer Finesse – tief, elegant und ausgesprochen präzise.
Herkunft & Terroir
Die Chardonnay-Trauben für Sophie stammen aus den besten Chardonnay-Lagen von Manincor rund um Kaltern und Terlan. Die unterschiedlichen Höhenlagen und Böden schaffen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Reife und Frische. Kalkreiche Böden liefern Struktur und Spannung, während die wärmeren Standorte für reife Frucht sorgen. Die kühlen Nächte Südtirols sind dabei entscheidend: Sie bewahren die Säure und verleihen dem Wein seine kühle, präzise Art.
Ausbau
Die Trauben werden sehr schonend verarbeitet. Die Vergärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen im französischen Holz. Danach reift Sophie lange auf der Feinhefe im Holz, wodurch seine cremige Textur und die komplexe Aromatik entstehen. Der Holzeinsatz bleibt bewusst dezent und ist vollständig in die Struktur eingebunden. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2024 & Reifepotenzial
2024 war ein anspruchsvoller Jahrgang mit einem sehr feuchten Frühjahr und entsprechend hohem Krankheitsdruck. Der warme, trockene Sommer und ein günstiger Herbst ermöglichten schließlich eine gute Reife. Für die Weißweine des Jahrgangs sind Frische, Nerv, Spannung und moderate Alkoholwerte charakteristisch. Das passt hervorragend zum Sophie: Der Wein besitzt genügend Konzentration für eine lange Reife, gleichzeitig hält ihn die Säure präzise und lebendig.
Trinkfenster: etwa 2027–2036+ Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: 30–45 Minuten Luft sind sinnvoll; bei sehr junger Flasche darf es auch etwas mehr sein.
Perfekt zu
Hummer
Langoustinen
Jakobsmuscheln
Steinbutt
Seezunge
Saibling
Kalbsfilet
Kalbsbries
Geflügel mit Morcheln
Trüffelrisotto
Pasta mit weißem Trüffel
Spargel mit Morcheln
gereiftem Bergkäse
Besonders empfehlenswert: Steinbutt mit brauner Butter und Morcheln. Die cremige Textur des Weins verbindet sich mit der Butter, während Säure und Mineralität für Spannung sorgen.
Für einen festlicheren Gang: Hummer mit Zitronenbutter.
„La Contessa“ Terlan DOC 2024 – Magnum
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der La Contessa 2024 ist eine elegante Terlaner Weißwein-Cuvée aus Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Gerade im Magnum-Format ist er besonders interessant: Die größere Flasche begünstigt eine langsamere Reifung und passt hervorragend zu einem Wein, der laut Manincor deutlich von weiterer Flaschenentwicklung profitiert. Das Weingut beschreibt den Contessa als komplexen Wein, der mit zunehmender Reife immer stärker seine mineralische Seite und Tiefe zeigt.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der 2024er in kräftigem Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dominieren frischer Apfel und Aprikose, dazu kommen Wiesenkräuter und ein feiner Hauch Salbei. Die Frucht wirkt klar und präzise, ohne exotisch oder überbordend zu werden. Am Gaumen ist der La Contessa dicht, elegant und geschmeidig, mit viel Schmelz. Gleichzeitig sorgt eine animierende, straffe Säure für Frische und Spannung. Das Holz bleibt dezent im Hintergrund und dient vor allem der Textur. Das Finale ist lang, frisch und leicht kräuterig.
Ein sehr eleganter Südtiroler Weißwein: cremig und dicht, aber gleichzeitig frisch, mineralisch und präzise.
Die Cuvée 2024
Der Jahrgang besteht aus:
53 % Weißburgunder
29 % Chardonnay
18 % Sauvignon Blanc
Der Weißburgunder bildet das elegante Rückgrat, Chardonnay steuert Schmelz und Körper bei, während Sauvignon Blanc Frische und die feine Kräuteraromatik einbringt.
Herkunft & Terroir
Zwei Drittel der Trauben stammen aus Lieben Aich in Terlan, ein Drittel aus Campan in Kaltern. Lieben Aich ist eine warme, westlich ausgerichtete Hanglage auf etwa 300 m mit wasserdurchlässigem, sandigem Boden auf Porphyrverwitterungsgestein. Campan liegt dagegen auf rund 500 m, ist kühler und ostexponiert; dort dominieren lehmige Kalkböden mit eiszeitlichen Gletscherablagerungen. Diese Kombination erklärt den Stil sehr schön: Porphyr bringt Spannung und Mineralität, der höhere und kühlere Campan-Anteil Frische und Präzision.
Ausbau
Die entrappten Beeren bleiben sechs Stunden in der Presse auf der Maische, um Aromen und Struktur aus den Beerenschalen zu lösen. Die Gärung erfolgt spontan mit traubeneigenen Hefen im Holzfass. Anschließend reift der Wein neun Monate auf der Feinhefe. Dadurch erhält er seine charakteristische Kombination aus Schmelz, Dichte und aromatischer Tiefe, ohne seine Frische zu verlieren. Der 2024er besitzt 12,5 % vol., 1,2 g/l Restzucker und 6,0 g/l Säure. Insgesamt wurden 69.200 Flaschen und nur 430 Magnums abgefüllt. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang & Reifepotenzial
2024 war für biodynamischen Weinbau anspruchsvoll: Die Monate Mai bis Juli brachten hohen Druck durch Peronospora und Oidium. Der heiße Sommer und ein guter Herbst ermöglichten anschließend dennoch sehr gute Weißweine. Manincor charakterisiert den Jahrgang durch Nerv, Spannung, knackige Säure und moderaten Alkohol. Die La-Contessa-Trauben wurden zwischen Mitte September und Mitte Oktober gelesen. Falstaff bewertete den 2024er mit 91 Punkten und beschreibt ihn als geradlinig, saftig und animierend mit gutem Grip.Das Weingut empfiehlt den Jahrgang ab Sommer 2025 bis Ende 2031. Für die Magnum würde ich das obere Ende dieses Fensters sogar mit besonderem Interesse betrachten.
Serviertemperatur: 8–10 °C Dekantieren: bei junger Magnum nicht zwingend, aber 30–45 Minuten Luft können dem Wein sehr gut tun.
Perfekt zu
Der La Contessa ist ein hervorragender Speisenwein:
gebratener Lachs mit Kräuterkruste
Saibling oder Forelle
Jakobsmuscheln
Garnelen
Vitello tonnato
Spargel
Risotto
Kräuterrisotto
vegetarische Gerichte
Geflügel
Kalbfleisch
leichte mediterrane Küche
cremige Pasta mit Kräutern
Besonders empfehlenswert ist gebratener Saibling mit Kräutern und Zitronenbutter. Die cremige Textur des Weins nimmt die Butter auf, während Säure und Mineralität für Frische sorgen.
Auch Kalbsfilet mit Kräuterjus und gebratenem Gemüse funktioniert ausgezeichnet.
„Lieben Aich“ Terlan DOC 2020
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Lieben Aich 2020 ist ein großer, charaktervoller Sauvignon Blanc aus Terlan und gehört bei Manincor zur hochwertigen „Schutzengel“-Linie. Er stammt aus der gleichnamigen, warmen Porphyrlage Lieben Aich und verbindet die typische Sauvignon-Aromatik mit einer für Terlan bemerkenswerten Tiefe, Mineralität und Langlebigkeit.
Charakter & Verkostung
Nach inzwischen rund sechs Jahren Flaschenreife zeigt der 2020er deutlich mehr Komplexität als in seiner Jugend. In der Nase verbinden sich gelbe Früchte, reife Zitrusnoten und Stachelbeere mit Salbei, Kräutern und einer rauchig-mineralischen Würze. Dazu können sich mit der Reife dezente Honig-, Feuerstein- und nussige Nuancen entwickeln. Am Gaumen ist der Wein dicht, präzise und cremig, dabei aber von einer straffen Säure getragen. Die Frucht ist reif und konzentriert, ohne breit zu wirken. Besonders charakteristisch ist die Verbindung aus Schmelz und salziger Mineralität. Das Finale ist lang, trocken und sehr mineralisch, mit Kräuterwürze und einem leicht rauchigen Nachhall.
Ein gereifter Terlaner Sauvignon mit viel Tiefe und Spannung – deutlich mehr Burgunder als „lauter Sauvignon“.
Herkunft & Terroir
Lieben Aich ist eine der wichtigsten Weinlagen von Manincor und liegt in Terlan auf rund 300 Metern Höhe. Der nach Westen ausgerichtete Hang ist geprägt von sandigem, wasserdurchlässigem Boden auf Porphyrverwitterungsgestein. Der vulkanische Porphyr ist für die charakteristische Mineralität und salzige Spannung des Weins von zentraler Bedeutung. Die warme Exposition ermöglicht eine gute physiologische Reife der Sauvignon-Trauben, während die Höhe und die nächtliche Abkühlung für Frische sorgen.
Ausbau
Die Trauben werden schonend verarbeitet und mit längerer Maischestandzeit auf der Schale vorbereitet. Die Vergärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen in Holzfässern. Anschließend reift der Wein über längere Zeit auf der Feinhefe im Holz, wodurch die cremige Textur und die große aromatische Tiefe entstehen. Der Holzeinsatz bleibt dabei bewusst im Hintergrund – entscheidend sind Frucht, Mineralität und Herkunft. Manincor bewirtschaftet die Lage biodynamisch nach Respekt-BIODYN und biologisch zertifiziert.
Jahrgang 2020 & Reife
Der 2020er ist jetzt besonders interessant, weil er die erste große Phase seiner Entwicklung erreicht. Die intensive Sauvignon-Frucht ist bereits etwas zurückgetreten; dafür treten Terroir, Kräuterwürze, Rauchigkeit und mineralische Tiefe stärker hervor. Gleichzeitig besitzt der Wein genügend Säure, um noch viele Jahre weiterzureifen. Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030+. Bei guter Lagerung kann eine Magnum oder eine gut gelagerte Flasche auch darüber hinaus interessant bleiben.
Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: bei einer jungen Flasche nicht zwingend; beim 2020er würde ich 30–45 Minuten Luft empfehlen, insbesondere bei einer größeren Flasche.
Perfekt zu
Der gereifte Lieben Aich verlangt nach Gerichten mit etwas mehr Substanz:
Jakobsmuscheln
Hummer
gebratener Steinbutt
Wolfsbarsch
Saibling
Forelle mit brauner Butter
Spargel mit Morcheln
Risotto mit Kräutern
Pasta mit Trüffel
Kalbsfilet
Geflügel mit cremiger Sauce
Ziegenkäse
gereifter Bergkäse
Eine besonders starke Kombination wäre Steinbutt mit brauner Butter, Kräutern und gerösteten Mandeln. Die cremige Textur des Weins verbindet sich mit der Butter, während seine Mineralität und Säure dem Gericht Spannung geben.
Noch interessanter mit zunehmender Reife: Kalbsfilet mit Morcheln. Hier zeigt der 2020er, dass ein großer Terlaner Sauvignon durchaus zu einem Hauptgang mit Fleisch mithalten kann.
„Tannenberg“ Sauvignon Blanc Terlan DOC 2023 – Magnum
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Tannenberg 2023 ist einer der großen Sauvignon Blancs von Manincor und stammt aus der hoch gelegenen Einzellage Tannenberg in Terlan. Die Magnum unterstreicht den ohnehin auf Langlebigkeit ausgelegten Charakter dieses Weins: präzise, mineralisch, tief und mit enormem Reifepotenzial.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt der 2023er eine kühle, konzentrierte Sauvignon-Aromatik: Stachelbeere und Grapefruit treffen auf weißen Pfirsich, Holunderblüte und frische Kräuter. Dazu kommen mit etwas Luft zunehmend Feuerstein, Rauch und eine feine würzige Mineralität. Am Gaumen ist der Tannenberg straff, dicht und sehr präzise. Die Frucht wirkt reif und konzentriert, aber keineswegs opulent. Eine lebendige Säure gibt dem Wein enorme Spannung, während die mineralische Struktur für Länge sorgt. Das Finale ist sehr lang, trocken und salzig-mineralisch, mit Zitrus, Kräutern und einem feinen rauchigen Nachhall.
Ein großer Sauvignon Blanc mit alpiner Frische und Terlaner Mineralität – eher Burgund als Neuseeland.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen aus der Einzellage Tannenberg in Terlan, einer der hoch gelegenen und kühleren Lagen von Manincor. Die Weinberge liegen deutlich höher als die warmen Terlaner Hanglagen. Der kühle Standort und die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für eine besonders langsame Reife und bewahren die aromatische Präzision des Sauvignon Blanc. Die Böden sind von Porphyr und mineralreichen Verwitterungsgesteinen geprägt. Diese verleihen dem Wein seine charakteristische salzige, rauchige und steinige Spannung.
Ausbau
Der Tannenberg wird sehr schonend verarbeitet und spontan mit natürlichen Hefen vergoren. Die Gärung und anschließende Reifung erfolgen überwiegend im Holzfass. Der Wein bleibt lange auf der Feinhefe, wodurch er seine dichte, cremige Textur und zusätzliche Tiefe erhält. Gleichzeitig wird das Holz durch die mineralische Struktur und die Säure vollständig integriert. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2023 & Magnum
2023 brachte für Südtirol reife, kraftvolle Trauben mit ausreichend Säure. Beim Tannenberg ergibt das einen Wein mit mehr Druck und Stoff als ein klassischer Sauvignon, ohne seine Frische zu verlieren.Die Magnum ist für diesen Wein besonders empfehlenswert: Das größere Flaschenvolumen sorgt für eine langsamere Entwicklung und lässt die mineralischen und sekundären Aromen über viele Jahre besonders harmonisch miteinander verschmelzen.
Trinkfenster: etwa 2027–2037+ Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: bei der Magnum empfehle ich 30–60 Minuten, bei sehr junger Flasche ruhig länger.
Perfekt zu
Der Tannenberg verlangt nach anspruchsvollen Gerichten:
Steinbutt
Seezunge
Wolfsbarsch
Hummer
Jakobsmuscheln
Saibling mit brauner Butter
Spargel mit Morcheln
Trüffelrisotto
Pasta mit weißem Trüffel
Kalbsfilet
Geflügel mit Kräuterjus
gereifter Ziegenkäse
Südtiroler Bergkäse
Eine besonders starke Kombination ist Steinbutt mit brauner Butter, Morcheln und Kräutern. Die cremige Textur des Weins trifft auf die Butter, während seine Säure und Mineralität das Gericht präzise ausbalancieren.
Noch luxuriöser: Hummer mit leicht gebräunter Butter und Zitrone.
Verkostungsnotiz:Leuchtendes, dunkles Purpurrot. In der Nase ein delikates, sehr animierendes Stelldichein von dunklen Beeren, Zedernholz und Tabak. Am Gaumen ausdrucksstark, konzentriert und stoffig, mächtige aber feinkörnige Tannine, mit Finesse und guter Struktur. Der beeindruckende Abgang ist wieder von viel Frucht geprägt (mittlerweile gereift)Tenuta Manincor - Kaltern, SüdtirolDie Geschichte des Weingutes und seiner historischen Gebäude geht zurück bis ins Jahr 1608. Für seine Verdienste um Österreich bekam Gründer Hieronymus Manincor vom Kaiser das Land am Kalterer See geschenkt und wurde in den Adelsstand erhoben. Aus dieser Zeit stammt auch das erweiterte Familienwappen "Man-in-cor", was frei übersetzt "Hand aufs Herz" bedeutet. Hieronymus Manincors Enkelin heiratete 1662 einen Vorfahren der Grafen Enzenberg, der Grundstein für die lange Verbindung Manincor - Enzenberg. 1978 ging das Gut endgültig in den Besitz der Grafen Enzenberg über.Als Michael Graf Goëss-Enzenberg 1991 Manincor von seinem Onkel übernahm, wurde noch nicht selbst vinifiziert sondern das Traubenmaterial wurde an die Genossenschaften in Kaltern und Terlan geliefert. Das hat sich ab 1996 grundlegend geändert, als mit der Weinproduktion in eigenen Kelleranlagen begonnen wurde. Mittlerweile sind rund 50 Hektar in besten Lagen, wie Manincor, Lieben Aich, Campan, Mazzon und Keil unter Reben, die zur Gänze biodynamisch bewirtschaftet werden. Seit 2009 ist das Weingut nach entsprechend Demeter-zertifiziert. Die Weine von Tenuta Manincor bereiten eine unglaubliche Trinkfreude. Konzentriert, fruchtig, facettenreich, geprägt von Mineralität und Eleganz und doch wirken sie immer leichtfüssig und unbeschwert.
„Lieben Aich“ Sauvignon Alto Adige Terlano DOC 2023
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Lieben Aich 2023 ist einer der charaktervollsten Sauvignon Blancs von Manincor. Er stammt aus der gleichnamigen Einzellage in Terlan und verbindet die typische Sauvignon-Frische mit der für die Terlaner Porphyrböden so charakteristischen Mineralität, Würze und Tiefe.
Charakter & Verkostung
In der Nase zeigt der 2023er Stachelbeere, gelbe Zitrusfrucht und weißen Pfirsich, dazu Salbei, mediterrane Kräuter und eine feine rauchig-mineralische Note. Mit etwas Luft entwickelt sich die Aromatik zunehmend komplex. Am Gaumen ist der Wein straff, saftig und präzise, mit reifer Frucht und einer sehr schönen Balance zwischen cremigem Schmelz und mineralischer Spannung. Die Säure wirkt klar und animierend, ohne spitz zu sein. Das Finale ist lang, trocken und salzig-mineralisch, begleitet von Kräutern und feiner Zitrusfrucht.
Ein Sauvignon mit viel Terroir und wenig Sorten-Klischee – präzise, mineralisch, tief und ausgesprochen elegant.
Herkunft & Terroir
Die Trauben stammen ausschließlich aus der Lage Lieben Aich in Terlan, auf etwa 300 Metern Höhe. Der westlich ausgerichtete Hang besitzt sandige, wasserdurchlässige Böden auf Porphyrverwitterungsgestein. Der Porphyr ist wesentlich für die charakteristische mineralische Spannung des Weins. Die warme Exposition sorgt für aromatische Reife, während die Höhenlage und die nächtliche Abkühlung die Frische erhalten.
Ausbau
Die Trauben werden schonend verarbeitet und verbringen zunächst Zeit auf der Maische. Die Vergärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen im Holzfass. Anschließend reift der Sauvignon über einen längeren Zeitraum auf der Feinhefe im Holz, wodurch er seine cremige Textur und zusätzliche aromatische Tiefe erhält. Das Holz bleibt dabei dezent und integriert sich in die Struktur des Weins. Manincor bewirtschaftet die Weinberge biodynamisch nach Respekt-BIODYN, biologisch zertifiziert und vegan.
Jahrgang 2023 & Reifepotenzial
Der 2023er besitzt eine schöne Kombination aus reifer Frucht und straffer Frische. Er ist bereits zugänglich, wird aber mit einigen Jahren Flaschenreife deutlich an Komplexität gewinnen.Besonders interessant dürfte die Entwicklung von der zunächst deutlicheren Sauvignon-Frucht hin zu Feuerstein, Kräutern, Rauch, gelber Frucht und salziger Mineralität sein.
Trinkfenster: 2032+ Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: bei jungem Wein nicht zwingend; 20–30 Minuten Luft können ihm gut tun.
Perfekt zu
Saibling mit Kräutern
Steinbutt
Wolfsbarsch
Jakobsmuscheln
Garnelen
Spargel
Spargel mit Morcheln
Kräuterrisotto
Pasta mit Trüffel
Ziegenkäse
Kalbsfilet
Geflügel mit cremiger Sauce
gereiftem Südtiroler Bergkäse
Besonders schön: Saibling mit brauner Butter und Kräutern. Die cremige Textur des Weins nimmt die Butter auf, während Säure und Mineralität für Frische sorgen.
Für einen ambitionierteren Gang ist Kalbsfilet mit Morcheln und Kräuterjus ideal – hier kommt die Tiefe des Terlaner Sauvignon besonders gut zur Geltung.
„Castel Campan“ Vigneti delle Dolomiti IGT 2019
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | biodynamisch
Der Castel Campan 2019 ist eine der großen Rotwein-Cuvées von Manincor und ein hervorragendes Beispiel für die Verbindung von Cabernet Franc und Merlot mit dem besonderen Terroir rund um den Kalterer See. Der Jahrgang wurde von Falstaff mit 96 Punkten bewertet.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt er sich in glänzendem, tiefem Rubinrot. Die Nase ist dicht und komplex: Cassis, Maulbeere und dunkle Kirsche verbinden sich mit feinen Gewürzen. Dazu kommen Schokolade, Lakritz und dezente Tabaknoten. Mit etwas Luft öffnet sich der Wein weiter und gewinnt an balsamischer und würziger Tiefe. Am Gaumen wirkt der 2019er konzentriert, saftig und ausgesprochen präzise. Die dunkle Beerenfrucht wird von einer lebendigen Säure getragen. Besonders schön ist das feinmaschige, vielschichtige Tannin, das bereits sehr gut integriert ist, aber weiterhin Struktur und Reifepotenzial besitzt. Im langen Finale kommen dunkle Beeren, Schokolade und Tabak wieder zusammen. Eine leicht salzige, mineralische Spannung sorgt für zusätzlichen Zug.
Ein großer Südtiroler Bordeaux-Blend: dicht und kraftvoll, aber mit bemerkenswerter Frische, Finesse und Eleganz.
Der Jahrgang 2019 besteht aus: 65% Cbernet Franc und 35% MerlotDer Cabernet Franc bringt die präzise dunkle Frucht, Würze und Struktur, während der Merlot für Fülle, Geschmeidigkeit und reife Frucht sorgt.Der Merlot stammt aus der Lage Tatzenschrot, einem warmen Südosthang auf etwa 250 Metern Höhe, der mit den ältesten Merlot-Reben von Manincor bestockt ist. Der Cabernet Franc wächst am Seehof auf lehmigem Kalkschotter.Der 2019er wurde spontan mit natürlichen Hefen im offenen Holzbottich vergoren. Die Maische blieb rund vier Wochen in Kontakt mit den Schalen, um ein möglichst feinkörniges und zugleich kräftiges Tanningerüst aufzubauen. Anschließend reifte der Wein 20 Monate in Barriques, davon etwa die Hälfte in neuen Fässern.Abgefüllt wurden vom Jahrgang 2019 lediglich 5.960 Flaschen, was seine Stellung als besonders hochwertiges Manincor-Gewächs unterstreicht. Der Wein besitzt 14 % vol. und nur 0,9 g/l Restzucker. Manincor arbeitet biodynamisch nach Respekt-BIODYN; der Wein wird zudem vegan ausgebaut.
Der 2019er ist heute in einer sehr schönen Entwicklungsphase: Die Primärfrucht ist bereits komplexer geworden, während Tannin, Säure und Holz hervorragend miteinander verschmolzen sind. Eine Weinbewertung von wein.plus sah den Wein bereits ab 2023 bis 2030+ in einem guten Trinkfenster.
Serviertemperatur: 16–18 °C Dekantieren: etwa 1 Stunde, bei jüngeren Flaschen auch etwas länger. Glas: großes Bordeauxglas.
Perfekt zu
Der Castel Campan 2019 verlangt nach kräftigen, aromatisch tiefen Gerichten:
Rinderfilet
Entrecôte
geschmorte Rinderbacken
Rinderschmorbraten
Rehrücken
Hirschragout
Wildschwein
Lamm
kräftiges Ragù
geschmorte Auberginen
Steinpilze
Trüffel
gereifter Bergkäse
Parmesan
Besonders schön ist Rehrücken mit Steinpilzen und dunkler Wacholderjus. Die Cassis- und Beerenfrucht verbindet sich mit dem Wild, während Cabernet-Franc-Würze und Tannin die dunkle Jus und die Pilzaromen aufnehmen.
Auch zu einem saftigen Entrecôte mit Kräuterjus ist der 2019er eine ausgezeichnete Wahl.
„Mason di Mason“ Pinot Noir 2020
Vigneti delle Dolomiti IGT – Manincor, Kaltern | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Mason di Mason 2020 ist Manincors großer, streng selektionierter Pinot Noir. Im Gegensatz zum klassischeren „Mason“ wird für den Mason di Mason nur das beste Traubenmaterial der ältesten und hochwertigsten Pinot-Noir-Parzellen verwendet. Das Ergebnis ist ein besonders tiefgründiger, langlebiger und burgundisch anmutender Südtiroler Blauburgunder.
Charakter & Verkostung
Der 2020er zeigt inzwischen erste deutliche Reife- und Sekundäraromen, bleibt aber von bemerkenswerter Frische geprägt. In der Nase dominieren reife Kirsche, schwarze Kirsche und Waldbeeren, ergänzt durch Veilchen, getrocknete Kräuter, Unterholz und feine Gewürznoten. Mit Luft treten zunehmend Rauch, Tabak und erdige Nuancen hervor. Am Gaumen ist der Wein dicht, seidig und konzentriert, ohne schwer zu wirken. Die Frucht ist dunkel und reif, das Tannin feinkörnig und sehr gut eingebunden. Eine lebendige Säure sorgt für Spannung und verhindert jede Breite. Das Finale ist lang, würzig und mineralisch, mit Kirsche, Unterholz und einem Hauch von dunkler Schokolade.
Ein großer Südtiroler Pinot Noir mit Tiefe und Finesse – kraftvoller als der „Mason“, aber immer von Eleganz und Frische getragen.
Herkunft & Terroir
Der Name Mason di Mason steht für die besondere Selektion aus den hochwertigsten Pinot-Noir-Parzellen von Manincor. Die Weinberge liegen in den kühleren Höhenlagen rund um Kaltern und Mazzon. Die Böden sind von Kalkschotter, Lehm und Moränenablagerungen geprägt und geben dem Wein Struktur und mineralische Spannung. Die Kombination aus kühlen Nächten, langer Vegetationsperiode und alten Rebstöcken ermöglicht eine langsame, vollständige Reife der Pinot-Noir-Trauben.
Ausbau
Die Trauben werden streng selektioniert und spontan mit natürlichen Hefen vergoren. Die Maische wird sehr behutsam extrahiert, um die feine Pinot-Noir-Struktur zu erhalten. Anschließend reift der Mason di Mason über einen langen Zeitraum in kleinen französischen Eichenfässern. Dabei geht es weniger um ausgeprägte Holznoten als um die Entwicklung von Tiefe, Seidigkeit und komplexen Reifearomen. Die biodynamische Bewirtschaftung nach Respekt-BIODYN und die sehr niedrigen Erträge ermöglichen die hohe Konzentration und Präzision dieses Weins.
Jahrgang 2020 & Reifepotenzial
Der 2020er befindet sich jetzt an einem besonders interessanten Punkt: Die jugendliche Frucht beginnt sich mit tertiären Aromen zu verbinden, während Säure und Tannin noch genügend Struktur für weitere Entwicklung besitzen.Jetzt zeigt er bereits Unterholz, Kräuter, Gewürze und feine erdige Noten, wird aber mit weiterer Lagerung noch komplexer.
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2032–2035 Serviertemperatur: 15–17 °C Dekantieren: empfehlenswert, etwa 45–60 Minuten. Bei einer sehr gut gereiften Flasche vorsichtiger belüften.
Perfekt zu
Der Mason di Mason verlangt nach anspruchsvoller Küche:
Rehrücken
Hirsch
Rebhuhn
Fasan
Ente
Taube
geschmorte Rinderbacke
Kalbsbäckchen
Steinpilze
Trüffel
Wildragout
kräftiges Pilzrisotto
gereifter Bergkäse
Besonders stark ist die Kombination mit Rehrücken, Wacholderjus und Steinpilzen. Die feine Wildaromatik, die dunkle Frucht und die erdigen Noten des Weins greifen ineinander, während Säure und Tannin das Gericht auffrischen und strukturieren.
Auch Taube mit Sellerie und Trüffel wäre eine sehr elegante Kombination.
Cassiano Vigneti delle Dolomiti IGT 2022 – Magnum
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | biodynamisch
Der Cassiano 2022 ist eine kraftvolle, zugleich sehr elegante Rotwein-Cuvée von Manincor. Die biodynamisch und vegan arbeitende Kellerei verbindet internationale Sorten mit dem besonderen Mikroklima rund um den Kalterer See. Der Jahrgang 2022 war geprägt von einem warmen Sommer, kühlen Nächten und einem sonnigen Herbst – ideale Voraussetzungen für reife, aromatische und dennoch spannungsreiche Trauben.
Charakter & Verkostung
Im Glas zeigt sich der Cassiano in intensivem, leuchtendem Kirschrot. Die Nase ist geprägt von reifen Kirschen, dunklen Beeren und Lakritz, ergänzt durch Wildkräuter und würzige mediterrane Anklänge. Mit etwas Luft kommen feine balsamische und dunkle Gewürznoten hinzu. Am Gaumen ist er saftig, elegant und gut strukturiert. Die reife Frucht wird von einer angenehm frischen Säure getragen. Das Tannin wirkt fein und geschmeidig, wodurch der Wein trotz seiner Konzentration nicht schwer erscheint. Im langen Nachhall verbinden sich Kirsche, Lakritz und würzige Wildkräuter zu einer ausgesprochen harmonischen, frischen und würzigen Persistenz.Der 2022er setzt sich zusammen aus:39% Merlot, 33%Cabernet Franc, jeweils 8% Tempranillo und Petit Verdot, 7% Cabernet Sauvignon, 5% SyrahDamit ist der Cassiano deutlich vom Merlot und Cabernet Franc geprägt, während Tempranillo, Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und Syrah zusätzliche Würze, Struktur und Komplexität beitragen.
Ein großer Südtiroler Rotwein mit mediterraner Tiefe und alpiner Frische – kraftvoll, aber vor allem elegant und präzise.
Die Trauben stammen aus den besten Rotweinlagen von Manincor, Seehof und Panholzerhof, in Südostlagen mit Blick auf den Kalterer See, auf etwa 250–280 Metern Höhe. Die Böden bestehen aus kräftigem sandigem Lehm, durchsetzt mit Kalkschotter und Gletschergesteinsablagerungen. Diese Kombination unterstützt sowohl die Reife als auch die mineralische und strukturelle Seite des Weins. Jede Rebsorte wird separat verarbeitet. Die Maischegärung erfolgt spontan mit traubeneigenen Hefen in Holzbottichen und dauert je nach Sorte etwa 10–20 Tage. Anschließend reifen die einzelnen Weine 18 Monate in Barriques, wobei etwa die Hälfte der Fässer neu ist. Erst kurz vor der Abfüllung werden die verschiedenen Partien zur endgültigen Cuvée vermählt. Der Jahrgang besitzt 13,5 % vol., 1,1 g/l Restzucker und 5,2 g/l Säure. Vom Jahrgang 2022 wurden 28.150 normale Flaschen und nur 870 Magnums gefüllt – die Magnum ist damit eine vergleichsweise kleine Sondermenge.
Die optimale Trinkreife gibt Manincor mit 2024 bis Ende 2032 an. Gerade die Magnum dürfte sich aufgrund des langsameren Reifeverlaufs besonders schön entwickeln.
Perfekt zu
Der Cassiano verlangt nach aromatischen und kräftigen Gerichten:
Rehrücken oder Hirsch
Wildschwein
Rinderfilet
Entrecôte
geschmorte Rinderbacken
Lamm
kräftiges Ragù
geschmortes Kalb
Pilzgerichte
gereifter Bergkäse
würziger Hartkäse
Besonders überzeugend ist er zu Rehrücken mit Wacholderjus und Waldpilzen. Die Kirsch- und Kräuternoten des Weins greifen die Wildaromatik auf, während Säure und Tannin für Struktur sorgen.
Auch zu Rinderschmorbraten mit Wurzelgemüse ist die Magnum eine hervorragende Wahl.
Serviertemperatur: 16–18 °C. Dekantieren: in der Jugend etwa 30–60 Minuten, später vorsichtiger. Manincor empfiehlt für die Jugendphase das Dekantieren und ein mittelgroßes Bordeauxglas.
„Sophie“ Alto Adige DOC 2023 – Magnum
Manincor – Kaltern, Oltradige/Überetsch | Südtirol | bio & biodynamisch
Der Sophie 2023 ist einer der großen weißen Prestigeweine von Manincor. Die Magnum macht ihn besonders interessant, denn Sophie ist kein jugendlich-fruchtiger Südtiroler Weißwein, sondern ein komplexer, auf lange Reife ausgelegter Chardonnay mit viel Struktur, feinem Holzeinsatz und ausgeprägter Mineralität.
Charakter & Verkostung
Die Nase wirkt präzise und tief: reifer gelber Apfel, Birne und weißer Pfirsich verbinden sich mit Zitrus, weißen Blüten und feinen Kräutern. Dazu kommen dezente Noten von Haselnuss, Rauch und gut integriertem Holz. Mit Luft wird der Wein zunehmend komplexer. Die Frucht tritt etwas zurück und macht Platz für mineralische, nussige und würzige Nuancen. Am Gaumen ist Sophie dicht, cremig und kraftvoll, besitzt aber gleichzeitig eine bemerkenswerte Frische. Die Säure sorgt für Spannung und verhindert, dass der Chardonnay breit oder schwer wirkt. Das Finale ist lang, trocken und mineralisch, mit gelber Frucht, feiner Würze und einem eleganten salzigen Nachhall.
Ein großer Südtiroler Chardonnay mit burgundischer Anmutung – dicht und cremig, aber präzise, mineralisch und sehr langlebig.Herkunft & Terroir
Sophie stammt aus den hochwertigen Chardonnay-Lagen von Manincor rund um Kaltern und Terlan. Die unterschiedlichen Böden und Höhenlagen ermöglichen eine sehr ausgewogene Kombination aus Reife, Frische und Mineralität. Besonders die kalkreichen und porphyrgeprägten Böden tragen zur Struktur und dem langen Nachhall bei. Das warme Südtiroler Klima sorgt für reife Frucht, während die Höhenlage und die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht die Säure bewahren.
Ausbau
Die Trauben werden sehr schonend verarbeitet. Die Gärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen in französischen Holzfässern. Anschließend reift der Wein über längere Zeit auf der Feinhefe im Holz, wodurch die charakteristische cremige Textur entsteht. Der Holzeinsatz ist dabei nicht als dominantes Aroma gedacht, sondern unterstützt Struktur, Länge und Reifefähigkeit. Die biodynamische Bewirtschaftung nach Respekt-BIODYN ist ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie von Manincor.
Jahrgang 2023 & Magnum
Der Jahrgang 2023 bringt beim Sophie eine besonders schöne Verbindung aus Reife und Frische. Der Wein ist jung bereits beeindruckend, befindet sich aber noch am Anfang seiner Entwicklung. In der Magnum wird sich diese Entwicklung langsamer vollziehen und besonders harmonisch verlaufen.
Mit zunehmender Flaschenreife sind Aromen von gerösteten Nüssen, Brioche, Honig, Feuerstein und getrockneten Zitrusfrüchten zu erwarten.
Trinkfenster: etwa 2027–2037+ Serviertemperatur: 10–12 °C Dekantieren: bei der jungen Magnum 45–60 Minuten empfehlenswert.
Perfekt zu
Sophie ist ein Wein für gehobene Küche:
Hummer
Langoustinen
Jakobsmuscheln
Steinbutt
Seezunge
gebratener Saibling
Kalbsfilet
Kalbsbries
Geflügel mit Morcheln
Trüffelrisotto
Pasta mit weißem Trüffel
Spargel mit Morcheln
gereifter Bergkäse
Besonders stark ist Hummer mit brauner Butter und Zitrone. Die cremige Textur des Chardonnay nimmt die Fülle der Butter auf, während Säure und Mineralität für Frische sorgen.
Für einen herbstlichen Gang: Kalbsbries mit Morcheln und Petersilienwurzel – hier kann Sophie seine Tiefe und nussige Würze voll ausspielen.
Manincor: Biodynamische Perfektion am Kalterer See
Willkommen bei Manincor, einem der faszinierendsten Weingüter Südtirols. In Kaltern, oberhalb des Sees gelegen, verbindet die Familie der Grafen Goëss-Enzenberg auf beeindruckende Weise historische Tradition mit einer radikal naturnahen Zukunftsvision. Wenn ihr einen Manincor Wein öffnet, schmeckt ihr nicht nur das alpine Terroir, sondern auch die Leidenschaft für ein intaktes Ökosystem.
Die Philosophie: Mehr als nur Bio
Das Weingut wird bereits seit Jahren nach strengen biodynamischen Richtlinien (Demeter) bewirtschaftet. Für Michael Goëss-Enzenberg ist das keine Marketing-Entscheidung, sondern eine Lebenseinstellung.
Einklang mit der Natur: Auf Manincor wird der Weinberg als lebendiger Organismus betrachtet. Schafe im Weingarten, hofeigener Kompost und der Verzicht auf Chemie sorgen für Reben, die tief verwurzelt und widerstandsfähig sind.
Der unsichtbare Keller: Ein architektonisches Meisterwerk ist der unterirdische Weinkeller. Er wurde direkt in den Hang unter die Reben gebaut, ist von außen fast unsichtbar und nutzt die natürliche Erdwärme zur Kühlung. Hier bekommt jeder Manincor Wein die Zeit und Ruhe, die er zur Reife braucht.
Die Stilistik: Eleganz und alpine Frische
Ein Manincor Wein zeichnet sich durch seine feine Klinge aus. Hier wird nicht auf Überextraktion gesetzt, sondern auf Finesse, Struktur und Trinkfluss. Das Sortiment ist in drei klare Linien unterteilt:
Hand (Die Basis): Ehrliche, sortentypische Weine, die euch den perfekten Einstieg in die Welt von Manincor bieten.
Herz (Die Lagenweine): Hier zeigt sich die ganze Kraft des Terroirs. Bekannte Namen wie der Reserve del Conte (eine elegante Rotwein-Cuvée) oder der Eichhorn (ein präziser Weißburgunder) gehören in diese Kategorie.
Krone (Die Spitzen): Absolute Ausnahme-Weine wie der Cassiano oder der Kult-Sauvignon Lieben Aich. Diese Weine zählen zur absoluten Spitze Südtirols und besitzen ein enormes Reifepotenzial.
Manincor Wein: Ein Statement für Genießer
Ob ihr den filigranen Schiava (Vernatsch) sucht, der in Südtirol eine Renaissance erlebt, oder einen charakterstarken Chardonnay wie den Sophie – bei Manincor findet ihr Weine, die Charakter zeigen und gleichzeitig eine unglaubliche Eleganz ausstrahlen. Ein Manincor Wein ist die perfekte Wahl für euch, wenn ihr Wert auf Nachhaltigkeit, handwerkliche Präzision und puristischen Genuss legt.
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